Washington

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Geschrieben von daneel 27/02/2009 @ 00:01

Tags : washington, usa, nordamerika, ausland, washington dc

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Washington University in St. Louis

Die Washington University war der Standort der Olympischen Sommerspiele 1904

Die Washington University in St. Louis ist eine private US-amerikanische Universität in St. Louis, Missouri. Sie ist Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten.

Zu der Hochschule gehören 14 Bibliotheken mit insgesamt 3,6 Millionen Bestandseinheiten sowie zahlreiche wissenschaftliche Institute und Zentren.

Die Gründung erfolgte 1853 durch den Unitarier William Greenleaf Eliot, den Großvater des Schriftstellers T. S. Eliot, und Wayman Crow. Zunächst erhielt sie Eliot zu Ehren den Namen „Eliot Seminary“, dem dies allerdings weniger behagte, so dass sie schon 1854 den Namen „Washington Institute in St. Louis“ erhielt. 1857 wurde der Name auf ein einfaches „Washington University“ abgekürzt. Da es aber oft zu Verwechslungen mit den 17 weiteren Institutionen gleichen Namens kam, erhielt die Universität 1976 ihre jetzige Bezeichnung. Meist wird auf sie kurz mit „Wash. U.“ oder „WUSTL“ Bezug genommen.

Die Sportteams der Universität sind die Bears. Die Hochschule ist Mitglied in der University Athletic Association.

In allen beachteten Rankings der letzten Jahre rangieren sämtliche größeren Fachbereiche innerhalb der Top 20 unter den Universitäten in den USA. Über 90 Prozent statt landesweit weniger als die Hälfte der farbigen Studenten beenden das Studium erfolgreich, was in den USA allgemein als Hinweis auf eine hohe Lehrqualität gewertet wird, da es ein sehr typisches Merkmal für die etabliertesten Universitäten ist.

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Washington (Bundesstaat)

Karte von Washington (Bundesstaat)

Washington ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Er liegt im äußersten Nordwesten der USA an der Küste des Pazifischen Ozeans.

Gemessen an seiner Fläche steht Washington unter den US-Bundesstaaten mit 184.665 Quadratkilometern an 19. Stelle, gemessen an seiner Bevölkerung von knapp 6,5 Millionen Einwohnern an 13. Stelle (Stand: Schätzung 2007). Der Großteil der Bevölkerung konzentriert sich rund um den Puget Sound im Westen des Staates, an dem auch die Hauptstadt Olympia sowie Seattle, die mit Abstand größte Stadt, liegen.

Der Staat wurde nach dem ersten US-Präsidenten, George Washington, benannt und als 42. Staat im Jahr 1889 in die Vereinigten Staaten aufgenommen. Aufgrund der Vielzahl von Nadelbäumen (besonders Koniferen) trägt der Staat den Spitznamen Evergreen State (deutsch: "Immergrüner Staat").

Um den Bundesstaat von der ebenfalls nach George Washington benannten Hauptstadt der USA, Washington D.C., abzugrenzen, wird für den Staat oft die Bezeichnung "Washington State" verwendet.

Washington grenzt an den Pazifik im Westen, an die Bundesstaaten Oregon im Süden, Idaho im Osten und Britisch-Kolumbien (Kanada) im Norden. Die Grenze zu Kanada verläuft dabei bis auf die kanadische Insel Vancouver Island und die Juan-de-Fuca-Straße entlang des 49. Breitengrades (festgelegt im Oregon-Kompromiss). Die Südgrenze zum benachbarten Oregon verläuft größtenteils entlang des Columbia, im Osten verläuft die südliche Grenze dann entlang des 46. Breitengrades. Auch die östliche Grenze des Staates orientiert sich teilweise an einem Flussverlauf: Die Grenze zu Idaho wurde im äußersten Südosten des Staates festgelegt auf den Snake River. Nördlich des Zusammenflusses mit dem Clearwater River wurde die Grenze als derjenige Meridian definiert, der von diesem Zusammenfluss von Snake und Clearwater aus nach Norden verläuft. Dieser Meridian ist nicht - wie oftmals angenommen - exakt der 117. Längengrad, sondern liegt etwa drei Kilometer weiter westlich.

Washington ist geprägt durch den scharfen Kontrast zwischen Berg- und Küstenregion im Westen und den trockenen Gebieten im Osten des Staates. Die Küstenlage und die natürlichen Häfen bieten beste Möglichkeiten für den Überseehandel am Pazifischen Ozean, mit Kanada und mit Alaska. Die Hochwälder auf der Olympic-Halbinsel gehören zu den regenreichsten Gebieten der Erde. 52 % der Landesfläche des Bundesstaates sind von Nadelwäldern (Koniferen, Zedern) bedeckt. Östlich des Kaskadengebirges liegen die Halbwüsten des Landes, die gänzlich ohne nennenswerte Vegetation sind. Mount Rainier, ein schlafender Vulkan, ist mit 4392 m der höchste Berg des Staates.

Der Westen des Bundesstaates ist durch den Puget Sound geprägt, eine weitverzweigte und inselreiche Meeresbucht, die etwa 150 Kilometer in den Bundesstaat hineinreicht. Der Puget Sound ist über die Juan-de-Fuca-Straße mit dem Pazifischen Ozean verbunden. In der Meeresbucht liegen zahlreiche Inseln, unter anderen Fidalgo Island und Whidbey Island. Auch die San Juan Islands werden oftmals noch dem Puget Sound zugerechnet. Wesentlich kleinere Buchten im Südwesten des Bundesstaates sind die Willapa Bay und Grays Harbor.

Sämtliche Flüsse Washingtons entwässern in den Pazifischen Ozean. Der wichtigste ist der Columbia, der Washington auf einer Länge von etwa 1.100 km durchfließt. Er entspringt in der kanadischen Nachbarprovinz British Columbia. Innerhalb Washingtons fließt er zunächst nach Süden und entwässert dabei den gesamten Osten Washingtons, über seine Nebenflüsse auch den Nachbarstaat Idaho sowie Teile von Oregon und Montana. Die wichtigsten Zuflüsse des Columbia sind Pend Oreille River, Spokane River, Okanogan River, Methow River, Wenatchee River, Yakima River, Snake River, Lewis River sowie Cowlitz River. Der Columbia ist der einzige Fluss, der die Kaskadenkette durchbricht. Die entsprechende Schlucht in der Kaskadenkette, die Columbia River Gorge, weist viele Wasserfälle auf, darunter die Multnomah Falls und wurde 1986 zum ersten U.S. National Scenic Area erklärt. Auf seinen letzten etwa 480 Kilometern bildet der Columbia die Grenze zu Oregon. Im unteren Flusslauf finden sich zahlreiche Inseln, unter anderen Tenasillahe Island und Puget Island.

Einige kleinere Flüsse entwässern den Westen des Bundesstaates. Dazu zählen der Skagit River, Snoqualmie River, Puyallup River und der Nisqually River, die in den Puget Sound münden, sowie Quinault River, Chehalis River und Willapa River, welche direkt in den Pazifik münden.

Der Columbia und seine Nebenflüsse eignen sich zur Gewinnung von Wasserkraft. Zu den durch Staudämme künstlich entstandenen Seen zählen der Franklin-Delano-Roosevelt-See, der Rufus Woods Lake, Ross Lake, Lake Bonneville, Moses Lake und der Riffe Lake. Der größte natürliche See des Bundesstaates ist der 81 km lange und bis zu 453 m tiefe Lake Chelan. Zweitgrößter See ist der Lake Washington bei Seattle.

Die bis zu 4400 Meter hohe Kaskadenkette ist der prägende Gebirgszug Washingtons. Er ist vulkanischen Ursprungs und durchzieht den Staat von Nord nach Süd. Die Gebirgskette hat maßgeblichen Einfluss auf das Klima und damit die Flora und Fauna der Gebiete östlich der Kaskadenkette im Vergleich mit den Gebieten westlich davon. Schon bei den Ureinwohnern führten die unterschiedlichen Umgebungen in Verbindung mit der räumlichen Trennung durch den Gebirgszug zu einer Ausprägung von sehr unterschiedlichen Lebensstilen (Binnen-Salish und Küsten-Salish). Heute wird das Gebirge beispielsweise noch im Zusammenhang mit Wahlen als eine Art Trennlinie gesehen; während im Westen traditionell die Demokraten favorisiert werden, haben östlich der Kaskadenkette Politiker der Republikanischen Partei bessere Chancen.

Höchster Berg der Gebirgskette und damit höchster Berg Washingtons ist mit einer Höhe von 4392 Metern der Vulkan Mount Rainier. Auch die nächsthöheren Berge gelten alle noch als aktive Vulkane. Dazu zählen Mount Baker, Glacier Peak, Mount St. Helens und Mount Adams. Der letzte Ausbruch eines Vulkans in Washington datiert aus dem Jahr 1980, als beim Ausbruch des Mount St. Helens trotz Einrichtung einer Sicherheitszone 57 Menschen starben. Der Ausbruch hatte sich bereits zwei Monate zuvor angekündigt und zählt heute zu den besterforschten Eruptionen überhaupt. Ein Gebiet von 445 Quadratkilometern wurde 1982 unter anderem zur Erforschung der Langzeitfolgen als Mount St. Helens National Volcanic Monument unter Schutz gestellt. Weitere Schutzgebiete im Bereich der Kaskadenkette sind Mount-Rainier-Nationalpark und North-Cascades-Nationalpark sowie zahlreiche kleinere Schutzgebiete wie Wilderness Areas, National Forests oder State Parks.

Der dritte Nationalpark in Washington und gleichzeitig UNESCO-Weltnaturerbe ist der Olympic-Nationalpark auf der Olympic-Halbinsel im äußersten Westen des Bundesstaates. Zusammen mit den weiter südlich gelegenen Willapa Hills zählen die Olympic Mountains zu den Gebirgskette der Küstengebirge an der nordamerikanischen Pazifikküste. Die Olympic Mountains erreichen Höhen von bis zu 2428 Metern (Mount Olympus) und sind damit die zweithöchste Bergkette Washingtons. Abgesehen von Hawaii gilt das Gebiet als das regenreichste der Vereinigten Staaten. Demgegenüber erreichen die Willapa Hills wesentlich geringere Höhen. Mit in der Spitze 933 Metern (Boistfort Peak) sind sie der niedrigste Abschnitt der pazifischen Küstengebirge.

Weitere Gebirge sind die Blue Mountains im äußersten Südosten mit Höhen von bis zu 2100 Metern sowie Selkirkgebirge (bis zu 1800 Meter) im Osten und Kettle River Range (bis zu 2175 Meter) im Nordosten des Staates.

Der Bundesstaat Washington hat 6.468.424 Einwohner (Schätzung des Census Bureau vom 1. Juli 2007), womit sich Washington unter den US-Bundesstaaten an 13. Stelle befindet. Es gibt 2.698.930 Haushalte.

Das Medianalter beträgt 36,8 Jahre. 49,8 % der Bevölkerung ist männlich und 50,2 % ist weiblich.

Einer Umfrage im Jahr 2001 zufolge bezeichnen sich 25% der Einwohner Washingtons als keiner religiösen Gruppe zugehörig. Dies war der höchste Wert aller Bundesstaaten. Größte religiöse Gruppen waren Katholische Kirche (20%), nicht näher spezifizierte christliche Glaubensrichtungen (11%), Baptisten (6%), Lutheraner (6%) und Methodisten (4%).

20,9% der Einwohner sind deutscher Abstammung und stellen damit die größte Gruppe. Es folgen die Gruppen der Englisch- (12,9%) und Irischstämmigen (12,6%). Hispanics sind mit 9,1% und Asiaten mit 6,6% der Bevölkerung noch zahlreicher als die Norwegischstämmigen (6,3%). Der Anteil der Afroamerikaner liegt mit 3,4% deutlich unter dem nationalen Durchschnitt. 1,5% sind Indianer und 0,4% der Bevölkerung stammt von Bewohnern der Pazifikinseln (wie z.B. Hawaii) ab.

Die Bevölkerung Washingtons ist sehr ungleichmäßig verteilt. Ein Großteil der Bevölkerung konzentriert sich um den Puget Sound im Westen des Staates. Allein in Seattle, dem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Staates, leben 594.210 Menschen (Schätzung 2007), in der Metropolregion Seattle 3.424.441 Menschen. Zur Metropolregion Seattle zählen mit Tacoma (196.520 Einwohner), Bellevue (121.347 Ew), Everett (98.295 Ew), Federal Way (84.819 Ew) und Kent (84.474 Ew) vier weitere Orte unter den zehn größten von Washington. Ebenfalls zur Metropolregion Seattle zählt die Hauptstadt Olympia (44.925 Ew).

Wichtigste Stadt im Osten des Staates und Hauptort des sogenannten „Inland Empire“ ist Spokane, mit 200.975 Einwohnern knapp vor Tacoma auch zweitgrößte Stadt in Washington. Zum Großraum Spokane gehört unter anderem der 2003 aus verschiedenen zuvor unselbstständigen Gemeinden gegründete Ort Spokane Valley (85.013 Ew).

Im Süden des Staates, am Zusammenfluss von Yakima, Snake, und Columbia befinden sich die Tri-Cities, bestehend aus Richmond, Pasco und Kennewick, die zusammengenommen knapp 200.000 Einwohner aufweisen. Im Südwesten, am Columbia gegenüber von Portland (Oregon) liegt Vancouver (161.436 Ew).

1775 wurde das Küstengebiet von Washington durch Spanier unter Führung von Bruno de Hezeta erkundet. 1792 befuhr der amerikanische Weltumsegler Robert Gray den Columbia River. 1810 gründeten kanadische Pelzhändler Spokane House, die erste dauerhafte weiße Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Staates Washington. 1811 gründeten die Amerikaner unter Führung von Johann Jakob Astor das Fort Okanogan. 1836 wurde eine Siedlung bei Walla Walla gegründet. 1846 kam das Gebiet von Washington durch Teilung des britisch-amerikanischen Kondominiums Oregon in den Besitz der USA. 1853 entstand das Washington-Territorium - seit 1863 in den heutigen Grenzen. 1855 kam es zu Goldfunden im Nordosten. Nach mehreren Kriegen mit den Indianern - bekannt ist der Krieg mit den Nez Perce im Jahre 1877 - trat Washington 1889 als 42. Staat der Union bei.

Der Gouverneur von Washington regiert vier Jahre. Neben einem Senat mit 49 Sitzen besteht ein Repräsentantenhaus mit 98 Sitzen. Washington entsendet zwei Senatoren und fünf Abgeordnete in den US-Senat bzw. in das US-Repräsentantenhaus. Ferner ist zu erwähnen, das Washington politisch zweigeteilt ist. Westlich der Kaskadenkette, besonders in und um Seattle, sind die Demokraten dominant. Im ländlichen Osten um Spokane dominieren dagegen die Republikaner. Mehr noch als Oregon ist Washington inzwischen in der Addition den Demokraten zugetan und kann kaum noch als Swing State gelten.

Seit 1985 stellen die Demokraten durchgängig den Gouverneur des Bundesstaates. Amtierende Gouverneurin ist Christine Gregoire, die November 2004 in einer knappen und monatelang gerichtlich umstrittenen Wahl erstmals in dieses Amt gewählt und in der Wiederwahl November 2008 in ihrem Amt bestätigt wurde. Ihr Vorgänger, Gary Locke, war der erste Gouverneur chinesischer Abstammung in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Er amtierte von 1997 bis 2005.

Washington ist in 39 Countys untergliedert. Das größte County ist das Okanogan County im Norden des Staates mit einer Fläche von etwa 13.767 km². Das kleinste County ist das San Juan County im Nordwesten des Staates mit einer Fläche von etwa 1.609 km², zu dem die meisten der Inseln der Inselgruppe San Juan Islands gehören.

Das Siegel des Bundesstaates zeigt George Washington, nach einem Portrait von Gilbert Stuart. Der äußere Ring enthält den Schriftzug "The Seal of the State of Washington" ("Das Siegel des Staates Washington") und die Angabe des Jahres 1889, in dem Washington Bundesstaat wurde. Das Siegel wurde 1889 von dem Juwelier Charles Talcott entworfen.

In Washington gibt es drei Nationalparks. Der meistbesuchte ist der Olympic-Nationalpark mit etwa drei Millionen Besuchern pro Jahr. Er liegt im äußersten Westen des Bundesstaates, auf der Olympic-Halbinsel. Der Nationalpark ist bekannt für seine Wandermöglichkeiten entlang der Küste, durch die Gemäßigten Regenwälder sowie die bis zu 2428 Meter hohen Olympic Mountains. Das Gebiet wurde 1938 als Nationalpark ausgewiesen, seit 1981 zählt es auch zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Ältester Nationalpark in Washington ist der bereits 1899 unter Schutz gestellte Mount-Rainier-Nationalpark. Er umfasst den Vulkan Mount Rainier, den mit 4392 Metern höchsten Berg der Kaskadenkette und dessen Umgebung. Im Mount-Rainier-Nationalpark werden pro Jahr etwa 1,1 Millionen Besucher gezählt.

Ebenfalls in der Kaskadenkette, an der Grenze zu Kanada, liegt der 1968 ausgewiesene North-Cascades-Nationalpark. Er umfasst die Hochlagen um eine Kette von im Tal des Skagit River angelegten Stauseen, die als Ross Lake National Recreation Area, ein National Recreation Area, ausgewiesen sind. Im Süden schließt sich mit dem Lake Chelan National Recreation Area ein weiteres Recreation Area an. Der Nationalpark ist nahezu unerschlossen, als Hochgebirge Schutzgebiet für alpine Flora und Fauna und wird nur von wenigen Bergsteigern und -wanderern besucht, pro Jahr etwa 19.000 Mal.

Washington unterhält 139 State Parks (Stand: November 2008). Der meistbesuchte State Park ist mit mehr als zwei Millionen Gästen jährlich der Deception Pass State Park.

Die wichtigsten staatlichen Hochschulen sind die University of Washington und die Washington State University. Andere staatliche Hochschulen sind die Central Washington University, die Eastern Washington University und die Western Washington University. Die wichtigsten privaten Hochschulen sind die Seattle University und die Gonzaga University. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Washington verzeichnet.

Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 38.141 (nationaler Rangplatz: 15).

Bedeutendster Wirtschaftszweig ist die Luft- und Raumfahrtindustrie. Der wichtigste Arbeitgeber des Bundesstaates und größtes Exportunternehmen der USA ist Boeing mit der Zivilflugzeugfertigung in Seattle und Everett. Von großer Bedeutung ist die Computertechnologie. Der Marktführer für Software Microsoft hat seinen Sitz in Redmond, einem Vorort von Seattle.

Bundesdistrikt: Washington D. C.

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George Washington

George Washington (zeitgenössisches Porträt von Gilbert Stuart)

George Washington (* 22. Februar 1732 auf dem Gutshof Wakefield (auch „Pope’s Plantation“ genannt) im Westmoreland County in Virginia; † 14. Dezember 1799 auf seinem Gut Mount Vernon in Virginia) war von 1789 bis 1797 der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Bereits zuvor hatte er entscheidende Beiträge zur Entstehung der USA als Nation und als unabhängiger, demokratisch verfasster Bundesstaat geleistet: als Oberbefehlshaber der Continental Army im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg von 1775 bis 1783 sowie als Vorsitzender der verfassungsgebenden Philadelphia Convention im Jahr 1787. Er gilt daher als eine der bedeutendsten Gestalten in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Als Präsident wirkte er auf eine gegenüber den Einzelstaaten und dem Kongress handlungsfähige Zentralgewalt hin. Indem er Präzedenzfälle schuf, bildete er das neu geschaffene Amt bewusst aus und prägte damit die Entwicklung der republikanischen Demokratie insgesamt. Nach seiner zweiten Amtszeit verzichtete er freiwillig auf eine Wiederwahl.

Schon durch seine Herkunft war Washington Teil der ökonomischen und kulturellen Elite der sklavenhaltenden Plantagenbesitzer des Staates Virginia. Seine Eltern Augustine Washington (1693 bis 1743) und Mary Ball (1708 bis 1789) waren beide englischer Abstammung. Bereits mit elf Jahren verlor George seinen Vater und unterstand nun der Vormundschaft seines älteren Halbbruders Lawrence.

Bis zu seinem 15. Lebensjahr besuchte Washington die Schule in Williamsburg, wo er zwar nur eine einfache Schulbildung genoss, sich aber verstärkt im Eigenstudium mit der Mathematik beschäftigte. Ab 1749 war er zunächst als Geometer u. a. im Shenandoah-Tal tätig. Gerade diese Tätigkeit öffnete ihm die Augen für den Wert von Landbesitz, den er eigenen Worten zufolge als das Wichtigste im Leben eines Mannes betrachtete. Außerdem gelang es ihm, sich bei dieser Tätigkeit wichtige Grundkenntnisse in der Menschenführung und Organisation anzueignen. Auch später ließ es sich Washington nicht nehmen, die ihn selbst interessierenden Grundstücke oder diejenigen, die sich bereits in seinem Besitz befanden, selbst zu kartographieren.

Dieses zweistöckige Backsteingebäude gehörte William Fairfax, einem kultivierten und vermögenden Edelmann, der auch über große Besitzungen in der englischen Heimat verfügte und seinen Haushalt so luxuriös eingerichtet hatte, dass Mount Vernon damit verglichen ziemlich altmodisch und bescheiden aussah. Allein die Mahagonimöbel im Esszimmer kosteten mehr als die gesamte Einrichtung der Familie Washington.

Als Lawrence Washington die Tochter von Fairfax, Anne, heiratete, gehörte auch George plötzlich zur Familie. Nach dem frühen Tod seines Halbbruders 1752 an Tuberkulose übernahm George Washington den schon ausgedehnten Familienbesitz, 2126 Acres (8.6 km²) von Mount Vernon am Potomac River.

Der stellvertretende Gouverneur von Virginia, Robert Dinwiddie, betraute Washington im Winter 1753-54 mit der Mission, die Franzosen, die westlich der Allegheny Mountains zwei Forts errichtet hatten, zur Aufgabe ihrer Vorposten zu bewegen. Dinwiddie hielt Anteile an der Ohio Company, die sich die britische Besiedelung dieser zwischen Frankreich und England umstrittenen Gebiete zum Ziel gesetzt hatte. Nachdem die Mission gescheitert war, vertraute ihm Dinwiddie im Frühjahr 1754 das Kommando über eine kleine Miliztruppe an, die in den westlichen Territorien französische Vorposten und Spähtrupps beobachten sollte. Washington ließ damals eine Reihe von Forts an der Westgrenze Virginias errichten, und im Mai 1754 kam es zwischen Washingtons Miliz und einem französischen Trupp zu einem Scharmützel bei Jumonville in der Nähe des heutigen Pittsburgh, bei dem ein französischer Offizier getötet wurde. Nach dem Sieg in diesem kleinen Gefecht wurde die Miliz jedoch von überlegenen französischen Kräften in „Fort Necessity“ eingeschlossen und zur Kapitulation gegen freien Abzug gezwungen. Mit diesen Zwischenfällen begann der Franzosen- und Indianerkrieg (1754 bis 1763), ein Teilkonflikt des Siebenjährigen Krieges.

Während der Kampagne schrieb Washington in einem Brief an Sally Fairfax: „Ich kann Dir versichern, ich hörte die Kugeln pfeifen und glaub' mir, es ist etwas Verführerisches in diesem Geräusch.“ Durch eine Indiskretion gelangte dieser Ausspruch an die Öffentlichkeit, wo er bald zu einem beliebten Zitat wurde. Selbst der englische König Georg II. erfuhr von dieser verbalen Entgleisung des jungen Mannes und meinte dazu, dass Washington wohl noch nicht allzu viele Gewehrkugeln gehört habe, wenn er diesem Geräusch eine derartige Emotion abgewinnen könne.

Entsprechend der Terminologie seiner Epoche ging es für Washington in der Frage der Indianer zu diesem Zeitpunkt um die vollständige Vernichtung der indianischen Basis: „Unmittelbare Ziele sind die völlige Zerstörung und Verwüstung ihrer Siedlungen. Besonders wichtig wird es sein, ihre Feldfrüchte in der Erde zu vernichten und die Felder unbestellbar zu machen.“ Jene Äußerung stand in großem Widerspruch zu jener idealisierenden Haltung, die dem Virginier selbst Jahrzehnte nach seinem Tod als Inbegriff des „Großen Weißen Vaters“ von manchen indianischen Delegationen entgegengebracht wurde.

Im folgenden Jahr begleitete er als Oberstleutnant die Braddock-Expedition der britischen Armee. Während der Schlacht am Monongahela wurden drei Pferde unter ihm erschossen. Dabei zeigte er äußerste Besonnenheit, als er während des Debakels den Rückzug organisierte. Im Anschluss organisierte Washington als Oberst das erste reguläre Regiment Virginias, welches am Krieg teilnahm, und bekam auch offiziell den Oberbefehl über alle Truppen des Staates. Es gelang ihm erfolgreich, die Grenze Virginias gegen die französischen Truppen zu verteidigen, wobei sich der eigentliche Krieg in den Nachbarprovinzen abspielte. 1758 spielte er eine entscheidende Rolle bei der Einnahme des strategisch wichtigen französischen Forts Duquesne (heute Pittsburgh). 1759 verließ Washington dieses Regiment, um einen Sitz im Abgeordnetenhaus Virginias einzunehmen.

Selbst während des Krieges hatte George das Verhältnis zu Sally Fairfax fortgesetzt. Die meisten Briefe Sallys vernichtete Washington später aus Angst vor möglichen Indiskretionen. Fast vollständig erhalten sind lediglich seine Briefe aus diesem Briefwechsel, die sich im Nachlass Sallys befanden. Die Korrespondenz erstreckt sich von jenem Tag, an dem er ihr kurz vor der Hochzeit mit seiner späteren Frau Martha schrieb, bis zum letzten Brief, 25 Jahre nach ihrer letzten Begegnung.

Als Sallys Schwiegervater starb und ihr Mann nach England reiste, um sich um seine dortigen Besitzungen zu kümmern, nutzte Washington seine Chance nicht.

George Washington vernichtete die Antwort, die 13 Tage später eintraf. Er war wohl enttäuscht und sprach in einem weiteren Brief davon, dass beide die Absichten des anderen missverstehen würden.

Nach der Trauung am 6. Januar 1759 verlegte das neuvermählte Paar seinen Wohnsitz auf die Plantage in Mount Vernon, wo Washington das Leben eines vermögenden Plantagenbesitzers aufnahm. Aus der Ehe mit Martha gingen keine Kinder hervor. George Washington adoptierte jedoch die beiden Kinder seiner Frau aus erster Ehe, John und Martha. Trotz inniger Gefühle zu Sally schuf er seiner Frau und den Stiefkindern ein glückliches Zuhause. „Washington verfügte über eine ungeheure Selbstbeherrschung, gemäß seinem Grundsatz, eher nach ‚Vernunft als nach Leidenschaft zu streben‘ …“, da er die Ruhe der Ehe mehr schätzte als die Aufregung.

Im Laufe der fünfziger Jahre des 18. Jahrhunderts sollte er durch Erbschaft, die oben erwähnte Heirat und Landspekulationen zu einem der reichsten Männer von Virginia werden.

Neben der bereits erwähnten Deputiertentätigkeit war er seit 1752 auch Friedensrichter in Fredericksburg, wo seine Familie bereits seit 1738 im direkten Umfeld der Stadt die Ferry-Farm erworben hatte und auch seine Mutter Mary ihre letzten Lebensjahre verbringen sollte.

1773 sah Washington Sally zum letzten Mal, als sie und ihr Ehemann nach England abreisten. Es sollte kein Abschied für immer sein, aber sowohl die Verpflichtungen der Familie Fairfax als auch die politischen Wirren der folgenden Jahre erlaubten ihnen keine Rückkehr. Fairfax vertraute die Verantwortung für Belvoir ausgerechnet George Washington an. Entsprechend der Vereinbarung ließ Washington, bevor er zur Teilnahme am ersten Kontinentalkongress nach Philadelphia abreiste, die Einrichtung versteigern. Dabei ersteigerte ausgerechnet er für 169 Pfund bezeichnende und pikante Gegenstände: Die Polster und Kissen aus Sallys Schlafzimmer.

1774 zog er als Delegierter Virginias in den Kontinentalkongress ein.

Auf Vorschlag der Delegation aus Neuengland nominierte Thomas Johnson, Gouverneur von Maryland, am 15. Juni 1775 George Washington als Mitglied des Kongresses aus Virginia für die wichtige Funktion des Kommandeurs der Kontinental-Armee („Continental Army“) im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, woraufhin dieser einstimmig gewählt wurde. Als am nächsten Morgen der Präsident des Kontinentalkongresses John Hancock Washington dieses Amt offiziell anbot, erhob dieser sich von seinem Platz und nahm die Funktion offiziell an.

Washington war als Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee nicht der geniale Stratege, der Schlachten nach sorgfältigen Plänen gewann, sondern der sorgfältige Organisator der amerikanischen Streitkräfte. Er war sich vollkommen seiner vergleichsweise bescheidenen Mittel bewusst. Den regelrecht knauserigen Kongress musste er daher regelmäßig in ausführlichen und genau belegten Berichten um die personelle und finanzielle Aufstockung seiner Armee angehen. Dabei schien er sich um jedes noch so kleine Detail zu kümmern, um zumindest die Ausstattung der Truppe mit Bekleidung, Verpflegung, Brennmaterial, Unterkünften und Munition garantieren zu können.

Bei der Auswahl seiner Befehlshaber und Stabsoffiziere legte er besonderen Wert auf eben diese Organisationsfähigkeiten, scheute sich jedoch nicht, in derartigen Fragen an Männer wie Friedrich Wilhelm von Steuben, Richard Gridley, Horatio Gates oder Artemas Ward zu delegieren, und förderte jene jungen Offiziere wie Henry Dearborn, Henry Lee oder Anthony Wayne, die er für kurzfristige taktische Operationen benötigte. Zahlenmäßig stets unterlegen, ließ er die Armee nur dann ins Feld führen, wenn die offene Feldschlacht unvermeidlich bzw. von den Voraussetzungen günstig für die amerikanischen Truppen war. In stetigen Guerilla-ähnlichen Raids gegen die britischen Nachschublinien schafften seine Truppen somit die ersten Voraussetzungen für den eigenen Erfolg.

Nachdem Washington erfolgreich die Briten aus Boston vertrieben hatte, verlor er die Schlacht von Long Island 1776 und zog sich nach Valley Forge, außerhalb des britischen Einflussbereiches, zurück, damit sich die amerikanischen Truppen erholen konnten.

Am 26. Dezember 1776 ließ Washington die Truppen den Delaware River überqueren, um die hessischen Truppen der Briten in Trenton, New Jersey, anzugreifen. Dieser erfolgreiche Angriff baute die Moral der unabhängigkeitswilligen Kolonialisten wieder auf.

Washington befehligte im Verlauf der Revolution weiterhin eine Armee, um britische Kräfte im Zentrum des Landes zu binden, während General Gates und der Milizenführer Benedict Arnold die Schlacht von Saratoga 1777 gewannen. Dieser Sieg führte indirekt zur französischen Anerkennung der Vereinigten Staaten.

1781 konnte Washington zusammen mit französischen Truppen unter dem Marquis de La Fayette den britischen Oberbefehlshaber, General Charles Cornwallis, entscheidend in der Schlacht von Yorktown schlagen. Diese Kapitulation der Briten war das eigentliche Ende der englischen Versuche, die Revolution zu unterdrücken.

Im Vertrag von Paris (1783) erkannte das englische Königreich die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten an. Kurz vor seinem Abschied als Oberbefehlshaber rief Washington die Bundesstaaten auf, eine starke Zentralregierung zu bilden. Wie sehr er den Rückzug ins Privatleben vorzog, lässt sich daran ersehen, dass er ihn in einem Brief als „Rückkehr zu sich selbst“ bezeichnete.

Es sollte immerhin noch vier Jahre dauern, bis die anerkannten Führer der Amerikanischen Revolution an die Überarbeitung der ineffektiven ersten Verfassung der USA, der Konföderationsartikel von 1777 beziehungsweise an die Verabschiedung einer neuen Verfassung herangingen.

Der Verfassungskonvent tagte in Philadelphia vom Mai bis zum September 1787. George Washington nahm wie 54 andere Delegierte der Staaten teil und saß der Versammlung schon bald als einstimmig gewählter Präsident vor. Obwohl er stets bedacht war, über den Parteimeinungen zu „schweben“, sprach er sich ausdrücklich für eine starke Exekutivgewalt aus.

Bei den Verfassungsdiskussionen und Ratifizierungsdebatten kristallisierten sich erstmals klare politische Parteimeinungen heraus, die frühe Kennzeichen eines Zweiparteiensystems beinhalteten.

In den Beratungen behielten die Vertreter Virginias die Initiative, indem sie alsbald einen Verfassungsentwurf zur Diskussion stellten, der über einfache Zusätze zu den Konföderationsartikeln weit hinausging. Anstelle der dort favorisierten Ausschüsse sollte eine Bundesregierung stehen, deren Gewalten ähnlich denen der Bundesstaaten in Legislative, Exekutive und Judikative dreigeteilt war. Zudem sollte die Legislative aus zwei Kammern bestehen. Die Bedenken der Delegierten New Jerseys wurden von der Mehrheit beiseite geschoben. Allerdings kollidierten bei der Frage der Sitzverteilung der zukünftigen Repräsentantenversammlung erwartungsgemäß die Interessen der kleinen und großen Staaten. Erstere wollten nach dem Prinzip „ein Staat - eine Stimme“ verfahren, während letztere das Bevölkerungsgewicht berücksichtigt sehen wollten. Da New York mit den kleineren Bundesstaaten stimmte, einigte man sich auf den Kompromiss, dass eine direkte Wahl des Repräsentantenhauses nach Einwohnerzahl möglich wurde, und die großen Staaten der Wahl der Senatoren durch die Einzelstaatslegislativen zustimmten.

Ein weiterer wichtiger Kompromiss betraf die Sklavenfrage. Denn die Männer, die ab 1776 unablässig am Grundsatz der gleichgeborenen Gesellschaft festhielten, waren meist Sklavenhalter: 1787 besaß George Mason 118, Thomas Jefferson 149 und George Washington sogar 390 Sklaven.

Dieser „Geburtsfehler“ der amerikanischen Verfassung sicherte zwar die wirtschaftlichen Grundlagen und politischen Ansprüche der Südstaaten, legt aber auch gleichsam einen der Keime für den späteren Bürgerkrieg. Dessen ungeachtet profitierte auch Washington von dieser Regelung.

Bei der Konstruktion des Präsidentenamtes kollidierten im Verfassungskonvent die Befürworter einer schwachen und starken Exekutive. So forderten letztere, dass der Präsident möglichst unabhängig sein müsse, um das Konzept der Gewaltenteilung verwirklichen und ein Gegengewicht zur Legislative bilden zu können. Als abschreckendes Beispiel beschwor man dafür die Entwicklung in den Einzelstaaten hervor, wo eine allmächtige Legislative die Ängste der wohlhabenden Eliten vor den „Demokraten“ schürte.

Somit war das Wahlmännerkollegium ein Kompromiss, da es jedem Bundesstaat überlassen blieb, es nach allgemeiner Wahl oder von der Legislative bestimmen zu lassen. Indem der Verfassungskonvent die Wahl des Präsidenten durch Senat und Repräsentantenhaus verwarf, verabschiedete man sich auch von der Entwicklung eines parlamentarischen Regierungssystem und wendete sich endgültig dem präsidentiellen Modell zu.

Das Präsidentenamt erhielt im Vergleich stärkere Vollmachten als die jeweiligen Gouverneure der Einzelstaaten: Dank eines aufschiebenden Vetos wirkt er bei der Gesetzgebung mit, die Nominierung der Richter des Obersten Gerichts bringt ihm entscheidenden Einfluss auf die Judikative und als Oberbefehlshaber von Heer und Marine, als Distributor dotierter Verwaltungsstellen sowie als „Exekutor“ von Außen- und Innenpolitik hat er die politische Initiative an den maßgeblichen Stellen unter Kontrolle. Die zum damaligen Zeitpunkt postulierte lebenslängliche Amtszeit („during good behavior“) erinnert stark an einen Monarchen.

Nach der Ratifizierung der Verfassung durch neun der dreizehn Einzelstaaten gab das Wahlmännerkollegium, das die Wahl des Präsidenten vorzunehmen hatte, am 4. Februar 1789 die einhellige Wahl George Washingtons zum Präsidenten bekannt. Dabei sollte er der einzige Präsident bleiben, der einstimmig vom Wahlkollegium gewählt wurde. Bei seiner Bestätigung 1792 zählte man lediglich drei Enthaltungen, aber keine Gegenstimmen. Ausschlaggebend für seine Wahl war neben seinen politischen und militärischen Verdiensten seine auf Ausgleich zwischen den Parteien bedachte Haltung.

Nach der Wahlprüfung durch den Senat und der Annahme durch ihn selbst reiste Washington in acht Tagen nach New York, wo die Amtseinführung in der Federal Hall geplant war.

Am 30. April 1789 vereidigte man George Washington in einer feierlichen Zeremonie auf dem Balkon der Federal Hall von New York als ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, wobei die lokale Presse betonte, dass man besonders stolz darauf sei, dass der Präsident bei der Amtseinführung ausschließlich in der Heimat gefertigte Kleidung getragen habe, die dennoch jedem Vergleich mit der europäischen Mode standgehalten hätte.

In seiner bedachtsamen Art war es Washington klar, dass er mit jedem Schritt politisches Neuland betreten würde. Jede eingeschlagene Richtung würde einen Präzedenzfall bedeuten. Somit war seine Amtszeit sowohl für den Stil als auch für die Amtsführung aller weiteren Präsidenten prägend.

Seine Wahl zum Präsidenten war zunächst eine Enttäuschung für seine Frau, Martha Washington, der ersten „First Lady“, die eigentlich nach dem Krieg das ruhige Privatleben fortsetzen wollte. Doch schnell akzeptierte sie ihre Rolle als Gastgeberin, öffnete ihre „gute Stube“ und organisierte wöchentliche Dinner-Partys für etliche Würdenträger, die am Tisch des Präsidenten Platz nahmen.

Washington hielt das erste Kabinettstreffen eines amerikanischen Präsidenten am 25. Februar 1793 ab. Der Präsident leitete ein Regierungskabinett, das sich um innenpolitischen Ausgleich bemühte, da in ihm die großen Parteien der „Federalists“ und der „Democratic-Republicans“ zu gleichen Teilen vertreten waren. Diese Politik begleitete er durch einen Kurs der inneren Absicherung im verwaltungs- und finanzpolitischen Bereich, wobei seine Grunderwerbspolitik deutlich die wirtschaftliche Elite bevorzugte und absicherte. Dies war aufgrund seiner Herkunft nicht verwunderlich.

In der Außenpolitik trug der Neutralitätskurs auch zur Stärkung und Anerkennung des jungen amerikanischen Bundesstaates bei. Nach dem Ausbruch der Französischen Revolution von 1789 kritisierte man jedoch Washington für seine passive Haltung während der französisch-britischen Auseinandersetzung. Das provokative Verhalten des französischen Botschafters Edmond-Charles Genêt, das darauf abzielte, die USA in den Krieg hineinzuziehen, führte 1793 zu einem offenen Konflikt mit diesem, der so genannten „Citizen Genêt-Affäre“. In dieser setzte Washington die Neutralität der USA gegen eine starke profranzösische Strömung in der amerikanischen Öffentlichkeit durch. Genêt hatte Amerikaner als Freibeuter zu Angriffen gegen britische Handelsschiffe angeworben und eine Freiwilligenarmee für einen Angriff auf das damals noch Spanien gehörende Florida aufgestellt.

Dennoch bestätigte man Washington bei den Präsidentschaftswahlen von 1792 für eine weitere Legislaturperiode von vier Jahren in seinem Amt.

1791 führte die Bundesregierung eine Verbrauchssteuer auf Whiskey ein. Diese Steuer war im amerikanischen Grenzgebiet sehr unpopulär, so dass im Juli 1794 im Allegheny County, Pennsylvania, ein Bundesmarschall durch den Pöbel angegriffen und das Haus eines regionalen Steuerbeamten niedergebrannt wurde.

Am 7. August 1794 setzte Washington Soldaten mehrerer Bundesstaaten in Bewegung, um mit ca. 13.000 Mann die Unruhen, die als „Whiskey-Rebellion“ in die Geschichte eingehen sollten, zu unterdrücken. Weitere Probleme entstanden für den Präsidenten, als er die Annahme des im Land sehr unpopulären Jay-Vertrags durchsetzte, mit dem ein drohender Krieg mit Großbritannien vermieden wurde. Erstmals wurde er daraufhin öffentlich angegriffen und kritisiert; es kam zu zahlreichen Protestkundgebungen und teilweise zu gewalttätigen Übergriffen, weil man weithin der Meinung war, dass man den Briten mit dem Vertrag zu weit entgegenkäme.

Nach dem Ende seiner Amtszeit zog sich Washington 1797 aus der Politik zurück.

Im Folgejahr übertrug der amtierende Präsident John Adams Washington angesichts der Gefahr eines bevorstehenden Krieges mit Frankreich nochmals als Abschreckung gegen den einstigen Verbündeten den Oberbefehl als Generalleutnant über die Streitkräfte, den er allerdings nur nominell wahrnahm.

In Amerika bezeichnet man ihn oft als „Vater der Nation“ (Father of the Nation). Die früheste Identifikation mit diesem „Bild“ wurde in einem deutschsprachigen Almanach des Staates Pennsylvania als „Landesvater“ bereits 1778 vorgenommen.

Unter Washington traten fünf Staaten der Union bei: North Carolina, Rhode Island, Vermont, Kentucky und Tennessee.

Legendär sind auch die Berichte über die schlechten Zähne Washingtons. Seit seinem 24. Lebensjahr verlor er jedes Jahr einen weiteren Zahn, was vermutlich eine Folge des im 18. Jahrhundert extrem hohen Zuckerkonsums bei den reichen Eliten war.

In seinen späteren Jahren konsultierte Washington eine große Anzahl von Zahnärzten und besaß eine ebenso große Anzahl künstlicher Gebisse. Allerdings nicht aus Holz - wie gerne kolportiert wird. Die meisten wurden damals aus Wal- oder Walrossbein gefertigt, waren nach heutigen Begriffen extrem grobschlächtig und wurden mehr aus repräsentativen Gründen als zur Nahrungsaufnahme eingesetzt.

Überhaupt war seine gesundheitliche Konstitution zum einen ein Paradebeispiel für die Gesundheitssituation der herrschenden Elite des ausgehenden 18. Jahrhunderts, zum anderen bevorzugter Untersuchungsgegenstand amerikanischer Medizinhistoriker: Seit seinem 17. Lebensjahr litt Washington an Malaria. Später in seinem Leben kamen Diphtherie, Tuberkulose und Pocken hinzu. Während seiner Präsidentschaft schwächte ihn eine schwere Lungenentzündung. All diese Krankheiten illustrieren die gesundheitlichen Gefährdungen seiner Zeit, die er nur aufgrund seiner bevorzugten Stellung überleben konnte.

George Washington selbst hätte gerne von der Präsidentschaft Abstand genommen, empfand es aber als seine Pflicht seiner Nation gegenüber, diese Position auszufüllen. Anders als Thomas Jefferson war er kein regelrechter „Mann des Volkes“, der nach Popularität zu streben suchte, sondern zog eine ihm naheliegende Introvertiertheit und die Distanz zu den Massen vor.

Andererseits scheute es der Privatmann Washington nicht, sich anlässlich einer Feuersbrunst in der Nachbarschaft in die Kette der Wassereimer weiterreichenden Menschen einzureihen, um bald aber gemäß seiner erwarteten Rolle den „Einsatz“ zu leiten.

1752 initiierte man Washington als Freimaurer in der „Fredericksburg Lodge No. 1“ in Virginia. In der „American-Union-Feldloge“ beschloss man 1779 (an der Front, nahe dem Hudson und New Jersey) den später nicht verwirklichten Plan, Washington als General-Großmeister einer neuen, alle Staaten umfassenden Großloge zu stellen.

1788 wurde er zum „Meister vom Stuhl“ der Freimaurerloge „Alexandria“ (Virginia) ernannt und blieb in seinem Amt, als er Präsident der Vereinigten Staaten geworden war.

Weil die vorgesehene Bibel zur Amtseinführung 1789 nicht eingetroffen war, liess man die Logenbibel der „St. John's Lodge No. 1“ holen, und Washington leistete den Präsidenten-Eid darauf, so wie es seitdem viele amerikanischen Präsidenten (ob Freimaurer oder nicht) taten. Ausnahmen waren z. B. John F. Kennedy, der auf seiner katholischen Familienbibel bestand, und George W. Bush, dessen Amtseinführung im Freien stattfand - während es regnete, und die Bibel nicht der Nässe ausgesetzt werden durfte.

Den Eid zu Washingtons Einführung nahm der Großkanzler der Großloge von New York und Staatskanzler Robert R. Livingston ab.

Die Grundsteinlegung des Kapitols in Washington D.C. vollzog Washington nach freimaurerischem Ritus. Dabei wurde ihm der für ihn angefertigte Freimaurerschurz der Großloge von Maryland durch den Marquis de La Fayette feierlich überreicht.

Ende 1799 erkrankte Washington an einer Kehlkopfentzündung. Mediziner glauben heute, dass entweder eine Infektion der Kehle durch Streptokokken zum Tod führte oder eine Kombination aus Blutverlust, Erstickung und Austrocknung, infolge der Behandlung durch einen Aderlass. George Washington starb am 14. Dezember 1799 auf seinem Gut Mount Vernon in Virginia und wurde dort in der Familiengruft beerdigt. Seinen Sarg trugen bei der Beisetzung sechs Obristen der Armee, die alle Freimaurer waren.

Bei den amerikanischen Historikern ist es seit den Überlegungen Arthur M. Schlesingers im Jahre 1948 üblich, in regelmäßigen Abständen darüber zu diskutieren, welche US-Präsidenten ihr Land am besten regiert bzw. ihr Amt am gerechtesten zum Wohl des Landes ausgefüllt hätten. Neben Abraham Lincoln und Franklin D. Roosevelt befand sich George Washington dabei stets in der „Spitzengruppe“ derjenigen Präsidenten, die von den meisten Historikern lobend beurteilt wurden.

Noch zu Lebzeiten war es George Washington vergönnt, die Hauptstadt Washington, D.C. nach sich benannt zu sehen.

Für einen kurzen Zeitraum war New York Regierungssitz. 1790 zog die Regierung erneut nach Philadelphia. Bereits während des Verfassungskonvents war man überein gekommen, dass die Frage des Hauptstadtsitzes zusätzliches Konfliktpotenzial zwischen den Einzelstaaten anhäufen würde. So lehnte man z.B. das schmucke, aber kleine Alexandria als zu ländlich ab, während New York als Hafenmetropole und Anlaufstelle der meisten Einwanderer als politisch zu unsicher galt, obwohl die Amtsgeschäfte auch in beiden Städten stattgefunden hatten.

Hatte der Kongress seit seinem Bestehen in acht verschiedenen Städten an der Ostküste getagt, so beschloss er nun, dass die neue Bundeshauptstadt „so nahe wie möglich dem Zentrum des Wohlstandes, der Bevölkerung und des Territoriums“ liegen solle und mit dem „Zugang zum Atlantik und den westlichen Gebieten“ ausgestattet sein müsse. Daher gründete man in einer salomonischen Lösung gleichermaßen durch ein Kongress-Gesetz (Residence Act) von 1790 den District of Columbia als außerhalb der US-Bundesstaaten befindliches Kunstgebilde auf zuvor brachliegendem Sumpf- und Marschland am linken Ufer des Potomac River. Dort entstand die Stadt ab 1791 nach Plänen des französischen Architekten und Städtebauers Pierre Charles L'Enfant, den George Washington persönlich beauftragt hatte. Als Übergangslösung beschloss man, Philadelphia 1791 für zehn Jahre zur Hauptstadt zu machen. Insbesondere das Marschland prägte bis weit ins 19. Jahrhundert hinein das Bild der Hauptstadt, die man erst ab 1800 als „funktionierend“ bezeichnen konnte.

Die Neugründung platzierte man mehr im Süden, also südlich der Mason-Dixon-Linie, um für andere Kompromisse notwendige Stimmen der Südstaaten zu erhalten. Militärstrategisch war die Lage jedoch zu exponiert, wie die Bombardierung und Besetzung durch die Briten 1814 sowie der rasche Vormarsch des Südens auf die Stadt in der Frühphase des Sezessionskrieges belegen sollten. Im Verlauf seiner Präsidentschaft wählte George Washington West Point, New York, das von ihm bereits als Fort gegründet worden war, als Sitz der Militärakademie des Heeres der Vereinigten Staaten aus. Bestätigt wurde diese Auswahl durch einen Beschluss Thomas Jeffersons im Jahre 1802.

Das Washington-Territorium, das 1853 aus dem nördlichen Teil des Oregon-Territoriums gebildet wurde, ist ihm zu Ehren benannt worden. Nach kleineren Umbildungen wurde es 1889 offiziell als 42. Bundesstaat in die Union aufgenommen. Der Bundesstaat Washington ist der einzige Bundesstaat, der nach einem ehemaligen Präsidenten benannt wurde. Städte sind hingegen nach Ex-Präsidenten benannt worden.

Die George-Washington-Universität in Washington, D.C. ist ebenfalls nach ihm benannt worden, was seinen ursprünglichen Absichten, mit Teilen aus verschiedenen Fonds und seinem Vermächtnis eine derartige Institution in der Hauptstadt zu gründen, entgegenkam.

Ihm zu Ehren wurde nach Plänen Robert Mills von 1848 bis 1885 das so genannte Washington Monument, ein weißer Marmor-Obelisk, gebaut. Dieser befindet sich exakt auf der Verbindungsgeraden zwischen dem Capitol State Building und Lincoln Memorial in Washington D.C. und war mit einer Höhe von 169 m zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung kurzfristig das höchste Gebäude der Welt. Durch den Bau des Eiffelturms verlor dieses Denkmal bereits 1889 seinen Rekord.

Ein Teil der Plantage, auf der Washington geboren wurde, wurde 1930 als George Washington Birthplace National Monument zur Gedenkstätte vom Typ eines National Monuments erklärt und ein typisches Gebäude der Zeit anstelle des bereits 1779 abgebrannten Haupthauses errichtet, in dem ein Museum zur Kolonialzeit untergebracht ist.

Das Porträt des „Vaters der Nation“ findet man seit 1935 sowohl auf dem 1-Dollar-Schein (nach einem Gemälde von Gilbert Stuart) als auch der Vierteldollarmünze sowie verschiedenen Briefmarken der US-Post.

Die Marine der Vereinigten Staaten verfolgt eine Tradition, in der diverse Kriegsschiffe nach berühmten Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte benennt und hat dies im Falle des ersten Präsidenten bereits bei mehreren Schiffen diverser Klassen umgesetzt, siehe USS George Washington. Unter diesen war auch das erste nuklear getrieben Raketen-U-Boot der Welt, SSBN-589, das Typschiff der George-Washington-Klasse und ein Flugzeugträger der Nimitz-Klasse mit der Kennung CVN-73.

Am 11. Oktober 1976 ernannte ihn der Kongress der Vereinigten Staaten im Beschluss Public Law 94-479 posthum zum General of the Armies, ein Titel, der bis dahin nur John J. Pershing verliehen worden war. Das Parlament setzte die Beförderung rückwirkend zum 4. Juli 1976, dem 200. Jahrestag der Verkündung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten in Kraft.

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Washington D. C.

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Washington D. C. ist die Hauptstadt und der Regierungssitz der Vereinigten Staaten. Das Stadtgebiet von Washington ist identisch mit dem District of Columbia, für den die Abkürzung D. C. steht. Er gehört zu keinem Bundesstaat, sondern ist als Bundesdistrikt dem Kongress der Vereinigten Staaten direkt unterstellt. Die Stadt ist benannt nach George Washington, dem Oberbefehlshaber im Unabhängigkeitskrieg und ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Der District of Columbia ist nach Columbia, einer poetischen Bezeichnung für die USA, benannt.

Washington ist auch Sitz des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der Organisation amerikanischer Staaten.

Washington hat eine Fläche von 177km² und 588.292 Einwohner (2007), die Metropolregion Washington hat etwa 7,6 Millionen Einwohner. Die Stadt gehört keinem Bundesstaat an, sondern hat als District of Columbia einen Sonderstatus. Sie befindet sich an der Ostküste des Landes etwa 35km westlich der Chesapeake Bay, einer Bucht des Atlantischen Ozeans. Die Höhe über dem Meeresspiegel variiert zwischen 0 und 125 Meter.

Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften waren im Jahre 2000 die römisch-katholische Kirche mit 160.048, die American Baptist Churches USA mit 51.836, die Southern Baptist Convention mit 38.852 und die anglikanische Episcopal Church mit 19.698 Anhängern. 60.479 Einwohner waren islamischen und 25.500 jüdischen Glaubens.

Die Stadt liegt an der Mündung des Anacostia River in den Potomac River, und zwar an seinem linken Ufer zwischen den Bundesstaaten Maryland im Nordosten und Virginia im Südwesten. Der District of Columbia wurde aus von Maryland und Virginia abgetretenem Land gebildet, um die Regierung und den Kongress dem Zugriff der damals noch sehr mächtigen Einzelstaaten zu entziehen und eine städtebaulich durchgeplante, moderne und repräsentative Hauptstadt der neuen Republik zu bilden. Das auf dem westlichen Ufer gelegene Gebiet wurde 1846 an Virginia zurückgegeben, da die Stadt weniger schnell gewachsen war als erwartet (heute Alexandria).

Washington ist, neben seiner Funktion als Hauptstadt der USA, auch Sitz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds.

Von den fünf Universitäten der Stadt sind die bekanntesten die Georgetown University (gegründet 1789), die George Washington University (gegründet 1821) und die Howard University (gegründet 1867 und eine der ältesten Universitäten für die afroamerikanische Bevölkerung).

Die bekanntesten Gebäude sind das Weiße Haus, das Kapitol und das außerhalb der eigentlichen Stadt gelegene Pentagon in Arlington (Virginia). Es gibt in Washington keine Wolkenkratzer, da kein Gebäude höher sein darf als das Kapitol. Drei Gebäude verletzen dieses Gesetz jedoch: das Washington Monument, der Turm des Old Post Office und die Washington National Cathedral. Diese Gebäude wurden fertiggestellt/geplant, ehe das Gesetz Anfang des 20. Jahrhunderts verabschiedet wurde.

Der nächstgelegene Flughafen ist der Ronald Reagan Washington National Airport. Er liegt am rechten (westlichen) Ufer des Potomac River in Virginia und wird in der Regel nur für den nationalen Flugverkehr verwendet. Washington Dulles International Airport liegt 45 km westlich der Stadt in Virginia und Baltimore Washington International Airport 65 km nordöstlich in Maryland. Von den beiden letzteren starten sowohl nationale als auch internationale Flüge.

Washington untersteht direkt dem Kongress, der einmal pro Monat einen halben Tag lang praktisch als Stadtrat Washingtons tagt. Es gibt heutzutage auch einen eigenen gewählten Stadtrat und Bürgermeister, deren Beschlüsse aber vom Kongress jederzeit annulliert werden können. Die Einwohner Washingtons dürfen seit 1964 an den Wahlen zum Präsidenten teilnehmen, nicht aber an denen zum Kongress (Einzelheiten siehe Einbindung in die bundesstaatliche Ordnung der Vereinigten Staaten). Im Verlaufe der kurzen Präsidentschaftswahlgeschichte Washington D.C.s sprach sich die Bevölkerung stets für die demokratischen Kandidaten aus. Bei der Wahl 2008 erhielt Barack Obama hier 94 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die drei Wahlmännerstimmen dürften als die sichersten für die Demokraten im gesamten Electoral College gelten.

Washington beherbergt 5 Teams aus US-Amerikanischen Profi-Ligen. Die Washington Redskins (NFL), Washington Nationals (seit 2005) (MLB) sowie die Washington Capitals (NHL), Washington Wizards (NBA) und D. C. United (MLS). Damit ist Washington in allen Ligen der fünf beliebtesten Sportarten der USA vertreten.

Washington ist in die vier Distrikte Northwest (NW), Southwest (SW), Northeast (NE) und Southeast (SE) eingeteilt. Die Straßen sind überwiegend gerade angelegt und durchnummeriert; die rechtwinklig dazu verlaufenden Straßen sind alphabetisch geordnet, sodass die Orientierung sehr leicht fällt (vgl. Mannheimer Quadrate). Das Kapitol steht auf dem Schnittpunkt der vier Distriktgrenzen.

Die erste Hauptstadt nach der Ratifizierung der Verfassung war New York (1788–1790). George Washington legte den Amtseid als erster Präsident der Vereinigten Staaten auf dem Balkon des alten Rathauses ab.

Eines der Themen, mit denen der Präsident sich beschäftigen musste, war, einen ständigen Regierungssitz zu finden. Als Kompromisslösung wurde beschlossen, Philadelphia 1790 für zehn Jahre zur Hauptstadt zu machen und sich in der Zwischenzeit nach einem permanenten Platz am Potomac River umzusehen. Präsident Washington wählte ein Gebiet, das sowohl Teile von Maryland als auch von Virginia umschloss. Zu jener Zeit bestand das Gebiet in erster Linie aus Wiesen- und Sumpfland. Es wurde geplant, dass der Kongress in der neuen Hauptstadt am ersten Montag im Dezember 1800 tagen sollte. Washington ist also eine Planhauptstadt.

Pierre Charles L’Enfant wurde beauftragt, die „Federal City“ zu gestalten. Als Inspiration legte ihm Thomas Jefferson verschiedene Stadtpläne vor, die er von seiner Europareise 1788 mitgebracht hatte, darunter Pläne von Frankfurt am Main, Karlsruhe, Amsterdam, Paris, Orléans, Montpellier, Turin und Mailand. L'Enfant entwickelte eine erste Version für einen Stadtplan, überwarf sich dann aber mit den Auftraggebern aus dem Kongress, so dass er von dem Projekt abberufen wurde. Die weitere Planung wurde dann in die Hände des Landvermessers Andrew Ellicott gelegt, der die ursprünglichen Pläne von L'Enfant stark modifizierte.

1791 wurde das Gebiet des Districts of Columbia aus den Staaten Maryland und Virginia herausgenommen. Es ist beiderseits des Potomac River gelegen und war ursprünglich ein genaues Quadrat von 10 mal 10 Meilen (16,09 km mal 16,09 km). Die Lage kam durch einen Handel von Thomas Jefferson mit Alexander Hamilton zustande: Jefferson (der aus Virginia stammte) unterstützte Hamiltons (seine Heimat New York war ursprünglich Regierungssitz) Pläne einer Nationalbank, dafür stimmte dieser einer in den Südstaaten gelegenen Hauptstadt zu.

Am 11. Juni 1800 wurde Washington D. C. ständige Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Da die Stadt nicht so schnell wuchs wie zuvor vermutet, wurde das westlich des Flusses gelegene Gebiet 1846 an Virginia zurückgegeben und bildete von nun an Alexandria County. 1870 wurde die Stadt Alexandria aus Alexandria County ausgegliedert und dieses in Arlington County umbenannt. Die Fläche von D.C. beträgt heute 177 km².

Präsident John Adams siedelte mit seiner Regierung im Juni 1800 nach Washington D.C. um. Im November 1800 trat der Kongress zum ersten Mal in der neuen Hauptstadt zusammen.

Der District of Columbia kam unter die direkte Verwaltung des Bundeskongresses, womit die Bundesorgane unabhängiger von den damals noch sehr mächtigen Einzelstaaten wurden.

Da Wahlen damals von den Bundesstaaten organisiert wurden, hatten die Bewohner des District of Columbia zunächst kein Wahlrecht. Da es sich zum großen Teil um Beamte bzw. Regierungsangestellte handelte, entsprach dies in gewisser Weise auch dem Prinzip der Gewaltenteilung. Mit dem Wachsen der Stadt Washington und der Zunahme nicht bei der Regierung beschäftigter Einwohner wurde dies aber zusehends als undemokratischer Anachronismus gesehen.

Am 24. August 1814, während des Britisch-Amerikanischen Krieges, wurde die Stadt von einer 4500 Mann starken britischen Streitmacht aus Armee- und Marineeinheiten erobert. Dabei wurde unter anderem das Kapitol zerstört und das Weiße Haus beschädigt. Präsident James Madison musste mit seiner Regierung nach Virginia fliehen. Die Washington-Kampagne der Briten vom 19. bis 29. August 1814 hatte eher symbolischen Charakter und sollte den Amerikanern verdeutlichen, sich nicht mit Großbritannien anzulegen (“Britain is not a country to mess around with”).

Die Stadt hat seit 1974 einen Stadtrat und wählt einen Bürgermeister. Erst seit dem 23. Verfassungszusatz, der 1961 in Kraft trat, dürfen die Einwohner des District of Columbia den Präsidenten mitwählen. Die Zahl der ihnen zustehenden Wahlmänner ist jedoch auf die des bevölkerungsärmsten Staates beschränkt. Dadurch stellt der District of Columbia drei Wahlmänner; allerdings wären es momentan auch ohne diese Klausel nicht mehr. Im Repräsentantenhaus ist der District seit 1970 mit einem nicht stimmberechtigten Beobachter vertreten, im Senat gar nicht. Dadurch ergibt sich die weltweit einmalige Besonderheit, dass die Bewohner der Hauptstadt eines demokratischen Staates ihr Parlament nicht mitwählen dürfen.

1978 wurde ein Verfassungszusatz vom Kongress verabschiedet, der den Bürgern Washingtons die gleiche Vertretung im Kongress gestattet hätte, als wäre der District of Columbia ein Staat. Statt der erforderlichen Dreiviertelmehrheit von 38 Staaten wurde der Verfassungszusatz aber nur von 16 Staaten innerhalb der siebenjährigen Frist ratifiziert.

Vorschläge, den District zu einem 51. Bundesstaat mit dem Namen New Columbia zu machen, werden immer wieder unternommen, sind aber zurzeit nicht durchsetzbar. Durch den hohen Anteil an Afroamerikanern in der Bevölkerung wäre der neue Staat eine sichere Hochburg der Demokraten, daher haben die Republikaner kein Interesse an der Verwirklichung dieser Pläne.

Etwas höhere Chancen hat die Idee, den District – mit Ausnahme des unmittelbaren Geländes der Regierungsgebäude – wieder zu einem Teil Marylands zu machen und die Bewohner somit als Bürger Marylands an Wahlen teilnehmen zu lassen. Dennoch hat dieses Vorhaben keine Aussicht auf Erfolg – die Begründung liegt in der amerikanischen Verfassung. Das höchste politische Amt in einem Bundesstaat ist das des Gouverneurs. Gleichzeitig verbietet die Verfassung die Wahrnehmung der Position eines Gouverneurs und eines Präsidenten zur selben Zeit. Somit würde der höchste Mann im Staat, der Präsident, in zivilrechtlichen Fragen dem Gouverneur unterstehen, obwohl er eigentlich über ihm steht. Bevor also Washington D.C. den Status eines Bundesstaates annehmen oder zu einem zugehörig sein könnte, müsste dieser entstehende Widerspruch gelöst werden. Dies ist auch der Grund, warum der Präsident der USA seinen Hauptwohnsitz im Weißen Haus in Washington D.C. haben muss.

Obwohl der District of Columbia kein Staat ist, besitzt er wie jeder Staat sein eigenes Rechtssystem. Die Gesetzgebung unterliegt jedoch dem Veto des Bundes, was bei Staaten nicht zutrifft. Beispielsweise liegt das Waffenbesitzverbot des District of Columbia in diesem Spannungsfeld, da der Kongress des Bundes in der Hauptstadt das Verbot aufheben möchte. In seinen wesentlichen Merkmalen ähnelt das Recht in DC dem des Nachbarstaates Maryland und unterscheidet sich sehr von dem des Nachbarn Virginia auf der anderen Seite des Potomac River.

Luftbild von Washington D. C.

Das Weiße Haus in Washington D. C.

Das Kapitol in Washington D. C.

Das Washington Monument in Washington D. C.

China Town in Washington D. C.

Klimadiagramm von Washington D. C.

Bundesdistrikt: Washington D. C.

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Source : Wikipedia