Volkswagen
- Volkswagen erhöht die Preise - Münsterländische Volkszeitung
- Wolfsburg - Volkswagen erhöht die Preise seiner Neufahrzeuge. Zum 28. Mai werden die Pkw-Modelle um durchschnittlich 0,95 Prozent teurer, wie der Hersteller in Wolfsburg mitteilt. Ausgenommen davon seien die neuen Modelle Polo, Golf Plus,...
- Bewegung zwischen Volkswagen und Porsche - derStandard.at
- Volkswagen war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Porsche sucht weiter händeringend frisches Geld zur Schließung einer Finanzierungslücke von 1,75 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist unter anderem bei der Kreditanstalt für...
- Porsche hat sich an Volkswagen fast verhoben - derStandard.at
- Dem Bericht zufolge wurde die Insolvenz auch mithilfe eines Überbrückungskredites von Volkswagen über 700 Mio. Euro verhindert. Auch das Magazin Focus berichtete von einem solchen Kredit. Porsche hatte am 24. März mitgeteilt, man habe eine neue...
- VW und Chinesen prüfen Kooperation bei Elektroautos - Bild.de
- Wolfsburg (dpa) - Volkswagen und der chinesische Autobauer BYD prüfen eine Zusammenarbeit bei Elektroautos. Dazu unterzeichneten beide Unternehmen eine Absichtserklärung, wie VW am Montag in Wolfsburg mitteilte. Hybrid- und Elektrofahrzeuge spielten...
- Volkswagen meiden - AktienCheck
- Lauda-Königshofen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Finanzen & Börse" empfehlen die Aktie von Volkswagen (VW) (ISIN DE0007664005 / WKN 766400) zu meiden. Im Oktober habe die VW-Aktie die Marke von 1.000 Euro übersprungen....
- Vor 40 Jahren: Ein Porsche als Volkswagen - sueddeutsche.de
- Aber wo sich nun mal Porsche und Volkswagen so in den Haaren liegen wie momentan, bietet es sich an, an das erste automobilistische Gemeinschaftsprojekt der beiden zu erinnern. Natürlich basierte schon der frühe Porsche 356 auf VW-Technik,...
- Porsche und Volkswagen demonstrieren Einigkeit - FOCUS Online
- STUTTGART/WOLFSBURG (Dow Jones)--Nach einem heftigen Schlagabtausch wollen die Kontrahenten bei Porsche und Volkswagen ihren Machtkampf beenden. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller und Europas größter Automobilkonzern wollten "konstruktiv und...
- Volkswagen hebt Preise für VW-Pkw in Deutschland an - Reuters Deutschland (Pressemitteilung)
- Hamburg (Reuters) - Volkswagen erhöht die Preise seiner Kernmarke VW Pkw in Deutschland im Schnitt um knapp ein Prozent. Ausgenommen von der Preisanhebung zum 28. Mai um durchschnittlich 0,95 Prozent seien die neuen Modelle Polo, Golf Plus,...
- Porsche braucht Stütze von VW - ARD
- Einen "Überbrückungskredit" bekam das Unternehmen ausgerechnet vom einstigen Übernahmeziel Volkswagen. Wie der "Spiegel" berichtete, hat VW einen Überbrückungskredit in Höhe von 700 Millionen Euro bereit gestellt, um das laufende Geschäft von Porsche...
- 24 Stunden Rennen Nürburgring: Scirocco führen Klassen weiter an ... - RacingOnline.de
- 24.05.2009 Doppel-Führung für Volkswagen: Nach 18 Stunden führen die Scirocco GT24 mit Erdgas- und Benzin-Antrieb weiterhin ihre Klassen an und liegen im Gesamtklassement in den Top 20. Der Scirocco GT24-CNG von Vanina Ickx, Peter Terting,...
Volkswagen AG
Die Volkswagen AG, abgekürzt VW AG, ist Europas größter Automobilhersteller mit Sitz in Wolfsburg. Zum Volkswagen-Konzern gehören die Marken Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Seat, Škoda, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Scania.
Die Volkswagen AG ist ein Tochterunternehmen der Porsche Automobil Holding SE, die über 50 % der VW-Aktien hält (Stand Januar 2009).
In Deutschland gibt es neben dem VW-Stammwerk in Wolfsburg noch weitere acht Werke in Braunschweig, Chemnitz, Dresden, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter und Zwickau.
Am 7. März 1934 forderte Adolf Hitler bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung in Berlin den Bau eines Wagens für breite Schichten der Bevölkerung. Es schwebte ihm die Konstruktion eines Autos vor, das 100 km/h Dauergeschwindigkeit auf der Autobahn halten kann, das mit vier Sitzen für Familien geeignet ist, sparsam im Verbrauch ist und vor allem unter 1000 Reichsmark (RM) kostet.
Ferdinand Porsche, der in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro betrieb und zuvor bereits für verschiedene Unternehmen arbeitete, erhielt am 22. Juni 1934 vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie den Entwicklungsauftrag zum Bau eines Prototyps. Die um die Beurteilung der Machbarkeit befragten deutschen Automobilfirmen bezweifelten, dass der Volkswagen zu Hitlers Wunschpreis von weniger als 1000 RM zu realisieren sei. Schon andere Fahrzeugkonzepte zuvor, die bereits den Begriff Volkswagen nutzten, konnten aufgrund zu hoher Materialkosten und – mangels rationeller Fertigungsmethoden – zu hoher Produktionskosten nicht zu einem „volkstümlichen“ Preis angeboten werden. So hatte auf der oben erwähnten Automobilausstellung auch Josef Ganz einen Volkswagen mit dem Namen Maikäfer präsentiert.
Da die Automobilindustrie an einer Subventionierung des Volkswagens kein Interesse hatte, beauftragte Hitler die Deutsche Arbeitsfront (DAF) mit dem Bau der größten Automobilfabrik Europas. Am 28. Mai 1937 wurde unter der Aufsicht des Leiters der DAF Robert Ley die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH (GeZuVor) gegründet. Ihr erstes und einziges Produkt sollte der „KdF-Wagen“ (KdF = Kraft durch Freude) werden. Sie finanzierte den Aufbau des Volkswagenwerkes vor allem aus dem Verkauf des 1933 beschlagnahmten Gewerkschaftsvermögens. Die spätere Produktion wurde nach einem von der DAF entwickelten Konzept vorfinanziert, demzufolge die künftigen Käufer des Volkswagens Vorauszahlungen zu leisten hatten. Der Kaufpreis von 990 RM wurde in Raten von 5 RM angespart und mit Sparmarken auf einer Sparkarte quittiert. Allerdings ergaben 1939 die kalkulierten Kosten einen Verlust von 1080 RM für jedes auszuliefernde Fahrzeug..
Von besonderer Bedeutung für die Standortwahl war zusätzlich die Tatsache, dass das gesamte ausgewählte Gelände dem Grafen von der Schulenburg, Schlossherr von Wolfsburg, gehörte. Dadurch wurde der Landerwerb bedeutend einfacher.
Allerdings musste der Autobahnanschluss erst gebaut und eine Verbindung zur Eisenbahnhauptstrecke geschaffen werden. Daneben war eine ausreichende Infrastruktur zur Elektrizitäts- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation zu errichten.
Da Ferdinand Porsche seinen Volkswagen in einer komplett neu erbauten Fabrik produzieren konnte, war es ihm möglich, das Produkt und seine Produktionsanlagen optimal aufeinander abzustimmen. So wurde die Zahl der zu pressenden Blechteile durch eine optimierte Formgebung (möglichst große Einzelbleche) reduziert. Die konsequente Fließbandfertigung orientierte sich an Beispielen von Ford in Detroit, deren Produktionsmethoden Porsche auf einer USA-Reise studierte.
Die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH wurde 1938 in Volkswagenwerk G.m.b.H. umbenannt. Der Firmensitz war weiterhin im Haus der Deutschen Arbeitsfront in der Knesebeckstr. 48/49, Berlin W15 (Charlottenburg). Ferdinand Porsche wurde Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Aufsichtsrats der neuen GmbH. Dem Aufbau des Werkes bei Fallersleben als modernste Automobilfabrik Europas galt in den folgenden Jahren sein ganzes Engagement.
Im Herbst 1939 war der Rohbau der Produktionshallen fertig. Zu einer planmäßigen Produktion des KdF-Wagens (geplant waren 150.000/Jahr) kam es aber nicht mehr, denn es fehlten Spezialwerkzeugmaschinen, weil sich die Wirtschaft auf den Krieg vorbereiten musste. Der für die Produktion benötigte Stahl sollte größtenteils aus der „Stadt der Hermann-Göring-Werke“ (Salzgitter) geliefert werden. KdF-Wagen, auf die viele Menschen gespart hatten, wurden nie ausgeliefert, sondern die Technik, die Porsche mitentwickelt hatte, wurde im Kübelwagen und Schwimmwagen der Wehrmacht verwendet.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Volkswagenwerk auf die Produktion von Rüstungsgütern, unter anderem auch die Vergeltungswaffe V1, umgestellt. Dies organisierte vor allem Porsches Schwiegersohn Anton Piëch, der ab 1941 Werksleiter und einer der drei Hauptgeschäftsführer war. Von 1940 bis 1945 mussten dazu etwa 20.000 Menschen im Volkswagen-Werk Zwangsarbeit leisten, darunter Kriegsgefangene und Insassen von Konzentrationslagern. 1942 wurde eigens ein KZ Arbeitsdorf angelegt, das allerdings Ende des Jahres wieder geschlossen wurde.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging Mitte Juni 1945 die Zuständigkeit für das Volkswagenwerk auf die britische Militärregierung über. 20 Prozent der Werksbauten waren zerstört, 93 Prozent der Maschinenausrüstung befand sich noch in verwendungsfähigem Zustand. 1945 wurde der erste Käfer produziert, aber in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zukunft des Werkes sowie des „Käfers“ ungewiss. Erst danach erhielten das Unternehmen und seine Produkte offiziell die Bezeichnung „Volkswagen“. Sowohl eine Demontage des Werkes als auch eine Weiterführung der Käferproduktion in anderen Ländern waren mögliche Optionen. Unter anderem waren die britische Firma Humber sowie Ford am VW-Werk interessiert. Aufgrund falscher Markteinschätzung, der Nähe zur sowjetischen Besatzungszone sowie einer vernichtenden technischen Bewertung des VW-Käfers durch einen britischen Untersuchungsbericht gaben alle Interessenten jedoch ihre Absichten zum Kauf des VW-Werkes auf.
In besagtem Untersuchungsbericht wurde der Käfer als eine nicht nachahmungswürdige Konstruktion beurteilt, die angeblich nicht den Anforderungen genügte, die man zur damaligen Zeit an Kleinwagen stellen musste. Aus heutiger Sicht ist dieses Urteil nicht nachvollziehbar, da vom VW-Käfer mehr als 21 Millionen Exemplare hergestellt wurden, die alle in ihrer Grundkonzeption dem Vorkriegsentwurf entsprachen.
Sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Volkswagenwerkes in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der britische Major Ivan Hirst, der zusammen mit dem deutschen Management dafür sorgte, dass die Produktion anlief. Die deutsche Werksleitung bestand unter anderem aus dem Berliner Industrieanwalt Hermann Münch, der zunächst als Treuhänder mit dem Wiederaufbau des Werkes beauftragt war und nach der Ablösung von Rudolf Brörmann am 17. Juni 1946 zum Generaldirektor sowie zum Haupttreuhänder berufen wurde. Anfangs wurde nur die Nachfrage der Besatzungsverwaltung nach Dienstfahrzeugen gedeckt. Bald wurden die ersten zivilen Fahrzeuge hergestellt und auf Initiative von Hirst ein Kundendienst- und Vertriebssystem – auch im Ausland – aufgebaut sowie Qualität und Produktionskapazitäten gesteigert. Hirst empfahl schließlich den Techniker Heinrich Nordhoff, der zuvor bei Opel tätig war, als Nachfolger Münchs einzusetzen.
1948 wurde Heinrich Nordhoff Generaldirektor. 1949 kam das Unternehmen unter Treuhandschaft des Bundes und des Landes Niedersachsen und wurde als Volkswagenwerk G.m.b.H. geführt.
Das Volkswagenwerk in Wolfsburg sollte zur größten Automobilfabrik der Welt werden. Die Werksfläche nimmt heute eine Fläche vergleichbar mit der von Gibraltar ein. Allein die überdachte Hallenfläche ist ungefähr so groß wie das Fürstentum Monaco.
1955 wurde in Wolfsburg die Fertigstellung des einmillionsten Volkswagens gefeiert.
Der Deutsche Bundestag beschloss am 17. März 1960 das in staatlicher Hand befindliche Unternehmen überwiegend zu privatisieren. Die Volkswagenwerk G.m.b.H. wurde in der Folge am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, teilprivatisiert und hieß nunmehr mit neuem Namen „Volkswagenwerk Aktiengesellschaft“. 60 Prozent des VW-Stammkapitals wurden in Form von sogenannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM an Privatpersonen ausgegeben mit einem Erlös von umgerechnet zirka 500 Millionen Euro. Je 20 Prozent der Anteile behielten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen. Mit dem Verkaufserlös und den Gewinnansprüchen aus den verbliebenen 40 Prozent Aktien der öffentlichen Hand wurde nach langjährigem Tauziehen zwischen Bund und Niedersachsen zur Förderung der Wissenschaft 1961 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts die Stiftung Volkswagenwerk mit Sitz in Hannover gegründet. Eine Besonderheit dabei ist das so genannte VW-Gesetz vom 21. Juli 1960, das nicht nur die Privatisierung regelte, sondern auch trotz Minderheitenposition der öffentlichen Hand deren entscheidenden Einfluss weitersichern soll. Es besagt, dass kein Anteilseigner mehr als 20 Prozent an Stimmrechten ausüben darf. Damit werden feindliche Übernahmen oder Sperrminoritäten verhindert. Der Europäische Gerichtshof hat am 23. Oktober 2007 entschieden, dass die im VW-Gesetz enthaltene Beschränkung der Stimmrechtsanteile auf maximal 20 Prozent gegen EU-Recht verstößt.
1962 beschäftigte der Gesamtkonzern 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 6,4 Milliarden DM.
Im Oktober 1964 übernahm die Volkswagenwerk AG die Auto Union GmbH von Daimler-Benz. Das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt sicherte den Wolfsburgern neue Technologien, wie die Wasserkühlung im Motorenbau und den Frontantrieb. Unter dem Markennamen Audi hatte Volkswagen erstmals eine zweite Konzernmarke im Angebot, in die 1969 das Unternehmen NSU integriert wurde.
Nach dem Tode von Heinrich Nordhoff im April 1968 wurde Kurt Lotz Vorstandsvorsitzender von VW.
Mit dem von NSU entwickelten K 70 brachte Volkswagen erstmals ein Fahrzeug mit Frontmotor, Frontantrieb und Wasserkühlung auf den Markt und markierte damit einen Umbruch in der VW-Geschichte.
Im September 1971 trat Lotz zurück. Sein direkter Nachfolger als Vorstandsvorsitzender wurde Rudolf Leiding.
1972 waren 192.100 Mitarbeiter bei Volkswagen beschäftigt und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 16 Milliarden DM.
Unter Leidings Lenkung wurde Volkswagen 1972 Produktionsweltmeister: Mit 15.007.034 montierten Wagen löste der VW Käfer den bis dato gültigen Produktionsrekord des Anfang des 20. Jahrhunderts von der Ford Motor Company gebauten T-Modells ab. Im Jahre 2002 verwies der VW Golf mit 21,5 Millionen gebauten Einheiten den Käfer auf Platz drei in der Rangfolge der am meisten produzierten Automobile. Produktionsweltmeister blieb der Toyota Corolla, gefolgt vom VW Golf. Das T-Modell von Ford belegte den vierten Platz. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass sowohl der Käfer als auch das T-Modell nahezu unverändert produziert wurden, während bei Corolla und Golf mehrere Modelle unter demselben Namen laufen.
VW war Anfang der 1970er-Jahre in wirtschaftliche Probleme geraten: Die Käfer-Nachfrage ging stetig zurück und die auf dem gleichen Konzept basierenden größeren Modelle VW 1500/1600 und VW 411/412 konnten keinen Ausgleich mehr bieten. Als Retter erwies sich die 1964 zugekaufte Audi NSU Auto Union AG: Mit Rückgriff auf Audi-Komponenten gelang es in kürzester Zeit, ein modernes, attraktives Modellprogramm anzubieten. Der erste Vertreter der neuen wassergekühlten Modelle war der mit dem 1972 eingeführten Audi 80 fast identische Passat. Er ging im Mai 1973 in Produktion, im Januar 1974 folgte der Golf, der sich danach schnell zum umsatzstärksten Modell entwickelte. Im Frühjahr 1974 erschien der Scirocco, 1975 der Polo, der dem 1974 eingeführten Audi 50 bis auf eine Krümmung in der Chromleiste aufs Haar glich.
Gefertigt wurde nach dem Baukastenprinzip, das durch in verschiedenen Modellen einsetzbare Bauteile erhebliche Einsparpotenziale freisetzte. Der Nachteil war jedoch, dass sich von nun an VW- und Audi-Modelle sehr ähnelten. Bald darauf wurde die Produktion des Erfolgsmodells „Käfer“ aus Kostengründen nach Mexiko verlagert, wo das Symbol des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ bis 2003 gebaut wurde. Der Übergang vom VW Käfer zum VW Golf ist ein Standardbeispiel für ein nicht durchgeführtes Lebenszyklusmanagement (Lifecycle-Management) eines Produktes und die daraus resultierenden Folgen für ein Unternehmen.
Am 10. Februar 1975 trat Toni Schmücker den Posten des VW-Vorstandsvorsitzenden an. Unter Schmücker wurden Pläne zur Ausweitung des Konzerns durch Hereinnahme neuer Marken und der Erschließung neuer Marktsegmente geschmiedet. Kauf oder Beteiligung an einem Nutzfahrzeughersteller standen im Raum. Auch die Hinzunahme weiterer Pkw-Marken wurde nicht ausgeschlossen.
Die Überlegungen forderten eine neue Konzernstruktur, mit einer Holding an der Spitze und nachgelagerten Marken bzw. Tochterunternehmen.
In den firmeninternen Debatten konkurrierte das „Ford-Modell“ mit dem „GM-Modell“. Ford hatte eine starke Marke, die zugleich als Konzernspitze diente. Darunter lagen eher schwächere Marken wie Lincoln und Mercury. General Motors hatte eine pure Konzernspitze, mit daruntergelagerten Fahrzeugmarken wie Buick, Cadillac, Chevrolet, GMC, Holden, Opel, Pontiac, und Vauxhall. Dies ließ weitere Freiheiten für markenübergreifende Unternehmen, wie GM Performance Parts, GM Goodwrench, GM Powertrain, GMAC Financial Services, und später GM OnStar zu.
Das konsequentere GM-Modell wurde bei Volkswagen zunächst favorisiert. Es wurde nach Namen für die Holding gesucht. Auto Union, eine zusammen mit Audi erworbene Marke, war ein Kandidat.
Letztlich wollte sich die Führungsspitze doch nicht von dem VW-Logo über dem Wolfsburger Verwaltungshochhaus trennen. Es wurde beschlossen, zunächst die gemeinsame Volkswagen- und Audi-Vertriebsorganisation (fusioniert seit Anfang der 1970er-Jahre) unter einen neuen Namen zu stellen. Tochterunternehmen wie Bank oder Leasing sollten denselben Namen bekommen.
Im Jahre 1978 wurde unter dem Namen V.A.G eine gemeinsame Vertriebsplattform für Audi und Volkswagen eingeführt. Die Händlerbetriebe bekamen in Form eines umlaufenden blauen Bandes ein einheitliches Erscheinungsbild. Die VW Kredit Bank GmbH wurde im gleichen Jahr in V.A.G Kredit Bank GmbH umbenannt. Die Leasing-Tochter änderte ihren Namen in V.A.G Leasing GmbH. Die Bedeutung der drei Buchstaben wurde nie von Volkswagen aufgelöst. Gängige Deutungen waren „Volkswagen-Audi-Gemeinschaft“ oder „Volkswagen Audi-Gruppe“ – was auch den Sinn der Firmierung widerspiegelt. Andere Meinungen gehen von „Volkswagen AG“ aus. Allerdings firmierte der Konzern zu dieser Zeit als Volkswagenwerk AG.
Die Intention der neuen V.A.G-Vertriebsorganisation ging von großen „Fahrenhäusern“ aus, in denen viele Automarken und Dienstleistungen im Bereich Mobilität angeboten werden sollten. Die Vision nahm die Auto Malls, die sich in den USA in den 1990er-Jahren und später auch in Europa entwickelten, vorweg.
Die Begrifflichkeit „V.A.G-Partner“ setzte sich in der Öffentlichkeit nicht durch und verschwand um 1992 wieder. An V.A.G erinnern heute noch die Testgeräte VAG 5051 und VAG 5052 (jetzt umbenannt in VAS 5051 und VAS 5052).
In den USA eröffnete VW als erster ausländischer Kraftfahrzeugproduzent am 10. April 1978 in Westmoreland (Pennsylvania) ein Autowerk. Dort wurde die US-Version des VW Golf unter dem Namen „Rabbit" im CKD-Verfahren aus zugelieferten Teilen montiert.
Ab 1982 leitete Carl H. Hahn, Sohn von Carl Hahn senior, einer der Mitbegründer der Auto Union, die Gesellschaft. Carl Hahn war von 1958 bis 1965 Jahren President von Volkswagen of America und baute dort das Überseegeschäft auf. Nach einem Intermezzo als Vorstandsvorsitzender bei Continental übernahm er 1982 das Ruder von Volkswagen. Unter seiner Führung wurde Volkswagen zum „global player“ im wahrsten Sinn. 1986 übernahm Volkswagen die Mehrheit von Seat, 1991 wurde Škoda Auto dazugekauft.
In China, heute zweitgrößter Automarkt und zweitgrößter Autoproduzent der Welt, bewies Hahn früh Weitblick. Im Oktober 1984 wurde mit der chinesischen Shanghai Tractor Automobile Corporation (STAC), Vorläufer der SAIC-Gruppe, mit der China National Automotive Industry Corporation (CNAIC) und der Bank of China ein Vertrag über die Produktion des VW Santana in der Volksrepublik China unterzeichnet. Die erste Montagestraße lief im Oktober 1985 an. Mit rund 1 Million verkauften Fahrzeugen pro Jahr und mit einer jährlichen Zuwachsrate von 23,6 % ist China heute eines der wichtigsten Absatzländer des Unternehmens .
Die Einführung des VW Golf II brachte den Beginn neuer Fertigungsmethoden mit sich (z. B. der Einsatz von Robotern). Bekannt wurde das neue Fertigungsverfahren unter dem Begriff „Halle 54“, bezogen auf eine Produktionshalle am Standort Wolfsburg, die nach neuesten CIM-Gesichtspunkten (Computer Integrated Manufacturing) ausgerüstet war. Im Nachhinein wurde das Verfahren jedoch in vielen Punkten wieder eingestellt, da sich zeigte, dass eine menschenleere Produktion nicht funktionierte. Unter anderem machten der Instandhaltungsaufwand und die Ausfallzeiten die Einsparungen durch weniger Personal zunichte.
Die Hauptversammlung beschloss 1985, das Unternehmen von „Volkswagenwerk AG“ in „VOLKSWAGEN AG“ umzubenennen.
1986 fiel das Unternehmen einem großangelegten Devisenschwindel zum Opfer. Volkswagens Chefdevisenhändler Burkhard Junger veruntreute zusammen mit dem Frankfurter Devisenhändler Hansjoachim Schmidt 480 Millionen Mark. Beide wurden zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Weitere Mitarbeiter der Devisenabteilung gingen ebenfalls ins Gefängnis.
Am 24. März 1988 beginnt die Bundesregierung über ein Konsortium von Banken ihren restlichen 16-Prozent-Anteil an der Volkswagen AG zu verkaufen.
Im Juli 1988 wurde das US-Werk in Westmoreland (Pennsylvania) aufgrund eines Konzernvorstandsentscheids vom November 1987 geschlossen. Die Kapazitätsauslastung überzeugte nicht mehr und ein Auflaufen weiterer Verluste sollte gestoppt werden. Die Baulichkeiten übernahm im Oktober 1990 der Bundesstaat Pennsylvania.
1992 wurde das gemeinsame Vertriebsnetz von Volkswagen und Audi, welches seit 1978 unter der Bezeichnung V.A.G. bekannt war, wieder aufgeteilt, um den beiden Marken ein profilierteres und eigenständigeres Image zu verleihen. Seither werden Volkswagen- und Audi-Fahrzeuge getrennt vertrieben.
Am 1. Januar 1993 übernahm Ferdinand Piëch, ein Enkel von Ferdinand Porsche, den Vorsitz im Vorstand der Volkswagen AG.
Kurz nach seinem Amtsantritt holte Piëch 1993 José Ignacio López und sieben seiner Mitarbeiter, u. a. den jetzigen Konzernvorstand Beschaffung, Francisco Javier Garcia Sanz , von General Motors nach Wolfsburg. Lopéz übernahm den Vorstandsbereich „Produktionsoptimierung und Beschaffung.“ Zusammen mit Lopez wurde die Fertigung auf Just-in-time-Produktion umgestellt und die sogenannte „Fertigungstiefe“ verringert. Das Ziel war, die Investitionen für Produktivitätszuwächse vor allem den Zulieferern aufzubürden. Im Frühjahr 1993 wurde Lopéz von seinem ehemaligen Arbeitgeber Industriespionage vorgeworfen. Opel und General Motors erstatteten Strafanzeige gegen die neuen VW-Mitarbeiter. Parallel wurde in den USA eine Klage erhoben auf Grundlage des RICO-Acts, einem ursprünglich zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens geschaffenen Gesetz, wovon auch Piëch betroffen war. Die Klagen wurden nach einem Vergleich zurückgezogen, der unter Vermittlung von Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Präsident Bill Clinton zustande kam. López musste 1996 zurücktreten. VW zahlte 100 Millionen US-$ Schadensersatz an GM und bezog für eine Milliarde US-$ Bauteile von GM. Der „López-Effekt“ sorgte für eine schmerzhafte Konzentration in der Zulieferindustrie und machte dem Konzern noch lange durch geringere Qualität und hohe Gewährleistungskosten zu schaffen.
Der 1995 vorgestellte VW Sharan war der erste erfolgreiche Versuch von VW, sich auch im Markt der Nischenfahrzeuge zu etablieren und am damals boomenden Markt der Vans zu partizipieren. Dazu wurde eine strategische Allianz mit Ford geschlossen, die den Wagen als Ford Galaxy anbieten. Der Sharan wird ebenfalls bei Seat vertrieben, dort unter dem Namen Alhambra. Produziert werden die Fahrzeuge in Portugal.
Im Jahre 1998 präsentierte VW in den USA den VW New Beetle. Das als sogenanntes „Fun-Car“ positionierte Fahrzeug wurde mit seiner markanten Karosserie im Retrodesign vor allem auf dem US-Markt ein Erfolg.
Mit Einführung der Vier-Tage-Woche für die Beschäftigten vom Volkswagen beschritten Vorstand (u. a. Peter Hartz), Betriebsrat und IG Metall 1994 einen neuen Weg zur Standort- und Beschäftigungssicherung.
Nach dem Übernahmepoker zwischen der Volkswagen AG und BMW um den britischen Luxuswagenhersteller Rolls-Royce entschieden sich die Aktionäre des Mutterkonzerns Vickers am 5. Juni 1998 für das Angebot des VW-Konzerns in Höhe von 1,3 Milliarden DM. Dabei wurde entweder übersehen oder ignoriert, dass die Markenrechte von Rolls-Royce im Fall einer Übernahme an den Markeninhaber, den Turbinenhersteller Rolls-Royce Plc. zurückgingen. Rolls-Royce Plc. kooperierte im Turbinensektor mit BMW. Ab dem Jahr 2002 gab VW Rolls-Royce an BMW ab, um sich dann auf die Produktion des Luxuswagens Bentley zu konzentrieren.
Im Jahre 1999 brachte VW mit dem Lupo 3L TDI das erste Dreiliterauto auf den Markt. Dafür erhielt VW von den Umweltverbänden viel Anerkennung, das Auto hatte aber keinen nennenswerten Markterfolg. In Dresden legte Volkswagen im gleichen Jahr den Grundstein für die Gläserne Manufaktur, in der der Phaeton endmontiert wurde.
Der Volkswagen-Konzern eröffnete 2000 die in Wolfsburg erbaute „Autostadt“, ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum kombiniert mit einem Freizeitpark. In der Autostadt können Kunden ihren Neuwagen abholen, ein Automobilmuseum besuchen und sich über die Produktpalette des Konzerns in verschiedenen Markenpavillons informieren.
Das 2002 vorgestellte „Ein-Liter-Auto“ erhob Anspruch auf die Technologieführerschaft der Volkswagen AG bei sparsamen Fahrzeugen. Aus wirtschaftlichen Gründen konnte die Konzeptstudie aber in der vorgestellten Form nicht umgesetzt werden.
Bernd Pischetsrieder übernahm 2002 von Ferdinand Piëch den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Pischetsrieder war während der Rolls-Royce-Affäre Piëchs Widersacher bei BMW. Er verließ BMW 1999 und wechselte als Seat-Chef zum Volkswagen-Konzern.
2004 geriet Volkswagen unter wirtschaftlichen Druck. Der Konzern erlitt im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinneinbruch von über 50 Prozent. Der Vorstand kündigte eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens an, um in Zusammenarbeit mit der Belegschaft die Kosten zu senken und die deutschen Produktionsstandorte wettbewerbsfähiger zu machen.
Als Gründe für die Unternehmenskrise galten vor allem die hohen Löhne und Produktionskosten bei VW. Nach eigenen Angaben hatte VW elf Prozent höhere Personalkosten als der Durchschnitt der anderen deutschen Automobilproduzenten. Dies führte zu vergleichsweise hohen Fahrzeugpreisen. Zudem wurden von Kritikern die hohen Dividendenausschüttungen von zirka 336 Millionen Euro jährlich (durch 320,3 Millionen Stammaktien zu je einer Dividende von 1,05 Euro) an die Stammaktionäre, zu hohe Managergehälter und Abfindungen für die ihrer Meinung nach zu hohen Preise mit verantwortlich gemacht. So würde allein die Dividendenzahlung derzeit ungefähr 933 Euro jährlichem Lohnverzicht für jeden der 343.000 Beschäftigten entsprechen oder alternativ z. B. einer Preissenkung für jedes der 5,1 Millionen im Jahr 2004 gefertigten Automobile von 65 Euro.
Die 2003 vorgestellte fünfte Generation des Golf hatte 2004 mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Der im Vergleich zum Golf IV identische Einstiegspreis passte nicht zur schlechten Konjunktursituation und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung in Deutschland. Zudem verstärkte sich 2004 der Preiskampf in der Automobilbranche weiter. Um den Absatz zu steigern, entschied sich der Konzern für eine in der VW-Modellgeschichte einzigartige Rabattaktion, die „Jubiläumsaktion 30 Jahre Golf“ genannt wurde. Alle Golf-V-Käufer erhielten bis zum September 2004 die Klimaanlage gratis dazu.
Im gleichen Jahr musste der Konzern einen weiteren Fehler in seiner Produktpolitik indirekt eingestehen. Es wurde angekündigt, die freien Kapazitäten der Gläsernen Fabrik künftig mit der Produktion des britischen Bentley Continental Flying Spur auslasten zu wollen. Der mit hohen Entwicklungskosten verbundene Versuch, die Marke VW mit einem Modell in der Oberklasse zu positionieren, scheint gescheitert. Ob das Modell eine Weiterentwicklung erfährt, ist noch offen.
Im Herbst 2005 wurde Porsche mit einem Anteil von 20 % größter Aktionär bei VW. Die Übernahme der Anteile kostete Porsche rund 3 Milliarden Euro, die aus dem Betriebsvermögen stammen. Als Hauptgrund für den Einstieg wird die Verhinderung einer feindlichen Übernahme von VW benannt, die dann die Zusammenarbeit mit VW beeinträchtigen könne. Der von Porsche an VW gehaltene Aktienbesitz ist über 30 % gestiegen, sodass Porsche allen VW-Aktienbesitzern ein Übernahmeangebot unterbreiten musste. Das geschah am 28. März 2007, jedoch wurden pro Stammaktie nur 100,92 Euro geboten, was weit unter dem damals aktuellen Aktienkurs von zirka 112 Euro lag. Damals ließ Porsche verlauten, keine industrielle Führerschaft bei VW anzustreben. Ab diesem Zeitpunkt waren jedoch keine weiteren Formalien wie Pflichtübernahmeangebote oder Ähnliches mehr vonnöten, wenn Porsche noch weitere Anteile an VW kaufen sollte.
Im Frühjahr 2005 wurde die neue Generation des Passat, des zweitwichtigsten Modells der Marke VW, vorgestellt. Die zweite wichtige Neuerscheinung in diesem Jahr war der VW Fox, der den Lupo ablöste und in Brasilien gebaut wird. Die Verkaufszahlen des Passat entsprachen den Erwartungen. Bei einigen Modellen zeigten sich Qualitätsprobleme, ausgelöst auch durch den weit verbreiteten Einbau empfindlicher Elektronik.
Im Sommer 2005 erschütterte eine Korruptionsaffäre den Konzern. Interne Verfehlungen einzelner Mitarbeiter (Luxusreisen und Bordellbesuche der Betriebsräte auf Firmenkosten usw.) machten Schlagzeilen. Das Modell des Zusammenwirkens von Betriebsrat, Gewerkschaften, Vorstand und Landesregierung im Aufsichtsrat des Konzerns geriet daraufhin in öffentliche Kritik. Das Rücktrittsgesuch des VW-Personalchefs Peter Hartz, auch als Namensgeber der Arbeitsmarktreform der rot-grünen Bundesregierung bekannt, in dessen Verantwortungsbereich die Verfehlungen fielen, wurde vom VW-Management angenommen.
Im Oktober 2006 legte Volkswagen den Grundstein für ein neues Automobilwerk Russland, in dem ein auf den russischen Markt zugeschnittenes Modell gefertigt werden soll.
Im November 2006 wurde überraschend ein Wechsel an der Konzernspitze angekündigt. Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 17. November 2006 trat Martin Winterkorn am 1. Januar 2007 die Nachfolge von VW-Chef Bernd Pischetsrieder als Vorstandschef von VW an. Winterkorn war unter Piëch Entwicklungsvorstand bei Volkswagen und führte seit 2003 die Erfolgsserie der VW-Tochter Audi fort. Winterkorns erste Aufgabe war, die Kernmarke VW wieder profitabel zu machen und sie insbesondere auf dem Heimatmarkt Europa wieder in die Gewinnzone zurückzuführen sowie den gesamten Konzern im globalen Wettbewerb zu stärken. Die Gründe für die Ablösung von Pischetsrieder liegen bisher im Dunkeln. Als treibende Kraft wird jedoch der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch vermutet, dessen Verhältnis zu Pischetsrieder sich in der Vergangenheit merklich abgekühlt hatte, weil dieser sich in seinen Entscheidungen von Piëchs Vorstellungen mehr und mehr emanzipierte. Der Zeitpunkt des Wechsels an der Spitze gilt als unglücklich gewählt, da sich die Volkswagen AG gerade in einer von Pischetsrieder eingeleiteten Sanierungsphase befindet.
Ebenfalls im November 2006 erhöhte die Porsche AG ihren Anteil an VW auf 27,4 Prozent und hat diesen Anteil am 26. März 2007 auf 30,9 Prozent ausgebaut. Damit ist Porsche mit Abstand größter Anteilseigner vor dem Land Niedersachsen mit 20,20 Prozent. Porsche spricht sich zudem gegen das VW-Gesetz aus und beansprucht entsprechend seinen Anteilen Sitze im Aufsichtsrat. Am 23. Oktober 2007 wurde mit Urteil des Europäischen Gerichtshofs das VW-Gesetz für europarechtswidrig erklärt.
Im Juli 2008 verkündete Volkswagen die Eröffnung eines Werkes in Chattanooga, im U.S.-Staat Tennessee. Mit dem Bau des Werkes, das mit einer Kapazität von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr geplant ist, soll im Jahr 2011 begonnen werden. Damit errichtet Volkswagen zum ersten Mal in den U.S.A. eine Produktionsstätte, nachdem im Juli 1988 das US-Werk in Westmoreland geschlossen worden war. . Die neue Produktionsstätte mit einem Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar wird im Enterprise South Industrial Park, runde 20km nordöstlich von Chattanoogas Innenstadt liegen.
Im 16. September 2008 verkündete die Porsche Automobil Holding SE die Erhöhung des Anteils an der Volkswagen AG auf 35,14% . Somit ist die Volkswagen AG nun nach § 2 Abs. 6 WpÜG ein Tochterunternehmen..
Da sich Porsche teilweise auch über Optionen 74,1 % der VW-Aktien gesichert hatte und 20% vom Land Niedersachsen gehalten werden, kam es zu einer starken Verknappung von VW-Aktien, sodass Spekulanten, die umfangreiche Leerverkäufe von VW-Aktien getätigt hatten, in eine Klemme gerieten (sogenannte short squeeze). Zeitweise überschritt die VW-Aktie am 28. Oktober 2008 die 1000-Euro-Marke, wodurch die Volkswagen AG zumindest auf dem Papier kurzzeitig das teuerste Unternehmen der Welt war.
Am 5. Januar 2009 gab Porsche bekannt nun 50,76% der Volkswagen Stammaktien zu halten und ist damit Mehrheitseigner der Volkswagen AG.
Durch die Gründung während des Dritten Reichs, die Beschäftigung von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg und durch den Großaktionär Niedersachsen nimmt das Unternehmen Volkswagen eine gewisse Sonderstellung im deutschen Automobilbau ein, die sich vor allem im Umgang mit der eigenen Vergangenheit und im sozialen Engagement niederschlägt.
Da bei Volkswagen während des Naziregimes auch Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, richtete Volkswagen am 7. Juli 1998 einen privaten humanitären Fonds in Höhe von 20 Millionen DM ein, aus dem bis Ende 2001 über 2.000 Menschen in 26 Staaten eine Entschädigung erhielten. Volkswagen war damit einer der Vorreiter in der deutschen Wirtschaft.
Im Werk Wolfsburg befindet sich eine „Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerkes“.
Als 1998 die Arbeitslosigkeit rapide anstieg, legte VW der Stadt Wolfsburg ein Konzept vor, das eine Zukunftsperspektive für den Wirtschaftsstandort Wolfsburg aufzeigte. Das 1999 von der Stadt Wolfsburg und VW gegründete Gemeinschaftsunternehmen Wolfsburg AG, eine Public Private Partnership, setzt das Konzept um. Ihr Ziel ist es, die Arbeitslosigkeit von etwa 18 Prozent (Stand 1997) in der Region zu halbieren und neue Wirtschaftsfelder zu erschließen.
Die Auto 5000 GmbH wurde im August 2001 gegründet und baut als Gesellschaft der Volkswagen AG den erfolgreichen Kompakt-Van Touran sowie den neuen Kompakt-SUV Tiguan. Das Projekt wurde gegründet, um den Standort Deutschland als Produktionsstätte zu erhalten und Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Heute sind 3500 direkte Mitarbeiter bei der Auto 5000 GmbH beschäftigt.
Als Konzern kann VW die Interessen seiner Aktionäre und Gläubiger nicht direkt politisch vertreten. Hohe Managergehälter, Subventionen, Abschreibungen und sinkende Kapitalsteuern werden, wie bei anderen Großunternehmen, hin und wieder kritisiert. Zur Wahrung seiner Interessen führte VW daher angeblich bis zu 100 Politiker auf seinen Gehaltslisten, darunter bis zu ein Dutzend deutsche Bundes- und Landespolitiker aller Parteien. Dies berichteten Konzernkreise unter zunehmendem Druck der Presse und der Medien im Zusammenhang mit den RWE-Gehaltsaffären des Vorsitzenden der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA, Hermann-Josef Arentz und des ehemaligen CDU-Generalsekretärs Laurenz Meyer. Der Ex-VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder hatte angekündigt, dass der Automobil-Konzern im Januar 2005 eine Liste von Mandatsträgern vorlegen will, die europaweit für Volkswagen tätig geworden sind. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl, sowie zwei niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete, haben daraufhin bereits freiwillig ihre Lobbyarbeit offengelegt, darunter der damalige Wolfsburger Bürgermeister Ingolf Viereck. Die Koalition will die Vorteilsannahme durch Abgeordnete und Anspruchnahme selbiger unter Strafe stellen. Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele setzt sich dafür ein, die Vorteilsannahme nicht daran zu binden, ob der Abgeordnete Geld für eine konkrete Entscheidung bekommen hat. Die Bundesrepublik ist zu der Neuregelung verpflichtet, weil sie zu den Unterzeichnerstaaten der UN-Konvention gegen Korruption gehört .
Im Geschäftsjahr 2006 lieferte die Volkswagen AG 1.108.055 Fahrzeuge in Deutschland aus, was einem Marktanteil von 32,6 Prozent entspricht. Auf dem Weltmarkt konnte sich VW 2004 mit einem Anteil von 9,7 Prozent behaupten.
Bekannt gegeben wurde von einem Volkswagensprecher im 3. Quartal des Jahres 2007 jedoch, dass VW mehrere Milliarden Euro ausgeben wird, und zwar für neue Modelle, Produktionsstellen besonders in Indien und Russland, sowie neue Arbeitsplätze.
Die Volkswagen AG beschäftigt über 8.000 Auszubildende – an 44 Fertigungsstätten in 12 Ländern Europas und in 6 Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas. Am Tag werden ungefähr 24.500 Fahrzeuge gebaut. In mehr als 150 Staaten bietet Volkswagen seine Fahrzeuge an.
Volkswagen ist eine Aktiengesellschaft, die ihre Anteile in Stamm- und Vorzugsaktien ausgibt. Die Vorzugsaktien befinden sich komplett im Streubesitz.
Durch die Novellierung des VW-Gesetzes ist die Begrenzung der Stimmrechte eines einzelnen Aktionärs auf 20 Prozent abgeschafft.
Die General Capital Group besaß bis 2005 4,90 Prozent.
Die Aktie ist in den Indizes Dow Jones Euro Stoxx 50, DAX, HDAX, CDAX, Prime All Share und Prime Automobile vertreten und wird an allen deutschen und den weltweit wichtigen Börsen, einschließlich New York, London und Luxemburg gehandelt. Sie ist ebenfalls in vielen Automobil-Indizes von Standard & Poor's und Dow Jones vertreten.
Am 26. Oktober 2008 erklärte Großaktionär Porsche, den Anteil an Volkswagen auf 42,6 Prozent erhöht zu haben. Zusätzlich verfüge man über 31,5 Prozent in Form von Optionen zur Kurssicherung auf VW-Stammaktien. Zusammengenommen käme Porsche damit auf 74,1 Prozent an Volkswagen, was den Abschluss eines Beherrschungsvertrages erlaubt. . Das Land Niedersachsen besitzt etwa 20 Prozent, damit wären nur noch rund sechs Prozent der VW-Stammaktien frei handelbar. Diese Situation führte dazu, dass der Kurs der Aktie binnen einer Woche um 289,29 Prozent anstieg und am 28. Oktober 2008 im elektronischen Handel XETRA einen Spitzenwert von 1.005,01 Euro erreichte.
Wie am 5. Januar 2009 bekannt gegeben wurde, hat die Porsche Automobil Holding inzwischen 50,76 Prozent der Stammaktien der Volkswagen AG übernommen.
Volkswagen Bank
Die Volkswagen Bank GmbH ist eine Konzerntochter der Volkswagen AG mit Sitz in Braunschweig. Sie ist ein deutsches Kreditinstitut, das am allgemeinen Kreditmarkt auftritt. Mit weltweit mehr als 5000 Mitarbeitern ist sie Europas größte Automobilbank.
Niederlassungen befinden sich außer in Deutschland zum Beispiel auch im Vereinigten Königreich, Irland, Frankreich, Griechenland, Polen, Tschechien, Japan, Russland, Belgien, Mexiko und in der Volksrepublik China.
Die Volkswagen Bank ist eine Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG.
Ähnlich wie der Volkswagen-Konzern tritt die Bank ebenfalls unter mehreren Marken in Form von Filialen auf, darunter Audi-Bank, Seat-Bank und Skoda-Bank. Die Filialen bieten jedoch teils nur ein kleineres Produktangebot.
Neben Finanzierungen und Leasing-Angeboten gibt es seit 2003 auch Angebote aus dem Vollbank-Sektor, wie beispielsweise Girokonten oder Sparbriefe. Gemeinsam mit dem ADAC werden auch Versicherungen und Ratenkredite für Kraftfahrzeuge vertrieben. Die DAB Bank ist Kooperationspartner beim Angebot von Wertpapierdepots.
Der Ableger Volkswagen Bank direct gibt eine eigene Kreditkarte heraus, steht aber auch hinter dem Kreditkartenangebot des NABU.
Nach einer Meldung des Spiegel vom 19. Dezember 2008 will die Volkswagen-Bank für mehr als zehn Milliarden Euro Staatsgarantien vom Finanzmarktstabilisierungsfonds.
Volkswagen Motorsport
Volkswagen Motorsport ist die Motorsportabteilung des Automobilherstellers Volkswagen. Kris Nissen ist seit 2003 Motorsport-Direktor von Volkswagen.
Volkswagen begann 1966 mit seinem Engagement im Motorsport und gründete mit der Formel Vau seine erste Rennserie. Sie war eine Einsteigerserie in den Formelsport und wurde mit Foahrzeugen die mit Käfer-Technik ausgestattet waren, gefahren. Mehrere spätere Formel-1-Weltmeister begannen ihre Motorsportkarriere in der Formel Vau.
Der Scirocco-Cup war 1976 der erste Markenpokal. Später folgten der Golf-Cup und der Polo-Cup.
In den 1970er-Jahren stieg Volkswagen auch in den Rallyesport ein und 1978 bestritt Jochi Kleint für VW Motorsport mit einem VW Golf 1600 die Rallycross-Europameisterschaft. 1980 wurde mit dem Golf-Rallye-Pokal der erste Markenpokal im Rallyesport gegründet, der ein halbes Jahrzehnt lang bestand. 1980 gelang Freddy Kottulinsky im VW Iltis der erste Sieg bei der Rallye Dakar. Kenneth Eriksson gewann 1986 im VW Golf die Gruppe A der Rallye-Weltmeisterschaft. Seit den 1990er-Jahren hat Volkswagen auch ein großes Fahrzeugangebot für den Kundensport, darunter Kit-Cars und Fahrzeuge der Gruppe N und Super 1600.
Von 1979 bis 1994 war Volkswagen als Motorenhersteller in der Formel 3 aktiv und gewann 55 internationale Titel. Zu den Siegern zählen unter anderem Michael Schumacher, Bernd Schneider, Joachim Winkelhock, Tom Kristensen und Kris Nissen. Später veranstaltete Volkswagen mit der Formel König und der Formel Volkswagen Einsteigerserien für Motorsportanfänger. 2007 stieg Volkswagen wieder in die Formel-3-Euroserie ein.
1998 startete der Lupo Cup und spätere ADAC-Volkswagen-Polo-Cup als Einsteigerrennserie in den Tourenwagensport.
Das Volkswagen-Werksteam wurde 1997 im VW Golf TDI Zweiter beim 24-h-Rennen Nürburgring auf der Nordschleife. 2007 wurde es im Golf GTI Achter und erreichte den Klassensieg. Ein Jahr später trat Volkswagen mit zwei neuen VW Scirocco an und konnt erneut die Klasse gewinnen. In der Gesamtwertung belegten die unter anderem von Hans-Joachim Stuck pilotierten Fahrzeuge die Plätze 11 und 15.
Seit 2003 nimmt Volkswagen wieder an der Rallye Dakar teil. Im ersten Jahr war das Team mit dem Buggy VW Tarek noch nicht konkurrenzfähig, wurde aber später mit dem VW Race Touareg der härteste Gegner des Mitsubishi-Werksteams. Bei der Rallye Dakar 2009 gelangen Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz erstmals der Dakar-Sieg für Volkswagen.
Volkswagen Financial Services
Die Volkswagen Financial Services AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG und hat ihren Sitz in Braunschweig.
Ziel des Unternehmens ist die weltweite Koordination der Finanzdienstleistungsaktivitäten der Volkswagen AG.
Das Unternehmen wurde 1994 gegründet, geht aber auf die bereits im Jahre 1949 gegründete Volkswagen Finanzierungsgesellschaft mbH zurück. Dieses Unternehmen finanzierte bereits Fahrzeuge mit dem Ziel, den Absatz von Volkswagen zu fördern.
Die "Volkswagen Versicherungsdienst GmbH" (VVD) wird durch notariellen Abschluss eines Gesellschaftervertrages und am 28. Februar 1948 durch Eintrag ins Handelsregister beim Amtsgericht Fallersleben gegründet. Geschäftszweck der in Wolfsburg ansässigen Gesellschaft ist die Vermittlung von Kraftfahrzeugversicherungen und die Betreuung von Kunden in Schadensfällen. Im Oktober 1949 tritt der Düsseldorfer Unternehmer Christian C. Holler zunächst als Teilhaber und später über seine Berliner Firma, der Wertschutz GmbH, als Alleingesellschafter in den VVD ein.
Die "Volkswagen-Finanzierungsgesellschaft mbH" (VFG) wird gegründet. Zweck der neuen Gesellschaft ist die "Hergabe von Darlehen für den Erwerb von Kraftfahrzeugen und sonstigen Erzeugnissen des Volkswagenwerks oder ihm nahe stehender Unternehmen." Die Eintragung ins Handelsregister erfolgt am 19. August 1949. Das Angebot des VFG richtet sich anfangs an Privatkunden zur Verkaufsfinanzierung. Die Büroräume sind auf dem Gelände des Volkswagenwerks in Wolfsburg untergebracht. Erster Geschäftsführer ist Rudolf Engel, erster Prokurist Hans K. Schmid.
Der VVD fertigt die 500.000 Police aus. Zu diesem Zeitpunkt sind in Deutschland 323 Mitarbeiter beim VVD beschäftigt, der auch über Auslandsniederlassungen in Österreich, Italien und den Niederlanden verfügt.
Der VVD erweitert seine Produktpalette um den Europa-Schadendienst. Europaweit können sich Volkswagen Fahrer an die nächste Volkswagen Vertretung wenden und Kaskoschäden bargeldlos abwickeln lassen.
Der Aufsichtsrat der VFG beschließt die Einführung von verbilligten Lagerwagenfinanzierungen für Händler. Die Senkung des Zinssatzes auf 5 % p.a. führt zu einer schnellen und nachhaltigen Ausweitung des Geschäfts. Im Verlauf des Jahres 1962 wurden 5.985 Händlerfinanzierungen durchgeführt, 1963 sind es bereits 74.176 Finanzierungen und 1964 dann 331.146. Das Kapital für die Kredite stellt das Volkswagenwerk auf Kommissionsbasis bereit.
Die Händlerfinanzierung wird nun auf Rechnung der VFG durchgeführt. Um das stark angewachsene Geschäft auf einer stabilen finanziellen Basis durchführen zu können, wird das Stammkapital durch die Volkswagen AG von 1,5 Millionen auf 7,5 Millionen DM erhöht und ein Darlehen der Volkswagen AG in Höhe von 15 Millionen in eine stille Einlage umgewandelt. Im laufenden Jahr wickelt die VFG 345.205 Verträge in der Händlerfinanzierung ab. Mit 28.282 Verträgen in der Einkaufsfinanzierung wächst die Bilanzsumme auf über 276 Millionen Mark an.
Mit Gründung der "Volkswagen Leasing GmbH" entsteht die erste deutsche Autoleasing-Gesellschaft. Das Angebot des in Wolfsburg ansässigen Unternehmens integriert Service und Versicherung und richtet sich zunächst an Geschäftskunden. Anfangs nutzen vor allem Großkunden die neuen Leasingmöglichkeiten. Erster Geschäftsführer der mit einem Stammkapital von einer Millionen DM ausgestatteten Gesellschaft wird Richard Berthold, Prokura erhalten Horst Lehmann und Peter Schneider.
Der Umsatz der VFG übersteigt in der Händlerfinanzierung erstmals drei Milliarden DM. Hinzu kommen 224 Millionen DM, die mit der Kreditvergabe an über 47.000 Volkswagen Kunden erwirtschaftet werden.
Der VVD ergänzt seinen Europa-Schadendienst um die Schnellregulierung von Haftpflichtschäden. Damit bietet er eine in der Versicherungswirtschaft einmalige Dienstleistung, die den Kunden in 2.400 Partnerbetrieben europaweit die schnelle und bargeldlose Regulierung von Haftpflichtschäden garantiert.
Die Volkswagen Finanzierungsgesellschaft GmbH wird in "VW Kredit Bank GmbH" umbenannt.
Die Ingolstädter Tochter der VW Kredit Bank GmbH, die "Audi NSU Kredit Bank GmbH", wird mit der Muttergesellschaft fusioniert. Damit betreut die VW Kredit Bank GmbH nun auch die Kunden und Händler von Audi.
Das Angebot der Volkswagen Leasing GmbH wird auf Privatkunden ausgeweitet, die nach einer erfolgreichen Werbekampagne 1980 rund 13 Prozent der Abnehmer stellen.
Im Rahmen der Neuausrichtung des Volkswagen Konzerns wird die "Volkswagen Leasing GmbH" in "V.A.G Leasing GmbH" und die Volkswagen Kredit Bank GmbH in "V.A.G Kredit Bank GmbH" umbenannt.
V.A.G Kredit Bank GmbH und V.A.G Leasing GmbH beziehen ihre neuen Geschäftsräume in einem ehemaligen Betriebsgebäude der Olympia-Werke AG in Braunschweig. Nach dem Umzug aus Wolfsburg arbeiten zum Jahreswechsel 1982/1983 453 Beschäftigte am neuen Standort.
Der Bestand an Kfz-Versicherungen des VVD überschreitet die Marke von 600.000 Verträgen.
Die Umbenennung der V.A.G Kredit Bank GmbH in "V.A.G Bank GmbH" signalisiert den Einstieg in das Direktbankgeschäft, das neben die klassische Händler- und Kundenfinanzierung tritt. Seit November 1990 bietet sie mit dem "Volkswagen/Audi Card System" als erste Autobank in Deutschland Kreditkarten der beiden Marktführer EUROCARD und VISA in einem Paket an. Die Angebotspalette der am 14. Dezember 1994 in "Volkswagen Bank GmbH" umfirmierten Finanzdienstleistungstochter wird sukzessive erweitert, beispielsweise durch die Vergabe von Ratenbarkrediten oder den 1995 eingeführten AutoCredit. Die Kauffinanzierung mit niedrigen Monatsraten ist für Kunden durch die "3-Wege-Finanzierung" attraktiv: Sie bietet die Option, den Wagen bei Vertragsablauf zurückzugeben, die Schlussrate abzulösen oder den Finanzierungsvertrag zu verlängern. Seit April 1997 tritt der Direktbankbereich unter den eigenständigen Namen "Volkswagen Bank direct" am Markt auf. 1999 dehnt die Volkswagen Bank ihre Leistungen auf die Vergabe von Hypothekendarlehen und den Handel mit Investmentfonds aus.
Übertragung der Kapitalanteile der "V.A.G. Bank GmbH" von der Volkswagen AG auf die am 4. März 1991 gegründete "Volkswagen Finanz GmbH".
Die Umwandlung der Volkswagen Finanz GmbH in eine Aktiengesellschaft markiert den ersten Schritt zur Internationalisierung der Finanzaktivitäten. Mit der "Volkswagen Financial Services AG" entsteht eine 100prozentige Tochter der Volkswagen AG, die einen Großteil der Verantwortung für das internationale Finanzdienstleistungsgeschäft des Volkswagen Konzerns trägt. Die VW FS AG verfügt über Zugang zu den internationalen Geldmärkten und ermöglicht die Erschließung günstiger Finanzquellen.
Die "Volkswagen Bank GmbH" wird Tochtergesellschaft der "Volkswagen Financial Services AG".
Die VW FS AG übernimmt den VVD und weitet ihre Geschäftsfelder auf das Vermittlungsgeschäft von Kfz-Versicherungen aus. Für den Volkswagen Konzern bedeutet das eine Verlängerung der automobilen Wertschöpfungskette und langfristige Kundenbindung.
Einführung des Online-Girokontos Giro@home.
Übernahme von 50 Prozent der LeasePlan Corporation N.V. und "at equity"-Konsolidierung in die Volkswagen Bank GmbH. Damit nimmt die VW FS AG am stark wachsenden Segment des Multibrand Flottenmanagements teil.
Um die Versicherungsaktivitäten des Volkswagen Konzerns zu bündeln, wird der VW FS AG zum 1. Januar 2005 die 1976 gegründete "VW-Versicherungsvermittlungs-GmbH" übertragen, die sich erfolgreich als Dienstleister für das Industrieversicherungsgeschäft und Risk Management des Volkswagen Konzerns betätigt.
Der Volkswagen Konzern stellt die seit fast 60 Jahren erfolgreiche Kooperation mit der Allianz AG auf eine neue Grundlage. Durch Gründung einer eigenen Rückversicherung, der "Volkswagen Reinsurance AG", gewinnt die VW FS AG stärkeren Einfluss auf die Entwicklung und Prämiengestaltung der Versicherungsprodukte, um ihre Dienstleistungen maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der VW Kunden auszurichten.
3.856 Mitarbeiter im Inland und weitere 2.283 weltweite Beschäftigte erzielen eine Bilanzsumme von knapp 52,3 Milliarden Euro und erwirtschafteten in 35 Ländern einen Gewinn von 809 Millionen Euro vor Steuern. Damit trug die VW FS AG mehr als ein Drittel zur Bilanzsumme der Volkswagen AG bei.
Zusätzlich hält die VWFS AG auch einen 50%-Anteil an LeasePlan, einer Leasing- bzw. Fuhrparkmanagement-Gesellschaft, der 2005 auch die Werte und Kunden der Europcar Fleet Service GmbH übertragen wurden.
Die Volkswagen Financial Services AG beschäftigte zum 31. Dezember 2006 insgesamt 5.022 Mitarbeiter, davon 3.602 in Deutschland. Der Vertragsbestand belief sich Ende 2006 auf 4.567.000 Verträge. Die Anzahl der Direktbankkunden wurde mit 641.000 angegeben. Das Ergebnis vor Steuern betrug für das Jahr 2006 705 Mio. €. Die Eigenkapitalrendite betrug 15,8 %. Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2006 43,9 Milliarden Euro.

