Zoo

3.4439133206131 (3138)
Geschrieben von daneel 27/02/2009 @ 01:03

Tags : zoo, tiere, freizeit

Inhaltsverzeichnis
  1. Zoo Dresden
  2. Zoo
  3. Zoo Basel
Neueste Nachrichten
Lee: Von "Tic Tac Toe" in den Zoo - Gala.de
Jetzt arbeitet Ex-Bandmitglied Lee im Kölner Zoo Gemeinsam mit ihren Bandkolleginnen Ricky und Jazzy verkaufte Ex-"Tic Tac Toe"-Sängerin Lee Millionen CDs. Jetzt verkauft sie nur noch Karten für den Kölner Zoo - das berichtet die "Bild". Ein Abstieg?...
Schwul-lesbische Party im Berliner Zoo - WELT ONLINE
Berlin (dpa/bb) - Dieses Jahr gibt es wieder eine schwul-lesbische Party im Berliner Zoo. Am Mittwoch (20.30 Uhr) singen und swingen zwischen Elefanten, Tigern und Pinguinen Prominente wie Luci van Org, Kim Fisher und die Big Band der BVG,...
Tapirnachwuchs im Berliner Zoo - WELT ONLINE
Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Zoo freut sich über einen «sehr seltenen» Nachwuchs bei den Flachlandtapiren. Die Eltern der am 11. Juni geborenen kleinen Maja sind Ronja (8) und Tapirbulle Birk (5). Der südamerikanische Flachlandtapir gilt laut Zoo in...
Duisburg: Teddys stürmen den Zoo - RP ONLINE
VON SEBASTIAN KAPP - zuletzt aktualisiert: 22.06.2009 Duisburg (RP) Zoos in ganz Euro hatten gestern zum Teddybären-Picknick eingeladen. Hintergrund war ein Rekordversuch fürs Guiness-Buch. Auch der Duisburger Zoo beteiligten sich und zählte am Ende...
Baumhaus entsteht im Stralsunder Zoo - MVregio
Geburtstag des Stralsunder Zoos wollte die Genossenschaft einen besonderen Beitrag leisten und kein Haus aus Stein sondern ein Baumhaus für die kleinen und großen Besucher des Tierparks bauen lassen. Dazu wurden die Geschäftspartner der WGA...
Zoo & Co: Franchise-System eröffnet neu in Coswig - Franchiseportal.de
Das Franchise-Unternehmen Zoo & Co. ist seit dem 1. Juni mit einem neuen Zoofachhandel in Coswig bei Dresden vertreten. Inhaber Robert Daßler bietet nach Unternehmensinformationen auf 650 Quadratmetern Verkaufsfläche nun Lebendtiere in den Bereichen...
Allein unter Studentinnen - Spiegel Online
Manchmal bestaunen Gruppen von Studentinnen ihn wie eine Attraktion im Zoo. Mit schnellen Schritten eilt Christian Baudisch über den Campus der Sookmyung Women's University. Er ist spät dran, reißt die Tür zum Hörsaal auf und hat Glück: Es wird...
Wie süß! Babys sind die Stars im Zoo (mit Galerie) - Ostsee Zeitung
Derzeit tummeln sich etwa 60 Tierkinder im Rostocker Zoo. Besuchermagnet aber ist der drei Wochen alte Seebär, der noch keinen Namen hat. Barnstorfer Wald Dichtes Gedränge am Plantschbecken der Seebären: „Och, je, was is das denn?...
Tanz um den Affenkäfig - Neues Deutschland
Von Velten Schäfer, Schwerin Seit Jahrzehnten steht der Lübecker Tierpark als »Horror-Zoo« in der Kritik. Nun gibt es einen neuen Investor. Doch viele in der Stadt wollen einen Schlussstrich. »Gleich hinterm Eingang stinkt es nach Fäkalien....
Zoo York "State of Mind" Deutschland Premiere - Boardstation.de - Skateboardnews.de
Also die erste, große Premiere des neuen ZOO YORK Videos "State of Mind" steht fest. Es wird zwar noch weitere geben, aber die dickste wird auf jeden Fall die am Samstag, den 04.07.09 in der Skatehalle Berlin. Ab 22h geht's im Freiluftkino rund!...

Zoo Dresden

Karte des Dresdner Zoo im südwestlichen Bereich des Großen Gartens

Der Zoo Dresden wurde am 9. Mai 1861 eröffnet und ist damit der viertälteste Zoo Deutschlands. Er liegt im westlichen Teil des großen Gartens und beherbergt etwa 3000 Tiere in fast 400 Arten, speziell Tiere Asiens auf einer Fläche von rund 13 Hektar. 2007 startete mit Dresdner Schnauzen und 32 Folgen eine Zoo-Doku-Soap aus Dresden im ZDF.

1859 konstituierte sich auf Anregung des Dresdner „Vereins für Hühnerzucht“ ein Komitee, welches in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung die Gründung eines Tiergartens in die Wege leitete.

Als Landschaftsarchitekt fungierte Peter Joseph Lenné und für alle Bauten des Zoos zeichnete der Architekt Carl Adolph Canzler verantwortlich. Nach zweijähriger Bauzeit wurde der Zoo am 9. Mai 1861 eröffnet. Erster Direktor des Zoos war Albin Schoepf, der den Zoo mit Hilfe seines Sohnes und späteren Direktors Adolph Schoepf aufbaute.

Seit 1873 kümmerte sich der Zoo Dresden um Menschenaffen; speziell um die Orang-Utans, mit denen der Zoo 1927 weltweite Beachtung erlangte. Zum ersten Mal wurde das Heranwachsen eines Orang-Utan und die natürliche Aufzucht durch die Mutter beobachtet und dokumentiert.

In den Jahren 1910 bis 1934 hatte Gustav Brandes die Leitung des Zoos inne, der die Grundlagen für einen modernen Zoo legte. Er stukturierte den Zoo von der reinen Tierschau um zu einer artgerechten Haltung in naturnaher Umgebung.

Im Februar 2006 ist das erste Mal für den Dresdner Zoo ein Elefant geboren worden. Der 107 kg schwere Bulle entstand durch künstliche Besamung, das erste Mal, dass dies in Deutschland bei einem Elefanten durchgeführt wurde. Am 10. Mai wurde der Elefant vom sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt auf den Namen Thabo-Umasai getauft.

Das „Afrikahaus“ wurde am 30. Januar 1999 eingeweiht. Es schließt sich direkt dem Haupteingangsgebäude an und hat eine Fläche von über 2500 m². Im Eingangsbereich erhält man über Glasscheiben Einblick in den Wohnraum der Nacktmulle. Am Anfang der Haupthalle ist der Galeriewald, links und rechts von dem mit Waldboden bedeckten Besucherpfad befinden sich die Gehege der Mandrills und der Elefanten. Der Rundgang führt unter anderem über eine Holzbrücke. Das Innengehege der Mandrills umfasst eine Fläche von rund 120 m² und außen 250 m². Beide Anlagen sind durch einen Wassergraben begrenzt. Ein Innenfreilauf, ein Badebecken sowie fünf Einzelboxen stehen den vier Elefantenkühen und dem Kalb Thabo-Umasai im Haus zur Verfügung. Darüber hinaus existiert eine Außenanlage mit 2000 m², welche ebenfalls mit einem Badebecken ausgestattet ist.

2005 wurde das alte Wasserbecken der Pinguinanlage komplett abgerissen, und es entstand eine neue, naturnah gestaltete Außenanlage. Mitte 2006 wurde die neue Anlage eröffnet, die Panzerglas und eine Wasserfilteranlage aufweist.

Im Gebäude des unter der Erde gelegenen „Zoo unter der Erde“ wird auf etwa 70 m² das Leben von Feuersalamander, Königsnatter, Türkei-Stachelmaus und anderen Kleintieren gezeigt. Der Schauraum ist über eine Treppe bzw. eine Rutsche zu erreichen. In einer nachgebildeten Kanalisation sind Wanderratten zu sehen.

Der Besucherraum wurde 2005 mit Naturmaterialien und interaktiven Schautafeln neu gestaltet. Holz und Bambus sind jetzt die vorherrschenden Materialien. Für die zwei Orang-Utan-Gruppen des Dresdner Zoos sind vier miteinander verbundene Innenkäfige vorhanden. Außen stehen zwei 5,50 m hohe Volieren zur Verfügung. Die größere der beiden ist etwa 20 m lang. Die erwachsenen Orang-Utans Toni, Dunja, Daisy bilden eine Zuchtgruppe. Gegenwärtig lebt die vierjährige Tochter von Daisy noch in dieser Gruppe.

Am 11. August 2007 wurde die neue Anlage für das Löwenpaar Jago und Layla sowie die alte Dresdner Löwin Sarah eröffnet. Nach einem halben Jahr Bauzeit und mit Baukosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro entstand auf einer Fläche von 1300 m² Fläche die neue Löwensavanne am alten Raubtierhaus. Entsprechend dem heimatlichen Lebensraum der Löwen, Karakale und Zebramangusten, die in der Anlage untergebracht sind, wurde das Gehege als Savannenlandschaft gestaltet. Die Besucher können die Tiere durch Glasfenster oder aus fünf Meter Höhe beobachten. Die Anlage liegt direkt am restaurierten Besucherfelsen, der in einer Ausstellung über die Geschichte des Zoos informiert. Außerdem wurde ein Wasserspielplatz installiert.

Anfang April 2008 wurde der Grundstein für die neue Giraffen- und Zebraanlage gelegt, auf der auch Stelzvögel zu sehen sein werden. Viele Dresdener Firmen und der Förderverein des Zoos unterstützen den Bau der neuen Anlage, um die langjährige Tradition der Giraffenhaltung im Dresdener Zoo nach 24 Jahren wieder aufleben zu lassen.

Der Zoo Dresden ist ein Partner der „Stiftung Artenschutz“, einem weltweit agierenden Bündnis zwischen Zoos, Naturschutzorganisationen und Wirtschaftsunternehmen. Die „Stiftung Artenschutz“ kümmert sich vor Ort um den Erhalt von Lebensräumen und Tierarten. Zum Beispiel bildet sie Ranger aus, verhindert Holzeinschlag und leistet Aufklärungsarbeit bei der ansässigen Bevölkerung.

In der Grundsatzerklärung der IUCN werden Zoos als Institutionen benannt, zu deren Aufgabe es gehört, Reservepopulationen bedrohter und aussterbender Arten heranzuziehen. Zur wichtigsten Aufgabe aller Zoos gehörten die Förderung des Artenschutzes insbesondere durch international koordinierte Zuchtprogramme bestimmter Tierarten, so dass in den Zoos sich selbst erhaltende Populationen entstünden. Der Zoo Dresden bemüht sich speziell um die Zucht bedrohter asiatischer Wildtiere, wie Bartaffen, Orang-Utans, Fischkatzen oder Westkaukasischer Ture. Im Rahmen seiner Mitarbeit an Zuchtprogrammen der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) ist der Zoo Dresden mit 25 Spezies an EEPs und mit elf Spezies an ESBs beteiligt.

In den Hochgebirgen im Nordosten von Arunachal Pradesh, Indien, in der Grenzregion zu Burma und Tibet will der ISLT gemeinsam mit dem indischen Schneeleopardenprogramm eine Schutzzone errichten, die nicht allein den Schneeleoparden zugute kommt, sondern die gesamte Biosphäre mit ihren Pflanzen- und Tierarten vor Holzeinschlag, Brandrodung, Weidewirtschaft und Jagddruck schützen soll.

Zum Seitenanfang



Zoo

Eingangstor Zoo Antwerpen, gegründet 1843

Zoo (altgr. ζῷον , „Lebewesen, Tier“) ist die Kurzform für zoologischer Garten und bezeichnet für Besucher zugängliche Anlagen zur Haltung von nichtmenschlichen Tieren. Synonym sind Tiergarten und Tierpark – diese Bezeichnungen werden meist von Zoos gewählt, die eine weite Parklandschaft besitzen. Auf Grundlage der geschichtlichen Entwicklung gelten vor allem wissenschaftlich geleitete Parks als Zoo. In der breiten Öffentlichkeit werden aber auch andere Tierhaltungen wie größere Wildgehege und Volierensammlungen als Zoo verstanden. Zoos dienen der Bildung, Forschung, Erholung und dem Naturschutz, zum Beispiel durch Nachzucht seltener Tiere und deren Auswilderung, sind aber ausgehend von einer Tierrechtsposition umstritten.

Die frühesten überlieferten zooähnlichen Tierhaltungen stammen aus China, wo bereits um 2000 v. Chr. am Hof eines Kaisers der Xia-Dynastie Tiere gehalten wurden. Einen weiteren Park ließ Wu-Wang, der Ahnherr der Zhou-Dynastie, um 1150 v. Chr. anlegen. Die auch Park der Intelligenz genannte Anlage bestand noch um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. und beherbergte Säugetiere, Vögel, Schildkröten und Fische.

In Europa hielten sich Klöster einen kleinen Tierbestand, so im 10. Jahrhundert das Kloster St. Gallen. In den dortigen Zwingern war allerlei Wild und Geflügel, wie solches teils in den nahen Alpen hauste oder als Geschenk fremder Gäste dem Kloster verehrt worden war, untergebracht.

Darüber hinaus sind im Mittelalter unzählige Tiergehege zu Jagdzwecken unterhalten worden, z. B. der Hirschgraben zu Frankfurt am Main. Neben der Jagd war das Zurschaustellen der wichtigste Zweig bei der Gründung von Menagerien. Menagerien waren zumeist an den Hof eines Adeligen gebunden. Die wohl bedeutendste war die königliche Menagerie im Tower of London, die 1235 unter Heinrich III. von England (1207-1272) ihren Anfang nahm. Im 16. Jahrhundert begann auch die italienische Aristokratie in den Gärten ihrer Residenzen am Rande der Städte „exotische“ Tiere zu halten. Zu einer regelrechten Blüte kamen die Menagerien, nachdem Ludwig XIV. (1638-1715) den Jagdpavillon im Schlosspark von Versailles 1662 zu einem Komplex aus Gehegen für „exotische“ Tiere hatte ausbauen lassen.

Ausgehend von den höfischen Menagerien und verbunden mit wissenschaftlichem Forschungsdrang entwickelte sich im ausgehenden 18. Jahrhundert der Anspruch, lebende Tiere genauer erforschen und beobachten zu können. Da die Haltungsbedingungen in den höfischen Menagerien zum Teil den Lebensgewohnheiten der meist wild gefangenen Tiere widersprachen und diese dahinvegetierten, waren sie für wissenschaftliche Forschungen ungeeignet. Hinzu kam, dass der Zutritt zu diesen Menagerien reglementiert war und sich die Forderung erhob, die Menagerien auch für die Allgemeinheit zu öffnen.

Der älteste noch bestehende Zoo der Welt ist der 1752 durch Franz I. Stephan begründete Tiergarten Schönbrunn in Wien. Er war zunächst eine höfische Menagerie mit privatem Charakter und öffnete erst 1778 seine Tore für die breite Öffentlichkeit. Der Tiergarten Schönbrunn ist zugleich der einzige Zoo, in dem in noch erhaltenen, inzwischen der modernen Zootierhaltung angepassten barocken Menagerie-Gebäuden Tiere gepflegt werden. Seinem Selbstverständnis und der aktuellen internationalen Selbstdefinition der Tiergärten zufolge ist er heute ein wissenschaftlich geführter Zoologischer Garten, der seine Hauptaufgabe im Arten- und Naturschutz sowie im gesetzlich vorgegebenen Bildungsauftrag sieht. Die erhaltenen Teile des barocken Ensembles, die seit einigen Jahren mit Elementen der modernen Zoo-Architektur ergänzt werden, vermitteln trotzdem immer noch einen guten Eindruck von den Menagerie-Bauten des 18. Jahrhunderts nach dem Vorbild von Versailles.

Als ältester wissenschaftlich geführter Zoo gilt die Ménagerie du Jardin des Plantes in Paris, die 1793 nach der endgültigen Auflösung der Versailler Menagerie entstand. Sie stand von Anfang an jedermann offen und bot namhaften Naturwissenschaftlern jener Zeit – unter ihnen Georges Cuvier, Étienne Geoffroy Saint-Hilaire, La Cépède und Jean-Baptiste de Lamarck – die Möglichkeit, „exotische“ Tiere zu erforschen.

Die Bezeichnung „Zoologischer Garten“ fand erstmals 1828 beim Londoner Zoo Verwendung. Seit den 1860er Jahren gab es eine Welle bürgerlicher Zoogründungen in fast allen großen Städten. Eine weitere Zoogründungswelle erlebten die 1930er Jahre, und mit wachsender Mobilität der Bevölkerung entstanden seit den 1960er Jahren auf dem Land ungezählte kleinere Tierparks, Wildparks und Vogelparks.

Der älteste fortbestehende Zoo in Deutschland ist der Zoologische Garten in Berlin, der am 1. August 1844 eröffnet wurde und heute in seiner Symbiose mit dem Aquarium Berlin der weltweit artenreichste Zoo ist.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Vor allem der Natur- und Artenschutz steht bei den weitaus meisten wissenschaftlich geführten Zoos heute im Vordergrund. So betreuen und finanzieren viele Zoos eigene Schutzprojekte in Situ, also im Lebensraum der Wildtiere. Im deutschsprachigen Raum haben sich über 45 Zoos in der Stiftung Artenschutz zusammengetan, um gemeinsam für Artenschutz-Projekte zu werben.

Eine internationale Dachfunktion verschiedener Erhaltungszuchtprogramme führt die World Association of Zoos and Aquariums WAZA aus, der 22 regionale oder nationale Zoo- und Aquarienverbände sowie 213 individuelle Zoos und Aquarien in 46 Ländern als institutionelle Mitglieder angehören.

Tierarten die ohne Erhaltungszuchtprogramme Zoologischer Gärten bereits ausgestorben wären sind z. B.: Wisente, Przewalskipferde, Mhorrgazellen, Kalifornische Kondore, Davidshirsche (Milus) und Oryxantilopen.

Zoos mit ihren Spezialformen Sealife Centers, Ozeanarien, Wildparks, Terrarien und Aquarien sind nicht nur aus Sicht des internationalen Museums-Dachverbandes ICOM Museen, sondern auch aus Sicht der Museologie. Das bedeutet, dass es trotz einiger Unterschiede mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen den Institutionen gibt. Heutzutage vermischen sich die Grenzen auch zunehmend: so finden man z.B. in der Masoala-Halle des Zoos Zürich Ausstellungselemente, im Naturhistorischen Museum Wien Terrarien und Aquarien.

Die Zooarchitektur hat sich immer wieder verändert und dem wachsenden Verständnis für die Bedürfnisse der gehaltenen Tiere angepasst. Bauten in Zoos wurden abhängig von ihrer Zeit völlig unterschiedlich konzipiert und gestaltet.

Basierend auf der Architektur der höfischen Menagerien waren in den Zoos des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die Tiere zum Teil Dekorationsobjekt für ungewöhnliche Bauten, wie das Antilopenhaus im Zoologischen Garten Berlin. Viele dieser architektonisch interessanten Bauten aus früher Zoogeschichte sind für heutige Zoos ein Problem, insbesondere wenn sie unter Denkmalschutz stehen und nur geringfügig geändert werden können. Der Widerstreit zwischen Denkmalschutz und Tierschutz schränkt die tiergärtnerische Nutzungsmöglichkeiten erheblich ein. Ein Beispiel dafür ist der Tiergarten Schönbrunn, der zum Weltkulturerbe gehört und der sich in seinen engen geografischen Grenzen der modernen Zootierhaltung anpassen musste, ohne die äußere Architektur zu verändern.

Auch im Tierpark Berlin, dessen 1963 eröffnetes Raubtierhaus unter Denkmalsschutz steht und das seinerzeit das größte Raubtierhaus der Welt war, gab es nur geringe Möglichkeiten zum Ausbau der zum Haus gehörenden Außenanlagen: Die alten Käfigreihen an den Flügeln das Hauses durften zwar vergrößert werden, die exakte Anzahl und Ausrichtung musste aber erhalten bleiben, um den architektonischen Charakter des Hauses zu wahren.

Pandahaus im Zoo von Peking.

Nairobi-Dorf im San Diego Wild Animal Park.

Giraffengehege im Tiergarten Schönbrunn.

Seit Mitte der 1990er Jahre beeinflusst eine aus den USA kommende Erlebnisarchitektur die Gestaltung zoologischer Gärten. Vielfach entstehen so genannte Immersionsgehege, bei denen der Besucher tatsächlich oder scheinbar den natürlichen Lebensraum der Tiere betritt. Das Tier ist damit kein reines Ausstellungsobjekt mehr, sondern bewohnt (und verteidigt) sein Territorium. Je nach gestaltetem Lebensraum hat das Tier – mitunter zum Bedauern der Besucher – auch die Möglichkeit, sich dem Betrachter zu entziehen. Einer der ersten Zoos in Deutschland, der dieses Konzept erfolgreich umgesetzt hat, ist der Erlebnis-Zoo Hannover.

Eine besondere Art der Zoogestaltung ist der sogenannte Geozoo, in dem Tiere nicht nach systematischen, sondern nach geographischen Gesichtspunkten gehalten und auf gemeinsamen Anlagen vergesellschaftet werden.

Besonderheiten sind Zoos, die sich auf bestimmte Lebensräume spezialisiert haben wie Aquarien, Delfinarien, Meeres-Themenparks, Schmetterlingszoos, Reptilien-Zoos, Vogel- und Wildparks.

Eine weitere Besonderheit sind Streichelzoos, in denen die Tiere angefasst und meist auch gefüttert werden dürfen. Streichelzooanlagen finden sich auch in vielen größeren Zoos als zusätzliches Angebot für Kinder.

Hinzu kommen Zoos, die sich schwerpunktmäßig bestimmten Tierarten widmen wie beispielsweise der Affenzoo Apenheul und der Alpenzoo in Innsbruck.

Einige Tierschützer kritisieren die Haltung von Wildtieren in zoologischen Gärten. Den meist nicht domestizierten Tieren werde es in den Käfigen und Gehegen unmöglich gemacht, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Zootieren wurden vereinzelte Verhaltensstörungen festgestellt, die als Folge dieser Haltung angesehen werden können.

Weiter wird kritisiert, dass noch immer wilde Tiere für zoologische Gärten gefangen und exportiert würden, dass überzählige Jungtiere getötet und manche Tierarten - wie Elefanten - gewaltsam dressiert würden. Diese Kritikpunkte beziehen sich meist auf Zoos im Allgemeinen und berücksichtigen nur zum Teil die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte weg von der Zurschaustellung in engen Käfigen hin zur artgerechten Haltung in großen Tieranlagen mit Versteckmöglichkeiten. Diese Entwicklungen sind aber längst nicht abgeschlossen und stehen in einigen Zoos auch noch am Anfang. Zum Teil lassen sich diese Entwicklungen sogar auf Aktionen und Maßnahmen des Tier- und Umweltschutzes zurückführen. Tierschützer wie Hanno Würbel fordern aber ein generelles Umdenken hin zum Haltungsverzicht einiger Tierarten wie Eisbären und Elefanten, deren Haltung in Zoos dem Leben in freier Wildbahn in keiner Weise ähnlich sei.

Von einer Tierrechtsposition wird kritisiert, dass, ausgehend von gewissen unterstellten Freiheitsrechten für gewisse Tiere, Vivarien eine Verletzung von deren Autonomie darstellen. Der Zoo unterstütze eine soziale Konstruktion von nichtmenschlichen Tieren als „anders“ und legitimiere so moralisch ihre Ausbeutung für menschliche Zwecke. Der historische Vergleich dieses so genannten Speziesismus mit dem Rassismus und anderer Formen der Unterdrückung liegt nahe, wird entsprechend geführt und als chauvinistisch kritisiert.

In der öffentlichen Wahrnehmung tauchen meist nur die Zoos aus der jeweiligen Region auf. Dies ist oft mit Werbung (z. B. für Fotoausstellungen, Familientagen und ähnlichem) verbunden. Des Weiteren wird in vielen lokalen Medien über die angeblichen züchterischen Erfolge aus der Region berichtet.

Überregionale Berichterstattung ist eher selten und beschränkt sich zumeist auf angebliche züchterische Erfolge an „exotischen“ Tieren. Die weltweite Berichterstattung über den Eisbären Knut aus dem Zoologischen Garten Berlin ist eine Ausnahmeerscheinung. Ein anderer Anlass für überregionale Berichterstattung sind Unglücksfälle, wie sie sich unter anderem 2004 und 2006 im Tierpark Chemnitz oder 2002 und 2005 im Tiergarten Schönbrunn ereigneten.

Einen besonderen Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung nehmen die Fernsehdokumentationen aus Zoos ein, von denen Elefant, Tiger & Co. die erfolgreichste und langlebigste ist. Die am 1. April 2003 gestartete Serie berichtet über die Tiere im Leipziger Zoo, ähnliche Formate wurden in den letzten Jahren auch für andere deutsche Zoos entwickelt (ARD, ZDF, VOX). Neu war die Einbindung des Tierpflegepersonals in das Konzept, so dass der Zuschauer Anteil am Beruf des Tierpflegers nehmen kann. Bereits Jahre zuvor waren mit der Radiosendung Im Tierpark belauscht mit Karin Rohn und der Fernsehsendung Zoo Teletreff aus dem Tierpark Berlin (DDR-Fernsehen) sowie Ein Doc für alle Felle (WDR), Lebensraum Tierpark und Zoo und Co (BR) ähnliche Formate populär geworden. Verschiedene Zoos stellte schon Prof. Grzimek regelmäßig in den frühen Folgen von Ein Platz für Tiere vor, später die Reihen Zoos der Welt, Zoobummel international (mit Professor Dr. Dr. Heinrich Dathe) und bis heute Zoo-Geschichten und Abenteuer Zoo. Hinzu kommen eine große Zahl für Kinder gedachte Formate wie Arche Noah und Wombaz, die aus unterschiedlichen Zoos berichten.

Zum Seitenanfang



Zoo Basel

Logo Zoo Basel.svg

47.5473367.578764270Koordinaten: 47° 32′ 50,4″ N, 7° 34′ 43,6″ O; CH1903: (610550 / 266300) Der Zoo Basel ist ein zoologischer Garten in Basel in der Schweiz. Er war der erste Zoo im Land und hat den grössten Tierbestand.

Der relativ kleinflächige Zolli nimmt unter den wissenschaftlich geleiteten Zoologischen Gärten in Westeuropa eine Sonderstellung ein. Hier sind nicht nur ganz spektakuläre Welterstzuchten seltener und in der Natur bedrohter Tierarten gelungen, sie wiederholen sich auch regelmäßig. Mit ein Grund dafür ist die für den Zolli typische Kontinuität des Tierbestands. Es werden nicht ständig neue Arten angeschafft um Besucher anzuziehen, sondern der Tierbestand wird überwiegend erhalten oder, in seltenen Fällen, den räumlichen Gegebenheiten angepasst. So verzichtet man inzwischen auf die Haltung von Tigern, Eisbären und Leoparden, denen man keine angemessenen Gehege zur Verfügung stellen kann und investiert den gewonnenen Raum in den Ausbau der Gehegequalität anderer Arten. Der Zolli ist dadurch nicht besonders artenreich, zeigt aber trotzdem eine hinsichtlich der Erscheinungsbilder, Anpassungen und Verhaltensweisen sehr breite Formenvielfalt. Hierzu passt ein Zitat aus der Feder des sechsten Basler Zoodirektors Peter Studer: Wir muten den Tieren etwas zu, wenn wir sie bei uns halten. Der größte Teil unserer Arbeit und unserer Investitionen dient darum dem Ziel, diese Zumutung so klein wie möglich, sicher aber im Bereich der Leistungsfähigkeit einer Tierart zu halten.

Die Ornithologiegesellschaft projektierte ab 1870 einen Tierpark, in welchem die Schönheit der einheimischen und europäischen Tiere sowie die der Alpentierwelt gezeigt werden sollte. Die Stadt Basel beteiligte sich an diesem Projekt und stellte im Birsigtal, am Rand der Stadt, ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung.

Am 3. Juli 1874 war die Eröffnung des Zolli, wie er in Basel liebevoll genannt wird.

Als erster Direktor des Zoos trat Gottfried Hagmann 1875 an. Für die Höhepunkte in den Anfangsjahren sorgten 1880 eine Nilpferdausstellung und das Gastspiel einer Nubier-Karawane, 1883 eine Samojeder-Karawane, 1885 die Umgestaltung des Festmatte in einen Platz für Völkerschauen, 1886 das Gastspiel einer Singhalesentruppe mit zwölf asiatischen Elefanten, 1888 die Ausstellung eines Wal-Skeletts, 1889 die Somali-Truppe Wild Afrika, 1894 das Gastspiel einer Dinka-Karawane, 1896 die Zurschaustellung eines jungen Nilpferdes aus dem Tierpark Hagenbeck und 1899 die Vorstellungen einer Gruppe von Mahdi-Kriegern.

War der Park zunächst nur als Heimtiergarten für einheimische Tierarten gedacht, kamen in den 1880er Jahren dank verschiedener Spenden die ersten exotischen Tiere wie Kamele, Lamas und Tapire in den Zoo. 1886 kam der erste Elefant nach Basel, ein Weibchen mit dem Namen Miss Kumbuk. Sie wurde schnell in der ganzen Stadt bekannt und erhielt im Jahr 1891 ein im maurischen Stil gebautes Haus, in dem auch die Zebras unterbracht wurden. 1896 musste das ursprünglich für Wolf, Luchs, Dachs, Fuchs, Wildkatze und Marder erbaute erste Raubtierhaus eine Erweiterung erfahren, um unter anderen den 1890 neu eingetroffenen Löwen mehr Platz bieten zu können. Der erste Menschenaffe, das Orang-Utan-Weibchen Kitty, traf im Jahr 1900 in Basel ein.

1901 erhielt der Zoo ein Legat von 750'000 Schweizer Franken vom Basler Johannes Beck. Noch heute erinnert ein Denkmal zwischen Affenhaus und Kinderzolli an den grosszügigen Gönner und jedes Jahr wird der Johannes-Beck-Tag im Zolli gefeiert und ermöglicht den Besuchern freien Eintritt. 1904 wurde schliesslich ein neueres Raubtierhaus eröffnet, das auch eine Reptilienabteilung beherbergte. 1910 öffnete das heute noch bestehende Antilopenhaus, welches im Laufe der Zeit unter anderem Kängurus, Nyalas, Wasserböcke und Erdferkel zeigte. Heute werden hier Kleine Kudus, Okapis und Giraffen gehalten, letztere konnten 1912 zum ersten Mal im Zoo beobachtet werden. 1914 übernahm Adolf Wendnagel das Amt des Direktors. Der Seelöwenfelsen, in dem im Laufe der Zeit alle Robbenarten, die im Zoo lebten, untergebracht waren, wurde 1921 vom Bildhauer Urs Eggenschwyler erbaut, welcher auch im Tierpark Hagenbeck und im Zoo Zürich Anlagen gestaltete. 1927 eröffnete das Vogelhaus, zur damaligen Zeit wurden hier auch noch Menschenaffen und Fische zur Schau gestellt. Der Zoo konnte in diesen Jahren auch neues Land erwerben, welches ein Jahr später von einer Vielzahl neuer Tierarten bezogen werden konnte, unter anderem entstand auch ein neuer Affenfelsen.

1931 schlüpfte ein Pelikan und wuchs im Zoo auf, es war das weltweit zweite Mal, dass sich so etwas in menschlicher Obhut ereignete. Mit dem Legat des Basler Goldschmieds Ulrichs Sauter konnte der Zoo 1934 die Fläche westlich der Elsässerbahn (Linie Strassbourg-Basel) erstehen, welche dann 1939 feierlich als Sautergarten eröffnet werden konnte. 1937 ereilte den Zoo eine schwere Katastrophe, die Maul- und Klauenseuche löschte einen Grossteil des Tierbestandes aus und zwang den Zoo ein Jahr lang geschlossen zu bleiben. 1944 nahm der frühere Direktor des Tierparks Bern und spätere des Zürcher Zoos, Heini Hediger das Amt des Leiters des Zoos an. 1947 erreichte der Zolli eine neue Besucherrekordsmarke, er empfing zweieinhalbmal so viele Besucher wie Basel Einwohner zählt. Des Weiteren traf im selben Jahr der erste Gorilla in Basel ein, von dem man annahm, er sei männlich, was sich Jahre später als Irrtum herausstellen sollte.

Als Entlastung der Besucherströme wurde 1951 ein zweiter Eingang beim Dorrenbachviadukt eröffnet. 1952 wurde die erste Giraffe in der Schweiz geboren, 1953 traf der erste in Europa lebende Kaiserpinguin in Basel ein, drei weitere folgten ihm nach und im gleichen Jahr übernahm Prof. Dr. Ernst Lang das Amt des vierten Direktors in der Geschichte des Basler Zoos. 1954 eröffneten die Greifvogelvolieren, welche noch bis ins Jahr 2007 im Sautergarten standen; ihre Bewohner waren unter anderem Mönchs-, Königs-, oder Gänsegeier. 1956 kam das erste in einem Zoo geborene Panzernashorn zur Welt, es war der Beginn einer langen Reihe von weiteren Zuchterfolgen, die vorerst letzte ereignete sich 2007. Der erste Orang-Utan, der in einem Schweizer Zoo zur Welt kam, wurde 1958 geboren, er erhielt den Namen Freeman. Das heutige Nashorn-Flusspferdhaus wurde 1959 eröffnet, zur gleichen Zeit konnte der Zoo seine Fläche bis auf Binninger Boden ausweiten und zwei weitere Zuchterfolge feiern, zum einen den ersten in einem europäischen Zoo geschlüpften Flamingo und zum anderen die zweite Gorillageburt in einem Zoo weltweit. Die bisher letzte Erweiterung des Zooareals fand 1961 statt. Der heutige Haupteingang und das Direktionsgebäude wurden 1965 eröffnet. Das Affenhaus erreichte seine heutige Grösse 1969, indem die Menschenaffen aus dem Vogelhaus in die Erweiterung des Affenhauses umziehen konnten. Mit der Ankunft 1970 von fünf Somali-Wildeseln, Equus africanus somalicus welche eine stabile Zuchtgruppe bildeten, wurde diese Unterart des Afrikanischen Wildesels vor der Ausrottung bewahrt, da jegliche anderen Wildesel, die heute in den Zoos gehalten werden, von diesen fünf Zuchttieren aus Basel abstammen. (Direktor Ernst Lang erwarb die fünf Stammeltern für 40.000 sFr. pro Stück. Heute leben in 36 wissenschaftlich geleiteten Zoos etwa 150 Exemplare dieser Unterart, die in ihrem ursprünglichen Lebensraum, Eritrea, Äthiopien und Somalia, nicht mehr vorgefunden wird. 2007 verzeichnete Basel mit "Erasto" die 36. Geburt. Das EEP-Zuchtbuch wird in Basel von Oliver Pagan geführt).

1972 eröffnete das Vivarium, das heute eine der beeindruckendsten Sammlungen von Fischen, Reptilien, Amphibien und wirbellosen Tieren in einem Zoo zeigt. Der Zolli konnte 1974 nicht nur sein hundertjähriges Bestehen feiern, sondern zugleich auch die fünfzigste Zwergflusspferdgeburt. Der als Kinderzolli bekannte Streichelzoo durfte 1978 seine Eröffnung feiern. Der mittlerweile fünfte Direktor Dieter Rüedi übernahm die Amtsgeschäfte des Zoos. Des weiteren wurden in diesen Jahren diverse neue Anlagen eröffnet, wie zum Beispiel 1979 die für Rappenantilopen, 1980 eine für Mähnenwölfe, 1982 konnten die Rentiere eine Anlage beziehen, 1985 wurde das Elefantenhaus renoviert, 1986 bezogen die Bartgeier ihr neues Heim und 1987 bekamen auch die Schneeleoparden ein neues Gehege.

Die revolutionäre Afrika-Anlage, welche 1993 eröffnet wurde, zeigte eine neue Art der Tierhaltung; Flusspferde, Zebras und Strausse lebten gemeinsam auf einer grossen Anlage genau wie in der freien Natur. Dieter Ruedi verliess den Zolli im Zusammenhang mit einem Skandal um ein illegal verkauftes Nashorn-Horn aus dem Zoobestand. Peter Studer, der sechste Direktor in der Geschichte des Zoos, übernahm 1995 sein Amt. Studer war zuvor Gründungskurator des Vivarium. Mit ihm wurde weltweit erstmals ein gelernter Biologielehrer Zoodirektor, was sich in der Didaktik des während seiner Amtszeit deutlich veränderten Zookonzepts widerspiegelte. Den Grundstein für das Etoscha-Konzept legten unbekannte Gönner, indem sie 1997 dem Zoo 10 Millionen Franken zukommen liessen, vier Jahre später konnte das Etoscha-Haus den Zoobesuchern den Nahrungskreislauf des afrikanischen Etosha-Nationalparks aufzeigen. Das Gebäude bietet viele neue Anlagen, so etwa den Geparden, Erdmännchen und Stachelschweinen. Der zweite Teil des Projekts wurde 2003 eingeweiht: Gamgoas - Der Ort, wo die Löwen sind, dieses Gebäude bietet Löwen, Wildhunden und Nilkrokodilen naturnahe Anlagen, letztere soll übrigens die grösste in Europa sein.

2004 feierte der Zoo sein 130jähriges Bestehen. Die neueste Anlage, Australis, wurde im Frühjahr 2007 eröffnet und zeigt, auf der ehemaligen Anlage der Bongo-Antilopen, Graue Riesenkängurus und eine Anzahl weitere australische Tierarten. Momentan ist der Tierarzt Oliver Pagan im Amt, der mittlerweile siebte Zoodirektor.

Das Affenhaus ist das grösste Gebäude des Zoos und bietet seit 1969 den niederen Primaten und den Menschenaffen eine Unterkunft. Da zur damaligen Zeit noch ein hohes Risiko durch Krankheitsübertragungen von den Besuchern auf die Affen bestand, wurde dickes Panzerglas verwendet, um die Affen von den Menschen zu trennen. Zu seinen besten Zeiten wurden im Haus eine Reihe von seltenen Affenarten gezeigt, darunter Nasen- und Kleideraffen. Heute leben hier vor allem südamerikanische Affenarten wie Totenkopfäffchen, Weisskopfsakis oder Wollaffen und die drei Menschenaffenarten Westlicher Flachlandgorilla, Sumatra-Orang-Utan und Westafrikanischer Schimpanse. Der 1930 erbauten Affenfelsen wird von den Javaneraffen besiedelt. Während Bauarbeiten zur neuen Afrikaanlage wurde 1993 der Felsen erneuert und ein weiteres Gebäude, das sogenannte "kleine Affenhaus", geschaffen, welches heute auch noch von den madagassischen Kattas bewohnt wird.

Auf der 1993 eröffneten Afrika-Anlage hat man hier erstmals den Versuch gewagt, drei verschiedene Arten gemeinsam zu halten. Flusspferde, Zebras und Strausse teilen sich die weitläufige Anlage.

Im ältesten Haus des Zoos leben Giraffen, Kleine Kudus und Okapis.

Als die Zuchtgruppe der Bongos im Zoo nicht mehr funktionierte, wurden die restlichen Tiere in andere Zoos abgegeben, was dazu führte, dass eine Anlage im Zoo völlig leer stand. Kurze Zeit später wurde 2006 die neue Themenanlage Australis eröffnet. Wie der Name schon vermuten lässt, stehen hier vor allem Tiere des Kontinentes Australien im Mittelpunkt. Allen voran die Westliche Graue Riesenkängurus, die im umgestalteten Bongostall zusammen mit denAustralischen Buschhühnern eine neue grosse Anlage beziehen konnten. In den Innenräumen des Gebäudes zeigen Terrarien einige weitere Bewohner der australischen Fauna, wie zum Beispiel Geckos, Schwarze Witwen oder Baumpythons.

Im Elefantenhaus lebt eine Herde Afrikanischer Elefanten.

Ein Gebäude, das den Kreislauf des Lebens im afrikanischen Nationalpark Etoscha aufzeigt.

Die parallel zu "Etoscha" angelegte Anlage für Löwen, Wildhunde, Termiten und Nilkrokodile.

Das Legat des wohlhabenden Baslers Ulrich Sauter ermöglichte dem Zoo, 1934 von der Bundesregierung das Land westlich der Elsässerbahn als Baufläche zu erwerben, fünf Jahre später konnte dieses dann feierlich als Sautergarten eröffnet werden. Als erste Anlage, welche auch heute noch besteht, wurde im Jahre 1938 das Pinguinbassin eröffnet, welches heute von Brillenpinguinen bewohnt wird und zwischenzeitlich sogar einigen Robben eine Unterkunft bot. Zur gleichen Zeit entstand auch der künstliche Felsen in Zentrum des Garten, der heute den Schneeleoparden und Tahren ein Zuhause bietet. Im Jahre 1959 eröffnete das sogenannte Nashorn-Flusspferdhaus. 1997 entschloss sich der Zoo, das 43 Jahre alte Papageienhaus zu sanieren und anstelle vieler kleiner Einzelkäfige ein Freiflughalle für Allfarbenloris zu erstellen. 2004 bis 2008 wurden das Gebäude und die Anlagen der Indischen Panzernashörner und Zwergflusspferde erneuert und vergrössert. Die Panzernashörner leben nun gemeinsam mit Zwergottern und Chinesischen Mutjaks auf einer größeren und aufwendig gestalteten Außenanlage. Während der vierjährigen Umbaumaßname hielt der Zolli keine Zwergflußpferde. Aber am 8. Mai 2008 bezog mit "Ashaki" aus dem Zoo Singapur wieder ein Weibchen die großzügig erneuerte Anlage. Ein Männchen aus dem Zoo Paris kommt in Kürze hinzu. Der Zolli hält Zwergflußpferde sein 1928. Ab 1959 gelingt hier auch die Zucht; Basel verzeichnete seitdem 53 Geburten und ist internationaler Zuchtbuchführer und Koordinator für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Zwergflusspferde.

Zeigt die Vielfalt der Süsswasser- und Salzwassertiere wie Fische, Anemonen und Krebse; ausserdem Reptilien, Amphibien sowie regelmäßig züchtende Eselspinguine und Königspinguine.

Zeigt die Vielfalt der Vogelwelt und wurde 1927 eröffnet.

Das Elefantenhaus aus dem Jahre 1953 soll umgebaut, vergrössert und optimiert werden. Der Zoo sammelt zurzeit Geld um dies zu ermöglichen.

Das Affenhaus soll grössere Aussenanlagen erhalten, die vor allem den Menschenaffen zugute kommen werden.

Neben den Panzernashörnern und den Zwergflusspferden soll im Sautergarten auf lange Sicht noch ein weiteres seltenes Tier einziehen, der Grosse Panda. Der Zoo Basel könnte sich damit neben dem Zoo Berlin, dem Tiergarten Schönbrunn in Wien und seit kurzer Zeit auch wieder dem Zoo von Madrid zu den wenigen europäischen Zoos zählen, der diese seltenen Bären halten würde.

Der Zoo ist heute vollständig von den urbanen Gebieten Basels umschlossen. Die einzige Erweiterungsmöglichkeit, die in Frage kommen würde, besteht auf dem Parkplatzgelände vor dem Zoo. Der Zoo plant langfristig die Parkplätze in ein Parkhaus unter der Erde zu verlegen, um so den Parkplatz als Baufläche nutzen zu können.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia