Tom Cruise

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Geschrieben von robby 13/04/2009 @ 09:08

Tags : tom cruise, schauspieler, kultur

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Tom Cruise

Tom Cruise bei einer Pressekonferenz im Hamburger Kempinski Hotel Atlantic zum Start von Mission: Impossible, 19. Juni 1996

Tom Cruise (* 3. Juli 1962 in Syracuse, New York als Thomas Cruise Mapother IV) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent.

Tom Cruise wuchs gemeinsam mit drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Kindheit war geprägt durch die ständigen Umzüge seiner Eltern Thomas und Mary, die keinen festen Wohnsitz besaßen. Nach deren Scheidung lebte Cruise bei seiner Mutter und ihrem neuen Ehemann in Glen Ridge, New Jersey. Bis dahin hatte er bereits über 15 verschiedene Schulen in den USA und Kanada besucht. Im Alter von 14 Jahren beschloss er für kurze Zeit, katholischer Priester zu werden und lebte ein Jahr in einem Priesterseminar der Franziskaner.

Sein Interesse galt vor allem dem Sport und der Schauspielerei. In der Schule war er in der Ringermannschaft, doch nach einer Knieverletzung wurde er ausgemustert und beschloss, Schauspieler zu werden. Mit 18 Jahren ging er nach New York, wo er die Neighbourhood Playhouse School of Theater besuchte. Dort lernte er seinen Förderer, den renommierten Schauspiellehrer Sanford Meisner, kennen.

1981 gab er in Endlose Liebe sein Leinwanddebüt. Im gleichen Jahr stand er für Die Kadetten von Bunker Hill gemeinsam mit George C. Scott und Sean Penn vor der Kamera. 1983 wirkte er in Francis Ford Coppolas Die Outsider und der Komödie Lockere Geschäfte mit. Seine erste bedeutende Hauptrolle spielte er in Ridley Scotts Fantasy-Epos Legende (1985). Der große Durchbruch gelang Cruise 1986 mit dem Fliegerfilm Top Gun, der weltweit mehr als 340 Millionen Dollar einspielte und ihn zum erfolgreichsten Schauspieler seiner Generation machte. Die Farbe des Geldes und Cocktail festigten in den Folgejahren seinen Ruf als Publikumsliebling. 1987 heiratete er die Schauspielerin Mimi Rogers, von der er sich 1990 scheiden ließ.

1988 war Cruise neben Dustin Hoffman in Barry Levinsons Drama Rain Man zu sehen. Der Film war 1989 für acht Oscars nominiert und gewann in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Dustin Hoffman) und Bestes Originaldrehbuch. Im Jahr darauf erhielt er für die Rolle eines gelähmten Vietnam-Veteranen in Geboren am 4. Juli seine erste Oscar-Nominierung und einen Golden Globe. Mit seinen Rollen in Die Farbe des Geldes, Rain Man und Geboren am 4. Juli gelang ihm die Etablierung als ernsthafter Schauspieler. Am Set des Actionfilms Tage des Donners lernte er 1990 Nicole Kidman kennen, die er nach seiner Scheidung heiratete.

In den Jahren 1992 bis 1996 stellte Cruise einen Rekord auf, als er mit Eine Frage der Ehre, Die Firma, Interview mit einem Vampir, Mission: Impossible und Jerry Maguire – Spiel des Lebens (zweite Oscar-Nominierung) nacheinander fünf Filme drehte, die in den USA jeweils über 100 Millionen Dollar einspielten. Das war zuvor noch keinem anderen Schauspieler gelungen.

Unbeeindruckt davon arbeitete Cruise 1999 mit der Regie-Legende Stanley Kubrick und seiner Frau Nicole Kidman für Eyes Wide Shut zusammen. Ein Jahr später erhielt er für den Independentfilm Magnolia seine dritte Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller.

Im Februar 2001 verkündeten Cruise und Kidman die Trennung, und Cruise reichte die Scheidung ein, die im August des gleichen Jahres vollzogen wurde, wobei beide zusammen das Sorgerecht für die beiden adoptierten Kinder behielten. Cruise begann im gleichen Jahr eine Beziehung mit Penélope Cruz, die er bei den Dreharbeiten zu Vanilla Sky kennengelernt hatte.

Anfang 2004 trennten sich Cruise und Cruz, ihre Nachfolgerin wurde im April 2005 die Schauspielerin Katie Holmes. Im Dezember 2005 wurde Tom Cruise von den Lesern der Los Angeles Daily News zum peinlichsten Star des Jahres gewählt. Auslöser waren die „... ständigen öffentlichen Knutschereien mit seiner Verlobten Katie Holmes und seine ewigen Liebesbekenntnisse“ (Bild). Das Hochglanzmagazin Vanity Fair fragte, „ob Tom Cruise den Verstand verloren hat.“ Im März 2006 erhielt Cruise gar die Goldene Himbeere als „nervendste Zielscheibe der Klatschpresse“. Begründung war ebenfalls „seine zur Schau gestellte Begeisterung für seine Freundin Katie Holmes“.

Am 18. April 2006 brachte Holmes, nach Angaben eines Pressesprechers von Cruise, das erste gemeinsame Kind, eine Tochter namens Suri, in Los Angeles zur Welt. Der Schauspieler Jamie Foxx, Filmpartner von Cruise in Collateral, sei Patenonkel der Kleinen geworden.

Es folgte eine Zeit, in der er sich in der Öffentlichkeit für Scientology einsetzte, sowie gegen Medikamente zur Behandlung von Depressionen und ADHS. Ende August 2006 wurde bekannt, dass Paramount Pictures aufgrund seines Verhaltens nach 14 Jahren der Zusammenarbeit den Vertrag mit Tom Cruise nicht verlängern würde. Zwei Monate später jedoch wurden Cruise und seine langjährige Geschäftspartnerin Paula Wagner mit der Führung des zwischenzeitlich stillgelegten Filmstudios United Artists (UA) beauftragt. Während der Schauspieler und Produzent pro Jahr an bis zu vier Filmen des Unternehmens mitwirken soll, wird Wagner die UA als Geschäftsführerin leiten.

Cruise' und Holmes' Hochzeit fand am 18. November 2006 im italienischen Bracciano nach Scientology-Ritus statt.

Anfang 2009 war Tom Cruise als deutscher Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Kinofilm Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat zu sehen. Der älteste Sohn des Hitler-Attentäters, Generalmajor a.D. Berthold Maria Schenk Graf von Stauffenberg hat im Juni 2007 Cruise aufgefordert, auf die Darstellung des Widerstandskämpfers in einem Film zu verzichten. Stauffenberg widerstrebt die Mitgliedschaft von Cruise bei Scientology.

Seit 1986 ist Cruise Anhänger von Scientology. Seit der Trennung von Nicole Kidman tritt er häufig für Scientology in der Öffentlichkeit auf. Er wirbt nicht nur unter prominenten Kollegen, sondern auch unter seinen Fans um Mitglieder. Außerdem hat er sich 2004 und 2005 bei seinen Deutschland- und Frankreichbesuchen explizit bei zuständigen Politikern für Scientology eingesetzt. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ anlässlich des Starts von Krieg der Welten (ein Film, in dem Cruise die Hauptrolle spielte) verglich er die öffentliche Kritik an Scientology und die damit verbundenen Boykottaufrufe mit der Diskriminierung der Juden durch die Nazis.

Entsprechend Scientologys Wertvorstellungen ist er gegenüber der Psychiatrie negativ eingestellt. So attackierte er die Schauspielerin Brooke Shields heftig in zwei Fernseh-Interviews, weil sie in einem Buch beschrieben hatte, wie sie ihre Wochenbettdepression erfolgreich mit dem Medikament Paroxetin behandelt hatte. Im Zuge der Auseinandersetzung behauptete Cruise, Psychiatrie sei eine Pseudowissenschaft. Shields antwortete später in einem Beitrag in der New York Times u.a. mit dem Satz: „Kommentare wie diese zeigen ein komplettes Unwissen über die Wochenbettdepression und die Geburt eines Kindes an sich". Auch die Berufsvereinigung der Psychiater wies seine Behauptungen zurück, da sie Leute davon abhalten würden, Hilfe zu suchen; eine medizinische Fachzeitschrift bezeichnete ihn als „gefährlich und unverantwortlich“. Ein Jahr später entschuldigte sich Tom Cruise persönlich bei Brooke Shields. Sein Sprecher stellte jedoch klar, dass sich seine Position gegenüber Antidepressiva nicht geändert habe.

Eine mögliche Ehrenbürgerschaft Cruise' von Paris scheiterte am Veto der stellvertretenden Bürgermeisterin und des Stadtrates, die diese unter Hinweis auf seinen Einsatz für Scientology untersagten.

Anfang Januar 2008 erregte Cruise' Name wieder Aufsehen, da das Buch „Tom Cruise. Der Star und die Scientology-Verschwörung“ von Andrew Morton ihn als einen der angeblichen Köpfe der Scientology-Sekte enthüllt. Cruise soll bei allen wichtigen Entscheidungen zu Rate gezogen werden, allerdings haben sowohl er als auch sein Anwalt alle Vorwürfe zurückgewiesen und das Buch als „ein Bündel Lügen“ betitelt.

Im Zusammenhang mit einem auf dem Internet-Videoportal YouTube aufgetauchten Video verglich der deutsche Journalist Guido Knopp Cruise mit Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels. Andrew Morton bezeichnete den Vergleich angesichts der unterschiedlichen Position der beiden als unsinnig, ungeachtet Cruise' rhetorischer Fähigkeiten.

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Lockere Geschäfte

Lockere Geschäfte bzw. Joel's Party (Originaltitel: Risky Business) ist eine 1983 produzierte Filmkomödie.

Joel Goodsen (Tom Cruise) ist im letzten Jahr der Highschool und sollte sich eigentlich auf die Aufnahmeprüfungen für das College vorbereiten, doch seine sexuellen Fantasien lenken ihn davon ab und auch seine Freunde sind keine große Hilfe. Da seine wohlhabenden Eltern in den Urlaub fliegen, soll er solange das Haus in Glencoe, einem Vorort von Chicago, hüten. Aus Spaß ruft Joels Freund Miles (Curtis Armstrong) die Prostituierte Jackie (Bruce A. Young) an, deren Nummer er aus einer Zeitungsannonce hat. Dabei hinterlässt er Joels Namen und Adresse auf Jackies Anrufbeantworter. Joel kann die Verabredung nicht absagen, da Miles das Stück Zeitungspapier mit der Annonce kaut und hinunterschluckt.

Als Jackie abends zu Joels Haus kommt, ist dieser stark verunsichert, denn Jackie ist ein männlicher Transvestit. Obwohl nichts läuft, bezahlt Joel 75 US-Dollar für Jackies Aufwand, nach Glencoe zu kommen. Außerdem erhält er von Jackie die Telefonnummer von Lana (Rebecca De Mornay), mit der Joel die kommende Nacht verbringt. Als er die am nächsten Morgen von Lana verlangten 300 US-Dollar nicht sofort bezahlen kann und das Geld erst von der Bank holen muss, stiehlt sie in der Zwischenzeit ein wertvolles Kristall-Ei der Goodsens und verschwindet.

Joel und Miles machen Lana in Chicago ausfindig und fliehen dann zu dritt im Porsche 928 von Joels Vater (Nicholas Pryor) vor Guido (Joe Pantoliano), dem Zuhälter Lanas. Am nächsten Tag ruft Lana ihre Kollegin Vicky (Shera Danese) an, die dann auch zum Haus der Goodsens kommt. Beide wollen bei Joel bleiben und nichts mehr von Guido wissen. Nachdem Joel den Porsche seines Vater im Michigansee versenkt und nun viel Geld für die Instandsetzung braucht, willigt er schließlich in den Vorschlag der beiden Frauen ein, das Elternhaus in ein Bordell umzuwandeln solange die Eltern noch im Urlaub sind.

Joel übernimmt die Organisation der Party im Haus seiner Eltern, auf der seine Schulfreunde und deren Freunde auf Lanas Kolleginnen treffen. Als die Party im vollem Gange ist, erscheint Bill Rutherford (Richard Masur), der die Aufnahmegespräche für die Princeton University führt und möchte mit Joel reden. Von den Noten und außerschulischen Aktivitäten wenig begeistert, bemerkt er doch das unternehmerische Geschick Joels und bleibt noch etwas länger auf der Party. In dieser Nacht verdient Joel dann insgesamt mehr als 8.000 US-Dollar Brutto.

Als Joel und Lana einen romantischen Trip mit der U-Bahn unternehmen, räumen Guido und Vicky das Haus aus. Bevor Joels Eltern zurückkommen, muss er nun alles von Guido zurück kaufen, u.a. auch das Kristall-Ei von Joels Mutter (Janet Carroll), das Vicky im hohen Bogen vom LKW wirft und gerade noch von Joel durch einen Hechtsprung gefangen werden kann. Zusammen mit zwei seiner Freunde schafft es Joel in allerletzter Sekunde, das Haus in den Ursprungszustand zurück zu versetzen. Als seine Eltern vom Flughafen kommen, scheint alles in Ordnung zu sein, bis auf ein Detail. Joels Mutter entdeckt einen Sprung im Kristall-Ei und ist ziemlich sauer auf ihren Sohn. Glücklicherweise meldet sich Bill Rutherford bei Joels Vater und teilt ihm mit, dass Joels Chancen an der Princeton University aufgenommen zu werden, sehr gut stehen. Joels Vater ist stolz auf ihn. Joel scheint eine glänzende Karriere bevorzustehen.

Tom Cruise wurde 1984 als bester Schauspieler in der Kategorie “Komödie/Musical” für den Filmpreis Golden Globe nominiert. Paul Brickman wurde 1984 in der Kategorie “Komödie, direkt für die Leinwand geschrieben” für den Filmpreis Writers Guild of America Award nominiert.

Als eine Kultszene des Films gilt: Tom Cruise tanzt ohne Hose auf Socken zu Bob Segers Old Time Rock & Roll. Die Szene wurde im Drehbuch nur grob umschrieben und von Tom Cruise komplett improvisiert. Diese Szene wurde in folgenden Jahren in mehreren Filmen, Serien und Werbespots parodiert.

Die Produktionskosten des ursprünglich für das US-Fernsehen produzierten Films betrugen ca. 5,5 Millionen US-Dollar. Trotzdem erreichte er ein Einspielergebnis von ca. 65 Millionen US-Dollar.

Das Kristall-Ei der Mutter hat einen Auftritt in Episode 2.18 (Titel: Lockere Geschäfte) der US-amerikanischen Fernsehserie O.C., California. Dort soll das Ei für eine Benefiz-Gala versteigert werden, wird aber zwischenzeitlich gestohlen und dann wiederbeschafft. Auch hier muss das Kristall-Ei nach einem Wurf spektakulär gefangen werden, bevor es auf dem Boden zerschellen kann. Das Stück Love On A Real Train von Tangerine Dream aus dem Film wird einige Male während der Episode angespielt.

Die DVD von Warner Home Video aus dem Jahr 1999 enthält zwei Fassungen des Films, auf der einen Seite im Bildformat 4:3 (Pan & Scan), auf der anderen in 16:9 (1,85:1).

Neben dem englischen Ton der Originalfassung in Stereo sind die deutsche und die spanische Synchronisation in Mono enthalten. Die Untertitel können in folgenden Sprachen angezeigt werden: Englisch, Deutsch, Spanisch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch und Italienisch.

Die Extras beschränken sich auf 13 Texttafeln zu Stab und Besetzung.

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Mission: Impossible III

Mission: Impossible III (Alternativtitel: M:i:III) ist die zweite Fortsetzung des Agententhrillers Mission: Impossible aus den USA. Der Film lief am 4. Mai 2006 in den deutschen Kinos an.

Der Film beginnt mit einer Szene, in der Ethan Hunt von einem Mann bedroht wird, der sagt, dass er Hunts Frau Julia umbringen werde, wenn Hunt ihm nicht endlich das gebe, wonach er verlange. Hunt versucht, ihn davon abzubringen, da er ihm doch genau das gegeben habe, doch der Mann lässt sich nicht davon beeindrucken und erschießt die Frau.

Nach dem darauf folgenden Vorspann springt die Handlung einige Tage zurück.

Um ein ruhigeres Leben mit seiner Verlobten Julia führen zu können, hat Ethan Hunt seine Arbeit beim IMF („Impossible Mission Force“) aufgegeben. Sie glaubt, er arbeite für das Verkehrsministerium. Während einer Party erhält Hunt einen Anruf seines früheren Kollegen Musgrave, der ihn um seine Unterstützung bittet. Hunt lehnt zunächst ab, doch nachdem er ein Video mit weiteren Informationen gesehen hat, ändert er seine Meinung, da er nun weiß, dass seine ehemalige Schülerin Lindsey von einem Kriminellen namens Owen Davian entführt worden ist. Er macht sich auf den Weg und trifft sich mit seinen Kollegen Luther, Declan und Zhen, mit denen er Lindsey in Berlin aufspürt. Die Mission scheint erfolgreich zu sein, doch dann explodiert in Lindseys Kopf eine winzige Sprengkapsel – sie ist sofort tot. Hunt ist wegen seiner innigen Freundschaft zu Lindsey entschlossen, sich an Davian zu rächen.

Auf Lindseys Beerdigung erhält Hunt schließlich einen Anruf, durch den er erfährt, dass sie ihm eine Karte geschickt hat. Unter deren Briefmarke entdeckt Hunt einen so genannten Mikropunkt, den Lindsey dort versteckt hatte. Die Entschlüsselung der darin enthaltenen geheimen Nachricht schlägt jedoch zunächst fehl.

Bei der IMF werden inzwischen die Festplatten, die in Berlin bei Lindseys Befreiung sichergestellt wurden, überprüft. Dabei können einige E-Mails wiederhergestellt werden, die darauf schließen lassen, dass Davian nur wenig später in Vatikanstadt sein wird. Hunt beschließt kurzerhand, weder Musgrave noch seinen Vorgesetzten Brassel davon in Kenntnis zu setzen. Julia gegenüber, die von seinen Aktivitäten keine Ahnung hat, behauptet er, auf eine Geschäftsreise zu gehen. Sie bemerkt jedoch, dass er sie anlügt, aber er schafft es, sie von seiner Liebe zu ihr zu überzeugen, indem er sie noch am selben Abend im Krankenhaus, in dem sie als Krankenschwester arbeitet, heiratet.

In Vatikanstadt zieht sich Hunt eine Maske über, die Davian verblüffend ähnlich sieht. Das Team schafft es, Davian gefangen zu nehmen und gegen den verkleideten Hunt auszutauschen. So gelangen sie in den Besitz eines Koffers, den Davian nur kurz zuvor in Empfang genommen hat. Darin finden sich Informationen über ein im Film nie näher erläutertes Objekt mit dem Spitznamen „Hasenpfote“, das Davian für 850 Millionen Dollar verkaufen will. Während des Rückfluges in die USA versucht Hunt, aus Davian Informationen über dieses Objekt zu pressen, scheitert jedoch. Stattdessen schwört Davian seinerseits blutige Rache. Hunt werde die Tötung seiner Ehefrau mitansehen müssen, bevor er selbst umgebracht werden würde.

Beim Transport zum IMF-Hauptquartier bekommt Hunt die Möglichkeit, die inzwischen entschlüsselte Videobotschaft zu sehen, die sich auf Lindseys Mikropunkt befand. Darin warnt Lindsey ihn, dass es in den Reihen der IMF einen Verräter gäbe, da sie wisse, dass Davian einen Anruf aus Brassels Büro erhalten habe.

Nur kurz darauf wird der ganze Konvoi angegriffen, und in einem spektakulären Einsatz wird Davian befreit. Wenig später erhält Hunt einen Anruf von Davian. Julia sei entführt worden, und Hunt könne sie nur retten, wenn er Davian die „Hasenpfote“ innerhalb von 48 Stunden aus einem Labor in Shanghai besorge. Hunt kann darauf nicht weiter reagieren, da er plötzlich von einem IMF-Team umzingelt ist, das Weisung hat, ihn festzunehmen. Hunt versucht zu fliehen, wird jedoch gefasst und in einen Vernehmungsraum gebracht. Mit Musgrave allein in dem Raum, gibt dieser ihm eine geheime Nachricht, indem er nur seine Lippen bewegt. Die Beobachter hinter den Überwachungskameras werden getäuscht, Hunt jedoch kann die Botschaft von seinen Lippen ablesen. Musgrave weiß, dass Davian Julia hat. Er gibt ihm noch weitere Informationen und steckt ihm anschließend ein Messer zu, mit dem sich Hunt kurze Zeit später befreien und fliehen kann.

Hunt fliegt daraufhin nach Shanghai und trifft dort wieder auf sein Team. Da das Labor, in dem die „Hasenpfote“ aufbewahrt wird, extrem schwer zugänglich ist, springt Hunt – nur mit einem Seil befestigt – von einem daneben stehenden Gebäude auf das Dach des Labors und kann die „Hasenpfote“ stehlen. Nur fünf Sekunden vor Ablauf der 48 Stunden erreicht er schließlich telefonisch Davian, der ihm einen Treffpunkt mitteilt, wo er allein warten solle. Einige Zeit später fährt ein Auto vor, in dem Hunt eine Flüssigkeit trinken muss, die ihn bewusstlos macht. Als er wieder aufwacht, wird ihm eine Sprengkapsel durch eine Nasenhöhle in den Kopf geschossen, wie es schon bei Lindsey der Fall war. Vor ihm steht Davian, und auf dem Stuhl neben ihm sitzt seine Frau Julia. Die Handlung ist nun bei der Eingangsszene des Films angekommen. Davian behauptet, Hunt habe ihm nicht die richtige „Hasenpfote“ gegeben, was dieser jedoch abstreitet. Nachdem Davian die Frau erschossen hat, verlässt er den Raum. Kurz darauf tritt Musgrave ein, der sagt, er werde ihm alles erklären. Die „Hasenpfote“ solle von Davian an Feinde Amerikas im Nahen Osten verkauft werden, die durch deren Verwendung einen Gegenschlag provozieren würden. Amerika werde daraufhin das tun, was es immer tue: einmarschieren und „aufräumen“ – und dabei milliardenschwere Verträge abschließen. Um sich wirklich sicher zu sein, dass Hunt ihnen das richtige Objekt gegeben habe, mussten sie Julias Leben gefährden. Dem erstaunten Hunt beweist er dann jedoch, dass die getötete Frau gar nicht Julia war, sondern Davians Übersetzerin und Sicherheitschefin, die eine Maske trug und nun für ihr Versagen in Rom von Davian hingerichtet wurde.

Als Musgrave per Telefon beweist, dass Julia noch am Leben ist, nutzt Hunt die Gelegenheit und beißt Musgrave in die Hand. Er befreit sich von seinen Fesseln, setzt Musgrave außer Gefecht und schnappt sich Musgraves Mobiltelefon. Mit der Hilfe eines Kollegen seiner Dienststelle, der für ihn den letzten Anruf zurückverfolgt und ihn telefonisch durch die Straßen lotst, kann er Julias Aufenthaltsort ausfindig machen. Doch bevor er sie befreien kann, werden die beiden von Davian überrascht, der die Bombe in Hunts Kopf aktiviert hat, sodass ihm nur noch wenige Minuten bleiben. Es kommt zu einem Kampf, in deren Verlauf die beiden Männer auf die Straße geraten. Davian wird dabei von einem Fahrzeug erfasst und getötet.

Um die Bombe in seinem Kopf zu entschärfen, benötigt Hunt einen Defibrillator, den er in dem Haus aber nicht findet. Unter Zuhilfenahme von Stromkabeln und diversen anderen Utensilien baut er einen provisorischen Defibrillator und erklärt Julia derweil, wie sie seine Waffe zu bedienen habe. Nachdem sie auf seine Anweisung hin den Strom freigegeben hat, wird die Bombe tatsächlich zerstört – und Hunt bleibt regungslos liegen. Bevor Julia ihn jedoch wiederbeleben kann, betritt Musgrave mit der „Hasenpfote“ den Raum, und Julia erschießt ihn. Nach der geglückten Wiederbelebung beschließt Hunt, Julia die Wahrheit zu sagen, und erzählt ihr von seiner Arbeit bei der IMF.

Als sie wieder zurück in den Vereinigten Staaten sind und Julia endlich die Kollegen ihres Mannes kennen lernt, nimmt Brassel Hunt beiseite und erzählt ihm, dass das Weiße Haus ihm eine besondere Position angeboten habe. Hunt entgegnet, dass er sich noch nicht entscheiden wolle, sondern zuerst einmal mit Julia in die Flitterwochen gehen werde. Als er Brassel noch fragt, was genau die „Hasenpfote“ nun eigentlich sei, sagt dieser, dass er ihm das erst verraten werde, wenn Hunt verspreche, bei der IMF zu bleiben. Daraufhin wendet sich Hunt zum Gehen und sagt, er werde ihm eine Postkarte aus dem Urlaub schicken. Anschließend verlässt er mit Julia unter dem Lachen und Applaudieren des restlichen Teams das Büro.

James Berardinelli bezeichnete den Film auf ReelViews als einen billigen Abklatsch der Bond-Filme (cheap James Bond rip-off) mit den üblichen Gadgets, Stunts und Drehorten auf der ganzen Welt. Er bezeichnete den Film weiterhin als routiniert, besser als Mission: Impossible, aber schlechter als Mission: Impossible II. Berardinelli kritisierte, im Film sei zu sehr der Schauspieler Tom Cruise und zu wenig der von ihm gespielte Charakter sichtbar. Die Regie von J. J. Abrams bezeichnete er als technisch kompetent, aber nicht besonders aufregend (none of it is all that exciting).

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Scientology

Deutschland-Zentrale von Scientology in Berlin

Scientology ist eine Bewegung, deren Ideologie auf Schriften des US-amerikanischen Schriftstellers L. Ron Hubbard zurückgeht. Sie wird in den Sozialwissenschaften oft den Neuen Religiösen Bewegungen oder den Psychogruppen zugerechnet. In ideeller Hinsicht sind ihre Lehre und Praxis von szientistischen und psychotherapeutisch anmutenden Komponenten geprägt, die erst später um transzendente Aspekte erweitert wurden.

In der Öffentlichkeit ist Scientology außergewöhnlich umstritten. In Deutschland erreichten die Kontroversen Mitte der 1990er Jahre ihren vorläufigen Höhepunkt. Seit 1997 wird die Scientology-Kirche aufgrund eines Beschlusses der Innenministerkonferenz durch den Verfassungsschutz beobachtet.

Der Begriff Scientology ist aus dem Partizip Präsens Aktiv des lateinischen Verbs scire („wissen“) bzw. dessen nominalisierter Form scientia („Wissen“, „Wissenschaft“) und dem griechischen λόγος (Logos, u. a. „Wort“, „Rede“) zusammengesetzt und wird von der Scientology-Kirche mit Wissen über das Wissen übersetzt.

Das Oxford English Dictionary führt den ersten Gebrauch des Begriffs auf den Schriftsteller Anastasius Nordenholz zurück, dessen Buch Scientologie - Wissenschaft von der Beschaffenheit und der Tauglichkeit des Wissens 1934 erschien. Tatsächlich ist der Begriff in der englischen Schreibweise Scientology schon früher nachweisbar.

1950 entwickelte L. Ron Hubbard in Dianetics (deutsch: „Dianetik“) ein System von Psychotechniken, das er 1952 in Scientology 8–80 zu einer Weltanschauung mit dem Anspruch einer Religion erweiterte. In den Jahren von 1950 bis 1954 existierten eine Reihe unterschiedlicher Gruppen, teils als kurzlebige formale Organisationen, die versuchten, Hubbards Lehren umzusetzen. 1953 ließ Hubbard die Church of Scientology als Markenzeichen eintragen und gründete im Februar 1954 mit der Church of Scientology of California die erste Zweigstelle. In der folgenden Zeit erweiterte er das scientologische Gedankensystem um kosmologische und metaphysische Elemente, systematisierte die Ideologie und gestaltete die Organisation hierarchischer. In den Jahren bis 1967 konnte seine Church of Scientology quasi einen Alleinvertretungsanspruch für Scientology erlangen, expandierte in den USA und dehnte sich auch ins Vereinigte Königreich, nach Australien, Neuseeland, Südafrika sowie in das damalige Rhodesien aus. Ende der 1960er Jahre war Scientology auf seinem vorläufigen Erfolgshöhepunkt angelangt.

Im folgenden Jahrzehnt expandierte Scientology weniger stetig; in Kopenhagen wurde eine Filiale für Kontinentaleuropa eingerichtet, und Scientology versuchte in Skandinavien, Deutschland und den Benelux-Staaten Fuß zu fassen. Während die Zahl der Niederlassungen wuchs – in den USA und in Großbritannien wurden allein zwischen 1971 und 1977 einhundert Missionen gegründet, in Kontinentaleuropa weitere dreißig – entfernte sich Hubbards 1967 gegründete Sea Organization, die von da an faktische Machtzentrale Scientologys, welche zunächst bis 1975 auf einem Schiff im Pazifik untergebracht war, immer stärker von der Basis der anderen Scientology-Organisationen. Gleichzeitig wurde Hubbards Führungsstil zunehmend autokratischer. Nachdem einige führende Mitglieder der Church of Scientology Hubbards Organisation und Führungsstil als zu autoritär betrachteten, gründeten diese in den Jahren ab 1982 eigenständige Gruppen, insbesondere die Freie Zone. So kam es von 1982 bis 1984 zu vermehrten Austritten aus Hubbards Organisation.

Nach dem Tode Hubbards 1986 stabilisierte sich die Organisation unter Führung des von David Miscavige gegründeten und geleiteten Religious Technology Centers. Unter Miscavige hat sich Scientology vor allem einer Produktdifferenzierung gewidmet und eine Reihe neuer Unterorganisationen gebildet. Auch in geographischer Hinsicht hat Scientology versucht, weiter zu expandieren. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs eröffnete sich religiösen Bewegungen ein neues Missionierungsgebiet. Scientology versuchte, in den so genannten postkommunistischen Staaten Fuß zu fassen und hatte dabei gemischten Erfolg. Zum Beispiel gelang es in Russland zwar, eine „größere Anhängerschaft“ zu bilden; jedoch geht der russische Staat sehr repressiv gegen Scientology-Organisationen vor. In Ostdeutschland hatte Scientology unerwartet geringen Erfolg.

Anders als die meisten neuen religiösen Bewegungen ist Scientology nicht aus der Gegenkultur der 1960er Jahre entstanden; dementsprechend unterscheidet sich ihre Mitgliederstruktur wesentlich von der anderer Bewegungen. So werden bei Scientology insbesondere verheiratete Angestellte mit überdurchschnittlichem Bildungsniveau rekrutiert; das Verhältnis von Männern zu Frauen beträgt in etwa drei zu zwei.

Die Zahl der Anhänger Scientologys ist nicht eindeutig feststellbar, weil unklar ist, wer zu den Mitgliedern der Organisationen oder zu den Anhängern der Idee Scientologys gezählt werden kann.

Scientology sprach 2005 von über 10 Millionen Anhängern.. Dies beinhaltet auch Menschen, die einen Kurs besuchten ohne weiterzumachen. Seriöse empirische Schätzungen gehen dagegen von kaum mehr als 100.000 Anhängern aus. Die mit Abstand meisten Scientologen kommen aus den USA. Dort wurden bereits Mitte der 1960er 50.000 bis 100.000 Anhänger geschätzt, 1990 schätzte eine repräsentative Umfrage unter US-Amerikanern nur noch 45.000 Scientologen. Schätzungen von 2004 stellen eine Konsolidierung auf 55.000 US-amerikanische Anhänger (etwa 0,18‰ der Gesamtbevölkerung) fest.

In Deutschland, wo die Scientology-Kirche die Zahl ihrer Anhänger mit 12.000 beziffert, soll es laut staatlichen Quellen zwischen 5.000 und 7.000 Scientologen geben, wobei der engere Kreis noch deutlich geringer geschätzt wird. Im wesentlich bevölkerungsärmeren Ungarn wurde die Zahl der Scientologen 1993 auf etwa 5.000, also rund ein halbes Promille, geschätzt. Die geographische Hochburg Scientologys bleiben die Vereinigten Staaten, insbesondere die Westküste. Daneben vermutet der Soziologe William S. Bainbridge anhand von Websites von Scientologen weitere Schwerpunkte in Italien, dem Vereinigten Königreich, Australien, Deutschland, Russland, Frankreich, Mexiko und der Schweiz.

Herzstück der scientologischen Ideologie ist die Vorstellung, dass das unsterbliche Wesen jedes Menschen, der so genannte Thetan, durch traumatische Erlebnisse und insbesondere durch zwei Ereignisse vor Millionen Jahren massiv in seiner Funktionsweise beeinträchtigt worden sei. Scientology-Technologien, insbesondere das Auditing, könnten die Funktionen des Thetan zumindest teilweise wiederherstellen. Erklärtes Ziel Scientologys ist es, auf diese Weise das Leben des Einzelnen zu verbessern, insbesondere sein geistiges und körperliches Wohlbefinden zu steigern, und mehr Geld zu verdienen. Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Hinwendung aller Menschen zu den Gedanken Scientologys das Hauptziel, daneben wird insbesondere die Abschaffung der Psychiatrie gefordert.

Einen wichtigen Ausgangspunkt des scientologischen Wirklichkeitsmodells bildet das physikalische Universum, welches laut Scientology aus Matter, Energy, Space und Time (MEST; dt.: Materie, Energie, Raum und Zeit), besteht. Jeder lebende Organismus setze sich aus diesen vier Bestandteilen zusammen und sei vom unsterblichen Thetan beseelt, der derzeit in seiner Entfaltung gebremst ist. Parallel zu diesem Modell setzt sich der Mensch laut Scientology aus drei Teilen, dem Thetan, dem Verstand und dem sterblichen Körper zusammen.

Der Verstand vermittele dabei zwischen Thetan und Körper, er setze sich aus einem „analytischen“ und einem „reaktiven“ Teil zusammen. Der analytische Verstand löse bewusst Probleme und speichere Erfahrungen für spätere Problemlösungen als mentale Bilder. Demgegenüber speichere der reaktive Teil unabhängig davon körperliche oder emotionale Schmerzen als Engramme in einem separaten Speicher.

Ein zentrales Konzept Scientologys ist der in Anlehnung an den griechischen Buchstaben Theta (Θ) benannte Thetan, das unsterbliche Wesen eines Menschen. Thetanen hätten zunächst eine Reihe von Fähigkeiten besessen, die sie jedoch im Laufe der Geschichte durch traumatische Erlebnisse verloren. Thetane reinkarnieren über mehrere Millionen Jahre in verschiedenen physischen Formen.

Ein zentrales Problem der irdischen Thetane wird durch den Xenu-Mythos erklärt, der von einem „bösen“ intergalaktischen Herrscher handelt, der Thetane von weit entfernten Planeten auf die Erde verschleppt hatte und dort durch gewaltsame Verfahren so schwer traumatisierte, dass sie nun als körperlose Cluster (Körper-Thetanen genannt) anderen Menschen anhängen und sie in ihren Möglichkeiten beeinträchtigen. Für die meisten Scientologen spielt dieser Mythos, der erst spät in der Scientology-Schulung eingeführt wird, jedoch kaum eine Rolle; allerdings messen einige Vertreter der Freien Zone ihm mehr Bedeutung zu, und er ist zentral im Diskurs vieler Scientology-Gegner.

Scientologen streben das Wiedererlangen der ursprünglichen Fähigkeiten eines Thetans an. Zu Beginn ihres Lebens sei jede Person ein so genannter Pre-Clear und könne mittels körperlicher und geistiger Reinigungs- und Bearbeitungsprozesse letztlich den Clear-Status erreichen. In diesem anzustrebenden Zustand, der durch das Durchlaufen eines detailliert beschriebenen Programms zu erzielen sei, sei die Person von ihrem „reaktiven Verstand“ befreit, der sie zuvor dazu gezwungen habe, auf der Grundlage traumatischer Erfahrungen zu handeln. Der befreite Verstand könne nun alle auftretenden Probleme mit inneren Zuständen, anderen Menschen oder Gegenständen in den Griff bekommen.

Nachdem ein Mitglied den Zustand Clear erreicht habe, führe der Weg zur völligen Befreiung über derzeit acht Operating-Thetan-Stufen (kurz: OT-Stufen) hin zum Ziel des frei operierenden Thetans; dieser sei nicht mehr an Materie, Energie, Raum und Zeit gebunden.

Während sich die Clear-Stufen mit der Aufarbeitung traumatischer Ereignisse im Diesseits befassen, betreffen die OT-Stufen darüber hinaus auch transzendente Bereiche. Unter anderem wird dabei versucht, sich mit den vorerwähnten Körper-Thetanen auseinanderzusetzen und ihren störenden Einfluss zu entfernen. Die höchste Operating-Thetan-Stufe hat laut der Church of Scientology bisher noch niemand erreicht.

Das so genannte Auditing ist dabei eine zentrale Technik zur Erreichung von Clear. Gemeint ist eine besondere Form des Gesprächs zwischen dem Auditor und dem Pre-Clear, der „auditiert“ wird. Ziel des Gespräches ist es, die negativen Auswirkungen des „reaktiven Verstands“ zu verringern. Als wichtigstes technisches Hilfsmittel beim Auditing findet das so genannte E-Meter Anwendung. Dieses Gerät verfügt über zwei zylindrische Elektroden, die der Auditierte beim Auditing in seinen Händen hält, und über einen Zeiger, der Veränderungen des elektrischen Widerstands zwischen den Elektroden anzeigt.

Das Ziel ist, zurückliegende „Geschehnisse“ (z.B. mit emotionalem und körperlichem Schmerz verbundene Erlebnisse) aufzufinden, welche den meisten psychischen Schwierigkeiten zu Grunde liegen sollen. Diese Geschehnisse sollen so lange erzählend wiedererlebt werden, bis ihre „Ladung“ (emotionale Spannung) verschwindet. Der Auditor unterstützt diesen Prozess, indem er Anweisungen gibt, Fragen stellt und die Anzeigen des E-Meters beobachtet, um solche Engramme aufzuspüren.

Neben dem Auditing sollen Scientologen Scientologys ethisch-moralische Lehren verinnerlichen, die sich an den Ethikstandards der großen Weltreligionen orientieren.

Pre-Clears, aber auch Teilnehmern des Scientology-Antidrogenprogramms Narconon wird außerdem ein so genannter Purification Rundown empfohlen, bei dem Leibesertüchtigungen, Vitaminpräparate und häufige Sauna-Gänge den Körper entgiften sollen.

Ein sogenannter OCA-Test (Oxford Capacity Test) wird als ein standardisierter vorgeblicher Persönlichkeitstest angewendet.

Schon vor seinem Tod ist der Scientology-Gründer quasi zu einer mythischen Figur aufgestiegen. Er sei der jüngste Elite-Pfadfinder der Vereinigten Staaten, Leiter und Organisator vieler Forschungsexpeditionen gewesen, habe als einer der besten Segelflieger des Landes gegolten, sei ein tollkühner Kunstflieger und Erforscher der Luftfahrtgeschichte gewesen. Daneben habe er Universitätszeitschriften herausgegeben, habe Literaturpreise erhalten und sei anerkannter Fotograf und bedeutender Drehbuchautor in Hollywood gewesen. Heute verfügt Scientology über ein Büro für Hubbard in jeder seiner Kirchen und Organisationen, welches dauerhaft leersteht.

Obwohl Scientology nicht direkt aus einer anderen Weltanschauung hervorgegangen ist, sondern eine der wenigen Neukreationen im religiösen Bereich ist, weist es doch deutliche Parallelen zu bereits bestehenden bekannten Ideologien auf. Neben den psychoanalytischen Elementen sind zuvorderst szientistische Gedankenlinien zu erwähnen, die von Beobachtern mit ansonsten sehr unterschiedlichen Meinungen zu Scientology festgestellt worden sind. So erhebt Scientology den Anspruch, eine empirische „Wissenschaft“ zu sein und will mit immanenten „Technologien“ die Funktionsfähigkeit der Thetane erneuern.

Eine Reihe von Autoren weist auch auf Scientologys Anleihen aus den Werten der „US-amerikanischen“ Kultur, insbesondere dem Glauben an Individualismus, Demokratie und Freiheit, hin. Das scientologische „Glaubensbekenntnis“ ist demnach lediglich eine Neuformulierung der UN-Menschenrechtskonvention, deren Wurzeln in der (Westlichen) Aufklärung zu finden sind. Demgemäß wird Scientology im Zuge des Antiamerikanismus in vielen Staaten auch als kulturimperialistische Bewegung aufgefasst.

Anleihen aus den Weltreligionen sind dagegen meist nur indirekt festzustellen. Hubbard selbst behauptete zwar, Anleihen aus Östlichen Religionen übernommen zu haben. So knüpfe er an vedische Religionen an; es stellte sich jedoch schnell heraus, dass er von diesen nur sehr oberflächliches Wissen besaß. Trotzdem ziehen einige Forscher Parallelen zum Buddhismus, Jainismus, Hinduismus, Taoismus und Gnostizismus.

Scientologys organisatorischer Unterbau wird von den halb-offiziellen Scientology-Organisationen, die mit der Church of Scientology verbunden sind, dominiert; daneben gibt es einige kleinere Gruppen, insbesondere die Freie Zone, die sich von jenem Organisationskonglomerat abgespalten haben.

Das Organisationscluster um die Church of Scientology verfügt über eine komplexe hierarchische Organisationsstruktur, an deren Spitze das Religious Technology Center praktisch die höchste Autorität innerhalb des Organisationengeflechts ausübt, aber formal keinen Führungsanspruch geltend machen kann. Unterhalb des Religious Technology Centers existieren drei Hauptorganisationssäulen, die Church of Scientology International mit ihren weltweiten Niederlassungen, das ABLE-Netzwerk, welches eine Reihe themenspezifischer Organisationen umfasst, und das World Institute of Scientology Enterprises (WISE), ein Zusammenschluss von Scientology-Firmen. Daneben existieren eine Reihe kleiner Organisationen.

Die Church of Scientology International organisiert, verbreitet und vermarktet die Scientology-spezifischen Produkte und Techniken; insbesondere das Auditing. Sie unterhält in vielen Ländern so genannte Missionen und Kirchen, in denen Scientology-Trainingskurse abgehalten werden, wobei Kirchen über ein breiteres Dienstleistungsangebot verfügen; für prominente Scientologen gibt es außerdem acht Celebrity Centers, die luxuriöser als die normalen Niederlassungen ausgestattet sind. Die höchsten Trainingstufen werden in weltweit fünf so genannten Advanced Organizations angeboten. Zwei der Advanced Organizations befinden sich in Los Angeles, die übrigen in East Grinstead, Kopenhagen und Sydney. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden Anfang der 1970er Jahre die ersten Dependancen errichtet. Heute verfügt die Organisation in Deutschland über acht, in der Schweiz über fünf und in Österreich über zwei Standorte.

Das neben der Church of Scientology aufgebaute ABLE-Netzwerk ist ein Dachverband verschiedener themenspezifischer Gruppen, die sich insbesondere der Öffentlichkeitsarbeit Scientologys widmen. Die älteste der ABLE-Gruppen ist das 1966 gegründete Narconon, ein neunstufiges, aus medizinischer Sicht unhaltbares Drogenrehabilitationsprogramm, das unter anderem auf ein Maßnahmenbündel aus Sauna, Leibesübungen und Lebensmittelzusätzen, insbesondere Vitaminen, zurückgreift, um den Körper von Drogenresten zu reinigen. Aus diesem Programm hervorgegangen ist das Straftäterrehabilitationsprogramm Criminon. Dieses von Scientology-Freiwilligen betriebene Programm verwendet ein ähnliches Regiment wie Narconon und zieht Gedankenübungen zu Hubbards Leitfaden Der Weg zum Glücklichsein heran, um Strafgefangene auf den „moralisch richtigen“ Weg zu bringen. Das Lernprogramm Applied Scholastics kann man als Programm zum „Lernen, wie man lernt“ bezeichnen. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen einfachste Grammatik- und Wortdefinitionsübungen, die darauf abzielen, die „richtige“ Definition von Wörtern zu erkennen, um so „richtige“ Kommunikation zu ermöglichen. Alle drei Programme machen dabei Gebrauch von der durch die Stiftung The Way to Happiness vertriebenen Broschüre, die einen generischen Moralcode vertritt, der aus Sicht Scientologys „nicht religiös“ ist.

Scientologys dritte organisatorische Stütze ist das WISE-Network, ein franchise-ähnlicher Zusammenschluss von Kleinunternehmen, die, durch Lizenzverträge an WISE gebunden, Scientology-Produkte und -Dienstleistungen verkaufen.

Neben den drei organisatorischen Hauptsäulen existiert eine Anzahl anderer Organisationen, von denen hier nur die wichtigsten aufgezählt werden. Die Rehabilitation Project Force betreibt drei oder vier „Besserungscamps“ für hochrangige Scientologen, die aus Sicht der Church of Scientology ethische Verfehlungen begangen haben. Sie ist vor allem durch die vehemente Außenkritik bekannt. Ebenfalls im Brennpunkt der Kritik ist die Anti-Psychiatriegruppe Citizens Commission on Human Rights. Diese im deutschsprachigem Raum unter dem Namen Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte firmierende Gruppe betreibt Lobbyarbeit gegen die Psychiatrieberufe in der Form von Petitionen und Demonstrationen; sie versucht außerdem, mit Menschenrechtsgruppen zusammenzuarbeiten. Das Office of Special Affairs (OSA) ist offiziell für die Rechtsangelegenheiten Scientologys zuständig. Allerdings wird ihm von journalistischer Seite wie auch von manchen staatlichen Stellen, zum Beispiel der Stadt Hamburg, vorgeworfen, eine Art scientologischer „Geheimdienst“ zu sein. Insbesondere wird dabei kritisiert, dass das OSA unter Zuhilfenahme von Privatdetektiven und in zunehmenden Maße auch Rechtsanwälten Schmähkampagnen gegen Scientology-Kritiker führt. Im Gegensatz zu seiner bis 1983 bestandenen Vorgängerorganisation Guardian Office bewegt sich das OSA dabei jedoch generell im gesetzlichen Rahmen. Schließlich sei noch das Verlagshaus New Era Publications erwähnt, welches Hubbards Schriften weltweit verlegt.

Anfang der 1980er Jahre kam es nach Richtungskämpfen im Management zur Gründung der Freien Zone, die aus Splittergruppen außerhalb der Scientology-Organisation besteht. Diese Gruppen verwenden die gleiche Technik wie die Scientology-Kirche, nehmen aber aus Sicht letzterer falsche Abänderungen der Technik vor. Umgekehrt erklären Vertreter der Freien Zone, dass sie die ursprünglichen Materialien von Hubbard verwenden, und werfen den Scientology-Organisationen vor, diese nach seinem Tod geändert zu haben.

Das Bild Scientologys in der Öffentlichkeit wird durch seine Gegner geprägt. Dies trifft insbesondere für die deutsch- und französischsprachigen Diskurse zu, in denen auch staatliche Behörden eine aktive Rolle gegen Scientology einnehmen. So stuft eine Studie der französischen Nationalversammlung aus dem Jahre 1995 Scientology als „Kult mit gefährlichen Eigenschaften“ ein. In Deutschland beobachten mehrere Verfassungsschutzämter die Scientology-Kirche, und die Stadt Hamburg unterhält eine „Arbeitsgruppe Scientology“. Im angelsächsischen Raum ist Scientology zeitweise auch auf staatlichen Widerstand gestoßen. 1965 befand in Australien ein für die dortige Regierung erstellter Bericht Scientology als „böse“ und „gefährlich für die mentale Gesundheit“ seiner Anhänger. In den Vereinigten Staaten war Scientology neben den Mormonen des 19. Jahrhunderts in den 1970er und 1980er Jahren die weltanschauliche Organisation mit dem schlechtesten Leumund. Auch Mitte der 1990er Jahre zeigte eine Umfrage unter US-amerikanischen Journalisten, dass diese Scientology generell misstrauen.

Neben christlichen Kirchen und staatlichen Akteuren treten private Netzwerke von Gegnern von neuen religiösen Bewegungen in den Vordergrund des öffentlichen Diskurses; diese Gruppen haben aus der Sicht des Religionswissenschaftlers Hubert Seiwert in den 1990er Jahren Scientology erfolgreich als Inbegriff der bedrohlichen Gefahr, die von allen so genannten Sekten ausgehe, inszeniert. Entsprechend mannigfaltig sind die Kritikpunkte an Scientology, die von Totalitarismusvorwürfen bis zur Dubiosität scientologischer medizinischer Praktiken reichen.

Die Frage, ob Scientology der Status einer Religion zuzuerkennen sei, ist umstritten und hängt einerseits von dem zugrunde liegenden Religionsbegriff ab, andererseits aber auch davon, ob die Merkmale, durch die Scientology Kriterien eines Religionsbegriffes erfüllt, als für Scientology wesentliche oder aber nur vorgetäuschte Eigenschaften beurteilt werden, durch die Scientology aus Sicht der Kritiker den Anschein einer Religion zu erwecken suche.

In der Religionswissenschaft wird die Einstufbarkeit als Religion in der Regel bejaht, wobei christliche oder kirchlich beauftragte Gutachter wie Friedrich Wilhelm Haack oder Irving Hexham hierbei hervorheben, dass diese Einstufung noch nicht die Frage beantwortet, ob Scientology als eine „gute“ oder „schlechte“ Religion zu beurteilen sei. Abweichende Meinungen mit religionswissenschaftlicher Begründung vertreten demgegenüber im deutschsprachigen Raum besonders die Theologen Werner Thiede, Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, und Georg Otto Schmid, Mitarbeiter der Evangelischen Informationsstelle „Kirchen – Sekten – Religionen“ in der Schweiz. Nach Thiede ist Scientology nicht als Religion, sondern als „Geistmagie“ mit dem Status einer „Weltanschauung“ einzustufen, weil eine gemeinschaftliche religiöse Praxis nur sporadisch befolgt, aber nicht fest etabliert sei und im Zentrum der Lehre kein oberstes Göttliches, sondern die Kontrolle des „Thetans“ über sich selbst und seine Umwelt stehe. Georg Otto Schmid ordnet Scientology als nicht auf Glaube und Offenbarung beruhende, sondern dem Anspruch nach durch Forschung entstandene und beweisbare Lehre der Wissenschaft bzw. Parawissenschaft zu, bewertet die Rituale als bloß randständige, die als „pseudoreligiöse Mimikry“ echter religiöser Gemeinschaften zu sehen und ähnlich auch bei nichtreligiösen Gemeinschaften anzutreffen seien, und kommt unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Ausrichtung zu dem Ergebnis, dass Scientology „religionswissenschaftlich näherungsweise als Konzern mit parawissenschaftlicher Ideologie“ einzustufen sei.

Während die Frage des Religionscharakters im kirchlichen Bereich für die Bereitschaft zur theologischen Auseinandersetzung und zur Einbeziehung in den innerreligiösen Dialog von Bedeutung ist, verbindet sie sich bei staatlichen und juristischen Beurteilungen vor allem mit der Frage der Schutz- und Förderwürdigkeit als Religion sowie mit der Frage der rechtlichen Behandlung der Mitglieder Scientologys. Obwohl es in vielen Staaten keine offiziellen Anerkennungsprozedere für Religionen gibt, kann man doch aus den Handlungen vieler westeuropäischer Staaten schließen, dass sie Scientology nicht als Religion auffassen; eine Enquête für die französische Nationalversammlung kategorisierte Scientology beispielsweise als „Sekte“ bzw. „Kult“ (secte).

Die deutsche Bundesregierung schloss sich 1998 der Ansicht des Bundesarbeitsgerichtes von 1995 an, dass Scientology weder Religion noch Weltanschauungsgemeinschaft sei. Ziel der Organisation sei vielmehr Gewinnerzielung, was mit dem Status einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft unvereinbar sei. Das Bundesverwaltungsgericht hat 2005 entschieden, dass Einzelpersonen Scientology durchaus als Religion im Sinne des Grundgesetzes betreiben können. Dessen ungeachtet können sich in Deutschland erb- und arbeitsrechtliche Folgen an die Zugehörigkeit zu Scientology anknüpfen. In Deutschland galt die Frage nach der Zugehörigkeit zu Scientology in Vorstellungsgesprächen bislang als zulässig, eine Pflicht auf wahrheitsgemäße Beantwortung bestand, nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im August 2006 besteht hier jedoch eine Rechtsunsicherheit, die durch die Rechtsprechung abschließend geklärt werden muss.

Russland hat der Church of Scientology den Status einer religiösen Gemeinschaft versagt; diese Entscheidung wurde im Fall der Niederlassung in Moskau allerdings vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte für rechtswidrig befunden. Demgegenüber haben die Vereinigten Staaten den Scientologen nach einem 50 Jahre währenden Prozess allmählich religiöse Rechte zugestanden. In Australien wurde der Religionscharakter von Scientology 1983 vom High Court of Australia endgültig bestätigt. Weitere Länder, in denen Scientology seitdem eine offizielle Anerkennung als Religion gewonnen hat, sind Italien, Spanien, Portugal, Schweden, Slowenien, Kroatien, Ungarn Neuseeland und Taiwan.

Obwohl Scientology sich bisweilen als überkonfessionell bezeichnet und dies besonders bei der Rekrutierung neuer Mitglieder herausstreicht, so hat es letztendlich doch einen Alleingültigkeitsanspruch. Da Scientology jedoch im Widerspruch zu zentralen Glaubensinhalten insbesondere der etablierten monotheistischen Religionen steht, ist aus deren Sicht eine Doppelmitgliedschaft nicht möglich.

Der Produktcharakter Scientologys ist ökonomisch ausgeformt. Eine Gewinnorientierung Scientologys wird von Scientology-Gegnern häufig als Vorwurf vorgebracht. Diese Profitorientierung stünde dem „abendländischen Religionsverständnis“ entgegen. Hubbard, so der Soziologe Stephen A. Kent, habe Scientology nur den Deckmantel einer „Religion“ umgehängt, um Steuern zu sparen und auf potenzielle Mitglieder attraktiver zu wirken. Die meisten anderen Wissenschaftler bejahen dagegen die Frage, ob Scientology eine Religion sei.

Die Produkte und Dienstleistungen Scientologys werden häufig als überteuert bemängelt, wenn auch die meisten Scientologen ihnen diesen Wert beimessen. Ein E-Meter kostete 1998 bei der Church of Scientology etwa 4.000 US-Dollar. Einführungs- und Demonstrationsauditing kostete 1990 umgerechnet ca. 200 Euro für 12½ Stunden, auf einer höheren Stufe können es 3.500 Euro oder mehr sein.

Der Atheismusaktivist Richard Dawkins hält Scientology zwar für eine Religion, glaubt aber, sie sei eine der wenigen, die willentlich als solche konzipiert worden seien.

Bisweilen werden Scientologys Praktiken als Manipulationstechniken betrachtet.

Zentral im Anti-Scientology-Diskurs sind dabei so genannte Gehirnwäsche-Theorien. Dabei wird eine veraltete psychologische Theorie über die Verhaltensänderung bei Gefangenen totalitärer Regime herangezogen, um den angeblichen Verlust der individuellen Autonomie bei Mitgliedern von Scientology (und anderer so genannter 'neuen religiösen Bewegungen') zu erklären. Obwohl die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zu „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ dieses Konzept ausdrücklich ablehnt, zieht sie es dennoch zur Erklärung Scientologys heran.

Seltener wird Scientology wegen des Gebrauchs von Hypnosetechniken kritisiert. Während Hubbard in Dianetik Hypnose ablehnt, sprach der Report für die australische Regierung im Jahre 1965 davon, dass beim Auditing hypnotisierende Techniken eingesetzt werden.

Der OCA-Test sei zwar kostenfrei, jedoch pseudowissenschaftlich und diene lediglich der Mitgliederwerbung. Er biete keine eigentliche „Analyse“, sondern ende stets mit dem Ergebnis, dass der Getestete ein Verbesserungspotenzial besitze.

Scientology ist ausgewiesener Gegner der Psychiatrie und unterstützt Gesundheitspraktiken, die nicht dem Stand der medizinischen Forschung entsprechen, so zum Beispiel die oft im Medienblickpunkt stehende „stille Geburt“, bei der der Geburtsvorgang unter größtmöglicher Stille erfolgt. Deshalb wird es insbesondere von Vereinigungen der Gesundheitsberufe kritisch gesehen.

Scientology lehnt den Gebrauch von Psychopharmaka strikt ab. Zum Beispiel startete Scientology in den 1980er Jahren eine Kampagne gegen die Verschreibung von Ritalin bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Der wohl bekannteste Fall mutmaßlichen scientologischen Fehlverhaltens auf dem Gebiet der Medizin ist dabei der Tod einer Scientologin, die von Mitscientologen nach einem Verkehrsunfall vermutlich nicht genügend medizinisch versorgt worden ist.

Scientology versucht insbesondere Schauspieler und andere Personen des öffentlichen Lebens zu rekrutieren und hat damit in den USA auch Erfolg (z. B. tritt Tom Cruise quasi als Repräsentant von Scientology auf). Eine Reihe weiterer Personen des öffentlichen Lebens, zum Beispiel Leah Remini, John Travolta, Lisa Marie Presley und Kirstie Alley, verrichten ähnliche Dienste für Scientology. Im deutschsprachigen Raum ist Franz Rampelmanns Scientology-Mitgliedschaft bekannt.

Die Celebrity Center, die sich speziell um Künstler und Personen kümmern, die in der Öffentlichkeit stehen, betreibt Scientology deshalb, weil Hubbard der Ansicht war, dass Künstler die Art von Menschen sind, und schon immer waren, die die Welt von morgen maßgeblich beeinflussen. Ursula Caberta sieht in diesem „Rezept, mit berühmten Namen Reklame zu machen, totalitären Systemen entlehnt“ sei.

Der Vorwurf, Scientology sei eine totalitäre Ideologie mit antidemokratischer Stoßrichtung, wird von zahlreichen Kritikern Scientologys im deutschsprachigen Raum geteilt. Dabei rückt unter anderem die Rehabilitation Project Force ins Zentrum der Kritik. Günther Beckstein sieht in den Lagern des Projekts „KZ-ähnliche Zustände“; eine von der Stadt Hamburg herausgegebene Broschüre vergleicht sie mit „Gulags“. Es würden, so Stephen A. Kent, dort „fast mit Sicherheit die Artikel 9 und 10 der Erklärung der Menschenrechte“ verletzt.

Etwas vorsichtiger sprechen die Politiker Freimut Duve und Daniel Cohn-Bendit sowie die Soziologin Antonia Grunenberg von „lagerähnlichen Einrichtungen“ und „totalitären Strukturen“. Auch ohne auf die Rehabilitation Project Force zurückzugreifen, attestierte der Politologe Hans-Gerd Jaschke 1995 in einer Auftragsarbeit für das nordrhein-westfälische Innenministerium Scientology „totalitäre Grundzüge“, ein Vorwurf, dem sich 1998 auch das deutsche Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend anschloss. Eine der wenigen wissenschaftlichen Arbeiten zur Stellung Scientologys zur Demokratie kommt ebenfalls zu dem Schluss, es handele sich um eine extremistische Ideologie. Nach überwiegender Meinung in der deutschen Rechtswissenschaft verfolgt Scientology dann auch vermutlich grundgesetzwidrige Ziele.

Folgerichtig wird die Scientology-Kirche in Deutschland seit 1997 vom Bundesamt für Verfassungsschutz und von einigen Landesämtern für Verfassungsschutz wegen Verdachts auf „Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung“ beobachtet. Im Saarland wurde eine Beobachtung mit nachrichtendienstlichen Mitteln aus Gründen der Verhältnismäßigkeit jedoch in letzter Instanz gerichtlich untersagt.

Zwar ist der Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit im deutschsprachigen Raum besonders verbreitet, doch hat auch Griechenland Scientology 1993 zum „Staatsfeind“ erklärt.

Positive Außenansichten über Scientology sind selten. Eine Ausnahme bildet eine Studie zur Entwicklung Scientologys im ukrainischen Charkiw, wonach der dortige Scientology-Ableger teilnehmenden Personen vermutlich geholfen habe, sich besser im postkommunistischen Alltag zurechtzufinden.

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Katie Holmes

Katie Holmes und Tom Cruise

Katie Holmes (* 18. Dezember 1978 in Toledo, Ohio, USA als Katherine Noelle Holmes) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt wurde sie als Joey Potter in der Fernsehserie Dawson’s Creek. Durch diese Rolle, die erst ihre zweite Fernsehrolle war, wurde sie ein Star. Sie spielte unter anderem bei den Kinofilmen Tötet Mrs. Tingle!, Nicht auflegen! und Batman Begins mit und ist die dritte Ehefrau von Tom Cruise.

Holmes wurde katholisch getauft. Sie ist die jüngste Tochter von Kathleen A. und Martin Joseph Holmes und hat vier Geschwister (drei Schwestern und ein Bruder). Ihr Vater ist ein auf Scheidungen spezialisierter Anwalt. Sie lebte in einem Stadtteil von Luca County in Ohio in einem Backsteinhaus italienischen Stils mit einem weißen Gartenzaun. Ihre Geschwister sind Tamera (* 1968), Holly Ann (* 1970), Martin (* 1970), und Nancy Kay (* 1975). Sie besuchte, wie ihre Mutter, die Mädchenschule Notre Dame Academy in Toledo, Ohio. Im St. John's Jesuit, einer benachbarten Jungenschule, trat Katie in verschiedenen Musicals auf, unter anderem als Kellnerin in Hello, Dolly! und als Lola in Damn Yankees.

Mit 14 Jahren erhielt Katie Unterricht in einer Modelschule in Toledo. Die Leiterin der Modelschule, Margaret O'Brien, meldete Katie 1996 zu einem Talentwettbewerb an, der sie nach New York City führte. Im Rahmen des Wettbewerbs wurde ein Talentsucher auf Katie Holmes aufmerksam, der sie zum Vorsprechen nach Los Angeles einlud. In Los Angeles erhielt sie die kleine Rolle der Libbets Casey in dem 1997 in Cannes ausgezeichneten Film Der Eissturm (Originaltitel: The Ice Storm) neben Sigourney Weaver, Tobey Maguire, Elijah Wood und Christina Ricci.

Danach lehnte sie die Titelrolle der Buffy Summers in Buffy – Im Bann der Dämonen ab, um die Highschool zu beenden, sandte aber später ein Heimvideo als Bewerbung für die Rolle der Joey Potter in Dawson’s Creek ein. Der Produzent der Serie, Paul Stupin, sagte später, als er das Video sah, wusste er, dass Katie Holmes Joey Potter sei. In der Serie, die zwischen 1998 und 2003 produziert wurde, erhielt Katie die Rolle der Joey Potter, die ihr den Durchbruch und internationale Anerkennung brachte.

Katie Holmes verlobte sich Anfang 2004 mit ihrem langjährigen Freund Chris Klein, von dem sie sich allerdings im folgenden Jahr trennte. Einige Wochen später begann sie im April 2005 eine Beziehung mit dem 16 Jahre älteren Schauspieler Tom Cruise. Im Juni 2005, zwei Monate nachdem sich die beiden kennengelernt hatten, machte Tom Cruise Katie einen Heiratsantrag. Diese Beziehung hat Katie Holmes in den Mittelpunkt des internationalen Medieninteresses gerückt. Zu Beginn wurde vielfach darüber spekuliert, ob die Beziehung nicht nur für Promotionszwecke inszeniert wurde. Später wurde sie dafür kritisiert, dass sie den Glauben ihres Verlobten und späteren Ehemanns annahm, der bekennender Scientologe ist. Am 18. April 2006 wurde ihre gemeinsame Tochter Suri in Los Angeles geboren. Am 18. November 2006 heiratete sie in Bracciano, Italien im Castello Orsini-Odescalchi Tom Cruise. Die Eheschließung wurde nach einem Scientology-Ritus abgehalten.

Ihre erste Hauptrolle erhielt Holmes 1998 in dem Film Tötet Mrs. Tingle!, einem Thriller des Scream-Autors Kevin Williamson über drei Jugendliche, die von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt werden. Als sie ihre Lehrerin zur Rede stellen wollen, eskaliert die Situation. Sie erhielt für diese Rolle einen MTV Movie Award als beste Newcomerin. Ihre eigene Meinung zu dem Film war allerdings „einfach furchtbar“. Im Jahr 1999 spielte sie in Doug Limans Film Go eine desillusionierte Supermarktangestellte. Go! ist ein Episodenfilm, der eine Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Das verbindende Element dabei ist ein Drogendeal, der harmlos beginnt, durch das Mitwirken von Undercovercops, verschiedenen Gangstern und die Unerfahrenheit der beteiligten Hauptfiguren jedoch außer Kontrolle gerät.

In Die WonderBoys (2000), nach dem gleichnamigen Roman von Michael Chabon, hatte Holmes nur einen kleine Rolle (sechseinhalb Minuten des Films war sie zu sehen). Sie spielt eine talentierte Studentin, die hinter ihrem Professor Grady Tripp (Michael Douglas) her ist. Im Film The Gift – Die dunkle Gabe (2000) spielte sie das genaue Gegenteil von Joey Potter, ein reiches Mädchen, das mit jedem ins Bett steigt. Angefangen von einem Frauen schlagenden Soziopathen (Keanu Reeves) über einen Staatsanwalt (Gary Cole) bis hin zu ihrem späteren Mörder (Greg Kinnear). Regie führte Sam Raimi, die Hauptdarstellerin war Cate Blanchett. In Abandon (2002), geschrieben von dem Oscargewinner Stephen Gaghan, war Holmes eine mörderische Collegestudentin mit dem Namen Katie. Dieser Film wurde in Deutschland nicht im Kino gezeigt, sondern ausschließlich bei Premiere ausgestrahlt.

Die Schauspielerin spielte die Geliebte eines windigen Geschäftsmannes, gespielt von Colin Farrell in Nicht auflegen! (2002) und eine Krankenschwester in The Singing Detective (2003) neben Robert Downey Jr. und Mel Gibson. Ihre nächste Hauptrolle war in Pieces of April – Ein Tag mit April Burns (2003), in dem sie als Punk-Mädchen, das zu Thanksgiving Besuch von ihrer biederen Familie bekommt, zu sehen war. In First Daughter – Date mit Hindernissen (2004) war sie die Tochter des Präsidenten. Weitere Hauptdarsteller waren Michael Keaton als ihr Vater und Marc Blucas als ihr Schwarm. Im Jahr 2005 spielte sie in Batman Begins Rachel Dawes, eine junge Staatsanwältin, die Batman bereits aus ihren gemeinsamen Kindertagen kennt. Für diese Rolle wurde sie als schlechteste Nebendarstellerin für die Goldene Himbeere nominiert. In der Fortsetzung The Dark Knight ist sie nicht mehr zu sehen. Im Jahr 2006 spielte sie in der Filmversion von Christopher Buckleys satirischer Geschichte Thank You for Smoking eine Reporterin, die einen Tabaklobbyisten, gespielt von Aaron Eckhart, verführt, um ihre eigene Karriere voranzutreiben.

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Source : Wikipedia