VoIP

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Geschrieben von tron 28/02/2009 @ 23:03

Tags : voip, telekommunikation, high-tech

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VoIP-Gateway

Bei einem VoIP-Gateway handelt es sich um ein elektronisches Gerät bzw. System, welches Schnittstellen der Telekommunikation in VoIP-Schnittstellen konvertiert. So kann z. B. ein VoIP-Gateway die ISDN-Schnittstellen einer Telefonanlage in IP-Schnittstellen mit Session Initiation Protocol umwandeln. Der Anwender ist somit in der Lage, mit seiner bestehenden Telefonanlage einen Schwenk in Richtung VoIP durchzuführen, ohne die bestehende Technik aufrüsten oder erneuern zu müssen.

Videokonferenzsysteme auf ISDN-Basis benötigen wegen der benötigten hohen Bandbreite mehrere ISDN-S0-Schnittstellen, um die Bild- und Toninformationen in ausreichender Qualität übertragen zu können. In der Zeit von DSL-Flatrates bietet es sich somit an, diese vom Videokonferenzsystem kommenden ISDN-Schnittstellen in IP-Schnittstellen umzuwandeln, um diese dann per IP zu übertragen. Am Empfänger angekommen, werden diese Informationen mit einem zweiten VoIP-Gateway wieder in ISDN-Schnittstellen zurückgewandelt und mit dem Empfänger-Videokonferenzsystem verbunden. So können mit den bereits vorhandenen Systemen Videokonferenzen bei gleichzeitiger beträchtlicher Senkung der Verbindungsentgelte durchgeführt werden.

Da der Einzug von VoIP auf breiter Front bereits begonnen hat, entsteht z.B. beim Einsatz von Cisco-Callmanagern teilweise das Problem, dass vorhandene Geräte mit ISDN-Schnittstellen nicht eingebunden werden können. Durch den Einsatz von VoIP-Gateways können somit benötigte ISDN-Schnittstellen erzeugt werden.

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Voice over Cable

Voice over Cable (VoC) (Kabeltelefonie) bezeichnet eine Variante der IP-Telefonie (VoIP), bei der Telefonie über Breitbandkabelnetze (in der Regel bestehende Kabelfernsehnetze) bereitgestellt wird.

Analog zur IP-Telefonie wird die Sprachinformation nicht über eine fest hergestellte Verbindung (wie beim herkömmlichen leitungsvermittelten Telefonnetz), sondern über das Kabelnetz paketorientiert übertragen.

Für die Datenübertragung in Kabelnetzen wird der DOCSIS-Standard verwendet, der die Anforderungen an die schnelle Übertragung von Daten über das Kabelnetz spezifiziert. Fester Bestandteil einer DOCSIS-Architektur sind ein Kabelmodem auf der Kundenseite und ein Cable Modem Termination System (CMTS) in der Kabelkopfstation des Anbieters.

Bei der VoC-Telefonie kann ein analoges Telefon über einen Analog-Telefon-Adapter an ein Kabelmodem angeschlossen werden. Das Modem digitalisiert und codiert die Sprachinformation und leitet sie an das CMTS weiter. Das CMTS übergibt die Daten dann in das IP-Backbone.

Seit April 2008 gibt es erstmals auch "ISDN" mit 2 Amtsleitungen übers Kabel bei Kabel BW.

Da DOCSIS im OSI-Modell lediglich die untersten beiden Schichten spezifiert, geschieht die eigentliche Adressierung und Übertragung der Sprachdaten auf dem Layer 3 letztlich wie bei der IP-Telefonie.

Wird dabei Datenkompression unter Anwendung von Datenreduktion eingesetzt, können ISDN-Protokolle, die auf eine 1-zu-1-Übertragung angewiesen sind – wie zum Beispiel Fax- und Datenübertragung – nicht funktionieren. Daher ist der ISDN-Anschluss kein echter und wird meistens auch nur als "ISDN-Merkmal" beworben.

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Gizmo5

Gizmo5 (früher Gizmo Project) ist eine VoIP-Freeware, die das kostenlose Telefonieren via Internet zwischen Computern sowie das gebührenpflichtige Telefonieren ins Festnetz und auf Mobiltelefone ermöglicht. Gizmo5 wird von der amerikanischen Firma SIPphone entwickelt und vertrieben. Die Software selbst ist Closed-Source, sie nutzt aber teilweise freie Protokolle.

Die Software steht für Windows, Linux und MacOS zur Verfügung. Auch werden Versionen für PalmOS, eine große Vielfalt von Mobiltelefonen und dem Nokias 770 Internet Tablet, sowie den Nokia N80 Internet Edition Mobiltelefonen, angeboten.

Die Software zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch hinter Firewalls und NAT-Routern problemlos funktioniert. Verwendet wird dabei das SIP-Protokoll, welches sich als Standard in der Internettelefonie durchzusetzen versucht. Damit setzt Gizmo Project im Gegensatz zum Konkurrenten Skype auf einen freien Standard.

Zusätzlich zu Gesprächen über das Internet, kann man auch sogenanntes CallOut-Guthaben erwerben, mit dem es ermöglicht wird, kostenpflichtig reguläre Festnetz- oder Mobilfunkanschlüsse anzurufen. Außerdem ist es nach Verhandlungen mit einigen großen Telekommunikationsanbietern der USA möglich, mit einer Vorwahl kostenlos auch die Kunden anzurufen, die von diesen Anbietern per VOIP angeschlossen wurden. Für eine feste monatliche Pauschale können Gizmo5-Nutzer sich auch normale Telefonnummern in derzeit über 28 Staaten registrieren, deren Anrufe zu ihrem Softphone weitergeleitet werden.

Neben der bei der Registrierung automatisch vergebenen SIP-Nummer von Gizmo5 ist es außerdem möglich, sich noch mit einem zweiten SIP-Server zu verbinden und auszuwählen, über welches der beiden Konten das Gespräch geführt werden soll. So können auch bereits vorhandene VOIP-Flatrates oder günstigere Tarife genutzt werden.

Benutzer des SIP-Protokolls können mittels SIMPLE Textnachrichten untereinander austauschen. Auch das Senden von Dateien ist möglich. Zudem bietet Gizmo Project die Möglichkeit an, mit Jabber- und Google-Talk-Nutzern zu chatten. Auch Chats mit Nutzern proprietärer Protokolle wie denen von AIM/icq, msn und yahoo werden unterstützt.

Gizmo5 verfügt über einen Anrufbeantworter und die Möglichkeit für Konferenzschaltungen.

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Linphone

Linphone ist eine freie Software für die IP-Telefonie (VoIP), die unter der GNU General Public License (GPL) verfügbar ist. Es ist ein einfaches und zuverlässiges VoIP-Programm mit Bildübertragung. Wegen der recht guten Bildqualität eignet es sich auch z.B. für Unterhaltungen in Gebärdensprache.

Das Programm ist sowohl für Linux bzw. unix-ähnliche Betriebssysteme als auch in einer Windows-Version verfügbar. Während die Linux-Version auf GTK basiert, kommt für Windows der wx-Dev-Toolkit zum Einsatz.

Für den Betrieb hinter einem NAT-Router steht das STUN-Protokoll zur Verfügung.

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Analog-Telefon-Adapter

Analog-Telefon-Adapter VoIP Grandstream HT486

Ein Analog-Telefon-Adapter, kurz ATA genannt, ist ein Gerät, welches eine Verbindung mit einem oder mehreren analogen Standardtelefonen über das Voice-over-IP-Netz herstellt. Normalerweise ist es eine kleine Box mit einem Ethernet-Port (für den Internetzugang) und einem oder mehreren Telefonanschlüssen. Dies ermöglicht es, die bereits vorhandenen analogen Telefone für Voice over IP weiter zu nutzen. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass man auch bei ausgeschaltetem PC telefonieren kann und sein bestehendes DSL-Modem nicht durch ein neues Gerät ersetzen muss.

Die Hersteller haben den Trend zu immer mehr VoIP-Anschlüssen erkannt, und bieten verstärkt VoIP-Router mit integriertem DSL-Modem und ATA an. Bekanntes Beispiel hierfür ist die FRITZ!Box Fon von AVM.

ATAs nutzen fast immer SIP oder IAX als Protokoll. Zunehmend wird die ATA-Funktion in Router/Gateways integriert.

Durch Zusatzhardware lassen sich auch komplette Telefonanlagen an ATAs anschließen. Um die Telefonanlage mit einem ATA zu verbinden, ist eine freie Nebenstelle der Telefonanlage erforderlich. Damit ist es dann möglich, von jeder Nebenstelle der Telefonanlage aus über Anwahl der Nebenstelle, an der das ATA angeschlossen ist, VoIP zu nutzen.

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Asterisk (Telefonanlage)

Asterisk Logo.svg

Asterisk ist eine freie Software, die alle Funktionalitäten einer herkömmlichen Telefonanlage abdeckt. Asterisk unterstützt Voice-over-IP (VoIP) mit unterschiedlichen Protokollen und kann mittels relativ günstiger Hardware mit Anschlüssen wie POTS (analoger Telefonanschluss), ISDN-Basisanschluss (BRI) oder -Primärmultiplexanschluss (PRI, E1 oder T1) verbunden werden.

Durch die umfangreiche Anzahl von unterstützten Protokollen und Schnittstellen ist Asterisk für öffentliche Telefonanbieter und Callcenter genauso geeignet wie für den Privathaushalt. Viele VoIP-Provider sind mittels Asterisk aufgebaut. Durch die Skripting-Möglichkeiten in Asterisk lässt sich die Telefonanlage nahezu beliebig konfigurieren und erweitern.

Mark Spencer hat Asterisk ursprünglich geschrieben, wichtige Erweiterungen und Applikationen stammen aber mittlerweile vor allem von anderen Entwicklern. Der Name stammt von der Bezeichnung für das Sternsymbol ab. Asterisk wird unter einer dualen Lizenz zur Verfügung gestellt - der GNU General Public License (GPL) als freie Softwarelizenz und einer proprietären Lizenz, die es den Lizenznehmern gestattet, proprietäre, nichtöffentliche Bestandteile auszuliefern.

Ein Asterisk-System kann ohne besondere Hardware nur über das Netzwerk mit VoIP-Endgeräten und VoIP-Telefonprovidern verbunden betrieben werden. Für die Anbindung an herkömmliche Telefonnetze oder von normalen Endgeräten wie Telefonen, Faxgeräten etc. benötigt man zusätzliche Steckkarten oder externe ATAs für analoge POTS oder digitale ISDN-Amtsleitungen (extern) oder Nebenstellen (intern). Interne ISDN-Nebenstellen können nur über Schnittstellen realisiert werden, welche den NT-Modus beherrschen (ISDN Karten mit HFC-Chips oder VoIP-Adapter/-Router mit internem ISDN-Anschluss).

Dieser Plan gliedert sich in mehrere Abschnitte (engl. sections), deren Bezeichnungen in eckigen Klammern gefasst werden. Ein Abschnitt ist bis zur nächsten öffnenden Klammer bzw. bis zum Dateiende gültig. Innerhalb der Abschnitte wird jeweils eine bestimmte Gruppe Nebenstellen (engl. extensions) und damit zusammenhängende Reihenfolgen, Aktionen und Verhalten behandelt. Die Abschnitte „“ und „“ sind vordefinierte Abschnitte. Alle anderen Abschnitte werden auch als Kontexte bezeichnet. Kontexte bestimmen einen geschlossenen Bereich und somit einen definierten Sicherheitsbereich. Ein Kontext kann den Sicherheitsbereich eines anderen Kontexts erlangen, indem er in diesen Kontext über die Anweisung include eingebunden wird. Ist für eine Nebenstelle kein Kontext definiert, so wird diese über den Standardkontext „“ behandelt.

Grafische Benutzerschnittstellen ermöglichen das Bearbeiten der Asterisk-Konfiguration via Web-Interface. Die nachfolgenden Asterisk-Server-Distributionen beinhalten Linux oder BSD und sind inzwischen meist kommerzielle Produkte, welche jedoch in freien Projekten ihre Wurzeln haben und in den Basisversionen oder für Privatanwender kostenfrei sind.

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VoIP-Softwarevergleich

Voice-over-IP (VoIP)-Software wird dazu benutzt, Telefongespräche über das Internet zu führen. VoIP-Gespräche sind oftmals günstiger als konventionelle Telefongespräche. Weil Gespräche über das Internet leicht abgehört werden können, verwenden einige Anbieter eine Verschlüsselung.

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Telefonanschluss

Ein Telefonanschluss bezeichnet die betriebsfähig bereitgestellte technische Infrastruktur durch einen Netzbetreiber für einen Teilnehmer, an der ein Telefon betrieben werden kann. Dies erfolgt in der Regel mit leitungsgebundener Technik, meist mit Hilfe der Teilnehmeranschlussleitung und der Installation von Vermittlungstechnik in Vermittlungsstellen über ein Telefonnetz. Diese klassische Sprachübertragung (Telefonie) wird derzeit durch eine auf Datenanschlüssen aufbauende Übermittlung der Sprachinformationen über paket-orientierte Verbindungen ersetzt (NGN, VoIP). Die Bereitstellung kann heute auch über alternative Leitungswege, etwa über ein Kabelmodem oder kabellos mittels Wireless Local Loop, Wimax, Mobilfunk oder Satellit erfolgen.

Die konkrete Schnittstelle, an der das Telefon des Teilnehmers mit der Technik des Anbieters verbunden wird (der Netzabschluss; üblicherweise die Anschlussdose), wird auch als Telefonanschluss bezeichnet.

Damit Teilnehmer den Telefonanschluss anrufen können, ist diesem eine Rufnummer zugewiesen - bei mehreren zugewiesenen Rufnummern spricht man auch von Mehrfachrufnummern (MSN).

Wird der Telefonanschluss über herkömmliche leitungsvermittelte Festnetz-Technik und die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) realisiert, spricht man von einem Festnetzanschluss. Festnetzanschlüsse besitzen derzeit noch eine höhere Zuverlässigkeit als die noch verhältnismäßig neuen NGN-basierten Anschlüsse, zudem funktionieren sie, anders als NGN-basierte Anschlüsse, auch bei Ausfall des Stromnetzes, wenn ein geeignetes leitungsgebundenes Telefon eingesetzt wird. Auch Notrufdienste setzen oft einen notspeiseberechtigten Festnetzanschluss voraus (Festnetz-Analoganschluss oder ISDN-Basisanschluss mittels NTBA), der von der Vermittlungsstelle mit Strom versorgt wird.

Im Hinblick auf die beim Telefonanbieterwechsel möglichen Preselection- und Call-by-Call-Verfahren, bei denen der Telefonanschluss des etablierten Betreibers bestehen bleibt und lediglich die abgehenden Telefongespräche über alternative Verbindungsnetzbetreiber vermittelt werden, spricht man bei einem mittels entbündelter Teilnehmeranschlussleitung realisierten Festnetzanschluss bei alternativen Anbietern auch von einem Vollanschluss oder Direktanschluss.

Besitzt der Festnetzanschluss eine Telefondose als Netzabschluss, an der handelsübliche analoge Endgeräte (Telefone, Modems, Faxgeräte) betrieben werden können, so handelt es sich um einen Analoganschluss. Beim in Europa üblichen digitalen ISDN-Festnetz werden Analoganschlüsse über Analog-Digital-Umsetzer in der Teilnehmervermittlungsstelle bereitgestellt, die das Digitalsignal in ein Analogsignal wandeln. Telefonnetze, die ausschließlich analoge Anschlüsse beinhalten, können als analoges Festnetz ausgeführt sein.

Wenn der Netzabschluss des Festnetzanschlusses digital ausgeführt ist, spricht man von einem ISDN-Anschluss. Erfolgt der Netzabschluss des ISDN-Anschlusses mittels NTBA als S0-Bus mit zwei Nutzkanälen, so spricht man von einem ISDN-Basisanschluss. Die Analog-Digital-Wandlung erfolgt bereits im ISDN-Telefon, bzw. über einen sogenannten a/b-Adapter, an das man normale analoge Telefone anschließen kann.

Der ISDN-S0-Bus kann auch mittels auf Datenanschlüssen basierenden NGN-Lösungen und einem Integrated Access Device (z. B. Fritz!Box Fon-Modelle 7050 und 7170 oder Sphairon IAD) als Netzabschluss nachgebildet werden, wobei jedoch nicht alle Dienste eines Euro-ISDN-Hauptanschlusses unterstützt werden. So fehlt bei NGN-Lösungen meist die Unterstützung des Datenkanals (G4-Fax, Datex-P oder ISDN-Videotelefonie) und des zweiten B-Kanals, der für die Kanalbündelung notwendig ist. Die bei einem ISDN-Basisanschluss vorhandene Notstromversorgung durch die Vermittlungsstelle fehlt ebenfalls.

Einige Telefongesellschaften bieten einen mittels herkömmlicher Festnetzvermittlungstechnik realisierten Anschluss ohne Anschlussleitung (auch virtueller Anschluss) an, wobei der Anschluss in der Ortsvermittlungsstelle terminiert und keinen physikalischen Anschlusspunkt beim Teilnehmer aufweist. Die Gesprächsterminierung muss über Anrufweiterschaltung zu anderen Telefonanschlüssen konfiguriert werden.

Durch die zunehmende Verbreitung von Breitband-Internetzugängen (z. B. DSL, Kabelinternet, Wimax, WLANs) und der Möglichkeit, darüber ohne eine zusätzlich notwendige Vermittlungsnetzinfrastruktur Telefongespräche mittels IP-Telefonie-Protokollen zu tunneln, werden Telefonanschlüsse zunehmend auf der Basis von Datenanschlüssen realisiert - der Telefonanschluss ist dann ein VoIP-Anschluss. Falls der zugrundeliegende Datenanschluss durch den gleichen Anbieter bereitgestellt wird und der Anbieter den Anspruch erhebt, den Festnetzanschluss zu ersetzen, ist auch von einem All-IP-Anschluss oder NGN-Anschluss die Rede. Ist der Anschluss mittels Voice over Cable über ein TV-Kabelnetz realisiert, spricht man von einem Kabel-Telefonanschluss. Der Netzabschluss solcher VoIP-basierter Telefonanschlüsse erfolgt durch Analog-Telefon-Adapter bzw. Integrated Access Devices, SIP-Telefone oder Softphones. Die meisten All-IP-Anschlussanbieter in Deutschland setzen eine Mindestdatenübertragungsrate von ca. 200 kbit/s in Senderichtung der zugrundeliegenden Datenanschlüsse zur Realisierung ihrer Komplettanschlüsse voraus, die in Telekom-Bitstream-Gebieten an einer beträchtlichen Anzahl von DSL-Anschlüssen mit der derzeitigen fixen Ratenschaltung nicht erreicht wird.

Wird der Telefonanschluss leitungsunabhängig und standortunabhängig genutzt, spricht man von einem mobilen Telefonanschluss.

Die SIM-Karte eines Mobilfunkproviders entspricht einem mobilen Telefonanschluss - kurz einem Mobilfunkanschluss. Zum Telefonieren benötigt man in diesem Fall ein Mobiltelefon.

Da die Mobilfunknetze in dünn besiedelten Gebieten Versorgungslücken aufweisen und in unbewohnten Gebieten (z. B. Meere, Wüsten) nicht verfügbar sind, greift man dort auf Satellitentelefonanschlüsse zurück.

Mobilfunkanschlüsse (auf Schiffen Satellitentelefonanschlüsse) können auch stationär als Festnetz-Ersatz betrieben werden. Insbesondere bei Homezone-Tarifen werden dazu mitunter Mobilfunk-Gateways eingesetzt, an denen Festnetztelefone betrieben werden können.

Mittels IP-Telefonie realisierte Telefonanschlüsse können auch standortunabhängig überall dort genutzt werden, wo ein geeigneter Internetzugang zur Nutzung zur Verfügung steht (etwa in Hot Spots).

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Source : Wikipedia