Telenovela

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Geschrieben von daneel 18/04/2009 @ 02:09

Tags : telenovela, fernsehen, kultur

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Telenovela

Die Telenovela (spanisch telenovela , Fernsehroman) – in portugiesischer Sprache Novela, vereinzelt auch Teleseria) ist eine spezielle Form der Fernsehserie, welche aus Lateinamerika stammt. Seit den 1980er Jahren werden Telenovelas auch in anderen Regionen der Welt produziert – vor allem in Osteuropa, auf dem Balkan, in Nordafrika, China und den USA.

Im deutschen Sprachgebrauch ersetzt das Wort Telenovela zunehmend das Wort Seifenoper, obwohl es sich ursprünglich um unterschiedliche Genres gehandelt hat.

Telenovelas haben ihren Ursprung im vorrevolutionären Kuba. Dort hörten – schon vor dem Aufkommen des Radios – Arbeiterinnen in den Zigarren-Manufakturen während der Arbeit vorgelesene Fortsetzungsromane, die sich aus den Unterbrechungen von Arbeitstag zu Arbeitstag ergaben. Die Tradition hat sich bis heute erhalten. 1930 übertrug man in Kuba zum ersten Mal eine Radionovela und arbeitete Romane in Hörspiele um.

Im 19. Jahrhundert waren Fortsetzungsromane auch in Europa bekannt und populär. Werke von Alexandre Dumas (Die drei Musketiere) und Charles Dickens (Oliver Twist) erschienen ursprünglich in Zeitungen und Zeitschriften. Für jede neue Ausgabe entstand eine Fortsetzung. Begeisterten die Geschichten die Leser, konnte der Autor länger am Roman schreiben und mehr verdienen.

In den 1950er Jahren entdeckte Lateinamerika den Fortsetzungsroman für das Fernsehen. Die erste Telenovela stammt aus dem Jahr 1950. Sua vida me pertence war eine brasilianisch-kubanisch-mexikanische Co-Produktion und wurde zweimal wöchentlich ausgestrahlt. Senderos de amor (Kuba, 1951) und Ángeles de la calle (Mexiko, 1951) folgten und wurden einmal wöchentlich gezeigt. Senda prohibida, aus den Jahren 1957/58, von der Drehbuchautorin Fernanda Villeli war die erste Telenovela die täglich gezeigt wurde. Die erste Telenovela, die einem breiteren, internationalen Publikum vorgestellt wurde, war Simplemente María (Peru, 1969).

Die erfolgreichsten Telenovela-Produktionen stammten und stammen aus Mexiko und Brasilien, wo sie zu den besten Sendezeiten laufen. In etwas geringerem Umfang sind Telenovelas auch in Argentinien, Venezuela (z. B. die auch in Deutschland gezeigte Telenovela Morena Clara), Chile und Kolumbien beliebt.

Die Telenovelas wurden zunächst nach Spanien, Portugal und Italien portiert, dann in die GUS-Staaten, die Republiken des ehemaligen Jugoslawien, Nordafrika und China. Lateinamerikanische Telenovelas, aus den Produktionsstätten Televisa (Mexiko) und Rede Globo (Brasilien), sind weltweit stärker verbreitet als US-amerikanische, australische und britische Seifenopern zusammen. Nicht selten laufen pro Kanal bis zu sechs verschiedene Telenovelas.

Die erfolgreichste Telenovela aller Zeiten, die in insgesamt 95 Länder exportierte Die Sklavin Isaura (Rede Globo, Brasilien), war auch die erste Fernsehsendung mit einer ausländischen Schauspielerin im chinesischen Fernsehen: 450 Millionen Chinesen verfolgten die Leiden der weißen Sklavin. Für die Hauptrolle erhielt Lucélia Santos, seither ein bekannter westlicher Star, dort den Goldenen Adler. In Polen ist Niewolnica Isaura die quotenstärkste Sendung, die je im Fernsehen lief. Im Durchschnitt kam die Telenovela auf eine Einschaltquote von 81 %, in Bestzeiten sogar 92 %.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs strahlte das russische Fernsehen die mexikanische Telenovela Los ricos también lloran aus. Die Serie erreichte 100 Millionen Zuschauer.

Die venezolanische Telenovela Kassandra gelangte ins Guinness-Buch der Rekorde – als meistexportierte spanischsprachige Produktion aller Zeiten. Kassandra lief in 128 Ländern, war die erste Telenovela, die in Japan ausgestrahlt wurde und machte die Schauspielerin Coraima Torres weltberühmt.

1986 fiel in Mexiko wegen Überlastung landesweit der Strom aus, während das letzte Kapitel der Telenovela Cuna de Lobos lief. Ein ähnlicher Fall hatte sich 2007, während der Ausstrahlung des letzten Kapitels von Paraiso Tropical, in Brasilien ereignet.

In Deutschland gab es bereits in den 1980er Jahren vereinzelt oft deutlich gekürzte lateinamerikanische Telenovelas zu sehen. Die Sklavin Isaura schnitt man von 100 auf 40 Kapitel zusammen.

Klassisch erzählt die Telenovela aus der Perspektive der meist weiblichen Hauptfigur (Protagonista). Allerdings werden auch Telenovelas mit männlichen und jugendlichen Hauptfiguren – und Themen, die das gesamte Publikum ansprechen – produziert.

Bei Telenovelas wird normalerweise – ähnlich den US-amerikanischen Seifenopern – täglich ein Kapitel ausgestrahlt. Auch wird stets das Konzept des Cliffhangers verwendet: ein Kapitel endet mit einem dramatischen Ereignis, der Ausgang bleibt zunächst offen. Das soll motivieren, am folgenden Tag wieder einzuschalten. Anders als Seifenopern haben Telenovelas einen klar definierten Anfang und ein vorher festgelegtes Ende: normalerweise dauern sie mindestens vier Monate bis maximal ein Jahr (80–250 Kapitel). Das hängt jedoch vom Plot ab; dadurch gibt es Telenovelas, die weniger bzw. mehr Kapitel haben.

Telenovelas sind auf einem großen Handlungsbogen angelegt. Die Nebenfiguren verknüpfen sich auf die eine oder andere Art stets mit einer der Hauptfiguren – somit auch die Nebenhandlung mit der Haupthandlung. Dies ermöglicht den sogenannten Multiplot, das heißt mehrere Handlungsstränge können parallel erzählt werden. Die Hauptakteure bleiben hierbei leicht im Vordergrund. Da die einzelnen Figuren so manches Geheimnis nicht kennen, gibt es genügend Raum für Spannung, Dramatik, Tränen und glückliche Momente.

Eine Seifenoper verfolgt viele voneinander völlig unabhängige Handlungen gleichberechtigt auf unbegrenzte Zeit. Aufgrund des nie endenden Plots wechselt die Besetzung ständig. Seifenopern spinnen sich endlos von einem Handlungsbogen zum nächsten. Einzig sinkende Zuschauerzahlen können die Handlung einer Seifenoper beenden. In diesem Fall wird meist, aus Kostengründen, auf ein abgerundetes Ende verzichtet (z. B. Das Imperium – Die Colbys, Models Inc., Central Park West, Das Karussell der Puppen).

Bei den meisten anderen Fernsehserien dagegen stellt jede Episode eine neue Handlung dar. Es gibt kaum Cliffhanger und die einzelnen Episoden sind in sich abgeschlossen (z. B. Unsere kleine Farm).

Für Telenovelas ist der stark hervorgehobene Melos im Drama charakteristisch. Neben dem Gesprochenen untermalt entsprechende Mimik (stumme Begleitmusik) dramatische Situationen. Tiefe Emotionen, die Mimik nicht ausdrücken kann, werden durch Musik unterstrichen. Besonders die Gedanken der Figuren – meist die der weiblichen Hauptfigur – werden in einem sogenannten Voice-over gesprochen. Das Stilmittel soll die Genreverwandtschaft zu einer geschriebenen Romanerzählung ausdrücken.

Die Telenovela greift gern zu Märchenmotiven. Besonders beliebt sind Schneewittchen- (die böse Stief- oder Schwiegermutter macht dem guten Mädchen das Leben schwer) und Aschenputtelvarianten (das arme Mädchen sucht sein Glück bei einem begüterten Mann). Gleichermaßen werden auch Telenovelas zu aktuellen, zeitkritischen Thematiken gedreht, die die emanzipierte Karrierefrau zeigen. Gerne zeigt man auch, wie sich Arbeiterklasse und sogenannte gehobene Gesellschaft unterscheiden. Oder auch Rassenkonflikte, wie zum Beispiel in der Telenovela Gitanas, in der es um Zigeunerinnen geht. Die Telenovela O clone handelt von der Liebe zwischen der Muslimin Jade und dem Christen Lucas; Drogenmissbrauch und Klonen sind ebenfalls Bestandteile der Handlung. Mit Okkultismus setzen sich die Charaktere in La Chacala auseinander. In den Telenovelas Lacos de familia und De cuerpo y alma, stehen jeweils eine leukämie- und eine herzkranke junge Frau im Mittelpunkt. Während die Heldin in Abrázame muy fuerte oder Esmeralda blind ist, befasst sich Cristal mit Brustkrebs. In Yo soy Betty, la fea schaltet sogar eine unattraktive, aber kluge Frau ihre verführerische Konkurrenz aus. In Los hijos de nadie stehen Straßenkinder im Mittelpunkt. Die Telenovela Nada personal thematisierte auch die hohe Kriminalität in Mexiko. Das Finale von Machos – la brutal pasión de siete hermanos aus Chile, mit Männern in den Hauptrollen, verfolgten über 60 % aller Fernsehzuschauer, auf dem Sender Canal 13. Auch die argentinische Telenovela Rebelde Way mit Jugendlichen als Hauptakteuren war erfolgreich.

Im Regelfall gibt es ein Happy-End.

Telenovelas werden auf zweierlei Art produziert: Die erste führte der Mexikaner Valentin Pimstein ein. Er arbeitet mit offenen Drehbüchern. Man dreht vorerst 30 bis 50 Folgen und während sie ausgestrahlt werden, finden Umfragen bei den Zuschauern statt. So können die Autoren auch nach deren Wünschen neue Figuren und zusätzliche Verwicklungen herbeirufen. Die zweite stammt ebenfalls von einem Mexikaner – Ernesto Alonso. Die Telenovela wird vollständig abgeschlossen. Bei großer Publikumsresonanz kann man nachträglich im Mittelteil Kapitel ergänzen. So wurde die Telenovela Salomé von den ursprünglichen 150 Kapiteln auf 180 aufgestockt. Produktionen mit wenig Erfolg lassen sich kürzen, um attraktive Sendeplätze nicht zu blockieren.

Im Unterschied zu deutschen Telenovela- und Seifenoper-Produktionen wenden die lateinamerikanischen Telenovela-Produktionsfirmen oft hohe Summen für Kulissen, Kostüme, Make-up und Styling auf. Gleichermaßen machen sie öfter Außenaufnahmen und achten auf schöne Landschaftsaufnahmen. Man setzt auf bekannte und angesehene Schauspieler statt auf anonyme Newcomer. Fernando Colugna, Victoria Ruffo, César Évora, Helena Rojo, Thalía, Gabriela Spanic und Lucélia Santos sind nur einige von ihnen. Bei Seifenopern wäre eine solche Produktion auf Dauer zu teuer.

Da Telenovelas ein rasches Tempo einhalten müssen, arbeiten sie mit anderen Produktionsmethoden als gewöhnliche Serien. Studios mit besonders hoher Produktion setzen Souffleure ein. Die Schauspielerinnen und Schauspieler haben ein kleines Hörgerät im Ohr, das ihnen den Text und die dazugehörige Mimik und Gestik zuflüstert. Das erspart den Akteuren das Lernen von Text und häufiges Wiederholen misslungener Szenen. Im anderen Ohr befindet sich das Mikrophon. Das beugt zeitaufwendigen Synchronisationen bei Problemen mit der Tonaufnahme vor. Im Durchschnitt muss bei einer lateinamerikanischen Telenovela 43–50 Minuten sendefähiges Material pro Drehtag produziert werden. Bei einer deutschen Seifenoper wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten sind es nur 25 Minuten, die man pro Drehtag erreichen muss. Für übliche, einmal wöchentlich ausgestrahlte Fernsehserien, wie zum Beispiel In aller Freundschaft, rechnet man wiederum im Durchschnitt mit einer Woche Drehzeit pro Episode (10–12 Minuten pro Drehtag).

Es wird meistens mit Autorenteams oder mit vielen einzelnen Drehbuchschreibern gearbeitet. In der Regel gibt ein Autor die grundlegende Handlungslinie vor, während die anderen Schreiber die verschiedenen Vorgaben von Kapitel zu Kapitel einarbeiten. Kleinere Studios arbeiten auch nach der konventionellen Methode und lassen sich das Drehbuch von einem einzelnen Autor anfertigen. Nicht selten haben auch renommierte brasilianische Schriftsteller wie Jorge Amado an Drehbüchern mitgewirkt.

Mehrere Regisseure kommen ebenfalls zum Einsatz. So kann parallel an mehreren Sets gedreht werden, was zusätzlich Zeit einspart.

Manche Telenovelas werden sogar bandlos auf Wechselfestplatte gedreht. Das unterstützt die hohe Produktionsgeschwindigkeit und erspart die üblichen Wartezeiten durch Digitalisieren oder Einspielen in der Produktion. Der gelegentlich erwünschte „Romantiklook“ wird im selben Arbeitsschritt mittels Avid-Plug-ins über das gefilmte Material gelegt. In Deutschland setzte man diese Techniken bei der Telenovela Sturm der Liebe ein.

Televisa (Mexiko), die neben Rede Globo (Brasilien) führende Produktionsfirma, produziert jährlich zwischen 12 und 16 Telenovelas. Sie exportiert rund 80 % ihrer Produktionen.

Kurz vor Beginn einer neuen Telenovela ist in lateinamerikanischen Ländern eine umfangreiche Werbekampagne üblich: so werden Trailer in den Werbeblöcken der laufenden Telenovelas gezeigt und Werbung in verschiedenen Printmedien wie Zeitschriften gebucht. Viele Plakatwände weisen auf die kommende Produktion hin. Oft animieren Fragen auf den Plakatwänden die Zuschauer, z. B. „Was steht zwischen … und …?“, „Weshalb ist … zurückgekehrt?“, „Was hat … vor?“, „An wen denkt …?“, „Wovon träumt …?“. Die meisten Länder übernahmen diese erfolgreiche Strategie.

Eine wichtige Rolle spielt das Titellied. Die Melodie soll eingängig und mit hohem Wiedererkennungeffekt sein. Viele Titelmelodien von Telenovelas konnten hohe Positionen in den Charts sichern. Stellvertretend für alle seien hier Mi destino eres tú (gleichnamige Telenovela) der Sängerin und Schauspielerin Lucero, Hoy (aus Amar otra vez) von Gloria Estefan oder Nunca te olvidaré (gleichnamige Telenovela) von Enrique Iglesias erwähnt: lange Zeit die Nr. 1 der Charts in den Lateinamerikanischen Ländern. Für die Telenovela Amar otra vez wurden drei verschiedene Versionen des Vorspanns gedreht. Zwei für den Export bestimmte Versionen sang Gloria Estefan, und die für Mexiko bestimmte Fassung sang Enrique Iglesias. In den Telenovelas Rebelde Way und Rebelde spielten die Darsteller die Bands ERREWAY und RBD. Sie konnten später unter diesen Namen große Karrieren starten. Die brasilianische Telenovela O Clone setzte Lieder von Shakira, Andrea Bocelli, Ajda Pekkan, Sting, Elton John, Sarah Brightman, Lara Fabian und vielen anderen internationalen Stars ein. Natacha Atlas trat in selbiger Telenovela in einer kleinen Gastrolle auf. Die australische Gruppe Dead Can Dance lieferte mit dem Stück Nierika das Intro zu La Chacala. Für La madrastra sangen Laura Pausini („Viveme“) und Reyli Barba („Amor del bueno“) zwei verschiedene Intros ein. Tiziano Ferros Alucinado wurde die Erkennungsmelodie von La invasora.

In Ländern, in denen Telenovelas beliebt sind, beschäftigen sich Zeitschriften und Magazine mit dem Serienformat. Führend auf dem Gebiet ist das mexikanische Magazin TVyNovelas von der Produktionsfirma Televisa – seit 1979 verkauft und in vielen Ländern als lizenzierte Ausgabe angeboten. Es gibt auch einige unabhängige Magazine, wie z. B. TV Novele – in Serbien produziert und im gesamten ehemaligen Jugoslawien publiziert. Geboten werden Hintergrundberichte, Vorschauen auf kommende Kapitel und Produktionen, Poster und Interviews mit den Darstellern. Auf dem Weg erfuhren auch in Lateinamerika, der Urheimat der Telenovela, die Fans vom Erfolg der ersten deutschen Telenovela Bianca – Wege zum Glück.

Die mexikanische Produktionsfirma Televisa hat mittlerweile viele Telenovelas, aus der Hauseigenen Produktion, auf DVD veröffentlicht. Meistens stehen optional englische Untertitel zur Verfügung. In vielen Ländern werden auch lizenzierte DVDs in synchronisierter Fassung bzw. in Landessprache untertitelter Fassung verkauft. Die allseits beliebten Soundtracks, mit der Musik aus den Latinonovelas, sind ebenfalls im Angebot.

Zu deutschen Telenovelas gibt es zu fast jeder Telenovela ein separates Fanmagazin, Romane, Soundtracks und DVDs.

Die von dem mexikanischen Magazin TVyNovelas seit 1981 jährlich veranstaltete Gala Premios TVyNovelas, kürt unter anderem die beste Telenovela, die beste Hauptdarstellerin, den besten Hauptdarsteller, das beste Titellied, das beste Drehbuch und vieles mehr. Eine ähnliche Veranstaltung, bei welcher derzeit in dreizehn Kategorien Preise vergeben werden, wird vom brasilianischen Magazin Contigo! organisiert. In Lateinamerika hat diese Gala einen ähnlichen Status wie die Oscarverleihung.

Seit 2003 findet jährlich der sogenannte Telenovelagipfel (Cumbre Mundial de la Industria de la Telenovela y la Fición) statt. Hier werden internationale Telenovelaproduktionen vorgestellt, auch Preise werden verliehen. Die größte und erfolgreichste Telenovelaproduktionsstätte Televisa aus Mexiko, nahm erst bei der dritten Veranstaltung teil.

Die Telenovela Simplemente Maria, aus dem Jahre 1967, wurde weitere fünf Male verfilmt; in Peru (1969), Brasilien (1970), Venezuela (1972), Argentinien (1979) und Mexiko (1989). Die letztere Fassung aus Mexiko stieß in Russland auf besonders große Akzeptanz und machte Victoria Ruffo, welche Maria spielte, sehr beliebt.

Die von 1999–2001 in Kolumbien gedrehte Telenovela Yo soy Betty, la fea wurde ein solcher Erfolg, dass sie die Nachfolgetelenovela Eco Moda erhielt. Mehrnoch, das Drehbuch wurde in Russland (Ne rodis krasivoy), den Niederlanden (Lotte), Mexiko (La fea más bella und El amor no es como lo pintan), Indien (Jassi Jaissi Koi Nahin), Deutschland (Verliebt in Berlin), Griechenland (Maria, i Aschimi), Israel (Esti Ha'mechoeret), Spanien (Yo soy Bea), Serbien und Kroatien in Co-Produktion (Ne daj se, Nina), Tschechien (Ošklivka Katka), der Türkei (Sensiz Olmuyor), Belgien (Sara), Polen (Brzydula), Vietnam (Cô Gái Xấu Xí), den Philippinen (I ♥ Betty la fea) und den USA (Ugly Betty) übernommen. Eine chinesische Fassung ist in Arbeit (Chou Nu Wu Di). Andere Produktionen bedienten sich an Motiven der Rahmenhandlung wie z.B. Mi gorda bella (Mexiko), La mujer en el espejo (Mexiko), Dame chocolate (Mexiko), Patido fea (Argentinien) und Tudo por amor (Portugal).

In LaLola aus Argentinien (2007) verwandelt sich der Hauptdarsteller, ein archetypischer Macho, über Nacht in eine Frau. Mittlerweile wurde diese Telenovela in Chile (Lola), Belgien (LouisLouise), China, Spanien und der Türkei unter dem Namen Lola verfilmt.

Von der Telenovela Esmeralda wurden vier Versionen verfilmt. Zwei in Mexiko (1972/1997), eine in Venezuela (1984) und eine in Brasilien (2004). Die mexikanische Fassung von 1997 wurde 1998 als „beste Telenovela des Jahres 1997“ bei der Gala des Magazins TVyNovelas preisgekrönt.

Seit 2004 wird eine neue Fassung von der einst sehr erfolgreichen Novela Die Sklavin Isaura in Brasilien gedreht.

Yolanda Vargas Dulché's Erfolgsgeschichte Rubi wurde erstmals 1968 als Telenovela in 53 Kapiteln verfilmt. 1970 folgte der Spielfilm Rubi, der dieselbe Geschichte als Grundlage hatte. 2004 erhielt die Neuverfilmung der Telenovela Rubi, mit 115 Kapiteln, den Preis als „beste Telenovela 2004“ von dem Magazin TVyNovelas verliehen.

Im Jahre 2005 wurde eine mexikanische Neufassung der von Delia Fiallo geschriebenen Telenovela Kassandra mit dem Titel Peregrina, gedreht. Fiallo war auch Autorin anderer erfolgreicher und preisgekrönter Projekte wie Guandalupe, Luz Maria, Esmeralda, Milagros, Soledad, Rosalinda und vieler weiterer.

Es gab diverse Ableger der argentinischen Telenovela Rebelde Way. Die mexikanische Version unter dem Namen Rebelde, konnte den Erfolg des Originals sogar übertreffen.

Der Erfolg der importierten Telenovelas veranlasste viele Länder, eigene Produktionen zu wagen.

So wurde zum Beispiel in Serbien 2004/2005 die Telenovela Jelena, von Power House Entertainment, produziert. Die Telenovela basiert auf einem eigens für diese Produktion geschriebenen Drehbuch, des Mexikaners Joaquín Guerrero Casarola y Gómez. Zur besseren Vermarktung wurde das erste Kapitel von Jelena, am 18. Oktober 2004, sogar auf dem Belgrader „Trg Republike“ mit einem Videobeamer auf eine Leinwand projiziert. Schon kurz nach Beendigung der Dreharbeiten wurde die Telenovela in 12 Länder exportiert (darunter Mexiko). Jelena erhielt am 1. und 2. Oktober 2004 beim „Zweiten internationalen Telenovelagipfel“ in Barcelona einen Preis für „das beste Drehbuch“ (noch vor Reich und schön). Am 1. Oktober 2007 begann der Sender RTV Pink, die neue serbische Telenovela Ljubav i mržnja auszustrahlen. Nachdem der Kroate Roman Majetić mit den Telenovelas seiner AVA Television produktion in Serbien sehr hohe Einschaltquoten erzielen konnte, eröffnete er 2007 in Belgrad die Niederlassung AVA film. Sein erstes Projekt in Serbien ist die Telenovela Zaustavi vreme. Die Telenovela wird in Belgrad gefilmt und beginnt im Herbst 2008 mit der Ausstrahlung.

Im Nachbarland Kroatien produzierte AVA Television production die Telenovela Villa Maria (2004/2005) und auch sie holten sich Verstärkung aus Mexiko; von der Regisseurin Alicia Carvajal. Ljubav u zaleđu (2005/2006), Obični ljudi (2006/2007) und Ponos Ratkajevih (2007/2008) sind die Titel der folgenden kroatischen Telenovelaproduktionen aus dem Hause AVA. Um sie auf dem benachbarten serbischen Markt besser platzieren zu können, engagierte AVA neben kroatischen auch serbische Schauspieler. In den ersten beiden Telenovelas hatten auch mexikanische Stars Gastauftritte. So spielten Omar Germenos und Gloria Peralta in Villa Maria und Juan Pablo Medina sowie Paola Toyos in Ljubav u zaleđu mit. Beim „Zweiten internationalen Telenovelagipfel“ in Barcelona erhielt die Produktionsfirma AVA Television production zwei Auszeichnungen für die Telenovela Villa Maria. Die Preise galten der Regie und der Produktion. Die Telenovela aus dem Hause AVA Television production, für die Saison 2008/2009 heißt Zakon ljubavi und wird ab Herbst 2008 auf Nova TV ausgestrahlt werden. Nachdem AVA die Zusammenarbeit mit dem kroatischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen HRT abbrach, beauftragte HRT die Produktionsfirma Ring Multimedia eine neue Telenovela für das tägliche Abendprogramm zu entwerfen. Das ist das erste Mal, dass sich eine andere Produktionsfirma in Kroatien an dieses Fernsehformat heranwagt. Die Telenovela trägt den Titel Sve će biti dobro und wird im Herbst 2008 auf Sendung gehen.

Die erste russische Telenovela Bednaya Nastya wurde 2003/2004, in Zusammenarbeit von AMEDIA, Russian World Studios und Sony Pictures, gedreht. Die Telenovela, die im 19. Jahrhundert spielt, stieß auch außerhalb der Grenzen der einstigen UdSSR auf positive Resonanz. In China konnte die in 127 Kapitel erzählte dramatische Geschichte der Fürstin Anastasia hohe Einschaltquoten sichern. Selbst in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde das russische Erstlingswerk, auf dem Kanal EDTV Dubai, ausgestrahlt. Aufgrund der positiven Zuschauerreaktionen, folgten weitere russische Telenovela-Produktionen. Seit 2006 wird eine Fortsetzung von Bednaya Nastya gedreht, diesmal unter alleiniger Produktion von AMEDIA.

In Italien wurden, 1999 mit Vivere und 2001 mit Ceto Vetrine, zwei international erfolgreiche Telenovelas produziert.

Seit November 2004, als die deutsche Produktionsfirmen Grundy UFA in Zusammenarbeit mit teamWorx Bianca – Wege zum Glück, die erste Telenovela in Deutschland, auf den Markt brachte, tritt das hierzulande bislang wenig bekannte Serienformat immer häufiger im deutschsprachigen Fernsehen auf. Ihr Erfolg führte zu einer weiteren Nachfolge-Telenovela, Wege zum Glück (vormals Julia – Wege zum Glück). Wenig später nach Bianca – Wege zum Glück startete mit Verliebt in Berlin die zweite deutsche Telenovela, ebenfalls von Grundy UFA (in Zusammenarbeit mit Phoenix Film) produziert. Die Geschichte um Lisa Plenske wurde mehrfach verlängert, auf insgesamt 645 Kapitel statt der ursprünglich geplanten 225. Verliebt in Berlin und Sturm der Liebe sowie auch Wege zum Glück wurden nach Ende der Handlung, mit neuen Protagonisten und neuem Plot, fortgesetzt. Verliebt in Berlin und Sturm der Liebe konnten außerdem exportiert werden.

Die von deutschen Produktionsfirmen gedrehten Telenovelas verlieren aber immer mehr den ursprünglichen Kern, und so gleichen Wege zum Glück, Sturm der Liebe und Rote Rosen bereits einer Seifenoper. Nachdem nach der Reihe die Komponenten der Telenovela wie z. B. das „voraussehbare Ende“ verloren gehen, kann das Format nur mehr durch das Hauptliebespaar, das bei einer Seifenoper nicht eingegrenzt werden kann, kategorisiert werden.

Telenovelas konnten wesentlich zur Gesundheitsaufklärung in Lateinamerika beitragen – und zur Emanzipation der Frau, die sie meistens als starke und aufgeklärte Person darstellen. Die Figur der Mutter ist in den Geschichten oft zentral und positiv. Immer häufiger werden Telenovelas mit männlichen und jugendlichen Charakteren in den Hauptrollen produziert – so steigt auch bei der Bevölkerungsgruppe der Einfluss.

In der argentinischen Telenovela Simplemente Maria ist Irma Roy die junge Maria, die – in der Hoffnung etwas Geld zu verdienen – aus der Provinz in die Großstadt zieht. Als sie schwanger wird, verlässt sie ihr Lebensgefährte. Doch sie bildet sich weiter und arbeitet parallel als Näherin, um sich über Wasser zu halten. Fundierte Studien konnten belegen, dass während der Ausstrahlung der Telenovela der Verkauf von Singer-Nähmaschinen drastisch in die Höhe schoss, die Zahlen von Anmeldungen zu Kursen zur Erwachsenenbildung stetig wuchsen und die Umzüge vom Lande in die Stadt deutlich zunahmen! Als 1969 in der peruanischen Fassung von Simplemente Maria „Marias“ Hochzeit auf der Plaza de Mayor in Lima gefilmt wurde, versammelten sich 10.000 Menschen, um dem Ereignis beizuwohnen.

Als die beiden Telenovelas Lacos de familia und De cuerpo y alma (in welchen es jeweils um eine leukämiekranke bzw. eine herzkranke junge Frau geht) liefen, schnellten Blut-, Knochenmark- und Organspenden drastisch in die Höhe. Eine diesbezüglich veranlasste Studie ist Der Camila-Effekt benannt worden, nach der Hauptfigur aus Lacos de familia: Zu Beginn der Telenovela meldeten sich durchschnittlich 20 Knochenmarkspender pro Monat. Es wurden 900 neue Registrierungen, als die Telenovela gegen Ende die Leukämie immer stärker thematisierte.

In Nada personal oder Xica da Silva werden unverblümt die sozialen Missstände, Prostitution und die hohe Kriminalität in Lateinamerika angesprochen, was ebenfalls aufklärende Wirkung zeigte.

Insbesondere TV Azteca thematisiert in ihren Telenovelas Dinge, die sonst nie die Chance gehabt hätten, offen im mexikanischen Fernsehen angesprochen zu werden. Unter anderem wurde sogar der Fall des 1994 ermordeten Präsidentschaftskandidaten Luis Donaldo Colosio Murrieta, unter anderem Namen, in einer Telenovela verarbeitet. Korrupte Politiker dienten oft als Negativbilder. Um dem Jugendkult zu entfliehen und um auch andere Altersgruppen mit adäquaten Themen zu versorgen, nahm TV Azteca wesentlich öfter Charaktere mittleren Alters in die Geschichten mit auf. Themen wie gescheiterte Ehen und das Leben danach, Beziehungen mit wesentlich jüngeren oder älteren Partnern und andere moralische Tabuthemen wurden angeschnitten. Frauen in hohen Positionen, die sich im Berufsleben gegen neidische Männer durchsetzen, kamen verstärkt vor. TV Azteca liefert auch vermehrt männliche Identifikationsbilder. Studien zeigten, dass höher verdienendes Publikum mit besserem Bildungs- und Qualifikationniveau Produktionen von TV Azteca jenen von Televisa vorgezog. Neben Nada personal, konnte TV Azteca mit Mirada de mujer und Cuando seas mía große Erfolge erzielen.

Die Tatsache, dass in Ecuador sogar eine offizielle Tagung unterbrochen wurde, um das ausstehende Kapitel von Yo soy Betty, la fea mitverfolgen zu können, bestätigt den hohen Stellenwert der Telenovela in Lateinamerika.

In Serbien war die Beliebtheit der Telenovela Kassandra derartig groß, dass das Soziologiebuch der 4. Klasse der Gymnasien es erwähnt. Der Folk-Sänger Šaban Bajramović widmete Kassandra einen Song auf seinem damals aktuellen Album, während Dragana Mirković für ihr Lied Dušu si mi opio einen Videoclip aufnahm, der stark von Kassandra inspiriert war.

Auch die Popularität der ersten kroatischen Telenovela Villa Maria war im benachbarten Serbien so groß, dass die Popsängerin Tijana Dapčević sie in ihrem jugonostalgischen Song Sve je isto samo njega nema (Es ist alles beim Alten, nur er ist nicht mehr da (in Bezug auf Tito)) erwähnte. „Čujem u Beogradu, da se gleda Villa Maria …“ (Ich höre, dass man in Belgrad Villa Maria schaut …), lautete die besagte Textzeile. In dem Lied La Gitana parodiert das Duo Flamingosi zusammen mit der Sängerin Emina Jahović typische Situationen aus verschiedenen Telenovelas. In seinem Song Španska serija fordert der Sänger Aleksandar Kapriš seine Partnerin auf sich zwischen der Telenovela und ihm zu entscheiden. Im Lied Srbija, welches die Popgruppe Luna mit Lepi Mića und Milić Vukašinović singt, werden serbische Gewohnheiten und Eigenarten auf den Arm genommen. In der Mitte des Videoclips wird das Lied gestoppt und die Akteure versammeln sich um den Fernseher um eine Telenovela zu schauen.

Trotz des meist positiven Effektes von Telenovelas treffen gelegentlich fanatische Nebenerscheinungen das Genre auch.

Im Dezember 1992 ermordete der Globo-Schauspieler Guilherme de Padua seine Kollegin Daniela Perez, die in einer Serie ein Liebespaar spielten. Privat wollte Perez aber von ihrem Kollegen nichts wissen, weshalb sie von ihm umgebracht wurde. Dieser Mord erregte mehr Aufsehen als der gleichzeitige Rücktritt des damaligen Staatspräsidenten Fernando Collor de Mello. Noch heute pilgern Tausende zum Tatort an einer Schnellstraße in Rio, um die Ermordete zu beweinen.

Viele Zuschauer konnten nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. In Ungarn sammelten sie 75.000 USD und schickten das Geld der brasilianischen Botschaft, um Die Sklavin Isaura freizukaufen.

Als die Hauptfigur Kassandra in der gleichnamigen Telenovela fälschlicherweise wegen Mordes inhaftiert wurde, bildeten Fernsehzuschauer im Ort Kučevo in Serbien eine Bürgerinitiative. Sie ließen der venezolanischen Regierung und dem damaligen Präsidenten Serbiens Slobodan Milošević ein Schreiben zukommen, in welchem sie forderten „Wir wissen, dass Kassandra unschuldig ist! Stoppt ihr Leiden!“. Im benachbarten Bosnien-Herzegowina war die Bevölkerung empört, als Kassandra ohne Erklärung aus dem Programm verschwand. Das US State Department kam zur Hilfe und bat Antonio Paez von Coral Pictures um Rat. Nachdem man nachgeforscht hatte, stellte man fest, dass das bosnische Fernsehen nie über die Senderechte für die Telenovela verfügt hatte. Man gab zu, das Signal eines anderen Senders aus der Region, der die Telenovela ausgestrahlt hatte, übernommen zu haben. Als dies technisch nicht mehr möglich war, blieb die Telenovela aus. Da Antonio Paez jedoch um die finanziellen Nöte des bosnischen Fernsehens wusste, stiftete er dem Sender alle 150 Kapitel von Kassandra. Aufgrund der großen Publikumsresonanz besuchten Coraima Torres (Kassandra) und ihr Kollege Henry Soto (Randú) Bulgarien und Serbien.

Gelegentlich vernachlässigen Menschen aufgrund der imaginären Geschichten ihr eigenes Leben. In Indonesien ließ die Regierung verlauten, dass „es unentschuldbar sei, wegen der Telenovela Kassandra nicht zur Arbeit zu gehen“. Während die Telenovela Marimar ausgestrahlt wurde, ließen die Moscheen die Gebete während der Fastenzeit an Ramadan in Abidjan vorverlegen. Das ersparte den Gläubigen die Qual der Wahl.

Gegner monieren vielfach die stark idealisierte und realitätsferne Scheinwelt, die von Telenovelas geschaffen werde. Nach ihrer Auffassung sind derartige Serien mit ihren glamourösen Kulissen und stets gutaussehenden Akteuren sehr weit vom Alltagsleben entfernt.

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt sind die auftretenden Figuren, die oftmals als hölzern und stereotyp bemängelt werden. Statt einer vielseitigen Darbietung würden die Charaktere auf einfältige Eigenschaften reduziert, so dass am Ende nur noch klischeehafte Polaritäten (gut-böse, Gutmütigkeit-Missgunst etc.) übrigbleiben.

Viele Psychologen gehen davon aus, dass Telenovelas ihrem TV-Publikum vor allem als Realitätsflucht dienen. Führend in der Produktion sind Brasilien und Mexiko. Laut Sichtweise der Kritiker soll die Glanzwelt der Telenovela die Zuschauer in den Slums und Favelas über soziale Missstände, Unterdrückung, Opposition, Ungerechtigkeit und Demonstrationen hinwegtrösten. Wenn in der Serie viele unglückliche und vom Schicksal gestrafte Menschen Gerechtigkeit erfahren, lässt das die Einschaltquote erheblich ansteigen.

Insbesondere mexikanische Telenovelas zeichnen sich gelegentlich durch stereotype Charaktere und einfache Handlungsstränge aus. Ein häufiges Motiv ist das arme, aber gut aussehende Mädchen, das sich in einen reichen Mann verliebt, während dessen Familie die Beziehung zerstören will.

Die schärfste Kritik an den deutschen Telenovelas ist die angeblich schlechte Adaption des Formates.

Der Grundy-UFA-Chef Rainer Wemcken sieht den Sachverhalt hingegen vollkommen anders. Er ist der Auffassung, dass ausländische Telenovelas im deutschsprachigen Raum nicht greifen können und sagt: „Wenn eine Telenovela richtig Quote bringen soll, muss sie Made in Germany sein.“.

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Lotta in Love

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Lotta in Love ist die siebte Telenovela im deutschen Fernsehen und wurde vom 27. März 2006 bis zum 11. Juli 2006 montags bis freitags im Vorabendprogramm von ProSieben ausgestrahlt. Da die Quoten der Serie weit hinter den Erwartungen des Senders zurückblieben, wurde die Sendung aus dem Abendprogramm gestrichen. Vom 16. Juli 2006 bis zum 10. September 2006 wurde sie jeweils in Doppelfolgen sonntagvormittags und ohne feste Sendezeit ausgestrahlt – seit dem 17. September 2006 dann auf demselben Sendeplatz, aber nur noch in Einzelfolgen und seit Anfang 2007 sogar nur noch unregelmäßig wöchentlich oder 14täglich. Zudem wurde die Sendezeit immer weiter in den frühen Morgen verschoben. Am Ende lief die Sendung um circa 5 Uhr.

Ende September 2008 gab der Musiksender VIVA bekannt, dass er "Lotta In Love" ab Sommer 2009 ins Programm aufnehmen und alle 130 Folgen ausstrahlen wird.

Die Serie wurde in der Bavaria Film in Grünwald bei München gedreht und von der Rat Pack Filmproduktion GmbH produziert.

Carlotta „Lotta“ Wiesner ist die Tochter eines Wäschereibesitzers in München. In der Pilotfolge gewinnt sie zwei Backstage-Karten für ein Konzert der Pop-Sängerin Alex Weidenstein. Dort probiert sie zum Spaß deren Kostüm aus. Sie wird von allen mit Alex verwechselt und auf die Bühne geschickt. Dort wird sie von dem Gitarristen Michael, dem Freund von Alex, geküsst.

Aufgrund eines Schwächeanfalls Alex' und der verblüffenden Ähnlichkeit zu ihr, wird Lotta engagiert, sie zu doublen. Sie nimmt dieses Angebot an, da sie sich in Michael verliebt hat. Im Laufe der Serie gewinnt Lotta stetig an Selbstbewusstsein und entwickelt Interesse an der Musikbranche, nachdem die Doubelei öffentlich aufgeflogen war. Schließlich findet sie heraus, dass sie und Alex Zwillingsschwestern sind. Mit Hilfe ihrer Schwester überwindet Lotta ihr Lampenfieber, wird eine erfolgreiche Sängerin und kommt mit Michael zusammen.

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Rote Rosen (Fernsehserie)

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Rote Rosen ist die zehnte deutsche Telenovela. Sie ist jedoch die erste, in der eine Frau Mitte Vierzig im Mittelpunkt steht. Die Serie wird seit dem 6. November 2006, montags bis freitags um 14:10 Uhr, im Ersten ausgestrahlt.

Wiederholt werden die Folgen wochentags um 9:05 Uhr im ersten Programm. Auch die dritten Programme NDR Fernsehen, hr-fernsehen, WDR Fernsehen, Bayerisches Fernsehen, SR Fernsehen und SWR Fernsehen strahlen Wiederholungen in der Nacht und am frühen Morgen aus.

In Kooperation mit dem Schweizer Fernsehen wird die Telenovela auch in der Schweiz ausgestrahlt, wo sie montags bis freitags um 16:05 Uhr auf dem Sender SF 1 zu sehen ist.

Ab Juni 2007 wurden die ersten 200 Folgen der Telenovela im österreichischen Sender ORF2 ausgestrahlt. Seit Oktober 2008 sind sie auch im italienischen Fernsehen zu sehen.

Rote Rosen ist eine Auftragsproduktion von ARD Degeto für Das Erste. Ausführende Produktionsfirma ist die Studio Hamburg Serienwerft Lüneburg. Produziert werden sollten zunächst 100 Folgen. Die Verlängerung um weitere 100 Folgen wurde im Januar 2007 durch die Fernsehprogrammkonferenz der ARD beschlossen. Im April 2007, Januar 2008 und September 2008 wurde jeweils die Verlängerung um weitere 200 Folgen bekannt gegeben, sodass inzwischen insgesamt 800 Folgen vorgesehen sind.

Produziert wird seit dem 21. August 2006 in der ehemaligen Europazentrale von Konica Minolta in Lüneburg, die eigens für die Produktion der Telenovela zum Fernsehstudio umgebaut wurde. Die Außenaufnahmen entstehen in und um Lüneburg sowie in Adendorf. Die Telenovela wird im Breitbildformat 16:9 produziert und ausgestrahlt.

Zu Beginn der Telenovela wurden die Hauptrollen von Angela Roy (Petra Jansen) und Joachim Raaf (Nick Bergmann) gespielt. Ab Folge 101 übernahm Janette Rauch (Alice Albers) die zweite weibliche Hauptrolle neben Angela Roy. Den männlichen zweiten Hauptpart bekleidete Jan Hartmann (Marc Treskow), der dem Genre treu blieb und inzwischen die Hauptrolle des Christian Castellhoff in der ZDF-Telenovela Alisa - Folge deinem Herzen spielt. Nach dem Weggang des ersten Protagonistenpaares in Folge 214 übernahmen Sabine Vitua (Nina Olsen) und Christoph Kottenkamp (Steffen Feldhusen) die Hauptrollen. Nach dem Weggang des zweiten und dritten Protagonistenpaares (Folge 330 und 420) übernahmen Gerry Hungbauer (Thomas Jansen) und Roswitha Schreiner (Maike Becker) die Rolle des ersten und Annett Kruschke (Charlotte Kröger) und Stephan Schill (Erik Siemers) die Rolle des zweiten Protagonistenpaares.

Der Titelsong This Is My Life wird gesungen von Joana Zimmer und ist als Bonustrack auf ihrem zweiten Album The Voice In Me und ebenso auf der MAXI-CD Bringing Down The Moon enthalten. Ein fester musikalischer Bestandteil sind neben den Kompositionen von Tunepool die Lieder von Synje Norland. Auf ihrem Debutalbum "Skipping Stones" sind die in der Serie vorkommenden Titel veröffentlicht.

Es sind DVDs mit den ersten 100 Folgen erschienen. Weitere 100 Folgen sollen noch auf DVD erscheinen. Bücher zur Telenovela sind ebenfalls erhältlich.

Der Vorspann wird immer dann neu zusammengestellt, wenn die weibliche Hauptdarstellerin wechselt. Er stellt die wichtigsten Personen und ihre jeweiligen Bezüge zum Leben dar. Den jeweils aktuellen Vorspann produziert screenworks.tv. Das Indikativ des Vorspanns zeigt die Stadt Lüneburg in immer neuen Ansichten, wenn der Vorspann wechselt. In der Regel rutscht bei Wechsel des Vorspanns die erste weibliche Hauptrolle an die zweite Stelle.

Petra Jansen (Angela Roy) ist mit ihrem Leben zufrieden. Seit über 20 Jahren ist sie glücklich mit Thomas (Gerry Hungbauer) verheiratet, ihre gemeinsamen Töchter Tanja (Anna Lena Class) und Jule (Kim-Sarah Brandts) sind bereits erwachsen. Doch auf der Feier zu seinem 50. Geburtstag erwischt sie Thomas beim Kuss mit einer anderen: Miriam (Sarah Maria Besgen), der besten Freundin ihrer Tochter Tanja. Zunächst lässt sich Petra nichts anmerken, doch sie ahnt nicht, dass die beiden schon seit längerer Zeit eine geheime Affäre haben. Sie glaubt Thomas' Beteuerungen, dass der Kuss absolut nichts zu bedeuten habe.

Miriam möchte nicht länger die heimliche Geliebte von Thomas sein und drängt ihn, sich endlich von seiner Frau zu trennen. Doch Thomas zögert noch, schließlich liebt er seine Familie über alles. Daraufhin lädt sich Miriam kurzerhand selbst zum Familienabend der Jansens ein und lässt dort die Bombe platzen. Obwohl ihre beste Freundin Alice (Janette Rauch) ihr rät, sich von Thomas zu trennen, will Petra um ihren Mann kämpfen – und auch Thomas scheint sich mit Petra versöhnen zu wollen, nachdem Miriam ihm die Pistole auf die Brust gesetzt hat: Entweder Petra oder sie! Doch als Petra einen Slip von Miriam in ihrem Ehebett entdeckt, stellt sie Thomas die Koffer vor die Tür. Als Miriam erschrocken feststellt, dass sie von Thomas schwanger ist, will sie abtreiben, denn ein Kind passt momentan überhaupt nicht zu ihrer Lebensplanung: Ihr Ziel ist es, ein Leben in Reichtum und Luxus zu führen − und um das zu finanzieren, ist Thomas gerade richtig. Als ihr klar wird, dass Thomas durch und durch Familienmensch ist, ändert sie ihre Meinung und teilt ihm mit, dass sie ihm den lange gewünschten Sohn schenken wird. Ihr Plan geht auf, denn Thomas entscheidet sich endgültig für sie und zieht mit ihr in ein schönes Loft. Er reicht die Scheidung ein und lässt die Konten für Petra sperren, außerdem will er auf Anregung Miriams das gemeinsame Haus verkaufen.

Mit der Unterstützung ihrer besten Freundin Alice und ihrer alten Jugendliebe Nick (Joachim Raaf), der nach langer Zeit wieder aus den USA zurückgekehrt ist, wagt Petra einen Neuanfang. Nach vielen Absagen bekommt sie einen Job als Empfangsdame im Hotel 'Drei Könige'. Zudem macht ihr auch noch Hotelmanager Schneider das Leben schwer, da sie auf seine Avancen nicht eingeht. Doch Petra lässt sich nicht unterkriegen und beschließt, für ihr neues Leben zu kämpfen.

Nachdem Alice Albers ihren Mann zum Flughafen brachte, wird sie auf der Rückfahrt Zeugin eines Autounfalles. Geistesgegenwärtig rettet sie die Fahrerin Nina Olsen aus dem brennenden Fahrzeug und nimmt deren Kinder Max und Emma mit nach Hause. Sie bekommt mit, dass Nina ihren Aufenthaltsort vor ihrem Mann und Vater der Kinder, Roland Olsen, verheimlichen will, da dieser sie geschlagen und, ohne ihr Wissen, in illegale Geschäfte verwickelt hat. Roland entdeckt sie in Lüneburg und will sie zurück nach Kiel bringen.

Franziska fliegt allein nach Barcelona, da Hacki im Taxi zum Flughafen klar geworden ist, dass er Lüneburg nicht verlassen will. Er schläft in der Wohnung von Carmen. Er denkt darüber nach, in ihre Wohnung einzuziehen.

Kodjo und Jule sind aus Afrika zurückgekehrt. Da Jule in Afrika nicht glücklich war, haben sie beschlossen, in Lüneburg zu bleiben. Deshalb hat Kodjo einen Zeitarbeitsvertrag in Hamburg unterschrieben. Währenddessen stellen Hacki und Jule fest, dass sie sich endgültig entliebt haben.

Chris und Uli haben miteinander geschlafen und bekommen nun ein Kind. Chris fühlt sich allein immer schlechter und sucht Rat bei Carmen, wo sie auch ein paar Nächte verbringt. Uli ist noch mit Tanja zusammen, so dass es immer wieder Streit zwischen ihnen gibt, da Tanja behauptet, Chris trickse Uli aus, damit sie ihn für sich gewinnen kann. Chris muss ihren ersten Ultraschalltermin ohne Uli wahrnehmen. Sie begreift, in welch schwieriger Lage sie sich befindet, ist aber wie gebannt von dem Glück, welches Kinder mit sich bringen. Nach einigem Hin und Her finden Uli und Chris schließlich zueinander und verlassen gemeinsam Lüneburg.

Marc Treskow, der Mann von Alice, ist nach einem Flugzeugunglück verschollen. Nachdem er für tot erklärt wurde, taucht er aber nach einiger Zeit wieder auf. Er konnte sich auf eine Insel retten und hatte dort eine Beziehung zu der ebenfalls Überlebenden Cathrin Wadowski. Nach seiner Rückkehr entscheidet er sich wieder für Alice und die beiden beginnen einen Neuanfang in Irland.

Cathrin hat nach der Trennung von Marc eine kurze Affäre mit ihrem Therapeuten Jan Colbert, der in Alice verliebt war und ebenfalls überwinden muss, dass Marc zu ihr zurückgekehrt ist. Beide trennen sich wieder, als ihre Affäre herauskommt, und verlassen Lüneburg.

Nina nimmt einen Job im Hotel Drei Könige an und lernt dort den Inhaber Gunter Flickenschild kennen. Die beiden werden ein Paar. Gunter richtet ihr eine Massagepraxis im Hotel ein.

Roland plant, in Lüneburg ein Outlet-Center zu errichten. Er verspricht Miriam einen Geschäftsführerposten, um ihre Unterstützung zu erlangen und Investoren zu gewinnen. Durch Bestechung erlangt er auch die nötige Baugenehmigung. Das Projekt scheitert, als Johanna Jansen auf dem Grundstück ein historisches Löwenzepter entdeckt und die Baugenehmigung entzogen wird. Um die Investoren auszahlen zu können, lässt Roland sich auf einen Deal mit Fred Köster ein. Er erhält das für ein neues Outlet-Center benötigte Kapital, im Gegenzug soll er im Fundament des Centers Giftmüll vergraben.

Miriam steigt aus dem Outlet-Center Projekt aus, als sie von dem Giftmüll-Deal erfährt und konzentriert sich auf ihre Karriere im 'Drei Könige'. Der ihr skeptisch gegenüberstehende Gunter Flickenschild hat finanzielle Probleme und muss 51 Prozent des Hotels an eine Investorengruppe verkaufen. Miriam versetzt Wasserproben des neu gebauten Fitness-Bereichs des Hotels mit Legionellen und erwirkt damit den Rücktritt Flickenschilds als Geschäftsführer. Miriam wird nicht, wie erhofft, neue Geschäftsführerin, sondern man entscheidet sich für die renommierte Esther Hanstedt, die Miriam zu ihrer Assistentin nimmt.

Kodjo und Jule haben finanzielle Probleme, als Jule, die bisher Assistentin der Geschäftsleitung war, ihre Stelle im Hotel verliert. Kodjo nimmt deshalb einen Job bei Roland Olsen als Umweltberater an. Als der Giftmüll unter den Outlet-Center entdeckt wird, schiebt Roland ihm die Schuld zu. Kodjo kommt in Untersuchungshaft. Nina und Arndt Hanstedt versuchen, Beweise für seine Unschuld zu finden.

Maike Becker, eine Jugendfreundin von Nina, übernimmt die Blumenhandlung von Alice. Sie hat eine kurze Beziehung zu dem Tischler Steffen Feldhusen, die dieser jedoch nur halbherzig eingeht, da er an Nina interessiert ist.

Carmen, eine Angestellte des Hotels Drei Könige, und Hacki verlieben sich ineinander. Hacki entpuppt sich jedoch als geborener Graf Hans-Karl von Attendorn, der die Beziehung zu seinem Vater abgebrochen hat, weil er ihm die Schuld am Tode seiner Mutter gab. Als sein Vater auftaucht, werden die Missverständnisse aber geklärt und Hacki erklärt sich nach einigem Zögern bereit, die Verwaltung des gräflichen Gutes zu übernehmen, um es zu erhalten. Das nimmt jedoch so viel Zeit in Anspruch, dass er auf das Gut ziehen muss, und so trennt er sich von Carmen, die lieber in Lüneburg bleiben will.

Gunter drängt Nina auf eine Hochzeit, nachdem sich Nina von Roland scheiden ließ. Nina ist jedoch auch von Steffen fasziniert und hat eine kurze Affäre mit ihm, was zur Trennung von Steffen und Maike führt. Nina will trotzdem weiter bei Gunter bleiben und ihn heiraten. Am Hochzeitstag entscheidet sie sich auf dem Standesamt aber doch gegen die Hochzeit und zieht zu Steffen.

Thomas Jansen kehrt nach Lüneburg zurück, um sich hier als Steuerberater selbständig zu machen und von Miriam Unterstützung bei der Erziehung ihres gemeinsamen Sohnes Thommy zu erhalten. Thommy stirbt bei einem Unfall im Kindergarten. Miriam macht sich deshalb Vorwürfe. Roland steht ihr in dieser Zeit bei. Miriam verliebt sich dabei in Roland, mit dem sie vorher nur eine lockere Affäre hatte und ihre Wohnung teilte. Thomas lernt bei den Beerdigungsvorbereitungen Maike kennen. Die beiden beginnen eine lockere Beziehung, die davon geprägt ist, dass beide ihre Selbständigkeit behalten wollen.

Esther Hanstedt hat zu dieser Zeit ebenfalls private Probleme. Ihr Mann hat eine Affäre mit Tanja. Als Esther droht, sich von ihrem Mann zu trennen, beendet dieser die Affäre. Als Roland Olsen die beiden wegen ihrer Ermittlungen gegen ihn bedroht, fliehen die beiden auf eine Asien-Reise, auf der sie wieder zueinanderfinden.

Lennart, der Sohn von Konrad Albers, taucht auf, um von seinem Vater Geld zu erbitten, um die Farm seiner Mutter in Australien zu retten. Mangels Bargeld drängt Lennart seinen Vater, sein Haus zu verkaufen, was dieser aber ablehnt, auch weil das Haus die Heimat seiner mit ihm lebenden Jugendfreundin Johanna Jansen ist. Gerade als Konrad und Johanna zu heiraten beschließen, stirbt Konrad. Er vermacht das Haus Johanna, so dass sie dort wohnen bleiben kann.

Lennarts Mutter, Melanie Albers, musste inzwischen die Farm verkaufen und kommt ebenfalls nach Lüneburg.

Roland kann die Trennung von Nina nicht überwinden und versucht immer noch, seine alte Familie wieder zusammenzuführen. Nachdem er vergeblich versucht hat, seine Kinder Max und Emma auf seine Seite zu ziehen, entführt er Nina schließlich, um sie vor dem wegen der Ermittlungen nervös gewordenen Fred Köster zu schützen und gesteht ihr seine Liebe. Miriam entdeckt dies und sorgt aus Enttäuschung dafür, das Roland wegen der Giftmüllaffäre verhaftet wird.

Geordnet nach der Reihenfolge des Einstiegs.

Geordnet nach der Reihenfolge des Ausstiegs.

Geordnet nach der Reihenfolge des Einstiegs.

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Verliebt in Berlin

Verliebt in Berlin (ViB) ist eine deutsche Telenovela, die vom 28. Februar 2005 bis zum 12. Oktober 2007 in Sat.1 von Montag bis Freitag um 19:15 Uhr ausgestrahlt wurde. Verliebt in Berlin wurde von der Grundy UFA TV Produktions GmbH in Zusammenarbeit mit Phoenix Film Karlheinz Brunnemann GmbH & Co. Produktions KG produziert. Sie basierte auf der kolumbianischen Telenovela Yo soy Betty, la fea. Die Telenovela wurde nach der zweiten Staffel mangels Erfolg eingestellt. Seit 2. Januar 2008 wird Verliebt in Berlin auf neun TV wiederholt. Außerdem strahlt der österreichische Fernsehsender Puls 4 die Serie aus.

Die erste Staffel der Telenovela handelt von der jungen und als unscheinbar beschriebenen Elisabeth „Lisa“ Plenske, die in ihren Chef David Seidel verliebt ist.

Lisa Plenske wächst in dem kleinen (fiktiven) Ort Göberitz in der Nähe von Berlin auf. Ihr Vater Bernd arbeitet zunächst im Baustoffhandel, später als Hausmeister der Familie Seidel. Ihre Mutter Helga, anfänglich Hausfrau, ist im Catering von Kerima Moda, einem erfolgreichen Modeunternehmen, tätig.

Nach einem glänzenden Abitur und einer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau zieht es Lisa in die Großstadt Berlin. Als sie nach anfänglichen Schwierigkeiten bei Kerima Moda Arbeit findet, macht sie zunächst nur als Aushilfskraft im Catering auf sich aufmerksam. Umso mehr stört es die Mitarbeiter, dass Lisa bereits nach kurzer Zeit persönliche Assistentin des neuen Geschäftsführers David Seidel wird. Obwohl dieser anfangs kaum die Qualitäten seiner neuen Hilfskraft erkennt und Lisa von einem Fettnäpfchen in das nächste schickt, verliebt sie sich prompt unglücklich in ihren Vorgesetzten. Lisa findet vor allem Halt bei ihrem ehemaligen Schulfreund, dem Kioskbesitzer Jürgen Decker, der ihr auch in schwierigen Situationen mit Rat und Tat zur Seite steht. Nicht zuletzt dank seiner Unterstützung gewinnt Lisa stetig an Selbstbewusstsein und macht schließlich doch noch Karriere, als sie zunächst Geschäftsführerin der Tochterfirma B.Style und letztlich sogar Mehrheitseignerin und Geschäftsführerin von Kerima Moda wird.

Parallel dazu gelingt es Lisa über ihre gemeinsame geschäftliche Beziehung hinweg, auch eine innige Freundschaft zu David aufzubauen. Schließlich verliebt er sich in sie, wird jedoch von seinem rachsüchtigen Halbbruder Richard entführt. Nachdem er von der verzweifelten Lisa befreit werden kann, leidet er unter einem schweren Trauma, das ihm eine Beziehung zu Lisa unmöglich erscheinen lässt. Stattdessen möchte er die Welt umsegeln. Lisa gibt daraufhin dem Werben Robert Konrad „Rokko“ Kowalski nach und möchte diesen auch heiraten. David erwacht gerade noch rechtzeitig aus seinem Trance, um zu begreifen, dass er dabei ist, Lisa für immer zu verlieren und macht ihr ebenfalls einen Antrag. Doch Lisa lehnt ab. Sie ist entschlossen, Rokko zu heiraten. Am Tag der Trauung zögert sie jedoch vor dem Ja-Wort. Als die Zeremonie von einem Schuss unterbrochen wird und Lisa den von Richard von Brahmberg angeschossenen David vor der Kirche vorfindet, erkennt sie, dass sie David immer noch liebt. Die beiden lassen sich sofort trauen. Anschließend segeln Lisa und David mit dessen Boot nach Tahiti.

Im Mittelpunkt der zweiten Staffel steht Bruno Lehmann, Lisas Halbbruder, der nach der Flucht aus seiner (fiktiven) Heimatstadt Kahlene in Berlin endlich seinen Vater Bernd kennenlernen möchte. Er verliebt sich in die verheiratete Jungdesignerin Nora Lindbergh. Nachdem es ihm jedoch endlich gelungen ist, ihr Herz zu erobern, muß sie erkennen, dass sie in Wahrheit nur die Erinnerung an ihre verstorbene große Liebe in ihm sieht. Sie trennt sich von ihrem Mann und kehrt nach Italien zurück um sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Wenig später kehrt Hannah Refrath, eine begabte Jungdesignerin, die am Ende der ersten Staffel die Serie verließ, nach Berlin zurück und verliebt sich sofort in Bruno. (Ab sofort übernimmt sie die Hauptrolle von Bruno). Leider hat auch der sich wieder verliebt und zwar in Davids „kleine“ Schwester Kim. Als Bruno und Kim schließlich ein Paar werden und heiraten wollen, begreift Bruno jedoch, dass sein Herz tatsächlich Hannah gehört und er bläst die Hochzeit ab. Kim unternimmt daraufhin einen vorgetäuschten Selbstmordversuch, der sie jedoch in tatsächliche Gefahr bringt. Anschließend beichtet sie Bruno, sie sei von ihm schwanger. Hannah gibt ihn daraufhin frei, um für seine Familie dazusein. Doch Bruno erfährt bald, dass Kim ihn belogen hat und ihr Noch-Ehemann Paolo in Wahrheit Vater ihres Kindes ist. Er trennt sich abermals. Derweil hat Hannah sich entschlossen, mit ihrem neuen Freund Jan nach Los Angeles zu gehen, wovon sie jedoch absieht, als ihr abermals bewußt wird, wie sehr sie Bruno liebt. Am vereinbarten Treffpunkt für ihr Happy End jedoch gerät Hannah in Kims Entführung durch Paolo und einem Gehilfen. Beide Frauen werden zusammen in einem alten Puppenlager im Kerima-Hochhaus gefangen gesetzt. Während der ahnungslose Bruno verzweifelt seine Freundin sucht, kann diese Kim durch einen Trick befreien. Als Hannah schließlich kämpfend mit Paolo gefunden wird, schießt sie versehentlich Bruno an. Doch eine beherzte Aktion Hannahs rettet ihn. Wenig später heiraten die beiden.

Anfänglich sollten 225 Folgen von der Grundy UFA TV Produktions GmbH und Phoenix Film produziert und die Telenovela folglich während eines Jahres ausgestrahlt werden. Aufgrund des großen Erfolges beschloss Sat.1 jedoch die Verlängerung der Serie um weitere sechs Monate (insgesamt 364 Folgen). Am 1. September 2006 wurde ein über 90-minütiges Finale mit Happy End zur Primetime ausgestrahlt, wobei für diese Endfolge zwei alternative Versionen gedreht wurden. Kurz vor dem Finale wurde mittels einer Marktanalyse ergründet, welches Ende die Sendung nach Zuschauermeinung nehmen sollte und folgend die Hochzeit von David und Lisa ausgestrahlt.

Im Juni 2006 gaben Grundy UFA TV Produktions GmbH und Sat.1 offiziell bekannt, dass die Telenovela erneut um ein Jahr verlängert wird. Bis August 2007 wurden 281 weitere Folgen produziert – nach dem Happy End mit Lisa Plenske jedoch mit der neuen Hauptfigur Bruno Lehmann. Mit dieser Kombination aus Verlängerung und Wechsel der Hauptfigur verließ die Produktion das klassische Telenovela-Konzept einer festgelegten Laufzeit und einer abgeschlossenen Geschichte um einen klaren Protagonisten und bewegt sich konzeptionell weiter in die Nähe der Seifenoper.

Als Hintergrund für diese Entscheidung wurde der große Erfolg der Serie angenommen: Mit der ersten Staffel um die Geschichte Lisa Plenskes erreichte Verliebt in Berlin ähnlich gute Quoten wie die tägliche Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Mit dem Ausstieg von Alexandra Neldel zur zweiten Staffel brachen jedoch die Zuschauerquoten sukzessive ab; nach knapp 22 Prozent Marktanteil zur Startsendung verzeichnete die Sendung Mitte Oktober 2006 nur noch weniger als 14 Prozent. Von der Produktion gezogene Konsequenz dieser Entwicklung war der Austausch der Hauptdarstellerin Julia Malik gegen Laura Osswald gegen Anfang des Jahres 2007. Im April/Mai 2007 hatte Alexandra Neldel als Lisa Plenske eine kurzzeitige Rückkehr zur Serie. Die Rückkehr von Alexandra Neldel brachte in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen jedoch nur einen kurzzeitigen Aufschwung auf einen durchschnittlichen Marktanteil von 14,9 Prozent.

Die Telenovela endete am 12. Oktober 2007 mit insgesamt 645 Folgen.

Weitere Information zur ersten Staffel der Telenovela waren über ein monatliches Fanmagazin erhältlich. Hintergründe und Specials zur Serie werden zudem vom hauseigenen Boulevardmagazin Blitz ausgestrahlt. Des Weiteren sind bisher zehn Romane, drei Soundtracks und ein PC-Adventure-Spiel zur ersten Staffel auf dem Markt erschienen. In unregelmäßigen Abständen wurden zur ersten Staffel bislang außerdem insgesamt 17 DVD-Boxen und -Specials veröffentlicht; auf der 18. DVD-Box sind 24 Folgen und der Abschlussfilm, das große Finale („Das Ja-Wort“), sowie einige Specials. Weiterhin sind drei Verliebt-in-Berlin-Spezial-DVDs mit den Spezialsendungen, die während der WM-Pause gezeigt wurden, erschienen. Mitte September gab Sat.1 schließlich doch dem enormen Drängen der Fans nach und entschied sich dazu, das alternative Ende, in dem Lisa Rokko ehelicht, zu veröffentlichen. Es erschien erstmals als kostenlose Beigabe einer „Romeo und Julia“-CD der Verliebt-in-Berlin-Darsteller Lara-Isabelle Rentinck (Kim Seidel) und Manuel Cortez (Robert „Rokko“ Kowalski) am 27. Oktober 2006. Anfang November erfolgte die DVD-Einzelveröffentlichung. Am 8. Dezember 2006 erschien noch das sogenannte „Verliebt-in-Berlin-Fan-Herz“, bei dem außer den beiden Enden auch ein drittes, als „Spaß-Finale“ bezeichnetes knapp vierminütiges Special enthalten ist, in dem die Hauptfigur Lisa den als Bösewicht geltenden Richard heiratet und die enttäuschten Heiratskandidaten „Rokko“ und David schließlich ein Paar bilden.

Zur zweiten Staffel sind die DVD-Boxen 19–23 erhältlich. Ebenfalls ist die Zwei-DVD-Box „Lisas Rückkehr“ mit den 16 Folgen, in denen Alexandra Neldel noch einmal zu sehen ist, erhältlich. Weitere DVDs werden nicht erscheinen.

Ursprünglich sollte der Titel der Serie Alles nur aus Liebe lauten und wurde auch bereits mit diesem Titel beworben. Aufgrund einer möglichen Abkürzung dieses Titels als ANAL, was zum gedanklichen Verknüpfen des Analverkehrs verleiten könnte, wurde die Serie kurz vor Sendestart in Verliebt in Berlin umbenannt.

Das Modelabel B.Style existierte zunächst nur fiktiv, bahnte sich aber dann einen eigenen Weg in das reale Leben. Unter B.Style ist eine eigene Kollektion in COLLOSEUM-Shops in Deutschland zu finden.

Seit Januar 2006 sendet der ungarische TV-Sender TV2 eine synchronisierte Fassung der deutschen Version unter dem Titel Lisa csak egy van. Auch der größte französische TV-Sender TF1, das belgische RTL-TVI sowie das Westschweizer Fernsehen TSR senden eine synchronisierte Fassung mit dem Titel Le destin de Lisa. In der Slowakei wird die Serie mit dem Namen Zamilovaná v Berlíne beim Fernsehsender TV JOJ ausgestrahlt.

Seit Mai 2006 wurde die Serie auch für Hörgeschädigte mit Teletext untertitelt. Verliebt in Berlin war die erste tägliche Sendung im deutschen Privatfernsehen mit Untertiteln.

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 machte Verliebt in Berlin eine Sendepause. Während dieser Pause wurden Specials über die einzelnen Darsteller und ihre Veränderungen innerhalb des Verlaufs der Serie gezeigt.

Nach der Rückkehr von Hannah Refrath (Laura Osswald), die gemeinsam mit Bruno Lehmann (Tim Sander) die Hauptdarstellerin ist, sind in einer Telenovela erstmals die Gedanken von zwei Charakteren für die Zuschauer hörbar.

Am 15. April 2007, einen Tag vor der Rückkehr von Alexandra Neldel, hat Sat.1 einen „Verliebt-in-Berlin-Nachmittag“ gesendet. Es wurden zunächst die letzten fünf Folgen mit unter anderem Alexandra Neldel ausgestrahlt und im Anschluss der Verliebt-in-Berlin-Spielfilm („Das Ja-Wort“).

Als Gebäude der fiktiven Kerima-Moda-Firma diente das Gebäude des GSW (Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft mbH) in Berlin-Kreuzberg.

Nach dem Ende der Serie wird die Geschichte auf der offiziellen Website von Verliebt in Berlin weitererzählt. In Hannahs Tagebuch kann man Hannahs Geschichte weiter erleben, während man in Lisas Mails die Geschichte von Lisa weiterlesen kann.

Einer selbst von Sat.1 in Auftrag gegebenen und Mitte 2005 von TNS Emnid durchgeführten Studie unter 4300 Personen zufolge sind fast dreiviertel aller regelmäßigen Zuschauer weiblich und zwischen 14 und 49 Jahren alt. Bildungsniveau und Einkommen sind eher gering, was hauptsächlich auf die insgesamt recht junge Zuschauergruppe zurückgeführt wird.

Fans von Verliebt in Berlin sind lustbetont und optimistisch; Mode und Lifestyle werden überbewertet. Dagegen werden rationale Werte mehrheitlich abgelehnt; kritisches Denken ist den Zuschauern der Studie folgend „eher fremd“. Durch die zentrale Stellung von Kerima Moda werden Fans häufig zu Diskussionen über modische Dinge angeregt; beim Shopping gibt man öfter mehr aus als geplant. Im Vergleich zu Stammsehern ähnlicher Fernsehformate lässt sich feststellen, dass sich Verliebt-in-Berlin-Fans in ihrer Wertehaltung deutlich unterscheiden. Die größten Ähnlichkeiten sind mit den GZSZ-Sehern zu erkennen; dabei sind Verliebt-in-Berlin-Fans aber noch lustbetonter.

Eine große Zahl der Zuschauer trifft sich zum Schauen der Telenovela gerne in Gruppen; das Fernsehschauen ist somit ein tägliches Ritual mit sozialem Charakter. Den Erfolg der ersten Staffel der Telenovela erklärte sich die Studie über das große Identifikationspotential mit Lisa Plenske – die Zuschauer ähneln der Hauptperson in einigen Aspekten deutlich.

Interessant für Werbekunden ist Verliebt in Berlin, da sich deutlich überdurchschnittlich viele Zuschauer gerne Werbung anschauen und sich auch durch Tipps aus der Werbung beeinflussen lassen. TNS Emnid schließt aus der Studie für die Produktbereiche Parfüm, Mode, Süßwaren und Körperpflege eine „besonders große Offenheit der Stammseher für Werbebotschaften“.

Die Telenovela Verliebt in Berlin gewann bisher drei Preise. 2005 gewann die Telenovela den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Tägliche Serie. Im Folgejahr erhielt sie beim Rose d’Or zweimal die Goldene Rose – einmal in der Kategorie Soap und einmal in der Kategorie Soap-Darstellerin. Letzteren erhielt Alexandra Neldel.

Die folgende Tabelle ist nach der Reihenfolge des Einstiegs der Schauspieler geordnet. Der Spielfilm gehört zwischen Folge 364 und 365.

Die folgende Tabelle ist nach der Reihenfolge des Einstiegs der Schauspieler geordnet. Der Spielfilm gehört zwischen Folge 364 und 365.

Stabliste vom 29.06.2007 in alphabetischer Reihenfolge je Aufgabenbereich.

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Elisa (Telenovela)

Der Sommerpalast von AglièHauptdrehort der Serie

Elisa (Elisa di Rivombrosa) ist eine italienische Telenovela, die 2008 beim NDR ausgestrahlt wurde. Elisa wurde in Italien unter der Regie von Cinzia TH Torrini verfilmt. Nach dem großen Erfolg der 1. Staffel (26 Folgen) 2003 wurde 2005 eine 2. Staffel (weitere 26 Folgen) ausgestrahlt. 2007 wurde eine 3. Staffel bzw. ein "Spin-Off" mit dem Titel La Figlia di Elisa - Ritorno a Rivombrosa (übersetzt: Die Tochter von Elisa - Rückkehr nach Rivombrosa) in Italien ausgestrahlt.

Elisa von Rivombrosa spielt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Gegend um Turin (Piemont) - während der Zeit der Aufklärung. Im Mittelpunkt des Geschehens steht das Gut von Rivombrosa und der Adel Turins.

Die Hauptfigur Elisa Scalzi (Vittoria Puccini) ist eine junge Frau aus armem Hause, die Gesellschaftsdame der alten Contessa (Gräfin) Agnese Ristori wird, der Mutter des Conte (Grafen) Fabrizio (Alessandro Preziosi). Elisa und Fabrizio verlieben sich bald ineinander. Doch die Klassenunterschiede scheinen unüberwindbar. Die Dienerschaft beobachtet die Liebe mit Neid, die Mitglieder der adeligen Gesellschaft lehnen Elisa ab. Die Handlung spielt vor dem Hintergrund eines Komplotts des Adels gegen den König. Am Ende der ersten Staffel heiraten Elisa und Fabrizio. Die 2. Staffel handelt nach dem Tod Fabrizios davon, wie die vom König zur Contessa geadelte Elisa versucht, das Gut Rivombrosa von hohen Schulden zu befreien.

Diese Kostümserie ist inspiriert durch den klassischen englischen Roman Pamela von Samuel Richardson und ins Piemont des 18. Jahrhunderts verlegt worden. Die Serie wurde in den Schlössern des Piemont gedreht und für hunderte von handgemachten Kostümen wurde sie unter anderem prämiert.

Rivombrosa ist der Sommerpalast von Agliè. Der Name Rivombrosa kommt von Riv'umbrusa (lato ombreggiato = schattige Seite).

Die Serie wurde von Together Productions/De Angelis und der deutschen Victory Media Group produziert. Sie startete auf Canale 5 mit 6,5 Mio. Zuschauern und steigerte sich in zweieinhalb Monaten auf mehr als die doppelte Zuschauerzahl. Damit ist sie auf Platz sieben der erfolgreichsten Mediaset-Produktionen der letzten sechs Jahre.

Die Regisseurin Cinzia TH Torrini hat in München an der Hochschule für Film und Fernsehen studiert. Von Elisa hat sie die Regie der ersten Staffel und die der ersten 12 Folgen der zweiten Staffel geführt. Dann übernahm Stefano Alleva die Regie für die restlichen Folgen der zweiten Staffel und die Regie der kompletten dritten Staffel.

Die erste Staffel der 18 Mio. Euro Produktion (bestehend aus 26 Folgen à 50 Minuten) hatte bei ihrer Erstausstrahlung mit mehr als vierzehn Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 56.4 Prozent in Italien. Die italienisch-deutsche Coproduktion wurde bei der Verleihung des Fernsehpreises "Il Telegatto" in vier Kategorien ausgezeichnet. Sie erhielt die Auszeichnung für die beste Serie und das beste Programm des Jahres, außerdem wurden die Hauptdarsteller Vittoria Puccini und Alessandro Preziosi als beste Darsteller bedacht.

Die Serie wurde inzwischen in viele Länder verkauft und lief in Frankreich,Türkei, Spanien, Finnland, Tschechien, Polen, Rumänien und Kanada.

In Österreich wurde Elisa im ORF2 im September/Oktober 2006 ausgestrahlt. In Deutschland strahlte der NDR die Serie vom 5. Februar bis zum 13. Mai 2008 aus.

Hauptdarstellerin ist die italienische Schauspielerin Vittoria Puccini (Elisa), die den deutschen Zuschauern als Mary von Vetsera im ORF-Historienzweiteiler Kronprinz Rudolf bekannt ist. Unter den weiteren Hauptdarstellern befindet sich auch der Südtiroler Kaspar Capparoni, der im Fernsehen als Kommissar von Kommissar Rex zu sehen ist.

Die Hauptdarsteller Vittoria Puccini und Alessandro Preziosi haben sich beim Dreh zur Serie kennengelernt und sich daraufhin verlobt. Sie haben eine gemeinsame Tochter, die 2006 auf "Rivombrosa" geboren wurde.

Die Fortsetzung spielt 20 Jahre später. Protagonistin ist Agnese, Elisas Tochter, gespielt von Sarah Felberbaum. Agnes verliebt sich in Lucritzias Sohn Andrea van Nekker (Giulio Berruti), der als Badit gefürchtet wird. Auch wieder dabei Martino Ristori (Paolo Seganti) und Emilia (Valentina Pace), die sich ineinander verlieben. Auch begegnet der Zuschauer erneut der Marchesa Lucrezia Van Necker Beauville (Jane Alexander).

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Source : Wikipedia