TuS Koblenz

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Geschrieben von goldorak 01/04/2009 @ 12:07

Tags : tus koblenz, 2. bundesliga, fussball, sport

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TuS Koblenz

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Die Turn- und Spielvereinigung Koblenz 1911 e.V. ist ein deutscher Fußballverein aus Koblenz. Er geht auf einen im Stadtteil Neuendorf gegründeten Vorgängerverein zurück. Die Vereinsfarben sind blau-schwarz. Spielstätte ist das Stadion Oberwerth im gleichnamigen Stadtteil Oberwerth. In der Saison 2008/09 spielt die Herrenmannschaft in der 2. Fußball-Bundesliga.

Die heutige TuS Koblenz entstand 1934 als TuS Neuendorf durch Fusion der Neuendorfer Vereine TV 1864 und FV 1911 mit dem DJK und dem Arbeitersportverein Neuendorf.

Der FV 1911 wiederum wurde 1919 unter dem Namen FV 1911 Neuendorf als Nachfolgeverein der Neuendorfer Vereine FC Deutschland (1917 aufgelöst), FC Concordia 1910 und FC Alemannia 1912 (beide 1914 aufgelöst) gegründet. Der FC Deutschland gilt hierbei als Keimzelle der TuS Koblenz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die TuS aufgelöst, aber umgehend als SpVgg. Neuendorf wieder gegründet und bereits 1947 zu TuS Neuendorf rückbenannt.

Den heutigen Namen „TuS Koblenz“ trägt der Verein seit dem 15. März 1982. Kurz vorher hatten sich „Traditionalisten“, die den alten Namen behalten wollten, als TuS Neuendorf 1982 abgespalten. Dieser Verein spielt derzeit in der Kreisliga C.

Der erste Neuendorfer Verein, der in überregionalen Pflichtspielen auftrat, war der FV 1911, der 1929, 1930 und 1931 erfolglos an der westdeutschen Meisterrunde sowie an der ersten Saison der Gauliga Mittelrhein teilnahm. Die nach dem Abstieg gebildete TuS Neuendorf schaffte umgehend den Wiederaufstieg und spielte insgesamt sieben Jahre in der Gauliga Mittelrhein bzw. Moselland-Ost. Auch nach den beiden weiteren Abstiegen 1937 und 1940 gelang die sofortige Rückkehr. 1943 und 1944 nahmen die Neuendorfer als Moselland-Meister an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil, schieden aber jeweils in der ersten Runde aus.

Ihre erfolgreichste Zeit hatte die TuS in den ersten zehn Nachkriegsjahren, als sie der Spitzengruppe der Oberliga Südwest angehörte und drei Mal Südwest-Vizemeister wurde. 1948 erreichten die Neuendorfer das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft (1:5 gegen den 1. FC Kaiserslautern in Wuppertal). 1950 und 1956 spielten sie ebenfalls in der Endrunde, kamen aber nicht mehr so weit. Drei Jahre später stieg der Verein aus der Oberliga ab. Nach der Rückkehr 1960 gehörten die Neuendorfer zum unteren Tabellenmittelfeld.

In der 1963 als Unterbau der neuen Bundesliga gegründeten Regionalliga Südwest verpassten die Neuendorfer keine Saison, gehörten aber nur selten zur Spitzengruppe. 1968 und 1969 nahmen sie als Vizemeister hinter dem SV Alsenborn (1969 punktgleich) an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga teil, scheiterten aber in ihren Fünfergruppen im ersten Jahr als Dritter hinter dem Aufsteiger Offenbacher Kickers und Bayer 04 Leverkusen, im zweiten Jahr als Fünfter hinter Rot-Weiss Essen, VfL Osnabrück, Karlsruher SC und Tasmania Berlin. 1974 verfehlten die Neuendorfer die Qualifikation zur neuen zweiten Bundesliga deutlich.

In der Amateurliga Rheinland gehörte die TuS zu den Spitzenmannschaften. 1976 war ein Entscheidungsspiel (1:2 gegen Eintracht Trier) nötig, um die Meisterschaft zu entscheiden, 1977 und 1978 wurden die Neuendorfer in der regulären Saison Rheinlandmeister. Den Aufstieg in den Profifußball schafften sie erneut nicht, qualifizierten sich aber für die 1978 gegründete Amateuroberliga Südwest. Aus der stieg die TuS 1981 ab.

Die Rückkehr in die höchste südwestdeutsche Liga gelang erst 1994, als diese nur noch Oberliga Südwest hieß und als Unterbau der neuen Regionalliga nur viertklassig war. 1996 verpassten die Koblenzer erneut einen Aufstieg. Nach einer knapp abgewendeten Insolvenz im Sommer 2003 stiegen die Koblenzer 2004 überraschend in die Regionalliga Süd auf, wo sie in der Hinrunde zu den größten Überraschungsmannschaften zählten. Unter anderem gelangen Heimsiege gegen den Vorjahresmeister FC Bayern München (A), den SV Darmstadt 98, den FC Augsburg und den späteren Meister Offenbacher Kickers. Mit 10.025 Zuschauern gab es gegen die Bayern erstmals seit Jahrzehnten eine fünfstellige Zuschauerzahl auf dem Oberwerth, die im Sommer 2005 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Hertha BSC mit fast 15.000 Zuschauern nochmals überboten wurde. In der Saison 2005/06 machte TuS Koblenz den Aufstieg in die zweite Bundesliga am 13. Mai perfekt.

In die Zweitliga-Saison 2006/07 startete die TuS mit einer starken Hinrunde, geriet jedoch in den Wochen vor Saisonende in den Abstiegskampf. Nach der Trennung von Trainer Milan Sasic sicherte sich Koblenz unter Uwe Rapolder dennoch bereits am 33. Spieltag den Klassenerhalt. In der Saison 07/08 war Mario Basler als zweiter Assistent von Uwe Rapolder tätig. In der Saison 2007/08 bestrafte die DFL den Verein „auf Grund nicht vorgelegter Verträge im Bereich des Spielbetriebs, die von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz im Lizenzierungsverfahren für die aktuelle Spielzeit gewesen sind“, mit dem Abzug von acht Punkten am Saisonende sowie einer Geldstrafe von 200.000 Euro. Am 8. Mai 2008 einigten sich die TuS und die DFL auf einen Abzug von sechs Punkten für die Saison 2007/08, dafür startet der Verein mit drei Minuspunkten in die Saison 2008/09.

Seit mehreren Jahren besteht eine Fanfreundschaft zwischen einzelnen Gruppierungen und Gruppen des 1. FSV Mainz 05 und des FC Augsburg. Vereinzelt bestehen Kontakte nach Worms, Bonn und Siegen und nach Ried in Österreich.

Rivalitäten bestehen hauptsächlich zum 1. FC Kaiserslautern, zu Eintracht Trier und zum TuS Mayen.

Die TuS Koblenz brachte im Lauf ihrer Geschichte drei deutsche Nationalspieler hervor. Zusammen kamen die drei Spieler auf 21 Einsätze im Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft und schossen in Länderspielen 13 Tore.

Zusätzlich gab es in den 70er Jahren noch mit Ludwig Scherhag einen Amateur-Nationalspieler der TuS. Weiterhin verstärkte Nachwuchstalent Philipp Langen das U-20-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft.

Die Heimspiele von TuS Koblenz finden seit 1929 im Stadion Oberwerth statt, das bis 1933 Amerikaner-Stadion, dann bis 1945 Hermann-Göring-Kampfbahn und 1945 kurzzeitig Stade de Gaulle hieß. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Stadion eine Kapazität von knapp 25.000 Zuschauern. Heute ist es für 15.000 Zuschauer zugelassen. Es ist Teil des Sportparks Oberwerth.

Das Stadion entstand 1920 als Sportplatz des US-amerikanischen Besatzungskorps in Koblenz. Bis 1929 gehörte es der US-Army, sodass es selten von einheimischen Sportlern benutzt werden konnte. 1935 wurde die heute noch bestehende Haupttribüne, eine an die Bauhaus-Architektur angelehnte Eisenbetonkonstruktion, errichtet. Anlässlich des Aufstiegs in die Regionalliga wurde in den letzten Jahren die Gegengerade modernisiert. Im Rahmen der Generalüberholung des Stadions zur Erfüllung der Ansprüche der DFL für die 2. Bundesliga wurden vor und während der Saison 2007/08 eine Rasenheizung installiert, eine neue Südtribüne mit Überdachung für 2.900 Zuschauer errichtet sowie die Stehplätze mit Betonfertigteilen befestigt.

Der Zuschauerrekord auf dem Oberwerth stammt von einem Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 im Jahr 1946, als sich 33.000 Zuschauer bis an die Außenlinien drängten.

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FC Augsburg

Logo des FC Augsburg

Der FC Augsburg ist mit rund 1950 Mitgliedern der größte Fußballverein Bayerisch-Schwabens. Der am 8. August 1907 als Fußball-Klub Alemania Augsburg (alternativ: Fußballklub Alemania Augsburg) gegründete Club spielt seit 2006 wieder in der Zweiten Fußball-Bundesliga.

Die erste bekannte Spielstätte des Augsburger Fußballs ist das Galgental im heutigen Stadtteil Kriegshaber. Die Fußballabteilung des MTV Augsburg spielte dort schon gegen u. a. Wacker Monachia München und den 1. FC Nürnberg. Zu diesen Spielen und den Trainings erschienen dann die späteren Gründungsmitglieder des FCA, von dorther bezogen sie ihre Begeisterung für den Fußball.

Gegründet wurde der Verein am 8. August 1907 als Fußball-Klub Alemania Augsburg mit knapp 30 Mitgliedern. Geführt wurde der Verein von Fritz Käferlein, ein Vereinslokal existierte noch nicht, man traf sich am Nordrand des Großen Exerzierplatzes in Oberhausen.

Die erste Spielkleidung bestand aus einem weißen Hemd und einer schwarzen Hose, Fußballschuhe gab es damals noch nicht. Der Mitgliedsbeitrag betrug 30 Pfennig.

Das erste offizielle Spiel wurde am 20. Oktober 1907 ausgetragen, gegen die zweite Mannschaft des Turnvereins Augsburg.

Am 4. Februar 1908 wurde im Café Zentral in Augsburg ein weiterer Fußballverein mit 52 Mitgliedern gegründet, er trug den Namen, den der FCA heute für sich selber beansprucht: Fußballclub Augsburg. Der FC Alemania wurde somit zum drittstärksten Verein nach dem MTV und dem Fußballclub Augsburg.

Anfang 1909 verbot die Militärbehörde den Spielbetrieb auf dem Großen Exerzierplatz. Man wandte sich an das Magistrat der Stadt Augsburg mit der Bitte um eine Zuweisung eines Spielgeländes, dieses Gesuch wurde am 4. Mai 1909 abschlägig beschieden.

Da damit ein Spielplatz fehlte, wanderten vielen Spieler ab, so dass man sich gezwungen sah, sich der Spielabteilung des Turnvereins Oberhausen anzuschließen. Dies wurde auf einer Versammlung unter Leitung von Martin Mahler, Josef Kammer und Josef Kraus am 11. Mai 1909 beschlossen. Diese besaßen auch einen Wiese im Bärenkeller, die Sportplatzfrage war somit gelöst.

Als Teil des Turnverein Oberhausen spielte man von 1909 bis 1918 als Sp.Abt. TV Oberhausen, so dass es zu Duellen "Sp.Abt. TV Oberhausen gegen den FC Augsburg" kam, das erste bekannte Ergebnis aus dieser Begegnung lautete 0:8 für den FC Augsburg. Dieser FC Augsburg hörte spätestens 1925 auf zu existieren, da er damals (bereits als SSV Augsburg) mit dem TSV Schwaben Augsburg fusionierte. Durch den Austritt vieler Spieler und den Übertritt war der FCA nur noch in der Lage mit einer Mannschaft zu spielen, diese nahm an den Gruppenspielen der B-Klasse im Donaugau teil.

Am 25. September 1909 beschloss man in hellblauen Trikots zu spielen.

Ende 1909 wurde Martin Mahler Vorsitzender des Vereins, er gab dieses Amt aber schon bald an Xaver Kraus ab, denn Mahler war aktiver Spieler.

1919 kam es zur Umbenennung des Namens Sp.Abt. TV Oberhausen in Ballspiel-Club im Turn- und Sportverein 1871".

Am 30. August 1921 fand unter der Leitung von Ludwig Hillenbrand im "Hohen Meer" eine außerordentlich Mitgliederversammlung statt, dabei beschloß man die Trennung vom TVO und legte als Namen "Ballspiel-Club Augsburg" fest.

Das Vereinslokal ab dieser Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Gaststätte Gleich.

Ende September, Anfang Oktober 1935 fusionierte der BCA mit dem Sportverein Kriegshaber.

1938 wurde der Ungar Schebian der erste Berufstrainer des FCA, dieser kehrte bei Kriegsausbruch allerdings sofort in seine Heimat zurück.

Bei Ausbruch des Krieges im September 1939 wurde der Spielbetrieb vorübergehend komplett eingestellt, nachdem Fahrten zu entfernten Gegnern generell und vorläufig untersagt worden waren. Man einigte sich auf eine Augsburger Stadtmeisterschaft, aber bereits nach 3 Spieltagen wurde der Gauliga-Betrieb fortgeführt.

Am 10. Dezember 1939 wurde man durch einen Sieg in Regensburg gegen Jahn Regensburg erstmals Tabellenführer. Am Ende der Saison wurde man Zweiter hinter dem 1. FC Nürnberg in der Gauliga Bayern, die damals die höchste Spielklasse war. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass in dieser Liga der FC Bayern München am Ende Achter wurde - bei nur zehn Mannschaften.

Nach dem Zweiten Weltkrieg startete der BCA in der Oberliga Süd, der damals höchsten Liga, der er von 1945 bis 1947 und von 1949 bis 1951 angehörte.

1946 wurde das BCA-Stadion unter Federführung von Eduard Gall errichtet, es bot 20.000 Zuschauern Sicht. Das Eröffnungsspiel am 29. September 1949 verlor man allerdings unter den Augen des damaligen Oberbürgermeister Dr. Heinz Hohner mit 2:4 - gegen den VfB Stuttgart.

1951 wurde der BCA bayerischer Pokalsieger, stieg aber aus der Oberliga ab. 1953 gelang der Wiederaufstieg. Die A-Jugend wurde 1955 Bayerischer Meister. 1959 musste der Verein jedoch aus der Oberliga Süd in die II. Division absteigen, schaffte es aber zwei Jahre später wieder in die Oberliga Süd zurückzukehren. Dieser gehörte er von 1961 bis 1963 an. Nach Gründung der Bundesliga 1963, die die Oberliga ersetzt spielte der BCA zunächst zweitklassig in der Regionalliga Süd, stieg aber ein Jahr später in die drittklassige Bayernliga ab. In der darauffolgenden Saison wurde der BCA Meister der Bayernliga und kehrte wieder in die Regionalliga Süd zurück, deren Klasse man jedoch nur ein Jahr halten konnte und 1967 erneut in die Bayernliga abstieg.

Um nicht in die vierte Klasse abzusteigen kam es am 15. Juli 1969 zum Zusammenschluss mit der Vertragsspielerabteilung des Lokalrivalen TSV Schwaben Augsburg und verbunden damit zur Umbenennung in FC Augsburg. Ziel war die Bündelung der Kräfte im Augsburger Fußball, darum verpflichtete sich die weiterhin bestehende Amateurfußballabteilung des TSV Schwaben, einen Aufstieg in den Profibereich für die Zukunft auszuschließen.

1973 gelang der Wiederaufstieg in die Regionalliga Süd, die man gleich im ersten Jahr als Meister abschloss. In der Aufstiegsrunde zur Bundesliga scheiterte der FCA jedoch knapp an Tennis Borussia Berlin. Von 1979 bis 1983 pendelte die Mannschaft alljährlich zwischen Zweiter Bundesliga und Bayernliga, danach folgten 23 Jahre ohne Profifußball in Augsburg.

Der Abstieg von 1983 ist bis heute (2009) der letzte sportliche Abstieg des Vereins, es gab danach nur noch einmal einen Lizenzentzug aus wirtschaftlichen Gründen (2000).

Im Jahr 1990 wird die A-Jugend bayerischer Meister. Ein Jahr später sogar deutscher Pokalsieger. 1992 kann die A-Jugend ihren Erfolg als deutscher Pokalsieger wiederholen. Vor 26.000 Zuschauern empfängt der FCA zum Herbstmeisterschaftsspiel den TSV 1860 München, das unentschieden mit 2:2 endet, 1860 damit Herbstmeister wird und später auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga schafft. 1993 wird die A-Jugend erneut deutscher Meister, nachdem sie gegen den 1. FC Kaiserslautern vor 12.000 Zuschauern mit 3:1 gewinnen. Dabei wird ein neuer Zuschauerrekord im Jugendfußball aufgestellt. 1994 wird die A-Jugend erneut deutscher Pokalsieger, die 1. Mannschaft wird Meister der Bayernliga, scheitert aber bei der Aufstiegsrunde an Fortuna Düsseldorf. 1995 stellt die A-Jugend mit dem vierten Pokalsieg einen neuen deutschen Rekord auf und holt im selben Jahr den 5. bayerischen Meistertitel, kann sich aber ein Jahr später nicht für die neu aufgestellte Regionalliga Süd qualifizieren. 1997 gelingt der A-Jugend jedoch der Erfolg und steigt in die höchste deutsche Jugendliga auf. 1998 im ersten Jahr der höchsten Liga wird sie auf Anhieb Meister, scheidet aber in der Endrunde bei der besonderen Ausspielung zur deutschen Meisterschaft im Halbfinale. Die 1. Mannschaft wird 1999 schwäbischer Pokalsieger.

Im Jahr 2000 qualifiziert sich der FCA für die neugegründete zweigleisige Regionalliga, muss jedoch, nachdem ein in Aussicht gestellter Sponsorenvertrag nicht zustande kommt, aufgrund der verweigerten Lizenz durch den DFB absteigen. Der Club wird dadurch zum ersten Mal in der Geschichte viertklassig und steigt in die Bayernliga ab. Ein Jahr später beginnt jedoch durch den Einstieg einer Investorengruppe die Festigung des Vereins. Bereits 2002 steigt der FCA als Tabellenerster und somit Meister in die Regionalliga Süd auf. Im gleichen Jahr wird die A-Jugend bayerischer Pokalsieger. In der darauffolgenden Saison kann sich der FCA in der Regionalliga Süd festigen und wird als bester Aufsteiger 3. Im Jahr 2005 steht der FCA sogar mit einem Fuß in der 2. Bundesliga, nach 20 ungeschlagenen Spielen benötigt der Club einen Sieg im letzten Saisonspiel gegen Jahn Regensburg. Trotz einer 1:0 Führung der Augsburger erzielen die Regensburger in der 89. Minute den Ausgleich und in der 2. Minute der Nachspielzeit den 2. Treffer zum letztendlichen Endstand zum 1:2, der FCA bleibt somit drittklassig. Nur ein Jahr später, im Jahr 2006, gelingt dem FCA jedoch überlegen als Meister der Regionalliga Süd der Aufstieg in die 2. Bundesliga, womit er nach 23 Jahren Abstinenz wieder im Profi-Fußball vertreten ist.

In der Saison 2006/2007 überzeugt der FCA nach Startschwierigkeiten in der zweithöchsten Spielklasse und spielt am Ende sogar kurzzeitig um den Aufstieg in die 1. Bundesliga mit. Insgesamt schauten sich 285.800 Zuschauer 17 Heimspiele an, was einem Schnitt von 16.812 Zuschauern pro Spiel entspricht. Am 25. September 2007 (nach einem 2:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück) tritt Rainer Hörgl als Trainer zurück. Hierfür nennt er persönliche Gründe. Sein Nachfolger wird Ralf Loose. Im April 2008 wird nach anhaltender Erfolglosigkeit und der durch die Niederlage beim FCK akut gewordenen Abstiegsgefahr der Trainer entlassen. Holger Fach wird neuer Trainer. Der Abstieg konnte danach am letzten Spieltag durch ein 1:1-Unentschieden gegen Carl Zeiss Jena verhindert werden.

Zum Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde die Lizenzspielermannschaft in die neu geschaffene „FC Augsburg 1907 GmbH & Co KG aA“ ausgegliedert. Geschäftsführer sind Vereinsvorstandsvorsitzender Walther Seinsch, Vorstandsmitglied Jakob Geyer und FCA-Geschäftsführer Andreas Rettig. Seit der Saison 07/08 ist der FCA zusätzlich Teilhaber der zusammen mit „Do you football“ gegründeten FCA Merchandising GmbH. Geschäftsführer sind FCA-Vorstandsmitglied Richard Baur und DYF-Geschäftsführer Bernd von Geldern. Für Bau und Betrieb des neuen Stadions wurde die „FC Augsburg Arena Besitz- und Betriebs-GmbH“ gegründet, an der auch die Stadt Augsburg mit einer Einlage von 7 Mio. Euro beteiligt ist.

Früher trug der BCA seine Spiele im vereinseigenen Stadion aus. Dies befand sich hinter der Städtischen Realschule II, gegenüber der Kirche St. Martin im Stadtteil Oberhausen. Das Stadion besaß eine Holztribüne und hatte ein Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern. Das dazugehörige Vereinslokal wurde "Gifthütte" genannt. Seit 1951 finden die Spiele im Rosenaustadion statt. Die städtische Paul-Renz-Sportanlage war und ist ausschließlich das Trainingsgelände des Vereins.

Das Rosenaustadion - als Mehrzweckstadion mit Leichtathletikanlage in klassischer Ellipsenform durch die Stadt Augsburg gebaut - entstand 1949, als erster Neubau einer großen Sportarena in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, auf Schutt und Trümmern aus dem Krieg. Die Gegengerade des Stadions lehnt sich noch heute an den Trümmerberg an. Nach Fertigstellung der Haupttribüne 1951 war das Stadion bis zum Bau des Münchner Olympiastadions wichtigstes Stadion Süddeutschlands, so dass daher auch bedeutende Länderspiele, wie z. B. das Spiel zwischen der BR Deutschland und der Schweiz mit fast 65.000 Zuschauern, in Augsburg stattfanden. Der Zuschauerrekord des FC Augsburg datiert von 1973 beim Regionalligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 42.000 Zuschauern.

Die neue Kapazität liegt damit inoffiziell bei ca. 31.300 Plätzen (vorher 32.354). Zu den Ligaspielen werden aber aus Sicherheitsgründen nur 28.000 Zuschauer eingelassen. Dies ist auch die offizielle Kapazität.

Zum Saisonende 2007 wurde auch erstmals der seit 56 Jahren nur ausgebesserte und nie vollständig erneuerte Rasen abgetragen, um die geforderte Rasenheizung einzubauen.

Bereits 2004 wurde ein Neubau eines reinen Fußballstadions angedacht. Hierfür war ein Areal direkt neben der Bundesstraße 17 zwischen den Stadtteilen Haunstetten, Inningen und Göggingen vorgesehen. Die Planungen unter dem Arbeitstitel Augsburg Arena – die Namensrechte sicherte sich noch vor Grundsteinlegung die impuls Finanzmanagement AG für acht Jahre – konkretisierten sich mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Da die Bedingung der Stadt Augsburg mit dem Aufstieg 2006 erfüllt wurden, unterstützt die Stadt den Neubau mit 15 Millionen Euro über Bankkredite, davon sind 12 Millionen Euro mit einer städtischer Bürgschaft abgesichert. Dazu stellt die Stadt das Grundstück, sowie die notwendigen finanziellen Mittel für die Infrastruktur über die 2 Jahre Bauzeit verteilt, also in den Haushalten 2008 und 2009 jeweils 7 bis 8 Millionen Euro zur Verfügung. Das gesamte Investitionsvolumen der Stadt beträgt somit 14 bis 17 Millionen, derzeit sind ca. 13 Millionen verplant. Die städtische Bürgschaft war politisch höchst umstritten, weil sie für ein privates Bauvorhaben gegeben wird. Mittlerweile sind diese Stimmen, auch aufgrund des sportlichen Erfolges des Vereins, zum größten Teil wieder verstummt.

Insgesamt wird mit Kosten von ca. 45 Millionen Euro an direkten Baukosten ohne Infrastruktur gerechnet. Davon hat der Freistaat Bayern 5 Millionen Euro beigetragen, 15 Millionen Euro werden über Bankkredite aufgebracht, wovon 12 Millionen mit städtischer Bürgschaft abgesichert sind. 25 Millionen Euro werden über Kredite von privaten Investoren aufgebracht.

Die Firma HBM tritt während der Bauzeit als Generalunternehmer auf, wobei die Baukosten vertraglich nach oben auf 45 Millionen begrenzt sind. Wird das Stadion günstiger, teilen sich der FCA und HBM die Einsparungen.

Die somit erste reine Fußball-Arena in Bayerisch-Schwaben wird voraussichtlich im Sommer 2009 fertiggestellt sein.

Die Namensrechte an der Heimspielstätte des FCA hat sich die impuls Finanzmanagement AG auf acht Jahre gesichert, wie am 13. Juli 2007 auf einer Pressekonferenz in der impuls-Firmenzentrale bekanntgegeben wurde.

Der FC Augsburg ist mit sieben Meisterschaften Rekordmeister der Bayernliga.

Erläuterung: Bei Bilanz (Sp: g-u-v) bedeutet Sp die Zahl der Spiele, g steht für gewonnen, u für unentschieden und v für verloren.

Das letzte Augsburger Derby wurde am 25. November 2000 in der Bayernliga ausgetragen, der TSV Schwaben Augsburg gewann damals 2:1. Bei der derzeitig entgegengesetzten Entwicklung beider Vereine ist eine neues Derby auf absehbare Zeit eher unwahrscheinlich.

Die 2. Mannschaft des FC Augsburg spielt in der Saison 2007/08 in der Landesliga Süd.

Im Jugendbereich gelangen dem FC Augsburg seine größten Erfolge, darunter die deutsche Meisterschaft der A-Jugend 1993 und der DFB-Pokal-Sieg der A-Jugend 1991, 1992, 1994 und 1995 (damit Rekordtitelträger). Die Talentschmiede des BC bzw. FC Augsburg durchliefen u. a. Helmut Haller, Bernd Schuster, Armin Veh, Raimond Aumann, Ulrich Biesinger, Ludwig Schlump und Karlheinz Riedle.

Im Jahr 2006 wurde die Frauenabteilung gegründet, diese starteten in ihrer ersten Saison in der Frauen-Kreisliga Augsburg 1. Bereits nach einer Spielzeit schafften es die Frauen in die Bezirksliga aufzusteigen. Zur Spielzeit 2007/08 wurde eine 2. Frauenmannschaft gemeldet, diese startet auch zuerst in der Frauen Kreisliga Augsburg 1. Als jetziges Trainingsgelände und Spielort dient der Sportplatz des Post SV Telekom Augsburg.

Ab 1954 bis Mai 1967 gab der Verein ein monatliche Zeitschrift „Der BCA - Mitteilungsblatt des Ballspiel-Club-Augsburg e. V.“ heraus. Ab Juni 1967 bis Juni 1969 erschien diese zweimonatlich. Der Preis dafür war im Vereinsbeitrag enthalten.

Die derzeitige Stadionzeitschrift heißt Stadionkurier und kostet einen Euro.

Offiziell unterstützen mehrere Fanclubs den FCA. Aktuell sind es 28 (Stand: Dezember 2008), der älteste ist der Fanclub Augsburger Jungs. Es besteht eine Fanfreundschaft mit den Fans von TuS Koblenz und der SpVgg Bayreuth.

Neben dem Augsburger Lokal-Derby gibt es eine besondere Begeisterung für Spiele gegen den TSV 1860 München. Das Derby gegen die Müncher Löwen erweist sich in der Regel immer als ein sehr torreiches Spiel vor ausverkauftem Stadion.

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Hansa Rostock

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Der F.C. Hansa Rostock ist ein deutscher Fußballverein aus Rostock in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 4450 Mitgliedern. Gegründet wurde der F.C. Hansa als Fußballclub am 28. Dezember 1965 mit der Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem am 11. November 1954 gegründeten SC Empor Rostock.

Als einziger Verein aus den neuen Bundesländern spielte Hansa stets mindestens in der jeweils zweithöchsten Spielklasse der nationalen Verbände der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Seine größten Erfolge verbuchte der F.C. Hansa 1990/91 mit dem Gewinn der unter der Bezeichnung NOFV-Oberliga letztmalig ausgespielten Meisterschaft sowie des 1991 unter der Bezeichnung NOFV-Pokal letztmalig ausgetragenen Pokalfinals der Deutschen Demokratischen Republik.

1954 wurden im Rahmen der Leistungssportförderung in den meisten Bezirken der DDR so genannte Sportclubs gegründet, die anders als die breitensportorientierten Betriebssportgemeinschaften zu leistungssportlichen Zentren ihrer jeweiligen Region und ihrer zentralen Sportvereinigung werden sollten. In Rostock, der größten DDR-Stadt nördlich Berlins, wurde am 11. November 1954 der anfangs noch als „SK Empor Rostock“ bezeichnete SC Empor Rostock mit Sektionen für sieben Sportarten gegründet. Mit dem Fischkombinat Rostock als Trägerbetrieb war er das designierte Leistungszentrum der Sportvereinigung Empor, welche die Sportgemeinschaften mit Trägerbetrieben aus dem Bereich Handel und Versorgungswirtschaft umfasste. Das am 27. Juni 1954 eröffnete Ostseestadion war weitgehend fertiggestellt, im Gegensatz zum Feldhandball konnte jedoch keine höherklassige Fußballmannschaft aus den Sportgemeinschaften der Umgebung zusammengestellt werden.

Auch weil der Norden der DDR seit dem Abstieg Motor Wismars in der Saison 1951/52 in der DDR-Oberliga nicht mehr vertreten war und in der bereits begonnenen Saison 1954/55 überwiegend sächsische Mannschaften um die Meisterschaft spielten, beschloss die DDR-Sportführung, die Mannschaft der sächsischen BSG Empor Lauter noch während der Saison nach Rostock zu delegieren. Bereits 1953 war Vorwärts Leipzig in einem ähnlichen Vorhaben nach Berlin delegiert worden. Während die Fachzeitschrift Neue Fußballwoche den Umzug Empor Lauters nach Rostock in einer Sonderausgabe 1991 mit dem späteren Gewerkschaftsbund-Vorsitzenden Harry Tisch in Verbindung brachte, und dies auch von anderen Medien aufgegriffen wurde, gilt als eigentlicher Initiator des Umzugs Karl Mewis, der zu diesem Zeitpunkt erster Sekretär des Bezirks Rostock war.

Empor Lauter gehörte wie Empor Rostock der Sportvereinigung Empor an und war zum Zeitpunkt des Umzugs mit 10:6 Punkten aktueller Tabellenführer der Oberliga. In Lauter verfügte die Mannschaft jedoch über keine auf Dauer wettbewerbsfähige Infrastruktur und konkurrierte mit weiteren Erstligisten in näherer Umgebung. Das Punktspiel des neunten Spieltages gegen Motor Zwickau wurde abgesetzt, um den Umzug der Mannschaft nach Rostock zu ermöglichen. Während drei Lauterer Spieler zu Motor Zwickau und weitere in niederklassige Ligen wechselten oder ihre Karrieren beendeten, verzichteten drei weitere Spieler unter dem Eindruck wütender Proteste seitens der Lauterer Einwohnerschaft auf den bereits zugesagten Ortswechsel, so dass zwölf Spieler mit Trainer Oswald Pfau nach Rostock wechselten. Während die Rostocker Spieler in der Folgezeit bei Auswärtsspielen insbesondere gegen sächsische Mannschaften mitunter als „Verräter“ beschimpft wurden, führte der Umzug in Lauter zu lang anhaltenden Ressentiments, die sich zunächst in der Ausgrenzung von Angehörigen der delegierten Spieler äußerten.

Empor Rostock gehörte zwar zu den als Sportclub besonders geförderten Sportgemeinschaften, mit den Sportvereinigungen Motor, Turbine oder Dynamo konnte die vergleichsweise kleine Sportvereinigung Empor jedoch nicht konkurrieren. So wurde in den Anfangsjahren des Clubs der Fußballkader hauptsächlich mit jungen Talenten aus dem Norden der DDR aufgefüllt; neben dem direkten Rostocker Umfeld waren insbesondere die TSG Wismar und Einheit Greifswald bis in die 1970er Jahre Delegierungsschwerpunkte. Nur wenige „fertige“ Oberligaspieler fanden in dieser Zeit den Weg an die Ostseeküste.

Am elften Spieltag, der am 14. November 1954 ausgetragen wurde, absolvierte die Oberliga-Mannschaft Rostocks ihr erstes Punktspiel vor 17.000 Zuschauern im noch nicht komplett fertiggestellten Ostseestadion gegen Chemie Karl-Marx-Stadt (0:0). Bis zum Saisonende rutschte die kurzfristig mit weiteren Spielern verstärkte Mannschaft auf den neunten Rang der DDR-Oberliga ab, erreichte aber das Finale des FDGB-Pokals. Gegen Wismut Karl-Marx-Stadt unterlag die Rostocker Mannschaft im Leipziger Bruno-Plache-Stadion mit 2:3 nach Verlängerung.

Nachdem Empor Rostock in der Übergangsrunde 1955 noch den zweiten Platz belegt und mit Gerhard Schaller erstmals einen Spieler zur Nationalmannschaft der DDR geschickt hatte, stieg die Mannschaft in der Saison 1956 als Tabellenletzter in die zweitklassige Liga ab. Dabei hatte Rostock zunächst unter Willi Möhring, dann unter Erich Dietel nur zwei Hinrunden-Siege erzielt und zuletzt unter Lothar Wiesner, dem Kurt Zapf als Spielertrainer zur Seite stand, gegen den Abstieg gespielt. Unter Heinz Krügel erreichte Rostock jedoch 1957 den sofortigen Wiederaufstieg und zusätzlich den zweiten Einzug ins FDGB-Pokalfinale, welches gegen Lok Leipzig (1:2) trotz zwischenzeitlicher Führung erneut in der Verlängerung verloren ging.

In der Folgezeit etablierte sich Empor Rostock in der Oberliga und erreichte unter Trainer Walter Fritzsch 1960 abermals das FDGB-Pokalfinale, verlor jedoch gegen Motor Jena (2:3) zum nunmehr dritten Mal in der Verlängerung, obwohl Rostock noch in der 63. Minute mit 2:0 in Führung gegangen war. 1961/62 wurde die Rostocker Mannschaft Vize-Meister der Oberliga, nachdem sie am letzten Spieltag mit einem Punkt Rückstand den Tabellenführer Vorwärts Berlin empfangen hatte und mit 1:3 vor 30.000 Zuschauern im Ostseestadion unterlag. Dennoch wurde die Mannschaft in einer Umfrage der Zeitung Junge Welt zur Mannschaft des Jahres 1961 gewählt, während Rostocks Arthur Bialas mit 23 Toren Torschützenkönig der Oberliga wurde.

1962/63 wurde Empor Rostock mit sechs Punkten Rückstand auf Motor Jena und 1963/64 mit zwei Punkten Rückstand auf Chemie Leipzig erneut Vize-Meister, woraufhin der Mannschaft fortan der Ruf des „ewigen Zweiten“ anhaftete. 1964/65 nahmen mit Wolfgang Barthels, Jürgen Heinsch, Herbert Pankau und Klaus-Dieter Seehaus vier Rostocker Spieler an den Olympischen Sommerspielen 1964 teil und erreichten mit der zum vorerst letzten Mal gesamtdeutschen Mannschaft die Bronze-Medaille, mit Empor Rostock aber nur den fünften Rang in der Oberliga. Trainer Fritzsch hatte zum April 1965 sein Amt niedergelegt, ihm folgte Kurt Zapf als Interims- und ab Juli 1965 Gerhard Gläser als Cheftrainer.

Am 28. Dezember 1965 um 18:32 Uhr wurde mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde die Rostocker Fußballabteilung aus dem Gesamtverein Empor gelöst und der F.C. Hansa Rostock als reiner Fußballclub gegründet. Diese von der Sportführung der DDR veranlasste Ausgliederung war Teil der Bestrebungen des Verbandes, Leistungszentren speziell für den Fußball zu etablieren, der damit eine Sonderstellung im Leistungssportsystem der DDR einnehmen sollte. Bereits am 22. Dezember 1965 war der 1. FC Magdeburg als erster Fußballclub gegründet worden; die Gründungen der Fußballclubs aus Berlin, Chemnitz, Erfurt, Halle und Leipzig folgten im Januar 1966. In 126 Einsendungen waren die Namens- und Emblem-Vorschläge Hansa und Kogge, die an die mittelalterliche Hanse angelehnt sind und auf die Geschichte Rostocks als Hansestadt verweisen, am häufigsten genannt und schließlich umgesetzt worden. Die Bedeutung der Punkte in der Abkürzung „F.C.“ ist unklar; möglicherweise soll damit an den Traditionsclub Rostocker F.C. von 1895 erinnert werden, welcher 1996 neu gegründet wurde. Bis in die 1990er Jahre war allerdings die Schreibweise ohne Punkte üblich. Trägerbetrieb des F.C. Hansa wurde das Kombinat Seeverkehr und Hafenwirtschaft, so dass die Rostocker Staatsamateure unter anderem als Buchhalter im Überseehafen Rostock angestellt wurden. Erster Vorsitzender des F.C. Hansa wurde Heinz Neukirchen.

In der Rückrunde der Saison 1965/66 absolvierte die Mannschaft ihre ersten Spiele als F.C. Hansa Rostock und belegte schließlich unter Trainer Gläser den vierten Tabellenplatz. 1966/67 belegte die Mannschaft nur den zehnten Rang, woraufhin sie unter anderem als „elf Flaschen und Gläser“ verspottet wurde, obwohl in derselben Saison der nunmehr vierte Einzug ins FDGB-Pokalfinale gelang, welches mit 0:3 gegen Motor Zwickau erstmals schon in der regulären Spielzeit verloren ging.

Zu Beginn der Saison 1967/68 ließ die DDR-Sportführung die ASG Vorwärts Rostock nach Stralsund delegieren, auch weil diese, zu diesem Zeitpunkt in der zweitklassigen Liga spielend, als Konkurrenz für den F.C. Hansa angesehen wurde. Am Saisonende wurde Rostocks Gerd Kostmann mit 15 erzielten Toren Torschützenkönig und Hansa mit fünf Punkten Rückstand auf Carl Zeiss Jena zum nunmehr vierten Mal Vize-Meister der Oberliga, womit erstmals der Messepokal genannte Vorläufer des heutigen UEFA-Pokals erreicht wurde. Dort setzte sich Rostock in der ersten Runde gegen den OGC Nizza durch und schied in der zweiten Runde aufgrund der Auswärtstorregel gegen den AC Florenz aus. Der vierte Platz 1968/69 bedeutete für Hansa die erneute Qualifikationen zum Messepokal und für Kostmann mit 18 erzielten Toren den erneuten Gewinn der Torjägerkrone, Trainer Gläser allerdings wurde im Mai 1969 zunächst durch seinen Vorgänger Wiesner ersetzt, dem ab Juli 1969 Horst Saß im Amt nachfolgte.

Saß, mit der Integration von jungen Spielern wie Joachim Streich und Gerd Kische um die Verjüngung der Mannschaft bemüht, belegte mit Hansa 1969/70 nur zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt den zwölften Rang der Oberliga. Im Messepokal konnte zwar nach Panionios Athen in der ersten Runde im Hinspiel der zweiten Runde Inter Mailand mit 2:1 bezwungen werden, nach einer 3:0-Niederlage im Rückspiel schied Rostock jedoch erneut aus dem Wettbewerb aus. Nach drei weiteren Saisons mit Abschlussplatzierungen in der unteren Tabellenhälfte von 1970/71 bis 1972/73 verließ Saß den F.C. Hansa. Bei den Olympischen Sommerspielen 1972 hatten Rostocks Joachim Streich und Dieter Schneider Bronze mit der Nationalmannschaft erreicht.

Unter Heinz Werner erreichte Rostock mit einem siebten Platz 1973/74 wieder die obere Tabellenhälfte, geriet in der Folgesaison 1974/75 jedoch in die Abstiegsränge. Bei der Heimniederlage gegen Carl Zeiss Jena am 8. März 1975 wurde Werner noch während des Spiels durch den Parteifunktionär Harry Tisch aus seinem Amt entlassen. Helmut Hergesell, zwei Jahre zuvor noch als Spieler für Hansa tätig, übernahm das Traineramt, konnte aber den zweiten Abstieg Rostocks in die zweitklassige DDR-Liga nicht verhindern. Während Joachim Streich daraufhin nach Magdeburg wechselte und dort zum Rekordspieler der DDR avancierte, verblieb Gerd Kische in Rostock. Beide waren bei der Weltmeisterschaft 1974 für die Nationalmannschaft der DDR angetreten, Kische auch beim Spiel gegen die bundesdeutsche Auswahl.

Die Leistungsunterschiede zwischen der hauptsächlich aus Betriebssportgemeinschaften bestehenden DDR-Liga und der zum größten Teil aus Fußballclubs bestehenden Oberliga begünstigten den wiederholten Auf- und Abstieg des nunmehr Fahrstuhlmannschaft gewordenen Teams aus Rostock. So blieb Hansa in der DDR-Liga 1975/76 ohne Niederlage, belegte in der Oberligasaison 1976/77 aber mit einem Punkt Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze den letzten Tabellenplatz. Dabei hatte Rostocks Kische auch als Zweitligaspieler mit der Auswahl der DDR an den Olympischen Sommerspielen 1976 teilgenommen und dort das olympische Fußballturnier gewonnen. Der Wiederaufstieg 1977/78 gelang trotz zweier Niederlagen erneut als Tabellenführer, wobei mit einem 10:0 gegen die BSG Motor Wolgast der höchste Pflichtspielsieg der Vereinsgeschichte erspielt wurde. Die schlechten Ergebnisse in der Saison 1978/79 hatten die Ablösung des Trainers Hergesell durch seinen einstigen Mitspieler Jürgen Heinsch im Dezember 1978 zur Folge. Trotz Trainerwechsel kam es am Saisonende zum Wiederabstieg. Als neuer Trainer folgte ab Juli 1979 Harry Nippert auf Heinsch, unter dem Hansa in der Ligasaison 1979/80 erneut ohne Niederlage und mit einem weiterem 10:0-Sieg, diesmal über die BSG Kernkraftwerk Greifswald, umgehend wieder aufstieg. In der Oberligasaison 1980/81 erreichte Hansa mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge den Klassenerhalt.

Vier weitere Saisons blieb Hansa Rostock von 1981/82 bis 1984/85 unter dem erneut als Trainer fungierenden Jürgen Heinsch mit Abschlussplatzierungen in der unteren Tabellenhälfte in der Oberliga, bis 1985/86 der abermalige Abstieg in die Liga unter Trainer Claus Kreul folgte. Rostocks junger Nationalspieler Thomas Doll wechselte daraufhin zum DDR-Rekordmeister BFC Dynamo, während die älteren Axel Schulz und Rainer Jarohs in Rostock verblieben. Neben dem sofortigen Wiederaufstieg gelang in der Folgesaison 1986/87 unter Trainer Werner Voigt auch der erneute Einzug in das FDGB-Pokalfinale, in dem Rostock mit einer 1:4-Niederlage gegen Lok Leipzig zum nunmehr fünften Mal nur den zweiten Platz erreichte. Nachdem die Rostocker Mannschaft in der Saison 1987/88 mit zwei Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen noch um den Klassenerhalt gespielt hatte, qualifizierte sie sich durch den vierten Rang der Saison 1988/89 zum ersten Mal seit 1969 wieder für den internationalen UEFA-Pokal, in dem die Mannschaft jedoch bereits in der ersten Runde gegen Baník Ostrava ausschied.

Nachdem Rostocks Axel Kruse während eines Spiels in Kopenhagen noch im Juli 1989 nach West-Deutschland geflüchtet war, bewirkte die sich abzeichnende Deutsche Wiedervereinigung während der Saison 1989/90, in der Hansa den sechsten Tabellenplatz belegte, eine weitgehende Liberalisierung des Sports. So wurden die bislang offiziell bei den Trägerbetrieben der Sportgemeinschaften beschäftigten Spieler mit Spielerverträgen an die Sportgemeinschaften gebunden und damit nicht mehr als Amateure deklariert, während ihnen gleichzeitig gestattet wurde, ihre sportlichen Arbeitgeber ohne Zustimmung der Sportführung zu wählen. Beim Übergang zu einem marktwirtschaftlich agierenden Fußballverein erhielt Rostock in Folge eines im Januar 1990 abgeschlossenen Kooperationsvertrags Unterstützung durch den SV Werder Bremen, während die Liquidität des F.C. Hansa zunächst durch eine nachträgliche Ablösezahlung der Berliner Hertha für Axel Kruse abgesichert werden konnte. Im Gegensatz zu anderen Sportgemeinschaften der DDR-Oberliga vermied es Hansa daraufhin zunächst, Spieler an die finanzstarken Vereine West-Deutschlands zu verkaufen, was auch durch die anfänglich mit 6.000 Deutsche Mark (etwa 3065 Euro) monatlich vergleichsweise hoch dotierten Spielerverträge gelang.

Die letzte Saison der DDR-Oberliga 1990/91 wurde mit dem Beitritt des ostdeutschen Fußball-Verbands zum westdeutschen Fußball-Bund in NOFV-Oberliga umbenannt und galt als Qualifikation zum gesamtdeutschen Ligensystem. Hierfür verpflichtete Rostock den bislang nur in West-Deutschland aktiven Trainer Uwe Reinders und mit dem US-amerikanischen Nationalspieler Paul Caligiuri den ersten ausländischen Spieler in Diensten des F.C. Hansa. Am 2. August 1990 wurde der F.C. Hansa offiziell zum gemeinnützigen eingetragenen Verein und versuchte den Wegfall des bisherigen Trägerbetriebs insbesondere mit dem ersten Sponsorenvertrag der Clubchronik zu kompensieren, der mit dem Klebstoffhersteller Uhu abgeschlossen wurde. Die Rostocker Mannschaft gewann daraufhin zunächst die Herbstmeisterschaft mit 20 Punkten, so dass in der Rückrunde weitere 15 Punkte den Gewinn der letzten ostdeutschen Meisterschaft im Mai 1991 bedeuteten. Rostock hatte sich damit für den Europapokal der Landesmeister und neben Dynamo Dresden als zweitem ostdeutschen Team für die Bundesliga qualifiziert. Im am 2. Juli 1991 letztmalig ausgetragenen Finale des FDGB-Pokals 1990/91, der analog zum Ligensystem in NOFV-Pokal umbenannt worden war, gewann Rostock zudem in der sechsten Finalteilnahme erstmals den Wettbewerb, nachdem der Eisenhüttenstädter FC mit 1:0 im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark besiegt werden konnte. Der Stellenwert beider Titel war seit der Wiedervereinigung jedoch gesunken, so dass auch das Pokalfinale vor nur rund 4.800 Zuschauern stattfand.

Zu Beginn der Saison 1991/92 verließ schließlich mit Henri Fuchs der erste Rostocker Leistungsträger den Verein in Richtung eines west-deutschen Konkurrenten, was Hansa auch durch die Verpflichtung dreier tschechischer Spieler zu kompensieren versuchte. Als letzter Meister der DDR in der Saisonvorbereitung am DFB-Supercup teilnehmend schied Rostock im Halbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern als amtierendem Meister der Bundesliga aus, wobei Rostocks Kapitän Juri Schlünz als erster Spieler in der Geschichte des deutschen Fußballbundes mit der neu eingeführten gelb-roten Karte vom Platz gestellt wurde. Die Bundesligasaison hingegen begann für Hansa durch ein 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg mit der Tabellenführung. Im Anschluss verlor die zu Saisonbeginn noch unterschätzte Rostocker Mannschaft jedoch mehr und mehr Spiele und fand sich zum Saisonende im Abstiegskampf wieder. Zwar hatte Trainer Reinders seiner Entlassung in der Winterpause trotz Differenzen mit dem Vereinspräsident Gerd Kische noch entgegenwirken können, zum März 1992 wurde er aber doch durch Erich Rutemöller ersetzt. Am letzten Spieltag besiegte Hansa Eintracht Frankfurt mit 2:1 und entschied damit die deutsche Meisterschaft zu Ungunsten der Frankfurter, der Abstieg der Rostocker in die 2. Bundesliga konnte hierdurch jedoch nicht verhindert werden. Im Europapokal der Landesmeister war Rostock bereits in der ersten Runde am späteren Pokalsieger FC Barcelona gescheitert, obgleich Hansa nach der 0:3-Niederlage im Camp Nou das Rückspiel im heimischen Ostseestadion mit 1:0 gewinnen konnte.

Für die Zweitligasaison 1992/93 plante die Vereinsführung den sofortigen Wiederaufstieg, musste jedoch den Abgang von vier Leistungsträgern hinnehmen, die aufgrund der angespannten finanziellen Lage durch noch unerfahrene Spieler wie Timo Lange und Marco Zallmann ersetzt wurden, von denen insbesondere Lange zum Rekord-Spieler Hansas in der Bundesliga werden sollte. In der Hinrunde belegte Hansa daraufhin zumeist Aufstiegsränge, fiel dann aber auf den sechsten Tabellenplatz zurück. Horst Hrubesch ersetzte deshalb noch in der Winterpause den in Frage gestellten Trainer Rutemöller, rutschte mit der Mannschaft bis zum Saisonende aber noch weiter ab und belegte schließlich nur den elften Platz der 2. Bundesliga, woraufhin er sein Amt niederlegte. Zur Folgesaison 1993/94 unter dem zum nunmehr dritten Mal als Trainer engagierten Jürgen Heinsch verfehlte Hansa den Aufstieg mit dem achten Tabellenplatz erneut.

Die Vereinsführung plante daraufhin für die Zweitligasaison 1994/95 den Neuaufbau der Rostocker Mannschaft, für den Frank Pagelsdorf als Trainer verpflichtet wurde. Während langjährige Leistungsträger wie Juri Schlünz ihre Karrieren beendeten, kam unter anderem Stefan Beinlich vom englischen Verein Aston Villa nach Rostock. Obwohl die Mannschaft ohne Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet war, erreichte sie den Aufstieg bereits am drittletzten Spieltag und belegte zum Saisonende den ersten Tabellenplatz. Mit dem gleichzeitigen Abstieg Dynamo Dresdens aus der ersten Liga wurde Hansa daraufhin über mehrere Jahre als einziger Vertreter der ehemaligen DDR-Oberliga in der Bundesliga zum „Leuchtturm des Ostens“.

Überraschend belegte der Aufsteiger aus Rostock in der Hinrunde der Bundesligasaison 1995/96 zwischenzeitlich den dritten Tabellenrang, fiel bis zum Saisonende aber auf den sechsten Rang zurück und verzichtete auf die damit erreichte Teilnahme am UI-Cup. Dabei war es im Heimspiel gegen den FC St. Pauli zu Ausschreitungen gekommen, in deren Folge Hansa mit einer Platzsperre und einer Geldstrafe belegt wurde, so dass das Heimspiel am 28. Oktober 1995 statt im 25.500 Zuschauer fassenden Ostseestadion im Berliner Olympiastadion vor 58.492 Zuschauern ausgetragen wurde, was für Hansa einen neuen Zuschauerrekord bedeutete.

Zum Beginn der Saison 1996/97 gab Rostock René Schneider an Borussia Dortmund ab, der als erster Hansa-Spieler 1995 einen Einsatz in der gesamtdeutschen Nationalelf absolviert und bei der Europameisterschaft 1996 zum Kader des Titelträgers gezählt hatte. Erst zur Winterpause, in der auch ein Aufsichtsrat als den Vereinsvorstand kontrollierendes Gremium eingerichtet wurde, konnte die auch daraus resultierende Defensiv-Schwäche der Mannschaft beigelegt werden, die mit dem 15. Platz zum Saisonende den erneuten Abstieg vermeiden konnte. Frank Pagelsdorf erfüllte damit als bis heute einziger Bundesligatrainer seinen Vertrag in Rostock und verließ Hansa in Richtung Hamburger SV.

Für die Saison 1997/98 verpflichtete Rostock Ewald Lienen als neuen Trainer, belegte im gesamten Saisonverlauf durchgehend mindestens den siebten Platz und wurde zum Saisonende erneut Sechster der Bundesliga. In einer von der Fachzeitschrift kicker durchgeführten Umfrage unter 200 Bundesligaspielern belegte Hansa daraufhin den ersten Platz in der Kategorie „schönster Fußball“. Beim DFB-Hallenpokal im Januar 1998 hatte die Mannschaft unter Lienen mit einem 4:3 im Endspiel gegen den FC Schalke 04 den ersten gesamtdeutschen Titel des F.C. Hansa gewonnen.

Zu Beginn der Saison 1998/99 nahm Rostock dann am UI-Cup teil, scheiterte dort jedoch schon am ersten Gegner, VSC Debrecen aus Ungarn. Die Mannschaft hatte erneut mehrere Leistungsträger abgegeben und belegte in der Bundesliga zunächst fast ausnahmslos Abstiegsplätze, bis Lienen im März 1999 vom Traineramt entbunden und durch seinen bisherigen Co-Trainer Andreas Zachhuber ersetzt wurde, unter dessen Regie der Klassenerhalt durch den 3:2-Siegtreffer von Sławomir Majak in der 83. Minute gegen den VfL Bochum am letzten Spieltag gesichert wurde. Dabei galt das Saisonfinale 1998/99 als eines der dramatischsten in der Geschichte der Bundesliga. Im folgenden DFB-Pokal 1999/00 erreichte der Verein unter Zachhuber mit der Halbfinalteilnahme die beste Platzierung der Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb.

In vier weiteren Saisons mit Abschlussplatzierungen zwischen dem 12. und 15. Rang von 1999/2000 bis 2002/03 spielte Hansa unter den Trainern Zachhuber, Friedhelm Funkel und Armin Veh gegen den Abstieg in die 2. Bundesliga. Dabei gab der Verein unter anderem 1999/2000 mit Oliver Neuville und Marko Rehmer seine deutschen Nationalspieler ab, um durch Ablösesummen einen Teil der Etats bestreiten zu können. Zwischen 1998 und 2007 verpflichtete der F.C. Hansa insgesamt sieben schwedische, drei dänische und einen finnischen Spieler, wodurch bei Heimspielen zwischenzeitlich bis zu 2.000 schwedische Fans ins Ostseestadion kamen. In der Saison 2003/04 erreichte Hansa unter Trainer Juri Schlünz den neunten Rang und damit die dritte Qualifikation zum UI-Cup, verzichtete aber zum zweiten Mal auf die Teilnahme. Martin Max hatte in 33 Spielen 20 Tore für Hansa erzielt und damit einen neuen Vereinsrekord in der Bundesliga aufgestellt, beendete jedoch im Anschluss an die Saison vorzeitig seine Karriere.

Zu Beginn der Saison 2004/05 nahm Hansa erstmals am DFB-Ligapokal teil und schied in der ersten Runde gegen Bayer 04 Leverkusen im Elfmeterschießen aus. Im Folgenden verlor Rostock die ersten acht Heimspiele in der Bundesliga, womit ein seit 1965 bestehender Negativ-Rekord Tasmania Berlins eingestellt wurde, und erreichte in der gesamten Hinrunde nur elf Punkte. Dabei hatte die 0:6-Niederlage gegen den Hamburger SV im November 2004 den Rücktritt des Trainers Schlünz zur Folge. Unter dessen Nachfolger Jörg Berger stieg Hansa mit insgesamt 18 Niederlagen in 34 Spielen nach zehnjähriger Erstligazugehörigkeit als Tabellensiebzehnter in die 2. Bundesliga ab.

Zur Saison 2005/06 strebte Hansa den sofortigen Wiederaufstieg an und ersetzte nach zwei Auftaktniederlagen Trainer Berger durch den zum F.C. Hansa zurückkehrenden Frank Pagelsdorf, der mit der Mannschaft schließlich den zehnten Platz in der Abschlusstabelle belegte. In der Saison 2006/07 blieb Hansa bis zum 18. Spieltag ohne Niederlage, stellte damit einen neuen Vereinsrekord für die 2. Bundesliga auf und erreichte als Zweitplatzierter den Aufstieg in die Bundesliga.

Für die Bundesligasaison 2007/08 erhielt der F.C. Hansa die Spiellizenz nur unter finanziellen Auflagen und veräußerte am 2. Juli 2007 die Namensrechte am Ostseestadion an die Deutsche Kreditbank, woraufhin das Stadion in DKB-Arena umbenannt wurde. Mit 17 Punkten aus 17 Spielen belegte Hansa nach der Hinrunde noch den 15. Tabellenplatz, fiel jedoch im weiteren Saisonverlauf auf die Abstiegsplätze zurück und stieg schließlich als Tabellenvorletzter in die 2. Bundesliga ab.

Für die Zweitliga-Spielzeit 2008/09 erhielt Rostock die Spiellizenz ohne wirtschaftlich beschränkende Auflagen und startete mit neun Punkten aus sieben Spielen in die Saison. Am achten Spieltag erzielte Hansa durch ein 9:0 gegen die TuS Koblenz den höchsten Pflichtspielsieg seit der Wiedervereinigung, der zugleich den höchsten Sieg in der Geschichte der eingleisigen 2. Bundesliga darstellte. Nach vier sieglosen Spielen fiel Hansa jedoch nachfolgend auf den 12. Tabellenplatz zurück, woraufhin Pagelsdorf am 10. November 2008 beurlaubt wurde. Dessen Nachfolge als Cheftrainer trat elf Tage später Dieter Eilts an, unter dem die Mannschaft im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal 2008/09 ausschied und am 21. Liga-Spieltag auf den vorletzten Tabellenplatz zurückfiel. Am 23. Spieltag wurde auch Eilts schließlich von seinem Amt entbunden, dem Andreas Zachhuber im Amt nachfolgte.

1991 trat die in der Regionalliga der Frauen spielende Fußballabteilung der BSG Post Rostock dem F.C. Hansa Rostock bei und gewann in den folgenden zwei Spielzeiten jeweils den Landespokal Mecklenburg-Vorpommern. Bereits 1993 wechselte die Abteilung weiter zum Polizei SV Rostock, für den sie 1995/96 kurzzeitig in der Bundesliga der Frauen antrat. 2005 schloss sich die Abteilung dem SV Hafen Rostock 61 an.

Der F.C. Hansa bezeichnet sich selbst als „Ausbildungsverein“, bei dem Jugendspieler auch über die zweite Mannschaft vermehrt zu Profisportlern gefördert werden sollen.

Nach der Delegierung Empor Lauters nach Rostock wurde zum Aufbau einer Jugendabteilung 1955 zunächst die B-Jugend der BSG Einheit Rostock dem SC Empor Rostock angeschlossen. Weitere Jugendspieler wurden aus Betriebssportgemeinschaften der Region gewonnen sowie 18 von 250 Bewerbern eines Vorspielens im April 1955 in die Jugendmannschaften aufgenommen. In den Jugendwettbewerben der DDR konnten daraufhin unter anderem in der Altersklasse Jugend (B-Jugend) 1970, 1978 und 1990 sowie in der Altersklasse Junioren (A-Jugend) 1968, 1973 und 1980 die jeweilige Meisterschaft gewonnen werden. Über die Jugendmannschaften gelangten regelmäßig Spieler wie Jürgen Decker, Jürgen Heinsch, Rainer Jarohs, Heiko März, Dieter Schneider und Axel Schulz in den Oberligakader Rostocks.

Zu den größten Erfolgen der Jugendabteilung seit der Wiedervereinigung zählt der Gewinn der deutschen Vize-Meisterschaft der B-Jugendlichen in der Saison 2004/05 unter Trainer Thomas Finck. In gleichen Zeitraum gelangten Spieler wie Kai Bülow, Uwe Ehlers, Tim Sebastian und Marco Vorbeck aus der Rostocker Jugend zum Profifußball. Mit Carsten Jancker und Toni Kroos erreichten weitere Rostocker Jugendspieler ihr Bundesliga-Debüt bei anderen Vereinen.

2008/09 unterhält der F.C. Hansa je zwei Jugendmannschaften in den Altersklassen F- bis C-Jugend sowie je eine Mannschaft in den Altersklassen B- und A-Jugend, welche für den F.C. Hansa als Gründungsmitglieder an der U-17-Bundesliga beziehungsweise der U-19-Bundesliga teilnehmen. Während Roland Kroos die U-17-Mannschaft des Vereins betreut, wird die U-19 vom vormaligen Hansa-Spieler Michael Hartmann trainiert.

Die Jugendarbeit des F.C. Hansa wird durch Kooperationen mit den als Eliteschule des Fußballs ausgezeichneten CJD Jugenddorf-Christophorusschule und Heinrich-Schütz-Realschule, dem Ostseegymnasium und der BCAW Bildungscenter GmbH sowie mehreren lokalen Fußballvereinen wie dem FC Eintracht Schwerin und dem 1. FC Neubrandenburg unterstützt. Im vereinseigenen Jugendinternat finden 20 Spieler Unterkunft.

Die zweite Mannschaft Hansas fungiert insbesondere als Förderkader für Jungspieler, die sich hierüber für die erste Mannschaft empfehlen können.

Die Zweitvertretung des SC Empor Rostock wurde 1961 gegründet. Innerhalb von zwei Jahren stieg sie aus der Kreisklasse in die zu diesem Zeitpunkt drittklassige Bezirksliga Rostock auf. Nach dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft in der Saison 1966/67 profitierte die inzwischen in den FC Hansa Rostock ausgegliederte Mannschaft von dem Beschluss des DDR-Fußballverbandes, den Reservemannschaften der Oberligateams künftig den Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga zu ermöglichen. Neben dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt gehörte Hansa zu den ersten Clubs, deren Reservemannschaften zur Saison 1967/68 in die DDR-Liga aufstiegen. Um dieses Ziel zu sichern, hatte die Hansa-Clubleitung extra Torjäger Gerd Kostmann aus der ersten in die zweite Mannschaft beordert. Mit seinen 24 Toren wurde er Torschützenkönig der Bezirksliga und trug so maßgeblich zum Aufstieg bei. In der DDR-Liga belegte die Reservemannschaft daraufhin in acht Spielzeiten zumeist einstellige Tabellenplätze, bis sie in der Saison 1974/75 wegen des Abstiegs der Oberligamannschaft in die DDR-Liga zwangsweise ebenfalls abstieg. Die folgende Bezirksliga-Spielzeit beendete die Reserve als Meister ihrer Bezirksliga-Staffel, wurde dann aber mehrfach zwischen der Bezirksliga und der Nachwuchsoberliga umgruppiert, die zwischen 1976 und 1983 für die Reservemannschaften der Oberligisten existierte. 1986/87 bedeutete die erneute Meisterschaft der nun wieder in einer Staffel ausgespielten Bezirksliga den erneuten Aufstieg der Reservemannschaft in die DDR-Liga. In der Saison 1987/88 stieg diese jedoch als Tabellenletzter umgehend wieder ab.

Auch am FDGB-Pokal nahm Hansas zweites Team mehrfach teil und erzielte in 31 Pokalspielen 16 Siege bei zwölf Niederlagen und drei Unentschieden, schied jedoch bei jeder Teilnahme vorzeitig aus dem Wettbewerb aus. Zwischenzeitlich existierte zudem eine dritte Mannschaft, welche 1970 an der ersten Runde des FDGB-Pokals teilnahm.

Durch die deutsche Wiedervereinigung wurde Rostocks zweite Mannschaft 1991/92 in die Landesliga Mecklenburg-Vorpommern eingegliedert und stieg in die Oberliga Nordost auf. Mit dem nicht erreichten Wiederaufstieg der ersten Mannschaft 1993 wurden die Spieler der zweiten Mannschaft aus finanziellen Gründen entlassen. An ihrer Stelle nahm die A-Jugendmannschaft des F.C. Hansa an der Oberliga teil und stieg als Tabellenfünfzehnter in die Landesliga ab. 1995/96 gelang der Wiederaufstieg, dem 1996/97 der Aufstieg in die Regionalliga Nordost als dritthöchster deutscher Spielklasse folgte. 1997/98 stieg die Mannschaft jedoch umgehend wieder ab, woraufhin aufgrund der für einen Verbleib in der Regionalliga nötigen Aufwendungen auf den mit den Oberliga-Meisterschaften 1999/2000 und 2004/05 möglichen Aufstieg verzichtet wurde.

In der Saison 2007/08 wurde unter Trainer Thomas Finck erneut der Aufstieg in die Regionalliga als ab 2008/09 vierthöchster deutscher Spielklasse anvisiert, der schließlich als Tabellenzweiter erreicht wurde. Dort belegte die Mannschaft zur Winterpause mit 26 Punkten aus 18 Spielen den sechsten Tabellenplatz.

Die zweite Mannschaft repräsentierte den F.C. Hansa Rostock auch im Mecklenburg-Vorpommern-Pokal und gewann diesen 1997/98, 2004/05 und 2005/06. Im damit erreichten DFB-Pokal schied das Team jeweils in der ersten Runde mit insgesamt 1:15 Toren gegen den MSV Duisburg, Mainz 05 und Schalke 04 aus. Da die Reservemannschaft der Lizenzvereine ab Sommer 2008 ihre Teilnahmeberechtigung am DFB-Pokal verloren, verzichtet der F.C. Hansa seit 2007 auf die weitere Teilnahme am Landespokal.

Trainer der Mannschaft in der Saison 2008/09 der 2. Bundesliga war bis inklusive des 12. Spieltags Frank Pagelsdorf, dem Timo Lange als Co- und Perry Bräutigam als Torwart-Trainer assistierten. Wegen ausbleibender Erfolge wurden Pagelsdorf und Lange jedoch am 10. November 2008 von ihren Ämtern entbunden, woraufhin Juri Schlünz als Übergangstrainer berufen wurde. Am 21. November 2008 wurde schließlich Dieter Eilts als neuer Trainer der Lizenzmannschaft verpflichtet, dem Mike Barten als Co-Trainer assistierte, bis Eilts am 6. März 2009 von seinem Amt entbunden wurde. Ihm folgte Andreas Zachhuber nach, dem Thomas Finck als Co-Trainer assistiert.

Während Stefan Beinlich zum Ende der Spielzeit 2007/08 seine aktive Fußballerkarriere nach 18 Jahren beendete, wurden die Verträge von Victor Agali (Wechsel zu Skoda Xanthi), Sebastian Hähnge (zu Carl Zeiss Jena), René Rydlewicz (zu Anker Wismar) und Amir Shapourzadeh (zum FSV Frankfurt) nicht verlängert. Die Spieler Tim Sebastian (zum Karlsruher SC) und Marc Stein (zu Hertha BSC) schlugen Angebote zur Vertragsverlängerung in Rostock aus. Als Neuzugänge wurden Sebastian Albert und Tom Buschke aus Hansas zweiter Mannschaft sowie Mario Fillinger vom Hamburger SV, Robert Lechleiter von der SpVgg Unterhaching und Martin Retov von Brøndby IF verpflichtet. Zusätzlich wurde Kevin Schindler für eine Spielzeit von Werder Bremen und Bastian Oczipka für zwei Spielzeiten von Bayer Leverkusen ausgeliehen.

Daneben gelang einigen Spielern der Reservemannschaft der zwischenzeitliche Sprung in die Lizenzmannschaft, so Tobias Jänicke während der Saisonvorbereitung und Guido Kocer im Herbst 2008. Beide wurden im weiteren Saisonverlauf jedoch wieder zurückgestuft.

Wegen anhaltender Erfolglosigkeit in der ersten Saisonhälfte wurden zur Winterpause 2008/09 vier Spieler trotz laufender Verträge von Dieter Eilts aus dem Profikader gestrichen. Dies betraf Đorđije Ćetković (zum VfL Osnabrück), Addy-Waku Menga (zu Werder Bremen) und Christian Rahn (zu Greuther Fürth) sowie Dexter Langen. Darüberhinaus wechselten Robert Lechleiter zum VfR Aalen sowie Zafer Yelen und Tom Buschke in Hansas Reserve. Im Gegenzug wurden Sebastian Svärd bis zum Sommer 2009 von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen, Krisztián Lisztes von Rákospalotai EAC, Henri Myntti von Tampere United und Kevin Schöneberg vom 1. FC Köln verpflichtet sowie Felix Kroos aus der zweiten in die erste Mannschaft befördert. Andreas Zachhuber machte zudem im März 2009 die Suspendierung Langens rückgängig und berief auch Stephan Gusche aus der Reserve zum Lizenzkader, wohingegen Benjamin Lense und Assani Lukimya-Mulongoti der Reservemannschaft zugeteilt wurden.

Trainer der Mannschaft in der Saison 2008/09 der Regionalliga war zunächst Thomas Finck, dem als Co-Trainer Axel Rietentiet assistierte. Finck wurde jedoch am 8. März 2009 Co-Trainer der Lizenzmannschaft, woraufhin Rietentiet das Traineramt der zweiten Mannschaft übernahm. Dessen Co-Trainer wurde Jens Dowe. Einige Spieler der Lizenzmannschaft, wie Kenneth Kronholm, Simon Tüting und Sebastian Albert, laufen regelmäßig auch für die zweite Mannschaft auf, an deren Spielbetrieb zeitweise auch weitere Spieler der ersten Mannschaft teilnehmen.

Michael Hartmann wechselte bereits während der Saison 2007/08 vollständig in den Rostocker Trainerstab. Zur Sommerpause verließen Danny Beier, Leon Binder, Felix Dojahn, Max Kremer, Clemens Lange, Fabian Pieper und Tobias Werk den Verein, Sebastian Albert und Tom Buschke rückten in den Lizenzspielerkader auf. Als Neuzugänge wurden Felix Drecoll, Stephan Gusche und Arvid Schenk aus der eigenen Jugend, Daniel Becker vom FSV Bentwisch, Henry Haufe vom Frankfurter FC Viktoria, Jackson Mendy vom Paris FC, Alexander Rahmig vom FC Strausberg, Robert Rudnik von der TSG 1899 Hoffenheim, Steffen Schrod vom SV Viktoria Aschaffenburg und Murat Yilmaz vom Berliner FC Dynamo verpflichtet.

Während der Saisonvorbereitung wurde zudem Tobias Jänicke und im Herbst 2008 auch Guido Kocer in den Lizenzspielerkader berufen, beide wurden im weiteren Saisonverlauf jedoch wieder zurückgestuft. Bereits im Oktober 2008 war der noch für die A-Jugend spielberechtigte Felix Kroos in die zweite Mannschaft aufgerückt, wurde zur Winterpause aber ebenfalls zur Lizenzmannschaft befördert, was im März 2009 auch Stephan Gusche gelang.

In der Winterpause verließ Robert Rudnik den Verein und schloss sich Energie Cottbus an, während Felix Drecoll zum Torgelower SV wechselte. Dagegen rückte Thomas Götzl aus der eigenen Jugend in die zweite Mannschaft auf, die mit Buschke, Lense, Lukimya-Mulongoti und Yelen zudem noch weitere Zugänge aus der ersten Mannschaft verbuchte.

Von 1954 bis 1965 Teil des SC Empor Rostock wurde der heutige F.C. Hansa während dieser Zeit von Rudi Reichmann als Leiter der Sektion Fußball geführt, welcher als damaliges DTSB-Bezirksvorstandsmitglied ebenso wie die Fußballmannschaft der BSG Empor Lauter aus Sachsen nach Rostock delegiert worden war. Während diesem vereinzelt auch ehrenamtliche Funktionäre unterstellt waren, oblagen einschneidende Entscheidungen jedoch der Führung des Sportclubs, des DFV oder des DTSB, wobei diese politische Einflussnahme im sportlichen System der Deutschen Demokratischen Republik noch bis zur Zeit der politischen Wende praktiziert werden sollte.

Mit der Ausgliederung des F.C. Hansa aus dem SC Empor wurde ab 1965 Heinz Neukirchen ehrenamtlicher Vorsitzender des nunmehr eigenständigen Fußballclubs, was der verbreiteten Praxis entsprach den Vorsitzenden des jeweiligen Club-Trägerbetriebs auch zum Vorsitzenden des Clubs zu ernennen. 1967 wurde die mittlerweile zwölf Personen umfassende Vereinsführung nochmals umstrukturiert und der bislang unter Neukirchen als Technischer Leiter fungierende Ernst-Moritz Pahnke übernahm den Clubvorsitz, wurde jedoch 1973 wegen ausgebliebener Titelgewinne von seinem Amt entbunden. An seiner Stelle setzte der einflussreiche Partei-Funktionär Harry Tisch seinen bis dahin persönlichen Referenten Jochen Timmermann als Vorsitzenden des F.C. Hansa ein und nahm auch in weiteren Bereichen großen Einfluss auf den Fußballclub. Hansa konnte in der Folge jedoch nicht mehr an die Vize-Meisterschaften der Vorjahre anknüpfen, so dass Timmermann als Vorsitzender ohne Rückhalt blieb und ab 1975 durch Rudi Alms ersetzt wurde, welcher seinerseits nach zwei Jahren von Ulli Stoll ersetzt wurde. 1986 wurde schließlich Robert Pischke als Vorsitzender der mittlerweile auf 22 Mitglieder angewachsenen Clubführung gemeinsam mit Trainer Werner Voigt vom BFC Dynamo nach Rostock delegiert.

Nachdem Hansa im Zuge der politischen Wende am 2. August 1990 als gemeinnütziger Verein eingetragen worden war, stand dem Verein zunächst weiterhin Robert Pischke vor, firmierte nun aber als amtierender Vereinspräsident; als sein amtierender Vize-Präsident wurde der im Rahmen einer Kooperation mit Werder Bremen an der Ostsee verweilende Dieter Ernst eingesetzt. Auch wegen der massiven Kritik des vormaligen Hansa-Spielers Gerd Kische an diesem Kooperationsvertrag und an der Personalie Ernst, verzichtete Pischke jedoch auf eine offizielle Kandidatur bei der Jahreshauptversammlung im Februar 1991, so dass dort Kische selbst zum Vize-Präsidenten und Wolfgang Zöllick, zuvor stellvertretender Oberbürgerbürgermeister der Stadt Rostock, zum Vereinspräsidenten gewählt wurden. Bereits für Juni 1991 war jedoch eine Mitgliederversammlung angesetzt worden, bei der schließlich Kische selbst zum Vereinspräsidenten gewählt wurde. Nachdem dieser sich jedoch mit mehreren Vereins-Funktionären und Trainern überworfen und teilweise deren Rücktritt bewirkt hatte, gab er schließlich dem daraus resultierenden Druck der Vereinsmitglieder nach und trat 1993 seinerseits von seinem Amt zurück.

Nach der Amtszeit des Rostocker Unternehmers Gernot Böttrich als Vereinspräsident zwischen 1993 und 1994, amtierte zum Jahresende 1995 der einstige DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel als Präsident, als dieses Amt formell abgeschafft und die Vereinsführung in Aufsichtsrat und Vorstand unterteilt wurde. Dabei wird der Aufsichtsrat von der Mitgliederversammlung für jeweils vier Jahre gewählt und bestimmt den Vorstand, welchem die Geschäftsführung des Vereins obliegt. Zunächst wurde Horst Klinkmann Aufsichtsratsvorsitzender, während Diestel amtierender Vorstandsvorsitzender blieb, bis er 1997 durch Eckhardt Rehberg ersetzt wurde. Rehberg seinerseits wurde 2001 durch Manfred Wimmer ersetzt.

Zu Saisonbeginn 2008/09 bildeten die Vereinsführung des F.C. Hansa zunächst Horst Klinkmann als Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 1996, Dirk Grabow als Vorstandsvorsitzender und Finanzleiter seit 2006, Ralf Gawlack als Marketing-Vorstand seit 1998, Juri Schlünz als Jugend- und Amateurvorstand sowie Herbert Maronn als Vorstand der Lizenzspielerabteilung jeweils seit 2007. Ralf Gawlack ist gleichzeitig Geschäftsführer der Ostseestadion GmbH & Co. KG, welche als Betreiber der DKB-Arena, Herausgeber der Stadionzeitung und Vertreiber von Merchandise-Artikeln fungiert. Auf der Hauptversammlung im November 2008 wurde jedoch ein neuer Aufsichtsrat gewählt, für den Horst Klinkmann nicht mehr zur Wahl stand, woraufhin Adalbert Skambraks zu seinem Nachfolger gewählt wurde. Anfang März 2009 trat Skambraks jedoch von diesem Posten zurück; ihm folgte Hans-Ulrich Gienke im Amt nach. Bereits eine Woche zuvor war Herbert Maronn als Leiter der Lizenzabteilung beurlaubt und der vormalige Hansa-Spieler René Rydlewicz als dessen Nachfolger vorgestellt worden.

Im sportlichen System der DDR war Empor Rostock zunächst dem Fischkombinat Rostock als Trägerbetrieb unterstellt, während die gleiche Funktion für Hansa Rostock durch das Kombinat Seeverkehr und Hafenwirtschaft wahrgenommen wurde. Im Zuge der Wiedervereinigung entfielen die Trägerbetriebe der Oberliga-Clubs, so dass diese erstmals eigenständig wirtschaften mussten. Hansa schloss daraufhin zur Saison 1990/91 mit dem Klebstoffhersteller Uhu den ersten Sponsorenvertrag der Clubchronik ab, im Folgenden sollte sich der Verein im vergleichsweise strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern jedoch mit Schwierigkeiten bei der Sponsorensuche konfrontiert sehen. So wurde der zur Bundesliga-Saison 1991/92 mit dem Baukonzern Elbo abgeschlossene Sponsorenvertrag durch die Zerschlagung des einstigen DDR-Großkonzers durch das Bundeskartellamt obsolet. Der in der Zweitliga-Saison 1992/93 gültige Vertrag mit dem Unternehmen BioWolf endete dagegen mit der Insolvenz BioWolfs, woraufhin aus finanziellen Gründen die Spieler der Zweitvertretung des F.C. Hansa entlassen und durch Jugendspieler ersetzt, sowie die Frauen-Fußball-Abteilung gänzlich aus dem Verein ausgegliedert wurden. Während andere ehemalige Oberligisten wie Dynamo Dresden und VfB Leipzig aufgrund finanzieller Engpässe bald Punktabzüge und Zwangsabstiege hinnehmen mussten, konnte Hansa sich jedoch nach und nach wirtschaftlich stabilisieren, was erst durch das verstärkte Engagement zahlreicher Nebensponsoren ermöglicht wurde.

Dem sportlichen Aufstieg in die Bundesliga 1994/95 folgte schließlich eine Periode, in welcher der F.C. Hansa seinen Etat zum Teil auch durch Spieler-Verkäufe bestreiten konnte, wobei vor allem René Schneider, Oliver Neuville und Victor Agali zu nennen sind. Teils gab der Verein in dieser Zeit jedoch auch selbst Millionenbeträge für Neuverpflichtungen aus, wie beispielsweise für Rade Prica als teuerster Spieler-Kauf der Vereinsgeschichte. Ab 2002 blieben ertragreiche Spielerverkäufe wiederum aus, so dass der Abstieg aus der Bundesliga 2004/05 gleichzeitig ein hohes finanzielles Risiko bedeutete. So hatte der Verein nach einem in der Abstiegssaison erwirtschafteten Verlust von 430.000 Euro die Spiellizenz für die zweite Liga erst durch eine Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhalten, woraufhin während der Saison 2005/06 ein erneuter Verlust von 1,4 Millionen Euro erwirtschaftet wurde. Das Aufstiegsjahr 2006/07 bedeutete erneut einen erwirtschafteten Verlust von etwa 1,2 Millionen Euro, womit die Verbindlichkeiten des Vereins auf 9,8 Millionen Euro stiegen. Auch wegen des am 2. Juli 2007 erfolgten Verkaufs der Namensrechte am Ostseestadion, jetzt DKB-Arena, für 1,5 Millionen Euro jährlich plante der Verein daraufhin die Saison 2007/08 bei einen wirtschaftlichen Gewinn von 1,1 Millionen Euro mit einem Etat von 27,6 Millionen Euro zu bestreiten. Im Oktober 2008 meldete der Verein sogar einen Gewinn von 3,2 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr, rechnete jedoch mit einem erneuten Verlust von 1,84 Millionen in der laufenden Spielzeit.

Die Zweitliga-Saison 2008/09 bestreitet der Verein mit einem Etat von 17 Millionen Euro, doch gestaltete sich die Sponsorensuche erneut schwierig, nachdem KiK im Sommer 2008 die Zusammenarbeit mit dem F.C. Hansa nach nur einem Jahr beendet hatte, von der Hansa zuvor mit rund einer Million Euro profitierte. Als neuer Hauptsponsor konnte erst kurz vor Saisonbeginn die Mecklenburgische Brauerei Lübz vorgestellt werden, welche zuvor schon als Nebensponsor des F.C. Hansa aktiv gewesen war und dem Verein rund 750.000 Euro zahlt. Die zweite Mannschaft des F.C. Hansa führt zudem mit der wHolz GmbH einen eigenen Trikotsponsor, welcher als Caterer unter anderem in der Rostocker DKB-Arena und dem Rudolf-Harbig-Stadion von Dynamo Dresden tätig ist. Der Nachwuchsbereich wird durch die Stadtwerke Rostock AG gesponsert. Als Ausrüster des F.C. Hansa fungiert seit 2006 die niederländische Teamsportmarke Masita.

Das mit Hilfe des Nationalen Aufbauwerks zwischen 1953 und 1956 errichtete Rostocker Ostseestadion wurde am 27. Juli 1954 eingeweiht und diente Empor Rostock beziehungsweise später Hansa Rostock ab dem 14. November 1954 als Heimspielstätte. Als allgemeines Sportstadion konzipiert, fungierte es unter anderem auch als Austragungsort der Leichtathletikmeisterschaften der DDR, wurde in der Anfangsphase aber auch insbesondere für Feldhandballspiele genutzt. Nach mehreren Umbauten fasste das anfänglich für 18.000 Zuschauer ausgelegte Ostseestadion schließlich 25.500 Zuschauer, bis es zwischen April 2000 und Juli 2001 mit finanzieller Unterstützung der Stadt Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern komplett erneuert wurde. Dabei entstand durch Aufwendungen in Höhe von 28,1 Millionen Euro (55 Millionen Deutsche Mark) ein reines Fußballstadion mit einer Kapazität von bis zu 29.000 Zuschauern, in dem am 4. August 2001 das erste Heimspiel des F.C. Hansa stattfand. Am 2. Juli 2007 wurden die Namensrechte am Ostseestadion bis 2017 an die Deutsche Kreditbank veräußert, woraufhin dieses in DKB-Arena umbenannt wurde. Die Ostseestadion GmbH & Co. KG als Tochtergesellschaft des Vereins ist Betreiber der DKB-Arena.

Als Stadionzeitung erscheint 2008/09 nach mehrfachen Umbenennungen und Herausgeberwechseln die von der Ostseestadion GmbH herausgegebene Kogge, für die zweite Mannschaft erscheint mit dem A-Team seit 1997 eine eigene Stadionzeitung.

Vor Errichtung des Ostseestadions war Rostocks größte Sportanlage das Volksstadion, das zwischen 1923 bis 1928 erbaut wurde und zwischenzeitlich bis zu 20.000 Zuschauern Platz geboten haben soll. Bis zu deren Aufstieg in die Regionalliga zur Saison 2008/09 diente es mit einem Fassungsvermögen von 8.000 Stehplätzen der zweiten Mannschaft Rostocks als Heimspielstätte. Auch die Jugend-Bundesligamannschaften des F.C. Hansa tragen ihre Spiele teilweise im Volksstadion aus, weichen gelegentlich aber auf das Rostocker Leichtathletikstadion oder Spielstätten in Orten des Rostocker Umlandes aus.

Das Vereinsemblem des F.C. Hansa Rostock wurde 1965 von Karl-Heinz Kuhn entworfen. In den Farben der Stadt Rostock zeigt es eine stilisierte Hansekogge. Neben der dem Vereinswappen entnommenen Kogge als Sinnbild des Vereins existiert derzeit kein offizielles Vereinsmaskottchen. Als Identifikationsmaßnahme führte Hansa Rostock zwar 1993 eine Umfrage nach dem zukünftigen Maskottchen des Vereins durch, wobei sich eine Rollo genannte Wikingerfigur unter anderem gegen den Mecklenburgischen Stier durchsetzte und aufeinanderfolgend von zwei Hansa-Anhängern verkörpert wurde. Nachdem beide durch einen Schlaganfall beziehungsweise einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren, wurde Rollo als Vereinsmaskottchen jedoch wieder abgeschafft. Die Vereinshymne besteht seit 1995 im Lied FC Hansa, Wir lieben Dich total der Rockband Puhdys, das damit die zuvor gebräuchliche Oberliga-Hymne Klaus Leschinskis ablöste. Daneben gilt auch Thomas Selendts und Jan Friedbergs Hansa Forever als Vereinslied.

Das Vereinsemblem des F.C. Hansa Rostock.

Modifizierte Version zwischen 2000 und 2008.

Einer 2007 veröffentlichten, repräsentativen Umfrage des Sportpromotoren Sportfive zufolge besitzt Hansa Rostock mit 1,97 Millionen Fans deutschlandweit die siebtgrößte Fanbasis der deutschen Profivereine. In den Neuen Bundesländern war Hansa einer 2008 veröffentlichten, repräsentativen Umfrage der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse nach der beliebteste Profiverein noch vor dem FC Bayern München und in Gesamtdeutschland beliebtester ostdeutscher Profiverein vor Energie Cottbus.

Obwohl erst wenige Tage zuvor nach Rostock delegiert, besuchten das erste Heimspiel der Fußballmannschaft im damit ausverkauften Ostseestadion am 14. November 1954 bereits 17.000 Zuschauer. In der Folge etablierte sich, auch mit dem Fehlen anderer Oberligisten in näherer Umgebung und den anfänglichen Erfolgen des SC Empor begründet, eine größere Anhängerschaft, die sich zum Teil auch in Fangruppen organisierte, welche zunächst jedoch nur geduldet wurden, so dass Fanartikel erst ab der Saison 1974/75 verkauft wurden. Bis zu 5.000 Anhänger begleiteten die Rostocker Oberliga-Mannschaft auch zu Auswärtsspielen, obgleich diese die weitesten Anfahrten der überwiegend im Süden der Deutschen Demokratischen Republik angesiedelten Oberligisten in Kauf nehmen musste.

Mit der sich abzeichnenden Deutschen Wiedervereinigung wurde auch die Anhängerschaft des F.C. Hansa zunehmend politisch und wandte sich im Stadion teils in Sprechchören gegen die DDR-Regierung. Zu einem Auswärtsspiel im UEFA-Pokal im September 1989 fuhren daraufhin zwar 4.000 Rostocker Fans mit Sonderzügen nach Ostrau, einzelne Wagons wurden aber noch in Prag kontrolliert und der gesamte Zug am Zielort schließlich zur direkten Umkehr gezwungen.

Nach erfolgter Wiedervereinigung richtete der Verein 1991 den ersten Fan-Treffpunkt des F.C. Hansa ein und stellte zu diesem Zweck ein Gebäude am Volksstadion Rostock zur Verfügung, in dem sich nachfolgend das Hansa Fanprojekt etablierte, welches seit 1995 Vereinsstatus besitzt und als Dachverband der Hansa-Fanclubs fungieren sollte. Dabei wurden auch regionale Unterteilungen des Projektes vorgenommen, um die Aktivitäten der über 170 Fanclubs zu koordinieren, die neben Deutschland insbesondere in Skandinavien und Polen, aber beispielsweise auch in China existierten. Neben der Organisation von Fanturnieren und Auswärtsfahrten gehörte auch der Vertrieb vereinzelter Merchandise-Artikel zum Aufgabengebiet des Fanprojekt, welches auch das periodisch erscheinende Magazin Fanprojekt live herausgab. 2009 beendete der Verein jedoch die Zusammenarbeit mit dem Hansa Fanprojekt, dessen Aufgaben zum Zwecke der engeren Bindung an den Verein zukünftig von der 2006 gegründeten Abteilung Fanbetreuung wahrgenommen werden sollen.

Bereits ab 1993 geriet Rostocks Fanszene insbesondere im Zusammenhang mit Ausschreitungen bei Spielen gegen den späteren Rivalen FC St. Pauli in negative Schlagzeilen, die zum Ende 1990er Jahre zwar nachließen. Doch unter anderem durch Ausschreitungen am Bahnhof von Stendal im Februar 2006, beim Auswärtsspiel in Essen im Februar 2007 sowie bei der Aufstiegsfeier in Rostock im selben Jahr geriet der F.C. Hansa erneut in den Fokus der Medien. Der Verein bezifferte den ihm dadurch entstandenen Schaden auf 400.000 Euro. Daraufhin stellte der F.C. Hansa unter anderem im Februar 2007 die Zusammenarbeit mit dem Fanclub Suptras Rostock ein und begrüßte die im Herbst 2007 erfolgte Gründung des unabhängigen Vereins Fanszene Rostock, welcher präventiv auf die eigenen Fans einwirken soll. Im selben Jahr gingen Schätzungen von rund 500 gewaltbereiten Personen innerhalb der Anhängerschaft Rostocks aus.

Rivalitäten aus der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik, wie zum DDR-Rekordmeister BFC Dynamo oder zu Lokalrivalen wie Hafen Rostock, verloren spätestens seit der Wiedervereinigung auch wegen der niedrigeren Spielklassen dieser Vereine stetig an Bedeutung. Dagegen werden heute trotz teilweise großen Entfernungen zwischen den jeweiligen Städten Spiele gegen den Hamburger SV gelegentlich als Nord-Derby, gegen Hertha BSC als Nordost-Derby und Spiele gegen ehemalige DDR-Mannschaften generell als Ost-Derby bezeichnet. Dabei entwickelte sich ab 2000 eine starke Rivalität gegenüber Energie Cottbus als dem nach Rostock erfolgreichsten Ost-Verein in der Nachwendezeit, wodurch Aufeinandertreffen beider Vereine teils als Risiko-Partien eingestuft wurden. Bereits seit 1993 besteht zudem eine Rivalität gegenüber dem FC St. Pauli, nachdem es beim Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Rostock zu gewalttätigen Übergriffen gekommen war. Mit den Stuttgarter Kickers bestand hingegen während der einzigen gemeinsamen Bundesligasaison 1991/92 eine Fanfreundschaft.

Obgleich Hansa Rostock und Energie Cottbus bereits zu Zeiten der DDR-Oberliga vereinzelt gegeneinander angetreten waren, entwickelte sich die Rivalität beider Vereine erst mit dem Aufstieg Cottbus' in die Bundesliga zur Spielzeit 2000/01. Denn während Cottbus nur in sechs Spielzeiten an der Oberliga teilnahm, gehörte Rostock dieser Spielklasse in über 30 Spielzeiten an, so dass es nur selten zum direkten Aufeinandertreffen beider Mannschaften kam. In den insgesamt zehn Oberliga-Begegnungen zwischen 1970 und 1991 konnte Cottbus einen Sieg sowie drei Unentschieden jeweils auf heimischem Platz verbuchen, verlor in Rostock aber alle fünf Spiele. Die Begegnungen beider Mannschaften in den weiteren Wettbewerben konnte Rostock sogar noch deutlicher für sich entscheiden. So gelang Hansa in der Aufstiegsrunde 1979/80 unter anderem durch zwei Siege über Cottbus der Aufstieg in die Oberliga, während Cottbus selbiger verwehrt blieb, und bei zwei Aufeinandertreffen im FDGB-Pokal 1979/80 und 1987/88 setzte sich jeweils Rostock auf heimischem Platz durch.

Mit der Deutschen Wiedervereinigung vergrößerte sich der Klassenunterschied zunächst, als Rostock in die gesamtdeutsche Bundesliga, Cottbus jedoch nur in die drittklassige Oberliga eingegliedert wurde. Ab 1995 wurde Hansa gar zum einzigen Vertreter der ehemaligen DDR-Oberliga in der Bundesliga, bis Cottbus schließlich 2000 in die Bundesliga aufstieg, so dass erstmals wieder Ost-Derbys in der höchsten Spielklasse stattfanden. Cottbus' Abstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2003 entschied vorläufig die Frage, welcher Verein nun die „Nummer Eins im Osten“ sei, nachdem beide Teams zuvor in sechs Partien je zweimal gesiegt hatten, wobei es vereinzelt auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen der Fanlager gekommen war. Doch nachdem Rostock 2005 ebenfalls abgestiegen war, trafen beide Vereine in der zweiten Liga erneut aufeinander, wobei Cottbus vier Punkte für den Aufstieg in die Bundesliga erspielen konnte, während Rostock diesen erst 2007 erreichte und 2008 erneut abstieg.

Mit dem FC St. Pauli besteht eine starke Rivalität, seit es während des am 13. März 1993 ausgetragenen Zweitliga-Spiels beider Mannschaften in Rostock zu gewalttätigen Übergriffen gekommen war. Kurz nach den rechtsradikal motivierten Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen stattfindend wurde dieses Spiel Anlass für Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und den als linkspolitisch aktiv geltenden Fans des FC St. Pauli. Rund 400 Neonazis und Hooligans versuchten während des Spiels, den Block der Gästefans zu stürmen, wobei sich beide Seiten auch Wurfgeschosse bedienten. Die eingreifenden Ordnungskräfte setzten schließlich Wasserwerfer ein, bis sie die Situation durch ein Vielzahl von Festnahmen unter Kontrolle brachten, so dass lediglich zwölf Personen verletzt wurden. Seither gelten Partien beider Vereine gegeneinander als risikoträchtig und zogen teils auch gewaltbereite Personen an, die keinem der beiden Fanlager angehörten. Eine mediale Umsetzung fanden die Ereignisse zudem im Fernsehfilm Schicksalsspiel.

Die gleiche Spielansetzung nutzten gewaltbereite Zuschauer dementsprechend im September 1995 zum erneuten Einsatz von Wurfgeschossen und Rauchbomben, die auch Spieler St. Paulis gesundheitlich beeinträchtigten. Schon im Sommer 1995 waren beide Mannschaften nach drei gemeinsamen Jahren in der 2. Bundesliga in die höchste Spielklasse aufgestiegen, wobei Rostock in sechs Aufeinandertreffen vier Siege und zwei Niederlagen hatte verbuchen können. In der ersten Liga spielten beide Vereine noch zwei weitere Jahre gegeneinander, bevor St. Paulis Abstieg 1997 das vorläufige Ende der brisanten Partien bedeutete. Die kurzfristige Rückkehr St. Paulis in die erste Liga 2001 nutzte Rostock, um die Siege Nummer vier und fünf in nunmehr sechs Bundesliga-Begegnungen einzufahren, von denen St. Pauli lediglich eine gewann.

Erst als Rostock 2008 in die zweite Bundesliga abgestiegen war, kam es am 29. September 2008 erneut zum Aufeinandertreffen der Vereine, das abermals von gewalttätigen Ausschreitungen überschattet wurde. Dabei bewarfen sich noch vor dem Spiel rivalisierende Fangruppen gegenseitig mit Wurfgeschossen. Nach Polizei-Angaben versuchten zudem rund 500 Fans im Anschluss an die Partie die Polizei-Blockaden zu durchbrechen, die die Fanlager voneinander trennen sollten, woraufhin die Ordnungskräfte Wasserwerfer und Tränengas einsetzten. Die Polizei bilanzierte schließlich 15 Verletzte, darunter sechs Polizisten, und 52 Festnahmen. Das Rückspiel auf St. Pauli am 6. März 2009 wurde daraufhin vom bis dahin größten Polizei-Einsatz bei einem Zweitliga-Spiel in Hamburg begleitet. Dieser richtete sich vor und während der Partie insbesondere gegen gewaltbereite Rostocker, die mit dem Gebrauch von Wurfgeschossen und Rauchbomben auf sich aufmerksam machten, entartete nach dem Spiel aber zu einer Straßenschlacht zwischen rund 1000 Autonomen und St.-Pauli-Anhängern sowie der Polizei.

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Martin Forkel

Martin Forkel (* 22. Juli 1979 in Coburg) ist ein deutscher Fußballspieler, der seit 2006 beim Zweitligisten TuS Koblenz spielt.

Der Abwehrspieler hatte Ende der Saison 2007/2008 über 130 Spiele in der 2. Bundesliga absolviert.

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Eintracht Trier

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Der Sportverein Eintracht Trier 05 e.v. ist ein deutscher Fußballverein aus Trier.

Der SV Eintracht Trier 05 entstand am 11. März 1948 durch Fusion der Trierer Vereine SV Westmark Trier 05 und SV Eintracht Trier 06.

Die 05er wurden auf den Tag genau 43 Jahre vor der Fusion von Ernst Vent, der als "Vater des Trierer Fußballs" gilt, als Trierer Fußball-Club 1905 gegründet. Die Gründungsurkunde des TFC wurde in der Trierer Gaststätte "Zum Kurfürsten" ausgefertigt und von dreizehn Gründern unterschrieben. Als Trainingsstätte diente den 05ern ein holpriges Wiesengelände im Trierer Stadtteil Olewig, die dem Besitzer der heute noch existenten Gaststätte "Zum Blesius Garten" gehörte. Die weiteren Stationen waren der Eurener Exerzierplatz, der Palastplatz (Nähe Kurfürstliches Palais), bevor schließlich auf dem Exerzierplatz der Hornkaserne trainiert wurde. Hier wurde im ersten Heimspiel am 10. September 1905 der 1. FC Germania 1905 aus Saarbrücken mit 12:0 geschlagen.

Schon 1906 wurden in Trier zahlreiche weitere Fußballvereine gegründet. Zu den bekanntesten Neugründungen dieses Jahres gehörten der FC Moselland 06, FC Borussia Trier, Sportclub Trier, Concordia Trier, FC Viktoria Trier, Trierer Fußballclub 06, Maximiner Fußballclub sowie die Trierer Fußballclub Union. Die bedeutendste Rolle spielte der FC Moselland 06, der aufgrund personeller Probleme im Jahr 1920 mit der später gegründeten FV Fortuna Trier 1910 zu dem Verein Vereinigte Rasenspieler 06 Trier fusionierte. Doch bereits im Jahr 1921 stand die nächste Fusion mit dem SV Alemannia Trier 1909 zum SV Eintracht Trier 06 an. Dieser Verein spielte von 1933 bis 1936 in der Gauliga Mittelrhein, stieg dann ab, und blieb nach dem Wiederaufstieg bis 1944 erstklassig.

Der immer wieder mit Anfeindungen konfrontierte Trierer Fußball-Klub 1905 öffnete sich für andere Sportarten, um so für eine breitere Akzeptanz in der Bevölkerung zu werben. In diesem Zuge erfolgte im Jahr 1911 die Umbenennung in Sportverein Trier 05. Der Sportverein Trier 05 fusionierte wiederum im Jahr 1930 mit dem FV Kürenz und dem Polizei SV Trier zum SV Westmark Trier 05. Von 1933 an spielte der SV Westmark Trier 05 ebenfalls für drei Jahre in der Gauliga. Zwar wurden sie nach dem Abstieg dreimal in Folge Meister der Bezirksklasse Mittelrhein, scheiterten aber im Anschluss - anders als die 06er - jedes Mal in der Aufstiegsrunde. Nach 1939 spielte der SV Westmark Trier 05, der später wieder den Zusatz "Westmark" aus seinem Titel strich, keine Rolle mehr.

Erste Fusionsgedanken zwischen 05ern und 06ern kamen bereits in den späten 20er Jahren auf. Grund hierfür waren unter anderem die Erfolge der Trierer Stadtauswahl, in der die besten Spieler beider Mannschaften zusammengeführt wurden. Die diesbezüglichen Fusionsgespräche mussten jedoch stets wegen hochschlagender Emotionen hinter hervorgehaltener Hand geführt werden. Während hier kein erfolgreicher Abschluss gefunden werden konnte, siegte die Trierer Stadtauswahl weiter. So wurde am 3. Mai 1931 ein 8:0 Kantersieg gegen die Luxemburgische Fußballnationalmannschaft erzielt. Von 1943 bis Kriegsende bildeten beide Vereine eine Kriegsspielgemeinschaft. Offiziell vollzogen wurde die Fusion dennoch erst am 11. März 1948. Bei einer Generalversammlung, die im Trierer "Schiefferkeller" stattfand, wurde der Fusionsvertrag schließlich unterzeichnet.

Der neue Verein SV Eintracht Trier 05 war von Beginn an ein fester Bestandteil des hochklassigen südwestdeutschen Fußballs. Bis 1962 spielten die Trierer in der Oberliga Südwest, in der sie allerdings nie zur Spitzengruppe gehörten. Durch ihren Abstieg verpassten sie die letzte Saison dieser Liga, dennoch wurden sie 1963 in die neue Regionalliga Südwest aufgenommen. Hier begannen sie mit einem fünften und einem dritten Platz, fielen dann aber ins Tabellenmittelfeld zurück und mussten 1973, erneut ein Jahr vor der Auflösung der Liga, in die drittklassige Amateurliga Rheinland absteigen.

Nach der Vizemeisterschaft 1974 und zwei Meisterschaften in den unmittelbar folgenden Jahren stiegen die Trierer 1976 in die zwei Jahre zuvor gegründete Zweite Bundesliga auf. Im ersten Jahr wären sie sportlich abgestiegen, durften aber aufgrund des Rückzugs des SV Röchling Völklingen in der Liga bleiben. 1981 erreichten sie ihre beste Platzierung in der Zweiten Liga, mussten aber aufgrund der Reduzierung der Liga auf eine Staffel dennoch in die Oberliga absteigen. In der Folgesaison war man erstmals in der Nachkriegszeit nur die Nummer Zwei der Region hinter dem FSV Salmrohr.

In der Saison 1982/83 startete die Eintracht unter dem Trainer Horst Brand mit der zu dieser Zeit jüngsten Oberligamannschaft einen sportlichen Neuanfang. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Trierer Mannschaft wieder zu einem der Top-Teams der Oberliga Südwest. 1984 erreichte man nach einer sehr guten Rückrunde den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Deutsche Amateurmeisterschaft. Die folgenden beiden Spielzeiten schloss die Mannschaft jeweils als Dritter ab. Im Herbst 1985 schaffte Eintracht Trier mit einem 3:0 Erfolg beim amtierenden Cup-Verteidiger Bayer 05 Uerdingen überraschend den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals, wo man jedoch gegen Bayer 04 Leverkusen scheiterte.

1987 und 1993 hatten die Trierer als Südwestmeister die Chance, wieder in die Zweite Liga aufzusteigen, konnten sich aber in der Aufstiegsrunde nicht durchsetzen. 1988 und 1989 wurden sie jeweils durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen den VfB Oldenburg sowie die SpVgg Bad Homburg Deutscher Amateurmeister.

Nach der dritten Südwestmeisterschaft 1994 hatte die Eintracht erneut die Chance zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga. In der Aufstiegsrunde scheiterte Trier mehr oder weniger am Grünen Tisch, wo der DFB einen 1:0 Sieg gegen den SSV Ulm annullierte, da ein Trierer Betreuer angeblich einem Ulmer Spieler den Ball in den Unterleib geschossen haben soll. Als Meister war man jedoch für die neu vom DFB eingeführte Regionalliga West-Südwest qualifiziert. Hier gehörte Eintracht Trier bald zu den Spitzenvereinen und erreichte in der Saison 1998/1999 als Zweiter wieder die Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga, musste aber gegen die Offenbacher Kickers den Kürzeren ziehen.

Der bis dato größte Erfolg der Trierer war die DFB-Pokal-Saison 1997/98, in der sie das Halbfinale erreichten. Auf dem Weg dorthin schlug die Eintracht in der zweiten Runde den amtierenden UEFA-Pokal-Sieger FC Schalke 04 und eine Runde später den amtierenden Champions-League-Sieger und späteren Weltpokalsieger Borussia Dortmund. Durch die knappe Halbfinalniederlage im Elfmeterschießen gegen Duisburg verpassten die Kicker von der Mosel nicht nur das Pokalfinale, sondern auch die damit verbundene Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger.

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten unter dem ehemaligen Präsidenten Hans-Joachim Doerfert musste die Eintracht 1999 die Insolvenz beantragen. Das Verfahren konnte erst im Folgejahr erfolgreich abgeschlossen werden. Ebenfalls 1999 konnte der Trierer Jung Paul Linz als Trainer gewonnen werden, was sich für den Verein letztlich als Glücksfall herausstellte: Nachdem 2001 der Wiederaufstieg am letzten Spieltag wieder knapp verpasst wurde, gelang am 11. Mai 2002 endlich die ersehnte Rückkehr in den Profifußball.

Der Niedergang der Eintracht begann mit dem Abstieg in die Regionalliga am 22. Mai 2005. In einem knappen Finale rettete sich Energie Cottbus durch die um ein Tor bessere Tordifferenz. Aufgrund des sportlichen Abstiegs und einer Handgreiflichkeit im Vereinslokal trat Trainer Paul Linz zurück. Neuer Trainer wurde der ehemalige Eintracht-Kapitän Michael Prus. Der Start in die Regionalliga mißlang, auch der Trainerwechsel zu Eugen Hach im Oktober 2005 konnte den erneuten Abstieg der Mannschaft nicht verhindern.

Die Saison 2006/07 bestritt der Klub in der Oberliga Südwest. Das Ziel war der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga. Es wurde als sportlicher Leiter Adnan Kevric und als Trainer Roland Seitz verpflichtet. Letzterer verließ den Verein jedoch bereits nach wenigen Spieltagen, um ein Angebot als Trainer beim Zweitligisten SC Paderborn anzunehmen und wurde durch Marco Pezzaiuoli ersetzt. Nach nur 8 Wochen übernahm Adnan Kevric das Amt als Trainer, nachdem Marco Pezzaiuoli 3 von 5 Spielen mit seiner Mannschaft verloren hatte. Vor der Winterpause 2006/07 entschied sich Adnan Kevric das Traineramt bis zum Saisonende zu übernehmen, erklärte allerdings bereits am 3. März 2007 seinen Rücktritt, nachdem Eintracht Trier zu Hause gegen den FV Engers mit 0:2 verlor und somit der sportlich und finanziell dringend benötigte Aufstieg in die Regionalliga Süd in weite Ferne gerückt war. Das Traineramt übernahm vorübergehend Herbert Herres, der bis dahin die A-Junioren von Eintracht Trier trainierte und Co-Trainer der ersten Mannschaft war. Nachdem am 3. April Herres von seinem Amt nach der 1:3 Niederlage gegen Wirges zurückgetreten war wurde bereits am 5. April ein neuer Trainer vorgestellt. Der ehemalige Spieler von Eintracht Trier Werner Kartz übernahm bis Saisonende die 1. Mannschaft. Unter seiner Leitung fand die Mannschaft wieder in die Spur zurück und schaffte am 7. Juni 2007 durch ein 2:1 nach Verlängerung gegen den TuS Oberwinter im Krufter Vulkanstadion den Gewinn des Rheinlandpokals. Damit war die Qualifikation für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals geschafft, in welcher man am 5. August im ausverkauften Moselstadion allerdings gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 mit 0:9 unterging.

Zur Saison 2007/08 wurde die Mannschaft neu formiert und Werner Weiss als Trainer verpflichtet. Das Saisonziel wurde mit den Plätzen 1 bis 4 angegeben, welche die Qualifikation für die neue Regionalliga West bedeuten würden. Zu Beginn der vergangenen Saison legte die Eintracht eine Serie mit acht Siegen aus acht Spielen hin. Nach zwei Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken und die SF Köllerbach musste man im 11. Spiel am 6. Oktober 2007 bei der SpVgg EGC Wirges die erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Saison verlief dennoch weitgehend positiv. Am Ende konnte die Eintracht am 24. Mai 2008 durch einen 5:0 Erfolg gegen Eintracht Bad Kreuznach den vierten Tabellenplatz sichern und den Aufstieg in die neu gestaltete Regionalliga perfekt machen. Außerdem gewann Eintracht Trier am 4. Juni 2008 den Rheinlandpokal. Eintracht Trier gewann im Finale gegen die zweite Mannschaft der TuS Koblenz mit 2:0 (n.V.). Trier ist damit nun alleiniger Rekordhalter mit acht Pokalsiegen. Durch die Regelung, dass Zweitmannschaften ab nächster Saison nicht mehr am DFB-Pokal teilnehmen dürfen, war Eintracht Trier schon vor dem Finale erneut für den DFB-Pokal 2008/09 qualifiziert. In der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde traf Eintracht Trier am 8. August 2008 auf Hertha BSC. Vor 6.000 Zuschauern konnte das Spiel, das am Ende mit 1:3 verloren wurde, über weite Phasen offen gestaltet werden. Kevin Lacroix erzielte den Ehrentreffer und zwischenzeitlichen Ausgleich für Eintracht Trier. Am 30. August 2008 wurde unmittelbar nach dem Heimspiel gegen Cloppenburg, das mit 0:5 verloren wurde, der Trainer Werner Weiss bei einer Bilanz von einem Punkt aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 0:7 entlassen. Am 8. September 2008 wurde Mario Basler als neuer Cheftrainer vorgestellt, der kurz danach auch Werner Kartz als sportlichen Leiter ablöste.

Das 1930 gebaute Trierer Moselstadion befindet sich inmitten einer Sportanlage mit mehreren Sportplätzen. Es fasst 10.254 Zuschauer, hiervon jeweils ca. 2.000 überdachte Steh- und Sitzplätze. Der Komfort wurde nach und nach verbessert, so erhielt z. B. das Stadion 1998 anlässlich des DFB-Pokal-Halbfinales gegen Duisburg Flutlichtmasten.

Da das Stadion nicht mehr den Lizenzbestimmungen der DFL entspricht, hatte man in Trier den Bau eines neuen und modernen Stadions geplant. Nach dem Abstieg aus dem bezahlten Fußball ist damit aber vorerst nicht mehr zu rechnen.

In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga belegt die Eintracht mit 294 Spielen den 34. Platz.

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Rudi Gutendorf

Rudi Gutendorf (* 30. August 1926 in Koblenz) ist ein deutscher Fußballtrainer.

Während seiner aktiven Spielerzeit bestritt der gebürtige Koblenzer ca. 86 Oberligaspiele, meist als Rechtsaußen für "TuS Neuendorf" (heute: TuS Koblenz), und trainierte schon zu dieser Zeit unterklassige Vereine aus dem Koblenzer Einzugsgebiet. Nach dem Ende der aktiven Karriere 1953 nahm er an einem Trainerlehrgang unter Sepp Herberger teil und erhielt 1954 die DFB-Trainerlizenz 330.

Er gilt mittlerweile als der Trainer mit den meisten internationalen Engagements und steht als solcher auch im Guinness Buch der Rekorde.

Die Liste seiner Trainertätigkeit weist mittlerweile 54 Stationen auf. Darunter sind Tätigkeiten als Nationaltrainer in den Ländern Australien, Bolivien, Trinidad, Volksrepublik China, Fidschi, Tonga, Tansania, Nepal und Ruanda.

In der Bundesliga war er für die Vereine MSV Duisburg, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Kickers Offenbach, Tennis Borussia Berlin, Hamburger SV sowie 1860 München (damals 2. Liga) als Trainer aktiv. Insgesamt saß er in der 1. Bundesliga 227-mal auf der Trainerbank (82 Siege, 60 Unentschieden, 85 Niederlagen, 327:374 Tore).

Aufgrund der Defensiv-Taktik, mit der er mit dem MSV Duisburg in der Bundesliga-Saison 1963/64 die Vizemeisterschaft erreichte, erlangte er den Spitznamen "Riegel-Rudi". Seinen anderen Spitznamen "Oma" erhielt er schon in seinen ganz frühen Spielertagen in Koblenz-Neuendorf und wird so bis heute von langjährigen Bekannten genannt.

Rudi Gutendorf ist verheiratet und hat seit seinem 62. Lebensjahr einen Sohn und lebt mit diesem und seiner Gattin bei Neustadt (Wied).

Zudem schreibt Rudi Gutendorf seit geraumer Zeit eine kleine Kolumne für eine Koblenzer Sonntagszeitung. Diese Kolumne enthält in erster Linie die Themen seiner Vize-Meisterschaft mit dem Meidericher SV 1964 hinter dem 1. FC Köln, sowie die Tatsache, dass er damals der Boss vom "Boss" (Helmut Rahn) war. Des Weiteren erwähnt er gerne seine aktuelle Station als Trainer in der Lotto-Elf, in der er Größen wie Wolfgang Overath, Horst Eckel und Stefan Kuntz betreut.

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Source : Wikipedia