Wackersdorf

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Geschrieben von c3po 29/04/2009 @ 04:13

Tags : wackersdorf, bayern, deutschland

Neueste Nachrichten
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Zäune überall - ARD
Die WAA Wackersdorf war eines der politisch umstrittensten Bauprojekte in der Bundesrepublik der 1980er Jahre. Abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren sollten hier wiederaufbereitet werden. Nach heftigen Protesten begannen 1987 die Bauarbeiten,...
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Wackersdorf. (am) Die Krise in der Automobilindustrie führt bei "Röchling Automotive" zu massiven Umsatzeinbrüchen. Das Unternehmen sieht sich deshalb veranlasst, an seinem seit 1997 existierenden Standort im Innovationspark 36 von 124 Arbeitsplätzen...
Ein Stück Geschichte mit neuem Leben erfüllt - Mittelbayerische
Trotzdem hat er sich für den Standort Wackersdorf entschieden. „Ich habe das Gebäude gesehen und mich sofort verliebt“, sagt er und schwärmt vom alten Gemäuer und den historischen Zimmern. Die Infrastruktur mit direkter Anbindung an B85 und Autobahn...
Mahnwache vor Rathaus - Neumarkt Online
Mit einer Mahnwache wurde vor dem Neumarkter Rathaus an die Katastrophe von Tschernobyl und an die "Beerdigung" der WAA in Wackersdorf erinnert. Auf Einladung der Grünen hatten sich zahlreiche Menschen am Rathausvorplatz eingefunden: Vor 23 Jahren,...
ADAC Kart Masters erwartet beim zweiten Lauf am 9.und 10. Mai ... - RacingOnline.de
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Wackersdorf

Wappen der Gemeinde Wackersdorf

Wackersdorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf.

Wackersdorf liegt in der Region Oberpfalz-Nord in Ostbayern.

Es existieren folgende Gemarkungen: Alberndorf, Rauberweiherhaus, Wackersdorf.

Die 1152 erstmals erwähnte Gemeinde gehörte zum Herzogtum Pfalz-Neuburg und dessen Gericht Schwandorf; seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Die Gemeinde wurde im 20. Jahrhundert mehrmals umgesiedelt, weil große Braunkohlevorkommen im Tagebau ausgebeutet wurden, die zum Teil unter den Häusern der Bewohner entdeckt wurden. Die nach Beendigung des Abbaus übrig gebliebenen großen Gruben füllten sich anschließend mit Wasser und bilden heute das Zentrum des Oberpfälzer Seenlandes, das mittlerweile touristisch genutzt wird.

Bekannt wurde die Gemeinde durch den Widerstand der Atomkraftgegner, der sich Anfang der 1980er Jahre gegen die dort geplante atomare Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf (WAA) formierte. Ein Volksbegehren wurde am 14. August 1987 vom bayerischen Verfassungsgerichtshof in München abgelehnt. Das Projekt wurde durch den Widerstand, Protest und zivilen Ungehorsam von Anti-AKW-Gruppen, kirchlichen Gruppen, auswärtigen Demonstranten sowie der einheimischen Bevölkerung verhindert. Dabei kamen im Rahmen des Polizeieinsatzes zwei einheimische Bürger, die Rentnerin Erna Sielka († 2. März 1986), die während eines Einsatzes der Polizei einen Herzinfarkt erlitt, und der 38-jährige Alois Sonnleitner († 31. März 1986), der den Folgen eines Asthmaanfalls infolge eines CS-Gas-Einsatzes erlag, sowie der Polizist Johann Hirschinger († 24. September 1986) bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben.

Bürgermeister ist Alfred Jäger (Freie Wählerschaft e.V.).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 4.253.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 2.521.000 €.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 2208 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 431 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1677. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 577 ha, davon waren 321 ha Ackerfläche und 256 ha Dauergrünfläche.

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Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf

Die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf in Wackersdorf in der Oberpfalz sollte die zentrale Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) für abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren in Deutschland werden. Die Anlage ging nie in Betrieb.

Laut Atomgesetz sind Transporte abgebrannter Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zu Wiederaufarbeitungsanlagen ab dem 1. Juli 2005 nicht mehr zulässig. Ab diesem Zeitpunkt ist also als Entsorgungsweg für abgebrannte Brennelemente ausschließlich die direkte Endlagerung ohne Wiederaufarbeitung möglich.

Die WAA Wackersdorf war eines der politisch umstrittensten Bauprojekte der 1980er Jahre in der Bundesrepublik. Nach heftigen Protesten, bei denen Erna Sielka am 2. März 1986 und Alois Sonnleitner am 31. März 1986 ums Leben kamen, begannen 1987 die Bauarbeiten. Sie wurden am 31. Mai 1989 eingestellt, nachdem der Energiekonzern VEBA als wichtigster Anteilseigner der zukünftigen Betreibergesellschaft mit der COGEMA, der Betreiberfirma der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague einen Vertrag zur Kooperation unterzeichnete.

1994 ging in Cumbria (England) an der Irischen See im Atomkomplex Sellafield / Windscale die Wiederaufarbeitungsanlage THORP der Firma BNFL (British Nuclear Fuels plc) in Betrieb. Dort wird vor allem die Aufarbeitung von ausländischen Brennelementen vorgenommen. Ein Großteil des Materials stammt aus Deutschland.

In den 1980er Jahren waren Atomanlagen einerseits durch die Debatte um Atomrüstung und anderseits durch die Reaktorunglücke von Harrisburg und später Tschernobyl sehr stark emotionalisiert. Seit den frühen 1970ern wuchs die Anti-Atom-Bewegung, durch die auch der Erfolg der Grünen beflügelt wurde.

Nachdem Pläne zur Errichtung einer Wiederaufarbeitungsanlage in Niedersachsen gescheitert waren, erklärte Bayerns Ministerpräsident Franz Josef Strauß am 3. Dezember 1980 die Bereitschaft der bayerischen Landesregierung, im Freistaat nach einem geeigneten Standort zu suchen.. Ministerpräsident Strauß versprach den Anlagebetreibern stabile politische Verhältnisse sowie Akzeptanz für das Projekt auf Seiten einer "industriegewohnten Bevölkerung". Nachdem das oberpfälzische Wackersdorf in die Auswahl kam, gründete sich jedoch bereits am 9. Oktober 1981 eine Bürgerinitiative gegen die WAA.. Die große Mehrheit der Anwohner und der Landrat waren strikt gegen das Projekt. Anders als im britischen Sellafield und im französischen La Hague liegt der Standort Wackersdorf im Binnenland und nicht an einer Küste, so dass neben möglichen Störfällen insbesondere die Entsorgung radioaktiver Abwässer in den Fluß Naab den einheimischen Bürgern Sorgen bereitete. Weitere Kritikpunkte der WAA-Gegner waren unter anderem die hohe Zahl der nach Inbetriebnahme der Anlage anfallenden Atommülltransporte sowie Gesundheitsgefährdungen durch die aus der WAA über einen über 100 m hohen Kamin austretende Abluft. Zudem argumentierten die Gegner, dass mit dem bei der Wiederaufarbeitung gewonnenen Plutonium grundsätzlich die Entwicklung von Atomwaffen ermöglicht werde. Da die Arbeitslosenquote in Wackersdorf nach dem Ende des Braunkohleabbaus 1982 auf über 20 Prozent geklettert war, hoffte die bayerische Landesregierung einen möglichen Widerstand mit dem Arbeitsplatzargument kontern zu können. Zudem befand sich der überwiegende Teil des 130 ha großen Baugeländes bereits im Besitz des Freistaats. Am 24. September 1985 erteilte das bayerische Umweltministerium die erste Teilerrichtungsgenehmigung, nachdem die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK) sich Anfang Februar 1985 definitiv für Wackersdorf als Standort entschieden hatte. Geplant war neben der eigentlichen Wiederaufarbeitungsanlage die Errichtung einer MOX-Brennelemente-Fabrik und Lagerhallen für den Atommüll.

Nachdem der Verwaltungsgerichtshof in München am 10. Dezember 1985 die Genehmigung zur Rodung des Taxöldener Forst erteilte, errichteten die Atomkraftgegner dort am 14. Dezember ein Hüttendorf. Dieses wurde zwei Tage später durch 3.700 Polizisten geräumt, 869 Demonstranten wurden festgenommen. Doch bereits am 21. Dezember stand das nächste Hüttendorf, das erst am 7. Januar 1986 geräumt wurde. Die Situation eskalierte immer stärker, die Rechte der Anwohner der umliegenden Gemeinden, die die Atomkraftgegner unterstützten, wurden eingeschränkt. Die Polizei beklagte sich über die wachsende Solidarisierung der Einheimischen mit den auswärtigen Atomkraftgegnern. Die Worte „Besetzung“ und "Bürgerkrieg" wurden zur Schilderung der Situation in der Presse populär, zumal das Ende der 1970er Jahre erschienene Buch „Der Atomstaat“ von Robert Jungk eine solche Entwicklung prognostizierte. Von 1985 bis 1989 gehörten Demonstrationsverbote, Hausdurchsuchungen, Verhaftungen sowie der Einsatz großer Polizeiverbände aus dem gesamten Bundesgebiet sowie des Bundesgrenzschutzes zur politischen Szenerie in der Region.

An der Demonstration am 31. März 1986 nahmen erstmals über 100.000 Menschen teil. Im Laufe der österlichen Demonstrationen kam es auch zum bundesweit ersten Einsatz von CS-Gas gegen Demonstranten. Der Tod eines 38-jährigen Demonstrationsteilnehmers nach einem Asthmaanfall wurde mit diesem Einsatz in Verbindung gebracht. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 verstärkte sich der Protest gegen die WAA, deren Baugelände durch einen 15 Millionen Mark teuren stählernen Bauzaun gesichert wurde. Bei den folgenden Demonstrationen an Pfingsten eskalierte die Gewalt auf dem Baugelände, als Polizeihubschrauber Gasgranaten in die demonstrierende Menge abwarfen und Autonome zwei Polizeifahrzeuge in Brand steckten. Insgesamt wurden an den Pfingstfeiertagen 1986 auf beiden Seiten mehrere Hundert Personen verletzt. In Folge dieser Ereignisse wurde der verantwortliche Einsatzleiter, der Polizeipräsident für Niederbayern/Oberpfalz Friker, abgelöst.

Am 7. Juni 1986 kam es bei einer nicht genehmigten Demonstration am Bauzaun erneut zu schweren Auseinandersetzungen zwischen 30.000 Demonstranten und 3.000 eingesetzten Polizisten. Etwa 400 Personen wurden verletzt, mindestens 50 mussten ärztlich versorgt werden. Die Polizei nahm 48 Demonstranten fest. Aus Österreich anreisenden WAA-Gegnern verweigerte die bayerische Regierung den Grenzübertritt. Am 29. Juni wurden erneut österreichische Kernkraftgegner an der Einreise gehindert.

Mit Blendschockgranaten und sogenannten Gummischrotgeschossen wurden der Polizei im Sommer 1986 von der Staatsregierung neue Einsatzmittel bei Demonstrationen an die Hand gegeben.

Am 7. September 1986 kam ein Polizist bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben.

Im Zuge der Auseinandersetzungen um die WAA Wackersdorf wurde das Amtsgericht Schwandorf "terroristensicher" aus- und umgebaut. Das nahegelegene Sulzbach-Rosenberg wurde zum Standort der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Allein für das Jahr 1986 erhöhten sich im bayerischen Staatshaushalt die Ausgaben für "überörtliche Polizeieinsätze" von geplanten 2,5 Mio. DM auf 50,7 Mio. DM.

Für Schlagzeilen sorgte auch der Einsatz Berliner Polizeieinheiten am 10. Oktober 1987, bei dem zahlreiche Demonstranten zum Teil schwer verletzt wurden.

Bundesweit formierte sich Protest unter dem Slogan „Stoppt den WAAhnsinn“. Am 26. Juli 1986 bekundeten zahlreiche Rockstars auf dem sogenannten Anti-WAAhnsinns-Festival ihren Protest. Ein Boykott-Aufruf mehrerer Umweltschutzorganisationen gegen den COGEMA-Anteilseigner Siemens läutete die Wende ein. Siemens zog sich zurück, die VEBA folgte später. Allerdings hatte auch der juristische Protest gegen die WAA inzwischen Erfolge erzielt. So hob der bayerische Verwaltungsgerichtshof am 2. April 1987 die erste Teilerrichtungsgenehmigung auf, am 29. Januar 1988 erklärte der VGH dann den ganzen Bebauungsplan für nichtig, nicht zuletzt, weil das Hauptprozessgebäude wesentlich größer ausfallen sollte als es die bewilligte Planung vorgesehen hatte. Allerdings wurde auf Grund von Einzelbaugenehmigungen stets weitergebaut. Für die zweite Teilerrichtungsgenehmigung fand im Sommer 1988 der vorgeschriebene Erörterungstermin in Neunburg vorm Wald statt. Hierzu ergingen 881 000 Einwendungen von Bürgern, die das Verfahren zum bis dato größten seiner Art werden ließen. Die Erörterung der Einwendungen wurde nach einigen Wochen von Seiten der Genehmigungsbehörde, dem Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, vorzeitig für beendet erklärt, was von den Gegnern der Anlage als Ausdruck der Hilflosigkeit der Behörden gegenüber den vorgebrachten Einwänden empfunden wurde. 1989 entschieden sich die Betreiber für eine Kooperation mit Frankreich.

Genau wie der Beginn des Projekts eng mit Franz Josef Strauß verbunden war, so war auch das Ende des Projekts mit seinem Tod am 3. Oktober 1988 verbunden. Die Energieversorgungsunternehmen verloren das Vertrauen in die Standhaftigkeit des Freistaates Bayern, das Projekt trotz der großen Widerstände durchzusetzen und betrieben die Suche einer Alternative in Frankreich und England. Gegen die bereits im Bau befindliche Wiederaufarbeitungsanlage demonstrierten am 15. Oktober 1988 wiederum 10.000 Menschen in Wackersdorf.

Am 31. Mai 1989 wurde der bis dahin ca. 10 Mrd. DM teure Bau eingestellt. Am 6. Juni unterzeichneten Deutschland und Frankreich die Verträge über eine gemeinsame Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague und am 18. Januar 1990 die Musterverträge mit England über die Wiederaufarbeitung in Sellafield / Windscale.

Nach der Projekteinstellung schloss BMW zum Jahresende 1989 einen Vertrag zum Kauf eines Teilgeländes ab, seit 1990 werden hier Fahrzeugkarosserien gefertigt. Ab 1994 wurde dieser BMW-Standort zum Industriepark ausgebaut. 1998 wurde der BMW Industriepark Wackersdorf in Innovationspark Wackersdorf umbenannt.

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Oberpfalz

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Die Oberpfalz ist in Bayern sowohl ein Bezirk als auch ein Regierungsbezirk.

Die Oberpfalz liegt im Osten Bayerns und grenzt an Tschechien sowie an die bayerischen Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern, Mittelfranken und Oberfranken.

Verwaltungssitz des Bezirks und gleichzeitig Sitz der Bezirksregierung ist Regensburg. Bis 1954 wurden die Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz gemeinsam verwaltet.

Vor der Landkreisreform am 1. Juli 1972 hatte der Regierungsbezirk fünf kreisfreie Städte und 19 Landkreise; in der Zeit von 1938 bis 1945 gehörten drei weitere Landkreise im Sudetenland zum Regierungsbezirk.

Die Oberpfalz grenzt an (im Uhrzeigersinn von Norden): Oberfranken, die Tschechische Republik, Niederbayern, Oberbayern, und Mittelfranken.

Außerdem durchziehen zahlreiche Bundesstraßen die Oberpfalz. Im einzelnen handelt es sich um die Bundesstraßen B 8, B 14, B 15, B 16, B 20, B 22, B 85, B 299 und B 470.

Die Wirtschaft ist insgesamt geprägt von klein- und mittelständischen Unternehmen, von denen einige zu den führenden ihrer Branche zählen. Ebenso ist der Tourismus ein großer wirtschaftlicher Faktor. Die Landwirtschaft und die Teichwirtschaft, die vor allem in den nördlichen Regionen der Oberpfalz auftritt, haben gesamtwirtschaftlich gesehen eher eine kleine Rolle inne. Industrielle Strukturen sind am stärksten im Großraum Regensburg vertreten, der in den vergangenen 25 Jahren eine beachtliche wirtschaftliche Dynamik entwickelt hat. Neben BMW, Krones AG, Infineon und Continental produzieren eine Reihe weiterer Unternehmen in und um Regensburg. Regensburg ist nach München der zweitstärkste Biotechnologiestandort Bayerns (bundesweit Rang 5).

Auf Landkreis-Ebene ist der Kreis Schwandorf in der Oberpfalz an erster Stelle beim Steueraufkommen. Es gibt 300 Industriebetriebe mit ca. 16.000 Arbeitsplätzen. Die namhaftesten Unternehmen sind unter anderem die meiller direct GmbH, die Benteler Automobiltechnik GmbH und die Nabaltec AG in Schwandorf, der Innovationspark Wackersdorf (BMW), die Läpple AG mit Werk in Teublitz, die F.EE GmbH in Neunburg v.W. und die Heidelberg Cement AG in Burglengenfeld.

Seit dem Mittelalter bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden die Erzvorkommen der Region wirtschaftlich ausgebeutet, weshalb die Oberpfalz auch „das Ruhrgebiet des Mittelalters“ genannt wird. Bis zum Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Eisen- und Stahlindustrie (die „Maxhütte“ mit den Standorten Sulzbach-Rosenberg und Maxhütte-Haidhof) in Verbindung mit bedeutenden Eisenerz- (in Auerbach in der Oberpfalz) und Braunkohlevorkommen (in Wackersdorf) ein bestimmender Wirtschaftsfaktor.

Touristische Anziehungspunkte sind der Oberpfälzer Wald, das Stiftland und der Steinwald im Norden, die aus dem Tagebau hervorgegangene Seenlandschaft bei Schwandorf in der Mitte, die Jurahöhen im Westen sowie das untere Naabtal und die Bezirkshauptstadt Regensburg im Süden. Bei Nabburg betreibt der Bezirk das Oberpfälzer Freilandmuseum.

Im nationalen und internationalen Tourismus besser bekannt ist der Bayerische Wald, der sowohl in der Oberpfalz als auch im benachbarten Niederbayern gelegen ist. Dort ist eine alte Tradition der Glasbläserkunst vorhanden, die in Zwiesel, Bayerisch Eisenstein und angrenzenden Orten auch touristisch genutzt wird. Eine wichtige Rolle in Ostbayern spielen der Naturpark Oberpfälzer Wald, Naturpark Oberer Bayerischer Wald und der Naturpark Bayerischer Wald. Die Region Oberpfalz ist als eine der preiswertesten deutschen Ferienregionen bekannt; die Preise von Gaststätten und für Beherbergungen sind auf vergleichsweise günstigem Niveau.

Historisch ist die Oberpfalz mit dem bayerischen Nordgau identisch. Der Name des Regierungsbezirkes Oberpfalz steht im direkten Zusammenhang mit der Pfalz (Palatium) bzw. dem davon abgeleiteten Namen der Kurpfalz.

Nach dem Tod Ludwig II. des Strengen teilte sich das Haus Wittelsbach 1329 (Hausvertrag von Pavia) in die ältere Linie Pfalz und die jüngere Bayern, wobei die Pfälzer Linie einen Teil der Gebiete in Nordbayern erhielt, die später als Obere Pfalz gen Bayern genannt wurden. Aus dieser Bezeichnung entstand Anfang des 19. Jahrhunderts der Name Oberpfalz im Zuge der Neuordnung des neuen Königreiches Bayern. Die Oberpfalz wurde somit von 1329 bis zur Annexion durch Bayern nach der Schlacht am Weißen Berg mit der Episode des Winterkönigs von Heidelberg aus regiert und war kalvinistisches und lutherischen Kernland. Nach 1621 begann durch die gewaltsame Rekatholisierung und der mit dem Bedeutungsgewinn Oberbayerns einhergehende Verlagerung der Handelsstraßen weg von Prag, ein gewaltiger Niedergang, der erst in den letzten Jahrzehnten umgekehrt werden konnte.

In den Jahren 1806 bis 1808 wurde das Königreich Bayern in 15 (staatliche) Kreise eingeteilt, deren Namen sich nach Flüssen richtete. Der Regenkreis umfasste zunächst 13 Landgerichte und seit 1809 die kreisunmittelbare Stadt Straubing. 1810 wurde er erheblich vergrößert, unter anderem durch das Fürstentum Regensburg. Danach wurde Regensburg Sitz des Generalkreiskommissariats. Der Regenkreis gab aber auch Gebiete an den Unterdonaukreis ab. Bei der von König Ludwig I. veranlassten Gebietsreform vom 29. November 1837, bei der man sich auf die historischen Landesbezeichnungen besann, erfolgte die Umbenennung in Oberpfalz.

Im aktuellen Bezirkstag (2008–2013) bilden FDP und Grüne eine Ausschussgemeinschaft.

Seit 2008 ist Franz Löffler (CSU) Bezirkstagspräsident. Seine Stellvertreter sind Lothar Höher (CSU) und Norbert Hartl (SPD).

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Göttelborn

Römerstraßen in und um Göttelborn

Göttelborn ist ein Ortsteil der Gemeinde Quierschied im Saarland und liegt zwölf Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Göttelborns Ursprünge liegen immer noch im Dunkel der Geschichte. Mehrere, heute leider verschollene, archäologische Funde auf und um das heutige Göttelborner Gelände lassen jedoch darauf schließen, dass die Göttelborner Höhe bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt war. So wurde in einem Steinzeitheiligtum in Dudweiler ein großes Göttelborner Quarzitgeröll als Schalenstein gefunden.

Während der römischen Vorherrschaft im Saarland verliefen nachweislich zwei Römerstraße durch Göttelborn: Die erste führte von Malstatt über Von der Heydt, Wahlschied, Holz und Göttelborn nach Merchweiler, wo im Ortsteil Wemmetsweiler auch Überreste einer römischen Villa entdeckt worden sind. Ein weitere Römerstraße verlief von Völklingen-Luisenthal über Püttlingen-Ritterstraße, Riegelsberg, Holz und Wahlschied über die Göttelborner Höhe nach Illingen.

Im Jahre 1850 wurde von dem Saarbrücker Historiker Friedrich Schröder außerdem die These aufgestellt, dass eine Römerstraße, von Landsweiler/Lebach kommend zur Göttelborner Höhe führte. Als Beweis für diese These nannte er die Funde römischer Graburnen im Bereich von Mangelhausen sowie keltische Hügelgräber bei Steinertshaus und auf der Göttelborner Höhe. Schröder berichtet darüber hinaus von einem weiteren Historiker namens Philipp Schmidt, der von Kupferringen berichtet, die in einem Hügelgrab in Steinertshaus gefunden wurden. Auf der Göttelborner Höhe seien ähnliche Ringe gefunden worden. Als das sogenannte Boussard-Haus (Ecke Hauptstraße/Uchtelfanger Straße, heute Gasthaus Alt Göttelborn) um 1860 abbrannte, wurde beim Wiederaufbau des Hauses im Erdreich unterhalb des Gebäudes ein menschliches Skelett, ein Silberknopf mit Pferdekopf und eine Bronzespange gefunden.

Bewiesen ist inzwischen, dass eine Römerstraße von Losheim über Niederlosheim, Wahlen, Hüttersdorf, Primsweiler, Lebach und Landsweiler nach Saarbrücken führte, wobei der genaue Verlauf ab Landsweiler unklar ist. Wenn man diese Linie über Wiesbach, wo eine römische Villa stand, und über Habach, durch das von Westen nach Osten eine Römerstraße (von Schwalbach über den Vicus Wareswald bei Tholey nach Osenbach/Oberthal) führte, verlängert, landet man in Göttelborn. Da von Göttelborn aus eine Straße nach Saarbrücken führte, ist es also wahrscheinlich, dass sich in Göttelborn drei Römerstraßen kreuzten.

Die Geschichte des Ortes Göttelborn ist eng mit der Geschichte des Bergbaus auf dem Gebiet des heutigen Ortes verbunden. So lässt das Quierschieder Jahrgeding aus dem Jahr 1446 erstmals auf Kohlengräberei im Kohlbachtal schließen. 1717 gab es in Quierschied eine erste Privatgrube. Vereinzelte Nachrichten über Steinkohlebergbau im Bereich Göttelborn stammen aus der Zeit nach 1770.

Auf einer alten Grenzkarte aus dem Jahre 1735 taucht der Name Gödelborn zum ersten Mal auf, ein weiteres Dokument zur Klärung des Göttelborner Alters ist eine Grundstücksschenkungsurkunde des Saarbrücker Fürsten Wilhelm Heinrich an den Waldhüter Mathias Bauer. Dieser stellte ihm das Land kostenlos zur Verfügung, so dass sich Mathias Bauer dort ein Haus bauen konnte, das sogenannte Matzbauershaus.

23 Jahre später, 1758, wird das erste Gebäude auf heutigem Göttelborner Gelände, das Quierschieder Jägerhaus, zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zwei Jahre später, 1760, werden zwei so genannte Thorhäuser, die Thomashütte und das Matzbauershaus errichtet. Bis die Göttelbrunner Hütte als weiteres Thorhaus 1795 erbaut wird, vergehen 35 Jahre. Die früh verwitwete Tochter von Mathias Bauer heiratete um 1800 den aus der Normandie stammenden Francois Cilian Boussard (urkundlich fälschlich Pouchard (1806)), der auch in die jagd- und forstlichen Aufgaben seines Vorgängers eintrat. Sie bewohnten das Matzenbauershaus bis zu ihrem Tode. Die erste familiäre Ansiedlung war vollzogen. Noch heute wohnen deren Nachfahren im Ort.

Im Jahr 1830 wird das älteste heute noch existierende Haus in Göttelborn errichtet (Ecke Uchtelfanger Straße/Im Birkenstück). 1851 werden bei der Anlegung des Kataster 37 Häuser erfasst. 1857 leben in Göttelborn 50 Familien; darunter befinden sich 28 Tagelöhner, 11 Bergleute, 4 Ackerer, 3 Kohlenbrenner, 2 Glasmacher, 1 Küfer und 1 Förster. 1882 werden alle Häuser nummeriert von 169-237. 1884 finden erste Kohleschürfungen im Bereich des heutigen Göttelborn statt - die Geburtsstunde einer Industrie, die jahrzehntelang alle Bereiche des Lebens der Menschen in und um Göttelborn beeinflusst hat. 1884 erfolgt der Anhieb der Grube Göttelborn, Kaiser Friedrich III. schenkt Göttelborn-Merchweiler eine Schule.

Am 1. August 1886 genehmigte die königlich-preußische Regierung durch einen hohen Ministerialerlass die Errichtung einer neuen Flammkohlengrube in Göttelborn. Im gleichen Jahr beauftragte man den Steiger Gerben von der Grube Itzenplitz, Grundstücke im Nordhang des Göttelborner Höhenzuges zu erwerben. Allerdings taten sich dabei Schwierigkeiten auf, so dass nach Verhandlungen mit der Forstverwaltung sowie einer Generalbefahrung der Örtlichkeiten am 25. April 1887 das heutige Gelände am Südhang der Göttelborner Höhe erworben wurde. Am 9. Mai 1887 wurden zwei einfallende Strecken im Flöz Eilert (benannt nach dem Geheimen Bergrat Karl-Friedrich Eilert) angehauen. Bereits im Juli des Jahres 1887 wurde mit dem Abteufen der Schächte I und II begonnen. Im selben Jahr wurde auch die Bergwerksinspektion X (zu der auch die Gruben Quierschied und Dilsburg gehörten) gegründet. 1891 wird die Kaffeküche der Grube Göttelborn eingerichtet, die in geänderter Form bis heute besteht. Die Wasserversorgung des Ortes wird 1892 durch die Grube realisiert. Ein Jahr später, 1893, wird im Ortsteil Göttelborn-Merchweiler eine zweite Schule errichtet. Im gleichen Jahr wird die Grube Göttelborn nach einer leichten Schlagwetterexplosion, bei der 3 Bergleute verletzt wurden, zur Schlagwettergrube erklärt. Zwischen 1888 und 1912 werden durch die Königlich-Preußische Grubenverwaltung Werkswohnungen errichtet. Am 26. April 1897 ereignet sich im Flöz Beus eine Schlagwetterexplosion, bei der vier Bergleute sterben.

1920 kämpft der Bürgerverein für ein selbständiges Göttelborn, welches vorher aus Göttelborn-Gennweiler, Göttelborn-Wahlschied, Göttelborn-Quierschied und Göttelborn-Merchweiler bestand. Die saarländischen Gruben werden unter französische Verwaltung gestellt. Am 5. Januar 1924 stimmt die Göttelborner Bevölkerung mit 62,78 % für die Selbstständigkeit Göttelborns (bei 86,13 % Wahlbeteiligung). Fünf Jahre später wird Göttelborn selbständig und der Gemeinde Quierschied angegliedert und wählt im Februar den ersten Gemeinderat. Zwischen 1925 und 1935 wird die junge Gemeinde weiter aufgebaut, sie erhält einen eigenen Friedhof, eine eigene Schule und eine eigene Kirche. Drei Jahre später, 1928, wird Göttelborn eine selbständige Pfarrei. 1935 wird in Göttelborn die eigene Pfarrkirche, St. Josef, eingeweiht. Die saarländischen Gruben werden wieder unter deutsche Verwaltung gestellt. Nach der Saarabstimmung 1935, bei der das Saarland dem deutschen Reich angegliedert wurde, gab es keinen gewählten Gemeinderat mehr. Gegen Ende des Krieges wurde Göttelborn bombardiert und hatte viele Tote zu beklagen. Nach Ende des zweiten Weltkrieges werden die saarländischen Gruben zunächst von der amerikanischen Kontrollkommission CONAD, danach von Frankreich verwaltet. Am 15. September 1946 finden erste Kommunalwahlen in Göttelborn statt, Josef Monz wird Bürgermeister. In dieser Zeit waren noch keine Parteien zugelassen.

Zwischen 1951 und 1957 errichten Berglehrlinge das Göttelborner Grubenstadion. Nach der zweiten Saarabstimmung am 23. Oktober 1954 werden Parteien zugelassen. Der siebte Gemeinderat des Ortes wird gewählt und Peter Schmidt wird Bürgermeister. Saarberg wird neuer Betreiber der Grube Göttelborn. 1958 wird das von der Grube eingetauschte Haus (Hauptstraße 164) frei und wird anschließend bis 1961 zum Gemeindehaus umgebaut. Am 22. Oktober 1959 wird der Göttelborner Sendemast des Saarländischen Rundfunks auf der Göttelborner Höhe eingeweiht. Der Mast hat heute eine Höhe von 211 Metern. Ausgestrahlt wird darüber auf UKW SR1, SR2 und SR3, sowie im TV-Kanal 2 das 1. Programm der ARD. 1965 wird das Feuerwehrhaus in der Josefstraße eingesegnet. Außerdem stattet am 19. Juni 1965 Willy Brandt, damals noch regierender Bürgermeister der Stadt Berlin und Kanzlerkandidat der SPD, Göttelborn einen Besuch ab und hält eine Ansprache in der St.-Barbara-Festhalle. Ludwig Erhard, damals Bundeswirtschaftsminister in der Regierung von Kanzler Konrad Adenauer, kam am 27. Juni 1965 gemeinsam mit dem damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Dr. Franz-Josef Röder ebenfalls zu einem Wahlkampftermin in die St.-Barbara-Halle. Ein Jahr später, 1966, wird die evangelische Friedenskirche in der Hauptstraße gebaut. 1967 erhält Göttelborn eine neue Schule, die neue evangelische Friedenskirche wird eingeweiht. 1969 wird die Freiwillige Feuerwehr Göttelborn aus der Grubenfeuerwehr gegründet. Ab 1972 gehört Göttelborn mit 6.000 Kilogramm Kohle pro Mann und Schicht zur Spitzengruppe der Kohleförderung. 1973 wird die Schulturnhalle zur Mehrzweckhalle umgebaut. Im Zuge der Gebietsreform wird die Gemeinde 1974 aufgelöst, Göttelborn wird Ortsteil von Quierschied und wählt einen Ortsrat in dem Manfred Zeiner Ortsvorsteher ist. 1978 erzielt die Grube Göttelborn einen neuen Weltrekord: Bei einem Schachtdurchmesser von 65 Meter wird der Schacht 3 mit 20 Metern pro Tag gebohrt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 30,1 Meter pro Tag. Zwischen 1980 und 1981 wird die Kaffeeküche neu gebaut. Am 26. November 1982 besuchte der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Karl Carstens gemeinsam mit seiner Frau Veronica und dem damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Werner Zeyer die Grube Göttelborn und unternahm eine Grubeneinfahrt bis zur Teufe von 750 Metern. Veronica Carstens erhielt anschließend ein traditionelles Arschleder und wurde zum Knappen geschlagen. Vom 4. bis 6. Juli 1987 findet die 100-Jahr-Feier der Grube Göttelborn statt. Das Verbundbergwerk Göttelborn-Reden entsteht 1989. Nach großen öffentlichen Diskussionen wird im Hahnbachtal bei Illingen ein neuer Absinkweiher angelegt. 1997 wird im Jahr des 110-jährigen Bestehens der Grube die Schließung des Verbundbergwerkes Göttelborn-Reden trotz großer Proteste seitens der Bevölkerung beschlossen.

Im Jahr 2000 schließt die Grube Göttelborn endgültig, was für die Arbeitsmarktsituation von Göttelborn und der umliegenden Orte ein schwerer Schlag ist. Die Industriekultur Saar GmbH (IKS) siedelt sich auf dem Zukunftsstandort an.

Am 20. April 2004 organisierte die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte eine Saarlandrundfahrt mit einem Saarbahnzug, auch das Gelände der ehemaligen Grube Göttelborn ist an diesem Tage ein Etappenziel des Zuges. Am 27. November 2004 wird die Göttelborner Schülerin Angela Schmitt in der Saarbrücker Diskothek N8Werk zur Miss Saarland 2005 gewählt, nachdem sie zuvor bereits zwei Vorabstimmungen auf Saarland-Online und somit auch den Titel der Miss Saarland-Online gewonnen hatte. Sie trat im Januar 2005 auch bei der Wahl zur Miss Germany 2005 an, konnte sich dort jedoch nicht gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen.

Nach den Plänen des Saar-Bildungsministers Jürgen Schreier soll die Grundschule Göttelborn im Jahr 2005 zusammen mit zahlreichen anderen Grundschulen aufgrund der demographischen Entwicklung geschlossen werden. Nach erbitterten Protesten und zahlreichen Demonstrationen bleibt die Grundschule im Verbund mit der Grundschule Fischbach als Dependance, also Außenstelle oder Filiale, der Grundschule Fischbach-Göttelborn erhalten. Der bisherige Aschenplatz des Sportvereines wird zu einem Kunstrasenplatz umgebaut und mit einem großen Festakt eingeweiht. Im Rahmen des saarlandweiten Electricity-Festival des Saarländischen Rundfunks treten am 4. November 2005 in der Werkstatt der Industriekultur vor rund 450 Zuschauern Diane, das Frank Popp Ensemble, Dapayk & Padberg und Mousse T. (zusammen mit Calvin Lynch, Emma Lanford und Andrew Roachford) auf.

2006 wird in der Ortsmitte (Kreuzung Hauptstraße/Zum Schacht/Im Herrschaftsland) ein äußerst umstrittener Verkehrskreisel gebaut, den der größte Teil der Bevölkerung nach wie vor ablehnt. Am 16. September 2006 findet in den Räumen der Industriekultur Saar (IKS) GmbH der saarländische Heimattag statt. Außerdem stellen die beiden Göttelborner Autoren Helmut Simmet und Hildegard Ames an diesem Tag ihr Buch 250 Jahre Göttelborn vor. Am 7. Oktober 2006 findet in der Werkstatt der Industriekultur ein Benefiz-Konzert zugunsten der Kinderkrebshilfe statt. Auf der Bühne stehen der Polizeichor des Saarlandes und die saarländische Schlagersängerin Nicole. Mit dem Hells Kitchen Festival, bei dem am 15. Juli 2006 als Headliner Neaera, Fear My Thoughts und Estate spielen und dem Benefiz-Festival Gib Deine Stimme gegen Armut, bei dem in Anlehnung an die weltweiten LIVE-8-Konzerte am 14. Oktober zusammen mit 15 anderen Bands unter anderem die Tagtraum-Nachfolger Phonogam aus Schweinfurt für die Kampagne Deine Stimme gegen Armut auf der Bühne stehen, finden im Jahr 2006 gleich zwei große Konzerte in der Göttelborner Mehrzweckhalle statt. Im Herbst 2006 werden in Göttelborn, hauptsächlich in der Josefstraße, Teile der Dreharbeiten zum Tatort des Saarländischen Rundfunks mit dem Titel Der Tote vom Straßenrand durchgeführt. Ausgestrahlt wurde Der Tote vom Straßenrand am Sonntag, 18. Februar 2007 im Ersten.

Der Göttelborn, der Wasserlauf, dem der Ort seinen Namen verdankt, existierte im 18. Jahrhundert tatsächlich. Der Quellbereich lag in einer Wiese am Weg nach Lummerschied nordöstlich des heutigen Eckpunktes Hauptstraße/Uchtelfanger Straße.

Den heutigen Namen trägt der Ort also erst seit ungefähr der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Während die zweite Silbe des Ortsnamens, Born, ganz klar für die genannte Quelle steht, ist der Ursprung der ersten Silbe Göttel weiterhin unklar.

Als möglicher Namensgeber wurde teilweise auch der germanische Gott Wodan/Wotan angesehen, dies gilt inzwischen zwar als widerlegt, dennoch sprechen einige Argumente für diese These: Vor allen Dinge die Vermutung, dass es sich bei dem Göttelborn um einen Götterbrunnen handelt, ist durchaus plausibel und wäre unter Umständen ein Argument für die Wodan-Hypothese. In dem von der Saarbrücker Zeitung herausgegebenen Heimatbuch Sagen, Märchen und Legenden aus dem Saarland wird auf Seite 97 in der Geschichte Der Geisterhund auf der Himmelswiese (die im Göttelborner Nachbarort Merchweiler liegt) der Göttelborn als Heiliger Born und auch als Götterborn bezeichnet.

Die Bezeichnung der Göttelborner Bevölkerung als heidnisch und der Bericht über Sonnenwendfeiern, welche die Bevölkerung damals abhielt, ist ein weiteres Argument für die Wodan-Hypothese. Darüber hinaus wird in der Geschichte auch von den letztendlich erfolglosen Bemühungen eines irischen Mönches berichtet, der extra in die Gegend um Göttelborn gezogen war, um als Missionar die Menschen zum Christentum zu bekehren.

Als weitaus wahrscheinlicher gilt jedoch die These, dass der Name auf einen Godilo zurückgeht und durch Lautverschiebungen die heutige lautliche und schriftliche Form erhielt.

Nicht auszuschließen ist darüber hinaus, dass der Mundartbegriff Gödel/ Göttel für Patentante die etymologische Wurzel für den Namen des Wasserlaufs - und letztendlich auch des Ortes - ist. Gegen diese These spricht jedoch, dass eben diese Mundartform eher den Dialekten von Pfalz und Unterelsass entspricht, während in Göttelborn der Saarländischer Dialekt (eine Form des Rheinfränkischen), insbesondere das Saabrigger Platt, vorherrscht. Auch die Tatsache, dass Göttelborn mitten im Saarland und somit auch in relativ großer Entfernung zum Elsass und auch zur Pfalz liegt, widerspricht dieser These.

Göttelborn hat kein eigenes Wappen, in dem Buch Quierschied - Die Gemeinde im Saarkohlenwald von Rainer W. Müller und Dieter Staerck ist jedoch ein nicht verliehener und deswegen auch nicht realisierter Vorschlag eines solchen Wappens zu sehen. Das Wappen zeigt neben der geographischen Lage Göttelborns auch einen Kohlewagen, wodurch auch die Vergangenheit des Ortes, der seine Entstehung dem Bergbau zu verdanken hat, mit in das Wappen integriert ist.

Als Teil der Gemeinde Quierschied gilt für Göttelborn das Quierschieder Wappen.

Im Jahre 2000 wurde ein erster schriftlicher Kontakt zur Gemeinde Wackersdorf in der Oberpfalz/Bayern aufgenommen. Es folgte ein einstimmiger Beschlusses des Ortsrates zum Wunsch einer Partnerschaft zwischen Göttelborn und Wackersdorf und somit wurde der Grundstein einer partnerschaftlichen Beziehung gelegt. Als Hauptgrund für diese Partnerschaft wurde vor allen Dingen die Vergangenheit der beiden Orte, die stark mit dem Bergbau (in Wackersdorf wurde bis 1982 Braunkohle im Tagebau gefördert) in Verbindung steht, genannt. Bislang blieb es jedoch nur bei Planungen, die tatsächliche Partnerschaft konnte bisher nicht realisiert werden.

Als Teil der Gemeinde Quierschied unterhält Göttelborn eine Partnerschaft mit der Stadt Trieben in der Steiermark.

Die Interessengemeinschaft Göttelborner Vereine (kurz: IGV), der aktuell 18 Vereine und Gruppierungen des Ortes angehören, organisiert seit 1980 das alljährliche Göttelborner Dorffest Die IGV wurde 1974 als überparteiliches Gremium gegründet, 1986 als Verein eingetragen und koordiniert seit inzwischen über 30 Jahren die Arbeit der örtlichen Vereine und Organisationen. Darüber hinaus gibt die IGV jedes Jahr einen Veranstaltungskalender heraus, in dem unter anderem die Termine der Mitgliedsvereine veröffentlicht werden.

Besonders geprägt ist Göttelborn durch die Gebäude die ab 1887 im Umfeld der Grube Göttelborn errichtet wurden. Viele dieser Gebäude, insbesondere die Grubenhäuser in der Josef-, Fichten- und Grubenstraße, welche heute unter Denkmalschutz stehen, spiegeln die enge Verbindung des Ortes Göttelborn mit dem Bergbau wider. Auch die ehemalige Bergvorschule (Hauptstraße 68) und die ehemalige Transformatorenstation (Zur Martinshütte 6) sind Relikte aus dieser Zeit.

Ein Dorfbrunnen in der Ortsmitte (Hauptstraße/Zum Schacht), der von dem aus Göttelborn stammenden Bildhauer Hans Glawe gestaltet wurde, schlägt ebenfalls die Brücke zur Bergbauvergangenheit des Ortes. Vier verschiedene Motive zeigen an diesem Brunnen den Alltag des Bergmannes, dem Beruf, dem bis ins Jahr 2001 die Mehrheit der männlichen Bevölkerung Göttelborns nachging.

Auch die Seilscheibe, welche in der Josefstraße/Grubenstraße aufgestellt wurde, erinnert an den Bergbau. Seilscheiben sind einer der wichtigsten Bestandteile der Fördergerüste, mit denen die Kohle gefördert wird. Das Seil, mit denen die Mannschafts- beziehungsweise Förderkörbe nach unten und nach oben transportiert werden läuft nach dem Prinzip des Seilzuges über diese Seilscheiben.

Natürlich gehört neben den Denkmälern im Ort auch das ehemalige Grubengelände selbst, mit dem Schacht 4 (höchster Kohleförderturm der Welt), dem Solarkraftwerk (größtes Solarkraftwerk der Welt) und der Bergehalde, zu den bedeutendsten Bauwerken des Ortes.

Der denkmalgeschützte Hochbehälter (Wasserturm) (manchmal auch aufgrund seines Aussehens als Wasserschloss bezeichnet), der zwischen 1907 und 1908 durch die preußische Grubenverwaltung errichtet und 1912/1913 erweitert wurde, hat seine Wurzeln ebenfalls im Bergbau und stellt gemeinsam mit der sich ihm gegenüber befindlichen Sendeanlage auf der Göttelborner Höhe und (seit 1995) dem Weißen Riesen, dem Schacht IV auf dem Grubengelände, das Wahrzeichen Göttelborns dar. Darstellungen der drei Gebäude finden sich in zahlreichen Wappen und Logos der ortsansässigen Vereine. So zeigen zum Beispiel die Wappen des Göttelborner Bergmannsvereines und des Sportvereines den Schacht IV, während die Wappen des Turnvereines und des Karnevalsvereines Von der Höh den Sendeturm und den Wasserturm zeigen. Auf dem Wappen des Handwerker- und Gewerbevereines sind alle drei Monumente zu sehen.

Die katholische Pfarrkirche St. Josef wurde 1934 errichtet und im 2. Weltkrieg durch Bomben zu einem großen Teil zerstört, anschließen wurde der Bau in einem Mix aus modernen und traditionellen Elementen wieder errichtet. Im Marianischen Jahr 1954 wird am 9. Mai eine Statue der Heiligen Maria an der Pfarrkirche St. Josef in Göttelborn aufgestellt. Auf der Gedenktafel an der Statue befindet sich folgende Aufschrift: „Unbeflecktes Herz - Maria - Bitte für uns - Marianisches Jahr - 9. 5. 1954“. Auch heute noch werden dort von Gläubigen Kerzen abgestellt.

Die evangelische Friedenskirche wurde 1967 als modernes und recht schlichtes Gebäude in Form eines Dreiecks errichtet. Diese Form stellt den Bezug zur heiligen Dreifaltigkeit dar und setzt ihn künstlerisch um.

Auf der Göttelborner Höhe, nördlich von Saarbrücken auf der Gemarkung von Heusweiler-Wahlschied, befinden sich die Fernseh- und UKW-Grundnetzsender des Saarländischen Rundfunks. Von hier aus werden die drei Hörfunkprogramme SR 1 Europawelle (88,0 MHz), SR 2 KulturRadio (91,3 MHz) und SR 3 Saarlandwelle (95,5 MHz) mit einer Leistung von jeweils 100 kW ausgestrahlt. Am 1. Dezember 2007 hat die Mastspitze eine DVB-T-Sendeantenne für das terrestrische Digitalfernsehen erhalten. Am 13. Dezember wurde der analoge Fernsehsender Das Erste (VHF, Kanal 2) abgeschaltet und seitdem werden drei DVB-T-Multiplexe im UHF-Bereich gesendet: SR Fernsehen/Das Erste/Phoenix/ARTE auf Kanal 42 (642 Mhz) mit 50 kW, BR Fernsehen/HR Fernsehen/SWR Fernsehen/WDR Fernsehen auf Kanal 44 (658 Mhz) mit 20 kW sowie ZDF/3sat/KiKa/ZDFdokukanal/ZDFinfokanal auf Kanal 30 (546 Mhz) mit 20 kW. Die drei DVB-T-Multiplexe werden in vertikaler Polarisation abgestrahlt (Parameter: 16-QAM, Coderate 2/3, Guard-Intervall 1/4, Datenrate 13,27 Mbit/s).

Das Göttelborner Dorffest findet (mit zwei Ausnahmen) seit 1980 jedes Jahr im August, meistens am ersten Augustwochenende statt. In den ersten beiden Jahren fand es im Konzertwald statt, seitdem wird es auf dem Göttelborner Marktplatz veranstaltet. Dort findet das Fest, mit Ausnahme des Jahres 1989, immer mit großer Aktionsbühne statt. Höhepunkt des Dorffestes und fester Bestandteil des alljährlichen Bühnenprogramms ist die Göttelborner Maxi-Playback-Show, bei der zahlreiche Göttelbornerinnen und Göttelborner ihren Idolen nacheifern. Die teilnehmenden Vereine bieten an ihren Ständen zahlreiche Getränke und Mahlzeiten an, darüber hinaus sorgen Karusselle und Springburgen für Vergnügen. Vom 10. bis zum 12. August 2007 fand das Göttelborner Dorffest zum 25. Mal statt. Zur Feier dieses Jubiläums stand das Dorffest unter dem Motto Deutsch-Französische Freundschaft, Schirmherr war neben dem Bürgermeister der Gemeinde Quierschied, Otwin Zimmer, aus diesem Grund auch der französische Generalkonsul im Saarland, Jean-Georges Mandon.

Neben der IndustrieKultur Saar GmbH (IKS), der Exclusiv Fertigbau GmbH, der Heweka Kalmes GmbH und einem Spiel- und Sportzentrum gibt es in Göttelborn mehrere Gasthäuser, Banken, Elektrofirmen, eine Drogerie, einen Metzger und eine Zahnarztpraxis. Darüber hinaus erscheinen in Göttelborn bzw. der Gemeinde Quierschied drei Zeitungen: der Quierschieder Anzeiger, der Wochenspiegel Fischbachtal/Sulzbachtal und Der Quierschder.

Neben der 2005 mit der Schule von Fischbach zusammengelegten Grundschule Fischbach-Göttelborn befindet sich auch noch ein Kindergarten vor Ort.

Göttelborn liegt in verkehrsgünstiger Lage zwölf Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Saarbrücken. Über die A 1, A 8 und A 623 ist Göttelborn aus allen Richtungen schnell zu erreichen. Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Neunkirchen (Saar) und Illingen (Saar) (mit der NVG) ist gut, die von und nach Quierschied, Sulzbach und Saarbrücken (mit der RSW) sind eher mittelmäßig.

Die Göttelborner sprechen von ihrem Wohnort meistens nur als die Heh (Dialekt für die Höhe, wegen der Göttelborner Höhe, die 444 m hoch ist) und sehen sich selbst dementsprechend auch als Heher an. Die alljährlich stattfindende Göttelborner Kirmes, wird auch immer als Heher Fest beworben. Es handelt sich dabei nicht um ein Patronatsfest, da die Gemeinde nach St. Josef benannt ist (Josefstag ist der 19. März). Vielmehr hat der frühere Göttelborner Bürgermeister Jakob Busch das Fest auf seinen Namenstag, nämlich den 25. Juli festgelegt. Auch der Göttelborner Karnevalsverein nannte sich bei seiner Gründung im Jahr 1964 Karnevalverein „Von der Höh“ e.V. und trägt diesen Namen bis heute. Auf den Göttelborner Dorffesten 2004 (22. Dorffest) und 2005 (23. Dorffest) fand an den Freitagabenden ein Jugendbandwettbewerb unter dem Titel HYBC - Heher Young Band Contest statt. In diesen beiden Jahren fand darüber hinaus auch die Spiel- und Sportveranstaltung Heher Spassl statt. Der aus Göttelborn stammende Liedermacher Manuel Sattler, der seine Lieder auf Saarländisch singt, nennt sich Liedermacher von da Heh.

2008 wird der Ort Göttelborn sein 250-jähriges Bestehen feiern. Ein eigens dafür eingerichteter Festausschuss aus Vertretern der Politik und der Vereine plant mehrere Festivitäten, darunter ein großes Festzelt und einen Festumzug. Als Grundlage der 250-Jahr-Feier wird das Jahr 1758 genommen. Da jedoch bereits auf einer alten Grenzkarte aus dem Jahre 1735 der Name Gödelborn auftaucht, wird die Gründung Göttelborns im Jahre 1758 von vielen in Frage gestellt. Wenn man jedoch das Jahr 1735 als Ausgangsbasis nimmt, hätte das Jubiläum bereits 1985 erfolgen müssen.

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Source : Wikipedia