Unterhaching

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Geschrieben von bishop 01/04/2009 @ 18:07

Tags : unterhaching, bayern, deutschland, tsv unterhaching, 1. bundesliga, volleyball, sport

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Unterhaching

Wappen der Gemeinde Unterhaching

Unterhaching ist die zweitgrößte Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München und liegt südlich der bayerischen Landeshauptstadt München.

Die Besiedlung des Hachinger Tals kann anhand von Gräberfunden zurück bis mindestens 1100 v. Chr. nachgewiesen werden. Zwischen dem fünften und achten Jahrhundert bildete sich der bayerische Stamm aus, hier belegt durch ein altbajuwarisches Reihengräberfeld.

Der Name Haching ist auf den Personennamen Hacho und das Adelsgeschlecht der Hahilinga zurückzuführen. Erstmals erwähnt wird der Name Haching im Jahre 806 in einer Urkunde, mit der der Abt Petto seinen Besitz ebendort dem Kloster Schäftlarn vermachte. Haching ist damit einige hundert Jahre älter als München.

Der Name Unterhaching (lat. inferiori hachingin) taucht erstmals im Jahre 1180 in einem Besitzverzeichnis des Bischofs von Freising auf.

Um 1310 wurde die bis heute unter dem Namen St. Korbinian existierende Dorfkirche erbaut. Sie ist damit das älteste Gebäude Unterhachings und steht im Ortsteil „Alter Ort“.

Bis zur Säkularisation 1803 waren die umliegenden Klöster die Grundherren. Daraus erklärt sich auch das Gemeindewappen, das bis heute den Abtstab des Klosters Schäftlarn und das Seerosenblatt aus dem Wappen des Klosters Tegernsee zeigt. Bis dato war Unterhaching auch dem Bezirk Wolfratshausens zugeordnet, nicht, wie heute, München.

Unterhaching war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf. Erst mit der Anbindung an das Bahn- (1898) und Postnetz begann die Wandlung zur Wohngemeinde. Die Einwohnerzahl explodierte von 616 Einwohnern im Jahr 1900 auf 20.545 im Jahr 2000.

1955 spaltete sich der Ortsteil Ottobrunn ab und wurde zu einer selbständigen Gemeinde.

1968 begann der Bau zweier neuer Großsiedlungen, der Grünau und des Fasanenparks, die den Charakter Unterhachings endgültig hin zu einer modernen Wohnsiedlung veränderten.

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Wolfgang Panzer (Verwaltungsfachwirt) von der SPD.

Bekannt wurde Unterhaching deutschlandweit unter anderem durch die Fußballmannschaft der SpVgg Unterhaching, die in der Saison 1999/2000 sowie 2000/2001 in der Ersten Bundesliga spielte und 2001 den DFB-Hallenpokal gewann. Für die Saison 2008/2009 konnten sie sich für die 3. Liga qualifizieren.

Die SpVgg Unterhaching hat auch eine sehr erfolgreiche Bobsport-Abteilung, für die der vielfache Welt- und Europameister und Olympiasieger Christoph Langen startete.

Ebenso erfolgreich sind die Volleyballer des TSV Unterhaching, die seit sechs Jahren in der Ersten Bundesliga spielen.

Unterhaching ist Standort des Senf- und Feinkostherstellers Develey, außerdem Sitz der deutschen Verwaltung des Kaugummiherstellers Wrigley und der Zentrale des Sportartikel Anbieters SportScheck. Die Firma Supremo Kaffeerösterei ist ebenfalls im Ort ansässig.

Die Gemeinde Unterhaching verfügt über eine geothermische Strom- und Wärmeerzeugungsanlage. Diese kann aus ca. 38 MWth geothermischer Energie bis zu 4,1  MWel (durchschnittlich 3,36  MWel) erzeugen. Die Wärmeenergie wird über ein Fernwärmenetz vertrieben, dessen Ziel-Anschlussleistung bei 70  MWth liegt. Die erfolgreiche Umsetzung des Geothermieprojekts Unterhaching konnte für die Gemeinde Unterhaching über die eigens gegründete Projektgesellschaft „Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG“ mit Unterstützung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Rödl & Partner erreicht werden.

Nach den jeweils etwa sechs Monate dauernden Bohrarbeiten konnte die erste Bohrung im Herbst 2004 und die zweite Bohrung im Winter 2007 erfolgreich abgeschlossen werden. Den ökologischen und ökonomischen Erfolg des Projekts garantierte das Auffinden von 122  °C bzw. 133  °C heißem Tiefenwasser bei einer Schüttung von 150  l/s in Tiefen von bis zu 3.580  m.

Seit 4. Oktober 2007 ist die Anlage in Betrieb und liefert Wärmeenergie aus Geothermie. Im Dezember 2007 berichtete die Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG von 2.500 angeschlossenen Haushalten mit einer Anschlussleistung von 28  MWth bei einer Leitungslänge von mehr als 20 Kilometern. Im Winter 2008/2009 soll nun auch mit der Produktion von elektrischem Strom begonnen werden.

Unterhaching hat zwei Grundschulen, eine Hauptschule, ein Gymnasium, sowie eine Förderschule.

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TSV Unterhaching

Der TSV Unterhaching 1910 e.V. ist ein Sportverein aus Bayern. Bekannt ist der Verein durch seine Volleyball-Mannschaft, die unter dem Namen Generali Haching in der Bundesliga spielt. In weiteren Abteilungen werden Aikido, Baseball, Basketball, Bergsport, Breitensport, Damengymnastik, DSV-Skischule, Gesundheitssport, Handball, Judo, Jogging, Leichtathletik, Seniorensport, Tanzsport, Tennis, Tischtennis und Turnen angeboten.

Der Kader für die Saison 2008/09 besteht aus elf Spielern. Nachdem sechs internationale Akteure den Verein verlassen hat, wurden ausschließlich deutsche Spieler verpflichtet, die bis auf Christian Günther alle bereits Erfahrungen in der Nationalmannschaft gesammelt haben.

Chef-Trainer ist der Rumäne Mihai Paduretu. Seine Assistenten sind Camilo Glober und Thomas Schneider. Für die medizinische Betreuung sorgen die Ärzte Thomas Stahl und Kamil Vyhnalek sowie die Physiotherapeuten Maria Kamakari und Guerino Iannucci.

Im Viertelfinale der Saison 2004/05 musste sich Unterhaching nach einem engen Duell dem späteren Vizemeister evivo Düren geschlagen geben. In der Saison 2005/06 unterlagen die Hachinger dem späteren Meister VfB Friedrichshafen im Halbfinale und belegten den vierten Platz. Das gleiche Ergebnis gab es ein Jahr später. In der Saison 2007/2008 schied man ebenfalls gegen Friedrichshafen nach zwei 1:3-Niederlagen im Halbfinale aus, konnte allerdings mit zwei Siegen gegen den Moerser SC den dritten Platz erringen.

In der Saison 2006/07 unterlagen die Hachinger im Viertelfinale dem späteren Sieger VfB Friedrichshafen. Im Achtelfinale der Saison 2007/08 besiegten sie den Aufsteiger VC Bad Dürrenberg/Spergau, verloren aber das Viertelfinale gegen die SG Eltmann und schieden somit aus. In der Saison 2008/09 erreichte die Mannschaft das Finale des DVV-Pokals und hat dieses am 8. März gegen die Mannschaft des Moerser SC mit 3:1 gewonnen.

Beim Vorrundenturnier des CEV-Pokals in der Saison 2006/07 war Unterhaching vom 5. bis 7. Januar 2007 Gastgeber. Sie konnten gegen Budvanska Rivijera Budva aus Montenegro und die Tschechen von Jihostroj České Budějovice jeweils 3:0 gewinnen, verloren aber dann das direkte Duell um den Gruppensieg gegen Tourcoing Lille Métropole und belegten hinter den Franzosen den zweiten Platz, der nicht zum Weiterkommen reichte. In der Saison 2007/08 spielten sie im gleichen Wettbewerb, der nun als Challenge Cup bezeichnet wurde. Gegen das serbische Team aus Kraljevo setzten sie sich im Entscheidungssatz durch. In der zweiten Runde verloren sie den „golden set“ gegen Aich/Dob aus Österreich. Als Bundesliga-Dritter nahmen die Hachinger auch 2008/09 am Challenge Cup teil, bezwangen zunächst Mladost Zagreb und Dunaferr Dunaujvaros, und schieden schließlich im Achtelfinale gegen Arkas Izmir aus.

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Pfarrkirche St. Korbinian (Unterhaching)

St. Korbinian

Die Pfarrkirche St. Korbinian ist eine um 1310 aus Ziegelsteinen im romanischen Baustil errichtete Kirche in Unterhaching.

Die Kirche war zunächst Teil der Hachinger Urpfarrei St. Stephan in Oberhaching. Geweiht wurde sie der Gottesmutter Maria (Zu Unserer Lieben Frau). Um 1460 wurde das Kirchenschiff verlängert, der Kirchturm erhöht und der Bau gotisiert, ab 1615 wurde er barockisiert. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts war das Gnadenbild der Heiligen Familie das Ziel einer regional verbreiteten Wallfahrt. 1835 wurde das Patrozinium auf den heiligen Korbinian geändert. In den Jahren von 1855 bis 1885 wurde der Kirchenbau renoviert und neuromanisch ausgestattet. 1922 wurde die Gemeinde zur Pfarrgemeinde erhoben. Das Kircheninnere wurde 1972/73 renoviert und neu gestaltet.

Der massig wirkende, viereckige Turm mit Satteldach ist mit der Höhe von etwa 28 Metern ein erwähnenswertes Baudenkmal und prägend für das Ortsbild.

Das Langhaus besteht aus einem Tonnengewölbe mit fünf Jochen. Es ist 20 Meter lang, 8 Meter breit und 7,8 Meter hoch. Die Stukkatur besteht aus Ornamentformen wie Perlstab, Eierstab und Kymationleisten und stammt von etwa 1615. An der Südwand finden sich zwei Wandmalereifragmente aus dem 15. Jahrhundert, an der Nordseite eines aus der Zeit um 1575. Weitere Reste von früheren Wandmalereien wurden übertüncht, um die Wirkung der Farbneugebung nicht zu beeinträchtigen. Vor dem Übertünchen wurden sie photografisch festgehalten und dokumentiert.

Er hat ein Innenmaß 6 x 5,5 Meter und ist in den Fuß des Turmes eingebaut.

Im Diözesan-Matrikel von 1738 werden zwei Glocken erwähnt. Eine davon, gegossen 1559 in München, ist heute noch erhalten. Sie wiegt sieben Zentner und ist in h1 gestimmt. Die zweite Glocke hatte einen Sprung und wurde 1704 gegen eine neue ausgetauscht. Im 18. Jahrhundert kam eine dritte Glocke hinzu, die 1831 umgegossen wurde. Die beiden jüngeren Glocken wurden 1893 gegen drei neue ausgetauscht. Diese drei Glocken wurden 1942 abgeholt und eingeschmolzen. Ersatz bekam die Kirchengemeinde 1949 mit drei Glocken in der Schlagtonfolge d1–fis1–h1.

Der Hochaltar wurde 1876 aus Holz im neuromanischen Stil geschaffen, passend zum umgestalteten Kircheninnern. Im linken Seitenaltar befand sich das Wallfahrtsbild der Heiligen Familie von 1671. Es wurde, nach Lehrer Maurer (1845), von dem "geborenen Bayern Christoph Schwarz, dem deutschen Raffael" gemalt. Die Bäuerin des Glonner Hofes in Unterhaching, Anna Hofberger, hat anlässlich einer Altarstiftung für "glückliche Errettung aus Mörderhand" das Bild 1884 überholen lassen. Im Zuge der Umgestaltung 1972 wurden die Seitenaltäre entfernt. Das Wallfahrtsbild wurde als Altarbild übernommen.

Der Altar wird flankiert von Holzfiguren aus verschiedener Zeit: dem Hl. Korbinian (um 1875), dem Hl. Georg (um 1875), dem Hl. Leonhard (2. Hälfte 17. Jh.) und dem Hl. Sebastian (um 1720).

An der Vorderseite des ehemaligen Altartisches sind Christus und die vier Evangelisten abgebildet. Der große Kreuzchristus an der linken Wand stammt aus dem frühen 18. -, die barocken Engel noch aus dem 17. Jahrhundert. An der Südwand des Altarraumes befindet sich eine Grabplatte aus Rotmarmor mit der Abbildung von Nikolaus Zellermeier, von 1614 bis 1616 Benefiziat in Unterhaching und vorher 34 Jahre lang Pfarrer in Oberhaching. Seit dem Jahre 1762 werden in der Kirche auch ‚‚authentische‘‘ Reliquien, unter anderem Partikel vom Hl. Kreuz aufbewahrt.

An der Chorwand stehen drei Holzfiguren aus der Zeit um 1515, die dem Umfeld des Meisters von Rabenden entstammen: der Hl. Silvester mit Papstkreuz, Tiara und Buch, die Hl. Katharina mit Schwert, und rechts die Hl. Barbara mit Kelch. Vorne rechts steht das Vortragskreuz (um 1725), eingerahmt von zwei alten Votivkerzen. Die linke stammt von 1817 und wurde von der Pfarrgemeinde Hohenbrunn geopfert. Die rechte wurde von der Pfarrei Oberhaching gestiftet, ist ebenfalls der Hl. Familie geweiht und dürfte aus etwa der selben Zeit stammen. Links vorne steht eine Holzfigur der Mutter Gottes als Patrona Bavariae (um 1700). Die 14 Kreuzwegbilder stammen spätestens von 1836.

Die etwa einhundert Jahre alten farbigen Fenster wurden während der Renovierung 1972 aus Stilgründen entfernt und gegen durchsichtige Fenster ausgetauscht.

Beim Abbruch der alten Empore 1972 kam hinter einer Holzbrüstung ein kunstgeschichtliches Juwel, ein spätgotisches, hölzernes Fries mit fast lebensgroßen Brustbildern von Christus und seinen zwölf Aposteln aus der Zeit um 1520, zum Vorschein.

Die erneuerte, betonierte Empore trägt die Orgel, ein Werk der Gebrüder Frosch, München, aus dem Jahre 1870.

Bis zum Jahr 1917 wurden die Toten der Gemeinde um die Kirche herum bestattet. An diese Zeit erinnern noch zwei eiserne Grabkreuze im heute baumbestandenen, ehemaligen Friedhofsgelände. Das Kirchengelände wird von einer romanischen Kirchenmauer umschlossen.

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SpVgg Unterhaching

Logo

Die Spielvereinigung Unterhaching ist ein Sportverein aus der Gemeinde Unterhaching im Landkreis München. Ihre Heimspiele trägt die Spielvereinigung Unterhaching im Generali Sportpark aus.

Der Verein bildete zunächst die Fußballabteilung im TSV Hachinger Tal. Am 1. Januar 1925 spaltete sich diese Abteilung ab und gründete unter dem Namen SpVgg Unterhaching einen eigenständigen Verein. 1933 wurde der Verein von den Nationalsozialisten wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ verboten. Nach Kriegsende wurde der Verein 1945 unter dem Vorsitz des Ökonomierats Erich Weise wieder zum Spielbetrieb zugelassen.

Am 27. Juni 1973 wurde der Unterhachinger Bürgermeister Engelbert Kupka Präsident der Spielvereinigung. 1981 stiegen die Hachinger erstmals in die Amateur-Oberliga auf, bereits 1983 nahmen sie erstmals an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teil. 1989 gelang im dritten Anlauf der Aufstieg, allerdings war die 2. Liga für die Hachinger zu stark: Sie stiegen als Tabellenletzter direkt ab, ebenso wie nach dem zweiten Aufstieg im Sommer 1992. Erfolgreicher waren die Hachinger auch diesmal erst im dritten Versuch: 1995 stiegen sie erneut auf, im ersten Jahr wurden sie Vierter, 1999 stieg der Verein in die Bundesliga auf, wo er sich zwei Jahre halten konnte. Für bundesweites Aufsehen sorgte der Verein, als er am letzten Spieltag der Saison 1999/00 Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 schlug und damit dem FC Bayern München zur Meisterschaft verhalf. Außerdem konnte man 2001 den zum letzten mal ausgetragenen DFB-Hallen-Pokal gewinnen.

Seit dem Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2001 pendelt der Club zwischen der drittklassigen Regionalliga Süd und der zweiten Bundesliga. Auf den erneuten Abstieg zum Ende der Saison 2001/02 folgte der direkte Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga; nach der Spielzeit 2006/07 stieg Haching erneut in die Regionalliga ab.

Vom 1. Juli 2004 bis 11. April 2005 war Weltmeister Andreas Brehme Teamchef der SpVgg Unterhaching, seit seinem Rücktritt leitete der ehemalige Co-Trainer Heribert „Harry“ Deutinger zusammen mit Torwarttrainer Rainer Berg das Training. Da er aber keine Trainerlizenz besaß, wurde der Österreicher Ralph Hasenhüttl als neuer Co-Trainer verpflichtet. Im Sommer 2006 bestand Deutinger in Hennef schließlich die notwendigen Prüfungen für die Trainerlizenz. Am 19. März 2007 trennte sich der Verein nach einer 0:3-Niederlage von Deutinger, der über 20 Jahre im Verein tätig war. Als Nachfolger wurde wenige Tage später Werner Lorant vorgestellt. Nach Lorants Rücktritt wurde am 15. Oktober 2007 Ralph Hasenhüttl zum Cheftrainer ernannt.

Der erfolgreichste Trainer in der Hachinger Vereinsgeschichte ist Lorenz-Günther Köstner, der den Verein 1999 in die Bundesliga und dort in der ersten Saison auf den 10. Platz führte.

Die SpVgg Unterhaching II − die zweite Mannschaft des Vereins – spielt in der Saison 2008/09 in der Regionalliga Süd. Da die Sportfreunde Siegen keine Lizenz für die Fußball-Regionalliga erhalten haben, darf der Verband mit den meisten Herrenmannschaften ein weiteres Team stellen. Da die SpVgg Bayreuth und die SpVgg Weiden ebenfalls keine Lizenz erhielten, und der FC Memmingen und die TSG Thannhausen keine Regionalligalizenz beantragten, erhielt das nächstplatzierte Team in der Tabelle, die SpVgg Unterhaching II, den Startplatz.

Die Bobsport-Abteilung wurde 1965 gegründet und hat bis heute ungefähr 50 Mitglieder. Ihr aktueller Präsident heißt Georg Wörle. Der wohl berühmteste Sportler dieser Abteilung war der bis zum 10. Oktober 2005 aktive Christoph Langen. Die Mitglieder der Mannschaft 2006/2007 sind Hartl Sanktjohanser, Matthias Adolf, Thomas Prange, Christian Reppe, Thorsten Dauth, Ingo Seibert und Mohamed Charava.

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Geothermieprojekt Unterhaching

Die Gemeinde Unterhaching verfügt über eine der modernsten geothermischen Wärme- und Stromerzeugungsanlagen Europas.

In enger Kooperation mit dem Bundesumweltministerium konnte die Gemeinde Unterhaching mittels der eigens gegründeten Geothermie Unterhaching GmbH & Co. KG das erste Geothermie-Projekt in dieser Dimension in Deutschland realisieren. Die Projektbetreuung erfolgte seitens des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Rödl & Partner.

In Unterhaching wird heißes Wasser aus ca. 3.250 m an die Oberfläche gepumpt und in elektrischen Strom bzw. Wärme umgewandelt. Insgesamt stehen 38 MWth an geothermischer Energie zur Verfügung.

Der Weg für das Projekt wurde zum einen durch eine eigens konzipierte Fündigkeitsversicherung und zum anderen durch die Förderung des Bundesumweltministeriums bereitet.

In Unterhaching wird das Verfahren zur hydrothermalen Geothermie angewendet: In einer Tiefe von ca. 3.000 - 3.500 Metern befindet sich der Malmkarst, eine wasserführenden Gesteinsschicht (Aquifer). Von dort wird das heiße Wasser zur weiteren Nutzung an die Oberfläche gepumpt. Zur Nutzung des Thermalwassers ist eine Dublettenbohrung notwendig: Ein Bohrloch wird zur Förderung des Thermalwassers und das andere zu dessen Reinjektion verwendet. Die beiden Bohrungen werden durch eine 3,5 km lange Thermalwasserleitung verbunden. Beide Bohrungen weisen ausreichende Temperaturhöhen auf.

Die Stromerzeugungsanlage wurde von der Siemens AG errichtet und kann max. 4,1 MWel elektrische Leistung (durchschnittlich 3,36 MWel) produzieren. Dadurch können bis zu 10.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Deutschlandweit wurde in Unterhaching zum ersten Mal eine Stromerzeugungsanlage nach dem Kalina-Prozess gebaut. Diese hochinnovative Technologie ist vor allem bei niedrigen Thermalwassertemperaturen vorteilhaft, da eine Stromgewinnung bereits ab 90 bis 100 °C möglich ist. Dies wird durch die Nutzung eines Ammoniak-Wasser-Gemischs erreicht, das bei wesentlich geringeren Temperaturen als z. B. reines Wasser verdampft.

Im Jahr 2006 wurde mit dem Bau des Fernwärmenetzes begonnen, welches bis Mitte 2008 eine Länge von mehr als 22 km umfasste und eine Anschlussleistung von fast 40 MW erreichte. Mit Beginn der Versorgung durch geothermische Energie (4. Oktober 2007), konnten allein in der ersten Heizperiode bis einschließlich April 2008 7.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Da Geothermie jederzeit und ohne Schwankungen genutzt werden kann, wird die Grundlast ausschließlich durch Geothermie gedeckt. In Spitzen- und Ausfallzeiten hingegen wird die Versorgung durch ein Redundanzheizwerk sichergestellt, das mit fossilen Brennstoffen betrieben wird.

Besonders in Hinblick auf die Preisentwicklung von fossilen Energieträgern wird Geothermie trotz der hohen Investitionskosten immer profitabler. In Deutschland ist Geothermie die Energieressource mit den höchsten potenziellen Wachstumsraten in den nächsten Jahren. Die Bedeutung, die dieser Energieform durch die Politik beigemessen wird, kann beispielsweise an den Fördermöglichkeiten im Rahmen des EEG und EEWärmeG abgelesen werden.

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Source : Wikipedia