Texas

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Geschrieben von robby 16/03/2009 @ 14:12

Tags : texas, usa, nordamerika, ausland

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Texas

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Texas ist ein Bundesstaat im zentralen Süden der Vereinigten Staaten von Amerika. Texas hat den Beinamen „Lone Star State“ - Einsamer-Stern-Staat. Hintergrund des Beinamens: Texas ist neben Vermont der einzige US-Staat, der vor seiner Zugehörigkeit zu den USA eine unabhängige Republik war. Texas hat von allen US-Bundesstaaten nach Alaska die zweitgrößte Fläche und nach Kalifornien die zweitgrößte Bevölkerung. Mit seinen 254 Countys hat Texas die meisten Countys der USA.

Texas lässt sich in drei verschiedene Klimazonen unterteilen. Von der Küste aus, die fast ihrer ganzen Länge nach von Lagunen eingefasst ist, erstreckt sich 50 bis 100 km landeinwärts ein relativ flaches Gebiet, das zum Teil sehr fruchtbar und für den Anbau von Baumwolle, Zuckerrohr und stellenweise auch Reis vorzüglich geeignet ist. Dahinter erhebt sich ein wellenförmiges hügeliges Land, welches, bis 320 km breit, den ganzen Nordosten des Staats umfasst und großteils von Prärien bedeckt ist. Der nordwestliche Teil des Staatsgebiets ist Berg- und Hochland und besteht zum Teil aus einem 1.300 m hohen wüsten Sandsteinplateau (span. „llano estacado“, engl. „palisade plains“ ). Der Norden ist sehr fruchtbar und wird noch heute für die Viehzucht genutzt. Im gesamten Süden und Westen wurde bis Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts Erdöl gefördert. An Flüssen ist Texas reich, wenn auch die wenigsten während des gesamten Jahres schiffbar sind. Der Red River scheidet es von Oklahoma und Arkansas, der Sabine von Louisiana und der Rio Grande von Mexiko. Das Klima gilt im Vergleich zu den übrigen südlichen Staaten der USA als gesund.

Die größte Stadt Houston liegt im Südosten des Staates. Die zweitgrößte Stadt San Antonio liegt im Süden, Dallas, die drittgrößte Stadt, und Fort Worth liegen im Nordosten. El Paso liegt im äußersten Westen und Corpus Christi liegt im Südwesten.

Texas liegt im Süden der USA und grenzt im Norden an Oklahoma, im Nordosten an Arkansas, im Osten an Louisiana, im Südwesten an Mexiko und im Westen an New Mexico.

Der US-Bundesstaat Texas ist in 254 Countys unterteilt.

Texas hat 23.507.783 Einwohner (Stand: Schätzung des United States Census Bureau für den 1. Juli 2006), davon sind 69,8 % Weiße, 11,6 % Afroamerikaner, 3,3 % Asiaten, 0,5 % Indianer, 0,1 % Hawaiianer oder von anderen Pazifikinseln. 13,0 % gehören einer anderen Gruppe an, 1,8 % zwei oder mehr Gruppen. 35,7 % der Gesamtbevölkerung sind Hispanics.

Das Medianalter beträgt 33,1 Jahre (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: 36,4 Jahre). 49,8 % der Bevölkerung ist männlich und 50,2 % ist weiblich.

11,5 % der Einwohner sind deutscher Abstammung und stellen damit die größte Gruppe nach den Spaniern. Es folgen die Gruppen der Irisch- (8,3 %), Englisch- (7,7 %), Amerikanisch- (6,4 %) und Französischstämmigen (2,5 %).

Es gibt viele andere, vor allem protestantisch geprägte, Konfessionen.

Große Teile des Osten, des Nordens und des Zentrums Texas' werden von Weißen bewohnt, die protestantischen Kirchen angehören. Es handelt sich vor allem um Nachfahren von Einwanderern aus Großbritannien und Irland. Große Teile von Zentral- und Südost-Zentral-Texas werden von Weißen bewohnt, die deutsche Vorfahren haben. Afroamerikaner, die in der Vergangenheit ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, leben vor allem in den Teilen von Texas, wo vor dem Bürgerkrieg die Baumwollplantagen besonders verbreitet waren sowie in Dallas und Houston.

Die Geschichte von Texas beginnt bereits vor über 12.000 Jahren. In dieser Zeitperiode erreichten die ersten Indianer das Gebiet am Golf von Mexiko.

Im Jahre 1519 entstand durch den Spanier Alonso Álvarez de Pineda die erste kartografische Erfassung der texanischen Küste. Dies war auch der Beginn der spanischen Besitznahme des Territoriums. Neun Jahre später, im Jahre 1528 erlitt der Spanier Cabeza de Vaca an der Küste in der Gegend des heutigen Galveston Schiffbruch. Die kleine Gruppe Überlebender marschierte quer durch die Indianergebiete bis nach Mexiko-Stadt und sorgte später für die Verbreitung der Legende von den „Sieben Städten aus Gold“. Der spanische Abenteurer Coronado, angezogen durch die Geschichten über die sieben Städte, durchquerte den westlichen Teil von Texas und Teile des heutigen New Mexico bis hinauf nach Kansas. Obwohl er die goldenen Städte nicht fand, hielt sich das Gerücht trotzdem über die Jahrhunderte.

In der Folgezeit wurden viele Ortschaften und vor allem Missionen im heutigen Staatsgebiet von Texas gegründet. 1621 gründeten spanische Einwanderer, beziehungsweise spanische Mexikaner, die Stadt Corpus Christi de la Isleta.

Zu einem französischen Kolonisierungsversuch auf dem Territorium von Texas kam es 1685. Der Abenteurer René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle erreichte per Schiff die Matagorda Bay und gründete dort das Fort St. Louis. Die Ansiedlung litt jedoch stark unter Indianerangriffen, Krankheiten und dem Verlust wichtigen Materials durch Schiffbrüche. Bereits zwei Jahre später wurde La Salle von seinen eigenen Leuten ermordet, als er versuchte, Hilfe zu holen. St. Louis wurde daraufhin aufgegeben. Texas war wieder spanisch. In den Besiedelungen im Delta des Mississippi jedoch konnten sich die Franzosen behaupten.

1718 wurde die Mission San Antonio de Valero gegründet. Über 100 Jahre später wird diese Mission in die Geschichte eingehen als The Alamo.

1821 wurde Texas ein Teil des von Spanien unabhängig gewordenen Mexiko. Schon während des mexikanischen Unabhängigkeitskampfes sammelten sich hier viele Abenteurer aus den Vereinigten Staaten an. Nachdem der nordamerikanische Oberst Stephen F. Austin 1823 die Genehmigung der Zentralregierung Mexikos erhalten hatte, mit 300 Familien im Staatsgebiet von Texas zu siedeln, gründete er die Stadt San Felipe de Austín. Die Vereinbarung mit Austin war sehr einfach. Er musste seine US-amerikanische Staatsbürgerschaft gegen eine mexikanische eintauschen. Er unterstand somit der mexikanischen Gerichtsbarkeit. Immer mehr Siedler aus dem Norden erreichen den Golf von Mexiko. Es ist der Beginn der angloamerikanischen Kolonisation. Bis 1835 siedelten etwa 45.000 Menschen aus dem Norden in Texas.

Die Spannungen zwischen amerikanischen Siedlern auf der einen und den Mexikanern und der mexikanischen Regierung unter Präsident General Santa Anna auf der anderen Seite wurden immer heftiger als Mexiko die Sklaverei verbot. Besonders religiöse, kulturelle und politische Probleme schienen unüberbrückbar. Doch neue Gesetze und Verordnungen gewährten den Siedlern in Texas soviel Ausnahmen und Freiheiten, dass die Spannungen abnahmen und 1835 zuerst ein relativ ruhiges Jahr war. Landspekulanten aus den USA schürten jedoch das Misstrauen gegen Mexiko. Als Stephen F. Austin bei einem Besuch in Mexiko-Stadt inhaftiert wurde und sich auf Grund persönlicher Enttäuschung gegen einen Verbleib in Mexiko aussprach, sahen sie ihre Chance. Nach Austins Rückkehr erklärten sie in einer eilig einberufenen Versammlung die Loslösung Texas' von Mexiko. Santa Anna entsandte deswegen kurz darauf Truppen (ca. 5.000 Mann) nach Texas. Am 2. Oktober 1835 begann mit der Schlacht von Gonzales der Kampf um die Unabhängigkeit.

Am 2. März 1836 riefen die Texaner, im Vertrauen auf den Beistand der herrschenden Partei in den Vereinigten Staaten, welche eine Vermehrung der Sklavenstaaten wünschte, die unabhängige Republik Texas aus und ernannten den General Sam Houston, zum militärischen Oberbefehlshaber. Das mexikanische Heer unter Santa Anna besetzte im Zuge der Feindseligkeiten San Felipe de Austín, die Hauptstadt von Texas.

Am 6. März 1836 wurde die Missionsstadt Alamo von den Mexikanern nach dreizehntägiger Belagerung eingenommen. Dabei kamen alle Verteidiger (weniger als 190) ums Leben, unter ihnen waren auch Davy Crockett, James Bowie und William Travis.

Die mexikanischen Truppen (etwa 1.600 Soldaten) wurden am 21. April 1836 in der Schlacht von San Jacinto von den Texanern unter Sam Houston überraschend geschlagen, wobei der mexikanische Präsident General Santa Anna in Gefangenschaft geriet. Weitere Expeditionen der Mexikaner in den folgenden Jahren scheiterten ebenfalls.

Als unabhängige Republik wurde Texas von Frankreich und dem Vereinigten Königreich am 23. November 1839 beziehungsweise am 14. November 1841 anerkannt. Erster Präsident der unabhängigen Nation und Republik Texas wurde der General Sam Houston. Mit Unterbrechung war er es bis kurz vor dem Zusammenschluss mit den USA. Von 1856 – 1861 war Sam Houston Gouverneur des US-Bundesstaates. Stephen F. Austin wurde Außenminister seines Staates, starb aber bereits zwei Monate nach Amtsantritt an einem Lungenleiden.

In Texas selbst aber verlangte die Mehrheit den Anschluss an die Vereinigten Staaten. Das Land wurde darauf am 19. Februar 1845 von den USA annektiert, der US-Kongress billigte dies nachträglich am 1. März 1845. Die förmliche Aufnahme in den Staatenbund erfolgte am 29. Dezember 1845. Hierüber entbrannte 1846 der Mexikanisch-Amerikanische Krieg, der am 2. Februar 1848 mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo endete. Mexiko verzichtete auf seine Ansprüche auf Texas und das Gebiet zwischen Rio Grande und Nueces River, doch schlug die Regierung der USA durch Beschluss vom 7. September 1850 einen Teil dieses Gebiets New Mexico zu, das inzwischen als Territorium an die Union angegliedert worden war. Texas erhielt hierfür eine Entschädigung von 10 Millionen Dollar.

Im Sezessionskrieg gehörte Texas zu den Konföderierte Staaten von Amerika. Texas wurde als letzter Kriegsgegner am 15. Februar 1876 wieder ein Bundesstaat der Union.

Texas gilt heute in Europa als Hochburg des amerikanischen Konservatismus. Die Präsidenten George W. Bush und sein Vater George H. W. Bush machten in Texas Karriere. In den USA wird Texas zwar als durch und durch konservativ angesehen, aber Staaten wie Mississippi oder Alabama rangieren in der internen Ansicht noch deutlich vor Texas. Sowohl in den USA als auch in Europa fällt Texas durch die rigorose Anwendung der Todesstrafe auf. In keinem anderen Bundesstaat leben so viele Kinder ohne Krankenversicherung (14 %). Politisch ist Texas seit den 1970ern eine Hochburg der Republikaner. Nur Lyndon B. Johnson und Jimmy Carter konnten in Texas siegen. Danach aber gewannen die Republikaner in Texas stets mit deutlichem Vorsprung. Demokratische Hochburgen sind heute die Countys zwischen San Antonio und der mexikanischen Grenze sowie die Countys im Raum El Paso und Houston. Im Electoral College stellt Texas seit 2004 34 Wahlmänner. 2000 waren es noch 32. 1988 nur 29.

Texas ist ein Staat der USA, der die Todesstrafe anwendet.. Sie wird von den Strafgerichten bei entsprechender Schwere des Vergehens verhängt. Der Gouverneur von Texas kann im Gegensatz zu anderen Bundesstaaten die Häftlinge nicht in Eigenregie begnadigen. Eine Begnadigung durch den Gouverneur ist nur möglich, wenn der texanische Begnadigungsausschuss (Texas Board of Pardons and Paroles) eine Begnadigung empfiehlt. Liegt ein negativer Bescheid des Ausschusses vor, kann der Gouverneur lediglich die Hinrichtung um 30 Tage aufschieben. Bei der Zahl der Vollstreckungen nimmt Texas die Spitzenposition in den USA ein; seit 1976 wurden in Texas 400 Menschen hingerichtet, was einem Drittel aller Hinrichtungen in den USA entspricht. Wie bei den einfachen Gefängnisinsassen sind in Texas die farbigen Menschen, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil, auch unter den zum Tod Verurteilten und Hingerichteten bei weitem in der Überzahl.

In der texanischen Gesetzgebung findet die Sunset-Klausel Anwendung.

Körperliche Züchtigungen von Schülerinnen und Schülern durch das so genannte Paddle sind erlaubt. Texas zählt kontinuierlich zu den fünf US-Bundesstaaten, in denen die meisten Paddlings durchgeführt werden.

Das größte Kunstmuseum des Staates Texas ist das Museum of Fine Arts, Houston in Houston, das über eine Sammlung von 56.000 Objekten verfügt und zudem bedeutende Ausstellungen beheimatet.

Außerdem gibt es in Texas ein National Monument: Alibates Flint Quarries National Monument im Norden des Staates. Dabei handelt es sich um eine Fundstelle von Feuerstein, die Indianer und ihre Vorgänger-Kulturen zwischen 11.000 v. Chr. und ca. 1870 genutzt haben, um aus dem Material Werkzeuge und Waffen zu fertigen.

In Texas wird das meiste Öl der USA gefördert. Texas ist nach Kalifornien der zweitwichtigste Industrie- und Handelsstaat der USA. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) - der wichtigste Wohlstandsindikator - lag im Jahre 2006 bei USD 36.920 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 19).

Die wichtigsten staatlichen Universitäten sind in dem University of Texas System mit Hauptstandort in Austin, dem Texas A&M University System, dem Texas Tech University System, dem University of Houston System und dem Texas State University System zusammengefasst. Weitere staatliche Hochschulen sind die University of North Texas, die Midwestern State University, die Stephen F. Austin State University und die Texas Southern University. Die bekanntesten privaten Hochschulen sind die Rice University, die Southern Methodist University, die Baylor University sowie die Texas Christian University. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Texas verzeichnet.

Die erste Nationalflagge von Texas diente als „bürgerliche Flagge“ seit November 1835. Sie zeigte die Nationalfarben von Mexiko mit der Aufschrift „1824“ (Jahr der mexikanischen Verfassung). Bei der angeblichen Nationalflagge vom März 1836 - blau, mit weißem Stern und den kreisförmig angeordneten Buchstaben „T“,„E“,„X“,„A“,„S“ - handelt es sich um eine Fälschung.

Seit 1929 ist „Texas, our Texas“ Staatslied.

Seit 1901 ist die Lupinenart Bluebonnet (Lupinus texensis) Staatsblume von Texas.

Seit 1927 ist die Spottdrossel (Mockingbird) Staatsvogel.

Seit 1919 ist der Pekanbaum Staatsbaum. Seine Nüsse finden vielfältige Verwendung in der texanischen Küche.

Texas ist der einzige US-Bundesstaat, der durch den Abschluss eines Vertrages in die Union aufgenommen wurde. Daher ist es auch der einzige Bundesstaat, der das Recht zum beliebigen Wiederaustritt hat. Das veranlasste den Schriftsteller John Steinbeck, einen Verein mit Namen „Die Amerikanischen Freunde der Loslösung von Texas“ zu gründen.

Deutsche Einwanderer haben den US-Bundesstaat wesentlich mitgeprägt. Caroline Ernst war mit ihrer Familie die erste deutsche Siedlerin. Der schwärmerische Brief ihres Vaters nach Deutschland 1832 war einer der Auslöser für das deutsche Engagement in Texas. Die organisierte deutsche Einwanderung begann 1834 mit den „Dreißigern" und ist vor allem der „Gießener Auswanderungsgesellschaft" und dem „Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas“, auch bekannt als „Mainzer Adelsverein", zu verdanken. Nach der Märzrevolution von 1848 folgten noch einige der „Forty-Eighters". Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert waren etwa 100.000 Texaner deutschsprachig. Die meisten siedelten in Zentraltexas im sogenannten „Texas Hill Country", den „German Hills" im Bereich von Austin und San Antonio. Frühe Siedlungen waren die so genannten „Latin Settlements", gegründet von deutschen Intellektuellen. Vor allem der Einfluss des Ersten Weltkriegs führte allerdings zu einem rapiden Rückgang des deutschsprachigen Elements. Den Einfluss deutscher Einwanderer kann man heute an Ortsnamen wie New Braunfels (gegründet 1845 von Carl Prinz zu Solms-Braunfels) oder dem des Wasserparks „Schlitterbahn“ ablesen. In New Braunfels, etwa 65 km südlich der Hauptstadt Austin, wird alljährlich das „Wurstfest“ gefeiert. Im Ortsteil Gruene, gegründet 1872 von Henry D. Gruene, befindet sich die älteste erhaltene Dance Hall in Texas, die „Gruene Hall“. Sie ist noch heute ein historischer Ort von Live-Musik und Tanzveranstaltungen. Auch bei Fredericksburg (Friedrichsburg – gegründet 1846 und zu Ehren des ranghöchsten Mitgliedes des Adelsvereins, des Prinzen Friedrich von Preußen (1794-1863), benannt) ist eine deutsche Kolonie. Die Homepage der dortigen Handelskammer begrüßt Besucher noch heute mit „Willkommen“, die Speisekarten der Restaurants sind teilweise zweisprachig. Bekannt wurde hier auch die Ansiedlung Luckenbach, welche in einem Lied, interpretiert von Waylon Jennings und Willie Nelson mit dem Titel „Luckenbach, Texas“ erwähnt wurde. Das Lied brachte es immerhin zur Nummer 1 der US-Country-Charts. Etwa 10.000-20.000 ältere Texaner sind heute noch deutschsprachig.

Bundesdistrikt: Washington D. C.

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USS Texas (BB-35)

USS Texas im San Jacinto State Park (Okt. 2006)

Die USS Texas war ein Schlachtschiff der United States Navy. Sie war gemäß der damaligen Praxis als „capital ship“ nach einem US-Bundesstaat benannt. Ihr einziges Schwesterschiff war die USS New York (BB-34), sie gehörte der New-York-Klasse an.

Weil die Briten bei der Orion-Klasse das Hauptkaliber ihrer Schlachtschiffe von 30,5 cm auf 34,4 cm anhoben, beschloss die US Navy, dass die der Wyoming-Klasse (BB-32 und BB-33) folgende New-York-Klasse mit einem stärkeren Hauptkaliber ausgerüstet werden sollte. Da man die Engländer übertrumpfen wollte, wählte man das Kaliber 35,6 cm. Die Anzahl der Kanonen war zunächst mit 12 geplant worden, aber das hätte eine Steigerung der Größe auf 30.000 t zur Folge gehabt. Ebenso wären die Baukosten erheblich angestiegen. Also blieb man bei dem Aufstellungschema, das im Wesentlichen dem der Delaware-Klasse (BB-28 und BB-29) entsprach.

Die Baukosten beider Schiffe betrugen etwa 2,19 Millionen Dollar.

Im Januar 1918 wurde sie mit Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg zur britischen Grand Fleet detachiert. Von 1925 bis 1927 wurde sie in Norfolk umgebaut (Vergrößerung der Aufbauten, Entfernen der alten Gittermasten, Mittelartillerie ein Deck höher, Ersatz und Reduzierung der alten Kessel durch neue platzsparendere Modelle).

Im November 1942 war sie zur Unterstützung bei der alliierten Landung in Nordafrika dabei. Ab 6. Juni 1944 vor der Normandieküste zur Artillerieunterstützung der alliierten Truppen. Im August 1944 war sie wieder zur Artillerieunterstützung bei der Landung der Alliierten in Südfrankreich dabei. Ab Februar 1945 war sie bei den Landungen auf Iwo Jima und Okinawa dabei. Nach Kriegsende wurde sie 1948 dem Staat Texas übereignet und in San Jacinto als Museum hergerichtet.

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University of Texas at Austin

UT Tower und Littefield-Springbrunnen

The University of Texas at Austin, oft auch University of Texas, UT oder Texas verkürzt, ist die größte Universität von Texas und Hauptcampus des University of Texas Systems. Sie wurde 1883 gegründet und ist mit 50.201 Studenten die fünftgrößte Universität der USA (2008). Die UT Austin gehört zu den besten staatlichen Universitäten der USA, eine sogenannte Public Ivy. Weiterhin ist sie Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten.

Die Universität selbst besteht aus einem 1,4 km² großen Campus in urbaner Lage, sowie diverser Nebenstellen, wie z. B. dem J. J. Pickle Research Campus. Des weiteren ist die UT Austin ein herausragendes Zentrum für akademische Forschung mit einem jährlichem Drittmitteletat von über USD 400 Millionen .

Zahlreiche europäische Schriftsteller hatten Gastdozenturen in Austin inne, so z. B. Lars Gustafsson, Peter Rühmkorf u. v. a. m.

In ihren umstrittenen Hochschulrankings listete The Times Higher Education Supplement die Universität 2005 auf Platz 26, im Vorjahr, 2004, auf Platz 15, fiel jedoch im Jahr 2007 auf Platz 51 zurück.

Die Sportteams der UT Austin sind die Longhorns. Die Hochschule ist Mitglied der Big 12 Conference.

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Austin (Texas)

Austin (Texas)

Austin ist die Hauptstadt und die viertgrößte Stadt des US-Bundesstaates Texas. Sie liegt am Colorado River und gilt, für texanische Verhältnisse, als ungewöhnlich liberal und alternativ. Der überall präsente Slogan "Keep Austin Weird" (Austin soll ungewöhnlich bleiben) gilt als besonders treffendes Motto für die studentisch geprägte Atmosphäre der Stadt.

1835 wurde die Stadt unter dem Namen Waterloo () gegründet, 1838 jedoch zu Ehren von Stephen F. Austin, dem Gründer der damals unabhängigen Republik Texas, umbenannt. Seit 1839 ist Austin Hauptstadt von Texas.

Große Arbeitgeber der Stadt sind Dell Computer, Freescale Semiconductor (eine Ausgründung von Motorola), IBM, Wincor Nixdorf, National Instruments, Hewlett-Packard und Applied Materials. Wegen dieser Häufung wird Austin, in Anlehnung an das Silicon Valley und in Anspielung auf die hügelige Landschaft, Silicon Hills genannt.

Bekannt ist vor allem die Universität von Texas. Sie ist mit rund 50.000 Studenten auf dem Campus eine der größten Universitäten der Vereinigten Staaten und unter den besten öffentlichen Schulen des Landes. Daneben sind in Austin noch etliche kleinere Privatuniversitäten angesiedelt, darunter Concordia University und Saint Edward's, beides christliche Colleges.

Die Tageszeitung für Austin ist der Austin-American Statesman. Außerdem wird auf dem Campus der University of Texas die Studentenzeitung The Daily Texan herausgegeben. Das lokale Veranstaltungsmagazin ist der wöchentlich erscheinende Austin Chronicle. Hier werden auch öffentliche Projekte durchaus kritisch beleuchtet. Der lokale Radiosender KGSR bietet lokale Nachrichten aus Politik, Gesellschaft und vor allem einen Auszug aus dem heimischen Musikangebot. Nationale und internationale Nachrichten sendet KUT, der lokale Sender des National Public Radio-Netzwerkes.

Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten gehört im Sommer ein Besuch von Barton Springs, ein Freibad, das aus einer natürlichen Quelle gespeist wird. In der Innenstadt ist die Sixth Street (6. Straße) wegen ihrer zahlreichen (Musik-)Kneipen einer der Hauptanziehungspunkte für jüngere Leute. die "Fourth Street" (4. Straße) bietet eher Unterhaltung für die etwas Älteren. Alle genannten Orte liegen so nahe beieinander, dass man alles zu Fuß erreichen kann - eine Besonderheit für eine amerikanische Stadt.

Größte Attraktion in Austin ist ein Naturschauspiel, das sich jeden Abend in den Sommermonaten an der Congress Bridge abspielt: Ca 1,5 Mio Fledermäuse ziehen zur gemeinsamen Insektenjagd aus und verdunkeln den Himmel. Die Kolonie ist die größte urbane Fledermauspopulation der Welt, tausende Zuschauer genießen den Anblick täglich.

Mehrere Seen in der näheren Umgebung bieten Bademöglichkeiten und Möglichkeiten für Wassersport. Direkt in der Stadt ist dies der Town Lake, langgestreckt direkt an der Innenstadt. Der Lake Austin ist deutlich größer. In der Nähe der Staumauer am Lake Austin Blvd ist das "Oyster Landing". Hier gibt es verschiedene Speiselokale und Cafés.

Am Abend öffnen die unzähligen Musik-Bars. Traditionell wird Blues-Rock und Country von den vielen einheimischen als auch mehr oder weniger weltbekannten Stars geboten. Lange Jahre war das "Armadillo" eine für die USA wichtige Besucherstätte für Musikveranstaltungen. Jetzt befindet sich auf dem Gelände ein Parkplatz. Die selbsternannte "Live Music Capital of the World" (Welt-Hauptstadt der Live-Musik) behauptet von sich, dass dort mehr Live-Bands zu sehen sind als beispielsweise in Nashville, Memphis, Los Angeles, Las Vegas oder New York. Demzufolge ist eines der wichtigsten Veranstaltungen, die jährlich in Austin stattfinden das "South by Southwest (SXSW)-Festival" im März.

Bei Kinogängern äußerst beliebt sind die auf mehrere Standorte verteilten "Alamo Drafthouse Cinemas", in denen hauptsächlich anspruchsvollere Filme gezeigt werden und die häufig besondere Themenabende anbieten. Quentin Tarantino und Richard Linklater sind hier, wohl auf Grund der besonderen Atmosphäre, Stammgäste und halten hier ein alle zwei Jahre stattfindendes Filmfestival ab.

Entgegen landläufiger Meinung ist Texas nicht überall trocken. Der östliche Teil ist sogar recht grün und feucht, und die Umgebung von Austin ist durch viele Flüsse und Seen sowie eine beinahe das ganze Jahr über grüne Landschaft geprägt. In der Freizeit betätigt man sich dementsprechend mit Schwimmen, Wassersport, Kanufahren, oder „Tubing“ (sich auf aufgepumpten Autoreifen einen Fluss hinuntertreiben lassen). Da der Sommer lang und die Temperaturen hoch sind, kann man das fast das ganze Jahr über machen.

Die Landschaft östlich von Austin ist relativ flach, während das westliche Umland treffend Hill Country genannt wird. Die rund 100 Meter hohen Hügel dieser Gegend, überwiegend mit grünen niedrigen Bäumen bewachsen, sind nur sehr dünn besiedelt, und gelten als eines der schönsten Gebiete in Texas. Im Herzen des Hill Country, rund 160 km westlich von Austin, befindet sich Enchanted Rock, ein aus der Landschaft herausragender 150 Meter hoher, halbrunder Granitfels, und beliebtes Ausflugsziel.

In der Umgebung finden sich auch viel Orte, deren Namen auf deutsche Gründung hinweisen, z.B. New Braunfels oder Fredericksburg. Hält man in den kleineren Orten der Umgebung an, so kommt man mit den Leuten schnell ins Gespräch und man erfährt oft, dass deren Vorfahren tatsächlich aus Deutschland kommen.

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Source : Wikipedia