IPhone

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Geschrieben von robby 27/02/2009 @ 09:01

Tags : iphone, apple, high-tech

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Apple iPhone

Dunkelblau: Länder, in denen schon das erste iPhone im Handel erhältlich war; hellblau: Länder mit aktuell verfügbarem iPhone 3G; hellgrün: Markteinführung in Kürze (Stand: Dezember 2008)

Das iPhone ist ein von Apple entwickeltes Smartphone, das über einen iPod-ähnlichen Medienspieler verfügt und weitgehend über den Bildschirm gesteuert wird. Dieser besitzt wie der iPod touch eine Multi-Touch-Funktionalität, ermöglicht also eine Bedienung mit mehreren Fingern gleichzeitig. Darüber hinaus wird das iPhone nur noch mittels zweier Tasten, einer Wippe und eines Schiebeschalters bedient. Nach Angaben von Apple vereint das iPhone die Funktionen eines Breitbild-Video-iPod-Medienspielers mit denen eines Mobiltelefons mit Digitalkamera und Internetzugang.

Der iPhone-Verkaufsstart in den USA war am 29. Juni 2007. Das Mobiltelefon wird in den USA ausschließlich in Kooperation mit dem amerikanischen Mobilfunkkonzern AT&T Wireless angeboten. In Europa wird das Gerät seit dem 9. November 2007 verkauft; zuerst in Deutschland und Großbritannien, seit dem 28. November auch in Frankreich und seit dem 14. März 2008 in Österreich und Irland. In fast allen Ländern, in denen das weiterentwickelte iPhone 3G verfügbar ist, begann der Verkauf parallel am 11. Juli 2008; darunter auch in der Schweiz. In Frankreich war die neue Geräteversion am 17. Juli 2008 erhältlich.

Das US-Magazin Time wählte das iPhone zur „Erfindung des Jahres 2007“. Die überproportionale Medienresonanz war jedoch nur zum Teil eine Reaktion auf die besonderen technischen Merkmale. Häufig wurden stattdessen der Lifestyle-Faktor des Geräts und die juristischen Auseinandersetzungen um die Vermarktung thematisiert.

Bereits im Dezember 1999 hatte sich Apple die Internet-Domain iphone.org registrieren lassen. Im September 2005 stellte Apple das Motorola ROKR E1 vor, das als erstes Mobiltelefon mit iTunes synchronisiert werden konnte. Gleichzeitig wurde eine entsprechende Aktualisierung des Programms zur Verfügung gestellt, um den Austausch von Audio-Dateien zu ermöglichen. Offenbar waren die Apple-Designer bis 2005 mit der Entwicklung der iPod-Linie ausgelastet gewesen, so dass keine Kapazitäten für ein neues Produkt übrig blieben und eine strategische Partnerschaft mit Motorola eingegangen werden musste. Schon kurz darauf sickerte jedoch durch, dass Steve Jobs mit dem ROKR unzufrieden sei, weil es als Fremdprodukt nicht in die Designlinie der Apple-Produktpalette passte. Diese Einschätzung wurde im September 2006 von Apple durch den Entzug der ROKR-Unterstützung bei iTunes bestätigt. Stattdessen wurde eine weitere iTunes-Aktualisierung mit Unterstützung für ein noch unbekanntes Mobiltelefon veröffentlicht, das offensichtlich nicht nur Audio-, sondern auch Video- und Bilddateien wiedergeben können sollte. Dies führte in verschiedenen Medien zu weitreichenden Spekulationen über ein zu erwartendes Apple-Mobiltelefon, die bis zum Jahresende 2006 immer konkreter wurden. Vor der offiziellen Vorstellung mahnte Apple jedoch Blogger ab, die bereits über ein iPhone berichtet hatten. Am 9. Januar 2007 wurde der Öffentlichkeit ein erster Prototyp dieses Geräts auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco vorgestellt.

Apple kündigte Anfang Juni 2007 durch die Ausstrahlung eines TV-Werbespots den Verkaufsbeginn in den USA für den 29. Juni an. Dieser erfolgte exklusiv in rund 200 Apple-Stores und etwa 1800 Verkaufsstellen des Netzbetreibers AT&T Wireless (ehemals Cingular Wireless). Die mit 4 Gigabyte-Speicher ausgestatteten Geräte wurden für $ 499, die 8 GB-Versionen für $ 599 angeboten. Laut dem Apple-Bericht für das dritte Quartal des Wirtschaftsjahres wurden innerhalb der ersten zwei Verkaufstage rund 270.000 iPhones inklusive Zubehör abgesetzt. Nach Einschätzungen von Analysten im August 2007 konnte Apple im dritten Jahresquartal mit rund 800.000 weiteren verkauften Geräten rechnen, was insgesamt die Apple-Zielvorgabe von einer Million seit Verkaufsstart bis Ende September leicht übertroffen hätte. Am 5. September 2007 verkündete Steve Jobs eine Preissenkung: Die 8 GB-Version kostet ab sofort nur $ 399, die 4 GB-Version wird nicht mehr angeboten. Verärgerten Erstkunden bot Jobs tags darauf auf der Apple-Webseite einen Gutschein über $ 100 an. Wer das 8 GB-Gerät innerhalb der zehn Tage vor Ankündigung der Preissenkung gekauft hatte, bekomme die volle Differenz von $ 200 erstattet. Im vierten Quartal des Wirtschaftsjahres 2006/2007 (bis 29. September 2007) wurden nach Angaben von Apple etwa 1,1 Millionen iPhones verkauft. Laut dem am 22. Oktober 2007 veröffentlichten Quartalsbericht seien damit insgesamt seit der Markteinführung rund 1,4 Millionen Exemplare abgesetzt worden.

In Europa wird das Gerät seit dem 9. November 2007 angeboten. Zu diesem Zeitpunkt begann der Vertrieb in Deutschland exklusiv über T-Mobile zum Preis von 399 Euro, gekoppelt mit einem Zwei-Jahres-Vertrag und einer Sperre, die auch nach Ablauf dieser Frist eine Nutzung des iPhones ausschließlich im T-Mobile-Netz erlaubt. Im Gegenzug beteiligt T-Mobile Apple an den monatlichen Umsätzen.

Am 19. November 2007 erließ das Landgericht Hamburg auf Antrag von Vodafone (D2) eine einstweilige Verfügung gegen den vertragsgebundenen Verkauf des iPhones (Details siehe Juristische Auseinandersetzung). Am 21. November 2007 teilte T-Mobile mit, dass das Gerät ab sofort für 999 Euro auch ohne Vertragsbindung und SIM-Sperre verkauft werde, um die gerichtlichen Vorgaben zu erfüllen. In der 46. Kalenderwoche ausgelieferte iPhones würden nachträglich kostenlos entsperrt. Am Verkaufspreis von 399 Euro für ein vertragsgebundenes Gerät ändere sich jedoch nichts. Am 4. Dezember 2007 hob das Landgericht Hamburg die einstweilige Verfügung wieder auf; der exklusive Verkauf mit Vertragsbindung und SIM-Sperre verstoße nicht gegen das Wettbewerbs- oder Kartellrecht. T-Mobile reagierte sofort und verkaufte das iPhone wieder ausschließlich mit Vertrag.

Seit dem 9. November 2007 ist das iPhone auch in Großbritannien exklusiv über das Mobilfunk-Unternehmen O2 und das Vertriebsnetz von Carphone Warehouse erhältlich. Der Kauf ist für 269 £ (rund 387 Euro) nur mit einer Vertragsbindung an O2 möglich. In Frankreich wird das Gerät seit dem 28. November 2007 verkauft. Hier hat die France-Télécom-Tochter Orange den Alleinvertrieb bekommen, muss das iPhone aber aufgrund eines französischen Gleichheitsgesetzes auch ohne SIM-Lock oder mit einer Option auf Freischaltung anbieten. Die Gerätepreise liegen hier zwischen 399 Euro (mit Vertragsbindung) und 749 Euro (inklusive 100 Euro Freischaltungsgebühr, ohne Vertrag). Die Markteinführung in Asien und Australien ist für 2008 geplant. Das Schweizer Telekommunikations-Unternehmen Swisscom teilte im Mai 2008 mit, dass es das iPhone noch im selben Jahr anbieten werde.

Am 9. Juni 2008 kündigte Apple auf der WWDC 2008 an, das iPhone 3G ab dem 11. Juli 2008 parallel in 21 Ländern auszuliefern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am 17. Juli begann der Verkauf auch in Frankreich. Zusätzlich zu EDGE unterstützt die neue Geräteversion die Mobilfunkstandards UMTS/HSDPA. Außerdem ist die Standortbestimmung mittels A-GPS möglich. Das iPhone mit 8 GB wird mit schwarzer Gehäuserückseite ausgeliefert, bei der 16 GB-Variante besteht eine Auswahl zwischen schwarzen und weißen Geräten. Dabei wird die rückseitige Hülle künftig aus Kunststoff hergestellt. Als Grund dafür wird eine bessere Empfangsleistung bei niedrigerem Energieverbrauch angegeben. Die Preise wurden gegenüber dem Vorgängermodell gesenkt; in den USA ist das iPhone 3G zum Beispiel für 199 USD (8 GB) bzw. 299 USD (16 GB) erhältlich, in Deutschland liegt der von T-Mobile subventionierte Preis je nach Tarifbindung für die 8 GB-Variante zwischen einem Euro und 169,95 Euro, beziehungsweise zwischen 19,95 Euro und 249,95 Euro für die 16 GB-Variante. Seit dem 1. Oktober 2008 sind neue Tarife sowie ein Prepaid-Paket (Xtra Nonstop Tarif) des iPhone 3G in der 8GB Version für 569,95€ erhältlich. In diesem Paket sind 100€ Startguthaben inklusive.

Neben Cisco Systems hat auch das kanadische Unternehmen Comwave Telecom aus Toronto die Markenrechte an iPhone für sich beansprucht. Comwave Telecom vertreibt seit 2004 einen VoIP-Dienst inklusive eigenem Mobilgerät unter dieser Marke. Allerdings wurde von Comwave Telecom der Markenschutz in Kanada erst 2005 beantragt, aber das Canadian Intellectual Property Office (CIPO) hat bislang die Rechte an iPhone noch nicht vergeben.

In Deutschland betreibt auch die Freenet AG einen VoIP-Dienst unter dem Namen iPhone.

Nach Angaben des CEO von Apple, Steve Jobs, wurden während der Entwicklung des iPhones über 300 Patente angemeldet. Welche dieser Patentanmeldungen (wobei im amerikanischen Sprachbereich auch Geschmacksmuster als patents bezeichnet werden) auch zu Schutzrechten, insbesondere im europäischen Raum führen, unterliegt den jeweils maßgeblichen Prüfungsverfahren für diese Anmeldungen und dem vorhandenen Stand der Technik. Dem Europäischen Patentamt liegt zumindest eine Patentanmeldung vor.

Die Federführung der Produktion des Bildschirms hat das deutsche SDAX-Unternehmen Balda. Die Produktion selbst erfolgt unter anderem durch den Bildschirm-Hersteller TPK in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Xiamen. Balda ist zu 50 Prozent Anteilseigner von TPK. Die Fertigungsmaschine, mit der die neuartigen Touchscreens für das iPhone von Apple produziert und mit der auch sonstige Oberflächen von Kunststoffteilen für Mobiltelefone und tragbare Spielekonsolen veredelt werden können, wurde von Balda in Kooperation mit dem TecDAX-notierten Maschinenbauer Singulus entwickelt. Als weiterer Touchscreen-Lieferant wird der japanische Elektronikkonzern Sharp vermutet, der dies, ähnlich wie Balda, bisher jedoch nicht offiziell bestätigt hat. Kurz vor der Markteinführung Ende Juni 2007 wurde berichtet, dass die Balda-Order erhöht worden sei, weil es bei Sharp Lieferverzögerungen bei den Touchscreens gebe. Balda denke deshalb über den Bau eines zweiten Werkes in Xiamen nach.

Der im iPhone verbaute NAND-Flash-Speicher stammt von den Firmen Hynix, Intel, Micron, Samsung Electronics und Toshiba, mit denen Apple eine Übereinkunft bis 2010 vereinbart hat. Die Hardware-Stücklisten- und Fertigungskosten des iPhones liegen Apple-Analysten zufolge bei $ 265,83 für das 8 GB-Modell und somit bei etwa 67 Prozent des Verkaufspreises. Die Fertigungskosten des Touchscreens sollen laut iSuppli bei rund $ 27 liegen. Ein weiterer Zulieferer ist Infineon, wie die Bestückung der Leiterplatte zu erkennen gibt.

In dem Apple iPhone arbeiten ein 667 MHz ARM-1176-Prozessor (getaktet mit 412 MHz / iPod touch mit 532 MHz), , sowie ein 120 MHz PowerVR-MBX-Grafikprozessor,  der bis zu vier Millionen Dreiecke pro Sekunde verarbeiten können soll. Die PowerVR-MBX-Technologie wird auch im N95 von Nokia zur Darstellung von Spielen eingesetzt.

Das iPhone ist mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) unter einer Abdeckung aus optischem Glas ausgestattet, den Apple als Multi-Touch bezeichnet und der bis zu zwölf Berührungsimpulse gleichzeitig verarbeiten kann. Das iPhone verfügt lediglich über fünf physische Bedienelemente: die Home-Taste auf der Vorderseite, seitlich zwei Tasten zur Lautstärkeregelung, einen Schalter zum Stummschalten und oben die Standby-Taste. Zum Schreiben wird an entsprechenden Stellen eine Tastatur eingeblendet, bei ausschließlicher Eingabemöglichkeit von Ziffern (beispielsweise beim Wählen einer Telefonnummer) wird ein Ziffernblock aufgerufen.

Das iPhone hat außerdem drei Sensoren. Durch einen Näherungssensor wird bei dem Gerät automatisch die Eingabefunktion sowie die Bildschirmbeleuchtung ausgeschaltet, wenn es an das Ohr gehalten wird. Die Anzeige wird ferner automatisch umgestellt, wenn das Gerät vertikal oder horizontal gehalten wird. Dazu dient ein Drei-Achs-Beschleunigungssensor. Über einen Helligkeitssensor kann die Bildschirmhelligkeit an die Lichtverhältnisse der Umgebung angepasst werden bzw. in dunklerer Umgebung durch Abdunkeln Energie gespart werden.

Die Telefonie erfolgt bei der ersten Version des iPhones ausschließlich über GSM und Daten können per EDGE empfangen werden.

Das Gerät ist ein sogenanntes Quadband-Telefon und unterstützt die Frequenzen 850, 900, 1800 und 1900 MHz. Des Weiteren kann es sich per WLAN (802.11b/g) oder Bluetooth verbinden. Da sich das iPhone nicht an den Bluetooth-Standard Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) hält, ist eine Zusammenarbeit mit entsprechenden Bluetooth-Stereo-Geräten wie Kopfhörern und Autoradioschnittstellen anderer Hersteller nicht möglich. Auch zahlreiche andere Bluetooth-Profile sind nicht vorhanden oder aktiviert. Das iPhone der ersten Generation unterstützt keinen Breitbandzugang per UMTS oder HSDPA. Auch die im November 2007 eingeführte Europa-Version verfügt nicht über UMTS. Aufgrund der im Vergleich zu den USA noch schlechten Netzabdeckung mit dem Übertragungsstandard EDGE werden die Kunden vielfach auf GPRS zurückgreifen müssen. T-Mobile kündigte allerdings an, „bis Ende 2007 EDGE im gesamten GSM-Netz anbieten“. Das iPhone der ersten Generation verfügt über keinen GPS-Empfänger. Eine Ortsbestimmung (und Anzeige in Google Maps) ist dennoch möglich, sie basiert auf Triangulation der jeweils vom iPhone empfangenen Mobilfunkzellen sowie der Auswertung von bekannten WLAN Hotspots. In Städten ist die erreichbare Genauigkeit mitunter relativ hoch und kann unter 50 Meter liegen, eine Internetverbindung ist zur Positionsbestimmung wegen der Online-Standortabfragen der empfangenen Zellen zwingend notwendig.

Wie von Steve Jobs im September 2007 angekündigt, wurden die Kommunikationsfähigkeiten des iPhones mit der Einführung des iPhone 3G am 11. Juli 2008 erweitert.

Die bedeutendste Neuerung ist, dass das iPhone 3G auch UMTS-Mobilfunk unterstützt. Außerdem ist die Verwendung von HSDPA, einer Verbesserung von UMTS möglich, soweit dies netzseitig implementiert ist.

Mit dem eingebauten GPS-Modul ist es möglich, über "Google Maps" seine exakte Position zu bestimmen; vorausgesetzt wird eine aktive Internet-Verbindung zum Abrufen des Kartenmaterials. Drittanbieter wie TomTom haben bereits eine lauffähige Navigations-Software entwickelt, aber noch nicht veröffentlicht. Viele im AppStore erhältliche Programme verwenden das GPS-Modul, z. B. um einen gelaufenen Weg nachzuvollziehen oder um die Geschwindigkeit zu ermitteln.

Einige Kritiker bemängeln, dass die GPS-Antenne (eine der zehn internen Antennen) zu klein sei, um eine genaue Ortung zuzulassen. Viele Tests berichten jedoch von punktgenauer Ortung.

Über iTunes können Kontakte, Termine, E-Mails, Fotos und Musikstücke mit einem Computer synchronisiert werden. Seit Version 2.0 der Firmware, die gleichzeitig mit dem iPhone 3G veröffentlicht wurde, kann das iPhone auch über einen Microsoft Exchange-Server synchronisieren. Außerdem ist die Synchronisation über den kostenpflichtigen Dienst MobileMe von Apple möglich.

Mit Visual Voicemail können aufgesprochene Nachrichten übersichtlich in einer Liste angezeigt werden. Das Anrufen des Anrufbeantworters entfällt so. Die Mobilfunkanbieter müssen für diesen Dienst Server mit Apple-Software betreiben. Im Dezember 2007 erhob die US-Firma Klausner Technologies Klage gegen Apple und AT&T wegen vermuteter widerrechtlicher Nutzung von zwei Patenten bei Visual Voicemail.

Der Prozessor des iPhone ermöglicht das Abspielen von hochauflösenden komprimierten Videos im H.264-Standard, die auf die 480 × 320 Pixel des Bildschirms heruntergerechnet werden. MMS für Audio und Video wird nicht unterstützt. Das Gerät besitzt sämtliche Funktionen des Apple iPod mit Video-Abspielmöglichkeit und die aus iTunes bekannten Animationen der CD-Titelbilder (Cover Flow). Bei der Wiedergabe von Videos wechselt die Ansicht in die Horizontale, wodurch man einen Widescreen-Bildschirm erhält.

Das Standard-Headset des iPhones ist mit weißen Stereokopfhörern ausgestattet und verfügt über ein Mikrofon. Es verfügt darüber hinaus über einen sogenannten Klicker, mit dem man in verschiedenen Situationen das iPhone steuern kann.

Das Gerät verfügt über eine Zwei-Megapixel-Digitalkamera, deren Linsenöffnung ohne Abdeckung in der Rückwand des Mobiltelefons ausgespart ist und die nur Einzelbilder aufnehmen kann.

Bei dem Speicher des iPhone handelt es sich um 8 GB beziehungsweise 16 GB großen NAND-Flash-Speicher. Ein Erweiterungs-Steckplatz für Speicherkarten ist nicht vorhanden. Die Größe des Arbeitsspeichers (RAM) beträgt 128 MB DRAM.

Die Akkukapazität des Lithium-Polymer-Akkus genügt laut Hersteller für Telefongespräche von bis zu acht Stunden sowie sieben Stunden für Videofunktionen und sechs Stunden Surfen im Internet. Sie solle ferner ausreichen, um mit dem iPhone bis zu 24 Stunden Musik hören zu können. Die Akkukapazität im Standby-Modus betrage 250 Stunden. Nach ersten Tests beträgt die Sprechzeit über sieben Stunden, Musik kann man knapp über 22 Stunden lang hören, und bei Internetnutzung entlädt sich der Akku in etwas mehr als neun Stunden. Oftmals erreicht der Akku erst nach einigen Wochen Betrieb seine volle Leistungsfähigkeit, daher können die Laufzeiten bei Neugeräten kürzer sein.

Der eingebaute Akku kann vom Anwender nicht selbst ausgetauscht werden. Apple selbst bietet den Wechsel für rund $ 86 (inklusive Versandkosten) innerhalb von drei Werktagen an; ein Verfahren, das von Verbraucherschützern scharf kritisiert wird.

Das iPhone verfügt über eine 30-polige Anschlussbuchse Dock-Connector, die physikalisch weitgehend identisch mit der der iPods ist. Der Anschluss enthält Leitungen für Stereoton, Composit-Video (FBAS), Komponenten-Video (NTSC und PAL, eine Neuerung gegenüber früheren iPods, die einen S-Video Ausgang haben; für die Verwendung dieses Ausgangs mit typischen europäischen Fernsehern wird eine Wandlerbox zur Wandlung in ein SCART-RGB-Signal benötigt), eine serielle Schnittstelle (zum Beispiel zur Steuerung), USB und FireWire. Es ist nicht bekannt, ob einer der bisher beim iPod freien Kontakte des Dock-Connectors zum Anschluss einer externen Antenne dienen kann. Das iPhone verfügt nicht über einen speziellen Antennenanschluss. Auf der Oberseite des iPhone ist eine 3,5 Millimeter-Klinkenbuchse mit vier Kontakten (Stereoübertragung plus Zusatzleitung zum Anschluss des Mikrofons des Headsets oder eines TTY-Schreibtelefons für Gehörlose und Schwerhörige) untergebracht, in die Kopfhörer und Headsets eingesteckt werden können.

Als Betriebssystem dient ein angepasstes Mac OS X auf Flash-Speicher (laut New York Times 700 MB groß) ähnlich der Version für Macs, allerdings fällt der Funktionsumfang geringer aus. Der Betriebssystemkern (Kernel) der Version 1.0 identifiziert sich als Darwin 9.0.0d1, was gemäß der von Apple seit Mac OS X 10.1 verwendeten Namenskonvention der Mac-OS-X-Betriebssystemversion 10.5 (Leopard) entspricht. Das iPhone verfügt jedoch nicht über eine Java-Plattform.

Die Texteingabe erfolgt über eine auf dem Bildschirm eingeblendete QWERTZ-Tastatur, wobei Umlaute durch Halten statt Tippen der Grundtaste und anschließendem Bewegen des Fingers zu dem gewünschten, nach kurzer Wartezeit eingeblendeten Umlaut eingegeben werden können. Der eingegebene Text wird in einem kleinen Feld am oberen Bildrand oder direkt über der Tastatur angezeigt. Die Genauigkeit der Eingabe hängt von der Größe der Finger und dem manuellen Geschick des Bedieners ab, wobei eine lernfähige Korrekturfunktion die Eingabe unterstützt.

Eine Reihe von Programmen (siehe Tabelle) wird mit dem iPhone mitgeliefert. Trotz der Namensgleichheit mit entsprechenden Programmen für Mac OS X handelt es sich bei den Programmen des iPhone um veränderte Versionen, die beispielsweise über einen geringeren Funktionsumfang verfügen. Bei der Vorstellung des Geräts hatte Steve Jobs bereits angekündigt, dass die Software des iPhone weiterentwickelt werden soll und neue Versionen des Betriebssystems (vgl. oben) sowie weitere Programme von Apple angeboten werden sollen. Bislang beschränken sich Änderungen weitestgehend auf kleinere Korrekturen, die einzigen neu hinzugekommenen Funktionen sind zwei Programme zum Laden von Dateien aus dem iTMS über WLAN-Verbindungen.

In seiner Keynote zur Einführung des iPhone wies Steve Jobs auf Cocoa als Haupt-API der iPhone-Software hin.

Auf der WWDC 2007 wurde zunächst bekanntgegeben, dass Dritthersteller keine klassischen Anwendungen für das iPhone schreiben können und dies stattdessen über Webapplikationen gelöst werden soll, die auf offenen Standards wie Ajax basieren und im Webbrowser Safari angezeigt werden können. Von Safari aus können dann iPhone-eigene Anwendungen wie Google Maps oder die Telefonfunktion genutzt werden. Eine ebenfalls angekündigte Version von Safari für Microsoft Windows ermöglicht das Mac-OS-X-unabhängige Testen solcher Anwendungen für Entwickler aus der Windows-Welt. Durch das dabei verwendete, auch von Java bekannte Sandkasten-Prinzip soll das iPhone vor Fehlfunktionen und Manipulationen durch Software besser geschützt werden.

Am 17. Oktober 2007 stellte Steve Jobs (nach zahlreichen Protesten von Entwicklern) auf der Apple-Webseite als Hot News ein Entwicklungswerkzeug auch für native Anwendungen in Aussicht. Die Freigabe des Entwicklungssystems ("SDK") werde bis Februar 2008 dauern, weil Apple versuche, zwei entgegengesetzte Ziele zu verwirklichen – eine offene Plattform für Entwickler zu bieten und gleichzeitig das iPhone vor Viren, Schadprogrammen, Angriffen auf private Daten usw. zu schützen. Tatsächlich wurde das SDK jedoch bis Ende Februar nicht veröffentlicht; am 27. Februar 2008 kündigte Apple aber für den 6. März 2008 einen Pressetermin an, auf dem unter anderem weitere Informationen über das SDK bekanntgegeben werden sollten. Auf dieser Veranstaltung wurde die Firmware-Version 2.0 vorgestellt, welche neben Microsoft Exchange Server und anderen Netzwerkprotokollen auch das "iPhone SDK" unterstützt. Die neue Firmware ist seit dem 11. Juli 2008 öffentlich verfügbar.

Apple entwickelte für das iPhone eine mobile Variante seines Cocoa-Frameworks namens Cocoa touch. Das SDK wird zusammen mit einer neuen Version von Apples integrierter Entwicklungsumgebung Xcode ausgeliefert. Darin enthalten ist auch ein iPhone-Emulator, der es ermöglicht, die Anwendungen während der Entwicklungsphase auf dem Mac zu testen. Der Vertrieb der Programme erfolgt in dem App Store über die gleichnamige iPhone-Anwendung oder iTunes. Die Entwickler können den Preis für ihre Software selbst festlegen, Apple nimmt jedoch 30 % davon als Provision. Während das SDK selbst kostenlos von Apples Entwicklerseiten bezogen werden kann, ist für die Veröffentlichung im App Store ein kostenpflichtiges Entwicklerkonto zum Preis von 99 (Standard) oder 299 US-Dollar (unternehmensinterne Anwendungen) erforderlich.

In der Zwischenzeit haben Programmierer Verfahren etabliert, um Programme auf dem Gerät lauffähig zu machen, die nicht als Webapplikation ausgeführt sind (sogenannte native Applikationen). Nachdem es Hackern im Juli 2007 erstmalig gelungen war, ein Hallo-Welt-Programm auf dem iPhone auszuführen, lagen Mitte September 2007 bereits über 60 solcher Applikationen vor, einschließlich einem Installer und Doom (das ursprünglich mit NeXTStep entwickelt worden ist und seitdem traditionell jede Portierung dieses Betriebssystems mitvollzieht). Apple steht diesen Programmieransätzen neutral gegenüber; stört also die Entwicklungen nicht, bemüht sich aber auch nicht, die Lauffähigkeit solcher Programme mit späteren Versionen des Betriebssystems zu erhalten.

Greenpeace kritisiert Apple für die im iPhone verwendeten Schadstoffe. Anders als bei modernen Mobiltelefonen üblich, fänden sich im iPhone noch schädliche Materialien wie Brom und Polyvinylchlorid (PVC). Greenpeace zeigt sich vor allem nach Steve Jobs’ offenem Brief A Greener Apple, in dem er umweltfreundlichere Apple-Produkte angekündigt hatte, enttäuscht und fordert ein green iPhone. Der US-Verband Bromine Science and Environmental Forum (BSEF) reagierte auf die Vorwürfe mit der Erklärung, dass die genannten Substanzen alle zur Verwendung zugelassen seien. Greenpeace habe zudem nicht nachweisen können, in welcher Konzentration und Zusammensetzung Brom im iPhone vorkomme, da die verwendeten Analysemethoden dafür nicht ausgereicht hätten.

Der US-Verbraucher- und Umweltschutzverband Center for Environmental Health (CEH) drohte Apple mit einer Klage. Nach Ansicht des CEH verstößt Apple mit dem iPhone gegen Abschnitt 65 des kalifornischen Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act of 1986, der vorsieht, dass gefährliche Stoffe nicht ohne deutliche Warnung verwendet werden dürfen. Das CEH forderte Apple auf, für bisher gekaufte Geräte eine Rückrufaktion zu starten und zukünftig angebotene Geräte mit einem deutlichen Warnhinweis auf die schädlichen Substanzen zu versehen.

Nach dem Verkaufsstart wurden einige Sicherheitslücken in der Firmware des iPhone entdeckt. So wurden zum Beispiel zwei Passwörter, mit denen zentrale Funktionen des iPhone gesichert sind, schnell entschlüsselt. Das Passwort dottie erlaubte es zum Beispiel, Programme mit Root-Rechten zu starten; alpine war ein weiteres entschlüsseltes Passwort. Durch eine weitere Sicherheitslücke konnten anfangs persönliche Daten des Besitzers ausgespäht werden, etwa Telefonnummern. Die neue Firmware-Version 1.0.1 am 30. Juli 2007 behob dieses Problem.

Das Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie (SIT) informierte im Herbst 2008 über eine Sicherheitslücke, durch die eine Webseite das iPhone zur Anwahl einer beliebigen Telefonnummer veranlassen kann. Nach Aufspielen der Firmware-Version 2.2 vom 21. November 2008 war dies nicht mehr möglich.

Eine größere Anzahl von Nutzern beklagt sich über schlechten Empfang und Verbindungsproblemen mit dem iPhone 3G. Eine offizielle Erklärung von Apple gibt es zu diesem Thema nicht.

LG Electronics warf Apple im Februar 2007 vor, das Design des iPhone vom Prada phone by LG kopiert zu haben. Dieses Mobiltelefon – mit Touchscreen und stiftloser Bedienung – wurde bereits im September 2006, rund vier Monate vor der ersten Präsentation des iPhone, vorgestellt und sein Design ausgezeichnet. Von juristischen Schritten seitens LG wurde seither allerdings nichts bekannt.

Das iPhone wird zur Zeit in den USA ausschließlich mit einem SIM-Lock verkauft. Es kann dadurch nur mit der bereits ab Werk mitgelieferten SIM-Karte des Mobilfunk-Betreibers AT&T verwendet werden. Ein Vertrag mit AT&T ist auch erforderlich für die Aktivierung der Funktionen des iPhones, die nicht in Zusammenhang mit der Telefon-Funktion stehen, etwa iPod, WLAN und Digitalkamera. Auch in Europa wird die Nutzung des iPhones zum Teil auf das Funknetz jeweils eines Anbieters pro Land beschränkt.

In Hongkong vertreibt Apple das iPhone neben dem offiziellen Provider 3 Hong Kong auch über den eigenen Online-Store.

Am 3. Juli 2007 beschrieb der norwegische CSS- und mehrfache iTunes-DRM-Knacker Jon Lech Johansen in seinem Blog, wie man die Funktionen des iPhones auch ohne AT&T-Vertrag nutzen kann.

Am 14. August 2007 berichtete der weltweit populäre Technik-Blog Gizmodo, dass sich das iPhone mit Hilfe einer sogenannten Turbo-SIM-Karte auch in anderen GSM-Netzen betreiben lasse. Am 6. September veröffentlichte die Webseite des APC Magazine (ehemals: Australian Personal Computer Magazine) eine Zehn-Schritte-Anleitung zur Nutzung des iPhones in weltweit allen GSM-Netzen mit Hilfe einer Turbo-SIM-Karte.

Am 23. August 2007 gelang es dem US-Amerikaner George Hotz, ohne den Umweg über eine Turbo-SIM-Karte die Beschränkung der Nutzung seines iPhones auf das AT&T-Netz aufzuheben. In seinem Blog beschrieb er dazu ein Verfahren, das komplizierte Eingriffe in die Hardware erfordert. Danach war es ihm möglich, sein iPhone im US-Netz von T-Mobile anzumelden.

Seit Erscheinen der Firmware-Version 1.1.1 am 27. September berichteten Besitzer von SIM-Lock-entsperrten Geräten nach einer Firmware-Aktualisierung über massive Probleme: Die neue Firmware-Version setzte die Entsperrungen zurück und das gesamte Gerät außer Betrieb. Besitzer eines iPhones mit Firmware-Version 1.1.1 konnten mit Hilfe der auf zahlreichen Webseiten publizierten Anleitungen die Firmware auf Version 1.0.2 zurücksetzen. Anschließend ließ sich das Gerät mit den bekannten Unlock-Techniken entsperren. Kurze Zeit später war auch dieser Umweg nicht mehr nötig; iPhones mit Firmware 1.1.1 konnten direkt und ohne Anschluss an einen Computer entsperrt und für beliebige SIM-Karten freigeschaltet werden. Auch die am 9. November 2007 erschienene Firmware 1.1.2 wurde schon vor der offiziellen Veröffentlichung mit einem Jailbreak entsperrt, einem aufwendigen Vorbereitungsprozess für den Zugriff auf das Dateisystem. Vorher gespeicherte Daten gingen dabei allerdings verloren.

Seit dem 20. Juli 2008 bietet die Software PwnageTool 2.0 des iPhone Dev Teams einen Jailbreak und Unlock für das iPhone der ersten Generation mit der neu erschienen iPhone-Firmware 2.0 an; die Nachfolgerversion PwnageTool 2.0.3.1 unterstützt sowohl das iPhone 3G (ohne Unlock) als auch die iPhone-Firmware 2.0.2. Es ist auch eine simple Variante der Software erschienen, mit dem Namen QuickPwn.

Am 1. Januar 2009 hat das iPhone Dev Team eine rein Software-basierte SIM-Entsperrung für iPhone-3G-Geräte mit Firmware 2.2 veröffentlicht. Mit Hilfe dieser Entsperrsoftware namens yellowsn0w kann nun auch jedes iPhone der zweiten Generation in allen Netzen betrieben werden, sofern das Baseband nicht mit upgedated wurde. Wenige Stunden nach dem Update der Firmware auf 2.2.1 brachte das Dev Team auch schon ein Update für yellowsn0w auf Version 0.9.7.

Mitte November 2007 erwirkte T-Mobile-Konkurrent Vodafone (D2) beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen den Exklusivvertrieb des iPhones in Deutschland. Vodafone-Geschäftsführer Friedrich Joussen erklärte, man wolle nicht den Vertrieb an sich verbieten lassen, sondern nur den Verkauf des Gerätes ohne zwangsweise Vertragsbindung ermöglichen. Vodafone selbst hatte sich im Sommer 2007 aus den Vertragsverhandlungen mit Apple zurückgezogen, nachdem Apple eine Umsatzbeteiligung von rund einem Drittel verlangt hatte. T-Mobile kündigte am 20. November 2007 Einspruch an, das Unternehmen wolle sich aber bis zu einer endgültigen Entscheidung an die Auflagen der Verfügung halten. In dieser heißt es unter anderem, dass das iPhone nicht mehr verkauft werden darf, „wenn es nur in Verbindung mit dem Abschluss eines Mobilfunkvertrages (…) mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten angeboten (…) wird.“ Der Mobilfunk-Anbieter debitel legte ebenfalls am 20. November 2007 wegen der T-Mobile-Vertragsgestaltung Beschwerde bei der Bundesnetzagentur ein. Bereits am Tag danach korrigierte T-Mobile sein Vertriebsmodell: Vertragsgebundene Geräte würden weiterhin für 399 Euro verkauft, zusätzlich bestehe jedoch die Möglichkeit, für 999 Euro ein iPhone ohne SIM-Lock zu erwerben, das in allen Mobilfunknetzen eingesetzt werden könne. Geräte, die in der 47. Kalenderwoche bereits verkauft wurden, könnten kostenlos entsperrt werden. Am 4. Dezember 2007 hob das Landgericht Hamburg seine einstweilige Verfügung wieder auf, anschließend erklärte T-Mobile, dass ab sofort wieder nur noch vertragsgebundene iPhones verkauft würden. Der Vertrieb der SIM-Lock-freien Geräte werde eingestellt. Gegen das Urteil wurde innerhalb der einmonatigen Frist keine Berufung eingelegt; es wurde somit im Januar 2008 rechtskräftig.

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Apple Developer Connection

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Die Apple Developer Connection (kurz: ADC, zu deutsch: Apple-Entwicklervereinigung) ist ein Internetportal der Firma Apple zur Softwareentwicklung auf der Macintosh-Plattform. Neben der Macintosh-Plattform kamen im Zuge des iPods auch technische Artikel über den Musikbereich hinzu. Die Seiten sollen Entwicklern helfen, mit Apples Technologie-Plattform (Hardware sowie Software) umzugehen, indem Lehrmaterial wie Tutorien, technische Artikel und umfassende Dokumentation bereitgestellt wird. Das meiste Material auf den Seiten ist in Englisch abgefasst. Allerdings gibt es nationale ADCs, welche Inhalte in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung stellen.

Die Apple Reference Library ist eine Sammlung des Lehrmaterials, welcher innerhalb der ADC bereitgestellt wird. Jeder eingetragene Entwickler (mit Ausnahme der kostenlosen Variante) bekommt monatlich ein Päckchen mit der aktuellen Fassung als CD oder DVD per Post zugeschickt. Seit Dezember 2007 hat Apple den Vertrieb der DVDs eingeschränkt, so dass man die DVDs nur noch bekommt, wenn man explizit widersprochen hat, sich die monatlichen DVDs auf der ADC-Webseite herunterzuladen.

Die WWDC ist die jährlich in Kalifornien stattfindende Worldwide Developers Conference der Firma Apple, auf der neue Versionen des Betriebssystems Mac OS X und anderen Apple-Produkte vorgestellt werden. Die Konferenz beginnt, wie auch die Macworld, mit einer Keynote, die seit 1998 von Steve Jobs (CEO) gehalten wird. Die erste WWDC fand 1983 in Monterey statt. Mittlerweile findet sie im Moscone Center in San Francisco statt.

Alle Teilnehmer müssen eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA - „Non Disclosure Agreement“) unterzeichnen. Das galt bisher auch für die Keynote, die Apple allerdings inzwischen live im Web überträgt. Bisher wurde auf der WWDC nur neue Software vorgestellt, mit 2002 (Xserve), 2003 (iSight), 2006 (Mac Pro, intelbasierter Xserve) und 2008 dem iPhone 3G als Ausnahmen. 2005 wurde der Übergang zu Intel bekanntgegeben.

Das ADC bietet mehrere, zum Teil kostenpflichtige, Mitgliedschaften. Sie bieten teilweise geldwerten Vorteil.

Die Online-Mitgliedschaft ist für jeden offengestellt und kostenlos. Neben dem ohnehin schon freien Zugang zu Dokumentationen etc. bietet diese Mitgliedschaft den Zugang zum "Download"-Bereich, in dem man sich beispielsweise die aktuelle Version der Apple-eigenen Entwicklungsumgebung Xcode herunterladen kann.

Die Select-Mitgliedschaft kostet 500 US-Dollar pro Jahr und bietet weitere Zugangsmöglichkeiten, wie beispielsweise: zwei kostenlose Kundendienst-Anfragen ("Support"), Zugang zu Select-Mailinglisten, Zugang zu noch unveröffentlichter Software (Software Seeding Program), einmal im Jahr eine Vergünstigung auf einen Hardwarekauf von Apple-Produkten, generelle Vergünstigungen auf Entwicklersoftware und WWDC-Eintritt sowie Zutritt zu den Kompatibiltätslaboren (Compatiblity Labs) auf dem Apple-Firmengelände.

Die Premier-Mitgliedschaft kostet 3,500 US-Dollar pro Jahr und ist damit die teuerste und letzte Ausbaustufe der ADC Mitgliedschaften. Neben den Vorteilen von Online- und Select-Mitgliedschaft bietet die Premier-Mitgliedschaft acht statt zwei kostenlose Kundendienst-Anfragen pro Jahr, eine kostenlose, vollwertige WWDC-Eintrittskarte, einen eigenen „Seed-Key“ im Software Seeding Program (dies ermöglicht Online-Mitgliedern des eigenen Unternehmens die Bereitstellung von noch nicht veröffentlichter Software) und ein zusätzliches Vergünstigungsprogramm (Vergünstigungen anderer Hersteller).

Die Student-Mitgliedschaft ist die günstigste, kostenpflichtige Mitgliedschaft der ADC und kostet jährlich 99 US-Dollar (bzw. in Deutschland 99 €). Sie setzt den Status eines Studenten voraus. Den Nachweis erbringt man in aller Regel per Fax oder E-Mail mit einer Kopie seines Personalausweises und eines Nachweises über seinen Status (z.B. Studentenausweis). Gegenüber der Online-Mitgliedschaft bekommt man monatlich die Apple Reference Library, aktuelle Versionen von Mac OS X (Systemdisks), Videos von grundlegenden Vorträgen vergangener WWDCs, einen Starter-Kit (bestehend aus T-Shirt, MacTech-Magazin, einer Mappe und ein paar netten Briefen), Zugang zu Studenten-Mailinglisten, einmalige Vergünstigungen für Apple-Hardware und die Möglichkeit, an einem Stipendiumsprogramm zur WWDC teilzunehmen.

Jedem student member ist die Teilnahme am WWDC-Scolarship Program freigestellt. Zu diesem ist ein Portfolio seiner Arbeit mit Beschreibung anzufertigen und beizulegen. Jedes Jahr werden unter allen Einsendungen die 600 Besten herausgesucht und mit einer kostenlosen, vollwertigen WWDC-Eintrittskarte im Wert von über 1.500 US-Dollar belohnt. Die Anreise und der Aufenthalt sind vom Stipendium allerdings nicht abgedeckt.

Mit dem Erscheinen der Beta-Version des iPhone SDK im Anfang März 2008 führte Apple parallel zu den bisherigen Mitgliedschaften, zwei weitere kostenpflichtige ein. So ist die Entwicklung von Anwendungen für das iPhone und den iPod touch zwar generell kostenfrei, beschränkt sich allerdings auf die Entwicklung innerhalb eines Simulators. Für die anschließende Veröffentlichung braucht es allerdings eine Entwicklerlizenz mit der auch die Veröffentlichung im App Store verbunden ist. Der App Store ist der exklusive Vertriebsweg für Drittanwendungen auf dem iPhone.

Das Standard Program kostet 99 US-Dollar jährlich und ist für Entwickler bestimmt, die entweder freie oder kommerzielle Programme entwickeln, welche in Apples AppStore verkauft werden sollen. Apple nimmt zusätzlich zu den 99 US-Dollar Jahresbeitrag 30% vom Umsatz für die Bereitstellung der Infrastruktur. Bei Freewareprogrammen verzichtet Apple auf eine Gebühr.

Das Enterprise Program kostet 299 US-Dollar jährlich und richtet sich an Entwickler in Unternehmen, die ihre Programme nicht über den öffentlichen AppStore bereitstellen möchten. Apple richtet für diese Mitglieder einen getrennten AppStore, ähnlich den iTunesU-Stores für Universitäten, ein.

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Apple iPod

Verschiedene iPod-Modelle (von links):    iPod shuffle  (zweite Generation)   iPod nano  (vierte Generation)   iPod  (sechste Generation)   iPod touch  (erste Generation)

Die iPods („i“ für „Internet“ bzw. „Information“, „pod“ engl. für „Hülse“) der Firma Apple sind eine Serie von tragbaren digitalen Medienabspielgeräten, den sogenannten „Portable Media Playern“. Sie sind die meistverkauften tragbaren Musikabspieler der Welt. Seit Einführung der fünften iPod-Generation ist auch die Wiedergabe von Videodateien möglich; Apple sieht die Verknüpfung mit der eigenen kostenlosen Software iTunes vor, um einen iPod mit multimedialen Inhalten (Musik, Bilder, Videos, Adresskontakte und Spiele) zu versehen. Darüber hinaus lässt sich der iPod auch mit Software anderer Hersteller bespielen und verwalten.

Als Erfinder des iPod gilt Tony Fadell, den Apple als Hardware-Entwickler verpflichtet hat. Das Design der Geräte stammt von Jonathan Ive. 2002 gewann der iPod den red dot design award. Inzwischen sind Arbeiten des Engländers Kane Kramer (* 1956) bekannt geworden, der bereits 1979 Skizzen für ein vergleichbares Gerät anfertigte.

Jon Rubinstein stellte im Februar 2001 Steve Jobs eine erste, nur 1,8 Zoll messende Festplatte und die Idee eines iPod vor. Steve Jobs antwortete ihm: „Go for it!“ Am 23. Oktober 2001 stellte man den ersten iPod mit 5 Gigabyte-Festplatte vor.

Am 21. März 2002 wurde ein zweites Modell mit 10-GB-Festplatte eingeführt. Am 17. Juli 2002 wurde die zweite Generation der iPods angekündigt. Diese sollten nun mit einer 10 oder 20 GB großen Festplatte, einer Fernbedienung im Kopfhörerkabel sowie einem berührungssensitiven Scrollrad ausgerüstet werden – letzteres verfügt modellabhängig über 100 Sensoren (modellabhängig auch weniger), die Fingerbewegungen auf dem Scrollrad in zwei Richtungen registrieren – so ist eine Navigation innerhalb von Abspiellisten möglich, aber auch bei der Regulierung der Lautstärke oder zum Auswählen einer bestimmten Stelle innerhalb eines Songs findet das sogenannte „Touch Wheel“ Verwendung (siehe auch 2004: → Click Wheel). Außerdem sollten beide Modelle auch als Windows-Version erhältlich sein.

Die dritte Generation wurde am 28. April 2003 vorgestellt. Diese Generation sollte mit neuem Design, berührungsempfindlichen Tasten, Dock Connector (statt FireWire-Buchse), USB-Anschluss und mit einer Verkleinerung der Akkuladung von 10 auf 8 Stunden Laufzeit auf den Markt kommen, und zwar mit je einer 10, 15 oder 30 GB großen Festplatte. Ab dem 8. September 2003 waren die iPods der dritten Generation mit 20 und 40 GB großen Festplatten erhältlich. Im September 2003 wurde der einmillionste iPod verkauft.

Im Januar 2004 wurde der iPod mini angekündigt. Bei diesem Gerät waren Touch Wheel und Tasten erstmals unter einer Oberfläche, dem sogenannten „Click Wheel“, vereint und er war in den Farben Silber, Blau, Grün, Pink und Gold erhältlich. Die Nachfrage nach dem iPod mini war so groß, dass am 17. Februar bereits über 100.000 Vorbestellungen eingegangen waren. Am 20. Februar 2004 begann schließlich die Auslieferung in Amerika, wohingegen der Start für Europa am 25. März auf Juli 2004 verschoben wurde. Am 24. Juli startete man auch in Europa mit dem Verkauf des iPod mini.

Am 19. Juli 2004 war die vierte Generation des iPod als 20- und 40-GB-Modelle erhältlich. Dabei besaßen diese nun wie der iPod mini ein Click Wheel und die Spieldauer wurde laut Hersteller von acht auf zwölf Stunden erhöht.

Die ersten Vorbestellungen des iPod photo und des limitierten iPod U2 wurden am 26. Oktober 2004 entgegengenommen. Ersterer hatte erstmals einen Farbbildschirm, eine verbesserte Akkudauer von 15 beziehungsweise fünf Stunden bei Musik- respektive Diashow-Wiedergabe. Die U2 Special Edition besaß eine schwarze Front mit einem roten Click Wheel und eine Gravur der Unterschriften der vier Bandmitglieder von U2 auf der Rückseite. Außerdem bekamen Käufer einen Rabatt auf „The Complete U2“ im iTunes Music Store.

Am 11. Januar 2005 wurden zwei Modelle des iPod shuffle mit 512 bzw. 1024 MB Speicherplatz auf Flash-Speicher-Basis vorgestellt. Sie hatten jeweils 18 Stunden Akkulaufzeit, keinen Bildschirm und gaben alle eingespeicherten Lieder zufällig wieder.

Am 23. Februar 2005 erschienen Updates des iPod mini (mit 4 bzw. 6 GB erhältlich, Akkulaufzeit jetzt 18 Stunden), des iPod der 4. Generation (nur mit 20 GB erhältlich) und des iPod Photo (nun mit 30 bzw. 60 GB erhältlich). Außerdem wurden für alle Modelle die Preise gesenkt.

Der iPod photo war seit dem 28. Juni 2005 nicht mehr erhältlich. Stattdessen wurde der iPod nun mit einem Farbbildschirm und Kapazitäten von 20 bzw. 60 GB angeboten. Auch der iPod U2 Special Edition bekam nun einen Farbbildschirm. Die Preise für iPod, iPod U2 Special Edition und iPod shuffle 1 GB wurden gesenkt.

Software-Update zur Unterstützung von Podcasts erschien im Juli (zusammen mit iTunes Version 4.9, aber nur für iPods der 4. Generation und iPod mini).

Der iPod nano mit 2 und 4 GB Flash-Speicher wurden am 7. September 2005 vorgestellt. iTunes war nun in der Version 5 verfügbar. Die Produktion des iPod mini wurde eingestellt.

Apple präsentierte am 12. Oktober 2005 die 5. iPod-Generation, der nun erstmals Videos abspielen konnte. Er war mit 30 und 60 GB und ebenso wie der iPod nano in zwei Farben erhältlich. Der iPod U2 Special Edition wurde nun nicht mehr hergestellt. iTunes war in der Version 6 mit neuer Videofunktion und Videostore erhältlich, in dem (zumindest im amerikanischen ITMS) nun auch Fernsehserien, Musikvideos sowie erfolgreiche Pixar-Kurzfilme zum Verkauf angeboten werden.

Apple präsentierte am 10. Januar 2006 das Zubehör iPod Radio Remote für iPod video und iPod nano. Gleichzeitig war eine neue Firmware-Version erschienen, die die Unterstützung der Fernbedienung gewährleistete und einige Fehler korrigierte.

Am 7. Februar 2006 reduzierte Apple die Preise der iPod-shuffle-Reihe und führte den iPod nano mit 1 GB ein.

Am 6. Juni 2006 präsentiert der Hersteller den neuen iPod U2 Special Edition mit 30 GB. Zusätzlich zu den Besonderheiten der ersten Version erhielt der Käufer nun einen Gutschein für 30 Minuten „exklusives U2-Videomaterial“ aus dem iTunes Store.

Apple präsentierte am 12. September 2006 die zweite Generation des iPod nano, aktualisierte den iPod der fünften Generation und der iPod shuffle bekam ein komplett neues Design. Den iPod gab es nun in einer 30 und einer 80 GB-Version und der Bildschirm war nun deutlich heller. Außerdem gab es im neuen iTunes Store nun auch Spiele für den iPod zu kaufen. Den iPod nano gab es nun mit 2, 4 oder 8 GB Speicherkapazität und einem Aluminiumgehäuse in den Farben Silber, Schwarz, Blau, Pink und Grün. Der iPod shuffle war kleiner als die Vorgängergeneration, besaß ein silberfarbenes Aluminiumgehäuse, hatte einen integrierten Clip, mit dem er an der Kleidung befestigt werden konnte, und war nur noch mit 1 GB Speicherkapazität erhältlich.

Am 13. Oktober 2006 stellte Bono von U2 den iPod nano Product Red in rot mit 4 GB Speicher vor, dessen Kauf mit einer Spende an die Hilfestiftung Global Funds verbunden ist.

Die Verschmelzung von Nike mit dem iPod nano begann am 1. November 2006: Das Nike+iPod Paket beinhaltete einen Sensor und einen Adapter für den iPod nano.

Am 3. November bot Apple den iPod nano Product Red nun auch in einer 8-GB-Version an.

Am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs auf der Macworld das iPhone vor und am 30. Januar 2007 bot Apple den iPod shuffle in fünf Farben an: neu waren Pink, Orange, Grün und Blau.

Am 5. September 2007 wurde die komplette iPod-Linie erneuert: Der iPod shuffle war nun auch als Product Red erhältlich, der iPod nano konnte nun Videos abspielen, der iPod wurde zum iPod classic und der iPod touch wurde vorgestellt.

Das iPhone wurde am 9. November 2007 erstmals in Deutschland verkauft, nachdem es in den USA schon seit dem 28. Juni 2007 verfügbar war.

Seit dem 21. Januar 2008 ist der iPod nano zusätzlich in der Farbe Pink erhältlich.

Am 5. Februar 2008 wurde der iPod touch zusätzlich mit 32 GB Speicher und das iPhone mit 16 GB Speicher angeboten. Zusätzlich wurde am 19. Februar der iPod shuffle im Preis gesenkt und erhielt eine neue 2-GB-Version.

Am 9. September 2008 wurde die 4. Generation des iPod nano, die 2. Generation des iPod touch sowie neue Farbvarianten des iPod shuffle vorgestellt. Zudem gibt es seit diesem Zeitpunkt den iPod classic nur noch in der 120 GB-Version.

Jeder iPod (mit Ausnahme des iPod shuffle) unterstützt das Abspielen von Musikdaten in den Formaten MP3, AAC, AIFF, WAV, Apple Lossless, Protected AAC sowie das Hörbuchformat Audible. Zudem sind Videodateien in den Formaten H.264 und MPEG-4 abspielbar. Der iPod shuffle spielt die Formate AIFF und Apple Lossless nicht ab und unterstützt aufgrund des fehlenden Bildschirms keine Videowiedergabe.

Mithilfe des Programmes Jailbreak wird es dem Nutzer ermöglicht, die vom Hersteller vorgesehene Sperre des iPod touch und des iPhones zu umgehen und neue, nicht vom Hersteller Apple freigegebene Software hinzuzufügen. Bei dieser Anwendung behält sich Apple jedoch das Recht vor, die Garantie (unter anderem auf technische Unterstützung) zu verweigern.

Das iPhone enthält neben der Hauptfunktion des Telefonierens die volle Funktionalität eines iPod touch und kann daher als ein weiteres iPod-Modell angesehen werden. Die Benutzeroberfläche richtet sich stark an den Gegebenheiten der iTunes Version 7.5 – so werden u. a. Alben im sogenannten „Cover Flow“ dargestellt.

Das iPhone wird mittels USB 2.0 mit iTunes synchronisiert und hat in den Flash-Speichern Platz für 8 GB abzüglich des Betriebssystems (ca. 700 MByte). In Deutschland wurde es am 9. November 2007 eingeführt. Seit dem 5. Februar 2008 ist es auch in einer 16-GB-Version erhältlich.

Der erste iPod wurde am 23. Oktober 2001 vorgestellt, enthielt eine 5-GB-Festplatte und war nur mit Mac-Computern kompatibel. Er wurde am 21. März 2002 um eine 10 GB-Variante ergänzt. Die iPods der ersten Generation besaßen noch keinen Dock-Anschluss. Als Schnittstelle diente ein Firewireanschluss.

Am 17. Juli 2002 eingeführt, mit 10- und 20-GB-Festplatte bestückt und als getrennte Versionen für Mac und Windows erhältlich, wurde das Gehäuse flacher gestaltet sowie das mechanische Scrollrad durch ein berührungsempfindliches ohne bewegliche Teile ersetzt. Mit der zweiten Generation veröffentlichte Apple den ersten Windows-kompatiblen iPod. Da iTunes für Windows noch nicht existierte, war dem Windows-iPod die MusicMatch Jukebox zum Synchronisieren beigelegt.

Der iPod der dritten Generation wurde am 28. April 2003 mit einer 15- bzw. 30-GB-Festplatte eingeführt. Am 4. September 2003 wurden die Kapazitäten von 15 auf 20 bzw. von 30 auf 40 GB erhöht. Im Januar 2004 wurde das 10-GB-Modell durch das wieder eingeführte 15-GB-Modell abgelöst. Die Trennung zwischen Mac- und Windows wurde aufgehoben. Der bisher oben befindliche FireWire-Anschluss wurde durch einen Multifunktionsbus – genannt „Dock-Anschluss“ – unten ersetzt. Mit diesem neuen Anschluss wurde gleichzeitig ein Dock zum aufrechten Stand bei gleichzeitigen Laden und Synchronisieren und zusätzlich noch einem Line-Out Ausgang herausgebracht. Der Dock-Anschluss ermöglicht Drittherstellern die Anbindung an den iPod, was aber seit Mitte 2005 lizenzpflichtig ist.

Eingeführt am 19. Juli 2004 mit 20 und 40 GB. Das Scrollrad wurde durch das vom iPod mini bekannte ClickWheel (das Scrollwheel und Tasten in sich vereint) ersetzt. Der Akku hält nun bis zu zwölf Stunden, was durch Verbesserungen in der Firmware erreicht wurde. Über das USB-2.0-Kabel kann er jetzt nicht nur mit Daten, sondern auch mit Strom versorgt werden. Die Menüführung wurde leicht überarbeitet. Die Abspielgeschwindigkeit von Hörbüchern lässt sich steuern, ohne dass sich die Stimmfrequenzen verschieben. Mehrere On-The-Go-Playlists können verwaltet und auch Titel aus diesen entfernt werden.

Der iPod photo wurde am 26. Oktober 2004 von Apple vorgestellt und besitzt einen Farbbildschirm (220 × 176 Pixel, 16 Bit). Damit kann er zusätzlich zur Musik auch Bilder anzeigen und an einen Fernseher oder ähnliches angeschlossen werden. Seine Akku-Kapazität reicht aus, um 15 Stunden Musik zu hören oder fünf Stunden lang Diashows mit Musik darzustellen.

Fotos der Bildformate JPEG, BMP, GIF, TIFF und PNG müssen zur Darstellung auf dem iPod photo mit iTunes in ein proprietäres Format konvertiert und übertragen werden. Fotos machen kann man mit dem iPod photo jedoch nicht. In der Software unterscheidet sich der iPod photo nur wenig vom normalen iPod. Der Bildschirm ist nun sieben- bzw. achtzeilig und farbig.

Sein Aussehen ähnelt zwar dem normalen weißen iPod, jedoch unterscheiden sie sich leicht in ihren Abmessungen und im Gewicht. Die 30 GB-Version ist um 4 mm dicker und um 8 Gramm schwerer. Die 60-GB-Version dagegen ist um 5 mm dicker und um 23 Gramm schwerer als der normale, weiße iPod der vierten Generation.

Zuerst wurde der iPod photo in einer 40- bzw. 60-GB-Version geliefert, dann wurde das 40- in ein 30-GB-Modell umgewandelt. Am 28. Juni 2005 wurde die Produktion des iPod photo eingestellt.

Am 28. Juni 2005 erhielten alle iPod-Modelle einen Farbbildschirm, der iPod photo wurde in die iPod-Linie integriert und die erhältlichen Kapazitäten wurden auf 30 GB und 60 GB geändert. Die maximale Akku erhöhte sich von zwölf auf 15 Stunden. Zudem sind zum Teil die neuen Modelle mit Farbbildschirm etwas schwerer und tiefer in den Abmessungen.

Vorgestellt am 12. Oktober 2005 mit 30 GB und 60 GB (ersetzt durch 80 GB am 12. September 2006) ist er neben der Standardfarbe weiß auch erstmals in schwarz erhältlich. Er besitzt einen im Gegensatz zum Vorgänger vergrößerten 2,5-Zoll-Bildschirm mit 320 × 240 Pixel und als erster iPod die Fähigkeit, Videos abzuspielen, deshalb wird er auch teilweise als „iPod Video“ bezeichnet. Er unterstützt dabei die Formate MPEG-4 und H.264; die angegebene Akkulaufzeit bei Videowiedergabe beträgt zwei Stunden bei 30 GB beziehungsweise drei Stunden bei 60 GB. Bei reiner Audiowiedergabe reicht eine Akkuladung bis zu 20 Stunden. Mit 11 bzw. 14 mm ist die fünfte Generation deutlich flacher als die Vorgängergeneration. Außerdem besitzt er die neuen Funktionen Screenlock, Weltzeituhr und Stoppuhr. Im September 2006 wurden neue Modelle des iPod herausgegeben („Generation 5.5“). Diese haben einen helleren Bildschirm mit einem geringeren Blaustich und neue Kopfhörer. Das 60-GB-Modell wurde durch ein 80-GB-Modell ersetzt (bei gleicher Größe wie das bisherige 60-GB-Modell). Außerdem verfügen beide Modelle nun über eine Suchfunktion. Die Akkulaufzeit bei Videowiedergabe wurde beim 80-GB-Modell laut Apple auf 6½ Stunden erhöht.

Die bisherigen iPod-Modelle der fünften Generation haben ein Software-Update auf Version 1.2 erfahren. Dadurch besteht jetzt die Möglichkeit, die Bildschirm-Helligkeit einzustellen und Spiele aus dem iTunes Store zu installieren. Durch dieses Update ist jetzt auch gapless playback (deutsch: lückenlose Wiedergabe) möglich. Weiterhin wurde bei Verwendung der iPod Radio Remote ein Bug entfernt, sodass die RDS-Kennung von Radiosendern nun korrekt angezeigt wird. Außerdem wurde das Scrollen durch lange Interpreten- und Titellisten vereinfacht. Apple stellt diese vereinfachte und beschleunigende Suchfunktion auch für ältere Modelle der 5. Generation durch ein Software Update zur Verfügung. Anfang Dezember 2006 brachte Apple ein neues Update heraus, das den iPod auf die Version 1.2.1 brachte und einige Software-Fehler korrigierte. Das letzte Update für die 5. Generation hat die Versionsbezeichnung 1.3.

Der nun „iPod classic“ genannte iPod 6G wurde von Steve Jobs am 5. September 2007 auf einer Sonderveranstaltung mit dem Namen „The Beat Goes On“ in San Francisco vorgestellt. Er ist mit einer Speicherkapazität von 80 oder 160 GB in den Farben Silber und Schwarz erhältlich. Die Laufzeit des Akkus verlängerte sich im reinen Musikbetrieb auf 30 Stunden beim 80-GB-Modell, beziehungsweise 40 Stunden beim 160-GB-Modell. Die Schale besteht aus Metall und ist zu den Seiten hin leicht abgeflacht. Des Weiteren ist jetzt das dreidimensionale Blättern durch Albencover, genannt „Cover Flow“, möglich. Im Hauptmenü ist die Anzeige nun geteilt und zeigt links die Menüpunkte und rechts verschiedene Einblendungen.

Seit dem 9. September 2008 ist er nur mit 120 GB Speicherplatz erhältlich.

In den USA im Februar 2004, in allen anderen Ländern am 24. Juli 2004 eingeführt, ist dies ein wesentlich kleinerer iPod, der jedoch nur eine 4-GB-Festplatte enthielt. Zur Menüführung wird das ClickWheel benutzt. Den iPod mini gab es in fünf verschiedenen Farben Blau, Pink, Grün, Silber und Gold. Als Akkulaufzeit gibt Apple acht Stunden bei mittlerer Lautstärke und ausgeschalteter Bildschirmbeleuchtung an.

Am 23. Februar 2005 kamen neue Modelle auf den Markt. Zum 4-GB-Modell kam zusätzlich noch ein 6-GB-Modell hinzu, die Akkulaufzeit wurde erhöht (bis zu 18 Stunden), und die Farben sind nun deutlich kräftiger. Allerdings ist das goldfarbene Modell entfallen, somit verbleiben Pink, Blau, Grün und Silber. Des Weiteren gehört das Ladegerät nicht mehr zum Lieferumfang, man kann den iPod mini nur noch über das beiliegende USB-Kabel über die Schnittstelle am Computer aufladen oder das Ladegerät als Zubehör erwerben.

Der iPod nano wurde am 7. September 2005 von Steve Jobs auf einem Special Music Event vorgestellt und ersetzt den iPod mini.

Er ist in drei Varianten (1, 2 oder 4 GB) und zwei Farben (Schwarz und Weiß) erhältlich und basiert wie der iPod shuffle auf NAND-Flashspeicher. Dadurch ist er mit den Maßen 90 × 40 × 6,9 mm um etwa 60 % kleiner als sein Vorgänger, der iPod mini, und etwa zwei Millimeter flacher als der iPod shuffle. Der iPod nano besitzt wie der iPod der fünften Generation einen Farbbildschirm (1,5 Zoll statt 2,5 Zoll), ein ClickWheel und eine Funktion zum Darstellen von Bildern. Der Kopfhöreranschluss befindet sich erstmals an der unteren Gerätekante. Der iPod nano ist nicht mehr mit den meisten Erweiterungen (wie iTrip) kompatibel, weil er keine Stromversorgung mehr nach außen führt. Er verfügt über die meisten Funktionen seines großen Bruders. Hinzugekommen sind eine Weltzeituhr, ein Screenlock, eine Stoppuhr und eine Songtext-Anzeige. Der neuen Generation liegen die neuen Apple-iPod-Kopfhörer bei.

Im Gegensatz zum iPod der 1. bis 4. Generation kann der iPod nano nur über USB mit Daten gefüllt werden, über FireWire kann nur noch der Akku geladen werden. Die Akkulaufzeit beträgt, laut Apple, bis zu 14 Stunden. Im Laufe der Zeit reduziert sich die Akkulaufzeit jedoch erheblich. Daher ist es ratsam, die Backlight-Funktion zu deaktivieren, da dies die Beanspruchung des Akkus erheblich verringert und somit längere Betriebszeiten ermöglicht.

Bei manchen ausgelieferten Geräten machen sich Qualitätsprobleme bemerkbar, insbesondere die schwarze Ausgabe ist sehr kratzempfindlich und sorgt stellenweise für Frustration bei Anwendern. Apple zeigt sich jedoch kulant und ersetzt den Schaden, wenn dieser durch den Herstellungsfehler hervorgerufen wurde. Doch sind nur 1 % der gesamten Nano-Produktion von dem Fehler betroffen. So konnte man bei den späteren Chargen der Produktion sicher sein, ein fehlerfreies Gerät zu erhalten. Den neueren Geräten liegt mittlerweile wie bei der Ausgabe „iPod video“ eine Schutzhülle aus Stoff zur Vermeidung von Kratzern bei. Die Klangqualität hat sich gegenüber dem iPod gesteigert, besonders im Bassbereich.

Die zweite Generation des iPod nano wurde von Steve Jobs am 12. September 2006 auf einem Special Event vorgestellt. Das Design des Nachfolgemodells erinnerte mit seinem, in unterschiedlichen Farben verfügbaren Eloxal-Gehäuse, an den iPod mini. Allerdings sind nicht alle Farben für alle Speichergrößen verfügbar, die 2 GB-Version wurde in Silber angeboten, die 4 GB-Version in Grün, Pink, Orange, Blau und Silber, die 8 GB-Version in schwarz.

Im Oktober 2006 wurde die Serie um ein 4 GB-Sondermodell und ein 8 GB-Sondermodell „iPod nano Product Red“ ergänzt. Im Vergleich zur ersten Generation verfügte der iPod nano der zweiten Generation, laut Apple, über einen bis zu 40 % hellerem Bildschirm und wiegt 40 Gramm bei Außenmaßen von 90 mm Höhe, 40 mm Breite und 6,5 mm Tiefe, somit ist er etwas flacher und leichter als die Vorgängerversion. Daraus ergibt sich ein Volumen von 23,4 cm³. Außerdem wurde laut Apple die Akkulaufzeit um zehn Stunden erhöht und beträgt nun 24 Stunden. Die Anschlüsse an der Unterseite des iPod nano der zweiten Generation wurden verändert, sodass einige Zubehörteile der Vorgängergeneration, wie Lanyard-Kopfhörer, Docking-Station oder Armband, hier nicht verwendbar sind.

Die neue Version des iPod nano benötigte die Version 7 von iTunes. Ältere Versionen (zum Beispiel iTunes Version 6) waren nicht mehr kompatibel.

Die dritte Generation des iPod nano wurde von Steve Jobs am 5. September 2007 auf demselben Special Event vorgestellt, auf dem auch der iPod Classic und der iPod touch vorgestellt wurden. Das Gerät ist nun kürzer und etwas dünner, dafür aber breiter. Auffälligstes Merkmal des neuen Modells ist der auf zwei Zoll vergrößerte Bildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung und QVGA-Auflösung (320 × 240 Pixel). Der iPod nano kann nun ebenfalls Videos abspielen und beherrscht auch das Cover Flow. Insgesamt erinnert der iPod nano nun an den iPod der fünften Generation, auch wenn er weiterhin aus eloxiertem Aluminium in verschiedenen Farben besteht.

Es gibt zwei Speichervarianten: Zum einen das silbergraue 4-GB-Modell und zum anderen das zusätzlich in Blau, Rot („Product Red“), Grün, Schwarz und seit 21. Januar 2008 auch in Pink erhältliche 8-GB-Modell. Die Abmessungen betragen 69,8 mm in der Höhe, 52,3 mm in der Breite und 6,5 mm in der Tiefe. Daraus ergibt sich ein Volumen von 23,73 cm³. Das Gewicht beträgt 49,2 Gramm. Eine Akkuladung reicht laut Apple für 24 Stunden Musik oder fünf Stunden Videowiedergabe.

Der iPod nano der vierten Generation ist seit dem 9. September 2008 mit einer Speicherkapazität von entweder 8 GB oder im Unterschied zum Vorgänger 16 GB in neun verschiedenen Farben (Silber, Schwarz, Lila, Blau, Grün, Gelb, Orange, Rot und Pink) erhältlich; die 4 GB-Version fällt weg. Er hat nun wie der iPod touch einen Beschleunigungssensor. Beispielsweise startet das Gerät beim Schütteln die Zufallswiedergabe („Shake to Shuffle“, ähnlich wie bei Sandisk's MP3 Player Sansa Shaker) und wechselt durch einen Lagesensor automatisch das Format von hoch auf quer, wenn das Gerät entsprechend gehalten wird. Außerdem neu ist die sogenannte „Genius Playlist“, die automatisch zueinander passende Songs abspielt. Des Weiteren ist es nun auch möglich, die Schriftgröße in den Menüs zu verstellen. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller bis zu vier Stunden bei der Videowiedergabe und bis zu 24 Stunden bei reinem Musikbetrieb. Er wiegt 36,8 Gramm.

Kurz nach der Veröffentlichung im September 2008 tauchten bei diversen Fachhändlern (nicht aber in Apple Stores bzw. Apple Online Stores) Geräte mit 4 GB Speicherkapazität auf, die bis auf Rot in allen üblichen Farben erhältlich waren. Kurze Zeit später hat Apple die 4-GB-Modelle offiziell bestätigt und erklärt, dass diese auf einigen Märkten in limitierter Auflage erhältlich seien. Apple hüllt sich in Schweigen, ob diese Geräte möglicherweise aus einer Fehlproduktion stammen oder ursprünglich für die Märkte in Entwicklungsländern vorgesehen waren.

Man kann ihn via iTunes wahlweise mit zufälligen Titeln bespielen, oder eine bestimmte Playlist auf den iPod kopieren.

Am 12. September 2006 wurde der iPod shuffle der zweiten Generation von Steve Jobs vorgestellt. Den iPod shuffle gibt es seit dem 5. September 2007 mit veränderten Farbtönen, die denen des iPod nano der dritten Generation entsprechen. Erstmals hat auch das kleinste Modell der iPod-Reihe eine Product Red-Serie. Seit dem 19. Februar 2008 gibt es den iPod shuffle neben dem Modell mit 1 GB auch in einer 2-GB-Version. Am 9. September 2008 wurden die Farben des Shuffle überarbeitet.

Mit zum Lieferumfang gehört eine kleine Akku-Ladestation, die über den Kopfhöreranschluss des iPod shuffle angeschlossen wird. Auf der Gegenseite befinden sich zwei Schieberegler, die zum Ein- bzw. Ausschalten und zum Wechsel zwischen Shuffle- und In-Reihenfolge-spielen-Funktion genutzt werden. Durch einen stabilen, integrierten Clip lässt sich der iPod shuffle fast überall befestigen. Im Gegensatz zum Vorgänger ist sein Äußeres aus eloxiertem Aluminium gefertigt.

Das Modell ist mit den Abmessungen von 27,3 × 41,2 × 10,5 mm (etwa die Größe der Apple Radio Remote, aber etwas dicker) und einem Gewicht von 15 Gramm kleiner und leichter als der Vorgänger und gilt laut Apple als der derzeit kleinste Player weltweit.

Am 5. September 2007 stellte Apple den iPod touch bei einem Special Event im Moscone-Center in San Francisco vor. Das Gerät basiert auf der Technik des iPhones und wird über einen Multi-Touch-Bildschirm bedient. Dieser nimmt wie beim iPhone einen Großteil der Fläche der Gehäuseoberseite ein und hat eine Auflösung von 480 × 320 Pixel. Das Gehäuse ähnelt stark dem des iPhones, ist jedoch deutlich flacher. Das Gerät verfügt als erster iPod über WLAN. Der iPod Dock Connector für eine Kabelverbindung ist ebenfalls vorhanden. Die verwendeten Komponenten stimmen weitgehend mit denen des iPhone überein mit Ausnahme der Telefon- und Kamerafunktion, Bluetooth sowie GPS und einigen Softwarekomponenten.

Am 9. September 2008 wurde auf dem Apple Special Event „Let’s Rock“ in San Francisco die zweite Generation des iPod touch vorgestellt. Das Design wurde leicht überarbeitet und ähnelt dem iPhone 3G. Die Rückseite ist nun leicht gewölbt, hinzu kamen ein integrierter Lautsprecher und ein an der linken Seite befindlicher Lautstärkeregler. Im Vergleich zu dem iPod touch der ersten Generation ist das neue Gerät nun 0,5 mm dicker geworden, es wirkt aber wesentlich flacher da es an den Seiten abgerundet wurde. Eine technische Neuerung ist ein integrierter Empfänger für das Nike+Ipod System. Es muss nun nur noch der Sensor Chip und nicht mehr das gesamte Nike+ Sport Kit gekauft werden. Darüber hinaus wurde die Laufzeit des Akkus bei Musikwiedergabe von 22 auf 36 Stunden erhöht, bei Videos von 5 auf 6 Stunden. Die aufgespielte Firmware bringt diverse neue Features und Fehlerbehebungen mit sich und ist auch für den iPod touch der ersten Generation kostenlos erhältlich, sollte eine 2.x-Firmware bereits installiert sein. Auch der seit Firmware 2.0 enthaltene AppStore, mit der man neue Programme und Spiele auf den iPod touch laden kann, wird mitgeliefert . Das Gerät wird mit 8, 16 und 32 GB angeboten. Der iPod, die Kopfhörer und das USB-Kabel wurden ohne PVC und bromierte Flammschutzmittel entwickelt und hergestellt. Am 18. Januar 2009 ist den Mitgliedern des iPhone Dev Teams der erste Jailbreak des iPod touch 2G gelungen.

Hewlett-Packard verkaufte seit dem 27. August 2004 den iPod in der eigenen Produktauswahl. War der Prototyp noch im typischen HP-Grau gehalten, so unterschied sich das Endmodell kaum vom iPod der vierten Generation. Einziger äußerlicher Unterschied war ein HP-Logo auf der Rückseite unterhalb des Apfels und des iPod-Schriftzugs. Verkauft wurde der iPod bisher nur in den USA, unter dem Namen „Apple iPod from HP“. Er war mit $ 299 bzw. $ 399 genauso teuer wie das Original. Interessant an dieser strategischen Partnerschaft war, dass alle Desktop-PCs und Notebooks von HP mit iTunes für PC vorinstalliert waren, was der Akzeptanz dieser für Apple wichtigen Software gut getan hat. Ende Juli 2005 beendete Mark Hurd, der neue Unternehmenschef von HP, diese Vereinbarung mit der Begründung, dass diese nicht mehr in die Unternehmensstrategie von HP passe.

Die iPod U2 Special Edition kam im Oktober 2004 auf den Markt. Das erste iPod-Sondermodell ist mit dem iPod der vierten Generation identisch und enthält 20 GB Speicher. Das normalerweise weiße Gehäuse ist in Schwarz, das ClickWheel in Blutrot gehalten. Auf der Rückseite sind die Unterschriften der vier Bandmitglieder von U2 eingraviert. Seit Juli 2005 besitzt der iPod U2 nun auch den bei allen anderen Modellen inzwischen übliche Farbbildschirm. Der iPod U2 entstand als Teil einer Partnerschaft und einer gemeinsamen Marketingkampagne zwischen Apple, U2 und der Universal Music Group (UMG).

Am 12. Oktober 2005 wurde er zugunsten des schwarzen iPod der fünften Generation eingestellt.

Am 6. Juni 2006 hat Apple eine neue Ausgabe der U2-Edition vorgestellt. Das Sondermodell wurde auf die fünfte iPod-Generation mit 30 GB Speicher aktualisiert.

Am 22. September 2006 wurde die U2-Edition an die neuen Modelle der Generation 5.5 angepasst und besitzt nun ebenfalls einen helleren Bildschirm, eine Suchfunktion und eine höhere Videoauflösung an externen Geräten.

Am 13. Oktober 2006 wurde der iPod nano Product Red von U2-Frontmann Bono und der US-Talkmasterin Oprah Winfrey vorgestellt. Je verkauftem Gerät dieser Special Edition werden von Apple $ 10 an die HIV/AIDS-Hilfestiftung „Global Funds“ gespendet. Auch den am 5. September 2007 vorgestellten iPod nano der dritten Generation gibt es als Product-Red-Edition, ebenso wie erstmals den iPod shuffle.

In den USA verkaufte Apple ab dem 7. September 2005 einen 20-GB-iPod mit Farbbildschirm und eingraviertem Hogwarts-Emblem auf der Rückseite. Diese Edition wurde zum Start der Harry Potter-Hörbücher in iTunes aufgelegt. Der iPod enthielt alle sechs bis dahin erschienen Harry Potter-Hörbücher.

Die iPod Xavier Naidoo Special Edition kam im November 2005 auf den Markt. Das exklusiv nur in Europa verfügbare iPod-Sondermodell ist mit dem schwarzen iPod der fünften Generation identisch und enthält 30 GB Speicher. Auf der Rückseite sind das Stern-Logo des Sängers untergebracht sowie die fortlaufende Nummer der auf 1000 Stück begrenzten Sonderedition.

Auf dem iPod befindet sich das komplette neue Album Telegramm für X, reichlich Videomaterial und weitere Hits von Xavier Naidoo. Alle Audio- und Videotracks werden auf einer speziellen Backup-DVD mitgeliefert. Der Käufer erhält außerdem Zugang zu einem geschützten Teil der Special Website, auf der spezielle Downloads, exklusive News und einige Überraschungen auf den Fan warten.

Angeboten wird der Apple Xavier Naidoo iPod über die Gravis-Stores und über eine spezielle Promotion-Webseite. Inzwischen stellte sich heraus, dass die Xavier Naidoo Special Edition keine offizielle Sonderausgabe von Apple ist. Die versprochenen Webseiten sind teilweise nicht mehr zugänglich.

Die limitierte Mousse T. Special Edition wurde ab dem November 2005 angeboten und war mit dem weißen iPod nano Generation 1 identisch. Es ist jedoch keine offizielle Sonderausgabe von Apple und wurde nur über den Apple-Händler Gravis vertrieben. Die Kapazität beträgt 4 GB und beinhaltet 51 ausgewählte Songs und Fotos von Mousse T. Auf der Rückseite sind ein Autogramm von Mousse T. und die Seriennummer der Special Edition eingraviert. Zusätzlich erhielten Käufer Zugang zu einem geschützten Teil der offiziellen Mousse T.-Homepage. Entstanden ist die Edition durch die Kooperation von Gravis mit der Plattenfirma Peppermint Jam.

Der BachPod ist ein iPod, der zusammen mit der Kompletteinspielung der Werke von Johann Sebastian Bach durch Helmuth Rilling ausgeliefert wird.

Der iPod ist seit seiner Einführung im Dezember 2001 besonders auf dem US-Markt für digitale Musikspieler außerordentlich erfolgreich. Im vierten Quartal 2005 wurden 14 Millionen iPods ausgeliefert, womit die Gesamtzahl der verkauften Geräte auf über 42 Millionen stieg. Bis Mitte September 2006 wurden nach Angaben von Apple mehr als 60 Millionen iPods weltweit verkauft, davon 10 Millionen iPod shuffles. Am 9. April 2007 meldete Apple insgesamt 100 Millionen verkaufte iPods. Bis zum dritten Quartal 2007 wurden 10 Millionen weitere iPods verkauft. Der iPod hält, besonders in den USA, einen großen Marktanteil im Bereich der Festplatten-Player. Während Player anderer Hersteller zwar oft mehr Funktionalität bieten, ist der iPod in puncto Preis, Akkulaufzeit und Speicherkapazität weit vorne. Anderen Playern fehlt in der Regel eine Software wie iTunes, die Musik, Videos, Hörbücher und Podcasts verwaltet und automatisch mit dem Player abgleicht. Auch die Nutzerführung des iPod selbst gilt vielfach als besonders einfach und durchdacht. Ein weiteres Argument ist die sehr große Auswahl an passendem Zubehör, das vielfach so nur mit dem iPod funktioniert. Konkurrenten sind unter anderem die von Creative angebotenen Modellreihen Zen und MuVo und die Player des Unternehmens iriver.

Der iPod wird standardmäßig in einer Minimalausstattung ausgeliefert. Davon ausgehend hat sich rund um den iPod eine eigene Branche von Zubehörherstellern entwickelt. Die angebotenen Produkte reichen von Standardzubehör wie Schutzhüllen bis hin zu FM-Transmittern (zum Beispiel Griffin „iTrip“, Belkin „Tunecast II“), mit deren Hilfe der iPod Musik drahtlos an UKW-Radios übertragen kann (in Deutschland nur zugelassen mit CE-Kennzeichnung und einer Sendeleistung bis max. 50 nW). iPods seit der dritten Generation erlauben mittels zusätzlicher Hardware weitere Funktionen, wie die Aufnahme von Tonmaterial (z. B. italk), oder stellen weitere Schnittstellen bereit (etwa der Camera Connector für den Anschluss von Digitalkameras zum Transfer von Digitalbildern von der Kamera auf den iPod. Diese Schnittstelle wird aber von iPod Classic und iPod touch nicht unterstützt).

Verschiedene Anbieter (unter anderem auch Apple) haben Systeme zur Integration des iPod in HiFi-Anlagen oder „Basis-Stationen“ mit Lautsprechern entwickelt, um den iPod auch ohne Kopfhörer nutzen zu können.

In den letzten Jahren haben viele große Autohersteller Adapter zum Anschluss verschiedener iPod-Varianten an die HiFi-/Infosysteme in ihre Fahrzeuge integriert. Dabei wird der iPod über entsprechende Tasten des Fahrzeugs bedient. Außerdem lassen sich viele Original-Autoradios und solche für den nachträglichen Einbau mit Wechslersteuerung mit einem Adapter nachrüsten, der den iPod wie einen CD-Wechsler anspricht; somit kann er komplett durch das Autoradio gesteuert werden.

Die Ohrhörer sind bekannt für ihre weiße Farbe und ihr Design. Sie sind ein Markenzeichen des iPod geworden und stellen ein Wiedererkennungssymbol dar. „Die weißen Ohrhörer zeigen, dass Sie Ihre Musik mit Stil genießen“, heißt es in Apples Produktbeschreibung des iPod shuffle.

Das Kabel besitzt die Farbe Weiß/Grau und wird mit einem länglichen Klinkenstecker (3,5 mm) am Kopfhöreranschluss des iPod angeschlossen. Die Kabelführung ist beidseitig. Die im Lieferumfang vorhandenen kabelgebundenen Kopfhörer des iPod arbeiten mit 18 mm-Treibern und besitzen Neodym-Magnete als Wandler. Der Frequenzbereich reicht von 20 bis 20.000 Hz. Im Lieferumfang sind Ohrpolster vorhanden, die man an den Ohrhörern befestigen kann.

Die Ohrhörer sind an allen iPods mit Dock-Connector zusätzlich mit einer Kabelfernbedienung erweiterbar, die alle wichtigen Steuerfunktionen, wie „Play/Stop“, Vor- und Zurückspulen, die Lautstärkeeinstellung und „Hold“ beinhaltet. Die Betätigung der „Hold“-Taste der Fernbedienung hat keine Auswirkungen auf die am iPod befindliche „Hold“-Taste und sperrt somit lediglich die Tasten der Fernbedienung.

Mit der Einführung der iPod-Generation 5.5 (siehe oben) und der 2. Generation des iPod nano am 12. September 2006 hat sich auch das Design der Ohrhörer ein wenig geändert. Sie sind in der gleichen weiß-grauen Farbkombination gehalten wie das Vorgängermodell. Ihre Form ist jedoch etwas runder geworden. Durch einen etwas kleineren Durchmesser passen sie jetzt auch in kleinere Ohren. Zudem wurde der Klang laut Apple etwas verbessert. Die technischen Spezifikationen sind gleich geblieben.

Nike+iPod ist ein Trainingssystem für den iPod Nano und den iPod Touch, das von Apple in Kooperation mit Nike entwickelt wurde. Es besteht aus einem Sensor, der in die Sohle spezieller Nike-Schuhe eingelegt wird, und einem Empfänger, der an den iPod angeschlossen wird. Beim iPod Touch ist der Empfänger in das Gerät integriert. Das Sensorteil beinhaltet einen Piezosensor und einen Sender, der die ermittelten Daten über Funk zum Empfänger überträgt. Die Trainingsdaten werden auf dem Bildschirm des iPod angezeigt und per Tastendruck auch über den Kopfhörer angesagt. Zudem besteht die Möglichkeit, vor dem Training die angestrebte Streckenlänge, Trainingsdauer oder den gewünschten Kalorienverbrauch einzustellen. In diesem Fall werden regelmäßig die Trainingsdaten angesagt (beispielsweise nach jedem Kilometer).

Nach dem Training kann der Benutzer seine Trainingsdaten auch am Computer einsehen und auswerten. Benutzer des Nike+iPod SportKits können auf der Webseite von Nikeplus Ihre Trainingsdaten hochladen, sich mit anderen Sportlern vergleichen und an Wettkämpfen teilnehmen.

Kritik wird häufig an der Verkaufsstrategie geübt: die Batterien im Sensor lassen sich nicht austauschen. Sind diese leer, muss ein komplettes neues SportsKit (rund 30 Euro) gekauft werden. Viele Sportler reagieren darauf verärgert, zumal die Batterien nicht besonders langlebig sind und gerade Ausdauersportler so mehrmals jährlich ein neues Kit kaufen müssten. Apple hat mit der Einführung des neuen iPod touch den Sensor separat in sein Angebot aufgenommen.

Die Auftragsfertigung von Apples iPod erfolgt durch die taiwanische Aktiengesellschaft Foxconn in der Sonderwirtschaftszone in Shenzhen nahe Hongkong. Diese wird mit der größten Elektronikfabrik der Welt auch als iPod-City bezeichnet. Foxconn ist im Jahr 2006 in den Medien aufgrund unmenschlicher Arbeitsbedingungen kritisiert worden. Der Auftraggeber Apple hat Defizite eingeräumt und zugleich auf den herstellereigenen Apple Supplier Code of Conduct verwiesen. Nach Apples eigenen Untersuchungen käme Foxconn als Inhaber der Fabrik Apples Anforderungen an Zulieferer nach. Die Mitarbeiter bei Foxconn hätten den Medienberichten zufolge allerdings monatlich jeweils rund 80 Überstunden abgeleistet und teilweise mit nur 40 Euro pro Monat weniger als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn verdient.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat, angesichts der kurzen Lebensdauer von besonders umweltbelastenden Elektrogeräten, eine Aktion gegen Apple mit dem Ziel gestartet, dass Apple die Entwicklung und die Produktion der Geräte nicht nur hinsichtlich Design und Funktionalität optimiert, sondern auch soziale Aspekte und Umweltgesichtspunkte zukünftig besser berücksichtigt. Nach einer Umweltstudie, die Greenpeace vierteljährlich aktualisiert, sind PVC und mit Brom versetzte Feuerhemmer in Appleprodukten nachzuweisen. Diese Schadstoffe bergen für Mensch und Natur ein großes Risiko. Greenpeace stellt außerdem in der Studie zum besseren Vergleich die 14 untersuchten Hersteller in einem Ranking gegenüber. Danach belegt Apple mit seinen aktuellen Produkten einen nur unbefriedigenden Platz im unteren Teil des Rankings. Dagegen ist für Elektrogeräte der Hersteller Nokia und Dell, die sich den Spitzenplatz teilen, derzeit die geringste Umweltbelastung anzunehmen. Das iPhone von Apple ist derzeit in der Studie noch nicht berücksichtigt.

Beim Design sämtlicher iPod-Modelle ist der Wechsel der verbauten internen Akkus seitens der Anwender nicht berücksichtigt worden. Je nach Bauform (iPod, iPod mini) sind Akkus von Drittherstellern lieferbar (ca. US-$ 30). Der Einbau durch den Anwender ist möglich, auch wenn hierfür handwerkliches Geschick erforderlich ist. Apple bietet außerhalb der Gewährleistungsfrist einen Tauschservice an, dieser ist mit Preisen zwischen 69 und 111 Euro jedoch deutlich teurer als der Einbau durch den Anwender. Es sind auch schon Unternehmen entstanden, die einen kostengünstigen Einbau der Akkus übernehmen.

Bei den neueren kleinen iPods (shuffle, nano) erlaubt die hohe Integration der Bauteile und die Ausführung der internen Verkabelung einen Akkutausch nicht ohne Lötarbeiten.

Ökonomisch wie ökologisch stellt sich die Frage, wie mit den Geräten zu verfahren ist, wenn sich die Lebensdauer des Akkus ihrem Ende zuneigt. Es bleibt abzuwarten, ob Apple oder Dritte hier in Zukunft den Markt für eine finanziell vertretbare und ökologisch verantwortungsvolle Aufarbeitung der ansonsten wahrscheinlich noch funktionsfähigen Geräte schaffen. Nicht mehr funktionsfähige iPods sollten keinesfalls in den Hausmüll geworfen werden, sondern bei einer lokalen Verwertungsstelle für Elektronikschrott abgegeben werden.

Für die Ladung des Akkus fernab eines Computers sind von Apple und Drittherstellern als Zubehör Ladegeräte erhältlich. Ein von Apple optional für die Reise erhältliches Zubehörpaket erlaubt die Verwendung des Ladeadapters in praktisch allen Ländern. Probleme mit unterschiedlichen Spannungen gibt es dabei nicht.

Die Installation von iTunes unter Windows beinhaltet den Quicktime Player. Die neueste iPod-Generation verwendet eine Prüfsumme in ihrer Datenbank, was das Bespielen der Geräte mit nicht unterstützer Software zunächst ausschloss. Andere Software wird von Anwendern oft bevorzugt, weil diese auf schwächeren Computern auch neben anderen Anwendungen noch besser funktioniert als iTunes, und weil iTunes als komplette Musikverwaltungssoftware bei vielen erfahrenen Anwendern auf Ablehnung stößt. Unter Linux stellen sie sogar die einzige Möglichkeit dar, den iPod mit Musik zu versorgen. Es wird vermutet, dass Apple die Verwendung von iTunes erzwingen will; Auch das verwendete DRM kann nur so gewährleistet werden. Möglich ist auch, dass die Prüfsumme mit dem fast zeitgleich eingeführten iTunes WiFi Store für den iPod touch und das iPhone zusammenhängt, um die Konsistenz der Datenbank zu gewährleisten.

Allerdings ist diese Prüfsumme innerhalb einiger Tage gehackt worden, sodass zum Beispiel libgpod in der neuesten Version wieder wie gewohnt mit dem iPod kommunizieren kann.

Obwohl die Technik des iPod grundsätzlich fähig ist, verschiedenste Audioformate abzuspielen, hat Apple sich bei der Entwicklung hauptsächlich auf das MP3- sowie dessen Weiterentwicklung, das AAC-Format beschränkt. So ist der Import einer WMA-Datei nach iTunes nur möglich, nachdem es automatisch nach AAC oder MP3 konvertiert wurde. Nutzer, die andere Audioformate (wie z. B. das offene Ogg-Vorbis) bevorzugen, müssen die Dateien mit Programmen Dritter vorher in ein kompatibles Format umwandeln. Um Formate ohne vorheriges Konvertieren auf dem iPod abzuspielen, muss man auf alternative Betriebssysteme (beispielsweise Rockbox) zurückgreifen.

Musik, die online erworben wird, ist oft mit einem DRM-Kopierschutz geschützt. Will man derart erworbene Musik auf dem iPod nutzen, ist man auf den hauseigenen iTunes Store angewiesen. DRM-geschützte Musik von Anbietern wie Musicload oder Napster kann man auf dem iPod nicht abspielen, da diese auf das Konkurrenzformat WMA mit DRM setzen.

Die Materialien und die Verarbeitung des Gehäuses des iPods sind teilweise in die Kritik geraten, da durch die Berührung der Bedienelemente und besonders der hochglänzenden Rückseite Fingerabdruckspuren zurückbleiben, die nur durch eine separat zu erwerbende Schutzhülle verhindert werden können. Die glänzende Metallrückseiten vieler Modelle und die Kunststoffvorderseite des iPod nano der ersten Generation sind zudem sehr kratzanfällig. Ausnahmen sind hier die heute nicht mehr erhältlichen iPod minis und die seit September 2006 erhältlichen iPod nanos der zweiten Generation, sowie die Modelle des iPod nano der vierten Generation, da ihre Oberflächen vollständig aus Aluminium bestehen.

Durch eine gesetzliche Vorgabe ist in Frankreich die Lautstärke mobiler Musikgeräte mit Kopfhörern auf 100 dB (entspricht der Lautstärke eines Presslufthammers) begrenzt; diese Regelung soll Konsumenten vor möglichen Hörschäden schützen. Apple entschied sich daher, alle europäischen Modelle des iPod nur mit einer begrenzten Abspiellautstärke auszuliefern; gekennzeichnet sind diese iPods durch einen Aufkleber mit dem Hinweis, dass bei voller Lautstärke Hörschäden eintreten können. Bei den iPods der ersten Generation konnte man diese Begrenzung durch Löschen einer bestimmten Datei umgehen, bei neueren Modellen helfen spezielle Programme dabei aus, niedrigpegelige Aufnahmen per Kopfhörer lauter wiederzugeben. So gibt es zum Beispiel das Programm „goPod“, das die Lautstärkebegrenzung aufheben kann. Als dem Erfinder ein Prozess durch Apple drohte, gestaltete er das Programm in eine Open-Source-Applikation um, sodass der Quellcode nun frei im Internet verfügbar war. Bei den iPods der fünften Generation lässt sich die maximale Lautstärke seit der Firmware-Version 1.1.1 festlegen und durch einen Code sperren; beim iPod shuffle wird hierfür Version 1.1.4 benötigt.

Als Alternative bietet sich an, die Lautstärke eines Titels in iTunes zu erhöhen. Dies kann entweder nur auf dem iPod erfolgen oder auch zusätzlich in der iTunes Bibliothek.

Da sich im Lieferumfang der aktuellen iPods (iPod Classic, iPod nano, iPod shuffle, iPod touch) kein Netzladeteil befindet, müssen Anwender ein entsprechendes Ladegerät zusätzlich kaufen, wenn sie diese Modelle nicht über den USB-Stecker, sondern extern an einer Steckdose aufladen möchten.

Um den iPod zu benutzen, benötigt man die Software iTunes, die nicht mehr auf CD-ROM mitgeliefert wird. So können Kunden ohne Internetzugang den iPod nicht umgehend in Betrieb nehmen. Als Hintergrund dieser Entscheidung wird von Apple die Tatsache angegeben, dass Internet und Computer bald überall verfügbar seien und durch den Verzicht wichtige Ressourcen gespart würden, da nur wenige Nutzer auf ein Netzteil oder die CD-ROM angewiesen seien.

Außerdem wurde Kritik an Apple laut, nachdem der Hersteller das „Made for iPod“-Logo einführte, das Zubehörhersteller auf ihre Produkte drucken dürfen, wenn sie bis zu 10 % ihres Umsatzes mit diesem Zubehör an Apple abführen. Deshalb änderte Apple die Bedingungen für das Lizenzprogramm und verlangt nun einen Festbetrag von $ 4 pro verkauftem Zubehör. Laut Apple soll das Logo den Kunden helfen, Produkte zu finden, die garantiert mit ihrem iPod funktionieren. Mittlerweile hat Apple diese Aktion ausgeweitet und die Teilnahme an diesem Programm für die Zubehörhersteller zur Pflicht gemacht, solange sie den Dock-Anschluss des iPod benutzen. Ohne eine Teilnahme verrät Apple die Pin-Belegung des Dock-Anschlusses nicht. Des Weiteren hat Apple mit dem iPod nano und dem iPod der 5. Generation den Anschluss für die Fernbedienung entfernt. Über diesen Port hatten viele Zubehörteile den Strom bezogen (zum Beispiel iTrip, Taschenlampen etc.) Mit der Entfernung sind die Hersteller wiederum an den Dock-Anschluss gebunden. Somit sind lediglich Zubehörteile wie Taschen, Schutzfolien und Kopfhörer nicht an das „Made for iPod“-Logo gebunden.

Ähnlich wie die Hardware hat Apple auch die Betriebssystem-Software des iPod eingekauft und an die eigenen Bedürfnisse angepasst. In der ersten Generation lag dem Player eine Software namens Pixo OS in Version 2.1 zugrunde, welche von der gleichnamigen Firma Pixo speziell für MP3-Player produziert wurde. Einige ehemalige Apple-Mitarbeiter waren bei Pixo angestellt, was die geschäftliche Verbindung vermutlich erleichtert hat.

Aufgrund einiger Differenzen zwischen Pixo und Apple wurde die Entwicklung der Software angeblich nebst den daran arbeitenden Mitarbeitern von Apple aufgekauft. „Pixo OS“ wird ab der zweiten Generation nicht mehr gesondert im „About“-Menü aufgeführt. Pixo wurde inzwischen von Sun Microsystems gekauft und konzentriert sich auf die Entwicklung von Java-Applikationen.

Mit der Einführung der iPods dritter Generation wechselte Apple zu einem Echtzeit-Betriebssystem namens RTXC der texanischen Firma Quadros. Version 3.2 dieses OS hat Apple an Hardware und Design angepasst. RTXC lässt sich aufgrund seiner Einsatzfähigkeit auf diversen Mikroprozessoren und DSP-Chips auch gut an zukünftige Geräte anpassen, zumal mit der Unterstützung von Multitasking auch künftige Erweiterungen leicht entwickelt werden können. Den Wechsel hat Apple mit einem Versionswechsel auf 2.x markiert.

Mit der Einführung des iPhone mit integrierten iPod-Funktionen hielt eine speziell angepasste Version von Mac OS X Einzug. Zur Vorstellung des iPhone gab Steve Jobs unter anderem bekannt, dass die Planung die Umstellung weiterer oder gar aller zukünftigen iPods auf OS X geplant ist. OS X ist in einer abgespeckten Version beim iPod touch enthalten.

Mehrere ambitionierte Programmierer haben es sich zum Ziel gesetzt, lauffähige Alternativen zum originalen Apple-Betriebssystem zu kreieren. Oft möchte man bestehende Probleme und Einschränkungen auf diese Weise auf eigenes Risiko umgehen. Dazu zählt insbesondere die fehlende Unterstützung von bestimmten Audioformaten oder fehlenden Überblendungen zwischen Musikstücken.

Neben dem speziell für den iPod entwickelten „iPod Linux“ gibt es auch das Rockbox-Projekt, das zunächst für andere Musikabspielgeräte entwickelt wurde.

Zurzeit werden nicht alle Generationen und Modelle offiziell vom iPodLinux unterstützt. Unterstützt werden die iPods der ersten bis dritten Generation. Potenziell läuft das System aber auf allen iPods, außer dem iPod shuffle, dem iPod Classic (6. Generation) und dem iPod nano ab der zweiten Generation, aufgrund der verschlüsselten Firmware, für die keine Unterstützung geplant ist. Für die anderen Modelle befindet sich das Linux-Betriebssystem noch in Entwicklung, lässt sich aber schon installieren. Die Neuerungen sind unter anderem das Darstellen von Bildern und Videos auf dem iPod. Auch die Anzahl der Spiele wurde zum Beispiel um Tetris und Space Invaders erweitert. Zwei der interessantesten Errungenschaften sind wohl der GameBoy-Emulator, der es möglich macht, GameBoy-Spiele auf dem iPod zu spielen, und eine Portierung des Klassikers Doom. Die Unterstützung des Ogg-Vorbis-Formates und diverser MOD-Formate sind nahezu fertiggestellt. Außerdem ist unter Linux eine verbesserte Aufnahmefunktionen verfügbar, die mit 96 kHz Samplingrate eine weitaus bessere Qualität erzeugt als die Apple-Firmware mit nur 8 kHz.

Rockbox wurde ursprünglich für die „Archos Jukebox“ entwickelt, da einige unzufriedene Benutzer deren Hardware besser ausnutzen wollten. Nachdem die eigenständige Firmware auch auf den iRiver portiert worden war, führten die Entwickler am 28. Januar 2006 die rudimentäre Unterstützung für viele iPod-Modelle ein.

Die Software unterstützt im Gegensatz zu iPodLinux nicht die iPod-Datenbank, kann jedoch eine eigene erzeugen. Diese Datenbank war ursprünglich auf maximal 10.000 Dateien begrenzt, inzwischen ist dieses Limit jedoch aufgehoben. Eine Ordnernavigation ist ebenfalls möglich. Eine Unterstützung für die iPod-Datenbank ist nicht geplant.

Es gibt jedoch diverse Programme, die iTunes-Datenbanken verwalten können. Mit der alternativen Software – im Gegensatz zur Original-Firmware des iPod – ist es nun auch möglich, die Formate Ogg Vorbis, FLAC, Musepack, MP2 und WAV-Dateien abzuspielen. Zusätzlich wird das Gapless Playback unterstützt.

Neben Apples iTunes-Software existieren von verschiedenen Drittanbietern weitere Programme zur Verwaltung der Musik und Daten des iPod. Dazu zählen die Open-Source-Programme ipod-sharp und gtkpod, wobei letzteres auf der plattformunabhängigen GTK2-Bibliothek basiert. Diese Programme bieten somit auch Unix- und GNU/Linux-Benutzern eine Möglichkeit, den iPod zu verwenden.

Die aus gtkpod ausgegliederte Programmbibliothek libgpod wird von einigen weiteren Programmen wie den Audiospielern Amarok und Exaile genutzt. Der Audiospieler Banshee nutzt hingegen ipod-sharp. Für die beiden neuesten iPods kann man bereits eine neue Version von libgpod benutzen, womit auch unter Linux der Player bespielt werden kann.

Eine andere Lösung stellen die Freeware-Programme YamiPod, Floola und SharePod dar. Es ist damit möglich, Musik zu verwalten, abzuspielen und auf den iPod zu übertragen, wie auch vom iPod Musik auf ein anderes Speichermedium zu übertragen. Hierfür müssen die Tools nicht installiert werden, sodass sie auf jedem Rechner sofort benutzt werden können, auch direkt vom iPod aus. Im Gegensatz zu YamiPod bietet Floola sogar Unterstützung für Album-Artwork; jedem Song und Album auf dem iPod lassen sich Cover zuordnen, die der iPod beim Abspielen anzeigt.

Eine weitere Alternative stellt der Windows-MP3-Spieler Winamp in der aktuellen Version (5.5) dar. Mit dem Plugin „ml ipod“ ist inzwischen auch der reibungslose Betrieb mit den aktuellen ipod classic und nano-Modellen möglich. Interessant an dieser Software ist die Möglichkeit des Erstellens einer „Query“ (Datenbankabfrage) zum Übertragen von bestimmten Titeln und der Erstellung und des Synchronisierens von sogenannten „Smart Playlists“. Auch das Übertragen von Fotos und Videos ist implementiert.

Der zentrale Prozessor des iPod wird von PortalPlayer hergestellt, die auch das Referenzdesign für den portablen MP3-Player entwarfen, der nach Apples Einstieg zum iPod wurde. PortalPlayer war auch an der Entwicklung der Benutzeroberfläche des iPod beteiligt, an der die Firma Pixo mitgearbeitet hat.

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Apple

Apple I Computer

Apple Inc. (früher Apple Computer Inc.) ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Cupertino, Kalifornien (Vereinigte Staaten), das Computer und Unterhaltungselektronik sowie Betriebssysteme und Anwendungssoftware herstellt. Apple gehörte in den 1970er-Jahren zu den ersten Herstellern von Personal Computern und trug zu ihrer Verbreitung bei. Bei der kommerziellen Einführung der grafischen Benutzeroberfläche und der Maus in den 1980er-Jahren nahm Apple eine Vorreiterrolle ein. Mit dem Erscheinen des iPods 2001 und des iPhones 2007 weitete Apple sein Geschäft nach und nach auf andere Gebiete aus. Laut der Marktforschungsgruppe Millward Brown liegt Apple mit einem Wert von rund 55,2 Milliarden US-Dollar (34,7 Milliarden Euro) auf Platz sieben der teuersten Marken der Welt.

Apple wurde am 1. April 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak (Spitzname Woz) und Ronald Wayne gegründet. Das Startkapital von 1750 Dollar kam aus dem Verkauf von Jobs' VW Bus und dem Hewlett-Packard-Taschenrechner von Wozniak.

Stephan Gary Wozniak entwarf die ersten Rechner in Los Altos, die Jobs und er in der Garage zusammenbauten. Dort entstand 1976 auch der Apple I, der für 666,66 US-Dollar bei der Computerkette Byte Shop verkauft wurde. Der Werbespruch lautete Byte into an Apple. Einige hundert Exemplare des Apple I wurden verkauft. Anfang 1977 wurde Apple Computer in eine Gesellschaft umgewandelt und die Partnerschaft der beiden Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak mit Ron Wayne aufgelöst.

Nach dem verhältnismäßig geringen Erfolg des Apple I folgte der Apple II, dessen Entwicklung aus den Verkaufserlösen finanziert wurde. Dieser verkaufte sich bis 1985 knapp zwei Millionen Mal und gilt als einer der erfolgreichsten Personal-Computer seiner Zeit. Im Gegensatz zur heute bekannten Apple-Benutzeroberfläche waren der Apple I und II noch kommandozeilenorientiert, und die Portierung auf den Apple IIgs fiel der Marktausrichtung auf die Macintosh-Produktlinie zum Opfer, obgleich der Apple IIgs noch viele Jahre nach dessen Produktionsende und Verkauf bis in das Jahr 1993 bezüglich seiner Audiofähigkeiten ein leistungsfähiger PC blieb.

Die von Rank Xerox im Xerox PARC entwickelte grafische Benutzeroberfläche (GUI = Graphical User Interface) inspirierte Apple diese mit Lisa (1983) und der Sparausgabe der Lisa, dem Macintosh (1984) auf dem PC-Massenmarkt einzuführen. Das Management von Rank Xerox verpasste diese Chance.

Knapp drei Viertel der Anteile liegen bei institutionellen Anlegern und Fonds. Steve Jobs hält zurzeit etwas über 5,5 Millionen Aktien an Apple (ca. 0,64 %) mit einem Wert von über 1 Milliarde Dollar (Oktober 2007). Ein weiterer Großaktionär ist Apple-Vizepräsident Ronald B. Johnson mit ca. 1,48 Mio. Aktien (0,17 %). Der Rest ist Streubesitz. Der Mitbewerber Microsoft besitzt, entgegen hartnäckigen Gerüchten, keine größeren Anteile mehr an Apple, jedoch immer noch einige Aktien. Schätzungen, welche auf der Jahresbilanz von Microsoft basieren, gehen von mindestens 6 bis 12 Millionen Aktien aus, mit einem Wert von ca. 2 Mrd.

Bill Atkinson, ein ehemaliger Softwareentwickler Apples, motivierte Steve Jobs auf Drängen Jef Raskins hin, das Xerox Palo Alto Research Center (PARC) zu besuchen. Dort wurde Jobs vor allem der Prototyp eines Mesa-Entwicklungssystems gezeigt. Xerox hatte bereits mit dem ALTO (1973) und dem Star (1981) erste Rechner mit grafischer Benutzeroberfläche (GUI) entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Xerox allerdings keine Verwendung mehr für diese Technik. Nach einer Präsentation für seine Entwickler sicherte sich Steve Jobs die Rechte von PARC an der grundlegenden Idee des GUI, da PARC sich vor allem als Forschungszentrum verstand und kein weiteres Interesse an eigenem Verkauf und Vermarktung hatte. Apple entwickelte aus dieser Idee dann das erste kommerzielle Betriebssystem mit GUI.

Die meisten Merkmale und Prinzipien jeder modernen grafischen Benutzeroberfläche für Computer, wie sie heute gebräuchlich sind, sind Apple-Entwicklungen (Pull-Down-Menüs, die Schreibtischmetapher, Drag and Drop, Doppelklick, der Papierkorb). Die Behauptung, Apple habe seine GUI der von Xerox nachgeahmt, ist ein ständiger Streitpunkt; es existieren jedoch gravierende Unterschiede zwischen einem Alto von Xerox und dem Macintosh. Apple hat das GUI zum Human Interface für die einfache Bedienung eines Computers entwickelt und für alle Programmierer, die Anwendungen für Apple-Rechner entwickeln, erstmals die Human Interface Guideline als Vorgabe für die Gestaltung von Benutzeroberflächen definiert. So wurde sichergestellt, dass alle Anwendungen über ein konsistentes Aussehen und eine gleichartige Bedienung (Menüstruktur) verfügen (Look & Feel).

Mitte der 1990er-Jahre steckte Apple in einer tiefen Krise – das Unternehmen stand kurz vor dem Ruin oder einer feindlichen Übernahme. Ein dringliches Problem war dabei, dass Apples Betriebssystem als veraltet betrachtet wurde, so dass sich Apple nach Alternativen umzusehen begann. Nach dem Scheitern von Pink und der Ausgliederung an Taligent scheiterte auch der zweite Anlauf für ein modernes Betriebssystem mit dem Codenamen Copland. Auch das 1992 begonnene Projekt Star Trek, die Portierung von Mac OS auf x86-Prozessoren, wurde eingestellt. Nun sah sich Apple gezwungen, Ausschau nach einem für die eigenen Zwecke verwendungsfähigen Nachfolger für das eigene Betriebssystem zu halten, denn auch das Nachfolgeprojekt Gershwin kam nicht über die Konzeptionsphase hinaus. Apple verhandelte über den Kauf des Unternehmens Be Incorporated, mit der auch das auf Macs lauffähige Betriebssystem BeOS zu übernehmen gewesen wäre. Die Übernahme scheiterte jedoch im November 1996, da der frühere Apple-Manager und Chef von Be, Jean-Louis Gassée, im Falle einer Übernahme 300 Millionen US-Dollar und einen Sitz im Vorstand verlangte. Da Amelio versprochen hatte, bis zur MacWorld im Januar 1997 die zukünftige Strategie in Bezug auf das Mac OS zu verkünden, musste schnell eine Alternative gefunden werden. Überraschend übernahm Apple dann noch im Dezember 1996 das Unternehmen NeXT des Apple-Gründers Steve Jobs und deren Betriebssystem NeXTStep/OPENSTEP für 400 Millionen US-Dollar. Dieses sollte die Grundlage für die nachfolgende Generation des Apple-Betriebssystems werden.

Um die Basis des neuen Systems schneller und günstiger entwickeln zu können, wurde die Entwicklung dieser unter eine quelloffene Lizenz gestellt, welche allerdings erst in der späteren Version 2.0 als Lizenz freier Software von der Free Software Foundation anerkannt wird. Um eine Veröffentlichung unter einer quelloffenen Lizenz auf legalem Wege zu ermöglichen, musste das System von allen Original-UNIX-Codezeilen gereinigt werden, da der damalige Besitzer sämtlicher Rechte an AT&T UNIX keine Veröffentlichung des UNIX-Quellcodes mehr gestattete. Da diese Aufgabe einige Jahre zuvor auch bei der Distribution BSD vollzogen worden war, bot es sich an, die ursprünglich aus 4.4BSD stammenden Daemons und Server gegen ihre Nachfolger aus 4.4BSDlite (vollkommen von UNIX-Code bereinigte Neuveröffentlichung von BSD, auf der alle modernen BSD-Derivate basieren) oder dessen mittlerweile erschienenen Derivaten NetBSD und FreeBSD auszutauschen. Der Kernel wurde gegenüber NeXTStep umfassend überarbeitet. Während NeXTStep noch auf einem reinen Mach-Microkernel basierte, setzt das neue Apple-Betriebssystem auf einen sogenannten Hybridkernel, dabei werden wieder einige Funktionen in den Kernel integriert, allerdings nicht so viele wie bei einem monolithischen Kernel. Als Basis für den XNU getauften Kernel wurde weiterhin Mach verwendet und mit Teilen des monolithischen FreeBSD-Kernels ergänzt. Dieses Basis-System trägt den Projektnamen Darwin.

Darüber hinaus wurde die API von OpenStep weiterentwickelt und wird durch Cocoa umgesetzt. Mit Carbon wurde eine Programmbibliothek integriert, die unter dem neuen System und Mac OS 8/9 die gleichen Programmierschnittstellen zur Verfügung stellt und es somit ermöglicht, Programme zu schreiben, die in beiden Versionen lauffähig sind. Das Desktop Environment Aqua wurde neu entworfen und gilt mit dem Konzept von Sheets and Drawers, der Darstellung von Bildschirminhalten durch Quartz bzw. seit der 2002 erschienenen Systemversion 10.2 der hardwarebeschleunigten Darstellung von Bildschirminhalten durch Quartz Extreme als derzeit (Januar 2006) fortschrittlichste Benutzeroberfläche. Diese unter proprietären Lizenzen veröffentlichten Systemteile bilden zusammen mit dem als freie Software veröffentlichten Darwin das neue Mac OS, welches in der Tradition anderer UNIX-Derivate, die häufig auf X enden, Mac OS X getauft wurde.

Mit der Übernahme von NeXT zog bei Apple auch eine neue Firmenkultur ein. Steve Jobs, in den 1980ern nach zahlreichen Beschwerden und firmeninternen Reibereien von dem von ihm mitgegründeten Unternehmen vergrault, nun Chief Executive Officer (CEO) von NeXT, wurde 1997 wieder Firmenchef von Apple. Avie Tevanian, auch ein NeXT-Mitarbeiter, übernahm die Entwicklungsabteilung. Jobs beendete die Lizenzierung des Betriebssystems an andere Hersteller (z. B. Power Computing) und stellte die Produktion des Newton ein. Mit der Einführung des Einsteigerrechners iMac führte Apple eine neue Gestaltung seiner Rechner ein: Sie waren fortan transparent und farbenfroh. Jonathan Ive, der Gestalter des iMac, wurde Chef der Gestaltungsabteilung bei Apple.

Nachdem vorher die Rechner der Performa-Produktreihe als günstige oder Einsteiger-Macs vermarktet worden waren, wurde nun eine neue Produktlinienstrategie eingesetzt: Künftig sollte es zwei Rechnerlinien geben, eine für Heimanwender und eine für Profis und in jeder Rechnerlinie je ein Gerät für den mobilen und eines für den stationären Einsatz, also insgesamt vier Rechnertypen. Diese vier Produktlinien sind das MacBook (der Nachfolger des iBook) und der iMac für die Heimanwender sowie das MacBook Pro (der Nachfolger des PowerBook) und der Mac Pro (früher PowerMac) für Profis. Um die Differenz zwischen steigenden Anforderungen im Heimbereich und der Nachfrage nach preiswerten Rechnern für das Bildungssegment auszugleichen, wurde von 2002 bis 2006 der eMac angeboten. Dieser wurde 2006 von einer neuen Variante des iMac abgelöst.

2005 erweiterte Apple die Produktreihe mit dem Mac mini in den unteren Preisbereich. Er zielt unter anderem auch auf Nutzer von Intel-kompatiblen Computern, die den Kaufentscheid vor allem anhand des Preises treffen.

Am 6. Juni 2005 gab Steve Jobs bekannt, dass Apple die Macintosh-Produktlinie in den Jahren 2006 und 2007 nach und nach auf Prozessoren von Intel umstellen wolle. Bislang hatte Apple PowerPC-Prozessoren eingesetzt, welche von IBM und Freescale (vorher Motorola) gefertigt wurden. Im Januar 2006 schließlich führte Apple mit dem MacBook Pro als Nachfolger des PowerBook ein Profi-Notebook sowie einen neuen iMac mit Intel-Core-Duo-Prozessoren ein. Kurze Zeit später folgte der Mac mini, in welchem neben dem Intel Core Solo auch Intel-Core-Duo-Prozessoren verbaut werden. Mitte Mai kam der iBook-Nachfolger MacBook auf den Markt. Mit der Einführung des Mac Pro am 7. August 2006 wurde der Wechsel zu Intel-Prozessoren abgeschlossen.

Am 9. Januar 2007 verkündete Apple im Rahmen der Macworld San Francisco einen tiefgreifenden Wechsel der Firmenpolitik. Im Zuge der Veröffentlichung des Apple TV und des iPhone im März bzw. Juni 2007 begann Apple wesentlich mehr im Bereich der Unterhaltungselektronik zu avancieren. Aus diesem Grund wurde der Name des Unternehmens von ehemals Apple Computer Inc. auf Apple Inc. umfirmiert. Das iPhone bedeutet nach der vorherigen Entwicklung der erfolgreichen Entwicklung des iTunes-Medienangebotes eine weitere Basis Apples abseits des Mac-Geschäftes.

Apples Verkauf des iPods und der Betrieb des iTunes Store sorgte für gerichtliche Auseinandersetzungen mit dem Beatles-Label Apple. Die beiden Firmen hatten eine Vereinbarung unterschrieben, wonach sich Apple Computer nicht in der Musikindustrie betätigen würde. Durch diese Vereinbarung konnte Apple damals einen Prozess um den Namen vermeiden. Das Musiklabel sieht diese Vereinbarung nun gebrochen und hat gegen Apple Computer geklagt. Das zuständige Gericht entschied zugunsten von Apple Computer, da deren Apfellogo in erster Linie mit dem Computer-System verbunden werde und nicht mit Musik. Apple Records kündigte bereits an, dass man gegen dieses Urteil Berufung einlegen wolle. 1999 verlor Apple Computer hingegen einen Prozess gegen das Plattenunternehmen Apple Records der Beatles und musste 26 Mio. US-Dollar Strafe zahlen wegen Bruch eines Vertrages von 1981, in dem festgelegt wurde, dass von Apple Computer keine Musikprodukte auf den Markt kommen dürfen, die in Zusammenhang mit dem kreativen Aspekt von Musik stehen.

Im Februar 2007 übernahm Apple die Rechte am Namen Apple und den Apfel-Logos von Apple Records, welches diese Warenzeichen zukünftig von Apple lizenziert. Die Apple Inc. ist dem Vergleich zufolge Eigentümerin aller Markenrechte, die mit dem Namen Apple zu tun haben, und wird bestimmte Rechte an das Beatles-Unternehmen lizenzieren. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Bereits im Zuge der Präsentation von Apples markenrechtlich ebenfalls umstrittenen iPhone auf der Macworld Conference & Expo 2007 zeichnete sich ab, dass mit Apple Records zumindest Verhandlungen geführt wurden, da u. a. in Verbindung mit dem Mobiltelefon das Schallplattencover Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band der Beatles dargestellt wurde, deren Musik bislang nicht über den wettbewerbsrechtlich umstrittenen iTunes-Store zu beziehen gewesen war. Spekulationen, dass am 4. Februar 2007 im Rahmen der Super Bowl eine dem legendären Macintosh-Werbefilm von 1984 vergleichbare Ausstrahlung geplant würde, konnten sich dagegen nicht bestätigen. Dem Präsidenten der Apple Corps Ltd. Neil Aspinall zufolge sollen alle 13 Alben der Beatles, die 1987 auf CD veröffentlicht wurden, zum gleichen Zeitpunkt bei allen Internetdiensten heruntergeladen werden können. Damit ist die Kompilation aus dem Jahre 1969 von Hey Jude weiterhin nur als Vinyl-Version verfügbar.

Das erste Logo war eine Zeichnung im Stile eines barocken Kupferstichs, das Isaac Newton unter einem Apfelbaum sitzend zeigte; eine Anspielung auf die Entdeckung der Schwerkraft mithilfe eines Apfels. Dieser Entwurf stammte von Ron Wayne. Man stellte jedoch schnell fest, dass sich dieses Logo nur schlecht reproduzieren ließ, da es viel zu kleinteilig war, und so wurde es wieder verworfen.

Das heute bekannte Logo einer Apfelsilhouette mit Biss wurde von Regis McKenna 1976 entworfen. Zusätzlich zu der ironischen Konnotation (natürlicher Apfel und künstliche Computer) bot das Design ein subtiles Wortspiel: Beißen heißt im Englischen to bite, was wiederum klingt wie Byte. Die farbigen Streifen waren zudem grafisch eine Anspielung auf das IBM-Logo von Paul Rand. Bei der Wortmarke kam die Schrift Motter Tektura von Othmar Motter zum Einsatz, erschienen bei Letraset Ltd. in GB.

Eine andere Erklärung lautet, dass der angebissene Apfel eine Anspielung auf den Selbstmord des Mathematikers Alan Turing sei, an dessen Totenbett sich ein angebissener, von ihm selbst vergifteter Apfel befunden hatte. Turing, zu dessen Lieblingsfilmen Disneys Schneewittchen zählte, gilt als einer der Väter des Computers.

Mit der Einführung des Apple II und dessen Fähigkeit, Farben darzustellen, wurde das vorher schwarze Logo bunt in Querstreifen eingefärbt.

Mit Einführung des ersten iMac in bondi-blue (blaugrün) 1998 und den blau-weißen Power Macintosh G3 1999 (also seit den ersten Produkten, die der zurückgekehrte Steve Jobs wieder verantwortete) wird das Logo wieder einfarbig dargestellt, jedoch in wechselnden Farben und teilweise mit Oberflächenstrukturen, je nach umgebendem Design.

Im siebenköpfigen Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft Apple sind neben CEO Steve Jobs noch Bill Campbell (Vorsitzender und ehemaliger CEO Intuit Corp.), Millard Drexler (Vorsitzender und ehemaliger CEO J. Crew), Albert Gore Jr. (ehemaliger Vizepräsident der USA), Arthur D. Levinson, Ph. D. (Vorsitzender CEO Genentech), Eric Schmidt (CEO von Google Inc.), und Jerry York (ehemaliger Finanzchef von IBM und jetziger Präsident und CEO Harwinton Capital) vertreten.

Wichtige Mitarbeiter von Apple im Zusammenhang mit der Entwicklung von Lisa und Macintosh waren u. a. Jef Raskin (Usability-Spezialist), Andy Hertzfeld, Bill Atkinson und Susan Kare (entwarf unter anderem zahlreiche Icons für das Macintosh-System).

Bekannte Mitarbeiter in der Führungsriege von Apple sind Tim Cook, Jon Rubinstein, Avie Tevanian, Jonathan Ive und Ron Johnson. Timothy E. Wasko war früher bereits Mitarbeiter von NeXT und entwickelte für Apple u. a. die Fotoblendenfreischaltung für die CD- und DVD-Brennfunktion und die Benutzeroberfläche des iPod. Der derzeitige CEO ist Steve Jobs. Senior Vice President of Worldwide Product Marketing ist Phil Schiller. Am 14. Januar 2009 erklärte Jobs in einer Rundmail an die Mitarbeiter Apples, dass er aus gesundheitlichen Gründen bis Ende Juni 2009 eine Auszeit nähme. Seine Aufgaben übernähme in dieser Zeit Apples COO Tim Cook.

Apple beschäftigte Ende September 2008 rund 32.000 Mitarebeiter (gezählt in Vollzeit-Äquivalenten) sowie 3.100 als vorübergehende Beschäftigte und Subunternehmer. Etwa 15.900 Angestellte sind im Retail-Sektor angesiedelt.

Der ehemalige Slogan von Apple, Think Different, ist eine Anspielung auf die Kampagne von IBM mit dem Slogan Think. Aktuell hat Apple keinen Slogan mehr.

Geschäftsjahre von Apple laufen jeweils vom 1. Oktober bis zum 30. September, so dass beispielsweise das erste Quartal des Apple-Geschäftsjahres dem vierten Quartal des Kalenderjahres entspricht (Q1/2009 Apple = Q4/2008 Kalender).

Das erste Quartal 2008 ist das bisher erfolgreichste Quartal in der Geschichte des Konzerns. Sowohl der Gewinn und der Umsatz, als auch der Absatz von iPods (22,1 Mio. Stück) und Macs (2,32 Mio. Stück) erreichten neue Rekordstände. Auf einer Analystenkonferenz am 21. Juli 2008 kündigte Apple an, die Gewinnmargen in der Zukunft deutlich zu senken, um aggressiv Marktanteile hinzu zugewinnen.

Im letzten Quartal 2008 konnte Apple zum ersten Mal mehr als 10 Milliarden US-Dollar Umsatz in einem Geschäftsquartal erzielen: Der Umsatz stieg um 5,9 Prozent auf 10,17 Milliarden US-Dollar.

Bislang betreibt Apple 250 Apple Retail Stores in den USA, in Kanada, Großbritannien, Italien, in der Schweiz, in China, Japan, in Deutschland und Australien. Daraus erwirtschaftete Apple im Geschäftsjahr 2008 im Retail-Sektor einen Gewinn von insgesamt 1,3 Milliarden Dollar (920 Millionen Euro).

Nach langen Verhandlungen kam es mit der Eröffnung des ersten deutschen Apple Stores im Dezember 2008 in München zu einem Einstieg in den deutschen Einzelhandel. Dem Store in München sollen bald weitere folgen.

Apple entwirft sowohl Software als auch Hardware, und lässt diese dann von Vertragspartnern wie z. B. von ASUS fertigen. Die Produkte werden oft als innovativ angesehen und besitzen meist ein durchdachtes, funktionales Design aus Cupertino. Ein Hauptaugenmerk wird außerdem auf einfache Benutzbarkeit gelegt.

Apples erste Betriebssysteme waren befehlszeilenorientiert, wie damals (Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre) üblich. 1983 stellt Apple mit dem Lisa OS eines der ersten kommerziell erhältlichen Betriebssysteme vor, das vollständig über eine grafische Oberfläche bedient wurde. 1984 wurde mit dem Betriebssystem des Macintosh (später Mac OS genannt) das erste grafische Betriebssystem auf den Markt gebracht, das sich in großem Umfang verkaufte.

Für eine komplette Übersicht der Apple-Familie, siehe Apple II-Modelle, für die Geräte der Mac-Familie, siehe Macintosh-Modelle. Die Zeitleiste aller produzierten Macintosh-Modelle in der englischen Wikipedia: Timeline of Apple Macintosh models.

Apple bietet eine Vielzahl verschiedenster Programme an. Dazu zählen die kostenlosen Standardanwendungen wie die Desktopsuchmaschine Spotlight, die Multimedia-Architektur QuickTime (kostenpflichtige Pro Version verfügbar), das Musikverwaltungsprogramm iTunes, der Webbrowser Safari, das Mailprogramm Mail, der Instant Messenger iChat (mit Audio- und Videokonferenzen), der Kalender iCal und Boot Camp (ermöglicht es, Microsoft Windows auf einem Intel Mac parallel zu Mac OS X zu installieren). Ein großer Teil ist beim Kauf eines neuen Macs bereits vorinstalliert, andere können bei Bedarf von der Homepage von Apple heruntergeladen und installiert werden.

Im kostenpflichtigen iLife-Paket ist unter anderem das Musikverwaltungsprogramm iTunes, das Photoverwaltungsprogramm iPhoto, das Videoschnittprogramm iMovie und das Musikprogramm GarageBand und im iWork-Paket das Textverarbeitungsprogramm Pages, das Präsentationsprogramm Keynote und seit August 2007 das Tabellenkalkulationsprogramm Numbers enthalten. 2009 wurde iWork´09 ausgeliefert mit neuen Versionen von Pages, Numbers und Keynote. Dazu wurde eine Beta von iWorks.com ins Netz gestellt, um Dateien anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen.

Für professionelle Photobearbeitung und Videoschnitt bietet Apple Inc. Aperture und Final Cut Pro bzw. Final Cut Studio an. Für ambitionierte Amateure, denen Final Cut Pro zu teuer ist, gibt es Final Cut Express. Das Compositingtool Shake wird von Apple nicht mehr weiterentwickelt, ist aber noch erhältlich.

Für die professionelle und semiprofessionelle Audiobearbeitung und Sequencing hat Apple 2002 die Hauptbestandteile und Entwickler der deutschen Firma Emagic gekauft und vertreibt diese nun als Logic und Logic Pro unter dem Logo von Apple. Seit Kauf sind mehrere neue Updates und Erweiterungen erschienen. Die Grundstrucktur des Logic arbeitet unter der Oberfläche von Garage Band.

Apple benutzt sowohl offene als auch proprietäre Standards in seinem Betriebssystem. Offene Standards werden vor allem im Betriebssystemkern Darwin eingesetzt, der unter einer Open-Source-Lizenz steht.

Daneben gibt es von Drittherstellern Softwareprodukte wie den VLC Media Player, die Kompatibilität mit bestimmten QuickTime- und iTunes-Inhalten herstellen.

Die Elektronik- und PC-Industrie insgesamt steht im Ruf, bei der Auftragsfertigung die arbeitsrechtlichen und gesundheitlichen Belange der Belegschaft sowie Belange des Umweltschutzes nicht hinreichend zu berücksichtigen.

Apple lässt seine Produkte vorwiegend in Asien fertigen. Die Auftragsfertigung hat Apple der taiwanesischen Aktiengesellschaft Foxconn übertragen, die in der chinesischen Sonderwirtschaftszone in Shenzhen nahe Hongkong produzieren lässt. Shenzhen wird mit der größten Elektronikfabrik der Welt auch als iPod-City bezeichnet. Foxconn ist im Jahr 2006 in den Medien aufgrund unmenschlicher Arbeitsbedingungen kritisiert worden. Der Auftraggeber Apple hat zwischenzeitlich Defizite eingeräumt und zugleich auf den herstellereigenen Apple Supplier Code of Conduct verwiesen. Nach Apples eigenen Untersuchungen seien keine Verstöße gegen den Verhaltenskodex festgestellt worden, jedoch fanden sich bei Foxconn Verletzungen gegen den Supplier Code of Conduct. Die Mitarbeiter bei Foxconn hätten den Medienberichten zufolge monatlich jeweils rund 80 Überstunden geleistet und teilweise mit knapp 50 Euro pro Monat weniger als im Mindestlohn-Gesetz vorgeschrieben verdient. Foxconn hatte zunächst wegen der Vorwürfe Schadenersatzforderungen gegen zwei Journalisten in China geltend gemacht, diese letztlich aber wieder zurückgezogen.Apple hat nach eigenem Bekunden Verité verpflichtet, für die Einhaltung sicherer, fairer und legaler Arbeitsplatzbedingungen Sorge zu tragen. Außerdem hat sich Apple der Electronic Industry Code of Conduct (EICC) Implementation Group angeschlossen, die bereits Standards für die Industrie erarbeitet hat und Quellen zur Evaluierung der Auftragsfertiger anbietet.

Im Bereich des Umweltschutzes sieht sich Apple Vorwürfen z. B. von Greenpeace und der Silicon Valley Toxics Coalition (SVTC) ausgesetzt. Nicht alle diese Vorwürfe scheinen gerechtfertigt zu sein. Insoweit sie substantiiert sind, betreffen sie mehr die gesamte Industrie als die Firma Apple allein. Kritiker weisen zudem auf methodische Mängel des vergleichenden Rankings von Greenpeace hin, bei dem z. B. die durchschnittliche Nutzungsdauer der Produkte nicht berücksichtigt wird. Steve Jobs hat als Reaktion auf die Vorwürfe von Greenpeace im Mai 2007 angekündigt, Apple führend im Bereich des Umweltschutzes machen zu wollen. In seinem Text A Greener Apple führt Jobs bereits erreichte Erfolge auf und kündigt weitere Maßnahmen für den Umweltschutz an.

Apple fängt an, sein Versprechen in die Tat umzusetzen. Das im Januar 2008 vorgestellte MacBook Air ist das erste Produkt, welches konsequent die Verwendung von giftigen Materialien drastisch reduziert. Weitere Apple-Produkte sollen im Laufe des Jahres diesem Beispiel folgen. 2009 erschien zur MacWorld Expo in San Francisco das 17 Zoll MacBook Pro mit einer besseren Batterielaufzeit. Die gesamte MacBook Familie erfüllt die Energy Star 4.0-Umweltauflagen, enthält keine bromhaltigen Flammschutzmittel und verwendet nur PVC-freie Kabel und Komponenten. Die Batterie des MacBook Pro 17-Zoll liefert noch einen zusätzlichen Beitrag zur Umweltverträglichkeit wegen ihres verlängerten Lebenszyklus, welcher in weniger verbrauchten Akkus und somit weniger Abfall resultiert. Eine verbrauchte Batterie kann für 179 Euro inkl. MwSt. ausgetauscht werden. Dies beinhaltet ebenfalls die Installation sowie die umweltfreundliche Entsorgung der alten Batterie.

Apple steht im Verdacht, Aktienoptionen im Wert von 20 Millionen US-Dollar an Apple-Chef Steve Jobs im Geschäftsjahr 2001 rückdatiert zu haben. Bereits im August hatte Apple Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung von Aktienoptionen bekannt gegeben, die alle seit dem 29. September 2002 veröffentlichten Finanzberichte betreffen könnten. Apple stellte fest, dass Jobs von der Rückdatierung von Aktienoptionen zwar gewusst, aber geglaubt habe, nicht selbst von dieser Praxis der Datierung zu profitieren. Dem Manager seien auch die Folgen für die Bilanzen nicht klar gewesen. Fraglich ist jedoch, ob CEO Steve Jobs tatsächlich von der Rückdatierung und deren Folgen keine Kenntnis hatte. Zwischenzeitlich ist bekannt geworden, dass Apple auch im Juni 2006 weitere Optionen im Wert von nunmehr insgesamt 84 Millionen US-Dollar rückdatierte, worauf die Bilanzen für die Geschäftsjahre 2005 und 2006 erneut geändert werden mussten.

Apple ist in den letzten Jahren wiederholt gegen nichtautorisierte Berichterstattungen über deren Produkte gerichtlich vorgegangen. Betroffen waren hiervon in der Vergangenheit insbesondere Blogger von Apple Insider, PowerPage und Think Secret, die im Internet über geplante Produkteinführungen, über technische Neuerungen sowie Funktionsweisen von Appleprodukten berichteten. Apple vermutete hinter den Berichterstattern zum Teil eigene Angestellte die Firmeninternes preisgäben. Zuletzt mahnte Apple Blogger ab, die über das markenrechtlich umstrittene iPhone von Apple berichteten und Abbildungen des Mobiltelefons veröffentlichten sowie Hinweise auf Programme gaben, die erlaubten, Wallpaper und Icons auf andere Mobiltelefone als das iPhone von Apple aufzuspielen. Apple hat u. a. Paul O’Brien, den Gründer der Mobilfunk-Website MoDaCo, abgemahnt, da dieser neben Abbildungen von Apples iPhone auch ein Programm verlinkt hatte, welches ermöglichte, das Betriebssystem PalmOS der Treolinie mit Icons von Apples iPhone zu ergänzen. U. a. hatte SimToGo ein solches Programm unter dem Namen iPhony 0.1 bzw. 0.2 angeboten. In den bisherigen gerichtlichen Verfahren gegen die Autoren der Berichte hatte Apple teilweise keinen Erfolg. Erst im Jahr 2006 hatte ein kalifornisches Gericht festgestellt, dass Blogger und Online-Journalisten denselben verfassungsgemäßen Schutz der Pressefreiheit genießen wie Vertreter der traditionellen Presse. Außerdem musste Apple auch die Electronic Frontier Foundation mit einer Zahlung von 700.000 US-Dollar für die Übernahme der Verteidigung- und Gerichtskosten entschädigen.

Am 18. März 2008 verließ die Windows-Version des Webbrowsers Safari das Beta-Entwicklungs-Stadium und wurde der breiten Öffentlichkeit zum Herunterladen auf der Apple-Website angeboten. Außerdem wurde auch die Auslieferung durch den Apple-eigenen automatischen Aktualisierungsdienst Apple Software Update eingeschaltet. Trotz des anders lautenden Namens (Update bedeutet Aktualisierung) wird dabei Safari auch ohne bereits vorhandene ältere Version per Standardeinstellung zusammen mit sicherheitskritischen Aktualisierungen anderer Apple-Software auf dem betroffenen System eingerichtet. Wenn die Safari-Installation nicht gewünscht sei, müsste der Benutzer diese Option zuvor deaktivieren.

Dieses Verhalten veranlasste John Lilly als Chef der Mozilla Corporation, die mit Firefox um die Marktanteile auf dem Browsermarkt mit Apple konkurriert, zu scharfer Kritik in seinem Blog. Ein anderer Kritiker betonte, dass nicht mal Microsoft versuche, Software auf diese Weise dem Benutzer aufzudrängen.

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Source : Wikipedia