Uwe Krupp

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Geschrieben von goldorak 02/03/2009 @ 12:43

Tags : uwe krupp, trainer, eishockey, sport

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Uwe Krupp

Uwe Krupp nach Gewinn des Stanley Cups

Uwe Krupp (* 24. Juni 1965 in Köln) ist ein ehemaliger Eishockeyspieler und derzeit Trainer der deutschen Eishockeynationalmannschaft. Zuvor trainierte er bereits die U18- und U20-Nachwuchsabteilungen des DEB. Er war als Spieler der bisher einzige deutsche Stanley-Cup Sieger.

Krupp begann seine Karriere in der Eishockey-Bundesliga bei den Kölner Haien 1982. 1986 wurde er hier ins All-Star Game und zum besten Verteidiger gewählt. 1986 und 1990 nahm er an den Eishockey-Weltmeisterschaften teil.

Nach vier Jahren in seiner Geburtsstadt zog es ihn nach Nordamerika. Beim NHL Entry Draft 1983 hatten ihn die Buffalo Sabres in der 11. Runde an insgesamt 214. Stelle ausgewählt. Krupp erfuhr das aber erst, als ein Sportjournalist ihn eine Woche nach dem Draft darauf ansprach. Beim Farmteam der Sabres, dem AHL-Club Rochester Americans absolvierte er 1986/87 42 Partien (u.a. gewann er den Calder Cup), bevor er in die NHL nach Buffalo ging, wo er noch in der selben Spielzeit 26 Partien spielte. Er blieb bis 1992 bei den Sabres und wurde in dieser Zeit Buffalos "Unsung Hero" (1990) und in das NHL-Allstar-Spiel 1991 gewählt. Die nächsten Stationen waren die New York Islanders und die Quebec Nordiques, den späteren Colorado Avalanches. Die Lockout-Season 1994/95 begann der Rechtsschütze beim EV Landshut in der DEL. Danach erlebte er die größten Erfolge seiner Karriere bei Colorado Avalanche. Gleich in dem ersten Jahr der Mannschaft in Denver, Colorado 1995/96 gewann er den Stanley-Cup und erzielte sogar den 1:0-Siegtreffer in der dritten Verlängerung des vierten Finalspiels gegen die Florida Panthers. Ebenfalls 1996 nahm er für Deutschland am World Cup of Hockey, 1998 an den Olympischen Spielen teil. Zur Saison 1998/99 wechselte er zu den Detroit Red Wings.

Auch in dieser Saison wurde Krupp wieder ins All-Star Game gewählt, konnte aber verletzungsbedingt nicht teilnehmen. 2002 gewann der gebürtige Kölner erneut den Stanley Cup, allerdings ist sein Name nicht auf dem Pokal eingraviert, da er in dieser Serie nur sechs Spiele machte und in den Finalspielen gegen die Carolina Hurricanes gar nicht mehr auflief. In seiner letzten Saison als Profi war er 2002/03 bei den Atlanta Thrashers beschäftigt. Mit insgesamt 810 NHL-Spielen hat er mehr Spiele bestritten als jeder andere Deutsche und erzielte dazu 309 Scorerpunkte.

Atlanta war 2002/03 Krupps erste Station als Trainer, wo er u.a. seinen Sohn Björn coachte. Beim DEB engagierte er sich dann einige Jahre für die Jugendarbeit und war dort auch als Coach (U18, U20) tätig. Bereits 2004 wurde er als Nachfolger von Hans Zach als Bundestrainer gehandelt. Am 22. Mai 2005 gab der DEB zunächst bekannt, dass Krupp ab sofort gemeinsam mit dessen Vorgänger Greg Poss und einem neuen Torwarttrainer das Trainergespann der A-Nationalmannschaft bilden wird. Nach Gesprächen im Juli wurde aber beschlossen, dass Greg Poss Bundestrainer bleibt und Uwe Krupp zusammen mit Klaus Merk (Torwarttrainer) seine Assistenten sein werden. Nachdem Poss am 14. Dezember 2005 seinen Vertrag auflöste, wurde Krupp einen Tag später als neuer Bundestrainer bekannt gegeben.

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National Hockey League

Logo der NHL

Die National Hockey League (NHL) (im französischsprachigen Teil Kanadas auch «Ligue nationale de hockey» (LNH)) ist die seit 1917 bestehende Eishockey-Profiliga in Nordamerika.

Von den insgesamt 30 Teams sind sechs in Kanada und 24 in den USA beheimatet. Die Siegertrophäe für den Saisongewinner, der nach der regulären Saison in den Playoffs nach dem Modus Best of seven ermittelt wird, ist der Stanley Cup. Titelträger der Saison 2007/08 ist das Team der Detroit Red Wings. Gestiftet wurde der Stanley Cup 1892 vom damaligen Generalgouverneur von Kanada, Lord Stanley. Die Namen aller teilnehmenden Spieler, Trainer und Manager der Siegermannschaft der Finalspiele werden auf den Pokal graviert. Außerdem darf jeder Spieler des Siegerteams den Pokal für einen Tag behalten. Ursprünglich war der Stanley Cup ein Wanderpokal, der zwischen den Siegern mehrerer Ligen ausgespielt wurde. Seit 1927 wird er ausschließlich dem Sieger der NHL verliehen.

Die NHL ist sehr eng mit der American Hockey League (AHL) und der East Coast Hockey League (ECHL) verzahnt, so sind die Teams der NHL mit Mannschaften dieser Ligen verbunden, als sogenannte Farmteams. Viele Spieler, die im NHL Entry Draft von den NHL-Franchises gezogen werden, spielen zuerst oft in der AHL, um so Spielpraxis und Erfahrung zu sammeln. Der Entry Draft ist die in der NHL übliche Veranstaltung, bei der sich die Clubs die Rechte an Nachwuchsspielern sichern können. Dieser Mechanismus soll dazu dienen, junge Talente möglichst gleichmäßig auf die Teams zu verteilen.

Im Jahr 1917 war das nordamerikanische Eishockey noch in regionale Gruppen unterteilt. Durch die Eishockey-Hochburgen Montreal und Toronto war die höchste Liga im Osten Kanadas, die National Hockey Association, die stärkste Liga Nordamerikas. Seit 1883 waren es nur drei Teams, die nicht aus dieser Region kamen, gelungen, den Stanley Cup zu gewinnen. Doch in der NHA gab es Unstimmigkeiten, da man den Besitzer der Toronto Blueshirts, Edward J. Livingstone, ausschließen wollte. So schlossen sich am 22. November 1917 die Verantwortlichen der Montréal Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und Quebec Bulldogs zusammen und gründeten die National Hockey League. Geleitet wurden die Gespräche vom Geschäftsführer der NHA, Frank Calder. Er wurde von den Teams zum ersten Präsidenten der NHL ernannt. Im Anschluss an die Ligengründung bemühte sich Calder sofort, auch ein Team aus Toronto für die Liga zu gewinnen. Er hatte Erfolg, und so schlossen sich die Toronto Arenas, die sich später in Maple Leafs umbenannten, als fünftes Team der neuen Liga an.

Das Eishockey der damaligen Zeit ist nur schwer mit dem heutigen zu vergleichen. Außer in Toronto wurde noch überall auf Natureis gespielt. Die Spieler und auch die Torhüter trugen keine Helme. Es durften nur Rückpässe gespielt werden. Jeder offensive Pass war verboten. Ein Team hatte meist nur um die zehn Spieler im Kader, sodass die Stars oft fast die gesamten 60 Minuten auf dem Eis waren. Mit Gründung der NHL wurde den Torhütern erstmals erlaubt, sich zur Abwehr auf die Knie fallen zu lassen, und den Puck mit der Hand zu fassen. In anderen Ligen wurde zu dieser Zeit teilweise noch mit dem sechsten Feldspieler, dem sogenannten Rover, gespielt.

Zur ersten Saison entschied sich Québec vorerst gegen eine Teilnahme am Spielbetrieb und so wurden die Spieler der Bulldogs auf die anderen Teams aufgeteilt. Am 19. Dezember 1917 wurde der erste Spieltag angesetzt. Geplant war eine Spielzeit in zwei Hälften. In jeder Hälfte sollten alle Teams je zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele gegen jedes andere Team bestreiten. Das beste Team der ersten und der zweiten Hälfte sollten dann gegeneinander den NHL-Champion und Teilnehmer an den Stanley-Cup-Finalspielen ausspielen. Nachdem die Halle der Montreal Wanderers bereits nach sechs Spielen abbrannte, zog sich das Team aus dem Spielbetrieb zurück. Die Saison wurde mit drei Teams zu Ende gespielt. Die Toronto Arenas konnten die Playoffs, die in zwei Spielen ausgetragen wurden, auf Grund des besseren Torverhältnisses durchsetzen und gewannen als Vertreter des NHL auch den Stanley Cup.

In der zweiten Spielzeit wurden die Playoffs erstmals nach dem Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Die Finalserie stand jedoch unter einem schlechten Stern, da fünf Spieler der Montréal Canadiens an der Spanischen Grippe erkrankten. Die Serie wurde nach fünf Spielen, mit jeweils zwei Siegen und einem Unentschieden, am 1. April abgebrochen, fünf Tage später starb Montréals Verteidiger „Bad“ Joe Hall im Seattle Columbus Sanatorium an den Folgen der Erkrankung. Zur dritten Saison nahmen dann die Quebec Bulldogs erstmals am Spielbetrieb teil. Die Arenas wurden in Toronto St. Patricks umbenannt. Da Ottawa beide Hälften für sich entscheiden konnte, wurde auf eine Finalserie verzichtet. In der Saison 1920/21 wurde erstmals ein Team verkauft. Aus den Quebec Bulldogs wurden die Hamilton Tigers. Ab der Saison 1921/22 wurde eine zusammenhängende reguläre Saison gespielt. Zu Anfang war der Tabellenerste automatisch für das Stanley-Cup-Finale qualifiziert, ab der Saison 1923/24 wurde dann die Finalserie der Liga zwischen den beiden ersten Teams ausgetragen. Frank Nighbor war der erste Gewinner der Hart Trophy, die als erste individuelle Trophäe in der NHL eingeführt wurde. In dieser Zeit kam es auch zu den ersten Übertragungen von Eishockeyspielen im Radio.

Zur Saison 1924/25 entschied die NHL, dass man sich von vier auf acht Teams erweitern wollte. Neben den Montreal Maroons nahm mit den Boston Bruins erstmals auch ein Team aus den Vereinigten Staaten am Spielbetrieb teil. Für die darauffolgende Saison sagte man auch New York und Pittsburgh ein Franchise zu. Doch bevor die weiteren Mannschaften der Liga beitraten, kam es zu einem Eklat. Man hatte durch die beiden neuen Teams den Spielplan von 24 auf 30 Spiele erweitert, wodurch die Spieler der Hamilton Tigers eine Gehaltsanpassung von 200 US-Dollar forderten, die man ihnen jedoch nicht zahlte. Daher verweigerte das Team die Teilnahme am Stanley-Cup-Finale. Stellvertretend wurde die NHL durch die Canadiens vertreten, die den Titel gegen die Victoria Cougars aber nicht gewinnen konnten. Es war die einzige Saison seit Bestehen der NHL in welcher man den Stanley-Cup-Sieger nicht stellen konnte. Hamilton wurde dafür aus der NHL ausgeschlossen. Ein Großteil der Tigers-Spieler wechselte zur Saison 1925/26 zu den New York Americans, die gemeinsam mit den Pittsburgh Pirates nun in der Liga spielten. Die steigende Popularität der Liga zeigte sich jedoch nicht nur in der steigenden Anzahl an Teams, auch die Gehälter zogen an. Die Topverdiener erhielten Gagen in Höhe von bis zu 7.500 US-Dollar. Daher wurde erstmals eine Gehaltsobergrenze für Teams eingeführt. Pro Team, das damals um die zehn Spieler unterhielt, durften nicht mehr als 35.000 Dollar gezahlt werden.

Grundlegende Änderungen brachte dann die Saison 1926/27. Nach der Auflösung der Ligen im Westen Kanadas wurde entschieden, dass der Stanley Cup nur noch in der NHL ausgespielt werden sollte. Mit drei weiteren Teams aus den Vereinigten Staaten, den New York Rangers, Chicago Blackhawks und Detroit Cougars kamen nur noch vier der zehn Teams aus Kanada. Auch das Team aus Toronto hätte in die Vereinigten Staaten nach Philadelphia verkauft werden sollen, aber eine Gruppe um Conn Smythe übernahm das Team und benannte es in Maple Leafs um. Erstmals spielte man in zwei Gruppen, sogenannten Divisions. In der Canadian Division spielten die vier kanadischen Teams und die New York Americans. Die weiteren fünf Teams spielten in der American Division. In der Saison 1927/28 waren die Rangers auch gleich das erste US-amerikanische NHL-Team, das den Stanley Cup gewinnen konnte. Die folgende Spielzeit 1928/29 stand dann ganz im Zeichen der Torhüter. In den 220 Spielen kam es zu 120 Shutouts. Es fielen durchschnittlich nur 2,9 Tore pro Spiel. Die NHL griff mit einer Regeländerung ein: Ab der Saison 1929/30 waren Pässe nach vorne, jedoch nicht über eine der beiden blauen Linien erlaubt. Der Toreschnitt stieg auf 5,6 an und es gab nur noch 26 Shutouts. Im selben Jahr spielte Clint Benedict als erster Torwart mit Maske. Der regelmäßige Spielerwechsel fand auch in den Regeln Berücksichtigung. Statt zwölf durften nun 15 Spieler im Kader stehen.

Während die NHL in den vergangenen Jahren stets gewachsen war, traten mit dem Umzug der Pittsburgh Pirates, die zum Spieljahr 1930/31 als Philadelphia Quakers spielten, die ersten Probleme auf. Nur den Namen tauschte das Team in Detroit. Aus den Cougars wurden die Falcons. Zur folgenden Saison trat das Team aus Philadelphia schon nicht mehr an und auch die Ottawa Senators nahmen für ein Jahr eine Auszeit. Trotz der Krise wurde in Toronto der Maple Leaf Garden, der damals 13.233 Zuschauern Platz bot, neu eröffnet. Der Verkauf der Detroit Falcons vor der Saison 1932/33 zog keinen Umzug nach sich. Hier wurde nur das Team in Detroit Red Wings umbenannt. In allen Stadien musste eine gut sichtbare Uhr angebracht werden, auf der die Spielzeit abzulesen war. In diesem Jahr wählte man erstmals den „Rookie of the Year“, der mit der Calder Memorial Trophy ausgezeichnet wurde. Ein Foul von Eddie Shore an Ace Bailey, das diesen lebensgefährlich verletzte, war Auslöser für das erste NHL-All-Star-Spiel, das am 14. Februar 1934 in Toronto ausgetragen wurde. Bailey erhielt die Erlöse aus diesem Spiel. Ottawa hatte sich von seinen finanziellen Schwierigkeiten nicht erholen können, spielte in der Saison 1934/35 als St. Louis Eagles und gab ein Jahr später auf. Auch die Montréal Canadiens waren in der Saison 1935/36 schon auf dem Weg nach Cleveland, doch drei Geschäftsleute aus Montreal kauften das Team und beließen es in der Stadt. Nach vielen Jahren der Diskussion wurde die Icing-Regel eingeführt. Nur noch sieben Teams traten zur Spielzeit 1938/39 an. Die Montreal Maroons hatten die Spielbetrieb aus finanziellen Gründen eingestellt, wodurch wieder in einer gemeinsamen Gruppe gespielt wurde. Ab 1940 wurde festgelegt, dass in den Drittelpausen das Spielfeld mit Wasser abzuziehen ist.

Als auch noch die New York/Brooklyn Americans wegen Streitigkeiten um Eiszeit im Madison Square Garden nach der Saison 1941/42 den Spielbetrieb aufgaben, begann die Ära der Original Six mit sechs Franchises, die auch heute noch existieren und der National Hockey League angehören.

Nachdem in den ersten Jahren zwischen drei und zehn Teams in der NHL spielten, hatte man mit den Boston Bruins, Chicago Black Hawks, Detroit Red Wings, New York Rangers, Montréal Canadiens und Toronto Maple Leafs für 25 Jahre eine unveränderte Besetzung. Auch der Modus für die Playoffs blieb unverändert. Der Erste nach der regulären Saison spielte gegen den Dritten und der Zweite traf auf den Vierten. Die beiden Sieger der Serien spielten den Gewinner des Stanley Cup aus.

Der Zweite Weltkrieg ging auch an der NHL nicht spurlos vorbei. So verließ die beste Sturmreihe der Boston Bruins, die Kraut Line, das Team um für ihr Vaterland zu kämpfen. Besonders hart wurden die New York Rangers getroffen, denen zu Beginn der Saison 1943/44 nur sechs Spieler des Vorjahreskaders zur Verfügung standen, sodass sogar ihr Trainer Frank Boucher seine Schlittschuhe wieder anzog. Doch auch sein Einsatz konnte nicht verhindern, dass man nur sechs Spiele in der Saison gewinnen konnte. Insgesamt waren es 80 Spieler, die in den Krieg gezogen waren.

Eine neue Regel wurde mit Beginn dieser Ära eingeführt, die man heute als die Moderne Ära bezeichnet. In der Mitte des Spielfelds wurde eine rote Mittellinie eingeführt. Bis dahin war es den Spielern nicht erlaubt den Puck aus der eigenen Verteidigungszone zu passen. Der Puck musste immer von einem Spieler über diese Linie geführt werden. Hieran versuchten die Gegner das verteidigende Team zu hindern. Mit Einführung der Mittellinie waren Pässe aus der Defensivzone erlaubt, wenn diese vor der Mittellinie angenommen wurden. Diese Regeländerung hatte einen massiven Einfluss auf das gesamte Spiel. Auch der Schnitt an Toren, die während eines Spiels erzielt wurden, erhöhte sich von 7,1 auf 8,1.

Man hatte mit Beginn der Original-Six-Jahre den Spielplan auf 50 Spiele pro Team angepasst und in der zweiten Saison dieser Zeit 1944/45 gelang es Maurice Richard als erstem Spieler in der NHL 50 Tore in 50 Spielen zu erzielen. Mit dem Ende des Krieges bekam die NHL dann auch zum Spieljahr 1945/46 einen qualitativen Schub, da eine Reihe von Stars nun wieder in die Liga zurückkehrten. Die NHL eröffnete die Hockey Hall of Fame und nahm ihre ersten zwölf Mitglieder auf. Zur Saison 1946/47 passte man den Spielplan nun auf 60 Spiele pro Team an.

Ein Wettskandal erschütterte die NHL in der Spielzeit 1947/48. Je ein Spieler der Bruins und der Rangers sollen hierbei Kontakte zu einem zwielichtigen Buchmacher gehabt haben. Es konnte jedoch nicht festgestellt werden, dass ein bestimmtes Spiel verschoben wurde. Die NHL spielte auch ihr erstes reguläres All-Star-Spiel. Bisher wurden diese Spiele immer nur als Benefiz-Spiele veranstaltet. Die Toronto Maple Leafs dominierten das Ende der 40er Jahre und holten dreimal in Folge den Stanley Cup.

Am Anfang der fünfziger Jahre waren die Detroit Red Wings das Top-Team der Liga. Wie schon in den vergangenen Jahren so blieb es auch in den 50ern, dass man meist die Chicago Black Hawks und die New York Rangers am Ende der Tabelle finden konnte. In den 15 Jahren vom Beginn der Original-Six-Ära bis 1957 belegte immer eines der beiden Teams den letzten Platz. Acht mal bildeten beide gemeinsam das Ende der Liga.

Zur Saison 1949/50 wurde neuerlich der Spielplan erweitert. 70 Spiele war nun die neue Marke für eine Saison. Erstmal wurde in allen Stadien das Kunsteis, das bis dahin seine natürliche Farbe innehatte, weiß angestrichen. Auch die Trikotwahl wurde in dieser Zeit einheitlich geregelt. Ab der Saison 1951/52 spielte das Heimteam immer in Trikots mit einer weißen Grundfarbe. Am Ende des Jahres 1952 setzte sich die NHL auch im kanadischen Fernsehen durch. Anfangs befürchtete man noch starke Rückgänge bei den Zuschauerzahlen. Mit Bostons Art Ross und Torontos Conn Smythe traten 1954 zwei der ganz großen Funktionäre von ihren Ämtern zurück und setzten sich zur Ruhe. Doch nicht nur neue Köpfe, sondern auch neue Technik veränderte die NHL nachhaltig. In Toronto wurde erstmals eine von Frank J. Zamboni erfundene Eismaschine eingesetzt, um in den Drittelpausen das Eis aufzubereiten.

Der Stanley-Cup-Gewinn der Montréal Canadiens in der Saison 1955/56 war der Beginn einer unvergleichlichen Erfolgsserie des Teams. Die Habs, so der Spitzname der Canadiens, dominierten die Liga und vor allem im Überzahlspiel schien es kein Mittel gegen die Mannschaft aus Montreal zu geben. Nachdem sie während einer 2-Minuten-Strafe oft mehrere Tore erzielte, wurde die Strafzeitregelung angepasst, dass ein Spieler nach einem Gegentor von der Strafbank zurückkommen durfte. Montreal war trotzdem nicht zu stoppen und gewann den Stanley Cup fünf Mal in Folge.

Ted Lindsay, einer der Starspieler der Red Wings, sorgte in dieser Zeit abseits des Spielfelds für Aufregung. Er versammelte einige Spieler hinter sich und trieb die Gründung einer Spielergewerkschaft voran. Daraufhin trennte man sich in Detroit von Lindsay. In der Saison 1957/58 gab mit Willie O’Ree der erste farbige Spieler sein NHL-Debüt. Etwa 30 Jahre nach dem ersten Torwart der mit Maske ein Spiel bestritt, wurde der Torwart der Canadiens, Jacques Plante, durch eine Gesichtsverletzung zum Tragen einer Maske gezwungen. Dieses Mal setzte sich der Gesichtsschutz für Torhüter endgültig durch.

Dass irgendwann ein Team die Canadiens vom Thron stoßen würde war klar, doch dass dies den Chicago Black Hawks gelingen würde, hätten nur die Wenigsten gedacht. Um Glenn Hall, Bobby Hull und Stan Mikita hatte sich ein Team gebildet, das nach 23 Jahren den Cup wieder nach Chicago bringen konnte. Über 11.000 Zuschauer besuchten zu dieser Zeit im Schnitt die Spiele der regulären Saison, in den Playoffs kamen über 14.000.

Nach den erfolglosen 1950er Jahren konnten die Maple Leafs 1962 den Stanley Cup wieder einmal nach Toronto holen. In Detroit setzte sich General Manager Jack Adams nach 35 Jahren zur Ruhe. In der Saison 1964/65 kam mit Ulf Sterner der erste Spieler, der in Europa das Eishockeyspielen gelernt hatte, in die NHL.

Schon einige Zeit hatte sich die NHL mit dem Gedanken getragen, die Liga zu erweitern. Noch immer war man nur entlang der östlichen Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada vertreten. Am 9. Februar 1966 wurde beschlossen, dass man ab der Saison 1967/68 weitere sechs Teams aufnehmen werde. Die drei US-Städte, die bereits vor der Zeit der Original Six NHL-Teams beheimateten, St. Louis, Pittsburgh und Philadelphia, sollten das Kernland nach Süden erweitern, mit Minnesota dehnte man sich nach Westen aus und mit Los Angeles und Oakland wollte man auch an der Westküste den neuen Markt erschließen. Während sich die meisten Städte um die Aufnahme beworben hatten, kam St. Louis auf Drängen der Besitzer der Chicago Blackhawks, denen auch die St. Louis Arena gehörte, in die Liga. In Vancouver und Buffalo, die auch auf eine Berücksichtigung gehofft hatten, war die Enttäuschung jedoch sehr groß.

Die letzte Saison der Ära, 1966/67, brachte mit den Toronto Maple Leafs den ältesten Stanley-Cup-Sieger aller Zeiten. Im Schnitt waren die Spieler 31,4 Jahre alt. Den Chicago Blackhawks gelang es in diesem Jahr erstmals in ihrer Geschichte die reguläre Saison als Tabellenführer zu beenden.

In die Saison 1967/68 startete die NHL mit sechs neuen Teams. Während die „Original Six“-Teams in der Eastern Division spielten, kamen in der Western Division die Los Angeles Kings, Minnesota North Stars, California Seals, Philadelphia Flyers, Pittsburgh Penguins und St. Louis Blues hinzu. Bereits im November 1967 wurden die California Seals in Oakland Seals umbenannt. Auf tragische Weise waren die Seals auch an einem anderen Ereignis beteiligt. Bei einem Spiel gegen die North Stars am 13. Januar 1968 fiel Minnesotas Center Bill Masterton nach einem Check auf den Hinterkopf und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen. Bis heute ist es der einzige Todesfall in der NHL, der direkt auf eine Verletzung in einem Spiel zurückzuführen ist. Als Folge entschieden sich zahlreiche Spieler einen Helm zu tragen, was bis dahin eher als unüblich galt. Nachdem im Stanley Cup immer die Sieger von Eastern und Western Division aufeinandertrafen, schafften es die St. Louis Blues in den ersten drei Jahren in die Finalserie einzuziehen. Der Rückhalt des Teams war der erfahrene Torwart Glenn Hall, der ab der zweiten Saison mit Jacques Plante noch hervorragende Unterstützung erhielt. Eine Chance gegen die alten Teams hatten die neuen jedoch noch nicht. Für Aufsehen sorgte ein junger Verteidiger bei den Boston Bruins. Bobby Orr revolutionierte mit seiner Spielweise die Rolle des offensiven Verteidigers. Als erster Verteidiger erreichte er über 100 Punkte in einer Saison und wurde Topscorer der gesamten Liga.

Zur Saison 1970/71 kamen auch noch die Buffalo Sabres und die Vancouver Canucks dazu. Beide Teams wurden in die Eastern Division mit den ehemaligen „Original Six“-Teams eingruppiert und taten sich anfangs mit der übermächtigen Konkurrenz schwer. Um zwei gleich große Divisions zu erhalten, wechselten die Chicago Blackhawks in die Western Division. Nachdem sie bereits die Vorsaison als bestes Team der regulären Saison abschließen konnten, dominierten sie auch die kommenden drei Jahre im Westen. In den ersten beiden Spielzeiten führten sie ihre Division mit 20 Punkten Vorsprung an. Die Oakland Seals benannten sich im Sommer 1970 in California Golden Seals um.

Gordie Howe, der mit seinem 700. Tor im Jahr 1968 einen Meilenstein setze, beendete als unangefochtener Rekordscorer nach der Saison 1971/72 genau wie Jean Béliveau seine Karriere.

Zum Anfang des Jahres 1971 starteten Bemühungen mit der World Hockey Association eine Konrurrenz zur NHL aus der Taufe zu heben. Anfangs wurde die Liga von der NHL nur belächelt, aber mit den neuen Teams, den Islanders, dem zweiten Team in New York, die zur Saison 1972/73 in der Eastern Division starteten und den Atlanta Flames, die zur selben Spielzeit als erstes NHL-Team im Südosten der USA in der Western Division antraten, versuchte man der WHA den Markt streitig zu machen. Die WHA versuchte zum einen in Städten ohne NHL-Franchise wie Québec, Ottawa, Winnipeg und Edmonton in Kanada und Houston und Phoenix im Südwesten der USA Fuß zu fassen, zum anderen wollte man der NHL auch in renommierten Städten wie Chicago, Boston und Philadelphia die Stirn bieten. Spätestens mit der Verpflichtung einiger NHL-Stars wie Bobby Hull, Gerry Cheevers, Bernie Parent und Derek Sanderson wurde die WHA wirklich als Konkurrent ernst genommen. Als weiterer Schlag für die NHL feierte Gordie Howe sein Comeback in der WHA, wo er gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Mark und Marty spielte.

In der Saison 1973/74 gewann mit den Philadelphia Flyers zum ersten Mal einer der neuen NHL-Klubs den Stanley Cup, die in der folgenden Spielzeit den Titel sogar verteidigen konnten. Da in diesem Jahr zwei neue Teams in die NHL hinzugekommen waren, wurde auch die Liga-Struktur angepasst. Die Prince of Wales Conference wurde in die nach dem Gründer der Boston Bruins benannte Adams Division mit den Boston Bruins, Buffalo Sabres, California Golden Seals und Toronto Maple Leafs, sowie die nach dem ehemaligen Besitzer der Detroit Red Wings benannte Norris Division mit den Detroit Red Wings, Los Angeles Kings, Montréal Canadiens, Pittsburgh Penguins und den neuen Washington Capitals aufgeteilt. Die nach dem damaligen NHL-Präsidenten Clarence Campbell benannte Campbell Conference war in die nach Lester Patrick, einem der Gründungsväter der New York Rangers, benannte Patrick Division mit den Atlanta Flames, New York Islanders, New York Rangers und Philadelphia Flyers, sowie die nach Conn Smythe, dem Gründer der Toronto Maple Leafs, benannte Smythe Division mit den Chicago Black Hawks, Minnesota North Stars, St. Louis Blues, Vancouver Canucks und den ebenfalls neuen Kansas City Scouts unterteilt.

In der WHA bekamen immer wieder Teams finanzielle Schwierigkeiten, doch auch in der NHL brachte die Saison 1976/77 zwei Umzüge mit sich. Bereits zwei Jahre nach Ihrer Gründung zog das Team aus Kansas City nach Denver und spielte dort als Colorado Rockies. Der andere Umzug war von kürzerer Dauer. Aus den California Golden Seals wurden für zwei Jahre die Cleveland Barons. Nach der Saison 1977/78 wurde das Team mit den Minnesota North Stars zusammengelegt.

Die Probleme in der WHA wurden größer und schon im Juni 1977 verhandelte man mit der NHL über einen Zusammenschluss. Sechs der acht WHA-Franchises wollten in die NHL übertreten, doch die Verhandlungen scheiterten noch, ehe man 1978 erneut verhandelte. Mit inzwischen 17 NHL-Franchises wollte man drei zusätzliche aufnehmen. Ursprünglich sollten die New England Whalers und die Edmonton Oilers schon zur Saison 1978/79 der NHL beitreten, während die Winnipeg Jets noch ein Jahr warten sollten, bis ihre Halle an die damaligen NHL-Vorschriften und -Richtlinien angepasst war. Unklar war die Zukunft der Québec Nordiques, während man seitens der NHL definitiv kein Interesse an der Aufnahme der vier anderen WHA-Teams hatte. Doch eine Einigung konnte wiederum nicht erzielt werden. Die WHA verkündete, dass man sich auch eine Ausdehnung der Liga nach Europa vorstellen könnte, und so stand auch die NHL unter einem gewissen Druck, wobei einige Teams trotzdem meinten, man könnte den Kollaps der WHA abwarten. Die WHA-Teams hatten sich inzwischen mit zahlreichen hoffnungsvollen Junioren verstärkt. Unter ihnen stach vor allem der 17-jährige Wayne Gretzky heraus. Ihn wollte man um jeden Preis in die NHL holen. Eine Abstimmung am 8. März 1978 entschieden sich noch fünf Teams gegen eine Aufnahme der neuen Teams. Darunter waren auch die Montréal Canadiens, denen man dies in Kanada besonders übel nahm, sollten doch drei weitere kanadische Teams aus der WHA in die NHL wechseln. Nach einem immensen Druck der Öffentlichkeit stimmten am 22. März nur noch drei Teams gegen die Aufnahme von vier WHA-Teams. Somit stand einer Aufnahme in der NHL und einer damit verbundenen Erweiterung auf 21 Teams nichts mehr im Wege.

Mit den Edmonton Oilers, Hartford Whalers, Québec Nordiques und Winnipeg Jets hatte die NHL nun vier neue Teams zu integrieren, die sich in ihrer ersten Saison noch schwer taten. Währenddessen die Teams noch in den hinteren Tabellen Regionen rangierten, waren einzelne Spieler wie Mike Rogers und Blaine Stoughton von den Hartford Whalers unter den acht Spielern, die in dieser Spielzeit auf 100 Scorerpunkte oder mehr kamen. Ganz oben in der Scorerliste schaffte es Marcel Dionne auf Grund der mehr erzielten Tore noch vor Wayne Gretzky zu landen, der ebenfalls 137 Punkte erreichte. Im selben Jahr wurde in der NHL auch die Helmpflicht eingeführt. Alle neuen Spieler musten einen Helm tragen, während den Spielern, die schon in der Vergangenheit ohne Kopfschutz spielten, dies auch weiterhin gestattet wurde.

In den kommenden Jahren dominierte Gretzky die Scorerliste nach Belieben und knackte die 200-Punkte-Marke als erster und bis heute einziger Spieler. Den Stanley Cup gewann in diesen Jahren jedoch ein anderes Team. Die New York Islanders konnten in den Jahren von 1980 bis 1983 vier Mal in Folge die Playoffs erfolgreich abschließen. In ihren Reihen standen mit Anders Kallur und Stefan Persson zwei Schweden, die dabei auch zu den ersten europäischen Stanley-Cup-Siegern wurden.

In der Saison 1980/81 zog das südöstlichste Team der NHL, die Atlanta Flames, nach Calgary um. Hier fand man in der Nachbarschaft von Winnipeg, Edmonton und Vancouver eine bessere Ausgangslage für ein NHL-Franchise. Durch die bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Calgary im Jahr 1988 war auch der Bau einer angemessenen Halle absehbar. Im franko-kanadischen Québec sorgten unterdessen die beiden tschechoslowakischen Brüder Anton und Peter Šťastný für Aufsehen, nachdem sie sich bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid vom Nationalmannschaftskader abgesetzt hatten. Peter, der ältere der beiden, brachte es in seiner Rookie-Saison auf 109 Scorerpunkte. Die Colorado Rockies zogen dann zur Saison 1981/82 in den Großraum New York und spielten jenseits des Hudson River als New Jersey Devils. In finanziellen Schwierigkeiten steckten die St. Louis Blues vor der Saison 1982/83. Das Team wurde nach Saskatoon in der Provinz Saskatchewan in die kanadische Prärie verkauft, aber die Besitzer der anderen Teams intervenierten. Die NHL übernahm das Team und verkaufte es für drei Millionen US-Dollar weiter. Die Blues nahmen in dieser Saison nicht am NHL Entry Draft teil.

In der Saison 1983/84 führte man in der regulären Saison wieder eine fünfminütige Overtime bei Spielen, die nach den regulären 60 Minuten unentschieden standen, ein. In diesem Jahr gelang es Gretzky erstmalig seine Edmonton Oilers zum Stanley-Cup-Sieg zu führen, doch ebenso großen Anteil am Erfolg hatten auch seine Mannschaftskollegen. Mit Grant Fuhr im Tor, dem offensivstarken Verteidiger Paul Coffey und Angreifern wie Mark Messier, Jari Kurri und Glenn Anderson, um nur einige zu nennen, war das gesamte Team erstklassig besetzt. Doch Gretzky war der Star und dominierte die Bestenlisten nach Belieben. Nur Mario Lemieux, der 1984 sein Debüt in der NHL gegeben hatte, gelang es zwei Mal mehr Punkte zu sammeln als Gretzky. Zudem spielte ab 1984 mit Uli Hiemer bei den New Jersey Devils der erste Deutsche konstant in der NHL.

Mit seinen Oilers gewann Gretzky von 1984 bis 1988 insgesamt vier Stanley Cups, obwohl man bereits 1985 versucht hatte die Dominanz der Oilers einzudämmen. Häufig versuchte Edmonton Spielsituationen zu forcieren, bei denen bei beiden Teams jeweils ein Spieler auf die Strafbank musste. Dadurch nutzten die spielerisch starken Oilers um Gretzky den zusätzlichen Platz auf dem Eis bei den sogenannten Vier-gegen-Vier-Situationen zu Toren aus. Die NHL änderte die Regeln dahingehend, dass ab 1985 bei einer solchen Situation mit unveränderter Mannschaftsstärke weitergespielt wurde. Diese Regeländerung wurde als „Lex Gretzky“ bezeichnet.

Für großes Aufsehen sorgte dann am 9. August 1988 die Nachricht, dass Gretzky die Oilers verließ und für die Los Angeles Kings auf Punktejagd gehen würde. Edmonton holte in der Saison 1988/89 nicht mehr den Stanley Cup, den sich überraschenderweise die Calgary Flames sicherten und Mario Lemieux fehlte nur ein Punkt, um neben Gretzky ebenfalls 200 Punkte in einer Saison zu erreichen. Die Buffalo Sabres verhalfen Alexander Mogilny zur Flucht aus der Sowjetunion nach Nordamerika und sicherten sich so einen der talentiertesten russischen Spieler der damaligen Zeit. Dies sorgte in der Sowjetunion für großen Ärger, aber dennoch entschied man sich zur Spielzeit 1989/90 einigen verdienten Spielern die Türen in die NHL zu öffnen. Darunter waren unter anderem Wjatscheslaw Fetissow, Sergei Makarow und Igor Larionow. Wayne Gretzky schaffte in dieser, seiner elften Saison, den Sprung zum punktbesten Spieler aller Zeiten, als er in einem Spiel gegen seinen Ex-Club Gordie Howes bisherige Bestmarke von 1.850 Punkten übertraf. Besonders überraschten die Edmonton Oilers, denen es ohne Gretzky 1990 noch einmal gelang, den Stanley Cup zu gewinnen.

Den ersten Teil der 90er-Jahre dominierte Mario Lemieux mit seinen Pittsburgh Penguins. Neben ihm standen weitere Stars wie Jaromír Jágr, Paul Coffey und Ron Francis in den Reihen des Teams, das sowohl in der Saison 1990/91 als auch im darauffolgenden Jahr den Stanley Cup gewinnen konnte. Bereits im Mai 1990 hatte man das Team der Minnesota North Stars an einen neuen Besitzer verkauft. Hierbei erhielten diese den Zuschlag, ihr Franchise, das 1978 mit den Cleveland Barons zusammengelegt worden war, wieder aufzuspalten und ein zusätzliches Team in Kalifornien zu gründen. So kam zur Saison 1991/92 mit den San Jose Sharks ein 22. Team in die NHL, nachdem die Spieler der North Stars im Dispersal Draft zwischen beiden Teams aufgeteilt worden waren. In diesem Jahr bereitete der NHL erstmals die Diskussion über eine Gehaltsobergrenze Schwierigkeiten. Vom 1. April 1992 an traten die Spieler aller Teams für zehn Tage in Streik und schafften es die sogenannte „Salary Cap“ abzuwenden.

Auch ein Hoffnungsträger der NHL weigerte sich zu spielen. Beim NHL Entry Draft 1991 hatten die Quebec Nordiques mit Eric Lindros mit dem ersten Draftrecht einen Spieler ausgewählt, der schon als Nachfolger von Gretzky und Lemieux gehandelt wurde, doch Lindros, aus dem englischsprachigen Teil Kanadas stammend, wollte nicht ins franko-kanadische Quebec. Nach langem Tauziehen wechselte er zu den Philadelphia Flyers, die im Gegenzug mit 15 Millionen US-Dollar, fünf Spielern, darunter Peter Forsberg, und zwei Draftrechten für den kommenden Aufschwung der Nordiques sorgten.

Wayne Gretzky war in der Saison 1992/93 auf dem besten Wege die Los Angeles Kings zum Titel zu führen, doch in den Finalspielen unterlagen sie den Montréal Canadiens, die in diesem Jahr nur Spieler aus Nordamerika im Kader hatten und somit keinen einzigen Europäer. Seit den Islanders in der Saison 1979/80 war immer mindestens ein Europäer im Kader des Stanley-Cup-Siegers und auch danach wuchs die Zahl der Spieler aus Europa immer stärker an.

Erneut hatte die NHL eine größere Erweiterung vor sich. Im Jahr 1992 bekam die kanadische Hauptstadt Ottawa wieder ein NHL-Team. Wie 58 Jahre zuvor wurde das Franchise Ottawa Senators getauft. Damit spielten in der Liga acht kanadische Teams, die größte Anzahl, die je in der einst rein kanadischen Liga spielte. Mit den Tampa Bay Lightning bekam zudem Florida sein erstes NHL-Team und ein Jahr später erhielten sie in Miami Unterstützung von den Florida Panthers. Zusätzlich gründete die Walt Disney Company mit den Mighty Ducks of Anaheim ein zweites Team in der Region von Los Angeles. Neben den neuen Teams, die vermehrt ihren Standort in den südlichen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten hatten, zog auch der Klub aus Minnesota um und spielte ab der Saison 1993/94 als Dallas Stars im US-Bundesstaat Texas. Den Stanley Cup holten in dieser Saison die New York Rangers, denen dies zuletzt 54 Jahre zuvor, in der Saison 1939/40, gelungen war.

Der Start in die Saison 1994/95 wurde von einer Auseinandersetzung der Spielergewerkschaft National Hockey League Players Association (NHLPA) und der Liga überschattet. Wie schon im April 1992 konnte man sich nicht über die Einführung einer Gehaltsobergrenze pro Team einigen. Die Spieler traten in einen Streik und verbrachteten die Saison zum Teil bei europäischen Klubs, wo sie sich fit hielten. Erst mit einer Verspätung von 103 Tagen begann die Saison am 11. Januar 1995. Man spielte nach einem verkürzten Spielplan und ließ das All-Star Game ausfallen.

Waren in der ersten Hälfte der 90er Jahre noch die Teams aus dem Osten dominierend, so verschob sich das Kräfteverhältnis mit der Saison 1995/96 ganz klar in den Westen. Die Detroit Red Wings, die nach den Jahren der Original Six eine Durststrecke zu durchleben hatten, unterlagen 1995 in den Stanley-Cup-Finals noch einmal den New Jersey Devils. Sie dominierten auch die kommende Saison, doch im Finale der Western Conference beendete ein neues Team ihre Titelhoffnung erneut. Die einst aus der WHA gekommenen Québec Nordiques waren vor dieser Saison umgezogen und konnten bereits in ihrer ersten Saison als Colorado Avalanche den Stanley Cup gewinnen und nach Denver holen. Im letzten Finalspiel gegen die Florida Panthers, dem ersten der neuen Expansion-Team, das es in die Finalserie schaffte, konnte Uwe Krupp in der dritten Overtime das entscheidende Tor erzielen. Krupp war damit der erste Deutsche, der den Stanley Cup gewinnen konnte. In den Spielzeiten 1997 und 1998 waren dann aber die Red Wings am Zug und konnten den Stanley Cup zweimal in Folge gewinnen. Großen Anteil an den Erfolgen hatten hierbei die sogenannten Russian Five.

Auch der Verkauf der ehemaligen WHA-Teams ging weiter. Zur Saison 1996/97 zog das ehemalige Team der Winnipeg Jets ins sonnige Arizona und spielte dort als Phoenix Coyotes und auch die Hartford Whalers konnten sich in ihrer Heimat nicht halten und spielten ab der Saison 1997/98 als Carolina Hurricanes in Greensboro im US-Bundesstaat North Carolina. Die Edmonton Oilers waren damit das einzige Franchise, das von den einst vier WHA-Teams übergeblieben war.

Mit den Nashville Predators bekam die NHL 1998 ihr 27. Franchise, wodurch die Liga umstrukturiert wurde. Ab der Saison 1998/99 spielte man in sechs regionalen Divisions mit später jeweils fünf Teams. 1999 ehrte die Liga mit Wayne Gretzky ihren größten Spieler, in dem Gretzkys berühmte Rückennummer 99 gesperrt wurde. In Zukunft kann daher die Nummer 99 an keinen Spieler mehr vergeben werden.

Fast 20 Jahre nach dem Umzug der Atlanta Flames kehrte die NHL in die Stadt zurück. Nachdem die Stadt eine neues Stadion gebaut hatte, nahmen die Atlanta Thrashers ab der Millennium-Saison ihre Geschäfte auf.

Als die NHL im Jahr 1917 gegründet wurde, war es eine regionale Liga für die kanadischen Provinzen Ontario und Québec. Seit dieser Zeit war nur aus den Städten Montreal und Toronto durchgehend ein Team in der Liga. In der Mitte der 1920er Jahre kamen die ersten US-amerikanischen Teams hinzu. Zwei Standorte, Boston und New York City, lagen direkt an der Ostküste, die anderen beiden, Chicago und Detroit, an den Großen Seen in der Nähe der kanadischen Grenze. Weitere Standorte, die vor der Zeit der Original Six meist kurzfristig ein NHL-Team beheimateten, lagen in den Vereinigten Staaten etwas südlicher in Philadelphia und Pittsburgh. Der Versuch in St. Louis ein Team weiter im Südwesten zu stationieren, bereitete nicht zuletzt wegen der aufwendigen Reisen zu Auswärtsspielen größere Probleme und scheiterte nach kurzer Zeit.

Der nächste Vorstoß wurde Ende der 1960er Jahre unternommen. Neben der Rückkehr in die drei ehemaligen Städte Philadelphia, Pittsburgh und St. Louis und einer Erweiterung im Norden entlang der kanadischen Grenze nach Minnesota, platzierte man erstmals zwei Teams an der Westküste in Oakland und Los Angeles. In den kommenden Jahren folgten Teams an der Westküste Kanadas in Vancouver, im Landesinneren der Vereinigten Staaten in Kansas City und im Südosten in Atlanta. In derselben Zeit wurde auch das ehemalige Kernland mit Teams in Buffalo, Washington, D.C. und einem zweiten Team in New York gestärkt. Die meisten Standorte konnten sich behaupten, doch andere wurden auch wieder verlassen. Aus Oakland zog man ins Kernland nach Cleveland, wo man auch keine dauerhafte Heimat fand, aus Kansas City zog man für drei Jahre nach Denver, bevor man in New Jersey ein drittes Team im Großraum New York beheimatete. Mit der Übernahme von vier Teams aus der World Hockey Association wurde vor allem Kanada gestärkt. Nach Québec kehrte die NHL nach etwa 50-jähriger Abwesenheit zurück. In Winnipeg hatte man nun ein Team im Landesinneren Kanadas und der kanadische Westen bekam in Edmonton sein zweites Standbein. Dazu kam mit Hartford eine Stadt zwischen Boston und New York. Der Umzug von Atlanta nach Calgary 1980 führte zu einer entsprechenden Dichte im Westen Kanadas, während man den Südosten vorerst wieder ohne NHL-Team zurückließ.

Die 1990er Jahre stehen für die Eroberung von Marktanteilen in den südlichen Regionen der USA, dem sogenannten Sun Belt. In San José wurde die Lücke geschlossen, die knapp 20 Jahre zuvor Oakland hinterlassen hatte, und mit Anaheim bekam man in Los Angeles einen engen Nachbarn. Florida erhielt in Tampa und Miami zwei Teams, und Kanada bekam nach 60 Jahren in der Hauptstadt Ottawa wieder ein Franchise. Zusätzlich gab es eine Reihe von Umsiedlungen. Den Beginn machte der Umzug von Minnesota nach Dallas, Québec wurde wieder verlassen und man kehrte nach Denver zurück, aus Winnipeg zog man ins sonnige Phoenix. Der bisher letzte Umzug bescherte North Carolina ein Team, wo die Hartford Whalers ihre neue Heimat fanden.

Eine weitere Ausbreitung im Südosten erreichte die NHL mit neuen Teams ins Nashville und Atlanta, wohin die Liga nach 20 Jahren zurückkehrte. Etwas nördlicher orientierte man sich bei den beiden Standorten für zwei Teams, die ab 2000 in der NHL spielen. Mit Columbus in Ohio und St. Paul in Minnesota kamen die bisher letzten Standorte in die NHL. Wenn man dies als Trendwende Richtung Norden verstehen möchte, kann man auch die Überlegungen, das Team aus Nashville ins kanadische Hamilton umzuziehen, so einordnen.

Mit den anfänglich vier Teams in der NHL war eine Unterteilung in Gruppen noch nicht erforderlich. Erst mit der stetigen Erweiterung teilte man die Liga 1926 in die American Division und Canadian Division auf. Die Teams waren somit regional nach Ländern getrennt, nur die New York Americans spielten mit den kanadischen Teams. Schon damals war es in der NHL üblich, dass man zwar vermehrt gegen die Teams aus der eigenen Division spielte, aber auch Spiele gegen alle Teams der anderen Division ausgetragen wurden. Durch zahlreiche Auflösungen von Teams fasste man die Liga 1939 wieder in eine Gruppe zusammen.

Erst 1967, als die Liga von sechs auf zwölf Teams erweitert wurde, fand erneut eine Teilung in zwei Divisions statt. Man teilte die Liga in die Eastern Division und die Western Division auf. Hier ging man jedoch nicht nach einer geografischen Aufteilung vor, wie es die Namen vermuten lassen. In der Eastern Division spielten die ehemaligen Original Six-Franchises, in der Western Division die neuen Teams. Die Liga wuchs weiter und dem trug man 1974 Rechnung in dem man zwei Conferences mit je zwei Divisions einführte. In der Campbell Conference, benannt nach Clarence S. Campbell, dem damaligen NHl-Präsidenten, war die Smythe Division mit den westlichen Teams angeordnet. Bis 1981 war die Patrick Division mit den Teams aus der Umgebung von New York die zweite Division. Danach gehörte die Norris Division in die Campbell Conference. Hier spielten überwiegend Teams aus der Mitte der Vereinigten Staaten. Die anderen Teams spielten in der Prince of Wales Conference, der die Adams Division mit den Teams aus dem Nordosten zugeordnet war. Hierzu gehörte bis 1981 die Norris Division, die dann durch die Patrick Division ersetzt wurde.

Seit 1993 ist die Liga in eine Eastern und eine Western Conference aufgeteilt. Dort wurde bis 1998 zunächst in den alten Divisions weitergespielt und diese mit den neu gegründeten Franchises aufgefüllt. Als die Nashville Predators zur Saison 1998/99 als 27. Franchise hinzukamen, erhöhte man die Anzahl der Divisions von vier auf sechs. Diese erreichten mit der Aufnahme der Minnesota Wild und den Columbus Blue Jackets zur Saison 2000/01 eine Stärke von jeweils fünf Klubs und unterteilen sich wie folgt.

Bereits nach sechs Spielen in der ersten NHL-Saison spielte das Stadion in Montreal eine große Rolle. Es brannte ab und die Montreal Wanderers mussten den Spielbetrieb einstellen. Auch im weiteren Verlauf der NHL-Geschichte waren Stadien ausschlaggebend für die Standortwahl, Umsiedlungen und Auflösungen von Teams. So zogen die Pittsburgh Pirates 1930 wegen des zu kleinen Stadions von Pittsburgh nach Philadelphia, um in einem Neubau spielen zu können. Es vergingen 37 Jahre bis die NHL wieder ein Franchise in Pittsburgh ansiedelte. 1931 war Toronto die letzte der späteren „Original-Six“-Städte, die mit dem Maple Leaf Garden ein neues Stadion baute. Es fasste etwa 15.000 Zuschauer und entsprach zum damaligen Zeitpunkt dem, was man von einem zeitgemäßen Stadion erwartete. Auch die New York Americans waren bis 1942 auf der Suche nach einer alternativen Spielstätte zum Madison Square Garden. Zu Kriegszeiten ein unlösbares Unterfangen, sodass sie die Liga mit sechs Teams zurückließen.

Bei der Auswahl der sechs Städte, die mit der großen Erweiterung 1967 ein NHL-Team bekommen sollten, war St. Louis wegen seines großen Stadions, das den Besitzern der Chicago Black Hawks gehörte, auf die Liste gekommen. In der San Francisco Bay Area spekulierte die Ligaleitung hingegen auf den Neubau einer Halle in San Francisco und platzierte das Team einstweilen in Oakland. Der Bau kam nicht zustande und so verließ das Team nach neun Jahren Kalifornien. Anders stellte sich die Situation in Calgary dar. Als die Flames aus Atlanta kamen, musste das Team in einer Halle spielen, die nur 8.000 Zuchauern Platz bot. Die bevorstehenden Olympischen Winterspiele stellten jedoch den kurzfristigen Bau einer angemessenen Halle sicher.

Auch bei der Erweiterung der NHL in den 1990er Jahren ging die Liga oft in Vorleistung. In San Jose spielte die Mannschaft zwei Jahre in einer Halle mit knapp über 10.000 Plätzen, bevor das neue Stadion fertig gestellt wurde. Dieselbe Situation bot sich in Ottawa und Tampa. Das Team aus Florida half sich jedoch anderweitig, indem es nach einem Jahr in den Thunderdome zog, ein für American Football-Spiele ausgelegtes Stadion, das für Eishockeyspiele extra umgebaut wurde. Hier stellte man auch mit 27.227 Zuschauern einen neuen NHL-Rekord auf. In den 1990er Jahren wurden in den meisten der NHL-Städte neue Stadien gebaut. Viele der alten Stadien standen sehr zentral in den Innenstädten und gern nutzte man die vorhandene Infrastruktur, indem das neue Stadion sehr nah am alten Standort baute, so zum Beispiel in Boston und Buffalo. In Vancouver folgten die Planer vielen anderen Vorbildern und baute das neue Stadion in zentrale Lage, während die Arena in Chicago ein wenig aus dem Zentrum herausgezogen wurde und in Florida die Spielstätte aus Miami in einen Vorort von Fort Lauderdale verlegte. Eine geplante Verlegung hatten auch die Carolina Hurricanes vor sich. Da das Stadion in Raleigh noch nicht fertig gestellt war, spielte das Team in den ersten beiden Jahren in Greensboro. Das in den Neubauten auch ein Risiko steckt, erlebten die Buffalo Sabres, als sich der Videowürfel über Nacht löste und auf die Eisfläche stürzte. Der neue und derzeit aktuelle Zuschauerrekord wurde am 1. Januar 2008 in Orchard Park beim NHL Winter Classic 2008 aufgestellt, als die Buffalo Sabres gegen die Pittsburgh Penguins das zweite Mal in der NHL-Geschichte unter freiem Himmel im Ralph Wilson Stadium vor 71.217 Zuschauern spielten.

Heute spielen 24 der 30 Teams in Stadien, die 1993 und später erbaut wurden. Das älteste Stadion steht in Pittsburgh. Es wird jedoch 2010 einem Neubau weichen. Die Stadien in Montreal (21.273) und Chicago (20.500) sind die größten, während man nur bei den Islanders (16.234) und in Edmonton (16.839) weniger als 17.000 Plätze zur Verfügung hat.

Bis auf den Madison Square Garden und das Nassau Veterans Memorial Coliseum in der New Yorker Metropole sowie die Joe Louis Arena in Detroit, tragen alle Stadien der NHL einen Werbeträger in ihrem Namen. Am teuersten ließ der Eigentümer sich diesen Namen in Atlanta bezahlen. Für die Namensrechte der Philips Arena wurde bereits 1999 ein Betrag von 180 Millionen US-Dollar bezahlt, was neun Millionen pro Jahr entspricht. Dafür wird das Stadion bis 2019 diesen Namen tragen. Den höchsten Preis zahlte der Interessent in Dallas. Für 195 Millionen Dollar wurden die Namensrechte für 30 Jahre – 6,5 Millionen pro Jahr – verkauft. Bis 2015 läuft der derzeit günstigste Vertrag. Für nur 18,5 Millionen Dollar, dementsprechend 925.000 Dollar pro Jahr, sicherte sich der Automobilkonzern General Motors in Vancouver die Rechte am General Motors Place.

Die mit weitem Abstand meisten Namen hatte das Stadion in Boston. Kurz vor der Eröffnung der Halle war der ursprüngliche Inhaber der Namensrechte, die Shawmut Bank von der Fleet Bank übernommen worden. So wurde das Stadion als Fleet Center eröffnet. Nachdem auch die Fleet Bank übernommen worden war, kaufte man sich aus den Verträgen heraus. In der Zeit bis ein neuer Namensgeber gefunden worden war, konnten Interessenten an 30 Tagen über das Auktionshaus eBay die Namensrechte für einen Tag kaufen. Der 32. Name ist auch heute noch aktuell. Bis 2025 soll es TD Banknorth Garden heißen.

In Pittsburgh laufen die Namensrechte 2009 aus. Zwischen 2014 und 2017 ist es dann in zehn weiteren Städten möglich, dass ein Stadion umbenannt wird.

Offiziell veröffentlicht die NHL Zuschauerzahlen seit der Saison 1960/61. In diesem Jahr verkauften die Teams über 2,3 Millionen Eintrittskarten in den 210 Spielen. Das ergab einen Schnitt von gut 11.000 Zuschauern pro Spiel. Bis zum Ende der Ära der „Original Six“ stieg die Zuschauerzahl kontinuierlich auf über drei Millionen Zuschauer bei einem Schnitt von knapp 14.700. Mit sechs neuen Teams gab es zur Saison 1967/68 444 Spiele. Noch scheiterte man knapp an fünf Millionen Zuschauern, die erst im folgenden Jahr erreicht wurden. Der Schnitt pro Spiel fiel jedoch wieder auf 11.122. Bevor die WHA ihren Spielbetrieb aufnahm, hatte man in der Saison 1971/72 über 7,6 Millionen Zuschauer erreicht und blieb nur knapp unter 14.000 im Schnitt. Als man zur Saison 1974/75 720 Spiele auf dem Spielplan hatte erreichte man mit 9,5 Millionen einen neuen Zuschauerrekord, doch bis zur letzten Saison der WHA 1978/79 fielen die Zuschauerzahlen kontinuierlich bis auf 7,7 Millionen und einen Schnitt von 11.400 ab.

Vier Teams mehr, keine Konkurrenz und Wayne Gretzky in der Liga, steigerten die Nachfrage wieder. 840 Spiele pro Saison hatte man durch die 80er Jahre hindurch. 1979/80 hatte man erstmals mehr als 10 Millionen Zuschauer und der Zuschauerschnitt, der in diesem Jahr bei 12.540 lag, konnte in den nächsten zehn Jahren auf knapp 15.000 gesteigert werden.

Neue Teams mit kleinen Stadien brachten mehr Spiele und steigerten die absolute Zuschauerzahl, drückten aber auch den Schnitt. 1992/93 spielte man erstmals über 1.000 Spiele und lockte über 14 Millionen Zuschauer an, der Schnitt war jedoch wieder auf gut 14.000 gesunken. Neue Stadien in vielen Städten halfen hier zu einer weiteren Steigerung. 1995/96 spielte man inzwischen 1066 Spiele und übertraf bei den Zuschauern die 17 Millionen-Grenze. Im Schnitt waren das 15.983 Zuschauer und seit der darauffolgenden Saison hat man die 16.000 auch nie mehr unterschritten.

In der Saison 2007/08 besuchten durchschnittlich 17.308 Zuschauer die Spiele der NHL in der regulären Saison, eine erneutere Steigerung, nachdem in der Vorsaison 2006/07 der Schnitt bei 16.486 Zuschauen lag. Den besten Zuschauerschnitt hatten dabei wie im Vorjahr die Montréal Canadiens mit 21.273 Besuchern, Schlusslicht waren die New York Islanders mit 13.640 Besuchern pro Heimspiel. Die 24 US-Teams hatten dabei 16.831 Zuschauer pro Heimspiel, die sechs kanadischen Teams kamen auf 19.214 Zuschauer im Schnitt. Die Gesamtzuschauerzahl lag bei den 1.230 Spielen der regulären Saison bei rund 21,3 Millionen und wurde somit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Millionen gesteigert.

Lange Zeit waren die Eintrittspreise beim Eishockey sehr günstig. Ein Blick zurück in die erste Saison der Toronto Maple Leafs im Maple Leaf Garden 1931 zeigt Eintrittspreise beginnend bei einem und bis zu drei Dollar auf den teuersten Plätzen. Die Preisspanne ging in den folgenden Jahren etwas auseinander. Zeitweise konnte man die günstigsten Eintrittskarten schon um 60 Cent erwerben und um 1950 lagen die Eintrittspreise zwischen 0,90 und 3,50 Dollar. Auch am Anfang der 60er Jahr konnte man ab einem Dollar schon ins Stadion. 7,70 Dollar zahlte man 1971 für den teuersten Platz. Zwischen fünf und 15 Dollar verlangten die Maple Leafs Anfang der 80er Jahre.

Zur Saison 1991/92 gab es schon keine Karten mehr für weniger als zehn Dollar. Für Stehplätze oder Sitze in den obersten Reihen verlangte man 16 Dollar. Wer nahe der Eisfläche sitzen wollte, der musste bis zu 40 Dollar bezahlen. Der Preissprung war in der Saison 1994/95 schon im vollen Gange. Die durchschnittliche Eintrittskarte in der NHL kostete 33,49 Dollar. In den kommenden Jahren wurde die Preisschraube angezogen und bis zur Saison 2000/01 hatte man die Preise um 42,5% angehoben. Nun kostete die Karte im Schnitt 47,70 Dollar. Betrachtet man diesen Preissprung etwas genauer, so fallen einige Besonderheiten auf. Neue Stadien wie in Toronto (+87,8%), aber auch Umzüge vom einst günstigen Quebec ins nun teure Denver (+99%) waren hier die maßgeblichen Gründe. Gut nachvollziehbar war die Verdopplung der Preise in Tampa. Hier spielte man 1994 in einem 28.000 Zuschauer fassenden, jedoch nicht auf allen Plätzen für Eishockey geeigneten Stadion. Dadurch ergab sich mit unter 20 Dollar der günstigste Durchschnittspreis der Liga. Dass der Preis in einem neuen Stadion mit besserer Sicht und gutem Komfort auf knapp über 40 Dollar angepasst wurde, lag auf der Hand. Doch es gab auch in dieser Zeit positive Beispiele. In St. Louis hatte man gemerkt, dass man in der Vergangenheit zu teuer gewesen war und so erhöhte man die Preise in dieser Zeit nur um 6% und nach einer Preiserhöhung von nur 8% bei den Islanders hatte man sich von einem Mittelfeldplatz bei den Eintrittspreisen zum zweitgünstigsten entwickelt. Nur in Calgary war man mit 32,86 Dollar noch günstiger. Ein Jahr später brachen die Preise ein, was man vor allem in Toronto merkte, wo die Ticketpreise im Schnitt um fast 23 Dollar zurückgingen. Seitdem pendelt der ligaweite Durchschnittspreis zwischen 41 und 44 Dollar.

Im Durchschnitt kostete in der Saison 2007/08 eine Eintrittskarte 48,72 Dollar. Besonders günstig waren die Karten in St. Louis, wo der durchschnittliche Eintrittspreis bei 25,48 Dollar lag, sehr teuer war es in Toronto, Montreal, Vancouver, New Jersey, Calgary und Edmonton, wo die Karte jeweils mehr als 60 Dollar im Durchschnitt kostete.

Insgesamt erwirtschaftete die NHL durch den Verkauf von Eintrittskarten rund 1,1 Milliarden Dollar. Der Krösus waren die Toronto Maple Leafs, die pro Heimspiel 1,9 Millionen Dollar an Eintrittsgelder einnahmen, Schlusslicht die Phoenix Coyotes mit 450.000 Dollar pro Heimspiel.

Insgesamt vergibt die NHL im Saisonverlauf zurzeit 23 Trophäen für Mannschaften, Spieler und Trainer. Die wohl bekannteste ist der Stanley Cup, der an den Sieger der Playoffs vergeben wird und bereits seit 1893 existiert. Die älteste individuelle Spielertrophäe ist die Hart Memorial Trophy, die seit 1924 an den wertvollsten Spieler der regulären Saison verliehen wird. Im Laufe der Jahre führte die Liga weitere Trophäen ein, um die verschiedenen Spielertypen entsprechend würdigen zu können.

Bisher arbeiteten fünf Präsidenten und ein Commissioner an der Spitze der Ligaführung. Als erster Präsident im Gründungsjahr übernahm der Brite Frank Calder diese Position und blieb bis zu seinem plötzlichen Tod 1943 insgesamt 26 Jahre im Amt. Nach seinem Tod übernahm Mervyn „Red“ Dutton die Aufgaben des Ligapräsidenten und führte die Liga durch den Zweiten Weltkrieg, ehe sein Assistent Clarence S. Campbell 1946 zum Präsidenten aufstieg. Nach 31 Jahren Amtszeit übernahm mit John A. Ziegler Jr. der erste US-Amerikaner die Präsidenten-Position und füllte sie für 15 Jahre aus. Danach folgte die einjährige Amtszeit von Gilbert Stein, dem jedoch am 1. Februar 1993 mit Gary Bettman ein sogenannter Commissioner an die Seite gesetzt wurde. Nachdem Stein am 30. Juni 1993 nach nur einem Jahr als Präsident ausstieg, übernahm der Commissioner als ranghöchster NHL-Offizieller die Ligaführung.

Eine Spielzeit in der NHL ist in die sogenannte Regular Season und die Play-offs unterteilt. In der Regular Season hat jedes Team 82 Spiele. Dabei spielt ein Team sechsmal gegen jedes Team aus der gleichen Division, viermal gegen jedes weitere Team aus derselben Conference, sowie jeweils einmal zu Hause oder auswärts gegen zwölf Teams aus der anderen Conference und jeweils einmal zu Hause und auswärts gegen die drei verbliebenen Teams der anderen Conference. Dieser Modus wurde zum ersten Mal in der Saison 2008/09 eingeführt und löste den vorher stark kritisierten Modus mit acht Partien gegen die Teams aus derselben Division und insgesamt nur zehn Partien gegen Mannschaft der anderen Conference ab, der zwischen den Spielzeiten 2005/06 bis 2007/08 gespielt wurde. Damit wurde auf häufigere Derbys mit Rivalen verzichtet und eine Minimierung der Reisekosten verworfen, da die Fans Mannschaften der anderen Conference nur alle drei Jahre zu Gesicht bekamen.

Eine weitere Änderung, die die Attraktivität des Spiels steigern sollte und ab der Saison 2005/06 in Kraft trat, war die Einführung des „Shootouts“. Endet ein Spiel der Regulären Saison unentschieden, so folgt wie bereits in den vorangegangen Spielzeiten eine 5-minütige Verlängerung, die Overtime. Gespielt wird hierbei 4 gegen 4 und nach dem Modus Sudden Death, das erste Tor entscheidet also das Spiel. Ist das Spiel auch nach Ablauf der Overtime noch nicht entschieden, folgt ein Penaltyschießen, der Shootout. Jede Mannschaft hat dabei zunächst drei Schützen. Sollte es nach ihren Versuchen immer noch unentschieden stehen, erfolgt ein Entscheidung im K.O.-System (ähnlich dem des Elfmeterschießens beim Fußball). Jedes Spiel hat somit einen Sieger und einen Verlierer. Das siegreiche Team erhält immer zwei Punkte. Das unterlegene Team erhält bei einer Niederlage nach 60 Minuten keinen Punkt, wird jedoch bei einer Niederlage nach Overtime bzw. Shootout mit einem Punkt entlohnt.

Wenn alle Teams ihre Spiele bestritten haben, werden die Tabellen der beiden Conferences, also der Eastern Conference und der Western Conference, getrennt berechnet. Die drei jeweiligen Divisionsieger werden auf die ersten drei Plätze der Tabelle gesetzt und auf den Plätzen 4 bis 8 folgen dann die jeweils punktbesten Teams der jeweiligen Conference. Nach diesen beiden Tabellen werden die Begegnungen der Playoffs festgelegt. Die Spiele lauten allgemein: Platz 1 gegen Platz 8, Platz 2 gegen Platz 7, Platz 3 gegen Platz 6 und Platz 4 gegen Platz 5, wobei immer das Team, das in der regulären Saison die bessere Platzierung aufweisen konnte, zuerst Heimrecht hat. Gespielt wird im Modus Best-of-Seven. Nach den sogenannten Conference Quarterfinals (dt. Conference Viertelfinale) folgen die Conference Semifinals (dt. Conference Halbfinale), in denen die auf der Setzliste am höchsten befindliche Mannschaft immer auf die niedrigst gesetzte trifft. Die Sieger aus diesen Spielen bestreiten dann das Conference Final (dt. Conference Finale) im Westen und Osten, deren Sieger wiederum im Finale um den Stanley Cup stehen. Dort hat das Team Heimrecht, welches in der Regular Season mehr Punkte geholt hat.

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Detroit Red Wings

Logo der Detroit Red Wings

Die Detroit Red Wings sind ein US-amerikanisches Eishockeyfranchise der National Hockey League aus Detroit, Michigan. Es wurde am 25. September 1926 gegründet und nahm zur Saison 1926/27 den Spielbetrieb auf. Die Red Wings sind das Nachfolgeteam der von 1926 bis 1930 bestehenden Detroit Cougars sowie der von 1930 bis 1932 bestehenden Detroit Falcons und gehören zu den sogenannten „Original-Six“-Teams der NHL. Die Teamfarben sind seit 1928 rot und weiß.

Die Red Wings tragen ihre Heimspiele in der Joe Louis Arena aus und sind mit insgesamt elf Stanley-Cup-Siegen das erfolgreichste aus den Vereinigten Staaten stammende Franchise der gesamten Liga. Die Franchise-Geschichte der Red Wings ist von Höhen und Tiefen geprägt. Nachdem das Team die schwierigste Zeit der Liga, als nur sechs Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, zwischen 1943 und 1967 schadlos überstand, fiel das Franchise bis in die 1980er Jahre hinein in ein tiefes Loch. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die Mannschaft jedoch unter den besten Teams der Liga etabliert.

1926 wurde das NHL-Franchise in Detroit gegründet. Durch die Auflösung der Western Canada Hockey League (WCHL) konnte das neue NHL-Team die Rechte der damals sehr erfolgreichen Victoria Cougars erwerben. Die Cougars waren das letzte Team, das nicht aus der NHL kam, das 1925 den Stanley Cup gewinnen konnte. In Anlehnung an diese Mannschaft wurde das Team Detroit Cougars genannt. Da es in Detroit kein Eisstadion gab, spielte man im ersten Jahr noch im kanadischen Windsor, Ontario in der Border Cities Arena.

Zur Saison 1927/28 konnte dann in Detroit im neu erbauten Detroit Olympia gespielt werden, das bis 1979 die Heimat des Teams bleiben sollte. Hinter der Bande stand Jack Adams, der als Trainer und General Manager in den kommenden 36 Jahren zur bestimmenden Person im Team werden sollte.

Sportlich taten sich die Cougars schwer und nach der ersten Playoff-Teilnahme 1928 wurde das Team 1930 in Detroit Falcons umbenannt. Der sportliche Erfolg blieb aus und es stand auch sehr schlecht um die Finanzen. Neben der NHL hatte sich mit der AHL eine weitere Eishockeyliga etabliert. Um diese aus dem Weg zu räumen, vermittelte NHL-Präsident Frank Calder ein Geschäft mit James E. Norris, dem Besitzer der Chicago Shamrocks aus der AHL. Er überzeugte die anderen NHL-Teams von seiner Idee, dass die Shamrocks und die Falcons fusionieren und in der NHL spielen sollten. Norris kaufte das bankrotte Team 1932 und fusionierte es mit seinen Shamrocks. Norris, der früher selbst mit der Montreal Amateur Athletic Association gespielt hatte, erinnerte sich an das Logo der MAAA, die auch Winged Wheelers genannt wurden und brachte es in Bezug zur Automobilstadt Detroit. Aus diesen Überlegungen entstand der neue Name Detroit Red Wings und auch das noch heute bekannte Logo.

Bereits im ersten Jahr konnten die Red Wings ihre erste Playoff-Serie gewinnen und kamen bis ins Halbfinale.

Die Saison 1933/34 konnte erstmalig die reguläre Saison als Tabellenführer der American Division abgeschlossen werden. Das Team schaffte es in die Finalspiele um den Stanley Cup, musste sich dort aber den Chicago Black Hawks geschlagen geben, die zum ersten mal den Titel gewinnen konnten. Nach einer enttäuschenden Saison schaffte man 1936 es dann doch, neben dem Sieg in der American Division, auch den Stanley Cup durch einen Finalsieg gegen die Toronto Maple Leafs, nach Detroit zu holen. Im Jahr darauf konnte das Team um Ebbie Goodfellow, Marty Barry und Larry Aurie den Titel verteidigen.

Es folgten wieder einige weniger erfolgreiche Jahre, bevor nach verlorenen Finalserien 1941 und 1942 die Ära der „Original Six“ eintrat.

Nachdem sich die Brooklyn Americans zurückgezogen hatten, spielten für die kommenden 24 Jahre nur noch sechs Teams in der NHL. In diese Ära starteten die Wings mit ihrem dritten Gewinn des Stanley Cups. Das Team um Sid Abel, Don Grosso und Mud Bruneteau besiegte die Boston Bruins in der Finalserie mit 4:0. Beeindruckend war hierbei die Leistung von Torhüter Johnny Mowers, der bei beiden Spielen in Boston kein Gegentor zuließ. Auch in den kommenden Jahren konnte man sich stets für die Playoffs qualifizieren. Zur Saison 1946/47 trat ein neuer Superstar auf die Bühne der Red Wings: Gordie Howe, ein junger Rechtsaußen aus der kanadischen Provinz Saskatchewan, konnte in seinen ersten Jahren allerdings noch nicht vollends zeigen, was die Wings in den kommenden Jahren an ihm haben würden. Dieses Jahr war auch das letzte Jahr von Jack Adams als Trainer. 15 Jahre hatte er diese Tätigkeit ohne Vertrag ausgeübt. Nun konzentrierte er sich auf seine Arbeit als General Manager.

Ab der Saison 1947/48 bildete Gordie Howe mit Sid Abel und Ted Lindsay die „Production Line“, eine der besten Sturmreihen ihrer Zeit. Die drei brachten die Wings zweimal in die Finalserie, doch beide Male war man gegen die Toronto Maple Leafs chancenlos. 1950 wurde dann der vierte Titel nach Detroit geholt. Sid Abel, der nach Chicago wechselte, wurde durch Alex Delvecchio ersetzt. Das Team, im Tor nun verstärkt durch Terry Sawchuk, war zu dieser Zeit mit das stärkste in der NHL. Die logische Folge waren die Stanley-Cup-Siege in den Jahren 1952, 1954 und 1955 bei denen man jeweils im Finale gegen die Montréal Canadiens gewinnen konnte. Ebenfalls 1955 übernahm Bruce Norris die Red Wings von seinem älteren Bruder James.

Im nächsten Jahr unterlag man den Canadiens in den Finalspielen, die damit eine Serie von fünf Titelgewinnen in Folge starteten. 1957 half Ted Lindsay bei der Gründung der Spielergewerkschaft NHLPA und wurde dafür aus dem Team geworfen. Nach 21 Jahren wurden in der Saison 1958/59 erstmals wieder die Playoffs verpasst. Wenn auch ohne Titel, war die erste Hälfte der 1960er Jahre weiterhin sehr erfolgreich. Im Tor wurde Sawchuk von Roger Crozier abgelöst, im Angriff waren mit Norm Ullman und Parker MacDonald zwei konstante Torschützen hinzugekommen. 1963 trennte sich die Red Wings von General Manager Jack Adams.

Die Liga wuchs zuerst von sechs auf zwölf Teams und dann weiter bis auf 21, doch mit der Entscheidung um den Stanley Cup hatten die Wings ab den späten 1960er Jahren nichts mehr zu tun. Von 1967 bis 1982 gelang nur zweimal der Einzug in die Playoffs. In dieser Zeit begannen die NHL-Teams bei ihrer Suche nach Spielern auch nach Europa zu schauen. Ein Vorreiter in Detroit war der in Dänemark geborene Verteidiger Poul Popiel, der ab der Saison 1968/69 für die Red Wings spielte. Bei seinem NHL-Debüt war er jedoch schon amerikanischer Staatsbürger. 1971 beendete Gordie Howe seine Karriere, bevor er drei Jahre später in der WHA wieder anfing, um mit seinen Söhnen gemeinsam zu spielen und kehrte 1979 noch einmal in die NHL zurück. Junge talentierte Spieler wie Marcel Dionne schafften ihren Durchbruch erst als sie Detroit verlassen hatten. Die größten Defizite hatten die Red Wings im Tor und in der Verteidigung.

Der erste Spieler in Trikot der Red Wings, der in Europa das Eishockeyspielen erlernt hatte war in der Saison 1972/73 der Schwede Thommie Bergman. 1977 kam mit Václav Nedomanský der erste Tscheche nach Detroit. In der Saison 1978/79 gelang es ihm, bester Scorer im Kader der Red Wings zu sein. So sehr die ersten Europäer, zu denen auch der Schwede Dan Labraaten gehörte, überzeugen konnten, bleiben diese Spieler eine Ausnahme. Bis 1980 waren nie mehr als drei Spieler aus Europa gleichzeitig im Kader.

Ein erstes Zeichen für eine Trendwende war 1979 der Umzug vom Detroit Olympia, in dem über 50 Jahre gespielt wurde, in die neue Joe Louis Arena und drei Jahre später wechselte auch der Besitzer des Teams. Mike Ilitch kaufte für acht Millionen US-Dollar das Team von Bruce Norris und begann mit seinem Umbau. Wichtigster Mann an seiner Seite war dabei der neu verpflichtete General Manager Jim Devellano.

1983 stieß mit Steve Yzerman ein junger Spieler, den man erst kurz zuvor als allerersten Spieler unter dem neuen Besitzer Ilitch im NHL Entry Draft gezogen hatte, zum Team, der für den erneuten Aufstieg der Red Wings stehen sollte. Gleich in seinem ersten Jahr war er bester Scorer seines Teams und die Red Wings erreichten zum ersten Mal in sechs Jahren wieder die Playoffs. Verteidiger Brad Park, der 1983 von Boston kam, war ebenfalls eine wichtige Stütze in dieser Saison und erhielt nach der Spielzeit die Bill Masterton Memorial Trophy.

1985/86 übernahm Park die Position als Cheftrainer, die er jedoch nach 45 Spielen wegen mangelndem Erfolg wieder abgab.

Bereits 1986 übernahm Yzerman im Alter von 21 Jahren das Amt des Mannschaftskapitäns. 1987, mittlerweile verstärkt durch Adam Oates, Petr Klíma und Gerard Gallant, erreichten sie zum ersten Mal seit der Aufstockung der Liga Ende der sechziger Jahre das Halbfinale der Playoffs und wiederholten dies im Jahr darauf.

1988/89 spielte Yzerman die beste Saison seiner Karriere, erzielte 155 Punkte und wurde als bester Spieler der NHL von der NHLPA mit dem Lester B. Pearson Award ausgezeichnet. Danach kamen Gerüchte auf, dass Yzerman möglicherweise zu einem anderen Team transferiert würde, doch dies wurde vom Coach der Red Wings, Jacques Demers, dementiert.

Anfang der neunziger Jahre verstärkten sich die Red Wings weiter und holten junge talentierte Spieler ins Team, wie Nicklas Lidström, Sergei Fjodorow und Wjatscheslaw Koslow. Mit Wladimir Konstantinow, Paul Coffey, Dino Ciccarelli und Ray Sheppard wurden auch erfahrenere Spieler verpflichtet.

Im Jahr 1993 übernahm Scotty Bowman, einer der erfolgreichsten NHL-Trainer aller Zeiten, den Posten als Cheftrainer. 1994 schieden die Red Wings noch im Viertelfinale der Conference aus. Sergei Fjodorow wurde nach der Saison mit der Hart Memorial Trophy als MVP und mit dem Lester B. Pearson Award als bester Spieler der NHL geehrt.

Erfahrene Spieler wie Mike Vernon oder Igor Larionow schlossen sich dem Team an. 1995 erreichten sie endlich wieder das Finale um den Stanley Cup, konnten ihn jedoch nicht gewinnen. In der nächsten Saison scheiterten sie im Finale der Conference an Colorado. Die Torhüter Mike Vernon und Chris Osgood kassierten in der Spielzeit die wenigsten Gegentore und erhielten gemeinsam die William M. Jennings Trophy.

Die Red Wings verstärkten, unter anderem mit Brendan Shanahan, weiter ihr Team und bewiesen eine Konstanz auf hohem Niveau und das sollte auch belohnt werden. 1997 konnten sie zum ersten Mal seit 42 Jahren wieder den Stanley Cup gewinnen. Goalie Mike Vernon wurde als wertvollster Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy geehrt, nachdem sie die Philadelphia Flyers deutlich in vier Spielen besiegt hatten. Doch nur wenige Tage nach dem Triumph verunglückte Verteidiger Wladimir Konstantinow bei einem Autounfall schwer. Er überlebte zwar den Unfall, doch schwere Gehirnverletzungen führten dazu, dass er den größten Teil seines Sprach- und Erinnerungsvermögens verloren hatte und sich die ersten Jahre nach dem Unfall nur mit einem Rollstuhl fortbewegen konnte.

In der Saison 1997/98 trugen die Red Wings auf ihren Trikots ein kreisförmiges Emblem mit dem Wort „Glauben“ in englischer und russischer Sprache, sowie den Initialen von Konstantinow und einem Betreuer der Red Wings, der ebenfalls schwere Verletzungen bei diesem Unfall erlitten hatte.

Sie konnten trotzdem den Stanley Cup verteidigen und feierten mit ihrem ehemaligen Teamkollegen Konstantinow den wiederholten Titelgewinn. Diesmal war es „The Captain“ Steve Yzerman, der als wertvollster Spieler der Playoffs geehrt wurde. Die Zeit vom Amtsantritt von Coach Scotty Bowman bis hin zum zweiten Cup-Gewinn wurde durch Spieler, wie Nicklas Lidström, Brendan Shanahan und den Russian Five um Larionow, Sergei Fjodorow und Wjatscheslaw Fetissow, aber auch durch die Grind Line geprägt. Mit Uwe Krupp kam zu dieser Zeit auch ein deutscher Spieler zu den Red Wings. Allerdings war der erfahrene Verteidiger in seiner Zeit bei den Red Wings von vielen Verletzungen geplagt.

1999 und 2000 scheiterten sie im Halbfinale der Conference und 2001 nach langer Zeit sogar im Viertelfinale. Die Red Wings verstärkten sich in diesen Jahren vor allem mit Veteranen, wie Brett Hull, Chris Chelios, Luc Robitaille und Dominik Hašek. Mit Pawel Dazjuk stieß ein junger Spieler aus Russland zum Team. Diese Verpflichtungen sollten sich für das Team lohnen und so konnte man 2002 erneut den Stanley Cup gewinnen. Nach der Saison gab Trainer Scotty Bowman das Ende seiner Karriere bekannt. Bowman gewann von 1973 bis 2002 insgesamt neun Stanley Cups, drei davon mit Detroit. Sein Nachfolger wurde Dave Lewis, der selbst Spieler der Red Wings gewesen war und seit 1988 als Assistenztrainer für das Team arbeitete.

Die erhoffte Titelverteidigung blieb 2003 aus und man scheiterte überraschend in der ersten Runde. 2004 drang die Mannschaft bis ins Conference-Halbfinale vor. Mit Curtis Joseph und Dominik Hašek hatte man in diesem Jahr eines der vielleicht prominentesten Torhüterteams in der NHL-Geschichte.

Die Saison 2004/05 wurde abgesagt, da sich die Liga, die Teambesitzer und die Spieler nicht auf ein neues Collective Bargaining Agreement, eine Art Tarifvertrag in dem Mindestgehälter, Gehaltsobergrenzen und weitere wirtschaftliche Regelungen festgehalten werden, einigen konnten. Es kam zum Lockout und die Parteien konnten sich erst im Juli 2005 auf ein neues Abkommen einigen.

Die neuen Regelungen hatten Folgen. So wurde eine Gehaltsobergrenze von 39 Millionen US-Dollar festgelegt. Die Red Wings, die durch Gewinne aus den vergangenen Jahren viele Starspieler holten, die dementsprechend verdienten, waren durch die Regelung klar benachteiligt und mussten sich von einigen Spielern trennen. So bezahlten sie Darren McCarty, Derian Hatcher und Ray Whitney ihre Verträge aus, um sich von ihnen zu trennen. Die Startorhüter Dominik Hašek und Curtis Joseph erhielten keine neuen Verträge, stattdessen wurde Chris Osgood als Goalie verpflichtet, der bis 2001 schon acht Jahre in Detroit gespielt hatte und die finanziell eindeutig billigere Lösung war. Mit Manny Legacé, hinter Hašek, Joseph und auch Osgood lange Zeit nur Ersatztorhüter, sowie dem jungen Jimmy Howard hatte man das günstige Torhütergespann komplett. Mit Mike Babcock holte man außerdem einen neuen Trainer. Ex-Trainer Dave Lewis arbeitete weiter bei den Red Wings als Scout, übernahm jedoch 2006 den Trainerposten in Boston.

Trotz der vielen Abgänge spielten die Red Wings 2005/06 herausragendes Eishockey und schlossen die reguläre Saison auf dem ersten Platz der NHL ab. Hoch favorisiert traten sie in der ersten Runde der Playoffs gegen den Außenseiter Edmonton Oilers an. Doch es gestaltete sich schwieriger als erwartet und nach vier Spielen stand es 2:2. Als die Red Wings das nächste Spiel in eigener Halle knapp verloren, bahnte sich eine Sensation an, die durch Edmontons vierten Sieg im sechsten Spiel zur bitteren Wahrheit wurde. Der klare Favorit war schon in der ersten Runde gescheitert.

Außer dem frühen Scheitern in den Playoffs gab es noch ein weiteres negatives Vorkommnis in dieser Saison. Am 21. November 2005 im Spiel gegen die Nashville Predators brach Verteidiger Jiří Fischer mit einem Herzstillstand auf der Bank zusammen. Teamarzt Tony Colucci startete sofort Wiederbelebungsmaßnahmen, die Erfolg hatten. Fischer wurde ins Krankenhaus gebracht und das Spiel abgebrochen.

Nach 23 Jahren bei den Red Wings nahm Steve Yzerman im Sommer 2006 seinen Abschied. Yzerman war 20 Jahre lang Kapitän des Teams und trug damit länger als jeder andere Spieler in der Geschichte der NHL das „C“ auf seinem Trikot. Als Yzerman zur Mannschaft stieß, hatten sie gerade zum fünften Mal in Folge die Playoffs verpasst. In der Zeit, die Yzerman zum Team gehörte, musste man nur noch zwei Mal auf die Endrunde verzichten. Yzerman wurde zum Symbol des Wiederaufstiegs der Red Wings und führte das Team aus den unteren Tabellenregionen bis hin zu drei Stanley Cups. Am 2. Januar 2007 wurde in einer feierlichen Zeremonie, an der auch viele ehemalige Teamkollegen und Größen des Eishockeysports teilnahmen, Steve Yzerman mit einem Banner geehrt, das an die Hallendecke der Joe Louis Arena gehängt wurde. Auf dem Banner ist neben der Nummer 19 auch ein „C“ abgebildet.

Sein Nachfolger als Mannschaftskapitän wurde der Schwede Nicklas Lidström, der damit als erster Europäer das „C“ der Red Wings trägt.

Das Gesicht des Teams änderte sich weiter. Neben Steve Yzerman verließ mit Brendan Shanahan nach zehn Jahren eine weitere wichtige Stütze das Team, dafür kehrte Dominik Hašek zu den Red Wings zurück. Außerdem wurde die Defensive durch Danny Markow verstärkt.

Doch trotz des Verlustes von Yzerman und Shanahan spielten die Red Wings in der Saison 2006/07 wieder an der Spitze der Liga mit. Nicklas Lidström bewies einmal mehr, dass er zu den besten Verteidigern der NHL gehört und Hašek, der auf Grund seiner Verletzungsanfälligkeit als Risiko galt, zeigte, dass er trotz seiner 42 Jahre immer noch einer der besten Torhüter der Liga ist. Im Angriff stachen besonders Henrik Zetterberg und Pawel Dazjuk hervor, die zusammen mit Tomas Holmström die erste Sturmreihe bildeten. Zudem bekamen die jungen Spieler um Jiří Hudler und Valtteri Filppula die Chance sich zu beweisen. Doch die Saison war auch vom Verletzungspech der Red Wings gezeichnet. Für eine kurze Zeit mussten die jungen Jimmy Howard und Joey MacDonald das Torhütergespann bilden, als Hašek und Osgood verletzt fehlten. Auf der Verletzungsliste standen auch Zetterberg, Daniel Cleary, Mathieu Schneider, Mikael Samuelsson und Niklas Kronwall, die allesamt als wichtige Stützen des Teams gelten, doch dank eines ausgeglichenen Kaders konnten die Ausfälle zum größten Teil kompensiert werden. Kurz vor dem Ende der Transferperiode im Februar 2007 wurden mit Kyle Calder und Todd Bertuzzi noch zwei weitere Stürmer verpflichtet. Während sich Bertuzzis Debüt noch auf Grund einer Verletzung verzögerte, konnte Calder gleich für die Red Wings aufs Eis gehen. Am Ende der Regulären Saison konnten sie zum sechsten Mal in Folge den Gewinn der Central Division feiern und belegten zum dritten Mal hintereinander den ersten Platz in der Western Conference. Trotzdem zeigten die Red Wings in der Spielzeit einige Schwächen. Besonders in der Chancenauswertung schwächelte das Team und brauchte im Schnitt mehr Schüsse als jede andere Mannschaft um ein Tor zu erzielen.

Im April 2007 erhielt Pawel Dazjuk einen etwa 45 Millionen US-Dollar schweren Sieben-Jahresvertrag. Nie wurde ein Spieler vorher so lange an das Team gebunden.

In den folgenden Playoffs bezwangen sie in der ersten Runde die heimstarken Calgary Flames nach sechs Spielen. Ebenfalls sechs Spiele dauerte die Serie gegen die jüngeren und eigentlich physisch stärkeren San Jose Sharks an, welche die Red Wings zur Überraschung vieler Experten ebenfalls bezwingen konnten. In der dritten Runde war aber gegen die Anaheim Ducks Schluss, man verlor mit 2-4.

Nach dem Ende der Saison verließen mit Mathieu Schneider und Robert Lang zwei Spieler die Red Wings, die in den vergangenen Jahren zu den wichtigen Stützen der Mannschaft gehörten. Keinen neuen Verträge erhielten ebenfalls Kyle Calder, Todd Bertuzzi und Danny Markow. Als Verstärkung für die Defensive wurde Brian Rafalski von den New Jersey Devils verpflichtet.

Den Red Wings gelang ein guter Start in die Saison 2007/08 und bereits nach dem ersten Monat belegten sie den ersten Platz der Liga. Als wichtigster Spieler in der Anfangsphase der Saison entpuppte sich Stürmer Henrik Zetterberg, der zeitweise die Scorerliste anführte. Trotz einer Schwächephase im November behaupteten die Red Wings die Spitzenposition und bauten den Vorsprung auf die Verfolger aus. Die Überraschung in der Mannschaft war Ersatztorhüter Chris Osgood, der während einer Verletzungspause von Stammtorhüter Hašek durch sehr gute Leistungen überzeugen konnte und zum Lohn eine Einladung für das NHL All-Star Game im Januar erhielt. In eine erste größere Krise gerieten die Red Wings als sie im Februar mit sechs Niederlagen in Folge die längste Niederlagenserie seit 17 Jahren hinnehmen mussten. Begleitet wurde diese Serie mit dem Ausfall von mehr als der Hälfte der Verteidigung, als Nicklas Lidström, Brian Rafalski, die bis zu diesem Zeitpunkt die punktbesten Verteidiger der Saison waren, Niklas Kronwall und der 46-jährige Chris Chelios verletzungsbedingt pausieren mussten. Trotzdem konnte die Mannschaft den ersten Platz in der Liga behaupten und Pawel Dazjuk sowie Henrik Zetterberg kamen in der Scorerliste unter die besten zehn Spieler.

In den Playoffs trafen die Red Wings in der ersten Runde auf die Nashville Predators, gegen die man auch gleich die ersten zwei Heimspiele gewinnen konnte, jedoch auf Grund schwacher Leistungen von Torhüter Hašek die folgenden zwei Spiele in Nashville verlor. Chris Osgood übernahm daraufhin den Posten im Tor und die Red Wings gewannen die Serie schließlich mit 4–2. In der zweiten Runde hatte Detroit wenig Probleme mit dem ehemaligen Erzrivalen Colorado Avalanche, und schon nach vier Spielen zogen die Red Wings in das Finale der Western Conference ein. Johan Franzén war dabei einer der wichtigsten Spieler, da er einen neuen NHL-Rekord mit neun Toren in einer 4 Spiele andauernden Playoff-Serie aufstellte. Im Conference Finale waren die Dallas Stars der Gegner. Die Red Wings gingen in der Serie mit 3–0 in Führung, mussten daraufhin aber zwei Niederlagen hinnehmen. Im sechsten Spiel sicherte die Mannschaft schließlich doch den fünften Einzug ins Stanley Cup-Finale innerhalb von 13 Jahren. Dort bezwang man das junge Team um Sidney Crosby, die Pittsburgh Penguins, mit 4-2 und gewann den vierten Stanley Cup in den letzten elf Jahren.

Die Detroit Red Wings gewannen bisher elf Mal den Stanley Cup, also die Meisterschaft (Stand Juni 2008). Damit sind sie das erfolgreichste Team aus den Vereinigten Staaten und das dritterfolgreichste Team der NHL (erfolgreicher sind nur die kanadischen Mannschaften der Montreal Canadiens und der Toronto Maple Leafs). In den Vereinigten Staaten ist Detroit auch als „Hockeytown“ bekannt.

In ihrer ersten Saison bestritt das Franchise aus Detroit seine Heimspiele auf kanadischem Boden in der Border Cities Arena. Weil die neue Arena in Detroit noch nicht fertiggestellt war, wich man nach Windsor in der kanadischen Provinz Ontario aus, wo man in der 9.000 Zuschauer fassenden Eishalle spielte.

1927 zog die Mannschaft schließlich ins Detroit Olympia ein, das Platz für 16.700 Zuschauer bot. Am 22. November 1927 bestritten sie das erste Heimspiel im neuen Stadion gegen die Ottawa Senators. Die Detroit Red Wings feierten in der Arena viele Erfolge, darunter sieben Stanley Cup-Siege, aber auch die größte Krise der Mannschaft in den sechziger und siebziger Jahren steht mit dem Detroit Olympia in Verbindung.

Mitte der siebziger Jahre kam innerhalb des Managements der Wunsch nach einer neuen Arena auf. Die Umgebung des Detroit Olympia hatte sich in den vergangenen Jahren zusehends verschlechtert. Bereits 1967 kam es in der Nachbarschaft zu Rassenunruhen, die 43 Tote forderte. Die Teambesitzer erwägten einen Umzug in einen der Vororte der Großstadt, doch eine Offerte der Stadtverantwortlichen für eine neue Arena in zentraler Lage stimmte die Red Wings schließlich um, sodass die Joe Louis Arena, benannt nach dem Schwergewichtsboxer Joe Louis, gebaut wurde. Am 15. Dezember 1979 spielten die Detroit Red Wings ihr letztes Heimspiel im Detroit Olympia und verabschiedeten sich nach 52 Jahren von dieser Spielstätte.

Am 27. Dezember 1979 bestritten die Red Wings ihr erstes Spiel in der Joe Louis Arena gegen die St. Louis Blues. In der neuen 20.066 Zuschauer fassenden Arena gelang es dem Team ihre lange Krise zu überwinden und an die erfolgreichen Jahrzehnte im Detroit Olympia anzuknüpfen. Vier Stanley Cup-Siege konnten sie seit der Eröffnung feiern.

1982 kaufte Mike Ilitch die Red Wings für 8 Mio. US-Dollar von Bruce Norris und hatte großen Anteil am Wandel von einem der schwachen Teams zu einem Spitzenteam, dessen Wert sich bis 2004 auf ca. 16 Mio. $ gesteigert hat. Ilitch hatte sich Ende der 1950er Jahre gegen eine Karriere als Baseball-Profi bei den Detroit Tigers und für eine Karriere als Pizzabäcker entschieden. Sein Erfolg mit Little Caesar’s Pizza gab ihm die Möglichkeit nach den Wings auch 1992 die Tigers zu kaufen. Für seine Verdienste um das Eishockey wurde er in die Hockey Hall of Fame aufgenommen und mit der Lester Patrick Trophy geehrt.

Zu den Red Wings, wie zu allen anderen NHL-Teams, gehören auch Mannschaften in niederklassigeren Ligen, sogenannte Farmteams. Im Falle der Red Wings sind dies die Grand Rapids Griffins in der American Hockey League sowie die Flint Generals und die Port Huron Icehawks in der International Hockey League. Bis zur Saison 98/99 waren die Adirondack Red Wings, eines der ältesten und traditionsreichsten Teams der AHL, das Farmteam. Von 99/00 bis 01/02 teilte man sich mit Anaheim die Cincinnati Mighty Ducks.

Einen besonderen Brauch gibt es in Detroit während der Playoffs: Die Fans werfen Tintenfische aufs Eis. Dieser Brauch besteht seit 1952, als der Fischhändler Peter Cusimano einen achtarmigen Oktopus aufs Eis geworfen hatte, um zu symbolisieren, dass man damals acht Siege benötigte, um den Stanley Cup zu gewinnen. Die Red Wings holten in diesem Jahr den Cup und eine Tradition war geboren und ist bis heute erhalten geblieben.

Al Sobotka, Eismaschinenfahrer und als Eis-Manager hauptverantwortlich für die Spielfläche der Joe Louis Arena, ist der Leidtragende der Oktopus-Würfe, da er die toten Tiere vom Eis aufsammeln muss. Dies nutzt er allerdings um selbst das Publikum anzuheizen, indem er einen aufgesammelten Oktopus an den Armen greift und über seinen Kopf schleudert. Diese Tradition erfuhr aber in der Playoffs 2008 einen Dämpfer, als die Ligaleitung beschloss, dass nur noch der Linienrichter die Tintenfische entsorgen darf. Doch diese Regelung wurde nur wenig später etwas gelockert und die NHL erlaubte es Sobotka die Tintenfische an der Einfahrt für die Eismaschinen über seinem Kopf zu schleudern. Zudem erklärte ein Fischhändler aus Pittsburgh im selben Jahr, dass er während den Heimspielen der Pittsburgh Penguins im Stanley Cup-Finale gegen Detroit an Anhänger der Red Wings keine Tintenfische verkaufen werde.

Abgeleitet aus der Oktopus-Tradition ist auch das Maskottchen „Al“ entstanden, das den Namen zu Ehren Sobotkas erhalten hat. Während den Playoffs hängen zwei große Oktopus-Figuren unter dem Dach der Joe Louis Arena, deren 16 Arme die 16 Siege symbolisieren, die eine Mannschaft heute zum Gewinn des Stanley Cup braucht.

Traditionelle Rivalitäten pflegen die Detroit Red Wings zu den anderen fünf Mannschaft der Original Six, den verbliebenen Mannschaften aus den Anfangsjahren der NHL. Jedoch spiegelt sich das nicht in besonderer Form auf dem Eis wieder.

Mitte der neunziger Jahre entstand eine Rivalität mit der Colorado Avalanche. Im Conference Finale der Playoffs 1996 erlitt Red Wings-Spieler Kris Draper schwere Gesichts- und Kopfverletzungen, nachdem er von Gegenspieler Claude Lemieux in die Bande gecheckt wurde. Colorado gewann im weiteren Verlauf die Serie und im Finale schließlich den Stanley Cup. In der darauffolgenden Saison kam es im aufgrund des Vorfalls aus dem Vorjahr in einem Spiel zu einer Massenschlägerei auf dem Eis zwischen beiden Mannschaft im Brawl in Hockeytown. Nur einige Wochen später trafen beide Teams erneut im Conference Finale aufeinander und diesmal ging Detroit als Sieger hervor, die schließlich auch den Stanley Cup gewannen.

Auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu hitzigen Auseinandersetzung zwischen beiden Mannschaften. Nicht nur aufgrund des Vorfalls von 1996, sondern auch weil beide Mannschaften zur der damaligen Zeit zu den besten Teams der Liga gehörten, zwischen 1996 und 2002 gemeinsam fünf Mal den Stanley Cup gewannen und regelmäßigen in den Playoffs aufeinandertrafen. 1999 und 2000 musste sich Detroit bereits im Conference Halbfinale Colorado geschlagen geben. In den Playoffs 2002 lagen die Red Wings im Conference Finale bereits mit 2:3 in der Serie zurück, ehe Colorados Torhüter Patrick Roy, der einer der Hauptprotagonisten der Rivalität war, durch einen schweren Fehler im sechsten Spiel den Detroit Red Wings zum 3:3-Ausgleich verhalf. Roy nahm an, dass er den Puck mit seinem Fanghandschuh gefangen hätte und riss seine Hand in die Luft. Doch der Puck lag noch auf dem Eis und die Red Wings nutzten die Unachtsamkeit Roys aus. Der Fehler wurde später unter den Fans der Red Wings unter dem Namen Statue of Liberty bekannt. Im entscheidenden siebten Spiel wurde Roy und die Avalanche mit einem 7:0 gedemütigt und Detroit zog weiter auf dem Weg zu einem weiteren Stanley Cup-Sieg.

Dies stellte auch den inoffiziellen Schlusspunkt der Rivalität beider Mannschaft dar, weil viele Spieler aus dem Jahr 1996 mittlerweile für andere Mannschaften spielten oder ihre Karriere beendet hatten. Die Rivalität kühlte daraufhin ab.

Ein prominenter Fan der Detroit Red Wings ist die Figur „Dr. Percival ‚Perry‘ Cox“ (gespielt von John C. McGinley) in der US-amerikanischen Krankenhaus-Sitcom Scrubs. In der Serie trägt Dr. Cox häufig das Red Wings-Trikot und erklärt in einer Folge einem jungen Arzt sogar, „warum die Detroit Red Wings das beste Profi-Sportteam aller Zeiten sind“. Tim Taylor (gespielt von Tim Allen) aus der Fernsehserie Hör mal, wer da hämmert ist ebenfalls ein Fan der Red Wings, weshalb er in manchen Folgen das Trikot des Teams aus Michigan trägt. Ebenfalls war Tupac Amaru Shakur (2Pac) ein Detroit Red Wings Fan. Er trägt in vielen seiner Musikvideos das Shirt der Red Wings. Ein weiterer Fan der Detroit Red Wings ist die Figur „Joey Gladstone“ (gespielt von Dave Coulier) in der Serie Full House. Er trägt ebenfalls oft ein Trikot der Red Wings und sehr selten auch ein Trikot der Detroit Tigers.

Als das Franchise 1926 unter dem Namen Detroit Cougars gegründet wurde, waren die Teamfarben bereits rot und weiß. Das Trikot in der Debütsaison war dementsprechend hauptsächlich weiß mit einem roten Brustring, auf dem ein gotisches „D“ zu sehen war. Zudem gab es an jedem Ärmel einen roten Streifen. Nach der ersten Spielzeit wurde das Trikotdesign dahingehend geändert, dass ober- und unterhalb des Brustrings noch zwei weitere schmalere Ringe hinzu kamen und auf der Brust „Detroit“ zu lesen war. Als der Name der Mannschaft 1930 in Detroit Falcons geändert wurde, trat die Mannschaft in mit rot-weißen Querstreifen auf und der Aufschrift des Teamnamens.

1932 kam es erneut zu einer Namensänderung, als James Norris sr. das Franchise kaufte. Norris hatte als junger Mann für den Montreal Hockey Club gespielt, die wegen ihres Emblems, einem Rad mit Flügeln, auch Winged Wheelers genannt wurden. Inspiriert davon entschied er, dass seine Mannschaft aus Detroit ebenfalls mit einem geflügelten Rad auf dem Trikot auflaufen sollte und der Teamname in Red Wings umbenannt wird.

Seitdem wurde das Design der Trikots nur minimal verändert wurden. Signifikant für das rote Trikot ist dabei dabei ein weißer Streifen auf dem Ärmel in Höhe des Ellenbogen sowie ein weißer Streifen unterhalb des Teamlogos, dass bei allen NHL-Teams die Brustpartie bestimmt. Dieser Bruststreifen ist auch in roter Farbe auf den weißen Trikots vorzufinden, bei diesen sind zudem die Arme in der Fabe rot gehalten.

Die wichtigste Änderung des Trikotdesigns zur Saison 2007/08 war ein ligaweiter Ausrüsterwechsel, am Design der Red-Wings-Trikots änderte sich jedoch, wie bei allen anderen Teams der traditionellen Original Six, bis auf minimale Abweichungen nichts. Nach den Vorschriften der Liga muss das Heimtrikot seit 2003 in einer dunklen, das Auswärtstrikot in einer hellen Grundfarbe gestaltet sein. Für die Ausrüstung der Red Wings bedeutet dies, dass das Team bei Heimspielen in den roten, bei Auswärtsspielen in den weißen Jerseys antritt.

1934 kamen die Detroit Red Wings zu ihrer ersten von insgesamt 23 Finalteilnahmen um den Stanley Cup und unterlagen gegen die Chicago Blackhawks. Zwei Jahre später in der Saison 1935/36 gewannen sie schließlich erstmals die Trophäe und verteidigten den Titel im Jahr darauf. In den vierziger Jahren standen die Red Wings sechs Mal im Finale, konnten aber nur ein Mal die Meisterschaft gewinnen und mussten sich in vier Finals alleine den Toronto Maple Leafs geschlagen geben. Die ersten Jahre des folgenden Jahrzehnt dominierte das Franchise aus Detroit und gewann von 1950 bis 1955 vier Stanley Cups.

Danach begann eine lange Durststrecke von 42 Jahren, in denen sie zu sechs Finalteilnahmen kamen, die jedoch alle ohne Erfolg blieben. Erst 1997 konnten sie wieder das Stanley Cup-Finale für sich entscheiden und ließen eine erfolgreiche Titelverteidigung im nächsten Jahr folgen. 2002 gewannen die Red Wings als erstes US-amerikanischen NHL-Team zum zehnten Mal den Stanley Cup und fügten in der Saison 2007/08 einen weiteren hinzu.

Neben dem Stanley Cup konnten die Detroit Red Wings noch weitere NHL-Trophäen gewinnen. Die Prince of Wales Trophy gewannen sie zwölf Mal, davon drei Mal als sie von 1924 bis 1938 für das besten Team der American Division verliehen wurde und neun Mal als sie von 1939 bis 1967 die beste Mannschaft der regulären Saison erhielt. Mittlerweile wird die Trophäe an den Playoff-Sieger der Eastern Conference vergeben, wodurch die Red Wings die Prince of Wales Trophy nicht mehr gewinnen können. Das Gegenstück zu ihr, den Clarence S. Campbell Bowl, gewann Detroit 1995 erstmals als Sieger der Western Conference-Playoffs und erhielt diese Trophäe mittlerweile fünf Mal.

Die seit 1986 verliehene Presidents' Trophy für den Meister der regulären Saison ging zum ersten Mal nach der Saison 1994/95 nach Detroit. Seitdem feierten die Red Wings fünf weitere Gewinne der Auszeichnung und sind mit sechs Erfolgen Rekordhalter, gefolgt von fünf Mannschaften mit je zwei Trophäen.

Zudem gewann das Team in seiner Geschichte 17 Divisions-Meisterschaften. Je drei Mal waren sie die beste Mannschaft der American Division und der Norris Division. Die 1993 gegründete Central Division führten sie in elf von 14 Spielzeiten an, darunter in sieben aufeinanderfolgenden Saisons von 2001 bis 2008, nur unterbrochen durch die wegen des Lockout abgesagten Saison 2004/05 als es keinen Sieger gab.

Art Ross Trophy: Zwei Spieler in der Geschichte der Red Wings konnten die Trophäe für den besten Scorer der Saison gewinnen. Ted Lindsay erhielt sie 1950, während Gordie Howe in den folgenden vier Jahren Punktbester der Liga war und noch weitere zwei Male die Trophäe in Empfang nehmen durfte.

Bill Masterton Memorial Trophy: Brad Park erhielt die Trophäe als erster Spieler von Detroit 1984 für seine Hingabe zum Eishockeysport, nachdem er im Alter von 35 Jahren einen neuen Teamrekord für die meisten Torvorlagen durch einen Verteidiger aufstellte. 2003 wurde die Trophäe Steve Yzerman verliehen, weil er trotz starker Verletzungsprobleme in der Vorsaison den Red Wings zum Gewinn des Stanley Cup verhalf.

Calder Memorial Trophy: Zur Einführung der Auszeichnung für den besten Neuprofi in der Saison 1932/33 wurde mit Carl Voss gleich ein Spieler der Red Wings ausgezeichnet. Der nächste Spieler der Red Wings war 1948 Jim McFadden. Er hatte in seiner Premierensaison 48 Punkte erzielt und mit Detroit das Finale um den Stanley Cup erreicht. 1951 wurde Torhüter Terry Sawchuk ausgezeichnet, der sich zu einer festen Größe in der Liga entwickelte. Sein Nachfolger im Tor, Glenn Hall, debütierte fünf Jahre später und erhielt diese Ehrung ebenfalls. Mit Roger Crozier erhielt 1965 ein weiterer Torhüter der Red Wings die Auszeichnung als bester Rookie.

Conn Smythe Trophy: Die Ehrung für den wertvollsten Spieler der Play-offs ging im zweiten Jahr ihres Bestehens an Detroits Torhüter Roger Crozier, obwohl die Mannschaft das Stanley Cup-Finale 1966 verlor. Erst 31 Jahre später erhielt mit Mike Vernon wieder ein Spieler der Red Wings und erneut ein Torhüter die Trophäe, aber diesmal nach einer erfolgreichen Finalserie. Im Jahr darauf war es Steve Yzerman, der mit sechs Toren und 18 Vorlagen, wertvollster Spieler der Endrunde war. 2002 erhielt mit dem schwedischen Verteidiger Nicklas Lidström erstmals ein Europäer diese Auszeichnung. Sechs Jahre später folgte mit seinem Landsmann Henrik Zetterberg der zweite europäische Preisträger, der sowohl durch seine Offensivleistungen als auch durch seine Defensivqualitäten überzeugte.

Frank J. Selke Trophy: Der Russe Sergei Fjodorow gewann die Auszeichnung für den Stürmer mit den besten Defensivqualitäten erstmals 1994 und erhielt die Trophäe 1996 ein zweites Mal. Steve Yzerman, der sich in den neunziger Jahren von einem ausschließlich offensiv spielenden Stürmer zu einem sehr guten Allrounder gewandelt hatte, wurde im Jahr 2000 ausgezeichnet. Mit Kris Draper erhielt ein Spieler der defensiven Grind Line 2004 die Auszeichnung. 2008 erhielt mit Pawel Dazjuk wieder ein russischer Spieler aus Detroit die Trophäe für sein Spiel in der eigenen Verteidigungszone.

Hart Memorial Trophy: Verteidiger Ebbie Goodfellow war der erste Red Wings, der 1940 als wertvollster Spieler der NHL ausgezeichnet wurde. 1949 erhielt Sid Abel die älteste Auszeichnung der Liga nach der bis dahin besten Saison seiner Karriere. Von 1952 bis 1963 erhielt Gordie Howe die Trophäe sechs Mal. Öfter wurde zuvor kein anderer Spieler als MVP geehrt und nur Wayne Gretzky konnte diesen Rekord brechen. Sergei Fjodorow erhielt die Auszeichnung 1994 als vierter Red Wing, nachdem er in der Saison seine Fähigkeiten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive unter Beweis gestellt hatte.

James Norris Memorial Trophy: Red Kelly war 1954 der erste Spieler, der die erstmals vergebene Auszeichnung für den besten Verteidiger erhielt, nachdem er bereits schon in den Jahren zuvor einer der besten offensiven Verteidiger war. Erst über 40 Jahre später konnte 1995 mit Paul Coffey wieder ein Spieler aus Detroit die Trophäe gewinnen, der ebenfalls durch sein offensives Spiel beeindrucken konnte. Von 2001 bis 2008 war der Schwede Nicklas Lidström der dominierende Mann unter den Verteidigern und erhielt die Auszeichnung in sechs von sieben Spielzeiten. Nur zwei Spieler wurden in der NHL-Geschichte öfter ausgezeichnet.

Jack Adams Award: Bobby Kromm erhielt 1978 die Auszeichnung als bester Trainer der NHL, als er die Detroit Red Wings erstmals nach acht Jahren wieder in die Playoffs geführt hatte. Jacques Demers wurde sogar zweimal in Folge in den Jahren 1987 und 1988 ausgezeichnet, nachdem sich die Red Wings innerhalb von zwei Spielzeiten von 40 auf 93 Punkte steigern konnten. 1996 wurde schließlich Scotty Bowman geehrt, der mit den Red Wings 62 Siege in der regulären Saison errang und somit einen neuen NHL-Rekord aufstellte.

King Clancy Memorial Trophy: Brendan Shanahan wurde als erster und bisher einziger Spieler der Red Wings 2003 für seine Führungsqualitäten und sein soziales Engagement ausgezeichnet.

Lady Byng Memorial Trophy: 1937 erhielt mit Marty Barry erstmals ein Red Wing die Auszeichnung für den Spieler, der einen hohen sportlichen Standard mit Fairness am besten kombiniert. Barry hatte die beste Saison seiner Karriere gespielt und in 44 Spielen nur sechs Strafminuten verbüßen müssen. Bill Quackenbush wurde 1949 geehrt, da er keine einzige Strafe erhalten hatte. Verteidiger Red Kelly erhielt die Auszeichnung gleich dreimal und Earl Reibel wurde 1956 ausgezeichnet. Alex Delvecchio, der in seiner Karriere in 1550 Spielen auf dem Eis stand, aber nur 383 Strafminuten erhalten hatte, gewann die Trophäe dreimal. In der Saison 1974/75 war Marcel Dionne drittbester Scorer der Liga und gehörte mit 14 Strafminuten auch zu den fairsten, weshalb er die Trophäe erhielt. Über 30 Jahre später konnte Pawel Dazjuk von 2006 bis 2008 die Auszeichnung drei Mal in Folge gewinnen.

Lester B. Pearson Award: Yzerman war mit 155 Punkten zwar nur drittbester Scorer in der Saison, doch die Aktiven der Liga wählten ihn 1989 trotzdem zum besten Spieler der Spielzeit. 1994 erhielt Sergei Fjodorow die Auszeichnung, nachdem er die beste Saison seiner Karriere absolviert hatte.

Lester Patrick Trophy: Bisher wurden zehn Personen, die der Organisation der Red Wings angehörten, für ihr Engagement um den Eishockeysport in den USA geehrt. Detroits langjähriger General Manager und Trainer Jack Adams war 1966 die erste Persönlichkeit überhaupt, die mit der Trophäe geehrt wurde. Es folgten bis 1975 die Spieler Gordie Howe, Alex Delvecchio und Terry Sawchuk sowie Trainer Tommy Ivan und Teambesitzer Bruce Norris. 1991 wurde mit Mike Illitch ein weiterer Besitzer der Red Wings ausgezeichnet und 2001 erhielt Trainer Scotty Bowman die Ehrung. Alleine im Jahr 2006 wurden mit Steve Yzerman, Reed Larson und Marcel Dionne drei ehemalige Aktive ausgezeichnet.

Mark Messier Leader of the Year Award: Als der Preis für den Spieler, der durch seine Leistungen und Führungsqualitäten herausragt, im Jahr 2007 verliehen wurde, war Chris Chelios der erste Preisträger. Der damals 45-jährige Verteidiger hatte gerade seine 23. Saison in der NHL hinter sich und war im Laufe seiner Karriere Mannschaftskapitän bei zwei Mannschaften.

NHL Plus/Minus Award: Die Trophäe für den Spieler mit dem besten Plus/Minus-Wert, ein Indikator für Offensiv- als auch Defensivqualitäten, wurde 1992 an Paul Ysebaert verliehen, der die Liga mit einem Wert von +44 anführte. Der Russe Wladimir Konstantinow setzte sich in dieser Wertung vier Jahre später mit +60 an die Spitze und 2002 sicherte sich Veteran Chris Chelios die Trophäe. 2008 war es Pawel Dazjuk, der statistisch gesehen die beste Kombination aus Offensiv- und Defensivspiel zeigte.

Vezina Trophy: Die bis 1981 für die wenigsten Gegentore verliehen Trophäe, die seit 1982 der beste Torhüter der NHL erhält, wurde 1937 an Normie Smith vergeben. Einer der Hauptgründe, dass die Red Wings in der regulären Saison 1942/43 trotz des zweitschlechtesten Angriffs die beste Mannschaft waren, war Johnny Mowers, der nur 124 Gegentreffer zuließ. 1952 und 1953 gewann Terry Sawchuk mit je 133 Gegentreffern die Auszeichnung und 1955 konnte er die Trophäe ein drittes Mal bekommen, als die Red Wings ein Gegentor weniger erhielten als die Toronto Maple Leafs.

William M. Jennings Trophy: Seit 1982 wird diese Trophäe als Auszeichnung für die wenigsten Gegentreffer verliehen und 1996 konnte das Torhütergespann mit Chris Osgood und Mike Vernon die Trophäe erstmals für die Detroit Red Wings gewinnen, da sie 27 Gegentreffer weniger kassierten als die zweitbeste Defensive der Liga. Zwölf Jahre später gewann erneut Osgood die Trophäe, diesmal zusammen mit Dominik Hašek.

NHL All-Rookie Team: In die Auswahl mit den besten Neuprofis der vergangenen Saison schaffte es 1984 Steve Yzerman, der die Rookies dieses Jahrgangs mit 87 Punkten anführte. 1991 gehörte der russische Stürmer Sergei Fjodorow zu den besten sechs Debütanten und im Jahr darauf stellten die Red Wings mit Nicklas Lidström und Wladimir Konstantinow die gesamte Abwehr der Auswahl. 2003 gelang dem schwedischen Angreifer Henrik Zetterberg als fünften Red Wings-Spieler der Sprung in das All-Star Team der Neuprofis.

Erster Trainer des Franchise war Art Duncan, der als Spielertrainer auftrat und noch während der Premierensaison von Duke Keats abgelöst wurde, der das Traineramt aber nur elf Spiele bis zum Saisonende bekleidete. Im Sommer 1927 übernahm der damals 32-jährige Jack Adams die Mannschaft, nachdem er erst kurz zuvor seine Spielerkarriere beendet hatte. Die Mannschaft, die bis 1930 noch Detroit Cougars hieß, ehe sie in Detroit Falcons umbenannt wurde und zwei Jahre später den heutigen Namen erhielt, erreichte in den ersten vier Jahren unter Adams nur einmal die Playoffs, doch danach gelang der Mannschaft für lange Zeit fast immer die Qualifikation. 1934 zogen sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte ins Stanley Cup-Finale und gewannen die Trophäe erstmals 1936, worauf in der nächsten Saison die direkte Titelverteidigung folgte. Zwischen 1941 und 1945 führte Jack Adams die Red Wings in fünf Spielzeiten vier Mal ins Finale und sie gewannen in dieser Zeit den dritten Stanley Cup unter seiner Leitung. 1947 trat Jack Adams nach 20 Jahren als Trainer zurück, um sich auf seine Aufgaben als General Manager des Teams zu konzentrieren. Noch heute ist er mit 413 Siegen der erfolgreichste Trainer in der Geschichte der Detroit Red Wings.

Adams Nachfolger wurde Tommy Ivan, der bis dahin das Farmteam der Red Wings, die Indianapolis Capitals aus der American Hockey League, trainiert hatte. Ivan hatte einen guten Start in der NHL und zog mit Detroit gleich in seinen ersten beiden Spielzeiten ins Stanley Cup-Finale ein. Dort unterlagen sie aber beide Male den Toronto Maple Leafs, ehe es den Red Wings in Ivans dritter Saison gelang den Pokal zu gewinnen. In den folgenden vier Jahren folgten weitere zwei Meisterschaften, doch im Sommer 1954 wechselte Ivan zu Ligakonkurrent Chicago Blackhawks.

Jimmy Skinner übernahm daraufhin den Trainerposten und führte die Red Wings direkt zu einem weiteren Stanley Cup-Erfolg, der gleichzeitig aber auch der letzte für über vier Jahrzehnte sein sollte. 1956 zog die Mannschaft aber ein weiteres Mal ins Finale ein, wo sie den Montréal Canadiens unterlagen. Nachdem die Red Wings in der Saison 1956/57 in der regulären Saison noch die Spitzenposition belegt hatten, gewannen sie in der darauf folgenden Spielzeit nur 13 von 37 Spielen. Skinner räumte während der laufenden Saison seinen Platz aus gesundheitlichen Gründen und Sid Abel, der lange Zeit als Spieler in Detroit aktiv war, wurde neuer Trainer der Red Wings.

Abel gelang es, dass sich das Team doch noch für die Playoffs qualifizieren konnten. Doch 1958/59, als er die Mannschaft zum ersten Mal über eine gesamte Saison betreute, verpassten sie erstmals seit über 20 Jahren die Qualifikation für die Endrunde. Die folgenden neun Jahre waren geprägt von gemischten Leistungen der Mannschaft. Zwar konnten die Red Wings vier Mal ins Stanley Cup-Finale einziehen, doch waren die Ergebnisse in der regulären Saison oft nur durchschnittlich und drei Mal verpasste man sogar den Einzug in die Playoffs.

1968 trat Sid Abel schließlich als Trainer zurück, blieb dem Franchise aber als General Manager erhalten.

Mit dem Beginn der Expansion im Jahr 1967 der NHL und der Aufstockung um immer mehr Mannschaften in den folgenden Jahren gerieten die Detroit Red Wings in eine schwere Krise. 1968 hatte Bill Gadsby das Traineramt des zurückgetretenen Sid Abel übernommen, doch begann seine Amtszeit gleich mit einem Misserfolg, da die Mannschaft sich nicht für die Playoffs qualifizieren konnte. Er trainierte die Mannschaft noch weitere zwei Spiele in der folgenden Saison, ehe Sid Abel wieder das Traineramt übernahm und bis zum Ende der Spielzeit die Mannschaft betreute.

Auf Abel folgte die größte Durststrecke in der Geschichte der Red Wings, als sie in sieben aufeinanderfolgenden Spielzeiten die Playoffs verpassten und von 1970 bis 1977 von sieben unterschiedlichen Trainern betreut wurden. Ned Harkness, der ohne NHL-Erfahrung engagiert wurde, musste in der Saison 1970/71 bereits nach 38 Spielen gehen und wechselte ins Management. Sein Nachfolger Doug Barkley trainierte die Mannschaft nur 51 Spiele lang, ehe er in der Saison 1971/72 durch Johnny Wilson ersetzt wurde. Unter Wilson konnten die Red Wings ihr Saisonergebnis wieder deutlich verbessern, auch wenn sie die Playoffs nicht erreichten. Doch anstatt an Johnny Wilson festzuhalten, wurde er nach der Saison 1972/73 entlassen. Stattdessen setzte man Ted Gavin, der aber schon nach elf Spielen und nur zwei Siegen vom damaligen General Manager und ehemaligen Spieler Alex Delvecchio abgelöst wurde. Jedoch war auch er nicht in der Lage die Mannschaft in die Erfolgsspur zurück- oder an die Leistungen unter Johnny Wilson heranzuführen und so gab er das Traineramt nach zwei Jahren wieder ab. Doug Barkley kehrte daraufhin für eine zweite Amtszeit als Trainer zurück, aber erneut war sein Engagement nur von kurzer Dauer, da die Mannschaft nur sieben von 26 Spielen gewann. Delvecchio sprang wieder als Trainer ein, aber wieder erfolglos und während der Saison 1976/77 wurde er als Trainer und General Manager entlassen. Bis zum Ende der Spielzeit übernahm Larry Wilson, der Bruder von Johnny Wilson, das Traineramt, die Red Wings gewannen aber nur drei von 36 Partien.

Unter Bobby Kromm, der vor der Saison 1977/78 verpflichtet wurde, steigerte die Mannschaft sich schließlich und gleich in seiner Debütsaison in Detroit gelang die erste Playoff-Qualifikation nach langer Zeit. Kromm erhielt dafür den Jack Adams Award als bester Trainer der Liga. Jedoch war dies nur ein kurzfristiger Erfolg, schon in der folgenden Spielzeit rutschte die Mannschaft wieder ab und da Kromm sie nicht zurück in die Playoffs führen konnte, musste er nach fast drei Jahren kurz vor Ende der Saison 1979/80 die Red Wings verlassen. Erneut übernahm mit Ted Lindsay ein ehemaliger Spieler aus Detroit das Traineramt und erneut ohne Erfolg, sodass er nach nur fünf Siegen aus 29 Spielen durch Wayne Maxner während der Saison 1980/81 ersetzt wurde.

Auf Maxner, der die Red Wings keine zwei Jahre betreute, folgte Billy Dea, was den 14. Trainerwechsel in 14 Jahren bedeutete. Auch Dea blieb nur kurz, da er zum Ende der Saison 1981/82 nach nur elf Spielen als Trainer wieder gehen musste.

Nach der Übernahme des Teams durch den neuen Besitzer Mike Ilitch wurde mit Nick Polano auch ein neuer Trainer eingesetzt, der in den Jahren zuvor nur in unterklassigen Ligen Erfahrung sammeln konnte. Zwar gelang es ihm 1984 und 1985 die Red Wings zum ersten Mal nach fünf Spielzeiten wieder zurück in die Playoffs zu führen, doch wegen einer eher durchwachsenen Ausbeute von 79 Siegen in drei Saisons musste Polano im Sommer 1985 seinen Platz räumen. Sein Nachfolger Harry Neale blieb nur wenige Monate in Detroit und wurde nach 23 Niederlagen in 35 Spielen von Brad Park abgelöst, der im Jahr zuvor noch für die Red Wings gespielt hatte. Die Red Wings beendeten die Saison 1985/86 schließlich mit 40 Punkten, dem schlechtesten Wert seit 1940, als eine Spielzeit allerdings noch 32 Spiele weniger umfasste.

Jacques Demers gelang schließlich der Umschwung. Er führte die Mannschaft gleich in seiner ersten Saison in das Finale der Campbell Conference, genauso wie im Jahr darauf, als ihm zudem mit 93 Punkten das beste Ergebnis von Detroit in der regulären Saison seit 18 Jahren gelang. In beiden Spielzeiten erhielt Demers den Jack Adams Award als bester Trainer der NHL. Doch nach zwei Jahren war die Euphorie bereits verschwunden und Detroit schied nach einer durchschnittlichen Saison 1988/89 bereits in der ersten Runde der Playoffs aus. Als in der folgende Saison sogar die Qualifikation für die Endrunde verpasst wurde, war auch die Amtszeit von Jacques Demers beendet.

Bryan Murray übernahm im Sommer 1990 die Posten als Trainer und General Manager. In seiner ersten Spielzeit gelang ihm nur eine kleine Steigerung im Vergleich zur letzten Saison unter seinem Vorgänger, doch 1991/92 führte er die Red Wings zurück unter die besten Teams und mit 98 Punkten zum besten Saisonergebnis seit 1952. Im Jahr darauf gelang ihm mit 103 Punkten gar ein neuer Franchise-Rekord. In der Sommerpause 1993 konnten die Red Wings Scotty Bowman verpflichten, der zu diesem Zeitpunkt mit 834 Siegen der erfolgreichste Trainer der NHL-Geschichte war und erst ein Jahr zuvor mit den Pittsburgh Penguins seinen sechsten Stanley Cup gewinnen konnte. Murray konzentrierte sich fortan auf seine Aufgaben als General Manager.

Die ersten Erfolge konnten die Red Wings unter Bowmans Führung in der Saison 1994/95 verzeichnen. Detroit belegte am Ende der regulären Saison die Spitzenposition und zog erstmals seit 29 Jahren ins Stanley Cup-Finale ein, wo sie jedoch den New Jersey Devils unterlagen. Im Jahr darauf stellten die Red Wings mit 62 Siegen einen neuen Franchise- und Ligarekord auf und in der Saison 1996/97 erreichten sie schließlich den langersehnten Triumph, als sie zum ersten Mal seit 1955 den Stanley Cup gewinnen konnten. Im Frühjahr 1998 verteidigte die Mannschaft den Titel erfolgreich. In der Saison 1998/99 kam es zu einem kurzfristigen Trainerwechsel, da Bowman aus gesundheitlichen Gründen für fünf Spiele pausieren musste und seine Assistenten Dave Lewis und Barry Smith ihn vertraten.

Nach den erfolgreichen Jahren 1997 und 1998 hielten sich die Red Wings zwar weiterhin in der Spitzengruppe der Liga auf, ein weiterer Erfolg in den Playoffs gelang ihnen in den folgenden drei Jahren jedoch nicht. 2001/02 konnte die Mannschaft zum zweiten Mal in der Amtszeit von Scotty Bowman die Marke von 50 Siegen innerhalb einer Saison durchbrechen und waren als bestes Team nach der regulären Saison einer der Hauptfavoriten für die Playoffs. Die Red Wings wurden dieser Rolle gerecht und gewannen nach einem Finalsieg über die Carolina Hurricanes den dritten Stanley Cup innerhalb von sechs Spielzeiten. Bowman beendete daraufhin nach 35 Jahren in der NHL seine Trainerkarriere. Mit 410 Siegen war er nach Jack Adams der erfolgreichste Trainer in Detroit.

Dave Lewis stieg vom Assistent zum Cheftrainer auf und konnte zumindest in der regulären Saison an die erfolgreichen Jahre unter Bowman anknüpfen. In den Playoffs 2003 und 2004 scheiterten die Red Wings aber schon vorzeitig und nach nur zwei Spielzeiten engagierte man mit Mike Babcock einen neuen Trainer, der sein Amt in der Saison 2005/06 aufnahm. In seinen ersten drei Spielzeiten konnte er jedes Mal die Marke von 50 Siegen erreichen und 2007/08 gelang ihm der große Erfolg mit dem Gewinn des Stanley Cup.

Zurzeit trainiert Mike Babcock die Detroit Red Wings in seiner vierten Saison und wird unterstützt durch seine Assistenztrainer Paul MacLean und Brad McCrimmon sowie Torwarttrainer Jim Bedard und Videoanalyst Keith McKittrick.

Neben seinen Aufgaben als Spieler, Trainer und Mannschaftskapitän war Art Duncan auch erster General Manager des Franchise aus Detroit. Nachdem er aber schon nach einem Jahr das Team verließ, nahm Jack Adams, der erst kurz zuvor seine aktive Karriere bei den Ottawa Senators beendet hatte, die Geschicke der Mannschaft sowohl als Trainer als auch als General Manager in die Hand. 35 Jahre lange führte er die Geschäfte der Red Wings und baute eines der erfolgreichsten Teams der vierziger und fünfziger Jahre auf, dass unter seiner Führung insgesamt sieben Stanley Cups gewinnen konnte. Jedoch wurde Adams nach einigen Kontroversen im Jahr 1963 entlassen und Sid Abel, der zu diesem Zeitpunkt schon Trainer der Red Wings war und früher auch selbst unter Adams gespielt hatte, wurde sein Nachfolger.

Unter Abel geriet das Franchise allerdings in die größte Krise ihrer Geschichte und nachdem die Red Wings innerhalb von vier Saisons nur einmal die Play-offs erreichen konnten, wurde er 1971 durch den NHL-unerfahrenen Ned Harkness ersetzt. Doch auch unter seiner Führung konnten die Red Wings nicht wieder an die Spitze der Liga zurückkehren und seiner dreijährigen Amtszeit spielten die Mannschaft unter vier unterschiedlichen Trainern. 1974 folgte ihm Alex Delvecchio, der seine gesamte Karriere als Spieler in Detroit verbracht hatte und große popularität genoss. Aber auch ihm gelang die Rückkehr zu alten Erfolgen nicht, stattdessen konnte man nach seinem Abschied 1977 auf insgesamt sieben Jahre ohne Playoffteilnahme zurückblicken. Sein ehemaliger Teamkamerad Ted Lindsay, mit dem er in der Production Line Erfolge feierte, übernahm daraufhin den Managerposten. Doch weder ihm noch seinem Nachfolger Jimmy Skinner gelang der Aufschwung.

1982 wurde das Franchise vom Unternehmer Mike Ilitch gekauft und als erstes wechselte er das Management aus. Als neuer General Manager wurde Jim Devellano verpflichtet, der zwar in der NHL noch nicht auf diesem Posten tätig war, aber als Scout und Assistenz-General Manager beim Aufbau der New York Islanders geholfen hatte, die in diesen Jahren die Liga dominierten. Unter seiner Führung verpflichteten die Red Wings 1983 über den NHL Entry Draft den 18-jährigen Steve Yzerman und Devellano baute um das Talent herum eine Mannschaft auf, die wieder in den Playoffs mitspielen konnte. Außerdem entwickelte er das Scouting System weiter, sodass in den folgenden Jahren immer mehr europäische Spieler nach Detroit kamen. 1990 zog sich Devellano aus dem Management zurück und übergab den Posten an Bryan Murray, der das Team in den folgenden Jahren weiter ausbaute, aber noch nicht zu den gewünschten Erfolgen führte und deshalb 1994 gehen musste. Jim Devellano sprang für weitere drei Jahre als General Manager ein und seine zweite Amtszeit wurde schließlich mit dem Stanley Cup-Sieg 1997 gekrönt.

Ken Holland wurde sein Nachfolger und hatte bereits in den Jahren zuvor in Detroit als Assistent von Devellano gearbeitet. 1998 folgte gleich der nächste Triumph und Holland etablierte sich in den folgenden Jahren unter den führenden GMs der Liga. Mit der Verpflichtung von hochangesehen Veteranen, wie Brett Hull, Chris Chelios, Dominik Hašek und Luc Robitaille hatte er ein gutes Gespür und seine Entscheidungen wurden durch den Stanley Cup-Sieg 2002 bestätigt. Besonders über das Scouting baute Holland in seiner Amtszeit die Mannschaft auf, sodass heute mit Niklas Kronwall, Henrik Zetterberg und Pawel Dazjuk mehrere Leistungsträger des Teams über den Entry Draft verpflichtet wurden.

Als Spielertrainer war Art Duncan 1926 gleichzeitig auch erster Mannschaftskapitän des Franchise, verließ die Mannschaft aber schon nach einem Jahr. Die folgenden drei Spielzeiten führte Reg Noble das Team als Kapitän aufs Eis, ehe mit dem Namenswechsel des Teams von Cougars in Falcons auch das Kapitänsamt wechselte. In den folgenden fünf Saisons hatte Detroit fünf verschiedene Spielführer bis Doug Young 1935 den Posten übernahm und die Red Wings in den nächsten drei Jahren zu ihren ersten zwei Stanley-Cup-Siegen führte. Ebbie Goodfellow, der bereits für ein Jahr das „C“ getragen hatte, wurde sein Nachfolger, der das Kapitänsamt vier Jahre bekleidete.

Es folgten wieder einige Jahre mit häufig wechselnden Kapitänen, darunter auch Sid Abel, der ab 1946 zum zweiten Mal Anführer der Red Wings wurde und es bis zu seinem Wechsel zu den Chicago Black Hawks im Jahr 1952 blieb. Im folgte Ted Lindsay, der mit Abel in der erfolgreichen Production Line gespielt hatte, der das Amt 1956 an den Verteidiger Red Kelly abgab. 1958 wurde Gordie Howe, ebenfalls ein Mitglied der Production Line, Mannschaftskapitän und trug das „C“ für vier Jahre, ehe er es an seinen jüngeren Mitspieler Alex Delvecchio übergab. Delvecchio füllte das Amt über elf Jahre lang aus und somit länger als jeder anderer Spieler der Red Wings zuvor. Nachdem er während der Saison 1973/74 seine Karriere beendet hatte, entschied sich die Teamführung das Kapitänsamt unter den Spielern rotieren zu lassen, sodass über die gesamte Saison neben Delvecchio noch sechs weitere Spieler das „C“ trugen.

Es folgte wieder eine Zeit mit wechselnden Kapitänen, wozu Marcel Dionne, Dennis Hextall und Errol Thompson gehörten, die jedoch nicht lange nach ihrer Ernennung zu einer anderen Mannschaft wechselten. Erst mit Danny Gare wurde im Jahr 1982 ein Spieler gefunden, der die Rolle wieder über eine etwas längere Zeitspanne ausfüllen konnte. Gare war bereits über vier Jahre Kapitän der Buffalo Sabres gewesen und hatte somit schon Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln können. Als er 1986 zu den Edmonton Oilers wechselte, ernannten die Red Wings den 21-jährigen Steve Yzerman zum damals jüngsten Mannschaftskapitän der NHL-Geschichte. Yzerman hatte in den Jahren zuvor gezeigt, dass er durch seine sportlichen Qualitäten die Mannschaft anführen kann, nun sollte er dies auch durch Führungsqualitäten machen. Nach elf Jahren mit Yzerman im Amt konnten die Red Wings schließlich nach langer Zeit wieder den Stanley Cup gewinnen und es folgten in den folgenden Jahren noch zwei weitere Titel. Über die Jahre hinweg etablierte sich Yzerman als Führungspersönlichkeit in der gesamten Liga und erhielt den Spitznamen The Captain. 2006 beendete Yzerman seine Karriere und somit auch seine 20 Jahre dauernde Amtszeit, die damit längste der NHL-Geschichte.

Ihm folgt der Schwede Nicklas Lidström, der für viele als konsequenter Nachfolger galt, da er als dienstältester Spieler der Red Wings schon 15 Jahre zur Mannschaft gehörte und in der Zeit vor allem sportlich eine konstante Größe war. Als erster Europäer durfte er nun das „C“ der Red Wings tragen.

1971 beendete Gordie Howe nach 25 Jahren und vier Stanley-Cup-Siegen seine Karriere bei den Detroit Red Wings, woraufhin seine Nummer 9 als erste eines Red-Wings-Spielers gesperrt wurde. Neben sechs Hart Memorial Trophys und Art Ross Trophys stellte er NHL-Rekorde für die meisten Spiele, Tore, Assists und Punkte auf, von denen er immer noch den Rekord für die meisten Spiele hält. Zwei Jahre nach seinem Karriereende in Detroit setzte er seine Laufbahn bei anderen Mannschaften bis 1980 fort und ging schließlich mit 52 Jahren in Ruhestand.

Am 10. November 1991 wurde die Nummer 7 von Ted Lindsay und die Nummer 10 von Alex Delvecchio gesperrt. Ted Lindsay spielte auf der Position des linken Flügelstürmer in der als Production Line berühmt gewordenen Angriffsreihe um Gordie Howe in den vierziger und fünfziger Jahren und gewann vier Mal den Stanley Cup. 1950 erhielt er die Art Ross Trophy als bester Scorer und wurde im Laufe seiner Karriere neun Mal in die All-Star Teams berufen. Alex Delvecchio nahm Anfang der fünfziger Jahre die Position als Center in der Production Line ein und gewann mit Detroit noch im selben Jahrzehnt drei Mal den Stanley Cup. In den sechziger und siebziger Jahre führte er die Red Wings in zwölf Saisons als Mannschaftskapitän aufs Eis, ehe er 1973 seine Karriere nach fast 23 Jahren in Detroit beendete. Drei Mal war er während seiner Laufbahn mit der Lady Byng Memorial Trophy für sein faires Spiel ausgezeichnet worden.

Die Nummer 1 des Torhüters Terry Sawchuk wurde im Frühjahr 1994 gesperrt. 14 Saisons hatte Sawchuk in Detroit absolviert, zwei Mal unterbrochen durch Engagements bei anderen Mannschaften. Vier Mal gewann er im Laufe seiner Karriere den Stanley Cup, drei der Trophäen mit den Red Wings. Neben der Calder Memorial Trophy im Jahr 1951 als bester Rookie, gewann er drei mal die Vezina Trophy für die wenigsten Gegentreffer und wurde sieben Mal in die All-Star Teams gewählt. Im Mai 1970 starb Terry Sawchuk an den Folgen einer Auseinandersetzung mit einem Teamkollegen bei den New York Rangers. Die Ehrung geschah somit postum.

Mit der Nummer 12 von Sid Abel wurde im April 1995 die letzte Nummer eines Mitglieds der Production Line gesperrt. 1938 begann er seine Karriere in Detroit und spielte in der berühmten Angriffsreihe von 1947 bis 1952 auf der Position des Centers mit Howe und Lindsay als Flügelstürmer, ehe er zu den Chicago Blackhawks wechselte und dort 1954 seine Karriere beendete. Zudem war er acht Jahre lang Mannschaftskapitän der Red Wings, gewann drei Stanley Cups und wurde 1949 als wertvollster Spieler mit der Hart Memorial Trophy ausgezeichnet. Nach seiner aktiven Laufbahn betreute er die Red Wings außerdem elf Jahre lang als Cheftrainer.

Anfang 2007 wurde mit der Nummer 19 von Steve Yzerman die Nummer eines Spielers einer deutlich jüngeren Ära gesperrt. Yzerman war 1983 als erster Spieler unter dem neuen Teambesitzer Mike Ilitch gedraftet worden und führte die Red Wings aus einer fast über 40 Jahre dauernden erfolglosen Zeit wieder zurück zu alten Erfolgen, als er mit ihnen zwischen 1997 und 2002 drei Mal den Stanley Cup gewann. Von 1986 bis 2006 war Yzerman Kapitän der Red Wings und somit länger als jeder andere Spieler der NHL, weshalb neben seiner Nummer auch ein "C" auf seinem Banner an der Hallendecke der Joe Louis Arena zu sehen ist. Zudem wurde er mit dem Lester B. Pearson Award als bester Spieler der NHL und mit der Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Play-offs ausgezeichnet. Kein Spieler der Detroit Red Wings hat mehr Assists erzielt als er und nur Gordie Howe erzielte mehr Punkte und Tore für die Red Wings.

Die gesperrten Nummern der Spieler hängen als Banner an der Hallendecke der Joe Louis Arena und werden an keinen Spieler der Detroit Red Wings mehr vergeben.

Außerdem wird die Nummer 6 von Larry Aurie und die Nummer 16 von Wladimir Konstantinow inoffiziell nicht mehr vergeben. Eigentlich war Larry Auries Nummer die erste, die von den Detroit Red Wings 1939 gesperrt wurde, doch es wurde nie ein Banner mit seiner Nummer aufgehängt. Von 1975 an wurde zudem in jeder Jahresausgabe des NHL Guide and Record Book die Nummer 6 von Aurie als offiziell gesperrt aufgeführt, ehe Teambesitzer Mike Ilitch die NHL 2000 aufforderte Auries Nummer fortan nicht mehr als gesperrt zu listen. Die Trikotnummer wurde trotzdem von keinem Spieler mehr getragen.

Wladimir Konstantinow spielte seit 1991 bei den Detroit Red Wings und hatte auf Grund seiner körplich harten und aggressiven Spielweise einen großen Anteil am Stanley Cup-Gewinn 1997 und gehörte damals zu den besten Verteidigern der Liga. Wenige Tage nach dem Triumph verunglückte er im Laufe der Feierlichkeiten bei einem Autounfall schwer und trug schwere Gehirnschäden davon, die sein Erinnerungs- und Sprachvermögen fast vollständig zerstört hatten. Nach mehreren Jahren im Rollstuhl kann sich Konstantinow mittlerweile mit einer Gehilfe fortbewegen. Zu seinen Ehren trägt kein Spieler mehr das Trikot mit der Nummer 16.

Außerdem ist die berühmte 99 des Kanadiers Wayne Gretzky ligaweit seit dem 6. Februar 2000 gesperrt.

Die Spieler der frühen Draftjahre 1963 bis 1968 sind hier nicht aufgeführt.

Seit 1969 hatten die Detroit Red Wings 30 Draftrechte in der ersten Runde des NHL Entry Draft, bis 1978 als NHL Amateur Draft bekannt. 14 Mal konnten sie bereits als eine der ersten zehn Mannschaften einen Spieler auswählen und zwei Mal hatten sie das erste Wahlrecht im Draft. 1969 wählten sie an zehnter Stelle Jim Rutherford aus, der einige Jahre als Stammtorhüter aktiv war, dem aber die nötige Konstanz fehlte um sich über lange Zeit auf dem Posten zu halten. Im NHL Amateur Draft 1971 wählten sie an zweiter Position Marcel Dionne aus, der sich schnell zu einem Superstar entwickelte, jedoch schon nach vier Jahren die Red Wings verließ, weil ihm die Los Angeles Kings mehr Geld boten.

Bill Lochead, der 1974 an neunter Stelle ausgewählt wurde, war zwar ein solider Stürmer, konnte sich aber nicht dauerhaft im NHL-Kader durchsetzen und spielte die letzten acht Jahre seiner Karriere in Deutschland. Im Jahr darauf wurde Rick Lapointe an fünfter Stelle gedraftet, blieb aber nur eineinhalb Saisons in Detroit und spielte fast zehn Jahre für andere NHL-Teams. Kein Glück hatten die Red Wings im NHL Amateur Draft 1976 mit Fred Williams, der im Laufe seiner Karriere nicht über 44 Spiele hinaus kam.

Ihren ersten First overall-Pick hatten die Red Wings 1977 und wählten Dale McCourt aus. McCourt entwickelte sich sofort zu einem guten Scorer, wurde aber 1981 zu den Buffalo Sabres transferiert, wo er nicht mehr an seine Leistungen bei den Red Wings anknüpfen konnte. Mit zu diesem Transfer gehörte aus Mike Foligno, der 1979 an dritter Stelle ausgewählt wurde und im Laufe seiner Karriere über 1.000 Spiele in der NHL bestritt. Im Jahr zuvor hatten sie mit Willie Huber einen kanadischen Verteidiger deutscher Abstammung an neunter Stelle gedraftet, der auch nur vier Jahre in Detroit blieb, in der Zeit jedoch gute Leistungen brachte.

1983 trafen die Red Wings ihre vielleicht wichtigste Entscheidung im Draft, als sie Steve Yzerman an vierter Position auswählten. Yzerman gehörte 23 Jahre den Red Wings an und führte sie als Mannschaftskapitän aus der größten Krise ihres Bestehens zu drei Stanley-Cup-Triumphen.

Shawn Burr wurde 1984 an siebter Stelle gedraftet und gehörte als defensivorientierter Stürmer zehn Jahre zum Kader der Red Wings. Mit Brent Fedyk im folgenden Jahr wählten sie einen Spieler aus, der Probleme hatte sich dauerhaft in der NHL durchzusetzen und wurde schließlich an die Philadelphia Flyers abgegeben. 1986 hatten die Red Wings ihren zweiten First overall-Draftpick und wählten damit Joe Murphy aus, der jedoch die Erwartungen nicht erfüllen konnte und an die Edmonton Oilers abgegeben wurde, wo er den Stanley Cup gewann.

Mehr Erfolg hatten sie bei der Wahl von Keith Primeau an dritter Stelle des NHL Entry Draft 1990, der sowohl in der Offensive als auch in der Defensive Akzente setzen konnte. Martin Lapointe, der 1991 an zehnter Position ausgewählt wurde, gewann mit den Red Wings zwei Mal den Stanley Cup und ist der bis jetzt letzte Top 10-Draftpick der Red Wings.

Doch auch in späteren Runden ausgewählte Spieler sollten großen Anteil an den Erfolgen der Red Wings haben, wie Nicklas Lidström oder Sergei Fjodorow, die 1989 in der dritten und vierten Runde gedraftet wurden und sich zu Superstars entwickelt haben. Gerade die erste Angriffsreihe aus der Saison 2006/07 bestand aus drei Stürmern, die sehr spät im Draft ausgewählt wurden. Tomas Holmström an Position 257, Henrik Zetterberg an Position 210 und Pawel Dazjuk an 171. Stelle. Trotzdem haben sie sich unter den besten Spielern der NHL etabliert.

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Kölner Haie

Kölner Haie

Die Kölner Haie sind ein Kölner Eishockeyclub, der 1972 durch die Abspaltung vom Kölner EK gegründet wurde. 1994 gehörte der Club zu den Gründungsvereinen der Deutschen Eishockey-Liga und ist bis heute DEL-Mitglied. Bereits seit 1973 spielen die Haie ununterbrochen in der obersten deutschen Eishockeyspielklasse und wurden in dieser Zeit acht Mal Deutscher Meister. Die Profiabteilung agiert als Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter dem offiziellen Namen „Kölner Eishockeygesellschaft ‚Die Haie‘ mbH“, der Stammverein, in dem die Nachwuchs- und Amateurabteilung integriert ist, trägt seit 2005 wieder den Namen „KEC ‚Die Haie‘ e. V.“. Vorher hatte der Nachwuchs über mehrere Jahre hinweg als „Jung-Haie“ agiert. Die Farben beider Vereine sind rot, weiß und schwarz.

Im Sommer 1972 trennte sich die Eishockeyabteilung des Kölner EK, welcher seit 1936 das Puckspiel in Köln in verschiedenen unteren Klassen salonfähig machte, vom Stammverein ab. Die Mitglieder waren der Meinung, als eigenständiger Verein erfolgreicher Eishockey spielen zu können, da so mehr Entscheidungsfreiheit und bessere finanzielle Möglichkeiten bestanden. Am 10. August 1972 wurde die Eigenständigkeit der Eishockeyabteilung beschlossen und Peter Rentergent zum Präsidenten ernannt. Da der KEC zunächst noch dem alten Club als selbständige Abteilung angeschlossen blieb – man nannte sich zunächst „Kölner EC im Kölner EK“ –,durfte das Team direkt in der Oberliga beginnen. Der KEK war weiterhin Mitglied im Deutschen Eishockey-Bund und besaß daher eine Startberechtigung für diese Spielklasse. Der neue Verein sollte ursprünglich nur Kölner EC heißen – was aber das Vereinsregister wegen der Ähnlichkeit zum Kölner EK nicht zu ließ. Daher wurde später der Zusatz „Die Haie“ zum Vereinsnamen hinzugefügt. Auch im ersten Logo, welches der damalige Torwart und Künstler Dieter Horky entwarf, war der Hai abgebildet. Heute ist der Hai das unverwechselbare Markenzeichen des Clubs und seit 1995 auch offiziell Teil des Namens.

Gleich in der ersten Saison 1972/73 in der Oberliga gelang den Haien überlegen der Aufstieg in die Eishockey-Bundesliga. Das mit starken Spielern wie Detlef Langemann, Wim Hospelt oder Spieler/Manager Günter Peters besetzte Team deklassierte die Gegner in der zweithöchsten Spielklasse zum Teil zweistellig. In ihrem ersten Bundesliga-Jahr gab es stets Probleme im und um das Team. So beendete Mannschaftskapitän Sigbert Stotz seine Karriere aufgrund einer Verletzung und es gab Unruhen im Vorstand. Manager Peters, dem finanzielle Probleme mit seinem Reifenhandel nachgesagt wurden, flüchtete ohne Nachricht aus der Stadt. Der Verein entließ den Trainer und holte Aufstiegstrainer Ondrej Bendík an die Bande zurück. Dennoch schaffte man am Ende äußerst knapp den Klassenerhalt. Auch in der folgenden Spielzeit hatte man mit dem Abstieg nichts zu tun. 1975/76 wurde zur ersten großen Krisensaison der Haie. Der Streit innerhalb des Präsidiums führte zu Jahresbeginn 1976 zum Rücktritt des Präsidenten Rentergent, der auch wegen angeblicher Zahlungen an die offiziell noch als Amateure geltenden Spieler des KEC in die Kritik geraten war. Aufgrund des schwachen Abschneidens und der Turbulenzen im Verein – Mitte der Saison wurde zudem Trainer Bendík wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen – gingen die Zuschauerzahlen stark zurück, was zu einem finanziellen Defizit führte.

Trotz der akuten Geldprobleme machten die Haie mit großen Transfers auf sich aufmerksam. So verpflichtete der neue Präsident Dr. Jochem Erlemann unter anderem Gerhard Kießling und dessen Sohn Udo als Trainer bzw. Verteidiger. Noch spektakulärer war jedoch der Kauf von Erich Kühnhackl vom EV Landshut für die damalige Rekordablösesumme von mehr als 600.000 DM. Kurios an der Verpflichtung: Dr. Erlemann hatte mehrmals Mitarbeiter mit Geld zu Verhandlungen mit Kühnhackl nach Landshut geschickt, die jedoch keinen Erfolg hatten. Dennoch wechselte der Starspieler nach Köln. Doch gerade als sich der KEC sportlich in der Spitzengruppe der Liga etabliert hatte, wurden Steuernachzahlungen und Schulden in Höhe von mehr als zwei Millionen DM bekannt. Nur durch sofort eingeleitete Konsolidierungsmaßnahmen gelang es dem Vereinspräsidenten, den Konkurs abzuwenden und den Spielbetrieb aufrecht zu halten. Und so gelang den Haien im März 1977 der Gewinn der ersten Meisterschaft, als man in der neu eingeführten Meisterrunde unter anderem den früheren Serienmeister aus Berlin, sowie die rheinischen Rivalen aus Düsseldorf und Krefeld besiegte.

Nachdem dem KEC die anvisierte Titelverteidigung nicht gelang, verpflichtete der Präsident viele neue Spieler. Unter anderem kam Miroslav Sikora, der den Haien die folgenden 20 Jahre als Spieler und Manager verbunden blieb, nach Köln. Auch Gerhard Kießling, Meistertrainer von 1977, kehrte zu den Haien zurück, nachdem er unmittelbar nach der ersten Meisterschaft überraschend entlassen worden war. Den Haien gelang in der Saison der zweite Titelgewinn, der jedoch vom Rücktritt des Präsidenten überschattet wurde. Nachfolger von Dr. Erlemann wurde Heinz Landen, zum Schatzmeister wurde Clemens Vedder berufen.

Die nächsten Spielzeiten standen im Zeichen der sportlichen Mittelmäßigkeit sowie der finanziellen Konsolidierung des Vereins. In der Saison 1980/81 erreichte der KEC zwar sportlich die Play-off-Qualifikation, jedoch wurde die Mannschaft wegen der Verstrickung in den Passfälscherskandal (Einsatz von Kanadiern beziehungsweise US-Amerikaner als Deutsche Spieler, die aber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hatten) in die Abstiegsrunde versetzt. Am 9. März 1981 kam es außerdem im Bundesligaspiel gegen den VfL Bad Nauheim zu einer Massenprügelei. Der Schiedsrichter verhängte inklusive Match-, Spieldauer- und Disziplinarstrafen von insgesamt 166 Strafminuten.

Bis 1983 bildete sich eine schlagkräftige Mannschaft mit jungen, aufstrebenden Spielern, wie beispielsweise Miroslav Sikora, Gerd Truntschka, Uwe Krupp und Helmut de Raaf, sowie erfahrenen Spieler wie Udo Kießling und Uli Hiemer.

Mit Jozef Golonka wurde ein erfahrener Trainer verpflichtet, der das Team ins Finale der Playoff-Runde führte, wo man auf den EV Landshut traf. Die Haie besiegten im fünften und entscheidenden Spiel den Landshuter EV mit 5:0 und feierten die deutsche Meisterschaft.

Ein Jahr später mussten sich die erneut als Favoriten angetretenen Haie mit Platz drei zufrieden geben. Aufgrund einer Verletztenmisere trat man im Halbfinale gegen den Mannheimer ERC nur noch mit elf gesunden Feldspielern an. Überschattet wurde die Saison jedoch von dem Foul des Mannheimers Roy Roedger, der den KEC-Stürmer Steve McNeill mit der Schlägerspitze ins rechte Auge schlug. Nur dank mehrerer Operationen wurde ein Teil der Sehfähigkeit des Auges gerettet. Roedger wurde für viele Spiele gesperrt und schließlich zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 200.000 DM verurteilt. Für Aufsehen sorgte außerdem der Haie-Stürmer Peter Schiller, als er im Europapokalspiel gegen den HC Bozen, das der KEC mit 6:1 gewann, aus Langeweile mit dem Puck hinter das eigene Tor fuhr und Liegestütze machte.

Die Saison 1985/86, die erste Spielzeit, in der der ehemalige Haie-Spieler Hardy Nilsson als Trainer an der Kölner Bande stand, wurde für den KEC eine der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Von Beginn an dominierte das Team die Liga und ging als Spitzenreiter in die Playoffs. Dort verlor man lediglich ein Spiel, gewann in der ersten Endspielserie gegen die Düsseldorfer EG (DEG) mit 3:0 Siegen und feierte abermals die Meisterschaft. Zuvor hatte man bereits im Europapokal den zweiten Platz belegt. Doch auch diese Saison hatte für die Haie eine tragische Randerscheinung: Der 19-jährige Ralph Philipp, Neffe des langjährigen KEC-Stürmers Rainer Philipp, kam bei einem Autounfall ums Leben. Seitdem wird bei den Haien die Trikotnummer 8, die das Nachwuchstalent von seinem Onkel „geerbt“ hatte, nicht mehr an Spieler vergeben.

In der Saison 1986/87 gelang es mit dem KEC zum ersten Mal einer Mannschaft, ihren in der Saison zuvor errungenen Titel zu verteidigen. In den Playoffs, in die man als Vorrunden-Zweiter gegangen war, verloren die Haie kein Spiel und bezwangen Schwenningen, die DEG und Mannheim in jeweils drei Spielen. Bereits vor der Saison hatte Clemens Vedder seinen Posten als Schatzmeister aus privaten Gründen geräumt. Ein Jahr später machten die Haie den Titelhattrick perfekt als sie im Finale der Playoffs gegen den Sportbund Rosenheim das fünfte entscheidende Spiel mit 4:1 gewannen. Damit besiegten sie das Team, das als einziges in der Vorrunde besser platziert war. Zu Beginn der Playoffs stellte der KEC einen bis heute unerreichten Rekord auf: Inklusive der jeweils drei Siege gegen Frankfurt und Mannheim gewann das Team 20 Playoff-Spiele in Folge.

Nach dem Titelhattrick zählten die Haie auch in der Saison 1988/89 zu den Favoriten, zudem sie die Tabelle nach der Vorrunde angeführt hatte. Nachdem man im Europapokal den Vizetitel gewonnen hatte, schied man jedoch im Halbfinale der nationalen Meisterschaft gegen die DEG aus. Mit der DEG hatte man vor der Saison die Torhüter getauscht (Peppi Heiß kam für Helmut de Raaf), während der Saison wurden zudem die Wechsel von Dieter Hegen und Gerd Truntschka zum Rheinrivalen bekannt gegeben. In der Saison 1989/90 schien alles wieder auf den Zweikampf zwischen den beiden rheinischen Rivalen hinauszulaufen. Die Haie belegten am Ende der Vorrunde Platz zwei hinter der DEG. Allerdings schied der KEC im Halbfinale gegen Rosenheim aus. Was blieb, war ein noch bestehender Rekord: Neun Play-off-Halbfinalteilnahmen in Folge.

Auch in den beiden folgenden Spielzeiten lief bei den Haien nicht alles wie geplant. 1990/91 hatte das Team mit vielen Verletzungen zu kämpfen, schaffte aber dennoch als Spitzenreiter die Qualifikation für die Playoffs. Dort erreichte man durch Siege gegen Hedos München und den BSC Preussen das Finale gegen die DEG. Nachdem der KEC einen 0:2-Matchrückstand aufgeholt hatte, unterlag man aber im entscheidenden fünften Spiel mit 0:4. 1991/92, als der 19-jährige Jozef Stümpel seine internationale Karriere begann, sorgten Unruhen im Umfeld von Beginn an für Probleme. So wurde zunächst der sicher geglaubte Ausbau des Eisstadions von der Stadt abgelehnt. Kurz nach Saisonstart verließ der gerade erst verpflichtete Ray Whitney die Haie in Richtung Nordamerika. Als dann der Saisonstart missglückte, geriet Trainer Nilsson in die Kritik und nach dem Ausscheiden im Viertelfinale gegen Mannheim, begann ein Machtkampf hinter den Kulissen, der in Rücktritten mehrerer Vorstandsmitglieder gipfelte.

Zur Saison 1992/93 kam es wieder zu finanziellen Engpässen bei den Kölner Haien. Trotz einiger Abgänge von Spielern erreichte das Team nach der Vorrunde den zweiten Platz. In den Playoffs setzte man sich zunächst gegen Kaufbeuren (3:0) und Mannheim (3:1) durch, bevor man im Final erneut auf die DEG traf. In einer der spannendsten Finalserien der Bundesliga-Geschichte gewann die DEG das entscheidende Spiel an der Brehmstraße in Düsseldorf mit 2:1 nach Verlängerung.

Die finanziellen Probleme der Haie verschlimmerten sich noch, als Präsident Landen kurz nach Ende der Saison einen Herzinfarkt erlitt und ins Koma fiel. Die kurz zuvor neu ernannten Vizepräsident und Geschäftsführer sammelten in der Folge fast sieben Millionen DM Schulden an, Spielergehälter wurden teilweise nicht mehr gezahlt. Präsident Landen kündigte zudem seinen Rücktritt zum Ende der Saison 1993/94 an. Bernd Schäfer III. sollte, zunächst als Interimspräsident, den Verein sanieren. Trotz der unübersichtlichen Verhältnisse im Vorstand qualifizierte sich der KEC als Fünfter sicher für die Playoffs, wo man im Halbfinale dem späteren Meister Hedos München unterlag.

Nach Gründung der Deutschen Eishockey Liga (DEL), in der erstmals Vereine auch als GmbHs antreten durften, übernahm Heinz Hermann Göttsch das Amt des Hauptgesellschafters und das des Aufsichtsratsvorsitzenden bei der neu gegründeten Kölner Eishockeygesellschaft „Die Haie“ GmbH. Durch umfangreiche Konsolidierungsmaßnahmen und Spendenaktionen von Fans gelang es den Haien, einige hochkarätige Profis an den Rhein zu holen. Nach einer dennoch enttäuschenden Vorrunde, die der KEC auf dem sechsten Platz beendete, steigerte sich die Mannschaft in den Playoffs von Spiel zu Spiel und schaltete Kaufbeuren, Mannheim sowie die Berliner Preussen aus. In der Finalserie bezwang man schließlich den EV Landshut im entscheidenden fünften Spiel mit 4:0 und feierte die erste Meisterschaft der DEL-Geschichte.

In der Saison 1995/96 erreichte der Verein nach Platz Eins nach der Vorrunde erneut das Finale, wo man wieder einmal auf die DEG traf. Doch nachdem der KEC das erste Spiel für sich entschieden hatte, gelang kein weiterer Sieg mehr und es blieb nur die Vizemeisterschaft. Zudem erreichten die Haie im Dezember 1995 das Endspiel im Europapokal, welches gegen Jokerit Helsinki erst im Penalty-Schießen verloren ging. Ein Jahr später, auch die Mannschaft der Haie war durch die sog. „Bosman-Entscheidung“ stark verändert worden, war man in der neu gegründeten European Hockey League (EHL) weniger erfolgreich und schied bereits in der Gruppenphase aus. In den DEL-Playoffs traf die Mannschaft im vierten Jahr in Folge auf Landshut. Diesmal jedoch gewannen die Bayern die Viertelfinal-Serie in vier Spielen.

Ein Wiedersehen gab es bereits ein Jahr später, als man erneut im Viertelfinale aufeinander traf. Die Haie, nach einer durchwachsenen Vorrunde mit viel Unruhe in der Mannschaft und im Umfeld als Dritter in die Endrunde gegangen, waren jedoch den Landshutern unterlegen und gewannen kein Spiel. Auch in der folgenden Spielzeit, die Haie waren im Oktober 1998 in die gerade fertig gestellte LANXESS Arena (bis 2008 "Kölnarena") umgezogen, gab es zu Beginn viele Probleme beim KEC. Wie im Vorjahr wurden Spieler kurz nach Saisonbeginn entlassen, das Mannschaftsgefüge stimmte nicht und die Leistungen des Teams stagnierten. Erst als mit Trainer Lahtinen, Co-Trainer Helland und Manager Miro Sikora die komplette sportliche Leitung ausgetauscht worden war, sorgte der später in der NHL erfolgreiche Manager Andy Murray für mehr Konstanz im Verein und in der Mannschaft. In den Playoffs zur Meisterschaft schieden die Haie jedoch erneut im Viertelfinale gegen die Frankfurt Lions nach fünf Spielen aus.

In der Saison 1999/2000 galt die Mannschaft der Haie laut vieler Experten als eine der besten, die es in den letzten Jahren im deutschen Eishockey gab. So lief auch zunächst alles wie gewünscht: Im Dezember gewann man, als erstes deutsches Team nach 35 Jahren, den Spengler Cup in Davos, nach der Vorrunde belegte der KEC die Spitzenposition und in den Playoffs wurden die Augsburger Panther und die Berlin Capitals ohne Niederlage besiegt. Doch im Finale gegen die München Barons kam der Einbruch, die Haie verloren nach dem Auftaktsieg die anschließenden drei Partien und mussten den Barons den Titel überlassen. Ein Jahr später bestimmten die Hannover Scorpions maßgeblich über den Saisonverlauf der Haie mit: Im Januar wurde Bob Leslie nach einer Niederlage gegen die Scorpions zum zweiten Mal von Lance Nethery auf dem Trainerposten abgelöst. An einem der letzten Spieltage qualifizierte sich der KEC mit einem Sieg gegen Hannover noch für die Play-offs, nachdem man sie erstmals zu verpassen drohte. In den Play-offs jedoch schied der KEC im Viertelfinale gegen die Hannover Skorpions in drei Spielen aus.

Ähnlich wie in den Jahren zuvor spielten die Haie auch in der Saison 2001/02 eine schwache Vorrunde. Ausgerechnet im Jahr des 30-jährigen Vereinsjubiläums machte man erneut erst zum Schluss der Vorrunde den Einzug in die Endrunde fest. Dort trafen die Haie zunächst auf die Krefelder Pinguine, die man jedoch in drei Spielen aus dem Wettbewerb warf. Im Halbfinale setzte sich der KEC in fünf Spielen gegen die München Barons durch. Auch im Finale gegen die Mannheimer Adler entschied erst das fünfte Spiel über die Meisterschaft. Dieses gewann der KEC durch Tore von Alex Hicks und Dwayne Norris mit 2:1 und errang seine achte deutsche Meisterschaft. Mit dem Ziel Titelverteidigung begann die Amtszeit von Hans Zach in Köln. Schon während der vorangegangenen Saison wurde das Engagement des damaligen Bundestrainers perfekt gemacht, was zur Folge hatte, das Rich Chernomaz trotz des Meistertitels keine Zukunft in Köln hatte. Die Haie überzeugten bereits in der Vorrunde, die sie nach einem Schlussspurt (20 Spiele ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit) auf dem zweiten Platz beendeten. Über Kassel und Mannheim erreichte der KEC erneut das Finale, diesmal gegen den rheinischen Rivalen aus Krefeld. Nachdem man die ersten beiden Partien verloren hatte, erkämpfte sich die Mannschaft ein entscheidendes fünftes Spiel in der Kölnarena, in dem jedoch die Krefelder die Haie mit 3:1 besiegten. Neben der Vizemeisterschaft stand man zudem im Finale des wieder eingeführten DEB-Pokals, welches man aber gegen Mannheim verlor.

Nach den erfolgreichen letzten Jahren galten die Haie auch 2003/04 wieder zu den Favoriten auf den Titel in der DEL. Und nach dem Pokalsieg 2004 gegen Kassel und dem vierten Platz nach der Vorrunde, erwartete man viel vom KEC-Team. Doch die von vielen Verletzungen im Laufe der Saison geplagten Haie konnten in der Viertelfinalserie gegen die Frankfurt Lions nicht gegenhalten und scheiterten am späteren deutschen Meister. Dennoch blieben viele positive Erinnerungen an die Saison, auch wegen des neuen Vereinsrekordes von 6.500 verkauften Dauerkarten sowie der Gründung der Alex-Hicks-Initiative durch den Haie-Stürmer. Ein Jahr später – Rodion Pauels war mittlerweile Sportkoordinator der Haie geworden – kam erneut das Aus im Viertelfinale. Nach einer weiteren Saison mit vielen Langzeitverletzten, belegten die Haie den vierten Platz. In den Play-offs mussten sich die Haie gegen eine aufgrund des Lockouts mit NHL-Spielern verstärkte Mannschaft des ERC Ingolstadt im entscheidenden siebten Spiel in der Kölnarena mit 2:5 geschlagen geben.

In der Saison 2005/06 kam es nach zehn Jahren erstmals wieder zu einem Aufeinandertreffen mit der DEG in den Play-offs. Nachdem die Haie die Vorrunde auf Platz 5 beendet und im Viertelfinale in nur vier Spielen die Nürnberg Ice Tigers ausgeschaltet hatten, folgte die Halbfinalserie gegen die DEG. Im vierten Spiel lagen die Haie kurz vor Schluss zurück, als Bill Lindsay die Verlängerung ermöglichte, in der er auch den Siegtreffer markierte. Im entscheidenden Spiel an der Brehmstraße unterlagen die Haie jedoch mit 3:5 und schieden im Halbfinale aus.

In der Spielzeit 2006/07 war ebenfalls in der Vorschlussrunde die Saison für den KEC beendet. Im ersten Jahr unter dem neuen Trainer Doug Mason spielten die Kölner eine von Höhen und Tiefen geprägte Vorrunde, belegten am Ende aber den fünften Platz und erreichten so zum 26. Mal in Folge die Play-offs. Im Pokalfinale verloren die Haie, wie schon 2003, gegen die Adler Mannheim nach Verlängerung. Das Play-off-Viertelfinale gewannen die Kölner gegen die nach der Vorrunde besser platzierten Ingolstädter, unterlagen aber im Halbfinale gegen den späteren Meister Adler Mannheim. Während der folgenden Saison gab es einen spektakulären Torhüterwechsel bei den Haien: Travis Scott - bis dahin statistisch bester Torhüter der Liga - erhielt ein hochdotiertes Angebot eines russischen Klubs und wurde innerhalb weniger Tage dorthin transferiert. Als Ersatz verpflichteten die Kölner den deutschen Nationaltorhüter Robert Müller aus Mannheim. Dieser führte den KEC bis ins Finale, wo sie aber den Eisbären Berlin mit 1:3 unterlagen. Zuvor hatten die Haie den amtierenden Meister Mannheim im Viertelfinale sowie die Frankfurt Lions im Halbfinale besiegt. Im dritten Spiel der Serie gegen Mannheim stellten beide Teams beinahe einen neuen Weltrekord auf. Erst nach 168 Minuten gelang Philip Gogulla der Siegtreffer in der sechsten Verlängerung.

Während der Sommerpause 2008 gab es beim KEC einige Unruhe, als Stürmer Ivan Čiernik einen Wechsel in die KHL zu HK Sibir Nowosibirsk lancierte, da er angeblich von Trainer Doug Mason kritisiert worden war. Auch Kamil Piroš hatte ein Angebot aus Russland vorliegen, entschied sich jedoch für einen Verbleib in Köln. Als Ersatz für Čiernik wurde dank der Kontakte von Todd Warriner der NHL-Veteran Mike Johnson verpflichtet. Trainer Doug Mason wurde nach sieben nacheinander verlorenen Spielen seit des Saisonstarts entlassen. Dies war der schlechteste Saisonstart der Haie bisher. Als Nachfolger für Mason bestimmte die Geschäftsführung den ehemaligen Co-Trainer Clayton Beddoes, dem mit Andreas Lupzig ein alter Bekannter zur Seite gestellt wurde.

Fünf Trikotnummern werden bei den Kölner Haien zu Ehren der Spieler, die sie getragen haben, zur besonderen Anerkennung ihrer Leistungen für den Verein nicht mehr vergeben. Die Trikots der Spieler hängen in der Trainingshalle der Haie unter dem Hallendach.

Für eine Auflistung aller, bisher getragener, Trikotnummern, siehe die Spielerliste.

Nachdem sich die Eishockeyabteilung des Kölner EK verselbständigt hatte, blieb Ondrej Bendík Trainer des Teams. In der Debütsaison schaffte er zwar souverän den Aufstieg, entschied sich aber anschließend für ein Engagement in seiner Heimat. Sein Nachfolger wurde sein tschechoslowakischer Kollege Jiří Hanzl, der jedoch nach nur einem halben Jahr bereits wieder von Bendík abgelöst wurde. In der sportlich und finanziell schwierigen Saison 1975/76 entließen die Haie zunächst Bendik und Kjell-Rune Milton übernahm zunächst als Spielertrainer. Später wurde er durch Uli Rudel übergangsweise bis Saisonende abgelöst.

Im Sommer 1976 verpflichteten die Haie mit Gerhard Kießling den zu dieser Zeit besten deutschen Trainer. Dank der finanziell verbesserten Situation des KEC, erhielt er die Möglichkeit, seine Wunschmannschaft zusammen zu stellen, und holte erstmals den Meistertitel nach Köln. Trotz des Erfolges wurde sein Vertrag zunächst nicht verlängert und Olle Öst übernahm das Amt für ein Jahr, ehe Kießling zurückgeholt wurde und den zweiten Meistertitel gewann. Nach einem weiteren Übergangsjahr unter Otto Schneitberger wurde 1980 Heinz Weisenbach verpflichtet. Trotz einiger Probleme wie dem Passfälscherskandal und diverser finanzieller Probleme, baute Weisenbach in drei Jahren eine starke Truppe aus jungen Spielern auf.

Mit den Coaches Jozef Golonka (1983-1985) und Hardy Nilsson (1985-1992) feierten die Kölner Haie ihre erfolgreichste Zeit mit insgesamt vier Meistertiteln, zwei weiteren Finalteilnahmen sowie dem dritten Platz im Europapokal 1989. Wladimir Wassiljew wurde 1992 der bislang einzige russische Verantwortliche hinter der Bande des KEC, dem aber nur die Finalteilnahme in der Saison 1992/93 gelang. Während der ersten DEL-Spielzeit 1994/95 wurde er aufgrund schwacher Leistungen des Teams durch Robert Murdoch abgelöst, der die Mannschaft von Platz 6 aus zur Meisterschaft führte.

Nach dem Abgang Murdochs 1997 gab es in den folgenden Jahren viele Trainerwechsel beim KEC. Mit Ausnahme von Timo Lahtinen blieb keiner der folgenden Coaches länger als eine Saison. Kevin Primeau und Bob Leslie wurden während der Saison entlassen, Lance Nethery trat im Frühjahr 2002 zurück. Sein Nachfolger Rich Chernomaz übernahm das Team auf Platz 6 und schaffte in den Play-offs den Durchmarsch gegen die drei Toptemas der Vorrunde. Da die Haie aber zuvor bereits einen Vertrag mit Hans Zach unterzeichnet hatten, wechselte er zu den Frankfurt Lions.

Unter Zach wurden die Haie 2003 Vizemeister und ein Jahr später Pokalsieger, ehe der Vertrag 2006 nicht mehr verlängert wurde. Mit Doug Mason holte der KEC einen mehr positiv spielenden Trainer, der das Team langfristig aufbaute und verjüngte. Nach der Vizemeisterschaft 2008 wurde Mason in der Folgespielzeit nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte (sieben Niederlagen in Folge) entlassen und durch seinen bisherigen Assistenten Clayton Beddoes ersetzt. Da sich auch unter seiner Leitung die Situation nicht verbesserte wurde er nur wenige Monate später entlassen. Seitdem ist Rupert Meister Trainer des KEC.

Der Stammverein der Kölner Haie, der KEC „Die Haie“ e. V., beinhaltet heute alle Jugend- und Amateur-Mannschaften der Haie. 1998 fusionierte der Verein mit dem KEC „Die Jung-Haie“ e. V., um dem Nachwuchs bessere Bedingungen zum Training zu geben, und nahm dessen Namen an. Seit Beginn der Saison 2005/06 trägt der gemeinnützige Verein nun wieder den Namen KEC „Die Haie“ e. V.. Grundlage für die Zusammenarbeit des e. V. mit der Kölner Eishockeygesellschaft „Die Haie“ mbH, die für den DEL-Spielbetrieb zuständig ist, bildet ein Kooperationsvertrag. Zudem sitzen auch Vertreter der Gesellschaft im Vorstand des Stammvereins, so zum Beispiel Thomas Eichin und Rodion Pauels.

Neben dem Team in der Deutschen Nachwuchsliga hat der KEC „Die Haie“ e. V. in der Saison 2008/09 fünf weitere Mannschaften im Knaben-, Kleinschüler- und Bambini-Bereich für den Ligenbetrieb gemeldet. Sämtliche Teams spielen in der für sie höchstmöglichen Liga. Für Kinder ab vier Jahre bietet der Verein eine Eislaufschule an. Spiel- und Trainingsstätte des KEC ist die Kölnarena 2, in der auch die Geschäftsstelle untergebracht ist.

Erste Erfolge feierten die Nachwuchs-Haie in jüngeren Altersklassen, wo der KEC mehrfach NRW-Meister wurde, was beispielsweise bei den Knaben und Kleinschülern den größtmöglichen Erfolg darstellt. Die Schülermannschaft der Haie wurde in der Saison 2005/06 erstmalig deutscher Meister. Das DNL-Team wurde 2006/07 durch einen Finalsieg gegen die Jungadler aus Mannheim deutscher Meister. Zuvor hatten die Haie bereits von 2002 bis 2004 drei Male im Finale gestanden, diese aber jeweils gegen die Jungadler verloren. In den Play-offs 2008 unterlagen die Junghaie erneut gegen den späteren Titelträger aus Mannheim.

Bereits 1979 wurde die Kölner Eishockey Club „Die Haie“ Traditionsmannschaft ins Leben gerufen, in der ehemalige Spieler und Trainer auch nach ihrer Profikarriere dem Eishockey in Köln verbunden bleiben können. Nachdem die Traditionsmannschaft als lose Interessengemeinschaft organisiert war, wurde durch die Initiative von Naoki Tomita im Jahre 2003 beschlossen, einen eingetragenen Verein zu gründen, um den Eishockeysport in der Domstadt zu fördern.

Seitdem bestreitet die Mannschaft regelmäßig Spiele und nimmt an nationalen und internationalen Turnieren teil. Zudem spielt das Team bei besonderen Anlässen, wie beispielsweise der Saisoneröffnung der Kölner Haie-Profis, gegen andere Traditionsteams bekannter Vereine. Zum Kader der Mannschaft gehören unter anderem Andreas Lupzig, Thomas Brandl, Werner Kühn und der amtierende Eishockey Bundestrainer Uwe Krupp, hinter der Bande des Teams steht der ehemalige Haie-Trainer Ondrej Bendík. Neben Uwe Krupp sind noch die ehemaligen KEC-Spieler Udo Kiessling, Detlef Langemann, Wim Hospelt und Rainer Philipp als Ehrenmitglieder aufgeführt.

Der KEC „Die Haie“ Traditionsmannschaft e.V. verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Er organisiert und finanziert sich unabhängig von der Profiabteilung, der Kölner Eishockey Gesellschaft „Die Haie“ mbH, sowie der Nachwuchsabteilung, dem Kölner Eishockey Club „Die Haie“ e.V..

Das Eis- und Schwimmstadion Köln, das aufgrund seiner Lage an der Lentstraße öffentlich auch „Eisstadion an der Lentstraße“ genannt wurde, war bereits in Zeiten des Kölner EK Heimspielstätte der Eishockeyabteilung. Das Stadion war 1936 erbaut worden und 1955 ein Spielort der Eishockey-Weltmeisterschaft. Auch wenn das Stadion seit seiner Errichtung einige Male umgebaut wurde (zuletzt 1975) und mit insgesamt 7.200 Plätzen im oberen Drittel der DEL-Kapazitäten lag, wurde in Köln bereits seit Ende der 1980er Jahre über einen Hallenneubau diskutiert.

Im März 2007 wurde das Eisstadion aufgrund akuter Einsturzgefahr geschlossen und im Sommer 2008 wurde mit dem Abriss des Gebäudes begonnen. Auf dem Gelände soll eine neue Kombination aus Eis- und Schwimmstadion errichtet werden.

1998 wurde dann schließlich eine Multifunktionshalle gebaut, in der auch die Haie Platz finden sollten: Die Kölnarena. Seit der Saison 1998/99 tragen die Kölner Haie ihre Heimspiele in der über 18.500 Zuschauer fassenden Arena im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz aus. Im Jahr 2000 ist in der Nähe der Kölnarena darüber hinaus ein modernes Eishockeytrainingszentrum entstanden, in dem die Profimannschaft der Haie trainiert und die Nachwuchs- und Amateurmannschaften neben dem Training auch ihre Spiele abhalten können. Diese Halle ist auch Trainings- und Spielort der Fraueneishockeymannschaft Kölns, den Cologne Brownies.

Das erste Tor in der Lanxess Arena schoss Chris Snell (damals Frankfurt Lions); erster Kölner Schütze war Brian McReynolds. 2000 brachen die Haie mit über 18.500 Zuschauern bei einem Liga-Heimspiel den bisherigen Europarekord. Aufgrund des großen Fassungsvermögens sind die Haie zur Mannschaft mit dem größten Zuschauerzuspruch in der DEL aufgestiegen. Im europaweiten Vergleich der Zuschauerzahlen lagen die Haie in der Saison 2005/06 mit einem Schnitt von 12.453 Besuchern pro Spiel hinter dem SC Bern auf dem zweiten Platz. Ihren bislang höchsten Sieg in der Arena feierten die Haie in der Saison 2006/07, als sie gegen den damaligen Tabellenführer ERC Ingolstadt mit 10:0 gewannen.

Insgesamt gibt es 69 offizielle Fanclubs der Kölner Haie. Neben den Fanclubs aus Köln und Umgebung gibt es auch organisierte Haie-Fans in Heidelberg, Wien und Kelmis (Belgien). Sämtliche offizielle Fanclubs sind im Fanprojekt der Haie zusammengeschlossen, das seit der Saison 2001/02 erster Ansprechpartner für alle Haie-Fans ist. Die Anzahl der organisierten Fans macht jedoch nur einen Bruchteil des gesamten Fanpotenzials aus – so ist etwa nur ein Drittel der Dauerkarteninhaber in Fanclubs organisiert.

In der Anfangszeit der DEL gab es zwischen den Fans der Kölner Haie und denen der Eisbären Berlin eine Fanfreundschaft, die aufgrund der sportlichen Rivalität beider Vereine in den letzten Jahren jedoch etwas eingefroren ist. Zudem gibt es noch eine Freundschaft zu den Fans des SC Riessersee und denen vom EC Hedos München. Entstanden sind diese zu gemeinsamen Bundesliga-Zeiten. In den letzten Jahren sind aber auch diese Freundschaften eingeschlafen, da sich die sportlichen Wege der Mannschaften, und somit auch die Fans, nicht mehr regelmäßig trafen. Die engste Verbundenheit haben die Haie-Fans zu den Anhängern des schweizerischen Nationalliga-Clubs HC Lugano. In beiden Städten gibt es Fanclubs der jeweils anderen Mannschaft und mehrmals jährlich finden Besuche von Spielen statt.

Eine besondere Rivalität besteht zwischen den Fans der Haie und denen der DEG Metro Stars aus Düsseldorf. Dies rührt natürlich zunächst von der geografischen Nähe her. Aber auch die zahlreichen Duelle um die deutsche Meisterschaft seit den 1980er Jahren sowie die häufigen Spielerwechsel zwischen beiden Vereinen förderten diese Entwicklung. Eine Rivalität besteht außerdem zu den Fans der Adler Mannheim. Auch hier liegt der Ursprung in den ständigen Duellen um die Meisterschaft, vor allem seit Bestehen der DEL.

2005 komponierte die Kölschrock-Band Brings das Lied Hoch, Höher, Haie für den KEC. Der Song gilt seitdem als inoffizielle Hymne des Vereins und wird bei den meisten Spielen der Haie gespielt. Ebenfalls regelmäßig wird vor Spielbeginn das Lied Viva Colonia von den Höhnern gespielt. Eine ältere Hymne der Haie ist Wir sind die Haie von den Paveiern. Das Lied wurde 1995 geschrieben und besonders im Eisstadion an der Lentstraße oft gespielt. In den vergangenen Jahren wurde dieser Song auch in der LANXESS Arena wieder vermehrt vom DJ verwendet, um vor dem Spiel Stimmung zu machen.

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Eishockey in Deutschland

Empfang der beiden Deutschen Meister 2006, Eisbären (Herren) und OSC Berlin (Frauen), im Roten Rathaus

Eishockey ist in Deutschland eine der beliebtesten Mannschaftssportarten, die jedoch in der Zuschauergunst und Bedeutung weit hinter Fußball rangiert. Der Eishockeysport wird heute in Deutschland einerseits durch die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) als höchste Profiliga und die für untere Ligen zuständige Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG), andererseits durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) als zuständigen Sportverband in Deutschland und Mitgliedsverband der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) durchgeführt. Der DEB organisiert auch die Deutsche Eishockeynationalmannschaft, die momentan auf Platz 11 (Stand: April '08) der Weltrangliste steht.

Als Ursprungsort des deutschen Eishockeys gilt Berlin. So war die Hauptstadt Gründungsort des ersten Eissport-Verbandes des Landes, dem Deutschen Eissport-Verband. Ab 1908 war der Eishockeysport eine Sektion dieses Verbandes. Am 19. September des nächsten Jahres trat der Verband als sechster Landesverband der „Ligue International de Hockey sur Glace“ (LIHG) bei. In Berlin wurde dann auch das erste offizielle Eishockeyspiel bestritten und die erste Meisterschaft in einer Stadtliga ausgespielt. Nach dem ersten Spiel am 4. Februar 1887 auf dem Halensee (der Akademische Sportclub Berlin stand dabei einem Studententeam gegenüber) dauerte es nur drei Jahre bis die ersten Berliner Stadtmeisterschaften ausgespielt wurden. 1910 nahmen schon zehn Teams an der Stadtliga teil. Der Berliner Schlittschuhclub, der spätere Deutsche Rekordmeister, gewann diese Meisterschaft vor dem BFC Preussen. Die weiteren Teilnehmer der Stadtliga waren der Sportclub Berlin, der Berliner Eislaufverein 1904, der BFC Britannia, der Berliner EV 1886, der Hockey Club Berlin, der Sportklub Komet, der SC Charlottenburg und der Eislauf Verein Berlin.

Eine Deutsche Eishockeynationalmannschaft trat erstmals am 10. Januar 1910 bei der ersten Eishockey-Europameisterschaft in Les Avants auf. Das erste Spiel gegen die Schweiz gewann die Mannschaft mit 9:1. Im Kader standen vor allem Spieler aus der Bundeshauptstadt, da es dort die meisten Mannschaften gab. 1912 fand in Berlin die erste Meisterschaft mit Teams aus ganz Deutschland statt, die der Berliner Schlittschuhclub gewinnen konnte. Im Jahr zuvor war die Stadt schon Austragungsort der zweiten Europameisterschaften und wäre nicht der Erste Weltkrieg dazwischen gekommen, hätte 1916 das erste Olympische Eishockeyturnier auch in Berlin stattgefunden.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland zwischen 1920 und 1926 sechs Jahre lang aus der LIHG ausgeschlossen. Durch das Engagement Schwedens, deren Landesverband mit Austritt drohte, erfolgte am 11. Januar 1926 die Wiederaufnahme. 1927 durfte Deutschland wieder an Eishockey-Europameisterschaften teilnehmen, die erste Eishockey-Weltmeisterschaft mit deutscher Beteiligung fand 1928 in St. Moritz statt. Ein deutsches Team konnte bei den Olympischen Spielen 1932 in Lake Placid die Bronzemedaille erlangen und bei der Europa-Wertung im Rahmen der Eishockey-Weltmeisterschaften 1930 und 1934 Europameister werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Bedeutung der Nationalmannschaft um einiges höher als die der Vereine.

Nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 wurde der Deutsche Eissport-Verband erneut ausgeschlossen. Die Bundesrepublik wurde mit dem Deutschen Eissport-Verband am 10. März 1951 wieder aufgenommen, die DDR folgte erst am 9. Juni 1954.

Schon seit 1948 bildete sich in der Bundesrepublik erstmals eine bundesweite Liga für die besten Teams, die Eishockey-Oberliga. Da die Vereine aus der Eishockey-Hochburg Berlin, das mitten im sowjetischen Machtbereich lag, fehlten, hatte die Liga zu Beginn nur sechs Mannschaften. Erster Meister nach einer Einfachrunde wurde der EV Füssen. Der Modus veränderte sich in den kommenden Jahren laufend: Zur zweiten Spielzeit wurde die Liga auf acht Clubs aufgestockt, weshalb der eingeplante Abstieg nicht durchgeführt wurde. Obwohl die Liga zur Saison 1950/51 nochmals aufgestockt wurde, gab es diesmal mit dem HC Augsburg zum ersten Mal einen direkten Absteiger. Der dritte Oberliga-Meister wurde durch einen wiederum veränderten Modus ausgespielt: aus den besten Teams der drei Vorrundengruppen bildete sich eine Finalrunde, die den Meister, Preußen Krefeld, ausspielte. In der folgenden Saison gab es nur noch zwei Vorrundengruppen, die aber abgebrochen wurden. Es wurde sofort in einer Finalrunde die Meisterschaft ausgetragen. Zur Saison 1952/53 wurde nicht nur die Vorrunde wieder abgeschafft, sondern auch die Abstiegsregelung verändert. Das Relegationsspiel zwischen Oberliga-Letztem und Zweitliga-Erstem fiel weg, der Letzte der Oberliga stieg direkt ab und wurde vom Zweitliga-Meister abgelöst. Bis zur Saison 1956/57, als die Vorrundengruppen wieder eingeführt wurden, erfolgte dann bis 1958 keine Modus-Änderung mehr.

Dominiert wurden die Oberliga-Jahre vor allem von bayerischen Teams. Allein der EV Füssen wurde von 1953 bis 1958 sechsmal in Folge deutscher Meister, dazu schon einmal 1949. Zweimal konnten auch Krefelder Teams die Meisterschaft gewinnen.

Auch in der DDR wurde die Oberliga als höchste Ligenstufe geschaffen.

Die Oberliga wurde in der BRD 1958 durch die neu eingeführte Eishockey-Bundesliga, die 34 Jahre lang höchste Eishockey-Spielklasse in Deutschland blieb, abgelöst. Auch die Bundesliga bestand aus acht Mannschaften, die in einer Einfach-, später in einer Doppelrunde den Meister ausspielten. Im ersten Jahr gab es zwei direkte Absteiger, ab der zweiten Spielzeit ging der Letztplatzierte in die Relegationsrunde. Eine größere Modus-Änderung erfolgte 1962 mit der Einführung einer gestaffelten Endrunde. Dies war auch die erste Spielzeit ohne Absteiger, da der Bundesliga-Letzte erstmals in der Relegation gewinnen konnte. Mehrere Änderungen in der Abstiegsregelung und die Aufstockung der Liga auf zehn Teams konnte die damalige Dominanz des Serienmeisters EV Füssen aber nicht stoppen. Erst als die Punkte nicht aus der Vor- in die Endrunde mitgenommen wurden, gewann ein anderes Team, nämlich der EC Bad Tölz, den Meistertitel.

Mit Einrichtung der Bundesliga als höchste Spielklasse wurde die Oberliga zur zweiten Liga degradiert. In der ersten Spielzeit nahmen acht Mannschaften teil. So wie die Abstiegregelung der Bundesliga wurde auch die Aufstiegregelung der Oberliga fast jährlich verändert. Wegen der Aufstockung auf zehn Teams zur zweiten Saison gab es erst seit 1960 Absteiger aus der Oberliga. Seit Einführung der Gruppenliga 1961/62, die die erste überregionale Amateurliga unterhalb der Oberliga war, musste der Tabellenletzte der mittlerweile zwölf Mannschaften großen Liga gegen den ersten der Gruppenliga in einer Relegation antreten, um zu ermitteln, wem der letzte Startplatz der zweithöchsten Spielklasse zusteht. Vor 1961 gab es nur Landesverbände, deren Ligenspielbetrieb regional begrenzt war.

1963 erhielt der Eishockeysport in Deutschland erstmals einen selbständigen Verband, den Deutschen Eishockey-Bund (DEB). Dieser blieb vorerst allerdings noch immer unter dem Dach des Deutschen Eissport-Verbandes. Schon 1958 wurde der Deutsche Eislauf-Verband der DDR gegründet. Davor war Eishockey in der DDR vier Jahre lang eine Sektion des Eissportverbandes gewesen.

Die Relegation gegen den Gruppenliga-Ersten wurde zeitgleich zur Relegation des Bundesliga-Absteigers 1964 abgeschafft und der direkte Abstieg eingeführt. Ab 1966 war die Oberliga schließlich in eine Nord- und eine Südgruppe zweigeteilt. Mit Einführung der zweigeteilten Bundesliga wurde 1967 erstmals seit 1952 keine bayerische Mannschaft (sondern die Düsseldorfer EG) deutscher Meister. Gegen Ende der 1960er Jahre setzte allmählich der Trend ein, dass der professionelle Eishockeysport immer weiter aus der bayerischen Provinz in deutsche Großstädte zog.

Im September 1970 wurde Eishockey von der Staatsführung der DDR zusammen mit dem Deutschen Turn- und Sportbund der DDR (DTSB) als „nicht förderungswürdige Sportart“ eingestuft. Zuvor kam ein Großteil der Mannschaften aus Berlin und ab 1970 spielte Dynamo Berlin aufgrund der Einstufung nur noch gegen Dynamo Weißwasser um die DDR-Meisterschaft. Immerhin 25-mal gewann Weißwasser die Meisterschaft und 15-mal konnte Dynamo Berlin den Titel gewinnen. In der Bundesrepublik dagegen verloren die Berliner Vereine ihre Dominanz. Lediglich zweimal konnte der Berliner Schlittschuhclub die Meisterschaft nach 1949 gewinnen (in der Eishockey-Bundesliga 1974 und 1976). Danach musste die Stadt 29 Jahre warten, bis mit den Eisbären Berlin 2005 wieder eine Berliner Mannschaft Deutscher Meister wurde. Weißwasser spielte später als ES Weißwasser und nun unter den Namen Lausitzer Füchse in der 2. Bundesliga.

In der Saison 1970/71 wurde nach Jahren wieder auf Staffelungen verzichtet. Nach einer Doppelrunde stand sowohl der Meister (EV Füssen), als auch der direkte Absteiger (Mannheimer ERC) fest. Auch die Oberliga gab zur Saison 1970/71 die Teilung wieder auf, in einer Einfachrunde wurden Auf- und Absteiger ausgespielt. Die letzte Spielzeit der Oberliga als zweithöchste Liga wurde mit 16 Mannschaften ausgespielt. Zur nächsten Saison wurden die beiden Bundesliga-Absteiger, sowie die Teams auf den Plätzen zwei bis neun der Oberliga in die neu geschaffene 2. Bundesliga eingeteilt. Die 2. Bundesliga blieb 21 Jahre lang Deutschlands zweithöchste Spielklasse, ehe 1994 wegen vieler Pleiten, sowohl in der ersten, als auch besonders in der 2. Bundesliga, eine Amateurliga unter der DEL geschaffen wurde.

Zwischen 1974 und 1978 gab es erstmals vier Jahre in Folge keinen Meister aus Bayern. Stattdessen konnte der Berliner SC in dieser Zeit einige, wenn auch nicht alle Meistertitel feiern. Ab 1976/77 wurde nach der Hauptrunde wieder eine Endrunde ausgetragen. Die Saison 1979/80 brachte den wohl kompliziertesten Modus aller Zeiten. Dieser wurde deshalb zur nächsten Spielzeit wieder abgeschafft und durch die Play-offs ersetzt, die bis heute Bestandteil einer jeder Eishockey-Saison sind. Doch nicht sie bestimmten die Eishockey-Szene der Saison 1980/81, sondern der sogenannte Passfälscherskandal, in den die beiden westdeutschen Mannschaften des Duisburger SC und des Kölner EC verwickelt waren. Der aus Nordamerika importierte Play-off-Modus etablierte sich schnell auch in Eishockey-Deutschland und brachte sogar den einen oder anderen eher unerwarteten Meister (SB Rosenheim 1982) mit sich.

1974 kam auch noch zum ersten Mal eine vierte überregionale Liga zustande. Diese bestand 19 Jahre lang unter dem Namen Regionalliga, die Oberliga wurde die dritte Liga.

Nieder- und Oberbayern sowie das Allgäu gelten auch heute noch als Zentrum des deutschen Eishockeysports. Dabei dominierten bayerische Teams vor allem die Oberliga-, aber auch die Bundesliga-Jahre. Besonders erfolgreich war zum Beispiel der EV Füssen, einer der vielen Traditionsvereine der bayerischen Provinz. Er wurde schon 1922 gegründet und insgesamt 16 Mal deutscher Meister. In den zehn Jahren der Oberliga wurde der EV alleine sieben Mal deutscher Meister. Nur nach zwei Spielzeiten in dieser Zeit kam der Spitzenreiter am Ende nicht aus Bayern. Auch in der Eishockey-Bundesliga waren bayerische Provinzvereine in den ersten Jahren hoch überlegen. Bis 1966 wurden nur Clubs aus Bayern deutscher Meister, ehe sich 1967 mit der Düsseldorfer EG erstmals ein Großstadt-Team den Titel sicherte. Langsam begann ein Wandel im deutschen Eishockey. Wie wichtig bayerische Teams bis heute für das deutsche Eishockey, vor allem für die Nachwuchsarbeit, sind, zeigt der Amateur-Bereich. Denn der wird vor allem durch kleine bayerische Vereine bestimmt. Auch auf der Hauptversammlung des Deutschen Eishockey-Bundes wird dies durch die Anzahl der Stimmen des Bayerischen Blocks, der aus dem Bayerischen Eissportverband und den anderen stimmberechtigten Vertretern der Mannschaften aus der 2. Bundesliga und der Oberliga besteht, deutlich.

Im Vergleich zu Bayern war die Bedeutung des Eishockeysports in Nordrhein-Westfalen schon immer geringer. Vor allem im bevölkerungsreichen Ruhrgebiet ist Fußball meist wichtiger. Jedoch ist der Einfluss NRWs im Profi-Eishockey und auch die Anzahl der nordrhein-westfälischen Meistermannschaften seit den 1970er Jahren kontinuierlich gestiegen.

Von diesem Wandel praktisch verschont blieb die Nationalmannschaft der Bundesrepublik, die den Sprung in die A-Weltmeisterschaft schaffte, wo sie sich Ende der 1970er und in den 1980er Jahren etablieren konnten, auch wenn die Weltspitze immer unerreicht blieb.

1981 wechselte mit Udo Kießling erstmals ein deutscher Spieler in die höchste nordamerikanische Profiliga. Trotz eines Vertragsangebots der Minnesota North Stars kehrte Kießling jedoch nach einer Partie in die Bundesliga zurück. Der erste deutsche Spieler, der schließlich regelmäßig in der NHL zum Einsatz kam, war Uli Hiemer, der zwischen 1984 zu New Jersey Devils wechselte und für diese bis 1987 spielte. Der bisher erfolgreichste deutsche Spieler in der National Hockey League ist Uwe Krupp, der seit 1986 in der Liga auf dem Eis stand und zweimal die nordamerikanische Eishockeymeisterschaft, den Stanley Cup, gewinnen konnte. Krupp ist auch der erste und bisher einzige Deutsche, dem dies gelang. Eine individuelle Auszeichnung der Liga konnte Krupp während seiner aktiven Zeit jedoch nie gewinnen, dies gelang Torhüter Olaf Kölzig als erstem Deutschen im Jahr 2000.

Was zuletzt der EV Füssen in den 60er Jahren schaffte, gelang dem Kölner EC erstmals zwischen 1985 und 1988: drei Meistertitel in Serie. Überschattet wurde die Saison 1987/88 vom Konkurs des ECD Iserlohn, dem in den nächsten Jahren eine Reihe anderer Vereine folgten. Doch erst 1990 wurde die Bundesliga auf zwölf Clubs aufgestockt. Mit dem EHC Berlin und ES Weißwasser ergänzten zwei DDR-Clubs die Westdeutschen.

Die Fraueneishockey-Bundesliga gab es zu diesem Zeitpunkt schon zwei Jahre lang. Seit 1988 wird auch bei den Frauen eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Die Liga ist seitdem in eine Nord- und eine Südstaffel geteilt. Nach der Hauptrunde wird durch ein Turnier der deutsche Meister ausgespielt. Erster deutscher Meister wurde der EHC Eisbären Düsseldorf. Die Frauen-Nationalmannschaft spielte zum ersten Mal am 3. Dezember 1988 wie die Männer in ihrer Premiere gegen die Schweiz.

Die Eishockey-Verbände der beiden deutschen Staaten schlossen sich nach der Wende am 11. September 1990 – so früh wie kein anderer Sportverband – zum Deutschen Eishockey-Bund zusammen. Schon fünf Monate vor der Wiedervereinigung wurden die beiden Profi-Clubs der DDR in den DEB aufgenommen.

In der Saison 1990/91 verließ die Eishockey-Abteilung der Eintracht Frankfurt die Bundesliga. Der SB Rosenheim tat es ihr ein Jahr später gleich, während dem PEV Weißwasser die Lizenz entzogen wurde. Auch der EHC Freiburg verlor in der Saison 1992/93 seine Lizenz. Während reihenweise Vereine auf Grund finanzieller Probleme aus der Bundesliga abstiegen oder absteigen mussten, gewann die Düsseldorfer EG einen Titel nach dem anderen. Die letzte Bundesliga-Saison wurde mit der Meisterschaft des EC Hedos München beendet.

Wirtschaftliche Aspekte führten also 1994 zur Gründung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Viele Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga plagten massive wirtschaftliche Probleme. Die 2. Bundesliga umfasste nach der letzten Spielzeit nur noch 7 Clubs, vier waren während und nach der Saison konkurs gegangen. Die 18 wirtschaftlich halbwegs gesunden Clubs fassten sich in der DEL zusammen. Die Vereine lagerten ihre Profi-Abteilungen in Kapitalgesellschaften aus, eine Abstiegsmöglichkeit gab es nicht. Doch schon die erste Spielzeit wurde von den Mad Dogs München nicht durchgehalten. In der nächsten Saison gingen gleich drei Clubs konkurs. Nur die Wedemark Scorpions rückten nach, die Liga wurde also auf 16 Vereine reduziert.

In der 1. Liga wurde gleichzeitig der Amateurmeister ausgespielt. Die Liga war in eine Nord- und eine Südstaffel geteilt und vor allem in der letzten Saison ihres Bestehens Heimat einiger deutscher Nationalmannschaftsspieler, da es in der DEL nur noch eine sehr milde Ausländer-Regelung gab. Unter anderem deshalb erfolgte bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1998 in der Schweiz der erneute Abstieg in die B-WM. Prompt wurde die Ausländer-Regelung verschärft und Deutschland zwei Jahre später wieder A-Nation.

Auch im Laufe der Saison 1997/98 mussten zwei Vereine den Spielbetrieb aufgeben. Um die auf 14 Mannschaften reduzierte Liga wieder auf 16 aufzustocken wurden ab 1999 wieder Aufsteiger zugelassen. Ab der Spielzeit 2001/02 wurde durch Play-downs jeweils ein Absteiger ermittelt. Zur Saison 2006/07 wurde der Abstieg wieder abgeschafft. In den Jahren zuvor war immer wieder nicht der Play-down-Verlierer abgestiegen, sondern einem anderen Verein wurde aufgrund finanzieller oder hallentechnischer Probleme die Lizenz entzogen.

In der Saison 1997/98 wurde im Norden keine dritte Spielklasse ausgetragen. In diesem Jahr folgten dort auf die 1. Liga direkt die Landesverbände. 1998 entstand zumindest im Süden erneut eine vierthöchste Spielklasse. Seit 2002 besteht wieder keine vierte Spielklasse, eine dritte nennt sich schon seit 1999 Oberliga. Die Ligen der Landesverbände heißen seit 1994 im Norden Regionalliga.

Als eingleisige zweithöchste Spielklasse wurde schon nach vier Jahren der 1. Liga die sogenannte Bundesliga eingeführt, deren Name bei der DEL für Kritik sorgte, da man der Ansicht war, die Bundesliga müsse die höchste Spielklasse darstellen. Mit der Saison 1999/2000 gibt es wieder eine 2. Bundesliga im Eishockey. Erster Zweitliga-Meister wurde die Düsseldorfer EG, die damit neben dem Iserlohner EC, der die Lizenz der Starbulls Rosenheim übernahm, in die DEL aufstieg. In den Jahren bis zur Saison 2003/04 gab es auch in der 2. Bundesliga einige finanzielle Probleme.

Der Deutsche Eishockey-Pokal besteht seit 2002 nach Vorbild des DFB-Pokals. Qualifiziert sind alle Teams der DEL, der 2. Bundesliga und drei bis vier Teams der Oberliga. Vor der Saison 2005/06 wurde laut über die Abschaffung des DEB-Pokals diskutiert, da der Zeitplan, welcher der Liga zur Verfügung stand, in dieser Spielzeit wegen Olympischer Spiele und B-WM sehr gering war. Dennoch wurde der Pokal durchgeführt. Amtierender Pokalsieger (2007) sind die Adler Mannheim. 2005 erreichte mit den Eisbären Regensburg erstmals ein Team aus der 2. Bundesliga das Pokal-Halbfinale. Bei den Frauen gibt es den Pokalwettbewerb schon ein Jahr länger. 2001/02 siegte der Grefrather EC, der auch 2004 das Finale gewinnen konnte. Sportlich hätte Grefrath auch 2005 gewonnen, doch der Sieg wurde ihnen wegen Unterschreitung der Mindestspieleranzahl aberkannt und dem ESC Planegg zugesprochen. In der Saison 2005/06 konnten die EC Bergkamener Bären den DEB-Pokal mit nach Hause nehmen.

Seit der Saison 2006/07 wird die Bundesliga der Frauen eingleisig gefahren, die Staffelung wurde aufgegeben. Aktuelle Rekordmeister mit jeweils vier Titeln sind der Mannheimer ERC WildCats (1990, 1992, 1999, 2000), die ESG Esslingen (1995-1998) und der TV Kornwestheim (2001-2005). Auffällig ist, dass gleich zwei Teams vier Mal in Folge Meister werden konnte. Aktueller deutscher Meister ist zum zweiten Mal in der Geschichte der OSC Berlin.

Platzierungen der Nationalmannschaft unter den Top 10 der Welt waren in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts die Regel, doch 2005 erstmals und, wie sich herausstellte, auch zum letzten Mal mit Greg Poss an der Bande musste man nach schwacher Leitung wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, aus der man sich schon ein Jahr später unter Uwe Krupp befreien konnte.

Schon mehrere Male war Deutschland Veranstalter von Eishockey-Weltmeisterschaften, erstmals 1930, das nächste Mal 2010.

Heute wird die höchste Profi-Liga nicht mehr durch den DEB, sondern durch die eigene Gesellschaft (DEL) organisiert. 2. Liga und Oberliga werden durch die ESBG betrieben. Zur Saison 2006/07 wurde der Abstieg aus der DEL abgeschafft. Die DEL verlangt von ihren Aufsteigern ab sofort die Erfüllung eines 9.000-Punkte-Plans, sowie ein komplett geschlossenes Stadion. Es kann noch so lange einen Aufsteiger aus der zweiten Liga geben, bis 16 Mannschaften in der DEL spielen. Die DEL hat einen Fernsehvertrag mit dem Bezahlfernsehsender Premiere. Der Münchener Fernsehsender überträgt an jedem Spieltag jeweils ein Spiel live. Mit den Gelben Seiten gibt es zudem einen Haupt-Sponsor. Die Arenen der DEL gehören zu den modernsten in ganz Europa. Bei einer europaweiten Liste der Stadien mit dem höchsten Zuschauerschnitt belegen viele DEL-Standorte vordere Plätze (z.B. Kölnarena oder SAP-Arena). Außerdem steigt der Zuschauerschnitt von Jahr zu Jahr an.

Der Deutsche Eishockey-Bund ist in erster Linie für die Nationalmannschaften zuständig. Außerdem gehören der Spielbetrieb der Damen und des Nachwuchs zu seinen Aufgabenfeldern. Er wickelt Spielertransfers ab und bildet die Schiedsrichter aus. Der DEB stellt nach deren Ausbildung Trainerscheine aus und ist des Weiteren Mitglied des DOSB. Vertraglich gebunden ist der DEB an die DEL und die ESBG, also die Ausrichter des überregionalen Spielbetriebs. Auch die Landeseissportverbände, die für die regionalen Ligen zuständig sind, sind mit dem DEB verknüpft.

Große Bereiche des Amateurbereichs plagen schwere Finanzprobleme. Einige Verein stehen kurz vor der Insolvenz, andere stehen schon mitten im Insolvenzverfahren.

Der Pokalwettbewerb ist im Eishockey weitaus weniger traditionell als der DFB-Pokal im Fußball. Der Attraktivität und dem sportlichen Stellenwert des Wettbewerbs wird dadurch geschadet, dass einige DEL-Teams im Pokal nur mit Juniorenteams antreten, um die eigentlichen Stammspieler für die wichtigeren Ligapiele zu schonen. Nur eine handvoll DEL-Teams traten in den vergangenen Jahren mit der eigentlichen Mannschaft an. Dieses Problem resultiert vor allem aus der geringen Prämie für den Pokalsieger. Dennoch wird der Wettbewerb unter den Zuschauern Jahr für Jahr besser angenommen. Auch unter den Fans der DEL macht sich mehr und mehr Ärger über die fehlende Ernstnahme des Pokals breit.

Nach dem Abstieg der Nationalmannschaft aus der A-Gruppe bei der Weltmeisterschaft 2005 fand die B-WM 2006 in Amiens mit deutscher Beteiligung statt. Es gelang der direkte Wiederaufstieg ohne Punktverlust. Derzeitiger Bundestrainer ist Uwe Krupp, bei der WM 2007 überraschte das team mit einem neunten Platz. Die Damen belegten den achten Platz.

In Vorbereitung auf die WM 2010 im eigenen Land werden schon momentan vor allem junge Spieler eingesetzt. Aufgrund der guten Leistungen der Schweiz bei den internationalen Turnieren 2006 kamen Diskussionen auf, die Zahl der Ausländer in den deutschen Ligen zu verkleinern, um bald den gleichen Erfolg zu erzielen.

Obwohl inzwischen über 2.000 Frauen in Deutschland in allen Altersklassen des Eishockeysports aktiv sind und Fraueneishockey seit den 1980er Jahren auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt, hat der Sport auch in der Gegenwart mit enormen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Da der Zuschauer- und Sponsorenzuspruch der Frauen-Bundesliga noch immer sehr gering ist, sind sämtliche Spielerinnen Amateure, was dazu führt, dass aufgrund der geringen Etats der Mannschaften viele Spielerinnen z.B. selbst Teile ihrer Fahrtkosten übernehmen. Dazu trägt auch die geringe Medienpräsenz des deutschen Fraueneishockeys bei, die in der Regel überhaupt nur bei Olympischen Winterspielen und damit nur alle vier Jahre zu verzeichnen ist. Selbst die durchaus beachtlichen Erfolge der Fraueneishockeynationalmannschaft änderten daran bislang wenig.

Die DDR entsandte bis 1990 eigene Teilnehmer: 15-mal wurde sie von Dynamo Berlin, 10-mal von Dynamo Weißwasser vertreten.

Gewinnen konnte ein deutsches Team nie. Die besten Platzierungen waren zweite Plätze für den EV Füssen 1966, den Kölner EC 1985, die Düsseldorfer EG 1991 und nochmals den Kölner EC 1995, als die Entscheidung erst im Penaltyschießen fiel.

Es nahmen zwar jährlich bis zu drei Teams (1997/98) am Wettbewerb teil, allerdings konnte sich nur in der Spielzeit 1998/99 mit den Eisbären Berlin ein deutscher Teilnehmer für das Finalturnier der besten vier Teams qualifizieren.

Daraufhin wurde dieses Turnier vom IIHF European Champions Cup abgelöst. Dabei gab es erst einen deutschen Teilnehmer: 2005 erreichten die Frankfurt Lions als amtierender deutscher Meister den letzten Platz der Gruppe A. 2006 bis 2008 war Deutschland nicht mehr qualifiziert, da die Nationalmannschaft laut IIHF-Weltrangliste nicht mehr zu den Top 6 Europas gehörte. Die Schweiz übernahm den Startplatz.

Seit der Saison 2008/09 wird vom IIHF die Champions Hockey League als höchster europäischer Club-Wettbewerb durchgeführt. Aus Deutschland ist der Meister direkt für die Gruppenphase qualifiziert; als zweiter Teilnehmer startet der Sieger der Hauptrunde der DEL in der Qualifikation. Bei der ersten Austragung scheiterten die Nürnberg Ice Tigers als Zweiter des Qualifikationsturniers. In der Gruppenphase konnten die Eisbären Berlin drei von vier Spielen gewinnen und schieden mit nur einem Punkt Rückstand auf den späteren Finalisten Metallurg Magnitogorsk aus.

Der Schweizer Spengler Cup wird bis auf wenige Ausnahmen jährlich seit 1923 ausgetragen. Und seit jeher nehmen auch deutsche Meister- und Spitzenmannschaften regelmäßig teil. Zuletzt waren dies 2005 die Eisbären Berlin. Den letzten deutschen Sieg trugen die Kölner Haie 1999 davon. Der Berliner SC konnte den Spengler Cup dreimal gewinnen, der EV Füssen trug sich zweimal in die Siegerliste ein. Für die Haie war der Sieg 1999 der erste.

In Deutschland wurden bereits eine Reihe wichtiger internationaler Turniere ausgetragen. Besonders bedeutend ist das Olympische Eishockeyturnier 1936, das in Garmisch-Partenkirchen stattfand. Die 15 teilnehmenden Mannschaften wurden in vier Vorrundengruppen eingeteilt. Die beiden Besten jeder Gruppe trafen dann in zwei Zwischenrundengruppen aufeinander, in denen die vier Finalrunden-Teilnehmer ausgespielt wurden. Dem Gastgeber Deutschland selbst fehlte ein Punkt, um die Finalrunde zu erreichen. Insgesamt belegte man Platz vier. Olympiasieger wurde die Mannschaft aus Großbritannien, die im Finale Kanada die erste Niederlage bei Olympischen Spielen beibrachte. Bronze ging an die USA, die in der Vorrunde hinter Deutschland nur Platz zwei belegten.

Bislang fünf Mal war der Deutsche Eishockey-Bund Ausrichter einer Eishockey-Weltmeisterschaft. Zum ersten Mal war dies 1955 der Fall. Spielorte waren die nordrhein-westfälischen Städte Dortmund, Düsseldorf, Köln und Krefeld. Weltmeister der A-Gruppe wurde Kanada, vor dem Titelverteidiger, der Sowjetunion. Wegen der hohen Teilnehmerzahl (15 Mannschaften waren neuer Rekord der Nachkriegszeit) wurde neben dem eigentlichen Wettbewerb ein B-Turnier veranstaltet, bei dem außer Konkurrenz noch ein zweites deutsches Team teilnahm. Gewinnen konnte Italien vor Deutschland B. Im Rahmen der WM wurde auch der Europameister ausgespielt. Bestes europäisches Team des Turniers war die UdSSR.

Bei der zweiten Weltmeisterschaft in Deutschland 1975 wurde dann die Sowjetunion zum 14. Mal Weltmeister. Das Turnier in Düsseldorf und München war allerdings nur sehr mäßig besucht. Die deutsche Nationalmannschaft verpasste den Aufstieg in die A-Gruppe nämlich im Jahr zuvor und musste so bei der B-WM in Sapporo/Japan antreten. Der Abstand des Weltmeisters zum Rest des Teilnehmerfelds war so groß, dass die IIHF eine Reform der A-Gruppe beschloss. Ab 1976 waren auch Profi-Spieler zugelassen. Außerdem wurde die A-Gruppe aufgestockt. Deutschland konnte als Zweiter der B-WM deshalb doch aufsteigen.

Bei der fünften Junioren-A-Weltmeisterschaft U-20 1981 in verschiedenen bayrischen Städten (u.a. Augsburg, Füssen und Oberstdorf) holten sich die Schweden in dieser Altersklasse erstmals den Titel.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 1983 fand in Dortmund, Düsseldorf und München statt. Nach der Vorrunde nahmen die ersten vier Mannschaften an einer Meisterrunde, die letzten vier an einer Abstiegsrunde teil. Die Mannschaften nahmen die Punkte nicht in die Meisterrunde, jedoch in die Abstiegsrunde mit. Damit sollte die Spannung in der Titelfrage gesteigert werden. Deutschland nahm zwar an der Abstiegsrunde teil, gewann diese aber deutlich. Absteigen musste Italien, Weltmeister wurde wieder die UdSSR vor der punktgleichen Tschechoslowakei. Dabei hat die Sowjetunion während der ganzen WM nur einen Punkt abgegeben. Die Tschechoslowakei war während der Vorrunde nicht so stark.

1990 wurde die B-WM der U-20-Junioren in Bad Tölz und Geretsried ausgespielt.

Zehn Jahre nach der letzten wurde erneut eine Eishockey-A-Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen. Die Spiele wurden in Dortmund und München ausgetragen. Die vier besten Mannschaften der Vorrunden-Gruppen traten in der Endrunde im K.O.-System gegeneinander an. Am Ende stand Russland als Sieger fest. Im Finale wurde Titelverteidiger Schweden mit 3:1. Nach Play-downs, die ebenfalls im K.O.-System stattfanden, stand die Schweiz als Absteiger in die B-Gruppe fest. Deutschland belegte nach dem Viertelfinal-Aus gegen Russland Platz fünf.

Ein Jahr zuvor fand die U-20-Weltmeisterschaft in Füssen und Kaufbeuren statt. 1999 wurde die erste U-18-WM überhaupt in den selben Orten ausgetragen.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 fand wieder in Deutschland statt. Gespielt wurde in Hannover, Köln und Nürnberg. Ab 2001 wurden die verschiedenen Gruppen anders benannt, so wurde aus der A-Gruppe einfach Weltmeisterschaft. Ab diesem Jahr gab es außerdem nicht mehr nur einen, sondern zwei Absteiger und deshalb auch zwei Gruppen der Division I (B-Gruppe). Deutschland erreichte das Viertelfinale, schied dort aber gegen den späteren Finalisten Finnland aus. Diese unterlagen im Finalspiel der Tschechischen Mannschaft. Tschechien wurde damit zum dritten Mal in Folge Weltmeister.

Im selben Jahr fand die Division I der Junioren-Weltmeisterschaft 2001 in den bayerischen Orten Füssen und Landsberg am Lech statt. Drei Jahre später fand derselbe Wettbewerb in Berlin statt.

Die nächste Eishockey-WM in Deutschland wird 2010 in Köln und Mannheim stattfinden. Dabei setzte sich der DEB bei der Vergabe 2005 gegen Weißrussland durch, nachdem Schweden und die Slowakei ihre Kandidatur vor der Abstimmung zurückzogen.

Deutscher Rekordmeister und erster Sportverein des Landes mit einer Eishockeyabteilung war der Berliner Schlittschuhclub.

In den 1990er Jahren gab es lange Zeit eine große Konkurrenz zwischen den zwei Erstligaclubs Eisbären Berlin und BSC Preussen, doch heute gibt es mit den Eisbären Berlin nur noch einen erstklassigen Club, der allerdings auch 2005 und 2006 die Deutsche Meisterschaft nach Berlin holte. Hinzu kommen mehrere unterklassige Mannschaften verschiedener Clubs.

Im Fraueneishockey spielt der OSC Berlin deutschlandweit eine wichtige Rolle, wurde 1991, 2006 und 2007 deutscher Meister, sowie 2003 und 2004 Vizemeister. Weitere Bedeutung im Berliner Fraueneishockey hatte der DEC Eishasen Berlin, der zeitweise in der 1. Bundesliga spielte und bis zur Saison 2005/06 der 2. Liga angehörte.

Entgegen weitläufigen Meinungen, es gebe Eishockey in Hamburg erst seit der Gründung der Hamburg Freezers, kann die Hansestadt auf eine lange Historie zurückblicken. Schon in den 1930er Jahren schaffte es mit dem Altonaer SV von 1893 ein Hamburger Club mehrfach in die Finalrunde um die deutsche Meisterschaft. Der ganz große Erfolg blieb aber aus. Für jeweils eine Spielzeit nahm die EG Hamburg, sowie der HTHC Hamburg an der Oberliga teil. Zu Bundesliga-Zeiten spielten einige Hamburger Mannschaften in der zweithöchsten Ligenstufe. Lange dauerte es bis erneut ein Club aus Hamburg für Furore sorgte. 1998 waren die Hamburg Crocodiles Gründungsmitglied der 2. Eishockey-Bundesliga und hatten im Jahr 2000 die Chance zum Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga, als der SB Rosenheim seine Lizenz verkaufen musste. Doch die Iserlohn Roosters waren in diesem Unterfangen erfolgreicher. Heute spielt ein Nachfolgeverein der Crocodiles in der Regionalliga. Erstklassiges Eishockey gibt es in Hamburg seit 2002 wieder. Auf Beschluss der Anschutz-Group zogen die München Barons in die Color Line Arena um und wurden zu den Hamburg Freezers umbenannt.

Die Hamburg Freezers sind heute neben den Adler Mannheim Etat-Krösus der DEL, obgleich sie kaum Jugendarbeit betreiben.

Bestimmende Stadt in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen ist sicherlich Hannover mit den Hannover Scorpions in der DEL, die ursprünglich aus Wedemark bei Hannover stammen, und den seit einigen Jahren zur 2. Liga aufstrebenden Hannover Indians. Die an der Deutsche Nachwuchsliga teilnehmenden Nachwuchsmannschaften der Indians beweisen die hervorragende Jugendarbeit im aktuellen Nachfolgeverein des 1948 als Eissportgesellschaft Hannover gegründeten Vereins. Neben Hannover dominiert in östlichen Niedersachsen inzwischen Wolfsburg mit den aus der 1975 gegründeten Eishockeysparte des TV Jahn hervorgegangenen und 1992 aus einem Fanclub neu gegründeten Grizzly Adams Wolfsburg, den 2007 der Wiederaufstieg in die DEL gelang. Auch an der Nord- und Ostsee finden sich Vereine die auf lokale Tradition zurück blicken können wie der EHC Timmendorfer Strand 06 oder im Staat Bremen der REV Bremerhaven. In dieser Reihe lässt sich noch das Eishockey in Braunlage nennen, wo inzwischen auch die Vereine aus Altenau und Osterode ihre Spielstätte haben. Als weitere Vereine sind noch zu nennen: Adendorfer EC, Harsefeld Tigers im TuS Harsefeld und die Bremen Pirates im Bremer EC, dem Nachfolgeverein des HTSV Bremen. In früheren Zeiten gab es auch Mannschaften in den höheren Spielklassen beim EC Wilhelmshaven, in Braunschweig und im nördlichsten Eisstadion in Deutschland in Flensburg.

Ein besonders erfolgreicher bayerischer Club war der EV Füssen, der allein 16 Mal deutscher Meister wurde, gefolgt vom SC Riessersee mit 10 Titeln. Obwohl immer seltener Clubs bayerischer Kleinstädte den Meistertitel gewannen und immer mehr solcher Vereine der Abstieg drohte, gibt es in Bayern bis heute viele Amateur- und Nachwuchsmannschaften. In der DEL sind heute nur noch vier Teams (Sinupret Ice Tigers, ERC Ingolstadt, Augsburger Panther, Straubing Tigers) von 15 aus Deutschlands südlichstem Bundesland vertreten. Der letzte bayerische Meister waren die München Barons 2000. Auffällig dabei ist, dass diese Mannschaft ausgerechnet aus der größten Metropole des Bundeslandes stammt. In der 2. Bundesliga dagegen spielen fünf Teams (von 14) aus Bayern mit, in der Oberliga sind es zehn (von 19).

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es einige Eishockey-Zentren. Diese sind das Rheinland, u.a. mit den Traditionsvereinen Krefeld, Düsseldorf und Köln, und die Region Iserlohn. Vereinzelt gibt es auch im Ruhrgebiet Vereine, die aber weniger erfolgreich sind und waren. So sind hier zum Beispiel die ehemaligen DEL-Clubs Essen und Oberhausen zu nennen.

Ältester Eishockeyclub des Landes ist die Düsseldorfer EG, die Ende 1935 gegründet wurde. In den ersten Nachkriegsjahren waren allerdings die Krefelder Clubs erfolgreicher. Preußen Krefeld konnte folgerichtig in der Saison 1950/51 die erste Meisterschaft für ein NRW-Team feiern. Ein Jahr danach gewann dann Lokalrivale Krefelder EV den Titel. Erst 1967 konnte dann die DEG die bayerische Dominanz durchbrechen. Damit wurde ein langwieriger Führungswechsel im deutschen Eishockey eingeleitet. Denn den Clubs aus Großstädten kam immer mehr Bedeutung zu, so dass Meistermannschaften aus Nordrhein-Westfalen häufiger wurden. 1977 ergänzte der Kölner EC die Liste der NRW-Meister-Clubs. Der KEC und die DEG sollten in den kommenden Jahren der späten 1980er und frühen 1990er Jahre das deutsche Top-Eishockey beherrschen. In dieser Zeit machten beide Clubs die Meisterschaft meist unter sich aus. Die letzte Meisterschaft für ein NRW-Team liegt nun bereits vier Jahre zurück. 2003 wurden die Krefeld Pinguine überraschend erstmals seit 1952 deutscher Meister.

Aktuell ist Nordrhein-Westfalen in der DEL mit fünf Vereinen (Kölner Haie, DEG Metro Stars, Krefeld Pinguine, Iserlohn Roosters und EV Duisburg), in der 2. Bundesliga mit einer Mannschaft und in der Oberliga mit keiner Mannschaft vertreten.

Auch Teile Baden-Württembergs und Hessens haben eine große Eishockey-Tradition.

So kommt mit den Adler Mannheim zum Beispiel der DEL-Rekordmeister aus dieser Region. Nach einem Meistertitel schon 1980 als Mannheimer ERC, folgten in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren vier weitere Titel. Gleichzeitig haben die Adler eine der besten Jugendabteilungen des Landes. Die Jungadler sind schon mehrfach Meister in der Deutschen Nachwuchsliga. In der DNL-Saison 2006/07 riss die Serie in Finale gg. die Kölner Junghaie.

Ein weiterer bedeutender Verein sind die Frankfurt Lions, die nach dem sportlichen Abstieg 2003 nur durch den Lizenzentzug Schwenningens in der Liga blieben und 2004 deutscher Meister wurden.

Der zweite hessische DEL-Verein und Erzrivale der Lions sind die Kassel Huskies. Der 1967 gegründete Club erreichte 1997 noch das DEL-Finale, zwischen 1999 und 2002 unter Hans Zach stets das Halbfinale, doch in den letzten beiden Jahren stiegen sie jeweils sportlich ab, indem sie die Play-down-Serie verloren und stiegen in die 2. Bundesliga ab. 2008 schafften die Kassel Huskies den sportlichen Wiederaufstieg und treten somit in der Saison 2008/09 in der DEL an.

Neben den Mannschaften aus Kassel und Frankfurt hat in Hessen auch Bad Nauheim mit den heutigen Rote Teufel Bad Nauheim eine lange Tradition, während auch aus der Region Diez/Limburg und aus Lauterbach schon Vereine in den höherklassigen Ligen mitspielten.

Seit 2003 nicht mehr in der DEL sind die Schwenninger Wild Wings. 1904 als Schwimm- und Eisclub gegründet feierte der EC Schwenningen schon 1931 erste Erfolge. 1994 stiegen die Wild Wings in die DEL ein, ehe ihnen 2003 die Lizenz entzogen wurde. Seitdem spielt der Verein in der 2. Bundesliga, stand dort im Halbfinale der Play-offs.

Die Wölfe Freiburg waren nur für eine Spielzeit (2003/04) in der DEL. Eine neue Mannschaft gleiches Namens, die erneut aus dem Stammverein EHC Freiburg ausgelagert wurde, nimmt wieder an der 2. Bundesliga teil. Der Verein wurde 1984 als Nachfolger des ERC Freiburg gegründet und nahm wie dieser schon an der höchsten Spielklasse - der Eishockey-Bundesliga - teil.

Erfolgreicher in der 2. Bundesliga ist der SC Bietigheim-Bissingen, der auch in diesem Jahr wieder an den Play-offs teilnahm. In der höchsten Spielklasse spielte der 1989 gegründete SC allerdings noch nie.

Neben dem SC Bietigheim und den Schwenninger Wild Wings ist seit der Saison 2007/08 mit dem EV Ravensburg (EVR Tower Stars) und den Heilbronner Falken ein drittes beziehungsweise viertes Baden-Württembergisches Team in der 2. Bundesliga vertreten.

Vor allem in den ersten Jahren des Bestehens konnten die Roten Teufel Bad Nauheim als VfL Bad Nauheim Erfolge feiern. In den letzten Jahren konnte der einmalige Vizemeister der Eishockey-Bundesliga fast nur noch durch Konkurse und Insolvenzverfahren auf sich aufmerksam machen. Aktuell läuft wieder ein Insolvenzverfahren für die die Saison 2005/06 organisiertende GmbH und der Verein setzt den Spielbetrieb mit der ersten Seniorenmannschaft 2006/07 in der Regionalliga Hessen fort.

Die 2005/06 in der Oberliga spielenden Stuttgart Wizards konnten die massiven Finanzprobleme nicht lösen, wofür anstelle der insolventen GmbH der Stammverein Stuttgarter EC - aktuell mit der ersten Mannschaft in Zusammenarbeit mit dem SC Bietigheim-Bissingen - den Spielbetrieb in der Baden-Württemberg-Liga fortsetzt.

Eishockeyvereine in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind eher selten und waren in den höchsten Spielklassen - ausgenommen EHC Neuwied - nicht vertreten, was eine Mitursache in den wenigen Eisstadien hat. Weitere bekanntere Standorte sind Trier und Zweibrücken.

Der Eishockeysport in Ostdeutschland außerhalb Berlins konzentrierte sich lange Zeit auf Sachsen. Speziell Weißwasser und Crimmitschau sind traditionelle Spielorte. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde auch in Ostpreußen Eishockey gespielt, besonders hervorzuheben ist Rastenburg.

In Weißwasser wurde der erste Eishockeyclub 1932 gegründet. Eissport Weißwasser, der zwei Jahre nach seiner Gründung dem TSV Weißwasser beitrat, nahm 1937 zum ersten Mal als schlesischer Meister an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Dies konnte 1941 und 1942 wiederholt werden. Zu Beginn der 1950er wurden die BSG Ostglas und die BSG Chemie gegründet, die nach ihrer Fusion als SG Dynamo Weißwasser 25mal DDR-Meister wurden. Nach dem Anschluss an die Eishockey-Bundesliga blieben so große Erfolge aus. Heute spielt der Nachfolgeverein der SG Dynamo, die Lausitzer Füchse, in der 2. Bundesliga.

Der ETC Crimmitschau wurde als EHC schon 1920 gegründet und nahm auch mehrmals an der Endrunde der Deutschen Meisterschaft teil. Nachdem die DDR-Oberliga auf zwei Vereine gestrichen wurde, nahm der EHC jährlich an der Bestenermittlung teil. Nach der Wiedervereinigung stieg der ETC erst 2001 wieder in das professionelle Eishockey auf, 2005 erneut in die Oberliga ab und schaffte überraschend den Wiederaufstieg in die 2.Liga. Die Nachwuchsmannschaften spielen größtenteils erfolgreich in der jeweiligen Bundesliga.

Noch erfolgreicher war die SG Frankenhausen aus dem gleichnamigen Crimmitschauer Ortsteil, die 1949 und 1950 „Meister der sowjetisch besetzten Zone“ wurde. Durch Zwangsumzüge nach Zwickau und Karl-Marx-Stadt gab es seit 1960 kein erstklassiges Eishockey mehr in Frankenhausen. Die SG wurde 1994 als Hobbymannschaft neu gegründet.

In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gibt es erst seit 1990 mit den Dresdner Eislöwen wieder einen Eishockeyverein, der nach einer erfolglosen Saison 2006/07 in der 2.Liga, die mit dem Abstieg endete, wieder in der Oberliga um den Wiederaufstieg in die 2. Liga spielte. Im April 2008 erreichte das Team aus Dresden die Meisterschaft der Oberliga und den Wiederaufstieg in die zweite Spielklasse.

Neben den Dresdner Eislöwen spielen noch die Saale Bulls Halle, die Blue Lions Leipzig und die Piranhas Rostock in der Gruppe Nord der zweigeteilten Oberliga. Daneben spielten noch Mannschaften aus Erfurt wie der - heutige - EHC Thüringen in höherklassigen Ligen. In den anderen Teilen der ehemaligen DDR (außer Ost-Berlin) gab und gibt es kaum bedeutende Eishockeyvereine.

Im Gegensatz zu den meisten Ligen in Nordamerika, wo Eishockey einen deutlich höheren Stellenwert besitzt als in Deutschland, ist der Großteil der deutschen Schiedsrichter Amateure, da eine einheitliche Einführung von Profi-Schiedsrichtern in Europa immer wieder an den höheren Kosten und den im Vergleich zur NHL geringeren Zahl an Spieltagen scheitert. Einzige Ausnahme in Deutschland bildet hier die DEL, die bereits seit ihrer Gründung 1994 mit Petr Chvatal einen Profi-Schiedsrichter beschäftigte. Aktuell beschäftigt die Liga mit Daniel Piechaczek, Frank Awizus und Rick Looker, zugleich dem ersten ausländischen Offiziellen, drei Profischiedsrichter.

Wie international üblich stehen in den höherklassigen deutschen Ligen pro Spiel drei Spiel-Offizielle (ein Hauptschiedsrichter, zwei Linienrichter) auf dem Eis. In unterklassigen Ligen (wie z.B. im Bereich des Bayerischen Eissportverbandes) wird teilweise nur mit zwei Offiziellen gespielt. In diesem Fall haben beide Schiedsrichter die Rechte des Haupt- wie des Linienschiedsrichters.

Organisiert werden die deutschen Schiedsrichter vom DEB-Schiedsrichter-Ausschuss, in dem die einzelnen Ligen und Verbände, so auch die DEL, durch einzelne Beauftragte vertreten sind.

Die Übertragungsrechte von Livespielen im deutschen Fernsehen liegen je nach Wettbewerb bei unterschiedlichen Sendeanstalten und Mediengruppen.

Die Fernsehrechte der DEL liegen bis mindestens 2009 bei dem Bezahlfernsehsender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt. In den Play-offs wird in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. Das Erste, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Das bedeutet gleichzeitig, das keine Ligenspiele live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Außerdem werden einige Spielzusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Die 2.Bundesliga ist seit der Saison 2007/08 mit einem wöchentlichen Magazin auf DSF (Samstags 21.30 Uhr), in der über die Freitagspartien (2-3 Spiele in Ausschnitten) berichtet wird, vertreten.

Internationale Partien hingegen wurden in der Vergangenheit im öffentlich-rechtlichen beziehungsweise privaten Fernsehen übertragen. So teilten sich ARD und ZDF die Übertragung der Eishockey-Weltmeisterschaft 2007 mit dem Privatsender DSF, die Quoten blieben allerdings trotz der guten Leistungen des deutschen Teams eher schwach, sodass eine Fortführung des Eishockey-Angebots im Programm von ARD und ZDF fraglich war. . Im Februar 2008 erklärten schließlich die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Rückzug aus der Berichterstattung der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaften, sodass Weltmeisterschaft 2008 wieder ausschließlich vom DSF übertragen wurde, welches sich die Rechte bis 2011 gesichert hat.

Die Olympischen Winterspiele 2010 und damit auch das Eishockeyturnier, werden wie zuletzt 2006 bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sein, welche die Übertragungsrechte für umgerechnet 614 Millionen Euro erhalten haben.

Verschiedene lokale deutsche Radiosender übertragen die kompletten beziehungsweise Ausschnitte von Spielen der im Sendegebiet beheimateten Teams im Radio oder im Internet-Livestream, so z.B. der baden-württembergische Privatsender Radio Regenbogen die Spiele der Adler Mannheim oder der für Krefeld und den Kreis Viersen zuständige Sender Welle Niederrhein die Spiele der Krefeld Pinguine.

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Source : Wikipedia