Zeulenroda-Triebes

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Geschrieben von goldorak 27/04/2009 @ 14:11

Tags : zeulenroda-triebes, thüringen, deutschland

Neueste Nachrichten
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Zeulenroda-Triebes

Wappen der Stadt Zeulenroda-Triebes

Zeulenroda-Triebes ist eine Kleinstadt im Osten des Freistaats Thüringen im Thüringer Vogtland. Die wegen ihrer Lage auch Stadt auf der Höhe genannte ehemalige Kreisstadt hat rund 17.000 Einwohner. Sie ist Geburtsort des deutschen Entwicklers der Quarzuhr Adolf Scheibe, des Theaterarchitekten Heinrich Seeling und des DDR-Fußballnationalspielers Jürgen Raab. Touristische Anziehungspunkte sind die Talsperre Zeulenroda, das klassizistische Rathaus des Stadtteils Zeulenroda und das Winkelmannsche Haus aus dem Jahre 1617 im Stadtteil Triebes. Zum 1. Februar 2006 erfolgte die kommunalrechtliche Fusion von Triebes und Zeulenroda zu Zeulenroda-Triebes.

Zeulenroda-Triebes liegt im Südosten Thüringens, an der Bundesstraße 94, direkt an der Landesgrenze zum Freistaat Sachsen. Naturräumlich gehört das Gebiet zum Thüringer Schiefergebirge. Im Zeulenrodaer Gebiet finden sich Diabas-Gesteine, Phyllit, Quarzit und Tonschiefer (Alaunschiefer). Vor den Toren der Stadt befindet sich die Talsperre Zeulenroda. Hier ist die Weida zu einer Trinkwassertalsperre aufgestaut. Das Zentrum von Zeulenroda-Triebes liegt auf einer Höhe von 415 m ü. NN (Marktplatz). Die Stadt wird deshalb auch als "Stadt auf der Höhe" bezeichnet. Höchster Punkt in der Umgebung ist die Schöne Höhe (485 m).

An das Stadtgebiet grenzen im Landkreis Greiz die Gemeinden Vogtländisches Oberland, Langenwetzendorf, Weißendorf, Silberfeld, Zadelsdorf, Göhren-Döhlen, die Stadt Hohenleuben, Merkendorf sowie das vollständig umschlossene Langenwolschendorf. Außerdem grenzt Zeulenroda-Triebes an den Nachbarlandkreis Saale-Orla und den sächsischen Vogtlandkreis.

Zur Stadt Zeulenroda-Triebes gehören die umliegenden, zwischen 1992 und 1994 eingemeindeten Ortsteile Kleinwolschendorf, Läwitz, Leitlitz, Förthen, Niederböhmersdorf, Weckersdorf, Pahren und Stelzendorf.

Am 1. Februar 2006 wurde die Stadt Triebes mit ihren Ortsteilen Mehla und Dörtendorf eingemeindet. Außerdem hat Zeulenroda für Langenwolschendorf und Weißendorf den Status einer erfüllenden Gemeinde.

Die Geschichte von Triebes bis 2005 ist unter dem dortigen Artikel dargestellt.

Etwa im 9. Jahrhundert begannen die Sorben, das Gebiet um das heutige Zeulenroda-Triebes zu besiedeln. Zuvor war die Region lediglich Durchzugsgebiet. 1325 wurde der durch die Vögte von Weida gegründete Ort Zeulenroda erstmals urkundlich als Zu Ulenrode erwähnt. Triebes wurde bereits 1209 erstmals als Tributz erwähnt. 1438 erhielt Zeulenroda das Stadtrecht. Durch die verkehrsgünstige Lage an der Kreuzung der Straßen Weida-Hof und Triptis-Elsterberg entwickelte sich die Siedlung zu einem lebhaften Marktort. Von hier wurde der Verkehr aus Böhmen und Franken weiter nordwärts geführt. 1500 wurde die Stadt an die Herren Reuß (Plauener Linie) verpfändet. Des Hinterlands beschnitten, verarmten die Bürger der Stadt. 1564 wurde das reußische Gebiet in eine jüngere, mittlere und die ältere Linie, zu der Zeulenroda gehörte, geteilt. 1566, 1790 und 1818 richteten Stadtbrände große Schäden an.

Um 1750 entwickelte sich Zeulenroda zu einer Hochburg der Strumpfwirkerei und erlangte bis ins 19. Jahrhundert hinein Weltruhm. Außerdem gewannen im Laufe der Zeit das Tischlerhandwerk sowie die Gummiwirk- und Strickwarenfabrikation an Bedeutung. Nach den Entwürfen des Fabrikanten Christian Heinrich Schopper wurde von 1825 bis 1827 im klassizistischen Stil das heutige Rathaus errichtet. Bis 1848 gehörte Triebes zu Reuß-Schleiz, danach (bis 1918) zum Fürstentum Reuß jüngere Linie. Der Deutsche Krieg brachte 1866 das Fürstentum Reuß ältere Linie, welches auf Österreichs Seite stand, an den Rand der Auflösung. Nach dem Krieg trat Reuß ältere Linie dem Norddeutschen Bund bei und wurde 1871 Teil des Deutschen Reiches. In Triebes entwickelte sich ab 1875 die Jute-Industrie. 1883 wurde die durch Zeulenroda und Triebes führende Bahnstrecke der Mehltheuer-Weidaer Eisenbahn-Gesellschaft eingeweiht.

1908 erreichte die Einwohnerzahl Zeulenrodas 10.000. Der deutsche Kaiser und der reußische Fürst dankten in Folge der Novemberrevolution 1918 ab. 1919 bildeten die beiden reußischen Staaten den Volksstaat Reuß, der bereits 1920 im neu gebildeten Land Thüringen aufging. 1919 erhielt Triebes das Stadtrecht.

Die erstmals angetretene NSDAP erreichte 1932 bei den Stadtratswahlen vom 4. Dezember 9 von 25 Sitzen. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Umsiedler in die Stadt. Das Hochfrequenzlabor der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt unter seinem Leiter Adolf Scheibe war mit Einsetzen der Flächenbombardements auf Berlin nach Zeulenroda verlegt worden. Am 17. März 1945 starben bei amerikanischen Bombenabwürfen acht Menschen. Insgesamt blieb Zeulenroda weitestgehend vom Krieg verschont. Amerikanische Truppen besetzten am 16. April ohne Kampfhandlungen Zeulenroda. Bei ihrem Abzug aus Thüringen deportierten sie das Hochfrequenzlabor samt Mitarbeitern und deren Familien nach Heidelberg. Ab 1. Juli stand die Stadt dann unter sowjetischer Verwaltung.

Nach Gründung der DDR wurde Zeulenroda 1952 Kreisstadt, das Land Thüringen aufgelöst und der Bezirk Gera geschaffen.

Am 13. August 1973 kam es zum Einsturz des vorderen Teils der im Bau befindlichen Talsperrenbrücke nach Auma. Vier Tote und fünf Schwerverletzte waren zu beklagen. Die Arbeiten (erstmals eine Brücke im freien Vorbau) fanden unter Termindruck und bei Zwang zur Stahleinsparung statt. Da dieses Ereignis am Jahrestag des Mauerbaus stattfand, wurde zunächst Sabotage vermutet. Der Chefingenier und zwei Mitarbeiter wurden im Mai 1974 vom Bezirksgericht Gera zu mehrjährigen Gefängnissstrafen verurteilt, dann jedoch vom Obersten Gericht der DDR freigesprochen. Im Zuge der Ermittlungen wurde letztendlich festgestellt, dass veraltete Konstruktionsvorgaben die Ursache waren. Am 20. Juni 1975 wurde die neue Trinkwassertalsperre an der Weida offiziell übergeben.

Am 19. Oktober 1989 fand in Zeulenroda erstmals eine politische Demonstration gegen die SED-Diktatur statt. An ihr nahmen etwa 3.000 Menschen teil. Am 13. November trat die SED-Kreisleitung zurück. Bei den am 6. Mai 1990 stattgefundenen ersten freien Kommunalwahlen wurden Frank Steinwachs (CDU) Zeulenrodaer Bürgermeister und Martina Schweinsburg (CDU) Landrätin des Kreises Zeulenroda. In Triebes wurde Gerhard Helmert (CDU) Bürgermeister und blieb es bis zur Fusion mit Zeulenroda. Die Volkseigenen Betriebe wurden privatisiert, die Arbeitslosigkeit stieg dramatisch an. Die zu DDR-Zeiten ansässigen VEB WEMA (Werkzeugmaschinenbau), Möbelkombinat, Rotpunkt (Gummiwaren) sowie Elastic Mieder (Dessous) wurden nach und nach aufgelöst. In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 feierten Tausende Zeulenrodaer auf dem Marktplatz die Wiedervereinigung Deutschlands.

1991 wurde der FV Zeulenroda Thüringer Fußballmeister und stieg in Deutschlands damals dritthöchste Liga (Amateuroberliga) auf. Seit Anfang der 1990er Jahre siedelten sich neue Unternehmen, darunter die Bauerfeind AG als bedeutendstes Unternehmen, auf neuen Gewerbeflächen an.

Durch die Gebietsreform verlor Zeulenroda 1994 den Kreisstadt-Status. Eine leicht rückläufige Bevölkerungsentwicklung und der mögliche Verlust des Zeulenrodaer Status als Mittelzentrum ließen Triebes und Zeulenroda die seit längerem praktizierte Zusammenarbeit intensivieren. 2005 fassten beide Stadträte Beschlüsse zur Fusion. Der Thüringer Landtag beschloss am 26. Januar 2006 mit einem Neugliederungsgesetz die Auflösung der Stadt Triebes und die Eingliederung nach Zeulenroda zum 1. Februar 2006. Der Freistaat Thüringen unterstützte diese freiwillige Fusion mit einer einmaligen Zuwendung von 1 Million Euro, die zu großen Teilen in eine gemeinnützige Stiftung zur Förderung von Sport und Kultur eingebracht werden soll.

2008 bewarb sich Zeulenroda-Triebes um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2013.

1908 durchbrach die Einwohnerzahl Zeulenrodas die 10.000er-Marke. 1946 war die Stadt durch viele Umsiedler, die in Folge der Kriegswirren ihre Heimat verloren hatten und nach Zeulenroda gekommen waren, auf über 14.000 Einwohner angewachsen. Zu Beginn der Neunzigerjahre wohnten in Zeulenroda über 15.000 Menschen. In den letzten Jahren ist wegen der demografischen Entwicklung und aufgrund von Wegzügen die Zahl der Einwohner leicht rückläufig.

Die Einwohnerzahl von Triebes ist nach der Wende relativ konstant geblieben, was jedoch auf die Eingemeindungen von Mehla und Dörtendorf zurückzuführen ist. Sie schwankte zwischen 4.000 und 4.300 Einwohner.

Folgende Parteien sind im Stadtrat vertreten: CDU (18 Sitze), Die Linke (6), SPD (4) und BIZ (3). Die BIZ ist die Bürgerinitiative für sozialverträgliche Abgaben und Leistungsgerechtigkeit in Zeulenroda und Umgebung e.V.

Der Triebeser Stadtrat hatte zuletzt folgende Zusammensetzung: CDU (12 Sitze), SPD (2) und Linkspartei.PDS (2). Am 1. Februar 2006 rückten für die CDU fünf sowie für SPD und die Linkspartei.PDS jeweils ein Abgeordneter aus dem Triebeser Stadtrat in den Stadtrat von Zeulenroda-Triebes.

Zur Bundestagswahl 2005 waren in Zeulenroda 11.247 Menschen wahlberechtigt.

Bei Landtags- und Bundestagswahlen sind jeweils die Ergebnisse der Landes- bzw. Zweitstimmen angegeben.

Bürgermeister ist seit 1990 Frank Steinwachs (CDU). Bei den letzten Bürgermeisterwahlen im Mai 2006 gewann Steinwachs mit 71,9 Prozent der Stimmen vor Ulrich Herrmann (SPD) mit 15,1 Prozent und Peter Skibbe (Linkspartei.PDS) mit 13,0 Prozent.

Das Wappen von Zeulenroda-Triebes zeigt auf schwarzem Feld eine silberne Zinnenmauer. Darüber thront ein goldener, bewehrter Löwe mit einer roten Krone. Die Mauer ist belegt mit einem goldenen Schildchen, in dem eine hervorbrechende schwarze, rot bewehrte Löwenpranke ein nach rechts verschobenes Passionskreuz aus vier in der Mitte verflochtenen Juteschnüren hält.

Das ursprüngliche Zeulenrodaer Wappen (ohne Schildchen mit Passionskreuz) wurde mit dem Stadtrecht am 26. September 1438 in dieser Form verliehen.

Seit 1990 besteht eine Städtepartnerschaft Zeulenrodas mit Giengen an der Brenz (Baden-Württemberg). Triebes hatte Partnerschaftsverträge mit Neunkirchen am Sand (Bayern), Wies (Österreich), Sainte-Florine (Frankreich) und Kostelec nad Orlicí (Tschechien) geschlossen. Darüber hinaus bestehen freundschaftliche Beziehungen zu weiteren Städten.

Das Städtische Museum beherbergt zahlreiche Exponate zur Geschichte des Ortes. Einen Schwerpunkt bilden Stilmöbel verschiedener Epochen aus Zeulenrodaer Produktion. Die Galerie "Hans Steger" widmet sich Gemälde- und Skulpturenausstellungen und veranstaltet musikalische und literarische Abende.

Das Stadtbild wird vom sehenswerten Rathaus im klassizistischen Stil geprägt. Auf dem Turm des Rathauses befindet sich eine Themis-Statue, der griechischen Göttin der Gerechtigkeit, die von den Einheimischen Gette genannt wird. Vor dem Rathaus befindet sich auf dem Marktplatz der Karpfenpfeifer-Brunnen, der auf den Spitznamen der Zeulenrodaer Bürger "Karpfenpfeifer" hinweist. Einen Besuch sind auch das Tropenbad Waikiki, das Städtische Museum, das Winkelmannsche Haus in Triebes, das Wildgehege und die Talsperre an der Weida wert. Zahlreiche Wanderwege, darunter ein Planetenwanderweg und der vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnete Rundweg um die Talsperre, laden zum Erkunden der Umgebung ein.

Im Stadtzentrum befindet sich ebenfalls die klassizistische Dreieinigkeitskirche.

Zeulenroda-Triebes verfügt mit dem Waldstadion über eine Sportanlage mit drei Plätzen für Fußball und Leichtathletik. In Triebes befindet sich eine Sportanlage für Fußball und Tennis. Die Badewelt Waikiki mit angeschlossenem kommunalen Hallenbad sowie mehrere Turnhallen bieten weitere sportliche Betätigungsmöglichkeiten. Höchstklassiger Fußballverein der Stadt ist der FC Motor Zeulenroda, der 2008 nach einer Saison in der Thüringenliga wieder in die Landesklasse abgestiegen ist. Überregional erfolgreich sind auch die Tischtennisspieler sowie die Schach-Damen, die bereits in der 1. Bundesliga spielten. Traditionell ist Zeulenroda Zielort der Internationalen Thüringen-Rundfahrt der Frauen. Von Bedeutung ist auch das jährlich stattfindende Leichtathletik-Meeting im Waldstadion.

Verschiedene Feste, darunter das Europäische Hulafestival, das Stadtfest und das Karpfenpfeiferfest, finden ihren Zuspruch bei den Gästen. In letzter Zeit sind hochkarätige Kabarettveranstaltungen, die mehrmals im Jahr stattfinden, zu einer gewissen Tradition geworden.

Ende des 19. Jahrhunderts war die Wirkwarenindustrie in Zeulenroda dominierend. Bekannt war z. B. die Firma Julius Römpler, die Gummitextilwaren herstellte. Triebes war Standort von Jute-Verarbeitung und Maschinenbau. Heute sind u. a. der Dienstleistungssektor, Handel und Handwerk, Medizintechnik sowie Betriebe der Holz und Metall verarbeitenden Industrie sowie der Leuchtenindustrie vertreten. Die Stadt an der Talsperre setzt Hoffnungen in eine verstärkte touristische Bedeutung. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,6 % (Stand November 2008).

Zeulenroda-Triebes liegt an der B 94 verkehrsgünstig zwischen den Autobahnen A 4 Eisenach-Dresden, A 9 Berlin-Nürnberg und A 72 Chemnitz-Hof und ist nur etwa 20 Autominuten von den Anschlussstellen Triptis und Schleiz der A 9 und 30 Minuten von der Autobahnabfahrt Reichenbach im Vogtland der A 72 entfernt.

Zeulenroda-Triebes verfügt über den Haltepunkt Triebes und den Bahnhof Zeulenroda unterer Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Weida–Mehltheuer. An beiden Stationen verkehrt täglich alle zwei Stunden die Regionalbahn Gera–Mehltheuer, außerdem alle vier Stunden ein Regionalexpress Leipzig–Hof–München.

Bis 1996 gab es außerdem die 3,66 km lange Stadtbahn Zeulenroda, die den unteren Bahnhof mit dem mitten in der Stadt gelegenen oberen Bahnhof verband. Diese 1914 eröffnete Strecke verlor zwar schon 1974 den Personenverkehr, jedoch wurde dieser am 23. September 1991 wieder eröffnet. Am 2. Juni 1996 wurde der SPNV auf dieser Strecke vom Land Thüringen endgültig abbestellt und die Strecke abgebaut.

Zu den wichtigen Unternehmen in Zeulenroda-Triebes zählen u. a. die Bauerfeind-Gruppe, die Zeulenroda Präzision Maschinenbau GmbH, neuform Türenwerk Hans Glock GmbH, Knoch-Lichttechnik GmbH, riese electronic GmbH, die Metallgießerei Heinz Brückner, die FEFA Fenster & Fassaden Produktions GmbH, die TRIMA Triebeser Maschinenbau GmbH und die Holz Neudeck GmbH. Größter Arbeitgeber der Stadt mit über 700 Beschäftigten ist die unter der Führung von Hans B. Bauerfeind stehende Bauerfeind AG (Hersteller medizinischer Bandagen). Ihr 53 m hohes Verwaltungsgebäude ist der erste Hochhaus-Neubau Thüringens seit der Wiedervereinigung Deutschlands.

Als regionale Zeitung erscheint eine Lokalausgabe der Ostthüringer Zeitung für Zeulenroda-Triebes und Umgebung.

In Zeulenroda-Triebes befinden sich an vier Standorten Grund- und Regelschulen, das Friedrich-Schiller-Gymnasium, eine Berufsbildende Schule sowie die Städtische Musikschule „Fritz Sporn“, eine Außenstelle der Volkshochschule Greiz und zwei Bibliotheken.

Nach einer Legende mussten einmal Zeulenrodaer den fürstlichen Herren in Greiz helfen, den Schlossteich abzufischen. Zum Lohn wurden sie am Abend zum Karpfenessen eingeladen. Da aber die Greizer Karpfen wegen der verschmutzten Teiche nach Schlamm schmeckten und sie den Zeulenrodaern, die für ihre guten Karpfen aus den eigenen Teichen bekannt waren, nicht mundeten, machte einer von ihnen seinem Unmut Luft. Er stand auf und rief: „Wir pfeifen auf eure Karpfen!“ Seit diesem Tage tragen die Zeulenrodaer Bürger den Spitznamen „Karpfenpfeifer“.

1966 lief im Rostocker VEB „Schiffswerft Neptun“ der Holzfrachter MS „Zeulenroda“ vom Stapel. Das Schiff der DDR-Handelsflotte fuhr vorrangig in die Häfen des Weißen Meeres. Nach dem Ende der DDR wurde das Schiff ins Ausland verkauft und umbenannt.

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Landkreis Greiz

Wappen des Landkreises Greiz

Der Landkreis Greiz ist ein Landkreis im Osten des Freistaats Thüringen mit der Kreisstadt Greiz.

Nachbarkreise sind im Norden der Burgenlandkreis und die kreisfreie Stadt Gera, im Nordosten der Landkreis Altenburger Land, im Osten der sächsische Landkreis Zwickau, im Süden der ebenfalls sächsische Vogtlandkreis und im Westen der Saale-Orla-Kreis und der Saale-Holzland-Kreis. Der Süden des Landkreises gehört zum Thüringer Schiefergebirge, während der Norden zur Leipziger Tieflandsbucht (Saale-Elster-Sandsteinplatte) hin abfällt. Die bedeutendsten Flüsse sind die im Osten des Kreises fließende Weiße Elster und ihr linker Nebenfluss Weida, die mehrfach zu Trinkwassertalsperren angestaut ist. 213 km² des Landkreises sind mit Wald bedeckt. 13,3 km² sind Wasserflächen.

Historisch ist der Landkreis Teil des Vogtlandes.

Einen Landkreis Greiz gab es durchgehend seit der Gründung des Landes Thüringen im Jahr 1920 (siehe auch Geschichte der Verwaltungsgliederung Thüringens). In seiner heutigen Form entstand der Landkreis 1994 durch Zusammenlegung der Landkreise Gera, Zeulenroda und des Kreises Greiz. Zum Altkreis Greiz gehörten bis zum 31. März 1992 die Stadt Elsterberg und die Gemeinde Görschnitz und bis zum 31. Juli 1994 die Gemeinde Cunsdorf. Sie fielen durch Bürgerentscheid an Sachsen, zu dem sie auch bis 1952 gehört hatten.

Bei den letzten Wahlen zum Greizer Kreistag am 27. Juni 2004 entfielen 44,1 Prozent der Stimmen auf die CDU (23 Sitze), 21 Prozent auf die PDS (heute: Die Linke) (11), 16,1 Prozent auf die SPD (8), 10,2 Prozent auf Pro Kommune (5) und 5,9 Prozent auf die FDP/IWA (3). Bündnis 90/Die Grünen erreichten 2,6 Prozent und sind damit nicht im Kreistag vertreten. Landrätin des Kreises ist seit dessen Bildung im Jahr 1994 Martina Schweinsburg (CDU). Zuvor war sie Landrätin des Kreises Zeulenroda.

Der goldene Löwe und der Kranich wurden von den Wappen der Fürsten zu Reuß abgeleitet, die den größten Teil dieser Gegend für viele Jahrhunderte in ihrem Besitz hatten. Ein kleiner Teil des Landkreises gehörte zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Folglich ist in der Unterseite des Wappens die vereinfachte Form des sächsischen Wappens zu sehen.

Eine Übersicht zu den Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Greiz.

Rund 8000 Firmen - vor allem im klein- und mittelständischen Bereich - sind im Landkreis Greiz ansässig. Wichtige Zweige im verarbeitenden Gewerbe sind die chemische Industrie, speziell die Gummi- und Kunststoffwarenherstellung, die Textilindustrie, die Lebens- und Genussmittelindustrie, die Holzverarbeitung sowie die Metall verarbeitende Industrie. Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei und das Chemiewerk Bad Köstritz, die Bauerfeind-Gruppe (Zeulenroda-Triebes), die Breckle Matratzenwerk Weida GmbH (Weida) und die Wismut GmbH gehören zu den großen Arbeitgebern des Landkreises. Eine Fläche von etwa 520 km² wird landwirtschaftlich genutzt. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahre 2003 1.665 Millionen Euro. Gemeinsam mit der Stadt Gera ist der Landkreis Greiz Träger der Sparkasse Gera-Greiz, der zweitgrößten Sparkasse in Thüringen.

Der Landkreis Greiz wird von den Bundesautobahnen 4 (Dreieck Kirchheim/A 7 - Eisenach - Gera - Dresden - Görlitz - Grenzübergang PL) und 9 (Berlin - Leipzig - Nürnberg - München) durchzogen. Außerdem verläuft unweit die Autobahn 72 (Hof - Chemnitz).

Weitere wichtige Straßen stellen die in Nord-Süd-Richtung weitgehend zur A 9 parallel verlaufenden Bundesstraßen 2 (Berlin - Leipzig - Gera - Schleiz - Nürnberg - München) sowie 92 (Gera - Greiz - Plauen - Grenzübergang CZ) dar.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird im nördlichen Teil des Landkreise hauptsächlich von der Regionalverkehrsgesellschaft Gera-Land GmbH (RVG) erbracht. Im südlichen Teil übernimmt die Personen- und Reiseverkehrsgesellschaft Greiz mbH (PRG) die ÖPNV-Bedienung. Beide Unternehmen sind unter dem Dach der Service- und Verwaltungsgesellschaft Greiz (SVG GRZ) zusammengeschlossen. Außer diesen beiden öffentlichen Verkehrsunternehmen bieten drei private ÖPNV an: Ostthüringer Reisebüro und Busbetrieb Heyne, Omnibusbetrieb Dipl.-Ing. (FH) Günter Herzum und Omnibusbetrieb Hartmut Piehler, wie es im gemeinsamen Nahverkehrsplan von Landkreis Greiz und Stadt Gera 2008 - 2012 heißt.

Mehrere Bahnlinien, darunter die Mitte-Deutschland-Verbindung, ergänzen die Infrastruktur des Kreises.

Im Nachbarlandkreis Altenburger Land befindet sich in Altenburg der Leipzig-Altenburg Airport (Ryanair nach London und Barcelona).

Für den Gütertransport nutzbare Flüsse gibt es nicht.

2007 richteten der Landkreis Greiz mit der Stadt Ronneburg sowie die kreisfreie Stadt Gera und der Zentralverband Gartenbau die Bundesgartenschau (Buga) aus (siehe auch Bundesgartenschau 2007). Besonders das Ausstellungsgelände im Landkreis Greiz war lange vom Uranbergbau (SDAG Wismut) geprägt. Die Rekultivierung stand im Mittelpunkt der Arbeiten am Buga-Gelände.

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Weckersdorf

Weckersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz. Das Dorf liegt im Tal der Weida an der Bundesstraße 94.

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1377 als Wickersdorf. Am 1. Mai 1994 wurde Weckersdorf ein Ortsteil von Zeulenroda. Im Ort leben heute etwa 240 Menschen. Sehenswert ist das Diez'sche Fachwerkhaus, das um 1780/90 im Stile fränkischer Fachwerkhäuser erbaut wurde.

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Leitlitz

Leitlitz ist ein Ortsteil der Stadt Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz.

Das Dorf liegt im Tal der Weida auf einer Höhe von 405 m ü. NN. Die erste urkundliche Erwähnung des vermutlich aus einer sorbischen Siedlung hervorgegangenen Ortes Leutlitz stammt aus dem Jahr 1407. Spätere Schreibweisen waren Lutlitz (1477) und Leuthlitz (1525). Im Laufe der Jahrhunderte war der Ort mehrmals in seiner Existenz bedroht, weil die Dorfbevölkerung durch den Dreißigjährigen Krieg und die Pest (1463 und 1566) stark dezimiert wurde. 1533 erreichte die Reformation den Ort. Bis zum Ende des Deutschen Kaiserreichs 1918 war Leitlitz Teil des Fürstentums Reuß jüngere Linie. 1919 wurde Leitlitz erstmals zu Zeulenroda eingemeindet, erlangte aber 1925 seine Selbstständigkeit zurück. Während der Zeit der DDR gehörte der Ort zum Kreis Zeulenroda. Am 14. Juli 1993 wurde Leitlitz erneut ein Ortsteil von Zeulenroda. Im landwirtschaftlich geprägten Leitlitz leben heute etwa 175 Menschen. Sehenswert ist die historische Steinbogenbrücke in der Nähe der 1448 erstmals erwähnten und 1954 stillgelegten Leitlitzmühle.

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Göschitz

Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Göschitz hervorgehoben

Göschitz ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte.

Die Gemeinde Göschitz liegt im Thüringer Schiefergebirge.

Einziger Ortsteil ist das nordwestlich gelegene Rödersdorf.

Angrenzende Gemeinden sind Dittersdorf, Dragensdorf, Kirschkau, Löhma und Tegau im Saale-Orla-Kreis sowie die Stadt Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz.

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 2.

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Liste der Städte und Gemeinden in Thüringen

706 Städte und Gemeinden haben sich zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte in 88 Verwaltungsgemeinschaften zusammengeschlossen. Siehe dazu: Verwaltungsgemeinschaften in Thüringen.

Eine Besonderheit in Thüringen sind Erfüllende Gemeinden. 37 Städte und Gemeinden, die keiner Verwaltungsgemeinschaft angehören, sind erfüllende Gemeinden für 104 weitere Gemeinden.

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Liste von Plattenbaugebieten in Thüringen

Hochhäuser am Roten Berg, Erfurt

Diese Liste enthält die zu DDR-Zeiten errichteten Plattenbau-Wohngebiete im heutigen Thüringen. Viele von ihnen entstanden im Zuge der Umsetzung des Wohnungsbauprogramms von 1973.

In Thüringen gibt es in zahlreichen Städten Plattenbaugebiete, oftmals in Orten mit mehr als 5.000 Einwohnern. Entstanden sind diese meist im Zusammenhang mit der Errichtung neuer Kombinate in der Nähe. Heute haben die Plattenbaugebiete besonders in den größeren Städten mit hohen Leerstandsraten zu kämpfen. Seit 1990 wurden vielerorts Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung ergriffen. Sie beinhalten Sanierung, Abriss und Rückbau. Dennoch sind die Plattenbaugebiete oftmals die sozialen Brennpunkte der Städte.

Die größten Plattenbaugebiete Thüringens sind bzw. waren zu DDR-Zeiten Erfurt-Nord (bis 50.000 Einwohner), Erfurt-Südost (bis 40.000 Einwohner), Jena-Lobeda (bis 35.000 Einwohner), Gera-Lusan (bis 45.000 Einwohner) sowie die großteils aus Plattenbauten bestehende ehemalige Bezirksstadt Suhl (bis 55.000 Einwohner). Damit waren die größten Plattenbaugebiete Thüringens nur halb so groß, wie die größten der DDR, die (beispielsweise in Halle-Neustadt) bis zu 100.000 Einwohner fassen konnten. Weitere Orte, die großteils aus Plattenbaugebieten bestehen, sind neben der Stadt Suhl auch Leinefelde, Hermsdorf und Seebach. Dort entstanden die Wohngebiete nach der Gründung großer Industriebetriebe im Ort, in Leinefelde war dies die Kammgarnspinnerei, in Hermsdorf die Keramischen Werke und in Seebach die Uhrenwerke.

Für Eisenach liegen keine Daten vor.

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Source : Wikipedia