Windows

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Geschrieben von tron 25/02/2009 @ 13:51

Tags : windows, betriebssysteme, computer, high-tech

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Microsoft Windows

Microsoft Windows ist ein Markenname für Betriebssysteme der Firma Microsoft. Ursprünglich war Microsoft Windows eine grafische Erweiterung des Betriebssystems MS-DOS (wie beispielsweise auch GEM oder PC/GEOS), inzwischen wurde dieser Entwicklungszweig zu Gunsten der Windows-NT-Produktlinie aufgegeben und Windows bezeichnet das Betriebssystem als Ganzes.

Windows-Betriebssysteme sind sowohl für den Desktop als auch für Server verfügbar; daneben existieren Varianten für Embedded Devices, wie zum Beispiel PDAs, zugeschnitten sind.

Die Windows-Betriebssysteme sind mit einem geschätzten Marktanteil von knapp 90 Prozent Marktführer im Bereich der PC-Betriebssysteme, wodurch die Firma Microsoft ein Quasi-Monopol hält. Diese Tatsache führte in Vergangenheit zu einer Vielzahl von Gerichtsverfahren, welche die Ausnutzung dieser Marktstellung zum Inhalt hatten.

Das Schaubild stellt einzelne Hauptversionen des Betriebssystems Microsoft Windows anhand der Erscheinungsdaten und aufgegliedert in die Produktlinien auf einer Zeittafel angeordnet dar und soll dem Überblick dienen.

Die 16-Bit-Versionen von Microsoft Windows basierten ursprünglich vollständig auf MS-DOS und benutzten es für alle Systemzugriffe. Microsoft Windows stellte lediglich eine Erweiterung in Form einer grafischen Benutzeroberfläche dar. Das änderte sich mit Windows 3.x allmählich, insbesondere durch die Einführung der 32-Bit-Zugriffe und des Win32s-Subsystems. Die Win32s-Komponente stellte in Windows 3.1x einen Teilsatz des Win32-API aus Windows NT bereit, wodurch einige für Windows 95 oder Windows NT entwickelte Programme damit funktionierten. Zwischen Windows-Programmen auf älteren Windows-Versionen (einschließlich Windows 3.x) ist nur kooperatives Multitasking verfügbar. Mit Windows for Workgroups wurde eine Version mit integrierter Netzwerkfähigkeit veröffentlicht. Der Namenszusatz wurde ab Windows 95 und in allen Windows-NT-Versionen wieder fallen gelassen.

Microsoft Windows 1.0, Codename „Interface Manager“, ist die erste Version und, nach dessen Vorstellung auf der COMDEXX am 10. November 1983, im August 1985 veröffentlicht worden. Die Marketing-Abteilung entschied sich, nachdem die Entwickler immer von Fenstern sprachen, das System, welches die erste grafische Benutzeroberfläche von Microsoft für DOS darstellt, in „Windows“ umzubenennen.

Microsoft Windows 2.0 wurde im November 1987 veröffentlicht und beinhaltete unter anderem Verbesserungen an der grafischen Benutzeroberfläche. Erstmals wurde auch eine Windows-Version von Microsoft Word und Microsoft Excel veröffentlicht.

Microsoft Windows 3.0 wurde am 22. Mai 1990 veröffentlicht. Windows 3.1, welches am 1. März 1992 folgte, war die erste kommerziell erfolgreiche Version eines Microsoft-Betriebssystems. Mit Windows for Workgroups 3.1, Codename „Sparta“, erschien im Oktober 1992 das erste rudimentär netzwerkfähige Windows, mit Version 3.11 unterstützte Windows for Workgroups schließlich auch TCP/IP.

Die sogenannte Windows-9x-Linie basiert auf MS-DOS, besitzt aber einen eigenen 32-Bit-Betriebssystemkern, der nach dem Systemstart die Systemzugriffe mittels sogenannter VxDs (Virtual Device Driver, virtuelle Gerätetreiber) steuert. Das Win32-API war zu dem Zeitpunkt nichts vollkommen neues, da Windows NT 3.1 und Windows NT 3.5 bereits auf dem Markt waren. Windows 95 war aber die erste Windows-Version für Heimanwender, die diese benutzte.

Windows 9x bringt sein eigenes angepasstes DOS mit, während frühere DOS-basierte Windows-Versionen ein vorinstalliertes DOS voraussetzten. Der Start von Windows ist dabei (außer in Windows Me, für das es inoffizielle Patches gab) mittels eines Eintrags in die textbasierte Datei MSDOS.SYS verhinderbar, so dass Windows wie in früheren Versionen manuell durch das DOS-Programm WIN.COM gestartet werden kann. Microsoft wollte dem Benutzer zwar suggerieren, MS-DOS existiere nicht mehr eigenständig, allerdings war das MS-DOS-Betriebssystem aus jedem Windows 9x auch vollständig ohne Windows lauffähig. Windows 9x besitzt eine eingeschränkte Unterstützung für präemptives Multitasking und Speicherschutz.

Der Begriff „Windows 9x“ leitet sich aus den nun spezielleren Namen (anstatt nur Versionsnummern) her, die in den meisten DOS-basierten Windows-Versionen 4.x mit einer Neun beginnen. Aus diesem Schema stößt nur Windows Me hervor, es wird aber trotzdem mit den sehr verwandten anderen Versionen zusammengefasst.

Microsoft Windows 95, Codename „Chicago“, ist am 15. August 1995 erschienen. In den beiden Folgejahren erschienen Windows 95b und Windows 95c. Das System wird seit Januar 2002 von Microsoft offiziell nicht mehr unterstützt.

Microsoft Windows 98, Codename „Memphis“, erschien am 30. Juni 1998 als Evolutionsstufe von Windows 95. Windows 98 enthält hauptsächlich Internet-Erweiterungen wie den integrierten Internet Explorer 4.0 sowie Multimedia-Erweiterungen. Nach Windows 95 ist Windows 98 das zweiterfolgreichstes System, die offizielle Unterstützung wurde im Jahr 2006 eingestellt. Mitte 1999 erschien Windows 98 Second Edition (englisch für zweite Ausgabe) welche als überarbeitete Version unter Anderem das Service Pack 1, den Internet Explorer 5 sowie einige Verbesserungen im Bereich Multimedia und USB mitbrachte.

Microsoft Windows Millennium Edition (Me), Codename „Georgia“, ist im August/September 2000 erschienen. Auch hier wurden hauptsächlich kosmetische Änderungen und Multimedia-Verbesserungen vorgenommen, das Betriebssystem brachte beispielsweise eine verbesserte Version des Windows Media Player mit. Ein Tool zur Systemwiederherstellung mit dem das System auf einem automatischen oder vom Benutzer ausgewählten Zeitpunkt zurückgesetzt werden kann ist, ähnlich wie in Windows XP, enthalten. Ferner wurde der Schutz von Systemdateien verbessert, es ist, im Gegensatz zu Vorgängerversionen, aufgrund der System File Protection (SFP) nicht mehr möglich eben diese zu löschen. Durch das Programm „Komprimierte Ordner“ wird das Erstellen und Entpacken von ZIP-Archiven direkt unterstützt. Darüber hinaus enthält Windows Me noch diverse neue Funktionen und galt daher als Pausenfüller bis zur nächsten „großen“ Version Windows XP.

Die Microsoft Windows NT-Serie besitzt einen eigenen Kernel. Das Kürzel NT steht für New Technology (sinngemäß und korrekt übersetzt „neue Technik“). Der Name stand zunächst für ein von Microsoft und IBM gemeinsam entwickeltes Betriebssystems OS/2, welches nur in den 16-bit-Versionen (Versionsnummern 1.x) gemeinsam entwickelt, aber getrennt vermarktet wurde. Mit dem Entwicklungsschritt zu den 32-bit-Versionen (2.x) trennte sich Microsoft von IBM, um das Betriebssystem als Windows NT in Konkurrenz zu OS/2 getrennt von IBM weiter zu entwickeln. Vor allem in den NT-Versionen der 3.x-Reihe konnte der Benutzer mit Fehlermeldungen oder Hilfetexten konfrontiert werden, in denen von OS/2 die Rede, aber Windows NT gemeint war.

NT stand ursprünglich für N-Ten (N10), einen Emulator, auf welchem das System von Microsoft in der Anfangsphase betrieben wurde.

Windows NT ist für verschiedene Prozessorarchitekturen konzipiert und wurde ursprünglich für Intel-386-, MIPS-, PowerPC- und Alpha-Prozessoren angeboten. Diese breit angelegte Unterstützung wurde allerdings im Laufe der Zeit immer mehr ausgedünnt. Seit der XP-Einführung (Ende 2001) wurden praktisch nur noch x86-basierte Systeme unterstützt; die frühere Entwicklung von Versionen von NT für die Alpha-Architektur von DEC und weiteren wurde nach und nach eingestellt. Mit den Ankündigungen von AMD und Intel, zukünftig 64-bit-Prozessoren fertigen zu wollen, begann bei Microsoft die Entwicklung entsprechender Betriebssystemvarianten. Mitte 2005 stellte Microsoft dann auf seiner betriebseigenen Veranstaltung „WinHEC 2005“ in Seattle seine neuen Produkte Microsoft Windows XP Professional x64 Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Standard Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Enterprise Edition und Microsoft Windows Server 2003 x64 Datacenter Edition vor.

MS-DOS wird bei Bedarf emuliert, weitgehend namens- und funktionsgleiche Befehle sind als Laufzeitumgebung verfügbar, und weitere DOS-Programme können weiter verwendet werden, solange sie keinen direkten Zugriff auf die Hardware erfordern. Spiele laufen daher meist gar nicht oder wenn, dann nur ohne Ton und Joystick-Unterstützung. Abhilfe schaffen DOS-Emulatoren wie z. B. DOSBox.

NT besitzt präemptives Multitasking mit Speicherschutz. Direkte Hardwarezugriffe von Programmen sind (im Gegensatz zur DOS-Linie) durch die strikte Durchsetzung eines Schichtenmodells nicht erlaubt. Beginnend mit Microsoft Windows 2000 wurden die NT-Linie und die Konsumentenvariante von Microsoft Windows vereinheitlicht und in eine gemeinsame Produktlinie überführt. Mit der XP-Version kann die Zusammenführung „unsicherer Multimedia-Versionen, DOS-basiert“ und „sicherer NT-Versionen ohne Multimedia“ als abgeschlossen betrachtet werden.

Microsoft Windows NT 3.1 ist im Jahr 1993 in zwei unterschiedlichen Varianten erschienen.

Microsoft Windows NT 3.5, Codename „Daytona“, ist im September 1994 erschienen und stellt eine Weiterentwicklung von Windows NT 3.1 dar. Die Oberfläche entspricht der von Windows 3.1. Da DOS-basierende Windowssysteme noch vorherrschten, wurde, im Vergleich zur Windows NT 3.1, vor allem die Kompatibilität zu Windows-95-Programmen verbessert. Windows NT 3.5 erschien zunächst vergleichsweise fehlerbehaftet, die überarbeitete Version 3.51 erschien letztendlich im Juni 1995. Windows NT 3.5 wurde in zwei unterschiedliche Varianten verkauft.

Microsoft Windows NT 4.0, Codename „Cairo“, ist am 29. August 1996 erschienen. Anders als Windows NT 3.x ist Windows NT 4.0 mit der selben Benutzeroberfläche wie Windows 95 erschienen - lediglich mit dem Unterschied, dass diese auf dem NT-Kernel basiert. Windows NT 4.0 gilt aus diesem Grund als stabiler als Windows 95, seit Januar 2002 wird aber auch dieses System von Microsoft nicht mehr unterstützt. Zunächst wurde Windows NT 4.0, wie auch Windows NT 3.x, in zwei Varianten veröffentlicht, in den Jahren 1996 und 1998 wurden schließlich zwei weitere Varianten des Betriebssystems veröffentlicht.

Microsoft Windows 2000 ist im Februar 2000 erschienen und trägt die NT-Version 5.0. Windows 2000 bietet eine verbesserte Unterstützung von Geräten und ist in insgesamt vier unterschiedliche Varianten erschienen. Die Server-Varianten wurden speziell auf unterschiedliche Unternehmensgrößen hin konzipiert, bietet erstmals Active Directory und sollten die Windows-NT-4.0-Server ablösen.

Microsoft Windows XP, Codename „Whistler“, ist am 25. Oktober 2001 erschienen und trägt die NT-Version 5.1. Windows XP ist das bisher am besten verkaufte Windows-Betriebssystem und vereint erstmals die großen Produktschienen „Privat“ und „Unternehmen“. Erneuert wurde in Windows XP insbesondere die Benutzerführung und die Integration von Multimedia und Internet wurde weiter vorangetrieben. Die Entwicklungszweige „Neptune“ und „Odyssey“ wurden mit Windows XP vereint.

Für heftige Diskussionen sorgte die neue Produktaktivierung welche das Verwenden von sogenannten „Raubkopien“ verhindern sollte. Microsoft wird hierbei die als problematisch angesehene Vorgehensweise hinsichtlich des Datenschutzes der Benutzer vorgeworfen.

Das im September 2004 veröffentlichte „Service Pack 2“ legte seinen Hauptaugenemerkt auf die Verbesserung der Netzwerksicherheit. Das Service Pack 3, das zugleich das letzte für Windows XP darstellen soll, sollte am 29. April 2008 veröffentlicht werden, aufgrund von Kompatibilitätsproblem im Zusammenhang mit dem Microsoft Retail Management System erfolgte die Veröffentlichung letztendlich jedoch erst am 6. Mai gleichen Jahres.Neben den Aktualisierungen seit Service Pack 1 beherbergt das Update verschiedene weitere aktualisierte Programme. Das Update erlaubt darüber hinaus die Verwendung von Windows XP als Gastsystem unter Microsofts im Herbst 2008 erschienenen Virtualisierungslösung Hyper-V. Das Service Pack 3 optimiert darüber hinaus die Geschwindigkeit des Systems, wurde aber ausschließlich für die Varianten der 32-bit Architektur veröffentlicht.

Eine Besonderheit sind die N-Versionen (Home Edition N und Professional N) welche aufgrund eines europäischen Rechtsstreits, welcher die Ausnutzung der Quasi-Monopol-Stellung von Microsoft zum Inhalt hatte, ohne vorinstallierten Windows Media Player ausgeliefert werden. Die N-Versionen sind ausschließlich in der Europäischen Union erhältlich. Windows XP Professional x64 Edition ist eine speziell auf die 64-Bit-Architektur zugeschnittene Variante des Betriebssystems und basiert auf Microsoft Windows Server 2003 x64. Von Windows XP sind insgesamt sechs unterschiedliche Varianten erschienen.

Darüber hinaus wurden zwei weitere Systeme entwickelt welche auf den Betriebssystemkern von Windows XP aufbauen, sich aber deutlicher von den Ursprungsvarianten unterscheiden.

Microsoft Windows Server 2003 ist im Jahr 2003 als Server-Variante von Windows XP erschienen und trägt die NT-Version 5.2. Die x64-Varianten (x64 Standard Edition, x64 Enterprise Edition und x64 Datacenter Edition) sind speziell auf die 64-Bit-Architektur zugeschnittene Varianten des Betriebssystems. Von Windows Server 2003 sind insgesamt fünf unterschiedliche Varianten erschienen.

Microsoft Windows Vista, Codename „Longhorn“, ist am 30. November 2006 für Unternehmen und am 30. Januar 2007 für Privatanwender erschienen und trägt die NT-Version 6.0. Nach einer ersten Alphaversion Anfang 2002 wurde der Veröffentlichungstermin mehrfach verschoben, alle ursprünglich geplanten Funktionen konnten dennoch nicht verwirklicht werden (beispielsweise die Dateisystemerweiterung WinFS). Die grafische Benutzerschnittstelle wurde überarbeitet und bietet die Modi Aero Basic und Aero Glass.

Alle Produktvarianten sind so wohl als Versionen für die 32-Bit-Architektur als auch als Versionen für die 64-Bit-Architektur erschienen. Neben den von Windows XP bekannten N-Versionen (Home Basic N und Business N) ohne vorinstallierten Windows Media Player existieren auch K-Versionen (Home Basic K und Business K) welche ohne vorinstallierten Windows Media Player und Windows Messenger ausgeliefert werden. Anders als die N-Versionen, welche ausschließlich in der Europäischen Union erhältlich sind, sind die K-Versionen ausschließlich in Korea erhältlich. Die Starter-Variante von Windows Vista wurde in Europa nicht veröffentlicht. Insgesamt sind zehn unterschiedliche Varianten erschienen.

Windows Vista TV Pack 2008, Codename „Fiji“, stellt eine überarbeitete Version des Windows Media Centers dar und ist im August 2008 für Windows Vista erschienen. Das Paket ist nur für OEM-Kunden verfügbar, verlangt nach dem Service Pack 1 von Windows Vista und enthält die Unterstützung neuer digitaler TV-Standards.

Microsoft Windows 7, Codenamen „Vienna“ und „Blackcomb“, wurde im Jahre 2000 unter dem Codenamen „Blackcomb“ angekündigt und sollte Windows XP ablösen. Unter anderem sollte Windows Blackcomb erkennen, wie ein eingetippter Satz abgeschlossen werden sollte. 2001 entschied Microsoft sich jedoch, vermutlich im Hinblick auf technische Möglichkeiten, zwischen Windows XP und Blackcomb eine weitere Version von Windows zu veröffentlichen, die später Windows Vista genannt wurde. 2006 änderte man außerdem den Codenamen von Blackcomb zu „Vienna“.

Mit dem Erscheinen von Windows Vista und der Ablösung des bisherigen Windows-Entwicklungsleiters Jim Allchin durch Steven Sinofsky wurde der Name im Februar 2007 von Vienna in Windows 7 geändert. Eine neue Windows-Version soll jetzt alle drei Jahre erscheinen. Offiziell sollte Windows 7 nicht vor Januar 2010 auf den Markt kommen, jüngeren Berichten zufolge aber setzt Microsoft das Release-Datum in seinem internen Kalender bereits auf den Juni 2009.

Eine erste Vorab-Version wurde am 28. Oktober 2008 an die Teilnehmer der PDC verteilt. Am 9. Januar 2009 stellte Microsoft die erste öffentliche Beta-Version zum freien Download zur Verfügung. Aufgrund des großen Andrangs auf das geplante Kontingent von 2,5 Millionen Downloads waren die Microsoft-Server zwischenzeitlich jedoch überlastet. Seither gilt das Kontingent von 2,5 Mio. Downloads als aufgehoben.

Die CE-Linie wurde für mobile Geräte wie Pocket PCs, Smartphones und PDAs konzipiert und stellt eine eigene Produktlinie dar. Neben den hier aufgelisteten Versionen existieren weitere Versionen für einzelne Gerätetypen und Hauptprozessoren.

Oft als Beta von Windows 95b oder Windows 96 bezeichnet, war Nashville tatsächlich nur eine Technologie-Vorschau, aus der später unter anderem der Active Desktop des Internet Explorers 4.0 hervorging. Die Bezeichnung Windows 96 geht auf den Deinstallationseintrag in der Systemregistrierung zurück, den Nashville hinterlässt, wenn man es als Update für Windows 95 installiert. Da es in Nashville keine weiteren Referenzen zu Windows 96 gibt und die einzig bekannte Beta-Version auch nie für den Gebrauch außerhalb Microsofts gedacht war, lässt sich über den Sinn dieses Eintrags nur spekulieren.

Weil Programmierer moderner Malware vor allem an sensiblen Daten von Endbenutzern interessiert sind, stellt Windows hier mit seiner Monopolstellung im Anwenderbereich für sie ein beliebtes Ziel dar.

Da zur Zeit der Entwicklung von Windows NT die heutige Relevanz des Internets nicht absehbar war, vernachlässigte Microsoft die Internet-Sicherheit. Darüber hinaus wurde Windows bis Windows Server 2003 standardmäßig mit deaktivierten Sicherheitsoptionen ausgeliefert, auch angreifbare (wenn auch nützliche) Dienste waren aktiviert. Im Juni 2005 hat Bruce Schneiers Counterpane Internet Security berichtet, dass sie mehr als 1000 neue Viren und Würmer für Windows-Systeme in den letzten sechs Monaten gesichtet hätten.

Microsoft hat die Sicherheitsprobleme um die Jahrtausendwende zugegeben und gab bekannt, dass dem Thema Sicherheit fortan höchste Bedeutung zugemessen werde. Das dringend benötigte System für automatische Updates wurde erstmals mit Windows 2000 eingeführt. Das Ergebnis war, dass das Service Pack 2 für Windows XP und das Service Pack 1 für Windows Server 2003 sehr viel schneller von den Kunden installiert wurden, als es sonst der Fall gewesen wäre. Microsoft verteilt Sicherheitspatches über sein Windows Update System normalerweise einmal im Monat (Patch Day).

Spätestens seit dem in den Medien sehr präsenten Computerwurm W32.Blaster und seinen Derivaten im Jahr 2003 hat Microsoft bei Windows Vista den zentralen Fokus auf die Internet-Sicherheit gelegt. Dies hatte zum Erfolg, dass bei Vista nach seiner Einführung deutlich weniger Sicherheitslücken aufgedeckt werden konnten als bei Windows XP, bekannten Linux-Distributionen sowie Mac OS X Die zusätzliche Sicherheit wird vor allem auf die neu entwickelte Benutzerkontensteuerung zurück geführt, zieht jedoch auch Einschränkungen beim Bedienkomfort nach sich.

Eine Studie von Kevin Mitnick und der Firma Avantgarde aus dem Jahre 2004 führte zu dem Ergebnis, dass ein ungeschütztes Windows-XP-System ohne Sicherheitsaktualisierungen im Internet nur vier Minuten ohne Kompromittierung durchhält. Die AOL National Cyber Security Alliance Online Safety Study von Oktober 2004 hat festgestellt, dass 80 % aller Windows-Systeme von zumindest einem Spyware-/Adware-Programm infiziert waren. Die am häufigsten empfohlenen Strategien zur Erhöhung der Sicherheit von Windows-Produkten beinhalten die Verwendung von Hard- oder Software-Firewalls, Antivirus- und Antispyware-Produkten sowie die regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems mit Microsoft Update.

Auf Windows-Betriebssystemen können in der Regel nur Windows-Programme ausgeführt werden. Bei einigen Ausgaben der Windows-Versionen mit NT-Kernel ist zwar auch das POSIX-Subsystem enthalten, dieses ist aber in der Praxis bedeutungslos, da wichtige POSIX-Elemente wie symbolische Links und eine POSIX-kompatible Shell fehlen. POSIX-kompatible Anwendungen können oft gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand auf Windows-Betriebssysteme portiert werden.

Kernel-Mode-Treiber für Windows Vista in der 64-Bit-Version müssen signiert sein, um beim Systemstart automatisch geladen werden zu können.

Manche der mit Windows ausgelieferten Zusatzprogramme wie z. B. der Webbrowser werden in der Regel so tief in das System integriert, dass ein Auswechseln dieser Komponenten erschwert wird.

Der Begriff Window (Fenster) als Bezeichnung für ein Software-Oberflächenelement geht zurück auf das in den frühen 1970er Jahren im Xerox PARC entwickelte WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu, Pointing-device) für den Aufbau von Benutzerschnittstellen. Microsoft Windows ist eines von vielen Systemen, die dieses Paradigma umsetzen.

Um den Begriff „Windows“ als Markennamen gibt es andauernden Streit, da er beschreibenden Charakter hat, für eine Funktion des Betriebssystems (nämlich Programme in Fenstern laufen zu lassen), und daher auch andere den Begriff in ihren Produkten verwenden wollen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man möglichst immer den vollständigen Markennamen Microsoft Windows verwenden.

Microsoft konnte mit seinen Betriebssystemen im Laufe der 1990er Jahre eine Vorrangstellung auf dem Desktop-Markt erreichen und bildet seitdem ein Quasi-Monopol. Alternativen stellen die freien Open-Source-Betriebssysteme Linux und BSD sowie das (in seinen wichtigsten Komponenten) nicht freie Mac OS X dar. Ein Hauptkritikpunkt an Windows war die unbefriedigende Stabilität, die sich mit dem Durchsetzen der NT-Basis für Endbenutzer jedoch deutlich verbessert hat (Windows XP Home / geplant „Neptune“ als Windows 2000 Home).

Weiter werden wie zum Beispiel von Analysten des IT-Marktforschungsinstituts Gartner die fehlende Modularität, ein veralteter und ausufernder Programmcode, zu lange Entwicklungszyklen und zu geringe Innovationen bemängelt.

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Microsoft Windows NT

Windows NT ist ein Betriebssystem der Firma Microsoft. Seit seiner Version 5.0 wird das Kürzel NT nicht mehr in der Vermarktung, sondern nur noch intern verwendet.

Die Entwicklung an Windows NT begann, als die Allianz zwischen IBM und Microsoft zur Produktion von OS/2 aufbrach. Microsoft entwickelte seine Version von OS/2 3 zu Windows NT weiter.

Leiter des NT-Projekts wurde David N. Cutler. Er war maßgeblich an der Entwicklung des Betriebssystems VMS beteiligt gewesen und galt als einer der renommiertesten Entwickler von Betriebssystemen überhaupt. Microsoft warb ihn und Mitglieder seines Teams von DEC ab und setzte sie auf die Entwicklung eines neuen Betriebssystems an. Diese Abwerbung beantwortete DEC mit einer Klage, die Microsoft durch die Zahlung von 150 Millionen Dollar und die Zusage, mit Windows NT auch Alpha-Prozessoren zu unterstützen, beilegen konnte.

Cutler setzte sich zwei wesentliche Ziele für Windows NT. Ihm ging es darum, Zuverlässigkeit zu erreichen – eine abstürzende Anwendung sollte nicht mehr das gesamte System zum Absturz bringen können. Diese Stabilität war unter Betriebssystemen wie VMS längst üblich. Auch wichtig war Portabilität – Windows NT sollte auf allen modernen Computerarchitekturen lauffähig sein. Außerdem sollte Windows NT, ähnlich wie es der Mach-Kernel konnte, als Basis für verschiedene Betriebssysteme gleichzeitig dienen und so z. B. Windows-, MS-DOS-, OS/2- und POSIX-Programme gleichzeitig ablaufen lassen können. Der Arbeitstitel während der Entwicklung hieß demnach auch Portasys.

Nach Aussage des früheren Microsoft-Mitarbeiters Mark Lucovsky stand NT ursprünglich für N-Ten. Dies war der Codename für den in Entwicklung befindlichen Prozessor Intel i860. Er war als Plattform für NT gedacht, lag jedoch nicht bei Microsoft vor. Deshalb wurde auf einem Emulator entwickelt. Zu Vermarktungszwecken wurde das Kürzel später in New Technology umgedeutet.

Die erste ausgelieferte Version hatte die Versionsnummer 3.1. So sollte ein Bezug zu Windows 3.1 hergestellt werden, das die gleiche grafische Benutzeroberfläche besaß.

Nach Windows NT 4.0 wurde das Kürzel NT und die Versionsnummer im Produktnamen fallen gelassen. Die Nachfolgeversionen werden Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista und Windows Server 2008 genannt. Alle geben in der Umgebungsvariablen OS als Betriebssystem Windows_NT an. Windows 2000 weist noch im Startbildschirm mit dem Text „Auf NT-Technologie basierend“ auf die Verwandtschaft hin.

Cutler hatte seine zwei Primärziele erreicht: Das neue Betriebssystem war stabil, lief aufgrund seiner modularen Entwicklung auf mehreren Plattformen (MIPS und x86, später auch PowerPC und Alpha) und bot verschiedenen Programmarten Unterstützung. Es liefen sowohl 16-Bit-Windows-3.x-Programme als auch Programme für das neue 32-Bit-Windows-NT-API sowie textbasierte OS/2-Software und POSIX-1.0-kompatible Programme. Über die Jahre fand hier allerdings wieder eine Rückentwicklung statt. Die OS/2- und POSIX-Versionen wurden zunächst nicht weiter gepflegt und später entfernt. Die Versionen für PowerPC, MIPS und Alpha wurden eingestellt, dafür kamen später IA-64- und x64-Versionen hinzu.

In den ersten NT-Versionen läuft das GDI zusammen mit den anderen Subsystemen auf Ring 3 der Intel-Privilegstufe außerhalb des Kernel-Bereichs. Dadurch ist der Betriebssystemkern selbst vor Abstürzen in den Programmen geschützt. Ab NT 4.0 läuft das Grafiksubsystem aus Geschwindigkeitsgründen teilweise direkt im Betriebssystemkern, womit Fehler in Grafiktreibern moderne Windows-NT-Versionen zum Absturz bringen können. Windows Vista verwendet mit dem neuen Grafiktreiber-Modell allerdings wieder Userspace-Treiber.

Windows NT besitzt einen modularen Aufbau. Die unterste Ebene bildet die Hardwareabstraktionsschicht (engl. Hardware Abstraction Layer, abgekürzt HAL). Darauf bauen der eigentliche Betriebssystem-Kern (ein Hybridkernel) und die Subsysteme auf. Der Betriebssystemkern kümmert sich um die Vergabe des Arbeitsspeichers und der Rechenzeit. Auf den Kern setzen die Subsysteme auf. Dem Win32-Subsystem kommt dabei die größte Bedeutung zu, da es sich auch um den Aufbau der grafischen Benutzeroberfläche kümmert und die Signale der Eingabegeräte verarbeitet. In den Enterprise- und Ultimate-Editionen von Windows Vista sind die Microsoft Windows Services for UNIX in Form eines POSIX-kompatiblen Subsystems für UNIX-basierte Applikationen enthalten.

Aus Kompatibilitäts- und Geschwindigkeitsgründen, vor allem für Spiele, entwickelte Microsoft die DOS-basierte Betriebssystemlinie Windows 3.x/9x neben NT zunächst weiter. Erst mit Windows XP wurde die DOS-basierte Linie aufgegeben, wobei Windows XP einen reinen NT-Betriebssystemkern hat.

Bereits die erste Windows-NT-Version war vollständig von MS-DOS losgelöst. Aus Gründen der Abwärtskompatibilität konnten allerdings ältere 16-Bit-DOS-Programme wie beispielsweise der MS-DOS-Kommandozeileninterpreter Command.com in einer Virtual DOS Machine ausgeführt werden. Programme, die direkt (also ohne das Subsystem von Windows) auf die Hardware zugreifen, werden aus Sicherheitsgründen nicht mehr ausgeführt. Zusätzlich stand dem Anwender ein weiterentwickelter, vollständig 32-Bit-fähiger Kommandozeileninterpreter namens cmd.exe zur Verfügung. Außerdem unterstützte Windows NT bereits in der Version 3.1 das Dateisystem NTFS (New Technology File System) und verfügt seit jeher über einen 32-Bit-Kernel.

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Microsoft Windows CE

Windows CE, oft auch als WinCE abgekürzt, ist eine Familie von Betriebssystemen von Microsoft für PDA und embedded Systems. Es ähnelt in der Bedienung MS-Windows für PCs, verwendet aber einen anderen Kernel. Somit funktionieren auch keine herkömmlichen Windows-Programme. CE unterstützt die Prozessorarchitekturen Intel x86, MIPS, ARM (mit Intel PXA) und Hitachi SuperH. Es handelt sich in der letzten Version (Windows CE 6.0) um ein Echtzeitbetriebssystem.

Windows CE wurde speziell für die Verwendung in Klein- und Kleinstcomputern, insbesondere für Industrie-, Automotive- und mobile Geräte, entwickelt. Es stellte also „nur“ die Basis für das Betriebssystem Pocket PC dar, ist dem aber nicht gleichzusetzen.

Häufig wird nach Verfügbarkeit eines Updates (ROM-Update) oder einer neuen Betriebssystem-Version (Upgrade) gefragt. Microsoft stellt für Endkunden eine neue Version jedoch nicht selbst zur Verfügung. Dafür sind ausschließlich die Hersteller bzw. OEMs des jeweiligen Modells zuständig, wobei Updates häufiger angeboten werden, seltener jedoch Upgrades auf eine neue Betriebssystemversion (wie z. B. von Windows Mobile 2003 Second Edition auf Windows Mobile 5.0). Das Betriebssystem wird stark an die jeweilige Hardware angepasst, deshalb lohnt sich für Hersteller der Aufwand für echte Upgrades auch wegen der Vermarktung neuer Geräte nur selten.

Windows CE kann auf unterschiedlichen Plattformen mit verschiedenen Eigenschaften laufen. Ein Entwickler nimmt hierzu den Microsoft Plattform-Builder und stellt sein individuelles Betriebssystem zusammen: mit oder ohne grafischer Oberfläche, Kommandozeile, mit Bluetooth-Unterstützung etc. Die Lizenzkosten pro ausgeliefertem Gerät mit Windows CE schwanken entsprechend zwischen 3 und 16 Dollar. Die für die Entwicklung von Anwendungen für die verschiedenen Windows CE bzw. Windows Mobile Plattformen benötigten Werkzeuge („eMbedded Visual Tools“) und SDKs stellt Microsoft kostenlos zur Verfügung. Eine wesentlich umfassendere, kostenpflichtige Entwicklungsumgebung ist Microsoft Visual Studio.

Windows Mobile for PocketPC, ehemals „Microsoft Pocket PC“, erweitert die Funktionalität von CE um typische Anwendungen für Taschencomputer wie Terminkalender oder Adressverwaltung. Die Benutzeroberfläche orientiert sich dabei an derjenigen von Microsoft Windows, wurde allerdings speziell für die Verwendung auf Taschencomputern angepasst.

Windows Mobile for PocketPC Phone Edition ist eine Variante, die ein im PDA integriertes Telefonie-Modul (wie GSM oder UMTS) unterstützt. Es gibt also zusätzlich eine Empfangsanzeige, die Telefon-Anwendung, eine SMS-/MMS-Erweiterung für die E-Mail-Applikation (die bei normalen PPCs via Bluetooth oder IrDA kommuniziert) und diverse zusätzliche Schnittstellen.

Windows Mobile for Smartphones, ehemals „Windows Smartphone“, ist die CE-Variante für Mobiltelefone. Im Gegensatz zu Windows Mobile for PocketPC Phone Edition haben die mit diesem System ausgestatteten Geräte keinen Touchscreen, meist ein kleineres Display und eine Ziffern-Tastatur. Sie ähneln also mehr einem üblichen Mobiltelefon als einem PDA.

Obwohl der Name des Betriebssystems mittlerweile (fast) gleich ist, gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Windows Mobile for PocketPC (Phone Edition) und Windows Mobile for Smartphones. Dadurch laufen die meisten Programme, die für die Betriebssystemvariante für Pocket PCs geschrieben wurden nicht auf Smartphones und umgekehrt. Microsoft ist aber anscheinend bestrebt, die Systeme wieder langsam zusammenwachsen zu lassen. So gibt es in Windows Mobile 5 beispielsweise die von den Smartphones bekannten Softkeys (zwei Tasten mit im Display angezeigter Funktion) und die Möglichkeit, nur signierte Programme ausführen zu lassen oder vor der Ausführung von unsignierten Anwendungen zu warnen.

Windows CE wird wie o.g. auf PDAs und Smartphones eingesetzt. Sega Dreamcast verwendet eine besondere Version von CE, welche das Übertragen von Spielen auf die Konsole von einem PC oder einen Laptop vereinfachen soll. Anhand der Oberfläche der Software ist es der Sega DC nicht anzusehen. Lediglich der Aufkleber an der Frontseite (entspricht in etwa dem "Designed for WinXP"-Aufkleber bei vielen PCs) weist dies aus.

Pocket PC lief bis zur Version 2002 auf Geräten mit unterschiedlichen Architekturen, darunter Intel x86, MIPS, ARM, und Hitachi-SH-Prozessoren. Aufgrund des Aufwandes für die Hard- und Softwareentwickler durch die dadurch entstandene Gerätevielfalt wird das Windows Mobile Betriebssystem von Microsoft seit Version 2003 nur noch für ARM-basierende bzw. kompatible Geräte angeboten. Die Hersteller der Geräte sind für die finale Anpassung des Betriebssystems an die Hardware zuständig, und somit ist man nach dem Kauf eines Geräts an den Hersteller bzw. den OEM bezüglich eines Updates gebunden. Neue Modelle werden in einem sehr kurzen Zyklus von oft unter einem Jahr auf den Markt gebracht, die älteren Modelle werden in Bezug auf Betriebssystempflege in der Regel sehr bald nicht weiter unterstützt.

Der Name Pocket PC wurde von Microsoft ursprünglich eher aus marketingtechnischen Gründen gewählt und diente dazu, sich von der Konkurrenz und dem bisherigen Marktführer Palm mit dem Betriebssystem PalmOS abzugrenzen und den Begriff Palm-Size PC abzulösen. Seit Windows Mobile 2003 verfolgt Microsoft eine geänderte Strategie und benutzt anstatt der Hardware-Begriffe Pocket PC und Smartphone für das Betriebssystem auf den Markennamen Windows Mobile.

Software für Pocket PCs ist aus den genannten Gründen nicht lauffähig auf Windows PCs, oft auch nicht oder nicht voll kompatibel mit den entsprechenden Versionen für PC. Für eine ganze Reihe von Dateiformaten gibt es jedoch teilweise oder auch voll kompatible Betrachter- und Bearbeitungssoftware für Pocket PCs. Das Synchronisationsprogramm Microsoft ActiveSync wird auf Desktop-PCs installiert und steht neben der Installation von Software über den Desktop auf den angeschlossenen Pocket PC insbesondere auch zur Synchronisation von Daten und Dateien zur Verfügung, wobei einige Dateiformate dabei konvertiert werden und bestimmte Formatierungen verloren gehen. Insbesondere die im ROM mitgelieferten Versionen der Microsoft Programme Word Mobile und Excel Mobile erfordern eine solche Konvertierung unter Verlust zahlreicher Informationen. Für sogenannte OTA (Over-the-Air) Installation, bei der man keinen Desktop-Computer benötigt, sondern eine eingebaute Luftschnittschnelle (GSM/GPRS/UMTS, WLAN, Bluetooth) oder ein Mobiltelefon als Modem nutzt, stehen für Pocket PC Software oft komprimierte Setup-Dateien (.CAB) zur Verfügung.

In Konkurrenz zu Windows Mobile stehen PalmOS, Symbian, Familiar Linux und Blackberry.

Optimiert für z. T. verschiedene mobile Betriebssysteme und kompatibel mit Desktop-Software gibt es einige wenige Programme und Dateiformate, von denen besonders Content Reader v.a. für E-Books hervorzuheben sind (MobiPocket, Microsoft Reader, eReader, Vade Mecum, TomeRaider sowie Adobe Reader und RepliGo).

Pocket PCs werden neben den klassischen PDA-Funktionen wie PIM (Personal Information Management) und zusehends auch Telefonie-Funktionen (v.a. auch als mobile Internet-Terminals, für E-Mail und Messaging) zu einem erheblichen Teil auch als mobile Satellitennavigationssysteme genutzt. Beliebt sind auch Multimedia-Anwendungen und Spiele, für die sich die anspruchsvolle Plattform ebenfalls bestens eignet. Die Bandbreite der Anwendungssoftware für Pocket PC ist im Vergleich zum Desktop kaum eingeschränkt. Klassische bzw. am häufigsten auf Pocket PC eingesetzte Anwendungssoftware sind PIM (für Kontakte, Termine, Aufgaben und Notizen) und Navigationssoftware (für GPS-Satellitennavigation), darüber hinaus Spiele jeden Genres, Multimedia-Anwendungen (wie MP3-Player und Videosoftware, Bild-/Foto-Betrachtungs- und Bearbeitungssoftware), E-Books, Übersetzungssoftware, Office-Programme (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen, sogar Datenbanken), insbesondere auf Phone Edition Geräten schließlich E-Mail, SMS, MMS, Messenger, Internet Browser, Feedreader (für Newsfeeds im RSS-Format) und verschiedenste Utilities wie z.B. Taschenrechner und Fahrtenbuch. Der Markt sorgt mit zigtausenden von Programmen dafür, dass für praktisch jede denkbare Anwendung eine große Bandbreite von Lösungen zur Verfügung steht. Es gibt auch ein sehr breites Angebot an Freeware.

Windows CE unterschied noch deutlich zwischen Handheld-PC und einem normalen PDA (zeitweise von Microsoft auch als "Palm PC" und Palm-Size PC, später Pocket PC bezeichnet).

Handheld-PCs waren ein ganzes Stück größer und verfügten über ein deutlich größeres Display als die nur handflächengroßen PDAs. Hauptunterschied war jedoch eine physisch vorhandene Tastatur, bei PDAs wird diese auf dem Bildschirm eingeblendet (nur wenige Pocket PC Modelle verfügen zusätzlich über eine integrierte Tastatur).

Bereits in Windows CE Version 1.0 (1996) war es möglich, rudimentäre Multimedia-Funktionen zu nutzen. Mit Version 2.0 (1998) war es dann möglich, Farbdisplays mit bis zu 65.536 Farben anzusteuern. Von Beginn an setzte Microsoft darauf, diese Geräte auch in Netzwerke einzubinden und viele Erweiterungen zu ermöglichen.

Traditionellerweise teilt sich der Speicher der Geräte in Datenspeicher und Speicher zum Ausführen von Programmen auf. Waren in der ersten Generation noch 8 MB Gesamt-Speicher üblich, wuchs dieser bereits in der zweiten Generation auf bis zu 128 MB, der sich im laufenden Betrieb aufteilen ließen.

Mit der Einführung der Version 2002 kamen auch erste Geräte auf den Markt, die reale Auflösungen von 640x480 Pixeln (VGA) auf einem 3,5-Zoll-Display darstellen konnten.

Die Pocket-PC-Plattform wird seit der Version 2002 massiv für den Massenmarkt optimiert. Dazu gehört es auch, viele für den Fachmann sinnvolle Funktionen, wie das Beenden von Anwendungen, Kontrolle über Netzwerk etc. entweder zu unterbinden, verbieten oder hinter „benutzerfreundlichen“ Schichten zu verstecken.

Ebenfalls mit der Version 2002 eingeführt wurde der „Connection Manager“, der die vollständige Kontrolle über jedwede Netzwerkverbindung (LAN, DFÜ etc.) übernimmt und vieles automatisieren soll.

Einige der neuen Automatismen arbeiten jedoch nicht im Sinne besonders professioneller Benutzer, können aber trotzdem nicht immer umgangen werden.

Ein Problem der gesamten Pocket PC- und Windows-CE-Familie ist prinzipbedingt, dass sich die Prozessoren der einzelnen Geräte deutlich voneinander unterscheiden, so dass es nicht möglich ist, ein Programm, das für einen CPU-Typ geschrieben wurde, auf einem anderen ausführen zu können. Zwar ist seit der Version 2002 die PocketPC-Plattform nur noch als ARM-Variante verfügbar, aber viele alte Programme werden nicht mehr aktualisiert und stehen deshalb teilweise trotzdem nur für MIPS o.ä. zur Verfügung. Die Ausführung von Anwendungen anderer Windows CE-Plattformen, wie Handheld-PC auf Pocket PCs, ist ebenfalls, meist aufgrund spezifischer Erweiterungen der jeweiligen Plattform, nicht möglich. Seit Windows CE .NET ist auch die Ausführung von verwalteten Programmen (.NET-Plattform, weitestgehend systemunabhängig) möglich. Für ältere Systeme wurde das .Net Compact Framework veröffentlicht.

Nachdem Microsoft durch unterschiedliche Namen für ähnliche Windows-CE-Systeme für Verwirrung gesorgt hatte, hat die Firma heute erkannt, dass eine Rückbesinnung auf das alte Namenssystem sinnvoll ist. Windows CE 5.0 hat, neben neuen Schnittstellen und integrierten WLAN-Funktionen, auch erstmals eine Unterstützung von 3D-Grafikchips bekommen.

Eine der wichtigsten Änderungen, die Windows CE 5.0 mitbringt, betrifft den Speicher: Der interne Datenspeicher befindet sich nicht mehr im flüchtigen RAM, sondern als sogenannter Persistent Storage im Flash-ROM, was nun vor Datenverlust schützt, wenn die Akku-Energie aufgebraucht ist. Außerdem lässt das nunmehr modular aufgebaute Betriebssystem im ROM erstmals ein selektives Update zu und muss nicht mehr komplett geflasht (überschrieben) werden, wenn der Hersteller bzw. OEM Bugfixes, Verbesserungen oder Ergänzungen anbieten will.

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Windows PowerShell

Windows PowerShell

Die Windows PowerShell, zeitweise auch bekannt unter den Codenamen Monad und Microsoft Command Shell (MSH), ist eine von Microsoft entwickelte Alternative zum Windows-Kommandozeilenprogramm cmd.exe und zum Windows Script Host.

Die auf dem .NET-Framework in der Version 2.0 basierende Windows PowerShell verbindet die aus Unix-Shells bekannte Philosophie von Pipes und Filtern mit dem Paradigma der objektorientierten Programmierung. Der Benutzer kann wie bisher einfache Befehle an einer Kommandozeile ausführen und miteinander verknüpfen oder aber auch komplexe Skript-Programme mit der eigens dafür entwickelten PowerShell Scripting Language schreiben.

Nachdem die Veröffentlichung von Windows PowerShell ursprünglich als Bestandteil von Windows Vista geplant war, hat PowerShell einen eigenen, unabhängigen Release-Zeitplan angenommen und wird nun Teil von Microsoft Exchange Server 2007 sein. Auch beim System Center Virtual Machine Manager und beim System Center Operations Manager soll PowerShell zum Einsatz kommen. Windows Server 2008 wird die erste Version von Windows sein, bei der Windows PowerShell bereits im Lieferumfang des Betriebssystems enthalten ist.

Die aktuelle Version 1.0 ist für die Betriebssysteme Windows XP und Windows Server 2003 sowie für Windows Vista zum kostenlosen Herunterladen verfügbar. Version 2.0 kommt mit Windows 7 und beinhaltet u.a. eine grafische Benutzeroberfläche.

Den Kern der PowerShell bilden kleine Funktionseinheiten, genannt Cmdlets (gesprochen command-lets), die dem Benennungsschema Verb-Substantiv folgen, also beispielsweise Get-Help oder Set-Location, wobei Groß- und Kleinschreibung keine Rolle spielt. Da die Bezeichnungen einiger Cmdlets relativ lang sind, können kürzere Alias-Namen vergeben werden, von denen bereits einige standardmäßig vordefiniert sind, unter anderem als Hilfe für Umsteiger von Unix-Shells oder der DOS/NT-Kommandozeile (beispielsweise ls, dir, cp, …).

Die Cmdlets sind als spezielle .NET-Klassen implementiert, welche als Eingabe bestimmte Parameter (gekennzeichnet durch ein vorangestelltes „-“) und Objekte annehmen und als Ausgabe wiederum Objekte zurückliefern, die dann beispielsweise als Tabelle formatiert ausgegeben oder zur weiteren Verarbeitung an andere Cmdlets weitergeleitet werden können. Da die Ausgabe nicht als Textstrom erfolgt, sondern als strukturiertes Objekt, lassen sich bestimmte Eigenschaften leicht ohne aufwändige Textanalyse selektieren und manipulieren. Analysen über Reguläre Ausdrücke sind jedoch ebenfalls möglich. Zurückgelieferte Objekte können auch in Variablen gespeichert und an anderer Stelle wiederverwendet werden.

Die Funktionalität der PowerShell lässt sich durch sogenannte Snap-Ins erweitern, welche auf einen Schlag ganze Sätze von Cmdlets importieren und dem Benutzer zur Verfügung stellen. Mittels Get-Help werden Hilfeseiten zu Cmdlets angezeigt, die dem Format von Unix-Manpages ähnlich sind. Falls Cmdlets mit dem speziellen Parameter „-whatif“ aufgerufen werden, wird der Benutzer darüber informiert, was passiert wäre, eine Aktion findet jedoch nicht statt.

Neben den Cmdlets lassen sich direkt von der Kommandozeile auch herkömmliche Programme, selbstdefinierte Funktionen, Skripte und Batch-Dateien starten, ebenso Dokumente, die beim Aufrufen mit dem dazugehörigen Anwendungsprogramm geöffnet werden.

Die PowerShell erlaubt Zugriff auf WMI-Klassen, COM-Objekte sowie auf das gesamte .NET-Framework.

Über sogenannte Provider können hierarchische Strukturen wie die Windows-Registrierungsdatenbank, der Variablen-Namensraum und andere als virtuelle Laufwerke eingebunden und wie ein Dateisystem navigiert, referenziert und bearbeitet werden, zum Beispiel „Env:“, „HKLM:“, „Variable:“ oder „Function:“. Diese werden jedoch nicht im Windows Explorer angezeigt.

Für den interaktiven Betrieb bietet die PowerShell eine automatische Befehlszeilenergänzung per Tabulatortaste für Cmdlets, Parameter, Eigenschaften sowie Datei- und Verzeichnisnamen, die bei Bedarf vom Benutzer an seine eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Anders als bei bisher existierenden objektorientierten Skript-Interpretern (BeanShell, Smalltalk, Python Shell) ist die Syntax der PowerShell-Skriptsprache, welche sich unter anderem Anleihen bei Perl, Unix-Shells, SQL und C# nimmt, darauf ausgelegt auch für den täglichen interaktiven Gebrauch als Shell für administrative Aufgaben wie etwa Dateiverwaltung geeignet zu sein.

Die folgende Tabelle stellt eine Auswahl der insgesamt 129 mitgelieferten Cmdlets den vergleichbaren Befehlen anderer Kommandozeileninterpreter gegenüber.

Der Arbeitstitel für die nächste Version lautet Aspen, was gleichzeitig auch der Arbeitstitel für die nächste Generation der Microsoft Management Console (MMC) ist. Chef-Architekt des zuständigen Teams ist Jeffrey Snover. Zukünftig sollen alle Windows-Administrationswerkzeuge der MMC unter der grafischen Oberfläche auf der Windows PowerShell aufbauen, so dass sich Windows sowohl komplett über die grafische Benutzeroberfläche als auch alternativ über die Kommandozeile administrieren lässt. Während der Schwerpunkt der Entwicklung für die erste Version vor allem auf der Skriptsprache lag, sind für die Nachfolge-Version unter anderem ein flexibleres Terminal-Fenster und weitere Cmdlets geplant.

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Source : Wikipedia