Tom Tykwer

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Geschrieben von daneel 25/04/2009 @ 02:08

Tags : tom tykwer, regisseure, kultur

Neueste Nachrichten
Armin Mueller-Stahl über den Mauerfall, seine Nase, Glück und ... - Neues Deutschland
Heinrich Breloers Neuverfilmung des Jahrhundertromans von Thomas Mann »Buddenbrooks«, in der er die Rolle des Konsuls spielte, Tom Tykwers Berlinale-Eröffnungsfilm »The International« und die Unterstützung des Langfilm-Regiedebüts seines Sohnes sollten...
Im Fokus Nach der Mauer - Wiener Zeitung
Foto: Filmarchiv Austria Namen wie Tom Tykwer, Fatih Akin, Oskar Roehler, Caroline Link oder Romuald Kamarkar stehen heute trotz aller Verschiedenheit für eine vorurteilslose und ebenso reflektierte wie neugierige Auseinandersetzung mit dem...
Franka Potente - happy und fit - SMSGott.de
Mit Regisseur Tom Tykwer hatte es in Deutschland nicht geklappt, mit Elijah Wood nicht in Amerika. Jetzt wird nach Franka Potentes Rückkehr nach Deutschland doch noch alles gut. Die 34-jährige Schauspielerin steht in den Startlöchern für ihre Hochzeit....
Monica Bleibtreu ist tot - moviepilot
Berührungsängste hatte sie dabei keine, sie gab das epochale Drama in Die Manns – Eine Jahrhundertroman genauso wie die Walpurga in Bibi Blocksberg, spielte in Tatorten, Kurzfilmen und neben ihrem berühmten Sohn Moritz Bleibtreu in Tom Tykwer s Hit...
Und wieder marschieren die Puppen - Nordsee-Zeitung
„Topkapi“ aus dem Jahre 1964, „Das Relikt“ aus den späten 90er Jahren oder zuletzt „The International“ von Tom Tykwer sind weitere Beispiele. In den Kinderkomödien von Regisseur Shawn Levy geht es natürlich entspannt zu. Da flüchtet das ungewöhnliche...
Tykwers "Das Parfum" hat nichts von der Faszination des Buches - Cineastentreff
In "Das Parfum" wird es hin und wieder versucht, und wenigstens einmal, gleich zu Beginn, gelingt es Regisseur Tom Tykwer, mittels einer unfassbar ekelerregenden Szenerie fast, eine Art "gefühlten" Gestank zu kreieren. Was am 17....
The International - Kultur-in-Bonn.de
Das erste amerikanische Projekt von Tom Tykwer ("Das Parfum") ist ein kompromissloser Verschwörungsthriller in der Tradition von "Der Dialog". Europa und USA sind der Schauplatz von Intrigen und falschen Fährten in einem atemberaubenden Actionwerk mit...
Der Mann, der seine Liebe zeigt - FR-online.de
Ganze Sequenzen, manchmal mehr als zehn Minuten, laufen in deutsch ab (überwacht von Dialog-Regisseur Tom Tykwer). Für den Nazi-Schergen gibt es einen perfiden Grund, ins Englische zu wechseln: Er möchte die Juden, die er unter den Dielen des...
Die Roberts/ Owen - Affäre - Wer betrügt wen in Tony Gilroys ... - Weltexpress
Ließ Tom Tykwer in „The International“ die ironischen Facetten des Darstellers ungenutzt, darf Owen in „Duplicity“ diese um so effektiver ausspielen. Das größte Vergnügen an der rasanten Scharade sind Clive Owens Wortduelle mit Julia Roberts....
Monika Osberghaus "Menschen brauchen auch Widersprüche im Leben" - Berliner Morgenpost
Nicht nur ihr Name erinnert an "Lola rennt", das Kinowunder von Tom Tykwer. Da rannte und rannte ein Mädchen mit feuerroten, herrlich strubbeligen Haaren durch die Stadt. Nun gibt es eine neue Lola. Lola allerdings hat längere und fliegend braune Haare...

Tom Tykwer

Tom Tykwer und Ben Whishaw 2005 bei den Dreharbeiten zu Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders

Tom Tykwer (* 23. Mai 1965 in Wuppertal) ist ein deutscher Filmregisseur, Filmproduzent und Filmkomponist.

Tykwer drehte mit elf Jahren seine ersten Super-8-Filme und arbeitete mit dreizehn als Filmvorführer. In Berlin wurde er 1988 Manager des Moviemento-Filmtheaters in Kreuzberg. 1992 gründete er mit dem Produzenten Stefan Arndt die Firma Liebesfilm und inszenierte zunächst als Regisseur zwei Kurzfilme.

Mit Die tödliche Maria und Winterschläfer gelangen ihm sodann viel beachtete Anfangserfolge. Er gründete 1994 zusammen mit Stefan Arndt, Dani Levy und Wolfgang Becker die Produktionsfirma X-Filme Creative Pool. 1998 wurde sein dritter Film, Lola rennt, auch ein großer Publikumserfolg. Es folgten 2000 Der Krieger und die Kaiserin und 2002 seine erste internationale Produktion Heaven. 2004 drehte er den Kurzfilm True der ein Teil des Kompilationsfilms Paris, je t’aime ist. Danach führte er bei Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders Regie, einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Patrick Süskind.

Anfang Juli 2008 wurde bekannt, dass Tykwer gemeinsam mit Fatih Akın, Wolfgang Becker, Dominik Graf, Sylke Enders, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Isabelle Stever, Hans Steinbichler und Hans Weingartner an einem Episodenfilm zur Lage Deutschlands im Herbst 2008 arbeitet. Das Projekt mit dem Titel Deutschland 09, das sowohl aus Spiel- als auch Dokumentarfilmen bestehen soll, ist an den Film Deutschland im Herbst (1978) angelehnt. Tykwer selbst hat für das Projekt den Kurzfilm "Feierlich reist" gedreht, für den er Benno Fürmann besetzt hat. Der Film wurde am 13. Februar 2009 auf der 59. Berlinale uraufgeführt und lief dort außer Konkurrenz.

2008 beendete Tykwer die Arbeit an der deutsch-amerikanischen Koproduktion The International mit Clive Owen und Naomi Watts in den Hauptrollen. Der Film stellt einen Interpol-Agenten und eine New Yorker Staatsanwältin in den Mittelpunkt, die planen, die illegalen Aktivitäten einer mächtigen Großbank aufzudecken. Zum weiteren Schauspielensemble gehören unter anderem Armin Mueller-Stahl, Ulrich Thomsen und James Rebhorn. Der Thriller eröffnete Anfang Februar 2009 die 59. Auflage der Filmfestspiele von Berlin, wo The International außer Konkurrenz gezeigt wird.

Zusammen mit Reinhold Heil und Johnny Klimek schreibt er auch die Musik für seine Filme. Bis 2002 war Tykwer mit Franka Potente liiert, danach bis heute mit Marie Steinmann.

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Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders

Tom Tykwer und Ben Whishaw bei den Dreharbeiten

Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders ist ein vom deutschen Regisseur Tom Tykwer inszenierter Spielfilm aus dem Jahre 2006. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Patrick Süskind und wurde unter anderem von den Filmstudios Constantin Film, Castelao Producciones S.A., Nouvelles Éditions de Films und dem VIP 4 Medienfonds produziert.

Frankreich im 18. Jahrhundert: Ein junger Mann wird in der südfranzösischen Stadt Grasse aus seiner Kerkerzelle auf den Balkon des Rathauses gezerrt, vor dem die aufgebrachte Stadtbevölkerung unten auf dem Marktplatz auf die Verkündung seines Todesurteils wegen mehrfachen Mordes wartet.

Eine Rückblende führt auf den Fischmarkt von Paris, wo am 17. Juli 1738 eine Fischverkäuferin Jean-Baptiste Grenouille entbindet. Seine Mutter kümmert sich nicht um ihn und vermutet, er sei eine „Halb“- oder Totgeburt wie zahlreiche ihrer Kinder zuvor. Als das Baby zu schreien beginnt, versucht Jean-Baptistes Mutter vergeblich vor der Menge zu fliehen, von der sie des versuchten Kindesmords bezichtigt wird. Kurz darauf wird sie durch den Strang hingerichtet.

Das Kind landet bei Madame Gaillard, die Kostkinder gegen Bezahlung aufnimmt. Ein Junge nähert sich ihm, da nimmt das Baby seinen Zeigefinger, um an ihm intensiv zu schnuppern. Die Kinder beschließen, das Baby zu ersticken, aber Madame Gaillard kann dies verhindern. Grenouille wird älter und erschließt sich die Welt über seinen Geruchssinn. Er wird sich bald seines großen Talents bewusst, Düfte mit seiner Nase aufzunehmen. Mit sechs Jahren hat er bereits seine Umgebung olfaktorisch erschlossen.

Mit dreizehn Jahren verkauft Madame Gaillard Grenouille an den Gerber Grimal. Unmittelbar danach fällt sie einem Raubmord zum Opfer. Als Grenouille innerhalb des Betriebs aufsteigt, darf er Ware in die Stadt ausliefern. In den Straßen von Paris begegnet ihm ein Universum von Düften. Grenouilles Geruchssinn verfeinert sich, und er entdeckt, dass der Duft eines jungen Mädchens, das Mirabellen verkauft, es ihm besonders angetan hat. Grenouille folgt ihr, sie schreit, und er drückt ihr seine Hand auf den Mund. Grenouille bemerkt, dass er das Mädchen erstickt hat. Er riecht intensiv an ihrem Körper.

Als Grenouille eine Ladung Leder beim über die Jahre abgehalfterten italienischen Parfümeur Giuseppe Baldini abgeben sollte, gelangt er in dessen Laden. Ein Konkurrent namens Péléssier hat ein Parfum, „Amor et Psyche“, auf den Markt gebracht. Baldini wurde daraufhin vom Grafen Véramont beauftragt, einen neuen Duft zu kreieren, der genauso gut sein soll wie „Amor et Psyche“. Baldinis Gehilfe Chénier hat ein Fläschchen besorgt, doch Baldini hat für den Duft aufgrund offensichtlicher Eifersucht auf den Konkurrenten nur abschätzige Bemerkungen übrig. Baldini zieht sich in sein Laboratorium zurück, um den Duft zu kopieren. Inspirieren lässt er sich dabei von einem bereits heimlich erworbenem Fläschchen „Amor et Psyche“, das er versteckt in einer nur mittels eines getarnten Hebels zu öffnenden Schublade liegen hat. Er versucht zu ergründen, welche Essenzen darin verborgen sind und die Formel zu erfassen, scheitert allerdings kläglich. Grenouille jedoch gelingt es in der Folge, - gegen den skeptischen Widerstand Baldinis - den Duft genau zu treffen, ja sogar ein wesentlich besseres Parfum daraus zu machen. Er bittet Baldini, bei ihm in die Lehre gehen zu können. Baldini trotzt zuerst, anderntags erscheint er jedoch bei Grimal und „erwirbt“ Grenouille für 50 Francs. Nach einem anschließenden Wirtshausbesuch stolpert Grimal, schlägt sich den Kopf auf und stürzt in die Seine.

Grenouille verhilft der Duftstoffhandlung Baldinis zu neuem Glanz. Er erlernt bei Baldini viele Verfahren und Techniken zur Herstellung von Düften, darunter die Destillation. Doch bald muss er die Grenzen erkennen, als es ihm nicht gelingt, aus Glas, Kupfer oder Baldinis Katze Düfte zu destillieren. Als er erkrankt, erzählt ihm Baldini von der südfranzösischen Stadt Grasse, in der die besten Parfümeure der Welt arbeiten. Grenouille erholt sich von seiner Krankheit und verlässt mit seinem Gesellenbrief, den ihm Baldini gegen 100 Parfümformeln verfasst, Paris. Während Grenouille morgens nach Süden zieht, stürzt das sich auf einer Brücke über der Seine befindliche Haus Baldinis, wie schon durch mehrere erschreckende Beben vorangekündigt, in der Nacht ein.

Auf dem Plomb du Cantal, einem Berg im Zentralmassiv, entdeckt Grenouille eine Höhle, in der er sich in völliger Abgeschiedenheit einrichtet und lebt sieben Jahre dort. Als er schließlich herausfindet, dass er keinen Eigengeruch hat und dadurch seine Existenz für andere in Frage stellt, geht er weiter nach Grasse.

Auf dem Weg nach Grasse entdeckt Grenouille einen Duft, der köstlicher ist als der des ermordeten Mädchens in Paris: Ein junges Mädchen fährt in einer Kutsche vorbei. Grenouille folgt ihr nach Grasse bis zu ihrem Haus. Es gelingt ihm, Arbeit als Geselle im kleinen Parfümeuratelier der Witwe Arnulfi und ihres Gesellen Dominique Druot zu finden. Hier gelingt es Grenouille, die Kunst der Enfleurage zu erlernen und bald schon entsteht der Wunsch, Methoden zur Konservierung des Dufts des rothaarigen Mädchens zu erarbeiten.

Zu diesem Zweck durchstreift Grenouille die Gegend um Grasse. Mehrere Mädchen werden von ihm erschlagen und nackt aufgefunden. Er braut sich aus den von den Mädchen gewonnenen Düften ein Parfum zusammen und will den Duft des rothaarigen Mädchens als 13. Essenz gewinnen, um „das perfekte Parfum“ zu schaffen.

Als auch eine Ausgangssperre dem Morden keinen Einhalt gebieten kann, wird ein Bischof herbeigerufen, der den Mörder exkommuniziert. Noch während der Zeremonie wird die Ergreifung des vermeintlichen Mörders in einer nahe gelegenen Stadt verkündet. Antoine Richis, Lauras Vater, traut dem Frieden jedoch nicht. Er versetzt sich in die Position des Mörders und kommt zum Schluss, seine Tochter Laura fehle dem Verbrecher noch in seiner Sammlung.

Er inszeniert eine Reise nach Grenoble, um Laura, die in wenigen Tagen vermählt werden soll, in ein Kloster in Sicherheit zu bringen. Grenouille folgt Vater und Tochter. Es gelingt ihm, Lauras Zimmer in einem Gasthof ausfindig zu machen, als er sich anschickt das schlafende Mädchen zu töten, erwacht dieses zwar, lässt aber ohne Gegenwehr Grenouille gewähren. Er schafft es also ihren Duft mit Hilfe der Enfleurage zu stehlen. Kurz nach dem Verbrechen wird er gefangen.

Sein Motiv bleibt im Dunkeln. Er äußert lediglich, er „habe die Mädchen gebraucht“. Er wird verurteilt und soll am 17. April 1766 hingerichtet werden. Außerdem soll er bis zu seinem Tod am Holzkreuz aufgeknüpft bleiben. Doch die Hinrichtung wandelt sich jedoch in eine sexuelle Orgie aus, denn Grenouille schaffte es, durch sein aus Düften der von ihm ermordeten Frauen kreiertes Parfüm Zärtlichkeit und Liebe der Mitmenschen hervorzurufen. So gelingt es ihm, seine Hinrichtung abzuwenden. Grenouille flüchtet einen Tag später. Hingerichtet wird der unschuldige Parfümeur Dominique Druot, in dessen Schuppen die Kleider und abgeschnittenen Haare der getöteten Mädchen aufgefunden worden waren, und der unter Folter seine angeblichen Taten gesteht.

Grenouille kehrt zurück an seinen Geburtsort, wo er sich mit seinem Parfüm übergießt. Die Menschen sind von Grenouilles Parfum so entflammt, dass sie sich auf ihn stürzen und ihn vollständig verspeisen. Die Kamera fährt auf den Boden des Marktplatzes zu, bis man Grenouilles Parfümfläschchen sieht, aus dem ein letzter Tropfen austritt.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des deutschen Schriftstellers Patrick Süskind. Bei seiner Veröffentlichung im Jahre 1985 erntete Das Parfum großes Lob von Kritikern und Lesepublikum und wurde hinsichtlich seines weltweiten Erfolges stets mit Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues (1928/29) verglichen. Der Roman hielt sich neun Jahre in den Bestsellerlisten und wurde bis heute 15 Millionen Mal verkauft. Zahlreiche renommierte Regisseure wie etwa Martin Scorsese und Milos Forman interessierten sich für die Verfilmung des Stoffes. Auch Namen wie Ridley Scott oder Tim Burton wurden mit dem Projekt in Verbindung gebracht, doch Patrick Süskind zögerte lange, die Filmrechte an seinem Roman zu veräußern.

Im Jahre 2001 übertrug Süskind schließlich die Filmrechte an Das Parfum für geschätzte zehn Millionen Euro an den deutschen Regisseur und Produzenten Bernd Eichinger, der sich mehrere Jahre lang um das Projekt bemüht hatte. In seinem Drehbuch zu dem Helmut Dietl Film „Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ (1997) reflektiert Süskind dies: die Filmfigur des überaus scheuen Autors (gespielt von Joachim Król) weigert sich auch für viel Geld, sein Buch verfilmen zu lassen. Der Produzent (gespielt von Heiner Lauterbach) wurde von Süskind dabei fast als ein Abbild Eichingers angelegt.

Die Vorproduktion des Films dauerte zweieinhalb Jahre. Eichinger entschied sich dafür, die Regie an seinen jüngeren Kollegen Tom Tykwer abzugeben, der 1998 mit Lola rennt seinen Durchbruch gefeiert hatte. Tykwer schrieb gemeinsam mit Eichinger, Co-Produzent Andrew Birkin und der Drehbuchautorin Caroline Thompson das Skript zum Film. Während in Nebenrollen renommierte Darsteller wie Dustin Hoffman oder Alan Rickman agieren, wurde für die Hauptrolle des Jean-Baptiste Grenouille der eher unbekannte britische Theater- und Filmschauspieler Ben Whishaw verpflichtet. Ursprünglich waren die Schauspieler Leonardo DiCaprio und Orlando Bloom für die Hauptrolle des Grenouille in Betracht gezogen worden. Für Whishaw stellte die Rolle eine besondere Herausforderung dar, da er als olfaktorisches Genie hauptsächlich auf seine Gestik und Mimik angewiesen ist. Wie auch im Roman, hat Grenouille im Film kaum zu sprechenden Text.

Die Dreharbeiten begannen ab dem 12. Juli 2005 und wurden innerhalb von 67 Drehtagen im Oktober desselben Jahres abgeschlossen. Drehorte waren u. a. die Bavaria Film in München und die französische Provence, in der Süskinds Roman teilweise spielt und wo bereits im Juni 2005 die Vorproduktion begann. Im spanischen Barcelona entstanden die Sequenzen, die zu Anfang des Romans in Paris spielen. 17 Tonnen Fischeingeweide, Lehm, Stroh sowie 260 Mitarbeiter und hundert verschiedene Filmmotive waren nötig, um das Paris des 18. Jahrhunderts möglichst originalgetreu wiederzugeben. Gedreht wurde außerdem im spanischen Girona, wo einige der Szenen entstanden, die in Grasse spielen. Laut Bernd Eichinger wurde Filmmaterial für fast 30 Stunden gedreht. Mit Vorbereitung und Dreharbeiten dauerte die Realisation des Filmprojekts drei Jahre.

Die Produktionskosten von Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders werden auf ungefähr 60 Millionen Euro geschätzt, obwohl ursprünglich 47 Millionen veranschlagt worden waren. Finanziell unterstützt wurde die Großproduktion auch von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen (ca. 750.000 Euro), dem FilmFernsehFonds Bayern (ca. 1,6 Millionen Euro), dem BBF - Bayerischen Bankenfonds (ca. eine Million Euro), sowie der Filmförderungsanstalt (ca. eine Million Euro). Die Mäzenin des FC Basel, Gigi Oeri, soll zehn Millionen Schweizer Franken zu den Produktionskosten beigetragen haben.

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Internationale Filmfestspiele Berlin 2009

Logo der Berlinale

Die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2009 (Berlinale) fanden vom 5. Februar bis zum 15. Februar 2009 statt.

Die Berlinale wurde am 5. Februar mit dem Film The International von Tom Tykwer eröffnet. Der Film war im Wettbewerb zu sehen, jedoch außer Konkurrenz. Auf dem Festival wurden 383 Filme in 1238 Vorführungen gezeigt. Es waren ca. 20.000 akkreditierte Fachbesucher auf dem Festival. Insgesamt wurden ca. 270.000 Tickets verkauft. Dies bedeutet einen neuen Publikumsrekord. Als neue Spielstätten kamen in diesem Jahr der Friedrichstadtpalast und das Cinema Paris am Kurfürstendamm hinzu.

Am 12. Dezember 2008 wurden die ersten Wettbewerbsfilme bekanntgegeben.

Jurypräsidentin der Berlinale 2009 ist die britische Schauspielerin Tilda Swinton. Weitere Jurymitglieder sind: Isabel Coixet (Spanien), Gaston Kaboré (Burkina Faso), Henning Mankell (Schweden), Christoph Schlingensief (Deutschland), Wayne Wang (USA) und Alice Waters (USA).

Innerhalb der offiziellen Preisverleihung am 14. Februar wurde der Preis für das beste Erstlingswerk vergeben. Eine internationale Jury bestehend aus Hannah Herzsprung (Deutschland), In-Ah Lee (Deutschland) und Rafi Pitts (Iran) wählte aus den Debütfilmen sämtlicher Sektionen des Festivals den Wettbewerbsfilm Gigante von Adrián Biniez als Preisträger aus. Eine lobende Erwähnung der Jury erhielt der Film Flickan (Das Mädchen) von Fredrik Edfeldt. Dieser Film war in der Sektion Generation Kplus zu sehen.

Eine lobende Erwähnung der ökumenischen Jury erhielten die Filme London River und My One and Only.

Die Sektion Panorama feierte in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Dies wurde am 10. Februar 2009 im Zoo Palast mit einer Galavorstellung des Films Milk in Anwesenheit von Regisseur Gus Van Sant gefeiert. Ein weiteres Jubiläum gab es beim Panorama Publikumspreis. Seit zehn Jahren stimmen die Zuschauer des Panoramas über ihren Lieblingsfilm ab. Aus diesem Anlass wurden die zehn Sieger der letzten zehn Jahre noch einmal gezeigt.

Den zweiten Platz bei der Publikumspreiswahl belegte der französische Spielfilm Welcome von Philippe Lioret und den dritten Platz der österreichische Spielfilm Der Knochenmann von Wolfgang Murnberger.

Die Kinderjury verlieh in der Sektion Generation Kplus den Gläsernen Bären für den besten Spielfilm an den kanadischen Beitrag C’est pas moi, je le jure! (Ich schwör’s, ich war’s nicht!) von Philippe Falardeau. Eine lobende Erwähnung der Jury erhielt der Film Max Pinlig (Max Peinlich) von Lotte Svendsen. Der Gläserne Bär für den besten Kurzfilm ging an den Film Ulybka Buddy (Buddhas Lächeln) von Bair Dyshenov.

Die Jugendjury in der Sektion Generation K14plus verlieh den Gläsernen Bären für den besten Spielfilm an den US-amerikanischen Beitrag My Suicide von David Lee Miller. Eine lobende Erwähnung der Jury erhielt der Animationsfilm Mary and Max von Adam Elliott. Den gläsernen Bären für den besten Kurzfilm erhielt der neuseeländische Film Aphrodite’s Farm von Adam Strange.

Eine internationale Jury bestehend aus Roshanak Behesht Nedjad, Dana Nechushtan, Greg Childs, Petr Koliha und Stephen Lance verlieh den Großen Preis des Deutschen Kinderhilfswerkes in der Sektion Generation Kplus. Der Preis ging an den Film C’est pas moi, je le jure! (Ich schwör’s, ich war’s nicht!) von Philippe Falardeau.

Der Teddy Award für den besten Spielfilm ging in diesem Jahr an den Film Rabioso sol, rabioso cielo (Raging Sun, Raging Sky) von Julián Hernández. Als bester Essayfilm wurde Fig Trees (Feigenbäume) von John Greyson ausgezeichnet und als bester Kurzfilm A Horse Is Not A Metaphor von Barbara Hammer.

Bereits Mitte Dezember 2008 wurde bekannt, dass Maurice Jarre den Goldenen Ehrenbären erhalten wird. Der Oscar-prämierte Filmkomponist nahm den Preis bei einer Galaaufführung von Lawrence von Arabien am 12. Februar im Kino International in Empfang.

Der französische Regisseur Claude Chabrol, 1959 für Schrei wenn du kannst mit dem Goldenen Bären prämiert, und der deutsche Film- und Fernsehproduzent Günter Rohrbach wurden am 8. beziehungsweise 9. Februar mit der Berlinale Kamera geehrt. Eine weitere Berlinale Kamera wurde an Manoel de Oliveira verliehen.

Die diesjährige Retrospektive befasste sich mit Filmen, die im 70-mm-Format gedreht wurden. Es gab neben der Vorführung von Filmen begleitende Podiums- und Werkstattgespräche. Neben US-amerikanischen Monumentalproduktionen wie Ben Hur, Cleopatra und Musicalproduktionen wie Hello, Dolly und West Side Story wurden auch sowjetische Filme wie Sergei Bondartschuk Krieg und Frieden und Goya von Konrad Wolf gezeigt.

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Nicolette Krebitz

Nicolette Krebitz (* 2. September 1972 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, überwiegend in Kino- und Fernsehfilmen, Regisseurin und Musikerin. Zusätzlich arbeitet sie als Sprecherin für Hörspiele und Hörbücher (unter anderem Nana von Émile Zola).

Sie wuchs vaterlos bei ihrer Mutter in Berlin auf. Zum Film kam sie über ein Kinder-Casting, zu dem eigentlich nur ihre Schwester wollte. An der Seite von Harald Juhnke spielte sie in Sigi, der Straßenfeger dessen Tochter.

Während der Schulzeit eher Kinderstar in Fernsehfilmen und -sendungen, absolvierte Nicolette Krebitz nach Abbruch der Schule eine klassische und moderne Tanzausbildung am Ballett-Centrum und lernte an der Schauspielschule „Der Kreis“ (Fritz-Kirchhoff-Schule).

Mit den Hauptrollen in Domenica sowie den Fernsehproduktionen Schicksalsspiel und Ausgerechnet Zoé erzielte sie größere Aufmerksamkeit. Für ihre Darstellung der HIV-infizierten Zoé wurde sie mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Den großen Publikumserfolg erreichte Nicolette Krebitz 1997 mit bandits, für den sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Katja Riemann und Jasmin Tabatabai einen Soundtrack schrieb, der Gold-Status erlangte. 2001 produzierte sie mit Jeans ihren ersten Spielfilm, bei dem sie auch selbst Regie führte.

2008 drehte Krebitz gemeinsam mit Fatih Akın, Wolfgang Becker, Dominik Graf, Sylke Enders, Romuald Karmakar, Isabelle Stever, Hans Steinbichler, Tom Tykwer und Hans Weingartner einen Episodenfilm zur Lage Deutschlands. Das Projekt Deutschland 09, das sowohl aus Spiel- als auch Dokumentarfilmen besteht, ist an den Film Deutschland im Herbst (1978) angelehnt und feierte auf der Berlinale 2009 seine Welturaufführung.

Nicolette Krebitz lebt zusammen mit ihrem Sohn in Berlin.

Fettes Brot haben auf ihrem Album Fettes Brot lässt grüßen den Song Nicolette Krebitz wartet (zusammen mit Tocotronic) veröffentlicht, eine Abwandlung von Bananaramas Hit Robert De Niro’s Waiting.

Nicolette Krebitz ist auf dem Cover des New-Order-Albums Get Ready! abgebildet. Außerdem ist sie auf den dazugehörigen Singles Crystal und 60 Miles an Hour und den Tourplakaten zu sehen. Die Fotos stammen von Juergen Teller. Davor war sie schon (neben verschiedenen Soundtracks) auf dem Cover des Terranova-Albums Close The Door zu sehen – ebenfalls von Juergen Teller fotografiert.

Für den französischen Film 8 Frauen von François Ozon hat Nicolette Krebitz als Synchronsprecherin der deutschen Fassung gearbeitet. Sie sprach die Rolle der Tochter Suzon, die von Virginie Ledoyen gespielt wurde.

RP Kahl hat unter dem Titel Mädchen am Sonntag einen Dokumentarfilm über Nicolette Krebitz, Laura Tonke, Katharina Schüttler und Inga Birkenfeld gedreht, der auf dem Filmfest München 2005 Premiere hatte.

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Fatih Akın

Fatih Akın in Cannes, 2008

Fatih Akın (* 25. August 1973 in Hamburg) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Produzent türkischer Abstammung. Für Gegen die Wand mit Birol Ünel und Sibel Kekilli in den Hauptrollen nahm er 2004 den Goldenen Bären, den Deutschen Filmpreis und den Europäischen Filmpreis entgegen und brachte es damit zu internationaler Bekanntheit.

Fatih Akın ist der Sohn türkischer Einwanderer. Sein Vater, Enver Akın (später auch als Darsteller in Filmen Fatih Akıns zu sehen), siedelte 1965 nach Deutschland über und arbeitete in einer Teppich-Reinigungsfirma. Seine Mutter, eine Grundschullehrerin, folgte drei Jahre später und fand eine Anstellung als Reinigungskraft und Packerin. Geboren und aufgewachsen ist Akın im multikulturellen Hamburger Stadtteil Altona. Zeitweise war er dort Mitglied in einer Jugendbande. Nach ersten Schauspiel-Erfahrungen an der Schule stand mit 16 Jahren für ihn sein Berufsziel Regisseur fest. Er wurde Mitglied einer Off-Theatergruppe am Hamburger Thalia Theater. Seit seiner Schulzeit schrieb Akın Kurzgeschichten und kurze Drehbücher. Seine ersten Filmversuche machte er mit einer Super-8-Kamera.

1993 begann Akın mit Aushilftätigkeiten vor und hinter den Filmkulissen bei der Wüste Filmproduktion der Hamburger Produzenten Stefan Schubert und Ralph Schwingel und arbeitete zunehmend als Autor, Regisseur und Schauspieler. Nach dem Abitur absolvierte er von 1994 bis 2000 das Studium Visuelle Kommunikation an der Hamburger Hochschule für bildende Künste (HfbK). Aus der Zusammenarbeit mit Schwingel gingen zunächst zwei Kurzfilme hervor, Sensin (1995) und Getürkt (1996). 1998 debütierte Akın als Spielfilmregisseur mit Kurz und schmerzlos, danach folgten mit Im Juli (2000) und Solino (2002) weitere Regiearbeiten, in denen er jeweils Moritz Bleibtreu die männliche Hauptrolle anvertraute.

2004 gründete Akın zusammen mit Andreas Thiel und Klaus Maeck die Filmproduktionsfirma Corazón International. Im selben Jahr realisierte er mit dem Spielfilm Gegen die Wand den ersten Teil seiner geplanten „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie und verfilmte das Heinrich-Heine-Lied Die alten bösen Lieder als deutschen Beitrag für den von Lars von Trier produzierten Film Europäische Visionen, zu dem unter anderem auch Tony Gatlif, Theo van Gogh, Aki Kaurismäki und Jan Troell Episoden beisteuerten. Für Gegen die Wand erhielt Akın den Goldenen Bären auf der Berlinale 2004, später den Deutschen und Europäischen Filmpreis.

Als Anerkennung seines Filmschaffens wurde Fatih Akın 2005 in die Jury der Filmfestspiele von Cannes eingeladen, dem wichtigsten europäischen Filmfestival, während er Monate später im Wintersemester 2005/06 eine Gastprofessur an der HfbK annahm. Im selben Jahr veröffentlicht Fatih Akın seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul, in dem er über die musikalische Vielfalt Istanbuls berichtet, und zeigte sich mit für das Drehbuch der interkulturellen Komödie Kebab Connection verantwortlich.

Seit 2007 ist Fatih Akın Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

2007 realisierte Akın mit Auf der anderen Seite den zweiten Teil seiner „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie. Das Drama feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb des 60. Filmfestivals von Cannes und der Filmemacher wurde dort für sein Drehbuch und mit dem Sonderpreis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet. Neben weiteren Preisen erhielt Auf der anderen Seite den Deutschen Filmpreis in den Kategorien Film, Regie und Drehbuch, den Drehbuchpreis bei der Europäischen-Filmpreisverleihung 2007 und war als offizieller deutscher Beitrag für den besten nichtenglischsprachigen Film bei der Oscar-Verleihung 2008 vornominiert, ebenso wie der von Akın produzierte Takva – Gottesfurcht (2006) als türkischer Beitrag.

Während seiner Arbeit zu Auf der anderen Seite hat Akın ein dokumentarisches Langzeitfilmprojekt, mit dem Titel Müll im Garten Eden, über eine geplante Mülldeponie im Heimatdorf seiner Großeltern gestartet.

Regelmäßig kehrt der Filmemacher auch zur Schauspielerei zurück, mit der er seine Filmkarriere 1993 eingeleitet hatte. Neben zum Teil umfangreichen Cameoauftritten in seinen Regiearbeiten, aber auch in Filmen wie Oliver Hirschbiegels Das Experiment, bekleidete Akın als Schauspieler auch Hauptrollen, z. B. im eigenen Kurzfilm Getürkt, in Andreas Thiels Thriller Kismet (1999; auch unter dem Titel Black Souls bekannt), Idil Üners Kurzfilm Die Liebenden vom Hotel von Osman (2000) oder zuletzt in der türkischen Kinokomödie Hirsiz var! (2004). 2008 wurde er für seine Verdienste um Integration und Identitätsbildung in Europa, gemeinsam mit dem französischen Filmemacher Abdellatif Kechiche, mit der Karlsmedaille für europäische Medien ausgezeichnet.

2008 stellte Akın seine erste Produktion in Hollywood fertig und begann die Zusammenarbeit mit Emir Kusturica an dem Projekt Mamarosch. Zudem steht er in dem Filmprojekt 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde von Til Schweiger in einer Nebenrolle vor der Kamera und plant mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle die Filmkomödie Soul Kitchen zu drehen. Anfang Juli 2008 wurde außerdem bekannt, dass Akın gemeinsam mit Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Isabelle Stever, Hans Steinbichler, Tom Tykwer und Hans Weingartner an einem Episodenfilm zur Lage Deutschlands im Herbst 2008 arbeitet. Das Projekt mit dem Arbeitstitel Deutschland 09, das sowohl aus Spiel- als auch Dokumentarfilmen bestehen soll, ist an dem Film Deutschland im Herbst (1978) angelehnt.

Akın wohnt in Hamburg-Ottensen. Er ist verheiratet und hat mit seiner deutsch-mexikanischen Frau Monique Obermüller einen im Jahr 2005 geborenen Sohn. Obermüller ist Schauspielerin, sie tritt in einigen seiner Filme auf und unterstützt ihren Mann organisatorisch. Akıns älterer Bruder Cem Akın, der hauptberuflich im türkischen Konsulat arbeitet, tritt gelegentlich als Darsteller in seinen Filmen auf und hilft ihm als Regie-Assistent aus. Fatih Akın gilt als zielstrebig und temperamentvoll. In seiner Freizeit legt er in Szene-Kneipen als „DJ Superdjango“ Platten auf und beteiligt sich an Events und Partys.

Das Tragen eines gegen George W. Bush gerichteten T-Shirts mit Hakenkreuz bei Dreharbeiten in Hamburg begründete er im August 2006 so: „Bushs Politik ist mit der des Dritten Reichs vergleichbar.“ Die Bush-Administration versuche, Folter zu normalisieren und sei auf einen dritten Weltkrieg aus. „Meiner Meinung nach sind das Faschisten“, so Akın. Man könne „so was ja auch ironisieren.“ Er habe das Symbol neu definieren wollen, „in einem politisch korrekten Horizont“. Im Rahmen der eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen wegen des Tragens eines verfassungsfeindlichen Symbols werteten Beobachter Akıns Einschätzungen als „erhebliche Einfalt“, „gedanken- und hilflos“, eine „popkulturellen Banalisierung des Bösen“ sowie in „jeder Weise falsch und für alle Beteiligten beleidigend“.

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True (Kurzfilm)

True ist ein Kurzfilm vom deutschen Filmregisseur Tom Tykwer aus dem Jahr 2004 und Teil des im Januar 2007 veröffentlichten Kompilationsfilms Paris, je t'aime. Der Kurzfilm wurde an nur 4 Tagen (vom 6. bis 9. August 2002) in Paris gedreht und hatte seine Uraufführung am 8. Februar 2004 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin.

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Stefan Arndt

Stefan Arndt (* 28. August 1961 in München) ist ein deutscher Filmproduzent, der mit Tom Tykwer, Wolfgang Becker, Dani Levy und Manuela Stehr in Berlin die Produktionsfirma X-Filme Creative Pool betreibt.

Stefan Arndt war 1984 Mitbegründer der Kinobetreibergruppe Sputnik-Kollektiv und leitete danach eine Reihe von Kinos, so das Sputnik in Berlin, das Zeise in Hamburg, das Colosseum in Ost-Berlin oder das Thalia in Potsdam. 1992 gründete er mit Tom Tykwer zusammen die Produktionsfirma Liebesfilm, die Tykwers Regiedebüt Die tödliche Maria produzierte.

Zwei Jahre später gründete Arndt schließlich mit Tom Tykwer, Wolfgang Becker und Dani Levy die Firma X-Filme Creative Pool, deren geschäftsführender Gesellschafter Arndt ist und die nach dem Vorbild der United Artists den Filmemachern weitgehende kreative und wirtschaftliche Unabhängigkeit garantieren soll. In seiner Eigenschaft als Produzent der meisten X-Filme gehört Arndt zu den wichtigsten Personen der deutschen Filmindustrie. Er ist Mitgründer und Vorstandsmitglied des X-Verleihs, der in Zusammenarbeit mit Warner Bros. den Vertrieb der eigenen Filme sicherstellen soll. Zudem ist er Vorstandsvorsitzender der 2003 gegründeten Deutschen Filmakademie.

Stefan Arndt ist mit der Filmproduzentin Manuela Stehr verheiratet, die seit dem Jahre 2000 als Mitgeschäftsführerin bei X-Filme tätig ist.

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Source : Wikipedia