Valletta

3.4067663257535 (1271)
Geschrieben von bishop 20/04/2009 @ 18:10

Tags : valletta, malta, europa, ausland

Neueste Nachrichten
Life Ball eröffnet mit imposanter Wasserwelt - ORF.at
Zur Polonaise ziehen Topmodels wie die US-Schauspielerin Amber Valletta ein. Danach erklingt der Life-Ball-Song, der in diesem Jahr von Dave Stewart, der männlichen Hälfte der Eurythmics, interpretiert wird. Fotos von den Besuchern und dem...
Was die Promis auf dem Life Ball tun - ORF.at
Topmodel und Schauspielerin Amber Valletta zum ersten Mal am Ball. Daneben werden heuer erstmals Debütanten den Ball eröffnen. 99 Jungdamen- und Jungherrenpaare - und ein einziges Jungherrenpaar - präsentieren eine Choreographie von Thomas...
Die schrillste Nacht des Jahres - Kleine Zeitung
Bill Clinton, Schauspielerin Eva Longoria, "Nanny"-Darstellerin Fran Drescher, Sängerin Katy Perry, Roisin Murphy, Dave Stewart & Cindy Gomez, Sister Sledge, das Model Amber Valletta, Ex-Badenixe Pamela Anderson (die als engagierte Tierschützerin am...
TV über die Feiertage: Action, Spannung und viel Liebe - Derwesten.de
Sogar dem unscheinbaren Buchhalter Albert (Kevin James) gelingt es, mit seiner Hilfe das Herz einer bildhübschen Millionenerbin (Amber Valletta) zu erobern. Erst als Hitch sich selber verliebt, stößt er an seine Grenzen....
Partyzone im Rathaus - oe24.at
Der Life Ball treibt nicht nur Ex-US-Präsident Bill Clinton, Badenixen wie Pamela Anderson und Top-Models wie Amber Valletta am Samstag ins Wiener Rathaus, auch die heimische Politik will die schrille Partynacht durchtanzen....
Eva, Pam & Co. - oe24.at
An Bord der Boeing 777: Desperate Housewife Eva Longoria-Parker, Ivana Trump, Schauspielerin Fran Drescher, Chartstürmerin Katy Perry, Topmodel Amber Valletta und viele mehr. Nach der Ankunft checken die Top-Stars in den Hotels Le Méridien,...
Italien schiebt 227 Afrikaner zurück - derStandard.at
La Valletta erwiderte dagegen, dass in einem solchen Fall das nächstgelegene Land handeln müsse. Der für die Migranten am nächsten liegenden Hafen sei in diesem Fall Lampedusa. Nach langwierigen Verhandlungen eilte ein italienisches Frachtschiff den...
Valletta's run halted by M'Xlokk - di-ve.com
by simon farrugia - sfarrugia@di-ve.com Valletta failed to keep on the winning pattern when a stubborn M'Xlokk gained a merited win in an entertaining match. The whites were hoping to extend their lead to four points over Hibernians by beating M'Xlokk....
"Es ist in den Augen" - sueddeutsche.de
Wir hatten viele dieser Stars unter Vertrag: Nadja Auermann oder Amber Valletta. Heute sind, gerade bei Shows, extrem junge Mädchen gefragt. Sie sind sehr, sehr dünn, weil sie noch so jung sind. Ich hoffe, dass dieser Trend bald aufhört....
Hitch - Der Date Doktor - Nordsee-Zeitung
Doch selbst für den erfahrenen New Yorker Flirt-Coach ist der schusselige Albert (Kevin James), der sich ausgerechnet in die prominente Society-Beauty Allegra Cole (etwas blass: Amber Valletta) verguckt hat, eine harte Nuss. Das Anbaggern von Frauen...

Valletta

Valletta mit St. Elmo an der Spitze, unbekannter Künstler um 1800

Valletta (maltesisch auch il-Belt Valletta, il-Belt Valetta oder Valetta) ist die Hauptstadt der Republik Malta. Sie ist die flächenmäßig kleinste Hauptstadt eines EU-Landes. Aufgrund ihres kulturellen Reichtums wurde Valletta im Jahre 1980 als Gesamtmonument in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.

Die Stadt gilt als eine der bestgesicherten der Welt, denn sie wird von einem Ring aus Bastionen umgeben. Der südliche Eingang durch das große Stadttor wird vom St. James- und St. Johns-Kavalier gedeckt. Im Uhrzeigersinn folgen die nach Heiligen benannten, nur nach außen wirkenden Bastionen Michael, Andrew, Salvatore, Sebastion, Gregor, das Fort St. Elmo, Lazarus, Barbara, Anthony und James. Zur Zeit der Ritterherrschaft auf der Insel war jeweils eine der sogenannten Zungen des Malteserordens für deren Verteidigung zuständig.

Valletta liegt an der Nordostküste der Insel. Es befindet sich auf der Landzunge Monte Sciberras, die von den beiden größten Naturhäfen des Mittelmeeres Grand Harbour und Marsamxett Harbour umschlossen ist. Valletta grenzt im Südwesten an die Nachbarstadt Floriana. In Längsrichtung (Nordost-Südwest) sind die Republic Street (früher Queen's Street) und die parallel verlaufende Merchants Street von alters her die Hauptgeschäftsstraßen von den sieben durchgehenden, der Längsachse nach verlaufenden, die von acht Querstraßen gekreuzt werden.

In Valletta herrscht, wie auf dem gesamten maltesischen Archipel, typisches Mittelmeerklima: Es gibt warme, trockene Sommer mit Temperaturen um die 30 °C und feuchte milde Winter, in denen die Werte auf etwa 15 °C fallen. Wegen der typischen Insellage sind die täglichen Temperaturunterschiede meistens sehr gering (5 bis 10 °C). Es fallen circa 519 Millimeter Niederschlag pro Jahr, wobei sich 80 % davon auf die Zeit von Oktober bis März verteilen. Es überwiegen aride Monate.

Nachdem die Belagerung durch die Osmanen im Jahre 1565 mit einem militärischen Erfolg für die Verteidiger der Insel zu Ende gegangen war, entschlossen sich die Ritter des Malteserordens auf der Landzunge des Monte Sciberras, hinter dem zuvor hart umkämpften und bei der türkischen Belagerung komplett zerstörten Fort St. Elmo, eine Festungsstadt nach den neuesten Erkenntnissen der Militärarchitektur und den zeitgenössischen Idealstadt-Theorien zu errichten. Die Halbinsel bot eine strategisch hervorragende Position, um die beiden großen natürlichen Häfen auf jeder Seite zu kontrollieren.

Der Grundstein für diese Stadt wurde am 28. März 1566 durch den Großmeister des Ordens, Jean de la Valette gelegt. Die Planungen für die geometrische Anlage der Befestigungsmauern und des rechtwinkligen Straßennetzes stammten von dem italienischen Architekten und Festungsbaumeister Francesco Laparelli. Der Entwurf und die Fertigstellung der einzelnen Festungselemente wurden weitgehend dem maltesischen Assistenten Laparellies Gerolamo Cassar überlassen.

Als Laparelli die Insel 1568 noch vor Abschluss der Bauarbeiten wieder verließ, übernahm sein Assistent Cassar die Gesamtleitung des Vorhabens. Am 18. März 1571 wurde der Ordenssitz mit einer feierlichen Zeremonie offiziell von Birgu in die neue Stadt verlegt. La Valette, der am 21. August 1568 in Birgu verstarb, konnte das Ende seines Projektes nicht mehr miterleben. Ihm zu Ehren erhielt die Stadt seinen Namen. Sein Nachfolger als Großmeister wurde Pietro del Monte, der den Ausbau von Valletta weiter vorantrieb.

Ursprünglich planten die Ritter zur See, an der Nordflanke der Stadt ein Hafenbecken für ihre Ordensflotte anzulegen, das von der Festungsumfassung geschützt sein sollte. Der Aushub der als Manderaggio bezeichneten Anlage (im Maltesischen il-Mandraġġ) sollte als Baumaterial für die Häuser Vallettas dienen. Als dieses Vorhaben aufgegeben wurde, entwickelte sich die Baustelle zu einer Art Slum, der von Obdachlosen unter bedenklichen sanitären Bedingungen bewohnt wurde. Das Areal des geplanten Manderaggio, das sich heute als Irregularität im orthogonalen Rasterplan der Stadt abzeichnet, wurde in den 1950er-Jahren mit einer Wohnsiedlung bebaut.

Bis zur Kapitulation der Malteserritter unter ihrem Großmeister von Hompesch vor Napoleons Flotte im Jahr 1798, bei der kein Schuss abgegeben wurde, blieb Valletta uneingenommen und unzerstört. Erst im Zweiten Weltkrieg wurde es durch deutsche und italienische Luftangriffe weitläufig verwüstet, während die mächtigen Befestigungsmauern dem Bombenhagel trotzten (siehe Hauptartikel: Zweite große Belagerung Maltas). Der Archipel wurde dabei zeitweise mit nur drei Flugzeugen verteidigt. Der britische König verlieh dem maltesischen Volk im Jahre 1942 daraufhin das George Cross für besonderes Heldentum.

Wichtigste Einnahmequelle Vallettas ist, wie in ganz Malta, der Tourismus. 70 Prozent der Erwerbstätigen sind dem Dienstleistungsbereich zuzuordnen.

Der Grand Harbour ist Maltas wichtigster und größter Hafen. Neben den langgezogenen Kajen für Container- und sonstige Frachtschiffe wurde vor kurzem eine neue Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe gebaut. Diese befindet sich hinter der großen Kaimauer, die einst der Großmeister der Malteserritter, Manuel Pinto de Fonseca, errichten ließ.

Die Bevölkerung von Valletta wurde über die Jahre beständig weniger und heute leben nur noch ein Drittel so viele Menschen in der Stadt wie noch zu demografischen Hochzeiten. Dieser Prozess wurde durch den Zweiten Weltkrieg noch beschleunigt, als die Menschen in die umliegenden Vororte zogen, um dem Angriffsfokus auszuweichen. Doch auch heute, wo Valletta Maltas kommerzielles und administratives Zentrum ist, ist diese Entwicklung weiter zu beobachten. Dennoch ist Valletta mit 12.815 Einwohnern pro Quadratkilometer eine der am dichtesten bevölkerten Städte der Welt.

Bürgermeister Vallettas ist seit 2008 Dr. Alexiei Dingli. Er ist Mitglied der Nationalist Party.

Als Hauptstadt des Staates Malta beherbergt Valletta auch die wichtigsten politischen Einrichtungen des Landes. Seit 1976 befindet sich der Plenarsaal des Parlamentes im ehemaligen Großmeisterpalast des Malteserordens. Im gleichen Gebäude ist auch der Amtssitz des Staatspräsidenten zu finden.

In der Stadt gibt es zahlreiche historische Cafés, Restaurants, Banken, Hotels und Regierungsgebäude. Die öffentlichen Gärten gewähren einen fantastischen Blick über den Grand Harbour und andere Bereiche.

Das Manoel Theatre in der Old Theatre Street ist eine seit 1732 aufführende Bühne. Vom Großmeister Antonio Manoel de Vilhena gebaut und mittlerweile zu altem Glanz restauriert, gehört es zu Europas ältesten Theatern. Es ist auf die klassischen darstellenden Künste spezialisiert, inszeniert aber auch Jazz, Folk und Rockkonzerte. In der Stadt befindet sich auch das Royal Opera House.

Das Fest des Hl. Paulus wird am 10. Februar gefeiert, während anderer Heiliger wie Dominikus oder Augustinus von Hippo das ganze Jahr über gedacht wird. Darüber hinaus gibt es eine Prozession für die Heilige Rita von Cascia.

Am dritten Wochenende im Juli findet seit 1991 das jährliche Malta Jazz Festival statt. Vor der Kulisse der historischen Festungsmauern am Grand Harbour (Ta' Liesse) treten hier an drei aufeinanderfolgenden Abenden international renommierte Künstler auf.

Die Stadt dient immer wieder größeren Filmproduktionen als Kulisse, zuletzt Steven Spielbergs München. Die lokale Filmindustrie um die Mediterranean Filmstudios (MFS) in Kalkara ist besonders auf Über- und Unterwassereffekte spezialisiert.

Besucher können sich die Geschichte der Stadt in aufwendigen Multimediashows ansehen, The Malta Experience und The Great Siege of Malta, die im Mediterranean Conference Centre in Valletta im stündlichen Rhythmus präsentiert werden.

Valletta ist der Sitz eines der erfolgreichsten Fußballvereine in der Maltese Premier League, des Valletta FC. Die Stadt verfügt über ein Freibecken für Wasserball, eine auf Malta äußerst beliebte Sportart. Diese wird auf der Insel jedoch ausschließlich in nicht überdachten Schwimmbecken gespielt.

Valletta verfügt, wie die hohe Bevölkerungsdichte andeutet, kaum über Erholungsräume. Die zwei bekanntesten Parks sind die Barrakka Gardens hoch über dem Grand Harbour.

Während die Upper Barrakka Gardens eine normale Grünanlage darstellen, steht in den Lower Barrakka Gardens ein dem römischen Stil nachempfundener Marmortempel.

Der Großmeisterpalast (Grand Master's Palace) ist das prunkvollste Gebäude Maltas. Er wurde im Jahre 1571 nach Plänen von Gerolamo Cassar fertiggestellt und nimmt heute einen ganzen Straßenblock ein. Er liegt zentral am Republic- und Palace Square.

Die St. John's Co-Cathedral, von außen recht unscheinbar, wird gemeinhin als einer der innen am schönsten ausgestalteten Kirchenbauten des Mittelmeerraumes angesehen. Der Kalksteinbau wurde unter der Federführung des Architekten Gerolamo Cassar in den Jahren 1573 bis 1577 errichtet. Es sollte allerdings noch mehr als einhundert Jahre dauern, bis auch die Innenausstattung und die Schmuckelemente vollendet waren. 1816 wurde sie vom damaligen Papst Pius VII. neben der Kathedrale von Mdina zum Zweitsitz (Co-Kathedrale) des Bischofs ernannt, um ihre Bedeutung für Land und Stadt auch nach dem Wegzug der Johanniter zu unterstreichen.

Die Kirche, als Hauptkirche des Ordens erbaut, verfügt über insgesamt zwölf Apsiden, von denen sieben der einzelnen Zungen (siehe: Auberges) des Malteserordens gestaltet worden sind. In den Boden des Gotteshauses sind auf einer Länge von 58 Metern 375 Grabplatten aus Einlegearbeiten in verschiedenfarbigem Marmor eingelassen, unter denen Ordensritter bestattet wurden. Auch fast alle Großmeister (bis auf zwei) fanden hier ihre letzte Ruhe. Ihre Sarkophage zählen zu den „vollkommensten Kunstwerken des Hochbarock“. Die Mehrzahl befindet sich jedoch in der Krypta. In einer angeschlossenen Galerie ist neben anderen Gemälden „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ von Michelangelo da Caravaggio zu besichtigen. Auch in der Kathedrale hängen wie im Grand Master's Palace unzählige Wandteppiche.

Dieses Fort an der Nordspitze Vallettas existierte schon vor der Gründung der Stadt und war ein bedeutender Schauplatz während der osmanischen Belagerung. Heutzutage erfüllt das Fort keine militärische Aufgabe mehr. In seinen Räumen befindet sich jedoch das National War Museum, in dem Dokumente der Zweiten Maltesischen Belagerung (1940 bis 1943) zu sehen sind. Ausgestellt sind des Weiteren eine Gloster Gladiator sowie der Originalorden, den die Insel als Ganze verliehen bekam, das George Cross, das noch heute auf der Nationalflagge zu sehen ist.

Der Souveräne Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta,g heute kurz als Malteserorden bezeichnet, gliederte sich früher in verschiedene Nationalitäten, so genannte Zungen (langues). Er ist noch heute eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft. Jede einzelne dieser historischen Zungen besaß eine eigene Herberge, das heißt, einen eigenen Palast. Diese Auberges (frühere Wortbedeutung: Unterkunft mit Verpflegung) wurden allesamt in den 1570er-Jahren vom Hauptarchitekten des Ordens, Gerolamo Cassar, entworfen.

In Valletta gibt es zahlreiche Museen, von denen die meisten die Geschichte der Insel Malta behandeln.

Im Lascaris War Rooms befinden sich in Bunkern jene Räume, von denen aus alliierte Kommandeure, wie Eisenhower oder Montgomery während der Zweiten großen Belagerung Maltas Operationen leiteten, unter anderen die Mittelmeer-Geleitzüge und die Invasion Italiens. Sie sind noch weitgehend im Originalzustand erhalten. Benannt wurde die ursprüngliche Festungsanlage nach dem Bauherrn, einem Großmeister des Ordens, Juan de Lascaris-Castellar (* 1636; † 1657). Sie war durch hohe natürliche Stein- und Erdschichten auch hunderte Jahre später noch vor Luftangriffen sicher.

Weitere berühmte Museen sind das Archäologische Nationalmuseum Maltas, das National Museum of Fine Arts (unter anderem mit Werken von Mattia Preti, Antoine Favray und Antonio Sciortino), das St.-John´s-Museum, das Toy-Museum, das Typewriter-Museum, das Armee-Museum im Großmeisterpalast, Maltesisches Kriegsmuseum, Manoel-Museum und das Domus-Pauli-Museum.

Acht Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich der Malta International Airport.

Da weite Teile der Innenstadt für den Kraftverkehr gesperrt sind, verkehren Busse meist nur am Stadtrand Vallettas und bringen die Passagiere in die umliegenden Gemeinden.

Der offizielle Name, den der Malteserorden der Stadt einst gab, war Humilissima Civitas Vallettae, was übersetzt so viel heißt, wie die höchst bescheidene Stadt von Valetta, nach Jean Parisot de la Valette, dem damaligen Großmeister des Ordens. Doch als Stadt der mächtigen Bastionen und der barocken Gebäude sowie der Prachtentfaltung der späten Großmeister bekam sie als Superbissima den Ruf, die prunkvollste aller europäischen Städte zu sein. Im Maltesischen wird Valletta umgangssprachlich auch als Il-Belt bezeichnet, was ganz einfach Die Stadt bedeutet.

Zum Seitenanfang



Malta

Satellitenbild Malta mit Gozo, Comino und Cominotto

Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta' Malta) ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die zwei bewohnten Inseln Malta (einschließlich Manoel Island, etwa 246 km²), Gozo (maltesisch Għawdex, etwa 67 km²) und Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola), St. Paul's Islands und Fungus Rock. Die Hauptinsel Malta ist in zwei Regionen mit fünf Bezirken gegliedert. Gozo und Comino bilden zusammen die dritte Region und den sechsten Bezirk. Der Name stammt von der punischen Bezeichnung für Zufluchtsort malet, die Griechen nannten die Inseln Melita.

Malta wurde am 21. September 1964 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde Malta Mitglied der Europäischen Union und ist seitdem ihr kleinster Staat. Zum 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt.

Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer etwa 95 km südlich von Sizilien, 290 km östlich von Tunesien und 360 km nördlich von Libyen am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Die drei größten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (70 km²) und Comino (3 km²) sind bewohnt. Die Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa, die durch den etwa 11.000 v. Chr. begonnenen Meeresanstieg unterbrochen wurde. Der höchste Berg bzw. die höchste Erhebung ist Ta' Dmejrek in den Dingli Cliffs mit 252 m.

Malta verfügt nur über spärliche Süßwasservorkommen. Laut Angaben der UN ist es das wasserärmste Land der Welt. Aus diesem Grund wird mittlerweile die Trinkwasserversorgung aus vier Umkehrosmoseanlagen (Meerwasserentsalzungsanlagen) und einer Brauchwasseraufbereitungsanlage sichergestellt. Die Bewässerung der öffentlichen Anlagen und der Landwirtschaft erfolgt hingegen durch aufgefangenes Regenwasser und Grundwasserbrunnen. Zudem gibt es große Tanker, die mit Süßwasser nach Malta fahren und die Bevölkerung beliefern.

Die größten Gemeinden sind (Stand 1. Januar 2005): Birkirkara 21.676 Einwohner, Qormi 18.230 Einwohner, Mosta 17.789 Einwohner, Żabbar 15.030 Einwohner, Sliema 12.993 Einwohner, Victoria 12.914 Einwohner und San Ġwann 12.346 Einwohner. Die Hauptstadt Valletta hat 7.173 Einwohner und ist damit die kleinste Hauptstadt eines EU-Landes.

Auf Malta herrscht Mittelmeerklima mit warmen, trockenen (aber nicht übermäßig heißen) Sommern und feuchten, milden Wintern, ohne jeglichen Schnee und Frost. Wie für Insellagen typisch, sind die täglichen Temperaturunterschiede meistens sehr gering (5–10 °C). Es fallen circa 500 mm Niederschlag pro Jahr, wobei 80 % auf die Zeit von Oktober bis März fällt. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 14 °C im Winter und 25 °C im Sommer.

Die Gesamteinwohnerzahl beträgt etwa 410.000 (Stand: 2007). Da das gesamte Staatsgebiet Maltas mit 316 km² relativ klein ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte von 1.298 Personen pro Quadratkilometer, was der vierthöchsten Bevölkerungsdichte in der Welt entspricht. 92 Prozent der Menschen leben in Städten.

Rund vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind nicht maltesischer Nationalität, davon etwa die Hälfte Briten, also auf die Gesamtbevölkerung gerechnet zwei Prozent.

Viele Malteser verbringen ihr Arbeitsleben im Ausland – bevorzugt im englischsprachigen Raum – und kehren als Rentner nach Malta zurück.

Gozo und Comino: Gozo hat etwa 31.000 Einwohner und Comino vier permanente Bewohner.

Die Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98 %) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Protestanten, Orthodoxe, Juden und Muslime. Das historische Valletta hatte einen kleinen jüdischen Wohnbezirk. Die islamische Gemeinschaft besteht im Wesentlichen aus auf Malta lebenden Libyern, insgesamt 2 % Muslime. Die katholische Kirche hat einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen nicht möglich, Schwangerschaftsabbruch ist strafbar und „oben ohne“ baden verboten. Es soll 365 katholische Kirchen in Malta geben (wohl symbolische Zahl); aufgrund dieser Tatsache sagen Malteser oft, sie hätten eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Die Katholiken Maltas gehören zu den Bistümern Malta und Gozo.

Historisch wird dies damit begründet, dass der Apostel Paulus im Jahr 60 n. Chr. an der kleinen Felseninsel Selmunetta Schiffbruch erlitten haben soll. Seither habe sich die Bindung ans Christentum gefestigt und umgekehrt seien die Inseln auch Ziel vieler Pilgerfahrten gewesen (auch nach Palästina).

Der Katholizismus ist in der Verfassung als Religion des maltesischen Volkes verankert und wird auch von sehr großen Teilen der Bevölkerung gelebt. Ein äußeres Zeichen dafür sind, neben Hausaltären, Bilder von Heiligen, Bischöfen und Pfarrern, die in Gebäudefronten gemeißelt und farbenfroh verziert sind.

Der Katholizismus ist Staatsreligion.

Trotz der langen Zugehörigkeit zum britischen Weltreich, das auch das Englische auf Malta einführte, haben die Malteser ihre eigene Sprache bewahrt. Malti ist neben Englisch maltesische Staatssprache und infolge der EU-Mitgliedschaft dementsprechend auch in der EU Amtssprache. Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen und hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt. Aber auch größere Wortschatzanteile aus dem Italienischen sowie geringere aus der spanischen, französischen und englischen Sprache finden sich im Maltesischen wieder. Als einzige semitische Sprache verwendet das Maltesische lateinische Schriftzeichen (ausgenommen das Y und C) erweitert um die vier Sonderzeichen ċ, ġ, ħ und ż.

Aufgrund der langen britischen Kolonialzeit beherrschen aber fast alle Malteser auch die englische Sprache, die als zweite Amtssprache in Malta und wegen der seltenen Übersetzungen von Büchern und Filmen ins Maltesische stetig an Bedeutung gegenüber dem Maltesischen zunimmt. Kenntnisse des Italienischen sind ebenfalls weit verbreitet; nicht zuletzt aufgrund der Beliebtheit italienischer Fernsehprogramme. Bis 1934 galt das Italienische auf Malta auch als Gerichts- und Verwaltungssprache.

Auf den Inseln der Republik Malta finden sich Spuren einer Jahrtausende alten Geschichte. Sie reichen von den ersten monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen über römische Gräber und Katakomben bis zu den Wehranlagen des Malteserordens. Malta stand unter dem Einfluss vieler Kulturen. Im Laufe der Jahrhunderte beherrschten Phönizier, Griechen und Römer die Insel. Im 9. Jahrhundert, als die Inseln zum Byzantinischen Reich gehörten, wurde die Inselgruppe von den Arabern erobert. Im 11. Jahrhundert gingen die Inseln an Sizilien und 1282 an Spanien. 1530 gab der spanische König die Inseln an den Malteserorden, dessen protestantischer Zweig heute als Johanniterorden firmiert. Der Orden des heiligen Johannes zu Jerusalem zu Rhodos und zu Malta (früher auch als Hospitalier bezeichnet) verstärkte die Befestigungsanlagen am Hafen und verteidigte die Insel erfolgreich gegen osmanische Angriffe (Die große Belagerung, 1565). Als deren Konsequenz wurde 1566 die Festungsstadt Valletta (benannt nach dem Großmeister Jean Parisot de la Valette) gegründet.

1798 musste der souveräne Malteserorden kampflos französischen Revolutionstruppen unter Napoleon weichen; seither hält er, wenn auch nicht überall anerkannt, eine staatsähnliche völkerrechtliche Qualität aufrecht, jedoch ohne Gebietsansprüche an die heutige Republik. Die Briten besetzten Malta 1800 und führten die Inseln nach dem Sieg über Napoleon als Koloniegebiet und prägten so die Kultur des heutigen Malta maßgeblich. Zuletzt spielte Malta im Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle, als es zu heftigen Kämpfen um den strategisch wichtigen Hafen kam, von dem aus der Nachschub des deutschen Afrikakorps empfindlich gestört wurde (s. a. Zweite große Belagerung Maltas – Malta als der „unversenkbare Flugzeugträger“).

Die Bevölkerung der Insel erhielt dafür 1942 vom englischen König das Georgs-Kreuz verliehen, das auch auf der Staatsflagge gezeigt wird. 1947 wurde dem Land die Selbstverwaltung als parlamentarische Demokratie gewährt. 1964 erhielt Malta die Unabhängigkeit von Großbritannien. 1974 deklarierte Malta sich als Republik und wurde nun voll Unabhängig. Am 1. Mai 2004 trat Malta der Europäischen Union bei, am 1. Januar 2008 wurde der Euro offizielle Währung auf Malta.

Die Republik Malta verfügt über ein Einkammernparlament, das Repräsentantenhaus. Das Repräsentantenhaus besteht aus 65 Abgeordneten. Daneben sind noch der maltesische Staatspräsident und der Speaker of the House of Representatives qua Amt Mitglieder des Parlaments. Die Wahlperiode beträgt 5 Jahre. Für die aktuelle Wahl siehe Parlamentswahlen in Malta 2008, für die Abgeordneten siehe Liste der Parlamentsabgeordneten von Malta (10. Wahlperiode).

Die Wähler der kleinen Mittelmeerinseln zeigen eine Gespaltenheit wie sonst in kaum einem Staat. Dadurch ist es auf Malta die Regel, dass Wahlen nur knapp gewonnen werden. Der damalige Premierminister und heutige Präsident Edward Fenech Adami hoffte auf etwa 60 Prozent Zustimmung für das EU-Referendum und sah dies als eine große Mehrheit an.

Die Zugehörigkeit zu einer der beiden großen Parteien wird auf Malta von Generation zu Generation fast schon vererbt. Die langfristige Parteibindung wird zusätzlich durch das maltesische Verhältniswahlrecht nach dem Verfahren der übertragbaren Einzelstimmgebung in Mehrmandatswahlkreisen mit je 5 Mandaten begünstigt, das es kleineren Parteien beinahe unmöglich macht, ins Parlament einzuziehen.

Die letzten Parlamentswahlen fanden am 4. Februar 2008 statt. Es gewann die konservative Partit Nazzionalista (PN) knapp mit 49,3 Prozent mit nur 1.542 Stimmen Vorsprung vor der sozialistischen Malta Labour Party (MLP). Die grün-alternative Alternattiva Demokratika (AD) kam auf 1,3 Prozent und die ultrarechte Azzjoni Nazzjonaii (AN) auf 0,5 Prozent der Stimmen.

Die beiden großen Gewerkschaften sind die der MLP nahestehende General Workers' Union (GWU) mit ca. 48.000 Mitgliedern und die PN-nahe Union Haddiema Maghqudin (UHM) Dachverband mit ca. 25.000 Mitgliedern. Daneben gibt es kleine Branchen-Gewerkschaften.

Nach der Wahlniederlage der Nationalkonservativen 1996 wurde die EU-Aufnahme von Seiten Maltas um zwei Jahre verschoben. Malta wurde nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen im Zuge der Osterweiterung zum 1. Mai 2004 mit acht mittel- und osteuropäischen Staaten sowie Zypern in die Europäische Union aufgenommen.

Doch vor der Aufnahme führten die Malteser am 8. März 2003 ein Referendum durch. Für einen Beitritt zur EU waren die Nationalkonservativen, während die Sozialisten und Gewerkschaften Werbung dagegen machten. Die Wahlbeteiligung bei den 390.000 Maltesern lag bei 91 Prozent, die Zustimmung bei 53,65 Prozent und somit leicht über den Vorhersagen. Malta hat Luxemburg als kleinstes EU-Land abgelöst.

Die Einreise nach Malta ist mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis möglich. Kinderausweise (sofern sie mit einem Foto versehen sind) werden anerkannt. Vorläufige Reisepässe und Personalausweise werden nicht immer akzeptiert. Der Eintrag eines Kindes bis zum 16. Lebensjahr in den Reisepass eines Elternteils ist gleichfalls für die Einreise ausreichend.

Malta ist seit 21. Dezember 2007 Mitglied im Schengenraum, es entfallen daher die Grenzkontrollen am Internationalen Flughafen von Malta. Ausländer, die über ein Schengenvisum bzw. einen Schengenaufenthalt verfügen, benötigen kein Visum für die Einreise.

Malta lehnt es aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und geringen Größe seiner Landfläche ab, afrikanische Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Wegen der Weigerung, Schiffen mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen die Einfahrt in seine Häfen zu gestatten, sowie wegen der Lebensbedingungen in den vom maltesischen Militär verwalteten Internierungslagern, in denen illegale Einwanderer teilweise bis zu 18 Monaten festgehalten werden, sieht sich Malta in jüngster Zeit zunehmend der Kritik von Menschenrechtsorganisationen und des Europäischen Parlaments ausgesetzt. Der Vorschlag Maltas, Bootsflüchtlinge gleichmäßig auf alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu verteilen, wird von den EU-Innenministern jedoch bisher abgelehnt.

Durch Maltas Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations, dem Staatenbund ehemaliger (zumeist) britischer Kolonien, haben Malteser in manchen dieser Länder, was Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen anbelangt, einen privilegierten Status im Vergleich zu anderen EU-Bürgern.

Die Armed Forces of Malta (AFM) sind eine kleine Armee, die über ca. 1.800 Soldaten und über mehrere Hubschrauber verfügt, die für Patrouillenflüge und Aufklärungs- sowie Rettungsaufgaben eingesetzt werden. Daneben existiert das Maritime Squadron, das den Schutz der territorialen Gewässer zur Aufgabe hat und im wesentlichen aus 7 Patrouillenbooten besteht.

Seit dem 11. März 1983 besteht ein den Schutz der maltesischen Neutralität garantierender Vertrag mit Italien.

In Malta erscheinen 4 national verbreitete Tageszeitungen; der Anteil der Tageszeitungsleser beträgt 127 Leser pro 1000 Einwohner. 45% der Bevölkerung nutzte 2008 das Internet; die Breitbandverbreitungsquote lag bei 20%.

Maltas Wirtschaft gestaltet sich im Vergleich zu den anderen im Jahr 2004 der EU neu beigetretenen Mitgliedstaaten relativ positiv. Die zwei traditionellen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben. Obwohl die Umweltbedingungen (wenig Regen, geringer Abfluss, kalkiger Untergrund und heißes Klima) keine guten Voraussetzungen für die agrarische Nutzung bieten, werden bei verschiedenen Gemüse- und Getreidearten hohe Erträge erzielt, auch der Weinbau ist rentabel. Trotzdem erzeugt Malta nur 20 % des Eigenbedarfs an Nahrungsmitteln. Der größte Arbeitgeber des Landes sind die Malta Drydocks, die zweitgrößte Werft Europas. Der Tourismus spielt eine große Rolle (40% des Bruttosozialprodukts), und auch finanzielle Dienste (11%). Die meisten Urlauber kommen aus Großbritannien, Deutschland und Italien. Von 1965 bis heute hat sich die Zahl der Touristen etwa verzehnfacht. Heute sind es über eine Million Touristen jährlich, die vor allem die Strände, die historischen Städte und die Felsenlandschaft genießen oder einen Sprachkurs in Englisch belegen. Die Bekleidungs- und Textilindustrie sind weitere wichtige Wirtschaftszweige. 1992 wurde auf Malta eine eigene Börse gegründet.

Das Land verfügt, abgesehen von Kalkstein, der im Bauwesen verwendet wird, über keine mineralische Bodenschätze und ist stark auf Importe angewiesen. Der Kleinstaat verfügt auch über keinerlei Öl- oder Gaslagerstätten.

Europäische Firmen werden schon seit den 1970er Jahren mit Steuervorteilen gelockt. So produzieren etwa 55 deutsche Unternehmen für den Export, unter anderem die Firmen Playmobil und Lloyd-Schuhe. Auch eine Elektronikbauteilfirma hat einen großen Erzeugungsstandort. Seit der Mitgliedschaft in der EU sind diese Steuervorteile nicht mehr gegeben.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 4,24 Mrd Euro (Stand 2004). Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Malta einen Index von 69,3 (EU-25:100) (2005).

In Ermangelung eines hinreichenden Abfallmanagements hat Malta seit Jahren ein großes Müllproblem.

In der kleinen Republik Malta stehen Kirchen mit zwei der drei größten freitragenden Kuppeln Europas. Die Johannes dem Täufer gewidmete Rotunda von Xewkija (Gozo) besitzt die zweitgrößte freitragende Kuppel Europas und gilt als die drittgrößte Kuppelkirche des Kontinents. Sie wird gefolgt vom Dom zu Mosta auf Malta selbst.

Aus Malta sind bislang drei Denkmäler in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen worden: Die Hauptstadt Valletta, die Tempelanlage von Ġgantija sowie das Hypogäum von Ħal-Saflieni.

Malta ist eine der populärsten Film- und Fernsehkulissen der Welt und wird von der London Times scherzhaft als „Das mediterrane Mini-Hollywood“ betitelt. Beispiele für bekannte Filmproduktionen die hier gedreht wurden sind U-571, Monte Cristo, Troja, Alexander, Midnight Express, Gladiator, The Da Vinci Code – Sakrileg und München sowie prestigeträchtige Fernsehproduktionen wie BBCs Byron und Daniel Deronda. Die von Robert Altmans Film Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag (1980) verwendete Fischerdorf-Kulisse ist heute eine Touristenattraktion, obwohl der Film damals ein Flop war.

Die wilde und unberechenbare Küstenlinie und die altehrwürdige Architektur der Insel haben schon eine Vielzahl an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt gedoubelt – vom alten Rom über das Marseille des 19. Jahrhunderts bis hin zum Beirut der 1960er Jahre.

Eine Besonderheit der Maltesischen Inseln sind die Luzzus, bunt bemalte hölzerne Fischerboote, deren Bug mit Augen (Horus- oder Osirisauge) verziert ist. Die Bauweise der Boote geht möglicherweise auf die Phönizier zurück; das Auge soll der Überlieferung nach die Fischer vor Gefahren schützen. Zusätzlich tragen die Boote zumeist die Namen christlicher Heiliger.

Die farbenfrohen Boote sind ein beliebtes Fotomotiv für Touristen; daher wird ihr Unterhalt von der Regierung bezuschusst. Sie werden aber bis heute von den Fischern als Arbeitsgerät genutzt. Einige moderne Ausflugsboote für Touristen sind im Stil dem traditionellen Luzzu nachempfunden.

Kinnie ist der Name einer auf Malta hergestellten Limonade, die unter anderem aus Blutorangen und Kräutern, insbesondere Wermutkraut hergestellt wird. Das bernsteinfarbene, alkoholfreie und kohlensäurehaltige Getränk hat einen bitter-süßen Geschmack. Ein weiteres bekanntes maltesisches Getränk ist das Lagerbier „Cisk Lager“.

The Times of Malta (mit Sonntagsausgabe Sunday Times), The Malta Independent, Malta Today (Wochenblatt), The People (Boulevardblatt), The Malta Star (nur online) und eine Vielzahl von maltesischsprachigen Partei-, Kirchen- und Gewerkschaftszeitungen.

Malta wird über die Public Broadcasting Services (PBS) mit einem Hörfunk- (Radju Malta) und einem Fernsehprogramm (TVM) versorgt. Außerdem verfügen die beiden großen Parteien „Malta Labour Party“ mit Super One TV und „Nationalist Party“ mit Net TV über je einen Fernsehsender. Im Hörfunkbereich gibt es daneben noch eine private Musikstation (Bay Radio) und den katholischen Sender RTK.

Von 1971 bis 1996 betrieb die Deutsche Welle die Relaisstation Cyclops.

Auf maltesischen Straßen herrscht Linksverkehr. In den letzten Jahren wurde viel in den Ausbau des Straßennetzes investiert. Trotzdem befinden sich viele Nebenstraßen – insbesondere in ländlichen Regionen – immer noch in relativ schlechtem Zustand. Auch der Fahrstil mancher maltesischer Autofahrer ist für Touristen aus nördlicheren Regionen Europas gewöhnungsbedürftig. Viele Malteser sagen deshalb mit einer Portion Selbstironie über sich: „Maltese people don’t drive right, they don’t drive left either, they drive in the shadows!“ („Malteser fahren weder rechts – noch links, sondern dort, wo Schatten ist“).

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfügte Malta auch über ein Schienenverkehrsnetz: 1883 wurde eine Eisenbahnlinie von Valletta nach Mdina eröffnet, die jedoch im Jahre 1931 aufgrund mangelnder Rentabilität wieder eingestellt wurde. Noch kurzlebiger war das Straßenbahnnetz, das im Jahre 1905 von der britischen Firma Macartney, McElroy & Co. Ltd. zwischen Birkirkara, den „Three Cities“, Paola and Żebbuġ eingerichtet wurde; die Betreibergesellschaft Malta Tramways Ltd. meldete bereits 1929 Konkurs an, so dass heute auf Malta keine Schienenverkehrsinfrastruktur mehr besteht.

Der öffentliche Nahverkehr wird durch ein dicht ausgebautes Autobusnetz bedient, welches sternförmig von der Hauptstadt Valletta ausgeht. Viele der Linienbusse stammen noch aus Großbritannien und wurden während der Kolonialzeit gebraucht nach Malta gebracht. Die Busse sind je nach Busfahrer persönlich eingerichtet und gelten bei den einen als Touristenattraktion, bei anderen als höchstens brauchbares Nahverkehrsmittel. Bis 1994 waren die heute gelben Linienbusse einheitlich grün gestrichen; diese Farbgebung stammte noch aus den frühen 1980er Jahren und sollte damals die Verbundenheit Maltas mit Libyen zum Ausdruck bringen. Die Busse auf Gozo sind traditionell grau. Inzwischen werden die überalterten Linienbusse schrittweise durch moderne Niederflurbusse ersetzt. Bis zum völligen Verschwinden der Oldtimerbusse, die für Touristen ein beliebtes Fotomotiv darstellen, dürften jedoch noch einige Jahre vergehen.

Vom 15. bis 17. Juli 2008 erlebte Malta einen Streik von Bus- und Taxifahrern mit Straßenblockaden. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Sorgen von Bus- und Taxifahrern, dass bei durchzusetzendem EU-Recht ihr Transport-Monopol kippt. Damit hätten auch Unternehmer anderer EU-Länder das Recht, den öffentlichen Nahverkehr mitzugestalten. Besonders die maltesischen Busfahrer, in deren Eigentum sich die Busse befinden, bangen um ihre Existenz.

Der internationale Flughafen von Malta befindet sich in Luqa, von dort gab es zudem einen Hubschraubershuttledienst nach Gozo. Comino ist nur mit kleinen Personenfähren zu erreichen, die meistens unregelmäßig verkehren. Einen planmäßigen Fährdienst zwischen Malta und Gozo gibt es hingegen von Ċirkewwa aus. Regelmäßige Fährverbindungen bestehen zwischen Valletta und Catania auf Sizilien sowie Reggio Calabria und Salerno auf dem italienischen Festland. Hauptsächlich in den Sommermonaten verkehren außerdem Hochgeschwindigkeits-Katamarane zwischen Valletta und Catania (bzw. Pozzallo); diese werden hauptsächlich für Tagesausflüge nach Sizilien genutzt, die in zahlreichen Reiseagenturen auf Malta und Gozo gebucht werden können. Fährverbindungen bestehen außerdem von Valletta nach Valencia (Spanien) und Tripolis (Libyen). Die Fährverbindung nach Tripolis war insbesondere während des UN-Embargos gegen Libyen nach dem Lockerbie-Anschlag von Bedeutung, da auch der Luftverkehr nach Libyen eingestellt war; Libyer, die ins Ausland reisen wollten, nutzten daher diese Verbindung, um von Malta in den Rest Europas oder nach Übersee weiterzufliegen. Seit der Aufhebung des Embargos gegen Libyen hat die Verbindung an Bedeutung verloren und verkehrt nur noch ein- bis zweimal pro Woche.

Malta ist ein „Paradies“ für Autoliebhaber. Allgemein sind die Malteser große Oldtimerliebhaber. Im maltesischen Straßenbild sind viele gepflegte Oldtimer zu sehen. Daneben gibt es auch eine große Anzahl an Youngtimern, die jedoch eher für reine Nutzungsaufgaben gebraucht werden und dementsprechend heruntergekommen aussehen. Auch ungewöhnliche brandneue PKWs, die in Deutschland nicht angeboten werden, sind zu sehen. Am meisten vertreten sind im Straßenbild ältere koreanische und japanische Fahrzeuge. Im Gegensatz zu italienischen Automobilen, abgesehen vom Fiat Panda, sind französische Automobile sehr beliebt. Der Peugeot 406 wird auch gerne als Taxi verwendet. Deutsche Autos sind recht selten, jedoch sind ältere Mercedes-Benz-Modelle zu sehen. Der Mercedes-Benz W124 ist, wie früher in Deutschland, sehr häufig als Taxi anzutreffen. Gelegentlich gibt es auch Mercedes-Benz W123 oder sogar W115. Die auch regelmäßig anzutreffenden Ford Escorts stammen aus englischer Produktion. Englische Autos sind im Straßenbild sehr häufig vertreten, wie auch osteuropäische Autos. Autos aus den 1980ern sind in Malta etwa so häufig wie in Deutschland Autos aus den 1990ern. Autos aus den 1970ern sind in Malta etwa so häufig wie in Deutschland Autos aus den 1980ern. Am häufigsten sind jedoch Autos aus den frühen 1990ern.

Die Vogeljagd gilt auf Malta als traditioneller Volkssport. Mit rund 18.000 offiziellen Jagdlizenzen hat Malta die höchste Jägerdichte in Europa. Gejagt werden überwiegend Zugvögel, für die die maltesischen Inseln einer der wenigen Rastplätze auf dem Zug von Europa nach Afrika sind. Bis zum EU-Beitritt 2004 erlaubten die maltesischen Bestimmungen die Jagd selbst auf geschützte Arten wie Bekassine, Zwergschnepfe und Kampfläufer. Die Schätzungen für die Gesamtzahl gejagter Vögel schwanken zwischen 200.000 und 1.000.000 jährlich. Tote Vögel werden meist ausgestopft und verkauft, lebendig gefangene Vögel werden als Käfigvögel oft illegal verkauft.

Mit dem EU-Beitritt 2004 gelten für Malta europäische Bestimmungen wie die Vogelschutzrichtlinie und die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Die maltesische Regierung hat jedoch einen Übergangskompromiss ausgehandelt. So wird die Frühjahrsjagd auf Turteltaube und Wachteln beschränkt, der Fang von sieben Finkenarten ist noch bis 2008 erlaubt, um ein Zuchtsystem aufzubauen. Um die Umsetzung zu überwachen, wurde die 23 Mann starke Law Enforcement Police etabliert, die jedoch auch Prostitution und Glücksspiel kontrolliert.

Die EU-Kommission hat am 31. Januar 2008 ein Klageverfahren gegen Malta vor dem Europäischen Gerichtshof eröffnet, in dessen Mittelpunkt die Beendigung der besonders schädlichen Frühjahrsjagd auf Wachteln und Turteltauben steht. Seit dem EU-Beitritt Maltas fordern der NABU und BirdLife Malta ein Ende der Zugvogeljagd auf der Mittelmeerinsel. Die Vogelschützer protokollierten im Herbst 2007 nicht nur den Vogelzug, sondern auch die umfangreiche Jagd im Süden der Insel. Insgesamt wurden 209 Verstöße dokumentiert und der örtlichen Polizei gemeldet. In den meisten Fällen handelte es sich um illegale Abschüsse von Greifvögeln. Unter den Opfern stand der in Mitteleuropa besonders seltene Wespenbussard an erster Stelle.

Auf der Delimara-Halbinsel nahe dem Fischerdorf Marsaxlokk steht seit Anfang der 1990er Jahre ein Elektrizitätskraftwerk. Da die von der konservativen Partit Nazzionalista (PN) geführte Regierung es in unmittelbarer Nähe des Hauses des ehemaligen sozialistischen Premierministers Dom Mintoff errichten ließ, wird häufig gemutmaßt, dass es sich bei der Wahl des Standortes um eine gezielte Provokation gegenüber Mintoff handelte.

In der Anchor Bay im Nordwesten Maltas wurde 1980 von Robert Altman der Film Popeye mit Robin Williams und Shelley Duvall in den Hauptrollen gedreht. Die Popeye Village genannten ehemaligen Kulissen der Filmstadt Sweethaven dienen heute als Vergnügungspark.

1 Liegt größtenteils in Asien.  2 Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas.

Zum Seitenanfang



Raffaele Monaco La Valletta

Raffaele Kardinal Monaco La Valletta, 1827-1896, zeitgenössische Fotografie

Raffaele Monaco La Valletta (* 23. Februar 1827 in L’Aquila in Italien; † 14. Juli 1896 in Agerola, Provinz Neapel) war ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Er studierte zunächst in Rom und erlangte 1846 die Doktorwürde für Theologie, Kanonisches Recht und Zivilrecht. Zum Priester wurde er 1849 geweiht und arbeitete als Prälat und Referent in der damaligen Kongregation zur Vollstreckung und Auslegung der Beschlüsse der Tridentiner Kirchenversammlung wie auch zur Erkennung über Dekrete der Provinzsynoden (Congregatio cardinalium Concilii Tridentini interpretum; heute: Kongregation für den Klerus).

Das Amt eines stellvertretenden Beraters und späteren Fachlichen Berater in der Kongregation für Glaubensfragen unter gleichzeitiger Ernennung zum Domherrn, übernahm er im Jahr 1859, welches er bis 1868 inne hatte.

1874 wird er unter gleichzeitiger Erhebung in den Kardinalsstand zum Titularbischof des Erzbistums Haraclea (Europa) geweiht, 1878 war er Angehöriger des Konklaves bei der Wahl Papst Leo XIII. 1883 wird er zum Bischof von Albano berufen und 1889 übernahm er auch das Bischofsamt von Ostia und Velletri. Von 1884 bis 1889 war er Sekretär der Kongregation für die heilige römische und universielle Inquisition (Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis; der heutigen Kongregation für die Glaubenslehre) und wurde 1889 zum Kardinalbischof ernannt. Mit dieser Ernennung übernahm er dann bis zu seinem Tod im Jahre 1896 die Leitung der früheren Kongregation für Zeremonien.

Zum Seitenanfang



FC Valletta

Bild:Valletta FC Logo.jpg

Der Valletta Football Club ist ein maltesischer Fußballverein mit Sitz in Valletta, der Hauptstadt Maltas.

Am 9. Januar 1904 wurde Valletta United gegründet. In der Saison 1914 / 1915 wurde der Klub erstmals Meister. Nachdem 1928 nur die Vizemeisterschaft gelungen war, feierte der Klub 1932 seinen zweiten Titelgewinn. Im selben Jahr erfolgte die Umbenennung in Valletta City, die sieben Jahre Bestand haben sollte. 1939 wurde der Klub in Valletta St. Paul's AFT umbenannt. Da während des Zweiten Weltkrieges teilweise der Spielbetrieb zum Stillstand gekommen war, fusionierte der Klub 1944 mit dem Ortsrivalen Valletta Prestons zum Valletta F.C..

Der neu gegründete Verein war gleich in seiner ersten Saison erfolgreich und holte die maltesische Meisterschaft, die im Jahr darauf verteidigt werden konnte. In den folgenden Jahren gehörte der FC Valletta zusammen mit den Sliema Wanderers, dem FC Floriana und Hibernians Paola zu den dominierenden Mannschaften der maltesischen Meisterschaft. Aber auch im maltesischen Pokal war der Klub erfolgreich: Seit er 1960 mit einem 3:0-Finalsieg gegen den FC Floriana erstmals den Titel gewann, folgten zehn weitere Titel.

Seit 2001, als der Klub das Double gewann, musste man auf einen Titel warten, ehe im Mai 2008 die Meisterschaft zwei Spieltage vor Schluss gesichert wurde, als Marsaxlokk nicht gegen Birkirkara gewinnen konnte.

Gegenwärtiger Ausrüster des FC Valletta ist Nike, der Hauptsponsor ist Mare Blu, eine Thunfischfarm.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia