Toronto

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Geschrieben von tron 20/03/2009 @ 22:10

Tags : toronto, kanada, nordamerika, ausland

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Toronto

Lage von Toronto in Kanada

Toronto ( ?/Info/IPA) ist mit 2,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Kanadas und Hauptstadt der Provinz Ontario. Sie liegt im Golden Horseshoe (Goldenes Hufeisen), einer Region mit über 8,1 Millionen Einwohnern, die sich halbkreisförmig um das westliche Ende des Ontariosees bis zu den Niagarafällen erstreckt. Rund ein Drittel der Bevölkerungszunahme des ganzen Landes entfiel in den letzten Jahren auf diesen Großraum. Die Einwohnerzahl der Metropolregion (Census Metropolitan Area) stieg von 4,1 Millionen im Jahre 1992 auf 5,1 Millionen im Jahre 2006. Die Greater Toronto Area hatte 2006 über 5,5 Millionen Einwohner.

Die Stadt liegt am nordwestlichen Ufer des Ontariosees, dem mit 18.960 km² kleinsten der fünf Großen Seen. Durch die Eingemeindung einer Reihe von Vorstädten, die bereits mit Toronto verschmolzen waren (Etobicoke, Scarborough, East York und North York), wurde Toronto Ende der 1990er Jahre mehrmals vergrößert. Das Zentrum mit dem Einkaufs- und Bankendistrikt befindet sich in der Nähe des Sees. Die Haupteinkaufsstraße ist die Yonge Street.

Toronto ist Kanadas Wirtschaftszentrum und einer der führenden Finanzplätze weltweit. Die Börse in Toronto zählt weltweit zu den sieben größten.

Toronto liegt am Nordwestufer des Ontariosees und ist Teil des Québec-Windsor-Korridors, des am dichtesten besiedelten Gebiets Kanadas. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft liegen westlich die Orte Mississauga und Brampton, die zur Regional Municipality of Peel gezählt werden. Etwas weiter im Osten befindet sich die Regional Municipality of Halton mit ihrem Hauptsitz in Milton. Im Norden liegen Vaughan und Markham (Regional Municipality of York). Im Osten liegt die Stadt Pickering, die zur Regional Municipality of Durham gehört. Zur Metropolregion Greater Toronto Area (GTA) gehören außer dem Stadtgebiet diese vier Regionalverwaltungen (Regional Municipality).

Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 630,18 km² und erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung auf 21 und in Ost-West-Richtung auf 43 Kilometer. Die Fläche ist mit der etwas größeren von Hamburg (755 km²) vergleichbar. Die Stadtgrenze bildet im Süden der Ontariosee, im Westen der Etobicoke Creek und der Highway 427, im Norden die Steeles Avenue und im Osten der Rouge River. Das Hafengebiet am Ufer des Sees bildet eine Küstenlinie von insgesamt 46 Kilometern Länge.

Toronto wird vom Humber River am westlichen Rand, vom Don River östlich der Downtown auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens und von zahlreichen Nebenflüssen durchflossen. Der Naturhafen hat sich durch Sedimentation herausgebildet, die auch die Toronto Islands entstehen ließ. Die Vielzahl von Bächen und Flüssen, die von Norden her durch das Gebiet fließen und in den Ontariosee münden, haben zahlreiche bewaldete Schluchten geschaffen. Diese Schluchten beeinflussen die Stadtplanung derart, dass manche Verkehrsstraßen wie die Finch Avenue, die Leslie Street, die Lawrence Avenue und die St. Clair Avenue auf der einen Seite der Schlucht enden und sich auf der anderen fortsetzen. Der fast 500 Meter lange Prince Edward Viaduct überspannt die vom Don River gebildete 40 Meter tiefe Schlucht.

Während der letzten Eiszeit lag der niedrigere Teil des Stadtgebietes unter dem Glacial Lake Iroquois, einem Eisstausee. Geländeabbrüche, die auf diese Zeit zurückgehen, sind von der östlich der Stadtmitte verlaufenden Victoria Park Avenue an der Mündung des Highland Creek zu erkennen. Die sogenannten Scarborough Bluffs sind schroffe Felsklippen bis zu einer Höhe von 65 Metern auf einer Länge von 14 Kilometern entlang der Uferlinie des Ontariosees. Toronto hat keine nennenswerten Erhebungen. Der niedrigste Punkt liegt am Ufer des Ontariosees auf 75 Meter über dem Meeresspiegel, der höchste auf 270 Meter nahe der York University im Norden der Stadt.

Die Wasserwirtschaft Torontos basiert, ebenso wie die der Region York auf dem Ontariosee. 1843 bis 1873 besorgte die Wasserversorgung ein privates Unternehmen, 1873 übernahm die städtische Verwaltung diese Aufgabe. Sie lässt heute durchschnittlich 2,9 Millionen Liter Wasser pro Tag durch das Versorgungsnetz pumpen. Seit 1949 haben die Stahlrohre mindestens einen Durchmesser von 750 mm und sind mit Zement und Beton eingeschlossen. Da der See genügend Wasser führt, kommt Toronto mit wenigen Reservoiren aus. Der Großteil der Lagerung erfolgt im Leitungssystem selbst.

Toronto hat mit dem DLWC-Projekt ein neues Verfahren für die Klimatisierung von Bürogebäuden entwickelt. Da die Wassertemperatur am Boden des sehr tiefen Ontariosees in Sommer und Winter gleich bleibend nur vier Grad Celsius beträgt, lässt es sich zur Kühlung der Innenstadt verwenden.

Aufgrund seiner Lage im äußersten Süden Kanadas herrscht in Toronto ein für das Land sehr moderates Klima. Die vier Jahreszeiten sind sehr ausgeprägt mit beträchtlichen Temperaturunterschieden, besonders in den kalten Monaten. Aufgrund der Nähe zum Wasser schwanken die Temperaturen besonders in dicht bebauten und ufernahen Gebieten tagsüber wenig. In bestimmten Zeiten des Jahres kann das mäßigende Klima des Sees in extreme lokale und regionale Wettersituationen umschwenken, wie beispielsweise den sogenannten Lake effect snow, der den Frühlingsbeginn hinauszögert und für herbstliche Bedingungen sorgt.

Die Winter in Toronto sind gewöhnlich kurz, mit kurzen aber harten Kältephasen und extremen Temperaturen von unter –10 °C, die durch den Windchill als noch kälter empfunden werden. Die tiefste Temperatur wurde am 10. Januar 1859 mit –32,8 °C gemessen. Mit Schnee muss in Toronto von November bis Mitte April gerechnet werden. Neben Schneestürmen und Eisregen sind milde Abschnitte mit Temperaturen zwischen 5 und 14 °C möglich.

Die Sommer sind durch lange Phasen feuchten Klimas charakterisiert. Die durchschnittliche Tagestemperatur variiert zwischen 20 und 29 °C. Sie kann jedoch auch bis 35 °C ansteigen Die höchste gemessene Temperatur betrug am 8. Juli 1936 40,6 °C. Herbst und Frühling überbrücken die Hauptjahreszeiten mit milden bzw. kühlen Temperaturen und wechselnden Trocken- und Feuchtperioden.

Die Niederschläge verteilen sich auf das ganze Jahr. Der Schwerpunkt liegt für gewöhnlich im Sommer, der feuchtesten Jahreszeit; der Großteil des Niederschlags fällt in Gewittern. Durchschnittlich beträgt die jährliche Gesamt-Schneehöhe 133 Zentimeter. Die größte Schneemenge wurde am 11. Dezember 1944 mit 48,3 Zentimeter Höhe gemessen. Die jährliche Sonnenscheindauer beträgt im Durchschnitt 2038 Stunden.

Toronto wird als die „Stadt der Stadtteile“ bezeichnet. Bis zu 240 Teile hatte das Alte Toronto (englisch: Old City of Toronto) oder Downtown bis 1997, als es in Metropolitan Toronto eingegliedert wurde. Die Old City ist der am dichtesten besiedelte; in ihm befindet sich das Geschäfts- und Verwaltungszentrum.

Seit dem 1. Januar 1998 besteht die Metropole aus sechs Stadtbezirken Old Toronto (Downtown Core (Central), North End, East End, West End), North York, Scarborough, Etobicoke, York und East York zusammen, die wiederum in insgesamt 140 Stadtbezirke (engl.: neighbourhoods, „Nachbarschaften“) untergliedert sind. Die 140 Stadtbezirke werden in insgesamt 44 Einheiten (engl. ward) zusammengefasst, denen ein Ratsherr (engl. councillor) vorsteht. Für Sitzungen werden die 44 wards in die vier Gemeinderäte Etobicoke York Council, North York Community Council, Toronto and East York Community Council und Scarborough Community Council gegliedert. Die Community Councils wurden 1997 im Rahmen der Neugliederung geschaffen und bilden ein Gremium des City Council. Die Aufgabe der Gemeinderäte besteht darin, dem Stadtrat Vorschläge zu unterbreiten, sofern diese ihre Stadtbezirke betreffen.

Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung im Raum der heutigen Stadt Toronto sind 11.000 Jahre alt. Indigene Völker zogen nach der letzten Eiszeit von Süden an das Nordufer des Ontariosees. Die Wyandot nannten den Ort Tarantua, abgeleitet aus dem Wort tkaronto der Mohawkindianer mit der Bedeutung Ort, an dem Bäume am Wasser stehen und später Ort der Zusammenkünfte oder Treffpunkt. Die Bezeichnung geht auf den Lake Simcoe, an dem die Wyandot Bäume pflanzten und fischten und auf eine viel genutzte Portageroute vom Lake Simcoe zum Lake Huron (Toronto Carrying-Place Trail) zurück. Das heutige Stadtgebiet war die Heimat einer Reihe von First Nations, die am Ufer des Ontariosees lebten. Zu Beginn der europäischen Besiedlung lebten in der Nähe von Toronto die Attawandaron (Neutral Nation), Seneca, Mohawk, Oneida und Cayuga. Unmittelbare Nachbarn waren die Senecadörfer Teiaiagon und Ganatsekwyagon.

Französische Handelskaufleute gründeten an der Stelle des heutigen Exhibition Place 1750 Fort Rouillé, das bereits 1759 wieder abgerissen wurde. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges strömten britische Siedler in die Region. 1787 kam der sogenannte Toronto Purchase zustande, eine Vereinbarung zwischen der britischen Monarchie und der Mississaugas of the New Credit First Nation. Dabei tauschte die Mississaugas of New Credit 101.528 Hektar Land im Gebiet des heutigen Toronto gegen 140 Barrel an Gütern und 1.700 britische Pfund. Dieser Handel wurde jedoch 1805 wieder rückgängig gemacht.

König Georg IV. gründete am 15. März 1827 das heute als University of Toronto bekannte King's College, mit dem die Stadt weiter an Bedeutung gewann. Im Jahr 1832 wechselte der Regierungssitz Oberkanadas von Kingston nach York. Am 6. März 1834 wurde York zur besseren Unterscheidung von New York in Toronto umbenannt. Erster Bürgermeister wurde im selben Jahr William Lyon Mackenzie. Er war ein radikaler Reformer in Oberkanada. Dies gipfelte am 5. Dezember 1837 darin, dass er Rebellen gegen die Provinzregierung führte. Doch zwei Tage später musste er sich mit seinen Gefolgsleuten ergeben.

Am 10. Februar 1841 entstand aus den britischen Kolonien Niederkanada und Oberkanada die Provinz Kanada, deren Hauptstadt 1849 bis 1852 und 1856 bis 1858 Toronto war. Mit der Gründung der kanadischen Konföderation am 1. Juli 1867 bildete sich die Provinz Ontario, deren Hauptstadt von Beginn an Toronto war.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in der Stadt die Industrialisierung. Am 19. Dezember 1846 wurde von Toronto aus die erste telegrafische Nachricht verschickt, zehn Jahre später, am 27. Oktober 1856 die Eisenbahnverbindung zwischen Toronto und Montreal eröffnet. 1861 verkehrten die ersten Straßenbahnen entlang der Yonge Street, der King Street und der Queen Street. Um den wachsenden Bedarf zu decken, verkehrten vor der Elektrifizierung der öffentlichen Nahverkehrsmittel über 200 Straßenbahnwagen, die von rund 1000 Pferden gezogen wurden. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung wurde die überregionale Landwirtschaftsmesse Canadian National Exhibition seit 1879 jährlich in Toronto abgehalten.

In dieser Zeit ähnelte die Stadt aufgrund der überwiegend aus dem Vereinigten Königreich stammenden Einwanderer einer britischen Kolonie. In den 1850er Jahren waren die Einwohner mit rund 73 % mehrheitlich protestantisch. Die britische Dominanz hielt noch etwa ein weiteres halbes Jahrhundert an. Der dominierende Protestantismus war keine homogene Glaubensgemeinschaft sondern teilte sich unter anderem in Anhänger der evangelischen Baptisten und der anglikanischen Gemeinschaft auf. Die religiösen Unterschiede führten zu heftigen Spannungen, die sich in den Jahren von 1867 bis 1892 in mehreren Unruhen niederschlugen. An den Auseinandersetzungen waren vor allem die Katholiken und die aus Irland stammenden Protestanten beteiligt.

Aus der Volkszählung 1901 ging hervor, dass 8 % der Bevölkerung Torontos nicht aus dem Vereinigten Königreich stammten. Die größte Gruppe davon kam mit 6866 Einwanderern aus Deutschland, gefolgt von 3015 aus Frankreich, 3090 Personen hatten jüdische Vorfahren, 1054 kamen aus Italien, 737 aus den Niederlanden, 253 aus Skandinavien, 219 aus Asien und 142 aus Russland. Die Stadt hatte inzwischen gut 208.000 Einwohner. Die multikulturelle Gesellschaft Torontos war zur Wende ins 20. Jahrhundert bereits im Ansatz vorhanden. Wirtschaftlich hatte Toronto Quebec bereits in den 1870er Jahren überholt und war nach Montreal die zweitgrößte Kraft im Dominion Kanada. 1906 begann mit der Stromgewinnung an den Niagarafällen die Stromversorgung der Stadt.

Innerhalb von 20 Jahren stieg die Bevölkerung auf mehr als das Doppelte an und erreichte 1921 über 522.000 Einwohner. Danach schwächte sich die Wachstumsrate etwas ab. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand eine Reihe wichtiger Bauwerke und Einrichtungen. So wurde im Juni 1913 das Toronto General Hospital an der College Street eröffnet. Das 1912 gegründete Royal Ontario Museum wurde zwei Jahre später, am 19. März 1914, eröffnet.

Bis in die 1920er Jahre gab es zum Teil konkurrierende Gesellschaften für die öffentlichen Nahverkehrssysteme. Diese wurden 1921 von der Stadt unter der Toronto Transportation Commission zusammengefasst, der späteren Toronto Transit Commission. Gleichzeitig stieg auch der Individualverkehr stark an. 1910 gab es rund 10.000 Automobile – diese Zahl erhöhte sich bis 1928 auf das Achtfache. Im Juni 1929 eröffnete das Royal York Hotel, dessen Gebäude mit 28 Stockwerken und 124 Metern damals das höchste Bauwerk der Stadt war. Von den 1930er Jahren an veränderte sich die Skyline durch eine Vielzahl von Hochhäusern erheblich.

Während der Weltwirtschaftskrise stieg bis 1933 die Arbeitslosenquote auf bis zu 30 % an, Kapital und persönliches Vermögen wurden vernichtet. Gleichzeitig sanken die Monatslöhne durchschnittliche um über 40 %. Die Zahl der Eheschließungen und die Geburtenrate sank um 40 %. Selbst 1939 erreichte die Wirtschaftskraft noch nicht wieder den Stand von vor 1929. 1934 feierte die Stadt, die 629.285 Einwohner zählte, dennoch ihren 100. Geburtstag.

Ähnlich wie im Ersten Weltkrieg beteiligte sich Kanada auch im Zweiten Weltkrieg gegen das Deutsche Reich vor allem als Lieferant von Kriegsmaterial. Entbehrungen in Form von Lebensmittelrationierungen und Sperrzeiten für Strom und Wasser kennzeichneten die Kriegswirtschaft, die zahlreiche Arbeitsplätze in der Produktion von Kriegsmaterialien hervorbrachte. Nach 1945 musste sie wieder auf zivile Produkte umstellen.

Am 17. September 1949 kam es im Hafen von Toronto zu einer Katastrophe, als der Passagierdampfer SS Noronic, der während einer Große-Seen-Kreuzfahrt über Nacht an Pier 9 ankerte, in Flammen aufging und innerhalb kurzer Zeit ausbrannte. 122 Passagiere kamen ums Leben.

Bereits in den 1950er Jahren erreichte Torontos Bevölkerung die Millionengrenze. Die Zuwanderung aus dem europäischen und asiatischen Raum ist vor allem auf die dortigen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zurückzuführen. Mit dieser Entwicklung verlagerten sich Wohn- und Arbeitsräume deutlich außerhalb der Stadtgrenzen: Bis 1946 befanden sich 90 % der Industriebetriebe von York County in der Stadt. 1954 waren es noch 77 %. Diesem Trend folgten die immer besser werdenden Verkehrs- und Transportwege und verstärkten ihn. Allerdings stand die Stadt sowohl hinsichtlich der Bevölkerungszahl als auch der Wirtschaftskraft nach wie vor nur an zweiter Stelle in Kanada hinter Montreal.

Am 1. Januar 1954 wurde die Metropolregion Municipality of Metropolitan Toronto geschaffen. Das Gebilde bestand aus der Innenstadt, den Bezirken New Toronto, Mimico, Weston, Leaside, Long Branch, Swansea und Forest Hill sowie den Stadtgemeinden Etobicoke, York, North York, East York und Scarborough. Die neu gegründeten Verkehrsbetriebe Toronto Transportation Commission trieben den Ausbau des Torontoer U-Bahnnetzes voran und eröffneten eine Reihe neuer Buslinien. Wichtige Meilensteine in der Stadtentwicklung waren die Fertigstellung des letzten Abschnittes des Hightway 401 und die Eröffnung des Gardiner Expressway.

Bereits 1965 hatten mehr nationale Behörden ihren Hauptsitz in Toronto als in Montreal. Zudem förderte der Separatismus in Québec die Abwanderung von Wirtschaftsunternehmen nach Toronto. Torontos Einwohnerzahl überflügelte nach den Ergebnissen der Volkszählung von 1976 erstmals die von Montreal.

Toronto verfügt über eine einstufige Stadtverwaltung, die durch ein Regierungssystem aus Bürgermeister und Stadtverordneten bestimmt wird. Diese Verwaltungsstruktur ist im City of Toronto Act festgeschrieben. Der Bürgermeister wird durch die Stadtbevölkerung direkt gewählt und bildet den Vorsitz der Stadtregierung. Der Toronto City Council ist eine aus einer Kammer bestehende Legislative einschließlich 44 Stadträte, welche die Stadtbezirke repräsentieren. Der Bürgermeister und seine Stadträte werden seit der Wahl der Stadtregierung von 2006 für eine vierjährige Legislaturperiode gewählt. Davor galt eine dreijährige Legislaturperiode. Der derzeitige Bürgermeister ist seit 2003 David Miller (* 1958), der als 63. das Amt bekleidet. Er wurde mit 56,97 % der Stimmen am 13. November 2006 wiedergewählt und setzte sich gegen Jane Pitfield durch, die 32,32 % errang.

Zu Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2007 bestand die Stadtregierung aus sieben Kommissionen; jede von ihnen besteht aus einem Vorsitzenden, einem Stellvertreter und vier Stadträten. Der Bürgermeister benennt die Vorsitzenden und die übrigen Mitglieder. Ein Exekutivkomitee besteht aus den Kommissionsvorsitzenden. dem Bürgermeister, seinem Stellvertreter und vier anderen Stadträten. Die Räte sind auch mit der Aufgabe betraut, die Verkehrsbetriebe der Stadt Toronto (Toronto Transit Commission) und den Polizeidienst der Stadt (Toronto Police Services Board) zu überwachen. Die Stadtregierung hat ihren Sitz im Neuen Rathaus am Nathan Phillips Square.

Es gibt rund 40 Unterkommissionen, Beratungsstäbe und Runde Tische, die ebenfalls der Stadtregierung angehören. Diese Institutionen werden von Stadträten wie von freiwilligen Bürgern gebildet. Zu diesen Institutionen kommen vier weitere Gemeinderäte, die den Stadträten Empfehlungen aussprechen, allerdings keine eigenständigen Entscheidungsvollmachten haben. Jedem Stadtrat ist ein Mitglied aus dem Gemeinderat unterstellt. Toronto verfügte 2006 über einen Haushalt in Höhe von 7,6 Milliarden Dollar. Die Stadt wird finanziell von der Provinzregierung Ontario durch Steuern und Abgaben getragen. Die Ausgaben der Stadt verteilen sich wie folgt: 36 % fließen in Programme der Provinz, 53 % dienen städtischen Aufgaben wie beispielsweise der öffentlichen Bücherei (Toronto Public Library) und dem Zoo von Toronto, 11 % werden schließlich für Fremdfinanzierungen und nicht zweckgebundene Aufwendungen verwendet.

Die Flagge der Stadt Toronto wurde vom damals 21-jährigen Studenten Renato entworfen. Dieser Entwurf gewann einen 1974 abgehaltenen Designwettbewerb. Die Flagge zeigt stilisiert die beiden Türme der City Hall auf blauem Grund mit dem kanadischen Nationalsymbol, dem roten Ahornblatt an seiner Basis. Nach der Gebietsreform 1997 hielt die Stadtregierung vergeblich nach einem neuen Design Ausschau. Daraufhin wurde der Vorschlag umgesetzt, kleinere Veränderungen an dem Entwurf von 1974 vorzunehmen, die im Oktober 1999 zur nun gültigen Flagge führten. Der Freiraum oberhalb und zwischen den Türmen stellt den Buchstaben „T“ dar, die Initiale der Stadt Toronto.

Das Wappen der Stadt Toronto wurde von Robert Watt geschaffen und im Zuge der Gebietsreform 1998 eingeführt. Es zeigt auf der linken Seite einen Biber und auf der rechten Seite einen Bären, die sich gegenüberstehen und das Stadtschild halten. Beide Tiere stehen auf einem begrünten Hügel. Auf diesem ist ein blaues T für Toronto auf goldenem Grund dargestellt. Auf dem Wappen befindet sich eine Krone und ein Adler. Unterhalb des Wappens repräsentieren drei blaue senkrechte Wellenlinien die Flüsse Humber, Don und Rouge. Darunter ist eine waagerechte Wellenlinie dargestellt, in die die drei Flüsse münden. Die Linie steht für den Ontariosee. Unter dem Stadtwappen befindet sich ein Band mit dem Motto „Diversity Our Strength“ (deutsch: „Vielfalt ist unsere Stärke“) von zwei kanadischen, roten Ahornblättern umrahmt. Das Motto wurde zur Gebietsreform 1998 eingeführt.

Chongqing, China. Chongqing und Toronto haben im Mai 2006 drei Handelsverträge im Wert von 50 Millionen US-Dollar geschlossen. Die Partnerschaft besteht seit 1986.

Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten. Der frühere Bürgermeister Art Eggleton und der Chicagoer Bürgermeister Richard M. Daley unterzeichneten in der Börse von Chicago 1991 den Partnerschaftsvertrag.

Frankfurt am Main, Deutschland. Mit Frankfurt am Main werden seit Anbeginn der Partnerschaft regelmäßige Austauschprogramme betrieben. Der Vertrag dazu wurde vom damaligen Frankfurter Oberbürgermeister Volker Hauff und dem Torontoer Bürgermeister Art Eggleton am 26. September 1989 im Frankfurter Rathaus Römer unterschrieben. Im Mai 1991 spielte beispielsweise das Toronto Symphony Orchestra in der Jahrhunderthalle Höchst. Neben dem kulturellen Austausch gibt es auch auf wissenschaftlicher Ebene Kooperationen durch Studienaufenthalt von Professoren und Studenten und gemeinsamen Seminaren.

Nicht mehr bestehende Städtepartnerschaften hatte Toronto zu den Städten Amsterdam, Wuxi und Indianapolis. Freundschaftlich verbunden ist Toronto mit Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam), Kiew (Ukraine), Rostow am Don (Russland), Quito (Ecuador), Sagamihara (Japan) und Warschau (Polen).

Mit der Weltwirtschaftskrise schränkte die konservative Regierung unter Richard Bedford Bennett Anfang der 1930er Jahren die Immigration, die ansonsten gefördert worden war, drastisch ein. Damit ging ein selektives Prinzip einher, nachdem Immigranten aus Nord- und Westeuropa sowie Bürgern aus den USA bevorzugt wurden. 1931 waren von den 631.207 Bewohnern 45.305 Juden. Die allgemeine Beschränkung und ein latenter Antisemitismus in Kanada führten dazu, dass zwischen 1930 und 1940 nur rund 12.600 jüdische Immigranten in Kanada aufgenommen wurden; 4000 davon kamen aus Deutschland. In Toronto waren die Juden die größte „ethnische Gruppe“, die vor allem während der Krisenzeiten als Sündenbock diente. Ihnen wurde teilweise der Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen untersagt, es kam sogar zu Boykotten gegen jüdische Geschäften. Keine Universität war bereit, ihr Kursangebot auf Internierte auszuweiten, lediglich die Queen’s University in Kingston nahm eine kleine Gruppe auf, die vor allem an Ingenieurkursen interessiert war. Diese Ablehnung der Bevölkerung hielt auch während des Krieges an. Noch im Oktober 1945 war der Status der Flüchtlinge und Internierten nicht abschließend geklärt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kanada rund 3500 Flüchtlinge inklusive 966 Internierte aufgenommen.

Bei der vorletzten Volkszählung im Jahr 2001 wurde eine Bevölkerung von 2.481.494 Einwohnern gemessen. Im Jahr 2006 wurde diese auf gut 2,6 Millionen geschätzt. Im Großraum Toronto wurde im selben Jahr eine Einwohnerzahl von etwa 5,5 Millionen Menschen geschätzt. Mit 2,5 Millionen Einwohner lebt knapp die Hälfte in der Kernstadt. Der andere Teil verteilt sich auf 24 Gemeinden mit 7.125 Quadratkilometern. In den Jahren 1996 bis 2006 wuchs die Bevölkerung jährlich um 1,8 % und gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Ballungsräumen in Kanada. Absolut entspricht dieses jährliche Wachstum einen Zuzug von fast 100.000 Bewohnern. Wegen der bereits hohen Dichte des Stadtkerns wachsen vor allem die Gemeinden des Umlands. Brampton, Vaughan, Richmond Hill, Markham, Ajax, Whitby verzeichneten im Zeitraum von 2001 bis 2006 insgesamt 20 % Zunahme. Das starke Wachstum wird vor allem von der internationalen Zuwanderung hervorgerufen. In den Jahren 2001 bis 2006 wanderten 447.900 Menschen aus dem Ausland in die Stadtregion zu. Der Anteil der im Ausland geborenen Einwohner machte 45,7 % bzw. 2,32 Millionen (2006) aus und macht die Stadt damit zum wichtigsten kanadischen Zuwanderungsziel. Die größten Gruppen stammen aus Indien mit 77.800 und China mit 63.900 Menschen. Die hohe Zuwanderungsrate wirkt sich verteuernd auf den Wohnungsmarkt aus, weshalb Immigranten sich heute verstärkt in den umliegenden Städten niederlassen. Die höchsten Anteile an nicht in Kanada geborenen Bürgern besitzen die benachbarten Städte Markham mit 56,5 % und Mississauga mit 51,6 %.

Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2001 sind 43,7 % der Stadtbevölkerung nicht aus Kanada stämmig; dieser Anteil stieg in den letzten Jahren stetig – 1991 betrug der Anteil noch 38 %. Die Vielzahl der Bevölkerungsgruppen spiegelt sich in den vielen von einer Gruppe geprägten Stadtvierteln wie z. B. Chinatown, Little Italy, Greektown oder Koreatown wider. Dabei bilden die Einwohner, die aus Südasien stammen mit 12,0 % den größten Anteil; gefolgt von Chinesischstämmigen mit 11,4 % und Afroamerikanern mit 8,4 %.

In Toronto lebten 2003 rund 552.300 Haushalte unter der Armutsgrenze. Mehr als 250.000 Mieter mussten über 30 % ihres Einkommens für die Miete ausgeben, 20 % zahlten mehr als 50 % ihres Einkommens. Diese Entwicklung ist den stark steigenden Mietpreisen geschuldet, die allein zwischen 1997 und 2001 um 31 % stiegen. Rund 71.000 Haushalte warteten auf die Errichtung von staatliche geförderten Wohnungen. Im Gegensatz zu den 1980er und frühen 1990er Jahren stagnierte trotz der steigenden Bevölkerung der Markt für Mietwohnungen.

Allein im Jahr 2002 waren 31.985 Menschen mindestens einmal in einem Obdachlosenasyl gemeldet. Seit den 1990er Jahren hat sich diese Zahl um 21 % erhöht und seit 1988 sogar um 40 %. 1988 waren dabei 91,3 % von ihnen Einzelpersonen, doch sank diese Zahl bis 1999 auf 81,3 %. Gleichzeitig stieg die Zahl der Familien von 1,7 % (1988) auf 9,6 % (1999).

Die Provinzregierung und die Stadt versuchen durch Investitionen in den Wohnungsbau den Problemen entgegenzuwirken. Dazu wurde u.a. das Wohnungsbauprojekt „Let's Build“ ins Leben gerufen, in das bis zum Jahr 2001 rund 10,6 Millionen Dollar gesteckt wurden. Dadurch entstanden 384 erschwingliche Wohnungen für rund 660 Mieter mit geringem Einkommen. Nach Beendigung des Projektes setzte die Stadt mit rund 11,8 Millionen Dollar „Let's Build“ fort. Darüber hinaus gab es weitere Maßnahmen, welche die Bekämpfung von Armut und die flächendeckende medizinische Versorgung von Obdachlosen vorsah.

Entsprechend der multikulturellen Einwohnerstruktur findet sich in der Stadt eine Vielzahl an unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten. Die christlichen Religionen bilden dabei die größte Gruppe mit gut 50 %. Die römisch-katholischen Kirche wird vom Erzbistum Toronto verwaltet. Der Anteil der Konfessionslosen beträgt 18,7 %.

Toronto ist Kanadas wichtigstes Handels- und Finanzzentrum und gehört auch weltweit zu den bedeutendsten. In der Stadt konzentrieren sich viele Banken und Investmentfirmen im Finanzdistrikt an der Bay Street. Die Toronto Stock Exchange ist nach ihrer Marktkapitalisierung die siebtgrößte Börse; und in Nordamerika auf Platz Drei. Die fünf größten Banken des Landes haben hier ihren Hauptsitz. Darüber hinaus betreiben über 40 ausländische Banken Niederlassungen in der Stadt.

Im Bereich Medien, Verlagswesen, Telekommunikation, Informationstechnologie und Filmindustrie hat die Stadt ebenfalls eine führende Rolle eingenommen. Speziell im Bereich der Film- und Fernsehproduktion hat sie eine eigene Behörde (Toronto's Film and Television Office) geschaffen, die sich die Förderung und Unterstützung zur Aufgabe gemacht hat.

Zu den bekanntesten Firmen gehören Thomson Corporation, CTVglobemedia, Rogers Communications, Alliance Atlantis and Celestica sowie die Hotelkette Four Seasons Hotels, die Hudson's Bay Company und Manulife Financial. Insgesamt haben über 80.000 Unternehmen ihren Sitz in der Stadt.

Die meisten Industrien und Fertigungsbetriebe befinden sich zwar außerhalb der Stadtgrenzen, allerdings haben die meisten Großhändler und Distributoren dieser Wirtschaftszweige ihren Sitz in der Stadt. Die strategische Bedeutung der Stadt im Québec-Windsor-Korridor begünstigt die nahegelegenen Produktionsstandorte von Motorfahrzeugen, Eisen, Stahl, Lebensmitteln, Maschinen, Chemie und Papier. In Ergänzung dazu ist Toronto seit 1959 durch den Sankt-Lorenz-Strom vom Atlantischen Ozean aus erreichbar. Mit rund 8000 Fabriken ist die Stadt nicht nur führend im Dienstleistungsbereich sondern auch im produzierenden Sektor.

Die fünf größten privaten Arbeitgeber sind nach der Anzahl ihrer Beschäftigten (Zahlen aus dem Jahr 2001): Toronto-Dominion Bank (14.000), Canadian Imperial Bank of Commerce (12.000), Rogers Communications (11.600), Royal Bank of Canada (11.000) und Bank of Montreal (8.400).

Der veranschlagte Bruttobetriebsaufwand der Stadt belief sich im Jahr 2008 auf 8,17 Milliarden Dollar. Die Haushaltseinnahmen werden zum überwiegenden Teil aus den Einnahmen der Grundsteuer generiert, die insgesamt Nettoeinahmen von 3,322 Milliarden Dollar einbrachten. Die Arbeitslosenquote lag 2007 dennoch bei 7,87 % und damit höher als im Schnitt in der Provinz Ontario, die bei 6,38 % lag. 2008 ist die Arbeitslosenquote leicht auf 7,52 % gesunken. Ein durchschnittlicher Haushalt hatte ein Jahreseinkommen von 80.343 Dollar.

In Toronto gibt es eine Reihe von Universitäten: die auf verschiedene Zweigstellen im Stadtgebiet verteilte University of Toronto, die York University, die Ryerson University, das Ontario College of Art & Design sowie die University of Guelph-Humber. Die 1827 gegründete University of Toronto ist die größte Ontarios und zählt weltweit nach der Harvard University und Yale University zu den renommiertesten auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung. Außerdem beherbergt die Universität das drittgrößte Bibliothekensystem Nordamerikas. Die York University befindet sich in North York, im Norden Torontos. Sie verfügt über die größte Rechtsbibliothek im Commonwealth.

Daneben hat Toronto eine Reihe von Hochschulen: Seneca College, Humber College, Centennial College und George Brown College. In der Stadt unterhält das frankophone Collège Boréal eine Zweigstelle. In der Nähe von Oshawa, das zum Großraum Torontos gehört, ist das Durham College und das University of Ontario Institute of Technology beheimatet.

Die Faculty of Music und das Royal Conservatory in Downtown bieten eigene Konzert- und Opernprogramme an. Der Filmemacher Norman Jewison gründete 1988 das Kanadische Filmzentrum (Canadian Film Centre), welches Kanadas größtes Institut für die professionelle Ausbildung im Bereich Film, Fernsehen und Neuen Medien ist. Das Tyndale University College and Seminary ist ein überkonfessionelles Institut und Kanadas größtes Predigerseminar.

Die Schulbehörde Toronto District School Board (TDSB) unterhält insgesamt 558 öffentliche Schulen, davon 451 Grundschulen und 102 Schulen der Sekundarstufe. Damit ist die TDSB die größte Schulbehörde Kanadas. Konfessionell an den Katholischen Glauben gebundene Schulen werden von einer eigenen Behörde, dem Toronto Catholic District School Board, verwaltet. Darüber hinaus verfügt Toronto über mehrere private Schulen, zur Vorbereitung auf die Universität wie z.B. Greenwood College School, Upper Canada College, Crescent School, Toronto French School, University of Toronto Schools, Havergal College, Bishop Strachan School, Branksome Hall oder St. Michael's College School.

Die Stadtbibliothek von Toronto ist das größte Büchereisystem im Land, das durch 99 Zweigstellen über 11 Millionen Medien verfügt.

Toronto ist Sitz einer Vielzahl von Printmedien. Mit rund 400.000 Exemplaren hat Kanadas auflagenstärkste Zeitung, der Toronto Star, seinen Sitz in der Yonge Street 1. Die Druckausgabe der Zeitung wird vornehmlich in Ontario gelesen. Weitere wichtige Zeitungen aus Toronto ist die 1844 gegründete Tageszeitung The Globe and Mail, die konservative Zeitung National Post sowie die Toronto Sun. Darüber hinaus gibt es Zeitungen in chinesischer und hebräischer Sprache und eine Vielzahl an Magazinen und Zeitschriften, die ebenfalls in Toronto erscheinen.

Der englischsprachige Teil der staatlichen Rundfunkanstalt Canadian Broadcasting Corporation hat seinen Sitz in der Downtown von Toronto. Neben dem lokalen Fernsehsender CITY-TV sind in Toronto auch die landesweit ausstrahlenden Sender CFMT-TV und CFTO-TV vertreten. Für die chinesischsprachige Bevölkerung in Toronto existieren ebenfalls eigene Sender, die landesweit in kantonesischer Sprache ausstrahlen. In Toronto gibt es mehr als 30 Radiosender.

Toronto verfügt mit dem Lester B. Pearson International Airport über den größten Flughafen des Landes, auf dem ein Drittel des kanadischen Luftverkehrs abgewickelt wird. Ursprünglich weit außerhalb der Stadt befindet er sich heute unmittelbar am nordwestlichen Stadtrand, ca. 20 Kilometer vom Zentrum entfernt, überwiegend auf dem Gebiet der benachbarten Stadt Mississauga. Des Weiteren existiert ein kleiner Flughafen auf den der Stadt vorgelagerten Toronto Islands, der Toronto City Centre Airport. Der Toronto/Downsview Airport, ein früherer Luftwaffenstützpunkt, wird seit 1994 überwiegend als Testflughafen von Bombardier Aerospace genutzt. Insgesamt hat die Greater Toronto Area neun Flughäfen und zehn Heliports.

Der Verkehrsbetrieb Toronto Transit Commission (TTC) ist nach New York City und Mexiko-Stadt das drittgrößte öffentliche Nahverkehrssystem Nordamerikas. Trotz der Größe des Systems verfügt die Stadt lediglich über vier U-Bahn-Linien. Daneben verfügt sie als eine von wenigen Städten in Nordamerika noch über eine Straßenbahn. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen werden von der TTC betrieben. Für Verbindungen zu den Vororten und ins Umland gibt es ein Schnellbahnsystem, die doppelstöckigen Züge von GO Transit, die alle über den Hauptbahnhof Union Station führen.

Toronto ist Ausgangspunkt des transkontinentalen Fernverkehrszuges The Canadian. Eisenbahn-Fernverkehrszüge der VIA Rail Canada verkehren ausgehend vom Hauptbahnhof Union Station in Richtung Montreal–Quebec, Ottawa, Windsor, Sarnia, Niagara Falls–New York (zusammen mit Amtrak betrieben) und Greater Sudbury–Winnipeg–Edmonton–Vancouver. Des Weiteren betreibt die Ontario Northland Railway Fernzüge in Richtung Cochrane–Moosonee sowie Amtrak einen Zug nach New York.

Für den Individualverkehr existieren mehrere Autobahnen in Ost-West- und in Nord-Süd-Richtung. Die Hauptverkehrsader bildet der etwas nördlich des Stadtzentrums gelegene Highway 401, der in bestimmten Abschnitten die höchste Verkehrsdichte in Nordamerika aufweist. Am Ufer des Ontariosees verbindet die Stadtautobahn Gardiner Expressway die westlichen Vororte mit der Innenstadt.

Von den über 20 Krankenhäusern fungiert rund die Hälfte seit 1999 als Netzwerk des Universitätsklinikums. Das 1812 gegründete Toronto General Hospital ist das Hauptkrankenhaus der Unikliniken.

Die Feuerwehr in Toronto geht auf das Jahr 1874 zurück. Vor dieser Zeit wurde die Brandbekämpfung von Freiwilligen geleistet. Seit der Gebietsreform 1998 verschmolzen auch die Feuerwehren der Stadtteile zu einer Organisationseinheit. Damit ist die Feuerwehr in Toronto mit rund 3100 Einsatzkräften, 81 Stationen und weit über 100 Fahrzeugen die größte Kanadas und nach New York City, Chicago und Los Angeles die viertgrößte Nordamerikas.

Torontos Polizei geht auf das Jahr 1834 zurück. Die Toronto Police Service ist in 17 Einheiten aufgeteilt und besteht aus einer Mannschaft von 5710 Kräften.

Die Legislativversammlung von Ontario hat ihren Sitz im Parlamentsgebäude am Queen’s Park. Die Versammlung, die aus 107 Mitgliedern besteht, werden in einer Mehrheitswahl aus einzelnen Wahlkreisen Ontarios bestimmt.

Die Stadt hat drei Gerichte, die für Verstöße gegen das Provinzrecht von Ontario zuständig sind.

Eine niedrige Kriminalitätsrate hat der Stadt den Ruf der sichersten Großstadt Nordamerikas eingebracht. 1999 lag die Rate der Tötungsdelikte bei 1,9 pro 100.000 Menschen. Vergleichsweise lag diese Rate im selben Jahr bei 34,5 in Atlanta, 5,5 in Boston, 7,3 in New York, 2,8 in Vancouver und 45,5 in Washington D. C.. Das bisherige Maximum an Tötungsdelikten verzeichnete Toronto 1991 mit 3,9 pro 100.000 Einwohnern. Auch bei den Raubdelikten liegt die Stadt, verglichen mit anderen nordamerikanischen Großstädten, sehr niedrig mit 115,1 Überfälle pro 100.000 Einwohner. Dallas hatte im Vergleich 583,7 Delikte pro 100.000 Einwohner, 397,9 waren es in Los Angeles, 193,9 in Montreal. Die generelle Kriminalitätsrate lag bei 48 Delikten auf 100.000 Einwohner. Auch diese Vergleichsgröße ist deutlich geringer als in anderen Großstädte, wie z.B. Cincinnati mit 326, Los Angeles mit 283, New York mit 195 und Vancouver mit 239.

Torontos Architekturtradition setzt Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Viele der führenden Architekten haben in Toronto Bauwerke gestaltet, wie beispielsweise der aus Toronto stammende Frank Gehry, Daniel Libeskind, Norman Foster, Will Alsop, Ieoh Ming Pei, Ludwig Mies van der Rohe oder Santiago Calatrava. Einige architektonische Stile wurden in Toronto entwickelt wie der sogenannte Bay-and-Gable-Stil. Es handelt sich hierbei um sehr schmale (teilweise nur 6 Meter), halb freistehende Reihenhäuser aus rotem Backstein. Der Begriff bay-and-gable beschreibt zwei Charakteristika: Die Häuser verfügen über einen Erker (engl. bay window) und das Dach wird von einem spitzen Giebel (engl.: gable) abgeschlossen. Die Häuser im viktorianischen Stil umfassen manchmal auch neogotische Elemente. Die meisten Bay-and-Gable-Häuser findet man heute in den Vierteln The Annex, Cabbagetown und Little Italy.

Das Straßensystem ist größtenteils schachbrettförmig ausgerichtet. Eine der wichtigsten Straßen der Stadt ist die Yonge Street. Gedacht war sie als militärische Nachschublinie; heutzutage spielt sich das wirtschaftliche und kulturelle Leben hauptsächlich entlang dieser Straße ab. Sie beginnt mehr als 1800 Kilometer im Hinterland und endet am Ontariosee und ist damit eine der längsten Straßen Nordamerikas. Das Stadtzentrum (Central Business District) dehnt sich im Norden bis zur Bloor Street, im Süden bis zum Viertel Harbourfront, im Westen bis zur Spadine Avenue und im Osten bis zur Parliament Street aus. Zwischen dem Hauptbahnhof Union Station und der Harbourfront verläuft die mehrspurige Stadtautobahn Gardiner Expressway. Im Bereich der Downtown verläuft die Stadtautobahn aus Platzgründen meist auf einer Brückenkonstruktion. Außerhalb des Stadtkerns prägen kleine Häuser das Stadtbild.

Im Stadtkern prägen vor allem hohe Bauwerke das Stadtbild. Im Metropolraum befinden sich im Großraum Toronto über 2000 Gebäude, die über 90 Meter hoch sind; damit hat Toronto nach New York City die zweitmeisten Wolkenkratzern auf dem Nordamerikanischen Kontinent. Allein in Downtown Toronto gibt es über 100 Wolkenkratzer mit der Mindesthöhe von 100 Metern. Der höchste Wolkenkratzer Torontos ist mit 298 m der First Canadian Place an der Ecke King Street und Bay Street. Gegenwärtig steigt die Zahl der Wolkenkratzer deutlich, da sich mehrere hundert Hochhäuser in der Planungs- oder Bauphase befinden.

Südlich der Innenstadt befinden sich die Toronto Islands, vier künstlich erweiterte Inseln im Ontariosee. Diese befinden sich auf Höhe der Innenstadt und schirmen den Hafen vom See ab. Auf der westlichsten Insel liegt ein kleiner Flughafen (Toronto City Centre Airport), der über eine Pendelfähre von der Innenstadt aus zu erreichen ist. Die übrigen Inseln sind als Park mit kleineren Seen, Wasserläufen, Seebrücke, Strand und Vergnügungseinrichtungen gestaltet. Diese Inseln sind für den motorisierten Verkehr gesperrt und vom Queen´s Quay Terminal mit Personenfähren in etwa zehn Minuten erreichbar.

Höchstes Gebäude, städtebauliche Dominante und Wahrzeichen ist der 1976 fertiggestellte CN Tower. Seit seiner Fertigstellung ist er mit 553 Metern der höchste Fernsehturm der Welt. Der Turm hätte ursprünglich nur funkübertragungstechnische Zwecke erfüllen sollen. Er überragt mit seiner Höhe alle Wolkenkratzer der Stadt und zählt mit jährlich über zwei Millionen Besuchern zu den meistbesuchten Gebäuden Kanadas. Bis zum 12. September 2007 war der CN Tower auch das höchste freistehende Bauwerk der Erde. Diesen Rang hat seither der immer noch im Bau befindliche Burj Dubai. Neben einem Drehrestaurant und einer Aussichtsplattform auf 365 m Höhe hat der Turm eine zweite Aussichtsplattform (Sky Pod) unterhalb der Antennenspitze auf 447 m Höhe. Diese war bis 2008 die höchste Aussichtskanzel der Welt.

Benachbart zum CN Tower ist das 1989 eröffnete Rogers Centre, früher SkyDome genannt. Die 54.000 Plätze fassende Arena ist die Heimat der BlueJays (Baseball) und der Argonauts (Canadian Football) und verfügt als erste Sportarena der Welt über ein komplett zurückfahrbares Dach und über die größte Videotafel der Welt. Eingebaut wurde auch das Renaissance Toronto Hotel Downtown (früher: SkyDome Hotel), das 70 zweigeschossige Suiten mit Sicht aufs Spielfeld anbietet. Des Weiteren befindet sich im Gebäude eines der legendären Hard Rock Cafes, gleichfalls mit Ausblick auf das Spielfeld. Am 2. Februar 2005 wurde der SkyDome in Rogers Centre umbenannt.

Östlich des Rogers Centre befindet sich auf der Südseite der Bahnlinien die Mehrzweckhalle Air Canada Centre, die neben Konzerten und Theatervorführungen auch als Heimspielarena der Basketballmannschaft Toronto Raptors, der Eishockeymannschaft Toronto Maple Leafs, der Lacrossemannschaft Toronto Rock sowie der Footballmannschaft Toronto Phantoms dient. Je nach Veranstaltung bietet die Halle bis zu 19.800 Zuschauern Platz.

Östlich der Downtown befindet sich das im April 2007 fertiggestellte, größte reine Fußballstadion Kanadas, das BMO Field für rund 20.000 Zuschauer.

Gegenüber der Union Station an der Front Street befindet sich das Luxushotel Fairmont Royal York. Das 1929 fertiggestellte Gebäude erinnert mit seinen 28 Stockwerken (124 m) und unterschiedlich hoch abgestuften Gebäudeteilen an ein Schloss. Das Gebäude war bis 1931 das höchste Haus der Stadt.

Unter der Oberfläche befindet sich ein über 27 Kilometer langes Tunnelnetz PATH, das unterirdisch Bürokomplexe sowie über 1200 Geschäfte und Ämter miteinander verbindet. Die Nord-Südachse dieses Netzes führt vom Royal York Hotel und der Union Station bis weit über die Queen Street West hinaus. In der Ost-Westachse bilden die U-Bahnstationen St. Andrew und King der gelben Linie die äußersten Punkte der Untergrundstadt, die die größte der Welt ist.

Ebenfalls ans PATH angeschlossen ist der Brookfield Place, früher auch als BCE Place bezeichnet – ein Büro- und Gewerbekomplex, der aus den zwei Wolkenkratzern Bay Wellington Tower (207 Meter) und TD Canada Trust Tower (261 Meter) besteht. Geplant wurde dieser Komplex von dem Torontoer Architekturbüro Bregman + Hamann Architects unter Mitwirkung von Santiago Calatrava, der die sechsstöckige Allen Lambert Galleria entwarf. Diese Galerie verbindet beide Wolkenkratzer miteinander und beherbergt ein großes, lichtdurchflutetes Atrium, das von einer bogenartigen Strebenkonstruktion abgeschlossen wird.

Östlich des Brookfield Place steht das 1892 errichtete Gooderham Building, ein markantes Bügeleisengebäude.

Das Toronto-Dominion Centre ist ein von Ludwig Mies van der Rohe zwischen 1967 und 1969 erbauter Gebäudekomplex aus sechs Hochhäusern. Die markantesten Bauwerke sind zwei schwarze Wolkenkratzer, der höchste von ihnen ist mit 222 Metern der Toronto-Dominion Bank Tower. In der Nähe des IBM Tower befindet sich die Börse von Toronto.

Das in den 1970er Jahren eröffnete Eaton Centre ist ein sechsstöckiges Einkaufszentrum mit über 285 Läden, 17 Kinos, Diskotheken und einem Luxushotel, das wöchentlich von bis zu einer Million Menschen frequentiert wird. Es wurde nach dem irischen Einwanderer Timothy Eaton benannt, der 1869 an dieser Stelle einen Gemischtwarenladen eröffnete. Aus diesem entstand ein in ganz Kanada bekanntes Versandhaus. Der südliche Eingang befindet sich an der Ecke Queen Street West und Yonge Street; das Einkaufszentrum zieht sich nördlich bis zum Dundas Square. Das Eaton Centre wurde unter Mitwirkung des deutschen Architekten Erhard Zeidler zusammen mit Bregman + Hamann Architects entworfen.

Östlich vom Südeingang des Eaton Centre an der Ecke von Queen Street West und Bay Street gelegen befindet sich das durch den finnischen Architekten Viljo Revell Anfang der 1960er Jahre errichtete avantgardistische Gebäudekomplex des Neuen Rathauses von Torontos. Die beiden Gebäude sind 20- bzw. 27-geschossige Hochhäuser mit gebogenen Grundriss. Über einem unteren muschelförmigen Plenarsaal sind die zwei Hochhäuser miteinander verbunden. Das Gebäude dient seit 1965 als Rathaus und befindet sich gegenüber dem früher genutzten Bau des Alten Rathauses. Westlich des Rathauses schließt sich die Osgoode Hall an. Das ehemalige Gerichtsgebäude wurde zwischen 1835 und 1855 errichtet und ist nach dem ersten Oberrichter William Osgoode von Oberkanada benannt.

Die St.-James-Kathedrale ist mit knapp 93 Metern höchster Kirchenbau Torontos und der zweithöchste Kanadas. Die 1844 fertiggestellte anglikanische Kirche gehört zur ältesten Kirchengemeinde der Stadt und steht etwas Abseits der Innenstadt an der Church Street, an der sich viele Kirchen Torontos befinden.

Südlich des St.-James-Parks befindet sich der St. Lawrence Market, der sich auf einen Süd- und Nordbau verteilt. Das südliche Gebäude diente der Stadt zwischen 1845 und 1904 als Rathaus; heute informieren wechselnde Ausstellungen über die Stadtgeschichte. Der erste Stock war früher eine Polizeistation. Heute bieten vor allem in der nördlichen Markthalle über 120 Händlern ihre Erzeugnisse an.

Nördlich des Stadtzentrums befindet sich Casa Loma, ein Schloss in „europäischem“ Stil, das von Sir Henry Pellatt Anfang 1900 gebaut wurde. Es ist heute ein Museum mit 98 Zimmern, Geheimgängen, einem alten Schwimmbad und einem botanischem Wintergarten.

Die Chinatown von Toronto ist die größte in Nordamerika. Wie die anderen zeichnet sie sich durch zweisprachige Straßenschilder und zahlreiche chinesische Geschäfte und Restaurants aus. Sie befindet sich im Bereich der Dundas Street West und der Spadina Avenue unmittelbar westlich der Yonge Street. Das Viertel geht bis in das Jahr 1878 zurück. Damals halfen hunderte eingewanderte Chinesen den Canadian Pacific Railway zu bauen. Den größten Zuwachs an chinesischen Einwanderern verzeichnete Toronto in den Jahren 1947 bis 1960. Als 1961 der Bau des neuen Rathauses am Nathan Phillips Square begann, verlagerte sich das Chinesenviertel von der Kreuzung zwischen Queens Street und Bay Street in westliche Richtung.

Östlich des Don Valley Parkway liegt Greektown, ein Stadtviertel an der Danforth Avenue gelegen, in dem vornehmlich griechische Einwanderer leben. In den 1970er und 1980er Jahren galt das Viertel als das größte Griechenviertel Nordamerikas. In dem Viertel entlang der Danforth Avenue Ecke Pape befinden sich zweisprachige Straßenschilder auf Englisch und Griechisch. Mit rund 125.000 Griechen ist Greektown heute die zweitgrößte griechische Gemeinschaft außerhalb Griechenlands. An der mit griechischen und kanadischen Flaggen gesäumten Danforth Avenue sind zahlreiche Restaurants und Cafés mit griechischer Küche und Musik zu finden.

Im Stadtgebiet befinden sich weit über 200 Parkanlagen und Gärten mit über 90 Kilometer Spazierwegen.

Der mit 161 Hektar größte Park ist der High Park im Westend Torontos nördlich der Humber Bay. Er erstreckt sich südlich der Bloor Street West und westlich des Parkside Drive, östlich der Ellis Park Road. Der Park ist eine Mischung aus Naherholungsgebiet mit Einrichtungen für Sport, Kultur und Bildung, Spielplätzen sowie einem Naturpark und einem Zoo.

Allan Gardens ist ein Botanischer Garten, der vom früheren Bürgermeister George William Allan gestiftet wurde. Sechs Gewächshäuser zeigen beispielsweise rare tropische Pflanzen und Palmen. Die Universität hat 1931 ihr Gewächshaus in Allan Gardens verlegt. Einige Episoden der Show Kenny vs. Spenny sind in diesem Garten gedreht worden.

Der rund 15 Hektar große Trinity Bellwoods Park zwischen dem Gebiet nördlich der Queen Street West und der Dundas Street bietet Spielflächen für diverse Sportarten wie Tennis, Fußball oder Volleyball.

Der HTO Park in der Harbourfront südlich des Rogers Centre ist ein 2007 am Ufer des Ontariosees eröffneter Stadtstrand.

Im Nordosten der Stadt befindet sich der 287 Hektar große Zoologische Garten, der Toronto Zoo. Er ist flächenmäßig der drittgrößte Zoo der Welt und bietet über 10 Kilometer Fußwege. Er beherbergt rund 5000 Tiere und 460 Arten. Sein Vorläufer, der Riverdale Zoo wurde 1888 eröffnet. 1970 wurde aufgrund einer Bürgerinitiative der Neubau eines Zoos begonnen, der am 15. August 1974 eröffnet wurde. Jährlich verzeichnet der Zoo rund 1,2 Millionen Besucher.

Die mit Fähren erreichbaren vorgelagerten Toronto Islands bieten auf 230 Hektar weitläufige Spazierwege, Strände und Sportanlagen. Über 1,2 Millionen Besucher nutzen jährlich die Möglichkeiten des Toronto Island Park.

Toronto gilt als eines der drei produktivsten Kulturzentren Kanadas. Die Stadt besitzt die Art Gallery of Ontario (AGO), eine Konzerthalle namens Roy Thomson Hall für das Toronto Symphony Orchestra, mehrere weitere Konzertsäle, sowie eine Anzahl von Theatern für Oper, Ballett, Operette und Schauspiel. Nach London und New York hat Toronto die drittgrößte Theaterszene im englischsprachigen Raum. Besondere Bekanntheit hat das 1907 eröffnete Royal Alexandra Theatre.

Am 14. Juni 2006 wurde das Four Seasons Centre eröffnet, ein über 2000 Sitze fassendes Opernhaus südlich des neuen Rathauses. Der 181 Millionen Dollar teure Bau ersetzte das große Opernhaus aus dem Jahr 1874. Im Opernhaus agieren das kanadische Nationalballett und die Canadian Opera Company. Toronto ist zudem der Heimatort des renommierten Barockorchesters Tafelmusik.

Hier ballt sich daher die Musikindustrie sowie die englischsprachigen Literaturszene. Viele wichtige Literaten studierten an der University of Toronto, wie Michael Ondaatje (Der englische Patient).

Seit 1976 findet das Toronto International Film Festival statt. Seit 1980 werden hier die Genie Awards und seit 1986 die Gemini Awards verliehen.

Das meist nur „ROM“ genannte Royal Ontario Museum ist das größte Museum Kanadas. Es verfügt über Sammlungen zu Naturwissenschaft, Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte sowie zu den First Nations. Durch seine Kunstsammlung aus Fernost erlangte es Weltberühmtheit. Seit Juni 2007 wartet das ROM mit zehn erweiterten Galerien auf. Der moderne Neubau und der Altbau wurden dabei ineinander verschachtelt. Die neue Außenfassade The Crystal stellt eine dem Dekonstruktivismus zuzuordnende, zerklüftete, kristallähnliche Form dar, die zu 25 % aus Glas und zu 75 % aus Aluminium besteht. Die zur Bloor Street West zeigende Fassade ist gleichzeitig der Haupteingang des Museums. Der von den Architektenbüro Bregman + Hamann und Daniel Libeskind entworfene Neubau kostete insgesamt 270 Millionen Dollar.

Die internationale Hockey Hall of Fame (HHOF) ist ein Gebäude in Toronto. Die dazu gehörige Institution wurde gegründet, um die besten Eishockeyspieler zu ehren. Die Hall of Fame ist mit einem Eishockeymuseum kombiniert.

An der Bloor Street West befindet sich das Bata Shoe Museum, ein Schuhmuseum, welches zum Bata-Konzern gehört. Das 1979 gegründete Museum zeigt über 12.000 Schuhe aus allen Teilen der Erde und einer Zeitspanne von 4.500 Jahren.

Insgesamt zehn verschiedene Häuser, Schulen, Industriegebäude und sonstige Bauten sind zu historischen Stätten erklärt worden. Eines der bedeutendsten ist die Fort York National Historic Site, dem Ort wo 1793 die Briten Toronto gründeten und wo am 27. April 1813 der Höhepunkt des Britisch-Amerikanischen-Krieges als Schlacht von York stattfand.

Etwa 11 km nordöstlich der Downtown befindet sich das Ontario Science Centre, ein 1969 eröffnetes Wissenschaftsmuseum. Das Museum zeigt wissenschaftliche Zusammenhänge anhand von Experimenten, die von den Besuchern selbst durchgeführt werden können. Es verzeichnet jährlich rund 1,5 Millionen Besucher und bietet wechselnde Ausstellungen und Programme an; 2005 fand im Museum die Ausstellung Körperwelten statt.

Toronto ist in den großen nordamerikanischen Sportligen (außer American Football) jeweils mit einem eigenen Club vertreten. Der wohl wichtigste Verein ist der Eishockey-Club Toronto Maple Leafs, der in der National Hockey League spielt. Er konnte 13-mal den Stanley Cup gewinnen und gehört damit zu den erfolgreichsten Eishockeymannschaften in Nordamerika. Als Farmteam für die Maple Leafs fungieren die Toronto Marlies in der American Hockey League. In der Basketballliga NBA spielen die Toronto Raptors als einziges Team außerhalb der Vereinigten Staaten. Wie auch die Maple Leafs tragen die Raptors ihre Spiele im Air Canada Centre aus. Die Toronto Blue Jays (Baseball) und die Toronto Argonauts (Canadian Football) spielen im weithin sichtbaren und mitten im Zentrum der Stadt stehenden Rogers Centre. Des Weiteren gibt es noch die Toronto Rock, die in der NLL Lacrosse spielen, sowie den noch jungen Toronto FC, der in der MLS Fußball spielt. Auch der Toronto FC ist das einzige Team seiner Liga, das nicht aus den Vereinigten Staaten kommt.

Toronto diente als Austragungsort zahlreicher Sportveranstaltungen. Nachdem 1976 die Olympischen Sommerspiele nach Montreal vergeben wurden war die Stadt auch Ausrichter der 5. Sommer-Paralympics. Seit 1990 findet im jährlichen Wechsel mit Montreal das Rogers Masters (früher: Canadian Open) in Toronto statt, das zu den neuen Turnieren der ATP Masters Series zählt. 1993 fand die 4. Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaft statt. Ein Jahr später war Toronto neben Hamilton Austragungsort der Basketball-Weltmeisterschaft. Für die Olympische Sommerspiele 1996 und 2008 bewarb sich die Stadt, unterlag allerdings gegen Atlanta bzw. Peking. Das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit Sitz in Toronto erwägt, sich für die Sommerspiele 2020 oder 2024 ein drittes Mal zu berwerben. Toronto ist zusammen mit der Region des Golden Horseshoe auch Bewerber für die Panamerikanischen Spiele 2015. Die Provinz Ontario unterstützt diese Bewerbung mit 1,77 Milliarden Dollar.

Im Februar findet jährlich seit 1974 die Canadian International AutoShow im Metro Toronto Convention Centre und im Rogers Centre statt. Sie ist mit 79.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die größte Automobilausstellung Kanadas.

Im März findet seit 1981 die viertägige Canadian Music Week statt, ein Musikfestival und eine Musikkonferenz.

Anfang Juni findet in Toronto das ethnisch-kulturelle Volksfest International Caravan statt. Das sei 1968 ausgetragene Festival bietet in mehr als dreißig Pavillons überall im Stadtgebiet verteilt musikalische und folkloristische Darbietungen in Form von Konzerten und Theateraufführungen.

Ende Juni findet jedes Jahr die Pride Week in Toronto statt. Sie gehört zu den größten Gay Pride-Festivals weltweit. Zu den Höhepunkten gehören der Dyke March und die Pride parade. 2004 berichtete der Toronto Star, dass rund 1,2 Millionen Menschen an der Parade teilgenommen haben.

Seit 1989 findet jährlich im Sommer das viertägige Beaches International Jazz Festival statt. Das Freiluft-Jazzfestival findet im Viertel The Beaches von Old Toronto statt. Der Hauptact findet auf einer Bühne jeweils im Kew Garden statt. Parallel dazu spielen Bands auf zwei Kilometer entlang der Queen Street East.

Das Canadian National Exhibition ist eine Mischung aus Jahrmarkt und einer Landwirtschaftsmesse. Die Veranstaltung findet seit 1879 von Mitte August bis zum Labour Day auf dem Exhibition Place, einem Platz westlich der Downtown statt. Sie ist mit jährlich etwa 1,3 Millionen Besuchern gleichzeitig Nordamerikas fünftgrößte Messe. Neben den Ausstellungen finden auch Sport- und Musikveranstaltungen statt sowie eine Flugschau.

Anfang September findet das Toronto International Film Festival, eines der größten Filmfestivals Nordamerikas statt.

Die Toronto Santa Claus Parade ist eine seit 1905 stattfindenden Weihnachtsparade, die Mitte November stattfindet. Mehr als eine halbe Million Menschen schauen der Parade jährlich zu, die sich über sechs Kilometer durch die Innenstadt Torontos zieht. Die Parade wird seit 1952 landesweit im Fernsehen übertragen.

Wegen seiner wichtigen Stellung im Bereich Medien und Film wird Toronto auch als das „Hollywood des Nordens“ bezeichnet. Damit verbunden ist die Stadt auch häufig Dreh- oder Handlungsort von internationalen Filmen. Für Dreharbeiten in Toronto gaben 2007 Filmproduktionsgesellschaft insgesamt 791 Millionen Dollar aus. Das für Film und Fernsehen zuständige städtische Behörde Toronto Film and Television Office berichtete im Jahr 2005 insgesamt etwa 200 Produktionen fertiggestellt wurden, darunter 39 Spielfilme, 44 Fernsehfilme und 84 Fernsehserien.

Der amerikanische Thriller The Sentinel – Wem kannst du trauen? aus dem Jahr 2006 spielt zu einem wesentlichen Teil in der Stadt. Im Handlungsablauf des Films wird Toronto als Schauplatz eines G8-Gipfels dargestellt. Neben anderen Schauplätzen in der Stadt findet das Finale am Nathan Phillips Square und dem Neuen Rathaus (Toronto City Hall) statt, in dem das Treffen abgehalten wird. Das aus den 1960er Jahren stammende futuristisch anmutende Gebäude diente bereits vielen Filmen häufig als Kulisse. Der Horrorfilm Resident Evil: Apocalypse (2004) wurde ebenfalls zum Teil in Toronto gedreht und neben dem Exhibition Place – im Film als National Trade Centre bezeichnet – dient die Toronto City Hall als Rathaus der fiktiven Stadt Raccoon City. In der Episode All Our Yesterdays (1969) aus Science-Fiction-Fernsehserie Raumschiff Enterprise ist das Rathaus ein Portal der Außerirdischen. Und in der Actionkomödie The Tuxedo – Gefahr im Anzug übernimmt das Rathaus die Rolle des Hauptquartiers eines Nachrichtendienstes.

Die Filmdramen M. Butterfly (1993) vom Regisseur David Cronenberg und Das süße Jenseits (1997) unter der Regie von Atom Egoyan spielten teilweise in Toronto; M. Butterfly hatte beim Toronto Film Festival seine Weltpremiere.

Die Kinokomödienreihe Police Academy ist teilweise in Toronto gedreht worden, der dritte Teil Police Academy 3 fast vollständig. Der Film gibt zwar nicht an, in einer spezifische Stadt zu handeln, verfolgt aber den Anspruch, eine US-amerikanische Großstadt darzustellen. Trotzdem sieht man in Police Academy 3 die markante Skyline Torontos.

Der Stuntman Dar Robinson doubelte 1979 den Schauspieler Christopher Plummer im Film Am Highpoint flippt die Meute aus, bei dem der Darsteller für eine Filmszene mit einem Fallschirm vom Turmkorb des CN Tower gesprungen ist.

Die aus Toronto stammenden Cowboy Junkies haben den Stil des Alternative Country maßgeblich geprägt. Am 27. November 1987 nahmen sie das Album The Trinity Session in der Torontoer Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (Church of the Holy Trinity) auf. Die erfolgreiche Alternative Rockband Barenaked Ladies gründete sich 1988 in Scarborough und nahmen viele ihrer Alben in Toronto auf.

Der Rapper Snow beschreibt in seinem bekanntesten Song Informer Anfang der 1990er Jahre seine Herkunft in der Textpassage „Yeah me shoes are-a tear up an-a my toes used to show-a, Where me-a born in-a the one Toronto“. Besondere Bekanntheit erlangte in Nordamerika auch die Persiflage von Jim Carry, der in der amerikanischen Sitcom In Living Color diesen Song parodierte.

Toronto ist Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Als kanadische Hauptstadt für Film, Musik und Medien sind besonders viele Persönlichkeiten aus diesem Bereich vertreten. Beispielsweise sind in Toronto folgende Filmschaffende geboren: Raymond Massey, Michael Ironside, Mike Myers, Harland Williams, Will Arnett, die Schauspielerin Jessica Steen und der Regisseur David Cronenberg, der vor allem für seine Horrorfilme bekannt geworden ist. Weltweit berühmt ist vor allem der gebürtige Torontoer Rockmusiker Neil Young. Nicht direkt in Toronto geboren aber aufgewachsen ist der Komiker und Schauspieler Jim Carrey. Er trat bereits mit 15 Jahren auf verschiedenen Bühnen von Clubs in Toronto auf. Zum Teil in Toronto aufgewachsen ist die portugiesisch-kanadische Sängerin Nelly Furtado. Aus Toronto stammt die Rockband Rush und ihr Sänger und Bassist Geddy Lee. Der bedeutende Pianist und Musikautor Glenn Gould ist in Toronto geboren worden und starb mit 50 Jahren infolge eines Schlaganfalls ebenfalls dort.

Der weltweit als Architekt und Designer tätige Frank Gehry wurde 1929 in Toronto geboren. Der Pritzker-Preis-Träger Gehry erhielt 1998 von der University of Toronto die Ehrendoktorwürde. Die Universität benannte sogar einen eigenen Lehrstuhl für jährlich wechselnde Gastprofessoren nach ihm. Der einzige Bau von Gehry in Toronto ist die Neugestaltung des Art Gallery of Ontario im Jahr 2008. Der frühere Premierminister Lester Pearson wurde 1897 in dem heutigen Bezirk von Toronto Newtonbrook geboren und wuchst in Toronto auf. Er studierte am Victoria College sowie an der University of Toronto. 1957 erhielt er als Initiator zur Beendigung der Sueskrise den Friedensnobelpreis. Der seit 2006 amtierende kanadische Premierminister Stephen Harper wurde 1959 in Toronto geboren, wuchs in der Stadt auf und begann sein Wirtschaftsstudium 1978 an der University of Toronto.

In Toronto wirkten auch eine Reihe berühmt gewordener Wissenschaftlern. Der Arzt Frederick Banting studierte und arbeitete in Toronto. Für die Entdecker des Insulins erhielt er 1923 zusammen mit dem ebenfalls in Toronto forschenden John James Richard Macleod den Nobelpreis für Medizin. Arthur L. Schawlow, der Mathematik und Physik an der University of Toronto studierte und 1941 seinen Abschluss machte erhielt 1981 wegen seiner Mitwirkung an der Entwicklung des Lasers den Nobelpreis für Physik. Ebenfalls den Physik-Nobelpreis erhielt Bertram Brockhouse, der an der Universität in Toronto diplomierte. John C. Polanyi ist Hochschullehrer in Toronto und erhielt 1986 den Nobelpreis für Chemie. Der Physiker Walter Kohn machte 1946 seinen Master in Angewandter Mathematik an der University of Toronto und erhielt 1998 den Nobelpreis für Chemie. Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway wohnte Anfang der 1920er Jahre in Toronto und begann seine Karriere als Journalist beim Toronto Star.

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Toronto (Ohio)

Bild:OHMap-doton-Toronto.png

Toronto ist eine Stadt im Jefferson County, Ohio. Die Stadt hat laut einer Volkszählung aus dem Jahr 2000 5676 Einwohner (auch als Torontoans bezeichnet).

Das Gebiet, damals noch als Newburg's Landing bekannt, wurde erstmalig im 19. Jahrhundert besiedelt. Mit dem Bau der Bahnschienen wurde die Gegend in Sloan Station umbenannt. Im Jahre 1881 wurde die Stadt, nach einer Abstimmung, unter dem heutigen Namen, amtlich eingetragen. Man schaute sich diesen Namen beim weltbekannten Toronto, Ontario in Kanada ab, da Thomas M. Daniels, der damalige Bürgervorsitzende, die kanadische Stadt als erstrebenswert empfand.

Während des 20. Jahrhundert wurde die Stadt Mittelpunkt von Schwerindustrie mit einer großen Anzahl von Fabriken in und um die Stadt. In den 1980er und 1990er Jahren ging die Wirtschaft Torontos, ebenso wie die der Rest der Umgebung, stark zurück, als sich das Angebot von Arbeitsplätzen in der Fertigung deutlich dezimierte. Heutzutage ist die Titanium Metals Corporation der einzige große, verbliebene Arbeitgeber. Doch auch dieser stellt von Jahr zu Jahr weniger Arbeiter an. Mittlerweile ist die Stadt recht verarmt.

Lokale Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die Toronto High School, die Blue Danube Bar, Margaret's Cafe sowie die Toronto Police Station.

Eine berühmte Person, die in Toronto lebte, ist der Fernsehschauspieler Robert Urich.

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Toronto FC

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Toronto FC ist ein Team der US-amerikanischen Profifußballliga Major League Soccer (MLS). Das Team ist in Toronto, Kanada beheimatet und wurde 2006 gegründet. In der Saison 2007 nahm das Team erstmals am Spielbetrieb der MLS teil.

Der Name wurde offiziell am 11. Mai 2006 durch den Teambesitzer, der Maple Leaf Sports & Entertainment Ltd. (kurz: MLSE), bekannt gegeben. FC ist eine international übliche Abkürzung für „Fußballclub“. In den Medien und offiziellen Dokumenten wird das Team allerdings grundsätzlich als Toronto FC und nicht als Toronto Football Club bezeichnet.

Vor der offiziellen Namensverkündung wurde eine Onlineumfrage durchgeführt. Es waren die Namen Toronto Nationals, Inter Toronto FC, Toronto Reds, Toronto FC und Toronto Northmen vorgeschlagen. Die MLSE wählte schließlich aus zwei Gründen den Namen Toronto FC. Erstens stimmten über 40% der Teilnehmer für diesen Namen. Zweitens hofft die MLSE, dass das Team durch die Fans einen organischeren Spitznamen bekommt als wenn die MLSE einen Namen „von oben“ bestimmt hätte. Es gibt bereits mit „i biancorossi“ (die weiß-roten) einen italienischen Spitznamen.

Am 12. Mai 2007 gewann Toronto FC zum ersten Mal ein Spiel der MLS: Im 5. Spiel der Saison 2007 gewannen die Kanadier gegen Chicago Fire zu Hause mit 3:1. Danny Dichio schoss dabei das erste Tor in der Vereinsgeschichte für Toronto; in den vier vorhergegangenen Spielen hatte die Mannschaft kein Tor erzielt. In der ersten Saison belegte Toronto FC den 7. Platz in der Eastern Conference und nahm damit nicht an den Playoffs teil.

Zur Saison 2008 wechselte der bisherige Trainer Mo Johnston ins Management des Vereins. Neuer Trainer wird der ehemalige englische Fußballspieler John Carver. Er trainierte bereits Newcastle United und Leeds United in der englischen Premier League. In dieser Saison nahm der Verein auch an der neugeschaffenen Canadian Championship teil, um sich für die CONCACAF Champions League zu qualifizieren (dies ist einer kanadischen Mannschaft über die MLS nicht möglich). Toronto schafftes dies aber nicht und belegte wiederum nur den 7. Platz in der Eastern Conference und nahm deshalb wieder nicht an den Playoffs teil.

Die MLSE besitzt neben dem Toronto FC auch die Toronto Maple Leafs (National Hockey League), die Toronto Raptors (National Basketball Association) und die Toronto Marlies (American Hockey League). Neben diesen Teams ist die Firma noch im Immobilien- und Grundstücksgeschäft tätig. So gehören der MLSE das Air Canada Centre und das Oshawa Gardens. General Manager des Vereins ist Paul Beirne.

Aktueller Trikotsponsor ist die BMO Financial Group, die auch die Namensrechte am Stadion des Vereins erworben haben. Ausgerüstet wird der Verein von adidas.

Toronto FC trägt seine Heimspiele im BMO Field in Toronto aus. Das Stadion, welches ein Fassungsvermögen von 20.500 Plätzen hat, wurde im Frühjahr 2007 fertig gestellt. Für die erste Saison von Toronto FC erwartete der Geschäftsführer der MLSE, Richard Peddie, einen Zuschauerschnitt zwischen 13.000 und 15.000. Diese Erwartung wurde übertroffen und ein Schnitt von 20.134 Zuschauern erreicht und auch in der folgenden Saison war nahezu jedes Spiel ausverkauft. Für die Saison 2009 sind, wie bereits im Vorjahr, alle 16.000 Jahreskarten ausverkauft.

In diesem Stadion wurden Spiele der FIFA U20-Weltmeisterschaft 2007, sowie das MLS All-Star Game 2008 gegen West Ham United ausgetragen. Bis spätestenes 2012 wird der MLS Cup, das Meisterschafts-Endspiel, in Toronto stattfinden.

Das erste reguläre Punktspiel verlor der Toronto FC am 7. April 2007 in Carson, Kalifornien gegen C.D. Chivas USA mit 0:2. Das erste reguläre Heimspiel fand am 28. April 2007 gegen die Kansas City Wizards statt. Toronto unterlag hier mit 0:1. Zwischen dem 24. und dem 31. März 2007 nahm der Verein am Carolina Challenge Cup teil. Toronto belegte den zweiten Platz. 2008 belegte Toronto den 4.Platz.

Seit der Saison 2008 hat Toronto FC mit dem Verein TFC Academy ein eigenes Farmteam. Hier sollen junge kanadische Spieler ausgebildet werden. Die Mannschaft spielt in der Canadian Soccer League, der höchsten kanadischen Liga, und trägt ihre Spiele im Lamport Stadium aus.

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Toronto Marlies

Logo der Toronto Marlies

Die Toronto Marlies sind eine Eishockeymannschaft in der American Hockey League. Sie spielen in Toronto, Ontario, Kanada im Ricoh Coliseum (9.500 Plätze).

Die Toronto Marlies wurden 2005 gegründet, als die Toronto Maple Leafs beschlossen, ihr Farmteam St. John’s Maple Leafs umziehen zu lassen, um Geld für Reisekosten zu sparen und einen Mieter für das Ricoh Coliseum zu haben. Allerdings blieben die Zuschauerzahlen weit unter den Erwartungen zurück und viele stellten sich die Frage, ob der Umzug der in St. John sehr populären Mannschaft die richtige Entscheidung war. Das Team wurde nach dem ehemaligen Junioren Hockey Team Toronto Marlboros benannt, allerdings wählte man die Abwandlung Marlies, um jegliche Assoziationen mit der Zigarettenmarke zu vermeiden.

In ihrem ersten Jahr erreichten die Marlies zwar knapp die Play-offs, schieden jedoch bereits in der ersten Runde aus.

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Source : Wikipedia