StarOffice

3.3656286043857 (1734)
Geschrieben von robby 25/03/2009 @ 16:11

Tags : staroffice, office-paket, software, high-tech

Neueste Nachrichten
Sun PDF Import Extension - pdfzone.de
PDF-Dokumente können importiert und bearbeitet werden in OpenOffice 3.x und StarOffice 9. Sun PDF Import ist eine Extension für die OpenOffice Versionen 3.x und für StarOffice 9. Ältere Versionen werden nicht unterstützt. Sun PDF Import bearbeitet...
OpenOffice: Version 3.1 steht zum Download bereit - Chip Online
Darüber hinaus sind zahlreiche kleinere Änderungen und Neuerungen enthalten, die detailliert im Change-log der Entwickler nachgelesen werden können. Im Gegensatz zum kommerziellen StarOffice kommt OpenOffice ohne Extras wie Cliparts, Schriftarten oder...
Scharfe Kritik an Microsofts ODF-Unterstützung - pressetext austria (Pressemitteilung)
Dass Microsoft dieses Feature bei ODF nicht unterstützt, schließe eine effiziente Zusammenarbeit von Office-2007-Usern mit Nutzern anderer Pakete aus, darunter OpenOffice, StarOffice und Lotus Symphony, so die ODF Alliance. Ferner kritisiert man auch,...
BHS Binkert und Avision schnüren Einsteigerpaket für ... - Firmenpresse (Pressemitteilung)
Die Software bietet direkte Unterstützung von MS Office, OpenOffice.org 2.0 und Star Office 8.0, so dass die Dokumente schon beim Scannen mit einem Mausklick in die entsprechenden Formate gebracht werden können. Fürs Archivieren können die Dokumente...
'Museum' tops box office - Straits Times
LOS ANGELES - THE all-star cast of comedy 'Night at the Museum' brought movie theaters to life as it topped weekend box office sales across North America, according to industry projections on Sunday. The reboot - subtitled 'Battle of the Smithsonian'...
Farmington track's gift, who has kept on giving - Peoria Journal Star
A senior member of the HRM Games Committee, Giagnoni also has spent two decades on the Saturday before the meet, fresh off sectionals, coming to the Journal Star office to update season bests and help put together the entries....
RE[2]: Comment by kaiwai - OS News
As I said, there is no integration; take OpenOffice.org and Alfresco; why don't we see Sun rebrand Alfresco and sell it and support it as 'StarOffice Collaboration Server' and create a bundled deal with the StarOffice client, OpenSolaris and maybe...
Two Sacramento car washes hit in labor law sweep - Bizjournals.com
Two Sacramento car washes were among dozens statewide that were cited or fined as part of a California Labor Commissioner's Office sweep last week to enforce a variety of labor laws. The state issued more than $770000 in fines to businesses in the car...
OpenOffice.org for Windows 3.1.0 한글판 - 앳파일 - 뉴스
오픈오피스에서 제공하는 저작도구들은 MS Office나 선마이크로시스템즈의 Star Office의 기본구성과 유사하며 워드문서를 작성하는 워드프로세서(Word Processor), MS Excel과 유사한 스프레드시트(Spreadsheet), MS Powerpoint와 유사한 프레젠테이션 툴...
Oracle Office, MySQL, and other dreams - ZDNet Blogs
Sun does not own OpenOffice.org and Oracle, accordingly, isn't buying it - but because Sun does own the StarOffice product and is the primary contributor to OpenOffice.org, Oracle is buying both influence with, and responsibility to, that community....

StarOffice

StarOffice ist der Markenname eines Anwendungsprogramms der Klasse der Office-Suiten. Das Programm StarWriter war erstmals 1985 von Star Division erhältlich, wurde bis 1995 zu einem vollständigen Office-Paket mit allen im Büro relevanten Programmodulen ausgebaut und seit 1999 von Sun Microsystems vertrieben. Bekannt ist heute auch das auf StarOffice basierende kostenlose OpenOffice.org, das von freiwilligen Entwicklern weltweit entwickelt wird.

In früheren Versionen (bis einschließlich StarOffice 5.2) waren auch ein E-Mail-Client (StarOffice Mail) und eine Terminverwaltung (StarOffice Schedule) integriert.

StarOffice ist seit der Version 3.0 so konzipiert, dass es auf verschiedenen Betriebssystemen lauffähig ist. Damit ist es das weltweit erste plattformübergreifende Officeprogramm. Zur Zeit sind dies die Plattformen Microsoft Windows, Mac OS X, Linux und Solaris (sowohl für die SPARC als auch für die x86 Prozessorarchitektur).

In Asien wird StarOffice unter dem Namen StarSuite vermarktet. Die Dateien beider Programme sind austauschbar und kompatibel. Der größte Funktionsunterschied besteht in der Unterstützung von chinesischen, japanischen und koreanischen Schriften (auf Unicode basierend) und Sprachen in der StarSuite.

StarOffice bietet, wie auch OpenOffice.org, einen Extension Manager, der freie und proprietäre Erweiterungen ins Officesystem einbindet. Die Schnittstelle wurde mit Programmupdate 1 der Version 9 (SO9 PU1 bzw. OpenOffice.org 3.0.1) nochmals überarbeitet und mit OpenOffice.org abgeglichen und vereinheitlicht. Sie unterstützt deshalb keine älteren Erweiterungen mehr. Der Duden Korrektor in Version 5 unterstützt deshalb OpenOffice.org erst ab Version 3.0.1, dafür aber auch Star Office 9 ab PU1 (zum Vergleich: in Version 4 nur für OpenOffice.org und nur für bestimmte 2.x-Versionen).

StarOffice ist eine kommerzielle Variante von OpenOffice.org. OpenOffice.org ist das vollständig quelloffene Schwesterprojekt (vgl. Open Source). Einer der Hauptunterschiede zwischen OpenOffice.org und StarOffice ist, dass Sun für StarOffice Programm-Aktualisierungen („update packs“) anbietet, wohingegen die Anwender von OpenOffice.org das Gesamtpaket herunterladen müssen. Allerdings wachsen die kumulativen Update-Pakete mit fortschreitender Versionsnummer an und sind bei StarOffice 8 größer als die OpenOffice.org-Vollversion.

StarOffice wird für einzelne Personen (statt pro Computer) lizenziert. Ein Nutzer kann daher Kopien z. B. auf Notebook und Desktop, Linux und Windows installieren, so lange er nur eine Kopie gleichzeitig nutzt. Für Schüler, Studenten und akademische Einrichtungen lässt sich StarOffice lizenzkostenfrei herunterladen (d. h. Berechtigte brauchen nicht mehr auf die Medien zu warten, eine einfache Anmeldung und ein Nachweis genügen). Von August 2007 bis November 2008 konnte die Version 8 der Office-Suite für Privatnutzer kostenlos als Teil des Google Packs bezogen werden.

Weiterhin integriert Sun in ihr als StarOffice vertriebenes Produkt eine bessere Rechtschreibprüfung bzw. -korrektur als die im freien OpenOffice.org integrierte, außerdem einen Thesaurus, Datenbankmodul Adabas D, einige Vorlagen und Cliparts. Diese von Sun eingekauften kommerziellen Komponenten werden aus den Lizenzgebühren von StarOffice finanziert.

Ein weiterer Unterschied bestand lange Zeit darin, dass Sun nur für StarOffice und die StarSuite kommerzielle Kunden-Unterstützung anbot, was für viele Unternehmen bezüglich OpenOffice.org ein Ausschlusskriterium darstellte. Diese Politik hat sich allerdings geändert und Sun bietet kommerzielle Dienstleistungen auch für OpenOffice.org an.

Ein weiterer Unterschied war, dass Stampit Home und Business, eine Frankiersoftware der Deutschen Post, für StarOffice 7 unterstützt wurde. In der aktuellen StarOffice-Version funktioniert die Integration der Software hingegen nicht mehr.

Die Solaris-Variante ist kostenlos.

Die Softwarefirma Star Division wurde 1984 von Marco Börries in Lüneburg gegründet. Dort entwickelte man zunächst StarWriter für das Z80-Homecomputersystem Schneider/Amstrad CPC unter CP/M und C64 unter Microsoft BASIC, welches mit Erscheinen der ersten i8086 Systems Schneider PC1512 auf MS-DOS 3.2 portiert wurde. Später folgte die Integration der anderen Einzelprogramme zu einer Office-Suite für DOS und nachfolgend für Windows, welche fortan unter dem Namen „StarOffice“ firmierte. Sun Microsystems erwarb StarOffice 1999.

Zum Seitenanfang



StarOffice Basic

StarOffice Basic (auch bekannt unter der Bezeichnung StarBasic und OOoBasic) ist ein BASIC-Dialekt, der in die Office-Suiten OpenOffice.org und StarOffice und dem darauf basierenden IBM Lotus Symphony integriert ist.

Zum Seitenanfang



OpenOffice.org

OpenOffice.org 2.3.1 Writer

OpenOffice.org ist ein freies Office-Paket, das aus einer Kombination verschiedener Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Zeichnen besteht. Ein Datenbankprogramm und ein Formeleditor sind ebenfalls enthalten.

Das Programm wird oft auch kurz OpenOffice genannt. Da dieser Begriff in einigen Ländern markenrechtlich geschützt ist, wird als Name OpenOffice.org (Abkürzung: OOo) verwendet.

Ziel des quelloffenen Projektes ist es, das international führende Office-Paket zu werden und für alle wichtigen Betriebssysteme verfügbar zu sein. Dabei soll der Zugang zu Funktionen und Daten durch offengelegte Schnittstellen und ein XML-basiertes Dateiformat ermöglicht werden. OpenOffice.org wird unter der LGPL herausgegeben. Die aktuellen Versionen von StarOffice basieren auf OpenOffice.org.

OpenOffice.org ist für die Betriebssysteme Microsoft Windows, Apple Mac OS X (bis zur Version 2.x als X11-Version und als Nebenprojekt NeoOffice; seit Version 3.0 ist OpenOffice.org eine normale Aqua-Anwendung), Linux, Solaris (SPARC- und x86-Prozessorarchitektur), FreeBSD und andere Unix-Varianten erhältlich. Daneben ist eine mittels Laufzeitumgebung angepasste Windowsversion auch für IBM OS/2 und eComStation über entsprechende Supportverträge erhältlich. Auch an einer Unterstützung von ReactOS wird gearbeitet. Auf dem Code von OpenOffice.org basiert ebenfalls die Office-Software IBM Workplace.

Mit „OpenOffice.org Portable“, auch „Portable OpenOffice.org“ genannt (siehe auch PortableApps), steht eine Version für Windows zur Verfügung, die z. B. von einem USB-Stick lauffähig ist, ohne notwendigerweise Datenrückstände auf dem genutzten Rechner zurückzulassen (siehe auch Portable Software). Es gibt ebenfalls eine U3-Version, die von einem USB-Stick ausführbar ist und abgespeicherte Daten verschlüsselt sowie mit einem Passwort schützt.

OOo kann die Daten vieler anderer Programme sowie die verbreiteten Dateiformate von Microsoft Word (.doc), Microsoft Excel (.xls) und Microsoft PowerPoint (.ppt) zumeist ohne Probleme importieren und exportieren. Es lassen sich auch diverse „Legacy-Formate“ (veraltete Dateiformate) anderer Anbieter importieren. Alle Formate lassen sich ins Portable Document Format (PDF) exportieren.

OpenOffice.org ist modular aufgebaut, aber als Gesamtpaket konzipiert. Dieselben Utensilien werden in der gesamten Suite genutzt. Die Werkzeuge, die z. B. in Writer zum Arbeiten mit Grafiken vorhanden sind, finden sich auch in Impress und Draw wieder. Alle Module teilen sich zudem dieselbe Rechtschreibprüfung etc. Das komplette Office-Paket kann in einem einzigen Vorgang installiert werden.

Mit Writer können sowohl kurze Texte wie Briefe, Memos, Etiketten, Visitenkarten als auch umfangreiche Schriften wie Bücher oder mehrteilige Dokumente mit Tabellen sowie Inhalts- und Literaturverzeichnissen geschrieben und gestaltet werden. Die Textverarbeitung bietet gängige Funktionen wie Textbausteine, Teamfunktionen, Rechtschreibprüfung, Silbentrennung, Thesaurus, Autokorrektur, mehrstufiges Undo sowie verschiedene Dokumentvorlagen. Mit Hilfe eines Assistenten werden eigene Dokumentvorlagen, Briefe, Faxe und Tagesordnungen erstellt. Neben dem Zugriff auf die Systemschriftarten enthält das Paket einen Satz freier Schriften. Versionsverwaltung von Dokumenten ist möglich. Das Paket ist voll Unicode-tauglich, es beherrscht CJK-Unterstützung und neben Rechtslauf auch Linkslauf.

Formatvorlagen für einzelne Zeichen, Absätze, Rahmen und Seiten können mit dem Stylist (ab Version 2.0 Fenster Formatvorlagen) erstellt und zugewiesen werden. Der Navigator erlaubt es, sich schnell im Dokument zu bewegen, es in einer Gliederungsansicht zu betrachten und den Überblick über darin eingefügte Objekte zu behalten. Innerhalb der Texte können verschiedene Verzeichnisse (Inhalt, Literatur, Stichworte, Abbildungen u. a.) erzeugt und angepasst werden. Querverweise können gesetzt werden, und mit Hyperlinks kann man über Textmarken direkt zu Textstellen springen.

Texte können mehrspaltig formatiert und mit Textrahmen, Tabellen, Grafiken und anderen Elementen versehen werden. Mit Hilfe der Zeichenwerkzeuge werden innerhalb des Dokuments Zeichnungen, Legenden und andere Zeichenobjekte erstellt. Grafiken unterschiedlicher Formate können eingebunden werden, z. B. Grafiken in den Formaten GIF oder PNG. Es lassen sich die gängigen Bildformate im Textverarbeitungsdokument mit dem mitgelieferten Bildbearbeitungswerkzeugen bearbeiten. Clipartsammlungen, Animationen und Klänge werden in der Gallery verwaltet und nach Themen geordnet.

Textdokumente verfügen über eine integrierte Rechenfunktion, mit der Rechenoperationen oder logische Verknüpfungen ausgeführt werden. Die für die Berechnung benötigte Tabelle lässt sich in einem Textdokument erstellen.

Der HTML-Editor ist ein WYSIWYG-Editor zum Erstellen von Webseiten. Ein umfassendes Hilfesystem steht zur Verfügung, das Anweisungen für einfache und komplexe Vorgänge abdeckt.

Mit Calc ist es möglich, Tabellen durch Ziehen und Ablegen aus Datenbanken zu übernehmen und Tabellendokumente diverser Formate (OOo-intern, aber auch etwa CSV) als Datenquelle einzusetzen. Auch das Einbetten von Webinhalten (Tabellen aus HTML-Dokumenten) ist möglich. Bestimmte Datenbereiche können ein- oder ausgeblendet werden. Ein Datenpilot für die Analyse von Zahlenmaterial ist vorhanden. Es besteht die Möglichkeit, in Berechnungen, die aus mehreren Faktoren bestehen, die Auswirkungen von Änderungen einzelner Faktoren beobachten zu können. Außerdem stehen zur Verwaltung umfangreicher Tabellen verschiedene vordefinierte Szenarien zur Verfügung. Teil- oder Gesamtergebnisse können berechnet werden.

Calc ermöglicht die Darstellung von Tabellendaten in dynamischen Diagrammen, die bei Änderung der Daten automatisch aktualisiert werden. Ein Assistent für Diagramme ist vorhanden.

Mit Impress können Vortragsfolien mit Animationen und verschiedenen Hintergründen erstellt werden. Präsentationen können mit Diagrammen, Zeichenobjekten, Multimedia- und vielen anderen Elementen versehen werden. Einzelnen Folien können unterschiedliche Übergangseffekte zugeordnet werden.

Ein Assistent für das Erstellen von Präsentationen ist enthalten sowie verschiedene Vorlagen. Beim Erstellen einer Präsentation stehen mehrere Ansichten zur Verfügung. Die Folienansicht zeigt z. B. die Folien im Überblick, während die Handzettelansicht zusätzlich zur Präsentation begleitenden Text enthält. Die Folien können auf dem Bildschirm automatisch vorgeführt oder manuell gesteuert werden. Der zeitliche Ablauf der Präsentation kann angepasst werden. Die Präsentationen können als Handzettel verteilt oder als HTML-Dokumente gespeichert werden.

Mit dem vektorbasierten Draw ist es möglich, verlustfrei skalierbare 2D-Vektorgrafiken inklusive dreidimensionaler Effekte zu erstellen. Draw verarbeitet die üblichen geometrischen Grundelemente, Splines und Bézierkurven und beherrscht grundlegendes Shading und Manipulation der Lichtquelle. Es sind Vorlagen und eine Auswahl an anpassbaren Ausgangsformen für Zeichnungselemente enthalten. Raster und Fanglinien sind optische Hilfen, die die Anordnung von Objekten in Zeichnungen erleichtern. Textmanipulation ist mit dem Modul FontWork möglich.

In Draw lässt sich die Beziehung zwischen verschiedenen Objekten mit speziellen Linien, den sogenannten Verbindern, darstellen. Die Verbinder werden an die Klebepunkte der Zeichenobjekte angefügt und lösen sich auch nicht, wenn die miteinander verbundenen Objekte verschoben werden. Daher ist adaptive Bemaßung möglich, zum Beispiel für technische Zeichnungen. Mit Draw können lineare Größen anhand von Bemaßungslinien berechnet und angezeigt werden. Außerdem sind Flow-Charts, Concept-Maps und ähnliches damit umsetzbar.

Tabellen (aus Calc), Diagramme, Formeln (aus dem Modul Math) und andere in OpenOffice.org erzeugte Elemente können in Zeichnungen eingefügt und umgekehrt die Grafiken in OOo-Dokumente anderen Typs eingebettet werden.

Es ist möglich, Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten zu speichern – darunter: SVG, EPS, Windows WMF und MacPict, Adobe PDF und Shockwave SWF (nicht aber DWG/DXF), sowie Rastergrafikkonvertierung nach BMP, GIF, PNG, TIFF und JPEG.

Auch der Import dieser Dateien (außer PDF und SVG, für die externe Erweiterungen vorhanden sind, sowie SWF) ist möglich, und ein Werkzeug zur Vektorisierung ist für die Umwandlung von Raster- in Vektorgrafik implementiert. Die Importfilter für PDF- und SWF-Dateien befinden sich noch im Beta-Stadium und arbeiten noch nicht fehlerfrei.

Mit Base werden große Datenmengen gespeichert und für Abfragen und Berichte bereitgestellt. Es dient als Frontend für Tabellen und Abfragen. Externe Datenbanken, wie beispielsweise MySQL, HSQL, SQLite oder PostgreSQL, können mittels ODBC oder JDBC angebunden werden und stehen somit als Datenquelle z. B. für Serienbriefe zur Verfügung. Base unterstützt einige Datenbankformate, wie zum Beispiel das dBase-Format.

Math dient zum Verfassen von mathematischen Formeln. Formeln werden in Math nicht ausgewertet, es ist also kein „Rechenprogramm“ (das ist das Modul Calc) oder gar ein Computeralgebraprogramm, sondern ein Editor für Formelsatz, der auf einem TeX-Dialekt aufgebaut ist. Formeln werden als Objekte innerhalb eines anderen Dokuments erstellt, lassen sich also wie Bilder in den Textfluss einpassen.

Beim Einfügen einer Formel in ein anderes Dokument wird Math automatisch gestartet. Die Befehle zum Aufbau der Formeln sind in einem Auswahlfenster zu finden und können dort mit der Maus angeklickt werden, um sie hinzuzufügen. Vordefinierte Symbole, Sonderzeichen und eine Basisauswahl an Funktionen stehen zur Verfügung. Es können eigene Symbole erstellt und Zeichen aus fremden Zeichensätzen übernommen werden. Eine Formel kann entweder direkt eingegeben oder in einem Befehlsfenster bearbeitet werden – die Eingaben im Befehlsfenster werden gleichzeitig im Textfenster angezeigt (WYSIWYG-Editor), einschließlich Fehlererkennung.

Der Navigator und das Globaldokument sind die zwei grundlegenden Werkzeuge, die die Funktion als Gesamtpaket der Text- und weiteren Datenverarbeitung als „Office“ zusammenstellen.

Der Navigator macht die strukturellen Metadaten eines Dokuments (wie Überschriften und Verzeichnisse, eingebettete Objekte wie Tabellen, Bilder und Grafiken, sonstige definierte und benannte Bereiche, Notizen, Sprungmarken und Querverweise, Hyperlinks, Applets und Skripte) sichtbar. Dies dient zur Navigation innerhalb eines Dokuments, ermöglicht aber auch den Zugriff auf die Daten aller anderen geöffneten Dokumente. Die Drag-&-Drop-Funktion ermöglicht es, Objekte innerhalb eines Dokuments, aus anderen geöffneten Dokumenten oder auch aus der Gallery und der Datenbank mit der Maus zu ziehen und abzulegen, wobei sowohl Verlinken, statisches Einbetten (OLE-Objekte), wie auch dynamische Aktualisierungen (DDE-Verknüpfungen) mit externen Dateien möglich sind.

Zur besseren Bearbeitung umfangreicher Schriften können Dokumente nachträglich zu einem gemeinsamen Globaldokument (.odm) zusammengefügt werden, wobei sich alle Dokumenttypen ineinander einbinden lassen. Das Dokument aktualisiert sich automatisch nach Änderung von Teildokumenten, es enthält verbindende, nur im Globaldokument gespeicherte Inhalte und erlaubt, die Teildokumente schreibgeschützt einzubetten. Ggf. wird, je nach Typ des Teildokuments, das jeweils zuständige Programmmodul geöffnet. Auch reine Textdateien (Plaintext) und Rich-Text-Format-Dokumente wie auch HTML-Inhalte lassen sich so mit anderen Dokumenttypen zusammenstellen. Seitennummerierung, Inhaltsverzeichnis und ähnliches werden dabei über das gesamte Globaldokument mit seinen Teildokumenten erstellt.

Rechtschreibprüfung, Thesaurus und Datenbanken stehen anwendungsübergreifend zur Verfügung. Hyperlinks zu beliebigen Sprungmarken, Dateien, Ordnern oder Webadressen können gesetzt werden.

Die Benutzeroberfläche kann konfiguriert werden. Symbole und Menüs lassen sich anpassen. Auch Tastaturkürzel können festgelegt werden. Bestimmte Programmfenster und die meisten Werkzeugleisten sind als schwebende Fenster frei platzierbar oder können am Rand des Arbeitsbereichs angedockt werden.

Assistenten zur Konvertierung von Dokumenten sind enthalten, beispielsweise können alle Microsoft-Word-Dokumente, die sich in demselben Verzeichnis befinden, mit einem einzigen Vorgang umgewandelt werden. Es lassen sich auch Dateien einlesen, die von anderen Officepaketen erstellt wurden, wie etwa Lotus Notes, Corel WordPerfect. Weiterhin können andere Einzelformate, wie auch alle Vorgängerformate seit StarOffice 3.0 gelesen und meist auch geschrieben werden. Auch Konvertierer für Wiki-Syntax sowie DocBook können installiert werden. Mit der Reparaturfunktion können beschädigte Dateien oftmals wiederhergestellt werden, weiterhin gibt es einen automatischen regelmäßigen Abspeichermechanismus.

In der StarOffice-Basic-IDE können Makros erstellt werden. Zur Erweiterung der Programmfunktionalität steht eine Vielzahl von Vorlagen, Add-Ons, Add-Ins und Makros in den Sprachen StarOffice Basic, Python, Java und JavaScript zur Verfügung, eine Entwicklungsumgebung dafür kann installiert werden. Java-Applets können in die Dokumente eingebunden werden. Auch Plug-Ins für die Websuche können ergänzt werden.

Für einige Assistenten, wie etwa die HSQL-Datenbank oder einige Exportfilter wird das kostenlose Java Runtime Environment (JRE) benötigt. OpenOffice.org selbst ist auch ohne das JRE lauffähig. Das Java Runtime Environment wird bei einigen OOo-Installationspaketen mitgeliefert, kann aber auch nachträglich installiert werden.

Marco Börries gründete 1984 im Alter von 16 Jahren in Lüneburg die Firma Star Division, deren Hauptprodukt das Office-Paket StarOffice wurde. Nachdem StarOffice mehr als 25 Millionen Mal verkauft worden war, erwarb Sun Microsystems 1999 die inzwischen in Hamburg ansässige Firma Star Division für über 70 Millionen Dollar und bot StarOffice 5.1a und später 5.2 inklusive der fremdlizenzierten Bestandteile (wie z. B. Rechtschreibprüfung) zum kostenlosen Herunterladen an. Am 19. Juli 2000 wurde das OpenOffice.org-Projekt von Sun Microsystems öffentlich bekanntgegeben, und am 13. Oktober 2000 ging die Website OpenOffice.org online, über die der Quelltext einer Vorversion von StarOffice 6.0 bezogen werden konnte. Er war zu diesem Zeitpunkt etwa 400 MB groß und enthielt über 35.000 Dateien mit insgesamt rund 7,5 Millionen Zeilen C++-Code. Von Drittanbietern lizenzierte Komponenten waren zuvor aus dem Quellcode entfernt worden.

Build 638c – die erste funktionierende Version – wurde im Oktober 2001 veröffentlicht. OpenOffice.org 1.0 wurde am 1. Mai 2002 und OpenOffice.org 1.1 im September 2003 herausgegeben. Die Version OpenOffice.org 1.1.5 wurde im September 2005 fertig. Im Oktober 2005 erfolgte der Schritt auf Version 2.0, im Dezember 2006 wurde Version 2.1 veröffentlicht. Im März 2007 folgte die Version 2.2, im September 2007 die Version 2.3, im März 2008 die Version 2.4 und im Oktober 2008 die Version 3.0.

Die heutigen Versionen von StarOffice basieren auf OpenOffice.org, werden aber von Sun Microsystems um die aus dem OpenOffice.org-Quellcode entfernten Komponenten (darunter Rechtschreibkorrektur, Thesaurus, Datenbankmodul Adabas D und Cliparts) erweitert. Aufgrund der Lizenzierung kann der OpenOffice.org-Code für das nicht quelloffene StarOffice verwendet werden. Sun Microsystems hatte beim Projektstart OOo unter die GNU Lesser General Public License (LGPL) und unter die Sun Industry Standards Source License (SISSL) gestellt. Seit September 2005 steht OpenOffice.org nur noch unter der LGPL, nachdem Sun Microsystems bekanntgegeben hatte, die SISSL in Zukunft nicht mehr zu nutzen.

Seit Herbst 2007 gibt es mehr als 80 Sprachversionen. Bis einschließlich August 2007 wurde OpenOffice.org insgesamt über 98 Millionen Mal von der Homepage geladen.

OpenOffice.org 1.0 wurde am 1. Mai 2002 veröffentlicht. Augenfällige Änderung gegenüber StarOffice 5.2 war das Weglassen des integrierten Desktops. Auch die im StarOffice 5.2 enthaltenen Anwendungen Mail-Client, Organizer und die Datenbank Adabas D fielen weg. Es kamen drei Updates heraus, wobei das letzte im April 2003 unter der Versionsnummer 1.0.3.1 erschien.

Am 14. September 2005 erschien OpenOffice.org 1.1.5. Dieses letzte Update unter der Versionsnummer 1 enthält neben zahlreichen Fehlerkorrekturen als hauptsächliche Neuerung Importfilter für die OpenDocument-Formate, die von OpenOffice.org 2 als Standardformat genutzt werden. Am 4. Juli 2006 erschien das Sicherheits-Patch 1.1.5secpatch, welches das unaufgeforderte Ausführen von Makro-Befehlen (BASIC) in manipulierten OpenOffice.org-Dateien unterbindet.

Die Entwicklung an Version 2 von OpenOffice.org begann bereits im Juli 2003. Es wurden zwei Beta-Versionen und mehrere Snapshots unter der Versionsnummer 1.9 veröffentlicht. Die endgültige Version wurde am 20. Oktober 2005 freigegeben.

Wichtigste Neuerungen sind die eigene Datenbankanwendung (Base), das neue Dateiformat OpenDocument und eine sich den Desktop-Einstellungen anpassende Oberfläche. Außerdem wurde die Benutzerführung optimiert, um Benutzern von Microsoft Office einen möglichst einfachen Umstieg auf OpenOffice.org zu ermöglichen.

Impress wurde von Grund auf neu programmiert und bietet jetzt unter anderem mehr Diashow-Übergänge und Animationseffekte. Der PDF-Export wurde erweitert: Hyperlinks sind jetzt möglich, das Format für Formularübermittlung ist auswählbar, Notizen können exportiert werden, Vorschaubilder und mehr Stufen für die Komprimierung von Bildern. Mit der neuen Wortzählfunktion können jetzt markierte Textabschnitte gezählt werden. Am 15. Dezember 2005 wurde OOo 2.0.1 veröffentlicht. Diese erste Aktualisierung für OpenOffice.org 2.0 behob eine Reihe von Fehlern. Außerdem wurde eine Serien-Mail-Funktion integriert. OpenOffice.org 2.0.2 erschien am 8. März 2006. Diese Version ersetzt das bisher für die Rechtschreibprüfung verwendete MySpell durch Hunspell. Weitere Neuerungen sind Icons für KDE und GNOME sowie ein Importfilter für das MS-Word 2/5-Textformat. Die englische Version von OpenOffice.org 2.0.3 wurde am 29. Juni veröffentlicht. Die deutsche Version erschien am 3. Juli 2006. Neben der Beseitigung von Fehlern wurden auch neue Funktionen implementiert, unter anderem Unterstützung von x86-64-Plattformen, eine Update-Funktion und die optionale Unterstützung der Grafikbibliothek Cairo. Letztere verspricht unter anderem Antialiasing in Präsentationen. Auffälligster Fehler war der Export in PDF-Dateien, der mitunter (oft) ungültige („Unbekannter Token“) und zum Teil nicht lesbare PDF-Dateien erzeugte, was aber erst beim Öffnen mit einem PDF-Reader sichtbar wurde. Am 13. Oktober 2006 ist OOo 2.0.4 erschienen. Diese Version erhielt einen Exportfilter für LaTeX und PDF-Verschlüsselung. Sie bildet den Abschluss der 2.0-Produktreihe.

Version 2.1 von OpenOffice.org erschien am 12. Dezember 2006. In ihr wurden einige neue Funktionen implementiert, die bekanntesten sind ein Updatesystem, der überarbeitete Schnellstarter sowie die Verbesserung der Exportfunktion von HTML-Dateien aus Calc. Die Version enthielt einen auffälligen Fehler, durch den in Textdokumenten nach Seitenumbrüchen das Inhaltsverzeichnis versetzt und umformatiert wurde.

Am 28. März 2007 erschien die Version 2.2. Bei dieser Version wurden erweiterte Vista-Funktionen, ein erweiterter Umgang mit Extensions und ein ebenfalls erweiterter PDF-Export eingebaut. Mit dieser Version ändert OpenOffice.org die Zeitabstände zwischen Updates mit neuen Features von drei auf sechs Monate. Auffälligster Fehler war in CALC unsichtbarer Text beim Bearbeiten von Notizen von Zellen. Dieser Fehler wurde mit der Version 2.2.1 behoben. OpenOffice.org 2.2.1 erschien am 12. Juni 2007 und brachte einige Fehlerkorrekturen – neue Funktionen wurden nicht integriert.

OOo 2.3 wurde am 17. September 2007 veröffentlicht. Die Installationsdatei ist mit minimal 100 MB wesentlich größer als die der Vorgängerversionen. Neben Fehlerkorrekturen sind auch neue Funktionen integriert. In dieser Version ist das Diagrammmodul Chart neu programmiert worden. Verbesserungen gibt es bei der Geschwindigkeit der Darstellung, bei Regressionsdarstellungen in Diagrammen und der 3D-Funktionalität. Der Diagrammassistent ist ebenfalls überarbeitet. Für das Datenbankmodul ist ein neuer Reportgenerator verfügbar. Writer beherrscht nun teilweise das MediaWiki-Format (Tabellen, Zeichenformatierung, Weblinks) als Exportoption. Weiterhin wurden Verbesserungen bei Calc, an der Rechtschreibprüfung und am HTML-Export bei Präsentationen vorgenommen. OpenOffice.org 2.3.1 erschien am 4. Dezember 2007 und brachte einige Fehlerkorrekturen, neue Funktionen gab es nicht.

OOo 2.4.0 erschien am 27. März 2008. Verbessert wurden in Calc die Formulareingabe und das Sortieren von Spalten im Datenpilot mittels Drag and Drop. Der Datenpilot erlaubt jetzt einen Drilldown aus Ergebniszellen. Mit der Komponente Chart sind Diagramm-Beschriftungen besser positionierbar. In Impress können Hintergrundgrafiken per Kontextmenü eingebunden werden. Folientitel werden beim PDF-Export als Lesezeichen abgespeichert. Die Statusleiste in Writer zeigt die Sprachversion des Absatzes an. Blockmarkierungen in Textdokumenten sind ab sofort möglich. Base unterstützt unter Windows zusätzlich Datenbanken im Access 2007-Format. Die Sicherheitsfunktionen wurden um ein Master-Passwort für Internet-Verbindungen erweitert. Der Zugriff auf WebDAV-Server über HTTPS ist ebenfalls möglich geworden. Der PDF-Export bietet PDF/A-1 (ISO 19005-1) zur Langzeitarchivierung. Beim automatischen Suchen von Programmaktualisierungen wird auch geprüft, ob neue Versionen von installierten Erweiterungen vorliegen. Die Hilfefunktion wurde ebenfalls erweitert.

OOo 2.4.1 erschien am 10. Juni 2008. Es handelt sich dabei um ein reine Fehlerkorrektur-Version ohne neue Funktionen; insbesondere wird ein potentielles Sicherheitsproblem behoben.

Für die Versionen 2.0.4, 2.1.0, 2.2.1 und 2.4.1 gibt es auch eine Portable Edition. Das heißt, dass sich diese Versionen von Wechseldatenträgern starten lassen, z.B. von einem USB-Stick.

Bis auf Fehlerkorrekturen („bugfix releases“) ohne neue Funktionen werden die 2.x-Versionen nicht mehr weiterentwickelt. Ende Oktober 2008 erschien mit Version 2.4.2 die voraussichtlich letzte Aktualisierung der Version 2.4.

Aktuell ist die am 27. Januar 2009 veröffentlichte Version 3.0.1, bei der es sich um ein fehlerkorrigierte Version 3.0.0 handelt. Version 3.0 wurde am 13. Oktober 2008 veröffentlicht. Diese Version wartete gegenüber den Versionen 2.x mit zahlreichen neuen Funktionen auf und war erstmals auch nativ, also ohne X11, für Mac OS X mit Aqua-Unterstützung erhältlich. OpenOffice 3 enthält eine Überarbeitung von Calc sowie eine erweiterte Kommentarfunktion. Zusätzlich sind die Importfunktionen um die Dateiformate aus Microsoft Office 2007 für Text- und Tabellendokumente ergänzt worden.

Von 3.0.0 und 3.0.1 gibt es auch eine Portable Edition.

Die ebenfalls vorgesehene Erweiterung um einen Personal Information Manager (PIM) wurde auf eine spätere Version verschoben. Sun Microsystems betätigt sich zu diesem Zweck im Lightning-Projekt der Mozilla-Foundation. Ziel ist die Integration des Mail-Clients Mozilla Thunderbird mit Adressbuch und Kalender als Groupware-Client in OpenOffice.org.

Gemäß dem derzeit verfolgten Entwicklungs-Modell von OpenOffice.org folgt etwa drei Monate nach einer Hauptversion (zweistellige Versionsnummer) eine „kleine“ Version (dreistellige Versionsnummer), die hauptsächlich Fehlerbereinigungen oder Verbesserungen enthält, und etwa sechs Monate nach einer Hauptversion die nächste Hauptversion, die neben Fehlerbereinigungen vor allem auch neue Funktionen enthält.

Der Versionspolitik entsprechend, ist die nächste Version die Hauptversion 3.1; sie ist für April 2009 geplant. In dieser soll erstmals ein nativer Treiber für das MySQL-Datenbanksystem integriert und Grafik-Objekte mit Hilfe von Antialiasing in höherer Qualität dargestellt werden. Die nächste Hauptversion 3.2 soll dann im September 2009 erscheinen und unter anderem einen einfacheren Umgang mit Bildern ermöglichen.

Die aktuelle Version 3.0 des Officepakets lässt sich unter Windows 2000 (ab SP2), Windows XP (ab SP1) und Windows Vista installieren. Die letzte Version für Windows 95 ist offiziell OpenOffice.org Version 1.0.3.1, für Windows NT 4.0 OpenOffice.org Version 1.1.5 und für Windows 98 (SE) und Windows Me OpenOffice.org Version 2.4.2.

Kapitel 7.2 des offiziellen Installationshandbuches beschreibt zudem die Installation (geht bis Version 2.1) unter Windows NT 4.0. Mit einer aktualisierten Systemdatei kann OOo 2.0.2 unter Windows 95 gestartet werden. Unter diesen Windowsversionen gilt die OOo-Unterstützung als experimentell und wird nicht vom Support abgedeckt.

Unter Linux wird mindestens Kernel 2.2.13, eine X11-Umgebung und die glibc 2.2.0 oder neuer benötigt. Die Eingabehilfen verwenden die Bibliotheken von GNOME 2.0 oder später. Auf Mac OS X sind mindestens System 10.4 und – bis OpenOffice.org Version 2.4.2 – die X11-Bibliotheken nötig. Ab Version 3.0 wird Mac OS X sowohl auf der PPC- als auch der Intel-Architektur nativ unterstützt. Für Solaris wird mindestens Solaris 8 auf der SPARC- oder x86-Prozessorplattform vorausgesetzt. Serenity Systems International und Mensys BV bieten OpenOffice.org für OS/2 und eComStation kostenpflichtig über Supportverträge an. Die aktuelle GA ist 2.4.0.

Inzwischen gibt es einige Projekte, die OpenOffice.org an besondere Bedürfnisse oder Verwendungszwecke angepasst haben. Siehe auch Hauptartikel, soweit vorhanden.

Das Dateiformat von OpenOffice.org wurde von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) als Basis für das neue offene Austauschformat OpenDocument verwendet, welches das Standardformat von OpenOffice.org ab Version 2.0 ist. Die XML-Dateien sind gepackt und belegen deshalb sehr wenig Festplattenspeicherplatz. Die Speicherung der Dokumentinhalte erfolgt in dem Java-Archive-Format. Es handelt sich dabei um eine ZIP-Datei mit speziellen Einträgen in diesem Archiv. Die Dateiendung eines Java-Archivs ist normalerweise „.jar“, jedoch werden für OpenDocument-Dateien die Dateiendungen „.od*“ verwendet. Es kann mit jedem üblichen Packprogramm entpackt werden. Die eigentliche Textinformation (Datei: content.xml) kann dadurch mit jedem Texteditor angesehen und verändert werden. Zum Beispiel ist es möglich, Programme zu schreiben, die Formulare mit Inhalten einer Datenbank automatisch ausfüllen. Außerdem ist sichergestellt, dass auch in vielen Jahren noch uneingeschränkter Zugriff auf diese Dateien möglich ist. Dies ist gerade im kommerziellen und behördlichen Einsatz wegen der langen Aufbewahrungsfristen für Unterlagen ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Die Europäische Union plant, das OASIS-Dateiformat als einheitliches Standarddatenformat für ihre Dokumente einzusetzen.

Im Mai 2006 wurde „OASIS-OpenDocument 1.0“ zum ISO-Standard (ISO 26300) erklärt.

In OpenOffice.org 1.0 und 1.1 wurden Dokumente standardmäßig im eigenen XML-basierten Dateiformat mit der Dateiendung „.sx*“ gespeichert. Dieses Dateiformat ist nicht identisch mit dem OpenDocument-Format, welches in diesen OOo-Versionen noch nicht unterstützt wurde. Erst mit OpenOffice.org 1.1.5 konnten zumindest OpenDocument-Dateien geöffnet und bearbeitet werden – das Speichern musste im alten Dateiformat geschehen. OpenOffice.org 2.0 kann alle Dateiformate früherer Versionen verlustfrei lesen und schreiben, dazu zählen auch die alten StarOffice-Dateiformate („.sd*“).

Ab OpenOffice.org 2.0.3 und dem darin neu eingeführten Rechtschreibprogramm Hunspell wird mit der deutschsprachigen Version von OpenOffice.org auch die Hunspell-Variante des deutschen Wörterbuchs igerman98 mitgeliefert. In früheren Versionen musste dieses teilweise noch aufgrund nicht kompatibler Lizenzen nachträglich hinzugefügt werden. Das Rechtschreibprogramm Hunspell, das ein direkter Nachfolger des vorher verwendeten Myspell ist, ermöglicht eine deutlich bessere Unterstützung von Sprachen, die Komposita-Bildung erlauben. Die Wörterbücher für eine Kontrolle in weiteren Sprachen können ab Version 3.0 als „Extensions“ aus dem Internet bezogen werden und wie alle Programmerweiterungen automatisch auf Aktualisierungen überprüft werden.

Eine Grammatikprüfung wird bislang nicht mit OpenOffice.org angeboten. Mit der freien Erweiterung LanguageTool lässt sich eine solche für einige wenige Sprachen, darunter Deutsch, nachrüsten. Voraussetzung ist OpenOffice.org ab der Version 2. Language Tool befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase und arbeitet noch nicht zuverlässig.

Die Brockhaus-Tochter Brockhaus Duden Neue Medien (BDNM) bietet eine proprietäre Erweiterung für OpenOffice.org an, die eine Rechtschreib-, Stil-, und Grammatikprüfung umfasst. Die erste Version dieser Erweiterung wurde unter dem Titel Duden OpenOffice.org Suite angeboten. Mittlerweile nennt sich die Software Duden Korrektor für OpenOffice.org und unterstützte als Version 4 je nach Betriebssystem nur ausgewählte Versionen der inzwischen älteren OpenOffice.org 2.x-Serie bzw. inzwischen als Version 5 OpenOffice.org 3.0.1 / StarOffice 9 PU1 und vermutlich auch deren Folgeversionen.

Die Rechtschreibprüfung steht in Writer, Calc und Impress/Draw zur Verfügung. Sie greift auf den Wortbestand der Dudenbände „Die deutsche Rechtschreibung“, „Das große Fremdwörterbuch“, „Das Vornamenlexikon“ und „Das große Wörterbuch der deutschen Sprache“ (10-bändig) zu und kann so sehr viel bessere Ergebnisse liefern als die standardmäßig in OpenOffice.org integrierte Rechtschreibprüfung.

Die Stil- und Grammatikprüfung steht nur in Writer zur Verfügung. Sie erfolgt nicht nur wortweise, sondern im Kontext des ganzen Satzes.

Im Internet veröffentlichten Nutzerberichten zufolge ist die Duden-OpenOffice.org-Suite trotz mehrerer korrigierter Versionen zumindest bis Oktober 2006 wegen schwerwiegender Programmfehler nur sehr eingeschränkt benutzbar gewesen.

Mit dem OpenOffice.org Software Development Kit (SDK) können Entwickler das Office-Paket um weitere Funktionen erweitern oder Java-Programme einbetten. Im SDK sind alle notwendigen Tools und Anleitungen enthalten. Die englischsprachige Dokumentation beschreibt die Konzepte der API und Komponenten-Technik UNO (Universal Network Objects), seit 2.0 auch Common Language Infrastructure (CLI). Es kann in den Sprachen StarOffice Basic, C, C++, Python und Java programmiert werden. Das SDK steht unter der LGPL und kann für Windows, Linux und Solaris von den Projektseiten kostenlos geladen werden.

Auch ein API-Plugin für NetBeans ist verfügbar.

Über die Marktdurchdringung von OpenOffice.org gibt es noch keine exakten Analysen, Schätzungen über den Marktanteil gehen je nach Erhebung weit auseinander, sie liegen zwischen 3 % und 15 %. Angesichts steigender Downloadzahlen und Berichten über OpenOffice.org in Fachzeitschriften ist ein zunehmendes Interesse in den letzten Jahren unverkennbar – insbesondere nach der Veröffentlichung der Version 2.0. Zudem gibt es ein umfangreicheres Angebot an Webseiten zum Thema OpenOffice.org und eine stetig wachsende, internationale Gemeinschaft. Nach einer im Juli 2007 veröffentlichten, aber wegen der geringen Datenbasis nicht repräsentativen Studie der Firma M.I.C. Consulting hat OOo in Deutschland im beruflichem Umfeld einen projizierten (mathematische „Schätzrechnung“) Marktanteil von etwa 5 Prozent, davon etwa zwei Drittel in der öffentlichen Verwaltung, und etwa ein Viertel in Unternehmen. Unter Windows laufen fast doppelt soviele Installationen (60 %) wie unter Linux (37 %), Macintosh und andere Systeme spielen nur eine geringe Rolle. Es gibt nach wie vor eine hohe Anzahl von Migrationen bzw. Neuinstallationen, die Zunahme ist ungefähr konstant.

Das Softwarepaket ist in den wichtigsten Linux-Distributionen enthalten und wird in immer mehr Sprachen angeboten. Diverse Unternehmen bieten verstärkt Dienstleistungen wie Migrationshilfen und Kundendienst-Hotlines an oder beteiligen sich an der Entwicklung. Es gibt Kursangebote von Volkshochschulen, Lernprogramme und Schulungsunterlagen. Der europäische Computerführerschein „ECDL“ kann mit OpenOffice.org abgelegt werden. Das Angebot von Software mit einer Anbindung an OOo steigt; viele Softwareunternehmen liefern einen wachsenden Teil ihrer Programme mit einer OpenOffice.org-Schnittstelle aus.

In einigen Firmen und öffentlichen Verwaltungen, wie z. B. in München (LiMux-Projekt) und Wien (Wienux-Projekt), wird OpenOffice.org bereits eingesetzt. Ein großer Anwender ist beispielsweise die französische Gendarmerie, die im Jahre 2005 etwa 70.000 Desktoprechner von Microsoft Office zu OpenOffice.org migriert hat.

OpenOffice.org wird von vielen Computerherstellern auf neuen Rechnern noch nicht vorinstalliert. Aber zum Beispiel wurde im Sommer 2007 vom amerikanischen Unternehmen Everex Computer mit installierten OOo 2.2 hergestellt, die in Nordamerika im Einzelhandel erhältlich waren. Seit Frühjahr 2008 wird der Eee PC in Deutschland und Österreich mit OOo ausgeliefert.

Im Oktober 2005 wurde eine strategische Partnerschaft von Google Inc. und Sun Microsystems geschlossen. Sie soll unter anderem die Verbreitung von OpenOffice.org fördern.

Im OpenOffice.org-Projekt arbeitet eine große Anzahl von Community-Mitgliedern. Die Arbeit am Quelltext wird vorrangig von den Entwicklern von Sun Microsystems übernommen. Weitere Unternehmen, die Entwickler stellen, sind beispielsweise IBM, Novell, Intel, Red Hat und Red Flag.

In dem demokratisch organisierten Projekt bildet der Community Council das oberste Organ. Er legt unter anderem die Ziele des Projektes fest.

Sun Microsystems hält die Urheberverwertungsrechte an OpenOffice.org. Entwickler unterschreiben eine Sun Microsystems Inc. Contributor Agreement (SCA) genannte Vereinbarung (Nachfolger des früher verwendeten Joint Copyright Assignment), womit Sun Microsystems ein gemeinsames Verwertungsrecht an Beiträgen erhält, die die Entwickler an OpenOffice.org leisten. Die Übertragung der Nutzungsrechte wird von einigen Entwicklern, zum Beispiel vom Novell-Mitarbeiter Michael Meeks, als problematisch angesehen. Durch das SCA Sun Microsystems wird unter anderem in die Lage versetzt, mögliche Urheberrechts- bzw. Lizenzverletzungen rechtlich verfolgen zu lassen und die Lizenz festzulegen. So wurde für die Version 1 von OpenOffice.org eine duale Lizenzierung aus GNU Lesser General Public License (LGPL) und der Sun Industry Standards Source License (SISSL) verwendet, für die Version 2 wurde nur noch die LGPL (Version 2) genutzt und die Version 3 des Programms ist unter den Bedingungen der LGPL Version 3 veröffentlicht worden.

Die Rechte an der Wort- und Wortbildmarke „OpenOffice.org“ hält in den USA Team OpenOffice.org e.V., Hamburg; in der EU ist Sun Microsystems, Santa Clara als Inhaberin der Wortmarke „OpenOffice.org“ eingetragen. In manchen Ländern werden aber von Dritten Rechte am Markennamen „OpenOffice.org“ oder ähnlich klingenden geltend gemacht, sodass OpenOffice.org dort nicht unter seinem eigentlichen Namen in den Markt eintreten kann. Deshalb heißt zum Beispiel in Brasilien die Software „BrOffice.org“.

Zum Seitenanfang



Office-Paket

OpenOffice.org Writer

Office-Pakete sind Zusammenstellungen gebräuchlicher Software für Arbeiten im Büro, welche unterschiedliche dort anfallende Aufgaben erledigen oder zumindest unterstützen sollen.

Dazu gehören in den meisten Fällen Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations-, Präsentations- und Datenbank-Programme.

Bei einer weiter gefassten Begriffsdefinition werden auch Adressverwaltungen (Personal Information Manager), E-Mail-Programme, Einzelplatz-Datenbanken, Programme für die Buchhaltung und weitere häufig im Büro verwendete Programme dazugezählt.

Die Komponenten der Office-Pakete werden im Allgemeinen gemeinsam verbreitet und sind imstande, miteinander auf einer weit höheren Ebene zu interagieren, als es das Betriebssystem an sich erlauben würde. In den meisten Fällen zeichnen sich die einzelnen Programme durch eine innerhalb des Pakets konsistente Benutzeroberfläche aus.

Das am weitesten verbreitete Office-Paket stammt derzeit vom US-amerikanischen Software-Unternehmen Microsoft. Dessen proprietäre Dateiformate haben sich im Office-Bereich zum De-facto-Standard entwickelt. Die Fähigkeit, diese Formate zu importieren und zu exportieren, ist für jedes Office-Paket wichtig, um Daten mit anderen Nutzern austauschen zu können.

Im Mai 2005 wurde das OpenDocument-Format der gemeinnützigen Organisation OASIS veröffentlicht, das als internationale Norm ISO/IEC 26300 veröffentlicht worden ist. Es wird im Moment u. a. von den Office-Paketen OpenOffice.org, StarOffice, NeoOffice, KOffice und GNOME Office unterstützt.

Im November 2008 wurde das Office Open XML-Format als internationale Norm ISO/IEC 29500:2008 veröffentlicht.

Zum Seitenanfang



Adabas D

Adabas D (früherer Name Entire SQL DB-Server) ist ein relationales Datenbankmanagementsystem der Darmstädter Firma Software AG. Es basiert auf dem durch die Software AG von Nixdorf erworbenen Programm DDB4. Dieses geht wiederum auf ein Forschungsprojekt der TU Berlin aus dem Jahr 1977 zurück.

1997 erwarb die Softwarefirma SAP ebenfalls Rechte an dieser Technologie und entwickelte sie in der Folge unter dem Namen SAP DB bzw. MaxDB getrennt weiter.

Bereits seit 1971 vertreibt die Software AG das Datenbanksystem Adabas, welches zwar auch eine SQL Schnittstelle anbietet, aber bis auf den Namen nichts mit Adabas D gemeinsam hat.

Adabas D ist auf verschiedenen Computerplattformen bzw. Prozessortypen (x86, Alpha, Z-Series, Sparc) sowie unter verschiedenen Betriebssystemen (Windows, Solaris, AIX, HP-UX, SUSE-Linux, Red Hat Linux) einsetzbar. Es werden verschiedene SQL-Ausprägungen (ANSI, Oracle und Native) unterstützt. Schnittstellen bestehen zu C, C++ und Cobol.

Seit der Version 14 von ADABAS D wird innerhalb dieses DBMS-Systems erstmals Unicode-Unterstützung angeboten.

Verschiedene Unternehmen haben Adabas D lizenziert und liefern oder lieferten es teilweise als Bestandteil ihrer Softwareprodukte mit aus (z.B. SUN mit StarOffice).

Zum Seitenanfang



OpenDocument

Bild:OpenDocument_Thumbnail.png

OASIS Open Document Format for Office Applications (Kurzform: OpenDocument, ODF - engl. „Offenes Dokumentformat für Büroanwendungen“) ist ein offener Standard für Dateiformate von Bürodokumenten wie Texten, Tabellendokumenten, Präsentationen, Zeichnungen, Bildern und Diagrammen.

OpenDocument nutzt für das eigentliche Dokument eine an den Standard HTML angelehnte Auszeichnungssprache. OpenDocument verwendet auch eine eigene XML-basierte Formatierungssprache. Für mathematische Formeln wird eine Untermenge von MathML verwendet. OpenDocument kann mit beliebigen weiteren XML-Sprachen ergänzt werden.

Es wurde ursprünglich von Sun entwickelt, durch die Organisation OASIS als Standard spezifiziert und 2006 als internationale Norm ISO/IEC 26300 veröffentlicht.

Ende 2002 wurde bei OASIS das Open Office XML Format Technical Committee gegründet, um ein offenes XML-basiertes Dateiformat für Officeanwendungen auf Basis des Dateiformats von OpenOffice.org zu schaffen. Das OpenDocument-Format wurde im Mai 2005 veröffentlicht.

Die Europäische Kommission empfahl 2004 im Rahmen ihres IDA-Programms (Interchange of Data between Administrations), unter anderem OASIS, OpenDocument einer offiziellen internationalen Standardisierungsbehörde wie etwa der ISO vorzulegen. Eine offizielle Empfehlung für ein bestimmtes Format wurde jedoch seitens der Kommission nicht ausgesprochen.

Im Rahmen der internationalen Standardisierung ist das OpenDocument-Format unter der Nummer ISO/IEC DIS 26300 als Open Document Format for Office Applications (OpenDocument) v1.0 standardisiert.

Eine OpenDocument-Datei ist entweder eine einzelne XML-Datei oder eine Sammlung verschiedener XML-Dateien und anderer Objekte (z. B. eingebundene Bilder), die zu einer ZIP-Format-Datei zusammengefasst werden. Als Dateiendung für OpenDocument-Dateien werden .odt für Texte, .ods für Tabellen, .odp für Präsentationen und .odg für Zeichnungen verwendet. Diese Archivdateien enthalten spezielle Einträge, die sich an der Struktur des Java-Archive-Format orientieren.

Damit sich der Dateityp auch unabhängig von der Dateiendung und ohne Dekomprimierungsprogramm (siehe Datenkompression) ermitteln lässt, ist der erste Archiv-Eintrag der MIME-Typ des Dateiinhaltes im Klartext und unkomprimiert.

Grundsätzlich enthält jede OpenDocument-Datei in dem Archiv den Ordner META-INF mit der Datei manifest.xml. Die manifest.xml listet alle weiteren Dateien in der OpenDocument-Datei mit den MIME-Typen auf. Alle weiteren Dateien in der OpenDocument-Datei sind üblicherweise komprimierte XML-Dateien, die eine Dokumentstruktur, den Dokumentinhalt, die Dokumentstile und Dokumenteinstellungen beschreiben. Des Weiteren werden Multimediadateien, wie zum Beispiel Bilder, Filme und Musikdateien mit ihrem Binärformat, gegebenenfalls komprimiert, in der OpenDocument-Datei gespeichert.

Dabei ist die Datei mimetype immer unkomprimiert, alle anderen Dateien können komprimiert sein. Im Ordner Pictures befindet sich, in diesem Beispiel, ein Bild im PNG-Format. Die Datei content.xml enthält die Textinhalte des Dokumentes. In styles.xml sind Formatierungen gespeichert. Die Datei meta.xml enthält Metadaten. Zum Beispiel, wie viele Seiten das Dokument enthält, wer der Autor ist und wann es angelegt und geändert wurde. Die Datei thumbnail.png im Ordner Thumbnails zeigt ein kleines Dokumentabbild der ersten Seite des Dokumentes. Dieses Abbild kann von einem Dateibetrachter als Vorschaubildchen verwendet werden. Die dokumentspezifischen Einstellungen finden sich in der settings.xml. Üblicherweise finden sich dort die Druckeinstellungen. Die manifest.xml listet alle Dateien mit Dateityp in diesem Archivformat auf.

In der mimetype-Datei steht der Typ der Datei (siehe Abschnitt Dateiendungen und MIME-Typ). In diesem Beispiel application/vnd.oasis.opendocument.text.

An dem Beispiel der meta.xml Datei kann man sehen, welche Übersichtsinformationen in der OpenDocument-Datei gespeichert werden. Sie folgen teilweise dem Metadaten-Schema Dublin Core (Elemente im Namensraum dc).

Das folgende Bild zeigt die Miniaturansicht der ersten Seite des Beispieldokumentes.

Folgende Tabelle zeigt einige verwendete Dateiendungen für die unterschiedlichen OpenDocument-Dateien.

Weitere Dateiendungen werden in dem OASIS-Standard (Seite 697 f.) aufgelistet.

Der ISO-Mitarbeiter Alex Brown zeigte auf, dass es – bedingt durch Fehler in den RELAX NG-Schemata der verschiedenen Standardversionen – keine Anwendung gibt, die gültige OpenDocument-Dateien erzeugt. Die Entwickler widersprechen jedoch dieser Aussage und führen an, dass das getestete ODF 1.0 nicht mit Open Office 2.4 kompatibel sein kann (denn dieses verwendet ODF 1.1, welches jedoch nicht bei der ISO standardisiert ist); dadurch sei der Testaufbau fehlerhaft.

Seit Anfang März 2006 existiert die Open Document Format Alliance zur Unterstützung des OpenDocument-Formates. Ziel der Allianz ist es, Entscheidern eine Unterstützung und Lobby für das ODF zu geben.

Misiones ist mit einer Million Einwohnern eine von 23 argentinischen Provinzen. Im September 2007 wurde per Dekret für sämtliche behördlichen digitalen Kommunikationen in Dokumenten-Formaten das ODF vorgeschrieben.

Im Rahmen des Belgian Government Interoperability Framework (BELGIF) strebt die belgische Regierung den ausschließlichen Einsatz von offenen Formaten und Standards im externen Datenaustausch an.

Für den Austausch von Office-Dokumenten wurde OpenDocument vorgeschlagen und ab September 2007 muss im Rahmen eines Pilotbetriebes jede Bundesbehörde OpenDocument-Formate unterstützen. Falls diese Erprobungsphase positiv abgeschlossen wird, soll ODF ab September 2008 das Standardformat werden.

Allerdings hält sich die belgische Regierung die Möglichkeit einer Erweiterung der Liste der zugelassenen Dateiformate um konkurrierende Standards offen.

In Brasilien wurde ODF durch die nationale Standardisierungs-Organisation am 8. April 2008 als nationaler Standard akzeptiert. Da die Behörden angewiesen sind, diesen Standard einzusetzen, ist mit einer erheblichen Verbreitung zu rechnen.

Diverse Behörden, Gemeinden und Länder setzen Produkte ein, die das ODF-Format unterstützen (z. B. StarOffice, OpenOffice.org).

Es ist der von der „Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung“ (KBSt) empfohlene Standard (SAGA 4.0).

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik setzt mit StarOffice auf allen Computern großflächig den ODF-Standard ein, um plattformügergreifend arbeiten und barrierefreie Dokumente erzeugen zu können.

Die Bayerische Vermessungsverwaltung kann an allen Dienststellen Dateien im ODF-Format verarbeiten.

Die Stadt Freiburg setzt z. B. OpenOffice.org ein. Die Stadt München hat im Rahmen der Umstellung auf Linux bereits über 8000 Nutzer auf OpenOffice.org migriert (Stand April 2008). Aus Sicht der Stadt München wäre ein weiteres Format neben ODF mit erheblichen Mehraufwendungen verbunden.

Seit September 2007 können zur Kommunikation mit dem Bundesgerichtshof und dem Bundespatentgericht auch Dateien im ODF-Format versandt werden. Auch das Bundesarbeitsgericht und das Bundessozialgericht nehmen seit geraumer Zeit ODF-Dateien an. Gleiches gilt für die Verwaltungsgerichte und die Finanzgerichte im Lande Nordrhein-Westfalen, u.a. das Finanzgericht Düsseldorf.

Das gilt bisher nicht für Länder wie Berlin, Brandenburg, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bayern, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Hamburg.

Am 2. Dezember 2008 beschloss der IT-Rat der Bundesregierung das ODF-Format schrittweise in der Bundesverwaltung einzusetzen um die IT-Sicherheit zu stärken und die Interoperabilität zu verbessern.

Am 1. November 2005 veröffentlichte die BECTA (British Educational Communications and Technology Agency) eine technische Spezifikation, in der neben einigen anderen Dateiformaten die Verwendung von OpenDocument für Office-Dateien empfohlen wird.

Das finnische Justizministerium hat entschieden, ab 2007 vorrangig OpenOffice.org und das OpenDocument-Format einzusetzen Die Entscheidung fiel nach einer Tiefenprüfung der Einsatzmöglichkeiten von ODF. Andere Ministerien werden eventuell folgen.

Ein am 10. April 2006 veröffentlichter Bericht, der von der französischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, schlägt vor, auf europäischer Ebene ODF als Dokumentaustauschformat zu verwenden. Darüber hinaus schlägt der Bericht eine gesetzliche Regelung vor, die die französische Verwaltung zur Verwendung von OpenDocument verpflichten soll.

Sowohl das französische Innenministerium (auf mehr als 40.000 Computern) als auch die französische Gendarmerie (mit 80.000 Computern) setzen das ODF-Format (OpenOffice.org) ein.

Als Teil des eCroatia 2007 Programms hat Kroatien die Vorgabe gemacht, für den elektronischen Dokumenten-Austausch durch öffentliche Stellen zukünftig nur ODF und PDF zuzulassen. Die Regierung kündigte auch an, ODF als nationalen Standard Kroatiens zu bestimmen.

Am 29. Juni 2007 hat die japanische Regierung einen neuen Standard für E-Government-Anwendungen veröffentlicht, die der Implementierung von Produkten den Vorrang einräumt, die offene Standards verwenden.

Seit April 2008 ist der Einsatz von ODF für alle Behörden zwingend vorgeschrieben.

Gemäß dem Enterprise Technical Reference Model (ETRM) des Commonwealth of Massachusetts müssen alle offiziellen Akten des US-Bundesstaats in einem offenen Dateiformat verfasst und gespeichert werden. Massachusetts definiert offene Dateiformate als Formate, die auf einem offenen Standard basieren, gemeinschaftlich entwickelt wurden, von einer Normungsorganisation verwaltet werden, vollständig dokumentiert und öffentlich einsehbar sind (Seite 16).

Das ETRM 3.5 erlaubt folgende Dateiformate: OpenDocument, Plain Text, HTML und PDF, wobei ab 2007 alle Office-Dateien standardmäßig im OpenDocument-Format gespeichert werden müssen (Seite 18ff). Der genaue Termin der Umstellung wurde aber noch nicht festgelegt.

In einem Interview meinte der damalige Staatssekretär Thomas Trimarco allerdings, dass auch Office Open XML den Vorgaben entsprechen und somit zum Einsatz gelangen könnte.

Inzwischen erlaubt das ETRM 4.0 auch den Office Open XML Standard.

Die NATO hat das Open Document Format (ODF) in ihre Liste vorgeschriebener Standards zur Schaffung von Interoperabilität aufgenommen.

Ab 2009 wird ODF für alle Regierungs-Organisationen verbindlicher Standard: für das Lesen und Schreiben sowie für die Veröffentlichung und den Austausch jeglicher digitaler Information. Allerdings kann die jeweilige Behörde vor der Anschaffung von Software begründen, weshalb im konkreten Fall nicht OpenSource Software (bzw. Software, die ODF unterstützt) zum Einsatz kommt.

Im Dezember 2007 entschied das norwegische Ministerium für Regierungsadministration und Reform (Fornyings- og administrasjonsdepartementet), dass ab 2009 bei allen staatlichen Behörden ODF (ISO/IEC 26300) eingesetzt werden muss, wenn das Aussehen der veröffentlichten Dokumente nach dem Herunterladen noch verändert werden darf. In anderen Fällen, wie beispielsweise bei Formularen, kann auch PDF eingesetzt werden.

Die Stadt Wien nimmt das ODF-Format entgegen. Das Bundesministerium für Justiz hat angekündigt, alle Arbeitsplatz-PCs in den Gerichten mit OpenOffice.org auszustatten. Damit wird es Gerichten möglich sein, ODF-Dateien zu akzeptieren. Ab Februar 2008 nimmt die Stadt Linz das ODF-Format entgegen und bietet alle Online-Formulare zusätzlich in diesem Format an.

Schweden hat im August 2008 ODF 1.0 als nationalen Standard angenommen. .

Am 23. Oktober 2007 hat die zuständige Verwaltung der südafrikanischen Regierung (Department of Public Service and Administration of the South African government) einen Bericht zu Standards der Interoperabilität (report on interoperability standards) in Informations-Systemen der Regierung veröffentlicht. Es spezifiziert ODF als den Standard für noch zu bearbeitende Office-Dokumente („working office document formats“) (with UTF-8/ASCII text and comma-separated values data as the only alternatives).

Seit April 2008 ist ODF ein nationaler Standard, also nicht mehr nur der in Behörden und Regierungsorganisationen eingesetzte Standard. Ab September 2008 werden alle Regierungsorganisationen in der Lage sein, ODF zu lesen und zu schreiben, ab 2009 wird ODF dort verbindlicher Standard.

Die zuständige staatliche Stelle empfiehlt seit Juni 2008 den Einsatz des ODF für alle noch zu bearbeitenden Dokumente.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia