Wissenschaft

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Geschrieben von daneel 19/03/2009 @ 07:07

Tags : wissenschaft

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Wissenschaft

Das induktive Verständnis ist die klassische Vorstellung des Vorgehens der Wissenschaft. Erst kommt die Beobachtung, daraus wird auf eine Theorie geschlossen.

Wissenschaft ist die Erweiterung des Wissens durch Forschung, seine Weitergabe durch Lehre, der gesellschaftliche, historische und institutionelle Rahmen, in dem dies organisiert betrieben wird, sowie die Gesamtheit des so erworbenen menschlichen Wissens. Forschung ist die methodische Suche nach neuen Erkenntnissen sowie deren systematische Dokumentation und Veröffentlichung in Form von wissenschaftlichen Arbeiten. Lehre ist die Weitergabe der Grundlagen des wissenschaftlichen Forschens und die Vermittlung eines Überblicks über das Wissen eines Forschungsfelds, den aktuellen Stand der Forschung.

Eine frühe dokumentierte Form eines organisierten wissenschaftlichen Lehrbetriebs findet sich im antiken Griechenland mit der Platonischen Akademie, die (mit Unterbrechungen) bis in die Spätantike Bestand hatte. Wissenschaft der Neuzeit findet traditionell an Universitäten statt, die auf diese Idee zurückgehen. Daneben sind Wissenschaftler auch an Akademien, Ämtern, privat finanzierten Forschungsinstituten, Beratungsfirmen und in der Wirtschaft beschäftigt. In Deutschland ist eine bedeutende öffentliche "Förderorganisation" die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die projektbezogen Forschung an Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen fördert. Daneben existieren "Forschungsträgerorganisationen" wie etwa die Helmholtz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Leibniz-Gemeinschaft, die - von Bund und Ländern finanziert - eigene Forschungsinstitute betreiben. In Österreich entsprechen der DFG die Forschungsfonds Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und FFF in der Schweiz und Frankreich die nationalen Forschungsfonds. Andere Fonds werden z. B. von Großindustrien oder dem Europäischen Patentamt dotiert.

Neben den wissenschaftlichen Veröffentlichungen erfolgt der Austausch mit anderen Forschern durch Fachkonferenzen, bei Kongressen der internationalen Dachverbände und scientific Unions (z. B. IUGG, COSPAR, IUPsyS, ISWA, SSRN) oder der UNO-Organisation. Auch Einladungen zu Seminaren, Institutsbesuchen, Arbeitsgruppen oder Gastprofessuren spielen eine Rolle. Von großer Bedeutung sind auch Auslandsaufenthalte und internationale Forschungsprojekte.

Für die interdisziplinäre Forschung wurden in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Instituten geschaffen, in denen industrielle und universitäre Forschung zusammenwirken (Wissenschaftstransfer). Zum Teil verfügen Unternehmen aber auch über eigene Forschungseinrichtungen, in denen Grundlagenforschung betrieben wird.

Die eigentliche Teilnahme am Wissenschaftsbetrieb ist grundsätzlich nicht an Voraussetzungen oder Bedingungen geknüpft: Die wissenschaftliche Betätigung außerhalb des akademischen oder industriellen Wissenschaftsbetriebs steht jedermann offen und ist auch gesetzlich von der Forschungsfreiheit abgedeckt. Universitäten bieten außerdem die voraussetzungsfreie Teilnahme am Lehrbetrieb als Gasthörer an. Wesentliche wissenschaftliche Leistungen außerhalb eines beruflichen Rahmens sind jedoch die absolute Ausnahme geblieben. Die staatlich bezahlte berufliche Tätigkeit als Wissenschaftler ist meist an die Voraussetzung des Abschlusses eines Studiums gebunden, für das wiederum die Hochschulreife notwendig ist. Leitende öffentlich finanzierte Positionen in der Forschung und die Beantragung von öffentlichen Forschungsgeldern erfordern die Promotion, die Professur die Habilitation. In den USA findet sich statt der Habilitation das Tenure Track-System, das 2002 ganz ähnlich in Form der Juniorprofessur auch in Deutschland eingeführt wurde.

Für die Wissenschaftspolitik an Bedeutung gewonnen hat die Wissenschaftsforschung, die wissenschaftliche Praxis mit empirischen Methoden zu untersuchen und zu beschreiben versucht. Dabei kommen unter anderen Methoden der Scientometrie zum Einsatz. Die Ergebnisse der Wissenschaftsforschung haben im Rahmen der Evaluation Einfluss auf Entscheidungen.

Gesellschaftliche Fragen innerhalb des Wissenschaftsbetriebs sowie die gesellschaftlichen Zusammenhänge und Beziehungen zwischen Wissenschaft, Politik und übriger Gesellschaft untersucht die Wissenssoziologie.

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In der Antike finden sich zur Erkenntnistheorie erste Ansätze in der Ideenlehre von Platon und der Substanzlehre von Aristoteles. Für die Neuzeit bestimmend ist der Widerstreit zwischen dem Empirismus (ursprünglich von Francis Bacon) und dem Rationalismus (manchmal auch Intellektualismus genannt; ursprünglich von René Descartes). Der Empirismus sieht Erkenntnis als Resultat von reinen Sinneserfahrungen, die durch den Induktionsschluss – dessen Rechtfertigung von David Hume angegriffen wurde – zu allgemeingültigen Theorien verbunden werden, für den Rationalismus ist Erkenntnis das Resultat von reiner Vernunft. Immanuel Kant versuchte beide Sichtweisen unter Umgehung von Humes Problem miteinander zu vereinen, indem er Erfahrung und Vernunft durch vor aller Erfahrung liegende (a priori) Anschauungen und Kategorien verband. Der logische Empirismus versuchte, Humes Problem ohne solche zusätzlichen Annahmen zu lösen, indem Verifizierbarkeit durch Beobachtungen als wesentliche Eigenschaft von wissenschaftlichen Theorien vorgeschlagen wurde. Nicht verifizierbare Theorien sind sinnlos und müssen aus der Wissenschaft verbannt werden.

Karl Popper entwickelte in Auseinandersetzung mit Kant und dem logischen Empirismus eine Methode von Versuch und Irrtum und baute darauf seinen Kritischen Rationalismus auf: Wissenschaftlicher Fortschritt ergibt sich durch die Aufstellung kühner Vermutungen und die Versuche, sie zu widerlegen. Popper unterschied dabei erstmals zwei grundsätzliche Vorstellungen von Wissenschaft: Wissenschaft als passiv beobachtende, Wahrnehmungsberichte sammelnde, anhäufende, ordnende, systematisch auswählende und verknüpfende (Entdeckungszusammenhang) Form der Gewinnung von begründeter und gesicherter Erkenntnis (Begründungszusammenhang), und Wissenschaft als aktiv experimentierende, fehlbare Suche nach unbegründeter, spekulativ-theoretischer, absolut wahrer, objektiver Erkenntnis durch kreative Bildung von Vermutungen, Beleuchtung ausgewählter Aspekte durch Wahrnehmung und kritischer Analyse und Beurteilung (siehe Kübel- und Scheinwerfermodell). W. W. Bartley weitete den kritischen Rationalismus wesentlich aus und ergänzte ihn zu einem einheitlichen und logisch zusammenhängenden System des gesamten objektiven Wissens basierend auf einer allumfassenden Methode der Kritik. Die Frage der Wissenschaft ist demnach zweitrangig gegenüber der Frage nach Vernunft, und Vernunft hat nach Bartley keine logische Grenze.

Sich abspaltend von Popper bildeten sich Positionen, die eine betonte Einbeziehung der Wissenschaftsgeschichte anstrebten. Paul Feyerabend sah Durchbrüche in der Wissenschaftsgeschichte immer dort, wo methodische Regeln geändert wurden, und lehnte daher jeden Zwang einer Einheitsmethode als hinderlich ab. Als Konsequenz hielt er eine Sonderstellung der Wissenschaft für rein willkürlich und forderte eine Trennung von Staat und Wissenschaft. Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos strebten eine Erkenntnistheorie an, die gleichzeitig den Verlauf der Wissenschaftsgeschichte erklären konnte. Während Kuhn Wissenschaft als Wechsel zwischen Paradigmen in ständiger Anpassung an aktuelle Forschungsprobleme auffasste, verband Lakatos diese Sicht mit einer modifiziert von Popper übernommenen Methode zu einer der Methodologie der Forschungsprogramme.

Die Forschung beginnt mit einer Fragestellung, die sich aus früherer Forschung, einer Entdeckung oder aus dem Alltag ergeben kann. Der erste Schritt besteht darin, die Forschungsfrage zu beschreiben, um ein zielgerichtetes Vorgehen zu ermöglichen. Forschung schreitet in kleinen Schritten voran: Das Forschungsproblem wird in mehrere, in sich geschlossene Teilprobleme zerlegt, die nacheinander oder von mehreren Forschern parallel bearbeitet werden können. Bei dem Versuch, sein Teilproblem zu lösen, steht dem Wissenschaftler prinzipiell die Wahl der Methode frei. Wesentlich ist nur, dass die Anwendung seiner Methode zu einer Theorie führt, die objektive, d. h. intersubjektive nachprüfbare und nachvollziehbare Aussagen über einen allgemeinen Sachverhalt macht.

Wenn ein Teilproblem zur Zufriedenheit gelöst ist, beginnt die Phase der Veröffentlichung. Traditionell verfasst der Forscher dazu selbst ein Manuskript über die Ergebnisse seiner Arbeit. Dieses besteht aus einer systematischen Darstellung der verwendeten Quellen, der angewendeten Methoden, der durchgeführten Experimente mit vollständiger Offenlegung des Versuchsaufbaus, der beobachteten Phänomene (Messung, Interview), gegebenenfalls der statistischen Auswertung, Beschreibung der aufgestellten Theorie und die durchgeführte Überprüfung dieser Theorie. Insgesamt soll die Forschungsarbeit also möglichst lückenlos dokumentiert werden, damit andere Forscher und Wissenschaftler die Arbeit nachvollziehen können.

Sobald das Manuskript fertig aufgesetzt wurde, reicht es der Forscher an einen Buchverlag, eine wissenschaftliche Fachzeitschrift oder Konferenz zur Veröffentlichung ein. Dort entscheidet zuerst der Herausgeber, ob die Arbeit überhaupt interessant genug und thematisch passend z.B. für die Zeitschrift ist. Wenn dieses Kriterium erfüllt ist, reicht er die Arbeit für das so genannte „Peer review“ (Begutachtung) an mehrere Gutachter weiter. Dies kann anonym (ohne Angabe des Autors) geschehen. Die Gutachter überprüfen, ob die Darstellung nachvollziehbar und ohne Auslassungen ist und ob Auswertungen und Schlussfolgerungen korrekt sind. Ein Mitglied des Redaktionskomitees der Zeitschrift fungiert dabei als Mittelsmann zwischen dem Forscher und den Gutachtern. Der Forscher hat dadurch die Möglichkeit, grobe Fehler zu verbessern, bevor die Arbeit einem größeren Kreis zugänglich gemacht wird. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, wird das Manuskript gesetzt und in der Zeitschrift abgedruckt. Die nunmehr jedermann zugänglichen Ergebnisse der Arbeit können nun weiter überprüft werden und werfen neue Forschungsfragen auf.

Der Prozess der Forschung ist begleitet vom ständigen regen Austausch unter den Wissenschaftlern des bearbeiteten Forschungsfelds. Auf Fachkonferenzen hat der Forscher die Möglichkeit, seine Lösungen zu den Forschungsproblemen, die er bearbeitet hat (oder Einblicke in seine momentanen Lösungsversuche) einem Kreis von Kollegen zugänglich zu machen und mit ihnen Meinungen, Ideen und Ratschläge auszutauschen. Zudem hat das Internet, das zu wesentlichen Teilen aus Forschungsnetzen besteht, den Austausch unter Wissenschaftlern erheblich geprägt. Während E-Mail den persönlichen Nachrichtenaustausch bereits sehr früh nahezu in Echtzeit ermöglichte, erfreuten sich auch E-Mail-Diskussionslisten zu Fachthemen großer Beliebtheit (ursprünglich ab 1986 auf LISTSERV-Basis im BITNET).

Lehre ist die Tätigkeit, bei der ein Wissenschaftler die Methoden der Forschung an Studenten weitergibt und ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung auf seinem Gebiet vermittelt. Dazu gehört einerseits das Verfassen von Lehrbüchern, in denen er diese Kenntnisse schriftlich niederlegt, andererseits die Vermittlung des Stoffs in unmittelbarem Kontakt mit den Studenten, durch Vorlesungen, Seminare und Praktika. Diese Veranstaltungen organisieren die veranstaltenden Wissenschaftler selbstständig und führen auch gegebenenfalls selbstständig Prüfungen durch ("Freiheit der Lehre" i.S.d. Art. 5 Abs. 3 S. 1 Variante 4 GG).

Zu den Voraussetzungen zur Teilnahme an der Lehre als Student vgl. Studium, zu Formen und Abläufen von Lehrveranstaltungen vgl. Lehrveranstaltung.

Ein klassisches, auf Aristoteles zurückgehendes Ideal ist die völlige Neutralität der Forschung, sie sollte autonom, rein, voraussetzungs- und wertefrei sein („tabula rasa“).

Karl Popper sah dies als Wert der Wertefreiheit und somit als paradox an und nahm die Position ein, dass Forschung positiv von Interessen, Zwecken und somit einem Sinn geleitet sein sollte (Suche nach Wahrheit, Lösung von Problemen, Verminderung von Übeln und Leid), während möglicherweise ganz unbewusste negative Konsequenzen bzw. falsche Annahmen immer einer Kritik zugänglich sind. Wissenschaft soll demnach also immer eine kritische Haltung gegenüber eigenen wie fremden Ergebnissen und Thesen einnehmen.

Richard Feynman kritisierte vor allem sinnlos gewordene Forschungspraxis der Cargo-Kult-Wissenschaft, bei der Forschungsergebnisse unkritisch übernommen und vorausgesetzt werden, so dass zwar oberflächlich betrachtet eine methodisch korrekte Forschung stattfindet, jedoch die wissenschaftliche Integrität verloren gegangen ist.

Ignoriert die Wissenschaft vorsätzlich Argumente, spricht man meist von Pseudowissenschaft. Lässt sie sich zum Spielball politischer oder finanzieller Interessen machen, indem sie zugunsten solcher Interessen bewusst wesentliche Aspekte ausblendet, spricht man von Junk Science. Die wissenschaftsähnliche Auseinandersetzung mit Themen, zu denen in der Wissenschaft kein wesentliches Forschungsinteresse besteht, nennt man Parawissenschaft. Zur vorsätzlichen Fälschung von Forschungsergebnissen siehe Betrug und Fälschung in der Wissenschaft.

Mit Massenvernichtungswaffen, Gentechnik und Stammzellenforschung sind im Laufe des 20. Jahrhunderts vermehrt Fragen über ethische Grenzen der Wissenschaft (siehe Wissenschaftsethik) entstanden.

Bereits Aristoteles gliederte die Wissenschaft in Teilbereiche, so genannte Einzelwissenschaften. Die klassische neuzeitliche Aufteilung differenziert Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, mit der zunehmenden Verwissenschaftlichung kamen Agrar-, Ingenieurs-, Wirtschafts-, Rechtswissenschaft und Medizin hinzu. Über diese hinaus gibt es verschiedene zweckgebundene Einteilungen, die nicht mehr einheitlich sind. Mit einem zunehmenden Trend zur weiteren Spezialisierung ist die gegenwärtige Situation sehr dynamisch und kaum überschaubar geworden. Historisch gesehen sind die einzelnen Bereiche alle aus der Philosophie entstanden, insbesondere Naturphilosophie und Naturwissenschaft waren lange Zeit in der Naturkunde eng verbunden.

Die Einteilung der Wissenschaft ist insbesondere für organisatorische Zwecke (Fakultäten, Fachbereiche) und für die systematische Ordnung von Veröffentlichungen von Bedeutung (z. B. Dewey Decimal Classification, Universelle Dezimalklassifikation).

Vermehrt gibt es auch die Bestrebung, disziplinübergreifende Bereiche zu etablieren und so Erkenntnisse einzelner Wissenschaften gewinnbringend zu verknüpfen.

In Sprachen, die dem Englischen oder dem Französischen folgen, gibt es keine genaue Entsprechung für den deutschen Dachbegriff Wissenschaft. Das dort gebrauchte Wort science bezeichnet nur die Naturwissenschaften. Unverbunden daneben stehen social science (Sozialwissenschaften), humanities (frz. lettres, Geisteswissenschaften) und technology oder engineering (Ingenieurwissenschaften).

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Floristik (Wissenschaft)

Die Floristik, auch Floristische Geobotanik, ist die Wissenschaft von der Pflanzenwelt eines Gebiets.

Die geografische Verbreitung einer Art wird unter anderem in Punkt-Rasterkarten dargestellt, in denen vermerkt wird, ob eine Art beispielsweise auf einem bestimmten Messtischblatt der Topographischen Karte 1:25.000 vorkommt. Zur feineren Abstufung kann auch das Vorkommen in einem bestimmten Quadranten eines Messtischblattes erfasst werden. Diese Arbeiten leiten von der Floristik zur Arealkunde über.

Die Floristik ist innerhalb der Geobotanik eine unentbehrliche Voraussetzung für vegetationskundliche Forschung. Zusammen mit der Faunistik, ihrem Gegenstück auf dem Gebiet der Zoologie, ist sie auch eine der wichtigsten Grundlagen der Biozönologie und Biodiversitätsforschung. In jüngster Vergangenheit hat die Floristik eine besondere Bedeutung für den Umwelt- und Naturschutz bekommen, da sie (mit der Faunistik) die Grundlage für das Biomonitoring bildet. Mit modernen statistischen Methoden können Umweltveränderungen vielfach aufgrund der Veränderung der Artenzusammensetzung festgestellt werden. Beispielhaft hierfür sind Flechten, die als Zeigerorganismen für bestimmte Umweltbedingungen, insbesondere die Luftqualität herangezogen werden. Moose werden als Bioindikatoren für die Wasserqualität, für den Luftstickstoff oder für Klimaänderungen verwendet.

Bei den Gefäßpflanzen ist die Neophytenforschung ein aktuelles Gebiet, für das die Floristik eine wesentliche Grundlage bildet.

Ein Botaniker, die sich der Floristik widmet, wird als Florist bezeichnet. Die Bezeichnung floristae gebrauchte schon Carl von Linné 1725 für seine Zeitgenossen, die Floren geschrieben haben und sich mit der räumlichen Erfassung von Pflanzen beschäftigten. Eine der ersten Floren in diesem Sinne war die Sylva hercynia, die 1577 verfasste Flora des Harzes von Johannes Thal, die sich von allen bis dahin geschriebenen Kräuterbüchern darin unterschied, dass sie sich nicht auf die arzneilich wirksamen Pflanzen beschränkte, sondern versuchte, alle vorkommenden Pflanzen zu erfassen und zu beschreiben. Johannes Thal gilt deshalb als "Vater der Floristik". Früher wie heute sind Floristen neben den relativ wenigen Fachbotanikern vielfach sehr kenntnisreiche Amateurbotaniker, darunter Lehrer, Apotheker, Pfarrer aber auch Menschen mit Berufen weitab von den Naturwissenschaften.

Seit etwa 1965 wird die Bezeichnung Florist noch in einem anderen Sinne verwendet, nämlich als Berufsbezeichnung für Blumenhändler und Blumenbinder. So definiert der Duden von 1967 Florist als „Erforscher der Flora“. Ab der 17. Auflage 1973 wird zusätzlich „Blumenbinder“ angegeben.

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Spektrum der Wissenschaft

Logo von Spektrum der Wissenschaft

Spektrum der Wissenschaft ist die seit 1978 monatlich erscheinende deutschsprachige Ausgabe der amerikanischen populärwissenschaftlichen Zeitschrift Scientific American. Sie erscheint im Verlag Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH in Heidelberg.

Die Zeitschrift behandelt aktuelle Themen aus Wissenschaft und Forschung auf – auch für den interessierten Laien – verständlichem Niveau. Die Kerngebiete sind dabei Archäologie, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Medizin, Physik, Psychologie und Technik. Über die monatlichen Ausgaben hinaus erscheinen in unregelmäßigen Abständen Sonderhefte, die sich mit einem bestimmten Schwerpunkt befassen. Im Gegensatz zu anderen populärwissenschaftlichen Publikationen, wie etwa Bild der Wissenschaft, GEOkompakt oder natur+kosmos schreiben meist Forscher - oft genau diejenigen, die die entsprechenden Forschungen betreiben - selbst über das entsprechende Thema. Auch Nobelpreisträger waren bereits mehrfach Autoren.

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Source : Wikipedia