Vancouver

3.384483742152 (1753)
Geschrieben von daneel 19/03/2009 @ 02:09

Tags : vancouver, kanada, nordamerika, ausland

Neueste Nachrichten
ROBERT PATTINSON: Geburtstagsfeier in Vancouver - Weblinkportal
VANCOUVER - Robert Pattinson hat seinen Geburtstag ausgiebig gefeiert. Am Mittwoch (13.05.) wurde der Schauspieler 23 Jahre alt. Wie das US-Magazin "People" berichtet, ging die Party in einer Bar in Vancouver über die Bühne, wo derzeit die...
Samstag empfängt Optik Brandenburg, Mittwoch ein kanadisches U 19-Team - Märkische Allgemeine
Mai treten die Rathenower um 17 Uhr am Vogelgesang gegen die U 18/19-Auswahl der Vancouver Whitecaps an. Die 1. Mannschaft des 1986 gegründeten kanadischen Profivereins spielt in der USL First Division, der zweithöchsten Liga im nordamerikanischen...
Bode Miller will Karriere fortsetzen - Kurier
Zu einer fixen Zusage für die Olympischen Spiele in Vancouver im kommenden Jahr wollte sich der 31-Jährige aber offenbar nicht hinreißen lassen. "Er plant weiterzumachen. Ich wäre nicht überrascht gewesen, wenn er gesagt hätte, dass er ein Jahr...
Chicago zieht ins Conference-Finale ein - FOCUS Online
Mit einem 7:5 gegen Vancouver haben die Chicago Blackhawks das Western-Conference-Finale der NHL erreicht. Washington erzwang im Osten das siebte Spiel gegen Pittsburgh. Die Chicago Blackhawks stehen das erste Mal seit 1995 wieder im Finale der Western...
Vancouver und die Robbenbabys - sueddeutsche.de
Von J. Kelnberger Malerisch gelegen: Die kanadische Stadt Vancouver, Austragungsort der Winterspiele 2010. Derzeit gibt es Aufregung um die Sportanzüge kanadischer Athleten. ( Foto: AFP ) Der Strom der öffentlichen Meinung in der westlichen Welt ist...
Mit Globetrotter an die Olympischen Winterspiele «Vancouver 2010» - lifepr.de (Pressemitteilung)
(lifepr) Bern, 14.05.2009 - Seit dem 1. Januar 2009 ist der Globetrotter Travel Service Official Partner von Swiss Olympic und offizielle Schweizer Verkaufsstelle für den Bezug von Tickets... Leider hat die Pressestelle des Herausgebers dieses...
Vancouver 2010: Olympiade kann kommen - hockeyfans.ch
Anlässlich des heutigen Olympia-Treffs in Magglingen wurden 130 Athleten aus 13 Sportarten, darunter Eishockey, eingekleidet resp. es wurde Mass genommen. Gleichzeitig bekamen diese einen Vorgeschmack auf die Bedingungen im nächsten Februar in Kanada...
Selena Gomez und Taylor Lautner - Essen in Vancouver - Prominent24.de
Mai 2009 Die beiden jungen Hollywood Stars Selena Gomez und Taylor Lautner trafen sich gestern im kanadischen Vancouver zum Essen. Beide wurden begleitet von Taylor's Vater. Das sich die beiden sehr gut verstehen, ist bekannt....
Olympia: Vesper: „Werden intensiv mit dem DEB sprechen“ - FOCUS Online
Februar) in Vancouver. SID: "Herr Vesper, der vorolympische Winter endete für Deutschlands Sportler drei Jahre nach Platz eins in der Medaillenbilanz von Turin nicht gerade verheißungsvoll. Das Eishockeyteam wäre klar in die B-Gruppe abgestiegen,...
Anaheim und Vancouver übernehmen Führung - Sport Live bei sportal.de - sportal.de
Dank ihres Schweizer Goalies Jonas Hiller und etwas Glück haben die Anaheim Ducks in der dritten Partie der Playoff-Serie gegen den Titelverteidiger die Detroit Red Wings mit 2:1 zum zweiten Mal besiegen können. In Anaheim waren es zunächst die Stürmer...

Vancouver

Skyline von Vancouver

Vancouver ist eine Stadt im Südwesten von British Columbia an der Westküste Kanadas. Sie liegt zwischen der Straße von Georgia und den Coast Mountains, rund 45 Kilometer nordwestlich der Grenze zu den USA. Die Stadt gehört zum Regionaldistrikt Metro Vancouver, der mit 2,25 Millionen Einwohnern (2007) die größte Metropolregion Westkanadas und die drittgrößte des Landes bildet. Die Bevölkerungszahl der eigentlichen Stadt Vancouver beträgt 611.869 (2007). Benannt ist die Stadt nach dem britischen Kapitän George Vancouver, der die Region Ende des 18. Jahrhunderts erforschte. Der Name Vancouver selbst stammt vom niederländischen „van Coevorden“, abgeleitet von der Stadt Coevorden.

Die Stadt entstand in den 1860er Jahren als Folge der Einwanderungswelle während des Fraser-Canyon-Goldrauschs und entwickelte sich nach der Eröffnung der transkontinentalen Eisenbahn im Jahr 1887 innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Sägewerkssiedlung zu einer Metropole. Die Wirtschaft basierte zu Beginn auf der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen von British Columbia: Forstwirtschaft, Bergbau, Fischerei und Landwirtschaft. Der Hafen Vancouver erlangte nach der Eröffnung des Panamakanals internationale Bedeutung. Er ist heute der größte in Kanada und exportiert mehr Güter als jeder andere Hafen in Nordamerika.

Vancouver wandelte sich mit der Zeit zu einem Dienstleistungszentrum und (insbesondere nach der Weltausstellung Expo 86) zu einer Tourismusdestination. Die Stadt ist darüber hinaus hinter Los Angeles und New York der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie und wird daher auch als „Hollywood North“ bezeichnet.

Vancouver ist für die Austragung der XXI. Olympischen Winterspiele vom 12. bis 28. Februar 2010 gewählt worden. Einige Wettbewerbe der Spiele sollen im 125 Kilometer von Vancouver entfernten Whistler stattfinden. Nach Montreal im Jahr 1976 und Calgary im Jahr 1988 ist Vancouver die dritte kanadische Stadt, die Olympische Spiele veranstaltet.

Vancouver liegt an der Straße von Georgia, einem Meeresarm, der durch Vancouver Island vom Pazifischen Ozean abgeschirmt wird. Das 114,67 km² große Stadtgebiet erstreckt sich auf der Burrard-Halbinsel, zwischen dem rund 25 km langen Burrard Inlet im Norden und dem Fraser River im Süden. An der Westseite der Halbinsel befindet sich die English Bay. An ihrer Nordküste wird die Burrard-Halbinsel durch einen weiteren Meeresarm, den rund 2 km langen False Creek, nochmals unterteilt. Auf dieser kleineren Halbinsel liegen das Stadtzentrum (Downtown) und der Stanley Park, einer der größten städtischen Parks in Nordamerika. An der Westseite des Parks ragt der Siwash Rock in die Höhe, ein markanter Felsen vulkanischen Ursprungs. Das Stadtgebiet Vancouvers umfasst flaches und hügeliges Terrain, die höchste Stelle liegt auf 167 m ü. NN, auf dem Little Mountain im Queen Elizabeth Park.

Die Stadt ist bekannt für ihre landschaftlich reizvolle Lage. Hoch aufragende Berge prägen das Stadtbild; diese gehören zu den North Shore Mountains, der südlichsten Kette der Coast Mountains. Die drei Hausberge Grouse Mountain (1231 m), Mount Seymour (1449 m) und Mount Strachan (1454 m) liegen am Nordufer des Burrard Inlet direkt gegenüber der Stadt. An klaren Tagen ist im Südosten der Vulkan Mount Baker erkennbar, der im US-Bundesstaat Washington liegt. Die Berge an der Sunshine Coast im Nordwesten sowie Vancouver Island im Westen und Südwesten runden die Szenerie ab.

Die Nachbargemeinden Vancouvers sind West Vancouver im Nordwesten, North Vancouver im Norden, der Distrikt North Vancouver im Nordosten, Burnaby im Osten und Richmond im Süden. Die University Endowment Lands im Westen sind ein gemeindefreies Gebiet und bilden einen Teil des Greater Vancouver Electoral Area A.

Die ursprüngliche Vegetation Vancouvers und seiner Vororte war gemäßigter Regenwald, bestehend aus Nadelbäumen sowie vereinzelten Ahornen und Erlen, durchsetzt von Sümpfen (aufgrund der schlechten Wasserableitung selbst in höheren Lagen). Die Nadelbäume waren eine für die Küste von British Columbia typische Mischung aus Sitka-Fichten, Riesenlebensbäumen, Westamerikanischen Hemlocktannen, Douglasien und Pazifischen Eiben. Nur an der Elliott Bay in Seattle sollen die mächtigsten Bäume dieser Arten noch größer gewesen sein als am Burrard Inlet und an der English Bay. Die höchsten Bäume in Vancouvers Primärwald standen im Gebiet Gastown, wo die Forstwirtschaft erstmals tätig war, sowie an den Südufern von False Creek und English Bay (insbesondere an der Jericho Beach). Der Baumbestand im Stanley Park ist mehrheitlich Sekundärwald, doch existieren dort auch einige unter besonderem Schutz stehende und gekennzeichnete Bäume, die in voreuropäischer Zeit von Indianern bearbeitet worden sind (Culturally Modified Trees).

Zahlreiche Pflanzen- und Baumarten, die in Vancouver und im restlichen Lower Mainland wachsen, wurden aus anderen Teilen Nordamerikas und anderen Kontinenten hierher importiert. Verschiedene Palmenarten haben sich dem Klima angepasst und sind häufig anzutreffen, aber auch eine große Anzahl weiterer exotischer Bäume wie Affenschwanzbaum und Fächer-Ahorn sowie Blumen wie Magnolien, Azaleen und Rhododendren. Zahlreiche Rhododendren sind zu enormer Größe angewachsen, wie auch andere aus den kälteren Klimazonen Ostkanadas und Europas stammende Arten. Viele Straßen der Stadt werden seit den 1930er Jahren von japanischen Kirschbäumen gesäumt, die von Japan gestiftet wurden.

Im Vergleich zum kanadischen Durchschnitt ist das Klima in Vancouver aufgrund des Einflusses der Kuroshio-Strömung ungewöhnlich mild. Die Winter sind die viertwärmsten in den vom kanadischen Umweltministerium erfassten Städten, nach Victoria, Nanaimo und Duncan (alle auf der nahe gelegenen Vancouver Island gelegen). Durch die Nähe zum Meer bildet sich ein Mikroklima, die Wintertemperaturen sind in der Regel 2 bis 4 °C wärmer und die Sommertemperaturen 3 bis 8 °C wärmer als im Landesinneren. An durchschnittlich 46 Tagen im Jahr fällt die Tagestiefsttemperatur unter den Gefrierpunkt, an nur zwei Tagen unter −10 °C. Die durchschnittlichen Tageshöchstwerte betragen im Juli und August rund 22 °C, können aber vereinzelt auf mehr als 26 °C ansteigen.

Vancouver gilt als regnerische Stadt, im Durchschnitt regnet es pro Jahr an 166 Tagen. Zwischen November und März kann oft bis zu 20 Tage hintereinander Regen fallen, wenn die als Pineapple Express (Ananas-Express) bezeichnete subtropische Windströmung warme und feuchte Luft aus Hawaii heranführt. Als Faustregel gilt, dass pro 100 Höhenmeter rund 100 mm mehr Niederschlag zu erwarten ist. Schnee fällt in den höher gelegenen östlichen und nördlichen Vororten weitaus häufiger als in der Stadt und auf Meereshöhe. Die jährliche Schneemenge beträgt zwar nur knapp einen halben Meter, doch schon leichter Schneefall kann zum Schließen von Schulen und zu großflächigen Verkehrsproblemen führen. Dies hat damit zu tun, dass der Schnee aufgrund der Küstennähe sehr nass ist und sich durch das mehrmalige Steigen und Sinken der Temperatur über bzw. unter den Gefrierpunkt Straßenglätte bildet.

Es gibt jährlich bis zu sechs Gewitter. Diese treten meist im Spätherbst und im Winter auf und werden manchmal von Hagel begleitet. Die geringe Anzahl ist darauf zurückzuführen, dass sich die Straße von Georgia selten genügend erwärmt, um ideale Bedingungen für Gewitter zu schaffen.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Präsenz der Ureinwohner (First Nations) (s. a. Geschichte der First Nations) in der Gegend um Vancouver etwa 4.500 bis 9.000 Jahre zurückreicht. Zur Zeit des ersten Aufeinandertreffens mit Europäern gab es am unteren Fraser River und an der angrenzenden Pazifikküste zahlreiche Siedlungen der Musqueam, Squamish, Sto:lo, Tsawwassen und Tsleil'wau-tuth, die zu den Küsten-Salish zählen. Diese Stämme zwischen Vancouver Island und dem US-Bundesstaat Washington sind bis heute durch Sprache und Kultur, aber auch durch Verwandtschaft und Handel nahe miteinander verbunden.

Obwohl die Nahrungsmittelbeschaffung auf Sammeln und Jagd basierte, besaßen sie eine vergleichsweise hoch entwickelte Kultur mit starker gesellschaftlicher Differenzierung. So existierte – ähnlich wie im zeitgenössischen Europa – eine Dreiteilung der Gesellschaft in einen dominierenden „Adel“, einfache Stammesangehörige und Sklaven. Ihr ökonomisches System belohnte harte Arbeit, das Anhäufen von Reichtum sowie die soziale Umverteilung dieses Reichtums, vor allem durch die führenden Familien, deren Oberhäupter die Europäer als chiefs (Häuptlinge) bezeichneten. Die Winterquartiere im Raum Vancouver bestanden aus großen Langhäusern, die aus dem Holz des Riesenlebensbaums gebaut wurden. Die Potlatch-Zeremonien waren ein wichtiger Bestandteil des sozialen und spirituellen Lebens dieser Stämme.

Der spanische Kapitän José María Narváez war 1791 der erste Europäer, der an den Küsten in der Gegend des heutigen Vancouver entlang segelte. Ein Jahr später erkundete der britische Kapitän George Vancouver die Straße von Georgia, den Burrard Inlet und den Puget Sound. Der erste Europäer, der die Gegend auf dem Landweg erreichte, war Simon Fraser, ein Pelzhändler der North West Company, der 1808 mit seinen Begleitern den nach ihm benannten Fraser River auf seiner ganzen Länge erkundete.

Als Folge des Fraser-Canyon-Goldrauschs (1858–60) und insbesondere des Cariboo-Goldrauschs (1861–62) zogen rund 25.000 Männer, viele davon aus Kalifornien, in das Einzugsgebiet des Fraser River. Die erste permanente europäische Siedlung, die McCleery-Farm, entstand 1862 am Flussufer, östlich der Winterlager der Musqueam im heutigen Stadtteil Marpole. 1863 nahm in Moodyville (heute North Vancouver) das erste Sägewerk seinen Betrieb auf und begründete die traditionsreiche Forstwirtschaft. Weitere Sägewerke entstanden bald darauf auch am Südufer des Burrard Inlet, das damals im Besitz von Captain Edward Stamp war. Stamp, der um Port Alberni als Holzfäller tätig gewesen war, hatte zunächst am Brockton Point, am östlichen Ende des Stanley Park, ein Sägewerk aufgebaut. Doch tückische Strömungen und Riffe zwangen ihn 1865 zur Verlegung des Betriebs. An einer Stelle nahe der heutigen Gore Street entstand Stamp’s Mill.

Die verschiedenen Sägewerke der Umgebung waren bedeutende Hersteller von Holzprodukten für die Schifffahrt. Viele der Masten der zahlreichen Windjammer und der stetig größer werdenden Schiffe der Royal Navy waren aus Holz aus der Gegend um Vancouver gefertigt. Unter den zahlreichen Aufträgen befand sich auch einer des chinesischen Kaisers, der Dutzende von riesigen Balken für das Tor des himmlischen Friedens in der Verbotenen Stadt in Peking bestellte.

Unmittelbar neben Stamp’s Mill entstand die Siedlung Gastown. Sie war nach John Deighton benannt, dessen Spitzname „Gassy Jack“ (geschwätziger Jack) lautete und der 1867 dort eine Kneipe eröffnet hatte. 1870 ließ die Kolonialregierung von British Columbia die Siedlung vermessen und benannte diese am 1. März zu Ehren von Lord Granville, dem Minister für die Kolonien, offiziell Granville. Diese Bezeichnung konnte sich aber nie durchsetzen und noch heute wird der Stadtteil Gastown genannt.

Die Siedlung lag an einem natürlichen Hafen und wurde 1885 aus diesem Grund von der Canadian Pacific Railway (CPR) anstelle des 20 km östlich gelegenen Port Moody als westlicher Endpunkt der transkontinentalen Eisenbahnlinie bestimmt. Der Bau der Strecke war eine der Vorbedingungen für den Beitritt von British Columbia zur Kanadischen Föderation im Jahr 1871 gewesen. CPR-Präsident William Cornelius Van Horne setzte sich dafür ein, den Namen des Ortes in Vancouver zu ändern, da seiner Meinung nach die Menschen im Osten des Landes wüssten, wo Vancouver Island liege, während Gastown oder gar Granville völlig unbekannt seien.

Am 6. April 1886 erfolgte die offizielle Stadtgründung mit dem neuen Namen Vancouver. Eine durch einen heftigen Windstoß außer Kontrolle geratene Brandrodung zerstörte am 13. Juni desselben Jahres die junge Stadt fast vollständig. Innerhalb von 45 Minuten wurden über 1000 Holzhäuser ein Raub der Flammen, doch bereits am darauf folgenden Tag begann der Wiederaufbau. Der erste Zug fuhr am 23. Mai 1887 in der Waterfront Station am Ufer des Burrard Inlet ein. Dank des von der Eisenbahn ausgelösten wirtschaftlichen Aufschwungs erholte sich Vancouver rasch und wuchs von 5.000 Einwohnern im Jahr 1887 auf 15.000 im Jahr 1892 und 100.000 im Jahr 1900 an.

In den ersten Jahrzehnten dominierten große Konzerne das wirtschaftliche Geschehen, da sie das nötige Kapital besaßen, um das quantitative und qualitative Wachstum der Stadt voranzutreiben. Es entwickelten sich zwar einige Industriebetriebe, doch das Rückgrat der städtischen Wirtschaft bildete die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Zuerst dominierte die Forstwirtschaft, später der Exportverkehr über den Hafen Vancouver. Der Hafen profitierte insbesondere von der Eröffnung des Panamakanals im Jahr 1914, weil dadurch eine direktere Exportroute in Richtung Europa geschaffen wurde. Während des Ersten Weltkriegs wurde rund ein Drittel des Meeresarms False Creek aufgefüllt, um Platz für weitere Bahnanlagen zu schaffen, insbesondere die Pacific Central Station der Canadian Northern Railway (später Canadian National Railway).

Die Dominanz der Großkonzerne war begleitet von oftmals gewalttätigen Arbeiterbewegungen. Der erste große Streik ereignete sich 1903, als Eisenbahner der CPR für die Anerkennung ihrer Gewerkschaft demonstrierten. 1918 war Vancouver Ausgangspunkt des ersten kanadischen Generalstreiks. Andere Sozialbewegungen wie Feministinnen, moralische Erneuerer und Abstinenzler übten ebenfalls Einfluss auf die städtische Politik aus. 1906 versuchte die Stadtverwaltung vergeblich, die Bordelle in der Dupont Street zu schließen. Während des Ersten Weltkrieges und bis 1921 war ein Gesetz zur Alkoholprohibition in Kraft.

Während der 1920er Jahre wurde Vancouver wiederholt von rassistisch motivierten Ausschreitungen erschüttert, insbesondere gegen Chinesen und Japaner; verschiedene Zeitungen warnten vor einer „orientalischen Bedrohung“.

Am 1. Januar 1929 wurde das Gebiet der Stadt Vancouver mit der Eingemeindung von Point Grey und South Vancouver auf den heutigen Umfang erweitert. Es umfasst seither fast den gesamten westlichen Teil der Halbinsel zwischen dem Burrard Inlet und dem Fraser River. Die Einwohnerzahl betrug an diesem Tag 228.193, womit Vancouver zur drittgrößten Stadt des Landes aufstieg. Der wirtschaftliche Aufschwung der 1920er Jahren endete abrupt mit der Weltwirtschaftskrise. Die Nachbargemeinden North Vancouver und Burnaby mussten Konkurs anmelden, während Vancouver diesen knapp abwenden konnte. Tausende junger Menschen reisten durch ganz Kanada nach Vancouver, weil sie hier Arbeit zu finden hofften. Großen Zulauf in den Armenvierteln fanden die Kommunisten, die mehrmals Massenstreiks organisierten. Viele Angehörige des Mackenzie-Papineau-Bataillons, das im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte, stammten aus Vancouver.

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhalf der Region zu einem raschen Wirtschaftsaufschwung. Die Werften produzierten Korvetten und Minensuchboote für die Royal Canadian Navy und das Boeing-Werk im benachbarten Richmond produzierte Teile für B-29-Bomber. Im Jahr 1942, wenige Monate nach dem Angriff auf Pearl Harbor, betrachtete die kanadische Regierung die japanischstämmigen Kanadier als Bedrohung der nationalen Sicherheit, ähnlich wie im Ersten Weltkrieg die Deutschen. So wurden auch die japanischstämmigen Kanadier enteignet, im Hastings Park zusammengetrieben und danach in Lagern im Landesinneren interniert. Erst 1988 entschuldigte sich die Regierung offiziell und leistete Entschädigungszahlungen.

Im Dezember 1953 nahm CBUT, die erste Fernsehstation in Westkanada, den Sendebetrieb auf. Zur Schaffung besserer Verkehrsverbindungen entstanden mehrere neue Brücken. Bereits vor dem Krieg waren die Second Narrows Bridge (1925) und die Lions’ Gate Bridge (1938) zum Nordufer des Burrard Inlet errichtet worden. 1957 folgte die Oak Street Bridge über den Fraser River nach Richmond und 1960 der Ironworkers Memorial Second Narrows Crossing über den Burrard Inlet.

Im Vorort Burnaby wurden zwei neue Universitäten gegründet, die heute beide Zweigstellen in Vancouver besitzen und die 1908 gegründete University of British Columbia ergänzen: Den Anfang machte 1960 das British Columbia Institute of Technology, 1965 folgte die Simon Fraser University. Einwohner des chinesisch geprägten Stadtteils Strathcona bildeten in den späten 1960er Jahren eine Protestbewegung und verhinderten den Abriss dieses Viertels, das einer geplanten Autobahn weichen sollte. Die Proteste führten zu einem Umdenken in der Verkehrspolitik und 1980 zum Verbot weiterer Autobahnen auf Stadtgebiet. 1971 wurde in Vancouver Greenpeace gegründet, heute eine der weltweit bedeutendsten Umweltschutzorganisationen. Das anhaltende Wachstum des Vancouver International Airports auf Sea Island machte den Bau einer weiteren Brücke über den Fraser River notwendig, die Arthur Laing Bridge wurde 1976 eingeweiht.

Nachdem Vancouver den Zuschlag zur Durchführung der Weltausstellung 1986 erhalten hatte, begann in der Stadt ein Bauboom, der mit wenigen kurzen Unterbrechungen bis heute anhält. 1983 wurde das BC Place Stadium eröffnet, das erste überdachte Stadion Kanadas. Im Januar 1986 folgte die erste Linie des SkyTrain, einer Hochbahn, die Vancouver mit den Vororten verbindet. Weitere markante Bauten, die im Hinblick auf die Expo 86 entstanden und seither das Stadtbild prägen, sind Science World, Canada Place und die Plaza of Nations.

Die von Mai bis Oktober 1986 dauernde Weltausstellung, die bisher letzte in Nordamerika, erwies sich mit über 20 Millionen Besuchern als großer Erfolg. Das Ausstellungsgelände am Nordufer des False Creek war zuvor eine ausgedehnte Industriebrache gewesen und wurde nach Ausstellungsende an den aus Hongkong stammenden Unternehmer Li Ka-shing verkauft. Dieser setzte eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Nordamerikas um, und False Creek wandelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem hochverdichteten und attraktiv gelegenen Wohngebiet am Rande der Innenstadt. Bereits in den 1970er Jahren war die im False Creek gelegene Halbinsel Granville Island von einer Industriezone zu einem beliebten Einkaufs- und Kulturviertel umfunktioniert worden. Diese nachhaltige Stadtplanung steigerte die Lebensqualität der Region.

1998 beschloss das Nationale Olympische Komitee Kanadas, sich um die Durchführung der Olympischen Winterspiele 2010 zu bewerben. In der innerkanadischen Ausscheidung erhielt Vancouver vor Québec und Calgary die meisten Stimmen. Am 22. Februar 2002 gaben in einem (rechtlich nicht bindenden) städtischen Referendum 63,9 % der teilnehmenden Wähler ihre Zustimmung zur Kandidatur. Vancouver erhielt am 2. Juli 2003 in der 115. IOC-Sitzung in Prag den Zuschlag und setzte sich gegen Pyeongchang und Salzburg durch.

Es leben Menschen vieler Ethnien und verschiedenster Religionen in der Stadt, wodurch Vancouver eine multikulturelle Gesellschaft besitzt. 47,1 % der Bevölkerung gehören einer von der kanadischen Statistikbehörde so bezeichneten „sichtbaren Minderheit“ (visible minority group) an. Vancouver weist mit 7,2 Prozent die höchste Rate an interkulturellen Ehen in Kanada auf (der Landesdurchschnitt beträgt 3,2 %).

Seit den ersten Jahren der europäischen Besiedlung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildeten Menschen von den Britischen Inseln die größte Einwanderergruppe und sind auch heute noch die größte ethnische Gruppe in Vancouver. Bis in die 1960er Jahre war die Stadt ausgesprochen britisch geprägt, da die meisten britischen Einwanderer direkt hierherzogen, ohne zuvor in den östlichen kanadischen Provinzen gelebt zu haben. Insbesondere in den Stadtteilen South Granville und Kerrisdale ist der britische Einfluss auf das kulturelle Leben deutlich spürbar. Vor den 1980er Jahren bildeten Menschen deutscher Abstammung die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von solchen aus der Ukraine und aus Skandinavien. Die meisten europäischen Einwanderer bzw. deren Nachkommen sind in der Zwischenzeit vollständig assimiliert.

Mit einem Anteil von knapp 30 Prozent sind die Chinesen mit Abstand die größte nichteuropäische Bevölkerungsgruppe. Sie kamen in zwei großen Einwanderungswellen nach British Columbia, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts während des Goldrauschs im Fraser Canyon und während des Baus der transkontinentalen Eisenbahnlinie sowie in den 1980er und 1990er Jahren vor der Übergabe Hongkongs an die Volksrepublik China. Von den chinesischen Sprachen, die in Vancouver gesprochen werden, ist das Kantonesische am weitesten verbreitet. Weitere bedeutende ethnische Gruppen aus Asien sind Inder (vor allem aus dem Punjab, üblicherweise als Indo-Kanadier bezeichnet), Vietnamesen, Filipinos, Koreaner, Khmer und Japaner.

Hinter Toronto und vor Montreal ist Vancouver das zweitbeliebteste Ziel für Immigranten in Kanada. Es gibt mehrere Stadtteile, die stark von einer bestimmten ethnischen Gruppe geprägt sind. So finden sich in Vancouver neben der zweitgrößten Chinatown in Nordamerika (nach San Francisco) auch Gegenden, in denen indische („Punjabi Market“), italienische („Little Italy“), japanische („Japantown“), koreanische („Koreatown“) oder griechische („Greektown“) Einflüsse spürbar sind.

Die zehn First Nations in Greater Vancouver haben in mehrfacher Hinsicht eine Sonderrolle. So grenzen die traditionellen Gebiete der Indianer Rechtsbezirke ab, in denen der Staat bei allen Dingen, die dieses Gebiet betreffen, zu rechtzeitigen Konsultationen verpflichtet ist. Das hat z.B. zur Folge, dass staatliche Gebäude nicht ohne Beratung mit der betroffenen First Nation verkauft werden dürfen. Außerdem haben etwa die Musqueam, deren traditionelles Gebiet zu großen Teilen von der Universität belegt ist, dort Grundstücke verpachtet und pflegen ein besonderes Verhältnis zur Universität selbst. Außerdem gelten die First Nations nicht als „sichtbare Minderheit“.

Im Jahr 2001 lebten im Bezirk Vancouver 22.700 Indianer, von denen 17.475 als registrierte status indians galten und 5.225 als non-status indians; 10.445 lebten in Vancouver selbst. 2006 lebten in der Stadt bereits 23.515 Indianer. Die insgesamt 22 Reservate im Großraum Vancouver umfassen nur 17,22 km² oder 0,6 % der Gesamtfläche. Außerdem lebten 2001 in der Stadt 12.505 Métis, ihre Zahl stieg bis 2006 auf 15.075, und 260 Inuit, deren Zahl auf 210 zurückging. Dazu kamen 1395 Menschen mit gemischter Zugehörigkeit oder aus anderer Urbevölkerung. Damit lebten 21,7 % der Ureinwohner British Columbias in Greater Vancouver, 2006 waren es genau 40.310.

In Vancouver gibt es keine dominierende Religion oder Konfession. Den größten Anteil an der Bevölkerung stellen laut der Volkszählung 2001 die römischen Katholiken mit 19,0 %. Dies geht zum einen auf die Zuwanderung aus katholischen Ländern wie Italien zurück, zum anderen darauf, dass die ersten Missionare unter den First Nations katholische Ordensangehörige, vor allem Oblaten waren. Verschiedenen protestantischen Konfessionen gehören 17,4 % an, wobei aufgrund der britischen Herkunft vieler Einwohner die in Großbritannien entstandene Anglikanische Gemeinschaft dominiert. 1,7 % bezeichneten sich als orthodoxe Christen, was überwiegend auf ukrainische und griechische Einwanderung zurückgeht, 4,4 % gaben die Zugehörigkeit zu einer nicht näher definierten christlichen Konfession an. Hauptsächlich chinesischer Herkunft sind die Anhänger verschiedener Richtungen des Buddhismus mit einem Anteil von 6,9 %. Überwiegend vom indischen Subkontinent stammen Anhänger des Sikhismus und des Hinduismus mit 2,8 % bzw. 1,4 %. Zum Judentum bekennen sich 1,8 % der Bevölkerung, zum Islam 1,7 % und zu sonstigen Religionen 0,8 %.

Keine religiöse Zugehörigkeit gaben 42,2 % an. Die Stadt hat, wie die übrige Provinz British Columbia, im Vergleich zum übrigen nordamerikanischen Kontinent einen geringen prozentualen Anteil an regelmäßigen Gottesdienstbesuchern. Lag dieser im Jahr 1946 bei 67 %, so nahm er im Verlauf der folgenden Jahrzehnte kontinuierlich ab und betrug im Jahr 2001 nur noch 20 %.

Das römisch-katholische Erzbistum Vancouver ersetzte 1908 das ältere Bistum New Westminster. Es umfasst den südwestlichen Teil der Provinz British Columbia ohne Vancouver Island. Bischofssitz ist die 1899/1900 erbaute Holy Rosary Cathedral. Mit der Römisch-katholischen Kirche uniert ist die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche, wobei Vancouver zur Eparchie New Westminster gehört, die einen Teil der Erzeparchie Winnipeg bildet. Das anglikanische Bistum New Westminster verlegte seinen Sitz 1929 nach Vancouver in die 1894/95 erbaute Christ Church Cathedral. Das Bistum bildet einen Teil der Kirchenprovinz British Columbia and the Yukon. Die Holy Trinity Cathedral gehört der ukrainisch-orthodoxen Kirche Kanadas; sie ist eine von zwei Kathedralen des Bistums Edmonton und Westkanada, die mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel verbunden ist.

Die am weitesten verbreitete Richtung des Buddhismus, der mit den asiatischen Einwanderern in die Region kam, ist der in Ostasien vorherrschende Amitabha-Buddhismus. Bedeutendster Tempel der Metropolregion ist der International Buddhist Temple im benachbarten Richmond.

Die jüdische Gemeinde Vancouvers, die sich ebenfalls bis in die Phase vor der eigentlichen Stadtgründung zurückverfolgen lässt, ist heute die drittgrößte Kanadas. Am meisten Mitglieder zählt das konservative Judentum, gefolgt vom Reformjudentum und dem orthodoxen Judentum.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zogen auch Sikhs, Hindus und Moslems hierher, die aus dem damaligen Britisch-Indien stammten. So prägt das ehemalige Britische Kolonialreich bis heute auch seine ehemalige Kolonie Kanada.

Der Wirtschaftsboom und der Wohnungsbedarf vermögender Zuwanderer, insbesondere aus Hongkong, hat zu stark steigenden Mieten geführt. Dadurch sind in der Metropolregion Vancouver an die 100.000 Menschen von Obdachlosigkeit bedroht, rund 2200 leben in Vancouver auf der Straße. Dazu kommt eine steigende Zahl von Drogenabhängigen, Prostitution sowie Kriminalität.

Dabei nehmen die so genannten street level social problems zu, also die Probleme, die auf der Straße erkennbar werden. Sie betreffen seit einigen Jahren nicht mehr nur die dafür bekannten Stadtteile, wie Downtown Vancouver, sondern auch Metrotown in Burnaby und die Whalley/Centre City-Gegend in Surrey. Dennoch konzentrierten sich 2005 noch 63 % der Wohnungslosen in Vancouver selbst, während 21% sich in der südlich des Fraser River gelegenen Sub-Region finden. Dabei sind Wohnungslosigkeit, vor allem aber Drogenabhängigkeit, Prostitution und (Beschaffungs-)Kriminalität aufs engste miteinander verbunden. Die desolate Lebenssituation mehrerer hundert Bewohner ist vor allem im Umkreis des Polizeireviers Main Street zwischen Downtown und Chinatown leicht zu erkennen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen gemäß den Ergebnissen der Volkszählungen. Bei den Zahlen vor 1931 sind die Ergebnisse der eingemeindeten Vororte Point Grey und South Vancouver nicht mitberücksichtigt.

Gemäß zahlreichen Statistiken und Umfragen erzielen Kanada im Allgemeinen und Vancouver im Speziellen in Bezug auf die Lebensqualität vordere Platzierungen. Vancouver wird regelmäßig als eine von drei Städten mit der weltweit höchsten Lebensqualität bewertet. In diesen Umfragen werden neben Befragungen auch Statistiken über beispielsweise Arbeitslosenquoten, Kriminalität oder ähnliches hinzugezogen.

Die 1953 in Kraft gesetzte Vancouver Charter überträgt der Stadt mehr Kompetenzen als anderen Gemeinden, die dem BC Municipalites Act, dem Gemeindegesetz der Provinz British Columbia, unterstellt sind. Die Stadt wird von einem Stadtrat (Vancouver City Council) regiert, der aus zehn Abgeordneten und zusätzlich dem Bürgermeister zusammengesetzt ist. Daneben gibt es einen Schulrat mit neun und einen Parkrat mit sieben Mitgliedern. Die Räte werden alle drei Jahre im Proporzverfahren gewählt, wobei die gesamte Stadt einen einzigen Wahlkreis bildet. Die Einführung der in Kanada sonst üblichen Mehrheitswahl mit Einerwahlkreisen wurde am 17. Oktober 2004 in einer Volksabstimmung abgelehnt.

In Kanada sind die Parteien auf Bundes- und Provinzebene strikt voneinander getrennt (Mitglieder der einen Partei müssen nicht zwingend der anderen angehören). In Vancouver setzt sich dieses System auch auf lokaler Ebene fort. Seit den 1940er Jahren dominiert die mitte-rechts stehende Non-Partisan Association (NPA) die städtische Politik und stellt seither mit wenigen Unterbrechungen den Bürgermeister. Ihr gegenüber steht die Mitte-links-Vereinigung Coalition of Progressive Electors (COPE). Die in der Mitte des politischen Spektrums stehende Vision Vancouver spaltete sich 2005 von der COPE ab. Bei den letzten Wahlen am 15. November 2008 gewann Vision Vancouver acht Sitze, darunter auch der neu gewählte Bürgermeister Gregor Robertson (sein Vorgänger Sam Sullivan von der NPA war in der parteiinternen Ausscheidung gescheitert). COPE gewann zwei Sitze, die bisher regierende NPA einen Sitz.

Traditionell wählen die wohlhabenderen westlichen Stadtteile in der Regel eher konservativ und liberal, die östlichen Stadtteile eher links. Bei einigen Themen hat sich über das gesamte politische Spektrum hinweg ein Konsens etabliert: Die städtischen Parks werden vor Bebauung geschützt, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs genießt Priorität gegenüber dem Bau von Stadtautobahnen, Drogenkonsumenten werden nicht strafrechtlich verfolgt.

In der Legislativversammlung von British Columbia ist Vancouver durch zehn Abgeordnete vertreten, die in ebenso vielen Wahlkreisen gewählt werden. Bei den letzten Wahlen am 17. Mai 2005 gewannen die British Columbia Liberal Party und die New Democratic Party of British Columbia je fünf Sitze.

Im kanadischen Unterhaus wird Vancouver durch fünf Abgeordnete vertreten. Bei den Wahlen am 14. Oktober 2008 gewann die Liberale Partei drei Sitze, die Neue Demokratische Partei zwei Sitze. Die regierende Konservative Partei besitzt keinen Vertreter aus Vancouver.

Während im größten Teil der Region Lower Mainland die Division E der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) für die Sicherheit zuständig ist, besitzt Vancouver eine eigene Polizeibehörde, das Vancouver Police Department. Im Jahr 2005 hatte es 1174 Beamte und ein Budget von 150 Millionen CAD. 2006 stellte die städtische Polizei eine eigene Antiterror-Einheit auf, was zu Spekulationen über mögliche Spannungen mit der RCMP führte, da letztere eigentlich für Angelegenheiten der nationalen Sicherheit allein zuständig ist. Der im Dezember 2005 gebildete Greater Vancouver Transportation Authority Police Service sorgt für Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln. 2005 hatte Greater Vancouver die vierthöchste Kriminalitätsrate unter den Metropolen Kanadas. Die Anzahl der Eigentumsdelikte ist besonders hoch und eine der höchsten in ganz Nordamerika, ist aber zwischen 2004 und 2005 um 10,5 % zurückgegangen. Den Hauptanteil der Eigentumsdelikte machen Autodiebstähle aus.

Vancouver war 1944 durch die Partnerschaft mit Odessa eine der ersten Städte, die eine internationale Städtepartnerschaft einging. Dies hatte den Hintergrund, dass man dadurch die verbündete Stadt im Zweiten Weltkrieg besser unterstützen konnte. Seitdem kamen weitere Städtekooperationen hinzu.

Vancouver ist eine sehr junge Stadt, weshalb durchweg moderne Gebäude das Stadtbild prägen. Einige sind in architektonischer Hinsicht herausragend, so z. B. das an das Kolosseum erinnernde Hauptgebäude der Vancouver Public Library oder das zeltartige Gebäude Canada Place, der ehemalige kanadische Pavillon der Weltausstellung 1986.

Aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sind einige markante Bauten erhalten geblieben. Dazu gehören unter anderem die neoklassizistische Vancouver Art Gallery (ein ehemaliges Gerichtsgebäude) und das mit Terrakotta-Ziegeln verkleidete Dominion Building. Letzteres war von 1908 bis 1910 das höchste Gebäude des Britischen Empire, diese Rolle hatte anschließend bis 1912 der im Beaux-Arts-Stil erbaute Sun Tower mit seiner markanten grünen Kuppel inne. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das 1930 im Art-Déco-Stil erbaute Marine Building, das dem New Yorker Empire State Building nachempfunden ist. Mehr als drei Jahrzehnte lang, von 1939 bis 1972, war das Hotel Vancouver das höchste Gebäude der Stadt. Eine der schönsten Panoramen über die Stadt bietet sich von der Aussichtsplattform Vancouver Lookout. Sie befindet sich in 130 Metern Höhe auf dem Dach des Bürokomplexes Harbour Centre im Zentrum des Hafens und wurde 1977 durch Neil Armstrong eröffnet.

Die Liste der höchsten Gebäude in Vancouver führt zurzeit das One Wall Centre mit einer Höhe von 150 m an. 1989 genehmigte der Stadtrat „Richtlinien zum Schutz der Aussicht“ (view protection guidelines), die 1990 erweitert wurden. Diese legen im Stadtzentrum mehrere Korridore fest, in denen die Gebäude eine gewisse Höhe nicht überschreiten dürfen, um so die uneingeschränkte Aussicht auf die North Shore Mountains zu garantieren. Die Richtlinien erwiesen sich als erfolgreiche städtebauliche Maßnahme, doch wurde die Skyline Vancouvers von vielen als flach und visuell wenig interessant empfunden.

1997 gab der Stadtrat eine Studie in Auftrag, um zu prüfen, ob die Errichtung höherer Gebäude zur Akzentuierung der Skyline möglich sei, ohne die Aussicht auf die Berge zu stören. Die Studie ermittelte fünf Standorte, an denen die Gebäude die Begrenzung von 137 m überschreiten dürfen, und zwei weitere Standorte im Nordwesten des zentralen Geschäftsviertels, an denen die Gebäude bis zu 122 m hoch sein dürfen (31 m höher als die dort geltende Begrenzung). Acht Jahre später waren fünf dieser sieben Standorte bebaut oder in der Genehmigungsphase. Das höchste dieser neuen Gebäude wird ab Ende 2008 das 197 m hohe Living Shangri-La mit 61 Stockwerken sein, gefolgt vom 183 m hohen Ritz-Carlton Vancouver mit 60 Stockwerken (ab 2011).

Die zahlreichen Parks und Gärten in Vancouver sind zusammen 1298 Hektar groß, was rund elf Prozent der Fläche der Stadt entspricht. Der größte ist der 404 Hektar große Stanley Park mit dem Vancouver Aquarium. Ebenfalls von Bedeutung ist der Queen Elizabeth Park. In Chinatown befindet sich der Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden. Vancouver besitzt zwei botanische Gärten, den VanDusen Botanical Garden im Stadtbezirk Shaughnessy und den UBC Botanical Garden (inkl. dem Nitobe Memorial Garden) auf dem Gelände der University of British Columbia.

Vancouver besitzt mehrere Museen und Galerien. Die in einem ehemaligen Gerichtsgebäude beheimatete Vancouver Art Gallery ist mit rund 8.000 Kunstwerken (darunter 200 bedeutende Werke von Emily Carr und Illustrationen von Marc Chagall) das größte Kunstmuseum in Westkanada. Im Vancouver Maritime Museum, einem Schifffahrtsmuseum, ist unter anderem der Schoner St. Roch ausgestellt, das erste Schiff überhaupt, das die Nordwestpassage von Pazifik zum Atlantik vollendete. Das Museum of Anthropology auf dem Gelände der University of British Columbia ist eines der führenden Museen für die Kultur der First Nations im pazifischen Nordwesten, während das Vancouver Museum das größte städtische Museum des Landes ist. Science World befasst sich auf spielerische Weise mit der Welt der Wissenschaft, das Vancouver Police Centennial Museum bringt den Besuchern die Geschichte der Polizei Vancouvers näher.

1986 gründete die kulturelle Gemeinschaft von Greater Vancouver eine Allianz zur Förderung und Entwicklung der kulturellen Vielfalt in der Region. Die Allianz dient heute als Sprachrohr von ca. 320 Gruppen und Künstlern. Ihr Ziel ist es, in der Stadt eine höhere Akzeptanz für Kunst zu schaffen und den Beitrag der Kunst zum gesellschaftlichen Leben zu verdeutlichen.

Bedeutende Theater in Vancouver sind die Arts Club Theatre Company, die Vancouver Playhouse Theatre Company, das Touchstone Theatre, das Studio 58, das Carousel Theatre und United Players of Vancouver. Freiluftvorstellungen werden im Sommer von Bard on the Beach und Theatre Under the Stars angeboten. Darüber hinaus finden jedes Jahr das Fringe Festival und das International Film Festival statt.

Vancouver spielt in der Entwicklung der kanadischen Musik eine wichtige Rolle, insbesondere in den Sparten Klassik, Folk und Pop. Führend war die Stadt in der Entwicklung des Punk mit Bands wie D.O.A. und No Means No, aber auch beim Post-Industrial, wobei hier vor allem Skinny Puppy, Delerium und Front Line Assembly zu nennen sind. Eher dem Mainstream-Geschmack angepasst sind Bryan Adams, Nickelback, Diana Krall, Sarah McLachlan, Michael Bublé und Loverboy. Als bekannteste Hip-Hop-Formation gilt Swollen Members.

Größere Rock- und Popkonzerte finden im General Motors Place, im BC Place Stadium und im Pacific Coliseum statt, weniger bekannte Künstler treten im Plaza of Nations, im Commodore Ballroom, im Orpheum Theatre oder im Vogue Theatre auf. Jedes Jahr finden in Vancouver zwei bedeutende Musikfestivals statt, das Vancouver Folk Music Festival und das Vancouver International Jazz Festival. Aus Vancouver stammen auch zwei professionelle Orchester, das CBC Radio Orchestra und das Vancouver Symphony Orchestra. Die Vancouver Opera tritt im Queen Elizabeth Theatre auf.

Eine der bekanntesten Veranstaltungen ist Celebration of Light, ein mit Musik unterlegter Feuerwerk-Wettbewerb an den Stränden der English Bay, der jeweils Ende Juli und Anfang August von über 1,5 Millionen Zuschauern verfolgt wird. Die ethnischen Minderheiten der Stadt tragen ebenfalls ihren Teil zum kulturellen Geschehen bei, insbesondere die Chinesen. Diese feiern das chinesische Neujahrsfest mit einer großen Parade und tragen im Juni auf dem False Creek ein internationales Drachenboot-Rennen aus.

Vancouver besitzt eine einflussreiche Lesben- und Schwulenbewegung. Im Juli 2003 war British Columbia die zweite kanadische Provinz, welche die gleichgeschlechtliche Ehe als verfassungsmäßiges Recht anerkannte, wenige Wochen nach Ontario. Die Schwulen- und Lesbenszene konzentriert sich um die Davie Street im Stadtzentrum; dieses Gebiet ist auch unter dem Namen Davie Village bekannt. Jedes Jahr findet in Vancouver eine der größten Gay-Pride-Paraden des Landes statt.

Das Nachtleben in Vancouver war in der Vergangenheit, im Gegensatz zu anderen Städten, eher eingeschränkt. Gründe dafür waren die frühe Nachtruhe für Bars und Nachtclubs sowie die Zurückhaltung der Stadtbehörden, die weitere Entwicklung zu fördern. Dies änderte sich 2003, als die Öffnungszeiten verlängert und Verordnungen gelockert wurden. Die Stadt unternahm Anstrengungen, den Stadtteil Downtown (insbesondere die Gegend um die Granville Street) als Vergnügungszentrum zu etablieren.

Beliebteste Sportart ist Eishockey; es gibt zwei Profimannschaften, die Vancouver Canucks in der NHL und die Vancouver Giants in der Juniorenliga WHL. Das dominierende Team zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Vancouver Millionaires, die 1915 den Stanley Cup gewannen. Von 1973 bis 1975 existierte mit den Vancouver Blazers eine weitere Profimannschaft, die der World Hockey Association angehörte.

Canadian Football wird durch die Profimannschaft British Columbia Lions in der CFL ausgeübt. Die Vancouver Canadians spielen in der Northwest League, einer der Ligen im Minor League Baseball (unterklassiger Profibaseball). Die Vancouver Whitecaps verfügen über je eine Fußball-Profimannschaft für Männer und Frauen, die in der USL First Division bzw. der W-League vertreten sind. Professioneller Basketball konnte sich nicht durchsetzen, die NBA-Mannschaft Vancouver Grizzlies zog 2001 nach Memphis (Tennessee) um.

Die beliebtesten Mannschaftssportarten auf Amateurebene sind Gaelic Football und Hallen-Lacrosse. Vancouver ist seit 1994 Austragungsort des Slam City Jam, der nordamerikanischen Skateboard-Meisterschaft. Jeweils im Mai findet der Vancouver-Marathon statt, im April der 10-Kilometer-Lauf Vancouver Sun Run. Von 1990 bis 2004 wurden auf einem Stadtkurs Champ-Car-Rennen durchgeführt.

Entlang der Küste befinden sich zahlreiche Strände. Diese erstrecken sich einerseits am Westrand der Innenstadt vom Stanley Park bis zum False Creek, andererseits entlang der gesamten Südküste der English Bay. Zu den Stränden, die insgesamt 18 Kilometer lang sind, gehören First Beach, Jericho Beach, Kitsilano Beach, Locarno Beach, Second Beach, Spanish Bank, Sunset Beach und Third Beach. An den Stränden können zahlreiche Sportarten ausgeübt werden und die Stadt ist ein beliebtes Ziel für Segler. Darüber hinaus gibt es ein gut ausgebautes Radwegenetz, Beachvolleyballplätze, Kajakverleihstationen, Schwimmbäder und Kunsteisbahnen.

In den nahe gelegenen North Shore Mountains befinden sich die drei Wintersportgebiete Cypress Mountain, Grouse Mountain und Mount Seymour. Diese können innerhalb einer halben Stunde vom Stadtzentrum aus erreicht werden, die Wintersaison dauert in der Regel von Anfang Dezember bis Ende April. Rund zwei Autostunden entfernt liegt Whistler mit weiteren Wintersportmöglichkeiten. Durch die Berge zieht sich ein ausgedehntes Netz von Wanderwegen und Mountainbike-Routen, letztere sind als North-Shore-Trails bekannt. Auf dem Capilano River, dem Lynn Creek und dem Seymour River wird Kanusport und Rafting ausgeübt. Die North Shore Mountains bieten auch zahlreiche Möglichkeiten zum Sportklettern.

In Vancouver fanden die Commonwealth Games 1954 statt. Die Stadt wird Austragungsort der World Police and Fire Games 2009 und der Olympischen Winterspiele 2010 sein.

Der Handel macht den Hauptanteil der Wirtschaft Vancouvers aus. Der Hafen Vancouver ist der größte Kanadas und der zweitgrößte an der Westküste Nordamerikas (bei den Exporten ist er der größte des Kontinents). Pro Jahr werden mit mehr als 90 Ländern Waren im Wert von 43 Milliarden CAD gehandelt. Der Hafen schafft rund 69.200 Arbeitsplätze und generiert vier Milliarden CAD Bruttoinlandsprodukt.

Ein weiteres Standbein der Wirtschaft Vancouvers ist die Forstwirtschaft. Globale Konzerne wie Canfor oder West Fraser Timber (zweitgrößter bzw. drittgrößter Holzproduzent der Welt) haben hier ihren Hauptsitz. Ebenso ist Vancouver Hauptsitz zahlreicher Bergbau-Unternehmen wie Teck Cominco und Goldcorp. Die Börse Vancouvers, die Vancouver Stock Exchange (heute ein Teil der Toronto Stock Exchange), ist für kleinere bis mittlere Bergbauunternehmen der weltweit bedeutendste Markt für Risikokapital. Vancouver verfügt über zahlreiche Filialen nationaler und internationaler Banken und Dienstleistungsunternehmen (z. B. HSBC, RBC, BMO, CIBC).

Vancouver ist hinter Los Angeles und New York City der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie. Rund 10 % aller Hollywood-Filme werden in und um Vancouver gedreht, weshalb die Stadt häufig als „Hollywood North“ bezeichnet wird. Bei der Produktion von Fernsehserien ist Vancouver der wichtigste Standort hinter Los Angeles. Die Vancouver Film Studios gehören zu den bedeutendsten Film- und Fernsehstudios weltweit, weitere Unternehmen der Film- und Fernsehbranche haben ihren Sitz in verschiedenen Vororten. Gründe für das Ausweichen nach Vancouver sind der günstige Wechselkurs des kanadischen Dollars, die gleiche Zeitzone wie Los Angeles sowie die landschaftliche und architektonische Vielfalt in Greater Vancouver, die das Darstellen verschiedenster Szenerien aus der ganzen Welt ermöglicht. Begünstigt wird die Filmindustrie auch durch Steuererleichterungen der kanadischen Regierung.

Wegen der zahlreichen Universitäten und der hohen Lebensqualität haben sich mehrere Hochtechnologie- und Software-Unternehmen niedergelassen. In der Region hat sich ein besonders großer Cluster von Computerspiele-Entwicklern gebildet, die größten sind Electronic Arts und Relic Entertainment. Darüber hinaus entwickelt sich Vancouver zum Zentrum der Forschung an Brennstoffzellen. So hat der weltweit führende Hersteller Ballard Power Systems seinen Hauptsitz in der Nachbarstadt Burnaby, während das Institut für Brennstoffzellenforschung des National Research Council of Canada sich in Vancouver befindet.

Insbesondere seit der Weltausstellung Expo 86 hat die Bedeutung des Tourismus stark zugenommen. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Parks und Stränden in Vancouver selbst sind es vor allem die vielfältige Natur in der Umgebung und die damit verbundenen Freizeitaktivitäten, die viele Touristen anziehen. Das 126 km nördlich gelegene Whistler-Blackcomb-Resort ist eines der beliebtesten Skigebiete Nordamerikas. Auch in den näher gelegenen North Shore Mountains sind viele Sommer- und Wintersportmöglichkeiten vorhanden. Ab Vancouver verkehren regelmäßig Kreuzfahrtschiffe, üblicherweise in Richtung Alaska.

Seit 1998 ist die Verkehrsgesellschaft TransLink für fast alle Belange des Verkehrswesens in Metro Vancouver und in Teilen des angrenzenden Fraser Valley Regional District zuständig, mit Ausnahme des überregionalen Schienen- und Fährverkehrs und der Taxis. TransLink betreibt in diesem Gebiet den öffentlichen Personennahverkehr und übernimmt teilweise oder gänzlich die Finanzierung und den Unterhalt von Straßen und Brücken (ohne Autobahnen).

Der Vancouver International Airport befindet sich in der Nachbarstadt Richmond auf Sea Island, einer Insel im Mündungsdelta des Fraser River. Vancouvers Flughafen ist der zweitgrößte Kanadas und der zweitgrößte an der Westküste Nordamerikas mit internationalen Flügen. Weitere bedeutende Flughäfen in der Umgebung sind der Abbotsford International Airport in Abbotsford und der Boundary Bay Airport in Delta. Im Stadtzentrum befinden sich zusätzlich Anlegestellen für Wasserflugzeuge und Landeplätze für Helikopter.

Aufgrund raumplanerischer Maßnahmen und der geographischen Lage gibt es in Vancouver mit einer Ausnahme keine Autobahnen. Die einzige ist der Trans-Canada Highway im äußersten Osten der Stadt. Alle anderen verengen sich vor der Stadtgrenze zu Hauptstraßen. Generell ist das Straßennetz der Metropole nach einem Gittermuster aufgebaut. Durch die Stadt zieht sich ein 170 km langes Radwegnetz. Die meisten Radwege führen entlang verkehrsberuhigter Nebenstraßen, im dichter besiedelten Stadtzentrum überwiegen Radfahrstreifen.

Zwischen Vancouver und Vancouver Island gibt es keine direkte Fährverbindung. Fähren von BC Ferries verkehren von der Horseshoe Bay westlich von West Vancouver nach Nanaimo und Bowen Island sowie von Tsawwassen in der Gemeinde Delta nach Swartz Bay unweit der Provinzhauptstadt Victoria und zu den Gulf Islands. Die SeaBus-Fähre verbindet die Stadtzentren von Vancouver und North Vancouver miteinander.

Der Hafen macht die Stadt zum wichtigsten Endpunkt der beiden transkontinentalen kanadischen Güterbahnen Canadian Pacific Railway und Canadian National Railway. Auch die amerikanische BNSF Railway (früher Great Northern Railway) besitzt eine Strecke nach Vancouver. Die Canadian Pacific erreichte die Stadt 1887, die Great Northern 1891 und die Canadian Northern (Vorgängerin der Canadian National) 1915. Die Bahngesellschaften bieten direkte Güterzüge nach Chicago, dem Eisenbahndrehkreuz Nordamerikas, sowie nach New York/New Jersey an. Die notwendigen Rangieranlagen der Gesellschaften liegen alle außerhalb des Stadtgebietes. In North Vancouver endet das Streckennetz der seit 2004 zur CN gehörenden British Columbia Railway.

InterCity-Züge zu anderen kanadischen Städten werden von VIA Rail unter der Bezeichnung The Canadian angeboten und fahren vom Bahnhof Pacific Central ab. Amtrak Cascades bietet eine Verbindung nach Seattle an. Ausflugszüge von Great Canadian Railtour verkehren unter dem Namen Rocky Mountaineer nach Calgary, Jasper und Whistler. Der West Coast Express ist ein Pendlerzug, der vom Bahnhof Waterfront nach Mission verkehrt.

Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs in Vancouver und Umgebung ist der vollautomatisch fahrende SkyTrain, der größtenteils als Hochbahn ausgeführt ist. Die Expo Line und die Millennium Line führen nach Burnaby, New Westminster und Surrey. Im Bau befindet sich die Canada Line in Richtung Richmond und Flughafen, die im November 2009 eröffnet werden soll. Im Auftrag von TransLink betreiben die Gesellschaften Coast Mountain Bus Company und West Vancouver Blue Bus ein dichtes Busnetz. Auf 15 Linien verkehren Trolleybusse. Diese ersetzten die Straßenbahnen und Interurbans der British Columbia Electric Railway, die von 1890 bis 1958 existierten. Die Stadtverwaltung plant die Wiedereinführung der Straßenbahn; die erste Linie soll von Granville Island über den Bahnhof Waterfront zum Stanley Park führen. Dem Südufer des False Creek entlang verkehrt an Sommerwochenenden die Vancouver Downtown Historic Railway, eine Museumsstraßenbahn. Überlandbusse von Greyhound Canada verkehren vom Bahnhof Pacific Central aus.

Die Stadt Vancouver bildet den Schulbezirk 39, mit rund 57.000 Schülern und 119 Schulen der zweitgrößte in British Columbia. Wie auch in anderen Teilen der Provinz gibt es eine Vielzahl an privaten Schulen, die Anspruch auf eine Teilfinanzierung durch den Staat besitzen – dazu gehören religiöse, säkulare und sonderpädagogische Schulen, von denen die meisten zusätzlich Studiengebühren verlangen. Darüber hinaus gibt es drei Schulen, die Unterricht in französischer Sprache anbieten. Diese unterstehen dem Conseil scolaire francophone de la Colombie-Britannique, der für frankophone Schüler in der gesamten Provinz zuständig ist.

In der Region Vancouver gibt es zwei bedeutende staatliche Universitäten. Die University of British Columbia (UBC) wurde 1908 gegründet und befindet sich unmittelbar westlich der Stadt an der Westspitze der Burrard-Halbinsel. Die 1965 gegründete Simon Fraser University (SFU) hat ihren Hauptsitz in Burnaby. Die UBC und die SFU besitzen vom jeweiligen Campus ausgelagerte Lehreinrichtungen in Vancouver. Das British Columbia Institute of Technology in Burnaby ist eine technische Universität mit Zweigstellen in Vancouver, Richmond und North Vancouver. Im September 2007 wurde in Vancouver ein Campus der privaten Fairleigh Dickinson University eröffnet.

Bedeutende Kunsthochschulen sind das Emily Carr Institute of Art and Design (mit dem Status einer Universität), die Vancouver Film School und das Studio 58. Zwei Fachhochschulen (in Kanada college genannt) bieten in Vancouver ebenfalls höhere Ausbildungslehrgänge an, es sind dies das Vancouver Community College und das Langara College.

In Vancouver erscheinen zwei regionale Tageszeitungen, The Vancouver Sun und The Province. Beide werden von der Pacific Newspaper Group herausgegeben, einer Tochtergesellschaft von CanWest Global Communications. Ebenfalls vertrieben werden zwei landesweit erscheinende Tageszeitungen, The Globe and Mail und National Post. Die drei Tageszeitungen Ming Pao, Sing Tao Daily und World Journal richten sich an den chinesischsprachigen Teil der Bevölkerung. 24 Hours und Metro sind kostenlose Pendlerzeitungen. Ebenfalls kostenlos ist die Wochenzeitung The Georgia Straight. Zweimal wöchentlich erscheint die Lokalzeitung Vancouver Courier.

Auch in British Columbia sind die national tätigen Fernsehanstalten mit regionalen Ablegern vertreten. Bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten Canadian Broadcasting Corporation und Télévision de Radio-Canada sind dies die Sender CBUT und CBUFT, während die kommerziellen Anbieter Citytv, CH und CTV mit Citytv Vancouver, CHEK-TV und CTV British Columbia vertreten sind. Der Lokalsender Global BC hat die höchsten Marktanteile im Nachrichtenbereich. Channel m richtet sich an die zahlreichen Immigranten und sendet in fünf asiatischen Sprachen.

Die drei wichtigsten Radiostationen sind CBC Radio One, CKNW und News1130. Daneben gibt es eine Vielzahl von Sport- oder Nachrichtensendern, hauptsächlich auf AM, sowie zahlreiche Musiksender, die mehrheitlich auf FM zu empfangen sind.

Vancouver ist der Geburts- und Wirkungsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Aufgrund der großen Bedeutung der Stadt für die nordamerikanische Filmindustrie sind unter ihnen viele Schauspieler vertreten. Zu den bekanntesten gehören James Doohan (Star Trek), Hayden Christensen (Star Wars) und Yvonne De Carlo (The Munsters). Aus Vancouver stammen zahlreiche bekannte Sportler, die sich insbesondere im Eishockey, dem kanadischen Nationalsport, hervorgetan haben. Glenn Anderson ist sechsfacher Gewinner des Stanley Cup, Olympiasieger Paul Kariya gilt als einer der bekanntesten Kanadier japanischer Herkunft.

Aufgrund der sehr kurzen Amtszeiten hatten nur wenige Bürgermeister einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt. Der erste, Malcolm Alexander MacLean, leitete den Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1886. Louis Denison Taylor übte das Amt zwischen 1910 und 1934 vier Mal aus, seine Amtszeit von insgesamt elf Jahren ist die längste aller bisherigen Bürgermeister. Larry Campbells frühere Tätigkeit als Leichenbeschauer diente als Vorlage für die erfolgreiche Fernsehserie Da Vinci’s Inquest. Gordon Campbell ist der amtierende Premierminister von British Columbia.

Ebenfalls Einfluss auf die kanadische Politik übte Squamish-Häuptling Joseph Capilano (eigentlich Su-á-pu-luck) aus, der 1906 dem britischen König eine Petition überbrachte, um damit gegen die Enteignung und Zwangsassimilierung der Ureinwohner zu protestieren. Der Umweltaktivist David McTaggart gründete die erste internationale Sektion von Greenpeace.

Zum Seitenanfang



Vancouver Island

Vancouver Island

Vancouver Island, früher auch Quadra, ist eine nach dem Seefahrer George Vancouver benannte Insel an der Westküste Kanadas. Sie gehört zur Provinz British Columbia.

Vancouver Island ist die größte Insel der Provinz British Columbia und wird durch die Strait of Georgia, die Johnstone Strait und die Queen Charlotte Strait vom kanadischen Festland getrennt. Die Juan-de-Fuca-Straße trennt die Insel vom US-Staat Washington. Die Insel ist über 450 km lang und rund 100 km breit; dabei umfasst sie eine Fläche von 31.285 km².

Der lange Gebirgszug der Vancouver Island Ranges teilt die Insel in die stürmische, zerklüftete, dem Pazifik zugewandte Westseite und die gemäßigtere Ostseite. Der höchste Berg ist der Golden Hinde mit 2195 m. Er steht im rund 2.500 km² großen Strathcona Provincial Park. Der einzige Gletscher ist der Comox Glacier. Die Westküste ist von fünf großen, fjordartigen Sundgebieten, den Sounds gekennzeichnet. Der größte See ist der Kennedy Lake nordöstlich von Ucluelet.

Das Klima ist für kanadische Verhältnisse ausgesprochen mild, wobei es im Westen, am Henderson Lake, bis zu 6.650 mm pro Jahr regnet - vor allem in Herbst und Winter -, während auf der Saanich Peninsula in Victoria nur ein Zehntel dieser Regenmenge fällt. Schnee ist, außer im Hochgebirge, eher selten.

Vancouver Island beherbergt noch große zusammenhängende Stücke gemäßigten Küstenregenwaldes (vor allem am Clayoquot Sound, am Barkley Sound und im Pacific-Rim-Nationalpark), die jedoch von der Holzindustrie bedroht sind (siehe Nuu-chah-nulth). Douglasien, Zedern und Sitkafichten, erreichen enorme Wuchshöhen (bis zu 96 m).

Dort leben neben Schwarzbären, Pumas und Wölfe, aber auch Bergziegen, Elche, Stinktiere und Koyoten. Zur Fauna von Vancouver Island zählt auch das Vancouver-Murmeltier, eine sehr seltene Art innerhalb der Gattung der Murmeltiere.

Der Küstensaum und die Flüsse sind sehr fischreich. Dies hängt damit zusammen, dass die Meeresströmungen vor allem im Sommer reichlich Phyto- und Zooplankton aus dem nördlichen Pazifik, aber auch aus tieferen Meereszonen herbeibringen, die wiederum eine große Artenvielfalt und enorme Fischpopulationen gefördert haben. Meeressäuger wie Wale und Robben, aber auch Otter sind hier ursprünglich zahlreich vertreten gewesen, dazu kommen große Vogelpopulationen. Außerdem wandern regelmäßig Lachse durch Flüsse und Seen zu ihren Laichgebieten.

Mitte 2007 waren 13,8 % der Inselfläche als National- oder Provinzialpark, als ökologische Reserve oder sonstiges Gebiet unter Schutz gestellt.

Heute leben rund 750.000 Menschen auf der Insel, was nur wenig mehr als 20 Menschen pro km² entspricht. Jedoch sind diese sehr ungleichmäßig verteilt. Die meisten Menschen leben im Großraum zwischen der Hauptstadt Victoria und Nanaimo.

Die ersten Einwohner waren die First Nations, wie die Indianer in Kanada heute genannt werden. Diese teilen sich in drei Gruppen, die heute rund 7.000 Nuu-chah-nulth im Westen, die etwa 5.000 Kwakwaka'wakw im Norden und Osten, die Salish-Gruppe im Osten und Süden.

Der überwiegende Teil der Inselbewohner hat europäische Wurzeln, doch schon im 19. Jahrhundert kamen Japaner und Chinesen hinzu, letztere insbesondere im Zusammenhang mit der Kohleindustrie und dem Eisenbahnbau.

Die verschiedenen Mächte, die Einfluss auf die Geschichte von Vancouver Island ausgeübt haben, finden sich bereits in den Ortsnamen der Region. Juan de Fuca, Galiano oder Saturna zählen zu den Ortsnamen auf und um Vancouver Island, die auf spanische Wurzeln verweisen. Dagegen sind Cavendish oder Cook, Victoria oder Douglas die Namen englischer Entdecker und Gouverneure, ja, der Königin selbst. Dazu kommen Ortsnamen indianischer Herkunft, wie Cowichan, Haida, Nanaimo, Sooke oder Songhees.

Es wird angenommen, dass ihre Vorfahren bereits nach Ende der letzten Eiszeit die Insel besiedelten. Heute leben dort zahlreiche Gruppen (Bands) der Nuu-chah-nulth an der Westküste, der Küsten-Salish im Süden und Osten , sowie der Kwakwaka'wakw im Inneren und Norden der Insel.

In der im Norden der Insel gelegenen Bear Cove weisen Artefakte auf eine mindestens bis 6000 v. Chr. zurückreichende menschliche Besiedlung hin.

Mit dem Ende der heftigen Schwankungen im Küstenverlauf zwischen 4000 und 3000 v. Chr. nahm die Zahl der Siedlungen zu. Typisch sind große Berge von Muscheln - der größte ist der Great Fraser Midden mit einer Höhe von 5 m, der zwischen 500 v. und 500 n.Chr. genutzt wurde. Hier weisen Funde beschnitzter Knochen und Geweihe auf zeremonielle Handlungen hin. Haus- und Bootsbau, Weberei, Werkzeuge und Waffen lassen sich nachweisen.

Ausgrabungen bei Yuquot, um den Hesquiat Harbor und im westlichen Barkley Sound, aber auch im Gebiet der Makah haben gezeigt, dass hier bereits um 2300 v. Chr. Menschen lebten. Im Süden des Makah-Gebiets und am Nitinat Lake im Gebiet der Ditidaht fanden sich knapp 3.000 Jahre alte Skulpturen. Auch fanden sich aus Geweihstücken gefertigte Kämme aus der Zeit um 1000 n. Chr., einige mit Wolfsskulpturen, andere mit menschlichen Gesichtszügen.

Spätestens um 500 v. Chr. entwickelten sich die komplexen Formen der Gesellschaft mit ausgefeilten Ritualen, Kunsttraditionen und einem hoch entwickelten spirituellen Leben. Für die Zeit um Christi Geburt lassen sich Siedlungen um Nanaimo nachweisen. Um 800 vermutet man ein gewisses Bevölkerungswachstum an der Westküste, denn eine Anzahl von neu entstandenen Dörfern lässt sich nachweisen, z.B. T'akw'aa bei den Toquaht im westlichen Barkley Sound oder Hesquiat und Kupti im oberen Nootka Sound.

Im Jahr 1774 erreichten spanische Seefahrer Vancouver Island. Aber obwohl Spanien schon 1790 seine Besitzansprüche an Großbritannien abtrat, hatte die dazwischenliegende Phase spanisch-britischer Auseinandersetzungen weit reichende Auswirkungen.

Das erste spanische Schiff, die Santiago, fuhr unter ihrem Kapitän Juan José Pérez Hernández. Im nächsten Jahr folgte eine Expedition unter Führung von Juan Francisco de la Bodega y Quadra. Vermutlich dienten diese Expeditionen auch dazu, die spanischen Ansprüche gegenüber den von Norden südwärts strebenden russischen Fallenstellern und Fellhändlern abzugrenzen.

Die dritte Reise unter James Cook, der im Nootka-Sund an der Westküste am 31. März 1778 landete und das Gebiet für Großbritannien reklamierte, verkomplizierte die Situation weiter. Dazu kam, dass die Britische Ostindien-Kompanie in dem Dorf Yuquot (Friendly Cove) auf Nootka Island einen winzigen Handelsposten einrichtete. Zwischen 1785 und 94 sind 25 britische Schiffe in der Gegend im Fellhandel aktiv gewesen.

Spanien setzte 1789 seine Erkundungsfahrten unbeeindruckt, diesmal unter Führung von Esteban José Martínez, fort. Er gründete Fort San Miguel auf einer der dem englischen Handelsposten benachbarten Inseln - die einzige ursprünglich spanische Siedlung in Kanada. Erst die Nootka Convention beendete die um sich greifende Piraterie, die nahe an einen offenen Krieg führte, im Jahr 1792.

George Vancouver, der schon mit James Cook gesegelt war, vertrat die britischen Interessen. In einem Logbucheintrag vom September 1792 berichtet er, er habe seinem spanischen Verhandlungspartner Quadra einen Treffpunkt auf der Insel vorgeschlagen, die er „Die Insel von Quadra und Vancouver“ genannt habe. Isla de Quadra y Vancouver bzw. Quadra and Vancouver's Island war für einige Jahrzehnte der offizielle Name der Insel.

Begehrt waren vor allem die Fischotterpelze, die hohe Gewinne brachten. Von diesem Handel profitierten anfangs auch einige Gruppen der Ureinwohner, wobei es Häuptling Maquinna wohl gelang, eine Art Regionalmacht zu entwickeln, die sich bis etwa 1805 hielt. Doch die sprunghaft wachsende Zahl der Pelzjäger ließ die Fischotterpopulation der Insel zusammenbrechen. Die Pelzhändler zogen nordwärts.

Das Schwinden der spanischen Macht sorgte dafür, dass die Hudson’s Bay Company bereits um 1824 nur noch von 'Vancouver's Island' schrieb. Spätestens 1849 wurde dies in der Form Vancouver Island zur offiziellen Bezeichnung.

Das westliche Hauptquartier der Hudson’s Bay Company (HBC) war zunächst nicht auf Vancouver Island, sondern in Fort Vancouver am Columbia, das im heutigen US-Bundesstaat Washington liegt. Während die Grenzverhandlungen zwischen der Kolonialmacht Großbritannien und den USA noch nicht abgeschlossen waren, fürchtete die HBC, sie würde für den Fall, dass ihr Hauptquartier von der kanadischen Basis durch die neue Grenze abgeschnitten würde, schwere Wirtschaftsschäden erleiden. Daher errichtete sie am Südende von Vancouver Island eine Station und nannte sie nach der englischen Königin Victoria. Zwar blieb Fort Vancouver für die südliche Einflusssphäre der HBC wichtig, doch das Hauptquartier zog bald nach Victoria um. Auch die US-Amerikaner übten weiterhin ihren Einfluss in der Gegend aus. Allein 1788-1794 steuerten sechs Schiffe im Auftrag von Pelzhändlern die Gegend an, 1794-1804 waren es bereits 50, und 1805-1815 waren es rund 40, während nur neun, bzw. drei britische Schiffe dort segelten.

Erst die Gründung von Fort Victoria brachte eine größere Zahl vor allem britischer Siedler nach Vancouver Island. Dort entwickelte sich in der Frühzeit eine enge Kooperation zwischen der Siedlung und den Völkern der Insel und auch jenseits der Juan-de-Fuca-Straße. Viele Stämme brachten Otter- und Biberfelle, Tran und Fett zum Handeln mit. Sie versorgten die wachsende Stadt mit Baumaterial, Arbeitskraft und Lebensmitteln. Ihre Kanus beförderten die Post. 1859 kampierten über 2.800 Indianer nahe der Stadt, davon vielleicht 600 Songhees, das Einzugsgebiet erstreckte sich bis nach Alaska. Die Handelsflotte Victorias, immerhin 59 Schoner, basierte selbst 1894 noch zu erheblichen Teilen auf indianischer Arbeitskraft. 518 der 1.336 Beschäftigten waren Indianer. Esquimalt wurde 1865 zum Stützpunkt der kanadischen Flotte im Pazifik. 1853 wurde das Siedlungsgebiet der Songhees verkleinert, doch wurden ihnen vertraglich zahlreiche Nutzungs- und Schutzrechte zugesichert - eine der wenigen vertraglichen Abmachungen mit den First Nations. 1911 siedelten sie auf der Basis eines neuen Vertrags in die Gegend von Esquimault um, ein Vertrag, der noch heute gültig ist.

Auf der anderen Seite brachten Handel und Siedlung der Europäer starke Umwälzungen auch in noch kaum von ihnen berührten Gebieten hervor. Gewehre gestatteten es etwa den Comox sich mit den Lekwiltok zu verbünden und Sklaven zu fangen. Die Stämme der Nanaimo, Saanich, Songhees, Esquimalt, Musqueam und Squamish verbündeten sich gegen diese Eindringlinge und lockten sie in eine Falle. Die erfolgreiche Stammeskoalition unter Führung des Tzouhalem, Häuptling der Cowichans, war es auch, die Fort Victoria 1843 angriff, wenn sie sich auch zu einem Friedensschluss bereiterklärte. Für die Briten waren diese Stämme auch in der Folgezeit wichtige Verbündete. So sollten die Squamish während des Krimkrieges mithelfen, die befürchtete russische Invasion bei Vancouver zu verhindern, indem sie den Burrard Inlet deckten.

1849 wurde die Kronkolonie Vancouver Island gegründet. Die Eigenmächtigkeiten des Chief Factors von Victoria, James Douglas, beunruhigten die britische Regierung, die Richard Blanshard als ersten Gouverneur der Insel entsandte. Gegen diesen setzte sich Douglas nach 18 Monaten durch, Blanshard wurde abgezogen. Dadurch wurde Douglas selbst Gouverneur. 1864 erhielt Douglas von Königin Victoria sogar die Ritterwürde.

Während des Goldrauschs in Alaska und auf Kanadas Festland kamen viele Goldsucher aus Kalifornien nach Norden und rüsteten sich, mit Vorliebe in Victoria, für ihre Unternehmen aus. Der Einfluss der USA wuchs - obwohl diese bereits 1846 auf ihre Ansprüche verzichtet hatten - und in gleichem Maße die Sorge, dies könnte auch politische Folgen haben. Die HBC verlor ihren Einfluss (vor allem nach 1858). Von Victoria aus setzte sich eine Besiedlungswelle nach Norden in Bewegung, nachdem London der Kolonie 1852 den Verkauf unbewohnten Landes gestattet hatte.

Vancouver Island und das Festland wurden 1866 zu den Vereinigten Kolonien von Vancouver Island und British Columbia vereinigt. Zur Kanadischen Konföderation trat "BC" am 20. Juli 1871 bei, nachdem es die Zusage erhalten hatte, durch die Canadian Pacific Railway innerhalb von zehn Jahren an das kanadische Schienennetz angeschlossen zu werden (1885 fertiggestellt).

Der erste Zensus auf Vancouver Island wurde 1871 in Victoria durchgeführt, 1881 für die ganze Insel, erneut 1891 und 1901. British Columbia hatte demnach 176.546 Einwohner, davon rund 26.000 in Vancouver und knapp 21.000 in Victoria.

Im Distrikt Vancouver lebten dabei 5765 „indians“, in Victoria 333. Ihre Zahl muss bis in die 1830er Jahre erheblich größer gewesen sein, doch sind zahlreiche Indianer eingeschleppten Krankheiten zum Opfer gefallen. Vor allem die Pockenepidemie von 1862 dezimierte die Stämme zwischen Alaska und dem Puget Sound. Dazu kam der Verdrängungsprozess vor allem im Süden, im Umkreis von Victoria und Nanaimo. Ihre Zahl sollte jedoch bis weit ins 20. Jahrhundert noch erheblich weiter zurückgehen. Daher zählten die Indianeragenten 1881 noch wesentlich mehr Stämme, als in späterer Zeit. Harry Guillod zählte noch 20 Nuu-chah-nulth-Stämme, George Blenkinsop 25 Stämme der Kwakwaka'wakw, W. H. Lomas zählte in der so genannten Cowichan Agency an der Ostküste 22 bands, an der Südküste 10. Damit lebten zu dieser Zeit noch 32 Küsten-Salish-Stämme auf Vancouver Island. Damit lassen sich 77 Stämme unterscheiden.

Doch diese Indianer wurden immer mehr zur Minderheit. Ab 1870 erlebte die Insel einen erneuten Zuwanderungsschub, als der Cariboo-Goldrausch ausbrach. Über die Cariboo Wagon Road wanderten in den nächsten Jahren über 100.000 Männer Richtung Barkerville, das bald die größte Stadt im kanadischen Westen wurde.

Zwei Gründe führten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu mehreren Einwanderungswellen. Dabei war das Motiv der religiös bedingten Auswanderung (z.B. der Duchoborzen aus Russland oder der norwegischen Lutheranischen Freien Kirche) vergleichsweise schwach, vielmehr waren es die ökonomischen Möglichkeiten, die zahlreiche Menschen ins Land lockten. Diese Möglichkeiten basierten zum einen auf Goldfunden, zum anderen auf der Urproduktion, sei es Holzeinschlag, Kohlegewinnung oder Landwirtschaft, zum dritten auf den sich schnell entwickelnden Industrien, zunächst vor allem des Eisenbahnbaus. Die Baustellen der Canadian Pacific Railway und der Esquimalt and Nanaimo Railway zogen Tausende an. Dazu kam eine beginnende Urbanisierung vor allem um Victoria, das 1901 bereits 20.919 Einwohner hatte.

Die Hauptmasse der Zuwanderer stellten die Bewohner des Vereinigten Königreichs. Sie kamen zunächst mit der Hudson's Bay Company, wurden aber auch gezielt für die Kolonisierung um Victoria angeworben. Das galt erst recht für die Kohlegruben, jedoch standen die Unternehmen hier in einem stärkeren Konkurrenzverhältnis zum aufstrebenden europäischen Bergbau. Zwar gelang es vielfach Spezialisten anzuwerben, aber die viel umfangreicheren und erheblich mehr Arbeitskräfte erfordernden, schweren, aber leicht zu erlernenden Arbeiten, litten bald unter Mangel an Arbeitskräften. So warb man schon früh asiatische Arbeiter an, vor allem Chinesen.

Schon John Meares brachte 1788 auf zwei Schiffen rund 50 Schiffsschreiner und sonstige Handwerker aus China mit, doch wurden sie später von Spaniern nach Mexiko gebracht.

Die ersten chinesischen Immigranten kamen 1858 im Zuge des Goldrauschs aus Kalifornien nach Victoria. Die meisten wohnten entlang der heutigen Johnson Street in Victoria in Zelten oder Holzhütten. Schon um 1880 war die Chinatown die größte in Kanada. 1911 wohnten 3.458 Chinesen in der Stadt, viele hatten längst ihre Familien nachgeholt, es entstanden Geschäfte, Theater, Schulen (1909, Unterricht in Chinesisch). Die Chinese Consolidated Benevolent Association versuchte Konflikte mit Nichtchinesen beizulegen und repräsentierte die Community. Auch in anderen Orten, wie Nanaimo, entwickelten sich Chinatowns, deren ökonomische Basis allerdings eher der Handel und der Kohlebergbau war. 1887 kamen beim Grubenunglück von Nanaimo allein 53 Chinesen ums Leben. Auch in Cumberland, Wellington, Northfield, South Wellington und Extension gab es Chinatowns. 1892 lebten in Nanaimo 228 Chinesen in 75 Haushalten (darunter nur 5 Frauen), in Wellington sogar 312. Im District Victoria zählte man 1901 allein 3.004 Chinesen.

Ebenso wie den First Nations enthielt 1872 der Qualifications of Voters Act den Chinesen das Wahlrecht vor, außerdem durften sie ab 1878 nicht mehr für Bauprojekte der Provinz eingestellt werden. Stattdessen arbeiten tausende von ihnen zwischen 1880 und 1885 an der Canadian Pacific Railway. Mit Fertigstellung der Bahn durften Chinesen nur noch einwandern, wenn sie eine Kopfabgabe von 50 Dollar zahlten. Diese wurde 1900/02 verdoppelt, 1903 sogar auf 500 Dollar erhöht. Viele wanderten nun ostwärts ab. 1907 kam es zu antichinesischen Ausschreitungen in Vancouver, wo 1919 bereits 6.000 Chinesen lebten. 1923 stoppte die Regierung die weitere Zuwanderung.

Mit den Pelzhändlern der Hudson's Bay Company kamen nicht nur Iren, Schotten und Engländer nach Vancouver Island, sondern auch Franko-Kandier und Indianer aus den östlichen und mittleren Gebieten des späteren Kanada. Im Gegensatz zu amerikanischen Pelzhändlern ließ die Company die jeweiligen Bewohner die Fallenstellerei ausüben, errichtete aber Forts, in denen der Ankauf stattfand - so entstand 1843 auch Victoria. Dazu kamen zahlreiche Angestellte, die den Kontakt mit den indigenen Völkern aufnahmen und pflegten.

Japaner kamen erst um 1877 nach Vancouver Island. Sie waren vor allem Fischer. Schon 1895 versuchte British Columbia die asiatische Zuwanderung zu stoppen. 1901 lebten im District Victoria 338 Japaner, im District Vancouver sogar 1062. Nachdem es 1907 in Vancouver zu Ausschreitungen gekommen war, begrenzte Japan die Zahl der Zuwanderer auf 400 pro Jahr, 1923 sogar auf 150 - 1928 galt diese Begrenzung sogar einschließlich Frauen und Kinder. Während des Ersten Weltkriegs nahmen 200 japanische Kanadier an den Kriegshandlungen teil, die ab 1931 als einzige Japaner wahlberechtigt waren. 1919 waren die Fischer so erfolgreich, dass sie beinahe die Hälfte der Fischereilizenzen innehatten. Wenige Jahre später hatte die Regierung ihnen rund 1.000 von den mehr als 3.000 Lizenzen entzogen. 1920 entstand eine erste gewerkschaftliche Organisation, die ab 1924 eine eigene Zeitung herausbrachte (Minshu).

Bereits am 8. Januar 1941 wurden sie vom Militärdienst ausgeschlossen, ab dem 4. März registriert. Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor wurden alle japanischstämmigen Kanadier zwangsenteignet, ihre Fischerboote (rund 1.200) beschlagnahmt, und sie wurden ab dem 16. Januar 1942 in Lagern im Landesinneren bis zum Kriegsende verbracht . Zunächst wurden sie im Hastings Park in Vancouver interniert. Ein erstes detention camp wurde im April in Greenword/British Columbia eingerichtet, es folgten Kaslo, New Denver, Slocan, Sandon und Tashme. 572 Farmen wurden zwangsverkauft. 1946 wurden 3.964 Japaner gezwungen, nach Japan auszureisen. Reisebeschränkungen innerhalb Kanadas wurden erst 1949 aufgehoben. Erst am 22. September 1988 entschuldigte sich Premierminister Brian Mulroney offiziell.

Reverend Christian Saugstad, Paster der Lutheran Free Church im Polk County, Minnesota, führte 1894 eine Gruppe von 79 Norwegern nach Vancouver Island. Dort errichteten sie zusammen mit weiteren 98 Norwegern in Bella Coola eine Gemeinde. 1896 hatte die Gemeinde 158 Einwohner, die offenbar auf gutem Fuß mit den Indianern der Region, den Nuxalk standen. Weitere Zuwanderung anderer Gruppen führte schließlich dazu, dass die Norweger kulturell stärker integriert wurden. Die letzte Gemeindeversammlung fand 1909 statt.

In den Kohlegruben um Nanaimo arbeiteten einige Finnen, dazu kam nach 1900 eine Gruppe von Idealisten, die ihr Glück im Norden der Insel versuchte.

Bereits wenige Jahre nach der Unabhängigkeit der USA von Großbritannien spielten die südlichen Nachbarn eine wichtige Rolle im Pelzhandel, überflügelten sogar bald die Engländer. Zu einer ersten großen Zuwanderungswelle kam es 1858, als tausende von Kaliforniern über Victoria nach Norden zogen, in der Hoffnung, Gold zu finden. Diese Welle war so stark, dass man in London fürchtete, die Männer könnten vollendete Tatsachen schaffen, und die Insel an die USA bringen. Victoria mit seinen rund tausend Einwohnern musste einen Zustrom von rund 16.000 Männern verkraften. Außerdem kam 1862 mit den Kaliforniern die heftigste Pockenepidemie in den Westen Kanadas (und nach Washington und Alaska) und tötete einen erheblichen Teil der Indianer.

Ab 1861 erlebte British Columbia einen erneuten Zuwanderungsschub, als der Cariboo-Goldrausch ausbrach. Über die Cariboo Wagon Road wanderten in den nächsten Jahren über 100.000 Männer Richtung Barkerville, doch der überwiegende Teil von ihnen landete in Vancouver, nicht auf Vancouver Island. Doch nicht nur Goldfunde, auch Kohlefunde lockten zahlreiche Menschen an. Das galt vor allem für die Ostseite der Insel, die daher zügig über eine Straßenverbindung erschlossen werden sollte. Holzeinschlag und Landwirtschaft lockten ebenfalls Zuwanderer an, später auch sich schnell entwickelnde Industrien, zunächst vor allem der Eisenbahnbau. Die Baustelle der Esquimalt and Nanaimo Railway zog Tausende an. Dazu kam eine beginnende Urbanisierung um Victoria, das 1901 bereits 20.919 Einwohner hatte.

Der erste Zensus auf ganz Vancouver Island wurde 1881 durchgeführt, erneut 1891 und 1901. British Columbia hatte 1901 demnach 176.546 Einwohner, davon lebten knapp 21.000 in Victoria. Die Insel-Distrikte wiesen folgende Einwohnerzahlen auf: Alberni 4.842 (davon 3.301 Indians), Comox 5.240 (770), Cowichan 3.498 (779), Esquimalt 2.051 (89), auf den Inseln 1.818 (140), Nanaimo 6.130, Saanich 3412 (199), Victoria 20.919 (103). Dabei waren die Indianer, außer im Westen der Insel, längst zur Minderheit geworden, zumal ihre Bevölkerungszahlen weiter zurückgingen.

Dabei beherrschten Industrielle, wie Robert Dunsmuir, mit seinen Beteiligungen an Kohlegruben und Eisenbahnbauten die Insel. Sein Sohn James Dunsmuir wurde sogar Premier und Vizegouverneur der Provinz. Die um Victoria liegenden Städte wuchsen zunehmend mit der Metropole zusammen, Städte wie Nanaimo wuchsen bald auf über 4.000 Einwohner an, um 1900 auf über 6.000; daneben entwickelten sich Orte wie Ladysmith, das 1911 rund 3.300 Einwohner hatte. Sie versorgten die Pazifikküste bis nach San Francisco mit Kohle, eine Entwicklung, die auch das Grubenunglück von Nanaimo mit 150 Toten nicht aufhalten konnte. Allein zwischen 1892 und 1912 starben dort weitere 180 Menschen und der längste Streik gegen diese untragbaren Sicherheitsbedingungen erschütterte die kanadische Westküste von 1912 bis 1914.

Victoria wurde ein Regierungs- und Verwaltungszentrum, das im regionalen Handel eine gewisse Rolle spielen konnte, aber wirtschaftlich immer im Schatten von Vancouver und Seattle stand. In den 1940er Jahren begann die Abholzung weiter Teile der Insel, die bis heute anhält. Nur noch ein Bruchteil der Urwälder existiert noch. Doch die Erschöpfung der Kohlevorkommen veranlasste die Regierung auf Holz zu setzen. Zugleich erlebte die Fischerei einen ersten Boom, der auch zahlreiche Japaner ins Land zog, die den Indianern zunehmend Konkurrenz machten. Inzwischen bedroht allerdings die Lachszucht die Wildlachse, die noch vor wenigen Jahren zu Millionen zum Laichen die Flüsse hinaufwanderten. An vielen Flüssen sind ihre Populationen zusammengebrochen, was allerdings - vor allem im Norden - mit der Zellstoffindustrie zusammenhängt und damit der Holzindustrie.

Seit den 1960er Jahren wird der Tourismus zu einem immer wichtigeren Wirtschaftszweig, den die Provinz mit der Pflege ihres Images als Wildnis inzwischen unterstützt. Zahlreiche Provinzialparkts, Schutzgebiete und ein Nationalpark, der Pacific Rim National Park, ziehen jedes Jahr mehr Touristen an. Die Insel profitiert in hohem Maße vom Ökoboom seit den 1990er Jahren. Dazu gehört der Ausbau von Wasserkraftwerken ebenso, wie der Anbau von Wein.

Ein weiterer Beschäftigungsschwerpunkt ist inzwischen die Bildung. Allein die Universität in Victoria beschäftigt über 4.000 Mitarbeiter bei fast 20.000 Studenten, am Camosun College arbeiten über 1.000 Mitarbeiter und 17.000 Studenten. Dazu kommen weitere Institutionen, wie das Malaspina University-College in Nanaimo und Hochschulen in Duncan, Parksville und Powell River.

Zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland sind mehrere Hochspannungs-Seekabel verlegt, unter anderem zwei für Gleichstrom (HGÜ Vancouver-Island). Die Provinz British Columbia versucht allerdings bis 2016 bei der Stromversorgung unabhängig zu werden, und zugleich 90 % des Stroms aus "sauberen Quellen" zu gewinnen. Daher wird auch auf Vancouver Island die aus Wasserkraft gewonnene Energie erheblich gesteigert. Dazu gehören vor allem die Vorhaben im Rahmen des Green Power Corridor, einer Kette von 34 Wasserkraftwerken. Daneben sollen die vom Bergkiefernkäfer zerstörten Bäume, die enorme Holzmengen darstellen, der Energiegewinnung zugeführt werden.

Zum Seitenanfang



Vancouver Blazers

Logo der Vancouver Blazers

Die Vancouver Blazers waren ein Eishockeyteam aus Vancouver, British Columbia, das von 1973 bis 1975 in der nordamerikanischen World Hockey Association (WHA) aktiv war. Das Franchise war ursprünglich 1972 als Miami Screaming Eagles gegründet worden und spielte in der Saison 1972/73 als Philadelphia Blazers. 1975 zog das Team nach Calgary und spielte dort zwei Jahre als Calgary Cowboys.

Jim Pattison hatte die Philadelphia Blazers gekauft und zog das Team 1973 nach Vancouver um. Hier stand man in Konkurrenz zu den Vancouver Canucks aus der National Hockey League, die, genau wie die Blazers, im 15.569 Zuschauer fassenden Pacific Coliseum spielten.

Der Topscorer des Vorjahres, André Lacroix, konnte das Team verlassen, da sein Vertrag nicht für ein in Kanada ansässiges Team gültig war. Patterson wollte ihn durch den NHL-Star Phil Esposito ersetzen und bot ihm einen Vertrag über 2,5 Millionen Dollar. Doch Esposito lehnte ab und spielte weiterhin für weniger Geld in Boston. Neben Danny Lawson, der schon in Philadelphia zu den Stars des Teams gehörte, waren Bryan Campbell und Claude St. Sauveur die weiteren Stars des Teams. Fast 10.000 Zuschauer lockten die Blazers im ersten Jahr in ihr Stadion, doch nachdem man auch in der zweiten Saison in Vancouver die Playoffs nicht erreichen konnte, während die Canucks in der Konkurrenzliga im Aufwind waren, ging der Zuschauerzuspruch auf gut 8.000 verkaufte Plätze pro Spiel zurück. Pattison entschied sich das Team nach der Saison 1974/75 nach Calgary umzuziehen.

Zum Seitenanfang



Vancouver (Washington)

Vancouver im Abendlicht von Hayden Island aus gesehen

Vancouver (auch Vancouver USA oder The Couve) ist eine Großstadt am Nordufer des Flusses Columbia River im US-Bundesstaat Washington. Die Stadt ist County Seat des Clark County und gehört der Großregion Pazifischer Nordwesten an. Sie hat 157.493 Einwohner (2005).

Im Jahre 1806 kampierten die Teilnehmer der Lewis-und-Clark-Expedition in dieser Gegend. Lewis schrieb über den Ort, dass er der geeignetste Flecken zum Siedeln westlich der Rocky Mountains sei. Die erste Ansiedlung von Weißen vollzog sich jedoch erst 1825, nachdem Fort Vancouver als Handelshaus der Hudson’s Bay Company errichtet wurde. Vancouver wurde das Stadtrecht am 23. Januar 1857 verliehen.

Das kanadische Vancouver wurde erst 1886 zur Stadt, fast 30 Jahre später als das US-amerikanische Vancouver und über 60 Jahre später als Fort Vancouver.

Die erheblich größere Stadt Vancouver in Britisch-Kolumbien (Kanada) liegt etwa 400 km nördlich. Beide Städte wurden nach dem britischen Kapitän George Vancouver benannt.

Die Stadtverwaltung hat mehrmals vergeblich versucht, den Stadtnamen in Fort Vancouver zu ändern, da es sehr häufig zu Verwechslungen mit der gleichnamigen kanadischen Stadt kommt.

Das westliche Vancouver ist ursprünglich und beinhaltet den Stadtkern. Ost-Vancouver ist eine Mischung aus Wohn- und Gewerbegebieten.

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 119,5 km², 110,8 km² davon entfallen auf Land und 8,7 km² sind Wasserflächen.

Eine sehr große Anzahl von Pendlern arbeitet in Portland (Oregon). Viele Bewohner fahren häufig in den Nachbarstaat Oregon, um dort mehrwertsteuerfrei einzukaufen.

Nach der Volkszählung von 2000 leben hier 143.560 Personen in 56.628 Haushalten (36.298 Familien). 84,81 % der Bevölkerung sind Weiße, 2,50 % sind Schwarze und 0,97 % sind Nachfahren indigener Völker.

In Vancouver hat die Washington State University (Hauptsitz Pullman) eine Außenstelle. Andere Bildungseinrichtungen der Stadt sind das community college "Clark College", die auf künstlerische Ausbildung spezialisierte Vancouver School of Arts and Academics (Klasse 6-12) und die Columbia River High School, eine International-Baccalaureate-Schule.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia