Unterföhring

3.41206030155 (199)
Geschrieben von robby 11/03/2009 @ 13:09

Tags : unterföhring, bayern, deutschland

Neueste Nachrichten
Vom Ostbahnhof nach Ismaning - sueddeutsche.de
Der 1972 pünktlich zu den Olympischen Spielen in Betrieb genommene Wagen ET 420001 wird stündlich über Daglfing, Englschalking, Johanneskirchen und Unterföhring nach Ismaning fahren, wo die Fahrgäste mit einem Bahnhofsfest empfangen werden....
Unterföhring · Ordentlich gemeistert - Münchner Wochenanzeiger
Der FC Unterföhring zeigte am Ende konstant gute Leistungen und schaffte nebenbei auch noch den Sprung zum Finalturnier um den Kreissparkassenpokal. Mit einem 3:1 gegen Aschheim gelang dem FCU zum zehnten Mal in Folge der Sprung zur Runde der letzten...
Drei Verletzte durch Unfall bei Pannenhilfe - sueddeutsche.de
Schwere Verletzungen haben drei Beteiligte eines Unfalls in Unterföhring erlitten. Der Opel Corsa einer 27-Jährigen war auf der Kreisstraße Richtung Ismaning liegen geblieben. Ein Audi-Fahrer parkte sein Auto gegen die Fahrtrichtung vor dem Opel,...
Echt problematisch! Platz-, Entscheidungs- und Finanzprobleme in ... - news aktuell (Pressemitteilung)
Unterföhring (ots) - Unterföhring, 3. Juni 2009 - Nicht ohne mein eigenes Zimmer: Makler Johannes Wallow (53) soll für die Großfamilie Schiebe-Krüger in Ostfriesland ein Haus finden. Eine schwierige Aufgabe, wie sich schon bald herausstellt:...
Premiere will eigenen Namen zu Grabe tragen - FOCUS Online
Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES UNTERFÖHRING (Dow Jones)--Der Bezahlfernsehsender Premiere AG will seinen Namen ändern und rückt damit noch enger mit seinem Großaktionär News Corp zusammen. Im Juli werde ein neues Angebot unter der Marke Sky...
Sat.1: Guido Boltens Team für Unterföhring steht - DWDL.de
(22.05.2009) Der Umzug des Senders Sat.1 von Berlin nach Unterföhring führt auch zu einem umfassenden Austausch des Führungspersonals. Nun hat Guido Bolten aber sein Team beisammen, das den Sender in der Nach-Berlin-Zeit führen wird Vom einstigen...
press1.de/Akamai analysiert Cloud Computing - FOCUS Online
Akamai CER Akamai Technologies GmbH Betastraße 10b 85774 Unterföhring Agenturkontakt Akamai eloquenza pr gmbh Anja Klauck / Swantje Hagena Emil-Riedel-Str. 18 80538 München Tel.: +49 (0) 89 242038-0 Dies ist eine Mitteilung von press1.de....
Unterföhring · Elfer als Weckruf - Münchner Wochenanzeiger
Unterföhring · Der FC Unterföhring hat derzeit nur zweimal die Miniserie in Folge zu gewinnen. Mehr wurde auch nicht aus dem jüngsten Aufschwung, denn nach zwei Siegen gab es ein 0:1 (0:0) beim Tabellenzweiten TSV Eching....
Echt hochgebeamt! 6,4 Prozent Marktanteil für kabel eins im Mai ... - news aktuell (Pressemitteilung)
Unterföhring (ots) - Unterföhring, 1. Juni 2009 - Mit einem Marktanteil von 6,4 Prozent, dem besten Monatsergebnis seit Senderbestehen, machte kabel eins den Mai zum Wonnemonat. "Der Mai war ein galaktischer Monat für kabel eins! Ich freue mich sehr,...
Unterföhring · Vorn mit dabei - Münchner Wochenanzeiger
Ein nicht nachvollziehbarer Abzug am Barren, kostete dem Oberbayerischen Erstplazierten hier wertvolle Punkte. Am Reck (1. Platz) und an den Ringen (3. Platz) gehörte er in seiner Altersklasse mit zu den Besten. Im Gesamtergebnis kam Joel-Delian auf...

Unterföhring

Wappen der Gemeinde Unterföhring

Unterföhring ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München und liegt am nordöstlichen Stadtrand Münchens.

Vor der Gründung Münchens um 1158 existierte ein bedeutender Flussübergang über die Isar, die Föhringer Brücke. Unterföhring geht ebenso wie das heute zu München gehörige Oberföhring auf den Ort Föhring (Feringin) zurück, der erstmals im Jahre 807 in einer Urkunde ausgewiesen wurde. Unterföhring wurde erstmals 1180 als selbständiger Ort (inferius Feringin) urkundlich erwähnt. Später war es Bestandteil der zum Hochstift Freising zählenden ehemaligen Grafschaft Ismaning. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der gekrönte Mohr stellt einen Bischof von Freising dar, das blaue Band ist die Isar und die Ziegelsteine illustrieren die Ziegelbrennereien in Unterföhring, wo die Erde tonreich ist und zur Ziegelherstellung abgebaut wurde. Viele Felder in der Umgebung Unterföhrings liegen wegen des ehemaligen Tonabbaus tiefer als die Umgebung.

Unterföhring unterhält seit dem 26. März 1993 eine Gemeindepartnerschaft mit dem thüringischen Ort Kamsdorf und hat am 1. Juni 2008 eine Gemeindepartnerschaft mit der friaulischen Gemeinde Tarcento begonnen.

Unterföhring ist einer der wichtigsten Medienstandorte Deutschlands. Bereits in den 1950er Jahren erfolgte die Ansiedlung der RIVA Lichttechnische Betriebe. 1962 übernahmen der Bayerische Rundfunk (BR) und das ZDF die RIVA-Studios. 1972 folgte die Taurus-Film, die spätere Kirch-Gruppe. Seit 2000 findet sich hier auch der Sitz der ProSiebenSat.1 Media AG. Außerdem sind ansässig die Premiere AG und Europas größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland. Eine der größten unabhängigen Filmproduktionsgesellschaften in Deutschland, die neue deutsche Filmgesellschaft, hat hier ihren Hauptsitz. Daneben haben noch die Sender 1-2-3.tv und 9Live ihren Firmensitz in Unterföhring.

Neben Medienunternehmen sind aber auch namhafte Versicherungsunternehmen im Gewerbegebiet Unterföhring östlich der S-Bahnlinie S8 angesiedelt. Größter Arbeitgeber ist die Allianz SE mit rund 6000 Mitarbeitern, unter anderem durch ihren IT-Dienstleister ASIC Allianz Shared Infrastructure Services GmbH mit einem Großrechenzentrum und weiteren Gesellschaften des Allianz-Konzerns. In unmittelbarer Nachbarschaft hat die Swiss Re, die weltgrößte Rückversicherung, seit Dezember 2001 ebenfalls einen Standort mit ca. 580 Mitarbeitern.

Dank der vielen Unternehmen ist die Gemeinde schuldenfrei und hat sogar Rücklagen von 232 Millionen Euro angehäuft. . Das sind ca. 30.000 Euro/ Einwohner.

Die Gemeinde wird im Westen durch die Isar begrenzt. Im Bereich der Gemeinde Unterföhring finden sich außerdem der Poschinger Weiher, der Mittlere-Isar-Kanal und der Feringasee.

Seit dem 3. Juni 2008 ziert den Kreisel vor dem S-Bahnhof ein Kunstobjekt der Künstlerin Melanie Stiehl. Sie hat sich im von der Gemeinde ausgeschriebenen und mit 100.000 Euro dotierten Wettbewerb ,,Kunst und Bauen S-Bahn Unterföhring" gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt.

Die katholische Pfarrkirche St. Valentin ist ein denkmalgeschützter Barockbau, der in Oberbayern als beispielhaft gelten kann. Mehrere Renovierungen (zuletzt in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts unter dem Pfarrherrn Johannes Erzgräber) haben das barocke Kleinod wieder in einen sehenswerten Zustand versetzt. Die vorhandene Orgel soll in den nächsten Jahren durch eine angemessene Pfeifenorgel ersetzt werden und damit die Restaurierung von St. Valentin abschließen.

Das Heimatmuseum "Feringer Sach" zeigt neben der ortsgeschichtlichen Entwicklung von Unterföhring immer wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen.

Zum Seitenanfang



München

Wappen der Stadt München

München (Bairisch: Minga) ist die Landeshauptstadt und mit rund 1,3 Millionen Einwohnern gleichzeitig größte Stadt des Freistaates Bayern, die drittgrößte Stadt Deutschlands sowie die zwölftgrößte der Europäischen Union. Die Stadt ist eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Bundesrepublik und eine der prosperierendsten Städte Europas. München ist Zentrum der Metropolregion München sowie Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Oberbayern.

München bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Mit 4.313 Einwohnern je km² hat München die höchste Bevölkerungsdichte aller deutschen Großstädte.

Der höchste Punkt der Stadt ist der Warnberg im Stadtbezirk 19 mit 579 m über NN, der tiefste Punkt liegt mit 482 m über NN im nördlichen Schwarzhölzl im Stadtteil Feldmoching. Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost. Bekannte Flussinseln sind die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und die in unmittelbarer Nähe gelegene Praterinsel. Im weiteren Umland liegen zahlreiche große Seen, wie z. B. der Ammersee, Wörthsee oder der Starnberger See. Weitere Fließgewässer sind die Würm, die aus dem Starnberger See kommend den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach versickert, sowie etliche von der Isar abzweigende Münchner Stadtbäche wie der Eisbach, der Auer Mühlbach, der unmittelbar nach seiner Ableitung aus dem Isarkanal als erstes den Münchner Tierpark Hellabrunn durchfließt, und der Brunnbach. Die Stadtbäche wurden größtenteils entlang der Isar angelegt; einige durchfließen auch die Innenstadt, wobei die Bäche im Zentrum heute größtenteils unterirdisch durch Röhren geführt werden oder seit dem Bau von S- und U-Bahnlinien teilweise trockengelegt wurden. Seen im Münchner Stadtgebiet sind der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der See im Olympiagelände sowie die Dreiseenplatte (bestehend aus Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See), allesamt im Norden von München. Im Süden in der Nähe des linken Isarufers liegt der Hinterbrühler See.

Das Alpenvorland zwischen Kalkalpen und Donau, in dem sich auch München befindet, liegt auf einem tiefen Senkungsbecken, das seit Millionen von Jahren hauptsächlich aus Abtragungen der Alpen aufgefüllt wird. Im Tertiär wurden dort überwiegend Sand- und Geröllmassen durch Flüsse aus den Alpen abgelagert. Während der nachfolgenden Eiszeiten, deren letzte erst vor etwa 10.000 Jahren endete, bildeten sich im Alpenbereich große Gletscher- und Schmelzwasserströme, die im Voralpenland Moränenhügel und Schotterebenen zurückließen. Die 55 km breite Münchner Ebene, welche an den Endmoränen des Isarvorlandgletschers ansetzt, ist eine schiefe Ebene mit einem Höhenunterschied von 300 Metern zwischen Holzkirchen im Süden und Moosburg in Norden, deren Oberflächenformen in erster Linie durch den würmeiszeitlichen Schotter gebildet werden. Allein in München beträgt der Höhenunterschied zwischen dem höchsten Punkt der Stadt (Warnberg im Süden) und dem äußersten Norden des Stadtgebiets gut 100 Meter. Im Süden der Ebene sind die Flüsse, insbesondere die Isar, tief eingeschnitten. Auf diesen Schotterböden findet man wie im Süden von München vermehrt Wälder, wie den Perlacher Forst und den Forstenrieder Park, auch weil der Grundwasserspiegel hier relativ tief liegt. Im Norden der Stadt dagegen, wo sich der Grundwasserspiegel nahe der Oberfläche befindet, liegen große Niedermoore, wie das Dachauer Moos im Nordwesten und das Erdinger Moos im Nordosten.

Im Bereich des Bezirks 22 entsteht derzeit der neue Stadtteil Freiham.

Die Stadt München liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach München. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht – und insbesondere auch der berühmte bayerisch-blaue Himmel – so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind. Die bisher höchste, offiziell vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur in der offiziellen DWD-Wetterstation in München-Nymphenburg war 35,8 Grad Celsius. München wurde auch schon durch seine Lage im gewitterintensivsten Bundesland Bayern von heftigen Unwettern betroffen. Am bemerkenswertesten ist hier das Hagelunwetter vom 12. Juli 1984, bei dem Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Mrd. Euro entstanden. München ist durch die Nähe zu den Alpen auch die schneereichste Großstadt Deutschlands.

Eine Auswertung der Wetterstatistiken hat ergeben, dass der südliche Teil der Stadt am sonnigsten ist. Der nördliche hat mehr Nebel. Der westliche ist trockener als der östliche. Dies ist grundsätzlich auch eine Folge der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt, die ein entsprechendes Kleinklima generieren, sowie eine Trennung der Stadt in Ost-Westrichtung durch die Isar.

1852 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Danach stieg die Einwohnerzahl stark an, so dass 1883 in München bereits 250.000 Menschen lebten. Bis 1901 verdoppelte sich diese Zahl dann auf etwa 500.000. Damit war München nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt im Deutschen Reich geworden. 1933 stieg die Bevölkerungszahl auf 840.000 und 1957 auf über eine Million. Einen ersten Höhepunkt in der Einwohnerzahl gab es im olympischen Jahr mit 1.338.924 am 31. Dezember 1972.

Danach gab es einige Auf und Abs in der Einwohnerentwicklung; jedoch hat sich etwa ab dem Jahr 2000 wieder ein stabiler Aufwärtstrend etabliert. Derzeitige Prognosen gehen von einer Fortführung dieses Trends aus und prophezeien einen Anstieg in den nächsten Jahrzehnten auf 1,4–1,6 Millionen Einwohner.

In der Planungsregion München leben ca. 2,6 Millionen, in der Metropolregion München ca. 4,65 Millionen Menschen.

Die größten Gruppen der melderechtlich in München registrierten Ausländer kamen am 31. Dezember 2007 aus der Türkei (42.662), Kroatien (24.646), Griechenland (21.870), Österreich (21.466), Italien (21.627), Bosnien und Herzegowina (16.502), Polen (15.118), Serbien (10.886), Irak (8.139), Frankreich (7.403), Russland (5.597), USA (5.570) und Ukraine (5.387).

Der Münchner Dialekt gehört der Mittelbairischen Mundart an und ist durch den starken Zuzug aus anderen Gebieten vom Aussterben bedroht. Wie das bayerische Kultusministerium im Januar 2001 im Landtag mitteilte, ist die Mundart der Landeshauptstadt den Einwohnern unter 20 Jahren bereits fremd.

Da Oberbayern wie der ganze südbayerische Raum historisch katholisch geprägt ist, ist die Römisch-katholische Kirche auch in München stark vertreten. Hier ist auch der Sitz des Erzbistums München und Freising. Im Dezember des Jahres 2006 waren 39,4 % der Einwohner katholisch, 14,3 % evangelisch und etwa 46 % gehörten anderen Konfessionen bzw. Religionen an oder waren konfessionslos. Auch eine alt-katholische Pfarrgemeinde ist in München ansässig.

Der zweite Ökumenische Kirchentag wird vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfinden.

München hat auch eine jüdische Gemeinde mit etwa 9.700 Mitgliedern, von denen heute die meisten osteuropäischer Herkunft (Ukraine und Russland) sind, sowie eine kleinere liberal-jüdische Gemeinde.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist in München mit vier Gemeinden in zwei Gemeindehäusern vertreten, ebenso auch die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas mit mehreren Versammlungen.

2005 wurde unter dem Schlagwort Sendlinger Moscheenstreit die Kontroverse um ein Neubauprojekt für eine Moschee bundesweit bekannt.

Keimzelle Münchens ist das Petersbergl; hier gab es vor der Stadtgründung eine Niederlassung von Mönchen aus dem Kloster Schäftlarn. Da es keine annähernd bestimmbare Zeitangabe der ersten Besiedlung gibt, wurde als Gründungsjahr Münchens das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung festgesetzt. München wurde 1158 zum ersten Mal als Villa Munichen urkundlich in einem in Augsburg ausgestellten Dokument erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen, Heinrich der Löwe, nahe dieser Mönchssiedlung rund um die Peterskirche eine Brücke über die Isar am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln errichtet hatte. Durch einen Gewaltstreich hatte Heinrich dabei die weiter nördlich gelegene Brücke des Bischofs von Freising bei Oberföhring zerstört, um selbst vom reichen Salzhandel nach Augsburg zu profitieren. Mit der Brücke, und damit dem Salzhandel, erhielt München durch einen Schiedsspruch das Markt-, Münz- und Zollrecht von Kaiser Barbarossa auf einem Augsburger Reichstag zugesprochen. Die Freisinger Bischöfe waren jedoch auch danach proportional an den Erträgen beteiligt und erhoben bis Mitte des 19. Jahrhunderts Gebühren für die Nutzung der Isarbrücke.

Bereits knapp zwanzig Jahre später, im Jahre 1175, wurde München der Stadtstatus gewährt und die erste Befestigungsanlage errichtet. Als Heinrich 1180 vom Kaiser geächtet wurde, fiel Bayern an die Wittelsbacher und München an den Bischof von Freising. 1240 kam auch München in Wittelsbacher Besitz und wurde bereits 1255 nach der ersten Landesteilung herzogliche Residenz.

Seit 1314 war Herzog Ludwig IV. deutscher König, seit 1328 auch Kaiser, und München wurde als seine Residenz durch einen neuen zweiten Mauerring erheblich erweitert. Seit dieser Zeit sind die Farben Münchens die Farben des alten Reiches: Schwarz und Gold. Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Aufständen der Bürgerschaft gegen die Herzöge, die daraufhin ihren Regierungssitz vom Alten Hof in die neue Residenz am Stadtrand verlegten. Wegen der Bedrohung durch die Hussiten wurde 1429 die Stadtbefestigung durch einen äußeren Mauerring verstärkt. 1442 wurden die jüdischen Bürger aus der Stadt vertrieben. Im Jahre 1468 wurde der Grundstein zur neuen Marienkirche „Frauenkirche“ gelegt, deren Bau nur zwanzig Jahre dauerte.

Nachdem München in der Spätgotik eine neue kulturelle Blütezeit erlebt hatte, wurde die Stadt 1506 mit der Wiedervereinigung des Landes durch Albrecht IV. Hauptstadt von ganz Bayern. Danach ging der Einfluss der Bürgerschaft mehr und mehr zurück, die Wittelsbacher bestimmten fortan die Entwicklung der Stadt. München wurde unter der Herrschaft von Wilhelm IV. und Albrecht V. ein Zentrum der Renaissance, aber auch der Gegenreformation. 1589 wurde das Hofbräuhaus durch Wilhelm V. gegründet.

Unter Herzog Maximilian I. von Bayern wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt, musste aber 1632 die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. München musste ein hohes Lösegeld bezahlen und Geiseln stellen, um seiner Zerstörung zu entgehen. Wenig später brach die Pest aus und tötete ein Drittel der Bevölkerung. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs 1648 erholte sich die Stadt aber schnell und öffnete sich unter Kurfürst Ferdinand Maria dem italienischen Barock.

1704 kam München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. Emanuel mit Frankreich verbündet hatte. Ein Aufstand der Bürger und Bauern wurde in der Sendlinger Mordweihnacht blutig beendet. Nach der Kaiserkrönung von Kurfürst Karl Albrecht besetzten habsburgische Truppen 1742 für zwei Jahre erneut die Stadt. Maximilian III. Joseph gab die Großmachtspolitik seiner Vorgänger auf und widmete sich inneren Reformen, so wurde die Bayerische Akademie der Wissenschaften 1759 in München gegründet. 1789 erfolgte auf Befehl Karl Theodors die Anlage des Englischen Gartens in den Isarauen und wenig später wurde die mittelalterliche Stadtbefestigung geschleift.

Obwohl München bereits 1328 kaiserliche Residenzstadt wurde, begann der Aufstieg zur Großstadt erst 450 Jahre später. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München rapide, was 1806 noch beschleunigt wurde, als München die Hauptstadt des napoleonischen Königreichs Bayern wurde. Hatte München 1700 gerade einmal 24.000 Einwohner, so verdoppelte sich die Bewohnerzahl bald alle 30 Jahre, sodass 1871 170.000 Menschen in München lebten und 1933 840.000.

Unter der Regierung von König Ludwig I. von Bayern (1825–1848) wurde München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Die Klassizisten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner gestalteten die Ludwigstraße, den Königsplatz und die Erweiterung der Residenz. Ludwigs Sohn Max II. (1848–1864) förderte insbesondere die Geisteswissenschaften, trat aber ebenfalls als Bauherr hervor, im neuen, an die englische Gotik erinnernden „Maximilianstil“, entstanden unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße, heute eine der exklusivsten und teuersten Einkaufsstraßen des Kontinents. Unter seinem Bruder Prinzregent Luitpold (1886–1912) erlebte München dann einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem die Prinzregentenstraße und das Prinzregententheater. Schwabing erlebte um die Jahrhundertwende eine Blüte als Künstlerviertel, in dem zahlreiche bedeutende Literaten und Maler der Zeit verkehrten. 1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Die Jugend erstmals herausgegeben, die namensgebend für den Jugendstil wurde. 1911 wurde die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter gegründet. In seiner Erzählung Gladius Dei hat Thomas Mann für diese Epoche das geflügelte Wort „München leuchtet“ geprägt.

1916, während des Ersten Weltkrieges wurde München bei drei französischen Luftangriffen durch Bomben getroffen, die aber keine großen Schäden anrichteten. Die sich verschlechternde Versorgungslage dagegen stellte ein großes Problem für die Bevölkerung dar. Nach dem Ende des Krieges scheiterte 1919, kurz nachdem die Monarchie abgeschafft wurde, in München eine kommunistische Revolution (siehe: Münchner Räterepublik). In den folgenden Jahren wurde München zunehmend eine Brutstätte für nationalsozialistische Aktivitäten. 1923 scheiterte der Marsch Hitlers auf die Feldherrnhalle, und damit auch der Hitlerputsch. München blieb jedoch stets der Sitz der NSDAP und erhielt 1935 von Hitler den Titel „Hauptstadt der Bewegung“. 1933 wurde München, wie viele andere Städte nach der Machtergreifung, offiziell gleichgeschaltet. Die Stadt sollte großflächig umgebaut werden, zuständiger Architekt war Hermann Giesler. 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen, das den Anschluss des Sudetenlands an das Deutsche Reich festlegte. Wie alle großen deutschen Städte wurde München durch alliierte Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg stark getroffen. Bis Kriegsende wurde die historische Altstadt zu 90 % und die Stadt insgesamt zu 50 % zerstört. Schätzungen zufolge fanden etwa 6.000 Menschen den Tod und etwa 15.000 wurden verletzt.

Nach dem weitgehend am historischen Stadtbild orientierten Wiederaufbau entwickelte sich München nach dem Zweiten Weltkrieg zum High-Tech-Standort, außerdem siedelten sich zahlreiche Unternehmen der Dienstleistungsbranche an, so zum Beispiel Medien, Versicherungen und Banken. Auch der Tourismus erlebte in der an bedeutenden Museen (z. B. Alte, Neue und Pinakothek der Moderne, Deutsches Museum) und Sehenswürdigkeiten reichen Stadt einen Aufschwung.

Im Jahre 1972 war München Gastgeber der XX. Olympischen Sommerspiele, die durch eine Geiselnahme palästinensischer Terroristen überschattet wurden, in deren Verlauf alle Geiseln, mehrere Palästinenser und ein Polizist ums Leben kamen. Für die Spiele wurde der Öffentliche Nahverkehr mit U- und S-Bahnen massiv ausgebaut, die teilweise weit ins Umland hineinreichen. Teile der Innenstadt wurden in dieser Zeit zu einer Fußgängerzone umgestaltet.

Der vor den Toren Münchens gelegene neue Flughafen München Franz Josef Strauß wurde 1992 eröffnet, während der bisherige Flughafen München-Riem zeitgleich geschlossen wurde. Auf dessen Gelände entstand später die Messestadt Riem mit dem Riemer Park, der 2005 im Rahmen der BUGA 2005 eröffnet wurde.

Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Landtages und der bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern und des Landkreises München. Daneben ist München Sitz nationaler und internationaler Staatsorgane, wie beispielsweise des Bundesfinanzhofs und des Europäischen Patentamts.

Traditionell dominieren vor allem in der Kommunalpolitik, in geringerem Maß auch in der Bundes- und Landespolitik in München die Mitte-Links-Parteien, was in Bayern eher selten ist. So war das einzige von der SPD gewonnene Direktmandat in Bayern bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 der Wahlkreis München-Nord.

Seit 1993 wird München von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert. Ihm zur Seite stehen die 2. Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) sowie der 3. Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne). Seit 1996 wird der Münchner Stadtrat von einer Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Rosa Liste geführt.

Das Wappen der Stadt München zeigt in Silber einen Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Bei dem heutigen Stadtwappen handelt es sich um das so genannte „kleine Wappen“, das 1957 vom Stadtrat festgelegt wurde. Das so genannte „große Wappen“ zeigt in Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. Im amtlichen Verkehr wird das große Wappen nicht mehr verwendet.

Aus dem Mönch im Wappen entwickelte sich im Laufe der Zeit das Münchner Kindl.

Die Münchner Stadtfarben sind seit der Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern die Farben des Alten Reichs: Schwarz und Gold.

Der Marienplatz gilt als der Mittelpunkt Münchens und liegt, umgeben von dem Neuen und dem Alten Rathaus, mitten im Zentrum der Altstadt. Wenige Schritte davon liegt die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt, deren erster Bau noch aus der Romanik stammte. Heute steht ein gotischer Neubau, der im Inneren barockisiert wurde. Seit dem Abbruch der St.-Jakobs-Kirche 1955 gibt es in der Innenstadt kein romanisches Bauwerk mehr, mehrere im Kern romanische Kirchen in den einstigen Vororten haben sich jedoch erhalten, so Hl. Kreuz in Fröttmaning mit seinem Fresko. Bemerkenswert ist auch eines der seltenen romanischen Kruzifixe in der Kirche Heilig Kreuz des Stadtteils Forstenried.

Aus der Zeit der Gotik dagegen haben sich neben der Peterskirche viele Bauwerke erhalten. Von der einstigen Stadtbefestigung stammen das Isartor, das Sendlinger Tor, das Karlstor und der Löwenturm am Rindermarkt. Die wichtigsten Profanbauten der Gotik sind der Alte Hof, das Alte Rathaus mit seinem Tanzsaal sowie das Zeughaus, das heute ein Teil des Stadtmuseums ist. Das Wahrzeichen der Stadt ist die nahe dem Marienplatz gelegene gotische Frauenkirche mit ihren zwei markanten Türmen. Eine weitere gotische Hallenkirche ist die in der Barockzeit umgestaltete Heiliggeistkirche am Viktualienmarkt. Erhalten haben sich auch die spätgotischen Friedhofskirchen der Frauenkirche und von St. Peter, die Salvatorkirche und die Heiligkreuzkirche. In der einstigen Augustinerkirche befindet sich heute das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum.

Auch in den Stadtteilen haben sich mehrere gotische Kirchen erhalten, so die Schlosskapelle von Schloss Blutenburg und die Filialkirche St. Wolfgang in Pipping. Die Burg Grünwald ist die einzige mittelalterliche Burg, die in der näheren Umgebung von München bestehen blieb.

War die Architektur der spätmittelalterlichen Stadt in erster Linie noch durch die bürgerliche Kunst geprägt, so bestimmte mit der Wiedervereinigung Bayerns mehr und mehr der Hof die architektonische Entwicklung der Stadt. Bedeutende Bauwerke der Renaissance sind insbesondere die Michaelskirche, die größte Renaissancekirche nördlich der Alpen, die sich daran anschließende Alte Akademie, der Innenhof der Alten Münze sowie einige Trakte der Residenz. Von der Maxburg, einem Stadtpalast der Renaissance, hat sich nur der Turm erhalten. Das in der Renaissancezeit gegründete Hofbräuhaus befindet sich heute in einem Bau des 19. Jahrhunderts am Platzl.

Früheste Barockkirche der Stadt ist die heute säkularisierte Karmelitenkirche, noch in der Tradition einheimischer Bauhütten entstanden. Mit dem Bau der Theatinerkirche (St. Kajetan) zog dann der italienische Barock in München ein, der für mehrere Jahrzehnte bestimmend wurde, bis die französisch geschulten Architekten Joseph Effner und François de Cuvilliés Hofbaumeister wurden. Zahlreiche weitere Kirchen aus der Barockzeit sind in der Stadt zu finden, so die Bürgersaalkirche und die Dreifaltigkeitskirche, darüber hinaus mehrere Adelspaläste, insbesondere das Palais Porcia, das Alte und das Neue Preysing Palais sowie das Palais Holnstein, die heutige Residenz des Erzbischofs. Hauptwerke des süddeutschen Barocks sind auch die Schlösser Nymphenburg und Schleißheim. Wesentlich kleiner ist das gleichzeitig entstandene Schloss Fürstenried im Südwesten der Stadt.

Nahe dem Sendlinger Tor liegt die Asamkirche, die im Inneren in prunkvollem Spätbarock gestaltet wurde. Mit St. Anna im Lehel entstand die erste Rokokokirche Bayerns. Die bedeutendste Rokokokirche außerhalb der Innenstadt ist St. Michael in Berg am Laim. Prunkstücke des Rokoko sind auch die Amalienburg im Nymphenburger Schlosspark und das Cuvilliés-Theater in der Residenz.

Mit dem Nationaltheater nahe der Residenz entstand ein Hauptwerk des Klassizismus. Von der Residenz führen auch die vier großen von den Bayerischen Königen angelegten Prachtstraßen in die Stadtteile. Insbesondere König Ludwig I. griff bereits als Kronprinz in die Planungen ein. Durch seine Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner ließ er zahlreiche klassizistische Prachtbauten errichten.

Nach Westen Richtung Nymphenburg führt die von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gezeichnete Brienner Straße, unterbrochen vom sternförmigen Karolinenplatz mit seinem Obelisken und dem Königsplatz mit dem Prachttor der Propyläen und der Glyptothek. Von der lockeren frühklassizistischen Bebauung hat sich unter anderen das Almeida Palais erhalten.

Nach Norden Richtung Schwabing entstand die Ludwigstraße zwischen Feldherrnhalle und Siegestor. An ihr liegen die Bayerische Staatsbibliothek, die Ludwigskirche und die Ludwig-Maximilians-Universität. Etwa gleichzeitig entstand an der Theresienwiese die Bavaria vor der Ruhmeshalle.

Südlich der Residenz, vor der Oper, beginnt die in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Paradestraße gestaltete Maximilianstraße. Sie führt von der Altstadt nach Osten über die Isar in Richtung des Maximilianeums, dem Sitz des bayerischen Landtages. Hier liegen auch das später im Jugendstil umgestaltete Münchner Schauspielhaus, das Regierungsgebäude von Oberbayern und das Völkerkundemuseum. Heute ist sie eine luxuriöse Einkaufsmeile.

Schließlich entstand die vom frühklassizistischen Prinz-Carl-Palais am Hofgarten nach Osten führende Prinzregentenstraße, an der das Nationalmuseum, die Schackgalerie, die Villa Stuck und das Prinzregententheater liegen. An ihrer Isarterrasse befindet sich der Friedensengel.

Von den Konstruktionen aus Glas- und Eisenmaterial, die zu ihrer Entstehungszeit Mitte des 19. Jahrhunderts als technische Meisterwerke galten, hat sich die Schrannenhalle am Viktualienmarkt teilweise erhalten, während der Glaspalast 1931 abbrannte. Seit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden viele Kirchen und Prachtbauten des Historismus, so das neugotische Neue Rathaus am Marienplatz, St. Paul, der neubarocke Justizpalast am Stachus, das Armeemuseum am Hofgarten (heute befindet sich hier die Bayerische Staatskanzlei) und die im Neurenaissancestil erbaute Akademie der Bildenden Künste in Schwabing. Dort liegen auch noch mehrere Wohnhäuser im Jugendstil.

Unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig, befindet sich in der Au mit dem nach vierjähriger Bauzeit 1901 eröffneten und im Jugendstil ausgestatteten Müllerschen Volksbad das älteste öffentliche Hallenbad Münchens.

In München finden sich ca. 1.200 Brunnen, davon ca. 700 städtische. Der älteste ist der Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Weitere markante Brunnen sind insbesondere der Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz und der Vater-Rhein-Brunnen auf der Museumsinsel, beides Werke von Adolf von Hildebrand.

Die Borstei ist eine denkmalgeschützte Wohnsiedlung im Stadtteil Moosach, die zwischen 1924 und 1929 erbaut wurde.

Von den Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus haben sich unter anderem das Haus der Kunst und die Parteigebäude am Ostrand des Königsplatzes erhalten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Münchener Gebäude in 66 Luftangriffen stark beschädigt oder gar zerstört. Nur 2,5 % der Gebäude blieben unversehrt und fast die Hälfte der Baumasse wurde vernichtet. Besonders stark betroffen war die Bahnhofsgegend, die Altstadt und Schwabing. Fast alle historischen Gebäude, die heute das Münchener Stadtbild prägen, wurden nach dem Krieg wieder aufgebaut, nach alten Plänen rekonstruiert oder im Stil der Altstadt neu gebaut.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden nur vereinzelt bedeutsame Beispiele moderner Architektur, die teilweise sogar wieder abgerissen wurden wie etwa das spektakuläre Landesversorgungsamt der Brüder Luckhardt im Jahr 1989. Seit den 1990er Jahren erfasste die Stadt jedoch eine zweite Gründerzeit, die zunehmend anspruchsvollere Architektur hervorbrachte. Als gelungenstes sakrales Bauwerk gilt die Herz-Jesu-Kirche. Bedeutsame Beispiele moderner Architektur in München sind vor allem auch die Sportstätten (siehe unten).

Die relativ wenigen Hochhäuser, die sich München genehmigt hat, liegen bis auf das Alte Technische Rathaus aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts außerhalb der Innenstadt. Architektonisch am interessantesten sind das BMW-Hochhaus am Olympiapark, neben dem die futuristische BMW Welt im Oktober 2007 eröffnet wurde, sowie das Hypo-Haus im Arabellapark und die im Norden von Schwabing gelegenen Highlight Towers. Das auf unbestimmte Zeit mit 146 m höchste Hochhaus der Stadt ist das Uptown München.

Am 9. November 2006 wurde das neue Jüdische Zentrum am St.-Jakobs-Platz in der Innenstadt eröffnet – ein Ensemble aus neuer Hauptsynagoge Ohel Jakob, dem Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde München und dem städtischen Jüdischen Museum (eröffnet am 22. März 2007). Es ist das größte jüdische Zentrum Europas und beherbergt erstmals alle jüdischen Einrichtungen der Israelitischen Kultusgemeinde an einem Ort – mitten im Zentrum der Stadt. Entworfen wurde das Ensemble von den Architekten Wandel Hoefer Lorch, die auch schon die Dresdner Synagoge umgebaut haben. Herausstechendstes Merkmal des Ensembles sind die verschieden bearbeiteten Außenwände aus hellem Travertinstein, die besonders an der Hauptsynagoge an die Klagemauer in Jerusalem erinnern sollen.

Auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus neben dem Maximiliansplatz befindet sich seit 1985 das Denkmal für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft, eine Säule mit ewiger Flamme, des Bildhauers Andreas Sobeck. Es ist allen Opfern der NS-Gewaltherrschaft gewidmet. Schräg gegenüber befand sich die Gestapo-Zentrale, in der Tausende Gegner des Regimes gefoltert wurden. Im Stadtteil Neuhausen auf dem Platz der Freiheit wird aller Opfer im Widerstand gegen das NS-Gegime gedacht. Im Stadtteil Harlaching auf dem Isar-Hochufer Harthauser Straße/Ecke Holzkirchner Straße erinnert ein Gedenkstein an alle Widerstandskämpfer und Verfolgten im "Dritten Reich". Im Rathaus Marienplatz 8 Erster Stock werden auf einer Gedenktafel für die Kriegsopfer auch die Opfer politischer Verfolgung genannt. Auf dem Friedhof am Perlacher Forst sind in einem KZ-Ehrenhain 4.092 Opfer der NS-Diktatur beigesetzt, woran ein Gedenkstein erinnert. Im Stadtteil Giesing am Krematorium des Ostfriedhofs St.-Martin-Straße/Eingang S-Bahnhof bekundet eine Stele den Opfern unter den politischen Widerstandskämpfern ehrendes Gedenken. Beim Gräberfeld 68 des gleichen Friedhofs wird neben "den Toten der Revolution 1919" der Opfer des Widerstands 1933-1945 gedacht.

Im Stadtteil Schwabing wurde auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der Universität mit dem "Scholl-Brunnen" sowie einem Tonkachel-Denkmal von Robert Schmidt-Matt im Kopfsteinpflaster den Widerständlern aus christlicher Verantwortung ein eigenwilliges Gedenken errichtet. Eine Wandtafel aus dem Jahr 1958 am Universitätsgebäude nennt im Gedenken die Namen der sieben Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Im Hörsaal 13 der Universität ehrt eine Gedenktafel die "Weiße Rose" mit einem Zitat von Seneca. Eine Gedenktafel von 1993 im Foyer des Justizpalastes gedenkt der sechs Mitglieder, die in diesem Gerichtsgebäude verurteilt worden waren, mit einem Zitat aus dem Schlußwort von Kurt Huber. In der Franz-Joseph-Straße 13 erinnert eine Gedenktafel daran, dass in diesem Haus die Geschwister Scholl von Juni 1942 bis zu ihrem Tod im Februar 1943 gewohnt haben. Am Haus Mandlstraße 28 berichtet eine Tafel davon, dass hier Willi Graf bis zu seiner Verhaftung durch die Gestapo wohnte. Eine Gedenkstätte in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim kann besucht werden, wo die Hinrichtungen von Regimegegnern durchgeführt wurden. Auf dem Friedhof am Perlacher Forst Stadelheimer Straße enthält ein Ehrenhain auch die Grabstätten der Mitglieder "Weißen Rose". Ein Gedenkstein auf dem Waldfriedhof in Fürstenried ist dem Hochschullehrer Kurt Huber gewidmet.

Auf dem Friedhof Perlacher Forst befinden sich die Gräber und die dazu gehörigen Erinnerungsmale für Tausende Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppt wurden. Eine Gedenktafel an der Stielerschule Ecke Stielerstraße/Bavariaring erinnert seit 1988 an KZ-Häftlinge, die u.a. bei Bombensuchkommandos den Tod fanden. Bronzeplastiken in Allach an der Ecke Eversbusch/Höcherstraße sowie in Pasing beim Bahnhofsplatz, und in Oberschleißheim halten das Gedenken an den Todesmarsch der 6.887 Gefangenen wach, die im April 1945 aus dem KZ Dachau von SS-Mannschaften nach Süden getrieben wurden und von denen jeder zweite ums Leben kam.

In Milbertshofen Ecke Knorr-/Troppauer Straße erinnert eine baumähnliche Bronzepastik an das Judenlager Milbertshofen. An der Knorrstraße 148, einer Durchgangsstation in die Vernichtungslager, wurden in 18 Baracken 4.000 Menschen untergebracht und für Zwangsarbeit eingesetzt. Ein weiteres Denkmal am Kloster St. Michael neben der Barockkirche Berg am Laim aus dem Jahr 1987 erinnert an das Sammellager für 350 jüdische Menschen, die hier bis zu ihrer Deportation zusammengepfercht untergebracht waren. Am Standort der ehemaligen Hauptsynagoge an der Ecke Maxburgstraße/Herzog-Max-Straße weist ein Gedenkstein auf den Abriss dieses Gotteshauses hin, der bereits im Juni 1938 erfolgte. Über einem Restaurant in der Herzog-Rudolf-Straße 1 informiert eine Wandtafel darüber, dass an dieser Stelle die orthodoxe Synagoge Ohel Jakob beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern niedergebrannt wurde. Am Eingang der Kinderklink Lachnerstraße 1 erinnert eine Gedenktafel an Dr. Julius Spanier, der als einziger Überlebender aus dem KZ Theresienstadt zurückkehrte, wohin die 45 Patienten der Israelitischen Privatklinik und des jüdischen Kranken- und Schwesternheims 1942 deportiert worden waren. Im Institut für Internationales Recht Veterinärstraße 5 ehrt eine Gedenktafel den jüdischen Wissenschaftler Prof. Karl Neumeyer und dessen Frau, die von der NS-Diktatur in den Freitod getrieben wurden. Auf dem alten Jüdischen Friedhof im Stadtteil Thalkirchen, Thalkirchener Straße 240, befinden sich neun Gräber jüdischer Bürger, deren Grabdenkmäler an die dort Ruhenden erinnern, die der Shoa zum Opfer fielen. Auf dem neuen Jüdischen Friedhof im Stadtteil Schwabing, Garchinger Straße 37 wird auf den Grabsteinen und mit einem großen Denkmal neben der Friedhofshalle der zahlreichen Opfer der Verfolgung gedacht.

Der Platz "Münchner Freiheit" im Stadtteil Schwabing und eine Gedenktafel ehren seit 1946 die Mitglieder der "Freiheitsaktion Bayern" für ihren mutigen Widerstand. Im Innenhof des Landwirtschaftsministeriums in der Maxvorstadt Ludwigstraße 2 wird an fünf Mitglieder der "Freiheitsaktion Bayern" erinnert, die noch im April 1945 ermordet wurden: Hans Scharrer, Günther Caracciola-Delbrück, Maximilian Roth, Harald Dohm und Hans Quecke. Der Erich-Mühsam-Platz an der Kreuzung der Clemens-, Wilhelm- und Siegfriedstraße ehrt Erich Mühsam, den Schriftsteller und zugleich Mitglied der Räteregierung von 1918, der im Jahr 1934 im KZ Oranienburg ermordet wurde. An seinem Wohnhaus im Stadtteil Schwabing, Schellingstraße 78, wird mit einer Gedenktafel an den sozialdemokratischen Widerstandskämpfer der Gruppe "Neu Beginnen" Hermann Frieb erinnert, der 1943 im Gefängnis Stadelheim ermordet wurde. Nach ihm ist auch die Realschule in der Hohenzollernstraße 140 benannt. Auf dem Nordfriedhof ehrt seit 1993 eine Gedenkstätte die SPD-Reichstagsabgeordnete Antonie Pfülf, die 1933 in den Freitod ging. Im Stadtteil Haidhausen wird in der Rosenheimerstraße zwischen Gema-Gebäude und Kulturzentrum Gasteig an den Arbeiter Georg Elser erinnert, der 1939 ein fehlgeschlagenes Attentat gegen Hitler verübte und 1945 im KZ Dachau ermordet wurde. Die "Johann-Schmaus-Straße" im Stadteil Neuhausen ehrt seit 1987 Johann Schmaus und seinen Sohn Anton, die 1933 der "Köpenicker Blutwoche" zum Opfer fielen. Im Stadteil Pasing erinnern die Nimmerfallstraße und die Franz-Stenzer-Straße an den Landtagsabgeordneten Hans Nimmerfall, der 1934 im KZ Dachau sein Leben verlor, sowie an den SPD-Reichstagsabgeordneten Franz Stenzer, der bereits 1933 dort ermordet wurde.

In der Neuberghauser Straße des Stadtteils Bogenhausen wird mit einem Denkmal an den Jesuiten Alfred Delp erinnert, der im Widerstand des "Kreisauer Kreises" mitwirkte und 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet wurde. Am Bogenhauser Kirchplatz 1 wird sowohl des Paters Delp als auch der Widerstandskämpfer des 20. Juli mit einer Gedenktafel erinnert: Hermann Joseph Wehrle, Ludwig Freiherr von Leonrod und Franz Sperr. Eine Gedenktafel an der Kirche St. Georg ehrt Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim. Am Ordenhaus St. Michael in der Maxburgstraße 1 informiert eine Gedenktafel über Widerstand und Tod des Priesters Rupert Mayer. Auch im Justizpalast, wo er vor Gericht stand, wird an den aufrechten Theologen erinnert. Die "Edith-Stein-Schule" erinnert mit ihrem Namen und einer Bronzeskulptur an die Karmeliternonne Edith Stein.

Auf dem Waldfriedhof Fürstenried wurden die sterblichen Überreste der in der "wilden Kindereuthanasie" und durch mißbrauchte medizinische Forschung ums Leben gebrachten Menschen begraben und ihrer mit einem Gedenkstein gedacht.

Den Deserteueren aller Kriege ist ein Denkmal gewidmet, das der Künstler Stefan von Reiswitz 1987 vorgestellt hat. Seine Errichtung steht noch aus.

Im Norden der Stadt liegt der für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtete Olympiapark. Das architektonisch sehenswerte Ensemble aus Olympiastadion, Olympia-Schwimmhalle und Olympiahalle ist besonders wegen der gewagten Zeltdachkonstruktion, die sich in die Hügellandschaft des umgebenden Parks hervorragend einpasst, weltberühmt. Hier steht auch der bereits 1968 eröffnete, 291 m hohe Olympiaturm und das bereits 1967 eröffnete Olympia-Eisstadion.

Allianz-Arena Als weitere bedeutende Sportstätte neben dem Olympiapark wurde im Mai 2005 die am Nordende der Stadt gelegene Allianz Arena eröffnet, in der die Heimspiele der Fußballer des FC Bayern München und des TSV 1860 München stattfinden. Die 69.000 Zuschauer (international 66.000 Sitzplätze) fassende Arena war Austragungsort des Eröffnungsspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sowie weiterer Spiele.

Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße Die traditionsreichste und älteste größere Sportstätte in München ist jedoch das städtische Stadion an der Grünwalder Straße, welches im Volksmund aber nur „das Sechzger“ genannt wird. Im Jahr 2005 spielte dort noch die Profimannschaft des TSV 1860 München; seit dem Umzug in die Allianz Arena wird das Stadion nur für Jugend- und Amateurmannschaften genutzt.

Städtisches Stadion an der Dantestraße Ein weiteres großes Sportstadion ist das städtische Stadion an der Dantestraße.

Die älteste Gartenanlage ist der Hofgarten aus der Renaissancezeit mit dem Dianatempel. Nordöstlich schließen sich der Finanzgarten und der seit 1789 gestaltete Englische Garten an, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 4,17 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Im Westen der Altstadt am Stachus befindet sich der Alte Botanische Garten, in dem bis zu seiner Zerstörung durch Feuer der Glaspalast stand. Erhalten hat sich das klassizistische Eingangstor von Herigoyen mit einer von Johann Wolfgang Goethe eigens verfassten Inschrift.

Der Schlosspark Nymphenburg entstand im Westen von Schloss Nymphenburg im französischen Stil. Im 19. Jahrhundert wurde er bis auf das „Grand Parterre“ in einen englischen Landschaftspark verwandelt. Nördlich schließt sich der Botanische Garten an. Südöstlich von Nymphenburg liegt der ehemals kurfürstliche Hirschgarten. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim, neben Herrenhausen ist er der einzige erhaltene große Barockgarten in Deutschland.

Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Luitpoldpark, der West- und der Ostpark. Die vielen Parks machen München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt und ermöglichen im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen. Eine Grünanlage besonderer Art ist der aufgelassene Alte Südliche Friedhof mit zahlreichen Prominentengräbern.

Die Isarauen sind eine lang gezogene, schmale Parklandschaft entlang des Gebirgsflusses, der anlässlich der Bundesgartenschau 2005 teilweise renaturiert wurde. Man kann die Stadt, von Nord nach Süd immer an der Isar, durchgehend im Grünen durchlaufen oder -radeln. Die eigentlichen Isarauen zwischen Deutschem Museum und der Isarinsel Flaucher sind beliebter Ort zum Grillen und Baden (auch FKK). Südlich vom Flaucher liegt der Tierpark Hellabrunn.

Für die Bundesgartenschau 2005 wurde im Stadtteil Messestadt Riem mit dem Riemer Park eine weitere, ausgedehnte Parkanlage im Osten Münchens angelegt.

München ist international bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst. So gehören zum Beispiel die Alte- und die Neue Pinakothek, sowie die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus zu den weltweit renommiertesten Galerien. Zusammen mit der Glyptothek, der Staatlichen Antikensammlungen und dem Museum Brandhorst bilden all diese das zum Kunstareal München zusammengefasste Münchner Kunstzentrum. Auch das das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst erhält einen Neubau im Kunstareal.

Eine weitere Museumslandschaft neben dem Kunstareal ist das Lehel mit dem Haus der Kunst, dem Nationalmuseum, der Archäologischen Staatssammlung, der Schackgalerie und dem Völkerkundemuseum. Östlich der Isar an der Prinzregentenstraße liegt das einzigartige Jugendstilgebäude Villa Stuck mit einer Gemäldesammlung (Franz Stucks) und hochkarätigen Wechselausstellungen. Das Münchner Stadtmuseum befindet sich im ehemaligen Zeughaus am St.-Jakobs-Platz – gegenüber vom Jüdischen Museum, das dort mit der neuen Synagoge und dem jüdischen Gemeindezentrum das neue Jüdische Zentrum bildet.

Die Staatliche Münzsammlung ist in der Residenz untergebracht. Im Schloss Nymphenburg befinden sich das Marstallmuseum, die Nymphenburger Porzellansammlung aber auch das naturkundliche Museum Mensch und Natur.

Darüber hinaus gibt es in der Stadt weitere Museen für die bisher nicht zusammengefassten naturwissenschaftlichen Sammlungen des Staates, so das Paläontologische Museum, das Museum Reich der Kristalle, sowie für die Anthropologische, die Geologische, die Botanische und die Zoologische Staatssammlung. Ein Publikumsmagnet, auch durch die prominente Lage in der Innenstadt, ist das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum.

Das Deutsche Museum mit zum Teil einmaligen technischen Exponaten gehört mit über einer Million Besucher pro Jahr zu den meistbesuchten Museen Europas und ist das größte technisch-naturwissenschaftliche Museum der Welt. Zweigstellen sind die Flugwerft Schleißheim und das neu eröffnete Verkehrsmuseum an der Theresienwiese.

In der Spätgotik gab es in München eine erste kulturelle Blüte als unter anderem Erasmus Grasser und Jan Polack in der Stadt arbeiteten. In der Renaissancezeit wurde die Stadt zu einem Zentrum der Bildhauer das von Hubert Gerhard und Hans Krumpper geprägt wurde. Als Maler waren in dieser Zeit Barthel Beham, Hans von Aachen und Peter Candid in München tätig.

Im 18. Jahrhundert erlebte die Stadt ein Goldenes Zeitalter der Bildenden Kunst das von Persönlichkeiten wie Cosmas Damian Asam, Egid Quirin Asam, Johann Michael Fischer, François de Cuvilliés, Ignaz Günther, Johann Baptist Zimmermann und Johann Baptist Straub bestimmt wurde.

Zu einer neuen Blüte des Erzgusses kam es zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Ludwig von Schwanthaler. In München waren bereits Maler wie Carl Rottmann, Lovis Corinth, Wilhelm von Kaulbach, Carl Spitzweg, Franz von Lenbach, Franz von Stuck und Wilhelm Leibl tätig gewesen, als Der Blaue Reiter 1911 ins Leben gerufen wurde und München zu einen Zentrum moderner Kunst aufstieg. Mitglieder waren Paul Klee, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke und Alfred Kubin.

1919 wurden die Bavaria-Filmstudios gegründet.

Im 19. Jahrhundert lebten unter anderen Heinrich Heine, Friedrich Hebbel und Hans Christian Andersen für längere Zeit in München. Das literarische Leben der Stadt mit seinem Zentrum in Schwabing nahm in den letzten Jahrzehnten des Königreiche Bayerns einen großen Aufschwung und wurde geprägt von Schriftstellern wie Paul Heyse, Lena Christ, Ludwig Thoma, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Frank Wedekind.

In der Weimarer Republik waren die bekanntesten Repräsentanten Lion Feuchtwanger, Annette Kolb, Bertolt Brecht und Oskar Maria Graf. Später gelangten der in München geborenen Schriftsteller Eugen Roth zu literarischen Ruhm, und viele Schriftsteller wie Erich Kästner, Wolfgang Koeppen und Michael Ende lebten und arbeiteten in der Stadt.

In München wirkten bedeutende Komponisten wie Orlando di Lasso, Carl Maria von Weber, Gustav Mahler, Richard Strauss und Carl Orff. Mit der von Hans Werner Henze gegründeten Biennale kommt modernes Musiktheater zur Aufführung. Im Nationaltheater kamen unter Ludwig II. mehrere Opern Richard Wagners zur Uraufführung; im Cuvilliés-Theater wurde 1781 Wolfgang Amadeus Mozarts Idomeneo uraufgeführt.

Neben dem Bayerischen Staatsschauspiel im Residenztheater gehören die städtischen Kammerspiele im Schauspielhaus zu den wichtigsten Bühnen der deutschen Sprache. Seit den Premieren von Gotthold Ephraim Lessing 1775 haben viele bekannten Autoren in München ihre Stücke zur Uraufführung gebracht, darunter Christian Friedrich Hebbel, Henrik Ibsen und Hugo von Hofmannsthal. Unter den Münchner Kabarettisten ragt Karl Valentin hervor.

München hat auch heute eine sehr reichhaltige Theater- und Opernkultur. Neben fünf staatlichen und drei städtischen Theatern gibt es noch über 50 private Bühnen.

Zu den privaten Bühnen zählen u. a. das Marionettentheater Kleines Spiel, die Komödie im Bayerischen Hof, die Lach- und Schießgesellschaft und das Metropol-Theater. Weitere Bühnen: siehe unter Theater in München und unter Kleinkunstbühnen in München.

Die Münchner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Bayerische Staatsorchester zählen zu den bedeutendsten deutschen Orchestern und arbeiten regelmäßig mit den prominentesten Dirigenten der Welt zusammen.

Überregional bekannte kulturelle Veranstaltungen sind unter anderem die Opernfestspiele und das Filmfest.

Die Weißwurst wurde 1857 in München erfunden und ist die wohl berühmteste kulinarische Spezialität. Weiter sind z. B. der Leberkäs bzw. die Leberkässemmel, die Brezn, die Ausgezogene (ein rundes Schmalzgebäck) und das Münchner Bier zu nennen.

Die Sehenswürdigkeiten und die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt aber auch ihre Messen und Kongresse ziehen zahlreiche Touristen und Geschäftsreisende an. Die Fachjury des National Geographic Traveler setzte München 2008 im weltweiten Ranking der besten 110 historischen Orte auf Rang 30.

Die Zahl der Übernachtungen wuchs 2007 auf 9,5 Millionen (Plus von 7,6 Prozent). Fast jeder zweite Besucher (47,4 Prozent) reist aus dem Ausland an. Die US-Amerikaner waren mit 688.000 Übernachtungen (Plus von 4,9 Prozent) die größte ausländische Reisegruppe, gefolgt von Italienern (knapp 500.000) und Briten (385.000). Eine Besonderheit Münchens in den Sommermonaten sind die vielen arabischen Touristen aus der Golfregion (250.000 Übernachtungen), die in der Innenstadt nicht nur einkaufen, sondern sich häufig während ihres Aufenthalts in Münchner Kliniken medizinisch versorgen lassen.

Laut einer Vergleichsstudie (von den Zeitschriften Wirtschaftswoche, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Kölner IW Consult GmbH) hat München unter den 50 größten deutschen Städten die zweithöchste Wirtschaftskraft. Die neueste Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und des Magazins Wirtschaftswoche erklärte München prognostiv erneut zur wirtschaftlich erfolgreichsten Stadt Deutschlands. Die Studie bewertet wirtschaftliche und strukturelle Indikatoren wie Produktivität, Bruttoeinkommen, Investitionen, Innovationen, Arbeitslosenquote und Zahl der Hochqualifizierten.

Die Stadt mit den besten Wirtschaftsperspektiven in Deutschland ist nach einer Meinungsumfrage des Wirtschaftsmagazins Capital München, gefolgt von Stuttgart, Düsseldorf und Hamburg. In seiner Ausgabe 2/2005 stellte Capital die Rangliste vor, für die das Bad Homburger Wirtschaftsforschungsinstitut Feri einige Entscheidungsträger in mittelständischen Betrieben befragte, wie sie zwischen 2002 und 2011 Wachstum, Beschäftigung, Bevölkerungszahl und Kaufkraft einschätzen. Unter den Großstädten liegt München 2007 mit einer Kaufkraft von 26.648 Euro je Einwohner mit großem Vorsprung an erster Stelle.

Der am 17. Mai 1992 eröffnete Flughafen München Franz Josef Strauß im Erdinger Moos (internationaler Flughafen-Code: MUC (IATA-Code) EDDM (ICAO-Code)), 29 km außerhalb Münchens, ist mit 30,8 Mio. Passagieren 2006 der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und der siebtgrößte Europas. Seit der Entscheidung der Lufthansa, München als zweites Drehkreuz neben Frankfurt zu etablieren, wird der Flughafen international immer besser angebunden. Wegen des gestiegenen Passagieraufkommens wurde ein neues Terminal gebaut und 2003 eröffnet. Umstritten ist die Entscheidung, bis 2011 eine dritte Start- und Landebahn zu errichten. Eine Anbindung des Flughafens an München durch den Transrapid wurde vom Freistaat Bayern und der Bundesregierung unterstützt, vom Stadtrat aber wegen der hohen Kosten abgelehnt. Das Milliardenprojekt wurde inzwischen aufgegeben. Eine solche Verbindung sollte die Fahrtzeit zum Flughafen auf zehn Minuten verkürzen und eine Anbindung des Flughafens an das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn AG sein.

Im Münchner Westen gibt es zum einem den ehemaligen Militärflugplatz Fürstenfeldbruck und den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Für beide ist derzeit in der Diskussion, sie für den Geschäftsflugverkehr zu öffnen.

Daneben gibt es mit Bahnhof München-Pasing und München Ost zwei weitere Fernbahnhöfe. Dem Eisenbahngüterverkehr dient der Rangierbahnhof München Nord Rbf.

München hält mehrere Rekorde zum Verkehrsfluss. In den 1960ern wurde der Stachus das verkehrsreichste Straßenkreuz Europas. Die Donnersberger Brücke gilt heute als die meistbefahrene Autobrücke Europas.

In München wurde ab dem 1. Oktober 2008 eine Umweltzone eingerichtet. Sie umfasst die Straßen innerhalb des Mittleren Rings. Der Mittlere Ring selbst gehört nicht zur Umweltzone, um nachteilige Verlagerungen des Verkehrsflusses zu vermeiden. Die Umweltzone darf nur mit Personenkraftwagen mit einer Feinstaubplakette befahren werden.

Im Öffentlichen Personennahverkehr bedient die S-Bahn München zehn S-Bahn-Linien, wobei alle Hauptlinien im Bereich der Innenstadt in einem zentralen Stammstreckentunnel gebündelt sind. Um diesen bis an das technisch Machbare ausgelasteten Tunnel zu entlasten, wird derzeit der Bau einer parallel verlaufenden Zweiten Stammstrecke vorbereitet. Die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft, eine Tochter der Stadtwerke München), betreibt sechs U-Bahnlinien, zehn Straßenbahnlinien und ein umfangreiches Busnetz mit 67 Linien. Der Verkehr im Busnetz ist dabei zu etwa 45 % an private Kooperationspartner ausgelagert. Das U-Bahn-Netz Münchens ist mit 93 km das drittlängste Deutschlands (unterirdisch mit 80,4 km sogar das zweitlängste) und befördert täglich etwa 920.000 Menschen. Alle öffentlichen Verkehrsmittel Münchens fahren zum einheitlichen Tarif innerhalb des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV).

Wichtige Wirtschaftszweige in München sind Tourismus, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik und Softwareindustrie. München ist auch wichtiger Finanzstandort und das Versicherungszentrum Deutschlands. Weiter ist die Stadt ein wichtiger Standort für Biotechnologie, die sich allerdings im schon zur Nachbargemeinde Planegg gehörenden Ortsteil Martinsried konzentriert; auch als Medienstandort ist die Stadt von deutschlandweiter Bedeutung. In München haben weltweit nach New York die meisten Verlage ihren Sitz. Fernseh- und Filmindustrie sind ebenfalls in der Stadt und im unmittelbaren Umland stark vertreten (Fernsehindustrie in Unterföhring und Filmindustrie in Geiselgasteig, zu Grünwald). München ist mit der Messe München ein bedeutender Messestandort. Mit Allianz SE, BMW, Linde AG, MAN, Münchener Rück und Siemens haben sechs DAX-Unternehmen in München ihren Hauptsitz. Damit belegt die Stadt vor Düsseldorf und Frankfurt am Main mit je drei DAX-Unternehmen den Spitzenplatz in dieser Statistik. Unter den Städten mit Global-500-Unternehmen lag München 2008 weltweit auf Rang 9.

In München und im nahen Münchner Umland haben zahlreiche Unternehmen ihren Firmensitz. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg haben viele Firmen ihre Zentrale aus Berlin oder Ostdeutschland nach München verlegt.

München ist Sitz des Bayerischen Rundfunks und der Programmdirektion des ARD-Gemeinschaftsprogramms Das Erste. Ferner gibt es in München zahlreiche private Fernseh- und Hörfunkanbieter.

Neben der auch bundesweit bedeutsamen Süddeutschen Zeitung (SZ), sind noch der Münchner Merkur, die Abendzeitung (AZ) und die Tageszeitung (TZ) als Tageszeitungen zu nennen. Zur Geschichte des Buchhandels in München siehe Artikel Münchner Buchhandel 1500–1850.

Die Deutsche Journalistenschule bildet in München Journalisten für alle Medien aus.

In den letzten Jahren ist die Verschuldung der Stadt München teilweise sprunghaft angestiegen, sodass die Stadt 2005 den ehemaligen Spitzenreiter Frankfurt am Main in der höchsten Pro-Kopf Verschuldung einer deutschen Großstadt (ohne Stadtstaaten) überholte. Zum Stand Ende 2005 belegt die Stadt München nun mit 2651 €/Kopf den ersten Platz, vor Köln (2571 €) und Frankfurt am Main (2138 €).

Den Schulden steht allerdings ein großes Aktivvermögen in Form von städtischen Beteiligungen wie an Wohnungen oder den Stadtwerken gegenüber.

In München haben verschiedene Ämter, Gerichte sowie Körperschaften und öffentlich-rechtliche Anstalten ihren Sitz. Dies ist unter anderem das Europäische Patentamt und die Dienststelle des Landesbeauftragten des THW Landesverbandes Bayern der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.

Die Verwaltung der Landeshauptstadt München ist in elf Fachreferate aufgeteilt; siehe Stadtverwaltung München.

Das Bayerische Oberste Landesgericht wurde zum 30. Juni 2006 aufgelöst.

Zum Seitenanfang



Bavaria Film- und Fernsehstudios

Die Bavaria Film- und Fernsehstudios GmbH, kurz Bavaria Studios, bieten für Fernsehen, Film und Werbung 12 Studios in Geiselgasteig (50 bis 3.050 m²) und sieben Studios in Unterföhring (50 bis 600 m²) an. Die Gesellschafter des Unternehmens sind zu je einem Drittel die Bavaria Film GmbH, das ZDF und die Bayerische Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA).

Die technischen Dienstleistungen umfassen Kamera- und Bühnenequipment, Bild- und Tonregien, Steadicams und Kamerakräne, Studio- und Showlicht, Projektionen und Beschallungen, lineare Postproduktions-Suites, Avids und Pro Tools, Leitungsschaltungen und Überspielungen sowie IT und Telekommunikation.

Hinzu kommen Dekorationsbau-Werkstätten mit den Dienstleistungen Szenenbild, Kulissenbau, Bühnentechnik, Landschaftsgestaltung, Transport und Logistik. Über den Studiostandort München hinaus arbeiten die Bavaria Studios als Logistikpartner für Film- und Fernsehproduzenten in Deutschland und international.

Die Dienstleistungen werden erbracht für Kunden der Segmente Kinofilme und Fernsehfilme, Unterhaltungsshows und Fernsehserien, Talkshows und Magazine, Homeshopping und Spartenfernsehen, Werbespots und Fotoshootings, Schauspiel, Oper und Musical, Entertainmentparks und Ladenbau sowie Messen und Events.

Nach dem Krieg baute Wilhelm Vaillant im Nordosten von Unterföhring gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Dr. Hans Ritter ein Glühlampenwerk und gründete das Filmkopierwerk RIVA-Copier-Werke GmbH. Der Name RIVA setzt sich aus den Namen der beiden Gründer Ritter und Vaillant zusammen.

Die Kinoleidenschaft der Nachkriegszeit trug maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Als die Umsätze jedoch zurückgingen, setzte Wilhelm Vaillant auf das Fernsehen.

Im Spätherbst 1958 folgte der Baubeginn für die Fernsehstudios in Unterföhring. 1961 wurde der Bayerische Rundfunk als fester Mieter gewonnen. Die RIVA-Fernsehstudios wurden an den Bayerischen Rundfunk verkauft und gleichzeitig ein Teil wieder zurückgemietet, um sie an das Landesstudio Bayern des ZDF weiterzuvermieten. Direkt neben dem alten Gelände, das nun dem Bayerischen Rundfunk gehörte, errichtete Wilhelm Vaillant neue Studios mit modernster Produktionstechnik. Die Einführung des Baukastenprinzips (Vorbauhallen) und die strikte Durchführung des Prinzips des Studios der kurzen Wege ermöglichten eine Fließbandproduktion, wie sie sonst nur die BBC erreichte.

Wilhelm Vaillant verkaufte 1966, nach Versuchen mit einer eigenen Produktion, die neuen Studios an das ZDF-Landesstudio Bayern. Das ZDF gründete auf seinem erworbenen Grundstück die eigene Tochtergesellschaft Fernsehstudio München Atelierbetriebs-GmbH, kurz FSM. Viele bekannte Fernsehspiele und Shows wurden im FSM produziert.

Die Studio- und Ausstattungsaktivitäten des ZDF in München und der Bavaria Film wurden 1997 in einer gemeinsamen Gesellschaft als Bavaria Film- und Fernsehstudios GmbH, kurz Bavaria Studios, zusammengefasst. An der neuen GmbH, die zum 1. Juli den Betrieb aufnahm, sind jeweils zu einem Drittel die Bavaria Film, die Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA) und das ZDF beteiligt. Geschäftsführer sind heute Frank Oliver Schultz und Michael Klee. Aktuelle Produktionen, die in Unterföhring aufgezeichnet bzw. von dort aus live gesendet werden sind z. B. Kindersendungen wie Tabaluga tivi oder 1, 2 oder 3, aber auch Aktenzeichen XY und die Boulevard-Nachrichtensendung Leute heute. Außerdem wird vom Studio 4 aus 20 Stunden am Tag der Verkaufskanal 1-2-3.tv live ausgestrahlt. In den Geiselgasteiger Studios sind Tele 5 und RTL 2 beheimatet.

Zum Seitenanfang



RIVA-Fernsehstudios

Nach dem Krieg baute Wilhelm Vaillant im Nord-Osten von Unterföhring, gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Dr. Hans Ritter, ein Glühlampenwerk auf und gründet das Filmkopierwerk RIVA-Copier-Werke GmbH. Der Name "RIVA" setzt sich zusammen aus den Namen der beiden Gründer Ritter und Vailland.

Die Kinoleidenschaft der Nachkriegszeit trug maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Als die Umsätze jedoch zurückgingen setzte Vaillant auf das Fernsehen.

Im Spätherbst 1958 folgte der Baubeginn für die Fernsehstudios in Unterföhring bei München. 1961 wurde der Bayerische Rundfunk als fester Mieter gewonnenen. Die RIVA-Fernsehstudios wurden an den Bayerischen Rundfunk verkauft und gleichzeitig ein Teil wieder zurückgemietet, um sie an das Landesstudio Bayern des ZDF weiter zu vermieten. Direkt neben dem alten Gelände, das nun dem Bayerischen Rundfunk gehörte, errichtete Vaillant neue Studios mit modernster Produktionstechnik. Die Einführung des Baukastenprinzips (Vorbauhallen) und die strikte Durchführung des Prinzips des Studios der kurzen Wege ermöglichten eine Fließbandproduktion, wie sie sonst nur die BBC erreichte.

Wilhelm Vaillant verkaufte 1966, nach Versuchen mit einer eigenen Produktion, die neuen Studios an das ZDF-Landesstudio Bayern. Das ZDF gründete auf seinem erworbenen Grundstück die Fernsehstudio München Atelierbetriebs GmbH kurz FSM, aus der 1997 die Bavaria Film- und Fernsehstudios hervorgehen.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia