Wenden

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Geschrieben von robby 02/05/2009 @ 08:10

Tags : wenden, nordrhein-westfalen, deutschland

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Wenden

Wendenabbildung aus dem Sachsenspiegel

Wenden (lat. Venedi, auch Elbslawen) ist der alte deutsche Name für alle Slawen. Er leitet sich von dem Namen der Venetae ab, ein um 350 von den Ostgoten unterworfenes Volk an der mittleren Weichsel, und wurde mit dem Erscheinen der Slawen von mittelalterlichen Autoren für das ihnen unbekannte Volk verwendet.

Speziell bezeichnet der Name Wenden oder Winden diejenigen Westslawen, die vom 7. Jahrhundert an große Teile Nord- und Ostdeutschlands (Germania Slavica) bewohnten, heutzutage meist als Elbslawen bezeichnet.

Zudem wird er noch heute gelegentlich von den Niedersorben als deutschsprachige Eigenbezeichnung genutzt.

Seit dem späten 6. Jahrhundert und im 7. Jahrhundert wanderten Slawen in die oben genannten Gebiete der Germania Slavica ein. Dabei wurden in der Zeit um 600 und in der ersten Hälfte des 7. Jh. zunächst die Gebiete entlang der Elbe und unteren Saale aufgesiedelt. Ab dem Ende des 7. Jh. und verstärkt im 8. Jahrhundert erfolgte die Besiedlung der nördlich davon liegenden Regionen bis zur Ostsee. Zu einer Herausbildung von „Stämmen“ und „Stammesverbänden“ (Ethnogenese) kam es erst in Folge der Landnahme in den neu erschlossenen Siedlungsräumen. Einen Höhepunkt der westslawischen Entwicklungsgeschichte stellt die frühe „Staatsbildung“ der Abodriten im Raum des heutigen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburgs im 11. Jahrhundert dar. Mit Dänen und Deutschen kämpften die Slawen um die Vorherrschaft im südlichen Ostseeraum und unterlagen schließlich. Selbst auf der dänischen Insel Lolland soll es zeitweilig slawische Ansiedlungen gegeben haben.

Im Laufe der mittelalterlichen Ostkolonisation ab dem 11. Jahrhundert, verstärkt aber erst im 12. Jahrhundert und 13. Jahrhundert, kam es zu einer Verschmelzung der Elbslawen mit den neuzugewanderten deutschen Siedlern und zur Herausbildung von sogenannten „deutschen Neustämmen“ der Brandenburger, Mecklenburger, Pommern, Schlesier und Ostpreußen (Die Ostpreußen sind jedoch nicht aus Deutschen und Wenden, sondern aus Deutschen, den baltischen Pruzzen und den polnischen Masowiern entstanden). Die westslawischen Sprachen und Dialekte verschwanden jedoch nicht plötzlich und nicht überall im deutschen Reich, sondern wurden in einem jahrhundertelangen Prozess der Germanisierung - nicht selten durch Restriktionen (Gebrauchsverbote) - zurückgedrängt. Noch Martin Luther schimpfte über die „wendisch sprechenden“ Bauern in der Gegend von Wittenberg. In einigen Gebieten wie im niedersächsischen Wendland (siehe auch Drawehn) oder in der brandenburgisch-sächsischen Lausitz konnten die Slawen ihre kulturelle Eigenständigkeit und Sprachen jedoch bis weit ins 18. Jahrhundert bzw. bis heute bewahren.

Ein recht widersprüchliches Schicksal hatten die Bevölkerungsteile, die aus den deutschen Ostgebieten nach 1945 (im südlichen Ostpreußen, Ostpommern und in Oberschlesien) vertrieben wurden. Sie sind nach 1945 teilweise im polnischen Volk aufgegangen (Masuren, Schlesier), teilweise mit den anderen Bewohnern in den Westen geflüchtet oder später ausgesiedelt worden und dann in der deutschen Bevölkerung aufgegangen, haben zu ihrer eigenen Identität gefunden (Kaschuben in den ostpommerschen Landkreisen Bütow und Lauenburg) oder aber definieren sich nunmehr – sich der Polonisierung widersetzend – als deutsche Minderheit, mitunter auch einfach als „Schlesier“. Die Wissenschaft hatte diesen Zustand der nichteindeutigen Volkszugehörigkeit früher „schwebendes Volkstum“ genannt: Diese Menschen waren der Abstammung nach eher Slawen, bedienten sich aber nur noch teilweise der slawischen Sprache (oft nur als „Haussprache“), fühlten sich aber eher als Deutsche. Nach 1945, als die deutsche Provinz Pommern östlich der Oder an Polen fiel, sollten ihre Nachfahren zunächst „polonisiert“ (als eigentliche Slawen ins polnische Volk integriert) werden. Da sie sich dem aber widersetzten, weil sie sich inzwischen längst als Deutsche fühlten, ließ man sie schließlich in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen.

Krantz bezieht sich immer wieder auf die bekanntesten Chronisten Adam, Thietmar, Helmold und Saxo, wobei er vor allem das Rühmliche hervorhebt, z. B. die von Adam geschilderte Pracht von Vineta. Das Heidentum der Slawen erwähnt er zwar auch, aber ohne die bei den Chronisten übliche Abscheu, denn für Krantz sind die Wenden ja ursprünglich ein Stamm der Germanen gewesen, die ebenso heidnisch waren. In ihrem Kampf gegen das Reich unterscheiden sich für ihn die Wenden nicht von den Dänen.

Die märkischen Geschichtsschreiber Johann Christoph Bekmann (1641-1717) und Jacob Paul von Gundling (1673–1731) haben in ihren Geschichtswerken „Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg“ bzw. “Leben und Thaten des Herrn Albrechten des Ersten, Markgrafen zur Brandenburg“ ausdrücklich Bezug genommen auf den “berühmten Skribenten Crantzius“, haben aber dessen Sicht auf die Wenden nichts qualitativ Neues hinzugefügt. Alle drei kannten die für die Entstehung der Mark Brandenburg wichtigste Quelle (Heinrich von Antwerpen, etwa 1150 bis 1230) nur in Bruchstücken ohne Kenntnis der Zusammenhänge und des Autors.

Dies war auch der Kenntnisstand Fontanes, als er 1873 im Band “Havelland“ seiner “Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ das Kapitel schrieb: “Die Wenden und die Kolonisation der Mark durch die Zisterzienser.“ Wie auch Bekmann und Gundling übernahm er von Krantz die Stichworte „Ermordung und Vertreibung der Wenden durch die Sachsen“ und „Kolonie“ („Ostkolonisation“). Ohne die Quelle Heinrich von Antwerpen (und die heutigen Forschungsergebnisse) war ihnen nicht oder nicht ausreichend bewusst, dass Albrechts Zeitgenossen Pribislaw-Heinrich von Brandenburg und Jaxa von Köpenick bereits seit Geburt Christen waren, wie nahezu alle slawischen Fürsten dieser Zeit. Auch war ihnen der bereits zu Beginn der Regierungszeit von Pribislaw abgeschlossene Erbvertrag unbekannt. Die beiden klassischen Topoi der Geschichtsschreibung über die Wenden in der Mark Brandenburg, nämlich „blutiger Kampf“ und „Christianisierung“ haben daher nicht die Bedeutung, die die heutige Populärliteratur ihnen noch immer beimisst. Der Erbvertrag mit Pribislaw und das Christentum von Jaxa werden zwar inzwischen korrekt berichtet, ohne aber das Gesamtbild der Wenden als kampfwütige Heiden ohne Kultur (Fontane: “Unkultur“) zu korrigieren. Dies ist um so erstaunlicher, als der Hamburger Staatsmann Krantz, der am Anfang der Geschichtsschreibung über die Wenden stand, es sich als Ehre anrechnete, von den Wenden abzustammen.

Typisch für die Siedlungsform der Wenden sind Rundlingsdörfer. Die im Mittelalter während der Binnenkolonisation entstandene Dorfform weist eine hufeisenförmige Anordnung der Bauernhäuser und Grundstücke auf. Der Verbreitungsraum des Rundlings erstreckt sich streifenförmig zwischen der Ostsee und dem Erzgebirge in der damaligen Kontaktzone zwischen Deutschen und Slawen. Am besten erhalten haben sich Rundlingsdörfer in der wirtschaftschwachen Region des hannoverschen Wendlands. Die slawischen Siedlungsformen vor den Rundlingen sind bisher nicht ausreichend archäologisch erforscht.

Bis in das 11. und 12. Jahrhundert hinein waren die nördlichen Elbslawen von nichtchristlichen Kulten dominiert. Während zunächst Heilige Haine und Gewässer als Kultorte verehrt wurden, bildeten sich im 10. und 11. Jahrhundert allmählich ein Priestertum und Kultstätten heraus, die oft auch überregionale Bedeutung hatten. Beispiele sind hier die Tempelburgen in Kap Arkona (Rügen) und Rethra. Wichtige slawischen Gottheiten waren Radegast und Triglaw. Die Götter der Götterwelt anderer slawischer Völker existierten auch hier, jedoch bildeten sich stärker als anderswo Stammesgottheiten heraus. Oftmals veränderten alte Götter ihre Bedeutung.

Die Slawen im Elbe-Saale-Gebiet und in der Lausitz gerieten schon früher unter den Einfluss der christlichen Kirche. 968 wurde das Erzbistum Magdeburg mit den Suffraganen Zeitz, Merseburg und Meißen eingerichtet und die Christianisierung weiter vorangetrieben.

Jahrhundertelang war das Deutsche Reich östlich von Elbe und Saale zweisprachig. Neben den deutschen Dialekten wurden noch lange Zeit westslawische Sprachen und Dialekte gesprochen. Im 15. Jahrhundert starb der Dialekt der Ranen auf der Insel Rügen aus, erst im 18. Jahrhundert der polabische der Drevanen/Drevänopolaben im Hannoverschen Wendland. Der protestantische Teil der Kaschuben, die Slowinzen, die in Hinterpommern lebten, verloren ihr kaschubisches Idiom etwa um 1900. Die kaschubische Sprache wird allerdings noch heute weiter östlich im ehemaligen Westpreußen und der jetzigen polnischen Woiwodschaft Pommern gesprochen. Neben dem Kaschubischen ist die sorbische Sprache der Lausitzer Sorben die einzig noch verbliebene Sprache der Wenden. Die Zahl der Sorbischsprecher schätzt man heute auf 20.000 bis 30.000 Menschen, um 1900 noch etwa 150.000. Kaschubisch wird heute von 50.000 Menschen als Alltagssprache benutzt.

In Quellen aus dem ostfränkisch-deutschen Reich werden eine große Zahl von Stämmen und Stammesverbänden insbesondere seit dem 8. Jahrhundert genannt. Die größten Verbände waren die der Abodriten, Wilzen und die Sorben (von Nord nach Süd). Jedoch bleibt häufig unklar, was sich hinter diesen Namen verbirgt. Es dürfe sich jedoch nicht um festgefügte, homogene und scharf umrissene Gruppierungen gehandelt haben, wie im 19. und 20. Jahrhundert zumeist angenommen wurde. Vielmehr ist von recht mobilen Gruppierungen auszugehen, die in ihrer Zusammensetzung und Abgrenzung relativ flexibel waren.

In der Beschreibung des so genannten Bayerischen Geographen (Geographus Bavarus) aus der Mitte des 9. Jahrhunderts mit späteren Überarbeitungen und Zusätzen werden die zu dieser Zeit bekannten Stämme und die Zahl der ihnen zugehörigen civitates – Siedlungskammern mit einer zentralen Burganlage und zugehörigen Siedlungen und kleinere Befestigungen – genannt (Völkertafel von St. Emmeram).

In der Oberpfalz ist der Name „Windisch“ nicht nur als Familienname anzutreffen, sondern ist auch Bestandteil des Namens der Stadt Windischeschenbach. Bis nach Slowenien (Windischgrätz), Böhmen (Windisch Kamnitz) und in die Oberpfalz waren während der großen Völkerwanderung heimatsuchende „Windische“ (die Wenden) gekommen und hatten ein nur spärlich besiedeltes Gebiet angetroffen. Bei ihnen wird die Problematik der Mehrdeutigkeit der Bezeichnung „Wenden“ besonders deutlich, weil sie weder zu den Elbslawen im engeren Sinne noch zu den Nordwestslawen im weiteren Sinne zu rechnen sind.

Folgende Orte und Ortsteile in Deutschland führen das Wort Wenden und Wendisch im Namen und nehmen – wenigstens teilweise - damit auf einen wendischen Ursprung Bezug. Einige liegen dafür allerdings zu sehr im deutschen Kerngebiet westlich der Elbe; ihre Ortsnamen dürften sich daher vom "prähistorischen Bachnamen wend" ableiten.

Nicht in jedem Falle ist bei diesen Ortsnamen sicher davon auszugehen, dass die Orte wendische Siedlungen waren. Mit dem Zusatz „wendisch“ kann auch eine Richtung beschrieben worden sein.

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Michael Wenden

Michael Vincent "Mike" Wenden (* 17. November 1949 in Sydney) ist ein ehemaliger australischer Schwimmer.

Er gewann bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt Goldmedaillen über 100 m und 200 m Freistil. Außerdem holte er noch Silber mit der 4×200 m Freistilstaffel der Australier und Bronze mit der 4×100 m Freistilstaffel. Im Jahr 1979 wurde er in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gehörte er zu den acht Personen, die die Olympische Flagge ins Stadion trugen.

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Baldwin II. von Wenden

Baldwin II. von Wenden († 8. Juli 1441) (auch: Balduin oder Boldewin von Dahlen, gewöhnlich genannt Boldewin I. als Abt des Benediktinerklosters St. Michaelis zu Lüneburg) war Erzbischof von Bremen.

Baldwin war der Sohn des braunschweigischen Ministerialen, Ritters Rudolf von Wenden und einer natürlichen Tochter Herzogs Johann von Lüneburg, ein großer Gelehrter, Doctor Decretorum und zugleich ein erfahrener Unterhändler und Staatsmann, bei den welfischen Herzögen, dem Bischof Johann III. von Verden, der Stadt Lüneburg gleich angesehen, beliebt am römischen Hof; dazu reich.

Als 1419 der alte Abt Ulrich († 5. Juli 1423) in Rom vor dem Papst Martin V. resignierte, ernannte dieser, ohne den Convent zu fragen, den bisherigen Prior Boldewin zum Abt. Am 7. März 1428 nahm er an einem Vermittlungstag in Celle wegen der welfischen Erbstreitigkeiten teil. Als bei der ungeheuren Verschuldung und Verpfändung der bremischen Stiftsgüter unter Erzbischof Nikolaus von Oldenburg-Delmenhorst das bremische Domkapitel, um der bodenlosen Zerrüttung zu steuern, diesen vermocht hatte einen Administrator anzunehmen, Graf Otto von Hoya aber den schlimmen Posten bald wieder niederlegte, resignierte Nikolaus 1435 zu Gunsten Boldewins in einem Vertrag unter Garantie des Bischofs Johann (von Atzel) von Verden und des Herzogs Otto von Lüneburg. Wegen der Geldnot des Erzstifts gestattete Papst Eugen IV. die Beibehaltung der Abtei Lüneburg auf 6 Jahre, Boldewin hat sie bis zu seinem Tode behalten; er ist auch in der Kirche der Abtei beigesetzt. Zur Erwerbung der erzbischöflichen Würde soll ihm die Stadt Lüneburg 60000 Mark, eine kaum erhörte Summe, geschenkt haben; fest steht, dass er gleich anfangs 38000 rheinische Gulden an Schulden bezahlte, dann aber nur noch die vom Erzbischof mit Einwilligung des Domkapitels gemachten anerkannte. Er brachte das Erzstift einigermaßen wieder in die Höhe, vertrug sich gütlich mit Verden wegen der strittigen Grenzen und ließ durch seine Regierung zum ersten Male in den beiden Sprengeln den Gedanken der Zusammengehörigkeit, der erst viel später durchschlug, auskommen, wie Bischof Johanns Versuch Verden zum Suffraganbistum Bremens zu machen nach Baldewins Tod beweist.

Das Basler Konzil beauftragte ihn noch als Abt zu St. Michael mit Untersuchung der Rostocker Wirren und er entschied 1435 für Wiederaufnahme des alten Rates, welchen Spruch das Konzil 1436 in der Appellation bestätigte. Am 3. Juni 1435 hatten ihn die welfischen Herzöge zur Schlichtung ihrer Erbstreitigkeiten als ersten Schiedsrichter ernannt, 1436 nahm er am Reichstag zu Frankfurt teil, wie die Bestätigungsurkunde der Klosterprivilegien vom 1. März zeigt. Die bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts immer erneuerten Kämpfe der Bremer Erzbischöfe mit den Bauern des Landes Wursten hat er eingeleitet, er zwang das Land zur Zahlung einer Abfindung, wesentlich mit Hilfe verdischer Reiter. Als kunstsinniger, reicher Herr hat er sich in vielen Bauten an seinem Kloster und durch Schmückung von dessen Kirche durch Malerei, die Passion und das Leben des heil. Benedikt, bewiesen, die nach Aufhebung der Ritterakademie zu Lüneburg 1852 in das Museum zu Hannover gelangten.

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Wenden (Württemberg)

Wenden ist ein Dorf im Nordschwarzwald und ist der kleinste der vier Ortsteile der Gemeinde Ebhausen.

Die Gemarkungsfläche umfasst 368 Hektar und ist überwiegend durch Buntsandstein geprägt. Ca. 200 Hektar sind bewaldet. Wenden liegt auf einer Höhe zwischen 537 und 610 Meter über Normalnull.

Die kleine Kirche hat einen Turm der mit Holzschindeln verkleidet ist, was die Kirche in der Umgebung einzigartig macht.

Der Ort wurde 1406 erstmals urkundlich erwähnt. In früher Zeit findet sich auch die Schreibweise "Winden" oder "Wynna". Der Name deutet auf eine mögliche Gründung in der Karolinger Zeit als Karl der Große die slawischen Wenden in anderen Teilen seines Reiches angesiedelt hatte.

Im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Wenden zusammen mit Ebershardt, Rotfelden und Ebhausen zur Gesamtgemeinde Ebhausen zusammengefasst.

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Source : Wikipedia