Straubing

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Geschrieben von tron 29/04/2009 @ 20:10

Tags : straubing, bayern, deutschland

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Straubing

Wappen der Stadt Straubing

Straubing ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Niederbayern in Ostbayern. Sie ist eines von vier niederbayerischen Oberzentren und Verwaltungssitz der Planungsregion Donau-Wald. Die Mittelstadt ist Sitz des Landratsamtes Straubing-Bogen und die größte Stadt im Gäuboden.

Die Stadt liegt im Zentrum des fruchtbaren Gäubodens an der Donau.

Das Stadtgebiet Straubings erstreckt sich entlang der Donau in Ost-West-Richtung, wobei sich der Großteil des Stadtgebiets südlich der Donau befindet. Nördlich der Donau sind die Ortschaften Hornstorf, Sossau und Unterzeitldorn Teil der Stadt, sowie der Bereich der Öberauer Schleife, einem Altwasserarm der Donau, mit dem gleichnamigen Weiler. Südlich der Donau sind der Ort Kay und der Weiler Ehetal Teil des Stadtgebiets.

In Ost-West-Richtung erreicht das Gebiet eine Ausdehnung von 13,5 Kilometern, in Nord-Süd-Richtung von 9,2 Kilometern.

Die Stadt Straubing ist aufgrund ihrer Größe nicht in Bezirke unterteilt. In jüngerer Zeit eingemeindete Stadtteile (Alburg, Ittling und Kagers) und geografisch eigenständige (Hornstorf, Kay, Sossau, Unterzeitldorn) werden als eigene Stadtteile geführt.

Das Stadtgebiet ist vollständig vom Landkreis Straubing-Bogen umschlossen. Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Straubing (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Kirchroth, Parkstetten, Bogen, Aiterhofen, Geiselhöring, Feldkirchen, Perkam, Atting.

Das Klima der Stadt Straubing kann als gemäßigtes Kontinentalklima bezeichnet werden. Durch den Bayerischen Wald im Norden, das niederbayerische Hügelland im Süden und die Lage in der niedrigen Flussebene ist die Stadt vor starken Winden größtenteils geschützt. Kalte Winde aus Norden erreichen Straubing ebenso selten wie Föhnwinde aus Süden.

Durch die Lage in der Donauebene bildet sich häufig Nebel, vor allem in Frühling und Herbst.

Wärmster Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,1 Grad Celsius, kältester Monat ist der Januar mit −2,7 Grad Celsius im Mittel. Der größte Niederschlag fällt von Juni bis August mit durchschnittlich 85 bis 91 Millimeter, die geringste von Februar bis April mit 47 bis 51 Millimeter und im Oktober mit durchschnittlich 53 Millimeter.

Dort, wo heute die Stadt Straubing liegt, lassen sich seit ca. 5.600 v. Chr. (Jungsteinzeit) nahezu ohne Unterbrechungen menschliche Ansiedlungen nachweisen. Bedeutend ist dabei vor allem die frühbronzezeitliche Straubinger Kultur. Ab ca. 500 v. Chr. siedelten hier die Kelten der Hallstattkultur in einem Oppidum. Von ihnen stammt auch der erste erhaltene Siedlungsname Sorviodurum.

Ein einschneidendes Ereignis für die Region war die Eroberung durch die Römer um die Zeitenwende. Noch heute finden sich viele Spuren der etwa 400 Jahre dauernden römischen Herrschaft, darunter vier Kastelle und der bekannte Römerschatz, der im Gäubodenmuseum ausgestellt ist. Die Römer behielten den keltischen Ortsnamen und bauten die Stätte zu einem bedeutenden Militärplatz an der osträtischen Donaugrenze aus. Die Kastelle beherbergten erst eine reguläre und später eine Canathener-Kohorte, d. h. eine Spezialeinheit von etwa tausend Bogenschützen aus der Gegend des heutigen Syrien.

Nach dem Ende des Römischen Reiches wurde Straubing fast übergangslos zu einem Siedlungszentrum der Bajuwaren, die sich vor allem im Bereich der alten römischen Siedlung um den heutigen Kirchhof von St. Peter zwischen Allachbach und Donau und des heutigen Stadtteils Alburg niederließen. Nach bajuwarischer Gepflogenheit wurde die neue Siedlung nach dem Sippenführer Strupo Strupinga genannt, woraus sich schließlich der Name Straubing entwickelte.

Nach Absetzung des letzten agilolfingischen Herzogs Tassilo wurde Straubing karolingisches Kammergut und kam unter Kaiser Otto dem Großen in Besitz des sächsischen Kaiserhauses, zuletzt an Kaiser Heinrich den Heiligen. Die erste urkundliche Erwähnung 897 fällt in diese Zeit. Kaiser Heinrich schenkte sein Gut zu Straubing seinem Bruder Bruno, damals Bischof von Augsburg. Nach dessen Tod 1029 ging die Grundherrschaft über das alte Straubing an das Augsburger Domkapitel über, von dessen Herrschaft sich die Stadt erst 1537 freikaufte. In die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts fällt schließlich als weithin sichtbares Symbol der Macht des Domkapitels der Neubau der Kirche St. Peter in romanischem Stil an der Stelle zweier Vorgängerbauten.

Der wittelsbachische Herzog Ludwig der Kelheimer setzte schließlich 1218 mit der Gründung der so genannten Straubinger Neustadt westlich des alten Siedlungszentrums ein deutliches Zeichen gegen die kirchliche Grundherrschaft des Augsburger Domkapitels, die nahe freie Reichsstadt Regensburg und die mächtigen Grafen von Bogen. Weitere Stadtgründungen in Niederbayern waren Landshut 1204 und Landau.

Straubing entwickelte sich rasch zu einem Zentrum wittelsbachischer Herrschaft. Seit 1255 war die Stadt Sitz eines Viztums. Im 14. Jahrhundert entstanden der Stadtturm (Baubeginn 1316), die Basilika St. Jakob (um 1395) und der Stadtplatz. Heute stellt sich der gotische Stadtkern mit dem 800 m langen Stadtplatz als harmonischer Mix von gotischen Treppengiebeln, Renaissance-Erkern, Barock- und Rokokofassaden und klassizistischen Lisenen dar. Im Zuge der wittelsbachischen Erbteilungen wurde Straubing 1353 Hauptstadt des Herzogtums Straubing-Holland, das aber bereits 1425 im Mannesstamm erlosch und im Preßburger Schiedsspruch aufgeteilt wurde. Dennoch sind diese sieben Jahrzehnte für die Stadtgeschichte prägend wie keine andere Epoche.

Weitreichende Bekanntheit erlangte die Liebesgeschichte zwischen dem wittelsbachischen Erben Albrecht und der Baderstochter Agnes Bernauer, die 1435 in der Donau bei Straubing ein tragisches Ende fand. Als Sühne erbaute Herzog Ernst die Bernauer-Kapelle am Petersfriedhof, worin sich heute auch die Grabplatte findet.

Ab 1474 wurde der Befestigungsring um die Stadt erheblich erweitert. Um den Schiffsverkehr besser kontrollieren zu können und den für den Stadtsäckel wichtigen Zoll erheben zu können, verlegte man auch den Lauf der Donau durch die so genannte Bschlacht näher an die Stadt unter Nutzung des alten Altwasserarms.

1568 fertigte der Drechlsermeister Jakob Sandtner ein für diese Zeit erstaunlich präzises Modell seiner Heimatstadt Straubing an. Es ist heute ein herausragendes Dokument der Stadtgeschichte, das als Kopie im Gäubodenmuseum zu besichtigen ist. Sandtner erstellte im Auftrag des bayerischen Herzogs Albrecht V. weitere Stadtmodelle der damaligen Regierungsstädte München, Landshut, Ingolstadt und Burghausen. Diese und das Originalmodell von Straubing sind heute im Bayerischen Nationalmuseum in München zu besichtigen.

Im 16. Jahrhundert war Straubing das Zentrum der Reformation in Niederbayern, die Stadt musste sich aber schließlich der ausschließlichen Katholizität des Herzogtums Bayern beugen. Opfer der Ausweisungspolitik war der berühmte Patrizierssohn Ulrich Schmidl, der von 1535 bis 1554 an der Eroberung Südamerikas durch die Spanier teilnahm und als Mitbegründer der Stadt Buenos Aires sowie als erster Geschichtsschreiber Argentiniens gilt. Über die Rechtgläubigkeit der Stadt wachten ab 1614 die Kapuziner, ab 1631 die Jesuiten und andere Orden, die sich im 17. und 18. Jahrhundert dort niederließen, wie Ursulinen 1691, Franziskaner 1702 und Elisabethinen 1748, die sich vor allem um die Krankenpflege im Kloster Azlburg kümmerten.

Ein schwerer Schlag für Straubing war der Dreißigjährige Krieg: Rund 1800 der 4000 Einwohner fielen 1633 der schwedischen Besatzung unter Bernhard von Weimar oder der miteingeschleppten Pest zum Opfer. Sämtliche Anwesen um den Mauerring der Stadt wurden aus fortifikatorischen Gründen niedergelegt oder durch Beschuss zerstört. Erst Ende des 17. Jahrhunderts hatte sich die Stadt davon erholt und wurde im Zuge der Barockisierung zu einer wichtigen Wirkungsstätte der Bildhauer- und Malerfamilie Asam. Zusammen schufen die Brüder Asam die Klosterkirche der Ursulinen.

1704 wurde Straubing von den Österreichern besetzt (Spanischer Erbfolgekrieg). Aufgrund eines Gelübdes zur Abwehrung der Kriegsgefahr wurde 1709 die sogenannte Dreifaltigkeitssäule aufgestellt. Auch 1742 und 1743 überstand die Stadt Belagerungen durch österreichische Truppen. Die daraus resultierende Wirtschaftskrise gipfelte im Bankrott der Stadt und dem großen Stadtbrand von 1780, der weite Teile der nördlich des Stadtplatzes gelegenen Quartiere in Schutt und Asche legte. In diese Zeit fällt auch das Wirken des Bildhauers und Stukkateurs Mathias Obermayr, der zahlreiche Hausfassaden und vielen Kirchen in Stadt und Umkreis einen letzten unverwechselbaren Rokokoglanz verlieh. Nach der Säkularisation verlor Straubing weitgehend seine politische Bedeutung als Regierungs- und Verwaltungssitz – die Stellung als wichtigster Markt- und Handelsplatz im Gäuboden zwischen Regensburg und Passau blieb aber weitestgehend erhalten.

Anlässlich des Besuches des bayerischen Thronfolgerpaares 1812 wurden das Gäubodenvolksfest ins Leben gerufen und die beiden Teile des Stadtplatzes in Ludwigsplatz und Theresienplatz umbenannt. Weitere Umbenennungen von Straßen und Plätzen der Stadt erfolgten im Dritten Reich (z. B. Großdeutschlandplatz, Freiherr-von-Epp-Straße), allerdings wurden diese nach dem Zweiten Weltkrieg wieder rückgängig gemacht.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts befand sich in Straubing das größte bayerische Zuchthaus, damals ein modern eingerichteter Neubau. Ende des 20. Jahrhunderts kamen als weitere Einrichtungen die Bayerische Justizvollzugsschule und eine Anstalt für forensische Psychiatrie hinzu. Heute sind in der Justizvollzugsanstalt Straftäter mit Freiheitsstrafen von mehr als fünf Jahren untergebracht.

Straubing gehörte zu den ersten bayerischen Städten, die am Ende des Ersten Weltkriegs von der Novemberrevolution erfasst wurden. Am 8. November 1918 befreite ein Demonstrationszug Gefangene. Bereits am 9. November nachmittags hatte sich ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, abends noch ein Bürgerrat. Verzerrte Schreckensmeldungen und wilde Gerüchte verbreitete das katholisch-bürgerliche Straubinger Tagblatt. Fast allen Gruppen links von der BVP wurde Unterstützung der „roten Herrschaft“ vorgeworfen.

Am 21. Mai 1920 wurden die Räte durch Landtagsbeschluss aufgelöst. Ein gewisses Maß an Mitbestimmung durch Betriebsräte war bei weiterhin schlechter wirtschaftlicher Lage und gesellschaftlicher Polarisierung das einzige Ergebnis der Rätebewegung, das die Revolution überdauerte.

Das Straubinger Tagblatt brachte weiterhin beinahe täglich Horrormeldungen über die „roten Horden“. In der Agonie der Weimarer Republik kam schließlich die NSDAP zur Macht, mit allen damit verbundenen schrecklichen Folgen. Der im März 1933 ermordete Straubinger Otto Selz war das erste jüdische Opfer der NS-Herrschaft in Deutschland. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge der Jüdischen Gemeinde in der Wittelsbacher Straße von SA-Männern verwüstet. An die 43 jüdischen Bewohner, die der Shoa zum Opfer fielen, erinnert seit 1988 eine Gedenktafel am Mahnmal für die Opfer der Kriege im Pulverturm, an die Opfer von Zwangsarbeit ein Gedenkstein auf dem Friedhof St. Peter.

Bei drei schweren US-Luftangriffen auf den Eisenbahnknotenpunkt Straubing im Zweiten Weltkrieg 1944/45 kamen mindestens 400 Menschen ums Leben, weitreichende Zerstörungen im Stadtgebiet wurden angerichtet. Die meisten historischen Gebäude überstanden die Bombardements unversehrt. In der Nachkriegszeit erlebte Straubing einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit Namen wie der Skifirma Völkl oder dem Konzertelektronikhersteller Dynacord verbunden ist. Deutlich vergrößert wurde das Stadtgebiet durch die Eingemeindungen von Alburg, Ittling und Kagers im Jahre 1972.

1989 fand in die Straubing die bayerische Landesgartenschau statt, 1992 die Landesausstellung Bauern in Bayern. 1997 wurde die 1100-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt mit einem großen Bürgerfest am Stadtplatz abgehalten, die Deutsche Post gab aus diesem Anlass eine Sonderbriefmarke heraus. 2003 wurde die 650-Jahr-Feier des Herzogtums Straubing-Holland mit einer Reihe von Veranstaltungen begangen.

Wichtige Entwicklungen der letzten Jahre waren die Einrichtung des Industriegebietes Straubing-Sand, die Ausweisung großer Neubaugebiete im Osten und Westen der Stadt sowie die Ansiedlung des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe. Mittlerweile wurden am Kompetenzzentrum mehrere Lehrstühle der beteiligten Universitäten eingerichtet. Am 11. August 2007 wurde Straubing deshalb durch Dr. Edmund Stoiber der Titel „Wissenschaftsstadt“ verliehen.

Dem Rat gehören mit CSU, SPD, Freien Wählern und ödp vier Fraktionen an. Die Grünen hospitieren bei der SPD, Stadtrat Franz Prockl von der FDP schloss sich keiner Fraktion an, erhielt aber in einer losen Kooperation mit der CSU Sitze im städtischen Umweltausschuss und im Zweckverband Industriegebiet Straubing-Sand. Der neue Stadtrat konstituierte sich am 7. Mai 2008.

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister konnte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen. Daher kam es am 16. März 2008 zu einer Stichwahl zwischen dem seit 1996 amtierenden Oberbürgermeister Reinhold Perlak (SPD) und Markus Pannermayr (CSU), aus der Markus Pannermayr als Sieger hervorging.

Das Wappen der Stadt Straubing zeigt in Rot einen silbernen Pflug; darüber finden sich nebeneinander zwei Schildchen mit den bayerischen Rauten, unten eine goldene heraldische Lilie.

Der Pflug im Wappen deutet auf die Bedeutung der Landwirtschaft für Straubing hin. Andere Deutungen ziehen eine Verbindung zum Wappen des Ortsadelsgeschlechtes der Straubinger, wobei unklar ist, in welche Richtung das Wappenbestandteil übernommen wurde. Die Rautenschildchen stehen für die Grafen von Bogen und die ihnen nachfolgenden Wittelsbacher, die die Stadt begründet haben. Die Lilie steht als Mariensymbol für die Patronin des Bistums Augsburg, zu welchem Straubing seit 1029 gehörte sowie als Symbol für das Marktrecht der Stadt. Das Wappen ist nahezu unverändert seit etwa 1270 überliefert, die aktuelle Fassung wurde 1952 überprüft und festgelegt.

Durch Straubing führt die Bundesstraße 20, welche sich unweit der Stadt mit der Autobahn A 3 kreuzt. Zudem führt die Bundesstraße 8 durch das Stadtgebiet.

Straubing ist Kreuzungspunkt der zweigleisigen elektrifizierten Hauptstrecke Regensburg–Passau mit der eingleisigen nichtelektrifizierten Gäubodenbahn. Letztere verband als Bahnstrecke Straubing–Miltach bis 1984 Straubing direkt mit Cham. Heute werden diese Strecken stündlich von Regionalzügen der Deutschen Bahn befahren. In Tagesrandlagen halten auch InterCity-Fernverkehrszüge am Bahnhof.

Ein öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) wird seit 1992 von den Straubinger Stadtwerken betrieben. Auf vier Hauptlinien und vier Sonderlinien ist das Stadtgebiet überwiegend erschlossen. Den Rest des Gebietes deckt das Anrufsammeltaxi (AST) ab. Die Stadtteile Kagers, Frauenbrünnl und Sand/Hafen sind mit Taxi-Bussen erreichbar, die an den ÖPNV anknüpfen.

Der regionale Verkehrslandeplatz Straubing-Wallmühle ist als Schwerpunktlandeplatz für den ostbayerischen Raum ausgebaut. Er verfügt über eine Start- und Landebahn mit einer Länge von 1.470 m und erlaubt Instrumentenan- und abflug. Mit u. a. drei luftfahrttechnischen Betrieben (Flughafen-Verwaltung, Flugplatz-Restaurant, Avionik Straubing, MT-Propeller, Piloten-Service Rieger) bietet er insgesamt über 100 Arbeitsplätze.

Der Verkehrslandeplatz Straubing-Wallmühle liegt westlich von Straubing auf dem Gebiet der Gemeinde Atting. Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen München.

Gemeinsam mit dem Landkreis Straubing-Bogen betreibt die Stadt Straubing den Donauhafen Straubing-Sand.

Das Wissenschaftszentrum Straubing, das mit der Organisation C.A.R.M.E.N. und dem Technologie- und Förderzentrum unter dem Dach des Kompetenzzentrums für nachwachsende Rohstoffe zusammenarbeitet, wurde ursprünglich von der TU München gegründet und ist dem Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) angegliedert. Heute kooperieren fünf Hochschulen (TU München, Fachhochschule Weihenstephan, Universität Regensburg, Hochschule Deggendorf und Fachhochschule Regensburg). Es bestehen im Moment zwei Lehrstühle, die von der TU München und der FH Weihenstephan getragen werden. Insgesamt sollen in Straubing in den kommenden Jahren vier weitere Lehrstühle entstehen.

Derzeit beschränkt sich die akademische Ausbildung auf Master- und Diplomarbeiten und Promotionen. Zum Wintersemester 2008/09 beginnt der Studienbetrieb mit einem eigenen Masterstudiengang für Nachwachsende Rohstoffe in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien.

Im August 2007 wurde der Stadt Straubing der Titel Wissenschaftsstadt verliehen.

Straubing gilt seit jeher als Schulstadt. In Straubing gibt es vier Gymnasien, das Anton-Bruckner-Gymnasium, das Johannes-Turmair-Gymnasium, das Ludwigsgymnasium und das Gymnasium der Ursulinen. Etwa 3100 Schüler besuchen derzeit insgesamt die Straubinger Gymnasien.

Neben zwei Realschulen (Jakob-Sandtner-Schule und Realschule der Ursulinen) existieren in Straubing eine Fachoberschule und eine Berufsoberschule. Des Weiteren gibt es fünf Berufsfachschulen (unter anderem für Krankenpflege, für Logopädie und die Staatliche Berufsschule), vier Fachschulen, eine Fachakademie für Sozialpädagogik und zwei private Wirtschaftsschulen.

In Straubing befinden sich das Förderzentrum St. Wolfgang für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, die Papst Benedikt Schule, ein Förderzentrum für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, sowie das Sonderpädagogische Förderzentrum.

In der Stadt befindet sich zudem das Institut für Hörgeschädigte des Bezirks Niederbayern, für das derzeit ein Neubau entsteht.

Im Bereich der Erwachsenenbildung die Volkshochschule Straubing tätig, die eng mit der Volkshochschule Straubing-Bogen (Sitz in Oberaltaich) zusammenarbeitet.

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TSV Straubing

Der Turn- und Sportverein 1861 Straubing bzw. kurz TSV Straubing ist ein deutscher Sportverein aus Straubing mit den Sportarten Fußball, Tennis, Turnen und Skisport.

Aus der ehemaligen Eishockeyabteilung des TSV Straubing ging 1981 der EHC Straubing hervor, der heute als Straubing Tigers firmiert.

Der Verein wurde am 12. August 1921 als 1. FC Straubing gegründet. Die Straubinger Fußballer standen am Ende der Saison 1938/39 in der Aufstiegsrunde zur Gauliga Bayern, der damals höchsten Spielklasse. Hier scheiterte der TSV jedoch in seiner Gruppe als Letzter. In der folgenden Saison widerfuhr den Straubinger Fußballern mit dem erneuten Scheitern in der Aufstiegsrunde zur Gauliga dasselbe Schicksal. Erst als die Gauligen kriegsbedingt zur Spielzeit 1944/45 noch weiter untergliedert wurden, stiegen die Straubinger in die Gauliga Oberpfalz-Niedernbayern auf, in der jedoch kein Spiel mehr ausgetragen wurde.

Nach dem Ende des Krieges schloss sich der 1. FC mit dem TV Jahn 1861 zum TSV Straubing zusammen.. Die Fußballer des TSV Straubing wurden in einer höheren Liga eingeteilt. Zwar war dies nicht die neugebildete erstklassige Oberliga Süd. Doch schon 1946 fand sich der TSV in der zweitklassigen Amateurliga Südbayern. In der Saison 1947/48 gelang dem TSV als Ligasiebter knapp die Qualifikation für die eingleisige Amateurliga Bayern. Hier trafen die Straubinger erstmals auf große bayerische Mannschaften wie die SpVgg Fürth, den FC Wacker München oder den 1. FC Bamberg. Am Ende der Spielzeit 1948/49 stand ein guter siebter Platz von insgesamt 16 Mannschaften. Die folgende Saison war erneut eine Qualifikationssaison. Denn als neuer eingleisiger Unterbau zur Oberliga Süd sollte es ab 1950 die II. Division geben. Mit dem dritten Platz schaffte der TSV als einer von fünf Vertretern der bayerischen Amateurliga den Sprung in die neue Spielklasse.

Der neuen II. Division gehörte der TSV von der Gründung an elf Jahre an und verpasste damit lediglich die letzten zwei Jahre des Bestehens. Vier Mal landete der TSV dabei in der vorderen Tabellenhälfte auf einstelligen Plätzen: Gleich in der ersten Saison 1950/51 stand ein siebter Platz zu Buche, dem ein Jahr später sogar ein sechster Platz folgte. Diese Platzierung konnte 1954/55 sogar wiederholt werden. 1959/60 folgte noch ein achter Platz, ehe schließlich 1961 der Abstieg in die Drittklassigkeit folgte.

In der Amateurliga Bayern stand der TSV dann fast immer auf vorderen Plätzen. In der 1962/63 wurden die Straubinger sogar bayerischer Meister. Lediglich das folgende Jahr brachte mit dem 15. Platz eine schlechte Platzierung, danach folgten vier Spielzeiten mit vorderen Plätzen, zuletzt 1967/68 ein dritter Platz. In der folgenden Saison kam es dann erneut zu einem Absturz, dieses Mal auf den 16. Platz. Noch ein Jahr später bedeutete derselbe Platz dann den Abstieg in die Viertklassigkeit.

Es sollte zwölf Jahre dauern, ehe der TSV in die höchste bayerische Liga, die inzwischen zur Amateur-Oberliga Bayern geworden war, zurückkehrte. Nach einem guten siebten Platz in der Saison 1982/83 folgte bereits 1984 der Wiederabstieg.

2008/09 steht die 1. Herrenmannschaft des TSV in der siebtklassigen Bezirksliga.

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Karmelitenkloster Straubing

Das Karmelitenkloster Straubing ist ein Kloster der Oberdeutschen Provinz der Karmeliten in Straubing in Bayern in der Diözese Regensburg.

Das Kloster wurde durch Herzog Albrecht I. von Niederbayern-Straubing (sowie als Schenker des Bauplatzes durch den Straubinger Bürger Albert Stainhauf) im Jahr 1368 gegründet. Die Karmeliten übersiedelten von Regensburg nach Straubing. 1386 wurde dem Kloster die Hofkaplanei im Herzogsschloß übertragen. Während der Reformationszeit durchlebte das Kloster eine existentielle Krise. Mit der Überführung des Gnadenbildes „Unsere Liebe Frau von den Nesseln“ im Jahr 1661 entfaltete sich aber an der Karmeliterkirche ein blühende Wallfahrt. Der Neubau des Klosters bis 1700 erfolgte durch den Baumeister Kaspar Zuccalli. Die Klosterkirche wurde seit 1700 im Barockstil durch Wolfgang Dientzenhofer ausgestattet. Im Zuge der Säkularisation in Bayern ab 1803 erfolgte keine Aufhebung. Das Straubinger Kloster wurde Zentralkloster. 1842 wurde es als eigenständiges Karmelitenkloster unter Pater Petrus Heitzer, dem Prior des alten Klosters, wiedererrichtet. Von Straubing aus erfolgte dann im 19. Jahrhundert die Erneuerung der Oberdeutschen Ordensprovinz. 1985 bis 1992 erfolgte die Innenrestaurierung der Karmelitenkirche.

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Source : Wikipedia