Stefan Schumacher

3.4160189253221 (2959)
Geschrieben von goldorak 13/04/2009 @ 12:07

Tags : stefan schumacher, radsportler, radsport, sport

Neueste Nachrichten
Aufhören oder lügen - n-tv
Nach Bekanntwerden von Kohls positiver Dopingprobe, der gemeinsam mit seinem noch immer hartnäckig leugnenden Teamkollegen Stefan Schumacher nachträglich überführt wurde, erklärte Holczer: "Ich bin gescheitert. Ich glaube gar keinem mehr,...
Nach Kohl-Auftritt: Milram will Trennung von Arzt - Financial Times Deutschland
Diese konnten bis Ende der Tour de France nicht erbracht werden.» Erst danach sei es möglich gewesen, das Blutdopingmittel CERA nachzuweisen, das auch bei Kohls Zimmerkollege Stefan Schumacher festgestellt worden war. Schumacher bestreitet Doping...
BDR will Anti-Doping-Kampf verstärken - 1asport.de
Der BDR prüft derzeit die Möglichkeit einer Strafanzeige gegen Stefan Schumacher und möglicher unbekannter Hintermänner. Der Radprofi war nach seinem positiven Dopingtest bei der Tour de France 2008 auch bei Nachkontrollen der Proben von den...
Der Fall Schumacher - Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mai 2009 Abrakadabra – simsalabim: Die Doping-Vergehen von Stefan Schumacher – sie sollen verschwinden! Wird Michael Lehner dieses Zauberkunststück schaffen? Der Rechtsanwalt aus Heidelberg, geschult in vielen harten Doping-Auseinandersetzungen,...
Jörg Jaksche schießt gegen Ex-Gerolsteiner-Chef Hans-Michael ... - T-Online
Nach Bernhard Kohl und Stefan Schumacher ist nun mit Davide Rebellin ein weiterer Ex-Gerolsteiner-Profi wegen Dopings aufgeflogen. Angesichts des erneuten Falls zweifelt Jörg Jaksche an der Glaubwürdigkeit des ehemaligen Teamchefs Hans-Michael Holczer....
Doping-Anwalt Michael Lehner auf dem Podium - Teckbote
Bis gestern galt seine feste Zusage, dann trat ein, was viele schon erwartet hatten: Stefan Schumacher hat seine Teilnahme am Doping-Forum von Teckbote und Südwest Presse am kommenden Montag kurzfristig abgesagt. Wir haben schnell reagiert und ebenso...
Eisele/Hörmann auf Platz eins - Schwäbische Zeitung
Im Männer-Doppel war die Kombination Stefan Scheiter/Kai Bebendorf vor Thomas Eisele/Franz-Daniel Pfaff erfolgreich. Platz drei belegte das Doppel Walter Schranz und Thommy Schuhmacher. Bei der beliebtesten Kategorie im Mixed-Tennis wurden am Ende Caro...
In einem Boot Giro d'Italia - sueddeutsche.de
Denn Bettini ist vergangenes Jahr einerseits verärgert gewesen über sein langjähriges Team Quick Step, das einen deutschen Profi namens Stefan Schumacher unter Vertrag nahm und damit angeblich das Budget ausgereizt hatte. Andererseits halten sich bis...
Doping-Experte Sörgel kritisiert DOSB - sueddeutsche.de
Nürnberg (dpa) - Der Pharmakologe Professor Fritz Sörgel hat in Zusammenhang mit dem Fall Stefan Schumacher Kritik am Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geübt. «Ich dachte immer, der DOSB würde auch den Amateur- und sauberen Sport vertreten»,...
Cars, Shopping, Rock'n Roll - Extra Blatt (Siegburg)
Foto: Schumacher Niederkassel (sr). "Was für ein Fest!" - mit diesem Ausruf könnte man in Kurzform beschreiben, was Niederkassel am vergangenen Wochenende zu bieten hatte. An die 700 Oldtimer, der älteste mit Baujahr 1922, schmückten den Marktplatz und...

Stefan Schumacher

Stefan Schumacher bei der Deutschlandtour 2006 in Düsseldorf

Stefan Schumacher (* 21. Juli 1981 in Ostfildern-Ruit) ist ein deutscher Radrennfahrer. Er lebt in Nürtingen.

Schumacher begann seine Profikarriere im Jahr 2002 beim Team Telekom. Da er 2003 häufig verletzt war und keinerlei Erfolge erzielen konnte, wechselte er zur Saison 2004 mit David Kopp, der dasselbe Schicksal teilte, zum GS-III Team Lamonta. Dort gelang ihm der Durchbruch. Er erzielte einige gute Ergebnisse, unter anderem wurde er deutscher Vizemeister hinter Andreas Klöden.

Schumacher zeichnet sich als Allrounder aus, er kommt sehr gut über Hügel und Berge, kann gut Zeitfahren und hält in Massensprints mit. 2005 wechselte er zu Shimano-Memory Corp und gewann die Niedersachsen-Rundfahrt und die Ster Elektrotoer. Beim ProTour-Rennen Amstel Gold Race erreichte er einen 16. Platz.

Seit 2006 ist er beim Team Gerolsteiner unter Vertrag. Im Trikot dieses Rennstalls gewann er die fünftägige Rundfahrt Circuit de la Sarthe. Am 8. Mai 2006 entschied er die dritte Etappe des Giro d'Italia für sich, wodurch er als siebter Deutscher überhaupt das Rosa Trikot des Gesamtspitzenreiters übernahm. Am 25. Mai konnte er eine weitere, die 18. Etappe, für sich entscheiden, nachdem er den Sprint einer fünfköpfigen Ausreißergruppe gewann. Mit der Eneco Tour (früher Benelux-Tour) gewann er im August eine weitere mehrtägige Rundfahrt knapp mit Hilfe der Zeitbonifikation für den 3. Platz beim Schlusssprint der letzten Etappe. Umstritten war allerdings ein starker Schlenker von Schumacher 100 Meter vor der Ziellinie, wodurch der bis dato mit 3 Sekunden Gesamtführende des Klassements, George Hincapie, zu Fall kam und dieser durch die 4 Sekundenbonifikation von Schumacher noch abgefangen wurde. Trotz Proteste des amerikanischen Discovery-Channel-Teams um George Hincapie wurde Stefan Schumacher von der Rennjury für nicht schuldig erklärt, da er bei seinem Schlenker einem Fan, der sich zu weit über die Bande gelehnt hatte, ausweichen musste.

Nur wenige Wochen später gewann er die Gesamtwertung der Polen-Rundfahrt und konnte die letzten zwei Etappen gewinnen. Bei seiner zweiten WM-Teilnahme in Salzburg zeigte er sich im Finale sehr aktiv, konnte sich aber nicht entscheidend vom Feld lösen und beendete die WM auf Platz 21 in der vordersten Gruppe.

Am Ende der Saison lag er auf Platz zehn in der Gesamtwertung der UCI ProTour 2006.

In seiner 2. Saison beim Team Gerolsteiner 2007 feierte Stefan Schumacher seinen bis dahin größten Erfolg mit dem Sieg bei dem niederländischen Eintagesklassiker Amstel Gold Race, bei dem er vor seinem Teamkameraden Davide Rebellin in das Ziel kam. Bei der Rad-WM in Stuttgart nahe seiner Heimat erzielte Schumacher mit der Bronzemedaille einen weiteren großen Erfolg.

Am 27. Juni wurde Schumacher hinter Bert Grabsch Zweiter bei den deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren. Am 8. Juli gewann er die 4. Etappe der Tour de France im Einzelzeitfahren in Cholet und übernahm dadurch auch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Das gelbe Trikot konnte er einen Tag später auf der Etappe von Cholet nach Châteauroux verteidigen, verlor es dann aber auf der 6. Etappe 300 Meter vor dem Ziel durch einen Sturz, nachdem er das Hinterrad von Kim Kirchen berührt hatte, der das gelbe Trikot übernahm. Am 26. Juli gewann er auch das zweite Einzelzeitfahren, die 20. Etappe der Tour de France, vor dem amtierenden Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara und dem luxemburgischen Zeitfahrmeister Kim Kirchen. Nach dieser Saison wollte Schumacher, bedingt durch die Auflösung des Gerolsteiner Team, zu Quick Step-Innergetic wechseln.

Bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt am 14. Mai 2005 wurde Schumacher positiv auf Doping, nämlich den stimulierenden Wirkstoff Cathin getestet. Es handelte sich dabei jedoch um eine zuvor vom niederländischen Verband genehmigte Einnahme, die mit der Annahme gerechtfertigt wurde, dass sich die anregende Wirkung auf die Symptome einer attestierten Pollenallergie (Schnupfen, Asthma) lindernd auswirken würde. Am 3. August 2005 erfolgte der Freispruch wegen erwiesener Unschuld.

Eine von Stefan Schumacher fünf Tage vor den Weltmeisterschaften, am 25. September 2007, abgegebene Blutprobe wies verschiedene erhöhte Werte, darunter einen Hämatokritwert von 50,5% auf. Schumacher erklärte diesen Wert mit einer Durchfallerkrankung. Der Radsportler hätte für das Straßenrennen der Profis bei der WM in Stuttgart nach UCI-Reglement mit einer Schutzsperre belegt werden müssen, was aber mit dem Verweis auf einen unter der Grenze von 17 g/dl liegenden Hämoglobinwert (gemessen wurden 16,9 g/dl) und unter Berücksichtigung der bevorstehenden Rad-WM sowie eines später vorgenommenen Testes unter dem kritischen Wert von 50% von der UCI und dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nicht geschah. So durfte er starten und belegte den dritten Platz. Am 10. Oktober 2007 erklärte der BDR, dass die Urinprobe des Radprofis negativ sei. Als zusätzliche Maßnahme für einen möglichen Beweis seiner Unschuld verwies er später auf eine Studie der Universität Bayreuth (deren Verfasser weist eine Anwendbarkeit der Studie auf Schumachers Fall jedoch zurück) und legte alle Ergebnisse der durch die UCI durchgeführten Tests seit dem 1. Januar 2006 offen.

Bei einer auf einen Autounfall Schumachers im Oktober 2007 folgenden Blutanalyse wurden im Januar 2008 Spuren von Amphetaminen gefunden. Sportrechtliche Konsequenzen ergaben sich für Schumacher dadurch nicht, da der Wirkstoff nicht durch die NADA (mittels A & B-Probe) entdeckt wurde, sondern durch die Verkehrsbehörde.

Am 6. Oktober 2008 berichtete die französische Zeitung L’Équipe, dass Schumacher bei der Tour de France 2008 positiv auf das Blutdopingmittel CERA (EPO) getestet wurde. Sein Team suspendierte ihn daraufhin mit sofortiger Wirkung.

Am 22. Februar 2009 wurde Schumacher von der französischen Anti-Doping-Agentur (ADFL) für zwei Jahre gesperrt. Diese Sperre gilt für alle Rennen in Frankreich. Am 6. März 2009 hat der Radsport-Weltverband UCI die Sperre des französischen Verbandes übernommen. Schumacher ist damit für alle Radrennen weltweit bis Januar 2011 gesperrt.

Zum Seitenanfang



Team Gerolsteiner

Teambus des Team Gerolsteiner bei der Bayern Rundfahrt 2007

Das Team Gerolsteiner war ein von 1998 bis 2008 bestehendes deutsches Radsportteam der UCI ProTour, das vom Getränkehersteller Gerolsteiner Brunnen finanziert wurde.

Das Team Gerolsteiner wurde im Jahr 1998 gegründet. Teamchef wurde Hans-Michael Holczer, Sportlicher Leiter der Ex-Radsportler Rolf Gölz und zweiter Sportlicher Leiter der Ex-Fahrer Christian Henn. Mit der Verpflichtung von Georg Totschnig im Jahr 2001 gelang dem Team der Sprung in die GS-I-Kategorie. Für das Jahr 2003 qualifizierte man sich erstmals für die Tour de France und Ex-Profi Reimund Dietzen übernahm die Aufgabe des Sportlichen Leiters von Rolf Gölz. Am 4. September 2007 gab Gerolsteiner bekannt, den bis Ende 2008 laufenden Vertrag nicht zu verlängern. Ein Nachfolgesponsor wurde nicht gefunden, so dass sich Teamchef Holczer am 28. August 2008 gezwungen sah, die Auflösung des Rennstalls zum Ende der Saison 2008 bekannt zu geben.

Am 14. Oktober 2008 teilte das Team Gerolsteiner mit, sich aufgrund der positiven Dopingproben (A-Proben) von Stefan Schumacher und Bernhard Kohl bei der diesjährigen Tour de France nicht erst zum Saisonende, sondern mit sofortiger Wirkung aus dem Radsport zurückzuziehen.

Der erste nennenswerte Erfolg nach der Gründung des Teams war der Gewinn der Mannschaftswertung bei der Österreich-Rundfahrt 1999.

In der Folge gelangen den Fahrern des Teams Gerolsteiner auch mehrere internationale Erfolge sowie zahlreiche nationale Einzelzeitfahr-Meistertitel und Straßenmeisterschaften durch Michael Rich, Uwe Peschel und Georg Totschnig. Zum Beispiel siegten Uwe Peschel (2002) und Michael Rich (2003 und 2004) beim Grand Prix des Nations. In den Jahren 2000, 2002 und 2004 wurde Michael Rich und im Jahr 2003 Uwe Peschel Vizeweltmeister im Einzelzeitfahren.

Beim Giro d’Italia konnte der Teamleader Georg Totschnig einen siebenten (2002) und einen fünften Gesamtrang (2003) erreichen. Ein Jahr darauf gewann Fabian Wegmann das grüne Trikot (Bergtrikot) beim Giro d’Italia. Im Jahr 2003 kam Davide Rebellin neu zum Team Gerolsteiner und errang gleich einen Etappensieg und einen dritten Gesamtrang bei Paris–Nizza. Weitere Siege folgten im Jahr 2004, u.a. beim Amstel Gold Race, La Flèche Wallonne und bei Lüttich-Bastogne-Lüttich durch Davide Rebellin, der Weltcupzweiter wurde.

Bei der Tour de France 2005 erkämpfte sich der Neuzugang Levi Leipheimer den sechsten Platz der Gesamtwertung. Außerdem siegte Georg Totschnig auf der 14.Etappe in den Pyrenäen, was den ersten Gerolsteiner-Sieg auf einer Tour-Etappe überhaupt bedeutet. Bei der Königsetappe der Deutschland Tour 2005 mit Ankunft in Sölden gab es einen Doppelsieg (Levi Leipheimer vor Georg Totschnig) für das Team Gerolsteiner. Levi Leipheimer gewann schließlich auch die Gesamtwertung. Georg Totschnig belegte den dritten Gesamtrang. Weitere Etappensiege bei Rundfahrten gab es für Heinrich Haussler (Vuelta a España) und Fabian Wegmann (Polen-Rundfahrt). Michael Rich gewann darüber hinaus die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt und die Bayern-Rundfahrt und Fabian Wegmann den GP San Francisco und den Grand-Prix Schwarzwald. Team Gerolsteiner siegte auch beim ersten Mannschaftszeitfahren Eindhoven.

Das Jahr 2008 schien zunächst das erfolgreichste Jahr des Teams zu werden. Auf der 8. und der 20. Etappe der Tour de France 2008 gewann Stefan Schumacher beide Einzelzeitfahren der Tour und trug 2 Tage lang das Gelbe Trikot. Bernhard Kohl konnte mit 128 Bergpunkten (48 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten) als erster Österreicher die Bergwertung und damit das maillot à pois rouges gewinnen. In der Gesamtwertung konnte er den 3. Platz belegen. Beide Rennfahrer wurden allerdings im Oktober 2008 nachträglich in der A-Probe positiv auf CERA getestet. Teamchef Holzcer gab daraufhin seinen Ausstieg aus dem Radsport bekannt. Für die Lombardeirundfahrt kündigte das Team seinen Verzicht an.

Den ersten Saisonsieg konnte David Kopp bei der Mallorca Challenge im Februar einfahren. Der erste ProTour-Erfolg des Jahres holte einen Monat später der Schweizer Markus Zberg mit einem Etappensieg bei Paris–Nizza. Fabian Wegmann konnte neben seinem Sieg beim GP Miguel Induráin bei den Frühjahrsklassikern der ProTour einige Top Ten-Platzierungen holen und David Kopp wurde Zweiter bei Gent-Wevelgem. Hinzu kamen Siege bei kleineren Rundfahrten.

Im Mai startete das Team in den Giro d’Italia. Ohne einen richtigen Kapitän gestartet, konnte man die Rundfahrt sehr erfolgreich gestalten. Stefan Schumacher gewann zwei Etappen und trug einige Tage das rosa Trikot des Spitzenreiters, Robert Förster konnte die Schlussetappe gewinnen.

Bei der Dauphiné Libéré setzte zuerst Fabian Wegmann mit seinem Sieg auf der ersten Etappe Akzente. Später auf den Bergetappen war es Levi Leipheimer, der die Farben des Teams präsentierte. Leipheimer gewann die Rundfahrt und empfahl sich als für den engeren Favoritenkreis für die Tour de France.

Seine Chancen standen noch besser als die Top-Favoriten Jan Ullrich, Ivan Basso und Alexander Winokurow auf Grund des Dopingskandal Fuentes nicht teilnehmen konnten. Fabian Wegmann war der erste Träger des Bergtrikots der diesjährigen Tour, doch musste er es nach nur einem Tag wieder abgeben. Für Leipheimer war aber schon nach dem ersten Einzelzeitfahren der Traum vom Tour-Sieg vorbei, als er mehr als fünf Minuten verlor. Auf der zweiten Bergetappe konnte er sich wieder von einer besseren Seite präsentieren und wurde knapp geschlagen Zweiter. Positiv konnte Markus Fothen herausragen. Er überzeugte im Zeitfahren und in den Bergen und trug lange Zeit das weiße Trikot des besten Jungprofis. Vor dem letzten Zeitfahren schien es nur noch Formsache zu sein, dass er es in Paris gewinnen würde, doch sein Konkurrent in dieser Wertung, Giro-Sieger 2004 Damiano Cunego, zeigte seine wahrscheinlich beste Leistung in einem Zeitfahren überhaupt und konnte die Wertung für sich entscheiden. Im Gesamtklassement belegten Leipheimer und Fothen die Plätze 13 und 15.

Kurz nach der Frankreich-Rundfahrt startete die Deutschland Tour. Levi Leipheimer ging als Titelverteidiger an den Start und nach seinem Etappensieg auf der 5. Etappe sah es auch sehr gut aus. Doch ein scheinbar unbezwingbarer Jens Voigt machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Am Ende wurde Leipheimer Zweiter, der Deutsche Meister im Einzelzeitfahren Sebastian Lang gewann das Bergtrikot.

Bei der ENECO Tour konnte Stefan Schumacher den Prolog gewinnen. David Kopp gewann die 6. Etappe. Vor der letzten Etappe lag Schumacher nur knapp hinter dem Führenden George Hincapie. Im Zielsprint des letzten Teilstücks versuchte Schumacher durch eine Zeitgutschrift noch den Gesamtsieg zu erringen. Doch Schumacher wich einer Hand eines Zuschauers aus und kollidierte dabei etwa 50 Meter vor der Ziellinie mit Hincapie. Hincapie kam zu Fall, aber Schumacher konnte weiterfahren und sprintete auf Platz drei, womit er die benötigte Zeitgutschrift erhielt. Hincapie wurde zwar auf dieser Etappe mit der selben Zeit, wie Schumacher gewertet, doch die Bonifikation reichte für eine Führung Schumachers von einer Sekunde. Hincapie's Team Discovery Channel legte gegen die Wertung Einspruch ein, doch die Jury entschied, dass Schumacher's Fahrverhalten, dass zur Kollision führte nicht regelwidrig war.

Das Wochenende vom 9. bis 10. September war besonders erfolgreich für die Mannschaft. Am 9. September konnte Stefan Schumacher die schwere 6. Etappe der Polen-Rundfahrt vor Teamkollege Fabian Wegmann gewinnen und das gelbe Trikot des Führenden in der Gesamtwertung übernehmen. Am Tag darauf gewann Robert Förster die 15. Etappe der Vuelta a Espana. Das Team hatte bis dahin schon schwere Verluste hinnehmen müssen, da fünf der neun gestarteten Fahrer aufgegeben hatten. Nur wenige Stunden später gewann Stefan Schumacher auch die 7. und letzte Etappe der Polen-Rundfahrt, wodurch er die Führung in der Gesamtwertung verteidigen und nach der ENECO-Tour nun schon die zweite Rundfahrt in Folge gewinnen konnte.

Im Herbst konnten die Gerolsteiner-Fahrer noch einige Akzente setzen. Davide Rebellin erreichte bei der Meisterschaft von Zürich den dritten Platz. Nachdem Fabian Wegmann 2004 der erste Deutsche war, der das Bergtrikot des Giro d’Italia gewann, ist er nun auch der erste Deutsche, der es auf das Podium bei der Lombardei-Rundfahrt schaffte. Hinter Paolo Bettini und Samuel Sanchez belegte er Platz drei. Damit war auch die ProTour-Saison beendet. Stefan Schumacher kam in der Gesamtwertung auf den zehnten Platz.

Zum Seitenanfang



Team 3C Gruppe

Das Team 3C Gruppe ist eine deutsche Radsportmannschaft (Continental Team) und wird von der 3C Gruppe mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück gesponsert. Das Team sieht sich als Sprungbrett für junge Fahrer. So schafften unter anderem David Kopp und Stefan Schumacher den Sprung in die Pro-Tour. Bis zum Ende der Saison 2006 fuhr das Team unter dem Namen Team Lamonta.

Nachdem durch ein Schweizer Gericht die Dopingsperre gegen den ehemaligen Deutschen Meister und Giro-Etappensieger Danilo Hondo aufgehoben wurde, unterzeichnete er im April 2006 einen Vertrag bei Lamonta. Seinen ersten Start für Lamonta hatte er bei der Internationalen Niedersachsen-Rundfahrt, die er als Zweiter in der Gesamtwertung beendete.

Zu den Erfolgen zählen u. a. Gesamtsieg der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt durch Björn Glasner, der Gewinn des deutschen Vizemeistertitels durch Stefan Schumacher sowie Etappensiege bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt und der Tour of Qinghai Lake in China.

Sportlicher Leiter des Teams ist Holger Sievers.

Ab der Saison 2009 wird die Mannschaft nur noch als Amateurteam mit acht bis neun Fahrern antreten und ihre Continental-Lizenz freiwillig abgeben. Sie wird sich dem Verein SC Wiedenbrück 2000 angliedern und unter dem Namen SCW2000 fahren.

Zum Seitenanfang



Tour de France 2008/17. Etappe

2008-etappe17.svg

Die 17. Etappe der Tour de France 2008 am 23. Juli war 210,5 Kilometer lang und verlief von Embrun nach L’Alpe d’Huez. Es standen zwei Sprintwertungen sowie eine Bergwertung der 3. Kategorie und drei Bergwertungen der Hors Catégorie auf dem Programm. Diese Etappe war die erste Tour-Etappe, bei der drei Berge der höchsten Kategorie befahren wurden. Sie galt somit als die Königsetappe der Tour 2008.

Rémy Di Gregorio, Rubén Pérez und Peter Velits attackierten bei Kilometer 3 und konnten sich absetzen. Carlos Barredo versuchte, sich anzuschließen, wurde aber nicht weggelassen. Stefan Schumacher schaffte das schließlich. Zu viert konnten sie sich absetzen. Vom Feld attackierten danach Stéphane Augé und Geoffroy Lequatre und versuchten erfolglos, die Verfolgung aufzunehmen. Schumacher erreichte als erster die erste Bergwertung. Das Team CSC-Saxo Bank übernahm die Verfolgung. Di Gregorio gewann die erste Sprintwertung. Die Bergwertung am Col du Galibier gewann wieder Schumacher. Aus dem Feld attackierten Thomas Voeckler, Bernhard Kohl und andere Fahrer um die Bergpunkte, Kohl fuhr als erster des Feldes über den Pass. Mehrere Fahrer stürzten in der Abfahrt, konnten aber kurz danach weiterfahren. Voeckler attackierte noch in der Abfahrt, Amets Txurruka und Carlos Barredo schlossen sich an, gefolgt von Vincenzo Nibali, sie wurden aber wieder eingeholt. An der Verpflegungsstation erreichten die Ausreißer einen Maximalvorsprung von 7:20 Minuten. Bernhard Eisel stürzte an einer Verkehrsinsel, konnte aber mit Schürfwunden weiterfahren. An Anstieg zum Col de la Croix de Fer erhöhte CSC wieder das Tempo, dem mehrere Fahrer zum Opfer fielen. Di Gregorio wurde als erster vom Feld eingeholt. Danach fielen nacheinander auch Pérez und Schumacher zurück und wurden vom Feld eingeholt. Velits erreichte allein als erster den Pass. Kohl, der wiederum die Gruppe der Favoriten anführte, fuhr als Zweiter über den Pass. In der Abfahrt attackierte Jérôme Pineau und erreichte Velits noch in der Abfahrt und gewann auch die zweite Sprintwertung. Währenddessen schlossen zurückgefallene Fahrer wieder zur Favoritengruppe auf. In der Schlusssteigung verschärfte CSC erneut das Tempo. Carlos Sastre attackierte und konnte sich absetzen, während Velits und Pineau schließlich auch gestellt wurden. In der Favoritengruppe gab es mehrere Angriffe, bei denen Denis Menschow zwischenzeitlich den Anschluss verlor und die Favoritengruppe nur noch aus Kohl, Christian Vandevelde, Cadel Evans, Fränk und Andy Schleck, Alejandro Valverde und Wladimir Jefimkin bestand. Nach einer Phase der Beruhigung, in der wieder mehrere Fahrer aufschließen konnten, gab es in dieser Gruppe weitere Attacken. Diese wurden aber vor allem von Andy Schleck immer wieder gekontert, um den Etappensieg seines an der Spitze fahrenden Teamkollegen Sastre nicht zu gefährden. Die Schleck-Brüder zeigten nun keine Ambitionen, den Rückstand auf Sastre zu verringern, ließen aber auch keinen anderen Fahrer aus der Spitzengruppe ausreißen, wodurch der Rückstand immer größer wurde. Im Ziel in L’Alpe-d’Huez, das auf einer 200 Meter langen und 6,5 Meter breiten Zielgeraden erreicht wurde, hatte Sastre schließlich einen Vorsprung von über 2 Minuten, wodurch er sich auch das Gelbe Trikot sichern konnte. Samuel Sanchez und Andy Schleck erreichten noch vor den restlichen Favoriten das Ziel. Kim Kirchen musste erneut einen großen Rückstand hinnehmen. Bernhard Kohl sicherte sich auf dieser Etappe 40 Punkte in der Bergwertung, was ihn in diesem Klassement uneinholbar in Führung brachte und er somit - eine Zielankunft in Paris vorausgesetzt - als Gewinner des Bergtrikots feststand.

Zum Seitenanfang



Amstel Gold Race

Das Amstel Gold Race ist ein Straßen-Radrennen, das seit 1966 jährlich in der Nähe von Maastricht in den Niederlanden stattfindet. Das klassische Eintagesrennen, welches nach der holländischen Biersorte Amstel benannt ist, war bis 2004 Teil des zehn Rennen umfassenden Rad-Weltcups. Nach dessen Abschaffung gehört es seit 2005 zur neu eingeführten UCI ProTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres.

Der rund 250 km lange niederländische Klassiker galt aufgrund seiner eher einfachen Topographie lange Zeit eher als Radrennen für Sprinter. In den letzten Jahren wurden dagegen immer mehr neue Hügel in den Parcours des Rennens eingebaut. Als entscheidend hat sich vor allem die Verlegung des Ziels erwiesen: Seit dem Jahr 2003 endet das Amstel Gold Race nicht mehr in Maastricht, sondern am Cauberg in Valkenburg, einem relativ kurzen, aber äußerst steilen Anstieg, der auch schon viermal Schauplatz der Straßenrad-WM war.

Seit einigen Jahren wird das Amstel Gold Race auch als Jedermannrennen am Tage vor dem Profirennen durchgeführt. Die vorherige „Touristik-Version“ des AmstelGold Race, die Radtour „Limburgs Mooiste“ wird aber weiterhin durchgeführt.

Bis Anfang der 1990er Jahre wurde das Amstel Gold Race weitgehend von Belgiern und Niederländern dominiert. Seit das Rennen Teil von Rad-Weltcup bzw. der UCI ProTour ist, hat sich das Palmares deutlich internationalisiert. Rekordsieger des Amstel Gold Race ist der Niederländer Jan Raas, der den Klassiker zwischen 1977 und 1982 fünfmal gewinnen konnte. Deutsche Sieger waren Olaf Ludwig 1992, Erik Zabel 2000 und Stefan Schumacher im Jahre 2007.

Zum Seitenanfang



Circuit de la Sarthe

Der Circuit de la Sarthe ist eine in Westfrankreich beheimatete Radrundfahrt, die 1953 durch den Journalisten Fernand Bocage von der Zeitung Le Maine libre ins Leben gerufen wurde. Seit 1975 dürfen auch Profiteams teilnehmen. Das Rennen geht meist über vier Etappen und gehört der UCI-Kategorie 2.1 an. Es findet traditionell im April statt. Gewonnen haben das Rennen u. a. die berühmten Fahrer Greg LeMond (1980) und Bernard Hinault (1975 und 1976). Auch deutsche Rennfahrer haben bei diesem Rennen schon eine Rolle gespielt: 2005 bereitete sich Jan Ullrich hier auf die Tour de France vor. 2006 gewann Stefan Schumacher und der Gerolsteiner-Sprinter Robert Förster gewann die erste Etappe im Massensprint. 2007 schließlich gewann Andreas Klöden die Rundfahrt und Robert Förster belegte zweimal den 2. Rang einer Etappe.

Zum Seitenanfang



Giro d’Italia 2006/Etappen

Die Gruppe des Maglia Rosa am Passo di Gávia. Ganz links im Rosa Trikot Ivan Basso mit noch einem Helfer (davor), rechts daneben fährt José Enrique Gutiérrez

Den Auftakt des 89. Giro d’Italia gewann Vorjahressieger Paolo Savoldelli deutlich mit elf Sekunden Vorsprung auf Bradley McGee. Auf dem dritten Platz folgte José Enrique Gutiérrez mit dreizehn Sekunden Rückstand. Bester deutscher Fahrer war Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner auf Rang 4. Danilo Di Luca kam als Zehnter mit 19 Sekunden Rückstand ins Ziel, Ivan Basso wurde 13. mit 23 Sekunden Rückstand und Damiano Cunego als 15. mit 25 Sekunden, gefolgt von Gilberto Simoni mit einer weiteren Sekunde Rückstand. Jan Ullrich, der den Giro zum Formaufbau nutzte, erreichte mit 49 Sekunden Rückstand den 80. Platz.

Savoldelli übernahm durch seinen Sieg die Führung in sämtlichen Spezialwertungen. In der Teamwertung fuhr das Discovery Channel auf den ersten Platz.

Auf dem Weg nach Charleroi hatte sich eine vier Fahrer starke Gruppe um Gabriele Missaglia, Arnaud Labbe, Mickaël Delage und Benat Albizuri einen maximal sieben Minuten großen Vorsprung auf das Feld herausgefahren. Fünfzehn Kilometer vor dem Ziel wurden sie aber vom Feld eingeholt. Nach einigen weiteren erfolglosen Etappen siegte Robbie McEwen im Massensprint vor Olaf Pollack und Olympiasieger Paolo Bettini.

Paolo Savoldelli verteidigte die Führung in sämtlichen Wertungen.

Wie am Vortag setzte sich eine vier Mann starke Gruppe vom Feld ab. In ihr befanden sich Amaël Moinard, Moises Aldape, Markel Irizar und Raffaele Illiano. Sie wurden zehn Kilometer vor dem Etappenziel an der Zitadelle in Namur eingeholt. Auf dem kleinen zwei Kilometer langen Schlussanstieg hinauf zur Zitadelle konnten sich Stefan Schumacher und José Luis Rubiera leicht von ihren Kontrahenten lösen. Am Ende siegte Schumacher souverän vor Rubiera und Davide Rebellin, der den Erfolg des Team Gerolsteiner komplettierte.

Schumacher übernahm durch seinen Sieg die Führung im Gesamtklassement und in der Punktewertung. Aldape sicherte sich das Bergtrikot punktgleich mit Moinard.

Auf regennasser Straße kollidierte Alessandro Petacchi mit Dario Cioni auf der Abfahrt von der Cote d'Ahin. Er fuhr die Etappe zwar zu Ende, jedoch diagnostizierte man im Krankenhaus einen Bruch der linken Kniescheibe.

Eine fünfköpfige Ausreißergruppe um Sandy Casar, Grischa Niermann, Patrick Calcagni, Jürgen van de Walle und Alessandro Bertolini hatte sich nach zehn Kilometern abgesetzt und das Rennen weitestgehend geprägt. Der maximale Vorsprung von 6:45 Minuten war jedoch 17 Kilometer vor dem Ziel vom Hauptfeld egalisiert worden. Im Massensprint sicherte sich Robbie McEwen seinen zweiten Tagessieg vor Paolo Bettini und Alberto Loddo.

McEwen übernahm durch seinen Sieg die Führung in der Wertung um das Punktetrikot.

Alessandro Petacchi und Christophe Brandt traten aufgrund schwerwiegender Verletzungen, die sie sich bei Stürzen am Vortag zugezogen hatten, nicht zur Etappe an und gaben das Rennen auf.

In einem engen Mannschaftszeitfahren siegte das dänische Team CSC um ihren Kapitän und Giro-Favoriten Ivan Basso mit einer Sekunde Vorsprung vor dem T-Mobile Team. Dritter mit 39 Sekunden Rückstand wurde das Team Discovery Channel. Das T-Mobile Team verpasste den Tagessieg außerst knapp, weil der fünfte Fahrer, Matthias Kessler, auf den letzten Metern leicht zurückfiel und die Zeit erst dann gestoppt wurde. Zudem stellte das Team CSC mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56,859 km/h einen Rekord auf.

Serhij Hontschar vom T-Mobile Team sicherte sich am Ende der Tages das Rosa Trikot und bescherte dem Team so doch noch einen versöhnlichen Tagesabschluss.

Auch diesmal war das Szenario ähnlich wie bei den vorangegangenen Flachetappen. Bereits nach sechs Kilometern setzte sich ein Trio mit Christophe Edaleine, Andoni Aranaga und Serhij Matwjejew ab. Doch unter der Tempoarbeit von T-Mobile reichten die etwa sieben Minuten Vorsprung nicht aus. Im Massensprint sicherte sich zum dritten Mal Robbie McEwen den Tagessieg, während Olaf Pollack und Tomas Vaitkus die weiteren Plätze belegten.

Pollack übernahm aufgrund der Zeitbonifikation von zwölf Sekunden für den zweiten Platz das Rosa Trikot von seinem Teamkollegen Serhij Hontschar.

Lange Zeit fuhr das Ausreißerduo Staf Scheirlinckx und Sylvain Calzati an der Spitze. Sie wurden nach etwa 145 Kilometern alleiniger Fahrt von einer 30-köpfigen Gruppe eingeholt. Aus dieser großen Gruppe konnten sich Juan Manuel Garáte, Francisco Vila, Víctor Hugo Peña, Manuele Mori und Rik Verbrugghe lösen. Verbrugghe distanzierte seine Weggefährten fünf Kilometer vor dem Ziel. Bis auf Verbrugghe holten die ersten des Hauptfeldes alle ausgerissenen Fahrer wieder ein. Paolo Savoldelli erreichte das Ziel, das sich am Ende einer 600 Meter langen Steigung befand, mit vierzehn Sekunden Rückstand. Dahinter folgte zietgleich Luca Mazzanti.

In der Gesamtwertung eroberte sich Serhij Hontschar das Rosa Trikot zurück. In der Bergwertung übernahm Staf Scheirlinckx die Führung.

Bevor die erste Bergankunft des diesjährigen Giros anstand, wurde eine Ausreißergruppe rechtzeitig vom Hauptfeld wieder eingeholt. Nachdem Carlos Sastre für Ivan Basso mit hohem Tempo in den zwölf Kilometer langen Schlussanstieg gefahren war, verloren Jan Ullrich, Serhij Hontschar und Paolo Savoldelli den Anschluss. Fünf Kilometer vor dem Ziel attackierte Damiano Cunego, und Basso war der einzige, der ihm folgen konnte. Basso konterte wenig später den Angriff und kam als Erster auf dem Gipfel an. Cunego gewann den Sprint um Platz zwei gegen José Enrique Gutiérrez. Die Favoriten Gilberto Simoni, Danilo Di Luca und Savoldelli verloren alle mehr als eine Minute auf Basso.

Basso durfte sich am Ende des Tages das Maglia rosa für die Führung in der Gesamtwertung und das Maglia verde für die Führung in der Bergwertung überstreifen.

Auf der 127 km kurzen Etappe setzten sich nach fünf Kilometern Jurij Kriwzow und Cyrille Monnerais ab. Monnerais wurde nach 100 Kilometern Flucht eingeholt. Auf dem sich anschließenden welligen Profil machte Paolo Bettini das Rennen für die Sprinter schwer. Durch seine Tempoarbeit hoffte er auf einen möglichst konkurrenzlosen Massensprint. So verlor der dreifache Etappensieger Robbie McEwen kurzzeitig den Anschluss und wendete zuviel Kraft auf, um ins Hauptfeld zurückzukehren.

In einem denkbar knappen Massensprint sicherte Tomas Vaitkus im Fotofinish den Sieg vor Paolo Bettini und Olaf Pollack.

Auf der Übergangsetappe brach nach 52 Kilometern brach eine 19-köpfige Gruppe aus dem Peloton aus. Der im Gesamtklassement bestplatzierte Fahrer war Franco Pellizotti auf dem 23. Platz. Trotz der Versuche von Lampre-Fondital die Ausreißer einzuholen, gelang es ihnen, einen Vorsprung von 3:23 Minuten ins Ziel zu retten. Nachdem Axel Merckx fünfzehn Kilometer vor dem Ziel ein Solo startete, fuhr Pellizottis Teamkollege Charles Wegelius das entstandene Loch wieder zu. Den Sieg sicherte sich Pellizotti im Sprint vor Wladimir Jefimkin. Zwei Sekunden dahinter folgte Sergei Jakowlew.

Nach einer dreistündigen Busfahrt zum Flughafen am Abend der letzten Etappe und einem 700 Kilometer langen Flugtransfer am Ruhetag bot das Einzelzeitfahren mit dem Duell zwischen Ivan Basso und Jan Ullrich einen ersten Vorgeschmack auf die bevorstehende Tour de France.

Ullrich, der sich im Formaufbau befand, distanzierte den Gesamtführenden in seiner Paradedisziplin am Ende des Tages um 28 Sekunden und sicherte sich seinen ersten Saisonsieg. Es war zugleich sein erster Giro-Etappensieg. Damit hat Ullrich nun Etappensiege bei den vier größten Rundfahrten eingefahren. Auf dem dritten Platz beendete Marco Pinotti die Etappe mit 1:01 Minuten Rückstand.

Basso baute durch seinen zweiten Platz die Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

Vor den Bergen nutzte eine 15-köpfige Ausreißergruppe die Gunst der Stunde und setzte sich vom Peloton ab. Als stärkster Fahrer der Gruppe erwies sich Joan Horrach, der sich den Tagessieg vor Addy Engels und Emanuele Sella sicherte.

Zu einer Kuriosität in der Ausreißergruppe kam es auf der letzten Abfahrt. Dort stürzte Manuele Mori, dem Emanuele Sella nicht mehr ausweichen konnte. Beide stiegen aber wieder aufs Rad und setzten das Rennen fort, ehe Mori ein zweites Mal stürzte und Sella ihm wieder nicht ausweichen konnte. Trotzdem erreichten sie das Ziel auf dem vierten bzw. dritten Platz mit nur fünf Sekunden Rückstand.

Die erste Etappen in den Alpen sah zunächst eine sechsköpfige Ausreißergruppe mit Benoît Poilvet, Christian Knees, Olivier Bonnaire, José Cayetano Julia, Marzio Bruseghin und José Serpa, die sich nach 87 Kilometern abgesetzt hatte.

Am letzten Berg übernahmen aber dann die Favoriten das Zepter. Leonardo Piepoli waren der einzige, der mit Ivan Basso mithalten konnten. Auch José Rujano fuhr zwischenzeitlich mit den beiden mit. Basso und Piepoli erreichten gemeinsam den letzten Pass des Tages 18 Kilometer vor dem Ziel. Piepoli fuhr sich bei widrigen Wetterbedingungen in der Abfahrt einen Vorsprung auf Basso heraus, der seinen Tour de France-Start nicht gefährden wollte. Ungeklärt blieb das Verhalten von Rujano, der drei Kilometer vor dem Ziel vom Rad stieg und das Rennen in guter Position liegend aufgab. Basso Rückstand lag im Ziel bei 44 Sekunden auf Tagessieger Piepoli, der aber keine Gefahr in der Gesamtwertung darstellte. Den dritten Platz belegte der überraschend starke Spanier José Enrique Gutiérrez mit 1:19 Minuten Rückstand.

In der Gesamtwertung baute Basso seinen Vorsprung auf 3:27 Minuten auf Gutiérrez aus, während Paolo Bettini kampflos das Punktetrikot von Robbie McEwen übernahm, der das Rennen wegen Magenbeschwerden aufgab.

Die Übergangsetappe nutzte eine elfköpfige Ausreißergruppe, die sich 27 Kilometer nach dem Start abgesetzt hatte. Fünfeinhalb Kilometer vor dem Ziel griff der Spanier Francisco Pérez an, dem Luis Felipe Laverde folgte. Am Ende siegte Laverde vor Pérez un Paolo Tiralongo, der die Gruppe der ehemaligen Weggefähreten anführte. Das Haputfeld kam mit 7:44 Minuten Rückstand ins Ziel.

In der Bergwertung übernahm der Italiener Fortunato Baliani die Führung vor Sandy Casar.

Auf der letzten Etappe vor den Dolomiten hatten sich nach 23 Kilometern Iban Mayoz, Christophe Edaleine, Gabriele Missaglia und Gustav Erik Larsson abgesetzt. Aufgrund der Tempoarbeit des Teams Quick·Step-Innergetic von Paolo Bettini wuchs der Vorsprung nur auf knapp über fünf Minuten an. Neun Kilometer vor dem Ziel wurde der Ausreißversuch dann vom Feld beendet.

Auf der Zielgeraden belohnte Bettini sein Team für die harte Arbeit und sicherte sich den Sieg knapp vor Olaf Pollack, der zum dritten Mal den zweiten Platz belegt und Robert Förster.

Nach den beiden schwierigen Ankünften auf den letzten beiden Etappen setzte sich nach etwa 60 Kilometern auf Initiative von Marzio Bruseghin eine fünfköpfige Spitzengruppe ab. Ihm folgten Stefan Schumacher, David López García, José Iván Gutiérrez und Charles Wegelius. Die beiden Olympiasieger Paolo Bettini und Jan Ullrich versuchten auch noch zur Führungsgruppe aufzuschließen, jedoch vergeblich. Das Quintett fuhr sich einen Vorsprung von etwa sieben Minuten heraus, ehe das Phonak-Team im Hauptfeld die Verfolgung aufnahm, da es den Verlust der Führung in der Mannschaftswertung fürchtete.

Die Ausreißer erreichten gemeinsam die Zielgerade in Gemona del Friuli, wo sich Schumacher als der stärkste Sprinter erwies und sich seinen zweiten Etappenerfolg sicherte. Marzio Bruseghin und José Iván Gutiérrez folgten auf den weiteren Plätzen. Das Hauptfeld kam mit einem Rückstand von 2:43 Minuten ins Ziel.

Paolo Bettini eroberte sich das Trikot des Punktbesten von Ivan Basso zurück.

Auf der mit zwei legendären Pässen gespickten Etappe attackierte Danilo Di Luca am Fuße des Forcella Staulanza, dem ersten Berg des Tages, als noch über 150 Kilometer zurückzulegen waren. Mit ihm lösten sich weitere 19 Fahrer, unter anderem Paolo Bettini, Bobby Julich, Jens Voigt, Tadej Valjavec, Iván Parra, Francisco Vila und Juan Manuel Gárate. Sie fuhren sich einen Vorsprung von bis zu sieben Minuten heraus. Auf dem Weg zum Schlussanstieg, dem Passo di San Pellegrino, verringerte sich die Größe der Gruppe. So blieben am Passo Pordoi noch zwölf Fahrer zusammen.

Die übriggebliebenen Fahrer der Spitzengruppe erreichten den 18 Kilometer langen Anstieg zum San Pellegrino mit einem Vorsprung von fünfeinhalb Minuten auf das Hauptfeld. Dort griff Valjavec als Erster an. Nachdem Voigt ihm folgte, dauerte es eine Weile bis die restlichen Fahrer wieder aufgeschlossen hatten. Dann griff Gárate an und Voigt konnte abermals folgen. Sie erreichten zusammen die Passhöhe, wo Voigt Gárate 300 Meter vor der Ziellinie auf die Schulter klopfte und ihm den Sieg kampflos überließ. Voigt kam vier Sekunden hinter dem spanischen Meister ins Ziel, während Francisco Vila mit einem Rückstand von 1:21 Minuten als Dritter einfuhr. Ivan Basso erreichte zusammen mit Gilberto Simoni das Ziel und baute seinen Vorsprung auf José Enrique Gutiérrez weiter aus.

Fortunato Baliani sicherte sich das Bergtrikot, da er als Teil der Spitzengruppe die ersten drei Pässe jeweils als Erster überquert hatte und so Basso in der Wertung überholte.

Auf der Schlussetappe ging das Feld geschlossen auf den elf Mal zu umrundenden Kurs in Mailand, nachdem man am Radsport-Museum in Ghisallo oberhalb des Comer Sees gestartet war. Im Schlusssprint sicherte sich der Deutsche Robert Förster den größten Erfolg seiner Karriere. Er siegte vor Maximiliano Richeze und Olaf Pollack.

Am Ende sichete sich Ivan Basso den Gesamtsieg mit dem größten Vorsprung seit 40 Jahren vor José Enrique Gutiérrez und Gilberto Simoni. Paolo Bettini gewann durch seinen vierten Platz auf der Schlussetappe noch das Punktetrikot mit elf Punkten Vorsprung auf Basso. In der Bergwertung siegte Juan Manuel Gárate ebenfalls vor Ivan Basso. Die Kombinationswertung ging an den ansonsten enttäuschenden Paolo Savoldelli, der das Trikot während der gesamten Rundfahrt nicht abgab. Das Team Phonak Hearing Systems gewann die Mannschaftswertung.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia