TSG 1899 Hoffenheim

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Geschrieben von tron 01/05/2009 @ 02:07

Tags : tsg 1899 hoffenheim, 1. bundesliga, fussball, sport

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TSG 1899 Hoffenheim

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Die TSG 1899 Hoffenheim (offiziell: Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e. V.) ist ein Sportverein aus dem 3.300 Einwohner zählenden Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim. Bekannt ist der 1752 Mitglieder zählende Verein vor allem durch seine erste Fußball-Herrenmannschaft, der in der Saison 2007/08 der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Neben Fußball gibt es die Abteilungen Leichtathletik und Turnen. Seit dem 1. Januar 2005 ist die Fußballabteilung in die TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH ausgelagert.

Gefördert wird der Verein durch den SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, der in seiner Jugend selbst für die TSG Hoffenheim spielte und dessen finanzielle Unterstützung dem Verein zwischen 1990 und 2008 den Aufstieg aus der Kreisliga A bis in die Bundesliga ermöglichte.

Die Heimspiele während der Hinrunde der Bundesligasaison 2008/09 trug die erste Fußballmannschaft der TSG Hoffenheim im Mannheimer Carl-Benz-Stadion aus. Seit der Rückrunde steht die neu erbaute Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim zur Verfügung.

Der Verein wurde am 1. Juli 1899 als Turnverein Hoffenheim gegründet. Zu Beginn hatte der zunächst ausschließlich Männern vorbehaltene Verein rund 35 Mitglieder, darunter 20 Aktive. Der Gründungsvorstand bestand aus dem Schneidermeister Jakob Wetzel als 1. Vorstand, sowie dem Schriftwart Wilhelm Gilbert, dem Beisitzer Friedrich Ludwig, dem Kassierer Heinrich Brecht und dem Turnwart Karl Epp. Der Verein trat zunächst sowohl dem Turngau Unterland Badenia als auch dem Gau Main-Neckar bei.

Geprägt war die Vereinsarbeit anfangs ausschließlich vom Turnen, wozu in der damaligen Zeit auch die Gymnastik und leichtathletische Disziplinen gehörten. Die ersten Turngeräte wurden dem jungen Verein vom bereits 1861 gegründeten TV Sinsheim leihweise überlassen, um den Hoffenheimern den Beginn des Turnbetriebes zu ermöglichen. Geturnt wurde auf den Grundstücken verschiedener Gaststätten. Das zehnjährige Jubiläum im Jahr 1909 feierte man mit einem mehrtägigen Sportfest, an dem über 500 Turner aus 23 Vereinen teilnahmen. Auf der Mitgliederversammlung vom 3. April 1913 beschloss der Verein, eine eigene Fahne zu erwerben, die mittels Spenden und Sammlungen im Ort finanziert wurde. Am 10. August desselben Jahres wurde die Fahne im Rahmen des in Hoffenheim stattfindenden Gauturnfests des Elsenz-Turngaues geweiht.

Während des Ersten Weltkriegs kam das Vereinsleben fast vollständig zum Erliegen, da die meisten Mitglieder zum Militär eingezogen wurden. Von 92 Mitgliedern, die am Krieg teilnehmen mussten, waren 28 gefallen oder blieben vermisst. Schon wenige Wochen nach Kriegsende fand am 25. Januar 1919 die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt, an der noch 33 Personen teilnahmen. Die Vereinsarbeit im Turnverein wurde wieder aufgenommen, hatte jedoch zu Beginn der 1920er Jahre einige Krisen zu überstehen. Der Vorstand des Vereins bemängelte fehlende Disziplin. Versammlungen sowie die sportlichen Angebote wurden nur noch von einer Minderheit der Vereinsmitglieder wahrgenommen. Die in der Weimarer Republik um sich greifende Inflation trieb zudem die Beitragssätze enorm in die Höhe und schwächte die Vereinskasse.

Dem Fußball im Dorf widmete sich der 1920 gegründete Fußballverein Hoffenheim. Dieser versuchte schon bald nach seiner Gründung einen Zusammenschluss mit dem Turnverein zu erreichen. Auf der Versammlung des Turnvereins am 6. März 1920 wurde die Entscheidung über den Antrag des Hoffenheimer Fußballvereins zu einem Zusammenschluss der beiden Vereine vertagt und schließlich am 17. April 1920 abgelehnt, „da der Fußball-Verein schon wieder am Abnehmen sei“. Im Sommer 1922 versuchte der örtliche Fußballverein erneut die Fusion zu beantragen. Da der Fußballverein keine der von den Turnern gestellten Bedingungen erfüllen konnte, erfolgte am 22. August 1922 eine erneute Absage durch den Turnverein.

Nach den missglückten Fusionsversuchen mit dem Fußballverein Hoffenheim begann in der Folge im Turnverein die Aufgliederung nach Sportarten und damit in Abteilungen. Zunächst wurde bei der Sitzung am 30. Januar 1926 eine Spielabteilung, in der alles außer Fußball gespielt werden durfte, gegründet. Im Juli 1929 folgte eine Frauenabteilung im bis dahin ausschließlich Männern vorbehaltenen Verein. Kurze Zeit später wurde eine Handballabteilung ins Leben gerufen.

Ebenfalls im Jahr 1929 wurde die Hoffenheimer Turn- und Gesangshalle eröffnet. Der Bau der neuen Halle ging auf einen gemeinsamen Beschluss des Turnvereins und des örtlichen Gesangsvereins vom Mai 1925 zurück. Die offizielle Einweihung erfolgte im Rahmen des aufgrund des 30-jährigen Vereinsjubiläums in Hoffenheim ausgetragenen Gauturnfestes im Juni 1929.

Mit Beginn des Nationalsozialismus schlossen sich auch die Hoffenheimer Vereine den neuen Machthabern an. Sie übernahmen die allen Vereinen verordnete Einheitssatzung und wurden gleichgeschaltet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die örtliche Turnhalle von einem Rüstungsbetrieb genutzt und brannte gegen Ende des Krieges aus. Erst in den 1950er-Jahren wurden die Schäden repariert und die Halle wieder für den Sportbetrieb genutzt. Nach Kriegsende erfolgte im Mai 1945 die Fusion des Turnvereins mit dem Fußballverein Hoffenheim; daraus entstand als Nachfolgeverein die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim.

Nachdem erst 1957 eine neue Vereinssatzung von der Mitgliederversammlung angenommen wurde, trat die TSG Hoffenheim dem Badischen Sportbund bei. Die Fußballer des neu gegründeten Vereins wurden der Kreisklasse zugeordnet, die auch in den folgenden Jahrzehnten überwiegend die sportliche Heimat der TSG Hoffenheim war. Die fußballerischen Erfolge zu jener Zeit waren bescheiden, aber dennoch vorhanden. Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre klopfte die Mannschaft zweimal ans Tor zur 2. Amateurliga, musste jedoch beide Male andere Teams aufgrund eines schwachen Saisonendspurts an sich vorbeiziehen lassen. 1965 stand man im Halbfinale des Kreispokals, unterlag dort jedoch der damals drittklassig spielenden SpVgg Ilvesheim.

Nach der mit Einführung der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg stattfindenden Spielklassenstrukturreform im Jahr 1978 pendelte Hoffenheim zwischen Kreis- und Bezirksliga.

Nach dem Abstieg der TSG Hoffenheim aus der Bezirksliga in die A-Klasse im Jahr 1989 beschloss SAP-Mitbegründer und Milliardär Dietmar Hopp, seinen Heimatverein, bei dem er in der Jugend als Stürmer gespielt hatte, als Mäzen finanziell zu unterstützen. Es folgten der Aufstieg in die Bezirksliga Sinsheim 1991 und im darauffolgenden Jahr in die Landesliga Rhein-Neckar. 1996 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga Baden.

Während die TSG Hoffenheim im ersten Verbandsligajahr noch einen Mittelfeldplatz belegte, griff sie im zweiten Jahr bereits in den Kampf um den Oberligaaufstieg ein und belegte am Ende der Saison den dritten Platz. In der Saison 1998/99 wurde Hoffenheim Vizemeister und qualifizierte sich für die Aufstiegsspiele zur Oberliga Baden-Württemberg. Hier traf man auf den SV Linx, den Zweiten der Verbandsliga Südbaden. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel und einem 3:1 im Rückspiel unterlag die TSG Hoffenheim im Elfmeterschießen und verpasste somit erneut den Aufstieg.

In der darauf folgenden Saison war das Ziel der TSG Hoffenheim, die seit 1999 in einem von Dietmar Hopp finanzierten neuen Stadion spielte, der Aufstieg in die Oberliga. Nach einer 1:2-Niederlage gegen den SV Schwetzingen am 2. Spieltag wurde der erst seit März tätige Trainer Günter Hillenbrand durch Riko Weigang abgelöst. Nachdem auch dieser im März 2000 den Verein verlassen musste, gelang schließlich unter dem neuen Trainer Alfred Schön als Meister vor dem punktgleichen SV Waldhof Mannheim II der lang ersehnte Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Mit Hans-Dieter Flick als Trainer startete die TSG Hoffenheim mit einem 3:0-Erfolg beim VfL Kirchheim/Teck in die Oberligasaison 2000/01. Bereits nach dem zweiten Spieltag übernahm man die Tabellenführung. Nachdem die TSG diese zwischenzeitlich wieder abgeben musste, lag man zur Winterpause mit fünf Punkten Vorsprung vor dem zweitplatzierten SV Sandhausen an der Tabellenspitze. Am 21. Spieltag kam es in Sandhausen zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten, welches die TSG mit 0:5 verlor. Es folgte ein Endspurt mit 13 Spielen ohne Niederlage. Am Ende wurde der Verein als Neuling auf Anhieb Oberligameister und spielte daraufhin in der Regionalliga Süd.

Nachdem die TSG Hoffenheim nach der ersten Regionalligasaison noch den 13. Tabellenplatz belegt hatte, beendete der Verein die folgenden Spielzeiten im vorderen Tabellendrittel. Im Oktober 2002 kamen mit Christian Möckel und Norbert Hofmann zwei ehemalige Bundesligaprofis zur TSG, die bis dahin vorwiegend junge Spieler aus der Region verpflichtet hatte. Von 2002 bis 2005 wurde die TSG viermal in Folge badischer Pokalsieger und nahm hierdurch am DFB-Pokal teil. In der Saison 2003/04 erreichte die TSG das Viertelfinale in diesem Wettbewerb, wo sie sich dem VfB Lübeck geschlagen geben musste. Zuvor war unter anderem Bundesligist Bayer Leverkusen besiegt worden.

Zwar hatte sich die TSG Hoffenheim in diesen Jahren in der Drittklassigkeit etablieren können, war jedoch zu keiner Zeit in der Lage, ernsthaft um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mitzuspielen. Daraufhin erhöhte der Mäzen Hopp im Jahr 2005 den Einsatz für das Projekt „Profifußball in der Rhein-Neckar-Region“ deutlich. Er schlug vor, zur Bündelung der Kräfte in der Region die Vereine TSG Hoffenheim, FC Astoria Walldorf und SV Sandhausen zu einem FC Heidelberg 06 zu fusionieren. Für ein gemeinsames neues Stadion war dabei für ihn der Standort Heidelberg aus Namens- und Imagegründen erste Wahl; dort wollte er den Bau eines bundesligatauglichen Stadions finanzieren. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch am Widerstand der Vereine aus Walldorf und Sandhausen sowie, nach schwierigen Verhandlungen, an der Standortfrage des neuen Stadions in Heidelberg. Dort kollidierten die Stadionpläne mit der Absicht der Eppelheimer Wild-Werke, auf dem vorgesehenen Standort ihre Produktionsfläche zu erweitern, was für die betroffenen Städte zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten könnte. Aus Kosten- und Zeitgründen wurden alternative Standorte in Heidelberg nicht weiter verfolgt und stattdessen ein verkehrsgünstiger Standort in einem Gewerbegebiet der Stadt Sinsheim, zu der Hoffenheim gehört, ausgewählt.

Auch sportlich brachte die Saison 2005/06 einen spürbaren Umbruch mit sich. Um die Pläne des Vereins zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga zu unterstützen, übernahm im August 2005 der frühere Nationalspieler Karlheinz Förster aus dem nahen Schwarzach das sportliche Management als Berater. Nach einer Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart im November 2005 geriet der angepeilte Aufstieg jedoch in Gefahr. Trainer Flick wurde trotz seines bis zum Jahr 2010 laufenden Vertrages entlassen und im Dezember 2005 durch Lorenz-Günther Köstner ersetzt. Dieser trat nach dem verpassten Aufstieg Ende der Saison 2005/06 ebenfalls zurück. Wenig später verließ auch Förster den Verein.

Seit der Spielzeit 2006/07 ist Ralf Rangnick Trainer in Hoffenheim, der ehemalige Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters ist Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung und Hans-Dieter Hermann, der auch für die deutsche Fußballnationalmannschaft tätig ist, unterstützt die Mannschaft als Psychologe. Ausgestattet mit langfristigen Verträgen sollen die drei die weitere Entwicklung des Vereins forcieren.

Mit der neuen sportlichen Leitung und namhaften Neuverpflichtungen wie Francisco Copado oder Jochen Seitz erreichte die TSG Hoffenheim bereits in Rangnicks erster Saison als Tabellenzweiter den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zur neuen Saison firmierte der Club aus Marketinggründen als 1899 Hoffenheim, da Turn- und Sportgemeinschaft laut Verein „zu altbacken“ klinge. Der offizielle Vereinsname blieb jedoch bestehen.

Im Zusammenhang mit den sportlichen Erfolgen änderte sich das Bild des Vereins. Wurde die Entwicklung der TSG wegen ihrer langfristig angelegten Jugendförderung bis dahin eher wohlwollend verfolgt, beobachtete die Öffentlichkeit den Verein nun zunehmend kritisch. Sowohl seitens der Presse als auch von manchen gegnerischen Fans, vereinzelt aber auch von Offiziellen anderer Vereine wie dem Mainzer Manager Christian Heidel wurde kritisiert, dass mit der TSG kein „Traditionsverein“ finanziell unterstützt werde, sondern ein „Dorfverein“ ohne gewachsene Fankultur und Zuschauerhintergrund. Zudem seien dem Verein sportliche Erfolge ermöglicht worden, die ohne die außergewöhnliche finanzielle Unterstützung des Mäzens undenkbar wären. Beispielsweise gab die TSG zur Saison 2007/08 mehr Geld für Neuverpflichtungen aus (im Laufe der Zweitligasaison wurden unter anderem die Juniorennationalspieler Carlos Eduardo aus Brasilien und der Nigerianer Obasi sowie der österreichische Nationalspieler Andreas Ibertsberger verpflichtet) als alle übrigen Zweitligisten zusammen. Von gegnerischen Fußballfans wird der Verein wegen der finanziellen Zuwendungen durch Hopp daher auch ironisch als Hoppenheim bezeichnet und aus dem gleichen Grund in den Medien als „Retortenklub“ charakterisiert.

Die Planungen der Vereinsführung ließen den Sportlern bis 2010 Zeit für den Aufstieg, doch der sportliche Erfolg stellte sich schneller ein. Nach einem mäßigen Start in der Saison 2007/08 startete die TSG zu Beginn der Rückrunde mit einer Serie von sieben Siegen in Folge auf einen Aufstiegsplatz durch. Zudem erreichte der Verein zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale im DFB-Pokal, unterlag dort jedoch Borussia Dortmund auswärts mit 1:3. Trotz einer leichten Schwächeperiode gegen Mitte der Rückrunde erreichte die TSG zum Saisonende den zweiten Tabellenplatz und damit als Neuling den sofortigen Aufstieg in die Bundesliga. Dabei konnte vor allem die Hoffenheimer Offensive überzeugen: Die Neuzugänge Obasi und Ba erzielten jeweils zwölf Treffer, Copado steuerte zehn Tore bei.

Auch in der Fußball-Bundesliga setzte der Club zunächst seinen Höhenflug fort. Durch eine starke Offensive, an der vor allem Vedad Ibišević mit 18 Toren einen großen Anteil hatte, wurde Hoffenheim nach einem Remis am 17. Spieltag gegen den FC Schalke 04 Herbstmeister. Ergänzt wurde die Mannschaft in der Winterpause durch Torwart Timo Hildebrand, der ablösefrei vom FC Valencia verpflichtet wurde, den aus Brasilien ausgeliehenen Verteidiger Fabrício sowie durch Boubacar Sanogo, der als Konsequenz aus einer Kreuzbandverletzung von Ibišević vom SV Werder Bremen ausgeliehen wurde. In der Rückrunde konnte die Mannschaft jedoch nicht an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen und rutschte ins Mittelfeld der Tabelle ab.

Für eine komplette Auflistung aller Spieler der TSG 1899 Hoffenheim seit deren Aufstieg in die Oberliga im Jahr 2000, siehe Liste der Spieler der TSG 1899 Hoffenheim.

Der Spieler mit den meisten Einsätzen für Hoffenheim seit dem Oberliga-Aufstieg 2000 ist Marcel Throm mit 190 Liga- und 8 Pokalspielen bis zu seinem Weggang 2007. Die meisten Tore für Hoffenheim erzielte Thomas Ollhoff während den Jahren 2002 bis 2005 mit 39 Liga- und 3 Pokaltoren.

Die zweite Herrenmannschaft des Vereins wurde 1992 gegründet und spielte zunächst in der Kreisliga B. Zwischen 1998 und 2001 gelangen der Mannschaft vier Aufstiege in Folge und damit der Sprung von der Kreisliga B in die Verbandsliga Baden. Bereits im ersten Verbandsligajahr wurde die Mannschaft Zweiter, scheiterte aber wie die erste Mannschaft einige Jahre zuvor in der Oberligarelegation am SV Linx. Im zweiten Jahr gelang schließlich der Aufstieg in die Oberliga, als man erneut Vizemeister der Verbandsliga Baden wurde und sich in den Relegationsspielen gegen die Zweitplatzierten der Verbandsligen Südbaden und Württemberg – den FC Emmendingen bzw. den Heidenheimer SB – durchsetzen konnte.

Seit dem Aufstieg 2003 spielt die TSG Hoffenheim II in der Oberliga Baden-Württemberg und belegte hier meist Plätze im Tabellenmittelfeld. In der Spielzeit 2007/08 wurde die Mannschaft Fünfter und verpasste den für die Qualifikation zur Regionalliga Süd notwendigen vierten Platz nur knapp.

Trainiert wird die zweite Mannschaft, die auch als U23-Team bezeichnet wird, vom früheren Bundesligaprofi Rainer Scharinger. Heimspielstätte ist das Dietmar-Hopp-Stadion, in dem bis zum Aufstieg in die 1. Bundesliga auch die Spiele der ersten Mannschaft ausgetragen wurden.

Insgesamt verfügt die TSG 1899 Hoffenheim über 22 Jugendmannschaften, davon zwölf Jungen- und zehn Mädchenmannschaften. Die A- und B-Junioren des Vereins spielen in der jeweils höchsten Spielklasse, der U19- bzw. der U17-Bundesliga.

Die A-Junioren stiegen 2005 in die U19-Bundesliga auf und schlossen die bisherigen Spielzeiten auf Plätzen der unteren Tabellenhälfte ab. 2006 und 2008 wurden die Hoffenheimer in der 14 Mannschaften umfassenden Liga jeweils Neunter. 2007 belegten sie den zehnten Platz in der Abschlusstabelle.

Seit ihrem Aufstieg in die Regionalliga im Jahr 2005 spielen die B-Junioren unter ihrem Trainer Guido Streichsbier in der höchsten deutschen Juniorenspielklasse. 2007 qualifizierten sie sich für die neu gegründete U17-Bundesliga. In der Premierensaison wurde die B-Juniorenmannschaft Meister der Bundesliga-Staffel Süd/Südwest und erreichte damit die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Dort war sie im Finale im heimischen Dietmar-Hopp-Stadion mit 6:4 gegen Borussia Dortmund erfolgreich, nachdem im Halbfinale bereits Hertha BSC besiegt worden war, und wurde Deutscher Meister der B-Jugend. Sieben Spieler der Meistermannschaft, darunter die beiden Jugendnationalspieler Manuel Gulde und Marcel Gruber, kamen zur Saison 2007/08 vom VfL Neckarau, dem im Gegenzug von der Dietmar-Hopp-Stiftung ein Kunstrasenplatz finanziert wurde.

Basis der Hoffenheimer Jugendarbeit ist das seit 2001 existierende Förderprogramm „Anpfiff ins Leben“, dessen Konzept vom früheren Nationaltrainer Jürgen Klinsmann als deutschlandweit einmalig und wegweisend bezeichnet wurde. Hierbei werden im Jugendförderzentrum im benachbarten Zuzenhausen talentierte Jugendspieler und -spielerinnen fußballerisch an den Leistungsbereich herangeführt. Neben der Trainerarbeit und den sportlichen Einrichtungen bietet das Jugendförderkonzept auch ein Coaching hinsichtlich der schulischen und beruflichen Entwicklung, sowie die Entwicklung der sozialen Kompetenz der Jugendlichen. So stehen dem Nachwuchs neben Privatschulen auch Mentoren des Softwareunternehmens SAP zur Verfügung, die Patenschaften für die Jugendlichen übernehmen. Aufgrund des Förderkonzepts wurde dem mit der TSG zusammenarbeitetenden Verbund aus fünf Schulen der Umgebung am 10. Juli 2008 das seit 2006 vom DFB vergebene Zertifikat Eliteschule des Fußballs verliehen.

Die Frauenfußballsparte der TSG 1899 Hoffenheim geht zurück auf die im Jahr 2000 gegründete Mädchenfußball-Spielgemeinschaft 1. FC Mühlhausen/VfB St. Leon, die sich in der Folgezeit durch zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege schnell zur Nummer eins im badischen Mädchenfußball entwickelte und zur Saison 2006/07 erstmals eine Frauenmannschaft an den Start schickte.

Am 1. Juli 2007 übernahm die TSG 1899 Hoffenheim die Fußballerinnen der aufgelösten Spielgemeinschaft 1. FC Mühlhausen/VfB St. Leon. Die erste Mannschaft startete in der Verbandsliga Baden, die zweite in der Landesliga. Ziel ist wie bei den Männern der Aufstieg in die Bundesliga. Bereits im ersten Spieljahr unter neuem Namen wurde die erste Mannschaft unter ihrem Trainer Jürgen Ehrmann 2008 überlegen Meister der Verbandsliga und schaffte den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Zudem sorgte der Verein für ein Novum, da im Finale des badischen Landespokals die erste Mannschaft der TSG auf die zweite Mannschaft traf und dabei mit 8:2 gewann.

Die Heimspiele der TSG 1899-Frauen werden auf dem Sportplatz des VfB St. Leon ausgetragen.

In den Anfangszeiten des Turnvereins trafen sich die Mitglieder zum Turnen auf den Grundstücken verschiedener Hoffenheimer Gaststätten. 1929 wurde die Turnhalle eingeweiht, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde und erst in den 1950er Jahren wieder genutzt werden konnte.

Die Fußballer hatten zunächst keinen eigenen festen Spielplatz. 1968 wurde der Sportplatz im Rot errichtet, auf dem die TSG Hoffenheim fortan ihre Heimspiele austrug. Von 1968 bis 1971 erbaute der Verein in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sportplatz sein eigenes Clubhaus. Die Einweihung erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Fußballsparte der TSG. Dieses erste Clubhaus wurde bis zum Abriss 1999 genutzt.

Zum 100. Geburtstag des Vereins im Jahr 1999 wurde das Dietmar-Hopp-Stadion, das vollständig aus Hopps Privatvermögen finanziert wurde, eingeweiht und dem Verein geschenkt. Das zunächst 5.000 Zuschauer fassende Stadion wurde im Sommer 2007 nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga umgebaut und auf ein Fassungsvermögen von 6.350 Zuschauern erweitert. Für die 1. Bundesliga genügte das Stadion jedoch nicht den Anforderungen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Deshalb wich die Mannschaft in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2008/09 vorübergehend in das Mannheimer Carl-Benz-Stadion aus. Um die Auflagen der DFL zu erfüllen, wurde in dem 27.000 Zuschauer fassenden Stadion eine 400.000 Euro teure Videowand installiert und weitere 600.000 Euro in die bauliche Ertüchtigung, Medienarbeitsplätze und Sicherheitseinrichtungen investiert. Die Kosten übernahm als Stadioneigentümerin die Stadt Mannheim im Vorgriff auf einen Sponsor-Vertrag mit der Daimler AG.

Parallel zum Umbau des mit dem Aufstieg des Vereins in die 1. Bundesliga nur noch für Spiele der zweiten Mannschaft und der Junioren genutzten Dietmar-Hopp-Stadions wurde 2007 mit dem Neubau der Bundesliga-tauglichen Rhein-Neckar-Arena an der A 6 bei Sinsheim begonnen, welche am 24. Januar 2009 nach 22 Monaten Bauzeit mit dem Eröffnungsspiel der TSG Hoffenheim gegen eine Auswahl der Rhein-Neckar-Region festlich eröffnet wurde. Die Arena wird auch Schauplatz der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 sein.

Im Nachbarort Zuzenhausen wurde das Schloss Agnestal zu einem 15 Millionen Euro teuren Trainings- und Klubzentrum samt Fußballinternat und Geschäftsstelle umgebaut, welches die TSG im August 2009 beziehen wird. Eine Fläche von 7500 Quadratmetern soll auf dem insgesamt 16 Hektar umfassenden Gelände für Trainingsplätze nutzbar gemacht werden, während die Repräsentations- und Funktionsstätten der TSG Hoffenheim im Schloss sowie den ehemaligen Wirtschaftshäusern unterkommen sollen. Nach der Fertigstellung wird der Verein über eines der modernsten Trainingszentren Deutschlands verfügen.

Mit dem zunehmenden Erfolg stieg auch das Interesse der Zuschauer an den Spielen der TSG Hoffenheim. Nachdem der Zuschauerschnitt in den ersten Regionalligajahren um die 2.000 Besucher pendelte, brachte es der Verein im Aufstiegsjahr 2006/07 auf 3.022 Zuschauer im Schnitt. In der Zweitligasaison 2007/08 war das Dietmar-Hopp-Stadion fast immer ausverkauft. Der Besucherschnitt wurde auf knapp 6.000 Zuschauer gesteigert, was aufgrund der geringen Stadionkapazität dennoch den letzten Platz in der Zuschauertabelle der 2. Bundesliga bedeutete. Vor der ersten Bundesligasaison konnte 1899 Hoffenheim bereits nach zwei Vorverkaufstagen über 10.000 Dauerkarten absetzen. Der Dauerkartenverkauf wurde nach kurzer Zeit vorzeitig gestoppt, um noch genügend Tageskarten anbieten zu können.

Seit der Saison 2001/02 gibt es eine organisierte Fanszene. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga wurde der Zwinger-Club als erster Fanclub der TSG Hoffenheim gegründet. Mit den Bluedragons Hoffenheim und den TSG-Kellerfreunde Neckarbischofsheim kamen 2006 und 2007 zwei weitere hinzu. Der Verein hat inzwischen 52 offizielle Fanclubs, unter anderem in Australien, Berlin und Hamburg. Im Dietmar-Hopp-Stadion war der Kern der Hoffenheimer Fans im Block B auf der Osttribüne angesiedelt.

Das Maskottchen der TSG ist ein Elch namens „Hoffi“.

Haupt- und Trikotsponsor der TSG 1899 Hoffenheim ist TV DIGITAL, eine Programmzeitschrift der Axel Springer AG. Die am 1. Juli 2008 beginnende Kooperation ist zunächst auf zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2009/10 angelegt. Neben dem Trikotsponsoring beinhaltet die Partnerschaft unter anderem auch Nutzungsrechte für Werbeflächen im Stadion sowie Titelnutzungsrechte. Der Sponsorenvertrag ist mit rund 2,5 Millionen Euro jährlich sowie Extra-Prämien dotiert. Vorherige Hauptsponsoren waren Südbest sowie die Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.

Daneben wurde ein Sponsoren-Pool geschaffen, dessen Mitglieder sich als Offizieller Partner des Vereins bezeichnen dürfen. Die Partner sind in einer Sponsorenpyramide, in der Premium Partner über den normalen Team Partnern und den in der Pyramide noch weiter unten befindlichen Service- und Medienpartnern eingeordnet. Je nach Art Partnerschaft werden dem Sponsor bestimmte Rechte zugestanden. Neben vielen weiteren ist auch SAP, das ehemalige Unternehmen Hopps, ein Sponsor.

Nachdem die Partnerschaft mit Nike beendet wurde, ist Puma ab dem 1. Juli 2008 Ausrüster von 1899 Hoffenheim. Mit dem Unternehmen wurde ein bis 2014 datierter Ausrüstervertrag abgeschlossen, der neben der Lizenzmannschaft auch das U23-Team sowie alle Jugend- und Frauenmannschaften umfasst.

Der reine Personaletat von Hoffenheim beträgt in der ersten Bundesliga-Saison 23 Mio. Euro. Der Gesamtetat beläuft sich nach Angaben von Mäzen Dietmar Hopp auf rund 40 Mio. Euro. Hopp hat in einem Interview erklärt, er habe in den letzten acht Jahren insgesamt rund 175 Mio. Euro in den Verein investiert, davon insgesamt rund 90 Mio. Euro in das Dietmar-Hopp-Stadion, die Rhein-Neckar-Arena und das neue Trainingszentrum in Zuzenhausen, sowie 25 Mio. Euro für Spielereinkäufe.

Wie viele andere Vereine in Deutschland, entstand der heute vor allem für seine Fußballabteilung bekannte Verein aus einem Turnverein heraus. Das Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitete Turnen war zunächst Hauptstütze des Vereins. Neben Leichtathletik ist die Abteilung Turnen die einzige heute noch neben dem Fußball in der TSG Hoffenheim existierende Sportart.

Ende der 1920er wurde im damaligen Turnverein eine Handballabteilung geschaffen. Gespielt wurde im Verein das damals populäre Feldhandball. Mit der Verdrängung des Feldhandball durch das Handballspiel in der Halle wurde die Abteilung Anfang der Siebziger Jahre aufgelöst, da keine geeignete Spielstätte zur Verfügung stand. Größere Erfolge konnte die Handballabteilung nicht aufweisen.

Erfolgreicher waren die Rhythmischen Sportgymnastinnen des Vereins. Die 1978 gegründete Abteilung entwickelte sich schnell zu einer Talentschmiede. 1983 und 1985 nahm man sogar an den Deutschen Meisterschaften teil. Während man als Mannschaft nur hintere Plätze belegte, wurde Katharina Weber 1983 Dritte in der Einzelwertung. Mit dem aufkommenden Erfolg der Fußballer entwickelte sich die Rhythmische Sportgymnastik in der TSG hin zum Cheerleading. Im Jahr 2005 wurde die Abteilung aufgelöst.

Weitere heute ebenfalls nicht mehr existierende Abteilungen innerhalb der TSG Hoffenheim waren Schach, Volleyball, Judo sowie Ju-Jutsu.

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Liste der Spieler der TSG 1899 Hoffenheim

Das Vereinslogo der TSG 1899 Hoffenheim

Die Liste der Spieler der TSG 1899 Hoffenheim umfasst alle Spieler, die in der Fußballabteilung des deutschen Bundesligavereins TSG 1899 Hoffenheim seit deren Aufstieg 2000 in die Fußball-Oberliga Baden-Württemberg mindestens einen Einsatz in einem Ligaspiel oder dem DFB-Pokal für die erste Mannschaft absolviert haben. Spieler, die nur im BFV-Hoepfner-Cup eingesetzt wurden, finden keine Berücksichtigung.

Die Liste befindet sich auf dem Stand vom 30. Juni 2008.

Anmerkung: Die Liste ist sortierbar: Durch Anklicken eines Spaltenkopfes wird die Liste nach dieser Spalte sortiert, zweimaliges Anklicken kehrt die Sortierung um. Durch das aufeinanderfolgende Anklicken zweier Spalten lässt sich jede gewünschte Kombination erzielen.

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TSG 1899 Hoffenheim/Namen und Zahlen

Das Vereinslogo der TSG 1899 Hoffenheim

Wichtige Namen und Zahlen, welche die Fußballabteilung der TSG 1899 Hoffenheim betreffen und die nur in Listenform dargestellt werden können, können neben dem Text mit der momentanen Software in der Wikipedia nur unzureichend dargestellt werden. Daher wird diese Seite genutzt, um im Hauptartikel auf diese Daten hinführen zu können, ohne dass der Artikel selbst dadurch überladen und eine anschauliche Formatierung unmöglich wird.

Der Spieler mit den meisten Einsätzen für Hoffenheim seit dem Oberliga-Aufstieg 2000 ist Marcel Throm mit 190 Liga- und 8 Pokalspielen bis zu seinem Weggang 2007. Die meisten Tore für Hoffenheim erzielte Thomas Ollhoff während den Jahren 2002–2005 mit 39 Liga- und 3 Pokaltoren.

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SV Waldhof Mannheim

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Der SV Waldhof Mannheim 07 ist ein Sportverein aus Mannheim, dessen erste Fußballmannschaft von 1983 bis 1990 in der Fußball-Bundesliga spielte. Der Verein aus dem Stadtteil Waldhof zählt rund 2.000 Mitglieder und wurde bekannt für seine einst exzellente Nachwuchsarbeit: der SV Waldhof Mannheim hat mit Bernd Förster, Karlheinz Förster, Jürgen Kohler, Maurizio Gaudino, Uwe Rahn und Christian Wörns mehrere Nationalspieler hervorgebracht. Heute spielen die Blau-Schwarzen aus dem Mannheimer Norden in der Regionalliga, schaffen es aber dennoch, mehrere Tausend Zuschauer zu ihren Heimspielen ins Carl-Benz-Stadion in den Mannheimer Stadtteil Oststadt anzulocken.

Im Jahre 1905 gründeten Jugendliche aus dem im Norden Mannheims gelegenen Arbeiterstadtteil Waldhof eine Mannschaft mit dem Namen Fußballgesellschaft Ramelia. Wurde zunächst nur auf den Straßen und freien Plätzen des Vorortes Fußball gespielt, fanden die ersten Spiele nach der bezirksamtlichen Anmeldung auf dem Exerzierplatz im Stadtteil Käfertal statt. Durch Kontakte der Vereinsmitglieder zur örtlichen Spiegelfabrik von Saint-Gobain konnte auf deren Firmengelände ein Fußballplatz geschaffen werden. Dieser aufgrund seiner schlechten Verfassung „Schlammloch“ genannte Platz war auch der Grund für ein kurzzeitiges Zusammengehen mit dem MFC Phönix 02 Mannheim, der zu diesem Zeitpunkt Platzschwierigkeiten hatte. Diese Verbindung war allerdings nur von kurzer Dauer und am 11. April 1907 gründeten 42 junge Männer, darunter einige Mitglieder von Phönix, im Gasthaus Zum Tannenbaum einen neuen Verein mit dem Namen SV Waldhof 07 und den Farben Blau-Schwarz-Blau. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Bankkassierer Emil Menton gewählt, erster Mannschaftskapitän wurde Fritz Streckfuß. Der neue Klub wurde am 12. März 1908 vom Verband Süddeutscher Fußball-Vereine aufgenommen und konnte so ab der Saison 1908/09 in der C-Klasse Neckargau am Punktspielbetrieb teilnehmen. Mit einem 8:1 bei der FG Ladenburg 03 konnte ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt gefeiert werden, doch der Aufstieg in die B-Klasse ließ noch eine weitere Saison auf sich warten. Zu den Spielen um die Westkreis-Meisterschaften der B-Klasse konnte 1911 hinter der Waldhofschule ein neues Spielfeld mit einer Holztribüne, der „Sandacker“, eingeweiht werden. 1912 folgte der Aufstieg in die A-Klasse und 1914 konnte der SVW zum ersten Mal die höchste Spielklasse erreichen. Während des Ersten Weltkrieges kam der Spielbetrieb zum Erliegen, es kam nur zu sogenannten Kriegshilfe-Fußballrunden. Erst mit der Saison 1919/20 wurde wieder regulär Fußball gespielt. Der SV Waldhof kam über die Liga-Klasse Odenwaldkreis zu einem Zweiten Platz in der Gruppe Nord der Süddeutschen Meisterschaft, hinter dem 1. FC Nürnberg.

Im Jahre 1921 kam es zu einer Affäre um den Jungnationalspieler Sepp Herberger. Herberger hatte das Interesse der Mannheimer Konkurrenz geweckt und bereits 10.000 Reichsmark für einen Wechsel zu Phönix Mannheim erhalten, als er sich für den als bürgerlich angesehenen Rivalen VfR Mannheim entschied. Dieser hatte ihm für einen Wechsel mietfreies Wohnen und eine Stelle bei der Dresdner Bank angeboten. Dadurch zog Herberger sowohl den Unmut der Waldhöfer auf sich, die ihn als „Verräter“ beschimpften, als auch eine Sperre durch den Süddeutschen Fußball-Verband wegen Verstößen gegen den Amateurparagraphen. Nachdem er das Geld zurückgezahlt hatte wurde die Sperre aufgehoben und Herberger Spieler des VfR. 1923 wurde dem SVW ein Platz im Wäldchen an den Schießständen von der Stadt zur Verfügung gestellt, wo der Verein seither seine Heimat hat. Bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten konnte der SVW sich noch einige Male für die Endrunde um die Süddeutsche Meisterschaft qualifizieren, allerdings keinen Meistertitel gewinnen. Größter sportlicher Rivale aus Mannheim war Ende der 1920er-Jahre im Rheinbezirk der VfL Neckarau, aus dem südlich gelegenen Stadtteil.

Mit der Machtergreifung wurde der Fußball in Deutschland neu organisiert und unter anderem 16 Gauligen eingerichtet. Durch den Gewinn des Titels der Gauliga Baden konnte sich der SVW für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1933/34 qualifizieren. Das Halbfinalspiel gegen den späteren Meister FC Schalke 04 in Düsseldorf ging vor 2000 mitgereisten Waldhof-Anhängern mit 2:5 verloren, nachdem es zehn Minuten vor Schluss noch 2:2 gestanden hatte. In der folgenden Saison verpasste Waldhof die Teilnahme an der nationalen Endrunde und wurde hinter dem VfR und dem VfL Neckarau sogar nur dritte Kraft im Mannheimer Fußball. Im Pokalwettbewerb, dem auch als Tschammerpokal bekannten Vorläufer des DFB-Pokals, musste sich der SVW erst im Halbfinale dem 1. FC Nürnberg geschlagen geben. 1935/36 und 1936/37 konnte Waldhof die Gruppenphase nicht überstehen. Als überragender Spieler des SVW in den 1930er-Jahren gilt Otto Siffling, Teilnehmer an den Weltmeisterschaften 1934 und 1938, der im legendären Spiel der Breslau-Elf 1937 fünf von acht Toren erzielte. Siffling starb im Alter von 27 Jahren wegen einer schweren Krankheit.

Auch bei der Endrunde 1939/40, der ersten Kriegsmeisterschaft, war Waldhof im Halbfinale Schalke 04 unterlegen. Anlässlich der beiden Spiele um den Dritten Platz gegen Rapid Wien sprach die Berliner Presse wegen des jungen Alters zahlreicher SV-Spieler von den Waldhof-Buben, ein Begriff der den Verein bis in die Gegenwart begleitet hat. Im selben Jahr gelang mit der Teilnahme am Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg – trotz einer 0:2-Niederlage – der bislang größte Pokalerfolg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und den durch diesen verursachten Schwierigkeiten für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes – unter anderem das Risiko von Luftangriffen und dem dadurch verursachten Zuschauer- und Einnahmenschwund – wurde 1945 von den Behörden der Amerikanischen Besatzungszone die Einrichtung einer Oberliga Süd gestattet. 1947 wurde der SVW Zweiter und wäre damit für eine Deutsche Meisterschaftsendrunde qualifiziert gewesen, so in diesem Jahr denn eine stattgefunden hätte. Zweiter Deutscher Meister nach dem Krieg wurde 1949 zur Enttäuschung der Waldhöfer Stadtrivale VfR.

In den 1950er-Jahren war der SVW nur Mittelmaß in der Oberliga Süd und musste 1954 den Abstieg in die 2. Liga Süd hinnehmen, womit der Verein zum ersten Mal seit 40 Jahren nicht mehr erstklassig spielte. Nach dem Aufstieg 1958 entwickelte sich der Verein zu einer Fahrstuhlmannschaft zwischen Ober- und 2. Liga und hatte dadurch keine Chance, sich für die neugeschaffene Bundesliga zur Saison 1963/64 zu qualifizieren. Als Unterbau der Bundesliga wurden Regionalligen eingerichtet, an denen der SVW bis zum Abstieg 1970 ohne Hoffnung auf Erstklassigkeit teilnahm. Nach zwei Jahren in der 1. Amateurliga Nordbaden gelang Waldhof der Wiederaufstieg, der dem Verein in der Saison 1973/74 die Möglichkeit gab, sich für die neugeschaffene, aus einer Nord- und einer Südstaffel bestehenden 2. Bundesliga zu qualifizieren, zusammen mit dem VfR Mannheim, der sich dort jedoch nur ein Jahr halten konnte. 1972 hatte sich der Verein in Chio Waldhof 07 umbenannt und dafür 190.000 DM von der Firma Chio Chips erhalten. 1975 folgte die Umbenennung in SV Chio Waldhof 07. In den folgenden Jahren war der 1978 in SV Waldhof Mannheim 07 umbenannte SVW eine im Mittelfeld der 2. Liga etablierte Mannschaft. 1981 konnte sich der Verein für die neue eingleisige 2. Bundesliga qualifizieren, da in den zur Teilnahmeberechtigung hinzugezogenen Spielzeiten genügend Punkte erreicht werden konnten. Nach der Saison 1982/83 stand Waldhof als Aufsteiger, und damit 36. Bundesligaverein seit deren Gründung, fest.

In das erste Jahr startete der SVW weiter mit Trainer Klaus Schlappner, neun von 20 Spielern stammten aus der eigenen Jugend. Da keines der Mannheimer Stadien, darunter das eigene Stadion am Alsenweg zu diesem Zeitpunkt erstligatauglich war, musste in das Ludwigshafener Südweststadion umgezogen werden. Zunächst bestand eine auf ein Jahr befristete Ausnahmegenehmigung, da Heimspiele auf verbandsfernem Gebiet (in diesem Fall auf dem Gebiet des Südwestdeutschen Fußballverbandes) eigentlich untersagt waren. Der Umzug in die Pfalz wurde vom Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern in Hinblick auf befürchtete Zuschauerverluste nicht mit Wohlwollen aufgenommen. In der Aufstiegssaison 1983/84 verzeichnete der SV Waldhof einen deutlich besseren Zuschauerschnitt (26.982 Zuschauer) als die Pfälzer Ligarivalen (19.017 Zuschauer), doch sank der Schnitt des SVW in den folgenden Jahren kontinuierlich.

In den ersten Jahren der Erstklassigkeit sorgte der Verein, der fast ausschließlich mit Eigengewächsen agierte, bundesweit für Furore. Klaus Schlappner und seine Mannschaft schafften es mit ihrer Unbeschwertheit sich in der deutschen Eliteklasse zu etablieren. Talente aus der eigenen Jugend, wie etwa Jürgen Kohler, Christian Wörns und Maurizio Gaudino, machten sich schnell einen Namen und avancierten später gar zu Nationalspielern. Uwe Zimmermann im Tor, Fritz Walter im Sturm, Günter Sebert in der Abwehr sowie Alfred Schön im Mittelfeld waren Stützen der Mannschaft des Bundesliganeulings. In der zweiten Bundesligasaison 1984/85 verpassten die „Waldhof-Buben“ den UEFA-Pokal-Einzug nur wegen der schlechteren Tordifferenz. Im DFB-Pokal 1985/86 konnte Waldhof das Halbfinale erreichen, wo die Mannschaft dem späteren Titelträger FC Bayern München unterlag. In der Saison 1989/90 wurden die Heimspiele wieder im Waldhofstadion ausgetragen, zumal das Stadion in Ludwigshafen zu teuer wurde und man dem allgemeinen Zuschauerschwund in der höchsten deutschen Spielklasse Rechnung tragen musste. Unter Trainer Günter Sebert gelang zunächst ein sehr guter Saisonstart, der sogar auf einen UEFA-Cup-Platz hoffen ließ (unter anderem gelang ein Heimsieg gegen Bayern München und ein 4:0-Erfolg gegen den Erzrivalen aus Kaiserslautern), doch häuften sich die Verletzungen besonders bei Stammspielern derart, dass der Verein am Ende der Saison den Gang in die 2. Liga antreten musste.

Nach zwei knapp gescheiterten Wiederaufstiegsversuchen 1991/1992, 1992/1993 konnte der SV Waldhof in der Saison 1994/1995 seine neue Heimstätte, das Carl-Benz-Stadion einweihen. Dieses, so hoffte man, würde dem Verein nicht nur beim Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga helfen, sondern auch die inzwischen notwendig gewordene finanzielle Sanierung ermöglichen.

Stattdessen zeigte sich, nachdem der Aufstieg in der Saison 1994/95 erneut knapp verpasst wurde, in der Folgezeit immer deutlicher eine Führungskrise im Präsidium unter dem damaligen Präsidenten Wilfried Gaul. Durch häufige Trainerwechsel, gepaart mit Fehleinkäufen und persönlichen Querelen im Umfeld, geriet der Verein sowohl sportlich als auch finanziell immer mehr in Bedrängnis.

Einen ersten Höhepunkt erlebte die Krise im Jahr 1997 mit dem Abstieg in die Regionalliga. Dem finanziell stark angeschlagenen Verein gelang mit einem stark verjüngten Kader in der Saison 1998/99 unter Trainer Uwe Rapolder nach zwei Jahren die Rückkehr in den Profifußball.

Nach dem Wiederaufstieg wurde bereits innerhalb kürzester Zeit das Ziel 1. Bundesliga ausgegeben, welches mit Sponsorengeldern, v.a. der Firma Sportwelt, erreicht werden sollte. Als jedoch die Firma Sportwelt Konkurs anmelden musste und die Zahlungen einstellte, wurden die Finanzprobleme des Vereins wieder akut.

Im Jahr 2001 stand der SV Waldhof kurz vor dem Aufstieg in die erste Bundesliga. Am letzten Spieltag führte man zu Hause gegen Mainz 05 mit 4:0 und stand fünfzehn Minuten vor Ende der Partie auf dem dritten Aufstiegsplatz. Der bis dahin zu Hause ungeschlagenene und bereits aufgestiegene 1. FC Nürnberg unterlag jedoch noch im Spiel gegen den Aufstiegskonkurrenten St. Pauli, der dadurch den 3. Platz an Stelle von Waldhof Mannheim erreichte.

Da nach dem knapp verpassten Bundesliga-Aufstieg 2001 die Erwartungen von Fans und Präsidium stark gestiegen waren, musste Rapolder nach einem schlechten Saisonstart in der darauf folgenden Saison gehen. Im Jahr 2002 folgte dann auch der Rücktritt des mittlerweile extrem umstrittenen Präsidenten Winfried Gaul. Dieser Schritt brachte jedoch keine Ruhe in den Verein und die Querelen in der Führungsspitze dauerten weiterhin an.

Mit dem erneuten Abstieg aus der 2. Bundesliga 2003 wurde das ganze Ausmaß der finanziellen Krise offenbar. Durch die Nichterteilung der Lizenz für die Regionalliga erfolgte der direkte Abstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Nach erneuten heftigen Führungsquerelen im Präsidium im Jahr 2004 versuchte der Verein nun unter einem neuen Präsidium, geführt von Dr. Hans-Joachim Bremme, die Querelen der letzten Jahre hinter sich zu lassen, zu alter Stärke zurückzufinden und den zuvor verspielten Kredit bei Fans und Sponsoren wieder zu gewinnen.

Der Aufstieg in die Regionalliga Süd wurde 2004 ebenso verpasst wie 2005. Für die Saison 2005/06 wurden zahlreiche neue Spieler mit Erfahrung im Profibereich verpflichtet, um den Aufstieg in die Regionalliga anzustreben. Der Etat wurde auf 1,2 Millionen Euro ausgeweitet, jedoch kann der Verein trotz inzwischen etwas entspannterer finanzieller Lage nach wie vor finanziell nicht gerade aus dem Vollen schöpfen.

Im April 2007 feierte der Traditionsverein seinen 100-jährigen Geburtstag. Anlässlich des Vereinsjubiläums gastierte der FC Bayern München zu einem Freundschaftsspiel im Carl-Benz-Stadion, in dem die Waldhof-Buben nur knapp mit 1:2 unterlagen.

Nachdem das Saisonziel Aufstieg in die Regionalliga 2006/2007 abermals deutlich verfehlt wurde, rüstete der SV Waldhof vor Beginn der Saison 2007/2008 gewaltig auf. Mit erfahrenen Spielern, die teils gar Bundesliga- und Zweitliga-Erfahrung mitbringen, qualifizierte sich der Verein am 24. Mai 2008 mit einem 2:0 gegen den SV Linx vor 10.038 Zuschauern im heimischen Carl-Benz-Stadion vorzeitig für die neue Regionalliga. Wirtschaftlich allerdings geriet der Verein in eine Krise, konnte aber durch eine kurzfristige Finanzspritze von 500.000 Euro von Mäzen Dietmar Hopp vor der Insolvenz bewahrt werden. Von ihm wurde auch das neue Jugendförderzentrum unterstützt, mit dem an die traditionell gute Jugendarbeit angeknüpft werden soll. Im Herbst 2007 wurde Mario Nöll Präsident des SV Waldhof. Mittelfristig möchte der Verein - der sich einer für Oberliga-Verhältnisse sehr großen Zuschauerresonanz erfreuen darf - wieder zurück in die höchsten deutschen Fußballklassen.

Seit 1994 trägt der SV Waldhof seine Spiele im Carl-Benz-Stadion mit einem Fassungsvermögen von 27.000 Plätzen aus.

Nach der Gründung 1907 waren die ersten Spielstätten der Blau-Schwarzen das „Schlammloch“ und der „Sandacker“ hinter der Waldhof-Schule im gleichnamigen Stadtteil Mannheim-Waldhof. 1924 zog der SVW ins Stadion am Alsenweg - welches sich ebenfalls auf dem Waldhof befindet – um, wo er bis Ende 1993 seine Spiele austrug. Dort befindet sich auch heute noch das Vereinsgelände mit Trainingsplätzen, Clubhaus und Geschäftsstelle. Eine Ausnahme stellten die Jahre 1983 bis 1989 dar, in denen die erste Mannschaft des SV Waldhof Mannheim aufgrund von DFB-Auflagen für ihre Spiele in der Fußball-Bundesliga ins benachbarte Ludwigshafener Südweststadion ausweichen musste.

Vor der aktuellen Saison 2008/2009 wurde das Stadion umfangreich renoviert. Unter anderem wurde eine neue Anzeigetafel installiert. Das Stadion entspricht jetzt den Standards der 1. Fußball-Bundesliga. Die Renovierung fand statt, weil die TSG 1899 Hoffenheim in der Vorrunde ihre Heimspiele in Mannheim austrug. Das eigene Stadion wurde erst in der Winterpause fertig.

In der ewigen Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga belegt Waldhof Mannheim Platz 6.

In den ersten Jahrzehnten der Waldhof-Geschichte waren die Handballer besonders erfolgreich. Die Herren-Mannschaft wurde 1933 durch einen 7:5-Erfolg im Endspiel gegen den Polizei-SV Burg als erster Nicht-Polizei-Sportverein Deutscher Feldhandballmeister der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik. Mit Wilhelm Müller und Fritz Spengler waren zwei Waldhöfer am Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin beteiligt. Philipp Zimmermann errang mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel 1938. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Verein noch zweimal das Endspiel um die Deutsche Handballmeisterschaft erreichen. Beide male gab es jedoch knappe Niederlagen: 1947 hieß es 6:8 gegen den RSV Mülheim und ein Jahr später 8:10 gegen den Turnverein Hassee-Winterbek aus Kiel (siehe dazu auch: Zonenmeisterschaft ). In den 1950er und 1960er Jahren dominierte die Damen-Mannschaft den badischen Handball und wurde regelmäßig badischer Meister. In jener Zeit wurde die Torhüterin Monika Eichenauer 55 mal in die Deutsche Nationalmannschaft berufen.

Anfang der 1970er Jahre war der SV Waldhof auch im Tischtennis erfolgreich. 1971 gelang der Aufstieg in die Oberliga Süd, die damals zweithöchste deutsche Spielklasse (nach der Tischtennis-Bundesliga). Dort konnten sich die Mannheimer sofort etablieren. Nach drei Jahren wechselte die Mannschaft jedoch (unter Mitnahme des Staffelplatzes) zur DJK Käfertal über. Heute gibt es keine Tischtennisabteilung mehr im Verein.

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Source : Wikipedia