TV Total

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Geschrieben von goldorak 01/03/2009 @ 18:02

Tags : tv total, stefan raab, moderatoren, fernsehen, kultur

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TV total Turmspringen

Das TV total Turmspringen ist ein von Stefan Raab initiierter und als Sondersendung von TV total präsentierter Prominenten-Wettbewerb im Turmspringen.

Erstmals fand das Turmspringen am 16. Dezember 2004 in der Olympia-Schwimmhalle in München statt und wurde von Sonya Kraus und Ingolf Lück moderiert. Teilnehmer waren unter anderen Lucy Diakowska, Stefan Raab, Danny Ecker und Lars Börgeling. Für die musikalischen Auftritte sorgten Kylie Minogue so wie SSDSGPS-Gewinner Max Mutzke. Sieger des Events wurden Lucy Diakovska im Einzel sowie die Stabhochspringer Danny Ecker und Lars Börgeling im Synchronspringen.

Am 26. November 2005 wurde der Wettbewerb zum zweiten Mal durchgeführt, Austragungsort war die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Berlin. Moderiert wurde die Sendung von Sonya Kraus und Kai Pflaume, als Showacts traten US5 und Deep Purple auf. Sieger des TV total Turmspringens 2005 wurden Lars Börgeling im Einzelspringen und erneut Danny Ecker und Lars Börgeling im Synchronspringen.

Der dritte Wettbewerb wurde am 24. November 2007 wieder in der Olympia-Schwimmhalle in München ausgetragen und von Oliver Welke, Matthias Opdenhövel und Sonya Kraus moderiert. Um die Titel in den Einzel- und Synchronwettbewerben kämpften mit den Titelverteidigern unter anderem Daniel Aminati und Mundstuhl. Für musikalische Unterhaltung sorgten Craig David und Empty Trash. Sieger im Einzelwettbewerb wurde Joey Kelly und im Synchronspringen gewannen Kai Böcking und Norbert Dobeleit.

Der vierte Wettbewerb wurde am 18. Oktober 2008 erneut in der Olympia-Schwimmhalle in München ausgetragen. Im Einzelspringen war der Schauspieler Steffen Groth erfolgreich. Im Synchronspringen konnte sich Groth gemeinsam mit seiner Schauspielkollegin Wolke Hegenbarth gegen die Vorjahrressieger Kai Böcking und Norbert Dobeleit durchsetzen.

Das vierte TV total Turmspringen wurde von 3,14 Millionen Menschen gesehen. Dies entspricht einem Marktanteil von 13,6%. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten 2,23 Millionen Menschen ein. Pro Sieben erreichte damit einen Marktanteil von 23,4%.

In einer Kritik von Sebastian Wieschowski für die Seite Spiegel-Online wurde das vierte TV total Turmspringen positiv gewertet. Die Show hatte zwar „Längen“, enttäuschte die Zuschauer dabei jedoch nicht. Besonders positiv wertet Wieschowski die Entwicklung des Events über die Jahre „von einer lustigen Arschbombenparade zum spektakulären Wettkampf“. Auch der Auftritt Fabian Hambüchens kam der Samstagabend-Sendung zugute. Stefan Raab sorgt aus Sicht des Redakteurs für Abwechslung im deutschen Fernsehen und liefert, etwa im Gegensatz zu Wetten, dass..?, „riskante und sehenswerte Darbietungen“.

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TV total

Logo von TV total‎

TV total ist eine von der Produktionsfirma Brainpool und Raab TV sowie von Fernsehproduzent Marcus Wolter entwickelte und von Stefan Raab moderierte Show auf ProSieben. Die Premiere war am 8. März 1999. Ursprünglich wöchentlich gesendet, läuft die Sendung seit Februar 2001 viermal in der Woche, montags bis donnerstags. Gleichzeitig zog TV total vom Theater am Rudolfplatz in ein Studio im Mediengebäude Capitol an den Kölner Ringen um. Seit 2003 gibt es ein eigenes Studio der Firma Brainpool im Stadtteil Mülheim. Seit dem 14. Januar 2008 wird die Show in 16:9 ausgestrahlt, zuvor wurden nur einzelne Events wie das Turmspringen in diesem Format übertragen.

TV total hat starke Ähnlichkeit mit einer Late-Night-Show. So gibt es einen Monolog am Anfang der Sendung, eine eigene Showband, den fahrbaren Schreibtisch, Talkgäste, Einspieler zu bestimmten Themen sowie Auftritte von Musikern und Stand-Up-Comedians. Nach den schlechten Erfahrungen von Gottschalk late night und um eine Konkurrenz zur Harald Schmidt Show zu vermeiden, wurde das Konzept für ein jüngeres Publikum angepasst und erweitert. Die respektlose Auseinandersetzung mit Pannen und fragwürdigen Entwicklungen im deutschen Fernsehen war eine zentrale Komponente (wie zuvor schon bei Kalkofes Mattscheibe), was auch in Name und Logo (Fernsehapparat mit Teufelshörnern) der Sendung zum Ausdruck kommt. Mittlerweile ist dieser Aspekt aber zugunsten einmaliger oder wiederkehrender Sonderrubriken etwas zurückgedrängt worden. Oft bezieht sich Raab während des Monologs und im weiteren Verlauf der Sendung nicht auf Fernsehausschnitte, sondern besondere Meldungen in der Tagespresse.

Die Auseinandersetzung mit der aktuellen Fernsehlandschaft findet hauptsächlich über das Einspielen der lustigsten Szenen am Anfang der Sendung statt. Einige kurze Ausschnitte, die auch außerhalb des ursprünglichen Kontexts komisch sind, werden von Raab über spezielle Knöpfe (sogenannte Nippel) an seinem Schreibtisch während der Sendung eingespielt, wenn es in die Situation passt oder auch nur eine ungewollte Pause entsteht. In der Anfangszeit gab es noch einige spezielle fernsehbezogene Rubriken. Mangels Material oder Resonanz wurden diese aber später aus der Sendung entfernt.

Der am 10. April 2003 verstorbene Willi trat als Türsteher auf (Willi macht die Tür) oder konfrontierte in weiteren Einspielern andere ältere Menschen mit Jugendsprache (Check it out Willi).

Die Thüringer Krankenschwester Isabel Kilian, die Raab anlässlich einer Blutspende-Aktion im November 2001 entdeckte, lockte bei Isabel fragt nach Passanten aus der Reserve, indem sie ihnen immer wieder die gleiche Frage stellte.

Musikalisch untermalt wird die Sendung von der Band heavytones, die die von Raab komponierte Titelmelodie am Anfang und Ende der Sendung sowie die diversen Jingles zur Werbepause spielt. Oft begleiten die Heavytones auch Live-Auftritte von Gästen. Von Zeit zu Zeit wird die Hausband durch prominente Gastbands oder interessante musikalische Gruppen wie die Formation Wildes Holz ersetzt.

Die Heavytones sind: Wolfgang Norman Dalheimer (Keyboards), Herb Jösch (Schlagzeug), Dominik Krämer (Bass), Hanno Busch (Gitarre), Alfonso Garrido (Percussion), Rüdiger Baldauf (Trompete), César Pérez (Posaune) und Niels Klein (Saxophon).

In der Woche nach Ostern 2006 wurde die Band Heavytones für drei Sendungen durch die Heavytones Kids ersetzt. Das Publikum wählte eine Woche vorher die jungen Talente im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Zur der Band gehörten Max (Gitarre), Constantin (E-Bass), Marcel (Keyboard), Dorothea (Percussion), Adriano (Schlagzeug), Felix (Trompete), Katharina (Posaune) und Jenny (Saxophon). Einen weiteren Auftritt hatten die jungen Musiker in der Silvester-Sendung von TV total gemeinsam mit Tobias Regner.

Ende 2003/Anfang 2004 initiierte Raab die Casting-Show „SSDSGPS“ (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star), die zwar den Namen von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) parodierte, sich aber als ernst zu nehmende und stärker auf das musikalische Talent ausgerichtete Alternative hierzu verstand.

Mit dem Wettbewerb suchte er einen Kandidaten für die deutsche Vorausscheidung des Eurovision Song Contest. NDR-Unterhaltungschef Dr. Jürgen Meier-Beer hatte ihm eine Wildcard versprochen, falls sein Künstler Erfolg in den Charts haben sollte. Die Jury bestand aus Raab, Thomas Anders und Joy Fleming.

Als Sieger aus SSDSGPS ging Maximilian Mutzke hervor, der sich im Finale gegen Bonita Jeanetta Louw, Vanessa Henning und Alex Schröder durchsetzte. Mit deutlichen 92  Prozent schaffte er später im deutschen Vorausscheid die Qualifikation für das ESC-Finale. In Istanbul erreichte er mit seinem Nr.-1-Hit „Can't wait until tonight“ den 8. Platz.

Raab erhielt für SSDSGPS 2005 einen Adolf-Grimme-Preis.

Moderiert wurde die Show von Stefan Raab, Elton und Annette Frier.

Als Nachfolger von SSDSGPS entstand 2007 SSDSDSSWEMUGABRTLAD.

Die Abkürzung steht für „Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf!“ und entstand, als im April 2007 bei Deutschland sucht den Superstar der Kandidat Max Buskohl die Casting-Show verließ und RTL ihm mit Hinweis auf bestehende Verträge untersagte, unmittelbar danach bei TV total aufzutreten. Raab startete eine Kampagne unter dem Motto „Freiheit für Max Buskohl“, in der er mit der Verwendung eines abgewandelten RAF-Entführungsfotos für Wirbel sorgte. Nachdem die von Kritikern als PR-Aktion eingeschätzte Aktion gescheitert war, startete Raab seine neue Castingshow.

Den Kandidaten war die Auswahl der Lieder freigestellt, auch eigene Produktionen waren erlaubt. Aus den Bewerbern, die sich in einer Casting-Box vorstellten, wurden zwanzig Kandidaten ausgewählt. Die Kandidaten präsentierten sich in zwei Vorrunden dem Publikum und der Jury, die aus Stefan Raab, Max Buskohls Vater Carl Carlton und einem Gastjuror bestand. Per Televoting wurden zehn Kandidaten in die nächste Runde gewählt, die sich in weiteren Live-Shows bewähren mussten.

Im Finale am 10. Januar 2008 traten der Country-Musiker Mario Strohschänk, Rockmusik-Sängerin Steffi List aus Schweinfurt, der Balladenschreiber Gregor Meyle und die damals 18-jährige Schweizerin Stefanie Heinzmann aus Eyholz an. Strohschänk schied als Erster aus; alle Kandidaten präsentierten ihre kurz vorher aufgenommenen Singles erstmals live. Die aus dem Kanton Wallis stammende Stefanie Heinzmann gewann schließlich den Wettbewerb und erhielt einen Plattenvertrag.

Moderiert wurde die Sendung von Elton und Johanna Klum.

Aus Enttäuschung über die schwachen Ergebnisse beim Eurovision Song Contest erfand Stefan Raab einen neuen musikalischen Wettbewerb. Beim Bundesvision Song Contest traten statt europäischer Staaten die 16 deutschen Bundesländer gegeneinander an. In den regulären Ausgaben von TV total wurden pro Sendung ein Teilnehmer vorgestellt. Wie beim europäischen Vorbild findet der Wettbewerb immer im Bundesland des Vorjahressiegers statt. Bei der ersten Ausgabe am 12. Februar 2005 in Oberhausen gewann die Band Juli mit dem Titel Geile Zeit vor Fettes Brot und Sido. 2006 in Wetzlar setzte sich die Gruppe Seeed mit Ding gegen Revolverheld und In Extremo durch. 2007 triumphierten Oomph! und Marta Jandová mit Träumst du vor Jan Delay und Kim Frank. Beim Contest in Hannover gewann am 14. Februar 2008 Subway to Sally mit einem Punkt Vorsprung vor Clueso.

Der Bundesvision Song Contest 2009 fand am Freitag den 13. Februar 2009 in Potsdam statt. Gewonnen hat der Berliner Reggae- und HipHop-Musiker Peter Fox, der den Wettbewerb schon 2006 mit seiner Gruppe Seeed gewann. Er erreichte mit 174 Stimmen das bisher beste Ergebnis in der Geschichte des Bundesvision Song Contests. Den zweiten Platz belegte die Band Polarkreis 18 aus Sachsen mit 131 Stimmen, gefolgt von der Metalband Rage (112 Stimmen) aus NRW.

Im April 2005 veranstaltete Raab eine Jazz-Night rund um den Swing. Gemeinsam mit Maximilian Mutzke, Tom Gäbel, Helge Schneider und einer eigens engagierten Bigband präsentierte er neue Versionen bekannter Lieder wie Hänschen Klein, Über den Wolken oder My Way. Am 22. Dezember 2005 folgte die Große Nacht der Stars mit Jeanette Biedermann, Wigald Boning, Tom Gäbel, Luise Koschinsky, Oli.P, Lucy Diakowska, Maximilian Mutzke, Melanie Chisholm, Michael Bublé und Scooter.

Nachdem er einige Jahre zuvor mit einer Wildcard an der Foxtrott-WM teilgenommen hatte, präsentierte Stefan Raab im Oktober 2005 eine Tanzwoche. Mit einer Profitänzerin stellte er die Tänze Samba, Jive, Rumba und Cha-Cha-Cha vor.

Ähnlich wie der amerikanische Entertainer Andy Kaufman für den Titel „Inter-Gender Wrestling Champion of the World“ gegen Frauen in den Wrestling-Ring stieg, kämpfte Stefan Raab gegen Regina Halmich bei zwei Kämpfen um den Titel „Weltmeisterin sämtlicher Klassen“.

Den ersten Kampf über fünf Runden à zwei Minuten gegen die Weltmeisterin im Fliegengewicht verlor die „Killerplauze“ am 22. März 2001 nach Punkten. Die Live-Übertragung brachte Prosieben mit einem Marktanteil von 73,5 % den bisherigen Bestwert in seiner Geschichte.

Am 30. März 2007 kam es in der ausverkauften Kölnarena zum Rückkampf zwischen Regina Halmich und Stefan Raab unter dem Motto Die Rückkehr der Killerplauze. Das mit einem Panzer, einem Käfig und lauter Musik inszenierte Show-Duell war die zentrale Veranstaltung der McFit-Fight Night, in der es u. a. auch zum WM-Kampf von Susianna Kentikian kam. Raab verlor erwartungsgemäß, konnte aber alle sechs Runden überstehen. Weil Elton nicht an ihn geglaubt hatte, musste der Show-Praktikant im November 2007 den New-York-City-Marathon absolvieren. Er lief ihn in fünfeinhalb Stunden und einer Sekunde, Stefan würdigte Eltons Leistung indem er ihn zum Showoberpraktikanten beförderte. Moderiert wurde das Event von Oliver Welke, Dariusz Michalczewski, Matthias Preuss, Jan Stecker und Johanna Klum.

In der Wetten, dass..?-Sendung vom 22. Februar 2003 bot Raab als Wettpate an, die Bob-Bahn in Winterberg in einem Wok herunterzufahren. Daraus entstand die „Wok-Weltmeisterschaft“, bei der prominente Teilnehmer aus Sport und Show jedes Jahr in der Einer- und Vierer-Disziplin antreten. Austragungsorte sind die Bahnen in Winterberg, Innsbruck und Altenberg im Erzgebirge. Die erfolgreichsten Teilnehmer sind der Olympia-Sieger Georg Hackl, der Musiker und Extremsportler Joey Kelly, der Moderator Stefan Gödde und Raab persönlich.

Am 4. April 2002 trat Stefan Raab im Eisschnelllauf gegen die Olympiasiegerin Claudia Pechstein an. Er gewann das Rennen über 3000 Meter knapp, jedoch dank eines Vorsprungs von 900 Metern.

Am 30. September 2004 veranstaltete Stefan Raab auf dem CHIO-Gelände in der Aachener Soers ein Springreit-Championat mit vielen Prominenten. Die Dressurreiterin Isabell Werth gewann den Wettbewerb vor Tobias Schlegl und Charlotte Karlinder, Raab schied nach dem zweiten Durchgang aus.

Als weiterer sportlicher Wettbewerb fand das „TV total Turmspringen“ erstmals am 16. Dezember 2004 in der Olympia-Schwimmhalle in München statt, den die Sängerin Lucy Diakowska im Einzel sowie die Stabhochspringer Danny Ecker und Lars Börgeling im Synchronspringen gewannen. Am 26. November 2005 gab es eine Neuauflage in der Schwimm- und Sprunghalle im Berliner Europasportpark. Im Einzelwettbewerb gewann Lars Börgeling vor Britta Kamrau und Kai Böcking. Im Synchronspringen verteidigten Danny Ecker und Lars Börgeling ihren Titel aus dem Vorjahr vor Kai Böcking und Norbert Dobeleit sowie Bürger Lars Dietrich und Ben. Am 24. November 2007 gab es eine weitere Auflage in der Olympia-Schwimmhalle in München, bei der Joey Kelly bei seinem ersten Turmspringen die Einzelwertung gewann. Kai Böcking und Norbert Dobeleit gewannen das Synchronspringen. Bei der vierten Auflage am 18. Oktober 2008 war im Einzelspringen der Schauspieler Steffen Groth erfolgreich. Den Sieg im Synchronspringen konnte sich Groth gemeinsam mit seiner Schauspielkollegin Wolke Hegenbarth sichern.

Bei einem Beitrag für die Rubrik „Raab in Gefahr“ lernte der Moderator das Stockcar-Rennen kennen und veranstaltete den eigenen Wettbewerb in der Gelsenkirchener Veltins-Arena. Bei der „Stock Car Crash Challenge“ gibt es drei Wettbewerbe in den Klassen 1500, 1900 und 3000 cm³ sowie ein „Rodeo-Rennen“, das so lange dauert, bis nur noch ein Auto fahrtüchtig ist. Die erste Ausgabe fand am 25. Juni 2005 statt. Die Gewinner waren Jan Stecker (1500), Ben (1900) und Stefan Raab (3000) sowie Mathias Lauda (Rodeo). Bei der zweiten Ausgabe am 7. Oktober 2006 triumphierten Axel Stein (1500), Christian Clerici (1900) und erneut Stefan Raab (3000) sowie Joey Kelly (Rodeo). Bei der dritten Ausgabe am 20. Oktober 2007 gewannen Brösel (1500), Matthias Opdenhövel (1900) und Christian Clerici (3000 und Rodeo).

Die vierte Ausgabe fand am 29. November 2008 erstmals nicht in der Veltins Arena, sondern in der LTU arena in Düsseldorf statt. Die Sieger der vierten Ausgabe waren Axel Stein (1500 cm³), Timo Scheider (1900 cm³), Christian Clerici (3000 cm³) und Martin Tomczyk (Rodeo).

Nach einer witterungsbedingten Verschiebung präsentierte Stefan Raab den Großen TV total Parallelslalom am 16. Dezember 2006 aus St. Anton am Arlberg mit 15 prominenten Teilnehmern. Christian Clerici gewann den Finallauf auf der Weltcup-Strecke gegen Richter Alexander Hold. Den dritten Platz sicherte sich DJ Bobo im Duell mit Raab.

Am Freitag, 6. Juni 2008, einen Tag vor der Eröffnung der Fußball-Europameisterschaft 2008, veranstaltete Stefan Raab in der KölnArena die TV total Autoball-Europameisterschaft 2008. Entstanden ist die Idee nach der siebten Ausgabe von Schlag den Raab, in der Raab gegen seine Gegnerin Sonja bei diesem Spiel gewinnen konnte. Insgesamt ermittelten acht Länderteams mit prominenter Besetzung in der Kölnarena den ersten Autoball-Europameister. Neben Stefan Raab (Deutschland) waren noch Patrick Nuo (Schweiz), Thomas Muster (Österreich), Dariusz Michalczewski (Polen), Giovanni Zarrella (Italien), Bülent Ceylan (Türkei), Sergej Barbarez (Bosnien-Herzegowina) und Raabs Dauerrivale Joey Kelly (Irland) mit von der Partie. Die Netto-Spielzeit pro Begegnung betrug fünf Minuten. Aus jeder Vierergruppe qualifizierten sich die beiden besten Spieler für das Halbfinale. Im ersten Halbfinale schied Barbarez gegen Kelly aus, im zweiten Halbfinale gewann Raab gegen Zarrella. Im Finale besiegte Stefan Raab Joey Kelly mit 2:1 und wurde damit erster Autoball-Europameister.

Neben dem regulären Programm werden in unregelmäßigen Abständen Sondersendungen produziert.

Seit dem 6. Juli 2006 veranstaltet Raab alle paar Monate eine Poker-Nacht. Zusammen mit Elton, drei Prominenten und einem Zuschauer-Kandidaten, der sich im Internet qualifiziert, spielt er Texas Hold’em. Der Gewinner erhält 50.000 €, die zuvor ausgeschiedenen Spieler erhalten 20.000 €, 15.000 €, 10.000 € und 5.000 €, der schlechteste Teilnehmer geht leer aus. Durch die Sendung führen Moderator Oliver Welke, der Experte Michael Körner vom DSF und die Dealerin Gaby.

In der ersten Ausgabe konnte sich Elton gegen Michael Herbig, den Zuschauer-Kandidaten Christoffer, Stefan Raab, Heike Makatsch und Sasha durchsetzen. Am 14. Dezember 2006 scheiterte der Titelverteidiger im Heads-Up gegen den Wildcard-Gewinner Thilo. Zuvor schieden Michael Mittermeier, Lars Niedereichholz (Mundstuhl), Katy Karrenbauer und Raab aus. In der dritten Poker-Nacht am 21. Februar 2007 triumphierte erneut der Qualifikant. Thomas bezwang Axel Stein, Hugo Egon Balder, Elton, Raab und Janine Kunze. Alexander setzte in der vierten Show am 19. April die Tradition fort und sicherte sich gegen Raab, Karl Dall, Charlotte Engelhardt, Torsten Frings und Elton den Hauptgewinn. Auch Marcel gewann am 31. Mai als Qualifikant die 50.000 € gegen Mike Krüger, Raab, Elton, Bernhard Hoëcker und Miriam Pielhau.

In der sechsten Sendung der Poker-Nacht verdiente sich Elton zum zweiten Mal das Preisgeld in Höhe von 50.000 €, wohingegen Raab, Peter Lohmeyer, der Wildcard-Gewinner Ernst, Marta Jandová und Oliver Pocher am 27. September 2007 den Kürzeren zogen. Bei der siebten Ausgabe gewann DJ BoBo im Heads-Up gegen Elton. Zuvor waren Reiner Calmund, der Online-Qualifikant Kai Hold, Julia Stinshoff und Stefan Raab ausgeschieden. Bei der achten Poker-Nacht am 28. Februar 2008 schied Elton als Erster aus. Ihm folgten Kai Pflaume, Stefan Raab und Kaya Yanar. Simone Thomalla entschied das Heads-Up gegen den Wildcard-Kandidaten Claus für sich und gewann als erste Frau das Spiel. In der Runde vom 1. Mai 2008 gewann Tim Mälzer vor Stefan Kretzschmar. Felicitas Woll war als erste Spielerin ausgeschieden; es folgten Elton, der Qualifikant Pascal und Stefan Raab. Die neunte Poker-Nacht am 6. November 2008 gewann zum wiederholten Male Elton. Er setzte sich im Finale gegen den Online-Qualifikanten Barry Purkis durch. Als erstes scheiterte der Favorit Sido. Ihm folgten die Starköchin Sarah Wiener, Stefan Raab und dann auch der Schauspieler Moritz Bleibtreu. Am 16. Dezember 2008 fand die zehnte Runde der Poker-Nacht statt. Sie wurde von Florian Silbereisen gewonnen, der im Heads-Up Helge Schneider besiegte. Platz drei belegte der Qualifikant Toni vor Stefanie Kloß, Stefan Raab und Elton, der als Erster ausgeschieden war.

Am 3. Februar 2009 fand zum zwölften Mal das Pokerturnier statt. Es siegte Lilly Kerssenberg und damit zum zweiten Mal eine Frau, die Stefan Raab im Finale vom Tisch putzte. Als erster musste Boris Becker den Tisch verlassen, es folgten der Wildcard-Gewinner Steven, Mario Basler und Elton.

Nachdem er für eine Ausgabe der Samstagabend-Show Schlag den Raab eine Bowling-Anlage aufgebaut hatte, veranstaltete Stefan Raab am 25. Oktober 2006 eine Bowling-Runde mit den Gästen Sonya Kraus, Oliver Welke und Elton. Letzterer gewann mit 116 Punkten vor Raab, Welke und Kraus. Am Nikolaus-Abend gab es eine zweite Ausgabe, bei der sich Raab mit 106 Punkten gegen Elton, Jeanette Biedermann und Ben durchsetzte.

Seit 2001 präsentiert ProSieben jedes Jahr zu Silvester ein TV total Silvester Spezial. Bis Silvester 2007 blickten Raab und seine Gäste Christoph Maria Herbst, Rick Kavanian, Michael Herbig und Sonya Kraus auf das abgelaufene Jahr zurück. Seit Silvester 2008 präsentiert Stefan Raab ohne Gäste auf der Couch die besten TV-Ausschnitte, die Hits des Jahres und die Highlights der TV total-Sendungen des Jahres.

Am 17. September 2005 veranstaltete Stefan Raab eine Sondersendung zur Bundestagswahl 2005 mit den Politikern Christian Wulff (CDU), Franz Müntefering (SPD), Guido Westerwelle (FDP), Günther Beckstein (CSU) und Jürgen Trittin (Grüne). Als Co-Moderator half Peter Limbourg vom Partnersender N24. Matthias Opdenhövel präsentierte die Ergebnisse eines Televotings, bei dem jeder, also auch Minderjährige und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, ihre Stimme für eine Partei abgeben durften: SPD 36,5 %, CDU/CSU 30,1 %, FDP 13,7 %, Grüne 8,9 %, Linkspartei.PDS 10,7 %. Das Ergebnis spiegelte vor allem das politische Spektrum der jüngeren Zielgruppe, war aber vom Trend her genauer als die Vorhersagen der großen Institute. Für die Show erhielten Raab und Limbourg den Goldenen Prometheus in der Kategorie „Coup des Jahres“.

Bei großen Turnieren steht der Fußball im Mittelpunkt der Sendung. Zur WM 2002 präsentierte Raab seine Erlebnisse in Japan, bei der EM 2004 reiste Elton gemeinsam mit Oliver Pocher in einem Wohnwagen durch das Gastgeberland Portugal.

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde die Sendung unter dem Titel WM total live ausgestrahlt. Raab analysierte dabei das Geschehen rund um die WM, tippte die Spiele und spielte gegen den jeweiligen Studiogast den Blind Kick, ein überdimensionale Variante des Tipp-Kick, bei der lebende Spielfiguren, deren Augen verbunden sind, durch Kommandos von Raab und seinem Gegner gesteuert werden. Im Dezember 2005 hatte Raab bereits die Gruppenauslosung mit großen Übereinstimmungen vorweggenommen.

Am 1. Juni 2006 fand ein Wettlauf mit den Maskottchen von insgesamt 46 Sportvereinen statt, den der Löwe des TV Großwallstadt vor dem Löwen von Bayer 04 Leverkusen, dem Tiger der Walter Tigers Tübingen und dem Zebra Ennatz vom MSV Duisburg gewann.

Parallel zu den Olympischen Spielen 2004 fand die TV total Olympiade statt. Stefan Raab, Elton und jeweils ein prominenter Gast maßen sich in verschiedenen Leichtathletik-Disziplinen: Hochsprung mit Michael Herbig, Zeitfahrrennen mit Oliver Pocher und 100-Meter-Lauf mit Alida-Nadine Lauenstein. Zu den Olympischen Winterspielen 2006 gab es eine Neuauflage.

Am 2. September 2004 fand das TV total Hochsprung Meeting statt. Pierre Geisensetter gewann mit 1,55 m gegen Elton, Joey Kelly, Matthias Opdenhövel, Simon Gosejohann und Oliver Pocher. Raab konnte verletzungsbedingt nicht teilnehmen.

Vom 9. bis 12. Januar 2006 zeigte Raab Einspieler von seinen Erlebnissen im Schweizer Skiort St. Moritz. Im Studio, das wie eine Alpenhütte gestaltet war, empfing er u. a. den Curling-Experten Max Reiser, die Jodel-Lehrerin Nadja Räss, den Freeski-Meister Alois Bickel und den ehemaligen Skirennläufer Willy Bogner junior.

In der Woche vor dem „Eurovision Song Contest 2004“ zeigten Stefan Raab, Max Mutzke, Elton und andere Gäste die Stadt Istanbul mit beispielsweise der Kultur, Menschen und TV-Auftritten in türkischen Fernsehshows.

In den Jahren 1999 und 2000 war TV total auf dem Höhepunkt der Popularität angelangt und erhielt 1999 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Unterhaltungssendung“. Raab steckt dabei die Grenzen dessen, was an Humor noch als akzeptabel gilt, recht weit ab. Ebenso gewinnen seine Witze ihren Spaß oft auf Kosten Dritter und Fernsehunerfahrener. Aus diesem Grund wurde Raab bereits mehrfach verklagt und beispielsweise im September 2005 wegen Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz (Recht am eigenen Bild) und Beleidigung zu einer Geldstrafe von 150.000 Euro verurteilt . Am 20. Dezember 2007 hatte der Bundesgerichtshof zudem entschieden (Az. I ZR 42/05), dass die Produktionsfirma von TV total sich nicht auf das Zitatrecht berufen könne, wenn es Ausschnitte nahezu unkommentiert ausstrahle, und daher ggf. Lizenzgebühren an andere Fernsehsender zahlen müsse.

Kritik erntet die Sendung in ihrer neuen Ausrichtung, die als Grund für den seit Jahren anhaltenden Zuschauerschwund angesehen wird. War TV total früher noch ein Skurrilitätenkabinett des deutschen Fernsehens, bestimmt heute vor allem als belanglos und bieder angesehener Talk die Sendung, Werbung für von ProSieben produzierte Filme oder Ereignisse wie die Poker-Nacht und die Vermarktung von Popmusikern. Im Jahr 2007 erreichte die Sendung nur noch einen Zuschauerschnitt von 910.000 und liegt mit einer Einschaltquote von 6,5 % unter dem Senderschnitt. Allerdings beginnt die Sendung mittlerweile sehr oft erst um 23:15 Uhr. ProSieben hat seinen Vertrag mit Raab um zwei Jahre bis Ende 2009 verlängert. Sowohl die tägliche Sendung als auch die Sport-Events und weitere Schlag den Raab-Shows werden zu sehen sein.

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Stefan Raab

Stefan Raab und Georg Hackl bei der Wok-WM am 8. März 2008 in Altenberg

Stefan Konrad Raab (* 20. Oktober 1966 in Köln) ist ein deutscher Showmaster, Entertainer, Musiker und Musikproduzent.

Raabs Eltern betrieben in Köln-Sülz eine Metzgerei. In Sülz war er in seiner Kindheit auch Ministrant. Er hat eine Schwester.

Nachdem Raab seine Abiturprüfung 1986 am von Jesuiten geleiteten Aloisiuskolleg in Bad Godesberg bestanden hatte, leistete er 1986/1987 seinen Grundwehrdienst ab (Flugbereitschaft BMVg in Köln-Wahn). Im Anschluss studierte er fünf Semester Rechtswissenschaft in Köln und Bielefeld und absolvierte parallel eine Metzgerlehre im elterlichen Betrieb, die er mit der Note „sehr gut“ als Bezirksbester abschloss.

Raab schirmt sein Privatleben sowie seine Familie von der Öffentlichkeit, besonders von den Medien ab. Mit seiner Lebensgefährtin Nike hat Raab zwei Töchter.

Als Produzent von Werbejingles machte sich Stefan Raab 1990 selbständig (Jingles & Spots für ARD-Morgenmagazin, Bärbel Schäfer, Blend-a-Med, Veronas Welt). Unter anderem produzierte er für Bürger Lars Dietrich, Die Prinzen und das RIAS-Rundfunkorchester. Er hat einen eigenen Musikverlag, den Roof Groove Musikverlag Stefan Raab, der die Rechte seiner musikalischen Werke verwaltet. Der Name spielt auf den Ort des ersten Studios an, das sich in seiner Dachgeschosswohnung befand. Veröffentlicht wird unter dem Plattenlabel RARE (= Raab Records).

1990 erschien sein erstes Album The Best of Schäng and the Gäng Vol. 3, an dem auch der Jazz-Trompeter Till Brönner mitwirkte, 1993 folgte Get Ready mit Instrumentalmusik.

1994 sang er in seiner Sendung Vivasion während der Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft live einen Rap-Song über den damaligen Bundestrainer Berti Vogts. Kurz darauf veröffentlichte er diesen Song als Stefan Raab & die Bekloppten unter dem Titel Böörti Böörti Vogts, der Song erreichte im Juli 1994 Platz 4 der deutschen Hitparade. 1995 folgte eine Coverversion von „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews, das er zusammen mit Bürger Lars Dietrich und Jürgen Drews singt. Die Single erreichte Platz 27 in der deutschen Hitparade.

Im März 1996 kam er mit dem Lied Hier kommt die Maus, das zum 25. Geburtstag der Kinderfernsehsendung Die Sendung mit der Maus veröffentlicht und mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde, bis auf Platz 2 der deutschen Hitparade. Mit dem ECHO 1997 erhielt er die Auszeichnung als bester nationaler Produzent des Jahres für sein Album Schlimmer Finger.

Im Frühjahr 1998 komponierte er unter dem Pseudonym Alf Igel – eine Anspielung auf Ralph Siegel – den Hit Guildo hat euch lieb für den Sänger Guildo Horn, der damit beim Eurovision Song Contest unter 25 Teilnehmern den siebten Platz erzielte. Auch in der deutschen Hitparade war der Titel erfolgreich und kam auf Platz 4.

Nach dem Start der Sendung TV total benutzte Raab zahlreiche Fernsehausschnitte zur Komposition neuer Hits wie zum Beispiel im Sommer 1999 Ö la Palöma Blanca der „Ö La Palöma Boys“. Kurz danach folgte der Song Maschen-Draht-Zaun (der Dreifach-Gold erreichte). Im Mai 2000 nahm er mit dem Titel Wadde hadde dudde da? selbst am Eurovision Song Contest teil und erreichte Platz 5. Im September 2000 produzierte er die Single Ho Mir Ma Ne Flasche Bier, bei der ein Sprachausschnitt von Gerhard Schröder verwendet wurde. Im November 2001 komponierte, interpretierte und produzierte er den Song Wir kiffen. Im November 2002 schrieb er den Hit Gebt das Hanf frei!, bei dem er einen Ausspruch des Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele benutzte. Ebenfalls 2001 produzierte er als puerto-ricanischer Sänger Eddie Rodriguez für einen McDonald’s-Werbespot den Titel Sensacion mit dem er Platz 30 der deutschen Charts erreichte.

Ende 2003 bis Anfang 2004 landete er einen großen Erfolg mit dem Casting-Wettbewerb SSDSGPS (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star), mit dem er einen Kandidaten für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2004 suchte. Der Gewinner dieses Castingwettbewerbes, Max Mutzke, erreichte bei der Vorauswahl Germany 12 Points den ersten Platz, womit Raab sich zum dritten Mal einen Auftritt beim Eurovision Song Contest sicherte. Unter 24 Teilnehmern erreichte Max Mutzke den achten Platz, in der deutschen Hitparade gelang der Sprung von 0 auf Platz 1. Für das Konzept von SSDSGPS erhielt Raab 2005 einen Adolf-Grimme-Preis.

2005 initiierte Stefan Raab in Anlehnung an den Eurovision Song Contest den Bundesvision Song Contest. Dabei repräsentieren die Teilnehmer die verschiedenen Bundesländer. Nach eigener Aussage war eine seiner Hauptmotivationen zur Gründung dieses Wettbewerbs, deutsche Musiker zu fördern. Daher singen die Teilnehmer ihre Texte dort auch in deutscher Sprache.

Raab schrieb auch mehrere Lieder für den Bully-Film (T)Raumschiff Surprise – Periode 1; darunter den als Single erschienenen Song Space Taxi, in dem er auch zusammen mit Michael „Bully“ Herbig (Mr. Spuck), Christian Tramitz (Captain Kork) und Rick Kavanian (Schrotty) singt.

Seine letzte Single I want Rock veröffentlichte er unter dem Pseudonym Dicks On Fire – ebenfalls eine Auskopplung aus dem bereits ein Jahr vorher erhältlichen Soundtrack zu „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“. Diese Gruppe besteht außer ihm noch aus Rick Kavanian und Max Mutzke, der den Refrain singt. Im Rahmen der 2. Stock Car Crash Challenge veröffentlichte Raab erneut einen Song mit Dicks on Fire unter dem Namen Superbad Motherfucker.

Die Fernsehkarriere von Stefan Raab begann im November 1993 eher zufällig beim Musiksender VIVA, dem er eigentlich seine Programmjingles anbieten wollte. Nach einem Casting wurde ihm die Moderation der Sendung Vivasion angeboten, die von Dezember 1993 bis Dezember 1998 ausgestrahlt wurde. Außerdem moderierte er die monatlich ausgestrahlte Sendung Ma kuck’n. Entdeckt wurde er von Aufnahmeleiter Marcus Wolter, der auch die Show TV total entwickelte.

Seit März 1999 moderiert Raab die Sendung TV total auf dem Privatsender ProSieben, die anfangs wöchentlich ausgestrahlt wurde und seit Frühjahr 2001 viermal pro Woche läuft. Daneben organisiert und vermarktet Raab in unregelmäßigen Abständen Show-Veranstaltungen, unter anderem die Wok-Weltmeisterschaft, Schlag den Raab, TV Total Turmspringen, Stockcar-Rennen, Parallelslalom und am 6. Juni 2008 die Premiere der Autoball-Europameisterschaft (siehe auch Sondersendungen bei TV total).

2005 übernahm er zum 10-jährigen Jubiläum des Comets, des Musikpreises des Senders VIVA, zusammen mit Gülcan Kamps die Moderation der Verleihung. Ausgestrahlt wurde die Show erstmals auf ProSieben und später auf VIVA mehrfach wiederholt.

Außerdem produzierte seine Firma Raab TV (Raab und Brainpool halten je 50 %), eine Tochter der Brainpool TV GmbH (Stefan Raab besitzt als Gesellschafter 25 % der Anteile), mehrere Comedysendungen wie z. B. elton.tv.

1997 moderierte Stefan Raab im WDR/Eins Live die zweistündige Sendung Raabio, eine Radio-Entertainment-Show mit Musik, die live gesendet wurde. Außerdem nahm Raab die Telefon-Comedy-Folgen Professor Hase auf, bei denen er telefonisch nichts ahnende Mitmenschen als Professor Hase anrief und verschaukelte.

Für die Unterhaltungssendung TV total erhielt Raab den Deutschen Fernsehpreis sowie den Comedy-Preis Die bronzene Rose von Montreux. Als Komponist und Produzent veröffentlichte er zahlreiche Singles, die mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden. Für seine Castingreihe „Stefan sucht den super Grand Prix Star“ (SSDSGPS) im Rahmen von TV Total gewann er 2005 den Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Spezial für die „Entdeckung und Förderung junger Musiktalente“. Am 29. Mai 2005 wurde Stefan Raab, der in seinen Sendungen vielfach besonders zwischen deutscher und türkischer Kultur zu vermitteln versucht, neben Johannes Rau mit dem Deutsch-Türkischen Freundschaftspreis ausgezeichnet. In den Jahren 2000 bis 2003 erhielt er jeweils den Goldenen Bravo Otto in der Kategorie „Comedystar“. 2000 und 2005 wurde Raab mit dem ECHO in der Kategorie Nationaler Produzent ausgezeichnet. Ebenfalls einen ECHO erhielt er 2005 in der Kategorie Medienpartner des Jahres. Am 29. September 2007 erhielt Raab den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Unterhaltungssendung für die fünfte Ausgabe von Schlag den Raab. Am 6. Februar 2008 erhielt Schlag den Raab die Goldene Kamera. Des Weiteren wurde Raab am 27. November 2008 der Medienpreis Bambi in der Kategorie „Entertainment“ verliehen.

Stefan Raab ist ein in Teilen sehr umstrittener Medienstar. Seine Karriere wurde von Klagen und heftiger Kritik begleitet. Vorgeworfen wird ihm unter anderem, dass sein Humor häufig auf Kosten schwächerer oder medienunerfahrener Menschen gehe. Auch sollte sich Stefan Raab bestehender Vorurteile gegenüber gesellschaftlichen Randgruppen bedienen und sie weiter bestärken. „Was Raab hier macht, ist Unterhaltung nach dem Motto: Je niedriger die Schublade, desto höher die Quote“, sagte beispielsweise der CDU/CSU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach.

Für Aufsehen sorgte Raab, als es 2005 in einem Beitrag seiner Sendung hieß, Sachsen sei so beliebt, dass einmal 1000 Engländer auf einmal zu Besuch gekommen seien. Dies war eine Anspielung auf das Bombardement der Stadt Dresden durch britische Luftkräfte, bei dem 1945 etwa 35.000 Zivilisten ums Leben kamen. Raab entschuldigte sich in einer schriftlichen Stellungnahme für die Äußerung, nachdem sich Sachsens Ministerpräsident mit den Worten „kein Dresdner, kein Sachse und kein Deutscher hat für diese bodenlose Geschmacklosigkeit Verständnis“ beim Haussender Raabs beschwert hatte.

Raab wird auch vorgeworfen, er würde einerseits zwar immer wieder das Persönlichkeitsrecht von anderen Leuten angreifen und doch andererseits seine eigene Familie streng von der Öffentlichkeit abschirmen (siehe oben). Raab argumentiert dagegen in Interviews, dass seine satirischen Darstellungen sich gerade auf Menschen beziehen, die ihre Persönlichkeit und ihr Privatleben aus eigener Entscheidung heraus in die Öffentlichkeit tragen und sich damit zum legitimen Objekt von Satire machen.

Die von Raab unfreiwillig berühmt gemachte Regina Zindler, der ihre Medienpräsenz zur psychischen Belastung wurde, sah sich gezwungen, ihren Wohnort zu wechseln.

Im Laufe seiner Karriere wurden zahlreiche Klagen gegen Stefan Raab erhoben, von denen einige auch der Öffentlichkeit bekannt geworden sind.

Das Oberlandesgericht Köln verurteilte Stefan Raab zu einer Zahlung von 5.000 Euro an einen Mann, den er in seiner Show als „schwule Sau“ beleidigt hatte.

Auch die Klage einer 16-jährigen Schülerin, über deren Namen er sich exzessiv lustig gemacht und ihr unter anderem gute Chancen im Pornogeschäft vorausgesagt hatte, wurde gerichtsanhängig. Diese beklagte, in Folge dieser „derben Späße“ obszöne nächtliche anonyme Anrufe zu erhalten, den Belustigungen ihrer Mitschüler und den Beleidigungen fremder Passanten ausgesetzt zu sein. Das Oberlandesgericht Hamm verurteilte Raab schließlich wegen schwerwiegender Verletzung der Persönlichkeitsrechte zu 70.000 Euro Schadensersatz.

In einem weiteren Fall hatte Raab in seiner Sendung vom 6. September 2004 einen Ausschnitt der hr-Nachrichten Hessen-Aktuell gezeigt, in der die damals 28-jährige Türkin Nil S. aus Frankfurt zu sehen war, die die Schultüte ihrer gerade eingeschulten Tochter in der Hand hielt. Er kommentierte die Szene mit den Worten: „Unfassbar, oder? Die Dealer tarnen sich immer besser.“ Nach mehreren Gerichts- und Berufungsverfahren nahm die Klägerin ein Schmerzensgeldangebot in Höhe von 20.000 Euro zusammen mit einem Entschuldigungsschreiben an und zog im Gegenzug ihre Klage zurück.

Raab selbst gewann eine Klage gegen den Musiker und Produzenten Moses Pelham. Dieser hatte ihm 1997 hinter den Kulissen der ECHO-Verleihung ins Gesicht geschlagen und dabei das Nasenbein gebrochen, weil Raab ihn in einer Sendung seiner Show mit „Möschen“ tituliert hatte und Pelham über längere Zeit Gegenstand von Satiren war, u. a. wurden Interviews und Videoclips verulkt und die Zuschauer aufgefordert, gebastelte Moses-P-„Köpfe“ in die Sendung zu schicken. Raab wurde ein Schmerzensgeld von 10.000 D-Mark zugesprochen, das er anschließend für einen guten Zweck spendete.

Am 26. Juni 2008 wurden Raab und seine Produktionsfirma Brainpool vom Bundesgerichtshof zur Zahlung einer Lizenzgebühr von 1278,23 Euro an die ARD verurteilt. Grund dafür war die Ausstrahlung eines 20-sekündigen Ausschnittes des NDR in seiner Sendung TV total.

Am 11. Juli 2008 hat der NDR die Produktionsfirma Brainpool auf 568.000 Euro verklagt, weil insgesamt 309 Ausschnitte aus NDR-Produktionen verwendet wurden.

Anmerkung: -- nicht veröffentlicht.

Anmerkung: * Single befindet sich aktuell in den jeweiligen Charts, Höchstpositionen können sich verändern.

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Deutschland sucht den Superstar

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Deutschland sucht den Superstar (Akronym: DSDS) ist eine deutsche Castingshow, die erstmals im Herbst 2002 vom Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Sie basiert auf der britischen Sendung Pop Idol, einem Konzept, das weltweit lizenziert wurde (zum Beispiel als American Idol in den Vereinigten Staaten oder Nouvelle Star in Frankreich). In Deutschland wird die Sendung von der GRUNDY Light Entertainment GmbH produziert.

DSDS kombiniert dabei das Konzept herkömmlicher Talentwettbewerbe mit interaktiven Elementen oder Cross-Channel-Konzeptionen. So werden beispielsweise die Zuschauer nach den Qualifikationsrunden (hier entscheidet ausschließlich eine Vor-Jury und schließlich die prominent besetzte Haupt-Jury) in die Abstimmung einbezogen: Sie sollen durch den Anruf bei einer gebührenpflichtigen Hotline für ihren Favoriten abstimmen, nach jeder Show soll nach Senderangaben der schlechtestplatzierte Kandidat die Show verlassen. Eine Jury gibt nach jedem Auftritt eine Beurteilung ab, die jedoch für das Weiterkommen nicht entscheidend ist. Neben dem Gesang sind auch andere Kategorien wie Outfit, Auftreten und persönliche Präferenzen für die Bewertung mit ausschlaggebend.

Moderiert wurde die erste Staffel von Michelle Hunziker und Carsten Spengemann. Die Jury bestand aus dem Produzenten, Komponisten und Sänger Dieter Bohlen, dem Radiomoderator Thomas Bug, der Musikjournalistin Shona Fraser und dem Ex-BMG-Plattenboss Thomas M. Stein. Das Magazin wurde von Peer Kusmagk und Tamara Gräfin von Nayhauß moderiert.

Die Finalshow der ersten deutschen Staffel am 8. März 2003 erreichte (bei Spitzenwerten bis zu 15,01 Millionen) eine durchschnittliche Einschaltquote von 12,8 Millionen Zuschauern.

Auch die Vermarktung der Nachwuchs-Sänger nach dem Ende der Staffel war anfangs erfolgreich. Alle fünf Erstplatzierten der ersten Staffel erreichten 2003 in den deutschen Singlecharts Plätze in den Top 10, Alexander Klaws und Daniel Küblböck erreichten sogar Platz 1. Die von allen Teilnehmern der ersten Staffel gesungene Single We Have A Dream war vom 13. Januar bis zum 17. Februar 2003 die meistverkaufte Single in Deutschland. Später brachten sie auch das Album United heraus. Sowohl Single als auch Album landeten in den Jahrescharts 2003 auf Platz 1. RTL schaffte 2003 nicht zuletzt dank der Produktion von Deutschland sucht den Superstar wieder den Sprung zurück in die Gewinnzone.

Nach den Castings folgten insgesamt neun Shows, die jeweils einem bestimmten Motto unterstanden. Nach jeder dieser Shows schied einer der Kandidaten aus. In den ersten beiden Mottoshows (My Superstar und Love Songs) lag, wie RTL nach dem Ende der Staffel bekanntgab, Judith Lefeber mit deutlichem Vorsprung vor Daniel Küblböck. Der spätere Sieger Alexander Klaws begann als Viertplatzierter und fiel in der zweiten Show sogar auf den fünften Platz zurück. Lefeber entschied sich jedoch nach zwei Sendungen, nicht weiter am Wettbewerb teilzunehmen. Ihre Stelle nahm die bereits im Vorfeld ausgeschiedene Nicole Süßmilch ein. Die dritte Mottoshow (Hits 2002) entschied Küblböck für sich (vor Juliette Schoppmann). Und die vierte Mottoshow (Musical) entschied Gracia Baur für sich (vor Küblböck), während Schoppmann überraschenderweise in dieser Kategorie, die sie vorher beruflich ausgeübt hatte, vorletzte wurde. In der fünften und sechsten Mottoshow (Hits der 80er-Jahre und Big Band) lag Küblböck vor Klaws. In den letzten drei Shows (Disco, Filmmusik und Finale) führte Klaws vor Schoppmann. Mit 70,2 Prozent zu 29,8 Prozent der Stimmen entschied Klaws das Finale für sich.

Die zweite Staffel von Deutschland sucht den Superstar startete im Herbst 2003. Sowohl das Moderatorenpaar als auch die Jury blieben unverändert. Die Show konnte an den Erfolg der ersten Staffel jedoch nicht anknüpfen. Dies spiegelte sich sowohl in den Einschaltquoten als auch in der Zahl der Telefonanrufe wider. Ebenso gab es eine große Differenz beim Verkauf der gemeinsam aufgenommenen Platten der Finalkandidaten. Auch der kommerzielle Erfolg der Siegerin war deutlich geringer als bei der ersten Staffel.

Nur durchschnittlich 5,33 Millionen Zuschauer sahen das Finale am 13. März 2004. Erfolgreichste Sendung der zweiten Staffel war das erste Casting mit 6,65 Millionen Zuschauern.

In dieser Staffel nahm auch der spätere Popstars-Gewinner Sascha Schmitz teil. Dieser kam unter die Top 50, schied dann aber aus.

Keine Plattenveröffentlichung, die mit DSDS 2 in Verbindung stand, konnte die Nummer Eins der deutschen Verkaufscharts erreichen: Die gemeinsame Single Believe in Miracles erreichte Platz acht, das gemeinsame Album Magic of Music wurde zwar Nummer zwei, hatte aber mit neun Wochen eine ungewöhnlich kurze Verweildauer in den Top 100. Lediglich die Siegerin, Elli Erl, veröffentlichte in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel drei Singles und ein Album, welche mit Ausnahme des Siegertitels This is my Life (Platz drei) nicht in die Top 30 kamen. Der Drittplatzierte Philippe Bühler startete seine Karriere Ende 2005 erst mit deutlichem zeitlichen Abstand. Gunther Göbbel veröffentlichte unter dem Namen Lemon Ice das Lied Stand By Me.

Da im Gegensatz zur ersten Staffel 13 Teilnehmer an der ersten Mottoshow teilnahmen, gab es zwei Shows mehr (und in der ersten Show schieden ausnahmsweise zwei Teilnehmer aus).

Die elf Shows standen jeweils wieder unter einem musikalischen Thema. Den nach Ende der Staffel von RTL veröffentlichten Zahlen zufolge führte nach der ersten Mottoshow (Mein Pop-Idol) Philippe Bühler vor Anke Wagner und Denise Tillmanns. Die spätere Siegerin Elli Erl wurde Vierte und konnte erst in der zehnten Mottoshow die Mehrheit der Telefonanrufe auf sich vereinigen. Die zweite Mottoshow (Rock- und Popballaden) entschied wiederum Philippe Bühler vor Denise Tillmanns für sich. Beide Teilnehmer tauschten die Plätze in der dritten Mottoshow (Mein Geburtsjahr), und in der Christmas Show lag Bühler wieder vor Tillmanns. Die fünfte Mottoshow (Elton John und Madonna) sah wieder Tillmanns vorne (vor Benjamin Martell). Ihre Führung behielt sie in der sechsten Mottoshow (Big Band), dann wieder mit Bühler als Zweitem. In der siebten und achten Mottoshow (Hits der 1970er-Jahre und Filmmusik) lag wieder Bühler vor Tillmanns. Beide tauschten in der neunten Mottoshow (Songs der Jury) erneut die Plätze, wohingegen in der zehnten Mottoshow (Hits der 60er) erstmals Elli Erl vorne lag. Sie gewann das Finale mit 61 Prozent zu 39 Prozent der Stimmen gegen Denise Tillmanns.

Am 16. November 2005 begann die Ausstrahlung der dritten Staffel. Die bisherigen Moderatoren wurden von Tooske Ragas und Marco Schreyl abgelöst. Das Magazin zur Sendung wurde von Nina Moghaddam und David Wilms moderiert. Die Jury wurde auf drei Personen verkleinert und überwiegend neu besetzt, neben Dieter Bohlen bewerteten nun Sylvia Kollek und Heinz Henn die Kandidaten.

In der ersten Top-20-Show nahm der spätere Popstars-Gewinner Julian Kasprzik teil und schied aus.

Die Themen der Mottoshows waren in chronologischer Reihenfolge Greatest Hits, 80er Jahre, Rock, Big Band, Love Songs, Nummer-Eins-Hits, Soul und Kuschelrock. Nachdem die Einschaltquoten in der zweiten Staffel nicht zufriedenstellend waren, kehrte RTL mit der dritten Staffel wieder zum in Staffel 1 erprobten Aufbau der Sendung mit nur neun statt elf Mottoshows zurück.

In der ersten Mottoshow lag Vanessa Jean Dedmon mit 35,1 Prozent weit vor Nevio Passaro mit 13,3 Prozent. Schon in der zweiten Mottoshow lag der spätere Gewinner Tobias Regner mit 28,3 Prozent vor Vanessa Jean Dedmon. Der nachgerückte Didi Knoblauch konnte die dritte Mottoshow mit 20 Prozent vor Mike Leon Grosch (mit 19,7 Prozent) für sich entscheiden. Die Bigband Show ging auf das Konto von Mike Leon Grosch, Zweite wurde Vanessa Jean Dedmon knapp vor Anna-Maria Zimmermann und Tobias Regner. Die fünfte Show entschied wiederum Mike Leon Grosch vor Vanessa Jean Dedmon für sich, während Tobias Regner als Fünfter von sechs knapp am Ausscheiden vorbeigekommen war. Im Halbfinale entfielen 59 Prozent der Stimmen auf Tobias Regner.

Einer der Kandidaten, Stephan Darnstaedt, gab vor der dritten Mottoshow seinen freiwilligen Ausstieg bekannt. Als Grund nannte er die zu hohe psychische Belastung. Nachrücker für Darnstaedt wurde der zuvor in den Top-20-Shows knapp gescheiterte Didi Knoblauch. Das Finale am 18. März 2006 bestritten Mike Leon Grosch und Tobias Regner, der sich mit 54,6 Prozent der Stimmen knapp durchsetzen konnte.

Die Einschaltquote der Finalshow lag bei 7,04 Millionen Zuschauern. Im Vergleich zur zweiten Staffel war die dritte Staffel wieder erfolgreicher, erreichte jedoch nicht die Spitzenwerte der ersten Staffel.

Die dritte Staffel sorgte für viel Wirbel. Zum einen schied der Kandidat Didi Knoblauch in der Sendung vom 19. Februar 2006 vorzeitig im Videotext bei RTL aus, und das Siegerlied von Tobias Regner, I Still Burn, war nicht, wie von RTL behauptet eigens für ihn geschrieben, sondern nur eingekauft.

Aufgrund der hohen Einschaltquoten der dritten Staffel wurde eine vierte Staffel produziert. Die Moderatoren waren die gleichen der dritten Staffel. In dieser Staffel moderierte wieder Nina Moghaddam das Magazin zur Sendung. Die Jury war mit Dieter Bohlen und Heinz Henn besetzt; Sylvia Kollek wurde durch Anja Lukaseder ersetzt.

Die Castings der vierten Staffel fanden im August, September und Oktober 2006 in den deutschen Städten Hamburg, München, Berlin, Köln, Wiesbaden, Stuttgart und Dresden sowie auf der spanischen Insel Mallorca statt. Insgesamt bewarben sich 28.597 Kandidaten.

Die Top-20-Shows der männlichen Kandidaten entschied jeweils Mark Medlock mit zuerst 41,25 Prozent und dann mit 33,23 Prozent für sich. Zweitplatzierter waren jeweils Thomas Enns (12,89 Prozent) und Martin Stosch (20,40 Prozent). Die Top-20-Shows der weiblichen Kandidaten hatten jeweils Lisa Bund zur Siegerin (38,52 Prozent und 31,33 Prozent). Zweitplatzierte war beide Male Francisca Urio (19,46 Prozent und 30,05 Prozent). Der als Favorit gehandelte Dennis Haberlach schied als Drittletzter mit 8,59 Prozent nur knapp gegen den späteren Favoriten Max Buskohl (9,24 Prozent) aus. Der für Roman Lob nachgerückte Tristan Iser konnte mit seiner Darbietung (0,92 Prozent) kaum für sich überzeugen und somit seine Chance nicht nutzen.

In der ersten Mottoshow lag Mark Medlock mit 25,85 Prozent vor Lisa Bund (21,24 Prozent) und Francisca Urio (15 Prozent). Das war das erste und einzige Mal, dass Medlock unter der 30-Prozent-Marke lag, was mit der hohen Teilnehmerzahl (insgesamt zehn Kandidaten) zu erklären ist. In der zweiten Mottoshow konnte Mark Medlock mit 30,77 Prozent seinen Vorsprung gegen die nun Zweitplatzierte Lauren Talbot (11,8 Prozent) und die knapp dahinterliegende Dritte Lisa Bund (11,79 Prozent) ausbauen. In der dritten Mottoshow konnte Mark Medlock seine Pole-Position mit 30,43 Prozent erneut verteidigen und ist nun als Favorit prädestiniert. Zweitplatzierte war wieder Lisa Bund mit 14,99 Prozent. Auch in der „Hits von Heute“-Show ging der Sieg auf das Konto von Mark Medlock mit 31,64 Prozent während die als Favoritin geltende Francisca Urio mit 10,46 Prozent knapp gegen den späteren Finalisten Martin Stosch (10,61 Prozent) ausschied. Die in der Show viel gescholtene Lauren Talbot konnte sich dagegen mit 12,38 Prozent mit einem zweiten Platz schmücken, hatte aber nicht mal zwei Prozent Vorsprung zu Urio – alle Kandidaten hinter Medlock haben somit Stimmenanteile zwischen 12,38 Prozent und 10,46 Prozent erhalten. Mark Medlock siegte in der Big-Band-Show mit 34,62 Prozent. Erstmals konnte sich Max Buskohl mit 17,78 Prozent auf Platz 2 hieven und Martin Stosch bekam mit 10,3 Prozent wieder den vorletzten Platz. Wenig Änderung in der sechsten Mottoshow: Mark Medlock mit 36,06 Prozent auf Platz eins, Max Buskohl mit 19,88 Prozent auf Platz zwei und Martin Stosch mit 15,36 Prozent auf den vorletzten Platz. In der siebten Mottoshow, in der die Kandidaten erstmals mit zwei Liedern antreten musste, konnte Mark Medlock wie gewohnt den ersten Platz mit einer fast absoluten Mehrheit von 48,13 Prozent einheimsen. Martin Stosch hätte mit 15,43 Prozent ausscheiden müssen, was zuerst auch der Fall war – doch tatsächlich ausgeschieden ist kaum zwölf Stunden später Max Buskohl, der in seiner letzten Show mit 19,8 Prozent wieder den zweiten Platz belegte. Zunächst tauchten Behauptungen auf, Buskohl wäre durch RTL vorzeitig disqualifiziert worden, da er Interviews und andere Pressetermine nicht wahrnahm, mehrfach mit dem Ausstieg aus der Show gedroht hatte und auf einem Vertrag mit seiner Band Empty Trash bestand. Der Sender bezeichnete jedoch den Vorgang im Anschluss als freiwilligen Rücktritt. Nach diesem turbulenten Ausstieg konnte Martin Stosch im Halbfinale seine zweite Chance nutzen und setzte sich mit 22,27 Prozent diesmal gegen Lisa Bund (18,74 Prozent) durch, jedoch nicht gegen Favorit Mark Medlock, der – ebenfalls wie einst Tobias Regner im Halbfinale der dritten Staffel – ganze 59 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. Beim Finale am 5. Mai 2007 gewann Mark Medlock mit 78,02 Prozent der Anrufe vor Martin Stosch (21,98 Prozent) die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Medlock schaffte in dieser Staffel, genau wie in der fünften Thomas Godoj, dass er von der ersten Top-20-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen hatte.

Die Einschaltquoten der Finalshow betrugen 5,99 Millionen (30,4 Prozent Marktanteil) und 3,63 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe (40,8 Prozent Marktanteil). Somit konnte RTL nicht an die Quoten der Finalshow der dritten Staffel, in der der Marktanteil mehr als 50 Prozent in der werberelevanten Gruppe betrug, herankommen. Obwohl die Quoten der gesamten vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar die bisher schlechtesten waren, lag RTL mit dem Format noch weit über dem Senderschnitt.

Zum ersten Mal gab es auch einen Videoclip-Contest der Sendung im Internet, den die 18-jährige Schülerin Mandy Linz aus Arnstadt in Thüringen gewann.

Aufgrund des Erfolges der vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar wurde bereits vor dem Finale der Staffel bekanntgegeben, dass 2008 eine fünfte Staffel produziert werden sollte. Dieter Bohlen und Anja Lukaseder blieben der Jury erhalten, Jury-Mitglied Heinz Henn allerdings wurde durch den Manager der Fantastischen Vier, Andreas „Bär“ Läsker, ersetzt. Moderatorin Tooske Ragas war ebenfalls nicht mehr dabei. Es gab somit keine Co-Moderatorin, so dass Marco Schreyl die Sendung alleine moderierte. Die Moderation des Magazins zur Sendung übernahm wieder Nina Moghaddam.

Die Top-20-Shows wurden durch eine einzige Live-Show Jetzt oder Nie ersetzt. Aus den 15 aus dem Recall verbliebenen Kandidaten wählten Zuschauer und Jury je fünf Teilnehmer aus, die in die Mottoshows einziehen sollten.

Neben sechs deutschen Städten, darunter Berlin als einzige Stadt in Ostdeutschland, fanden die Castings von August bis November 2007 auch auf Mallorca sowie zum ersten Mal auf Ibiza statt.

Roman Lob, der in der vierten Staffel aufgrund einer Kehlkopfentzündung ausscheiden musste, aber von Bohlen eine weitere Chance auf den Superstar-Titel in Staffel 5 erhielt, verzichtete auf dieses Freilos, da er seine begonnene Ausbildung nicht gefährden wollte.

Die fünfte Staffel von DSDS begann am Mittwoch, dem 23. Januar 2008, um 20:15 Uhr. Es gewann Thomas Godoj mit 62,20 Prozent der Stimmen. Thomas Godoj schaffte etwas, was außer ihm und Mark Medlock bis jetzt kein Kandidat bei DSDS schaffte: Er hatte von der ersten Top-15-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen.

In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau (WR) bestätigte der RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger im Mai 2008, dass es eine sechste Staffel geben werde. Dies hatte Moderator Marco Schreyl bereits in der finalen Mottoshow der fünften Staffel einige Tage zuvor angekündigt. Als Grund gab Sänger an, dass der Marktanteil mit über 30 Prozent in der werberelevanten Gruppe zu einer Fortsetzung verpflichte. Er sagte weiter, dass es einige Veränderungen in der neuen Staffel geben werde, vor allem der dokumentarische Aspekt solle gestärkt werden. Grundsätzlich bleibe jedoch alles beim Alten.

RTL wollte für das Casting in Bremen das Rathaus mieten. Dies verweigerte die Stadtregierung. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) sagte dazu: „Unsere bremischen Bemühungen um eine von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägte Jugendkultur, für die die jährliche Nacht der Jugend im Rathaus beispielhaft steht, werden durch ein solches Sendeformat geradezu konterkariert.“ Das Rathaus werde auf keinen Fall für eine Show-Veranstaltung geöffnet, in der Menschen „gezielt erniedrigt“ würden. Dieter Bohlen erwiderte darauf: „Ich wäre sowieso lieber nach Oldenburg gegangen. Da bin ich geboren und da gefällt es mir sowieso besser. Bei uns kommen die Leute freiwillig, weil sie Spaß an der Sendung haben. Diesen Spaß hat der Bürgermeister seinen Bremern jetzt genommen.“ Das Casting fand schließlich tatsächlich in Oldenburg statt.

Die Kandidaten der Sendung wurden erstmals mit einem sogenannten Casting-Truck ermittelt. Die Vorcastings fanden in Oldenburg, Stuttgart, Saarbrücken, Frankfurt am Main, Erfurt, Dresden, Hamburg, Rostock, Hannover, Münster und München statt. Hierbei war die Jury wie üblich nicht anwesend. Die Bewerbungen für das Casting dauerten bis zum 15. August 2008 an.

Am 3. Oktober 2008 gab RTL bekannt, dass man sich von den bisherigen Jurymitgliedern Anja Lukaseder und Andreas „Bär“ Läsker getrennt habe. Sie wurden in der Saison 2009 durch Musikmanager Volker Neumüller sowie die MTV-Moderatorin Nina Eichinger ersetzt. Der ursprünglich vorgesehene Max von Thun trat nach dem ersten Casting zurück.

Die sechste Staffel startete bei RTL am 21. Januar 2009 und wird wieder von Marco Schreyl moderiert. Nina Moghaddam übernimmt erneut die Moderation des Magazins zur Sendung.

120 Teilnehmer schafften es in den Recall, der sich über vier Ausstrahlungstermine streckte. Im „neuen Recall“ auf Teneriffa (Spanien) mussten die Teilnehmer erstmals Mutproben durchstehen. Zum Beispiel wurde den Kandidatinnen eine Riesenschlange um den Hals gelegt und die männlichen Kandidaten mussten kopfüber hängend ein Lied singen. Nach den vier Terminen reisten 25 DSDS-Kandidaten nach Berlin und traten dort im Theater am Potsdamer Platz erneut einzeln vor der Jury auf.

Die 15 besten Kandidaten kämpfen in der „Jetzt oder nie“-Show um den Einzug in die Mottoshows.

Am 31. Mai 2008 strahlte RTL „DSDS – Das große Wiedersehen“ aus. Es trafen sich die Teilnehmer aus allen bisherigen Staffeln und wählten ihren Star der Stars. Es gewann Linda Teodosiu aus der fünften Staffel, Zweite wurde Juliette Schoppmann aus der ersten Staffel und Dritte Francisca Urio aus der vierten Staffel.

Durch Deutschland sucht den Superstar erreichten mehrere der Teilnehmer eine zumindest kurze bis mittelfristige Medienprominenz im deutschsprachigen Raum. Dauerhaft konnte sich jedoch keiner wirklich in der Industrie etablieren, auch wenn insbesondere die Erstveröffentlichungen teilweise recht beachtliche Verkäufe erzielten und die Show zahlreiche Lieder in den Top 10 platzierte, darunter auch mehrere Nummer-Eins-Hits. Dem Anspruch eines Superstars auf nationaler oder gar internationaler Ebene konnte jedoch bisher keiner der Teilnehmer oder Gewinner gerecht werden. Durch den Erfolg von Deutschland sucht den Superstar wurden andere Sender animiert, eine eigene Castingshow ins Programm zu nehmen.

Aufsehen erregte der Kandidat Menderes Bagci, der sich in allen sechs Staffeln bewarb, jedoch jedes Mal abgelehnt wurde. Als Belohnung für seine Hartnäckigkeit wurde ihm in der vierten Mottoshow der vierten Staffel ein Auftritt zugesagt. Ab der fünften Staffel wurde ihm von Dieter Bohlen Auftrittsverbot bei Deutschland sucht den Superstar erteilt, welches er in seinem Buch jedoch wieder aufhob.

In der vierten Staffel wurde der Kandidat Max Buskohl aus der Sendung entlassen – nach der Aussage von RTL auf seinen Wunsch hin –, da er lieber mit seiner Band Empty Trash Musik machen wollte. Da Max Buskohl eine Woche später nicht mit seiner Band bei TV total auftreten durfte, veranstaltete Stefan Raab die Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD (Stefan sucht den Superstar der singen soll was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf).

Monika Ivkic, eine Teilnehmerin der fünften Staffel, nahm zuvor bereits beim österreichischen Format Starmania teil und schied dort bei der ersten Finalshow aus. Außerdem bewarb sie sich schon zweimal bei der ProSieben-Castingshow Popstars.

Einige Kritiker der Sendung bezweifeln deren musikalische Ernsthaftigkeit bzw. die mangelnde Konsequenz, die eigentlich aus dem musikalischen Anspruch resultieren sollte. So wird beispielsweise in den ersten Castingrunden offensichtlich gerade völlig Untalentierten viel Sendezeit eingeräumt, während ein Teil weitaus talentierterer Kandidaten oft bereits im selten erwähnten Vorausscheid von vornherein ausgesondert wird. So erscheint vor allem die teilweise als beleidigend empfundene Kritik der Jury an einigen unbegabten Kandidaten zwar in der Sache als durchaus berechtigt, gleichzeitig jedoch auch als planmäßig erwartet, denn es stellt sich die Frage, weshalb diese Kandidaten überhaupt erst das Vorcasting bestehen und vor die Jury gelassen werden konnten. Laut der Hamburger Medien-Professorin Joan Kristin Bleicher „werden die Sprüche von Dieter Bohlen bewusst lanciert, um einen begleitenden Skandal zu haben“. Auffallend ist zudem, dass im Verlauf der vierten Staffel die Show einen deutlichen Zuschauer- und Quotenrückgang hinnehmen musste. Kritiker führen dies auf die Wahrnehmung der Zielgruppe zurück, die Sendung eher als Spaßveranstaltung als einen ernstzunehmenden Musikwettbewerb zu bewerten.

Insbesondere Privatsender wie RTL sind von guten Einschaltquoten abhängig, welche sich durch polarisierende Charaktere erfahrungsgemäß erhöhen lassen. So wird auch verständlicher, weshalb sich bereits seit der ersten Staffel auch einige Teilnehmer – vor allem Daniel Küblböck – sehr lange in der Sendung halten konnten, deren Anwesenheit eher der Unterhaltung der Zuschauer zu dienen schien, als dem Finden eines gesanglichen Superstars, wie er beständig skizziert wird.

In den späteren Runden entscheiden die Zuschauer durch gebührenpflichtige Telefonanrufe, wer aus der Sendung ausscheidet und wer nicht, bzw. wer der Sieger der jeweiligen Show ist. Weder Sender noch Jury haben offiziell einen Einfluss darauf, obwohl es durchaus Spekulationen rund um dieses Televoting gibt. Zuschauer zweifelten die Richtigkeit der Ergebnisse an und Hacker meldeten sich, die angaben, das System manipuliert zu haben. Ein weiteres Problem der per Telefonanruf erfolgenden Abstimmung ist die sehr häufig auftretende Überlastung der Televoting-Zentrale, sodass nicht alle Anrufer in dem zumindest bei großen Livesendungen zu kurz gesteckten Zeitraum gezählt werden können. Anderseits können zur Manipulation auch Mehrfachanrufe oder sogar Callcenter eingesetzt werden. RTL trat aufgekommenen Manipulationsvorwürfen, welche auch bei anderen Castingshows vorkamen, durch Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse entgegen, was jedoch einige der Vermutungen nicht auszuräumen vermochte.

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) leitete im Januar 2007 ein Prüfverfahren zu DSDS wegen „möglicher sozialethischer Desorientierung von Kindern und Jugendlichen“ ein. Bei der KJM waren bis dahin auch eine Reihe von Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen. Antisoziales Verhalten, so die KJM, werde von einer Identifikationsfigur wie Dieter Bohlen als cool und erfolg­ver­sprechend dargestellt. Respektlosigkeiten im Umgang miteinander gehörten zur Machart der Sendung. Es handele sich nicht um singuläre Entgleisungen, sondern offenbar um eine bewusste Inszenierung durch den Sender, so der Vorsitzende der KJM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring. In einer Sitzung Anfang März 2007 diskutierte die KJM im Rahmen einer Anhörung mit Vertretern des Senders RTL über das Sendungsformat von DSDS. Der Sender hatte vorangehend in einer schriftlichen Stellungnahme erklärt, dass die Programmverantwortlichen die Sendung nicht als Verstoß gegen die Jugendschutzbestimmungen betrachteten, gleichzeitig aber auch eingeräumt, dass Dieter Bohlen Kandidaten in zum Teil grenzwertiger Weise bewerte. Die RTL-Vertreter betonten im Gespräch den Drang zur Selbstdarstellung der Kandidaten, die „im Übrigen auch über die redaktionelle Gestaltung ihres Auftritts umfassend aufgeklärt“ würden. Unter Berücksichtigung der Anhörungsergebnisse entschied die KJM, dass RTL in bestimmten Nachmittags-Sendungen im Januar 2007 gegen die Jugend­schutz­bestimmungen verstoßen habe. Beleidigende Kommen­tare der Jury sowie die redaktionelle Aufbereitung und Inszenierung der Auftritte einiger Kandidaten seien geeignet, die Entwicklung von Kindern unter zwölf Jah­ren zu beeinträchtigen. In einem Massenmedium werde vorgeführt, wie Menschen herab­gesetzt, verspottet und lächerlich gemacht werden. Antisoziales Verhalten werde auf diese Weise als Normalität dargestellt. Dies könne Werten wie Mitgefühl, Respekt und Solidarität mit anderen entgegenwirken. Auch die Ausstrahlung der betreffenden Sendungen im Hauptabendprogramm sieht die KJM in Hinblick auf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 kritisch und erwartet künftig die Vorlage bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) bereits in den Produktionsprozessen sowie eine intensive Diskussion über mögliche Jugendschutzprobleme. Trotz der Feststellungen der KJM muss DSDS nicht ins Spätprogramm von RTL verschoben werden, was eine übliche Vorgehensweise bei jugendgefährdenden Sendungen ist. Die KJM werde DSDS jedoch verstärkt kontrollieren und analysieren.

Ende 2003/Anfang 2004 initiierte der seinerseits in Teilen seiner Medienauftritte umstrittene Stefan Raab in seiner Sendung TV total den Wettbewerb SSDSGPS (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star) bewusst als Kontrast zu Deutschland sucht den Superstar. Raab bezeichnete DSDS in einem Interview mit dem Spiegel „als inszeniertes Abwatschen armer Seelen, das nur niederste Instinkte befriedige“. Für das Konzept seiner Castingshow erhielt Raab 2005 den Adolf-Grimme-Preis (Spezialpreis). Die Jury des Grimme-Instituts zog in der Begründung unter anderem einen Vergleich zwischen SSDSGPS und DSDS und stellte fest: „… ‚SSDSGPS‘ kann dabei als Gegenmodell gesehen werden zu gelackten Megaveranstaltungen, wo mit bigottem Ernst suggeriert wird, echte Superstars zu kreieren, tatsächlich aber synthetische Sangesmarionetten installiert werden, zum schnellstmöglichen kommerziellen Gebrauch, mit Nachhaltigkeitsfaktor Null – es sei denn, sie existieren in einer Witzfigurenfunktion für die Klatschpresse weiter“ (was sich auf Daniel Küblböck bezog). Raab kritisierte mit seiner Aktion „Freiheit für Max Buskohl“ die „Knebelverträge“ von RTL für die Kandidaten in der vierten Staffel, da es diesem Kandidaten durch seine Vertragsbindung an RTL nicht gestattet sei, auf ProSieben bei TV Total aufzutreten. Dabei lässt er außer Acht, dass für die Kandidaten der Castingshow Popstars von ProSieben ähnliche Verträge gelten. Kritiker behaupten, dass sich Raab eher für den Konflikt mit RTL interessiere als für Max Buskohl selbst. Von Medienexperten wird aber durch diesen Konflikt von einem positiven Effekt auf die Quoten beider Sendungen, TV Total und Deutschland sucht den Superstar, ausgegangen.

Es wurden insbesondere die erste, dritte und vierte Staffel durch intensive Berichterstattung in der Boulevardzeitung Bild begleitet. Typischerweise geschieht dieses durch mehrtägige Kampagnen über die Beteiligten (Kandidaten und deren Umfeld, Moderatoren, Mitglieder der Jury) vor und nach den Sendeterminen oder durch die Skandalisierung von Ereignissen in der Sendung. Mehrere Teilnehmer konnten sich über einen beachtlichen Zeitraum in der Welt des Boulevards in der Rolle eines Prominenten etablieren, auch außerhalb der RTL-Gruppe.

Sowohl die österreichische Band Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) als auch die Böhsen Onkelz befassen sich mit ihren Liedern Popstar bzw. Superstar kritisch und teils ironisch untersetzt mit dem Trend der Castingshows à la DSDS. Weiter gibt es noch die Mädchenpunkband Lili ebenfalls mit Superstar, Massive Töne mit Chartbreaker und Oomph! mit Gott ist ein Popstar.

Im Jahr 2003 wurde Deutschland sucht den Superstar als „Beste Unterhaltungssendung“ mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Drei Jahre später wurde der Preis erneut an die Casting-Show verliehen: Florian Wieder erhielt insbesondere für das Bühnenbild von DSDS den Deutschen Fernsehpreis 2006 in der Kategorie „Beste Ausstattung (Bühnenbild/Studiodesign)“.

Im Juni 2008 erhielt das Mobile-Angebot von DSDS den Konvergenz-Preis des jährlich verliehenen made for mobile Awards.

Die einzelnen Abstimmungsergebnisse sind unter www.dwdl.de abrufbar.

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Source : Wikipedia