Tambach-Dietharz

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Geschrieben von c3po 18/03/2009 @ 10:11

Tags : tambach-dietharz, thüringen, deutschland

Neueste Nachrichten
TAMBACH-DIETHARZ: Große Spende für Kinderhospiz - Thüringer Allgemeine
Das Kinderhospiz Mitteldeutschland, das in Tambach-Dietharz entsteht, erhielt durch die ARD-Fernsehlotterie Ein Platz an der Sonne eine Förderung in Höhe von 400 000 Euro. Mit dem Geld übernimmt die Fernsehlotterie rund 15 Prozent der in der ersten...
Anbau als Alternative nun in der Diskussion - Thüringische Landeszeitung
Gotha/Tambach-Dietharz. (tlz/bau) Der von beinahe 2900 Bewohnern des Landkreises Gotha getragene Bürgerantrag zum Neubau einer Zwei-Felder-Turnhalle ist am Freitagabend im Gothaer Kreistag gescheitert. Mit Stimmen von CDU, Linke und des fraktionslosen...
Name stärkt Wir-Gefühl - Thüringische Landeszeitung
Tambach-Dietharz. (tlz) Die Mädchen und Jungen der Regelschule in Tambach-Dietharz leuchten in grün, blau, gelb, rot und pink. Diese Farben haben ihre T-Shirts, die sie zum besonderen Anlass übergestreift haben: Seit gestern trägt ihre Regelschule den...
Ein Kinderfest für einen guten Zweck - Thüringische Landeszeitung
Damit soll das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz unterstützt werden. "2,5 Millionen Euro haben wir schon geschafft, insgesamt brauchen wir aber 4,8 Millionen Euro", erläuterte Stephan Masch von der Stiftung. Mit der ersten Ausbaustufe...
Weiter Zoff im FDP-Kreisverband - Thüringische Landeszeitung
Deshalb hat der Bürgermeister von Tambach-Dietharz trotz aussichtsreichem Listenplatz von einer Kandidatur für den Kreistag abgesehen. "Das tut weh", bekennt er, "doch mit den gegenwärtigen Spitzenkandidaten möchte ich nicht in einem Atemzug erwähnt...
Gothas Athleten lösen Ticket - Thüringische Landeszeitung
Tobias Reinhard aus Tambach-Dietharz errang die Goldmedaille im Block-Wurf und qualifizierte sich mit dieser Leistung mit über 2500 Punkten für die Deutschen Schülermeisterschaften. Herausragend war dabei seine Bestleistung im Diskuswurf von 39 Metern....
Panzer auf dem Rennsteig - Thüringer Allgemeine
Und die Veranstaltung soll wiederum nicht nur Selbstzweck sein, ein Teil des Erlöses soll dem Kinderhospiz in Tambach-Dietharz zugute kommen. Nach dem Erfolg des Vorjahres könnte es ein größerer Scheck werden. Zumal sich für das Event-Treffen bereits...
Kontroverse flammt auf - Thüringische Landeszeitung
Tambach-Dietharz. (tlz/bau) In der Diskussion um die Tambach-Dietharzer Sporthalle kommen Bürgermeister Harald Wrona (FDP) und Landrat Konrad Gießmann (CDU) nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner. Nun wirft der Tambacher Bürgermeister dem Landrat...
Verklungenen Geschichten abgelauscht - Thüringer Allgemeine
In einer Neuerscheinung der Sagen Ludwig Bechsteins geht es um Geschichten rund um Ohrdruf, Georgenthal und Tambach-Dietharz. THÜRINGEN. "Komm du wundersame Pilgerin, vaterländische Sage, komm du zu mir an den lindenumrauschten einsamen Mönchsstich und...

Tambach-Dietharz

Wappen der Stadt Tambach-Dietharz

Tambach-Dietharz im Thüringer Wald ist eine Kleinstadt im Landkreis Gotha in Thüringen (Deutschland).

Tambach ist seit 1251 urkundlich bezeugt und schloss sich 1919 mit dem benachbarten Ort Dietharz (1246 urkundlich erwähnt) zu Tambach-Dietharz zusammen. Die Gemeinde erhielt 1925 das Stadtrecht. Bereits im 10. und 11. Jahrhundert führte vermutlich eine Handels- und Heerstraße durch die Tambacher Mulde über den Kamm des Thüringer Waldes (Frankenstic, der heutige Rennsteig) nach Franken mit Anbindung an das süddeutsche Straßennetz. Die strata magna und die communis strata hatten ihre Blütezeit im 14./15. Jahrhundert.

Das Castrum Waldenfels auf dem Altenfels am Ende des Schmalwassergrundes (heute Talsperre) gelegen, könnte eine Zoll- und Geleitstelle gewesen sein. Einer der Vögte zu Waldenfels war um 1265 Eckehard, Ritter von Hochheim, der Vater des als Mystiker berühmt gewordenen Meister Eckhart, der um 1260 geboren wurde. Als Geburtsort kann die Burg Waldenfels in Betracht kommen.

Die alte Straße zwischen Schmalkalden und Tambach-Dietharz erlangte auch Berühmtheit durch Martin Luther. Dieser war auf dem Konvent in Schmalkalden, auf dem die Schmalkaldischen Artikel im Februar 1537 unterzeichnet wurden, an einem Blasen- oder Nierenleiden schwer erkrankt. Er trat die Heimreise nach Wittenberg über Tambach-Dietharz an. In Tambach-Dietharz wurde er nachdem er vom Wasser des heutigen Lutherbrunnens getrunken hatte von seinen Leiden erlöst und er schrieb an seinen Freund Melanchthon „… aus Tambach, dem Orte, da ich gesegnet wurde, denn hier ist mein Phanuel, an dem mir Gott erschienen ist.“ Dies war der Anlass im Jahre 1717 zum Reformationsjubiläum im Tammichgrund einen Brunnen als Lutherbrunnen (aus diesem soll das Wasser entnommen worden sein) zu bezeichnen.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 307 Frauen und Männer vorwiegend aus der Sowjetunion bei der Firma Hopf und bei der Firma Fritz Braun Zwangsarbeit leisten.

Geteilt von Grün über Silber; oben eine aufrechtstehende silberne Holzfälleraxt, belegt mit schräggekreuzten silbernen Berghämmern; unten auf grünem Boden drei grüne Tannen. Der Auftrag für ein neues Stadtwappen erging 1925. Die Holzfälleraxt und die Bergeisen erinnern an Forstwirtschaft und Holzverarbeitung sowie an das Steinbrechergewerbe in Tambach. Die drei Tannen entstammen dem alten Gemeindesiegel von Dietharz.

Tambach-Dietharz ist die Heimat der Dark-Metal-Band Eisregen sowie des Nebenprojektes des Sängers und des Gitarristen, der Death-Metal-Band Eisblut. Auch die Tochterband Transilvanian Beat Club, mit der ehemaligen Geigerin und dem Schlagzeuger von Eisregen, kommt aus Tambach-Dietharz. Ebenfalls Ewigheim mit Yantit, dem Drummer von Eisregen.

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Talsperre Tambach-Dietharz

Blick auf den Stausee der Talsperre Tambach-Dietharz

Die Talsperre Tambach-Dietharz ist eine kleine Talsperre in Thüringen, die zur Trinkwasserversorgung von Gotha gebaut wurde. Die Talsperre wird auch „Gothaer Talsperre“ oder „Stauweiher“ genannt. Sie liegt am Südrand der Stadt Tambach-Dietharz und staut das Wasser der Apfelstädt und das Mittelwasser.

Bei der Planung war der Bauingenieur Otto Intze, der damals und noch heute wohl berühmteste Talsperren-Konstrukteur, als Gutachter beteiligt. Die Talsperre entspricht allerdings nicht in allen Punkten dem Intze-Prinzip. Die Bauarbeiten begannen im September 1902 nach 11 Jahren Planung unter der Oberbauleitung von Ministerialrat Fecht aus Straßburg durch das Bauunternehmen Windschild & Langelott und wurden im Oktober 1905 abgeschlossen. Die Talsperre wurde ab dem Frühjahr 1906 erstmalig eingestaut.

Die Staumauer ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Porphyr-Bruchsteinmauerwerk. Von 1987 bis 1991 wurde die Talsperre rekonstruiert, sie bekam dabei einen oben 2,50 m und unten 6,20 m breiten Mantel aus Beton mit einem Kontrollgang und wurde am 16. Juli 1991 wieder eingestaut.

Die Talsperre hat eine Vorsperre im Apfelstädtgrund.

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Rotliegend

Das Rotliegend (häufig auch Rotliegendes, aber fachlich nicht empfohlen) ist eine Gesteinseinheit im hierarchischen Rang einer Gruppe und der untere Abschnitt der mittel- und westeuropäischen Dyas. Die Dyas („das Zweigeteilte“, nach der in Mitteleuropa ausgeprägten Zweiteilung in Rotliegend und Zechstein) war eine alternative Bezeichnung des Perm-Systems, die sich international nicht durchsetzen konnte. In der heutigen wissenschaftlichen Auffassung ist Rotliegend kein Zeitintervall mehr, sondern lediglich eine rein durch Merkmale definierte Gesteinseinheit (Einheit der Lithostratigraphie). Das Rotliegend entspricht überwiegend den internationalen chronostratigraphischen Serien des Unter- und Mittelperm (Cisuralium und Guadalupium).

Das Rotliegend verdankt seinen Namen den vielfach auffällig rot gefärbten Gesteinen, aus denen die Gesteinseinheit aufgebaut ist. „Rotliegend“ ist ein alter Bergmannsausdruck aus dem Mansfelder Land und bezeichnet die roten, unter dem nutzbaren Kupferschiefer lagernden Gesteine. Da dieses taube Gestein im Liegenden des Kupferschiefers zu finden war, wurde es ursprünglich als „rotes totes Liegendes“ bezeichnet. Die Rotfärbung dieser Sandsteinschichten wird durch feinverteilte Hämatit-Schüppchen (Roteisenstein) verursacht und verweist auf die Ablagerung im heißen Klima.

Die Untergrenze des Rotliegenden ist bisher noch nicht abschließend definiert worden; sie ist stark diachron. Im Saar-Nahe-Becken liegt die Untergrenze an der Basis der Remigiusberg-Formation, in der Wetterau an der Basis der Lindheim-Formation, im Thüringer Wald entweder an der Basis der Georgenthal-Formation/Möhrenbach-Formation oder an der Basis der Ilmenau-Formation. In der nördlichen Saalesenke wird die Untergrenze an die Basis der Halle-Formation, auf der Flechtlinger Scholle an der Basis der Süplingen-Formation, im Vorerzgebirge an der Basis der Härtensdorf-Formation, im Becken von Döhlen an der Basis der Unkersdorf-Formation und in Norddeutschland meist an die Basis der Vulkanit-Komplexe gelegt. Die Obergrenze ist dagegen fast überall gut definiert und quasi isochron; es ist die Basis des Unteren Werra-Tons (Kupferschiefer und seine Äquivalente). Die Gesteinseinheit Rotliegend beinhaltet terrestrische, fluviatile, lakustrine, äolische und vulkanogene Sedimente, von groben Konglomeraten und Brekzien, über Sandsteine bis zu feinkörnigen Tonen, Evaporiten und Kalken. Lokal sind mächtige magmatische Gesteine eingeschaltet (Laven, Pyroklastika, Ignimbrite, seltener subvulkanische Körper). Die Gesteine des Rotliegend sind, bedingt durch die wüstenhaften Bedingungen des Ablagerungsgebietes überwiegend rot gefärbt. Das Rotliegend erreicht lokal Mächtigkeiten bis über 3000 m. Typregion ist Mittel- und Westeuropa. Entsprechend der Unsicherheit der Untergrenze beginnt das Rotliegende regional wahrscheinlich bereits im Gzhelium, der obersten chronostratigraphischen Stufe des internationalen Oberkarbon (Pennsylvanium) und reicht bis in das untere Wuchiapingium, der unteren chronostratigraphischen Stufe des internationalen Oberperm (Lopingium). In absoluten Zahlen ausgedrückt umfasst das Rotliegend einen Zeitraum von wahrscheinlich über 45 Millionen Jahren, von etwa 302 bis 257 Millionen Jahren.

Das Rotliegend wurde in Deutschland in einer ganzen Reihe voneinander getrennter Becken abgelagert, die daher jeweils ihre eigene Sedimentationsgeschichte haben. Entsprechend lassen sich die Sedimente der einzelnen Becken lithostratigraphisch nicht oder nur schwer korrelieren; deshalb wurden für jedes Teilbecken separate Formationen ausgeschieden.

Fossilien aus dem Rotliegenden kennt man vor allem aus dem Saarland (Lebach und Oberthal), Rheinland-Pfalz (Nierstein, Bad Sobernheim, Odernheim, Jeckenbach, Rockenhausen), Thüringen (Manebach, Friedrichroda, Tambach-Dietharz), Sachsen-Anhalt (Raum Halle/Saale) und Sachsen (Chemnitz, Dresden). Berühmt sind die Tierfährten von Nierstein, die Saurier (Amphibien) von Odernheim und Jeckenbach, die Ur-Reptilien vom Fundort „Bromacker“ bei Tambach-Dietharz sowie der „Versteinerte Wald“ von Chemnitz.

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Apfelstädt (Fluss)

Marienthalbrücke bei Ingersleben

Die Apfelstädt ist ein Fluss in Thüringen mit einer Länge von etwa 34 km. Sie ist ab dem Ablauf der Talsperre Tambach-Dietharz ein Gewässer erster Ordnung nach dem Thüringer Wassergesetz. Das Einzugsgebiet der Apfelstädt beträgt 372,8  km².

Die Apfelstädt entspringt unterhalb des Rennsteigs in 734 m ü. NN ungefähr fünf Kilometer südwestlich von Tambach-Dietharz.

Die Apfelstädt durchfließt zehn Gemarkungen: Tambach-Dietharz, Georgenthal, Catterfeld, Herrenhof, Hohenkirchen, Schwabhausen, Wechmar, Drei Gleichen OT Seebergen und OT Wandersleben, Apfelstädt, Neudietendorf (Zufluss des Waidbachs aus Mühlberg) und Ingersleben.

Die einzige größere Einmündung ist die Ohra nördlich von Ohrdruf. Der Fluss mündet nahe der zu Ingersleben gehörenden Siedlung Marienthal in die Gera, wobei die Mündung bereits auf dem Gebiet des Erfurter Ortsteils Molsdorf liegt.

Bis zum 20. Jahrhundert war das Wasser der Apfelstädt für bis zu 56 Mühlen entlang ihres Laufes von Bedeutung. Bei Georgenthal wurde 1653 der Flößgraben gebaut, der Wasser aus der Apfelstädt ableitet. Heute wird sie für den Angelsport und bei hinreichendem Wasserstand von Kanuten genutzt.

Bei Ohrdruf durchfließt die Apfelstädt ein Truppenübungsgelände der Bundeswehr. Hier dient sie dem Training zur Überwindung von Wasserhindernissen.

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Source : Wikipedia