Valencia

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Geschrieben von c3po 10/04/2009 @ 07:14

Tags : valencia, spanien, europa, ausland

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Valencia

Valencia (Spanien)

Valencia (spanisch ; valencianisch/katalanisch València , deutsch veraltet: Valentz) ist eine Großstadt im östlichen Teil Spaniens. Die Hauptstadt der autonomen Region Valencia und der gleichnamigen Provinz liegt rund 320 km südöstlich der Landeshauptstadt Madrid an der Mündung des Turia zum Mittelmeer und ist mit ca. 805.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Im Großraum Valencia leben rund 1,8 Millionen Menschen.

Valencia liegt an der spanischen Mittelmeerküste, ca. 350 km südlich von Barcelona an der Mündung des Flusses Turia. Der Fluss selber wurde nach verheerenden Überschwemmungen in den 1950er Jahren (letztmals 1957) aus der Stadt heraus verlegt; das ehemalige Flussbett wurde in einen Park umgewandelt.

Das Klima in Valencia ist vom Mittelmeer geprägt. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 17,8 °C und schwankt dabei zwischen 11,5 °C im Januar sowie 25,5 °C im August. Im Winter fallen die Temperaturen fast nie unter 4–8 °C, tagsüber kann es 18–25 °C warm werden. Im Sommer sind bis zu 40 °C möglich, während sie nachts auf angenehme 20–25 °C fallen.

Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwas weniger als 470 mm. Es regnet vor allem im Frühjahr und Herbst, jeweils ca. fünf Tage im Monat. Die erste Oktoberwoche ist für ihre starken Niederschläge „berühmt“. Die Sommermonate Juni, Juli und August sind nahezu niederschlagsfrei.

Vom Klima her sehr empfehlenswert sind die Monate April bis Juni sowie Mitte September bis Ende Oktober. Auch die Wintermonate sind für Mitteleuropäer sehr angenehm.

Die mittlere Wassertemperatur in Valencia liegt von Juni bis Oktober über 20 °C und sie erreicht im August mit 25 °C ihr Maximum. In den Wintermonaten beträgt die mittlere Wassertemperatur 13–15 °C.

138 v. Chr. wurde die Stadt Valentia (/wa'lentia/) von dem römischen Konsul Decimus Iunius Brutus Callaicus gegründet, berichtet der Historiker Titus Livius. Etwa hundert Jahre später wird Valentia als eine der ersten hispanischen Städte römische Kolonie.

Unter westgotischer Herrschaft kaum entwickelt, machte die Stadt nach der arabischen Eroberung 711 rasche Fortschritte und erreichte im Kalifat von Córdoba 15.000 Einwohner. In der Zeit der Taifa-Königreiche herrschten die Amiriden und die Dhun-Nuniden in „Balansiya“. 1094 eroberte El Cid die Stadt für das Christentum, doch nach acht Jahren fiel sie erneut an die Muslime unter den Almoraviden.

Nachdem die Stadt, nach einem Zwischenspiel unter Ibn Mardanisch unter die Herrschaft der Almohaden geraten war, gewann König Jakob I. von Aragonien 1238 die Stadt endgültig für die Christenheit zurück und machte sie zur Hauptstadt des Königreiches Valencia, das zur Krone von Aragonien gehörte.

Valencianische Banker haben Königin Isabella I. von Kastilien Kapital für Kolumbus' Seeweg-Suche nach „Hinterindien“ 1492 geliehen.

Im 15. und 16. Jahrhundert war Valencia eine der wichtigsten Städte im Mittelmeerraum. Joanot Martorell, Autor von Tirant lo Blanch und der Dichter Ausiàs March sind berühmte Valencianer aus dieser Zeit.

Die erste Druckerpresse auf der iberischen Halbinsel stand in Valencia. 1478 wurde die erste Bibel in einer romanischen Sprache (Valencianisch) gedruckt. Dies wird Bonifaci Ferrer zugeschrieben.

1520 – gleichzeitig mit dem Comuneros-Aufstand gegen König Karl I. (der deutsche Kaiser Karl V.) in Toledo und anderen Städten – kam es in Valencia zur Rebellion der in Bruderschaften (Germanías) zusammengeschlossenen Zünfte. Nachdem im April 1521 bei Villalar die königliche Reiterei über die aufständischen Comuneros siegte, wurde auch der Germanías-Aufstand niedergeschlagen.

Während des spanischen Sezessionskriegs von 1701 bis 1714 stand Valencia auf der Seite Karl von Österreichs. Nach dem Sieg der Bourbonen in der Schlacht von Almansa am 25. April 1707 verlor die Stadt ihre Privilegien.

Während des spanischen Bürgerkrieges 1936–1939 gehörte Valencia zu dem von den Republikanern kontrollierten Gebiet und war ab November 1936 anstelle des unmittelbar in der Kampfzone gelegenen Madrid Regierungssitz der Republik; im November 1937 verlegte die republikanische Regierung ihren Sitz jedoch weiter nach Barcelona. Die Stadt litt sehr unter der Blockade und Belagerung durch Francos Armee.

Eine der bedeutendsten urbanistischen Leistungen Spaniens (und Europas) wurde in den 1970er bis 1990er Jahren in Valencia vollbracht: die oben kurz erwähnte Ausgestaltung des ehemaligen Turia- Flussbettes als Park. Erste Pläne hatten eine Nutzung als Stadtautobahn vorgesehen. Diese hätte auch hochpreisige Stadtviertel mit Luxuswohnbauten nach sich gezogen. Eine Bürgerbewegungung kämpfte dagegen unter dem Schlachtruf „El llit del riu és nostre i el volem verd!“ („Das Flussbett ist unser und wir wollen es grün“) – und sie erwies sich als siegreich. Im Oktober 1981 erhielt der bekannte katalanische Architekt Ricardo Bofill den Auftrag für die Grundsatzplanung des neuen Großparks. Eine der grünärmsten Städte Spaniens erhielt so (mit Baubeginn 1985) eine wertvolle „Grüne Lunge“.

Anfang Juli 2006 besuchte Papst Benedikt XVI. die Stadt im Rahmen des V. Weltfamilientreffens.

593.980 Wahlberechtigte, Wahlbeteiligung 68,4 %.

Bürgermeisterin ist Rita Barberá Nolla (Partido Popular).

Die Seidenbörse (span. Lonja de la Seda; val. Llotja de la Seda) wurde zwischen 1482 und 1533 unter der Leitung des Steinmetzmeisters Pere Compte erbaut und gilt als eines der bedeutendsten Gebäude der profanen Gotik in Europa. Sie besteht aus vier Teilen: dem Turm, dem Saal Consulado del Mar, dem Orangenbaum-Innenhof und dem Säulensaal. Der gesamte Komplex mit bebauten und unbebauten Zonen ist über 2000 m² groß. Seit 7. Dezember 1996 zählt die Lonja de la Seda zum UNESCO Weltkulturerbe.

Der Bau der Kathedrale von Valencia begann im Jahre 1262, auf den Grundmauern einer alten Moschee. Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Gebäude oftmals umgestaltet. Auffällig sind die Puerta de los Apóstoles, aus dem 14. Jahrhundert, die Puerta del Palau, das älteste Portal der Kathedrale, romanisch mit Einflüssen aus dem Mudéjar, und die Puerta Barroca. Sehenswert auch der emblematische, an die Kathedrale angebaute, gotische Torre del Miguelete Turm, aus dem 14. Jhd., der als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt.

Zudem wird in der Kathedrale von Valencia in einer Seitenkapelle ein Kelch aus Achat als Reliquie aufbewahrt, der von den Gläubigen als Heiliger Kelch ( Heiliger Gral ) verehrt wird. Er könnte auch Ursprung der Sage um den Heiligen Gral sein. Experten datieren den mörserförmigen Steinbecher in das 1. Jahrhundert vor Christus.

Vor dem Apostelportal der Kathedrale tagt jeden Donnerstag das Wassergericht, ein einzigartiges öffentliches Verfahren, bei dem u.a. Streitigkeiten unter den Bauern des Umlandes (Huerta) über die Bewässerung der Felder geschlichtet werden.

Bekannt ist die Stadt durch die jährlich stattfindenden „Fallas“. Die Fallas sind Feiern der Stadtvierteln zu Ehren von Josef, dem Zimmermann. Dabei stellen die einzelnen Stadtviertel übergroße Figuren aus Holz und Pappmaché aus, die „fallas“. Die fallas karikieren z.B. herausragende Ereignisse aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben auf oftmals recht satirische Art.

Die Fallas beginnen mit Anfang März und erreichen am 16.–19. März ihren Höhepunkt. Sie werden mit Umzügen durch die Stadtviertel in traditioneller Tracht, Festessen und Feuerwerken, gefeiert. Es gibt zwei verschiedene Kategorien von Feuerwerken: das eine sind die mascletàs die täglich um 14 Uhr auf der Plaça de l'Ajuntament stattfinden. Das andere sind die Castillos de fuegos artificiales die in den vier Nächten vor dem 19. März in den Nachthimmel geschossen werden. Am 17. und 18. März werden der Virgen de los Desamparados mit Umzügen Blumen dargeboten. Die Blumen werden vor der Basilika auf der Plaça de la Virgen zu einem 10 m hohen Marienbild zusammengesteckt. In der Nacht vom 19. zum 20. März werden die fallas-Pappfiguren zu Ehren von St. Josef in einem Akt namens cremà verbrannt. In der Nacht vom 18. auf den 19. März findet um 1.30 ein großes Feuerwerk statt, die sogenannte Valencianer nit del foc (span. noche del fuego/Nacht des Feuers).

Im Juli 2006 fand in Valencia das katholische Weltfamilientreffen mit Papst Benedikt XVI. statt, bei dessen Veranstaltungen bis zu 2 Millionen Menschen teilnahmen.

Die Paella ist ein traditionell valencianisches Gericht. Obwohl die spanische Küche sehr regional geprägt ist, hat die Paella in Spanien einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Da die spanische Küche einen recht regionalen Bezug hat, werden jedoch in den verschiedenen Regionen Spaniens von der traditionellen Paella Valenciana abweichende Versionen zubereitet. So wird beispielsweise die von den (Zentral-)Katalanen an ihre eigene regionale Küche angepasste Paella mit Huhn und Meeresfrüchten von der überwiegenden Mehrheit der Valencianer abgelehnt. Der zu verwendende Reis stammt aus dem Anbaugebiet La Albufera, ein See südlich von Valencia. Neben einer einzigartigen Artenvielfalt von Vögeln und Insekten wird dort auch Reis angebaut.

Natürlich gibt es in der valencianischen Küche auch eine Nudel-Paella. Sie wird Fideuà genannt und basiert auf Fisch und Faden-Nudeln.

Gern gegessen wird auch „Arroz al Horno“ (Reis aus dem Ofen) oder „Arroz a la Banda“ (Reis aus der Pfanne).

Typisch für Valencia ist auch die Horchata, ein Getränk aus Erdmandeln. Zur Horchata werden Fartons gegessen. Ebenso typisch ist die Cebada, ein Malzgetränk, das sich aus der Römerzeit erhalten hat.

Hochgelobt wird auch das „Agua de Valencia“, ein Mischgetränk aus spanischem Sekt Cava, frisch gepreßtem Orangensaft und anderen Zutaten.

Im Sommer wird gerne „Leche merengada“ gegessen, eine Art Sorbet auf Basis von Milch und Baiser („Merengue“), aromatisiert mit Zitronenschale und Zimt. Eine Kugel Leche merengada Eis (wahlweise auch Nata (Sahne-Eis) auf Kaffee-Sorbet) wird als „Blanco y Negro“ bezeichnet. Mit einer Kugel Mantecado (Vanille-Sahne-Eis) wird daraus das für Valencia typische „Nacional“.

Valencia ist außerdem für den Serrano-Schinken bekannt.

In der Umgebung Valencias, besonders in nördlicher Richtung, werden die Straßen von Orangenfeldern gesäumt. Valencia war und ist immer noch ein Zentrum für Zitrusfrüchte, doch immer öfter weichen die Felder in Meernähe größeren Baugebieten für Touristen. Außerdem kümmert sich häufig die folgende Generation nicht mehr um den Betrieb der Felder, lässt sie verkümmern oder spekuliert auf hohe Grundstückspreise. Viele Plantagen findet man heute deshalb auch in den angrenzenden Bergen. Viele davon werden noch von Familien betrieben.

Ein großer Arbeitgeber ist nahe Kernkraftwerk Cofrentes sowie das Automobilwerk von Ford in Almussafes 20 km südlich der Stadt. Letzteres produzierte seit Gründung im Jahr 1976 über neun Millionen Automobile. Derzeit werden die Modelle Focus, Fiesta, Ka sowie der Mazda2 gefertigt. Das Ford-Werk beschäftigt 7.000 Menschen direkt und sorgt für 21.000 weitere indirekten Arbeitsplätze in Zulieferbetrieben. Außerdem wird in der Region auch Reis u.ä. angebaut.

In Valencia gibt es insgesamt über 80.000 Studenten an den zwei Universitäten Universität Valencia und Polytechnische Universität Valencia.

Valencia ist aus der Luft über den 8 km vom Stadtzentrum entfernten Flughafen Manises zu erreichen, der aus Deutschland von Ferienfliegern, aber auch im Linienflugverkehr angeflogen wird. Von dort gibt es eine Metro- und Busverbindung in die Stadt. Gelegentlich kann die Anreise über den benachbarten Flughafen Alicante jedoch günstiger sein.

Der Nordbahnhof (Estación de Norte) befindet sich im Stadtzentrum. 1988 wurde das erste Teilstück der Metro Valencia, der U-Bahn der Stadt eingeweiht.

Im Straßenverkehr ist Valencia in westlicher Richtung über die E-901 (Europastraße) mit der Landeshauptstadt Madrid verbunden, die gleichzeitig Zubringer zur E-15, einer bedeutenden Nord-Süd-Achse entlang der Küste in Richtung Barcelona, ist. Im Bau befindet sich derzeit die A-23 Sagunt–Somport (Pyrenäenpass), die Valencia mit Teruel und Saragossa verbinden wird.

Valencia verfügt über einen bedeutenden Seehafen mit Containerterminals, Fähr- und Eisenbahnanschluss.

Die Stadt Valencia verfügt neben ihrer Metro seit 1994 über ein modernes Straßenbahnsystem, das durch Buslinien ergänzt wird.

Der auch hier geborenen Heilige Vinzenz Ferrer ist der Schutzpatron der Stadt (Stadtpatron).

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Königreich Valencia

Das Königreich Valencia und seine Verwaltungsstruktur

Das Königreich Valencia an der Ostküste der Iberischen Halbinsel war ein Bestandteil der Krone Aragon. Als diese das Königreich Kastilien mit dynastischen Mitteln das Königreich Spanien bildeten, wurde das Königreich Valencia ein Bestandteil der spanischen Monarchie.

Das Königreich Valencia wurde 1237 geschaffen, als das maurische Taifa-Königreich von Valencia im Verlauf der Reconquista erobert wurde. 1707 wurde es im Verlauf des Spanischen Erbfolgekriegs durch die Decretos de Nueva Planta König Philipps V. aufgelöst.

In den Jahrhunderten seines Bestehens wurde das Königreich auf Basis der in der Furs de Valencia festgelegten Gesetze und geschaffenen Institutionen regiert, durch die das Land eine weitgehende Autonomie behielt. Die Grenzen und die Identität der heutigen autonomen Region Comunitat de Valencia fußen weitgehend auf dem alten Königreich Valencia.

Die Eroberung des späteren Königreichs Valencia begann 1232, als König Jakob I. von Aragón (Jaume I el Conquistador) Morella überwiegend mit aragonesischen Truppen eroberte. Wenig später, 1233, wurden Burriana and Peñíscola dem Taifa Balansiya (Valencia auf Arabisch) ebenfalls weggenommen.

Eine zweite und wesentlich wichtigere Eroberungswelle begann 1237, als Jakob I. die Truppen des Taifa Balansiya schlug. Er betrat die Stadt Valencia am 9. Oktober 1237, und dieses Datum wird heute als Geburtstag des Königreichs Valencia angesehen.

Eine dritte Phase der Eroberung fand zwischen 1243 und 1245 statt, in der dann die Grenzen, die zwischen Jakob I. und dem Erben des kastilischen Throns, Alfons dem Weisen, im Vertrag von Almizra vereinbart worden waren, Gestalt annahmen. Mit dieser Phase war dann für die Krone Aragón die Reconquista abgeschlossen, da alle weiter südlich und westlich liegenden Gebiete, Kastilien vorbehalten blieben.

Die mudejarische Bevölkerungsmehrheit wurde von den Eroberern überrollt, und durfte in ihrer Heimat bleiben, bis sie 1609, also mehr als 350 Jahre später, vertrieben wurde. Jetzt aber war sie wichtig, um die Wirtschaft des Landes aufrecht zu erhalten, obwohl sie gleichzeitig als Bedrohung für die Stabilität des Königreichs angesehen wurden. Tatsächlich brachen häufig Aufstände gegen die christliche Herrschaft aus, die wichtigsten unter der Führung von Mohammad Abu Abdallah Ben Hudzail al Sahuir, genannt Al-Azraq („der Blauäugige“), 1244, 1248 und 1276, der kurze Zeit für das Gebiet südlich des Júcar Unabhängigkeit erlangte, schließlich aber unterworfen wurde.

König Jakob II. der Gerechte, ein Enkel Jakobs I., überschritt 1296 die im Vertrag von Almizra festgelegte Grenze und eroberte den fruchtbaren Landstrich um Murcia, Orihuela und die Vega Baja del Segura, deren lokale Herrscher mit Kastilien verbündet waren. Die Grenzen zwischen Kastilien und der Krone Aragón wurden schließlich 1304 durch den Vertrag von Torrellas (Sentencia Arbitral de Torrellas) und 1305 durch den Vertrag von Elche revidiert, durch die Orihuela, Alicante und Elche dem Königreich Valencia zugeschlagen wurden, Murcia hingegen Kastilien.

Nach Abschluss der Eroberung waren vier Taifas von der Landkarte verschwunden: Balansiya, Alpuente, Denia und Murcia.

Die moderne Forschung sieht die Eroberung Valencias als Kampf des König um neues Land, das frei von Ansprüchen des Adels sein sollte –ähnlich wie bei der Krone Kastiliens. Die neuen Territorien sollten dem König gehören, der dadurch seine Macht gegenüber dem Adel vergrößerte und absicherte. Zwar erhielten aragonesische Adlige Besitz im eroberten Gebiet, jedoch nur im dünn besiedelten und gebirgigen Hinterland. Die fruchtbare und dicht besiedelte Küstenebene behielt der König für sich zurück.

Das Königreich Valencia hatte im 15. Jahrhundert seine Blütezeit auf Basis des Handels, der im Mittelmeer mehr und mehr durch die Krone Aragon mit den Basishäfen Barcelona und Valencia kontrolliert wurde. In Valencia wurde die „Taula de canvis“ eröffnet, teilweise eine Bank, teilweise eine Börse. Vielleicht das schönste Bauwerk aus dieser Zeit ist die Seidenbörse Llotja de la Seda, einer der wesentlichen Umschlagplätze im Mittelmeerraum im 16. Jahrhundert und eines der besten Beispiele ziviler gotischer Architektur Europas. Valencia war eine der ersten Städte Europas, in denen der Buchdruck Einzug hielt (Druck in Valencia des ersten in der Iberischen Halbinsel gedruckten Buches). Autoren wie Joanot Martorell und Ausiàs March sind die wesentlichen Schriftsteller dieser Zeit.

1479 wurde das Königreich Valencia mit der Vereinigung Aragons und Kastiliens ein Teil Spaniens. Die habsburgischen Könige (1516-1700) bestätigten die Privilegien und Freiheiten ihrer Länder, die Verwaltungsstrukturen blieben intakt. Der Niedergang begann mit der Vertreibung der Juden 1492 (Alhambra-Edikt), setzte sich fort, als das neue Königreich sich stärker auf die Kolonien in Übersee fokussierte, und kulminierte, als der Aufstieg des Osmanischen Reichs und die Piraterie im westlichen Mittelmeer (Khair ad-Din Barbarossa, Turgut Reis) den Mittelmeerhandel fast zum Erliegen brachten: Valencia verlor seinen Status als europäische Wirtschaftsmetropole an die Städte Nord- und Mitteleuropas.

1521 entluden sich durch die Wirtschaftskrise aufgestaute soziale Spannungen in der Rebelión de las Germanias oder Revolte de les Germanies, einem Aufstand von Handwerkergilden gegen Adel und Bürgertum, nach deren Niederschlagung der König seine Macht in Valencia ausdehnen konnte. Die Vertreibung des mudejarischen Bevölkerungsteils 1609 durch die Spanische Inquisition war der letzte Schlag, der die valencianische Wirtschaft endgültig zum Erliegen brachte. Tausende Vertriebene bedeute, dass ganze Ortschaften verlassen wurden und die Landwirtschaft ihre Arbeitskräfte verlor.

Das Ende des Königreichs Valencia kam 1707 als Ergebnis des spanischen Erbfolgekriegs. Die Bevölkerung hatte zumeist den habsburgischen Prätendenten unterstützt. Nach der Schlacht von Almansa und dem Sieg der Bourbonen löste der neue König Philipp V. die alten Strukturen auf und schuf eine zentralisierte Monarchie.

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Erzbistum Valencia

Das Erzbistum Valencia (lat.: Archidioecesis Valentinus, kat.: Arxidiòcesi de València, span.: Archidiócesis de Valencia) ist eine in Spanien gelegene Erzdiözese der römisch-katholischen Kirche mit Sitz in Valencia.

Das Erzbistum Valencia wurde erstmals im Jahre als Bistum Valencia 527 gegründet, ging aber im 8. Jahrhundert im Zuge der Maurischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel unter. Im Zuge der Reconquista und der Vertreibung der Mauren aus Valencia wurde es am 10. Oktober 1238 als Bistum Valencia wiedererrichtet. Zunächst unterstand es als Suffragandiözese dem Erzbistum Tarragona. Am 9. Juli 1492 erhob Papst Innozenz VIII. das Bistum zum Erzbistum mit Sitz eines Metropoliten.

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FC Valencia

Logo des FC Valencia

Der FC Valencia (offiziell: Valencia Club de Fútbol) ist ein spanischer Fußballverein aus Valencia.

Die Vereinsfarben sind schwarz und weiß. Die Heimspiele werden zur Zeit noch im Mestalla-Stadion (53.939 Plätze) ausgetragen, dieses wird in den nächsten Jahren durch eine neue Multifunktionsarena ersetzt werden.

Die erste Präsidentschaftswahl des FC Valencia wurde durch einen Münzwurf entschieden. Der glückliche Sieger war Octavio Augusto Milego Diaz, der sich gegen Gonzalo Medina Pernas durchsetzte. Diese beiden waren also ein Teil der Gründerväter des Vereins, die am 18. März 1919 den Klub gründeten. Das erste Spiel der Mannschaft wurde auswärts gegen Valencia Gimnástico mit 0:1 verloren.

Bevor man im Mestalla-Stadion spielte, wurden Heimspiele auf dem Algirós-Platz ausgetragen. Das erste Stadion „Mestalla“ wurde 1923 eingeweiht. Die damaligen Kosten betrugen 316.439 Peseten (heute ca. 1.900 Euro) und das Stadion hatte eine Kapazität von 17.000 Plätzen. Das Einweihungsspiel wurde gegen Castellón Castalia ausgetragen und mit einem Unentschieden (0:0) beendet. Am Tag darauf gewann die Mannschaft aus Valencia gegen denselben Gegner mit 1:0. Noch vor dem Start der Saison 1923/24, wurde der tschechische Trainer Anton Fivber engagiert, der damit der erste offizielle Trainer des FC Valencia wurde. 1923 gewann man die regionale Meisterschaft und war somit erstmals berechtigt am Copa del Rey teilzunehmen.

Ende der 1920er-Jahre wurde die erste und zweite Liga von Spanien (Primera División und Segunda División) gegründet. Die Ligen bestanden jeweils aus 10 Teams. Nach 3 Jahren in der zweiten Liga schaffte Valencia in der Saison 1930/31 den Sprung in die Primera División.

In den nächsten Jahren etablierte sich das Team in der ersten Liga. Nachdem der Spanische Bürgerkrieg den Club zurückwarf und den Wiederaufbau des nun 22.000 Plätze fassenden Stadions erforderte, waren die 1940er-Jahre ein wahrer Segen für den Club: Der erste Pokalsieg 1941, sowie der erste Gewinn der Meisterschaft in der Saison 1941/42. Es wurde auch ein Torrekord von 85 Toren in 26 Spielen aufgestellt. Die Erfolge setzten sich fort mit Meistertiteln in den Jahren 1943/44 und 1946/47, sowie vier Finalteilnahmen und einem Sieg im spanischen Pokal (Copa del Rey) in den Jahren 1944, 1945, 1946 und 1949.

In den 1950er-Jahren wurde das Stadion Mestalla noch einmal vergrößert, was eine Investition von fast einer Million Peseten bedeutete. Mit 45.000 Plätzen wurde Mestalla zu einem der schönsten Stadien Spaniens. Die 50er waren eine Ära voller interessanter Entwicklungen, an den Erfolg der 1940er-Jahre konnte man jedoch nicht anschließen. Viele bekannte Spieler, wie Antonio Puchades, Juan Carlos Díaz Quincoces, Servaas Wilkes oder Socrates, waren damals Teil einer großen Mannschaft. In der Saison erreichte man in der Meisterschaft den Vizemeistertitel und in der darauffolgenden Saison gewann Valencia den Generalísimo Cup.

Während die Leistungen in den frühen 60ern in der Liga eher unkonstant waren, machte der Verein 1961 erstmals international auf sich aufmerksam. Mit einem Sieg gegen den FC Barcelona im Finale des Messestädtecups holte sich die Mannschaft den ersten internationalen Titel. In der nächsten Saison gelang dieses Kunststück erneut, diesmal setzte man sich gegen Dinamo Zagreb in zwei Spielen durch. In der Saison 1963/64 stand Valencia erneut im Finale des Messestädtecups, damals verlor man jedoch gegen Real Saragossa mit 1:2.

Alfredo Di Stéfano unterschrieb 1970 als Trainer beim FC Valencia und konnte seine Mannschaft sogleich zum vierten Meisterschaftserfolg führen. So wurde dem Verein auch der Weg zum Europapokal der Landesmeister geebnet, wo man jedoch in der 3. Runde gegen Újpest Dózsa ausschied. Bekannte Spieler in den 70er-Jahren waren unter anderem der Österreicher Kurt Jara, der Holländer Johnny Rep und Mario Kempes, der zweifache Torschützenkönig der spanischen Liga (1976-1978). Außerdem spielte Rainer Bonhof von 1978 bis 1980 für den Verein, mit ihm gewann man 1979 den Copa del rey und im Jahr darauf den Europapokal der Pokalsieger.

Nachdem Valencia 1985/86 zwischenzeitlich wegen interner und finanzieller Probleme in die Segunda División (2. Spielklasse) absteigen musste, übernahm 1987 Arturo Tuzón das Amt des Präsidenten. Zusammen mit Trainer Alfredo Di Stéfano gelang der Wiederaufstieg in die Primera División. Die Saison 1987/88 beendete Valencia auf dem 14. Rang. 1989 wurde u.a. der bulgarische Stürmer Ljuboslaw Penew verpflichtet, der sich sofort einfügte und in seiner Laufbahn viele wichtige Tore für den Klub schoss. In der Saison 1991/92 nahm Valencia Erfolgstrainer Guus Hiddink unter Vertrag. Unter seiner Führung erreichte der Verein Platz vier in der Meisterschaft und das Viertelfinale im nationalen Cup, der Copa del Rey. In der Saison 1993/94 wurde mit Predrag Mijatović ein weiterer gefährlicher Stürmer verpflichtet. Der Auftritt im UEFA-Pokal endete aber mit einem Fiasko. Nachdem das Hinspiel gegen den Karlsruher SC 3:1 gewonnen wurde, verlor Valencia unter der Führung von Guus Hiddink das Rückspiel im Wildparkstadion gegen den KSC mit 0:7. National konnte man am Saisonende nur den siebten Tabellenplatz erreichen. 1994 wurde Carlos Alberto Parreira (1994 Weltmeister mit Brasilien) als Cheftrainer verpflichtet. Dazu kamen noch Torhüter Andoni Zubizarreta und der russische Stürmer Oleg Salenko. Der sportliche Erfolg hielt sich in Grenzen.

Erst in der Saison 1998/99 konnte Valencia den Sieg der Copa del Rey feiern. Es war die erste Trophäe nach 19 Jahren. Es folgten die erfolgreichen internationalen Auftritte unter dem Cheftrainer Raul Héctor Cúper. In der Saison 1999/2000 stand der FC Valencia im Finale der UEFA Champions League, welches gegen Real Madrid 0:3 verloren ging. Im der darauffolgenden Saison 2000/01 erreichte der Klub erneut das Finale der UEFA Champions League, welches allerdings im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern München mit 4:5 verloren wurde. In der Saison 2001/2002 errang der Verein nach 31 Jahren den spanischen Meistertitel. 2003/04 war wohl die erfolgreichste Saison. Der Verein holte sich die spanische Meisterschaft. Durch ein 2:0 Sieg im Finale gegen Olympique Marseille ging auch der UEFA-Pokal an die Spanier. Dazu verbuchte man die dritte Trophäe, den Supercup mit einem 2:1 über den Champions League Sieger, FC Porto.

In der Saison 2004/05 reichte es unter dem Trainer Claudio Ranieri, unter anderem wegen 16 Unentschieden in 38 Spielen nur zum siebten Rang in der Meisterschaft, was für den Verein eine sehr große Enttäuschung war, da man sich nach den erfolgreichen vorhergegangenen Jahren deutlich mehr erwartet hatte. Der Verein verpasste die direkte Qualifikation für den UEFA-Cup.

Die Saison 2005/06 verlief anfangs auch sehr durchwachsen, durch den UI-Cup misslang in zwei Finalspielen gegen den Hamburger SV, die Qualifikation für den UEFA-Cup. Dazu verspekulierte man sich in der Transferpolitik. Patrick Kluivert konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen, und wurde nach nur einer Saison wieder abgegeben. In der spanischen Meisterschaft erreichte der Verein den dritten Platz (hinter FC Barcelona und Real Madrid) und stieg somit in die dritte Qualifikationsrunde für die UEFA Champions League 2006/07 ein.

Die Saison 2006/07 begann trotz kurzfristigen vereinsinternen Unruhen, innerhalb des Führungsstabes, erfolgreich. Der ehemalige Spieler und Sportdirektor Amedeo Carboni äußerte öffentlich seinen Unmut gegen Trainer Quique Sánchez Flores und dessen Transferpolitik. Leistungsträger wie Francisco Rufete, Pablo Aimar und Mista wurden aus unklaren Gründen kostengünstig abgegeben. Äquivalenter Ersatz wurde erst durch die Verpflichtungen von Fernando Morientes vom FC Liverpool und Joaquín von Betis Sevilla kurz vor Saisonbeginn geschaffen. Diese Spieler erwiesen sich im Laufe dieser Saison als Stützen der Mannschaft. Außerdem kamen Asier Del Horno vom FC Chelsea und der zuvor ausgeliehene David Silva, der einer der Entdeckungen der Saison war und bald zum Stammspieler der Levantiner avancierte. Mit einem klaren Sieg gegen Red Bull Salzburg (0-1 A/3-0 H)qualifizierte sich Valencia zum fünften Mal für die Gruppenphase der UEFA Champions League. In diesem Jahr erreichte der Verein das Viertelfinale des Bewerbs, welches gegen den FC Chelsea 1:1 auswärts und 1:2 daheim verloren ging. Als negatives Highlight dieser Saison sind Handgreiflichkeiten zwischen Spielern des FC Valencia und Inter Mailand zu erwähnen. Nach TV-Aufzeichnungen wurden einige Spieler beider Mannschaften nachträglich von der UEFA und FIFA mit harten Sperren bestraft. In der Meisterschaft spielte der Verein lange Zeit um den Meistertitel mit, doch am Ende reichte es nur zum vierten Platz. Im Sommer 2007 wurde der interne Streit zwischen Carboni und Flores damit beendet, dass Carboni durch Angel Ruiz als Sportdirektor ersetzt wurde.

Für die Saison 2007/08 wurde der Vertrag mit Torhüter Santiago Cañizares verlängert und mit Timo Hildebrand ein weiterer Tormann verpflichtet. Verteidiger und Stütze Roberto Ayala verließ den Verein und unterzeichnete letztendlich einen Vertrag beim Ligakonkurrenten Real Saragossa. Als Ersatz wurde Ivan Helguera von Real Madrid verpflichtet. Am 29. Oktober 2007 wurde, nach einer Reihe von Misserfolgen in der Meisterschaft wie auch in der Champions League und einer nächtlichen Sitzung des Präsidiums Trainer Quique Sánchez Flores mit sofortiger Wirkung gefeuert und Óscar Rubén Fernández als Interimscoach von der B-Mannschaft befördert. Mit dem Niederländer Ronald Koeman wurde kurze Zeit später ein neuer Coach verpflichtet, der mit einen Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet worden ist. Die erhoffte Wende blieb vorerst aus. Valencia, schied als Gruppenletzter in der Champions League Vorrunde aus. Mitte Dezember strich Koeman dann auch noch den langjährigen Stammkeeper Santiago Cañizares und Kapitän David Albelda aus dem Kader der laufenden Saison. Ein vorzeitiger Wechsel der ehemaligen Nationalspieler kann jedoch nicht vollzogen werden. Timo Hildebrand hingegen fühlte sich als Stammkeeper bestätigt. Im Halbfinale der Copa del Rey erreichte Valencia durch ein 1:1 im Hinspiel im Camp Nou und ein 3:2 daheim gegen den FC Barcelona erstmals seit dem Pokalsieg 1999 das Endspiel des spanischen Pokals. Im Finale gewann Valencia am 16. April 2008 gegen den FC Getafe mit 3:1. Vier Tage später verlor Valencia gegen Athletic Bilbao mit 1:5. Weil Valencia nur noch durch zwei Punkte von den Abstiegsrängen getrennt war, wurde Ronald Koeman am folgenden Tag trotz der Qualifikation für den UEFA-Pokal über den spanischen Pokalwettbewerb entlassen und durch Voro ersetzt. Zur Saison 2008/09 übernahm Unai Emery das Cheftraineramt von Voro. Nachdem Torhüter Cañizares in der Vorsaison von Timo Hildebrand verdrängt wurde, gab er zum Ende der Spielzeit 2007/08 sein Karriereende bekannt. Um Hildebrand aber trotzdem Druck machen zu können wurde mit dem Brasilianer Renan Brito ein junger Torwart verpflichtet, der konkurrieren sollte. Da dieser noch mit der brasilianischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen war, stand Hildebrand im Endspiel des spanischen Supercups, wo Meister und Pokalsieger des Vorjahres aufeinander treffen, im Tor der Weißen. Nach Hin- und Rückspiel gegen Real Madrid musste sich die Mannschaft geschlagen geben. Nach Renans Ankunft in Valencia, wurde er dem deutschen Torhüter vorgezogen und im ersten Ligaspiel der Saison 2008/09 in der Startformation aufgeboten. Nach der schlechten Vorsaison, abgesehen vom Pokalerfolg, konnten sich die Valencianer bis zum Ablauf der Hinrunde unter den ersten fünf Mannschaften festsetzen und sorgten wieder für mehr sportliche Erfolge. Im Winter entschied sich der enttäuschte Hildebrand zu einem Wechsel zurück nach Deutschland und unterschrieb bei der TSG 1899 Hoffenheim.

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Source : Wikipedia