Ebay

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Geschrieben von c3po 01/03/2009 @ 04:05

Tags : ebay, e-commerce, internet, high-tech

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EBay

eBay-Hauptgeschäftssitz in San Jose

Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Angebot von einem Consumer-To-Consumer-Marktplatz mit flohmarktähnlichem Charakter zu einer Business-To-Consumer-Plattform, d. h. es wird zunehmend Neuware von kommerziellen Händlern angeboten, im Unterschied zu den Gebrauchtwaren privater Anbieter.

Der nach Firmenangaben derzeit umsatzstärkste Anbieter von Internetauktionen soll über ungefähr 276 Millionen angemeldete Mitglieder weltweit verfügen, die online Waren kaufen oder verkaufen. Im Jahr 2007 wurden laut eBay über 2,3 Milliarden Artikel im Wert von etwa 59,35 Milliarden US-Dollar versteigert. Das Unternehmen sei in 39 Nationen mit einem länderspezifischen Auftritt präsent.

Insgesamt gibt es ca. 1,394 Milliarden Aktien. Der Börsenwert von eBay beträgt mit Stichtag 26. März 2008 rund 25,62 Milliarden Euro (bei einem Aktienkurs von 18,38 Euro an der Frankfurter Börse).

Der deutsche Vorläufer von eBay wurde 1999 in Berlin unter dem Namen Alando von sechs Unternehmern, darunter drei Brüder, gegründet. Schon sechs Monate später kaufte die amerikanische eBay-Gesellschaft das Unternehmen für 43 Millionen US-Dollar. Mitte 2000 wurde der Geschäftssitz in den Europarc Dreilinden in Kleinmachnow verlegt. Vertragspartner der eBay-Mitglieder mit Wohnsitz oder Sitz in der EU ist nach eBays allgemeinen Geschäftsbedingungen die luxemburgische eBay Europe S.à r.l., außerhalb der EU und der USA die schweizerische eBay International AG mit Sitz in Bern.

In Deutschland finanziert sich eBay über eine sogenannte Angebotsgebühr, die zwischen 0,05 Euro und 4,80 Euro je Artikel liegt (abhängig vom gewählten Auktionsformat und Startpreis - teilweise entfällt seit Februar 2008 die Angebotsgebühr), sowie über eine Provision in Höhe von zwei bis zu zwölf Prozent, die dem Verkäufer bei einem erfolgreichen Verkauf in Rechnung gestellt wird. Ein erheblicher Anteil des Konzernumsatzes wird von den so genannten eBay-Partnern (auch Affiliate genannt) generiert. Diese vermitteln potentielle Kaufinteressenten an eBay und erhalten im Gegenzug Provisionen (siehe Weblinks). Um interessierte Verkäufer an eBay heranzuführen, wurden Verkaufsagenten (Händler auf Kommisionsbasis) etabliert. Die meisten dieser Händler sind Einzelkämpfer, jedoch gibt es auch einige größere Unternehmen, die bundesweit (Dropshop.de, Clevereasy.de) oder gar europaweit (auktionsbote.de) arbeiten. Vorbild für dieses erfolgreiche Unternehmenskonzept ist Auctionsdrop aus den USA. Bereits 2005/2006 verschwanden aber bereits viele dieser Verkaufsagenten wieder. Besonders aktive Händler erhalten den Status Powerseller.

Nach geltender Rechtsprechung werden auf eBay in Deutschland keine Auktionen, sondern reguläre Verkäufe durchgeführt. Dies hat zur Folge, dass viele Gesetze zum Schutz der Verbraucher (z. B. bzgl. Widerrufsfristen und Haftung bei Verlust der Ware) gelten. Insofern ist eBay kein Auktionshaus, sondern Vermittler von Verkäufen.

In den meisten Regionen ist eBay de facto konkurrenzlos. Als Auktionshäuser gibt es diverse durchweg wesentlich kleinere Anbieter, die sich jeweils auf ein Land und oft auch spezielle Fachgebiete spezialisiert haben. Teilweise versuchen diese durch niedrigere Gebühren oder andere Auktionskonzepte (etwa eine von der Zahl der Gebote abhängigen Restdauer) Kunden zu gewinnen. Derartige Anbieter in Deutschland sind beispielsweise hood.de oder AuVito mit 5,33 Millionen Besuchern (laut AGOF Internetfacts III/2007). In der Schweiz ist Ricardo der größte Internet-Auktionsmarktplatz, welches auch den früheren Marktführer in Österreich OneTwoSold übernommen hat (jetzt ricardo.at). In Polen ist Allegro Markftführer, in China wurde Ebay durch Taobao verdrängt.

Als Handelsplattform ist vor allem amazon.com als Konkurrent zu nennen, bei denen allerdings die Preise klassisch vom Verkäufer festgelegt werden.

Um über eBay eine Ware zu kaufen oder verkaufen, muss man formal Mitglied werden. Mit dieser durch ein Passwort abgesicherten Mitgliedschaft wird in der Datenbank von eBay eine www-Seite angelegt, die neben den für den Versand nötigen Daten weitere Funktionen enthält. So kann der jeweilige Eigentümer dort den Stand seiner Auktionen einsehen oder einem anderen Mitglied eine Nachricht zukommen lassen. Dieser „Mein eBay“ genannte Bereich dient damit eBay als Kundenbindung.

Unter den Verkäufern ist es wichtig zu unterscheiden, ob diese gewerblich oder privat Waren anbieten. Gewerbliche Verkäufer müssen anders als Privatleute den Käufern ein Widerrufs- und Rückgaberecht einräumen. Bei gebrauchten Waren mindestens 12 Monate Gewährleistung und bei Neuware 24 Monate. Eine genaue Grenze zu gewerblichen Anbietern ist derzeit noch schwierig, und in Streitfällen entscheiden die Gerichte unterschiedlich. Allerdings weisen Merkmale wie mehr als 40 Verkäufe in wenigen Monaten oder der Status Powerseller auf gewerbliche Aktivitäten hin, ebenso intensive Werbeaussagen.

Eine Auktionsplattform im Internet hat grundsätzlich das Problem, dass Käufer und Verkäufer keinen persönlichen Kontakt haben und beide Gruppen unüberschaubar groß sind. Ein Verkäufer, der defekte Ware liefert, hätte gute Chancen, wiederholt gutgläubige Käufer zu finden. Das gleiche gilt für einen Kunden, der die gekaufte Ware nicht abnimmt.

Um dieses Problem zu reduzieren, haben Online-Auktionshäuser wie eBay ein Bewertungssystem eingeführt, das es beiden Seiten nach jedem Kauf ermöglicht, den Vorgang zu beurteilen. Bei eBay kann dazu ein Kommentar und eine Kennzeichnung „positiv“, „neutral“ oder „negativ“ abgegeben werden. Verkäufer können seit dem 22. Mai 2008 nur noch "positiv" bewerten. Die Gesamtpunktzahl (erhaltene positive Bewertungen minus erhaltene negative Bewertungen während der gesamten Dauer der Mitgliedschaft) wird zusammen mit einem Prozentsatz (errechnet aus der Anzahl aller positiven Bewertungen, geteilt durch die Summe aller erhaltenen Bewertungen der letzten zwölf Monate) hinter dem Benutzernamen ausgewiesen.

Seit Mai 2007 ist zusätzlich eine differenziertere Verkäuferbewertung der Kriterien Artikel wie beschrieben, Kommunikation, Versandzeit und Versand- und Verpackungsgebühren möglich: Für jedes dieser Kriterien sind maximal fünf Sterne zu vergeben. Die durchschnittlichen Werte werden im Mitgliedsprofil detailliert angezeigt und lassen sich — anders als die klassische Bewertung  — auch vom bewerteten Mitglied nicht dem Bewerter zuordnen.

Die Bewertungen, Kommentare und innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch die zugrundeliegenden Angebote sind für jedermann einsehbar. eBay-Mitglieder können die über sie abgegebenen Kommentare und die Auktionen, an denen sie beteiligt waren, allerdings auch verbergen.

Die durchschnittliche Bewertung eines Verkäufers hat verschiedene Auswirkungen auf dessen Angebote. eBay behält sich vor, Verkäufer mit vielen negativen Bewertungen zur Verwendung des hauseigenen Bezahldienstes PayPal zu verpflichten. Außerdem sollen künftig in der Darstellung von Suchergebnissen Angebote von besser bewerteten Anbietern vor denen schlechter bewerteter Anbieter angezeigt werden.

Bei Streitigkeiten, oder wenn etwa Beleidigungen erfolgten, kann die Streichung der gegenseitigen Bewertungskommentare bei eBay beantragt werden. Weiterhin ist es möglich, den von der anderen Seite abgegebenen Kommentar noch einmal zu kommentieren. Bewertungen auf eBay waren mit dem Argument der Rufschädigung Auslöser von gerichtlichen Auseinandersetzungen in Deutschland.

Zusätzlich zur eigentlichen Auktion bietet eBay Serviceleistungen rund um die Abwicklung des Kaufes an. Die Zahlung kann über das Online-Bezahlsystem Paypal abgewickelt werden, das eine Tochter von eBay gegen Gebühr betreibt und vom Verkäufer explizit in der Auktion als Option abgewählt werden muss. Für den Versand der Waren werden auf den Auktionsseiten Links zu verschiedenen Versandunternehmen vorgehalten.

Im März 2008 wurde bekannt, dass der "Express"-Dienst am 23. April 2008 eingestellt wird, begründet seitens eBay mit "Reaktionen unserer Käufer und Verkäufer".

Das Bewertungssystem soll dazu dienen, die Vertrauenswürdigkeit eines eBay-Nutzers abzuschätzen. Anwender weisen darauf hin, dass die Veröffentlichung der Bewertung erst nach Abschluss der Gegenbewertung mehr Transparenz schaffen könnte. Seit Mai 2007 ist eine differenziertere Verkäuferbewertung möglich, die diese Forderung teilweise erfüllt (s. Hauptabs. "Bewertungssystem").

Im Juni 2007 wurden Fälle bekannt, in denen eBay die Negativbeurteilungen von Verkäufern löschte, nachdem die Verkäufer behauptet hatten, ihr eBay-Zugang sei ausgespäht worden. Tatsächlich aber waren die Verkäufer Betrüger, die damit gutgläubige Kunden weiter schädigen konnten, so dass am Ende ein Schaden von 130.000 € entstanden war. In anderen Fällen berichteten Benutzer, dass die Konten betrügerischer Anbieter erst mit deutlicher Verzögerung durch eBay gesperrt worden seien.

Immer wieder in der Kritik sind auch die vielen Grundsätze zum Verkaufen und Einstellen von Artikeln, die von eBay selbst meist willkürlich ausgelegt werden. So ist es aktuell beispielsweise nur dann erlaubt, das iPhone von Apple einzustellen, wenn der eBay-eigene Zahlungsdienst PayPal als Zahlungsmethode angeboten wird. Dieselbe Beschränkung betrifft auch Angebote spezieller Militaria-Rubriken und generell alle Angebote von Verkäufern, die die von eBay festgelegten Qualitätskriterien nicht erfüllen . eBay verweist in diesem Zusammenhang auf die Sicherheit für den Käufer.

Ein Beispiel für die willkürliche Auslegung der eigenen Richtlinien und Grundsätze ist, dass eBay aktuell keine indizierten Spiele löscht, deren Verkauf in der Währung britisches Pfund, respektive über die britischen eBay-Seiten angeboten wird. Die Tatsache, dass der Versand innerhalb Deutschlands erfolgt, der Artikelstandort Deutschland ist und diese Angebote auch auf den deutschen eBay-Seiten gelistet werden, ohne dass eine ausreichende Differenzierung stattfindet, wird hier vernachlässigt. Indizierte Medien dürfen in Deutschland derzeit weder öffentlich verkauft noch beworben oder Minderjährigen zugänglich gemacht werden.

Viele Benutzer kritisieren die umständlichen, mit juristischen Floskeln und immer wiederkehrenden Textbausteinen auch bei präzise umrissenen Problemen und Fragen, überhäuften Standardbriefe, die eBay selbst bei einfachen Mitteilungen versendet. So enthält allein eine E-Mail, die z. B. die Nachricht eines Kaufinteressenten übermittelt, 20 Zeilen Text, bevor die eigentliche Anfrage erscheint. Es folgen weitere Standard-Hinweise mit 30 Zeilen – bei einer Zeile der eigentlichen Nachricht beträgt der Nutzanteil somit 1/50 oder 2 Prozent.

Dieses Muster tritt bei allen E-Mails von eBay auf, der Anteil des Nutzinhaltes liegt meist unter 10 Prozent.

Der kostenpflichtige telefonische Support kann in bestimmten Situationen nicht in Anspruch genommen werden, etwa im Falle einer Sperrung des Benutzerkontos.

Immer wieder kommen auch Sicherheitsmängel der eBay-Software zutage, die teilweise nur zögerlich behoben werden.

Ein Qualitätsmanagement, das es ermöglichen würde, Fehler oder Unzulänglichkeiten in der Funktion der Software oder in den Abläufen zu melden, fehlt bei eBay. Entsprechende Hinweise per E-Mail werden meist nur mit Standardbriefen beantwortet.

So ist es zum Beispiel nicht möglich, kubanische Zigarren auf eBay anzubieten.

Immer wieder kommt es bei eBay zu kuriosen Auktionsangeboten. Das Unternehmen selbst nimmt eine distanzierte Position zu derartigen Versteigerungen ein, und unzulässige Auktionen werden meist vor Ablauf der Einstelldauer von eBay gelöscht. Großes Medieninteresse finden solche Auktionen, wenn sie ein aktuelles Zeitgeschehen aufgreifen oder besonders hohe Gebote erhalten. Bekannt wurde u. a. im Frühjahr 2005 ein VW Golf IV, der früher dem späteren Papst Benedikt XVI. gehört hatte und für fast 190.000 Euro versteigert wurde.

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Pierre Omidyar

Pierre Omidyar

Pierre Omidyar (* 21. Juni 1967 in Paris, Persisch:پیر امیدیار ) ist ein US-amerikanischer Unternehmer iranischer Abstammung, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender (Chairman of the Board) der Internet-Verkaufsplattform eBay.

Mit sechs Jahren zog er mit seiner Familie nach Washington D. C.. Schon in seiner Jugend interessierte sich Pierre für das Programmieren. 1988 schloss Omidyar sein Studium an der Tufts University mit dem Bachelor of Science in Informatik ab.

Nach seinem Studium begann er als Entwickler im Bereich Software Engineering bei Claris, einem Tochterunternehmen von Apple. Dort widmete er sich der Entwicklung von Benutzeranwendungen, bis er zusammen mit Freunden die Firma Ink Development Corp. gründete. Dieses Unternehmen wurde später in eShop umfirmiert. Nach dem Verkauf von eShop an Microsoft war Omidyar zunächst in der Entwicklungsabteilung von General Magic tätig.

Nebenher trieb er zunächst in seiner Freizeit sein neues Projekt eBay (damals noch unter dem Namen AuctionWeb) voran, während er beruflich weiter für General Magic tätig war. Diese Unternehmung baute Omidyar jedoch Schritt für Schritt mit einer Reihe hoch motivierter Mitarbeiter konsequent auf. Ziel war es, eine effiziente und ansprechende Handelsplattform zu entwickeln. Omidyar führte als Erster ein Auktionsformat für private Onlineverkäufe ein, ein System, mit welchem jeder Benutzer sowohl als Käufer als auch Verkäufer agieren konnte.

Wie Omidyar vielen Texten im Internet zufolge auf die Idee gekommen sein soll, eBay zu gründen, gehört mit ziemlicher Sicherheit in das Reich der urbanen Legenden. Diesen Texten zufolge soll sein Entschluss zu eBay aufgrund einer Unterhaltung mit seiner Frau gefallen sein. Diese soll eine leidenschaftliche PEZ-Sammlerin sein und den Wunsch gehegt haben, sich mit möglichst vielen anderen Sammlern über das Internet auszutauschen und ihre Sammlung so erweitern zu können. Pierre Omidyar soll daraufhin eine Website mit diesen Möglichkeiten für seine Frau erstellt haben. Als sich dies als Erfolg herausstellte und Omidyar bemerkte, dass Bedarf an solchen Systemen bestand, gründete er im September 1995 eBay.

Auf die Idee zu eBay kam Omidyar tatsächlich wohl durch den überraschend erfolgreichen Verkauf eines defekten Laserpointers auf der von ihm maßgeblich entwickelten Plattform AuctionWeb, wodurch sich ihm das Potential einer offenen Verkaufsplattform im Internet, wie eBay eine werden sollte, offenbarte. Mithilfe einer Vielzahl an Investoren ging es Omidyar als Geschäftsmann dabei von Beginn an um die Abschöpfung eines höchstmöglichen Profits, denn schon nach einem Jahr erhob er Gebühren für die Nutzung seines Angebotes. 1996 hatte eBay erstmals Gewinn zu verbuchen, 1998 wurde es, noch immer mit seiner Person an der Spitze, ein börsennotiertes Unternehmen.

Inzwischen hat sich Pierre Omidyar als mehrfacher Milliardär aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen und ist mehr im philanthropischen Bereich tätig. Er unterstützte die Tufts University bei der Gründung des University College of Citizenship and Public Service (UCCPS). Dabei handelt es sich um eine Initiative, die das politische Engagement der Tufts-Studenten fördert.

Des Weiteren ist Pierre Omidyar Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der Omidyar Foundation. Er arbeitet außerdem aktiv im Kuratorium der Tufts University und des Santa Fe Institutes mit. Das von ihm geleitete Omidyar Network wurde mit einer Beteiligung von 8 Mio. US-Dollar wichtiger Investor bei Linden Lab, dem Betreiber der 3D-Weltsimulation Second Life.

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Oliver Samwer

Oliver Samwer (* 1973) ist ein deutscher Internet-Unternehmer.

Nach seinem Abitur studierte Oliver Samwer Betriebswirtschaftslehre an der privaten WHU - Otto Beisheim School of Management (ehemals: Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung) in Vallendar bei Koblenz und an ihrer Partnerschule, der Kellogg School of Management in Illinois. Nach seinem Studium war er Trainee bei der Investmentbank Sal. Oppenheim.

1998 erstellte Samwer zusammen mit Max Finger die Studie America's Most Successful Startups. Lessons for Entrepreneurs. über Start, Aufbau und Wachstum US-amerikanischer Internetunternehmen. Betreut wurde die Arbeit von Horst Albach.

1999 gründete Oliver Samwer zusammen mit seinen Brüdern Marc und Alexander und drei Freunden das Internet-Auktionshaus alando.de nach dem Vorbild des US-amerikanischen Unternehmens eBay. Bereits 6 Monate später verkauften sie ihr Unternehmen für 50 Millionen Dollar an eBay. Nach dem Verkauf wird Oliver Samwer zum Geschäftsführer von eBay Europa bestellt.

Im August 2000 gründet er zusammen mit seinen Brüdern Marc und Alexander und den großen Firmenpartnern Debitel und den Metro-Töchtern Media Markt und Saturn die Jamba! GmbH. Unter der Führung von Oliver und Marc Samwer entwickelt sich Jamba! zum größten europäischen Anbieter von Klingeltönen und Mobiltelefon-Anwendungen. Das Unternehmen kam massiv in die Kritik, als bekannt wurde, dass unter Verschleierung wichtiger Informationen Abonnements an Minderjährige verkauft worden waren. 2004 übernahm der US-amerikanische Konzern VeriSign die Jamba! GmbH für 273 Millionen Dollar, in der sie bis zum 19. Dezember 2005 die Geschäftsführung innehatten.

Seit Anfang 2006 betätigt sich Oliver Samwer zusammen mit seinen Brüdern als Risikokapital-Geber für Startups im Internet und Mobilfunkbereich. Zu den Investments ihres European Founders Fund gehören der YouTube-Klon MyVideo, das Spieleportal bigpoint.com, der Marktplatz für Mietartikel erento, der Fotodienstleister myphotobook.de, das Studentennetzwerk studivz.de, das europäische Reiseportal trivago, das Handwerks und Dienstleistungs Portal myhammer.de, die abacho AG und die Tauschplattform für Medienprodukte Hitflip.

Am 15. Januar 2008 wurde bekannt, dass die Samwer-Brüder Unternehmensanteile an Facebook erworben haben.

Am 30. Dezember 2008 kauften die Samwer-Brüder außerbörslich Anteile der Abacho AG, deren Tochterunternehmen die Internetplattform myhammer ist. Der Preis pro Aktie lag weit über dem des Marktes bei 3,70 Euro.

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Skype Technologies

Das Unternehmen Skype Technologies SA mit Hauptsitz in Luxemburg und Büros in England und Estland ist durch das von der Firma entwickelte Programm Skype der weltgrößte Anbieter für Internettelefonie. Im Geschäftsjahr 2004 hat Skype einen Umsatz von 7 Millionen Dollar erwirtschaftet, für 2005 war ein Anstieg auf 60 Millionen Dollar geplant, für 2006 auf 200 Millionen Dollar. Dieser Anstieg soll durch gebührenpflichtige Dienste erreicht werden, die seit 2004 angeboten werden. Während mit dem bekanntesten Produkt Telefonate über das Internet geführt werden könne, die gratis sind, ist der Dienst Skype-Out, mit dem Gespräche aus dem Internet zu Telefonen am Festnetz geführt werden können, kostenpflichtig. Skype hat momentan 54 Millionen Nutzer in 225 Ländern. Bisher werden erst mit 4 % der Nutzer Umsätze erzielt, sodass ein sehr hohes Wachstumspotential besteht. Skype wurde im Jahr 2003 von Niklas Zennström und Janus Friis gegründet, die vorher durch die Musiktauschbörse KaZaA bekannt geworden waren.

Im September 2005 begannen Verhandlungen des Internet-Auktionshauses eBay zum Kauf von Skype. Am 14. Oktober 2005 war die Besitzübernahme offiziell. Der Kaufpreis beträgt 4,1 Milliarden Dollar. Bisher wurden 2,6 Milliarden Dollar gezahlt, davon die Hälfte in eBay-Aktien, der Rest in bar. Hinzu kommen mögliche leistungsbezogene Zusatzzahlungen von rund 1,5 Milliarden Dollar, die in den Jahren 2008 oder 2009 fällig werden könnten. Skype blieb bisher ein unabhängiges Unternehmen, soll aber neue Geschäftsfelder mit eBay erschließen. Dazu gehören sowohl Werbung als auch der Verkauf von Klingeltönen und eine Zusammenarbeit mit dem Bezahldienst Paypal, den eBay im Jahr 2002 für 1,5 Milliarden Dollar gekauft hat.

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Auktion

Auktionator und Assistenten in Cheviot, Ohio

Eine Auktion (auch Versteigerung oder Lizitation) ist eine besondere Form der Preisermittlung. Dabei werden von potentiellen Käufern und/oder Verkäufern Gebote abgegeben. Der Auktionsmechanismus bestimmt, welche der abgegebenen Gebote den Zuschlag erhalten, und definiert die Zahlungsströme zwischen den beteiligten Parteien. Hintergrund dieser Preisfindung sind Informationsasymmetrien im Markt. Ein Anbieter kennt häufig nicht die Zahlungsbereitschaft seiner Kunden. Setzt er einen zu hohen Preis fest, so kann er seine Ware nicht verkaufen. Setzt er seinen Preis zu niedrig fest, so schöpft er nicht den möglichen Umsatz aus. Die Bieter hingegen kennen ihre jeweilige Zahlungsbereitschaft. In dieser Situation bietet die Auktion dem Anbieter einen flexiblen Preisfindungsmechanismus, der im Idealfall zum Verkauf zum aktuellen Marktpreis führt und die Zahlungsbereitschaft der Kunden optimal ausschöpft.

Die Auktionstheorie beschäftigt sich mit der Analyse von Auktionsmechanismen und Bieterstrategien aus Sicht der Mikroökonomie und Spieltheorie.

Auktionen können nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert werden.

Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Auktionshäusern, aber auch zwischen den einzelnen Fachbereichen. Dennoch arbeiten alle traditionellen Auktionshäuser im wesentlichem vergleichbar. Wichtig ist die grundsätzliche Unterscheidung zwischen dem traditionellem Auktionswesen und solchen über das Internet - den so genannten Internet- oder Online-Auktionen. Eine Gemeinsamkeit dieser beiden Bereiche ist die Kontroverse, Ware zu einem höchstmöglichen Preis zu verkaufen, bzw. zu einem möglichst niedrigen Preis zu ersteigern.

Diese Aufstellung in der Tabelle ist wichtig, um falsche Vorstellungen bezüglich dem nicht geschütztem Begriff der Auktion zu vermeiden. Die wichtigste Aufgabe eines traditionellen Auktionshauses ist die angemessene und fachlich fundierte Beschreibung, Dokumentation und Präsentation der Ware, sowie die treuhänderische Abwicklung des Handelsgeschäftes.

Den gesamten Posten aller einzelnen Teile, die zu einer Auktion versteigert werden soll, nennt man Einlieferung und denjenigen der die Ware dem Auktionshaus zur Versteigerung überlässt nennt man entsprechend Einlieferer.

Je nach Auktionssparte, Auktionshaus und Wert der eingelieferten Ware, kann bei manchen Einlieferungen dem Einlieferer ein Vorschuss auf den zu erwartenden Verkauf gewährt werden. Solche Vorschüsse, alle anfallenden Zinsen, Prüfspesen und andere Kosten, werden genauestens dokumentiert, und bei der späteren Abrechnung nach der Auktion mit dem beim Verkauf erzieltem Ertrag aufgerechnet.

Das eingelieferte Material wird von Fachexperten im Auktionshaus grob sortiert, detailliert gesichtet und geprüft. Dieser Vorgang kann in einem oder mehreren Schritten erfolgen. Anhand der Einschätzung der Experten wird die Entscheidung getroffen, wie das Material für die Auktion in Lose (auch Lot, Konvolut) aufgeteilt wird.

Teilweise wird bei besonders wertvollen Losen von einem externen Sachverständigen ein Prüfzertikat oder eine Expertise angefertigt, die der Ware beigelegt wird. Bei der Philatelie z.B. existieren sehr umfangreiche Kataloge, in denen die eingelieferte Ware beschrieben und teilweise bewertet wird. Beispiele solcher Kataloge sind der deutsche Michel-, der Schweizer Zumstein- oder der amerikanische Scott-Katalog. Ähnliche Kataloge gibt es auch für andere Auktionssparten. Die endgültige Bewertung der Ware übernimmt jedoch stets ein Prüfer individuell.

Die Experten und Prüfer untersuchen das Material nach allen Auffälligkeiten und beschreiben nicht nur den Ursprung, sondern auch den Erhaltungszustand nach vorgegebenen Richtlinien. Oft werden auch die Prüfzertifikate als Grundlage für die Beschreibung der Ware im Auktionskatalog verwendet.

Aufgrund der Beschreibung und dem Vergleich mit ähnlicher Ware geben die Experten einen mindestens zu erzielenden Schätzpreis ab. Dieser gilt als Grundlage für den Preis im Auktionskatalog, den man oft auch als Ausruf oder auch Katalogpreis bezeichnet.

Bei Kunstauktionen wird oft nur eine Auktion für Teilgebiete abgehalten, so dass sich eine Einlieferung oft auf mehrere unterschiedliche Auktionen verteilt.

Der Auktionskatalog gilt als die Visitenkarte eines Auktionshauses. Um diesen zu erstellen ist sehr viel Aufwand notwendig. Es wird nicht nur die gesamte Ware so genau wie möglich beschrieben, sondern oft müssen die einzelnen Objekte auch im Katalog abgebildet werden. Auch hierzu bedienen sich renommierte Auktionshäuser Experten. In der Philatelie z.B. ist die Farbtreue zwischen dem Original und der Abbildung oft eine große Herausforderung. Je nach Lichtverhältnissen und Materialbeschaffenheit können völlig falsche Farben im Auktionskatalog erscheinen. Eine weitere Herausforderung der Katalogproduktion ist manchmal auch die große Anzahl der Auktionslose und Abbildungen in einem Katalog. Je nach Größe und Art der Auktion, müssen bis zu 12.000 Lose in einem einzigen Katalog dargestellt werden. Bei Kunstauktionen ist die Anzahl der Lose jedoch oft sehr viel kleiner, wobei es aber auch hier Ausnahmen gibt, wie die legendäre "TEK SING" Auktion im Stuttgarter Auktionshaus Nagel im November 2000 zeigte.

Manche Auktionshäuser betreiben einen sehr großen Aufwand für die Erstellung von Auktionskatalogen. Diese dienen nicht selten auch als Grundlage für die Dokumentation von historischen Gegenständen. Da an solchen, oft einmaligen historischen Dokumentationen, viele Sammler und Kunstinteressierte Interesse haben, diese jedoch nicht unbedingt an der Auktion teilnehmen wollen oder können, haben sich einige der führenden Auktionshäuser dazu entschlossen, für ihre Auktionskataloge eine Gebühr zu verlangen.

Ein nicht beabsichtigter Nebeneffekt ist, dass die Exklusivität der Auktionskataloge deutlich gestiegen ist und diese inzwischen bereits selbst zum begehrten Gegenstand vieler Sammlungen geworden sind. Nur ein ausgewählter Teil der Kunden eines Auktionshauses erhält einen Katalog gratis. Alle anderen bekommen ein Zirkular zugesandt, das mit einem Bestellschein für den Auktionskatalog zu vergleichen ist. Wenn Zirkulare versendet werden, dann geschieht dies lange vor der Katalogproduktion, um die Auflage besser abschätzen zu können.

Viele traditionelle Auktionshäuser bieten die Möglichkeit, schriftlich an einer Auktion teilzunehmen, ohne dass man persönlich bei der Auktion erscheint. Dazu übergibt man dem Auktionshaus eine Aufstellung aller Lose für die man bieten möchte und dem höchsten möglichen Preis, den man bereit ist dafür zu bezahlen. Das Auktionshaus übernimmt dann die Funktion eines Treuhänders oder Bietagenten. Das bedeutet, dass immer im Sinn für den Bieter versucht wird den möglichst günstigsten Preis zu erzielen. Jedoch kann ein schriftliches Gebot von anderen Bietern im Auktionssaal oder aber auch von anderen schriftlichen Bietern überboten werden. Ob das der Fall ist, erfährt man im Gegensatz zu den Online-Auktionen jedoch erst, wenn das Los im Auktionssaal aufgerufen wird. Bis dahin darf einzig und allein nur das Auktionshaus Kenntnis von den schriftlichen Geboten haben und muss darüber absolute Geheimhaltung bewahren.

Bereits vor der Auktion, aber auch während der Auktion, die sich teilweise über mehrere Tage hinziehen kann, können schriftlich Gebote abgegeben werden.

Vor und während jeder Auktion steht die Ware bis kurz vor dem Aufruf im Auktionssaal zur Besichtigung zur Verfügung. Jeder, der die Ware besichtigen möchte, muss sich bei vielen Auktionshäusern vor der Besichtigung legitimieren. Dazu erhält der Interessent vor der Auktion eine Bieternummer. Nur mit einer gültigen Nummer wird ihm die Ware zur Besichtigung ausgehändigt. Gleichzeitig wird für jedes besichtigte Los die Bieternummer dokumentiert, um im Fall einer Beschädigung oder sogar eines Diebstahls den Verursacher leichter ausfindig zu machen.

Oft übernehmen auch Kommissionäre diese Aufgabe. Sie werden von einem Interessenten beauftragt die Ware zu prüfen und diese gegebenenfalls dann auch zu ersteigern. Dies ist zweckmäßig, da Kommissionäre oft Fachleute sind. Sie prüfen den Wert der Ware für den Bieter und können dann aufgrund ihrer Einschätzung eine Gebotsempfehlung abgeben.

Werden die Bieter genannt, die persönlich an einer Auktion teilnehmen. Oft werden diese aber dennoch von einem Kommissionär oder Beauftragten während der Auktion vertreten, um während der Auktion, bzw. nach der Ersteigerung ihre Anonymität zu wahren und damit den künftigen Aufenthaltsort der ersteigerten Ware vor der Öffentlichkeit zu verschleiern. Tritt der Beauftragte dabei in eigenem Namen auf, ist dem Auktionator in der Regel der eigentliche Erwerber zwar theoretisch unbekannt, jedoch gerade in Sammlerkreisen werden solche Beauftragten recht schnell bekannt, was dann auch wieder einen Rückschluss auf den eigentlichen Erwerber zulässt.

Viele Auktionshäuser, vor allem in der Kunstbranche, bieten die Möglichkeit an, dass der Kaufinteressent die Auktion oder den Teil der Auktion, der für ihn relevant ist, am Telefon mitverfolgen und telefonisch im Auktionssaal mitbieten kann. Dies ist vor allem für Bieter interessant, die ansonsten weit anreisen müssten. Zudem bleibt die Anonymität des Käufers gewahrt, was vor allem bei besonders wertvollen Losen sinnvoll ist. Diesen Service bieten aber nicht alle Auktionshäuser an, da diese Form der Auktionsbeteiligung für das Auktionshaus einen sehr großen Aufwand bedeutet, bei dem Fachpersonal eingesetzt werden muss, das zudem nicht selten auch fundierte Fremdsprachenkenntnisse haben muss. Außerdem beeinträchtigt diese Form der Auktionsbeteiligung in der Regel auch den sonst flüssigen und schnellen Auktionsablauf. Durch die Präsentation der Auktionskataloge im Internet hat die Nachfrage nach telefonischem Mitbieten in den letzten Jahren stetig zugenommen. Heute ist die überwiegende Mehrzahl der Kunstauktionshäuser darauf vorbereitet. Um den Auktionsablauf dennoch nicht zu behindern, wird dieser Service meistens nur für wertvolle Objekte, z. B. ab bestimmten Mindestpreis, angeboten.

Neuerdings bieten viele Auktionshäuser die sgn. "Live Auction" an. bei diesem Verfahren können Bieter aus der ganzen Welt bequem von zuhause aus ihre Gebote bei einer Auktion über das Internet abgeben. Diese werden dann von einem oder mehreren Mitarbeitern des entsprechenden Auktionshauses an den Auktionator weitergegeben, der das Gebot dann in die Auktion einbringt. Auch bei diesem Verfahren bleibt die Anonymität das Bieters gewahrt. Zusätzlich ist es deutlich einfacher die Onlinegebote zu organisieren als vergleichsweise die Telefongebote. Dennoch verzögern auch diese Online-Gebote den Ablauf einer Auktion.

Hier gibt es heute verschiedene Systeme. In vielen Auktionshäusern heute noch üblich ist das ausgedruckte Auktionsbuch, in dem neben den Losdaten, wie Ausruf bzw. Schätzpreis, dem Einlieferer, Anmerkungen auch schriftliche Gebote enthalten sind. Ebenso werden in dieses Auktionsbuch auch die Zuschläge mit der jeweiligen Bieter-Nr. eingetragen. Ein Problem dieser Auktionsführungen stellen die "Oder-Gebote" und die Maximal-Limits eines Bieters für die Auktion dar. Um dies zu überwachen, ist nicht selten ein erheblicher Überwachungsaufwand notwendig. Eine Lösung dieser Problematik ist der vernetzte Auktionstisch, bei dem diese Überwachung automatisch stattfindet. Zudem können beim vernetzten Auktionstisch auch noch Gebote bis kurz vor dem Aufruf schriftlich abgegeben werden. Ebenso werden die Zuschläge sofort erfasst und können bereits noch während die Auktion läuft schon im Hintergrund zur Auslieferung unmittelbar vorbereitet werden, was dem Käufer nach Abschluss des letzten Zuschlages für ihn i. d. R. eine zügigen Abwicklung der Bezahlung und Aushändigung der Ware bedeutet. Große Auktionshäuser bieten zudem auch, noch während die Gebote ausgerufen werden, eine Anzeige mit der Umrechnung auf Fremdwährungen, so dass gerade auch ausländische Bieter sich mit dem Wert des Gebotes sehr viel leichter tun.

Die Versteigerungsbedingungen müssen während der Auktion für jedermann zugänglich sein und auch im Auktionssaal ausliegen. In der Regel sind die Versteigerungsbedingungen bereits im Auktionskatalog abgedruckt. Ebenso ist der Auktionator verpflichtet, vor der Auktion auf die Versteigerungsbedingungen hinzuweisen und noch mal bekannt zu geben, wo diese eingesehen werden können. Selbst muss der Auktionator auch eine Version der Versteigerungsbedingungen bei sich haben.

In der Schweiz ist es üblich, bzw. Pflicht, dass bei einer Auktion ein Stadtbeamter mit anwesend ist. Dieser dokumentiert unabhängig vom Auktionshaus die laufenden Auktion im Saal und kann bei Streitfragen schlichtend einschreiten. In Deutschland ist diese amtliche Auktionsbegleitung unüblich.

Ein Los wird solange ausgerufen, bis sich kein höheres Gebot findet. Dabei hält sich der Auktionator an vorher festgelegte Steigerungsstufen die ab der Höhe des Ausrufes erfolgen. Je nach Situation können auch höhere Gebote im Saal ausgesprochen werden, ab denen dann die weitere Steigerung fortgesetzt werden. Liegen schriftliche Gebote vor, wird ein Auktionator den Ausruf im Saal an die höchste Steigerungsstufe der schriftlichen Gebote anpassen. Das bedeutet bei Geboten über dem veröffentlichten Ausruf, eine Steigerungsstufe über dem zweithöchsten Gebot, sofern dieses nicht das schriftliche Höchstgebot übersteigt, ansonsten erfolgt der Ausruf zum schriftlichen Höchstgebot. Das höchste schriftliche Gebot wird solange gegen den Saal geboten, bis entweder im Saal ein höheres Gebot abgegeben wird, oder das schriftliche Höchstgebot den letzten ausgerufenen Preis im Saal übersteigt. Der Auktionator übernimmt im Fall der schriftlichen Gebote die Funktion eines Bietagenten. Liegen zwei gleich hohe schriftliche Höchstgebote vor, so erhält bei manchen Auktionatoren dasjenige den Zuschlag, das zuerst abgegeben wurde, andere Auktionatoren bedienen sich eines Zufallsentscheides zum Beispiel durch den ersten Zuruf aus dem Publikum. Die Art und Weise des Zuschlags kann unterschiedlich erfolgen. Bei Auktionen mit geringen Stückzahlen wird das letzte Gebot bis zu dreimal ausgerufen und mit dem Klopfen des Auktionshammers abgeschlossen. Bei sehr umfangreichen Auktionen wird auch schon mal auf diese Form verzichtet und einfach nur nachgefragt ob niemand mehr höher bieten möchte. Der Zuschlag wird bei traditionellen Auktionen immer mit einem Klopfen des Auktionshammers abgeschlossen.

Dies bedeutet, dass evtl. einem Bieter oder Bietagenten während der Besichtigung eines Loses mögliche Ungereimtheiten aufgefallen sind und er dieses Los noch einmal von einem Fachmann genauer unter die Lupe nehmen lassen möchte. Dadurch soll geprüft werden, dass mit der Ware alles in Ordnung ist, bzw. der geschätzte Preis, zu dem ein Los aufgerufen wird, auch wirklich dem entspricht, was es tatsächlich Wert ist. Manchmal können Manipulationen an einem Los nicht gleich auf Anhieb erkannt werden, die u. U. den tatsächlichen Wert deutlich mindern würden, bzw. sogar die Echtheit in Frage stellen. In diesem Fall informiert er das Auktionshaus darüber. Sofern sein Einwand auch aus Sicht des Auktionshauses berechtigt ist, wird dann das Los im Auktionssaal, "unter Vorbehalt der Nachprüfung" ausgerufen und zugeschlagen. Der Auktionator muss in solchen Fällen vor Ausruf eines solchen Loses, dies im Auktionssaal ankündigen und alle anwesenden Bieter über den Einwand informieren. Stellt sich im Nachhinein tatsächlich heraus, dass mit dem Los etwas nicht stimmt und die Höhe des Ausruf ungerechtfertigt bzw. zu hoch angesetzt war, wird der Zuschlag nachträglich wieder zurückgenommen und das Los im Nachhinein aus der Auktion wieder heraus genommen.

Wird während der Besichtigung berechtigt der Zustand oder der Wert eines Loses bemängelt, haben die Auktionshäuser auch die Möglichkeit ein Los zu verkaufen, "wie es ist". In solchen Fällen wird, sofern der Einlieferer darüber informiert wurde und dem zustimmt, oft der angesetzte Ausruf verworfen und die anwesenden Bieter können ihre Gebote auch unter dem vorher festgesetzten Ausruf abgeben. In jedem Fall muss der Auktionator in solchen Fällen, vor Ausruf eines solchen Loses, dies im Auktionssaal ankündigen und alle anwesenden Bieter über den Einwand und die festgestellten Hintergründe informieren. In diesem Fall werden alle schriftlichen Gebote auf dieses Los verworfen, da die Beschreibung im veröffentlichten Auktionskatalog falsch ist und schriftliche Bieter ihre Gebote unter falschen Voraussetzungen abgegeben haben.

Manchmal findet sich kein Bieter, der bereit ist ein Los zum ausgerufenen Wert (Ausruf bzw. Schätzpreis) zu erwerben. Sofern ein Auktionshaus die Möglichkeit bietet, auch Gebote unter dem Ausruf abzugeben, dann aber das Höchstgebot immer noch eine bestimmte Differenz überschreitet, kann ein Auktionator auch ein Gebot "unter Vorbehalt" (UV) annehmen. Ob dies möglich ist, wird in den individuellen Versteigerungsbedingungen des Auktionshauses festgelegt. In solchen Fällen werden zwar das Höchstgebot und der Bieter im Auktionssaal erfasst, das Los gilt aber dennoch nicht als zugeschlagen. Erst wenn der Einlieferer einem solchen Zuschlag zustimmt, gilt das Los als verkauft. Man nennt solche Lose auch UV-Lose.

Je nach Auktionsführung kann es möglich sein, dass Gebote auf Lose, die nicht im Auktionssaal aufgerufen wurden, weil im Saal kein Interesse für diese Lose bestand, erst noch zugeschlagen werden müssen. Dieses Verfahren entspricht zwar nicht ganz dem Prinzip eines traditionellen Auktionshauses, ist aber bei Auktionen mit großen Stückzahlen manchmal notwendig, um den Auktionsverlauf im Saal nicht all zu sehr in die Länge zu ziehen. Als Beispiel können hier Briefmarken- oder Ansichtskartenauktionen aufgeführt werden, bei denen in der Regel mehrere tausend Lose, manchmal auch über 10.000, angeboten werden. Der Zuschlag kann entweder manuell vom Auktionator, oder automatisiert vom Auktionssystem erfolgen.

Nach der Auktion, sobald die letzten Gebote zugeschlagen wurden, werden den schriftlichen Bietern ihre zugeschlagenen Lose in Rechnung gestellt. Der Versand der Ware erfolgt üblicher Weise nach Zahlungseingang. In manchen Fällen, wenn ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen dem Auktionshaus und dem Bieter besteht, wird die Ware auch gleich mit der Rechnung zugesendet. Neben dem Zuschlag wird dem Bieter noch eine Provision, auch Kommission genannt, und je nach Versteigerungsbedingungen des Auktionshauses auch eine Losgebühr berechnet. Abhängig von der Art des Auktionshauses, also ob das Auktionshaus im eigenen Namen, oder im Auftrag arbeitet und abhängig von wem das Los stammt, kommt noch zusätzlich die anfallenden MwSt. auf das Los dazu.

Kurzum: in der steuerlichen Regelung besteht in Deutschland kein einheitlicher Konsens, was vermutlich auch daran liegen mag, dass die steuerliche Überprüfbarkeit je nach Art und Umfang einer Versteigerung kaum noch nachvollziehbar ist und in der Praxis nahezu undurchführbar wird, bzw. zu kompliziert und zu aufwendig ist. Zurzeit wird darüber diskutiert, ob man für international agierende Auktionshäuser die Differenzbesteuerung einführen soll. Wie dann allerdings eine Umsatzsteuerprüfung vonstatten gehen soll und was dann letztlich mit welchem Aufwand geprüft wird, ist mehr als nur fraglich. Man darf daher auch in Deutschland von einem gewissen steuerlichen Chaos sprechen, auch wenn dies viele Finanzbeamte nicht wahr haben wollen. Fragt man sie dann aber konkret und gezielt nach bestimmten Fallbeispielen, geben die meisten über kurz oder lang auf und suchen nach einer tragbaren Lösung für eine individuelle steuerliche Abrechnungsform oder verweisen auf das Bundesfinanzministerium. Daher kommen auch die vielen verschiedenen Abrechnungssysteme bei deutschen Auktionshäusern.

Ist ein schriftlicher Bieter nach Erhalt der Ware nicht mit deren Zustand einverstanden oder will die Ware doch nicht haben, kann er bei der Versteigerung nach §156 BGB in Deutschland nicht wie bei einem Fernabsatzvertrag die Ware gemäß den Regelungen des BGB §§312ff, 355ff zu Fernabsatzverträgen wieder zurücksenden. Kommt es zu einem Streitfall, versucht daher immer zuerst das Auktionshaus, die Angelegenheit zu schlichten. Sollte dies nicht möglich sein, müssen sich die beiden Parteien (Einlieferer und Bieter/Käufer) direkt einigen und notfalls ihren Konflikt selbst vor den entsprechenden rechtlichen Instanzen austragen. Manchmal kann es auch aufgrund solcher Streitereien, je nach Sachlage und Situation, zur Sperrung einer der Parteien für künftige Auktionen kommen. Dies dann nicht selten auch bei anderen Auktionshäusern, sofern diese in einem Verband zusammengeschlossen sind und sich untereinander informieren.

Bei vielen Auktionshäusern heute üblich ist ein Nachverkauf der unverkauften Lose, eine Zeit lang nach der Auktion. Viele Häuser veröffentlichen dazu extra sogen. Rückloslisten oder bieten die Waren gleich in einem Online-Shop an. Der Preis richtet sich dabei entweder am Mindestgebot oder dem Ausruf. Oftmals wird ein fester prozentualer Anteil vom Ausruf abgezogen und dieser Preis dann als quasi Verkaufspreis ausgegeben. Auch im Nachverkauf bleibt der Auktionator dem Einliefer verpflichtet und ist gehalten, den höchstmöglichen Preis zu erzielen.

Je nach Vereinbarung des Einlieferers mit dem Auktionshaus, werden die unverkauften Lose entweder unmittelbar nach der Auktion, oder nach Ablauf der Nachverkaufsphase an den Einlieferer zurückgegeben. In vielen Fällen verbleibt aber die Ware im Auktionshaus und wird in der nächste Auktion wieder zu einen (möglicherweise) ermäßigten Wert erneut ausgerufen.

Die Internet- bzw. Online-Auktion ist eine über das Internet veranstaltete 'Versteigerung'. Bekanntester Veranstalter von Internetauktionen ist eBay. Nach erfolgter Auktion findet die Übergabe der Ware in der Regel auf dem Versandweg statt; bezahlt wird meistens per Überweisung, per Nachnahme oder über kostenpflichtige Drittanbieter wie das zu Ebay gehörende PayPal. Als Online-Auktion im weiteren Sinne gibt es mittlerweile auch so genannte Dienstleistungsauktionen. Hierbei bieten entweder Kunden auf die Leistung eines Dienstleisters oder Dienstleister unterbieten den vom Kunden genannten Höchstpreis für einen konkreten Auftrag.

Durch die große Anzahl von Online-Auktionhäusern und der daraus folgenden Unübersichtlichkeit, hat sich auch ein breites Angebot an Dienstleistungen rund um diese Auktionsform gebildet. Dazu zählen Metasuchmaschinen für Angebotssuche, aber auch viele Serviceprogramme zum Offline-Erstellen von Angeboten und Auktionsverwaltung. Personen, die mangels eigenem Computer oder mangels Zeit selbst keine Internet-Auktionen starten wollen, können ihre zu versteigernde Waren in zahlreichen Städte in speziellen Shops abgeben. Diese versteigern sodann gegen Provision die Ware.

Am 29. Juli 2004 verglich Stiftung Warentest neun Online-Auktionshäuser in Kriterien zum Kauf und Verkauf (Angebotsumfang, Erfolgsaussichten etc.) sowie zur Webseite (Information, Datenschutz etc.).

In Deutschland wird eine Versteigerung von § 156 BGB geregelt. Bei gewerblichen Versteigerungen findet außerdem § 34b Gewerbeordnung (GewO) und die Verordnung über gewerbsmäßige Versteigerungen Anwendung.

Auch bei 'Internetversteigerungen' kommt grundsätzlich ein gültiger Vertrag zustande.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat außerdem mit Urteil vom 1. März 2001 (Aktenzeichen: 6 U 64/00) entschieden, dass die Bezeichnungen „Auktion“ oder „Versteigerung“ für Verkäufe gegen Höchstgebot im Internet, die keine Versteigerungen i.S.v. § 34b GewO sind, ohne Hinzutreten weiterer Umstände nicht irreführend sind.

Allerdings handelt es sich bei diesen Auktionen in aller Regel nicht um Versteigerungen im Sinne von § 156 BGB, da kein Zuschlag erfolgt. Vielmehr erfolgt ein Zuschlag durch Zeitablauf. Nach Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. November 2001 (Aktenzeichen: VIII ZR 13/01) finden auf Internetauktionen der § 156 BGB, § 34 b GewO und die Verordnung über gewerbsmäßige Versteigerungen keine Anwendung. Internetauktionen werden somit nicht von der Ausnahmeregelung des § 312d Abs. 4 Nr. 5 BGB erfasst – daher steht Verbrauchern gem. § 13 BGB, die auf diese Weise mit einem Unternehmer einen Fernabsatzvertrag abgeschlossen haben, grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu.

Ebenso handelt es sich nicht um eine Versteigerung im Sinne des § 34b GewO, weswegen man keine behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Onlineauktionen benötigt.

Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Deutschland den Beruf des Auktionators im klassischen Sinne nicht, ebenso wenig wie eine Ausbildung. Auktionatoren üben in Deutschland vielmehr eine gewerbsmäßige Tätigkeit aus, die der Gewerbeordnung unterliegt. Benötigt wird eine Versteigerererlaubnis nach § 34 b Gewerbeordnung, die über das Ordnungsamt der Heimatbehörde beantragt werden kann. Eine bestimmte berufliche Qualifikation ist nicht erforderlich. Auf Antrag kann ein Auktionator auch öffentlich bestellt werden.

Die öffentliche Bestellung setzt besondere Sachkunde des Versteigerers voraus. An diese Sachkunde einschließlich Kenntnis der einschlägigen Rechtsvorschriften sind strenge Anforderungen zu stellen; eine mehrjährige Betätigung als Versteigerer oder Händler lässt für sich allein noch nicht auf besondere Sachkunde schließen.

Für Versteigerer gibt es weder eine Ausbildungsordnung für eine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit noch ein einschlägiges Berufsbild mit entsprechender Aus- und Vorbildung. Dies bedeutet, dass im wesentlichen die praktische Tätigkeit als Versteigerer nach Erteilung der Erlaubnis gemäß § 34 b Abs. 1 GewO dem Versteigerer die geeigneten Kenntnisse über die Breite der vorkommenden Geschäfte zu vermitteln hat.

Der erforderliche Nachweis der praktischen Tätigkeit wird dadurch erbracht, dass die Versteigerererlaubnis gem. § 34 b Abs. 1 GewO vorlegt wird. Ebenso vorzulegen ist der Nachweis über die in den letzten fünf Jahren durchgeführten Versteigerungen. Eine Mindestzahl von Versteigerungsanzeigen gemäß § 5 VerstV wird nicht vorgeschrieben, es kommt auf den Schwierigkeitsgrad im Einzelfall und die nachhaltige Tätigkeit an.

Die nach § 4 VerstV herausgegebenen Verzeichnisse enthalten üblicherweise einen Schätzpreis. Es handelt sich hierbei um Wertangaben, die im Wege der Schätzung durch den Versteigerer ermittelt worden sind, soweit nicht ein Sachverständiger im Falle des § 3 VerstV eine Schätzung vorgenommen hat.

Der Schätzpreis und der mit dem Auftraggeber vereinbarte Mindestpreis müssen in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Der Versteigerer muss daher in der Lage sein, die von Dritten genannten Preise aufgrund eigener Branchen- und Warenkunde zu beurteilen. Die Gewerbeordnung sieht auch die öffentliche Bestellung und Vereidigung für bestimmte Arten von Versteigerungen vor (§ 34 b Abs. 5, 2. Alt. GewO). Beispielhaft seien hier genannt Versteigerer für Industriemaschinen und Werkzeuge oder Briefmarken. Das Maß der erforderlichen Sachkunde für eine öffentliche Bestellung richtet sich nach den einschlägigen fachlichen Bestellungsvoraussetzungen für Sachverständige auf dem betreffenden Sachgebiet.

Zahlreiche gesetzliche Vorschriften erwähnen die öffentliche Versteigerung bzw. den freihändigen Verkauf durch öffentlich bestellte und vereidigte Versteigerer. Eingehende Kenntnisse der gewerberechtlichen Vorschriften, insbesondere § 34 b GewO und der Versteigererverordnung sind unverzichtbar.

Nachzuweisen sind Grundkenntnisse derjenigen gesetzlichen Regelungen, die die öffentliche Versteigerung von beweglichen Sachen und Wertpapieren oder deren freihändigen Verkauf vorsehen. Insbesondere handelt es sich dabei um den Pfandverkauf (§§ 1228 ff BGB, §§ 368, 397 ff, 410, 421, 440, 623 HGB) und den Verkauf beweglicher Sachen nach den Vorschriften über den Pfandverkauf (§§ 731, 753, 1003, 2022, 2042 BGB, § 371 HGB) sowie um den Verkauf beweglicher Sachen aufgrund besonderer gesetzlicher Ermächtigungen (§§ 383, 489, 966, 979, 1219 BGB, §§ 373, 376, 379, 388, 391, 407, 417, 437 HGB) und den Verkauf aus freier Hand, wo dieser anstelle der gesetzlichen Versteigerung vorgesehen ist (z. B. § 1221 BGB).

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Hood.de

Als direkter Konkurrent zu eBay gestartet, ist hood.de mittlerweile mit über einer Million Mitgliedern (Stand: 8. November 2006) und täglich etwa einer Million laufenden Auktionen Deutschlands zweitgrößtes Auktionshaus hinter eBay.

Die Zahlung kann neuerdings über das Online-Bezahlsystem ClickandBuy abgewickelt werden. Hierbei fallen die 1 % Provision nur für Verkäufer an.

Um über hood.de eine Ware zu kaufen oder verkaufen, muss man formal Mitglied werden. Mit dieser durch Passwort abgesicherten Mitgliedschaft gelangt man in den „Mein Hood“-Bereich, dem zentralen Sammelpunkt aller durchführbaren Aktionen. Von hier aus kann man den Stand der eigenen Auktionen einsehen, neue Auktionen erstellen, Bieter bewerten, sperren oder eine Nachricht zukommen lassen und seine Mitgliedsdaten verwalten.

Seit dem 31. März 2007 gibt es einen eBay-Turbo-Lister-Import, der es ermöglicht, mit dem Turbo-Lister erstellte Auktionen auch bei hood.de anzubieten, was den Umstieg für Vielverkäufer erleichtert. Allerdings ist dafür erstens eine Anmeldung zum Lastschrifteneinzug notwendig und zweitens fällt pro Artikel eine Gebühr von 0,01 Euro an.

Eine Auktionsplattform im Internet hat grundsätzlich das Problem, dass Käufer und Verkäufer keinen persönlichen Kontakt haben und beide Gruppen unüberschaubar groß sind. Ein Verkäufer, der sich nicht an sein Angebot hält und beispielsweise defekte Ware liefert, hätte gute Chancen, wiederholt gutgläubige Käufer zu finden. Das gleiche gilt für einen Kunden, der die gekaufte Ware nicht abnimmt.

Dafür hat hood.de ein Bewertungssystem, welches es beiden Seiten nach jedem Kauf ermöglicht, den Vorgang zu beurteilen. Dazu kann in „Mein Hood“ ein Kommentar sowie eine Kennzeichnung „positiv“, „neutral“ oder „negativ“ abgegeben werden. Die Bewertungen werden zusammengezählt und die Gesamtzahl der positiven Bewertungen abzüglich der negativen Bewertungen erscheint dann neben dem Mitgliedsnamen.

Allerdings werden sämtliche Stimmen zusammengezählt ohne Rücksicht darauf, von wem sie stammen. Somit können Benutzer sich gegenseitig unbegrenzt die Gesamtzahlen hochtreiben.

Der größte Vorteil gegenüber ebay ist die nicht vorhandene Einstellgebühr und Verkaufsprovision. Das Einstellen einer Auktion ohne Hervorhebung ist kostenfrei, gleichgültig, ob klassische Auktion, Sofort-Kauf, holländische Auktion, wie auch Art, Menge und Verkaufspreis der Waren sind nicht relevant. Das Kaufen selbst ist wie bei eBay ebenfalls kostenfrei.

Das Darstellen eines Auktionsbildes in XXL-Größe kostet 40 Cent, bei ebay 25 Cent (für private Verkäufer kostenfrei). Das Platzieren der Auktion mit Bild auf der Startseite kostet bei hood.de 14,99 € gegenüber 74,99 €.

Auktionen bei hood.de stammen zu 75 % von privaten Anbietern. Deshalb sind kleinpreisige Artikel, bei denen Gebühren besonders hart aufschlagen, für den Anbieter günstiger.

Hood.de stellt eine Anrufweiterleitung bereit, über die Interessenten Verkäufer über eine 01805-Nummer telefonisch erreichen können. Die eigentliche Telefonnummer des Verkäufers bleibt dabei unveröffentlicht. Diese Weiterleitung kann außerdem auf bestimmte Tageszeiten eingeschränkt werden.

Hood.de bzw. der Serverbetreiber Host Europe verwendet zum Serverbetrieb Strom aus regenerativen Quellen.

Größter Nachteil ist aktuell noch die Mitgliederzahl, die nur 10 % von eBay beträgt. Durch das Fehlen insbesondere großer Händler ist die Auswahl bei Neuware weitaus geringer. Anbieter haben meist mangels Alternativen eine Monopolstellung, so dass bei Neuware ein Preisvergleich angemessen erscheint.

Da keine Gebühren für das Einstellen von Artikeln anfallen, entsteht kein Verkaufsdruck. Dadurch werden häufig unattraktive oder überteuerte Artikel eingestellt, die dann teilweise über Jahre verlängert werden. Dies macht das Angebot unübersichtlich. Entsprechend niedrig ist der Anteil tatsächlich verkaufter Artikel auf hood.de.

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Source : Wikipedia