Windows Media Player

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Geschrieben von c3po 20/03/2009 @ 06:12

Tags : windows media player, windows, betriebssysteme, computer, high-tech

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Windows Media Player

Windows Media Player ist eine Abspielsoftware von Microsoft für digitale Medien, also Audio- und Videodateien. Dieser Medienplayer ist für Microsoft Windows, Windows Mobile und (bis Version 9) Mac OS X verfügbar.

Neben der Abspielfunktion besteht die Möglichkeit des Brennens von Audio-CDs sowie das allgemeine Kopieren von ungeschützten CDs (siehe auch Digital Rights Management). Weiterhin sind eine Verwaltungsfunktion der Medienarchive, eine Synchronisationsfunktion für tragbare Geräte, wie z. B. MP3-Player oder PDAs, ein Internetradio-Empfänger sowie eine Schnittstelle zum legalen Kauf von Musik und Videos bei verschiedenen Anbietern, wie z. B. T-Home Vision, vorhanden.

Zum Kopieren von Musik auf den Computer verwendet der Windows Media Player zum einen Microsofts hauseigenes Format WMA in verschiedenen Qualitätsstufen (konstante Bitrate 48-192 kBit/s, variable Bitrate 40-75 kBit/s bis 240-355 kBit/s, WMA Lossless, mit Version 11 verfügbar: WMA 10 Pro), seit Version 10 ist es auch möglich, mithilfe eines eingebauten Fraunhofer-Kodierers in das plattformunabhängige MP3-Format zu kopieren, jedoch nur in vier Qualitätsstufen (128, 192, 256, 320 kBit/s) und ohne Unterstützung variabler Bitraten.

Beim Kopieren von CDs ist es möglich, die Tag-Informationen der Titel automatisch mittels einer Internetdatenbank zu ergänzen. Titel- und Interpretinformationen stehen so ohne Eingabe durch den Benutzer zur Verfügung.

Durch das Herunterladen weiterer Codecs ist es möglich, vorher nicht unterstützte Formate wie DivX abzuspielen, ferner gibt es die Möglichkeit, durch den Kauf eines DVD-Codecs die Abspielmöglichkeit für DVDs nachzurüsten. Bei dem Betriebssystem Windows Vista ist ein DVD Codec für den Media Player allerdings bereits enthalten und muss nicht zusätzlich erworben werden.

Seit Version 9 ist die Funktion „Miniplayer-Modus“ integriert, dabei minimiert sich der Player vollständig in die Windows-Taskleiste, und die Bedienelemente stehen darüber zur Verfügung. Außerdem ist seit der Version 7 eine Brennfunktion für Musik-CDs integriert. Diese CDs können auf einem normalen CD-Player abgespielt werden. Dem Player ist es außerdem möglich, zur Musik so genannte Visualisierungen anzuzeigen – grafische Bildschirmausgaben, die sich im Rhythmus des Audiosignals verändern.

Die Wiedergabelisten des Windows Media Players werden im Format WPL (Windows Media Playlists) gespeichert, das auf XML basiert und mit XML- oder auch Texteditoren bearbeitet werden kann.

Der Media Player wird mit Microsoft Windows ausgeliefert. Diese Vertriebsart wird von den Wettbewerbsschützern der Europäischen Union als Ausnutzung des Quasi-Monopols missbilligt. Als Reaktion auf die Forderung nach Entkoppelung des Media Player vom Betriebssystem bietet Microsoft Windows XP Home Edition N , Windows Vista Home Basic N und Windows Vista Business N ohne Windows Media Player an.

Eine vollständige Deinstallation ist offiziell nicht möglich, da der Windows Media Player, wie Internet Explorer, tief in das System integriert ist.

Am 30. Oktober 2006 erschien die finale deutschsprachige Version des Windows Media Players 11. Sie steht seitdem kostenfrei auf der Microsoft-Webseite zum Download bereit. Zuvor erschienen die einzige deutschsprachige Betaversion am 12. Mai 2006 und eine zweite Betaversion am 1. September 2006, allerdings nur in englischer Sprache.

Der Windows Media Player 11 ist der erste Media Player der unmittelbar zum Start auch als 64-Bit Variante herauskam, beim Vorgänger WMP10 wurde die x64 Ausführung erst mit dem Erscheinen von Windows XP Professional x64 implementiert.

Die Installationsroutinen der Windows Media Player Versionen 10 und 11 überprüfen die vorhandene Windows-Lizenz mittels einer WGA-Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit.

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Microsoft Windows

Microsoft Windows ist ein Markenname für Betriebssysteme der Firma Microsoft. Ursprünglich war Microsoft Windows eine grafische Erweiterung des Betriebssystems MS-DOS (wie beispielsweise auch GEM oder PC/GEOS), inzwischen wurde dieser Entwicklungszweig zu Gunsten der Windows-NT-Produktlinie aufgegeben und Windows bezeichnet das Betriebssystem als Ganzes.

Windows-Betriebssysteme sind sowohl für den Desktop als auch für Server verfügbar; daneben existieren Varianten für Embedded Devices, wie zum Beispiel PDAs, zugeschnitten sind.

Die Windows-Betriebssysteme sind mit einem geschätzten Marktanteil von knapp 90 Prozent Marktführer im Bereich der PC-Betriebssysteme, wodurch die Firma Microsoft ein Quasi-Monopol hält. Diese Tatsache führte in Vergangenheit zu einer Vielzahl von Gerichtsverfahren, welche die Ausnutzung dieser Marktstellung zum Inhalt hatten.

Das Schaubild stellt einzelne Hauptversionen des Betriebssystems Microsoft Windows anhand der Erscheinungsdaten und aufgegliedert in die Produktlinien auf einer Zeittafel angeordnet dar und soll dem Überblick dienen.

Die 16-Bit-Versionen von Microsoft Windows basierten ursprünglich vollständig auf MS-DOS und benutzten es für alle Systemzugriffe. Microsoft Windows stellte lediglich eine Erweiterung in Form einer grafischen Benutzeroberfläche dar. Das änderte sich mit Windows 3.x allmählich, insbesondere durch die Einführung der 32-Bit-Zugriffe und des Win32s-Subsystems. Die Win32s-Komponente stellte in Windows 3.1x einen Teilsatz des Win32-API aus Windows NT bereit, wodurch einige für Windows 95 oder Windows NT entwickelte Programme damit funktionierten. Zwischen Windows-Programmen auf älteren Windows-Versionen (einschließlich Windows 3.x) ist nur kooperatives Multitasking verfügbar. Mit Windows for Workgroups wurde eine Version mit integrierter Netzwerkfähigkeit veröffentlicht. Der Namenszusatz wurde ab Windows 95 und in allen Windows-NT-Versionen wieder fallen gelassen.

Microsoft Windows 1.0, Codename „Interface Manager“, ist die erste Version und, nach dessen Vorstellung auf der COMDEXX am 10. November 1983, im August 1985 veröffentlicht worden. Die Marketing-Abteilung entschied sich, nachdem die Entwickler immer von Fenstern sprachen, das System, welches die erste grafische Benutzeroberfläche von Microsoft für DOS darstellt, in „Windows“ umzubenennen.

Microsoft Windows 2.0 wurde im November 1987 veröffentlicht und beinhaltete unter anderem Verbesserungen an der grafischen Benutzeroberfläche. Erstmals wurde auch eine Windows-Version von Microsoft Word und Microsoft Excel veröffentlicht.

Microsoft Windows 3.0 wurde am 22. Mai 1990 veröffentlicht. Windows 3.1, welches am 1. März 1992 folgte, war die erste kommerziell erfolgreiche Version eines Microsoft-Betriebssystems. Mit Windows for Workgroups 3.1, Codename „Sparta“, erschien im Oktober 1992 das erste rudimentär netzwerkfähige Windows, mit Version 3.11 unterstützte Windows for Workgroups schließlich auch TCP/IP.

Die sogenannte Windows-9x-Linie basiert auf MS-DOS, besitzt aber einen eigenen 32-Bit-Betriebssystemkern, der nach dem Systemstart die Systemzugriffe mittels sogenannter VxDs (Virtual Device Driver, virtuelle Gerätetreiber) steuert. Das Win32-API war zu dem Zeitpunkt nichts vollkommen neues, da Windows NT 3.1 und Windows NT 3.5 bereits auf dem Markt waren. Windows 95 war aber die erste Windows-Version für Heimanwender, die diese benutzte.

Windows 9x bringt sein eigenes angepasstes DOS mit, während frühere DOS-basierte Windows-Versionen ein vorinstalliertes DOS voraussetzten. Der Start von Windows ist dabei (außer in Windows Me, für das es inoffizielle Patches gab) mittels eines Eintrags in die textbasierte Datei MSDOS.SYS verhinderbar, so dass Windows wie in früheren Versionen manuell durch das DOS-Programm WIN.COM gestartet werden kann. Microsoft wollte dem Benutzer zwar suggerieren, MS-DOS existiere nicht mehr eigenständig, allerdings war das MS-DOS-Betriebssystem aus jedem Windows 9x auch vollständig ohne Windows lauffähig. Windows 9x besitzt eine eingeschränkte Unterstützung für präemptives Multitasking und Speicherschutz.

Der Begriff „Windows 9x“ leitet sich aus den nun spezielleren Namen (anstatt nur Versionsnummern) her, die in den meisten DOS-basierten Windows-Versionen 4.x mit einer Neun beginnen. Aus diesem Schema stößt nur Windows Me hervor, es wird aber trotzdem mit den sehr verwandten anderen Versionen zusammengefasst.

Microsoft Windows 95, Codename „Chicago“, ist am 15. August 1995 erschienen. In den beiden Folgejahren erschienen Windows 95b und Windows 95c. Das System wird seit Januar 2002 von Microsoft offiziell nicht mehr unterstützt.

Microsoft Windows 98, Codename „Memphis“, erschien am 30. Juni 1998 als Evolutionsstufe von Windows 95. Windows 98 enthält hauptsächlich Internet-Erweiterungen wie den integrierten Internet Explorer 4.0 sowie Multimedia-Erweiterungen. Nach Windows 95 ist Windows 98 das zweiterfolgreichstes System, die offizielle Unterstützung wurde im Jahr 2006 eingestellt. Mitte 1999 erschien Windows 98 Second Edition (englisch für zweite Ausgabe) welche als überarbeitete Version unter Anderem das Service Pack 1, den Internet Explorer 5 sowie einige Verbesserungen im Bereich Multimedia und USB mitbrachte.

Microsoft Windows Millennium Edition (Me), Codename „Georgia“, ist im August/September 2000 erschienen. Auch hier wurden hauptsächlich kosmetische Änderungen und Multimedia-Verbesserungen vorgenommen, das Betriebssystem brachte beispielsweise eine verbesserte Version des Windows Media Player mit. Ein Tool zur Systemwiederherstellung mit dem das System auf einem automatischen oder vom Benutzer ausgewählten Zeitpunkt zurückgesetzt werden kann ist, ähnlich wie in Windows XP, enthalten. Ferner wurde der Schutz von Systemdateien verbessert, es ist, im Gegensatz zu Vorgängerversionen, aufgrund der System File Protection (SFP) nicht mehr möglich eben diese zu löschen. Durch das Programm „Komprimierte Ordner“ wird das Erstellen und Entpacken von ZIP-Archiven direkt unterstützt. Darüber hinaus enthält Windows Me noch diverse neue Funktionen und galt daher als Pausenfüller bis zur nächsten „großen“ Version Windows XP.

Die Microsoft Windows NT-Serie besitzt einen eigenen Kernel. Das Kürzel NT steht für New Technology (sinngemäß und korrekt übersetzt „neue Technik“). Der Name stand zunächst für ein von Microsoft und IBM gemeinsam entwickeltes Betriebssystems OS/2, welches nur in den 16-bit-Versionen (Versionsnummern 1.x) gemeinsam entwickelt, aber getrennt vermarktet wurde. Mit dem Entwicklungsschritt zu den 32-bit-Versionen (2.x) trennte sich Microsoft von IBM, um das Betriebssystem als Windows NT in Konkurrenz zu OS/2 getrennt von IBM weiter zu entwickeln. Vor allem in den NT-Versionen der 3.x-Reihe konnte der Benutzer mit Fehlermeldungen oder Hilfetexten konfrontiert werden, in denen von OS/2 die Rede, aber Windows NT gemeint war.

NT stand ursprünglich für N-Ten (N10), einen Emulator, auf welchem das System von Microsoft in der Anfangsphase betrieben wurde.

Windows NT ist für verschiedene Prozessorarchitekturen konzipiert und wurde ursprünglich für Intel-386-, MIPS-, PowerPC- und Alpha-Prozessoren angeboten. Diese breit angelegte Unterstützung wurde allerdings im Laufe der Zeit immer mehr ausgedünnt. Seit der XP-Einführung (Ende 2001) wurden praktisch nur noch x86-basierte Systeme unterstützt; die frühere Entwicklung von Versionen von NT für die Alpha-Architektur von DEC und weiteren wurde nach und nach eingestellt. Mit den Ankündigungen von AMD und Intel, zukünftig 64-bit-Prozessoren fertigen zu wollen, begann bei Microsoft die Entwicklung entsprechender Betriebssystemvarianten. Mitte 2005 stellte Microsoft dann auf seiner betriebseigenen Veranstaltung „WinHEC 2005“ in Seattle seine neuen Produkte Microsoft Windows XP Professional x64 Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Standard Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Enterprise Edition und Microsoft Windows Server 2003 x64 Datacenter Edition vor.

MS-DOS wird bei Bedarf emuliert, weitgehend namens- und funktionsgleiche Befehle sind als Laufzeitumgebung verfügbar, und weitere DOS-Programme können weiter verwendet werden, solange sie keinen direkten Zugriff auf die Hardware erfordern. Spiele laufen daher meist gar nicht oder wenn, dann nur ohne Ton und Joystick-Unterstützung. Abhilfe schaffen DOS-Emulatoren wie z. B. DOSBox.

NT besitzt präemptives Multitasking mit Speicherschutz. Direkte Hardwarezugriffe von Programmen sind (im Gegensatz zur DOS-Linie) durch die strikte Durchsetzung eines Schichtenmodells nicht erlaubt. Beginnend mit Microsoft Windows 2000 wurden die NT-Linie und die Konsumentenvariante von Microsoft Windows vereinheitlicht und in eine gemeinsame Produktlinie überführt. Mit der XP-Version kann die Zusammenführung „unsicherer Multimedia-Versionen, DOS-basiert“ und „sicherer NT-Versionen ohne Multimedia“ als abgeschlossen betrachtet werden.

Microsoft Windows NT 3.1 ist im Jahr 1993 in zwei unterschiedlichen Varianten erschienen.

Microsoft Windows NT 3.5, Codename „Daytona“, ist im September 1994 erschienen und stellt eine Weiterentwicklung von Windows NT 3.1 dar. Die Oberfläche entspricht der von Windows 3.1. Da DOS-basierende Windowssysteme noch vorherrschten, wurde, im Vergleich zur Windows NT 3.1, vor allem die Kompatibilität zu Windows-95-Programmen verbessert. Windows NT 3.5 erschien zunächst vergleichsweise fehlerbehaftet, die überarbeitete Version 3.51 erschien letztendlich im Juni 1995. Windows NT 3.5 wurde in zwei unterschiedliche Varianten verkauft.

Microsoft Windows NT 4.0, Codename „Cairo“, ist am 29. August 1996 erschienen. Anders als Windows NT 3.x ist Windows NT 4.0 mit der selben Benutzeroberfläche wie Windows 95 erschienen - lediglich mit dem Unterschied, dass diese auf dem NT-Kernel basiert. Windows NT 4.0 gilt aus diesem Grund als stabiler als Windows 95, seit Januar 2002 wird aber auch dieses System von Microsoft nicht mehr unterstützt. Zunächst wurde Windows NT 4.0, wie auch Windows NT 3.x, in zwei Varianten veröffentlicht, in den Jahren 1996 und 1998 wurden schließlich zwei weitere Varianten des Betriebssystems veröffentlicht.

Microsoft Windows 2000 ist im Februar 2000 erschienen und trägt die NT-Version 5.0. Windows 2000 bietet eine verbesserte Unterstützung von Geräten und ist in insgesamt vier unterschiedliche Varianten erschienen. Die Server-Varianten wurden speziell auf unterschiedliche Unternehmensgrößen hin konzipiert, bietet erstmals Active Directory und sollten die Windows-NT-4.0-Server ablösen.

Microsoft Windows XP, Codename „Whistler“, ist am 25. Oktober 2001 erschienen und trägt die NT-Version 5.1. Windows XP ist das bisher am besten verkaufte Windows-Betriebssystem und vereint erstmals die großen Produktschienen „Privat“ und „Unternehmen“. Erneuert wurde in Windows XP insbesondere die Benutzerführung und die Integration von Multimedia und Internet wurde weiter vorangetrieben. Die Entwicklungszweige „Neptune“ und „Odyssey“ wurden mit Windows XP vereint.

Für heftige Diskussionen sorgte die neue Produktaktivierung welche das Verwenden von sogenannten „Raubkopien“ verhindern sollte. Microsoft wird hierbei die als problematisch angesehene Vorgehensweise hinsichtlich des Datenschutzes der Benutzer vorgeworfen.

Bei dem im September 2004 veröffentlichten „Service Pack 2“ wurde das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Netzwerksicherheit gelegt. Das Service Pack 3, das zugleich das letzte für Windows XP darstellen soll, sollte am 29. April 2008 veröffentlicht werden, aufgrund von Kompatibilitätsproblem im Zusammenhang mit dem Microsoft Retail Management System erfolgte die Veröffentlichung letztendlich jedoch erst am 6. Mai gleichen Jahres.Neben den Aktualisierungen seit Service Pack 1 beherbergt das Update verschiedene weitere aktualisierte Programme. Das Update erlaubt darüber hinaus die Verwendung von Windows XP als Gastsystem unter Microsofts im Herbst 2008 erschienenen Virtualisierungslösung Hyper-V. Das Service Pack 3 optimiert darüber hinaus die Geschwindigkeit des Systems, wurde aber ausschließlich für die Varianten der 32-bit Architektur veröffentlicht.

Eine Besonderheit sind die N-Versionen (Home Edition N und Professional N) welche aufgrund eines europäischen Rechtsstreits, welcher die Ausnutzung der Quasi-Monopol-Stellung von Microsoft zum Inhalt hatte, ohne vorinstallierten Windows Media Player ausgeliefert werden. Die N-Versionen sind ausschließlich in der Europäischen Union erhältlich. Windows XP Professional x64 Edition ist eine speziell auf die 64-Bit-Architektur zugeschnittene Variante des Betriebssystems und basiert auf Microsoft Windows Server 2003 x64. Von Windows XP sind insgesamt sechs unterschiedliche Varianten erschienen.

Darüber hinaus wurden zwei weitere Systeme entwickelt welche auf den Betriebssystemkern von Windows XP aufbauen, sich aber deutlicher von den Ursprungsvarianten unterscheiden.

Microsoft Windows Server 2003 ist im Jahr 2003 als Server-Variante von Windows XP erschienen und trägt die NT-Version 5.2. Die x64-Varianten (x64 Standard Edition, x64 Enterprise Edition und x64 Datacenter Edition) sind speziell auf die 64-Bit-Architektur zugeschnittene Varianten des Betriebssystems. Von Windows Server 2003 sind insgesamt fünf unterschiedliche Varianten erschienen.

Microsoft Windows Vista, Codename „Longhorn“, ist am 30. November 2006 für Unternehmen und am 30. Januar 2007 für Privatanwender erschienen und trägt die NT-Version 6.0. Nach einer ersten Alphaversion Anfang 2002 wurde der Veröffentlichungstermin mehrfach verschoben, dennoch konnten nicht alle ursprünglich geplanten Funktionen verwirklicht werden (beispielsweise die Dateisystemerweiterung WinFS). Die grafische Benutzerschnittstelle wurde überarbeitet und bietet die Modi Aero Basic und Aero Glass.

Alle Produktvarianten sind so wohl als Versionen für die 32-Bit-Architektur als auch als Versionen für die 64-Bit-Architektur erschienen. Neben den von Windows XP bekannten N-Versionen (Home Basic N und Business N) ohne vorinstallierten Windows Media Player existieren auch K-Versionen (Home Basic K und Business K) welche ohne vorinstallierten Windows Media Player und Windows Messenger ausgeliefert werden. Anders als die N-Versionen, welche ausschließlich in der Europäischen Union erhältlich sind, sind die K-Versionen ausschließlich in Korea erhältlich. Die Starter-Variante von Windows Vista wurde in Europa nicht veröffentlicht. Insgesamt sind zehn unterschiedliche Varianten erschienen.

Windows Vista TV Pack 2008, Codename „Fiji“, stellt eine überarbeitete Version des Windows Media Centers dar und ist im August 2008 für Windows Vista erschienen. Das Paket ist nur für OEM-Kunden verfügbar, verlangt nach dem Service Pack 1 von Windows Vista und enthält die Unterstützung neuer digitaler TV-Standards.

Microsoft Windows 7, Codenamen „Vienna“ und „Blackcomb“, wurde im Jahre 2000 unter dem Codenamen „Blackcomb“ angekündigt und sollte Windows XP ablösen. Unter anderem sollte Windows Blackcomb erkennen, wie ein eingetippter Satz abgeschlossen werden sollte. 2001 entschied Microsoft sich jedoch, vermutlich im Hinblick auf technische Möglichkeiten, zwischen Windows XP und Blackcomb eine weitere Version von Windows zu veröffentlichen, die später Windows Vista genannt wurde. 2006 änderte man außerdem den Codenamen von Blackcomb zu „Vienna“.

Mit dem Erscheinen von Windows Vista und der Ablösung des bisherigen Windows-Entwicklungsleiters Jim Allchin durch Steven Sinofsky wurde der Name im Februar 2007 von Vienna in Windows 7 geändert. Eine neue Windows-Version soll jetzt alle drei Jahre erscheinen. Offiziell sollte Windows 7 nicht vor Januar 2010 auf den Markt kommen, jüngeren Berichten zufolge aber setzt Microsoft das Release-Datum in seinem internen Kalender bereits auf den Juni 2009.

Eine erste Vorab-Version wurde am 28. Oktober 2008 an die Teilnehmer der PDC verteilt. Am 9. Januar 2009 stellte Microsoft die erste öffentliche Beta-Version zum freien Download zur Verfügung. Aufgrund des großen Andrangs auf das geplante Kontingent von 2,5 Millionen Downloads waren die Microsoft-Server zwischenzeitlich jedoch überlastet. Seither gilt das Kontingent von 2,5 Mio. Downloads als aufgehoben.

Die CE-Linie wurde für mobile Geräte wie Pocket PCs, Smartphones und PDAs konzipiert und stellt eine eigene Produktlinie dar. Neben den hier aufgelisteten Versionen existieren weitere Versionen für einzelne Gerätetypen und Hauptprozessoren.

Oft als Beta von Windows 95b oder Windows 96 bezeichnet, war Nashville tatsächlich nur eine Technologie-Vorschau, aus der später unter anderem der Active Desktop des Internet Explorers 4.0 hervorging. Die Bezeichnung Windows 96 geht auf den Deinstallationseintrag in der Systemregistrierung zurück, den Nashville hinterlässt, wenn man es als Update für Windows 95 installiert. Da es in Nashville keine weiteren Referenzen zu Windows 96 gibt und die einzig bekannte Beta-Version auch nie für den Gebrauch außerhalb Microsofts gedacht war, lässt sich über den Sinn dieses Eintrags nur spekulieren.

Weil Programmierer moderner Malware vor allem an sensiblen Daten von Endbenutzern interessiert sind, stellt Windows hier mit seiner Monopolstellung im Anwenderbereich für sie ein beliebtes Ziel dar.

Da zur Zeit der Entwicklung von Windows NT die heutige Relevanz des Internets nicht absehbar war, vernachlässigte Microsoft die Internet-Sicherheit. Darüber hinaus wurde Windows bis Windows Server 2003 standardmäßig mit deaktivierten Sicherheitsoptionen ausgeliefert, auch angreifbare (wenn auch nützliche) Dienste waren aktiviert. Im Juni 2005 hat Bruce Schneiers Counterpane Internet Security berichtet, dass sie mehr als 1000 neue Viren und Würmer für Windows-Systeme in den letzten sechs Monaten gesichtet hätten.

Microsoft hat die Sicherheitsprobleme um die Jahrtausendwende zugegeben und gab bekannt, dass dem Thema Sicherheit fortan höchste Bedeutung zugemessen werde. Das dringend benötigte System für automatische Updates wurde erstmals mit Windows 2000 eingeführt. Das Ergebnis war, dass das Service Pack 2 für Windows XP und das Service Pack 1 für Windows Server 2003 sehr viel schneller von den Kunden installiert wurden, als es sonst der Fall gewesen wäre. Microsoft verteilt Sicherheitspatches über sein Windows Update System normalerweise einmal im Monat (Patch Day).

Spätestens seit dem in den Medien sehr präsenten Computerwurm W32.Blaster und seinen Derivaten im Jahr 2003 hat Microsoft bei Windows Vista den zentralen Fokus auf die Internet-Sicherheit gelegt. Dies hatte zum Erfolg, dass bei Vista nach seiner Einführung deutlich weniger Sicherheitslücken aufgedeckt werden konnten als bei Windows XP, bekannten Linux-Distributionen sowie Mac OS X Die zusätzliche Sicherheit wird vor allem auf die neu entwickelte Benutzerkontensteuerung zurück geführt, zieht jedoch auch Einschränkungen beim Bedienkomfort nach sich.

Eine Studie von Kevin Mitnick und der Firma Avantgarde aus dem Jahre 2004 führte zu dem Ergebnis, dass ein ungeschütztes Windows-XP-System ohne Sicherheitsaktualisierungen im Internet nur vier Minuten ohne Kompromittierung durchhält. Die AOL National Cyber Security Alliance Online Safety Study von Oktober 2004 hat festgestellt, dass 80 % aller Windows-Systeme von zumindest einem Spyware-/Adware-Programm infiziert waren. Die am häufigsten empfohlenen Strategien zur Erhöhung der Sicherheit von Windows-Produkten beinhalten die Verwendung von Hard- oder Software-Firewalls, Antivirus- und Antispyware-Produkten sowie die regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems mit Microsoft Update.

Auf Windows-Betriebssystemen können in der Regel nur Windows-Programme ausgeführt werden. Bei einigen Ausgaben der Windows-Versionen mit NT-Kernel ist zwar auch das POSIX-Subsystem enthalten, dieses ist aber in der Praxis bedeutungslos, da wichtige POSIX-Elemente wie symbolische Links und eine POSIX-kompatible Shell fehlen. POSIX-kompatible Anwendungen können oft gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand auf Windows-Betriebssysteme portiert werden.

Kernel-Mode-Treiber für Windows Vista in der 64-Bit-Version müssen signiert sein, um beim Systemstart automatisch geladen werden zu können.

Manche der mit Windows ausgelieferten Zusatzprogramme wie z. B. der Webbrowser werden in der Regel so tief in das System integriert, dass ein Auswechseln dieser Komponenten erschwert wird.

Der Begriff Window (Fenster) als Bezeichnung für ein Software-Oberflächenelement geht zurück auf das in den frühen 1970er Jahren im Xerox PARC entwickelte WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu, Pointing-device) für den Aufbau von Benutzerschnittstellen. Microsoft Windows ist eines von vielen Systemen, die dieses Paradigma umsetzen.

Um den Begriff „Windows“ als Markennamen gibt es andauernden Streit, da er beschreibenden Charakter hat, für eine Funktion des Betriebssystems (nämlich Programme in Fenstern laufen zu lassen), und daher auch andere den Begriff in ihren Produkten verwenden wollen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man möglichst immer den vollständigen Markennamen Microsoft Windows verwenden.

Microsoft konnte mit seinen Betriebssystemen im Laufe der 1990er Jahre eine Vorrangstellung auf dem Desktop-Markt erreichen und bildet seitdem ein Quasi-Monopol. Alternativen stellen die freien Open-Source-Betriebssysteme Linux und BSD sowie das (in seinen wichtigsten Komponenten) nicht freie Mac OS X dar. Ein Hauptkritikpunkt an Windows war die unbefriedigende Stabilität, die sich mit dem Durchsetzen der NT-Basis für Endbenutzer jedoch deutlich verbessert hat (Windows XP Home / geplant „Neptune“ als Windows 2000 Home).

Weiter werden wie zum Beispiel von Analysten des IT-Marktforschungsinstituts Gartner die fehlende Modularität, ein veralteter und ausufernder Programmcode, zu lange Entwicklungszyklen und zu geringe Innovationen bemängelt.

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Microsoft Windows Vista

Das Logo von Windows Vista

Windows Vista (engl. für „Aussicht, Ausblick“, ursprünglich vom Lateinischen videre, „sehen“) ist das derzeit aktuelle Betriebssystem von Microsoft, welches am 30. Januar 2007 veröffentlicht wurde.

Windows Vista wurde als Nachfolger von Windows XP mit der Versionsnummer NT 6.0 entwickelt. Erstmals wurde Windows Longhorn (der interne Arbeitsname von Windows Vista), noch vor der Veröffentlichung von Windows XP, von Microsoft im Sommer 2001 angekündigt. Damals war es als Zwischenschritt zwischen XP und der übernächsten Version (damals Blackcomb, danach auch Vienna oder heute Windows 7 genannt) gedacht und sollte bereits Ende 2003 erscheinen. Dies verzögerte sich jedoch immer weiter, so dass die Entwicklungsarbeit an der Version für Unternehmen am 8. November 2006 abgeschlossen wurde, während die Entwicklung der Version für Privatanwender noch einige Wochen weiter lief. Verfügbar wurde Windows Vista im November 2006 für Unternehmen und Entwickler bzw. am 30. Januar 2007 für Privatkunden.

Aufgrund der Verzögerungen hatte Microsoft kurzfristig auch Shorthorn in Planung, eine Zwischenversion zwischen Windows XP und Longhorn. Diese Zwischenversion wurde dann aber verworfen, um Longhorn schneller fertigzustellen. Einige Eigenschaften von Shorthorn wurden jedoch in das Service Pack 2 für Windows XP integriert.

Einer der Gründe für die Verzögerungen sind viele Funktionen, die ursprünglich erst für Blackcomb geplant waren, jedoch schon in Vista implementiert wurden. Andererseits fielen zunächst vorgesehene Funktionen und Neuerungen weg, so wurde die eigentlich für Vista geplante assoziative Dateiverwaltung WinFS erst auf einen Zeitpunkt nach Veröffentlichung von Vista verschoben, um, so Microsoft, die Entwicklung von Vista in einer „vernünftigen Zeitspanne“ abzuschließen, später dann aber ganz aufgegeben. Auch war ursprünglich geplant, unter dem Namen Next-Generation Secure Computing Base in Windows Vista eine Trusted-Computing-Umgebung einzuführen. Als Folge von Entwicklungsproblemen und massivem Protest wurde dieser Plan jedoch wieder verworfen.

Die Entwicklung führte somit in eine Sackgasse und wurde Mitte 2004 auf Basis des Serverproduktes Windows Server 2003 neu begonnen.

Seit dem 30. August 2005 veröffentlichte Microsoft monatliche „Community Technical Previews“ für MSDN-Abonnenten und ausgewählte Betatester.

Zum ersten Mal für eine Windows-Version gab es ab dem 8. Juni 2006 einen öffentlichen Betatest, genannt „Customer Preview Program“. Hierbei war ein Download der Beta 2 von Windows Vista möglich. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 2006 wurde die Downloadmöglichkeit ohne vorherige Ankündigung wieder eingestellt, da laut Microsoft die Anzahl an „Testern“ (= Registrierungen) groß genug war. Auch der erste Release Candidate (RC1) von Windows Vista war ab dem 6. September 2006 öffentlich verfügbar. Insbesondere waren Neuerungen im Bereich der Sicherheit zu finden, außerdem wurden Fehler bereinigt. Am 7. Oktober 2006 folgte der „Release Candidate 2“ (RC2, Build 5744) als letzte öffentliche Version.

Weitere Versionen wurden hauptsächlich intern getestet. Bekannt ist insbesondere noch der Build 5808, der am 22. Oktober 2006 an einige Tester verteilt wurde. Der Versionssprung könnte durch das Hinzufügen der letzten unveröffentlichten Funktionen (Systemtöne, Startlogo etc.) zu erklären sein.

Am 8. November 2006 wurde die endgültige Version für Unternehmen erstellt. Sie trägt, wie die Version für Privatkunden, die Build-Nummer 6000.

Nach einer Schätzung des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins BusinessWeek hatte Microsoft fünf Jahre lang rund 10.000 Angestellte für das Projekt eingesetzt und etwa 10 Milliarden Dollar in die Entwicklung investiert. Microsoft selbst beziffert die Kosten für die Entwicklung auf 6 Milliarden Dollar.

Es existieren sechs verschiedene Versionen von Windows Vista, die sich alle auf identischen DVDs befinden. Die Installationsroutine erkennt anhand des Produktschlüssels (engl.: „product key“), welche Version installiert werden soll. Die Versionen unterscheiden sich im Funktionsumfang und im Preis.

Bis auf Windows Vista Starter (ehemals „Windows Starter 2007“) sind alle Versionen in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Version erhältlich. Windows Vista besitzt im Gegensatz zu Windows XP x64, das nur eine rudimentäre 64-Bit-Version als Zwischenlösung besaß, eine verbesserte AMD64-Unterstützung.

Die Versionen für den europäischen Markt unterscheidet Microsoft (wie schon bei Windows XP) noch als „N-Editionen“. Die EU-Wettbewerbskommission hatte Microsoft vorgeschrieben, auf eine Bündelung des Betriebssystems mit dem Windows Media Player zu verzichten, um Konkurrenten im Multimediabereich nicht zu benachteiligen.

Die wohl populärste Neuerung in Vista ist Aero (abgeleitet vom griechischen Begriff für „Luft“, sowie laut Microsoft ein Backronym für „Authentic, Energetic, Reflective, Open“), die neue vektorbasierte Benutzeroberfläche von Windows. Im sogenannten Aero-Glass-Modus bietet sie dem Benutzer Anwendungsfenster mit Schattenwurf, halbtransparenten Rahmen sowie flüssige Animationen beim Minimieren, Wiederherstellen, Schließen und Öffnen. Diese Oberfläche ist nicht in der Starter-Edition und Home-Basic-Version enthalten. Um die Funktionen optimal nutzen zu können, muss ein sogenannter „WDDM“ (Windows Display Driver Model)-Treiber für die entsprechende Hardware installiert werden, der allerdings noch nicht für alle Grafikkarten verfügbar ist. Microsoft vertritt hierbei wie üblich die Position, dass der Hardwarehersteller für den Treiber verantwortlich ist. Viele Hardwarehersteller haben ihre Absichten, WDDM nachträglich in ihre Treiber zu integrieren, nicht eindeutig offengelegt.

Zudem gibt es mit .NET Framework 3.0 eine neue, auf .NET basierende Programmierschnittstelle für Windows, welche die „Win32“-API ablösen und Anwendungsprogrammierern Zugriff auf die neuen Funktionen von Windows Vista ermöglichen soll. Damit sich .NET Framework 3.0 schneller durchsetzt und akzeptiert wird, hat Microsoft auch Versionen für die Vista-Vorgänger Windows XP und Windows Server 2003 herausgegeben. Den Kern von. NET Framework 3.0 bilden die vier Bestandteile Windows Presentation Foundation (WPF), Windows Communication Foundation (WCF), Windows Workflow Foundation (WF) und Windows CardSpace. Zusätzlich verwendet Vista das neu erstellte CNG für kryptographische Aufgaben.

Die Suche wurde komplett überarbeitet, so dass Suchergebnisse nun sofort anzeigt werden, im Gegensatz zur Suchfunktion von Windows XP, bei der mehrere Minuten bis zur Anzeige von Suchergebnissen vergehen können. Die Windows-Vista-Suche ermöglicht das nachträgliche Hinzufügen von mehreren Filtern, um die Suche stetig zu verfeinern (zum Beispiel „Datei enthält das Wort 'Beispiel'“). In Windows Vista ist in das Startmenü außerdem ein Suchfeld eingebaut, das zum schnelleren Start von Anwendungen dienen und das Auffinden von Dokumenten und E-Mails erleichtern soll. Suchanfragen können, wie die Intelligenten Ordner unter Mac OS X, gespeichert werden und dann als virtuelle Ordner fungieren, indem beim Öffnen eines solchen Ordners die entsprechende Suchanfrage automatisch ausgeführt wird und deren Ergebnisse als normaler Ordner dargestellt werden. Die Vista-Suche basiert auf einer erweiterten und verbesserten Version des Indizierungs-Dienstes für die Windows-XP-Suche.

Darüber hinaus verfügt Vista über eine verbesserte Benutzerkontensteuerung, die das Arbeiten ohne Administrator-Rechte erleichtern soll, um die Sicherheit zu erhöhen. Der Anwender arbeitet mit einem eingeschränkten Benutzerkonto und bekommt lediglich für Administrationsaufgaben vorübergehend höhere Rechte, wie dies bei Mac OS X und diversen Linux-Distributionen seit längerem üblich ist.

Die Unterstützung von DirectSound 3D-Hardwarebeschleunigung wird entfernt, als Ersatz wird auf eine Software-Emulation zurückgegriffen, bei dem die Soundeffekte von der CPU gemischt bzw. erzeugt werden. Dadurch verlieren alle Computerprogramme wie z. B. Spiele, die DirectSound 3D verwenden, die Möglichkeit, direkt auf die Audio-Hardware zuzugreifen und erweiterte 3D-Effekte der Soundhardware, wie zum Beispiel EAX, zu benutzen (außer man emuliert diese Effekte per Software). Zudem steigt die Systemauslastung leicht. DirectSound 3D als solches und DirectSound 3D-Soundeffekte werden weiterhin unterstützt. Außerdem ist 3D-Beschleunigung noch durch die freie OpenAL-Schnittstelle möglich.

Microsoft Minianwendungen sind kleine spezialisierte Hilfs-Applikationen, die entweder auf dem Desktop oder in einer Sidebar eingebunden werden können und beispielsweise Informationen über Nachrichten, das Wetter und Ähnliches anzeigen. Diese sind vergleichbar mit den Dashboard Widgets unter Mac OS X.

Eltern können festlegen, wann, wie lange und mit welchen Programmen ihre Kinder den Computer benutzen dürfen. Auch die Einschränkung des Internetzugriffs ist möglich. Schließlich beinhaltet die neue Funktion auch die Möglichkeit, die Nutzung des Computers zu überwachen.

Ein neues E-Mail-Programm („Microsoft Windows Mail“) ersetzt das bisher in Windows verwendete Outlook Express. Windows Mail enthält einen integrierten Spam-Filter, welcher schon von Beginn an völlig selbstständig filtern kann. Dieser wird monatlich über Microsoft Update aktualisiert. Auch der Internet Explorer, jetzt „Microsoft Windows Internet Explorer“ genannt, ist in Version 7.0 vorhanden. Weitere neue Anwendungen sind die Spiele Schach-Giganten, Mahjongg-Giganten und Lila Land, das Sicherungsprogramm Windows Backup (ersetzt das alte NTBackup), Windows Kalender (mit WebDAV-Unterstützung), Notizzettel, „Windows Collaboration“ (Codename) und Windows Defender (Schutz vor Malware).

Unter dem Namen XML Paper Specification (XPS, vormals „Metro“) ist Microsofts geräteunabhängiges Dokumentenformat integriert, das auf XML basiert. Es ist in vielerlei Hinsicht ähnlich zu Adobe Systems' PDF. XPS soll Benutzern erlauben, Dateien ohne das Originalprogramm, mit dem sie erstellt wurden, zu betrachten, zu drucken und zu archivieren. XPS wird unter Windows Vista als Standardformat für die Druckausgabe dienen und soll in Zukunft auch von Druckern direkt unterstützt werden.

Das Hilfesystem wurde unter dem Namen AP Help neu entwickelt. Dieses basiert auf XML und soll Inhalte völlig anders darstellen als von den bekannten HTMLHelp-Dateien gewohnt.

Vista wird außerdem mit einer neuen Version der Grafik-API DirectX in der Version 10 ausgeliefert. Diese Schnittstelle bietet vor allem einen besseren Zugriff und ermöglicht eine schnellere Ausführung der Grafikfunktionen und zeichnet sich durch eine geringe Erweiterung der Effektpalette aus. Diese Version ist nur für Windows Vista verfügbar.

ReadyBoost, SuperFetch und ReadyDrive (Unterstützung von Hybrid-Festplatten) sollen den Start von Programmen und des Betriebssystems beschleunigen. Zudem wurde das Dateisystem NTFS aktualisiert, so dass es unter anderem atomare Operationen auf Dateisystemebene unterstützt. Vista unterstützt das Lesen und Schreiben von DVD-RAM per Drag & Drop (→ Universal Disk Format) und kann WebDAV-Ordner im Explorer einbinden (beides ist unter Windows XP nur mit Zusatzsoftware möglich).

Der TCP/IP-Stack wurde komplett neu konstruiert. Er unterstützt damit mehrere physikalische Prozessoren. In Teststudien wurde eine Steigerung um den Faktor 3 gemessen.

Im Unterschied zur 32 Bit-Version ist die 64 Bit-Version in der Lage, wesentlich mehr Arbeitsspeicher verwalten zu können und somit die bisher geltende 4 GB-Grenze zu überspringen. Mechanismen mit denen auch die 32 Bit-Version mehr als 4 GB Arbeitsspeicher nutzen kann, wurden anders als in Microsoft Windows Server 2008 nicht ergänzt. Jede Vista-Version kann jedoch nur verschiedene Mengen von Arbeitsspeicher verwalten: Vista Home Basic unterstützt beispielsweise nur 8 GB RAM, Vista Home Premium 16 GB und Vista Business, Enterprise und Ultimate 128 GB RAM. Zum Ausführen der 64 bit-Version ist ein Prozessor vonnöten, der die x86-64-Technologie unterstützt, und somit im Stande ist, 64 bit-Code auszuführen. Solche Prozessoren sind zum Beispiel alle AMD Athlon 64 und Phenom-Modelle, die 600er-Serie des Pentium 4, wie auch einige Intel Atom-Modelle und der Intel Core 2 Duo.

Windows Vista 64 führt sowohl 32 Bit- als auch 64 Bit-Anwendungen gleichzeitig aus. Dafür wird ein WOW64-Emulationslayer verwendet. 16 Bit-Anwendungen werden hingegen nicht mehr unterstützt; das 16 Bit-Subsystem für alte MS-DOS- und Win16-Programme, welches auf dem Virtual 8086 Mode basierte, entfällt in der 64 Bit-Version ersatzlos. Systemnahe 32 Bit-Programme wie Virenscanner und Defragmentierungsprogramme können mit der 64 Bit-Version nicht verwendet werden, ebenso müssen Treiber im 64 Bit-Format vorliegen, sowie eine digitale Signatur besitzen.

Neu an Vista ist das Windows Anytime Upgrade genannte Vertriebsmodell, hierbei können mit dem gleichen Datenträger mehrere unterschiedliche Lizenzen, in Abhängigkeit von der Lizenznummer verwendet werden. Das Medium ist nicht mehr auf eine Lizenz oder Lizenznummer zugeschnitten. Lediglich die 32-Bit- und 64-Bit-Versionen haben unterschiedliche Medien, die sich durch die Farbe der Hüllen (grün bzw. blau) unterscheiden.

Im Februar 2008 stellte Microsoft das erste Service Pack für Vista fertig, das am 18. März 2008 der allgemeinen Öffentlichkeit in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Japanisch und Spanisch zum Herunterladen bereitgestellt wurde. Das Service Pack 1 wird als Komplettpaket in einer jeweils rund 430 MB großen 32- und einer rund 730 MB großen 64-Bit-Variante sowie als etwa 50 MB großes Paket über Windows Update angeboten. Die Erstellung von eigenen Installationspaketen mit integriertem Service Pack soll laut Microsoft offiziell nicht möglich sein.

Für die über die Update-Funktion beziehbare Version wird die Installation aller zuvor veröffentlichten Patches vorausgesetzt. Falls die Update-Funktion bestimmte Treiber vorfindet, die als nicht mit Service Pack 1 kompatibel bekannt sind, wird ein Update für den betroffenen Computer nicht angeboten. Systeme, auf denen zusätzliche Windows-Sprachpakete installiert sind, werden ebenfalls vom Update ausgeschlossen, solange zu einer der installierten Sprachen noch keine Service-Pack-1-Version verfügbar ist.

Neben bis dato erschienenen Patches beinhaltet das Service Pack 1 eine Unterstützung des BIOS-Nachfolgers EFI, und die Treiberbibliothek wird mit dem Service Pack 1 auf etwa 80.000 Komponenten erweitert. Außerdem wird das für Speicherkarten konzipierte und mit Windows Mobile 6.0 eingeführte Datenträgerformat exFAT unterstützt und das Festplattenverschlüsselungssystem verbessert.

Auf Druck der Google Inc. besteht nach der Installation des Service Packs die Möglichkeit, jedes beliebige Desktop-Suchprogramm als Standard zu definieren.

Microsoft verschärft zudem die Produktaktivierung von Vista und macht unter anderem zwei bekannte Methoden zu deren Umgehung unbrauchbar. Wie weit dies wirksam ist, ist umstritten. Andererseits wird auf Druck der OEM-Partner und Unternehmenskunden die Sanktionierung von nicht aktivierten Windows-Lizenzen abgemildert indem der Modus der reduzierten Funktionalität abgeschafft wurde.

Der Service Pack 2 soll laut Microsoft im ersten Halbjahr 2009 erscheinen.

Der Speicherverbrauch auf der Festplatte und im Arbeitsspeicher steigt gegenüber dem Vorgänger Windows XP deutlich, was für einige Kritik gesorgt hat. Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet so einen starken Anstieg des weltweiten Elektronikabfalls, da Windows Vista wegen der hohen Systemanforderungen auf vielen älteren Desktop-PCs nicht laufen wird und eine breite Zahl von Benutzern daher zu einem Neukauf bewegt wird. Eine Steigerung der Verkäufe um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird erwartet. Greenpeace empfiehlt in diesem Zusammenhang, den eigenen PC aufzurüsten statt neu zu kaufen oder auf Windows Vista ganz zu verzichten. Bei der 64-Bit-Version verdoppelt sich der Speicherverbrauch vieler Maschinenbefehle und Adressen in Programmen durch 64-Bit-Wortbreite zusätzlich, was jedoch ein allgemeines Merkmal der 64-Bit-Architektur ist. Daten wie Musik und Texte bleiben davon jedoch unberührt.

Konkret gibt Microsoft als Systemanforderungen einen Prozessor mit 800 MHz (empfohlen: 1 GHz), 512 MB RAM (empfohlen: 1 GB, bei der 64-Bit-Version jeweils das doppelte) und eine Festplatte mit 20 GB (empfohlen: 40 GB) an. Die Grafikkarten-Voraussetzungen hängen von den drei Grafikmodi und der Auflösung ab. Dabei werden im Modus „Classic“ keine weiteren Anforderungen gestellt, in den Aero-Modi müssen jedoch noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden. Laut Microsoft erfüllt jeder Anfang 2007 verkaufte Mittelklasse-PC die Mindestanforderungen von Windows Vista.

Die Zeitschrift c’t berichtete, die Qualität der Übersetzung falle gegenüber anderen Microsoft-Produkten deutlich ab, da viele Texte und Dialoge verwirrend, uneinheitlich oder durch Wortschöpfungen (etwa „blocken“ statt „blockieren“) unverständlich seien.

Trotz des angekündigten hohen Sicherheitsstandards demonstrierte die aus Polen stammende Forscherin Joanna Rutkowska erstmalig am 21. Juli 2006 auf der SyScan-Konferenz in Singapur eine Möglichkeit, in einer früheren Beta-Version von Vista Sicherheitsmechanismen zu umgehen; sie nutzte hierbei Methoden von Rootkits und der Virtualisierung. Dabei machte sich die Forscherin eine Lücke in der Treiberüberprüfung zunutze. Inzwischen ist dieser Angriff nicht mehr erfolgreich, Rutkowska kritisierte Microsoft jedoch dafür, den einfachsten Weg gewählt zu haben, anstatt das Problem zu beseitigen.

Das Online-Magazin Silicon.de berichtet von Problemen mit der Audio-Architektur. Viele Soundkarten-Hersteller können die Audio-Schnittstellen nur unter Verwendung von Emulations-Techniken ansprechen. Der Hersteller Creative Labs bestätigt auf seiner Website unter anderem generelle Aussetzer bei der Tonwiedergabe, Probleme mit Mehrkanalsystemen und Direct Sound 3D.

Das 16-Bit-Subsystem der 32-Bit-Version von Windows Vista schränkt DPMI-Programme (innerhalb der NTVDM) auf die Nutzung von 32 MB Arbeitsspeicher ein. Der Vorgänger Windows XP besaß diese Einschränkung nicht. Die 64-Bit-Version enthält gar kein 16-Bit-Subsystem.

Für die beiden Heimanwender-Versionen Home Basic und Home Premium galt zunächst die Beschränkung, dass diese generell nicht in einer virtuellen Maschine eingesetzt werden durften, wie zum Beispiel unter Parallels, das auf einem Apple-Rechner den simultanen Betrieb von Windows und OS X ermöglicht. Diese Möglichkeit war erst in den teureren Business- oder Ultimate-Lizenzen enthalten. Als Erklärung für das Verbot gibt Microsoft an, dass die Virtualisierung nur für Geschäftskunden von Belang sei. Ende Januar 2008 hob Microsoft diese Regelung jedoch auf.

Ende März 2006 hat die Europäische Union Microsoft mit einem Verkaufsstopp gedroht, falls weiterhin die Auflagen der EU (etwa die Offenlegung der Kommunikationsschnittstellen des Betriebssystems und der Bürosoftware) nicht beachtet würden.

Um den negativen Kritiken über Vista entgegen zu treten, entschloss sich Microsoft das „Mojave Experiment“ zu starten. Bei diesem Experiment wurden Probanden, die noch nie Vista benutzt hatten, zunächst über ihre Meinung zu Windows Vista befragt. Danach wurde ihnen „Windows Mojave“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein optisch im Design nur unwesentlich verändertes Windows Vista, das als solches nicht mehr erkennbar ist und den Probanden als neuartiges Betriebssystem vorgestellt wurde. Im Ergebnis bewertete die Mehrheit der Probanden Mojave als deutlich besser als Vista.

Allgemein wird Windows Vista in den Medien ein eher geringer Erfolg beschieden, Microsoft selbst bezeichnet die Verkaufszahlen jedoch als positiv. Das System wurde laut Angaben des Herstellers im ersten Verkaufsjahr 2007 mehr als 100 Mio. Mal verkauft. In diesem Zeitraum wurden weltweit 271 Millionen PCs und Notebooks verkauft. Im Vergleich verkaufte Microsoft im ersten Verkaufsjahr 2002 von Windows XP 67 Millionen Exemplare. Im Jahr 2002 gab es weltweit 132 Millionen verkaufte PCs.

Analysten des IT-Marktforschungsinstituts Gartner Inc. meinen gar, Windows und damit Microsoft kollabiere. Microsoft habe auf den Markt nicht reagiert. Windows sei überlastet mit Code-Altlasten aus zwei Jahrzehnten. Weitere Gründe seien zu lange Entwicklungszyklen, zu wenig Innovation. Zudem gebe es ernsthafte Konkurrenz unter anderem durch Open-Source-Software, was Windows irrelevant mache, wenn Microsoft nicht gegensteuert. Auch Webanwendungen und kleine, auf bestimmte Funktionen ausgerichtete Geräte wie z. B. iPhone, Spielkonsolen, EeePC grüben Windows das Wasser ab. Windows, wie man es heute kenne, müsse ersetzt werden durch eine stark modulare Version, sonst sei Microsoft „weg vom Fenster“. Jedoch seien schnelle Änderungen bei Microsoft kaum zu erwarten.

Gianfranco Lanci, Präsident des PC-Herstellers Acer, kritisierte im Juli 2007, dass es im Gegensatz zu früheren Windows-Versionen keine Impulse zum Kauf von neuen PCs gegeben habe.

Das US-Verkehrsministerium hat im Januar 2007 seinen Mitarbeitern eine Aufrüstung auf Windows Vista, Office 2007 und Internet Explorer 7 untersagt. Als Begründung wird angegeben, dass kein Anwendungsszenario (weder aus technischer noch ökonomischer Sicht) für einen Einsatz von Vista spreche. Dagegen gebe es viele Gründe, die gegen ein Upgrade auf Microsoft Vista sprechen. Microsoft will in einer ersten Reaktion den Zuständigen des Ministeriums die Software noch einmal erklären.

Ein ähnliches Verbot wurde im US-Luftfahrtministerium (FAA) erlassen. Auch viele andere Unternehmen haben den Umstieg bisher verschoben. Ende Juni 2008 wurde unter anderem von Intel, General Motors und Daimler erklärt, Windows Vista ganz zu überspringen.

Ende Februar 2008 hat Microsoft angekündigt, die Preisempfehlungen für Windows Vista teilweise deutlich zu senken, begründet wird dies mit dem Versuch, weitere Kunden zu einem Update auf Vista zu bewegen. Im April wurden Pläne für eine Marketingoffensive in Höhe von mindestens 300 Millionen Dollar bekannt, die neben Vista auch das Online- und Handygeschäft von Microsoft fördern soll. Ein Konzerninsider wird mit den Worten zitiert „Kunden sollen PCs kaufen, nicht obwohl Windows drauf ist, sondern weil Windows drauf ist“. Die schlechte Resonanz auf das unfertige System vor SP1, die Performanceeinbußen, die Unbenutzbarkeit auf Mini-Notebooks und nicht zuletzt die wachsende Linux- und Mac-Konkurrenz werden als weitere Gründe für diesen Schritt gesehen.

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Windows Media

Windows Media ist eine Technologie-Plattform von Microsoft, die u. a. einen Player (Windows Media Player), eine Reihe von Audio- und Video-Codecs (Windows Media Audio, Windows Media Video u. a.) sowie Windows Media Encoder, Windows Media Server sowie ein Windows Media SDK, welches aus mehreren SDK Komponenten für unterschiedliche Einsatzgebiete besteht, umfasst. Die Produktlinie war ursprünglich unter der Bezeichnung Microsoft NetShow eingeführt worden.

Microsofts Mediaplayer-Strategie wird als Neuauflage der Browserkriege aus der Mitte der 90er Jahre betrachtet: Auch hier setzte der Softwarekonzern seine Web-Technologie durch den kostenlos angebotenen Microsoft Internet Explorer gegen das Konkurrenzprodukt Netscape Navigator durch. Microsofts Multimedia-Strategie richtet sich vordergründig offenbar gegen den Konkurrenten Real Networks und dessen Real Player als auch gegen die QuickTime-Plattform von Apple, vielmehr geht es jedoch um die Durchsetzung der Backend-Technologien wie Server, Dateiformate und Codecs.

Microsoft stellt auf seiner Homepage kostenlos einen Windows Media Encoder bereit, mit dem Audio- und Videoaufzeichnungen in das Windows-Media-Format konvertiert werden können.

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Source : Wikipedia