Wasserspringer

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Geschrieben von robby 02/04/2009 @ 14:08

Tags : wasserspringer, wasserspringen, wassersport, sport

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Schwarzer Wasserspringer

Der Schwarze Wasserspringer, auch Wasserspringschwanz (Podura aquatica) ist ein Sechsfüßer aus der Klasse der Springschwänze. Das Verbreitungsgebiet des Schwarzen Wasserspringers ist Europa, Asien und Nordamerika.

Er erreicht eine Körpergröße von 1,1 bis 1,3 mm. Seine Sprunggabel ist nach Innen geklappt und dient zum Hüpfen. Der zweizinkige Körperfortsatz wird mit einem Muskel ruckartig nach hinten geklappt.

Der Wasserspringer lebt an der Oberfläche stehender Gewässer und kommt häufig in großen Gruppen vor. Seine Nahrung besteht aus Bakterien und Algen, die auf der Wasseroberfläche treiben bzw. von Pflanzen abgesondert werden.

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Paul Günther (Wasserspringer)

Paul Günther (* 24. Oktober 1882 in Hannover; † 1945 in Duisburg) war ein deutscher Wasserspringer und Olympiasieger.

Paul Günther war einer von vier deutschen Springern, die bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm das Kunstspringen dominierten. Er siegte vor Hans Luber, Kurt Behrens und Albert Zürner, dem Titelverteidiger. Vom Turm qualifizierte sich Günther zwar für das Finale, trat aber dort nicht mehr an. Die Überlegenheit der deutschen Wasserspringer im Kunstspringen lag wesentlich an der turnerischen Grundausbildung der Deutschen. Da Turmspringen in Deutschland erst ab 1925 als Meisterschaftsdisziplin ausgetragen wurde, wirkte sich diese Überlegenheit aber nur in den Wettbewerben vom Drei-Meter-Brett aus.

Paul Günther wurde 1910, 1911, 1912 und 1920 Deutscher Meister im Kunstspringen. Ursprünglich aus Hannover kommend gewann er seinen letzten Titel für Amateur Duisburg. Im Jahr 1988 wurde er in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.

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Greg Louganis

Gregory „Greg“ Efthimios Louganis (* 29. Januar 1960 in El Cajon) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Wasserspringer und mehrmaliger Olympiasieger und Weltmeister.

Geboren als Kind minderjähriger Eltern, einer schwedischen Mutter und eines samoanischen Vaters, wurde er nach seiner Geburt von einer griechischstämmigen amerikanischen Familie adoptiert. Frühzeitig bekam er Ballettunterricht und begann, Wasserspringen zu trainieren. Bereits 16-jährig gewann er die Silbermedaille im Turmspringen bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal. Zwei Jahre später wurde er Weltmeister in dieser Disziplin. Aufgrund des Boykotts der Olympischen Spiele in Moskau 1980 wurde seine Erfolgsserie vorerst unterbrochen.

Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles wurde er Doppel-Olympiasieger im Turmspringen sowie vom 3-Meter-Brett und erzielte dabei Rekordnoten, die vorher bei derartigen Ereignissen noch nie erreicht worden waren. Diesen Doppelerfolg konnte er vier Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul wiederholen. Dies gelang vor ihm noch keinem anderen Wasserspringer. Spektakulär in diesem Zusammenhang war einer seiner Sprünge vom 3-Meter-Brett, als er mit dem Hinterkopf auf dem Brett aufschlug, genäht werden musste und trotz dieser Verletzung dieses Finale gewann. 1979 hatte er in Tiflis schon einmal einen ähnlichen Unfall erlebt, als er beim Turmspringen mit dem Kopf aufschlug und daraufhin 20 Minuten bewusstlos blieb.

Neben den vier Olympiasiegen errang er fünf Weltmeistertitel, 47 nationale Meistertitel und gewann sechs Titel im Rahmen der panamerikanischen Spiele. Im Jahr 1993 wurde er in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.

1994 bekannte sich Greg Louganis offiziell zu seiner Homosexualität und gab bekannt, dass er mit dem HI-Virus infiziert sei. Seither setzt er sich als Botschafter der Gay Games für den Abbau von Diskriminierung gegenüber homosexuellen Sportlern ein. Die Krankheit AIDS ist mittlerweile bei ihm ausgebrochen. Nach Beendigung seiner aktiven sportlichen Laufbahn war Greg Louganis vor allem als Schauspieler in Film und Theater sowie als Autor tätig. Er schrieb u.a. eine sehr erfolgreiche Autobiografie, die unter dem Titel Breaking The Surface erschien. Diese wurde in den 1990er Jahren verfilmt (dt. Titel: Sprung ins Ungewisse). Heute widmet er sich hauptsächlich der Hundezucht, worüber er ebenfalls mehrere Bücher schrieb und setzt sich darüber hinaus für die AIDS-Aufklärung an Schulen ein.

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Pavlo Rozenberg

Pavlo Rozenberg, genannt Pawel (* 22. Juli 1983 in Winnyzja, Ukraine) ist ein deutscher Turm- und Wasserspringer beim SV Neptun Aachen 1910.

Rozenberg ist das einzige Kind der Eheleute Boris Rozenberg und Nelya Fedortschuk. Von 1990 bis 2001 besuchte er in Winnyzja die Mittelschule, die er mit dem Abitur abschloss.

Über seinen Vater kam er zum Turm- und Wasserspringen. Sein Vater übernahm im Jahre 2001 in Madrid die Aufgabe als Nationaltrainer der spanischen Wasserspringer. Am 1. Oktober 2003 wurde Boris Rozenberg Trainer am Bundesstützpunkt Wasserspringen in Aachen. Pawel Rozenberg folgte seinem Vater und besitzt seit 2004 das Startrecht für den SV Neptun Aachen.

2004 und 2005 nahm er jeweils an den Deutschen Hallen- und an den Sommermeisterschaften teil. Vom 1-Meter-Brett errang er in beiden Jahren den deutschen Meistertitel. Vom 3-Meter-Brett gewann er 2004 und 2005 jeweils Bronze. Bei den Sommermeisterschaften 2005 gewann er Silber. Bei den Hallenmeisterschaften 2004 wurde er zusammen mit Patrick Pollok Dritter im 3-Meter-Synchronspringen.

International durfte Pawel Rozenberg bis Dezember 2007 nicht für Deutschland antreten, da er keine deutsche Staatsbürgerschaft besaß. Er nahm im März 2006 in Madrid beim 12. FINA Diving Grand Prix außer Konkurrenz teil und wurde bester Teilnehmer des DSV-Teams. Pawel Rozenberg ist seit Anfang Dezember 2007 deutscher Staatsbürger.

Bei seinem ersten internationalen Auftritt als Springer für den Deutschen Schwimm Verband (DSV) errang Rozenberg beim FINA Grand Prix in Madrid im Januar 2008 vom 3-Meter-Brett Platz 2. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am 1. Februar 2008 in Rostock errang Pavlo Rozenberg vom Drei-Meter-Brett den ersten Platz und konnte so seinen ersten Deutschen Meistertitel in dieser Disziplin erringen.

Im Juni 2008 errang Pavlo Rozenberg Platz 1 vom 3-Meter-Brett im Synchronspringen zusammen mit seinem Vereinskollegen Sascha Klein. Vom 3-Meter-Brett sicherte er sich ebenfalls den Meistertitel mit 508,65 Punkten. Damit erzielte er gleichzeitig deutschen Rekord.

Rozenberg ist seit Juni 2008 verheiratet.

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Wasserspringen

Schwimmtest Wasserspringen

Die artistischen Sprünge setzen sich aus Salti und Schrauben zusammen. Frauen und Männer werden im Wettkampf getrennt bewertet.

Beim Synchronspringen springen zwei Springer gleichzeitig den gleichen Sprung. Neben den technischen Merkmalen der einzelnen Sprünge wird vor allem die Synchronizität der beiden Sprünge und der künstlerische Gesamteindruck bewertet. Synchronspringen verlangt perfekte Zusammenarbeit und Einfühlung.

Sprünge ins Wasser erfordern Mut und Geschicklichkeit und haben eine lange Tradition. Schon in der Antike wurde gesprungen. An Seeufern wurden Seile, die als Schwungseil an einem Baum befestigt waren, für Pendelsprünge benutzt, oder man sprang von der Böschung oder von Felsen. Auch Holzgerüste und -Türme wurden als Absprungfläche gebaut. In den meisten öffentlichen Freibädern und Hällenbädern steht den Besuchern ein Sprungbrett oder eine Sprunganlage zur Verfügung. Diese Anlagen sind für Kinder und Jugendliche eine Attraktion und werden intensiv genutzt. Bekannt sind auch die Klippenspringer von Acapulco.

In der Schweiz ist Wasserspringen Bestandteil im Schwimmunterricht an Schulen. Die Kinder und Jugendlichen können im Rahmen der Schwimmtest spezielle Tests für Wasserspringen machen und über 8 Stufen entsprechende Stoffabzeichen erwerben. Über die staatliche Organisation Jugend + Sport wird Wasserspringen im Breitensport gefördert. Ab der 5. Stufe benötigt man an einem Wettkampf eine bestimmte Punktzahl um das Abzeichen zu erwerben.

Jeder Sprung wird durch eine dreistellige, bzw. bei Sprüngen mit Schrauben vierstellige, Sprungnummer ausgedrückt. Ergänzt wird diese mit dem Buchstaben A, B, C oder D, der die Ausführungsart (s.u.) festlegt. Diese Sprungtabelle ist international einheitlich und offen für weitere Sprungvarianten.

Die zweite Ziffer beschreibt, ob ein Sprung mit mindestens einer vollen Saltodrehung "normal" (= 0) oder fliegend (= 1) auszuführen ist. Fliegend bedeutet: mindestens die erste halbe Drehung (180°) gestreckt, die folgenden Drehungen entweder gehechtet (= B) oder gehockt (= C).

Jeder Sprung hat einen Schwierigkeitsgrad, der mit der erzielten Punktzahl multipliziert wird. Zur Berechnung des Schwierigkeitsgrades gibt es eine Formel von der FINA, die jeden Sportler in die Lage versetzt, seine Sprünge zu berechnen.

In den Weltmeisterschaften werden vom 3-m-Brett bis 4 ½-fache Salti und 4 ½-fache Schrauben gesprungen, der schwierigste Sprung vom 3-m-Brett ist im Jahre 2005 mit einem Schwierigkeitsgrad von 3,8 der 2 ½ Auerbachsalto mit 1 ½ Schrauben gehechtet (5353 B). Der schwierigste Sprung von der 10-m-Plattform ist mit einem Schwierigkeitsgrad von 3,8 der Handstanddreifachsalto vorwärts mit 1 Schraube gehechtet (6162 B) und der 2 ½ Salto rückwärts mit 2 ½ Schrauben gehechtet (5255 B).

In internationalen Wettkämpfen bewerten 7 Wettkampfrichter. Jeder vergibt pro Sprung 0 bis 10 Punkte, mit Schritten von halben Punkten. Die zwei höchsten und niedrigsten Wertungen werden gestrichen. Die verbleibenden 3 Werte werden zusammengezählt und das Ergebnis mit dem Schwierigkeitsgrad multipliziert. Bei kleinen nationalen Wettkämpfen werden 5 Richter eingesetzt, die mittleren 3 Werte werden addiert und das Ergebnis mit dem Schwierigkeitsgrad multipliziert.

Trainiert wird im Sommer im Freibad, im Winter im Hallenbad, auf dem Trampolin oder in einer Sprunggrube (Sprungbrett und mit Schaumstoff gefüllte Grube). Zur Förderung von Ausdruck und Haltung werden Tanz und Ballett eingesetzt.

Ein Turmspringer schießt mit knapp 50 km/h ins Wasser (bei einem Sprung aus 10 Metern Höhe). Innerhalb weniger Zehntelsekunden reduziert sich seine Geschwindigkeit auf Null. Dabei lastet auf ihm das 35-fache des eigenen Körpergewichts.

Durch den Druckabfall beim Eintauchen tritt am Körper das Phänomen Kavitation auf: Das Wasser kann durch die Druckveränderung schon bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius kochen. Für die Sportler bedeutet das: An den Berührungsflächen von Haut und Wasser verdampft dieses. Es entstehen Gasblasen, die an der Oberfläche den so genannten Sekundärspritzer verursachen, eine bis zwei Sekunden nach dem Wassereintritt.

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Source : Wikipedia