Stade

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Geschrieben von goldorak 30/04/2009 @ 12:07

Tags : stade, niedersachsen, deutschland

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Stade

Wappen der Stadt Stade

Die Hansestadt Stade (plattdeutsch Stood) ist die Kreisstadt des Landkreises Stade in Niedersachsen zwischen Cuxhaven und Hamburg. Die Stadt hat etwa 46.000 Einwohner und führt den Beinamen Hansestadt als ehemaliges Mitglied der Hanse.

Stade liegt am Fluss Schwinge zwischen dem Alten Land und Kehdingen, unweit der Unterelbe. Die umgebende Landschaft ist überwiegend flaches Marschland (Elbmarschen). Die Stadt liegt auf einem in diese Landschaft hineinragenden Geestsporn der Stader Geest, der sich bis zu 14 Meter (Spiegelberg, möglicher Standort der vermuteten ehemaligen Burg) über die Marsch erhebt.

Stade besteht neben dem eigentlichen Stadtgebiet aus den vier Ortschaften Bützfleth (mit Abbenfleth, Bützflethermoor, Götzdorf), Haddorf, Hagen (mit Steinbeck) und Wiepenkathen. Sie verfügen im Gegensatz zu anderen Teilen der Stadt über eigene kommunale Vertretungsorgane.

Das historische Zentrum befindet sich innerhalb der ehemaligen Wallanlagen, umgeben vom Burggraben, auf der Schwingeinsel. Im Zuge der Umwidmung der Stadtbefestigung zu Grünanlagen wuchs die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts an den Ausgangsstraßen. Es entstand zum Beispiel der Stadtteil Kehdingertors Vorstadt im Norden, die Hohentors Vorstadt im Süden, die Schiffertors Vorstadt im Westen sowie in den 1960er Jahren das Altländer Viertel im Osten, welches 2007 deutschlandweit bekannt wurde, als Wohnviertel mit den meisten Überwachungskameras in Deutschland. Die Stadtteile Campe, Klein Thun, Groß Thun, Barge, Riensförde im Süden, Hahle, Haddorf im Südwesten und der Hohenwedel im Westen gehen auf ehemalige bäuerliche Dörfer zurück, an welche die Stadt Stade heranwuchs. Die Lücke zwischen Klein Thun und Hohentorsvorstadt schließt die Siedlung Kopenkamp. Sie sind heute belebte Wohnvororte unterschiedlicher Prägung. Der Stadtteil Ottenbeck entstand seit Ende der 1990er Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Stader Von-Goeben-Kaserne.

Alle Angaben sind Luftlinie.

Stade ist möglicherweise die älteste Stadt Norddeutschlands. Die ersten Siedler kamen bereits 1000 Jahre v. Chr. in die Gegend um Stade. Um 800 n. Chr. entstand dann eine Siedlung mit Schiffslände, die als Schwedenschanze bezeichnet wird . Im Jahre 994 wurde die Siedlung von den Wikingern geplündert und Stade als Stethu wurde das erste Mal erwähnt (Wikingerüberfall auf Stade). Der Alte Hafen wurde um das Jahr 1000 angelegt und löste die natürliche Schiffslände ab. Die Stadt bestand aus fünf Vierteln. Einmal aus dem Klosterviertel mit dem Kloster St. Georg am heutigen Pferdemarkt, dem Kaufmannsviertel an der heutigen Hökerstraße entlang. Zudem war an der Bischofskirche St. Wilhadi ein Bischofsviertel des Bischofs von Bremen entstanden. In der heutigen nördlichen Altstadt gab es noch das Fischerviertel und das Burgviertel der Grafen von Harsefeld, später von Stade. Zeitweise gab es in Stade zwei Währungen, die der Grafen und die des Bischofs. Jeder Stadtteil hatte seine eigene Kirche: Ss. Cosmae et Damiani (Kaufmannsviertel), St. Nicolai (Fischerviertel), St. Wilhadi (Bischofsviertel), St. Georg (Klosterviertel) und St. Pankratii (Burgviertel).

Nach dem Aussterben der Grafen von Stade (Udonen) fiel Stade an Heinrich den Löwen. Nach dessen Entmachtung 1180 war es zwischen dem Erzbistum Bremen und den Welfen umstritten, was die Stadt für ihre Zwecke auszunutzte. 1209 verlieh Kaiser Otto IV. Stade das Stadtrecht, das Bremen 1259 bestätigte, zusammen mit dem Stapelrecht und der Befreiung von der Heerfahrt. Stade wurde bereits in deren Anfangszeit Mitglied der Hanse.

1279 gab sich der Bürgerrat eine eigene Verfassung, die sogenannten Stader Statuten. Ab 1361 besaß Stade das Recht, Bündnisse zu schließen, und damit zwar nicht rechtlich, aber faktisch den Status einer Freien Reichsstadt. Seine Blütezeit reichte bis in den Dreißigjährigen Krieg hinein. 1628 eroberte Tilly die Stadt, kurz darauf eroberten es die Schweden (bis 1636). Nach einer dänischen Besatzung eroberten die Schweden sie endgültig 1643 und erhielten sie zusammen mit dem Erzbistum Bremen im Westfälischen Frieden auch offiziell zugesprochen. Beim großen Stadtbrand am 26. Mai 1659 brannten zwei Drittel der Stadt nieder. Die Stadt wurde mit unverändertem Grundriss wieder aufgebaut.

Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg von 1675 bis 1676 wurde das schwedische Stade während eines Feldzugs durch mehrere Staaten des Heiligen Römischen Reiches und Dänemark erobert und blieb bis zum Kriegsende 1679 in alliiertem Besitz. Dabei wurde Stade als Hauptsitz der schwedischen Statthalterschaft von Anfang April 1676 bis zum 13. August 1676 belagert. Im Zuge des Frieden von Saint-Germain im Jahre 1679 fiel Stade wieder an Schweden.

Die schwedische Herrschaft endete 1712; nachdem Stade kurz zum Königreich von Dänemark gehörte, wurde es nach dänischer Belagerung ab 1715 ein Teil des Kurfürstentums Hannover. Bis zur Bezirksreform 1978 war Stade in Nachfolge der als preußische Regierung fungierenden Landdrostei Stade Sitz eines niedersächsischen Regierungsbezirks. Auch als Garnisonsstadt hatte Stade seit der Schwedenzeit Bedeutung.

Da Stade sich durchgehend als Hansestadt verstanden hat und die Stadt diese Bezeichnung auch immer inoffiziell verwendet hat, gab es seit 2005 Bemühungen, diesen Titel auch offiziell vom niedersächsischen Innenministerium verliehen zu bekommen.

Nachdem ein erster Antrag abgelehnt wurde, war dieses Begehren schließlich von Erfolg gekrönt. Nach zwei Jahren Streit um das Namensrecht wird Stade im Dezember 2008 offiziell Hansestadt. Nach Lüneburg ist Stade die zweite Stadt Niedersachsens, die sich "Hansestadt" nennen darf. "Eine erneute Bewertung Ihres Antrages (...) hat ergeben, dass der durchgängige Charakter Stades als Seehafenstadt es (...) rechtfertigt, die hansische Vergangenheit der Stadt auch in der Gegenwart als ausreichend prägend einzustufen. Stade verfügt mit dem Seehafen über ein Alleinstellungsmerkmal, das die Stadt signifikant von allen anderen ehemaligen Hansestädten in Niedersachsen unterscheidet." schrieb der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann mit Datum vom 26. November 2008 an Stades Bürgermeister Andreas Rieckhof.

Die feierliche Übergabe der Urkunde, mit der der Titel "Hansestadt" verliehen wurde, ist im Rahmen der Feiern zum 800. Jubiläum des Stader Stadtrechtes am 29. April 2009 durch Ministerpräsident Christian Wulf erfolgt.

Am 28. Mai 1984 stürzte ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ F-104 Starfighter auf ein zwischen Stadermoor und Groß Sterneberg gelegenes Wohnhaus. Aus dem in Brand geratenen Haus wurden eine Frau tot und vier weitere Personen schwer verletzt geborgen, von denen zwei weitere kurz darauf verstarben. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

Die aus dem Fliegerhorst Stade hervorgegangene von-Goeben-Kaserne wurde 1994 aufgelöst. Beide Institutionen, Bezirksregierung und Militär, prägten das soziale Leben Stades als Verwaltungs- und Garnisonsstadt bis zur Ansiedlung der Großindustrie Anfang der 1970er Jahre.

Da auf der einen Seite CDU, FDP und Wählergemeinschaft, andererseits SPD und Grüne ihre Kooperation im Rat in Aussicht gestellt haben, ergibt sich ein Stimmverhältnis von 21:20, so dass unter Einbeziehung der Stimme des Bürgermeisters (SPD) letztlich eine Pattsituation entstehen kann.

Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 (Stichwahl am 24. September 2006) wurde mit Andreas Rieckhof (SPD) erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister in Stade gewählt, der neben repräsentativen Aufgaben auch die Leitung der Stadtverwaltung wahrnimmt.

Das Wappen der Stadt Stade zeigt einen silbernen, aufrechtstehenden, mit dem Bart nach rechts gewandten Schlüssel (dem Petrusschlüssel der Erzbischöfe von Bremen) im blauen Feld, rechts und links begleitet von je einem silbernen Greifen mit goldener Mähne, goldenen Flügeln, roter aufgeschlagener Zunge und das Spruchband mit den Buchstaben S.P.Q.ST. (Senatus Populusque Stadensis, lateinisch für „Der Rat und die Bürger von Stade“).

Der Wappenschild ist durch Münzfunde seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen. Im 19. Jahrhundert wurden die flankierenden Greifen und das Spruchband hinzugefügt.

Mit dem Partnerschaftsvertrag zwischen Stade und der südschwedischen Stadt Karlshamn vom 23. Juni 1984 trat die erste der heute noch gültigen Partnerschaften von Stade in Kraft. Bereits seit 1970 veranstaltet Stade in unregelmäßigen Abständen eine „Schwedenwoche“. Am 16. Juli 1987 wurde eine weitere Partnerschaft mit der israelischen Stadt Givat Shmuel besiegelt. Mit der städtischen Siedlung bei Tel-Aviv, die 1942 von rumänischen Einwanderern gegründet wurde, findet ein regelmäßiger Jugendaustausch statt. Zu Karlshamn und Givat Shmuel trat am 24. März 1998 die Stadt Gołdap (deutsch Goldap) im Nordosten Polens (im früheren Ostpreußen), nahe der Grenze zum russischen Oblast Kaliningrad (deutsch Königsberg). Auch zwischen Stade und Goldap wird ein regelmäßiger Jugendaustausch betrieben, zu dem außerdem noch ein im Wechsel erfolgender Berufsgruppenaustausch kommt. Weiterhin werden enge Verbindungen mit Lakewood im amerikanischen Bundesstaat Colorado unterhalten, die jedoch nicht auf einem offiziellen Partnerschaftsvertrag beruhen.

Zu den Sehenswürdigkeiten Stades gehört die gesamte Altstadt mit malerischen Fachwerkhäusern, von denen aber nur wenige noch aus der Zeit vor dem Stadtbrand von 1659 stammen. Der Stadtbrand zerstörte elf Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges zwei Drittel der Gebäude. Nach dem Brand wurde das so genannte Alte Rathaus erbaut, das aus dem Jahr 1667 stammt. Zwei Innenstadtkirchen sind von kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. Die Kirche Ss. Cosmae et Damiani, von den Stadern meist nur Cosmae-Kirche genannt, ist mit einer bedeutenden Hus/Schnitger-Orgel ausgestattet. Die Kirche St. Wilhadi verfügt über eine Erasmus-Bielfeldt-Orgel.

Der Hansehafen war einst das wirtschaftliche Herz der Hansestadt. Hier befindet sich der Schwedenspeicher, der seit 1977 als Museum dient. An der verkehrsberuhigten Straße Am Wasser West, die am Hansehafen entlang zum Schwedenspeicher führt, liegt das Bürgermeister-Hintze-Haus mit Renaissance-Fassade. Daneben befindet sich das Goeben-Haus, in dem der preußische General August Karl von Goeben geboren wurde.

Am Hansehafen wurde 1977 nach dem Vorbild des Tretkrans aus Lüneburg am Standort des früheren Stader Salzkrans von 1661 ein Tretkran wieder errichtet. Der ursprüngliche Kran war 1898 abgerissen worden.

Abgerissen werden sollte Mitte der 1970er Jahre auch die ehemalige Stadtwaage am Hansehafen. Der Rat der Stadt erwog damals, den Hansehafen zuzuschütten und an dessen Stelle einen Parkplatz anzulegen. Die Entscheidung fiel gegen den Abriss des Fachwerkgebäudes aus dem Jahr 1753, das den Vorgängerbau ersetzt hatte und im 19. Jahrhundert als Zollhaus diente. Es wurde saniert und seither als Wohn- und Handelsgebäude genutzt.

Die historische, 1655 gegründete Löwenapotheke mit Offizin von 1867 verfügt noch über das ursprüngliche Kaufmannstreppenhaus.

Das Zeughaus am Pferdemarkt wurde bis in die 1980er Jahre als Kino sowie Konzert- und Theatergebäude genutzt. Es wurde zwischen 1697 und 1699 in der Schwedenzeit Stades auf dem Gelände der früheren St.-Georgs-Kirche, die aus dem 12. Jahrhundert stammte, als Waffenarsenal errichtet.

Der Bremer Erzbischof Gottfried von Arnsberg starb 1363 in Stade. Er wurde in der St.-Georgs-Kirche beigesetzt. Sein Grab ist im Gewölbe unter dem Zeughaus erhalten.

Das Stadeum ist ein 1989 fertig gestelltes Kongress- und Veranstaltungsgebäude, das auch für Theater- und Konzertaufführungen genutzt wird. Zum Stadeum gehört ein gastronomischer Betrieb. Der Bau auf den Westphal'schen Wiesen war umstritten, weil dadurch ein Naherholungsgebiet in Altstadtnähe an Fläche verlor. In direkter Nachbarschaft wurde ein Vier-Sterne-Hotel errichtet. Ein Großparkplatz bietet Pkw-Abstellmöglichkeiten sowohl für Besuche des Stadeums als auch für Besucher der Altstadt.

In der Nähe von Stade überqueren die zwei Hochspannungsleitungen Elbekreuzung 1 und Elbekreuzung 2 die Elbe.

Am Sande, in der Innenstadt, ist der Bau eines Einkaufszentrums geplant. Dieses Vorhaben ist seit einiger Zeit in der Stadt ein wichtiges Thema, ebenso wie die Errichtung eines Wellness-Hotels in Innenstadtnähe. In den nächsten Jahren soll die Stadt an die Bundesautobahn 26 angebunden werden; sie wird an der Elbe entlang von Hamburg über Stade nach Drochtersen gebaut und soll dort per Autobahndreieck in die Bundesautobahn 20 und die Bundesautobahn 22 münden, die in Richtung Westen zum Wesertunnel und in Richtung Osten durch den geplanten Elbtunnel bei Drochtersen nach Schleswig-Holstein verlaufen soll.

In der Stader Altstadt sind neben historischen Bauten und vielen Sehenswürdigkeiten auch einige Kunstwerke zu bewundern.

In Stade bestehen bis heute vier historische Brüderschaften, von denen drei im Spätmittelalter entstanden sind und die jüngste im 16. Jahrhundert gegründet wurde. Alle vier Vereinigungen dienen dem Zweck des gemeinsamen Handelns, der sozialen Fürsorge für die Mitglieder und ihre Angehörigen. Ihr Anliegen ist außerdem die Unterstützung der „verschämten Armen“ vor Ort, die Hilfe für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, sich nicht zu helfen wissen und denen sonst auch nicht geholfen würde.

Die älteste Brüderschaft St. Pankratii-Brüderschaft Stade von 1414, die St. Antonii-Brüderschaft Stade aus dem Jahr 1439 und die Rosenkranz-Gotteshülfe-Brüderschaft aus dem Jahr 1482 sind sämtlich als Vereinigungen zu gemeinsamem Gebet entstanden. Bei den Liebfrauenmessen wurden Spenden für Armenunterstützungen gesammelt. Nach der Reformation wurden die Marienmessen und das Rosenkranzgebet eingestellt.

Als einzige post-reformatorische Brüderschaft wurde erst 1556 die Kaufleute- und Schifferbrüderschaft Stade gegründet, als Vereinigung von Fährschiffern und Getreide-Kaufleuten. Ihre Mitglieder stammten vor allem aus der Handelsschiffahrt, im 17. Jahrhundert sammeln sie Spenden, um Seefahrer aus der türkischen Gefangenschaft freizukaufen. Auch heute noch gehören ihr vorwiegend die Stader Kaufleute und Freiberufler an.

Die Brüderschaften stagnierten im 18. Jahrhundert und erlebten ihre Blütezeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als ihnen zeitweise jeweils bis zu 200 Mitglieder angehörten. Sie überstanden auch die Zeit des Nationalsozialismus, der sie gleichschalten wollte, und sind bis heute in vielfältiger Weise in der sozialen Fürsorge und Kulturförderung aktiv.

Die vier Brüderschaften begehen bis heute alljährlich ihre Stiftungsfeste nach einem detaillierten Ritual. Einer der Brüder, nach einem festen Rhythmus bestimmt, richtet das Fest aus. Das mehrgängige Essen wird unterbrochen von Trinksprüchen und Reden zu immer wiederkehrenden Themen, auf den festgebenden Bruder, auf die Wohlfahrt des Landes oder auf die Damen. Mit Papierkügelchen wird geworfen, und die dafür eingesammelten Strafgelder kommen wiederum den Armen zugute, ebenso wie die großen, in einem Pokal gesammelten Spenden. Mit einem Ball schließt das Fest, das bis zu 12 Stunden dauern kann. Nur die St. Antonii-Brüderschaft, der traditionell der Landadel, höhere Verwaltungsbeamte, Offiziere und Akademiker angehören, macht eine Ausnahme. Sie feiert ihr Stiftungsfest nur alle 50 Jahre mit den Damen der Brüder.

Den vier evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden St. Cosmae-Nicolai, St. Johannis, St. Markus und St. Wilhadi gehören über 60% der Stader Bevölkerung an.

Die katholische Gemeinde verfügt über zwei Gotteshäuser, die Heilig-Geist-Kirche und St. Joseph vorm Schiffertor. Die katholischen Pfarrgemeinden gehören zum Bistum Hildesheim und damit zur Nordischen Kirchenprovinz Hamburg.

In Stade gibt es mehrere Freikirchen: die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, eine Baptistengemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, die Freie evangelische Gemeinde, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Neuapostolische Kirche, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Zeugen Jehovas.

Außerdem gibt es eine Moschee und eine buddhistische Gruppe.

Stade zählt über 3.500 Betriebe, in denen mehr als 23.000 Menschen arbeiten. Im Industriegebiet Stade-Bützfleth an der Elbe sind über 2.300 Menschen in den Betrieben von Dow Deutschland, Aluminium Oxid Stade GmbH und im Kernkraftwerk Stade, das rückgebaut wird, beschäftigt. Im Gewerbegebiet Süd arbeiten über 2.000 Beschäftigte im Airbus-Werk Stade.

Die Stadt Stade gründete 2001 gemeinsam mit dem Landkreis Stade die Elbe Kliniken Stade-Buxtehude GmbH. Darin wurden das frühere städtische Krankenhaus Stade und das ehemalige Kreiskrankenhaus Buxtehude vereinigt. Die gemeinsame Bettenzahl erreicht 836, wobei 266 auf Buxtehude und 570 auf Stade entfallen. Das Krankenhaus ist Mitglied des Elbe-Heide-Krankenhausverbundes, der mehrere Kliniken im südlichen Hamburger Umland umfasst.

Das Kernkraftwerk Stade (KKS) wurde 1972 in Betrieb genommen. Ab 1984 wurde hier erstmals von einem Kernkraftwerk in Deutschland Fernwärme an eine benachbarte Salinenanlage abgegeben. Die Saline wurde im Juni 2003 geschlossen, was vermutlich mit der Schließung des Kernkraftwerks zusammenhängt. Die Abschaltung erfolgte durch die Betreibergesellschaft aus wirtschaftlichen Gründen am 14. November 2003. Die elektrische Nettoleistung betrug vor der Stilllegung 630 Megawatt. Das Kraftwerk befindet sich zurzeit im Rückbau, der ca. im Jahre 2014 abgeschlossen sein soll.

Früher befand sich in der Nähe von Stade noch das Kraftwerk Schilling, ein ölbefeuertes Wärmekraftwerk. Zurzeit ist ein neues Kohlekraftwerk an der Elbe in Planung. In der Nähe befinden sich die Kernkraftwerke Brokdorf, Brunsbüttel und Geesthacht.

Innerhalb der Stadt gibt es zwei allgemeinbildende Gymnasien, das Athenaeum und das Vincent-Lübeck-Gymnasium, sowie vier Fachgymnasien an den Berufsbildenden Schulen (Fachrichtungen: Informationstechnik, Ökotrophologie, Sozialpädagogik und Wirtschaft). Neben zwei Realschulen, der Realschule Camper Höhe und der Realschule Hohenwedel, verfügt Stade über zahlreiche Grund- und Hauptschulen, mehrere Sonderschulen sowie eine Waldorfschule und eine Volkshochschule.

Das berufsbildende Schulwesen ist mit drei Schulen vertreten: BBS I – Jobelmann-Schule (gewerbliche, technische und pädagogische Fachrichtungen), BBS II – Handelslehranstalt (kaufmännische Fachrichtungen) und BBS III (landwirtschaftlich-gärtnerische und hauswirtschaftliche Fachrichtungen).

Zum Teil überregionale Bedeutung haben die in Stade ansässigen Studien- bzw. Ausbildungsseminare sämtlicher Lehrämter, denen das Carl-Diercke-Haus zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben zur Verfügung steht.

Seit 2006 ist Stade Sitz der Privaten Fachhochschule Göttingen. Hier können erstmals in Europa Bachelor- und Masterabschlüsse in der Fachrichtung Verbundwerkstoffe/Composites erworben werden.

Zurzeit ist Stade vor allem durch die Bundesstraße 73, Bundesstraße 74 und die A 26 an das Fernverkehrsnetz angebunden. Letztere wurde am 21. Oktober 2008 für den Straßenverkehr freigegeben, endet zunächst aber nach 15 km in Horneburg. Durch den Ausbau der Küstenautobahn A 20 bzw. A 22 sollen weiter große Firmen an den Industriestandort Stade gelockt sowie die Unfallzahlen mit überdurchschnittlich hohen Verkehrstoten gesenkt werden. Im Jahr 2006 (bis 30. November) starben im Landkreis allein durch Verkehrsunfälle 34 Personen, damit liegt der Landkreis wieder auf Platz 1 der gefährlichsten Straßen (gefolgt von der B 12 bei Passau).

Stade liegt an der Eisenbahnstrecke Hamburg-Harburg–Buxtehude–Cuxhaven, die stündlich von Zügen der metronom Eisenbahngesellschaft bedient wird. Diese entsprechen dem Regionalexpress der DB und verkehren mit Dieselloks und Doppelstockwagen (Farbgebung : blau-gelb).

Der Nahverkehr zwischen Stade und Hamburg (mit Halt an allen Stationen) wird seit 2007 zudem von S-Bahn-Triebwagen der Hamburger Schnellbahnlinie S3 bedient. Es handelt sich um spezielle Zwei-System-Züge, die zwischen Stade und Hamburg-Neugraben mit Wechselstrom, ab Neugraben mit Gleichstrom verkehren. Die Züge werden auf Hamburger Seite bis Pinneberg durchgebunden. Die S-Bahnen verkehren tagsüber stündlich.

Die Strecke Stade-Bremerhaven wird seit den 90er Jahren bis Hesedorf im Personenverkehr nicht mehr bedient. Heute verkehrt hier am Wochenende der "Moorexpress", ein aus Uerdinger Schienenbussen der 60er Jahre gebildeter Ausflugszug nach Bremen.

Die meterspurige Kehdinger Kreisbahn über Freiburg/Elbe nach Itzwörden wurde abschnittsweise bis 1936 stillgelegt.

Der Busverkehr liegt weitgehend in der Hand der Kraftverkehr GmbH (KVG). Das Stadtnetz besteht mo-fr tagsüber aus 7 Linien, die als Radialverkehre angelegt sind und am Bahnhof oder Pferdemarkt beginnen. Die Taktfolge liegt zwischen 15 und 60 Minuten. Abends ist eine Ringlinie unterwegs. Sonntags verkehren zwei Linien.

Überlandlinien bestehen in zahlreiche Orte des Kreises, die wichtigsten führen nach Freiburg und Jork.

Stade verfügt über einen kleinen Flugplatz. Dieser ist im Stadtteil Ottenbeck zu finden. Dort können Privatleute z.B. mit ihren Segelflugzeugen starten, da der kleine Flughafen über eine Schleppvorrichtung für Segelflugzeuge verfügt. Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Hamburg.

Stade besitzt den Hafen Stade-Bützfleth als Seehafen. Der Hafen ist 60 sm von der Nordsee entfernt (gemessen ab Elbe 1). Der Hafen kann Schiffe mit einer Länge von bis zu 270 m und 14 m Tiefgang abfertigen. Der Tidenhub beträgt 3,1 m. In diesem Hafen wird vor allem der Umschlag für das Aluminiumwerk und das Chemiewerk abgewickelt, die beide auch einzelne Kais im Hafen betreiben.

In der Stadt selbst gibt es noch den für seinen pittoresken Charme berühmten historischen Alten Hansehafen am Fischmarkt. Dieser wurde durch eine Straße von der Schwinge abgeschnitten.

1880 wurde der Stadthafen angelegt, der besonders während des Sommerhalbjahres von Freizeitskippern zur Übernachtung genutzt wird.

In Stade und dem Landkreis erscheint das Stader Tageblatt als Tageszeitung. Die Zeitung hat Lokal- und Sportredaktionen in Stade und Buxtehude. Als Anzeigenpublikation ist das Stader Wochenblatt auf dem Markt.

Der Internetsender www.stade-tv.de mit Sitz in Harsefeld berichtet auf seiner Website seit 2006 über Sport-, Freizeit- und Wirtschaftsthemen aus Stadt und Landkreis Stade. Der Sender arbeitet nach eigenen Angaben ehrenamtlich.

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Kernkraftwerk Stade

Kernkraftwerk Stade (Niedersachsen)

Das Kernkraftwerk Stade (KKS) wurde von 1972 bis 2003 in Bassenfleth nahe der Schwingemündung an der Elbe betrieben. Es ist das erste nach dem Atomausstieg stillgelegte Kernkraftwerk Deutschlands und befindet sich zur Zeit im Rückbau (Phase 3: Abbau des Reaktordruckbehälters und des Biologischen Schilds). Das Kernkraftwerk liegt am linken Ufer der Unterelbe in der Gemarkung der Stadt Stade, etwa 30 km westlich von Hamburg in Niedersachsen, neben dem ebenfalls stillgelegten und bereits rückgebauten Kraftwerk Schilling. Es war mit einem leichtwassermoderierten Druckwasserreaktor ausgestattet.

Das Kraftwerk wurde von der Firma Siemens errichtet und nahm am 19. Mai 1972 den kommerziellen Leistungsbetrieb auf, nachdem die erste Kritikalität am 8. Januar 1972 erfolgt war. Von März 1972 bis zum Ende des Leistungsbetriebs am 14. November 2003 erzeugte das Kernkraftwerk eine elektrische Bruttoleistung von 662 MW bzw. 630 MW elektrische Nettoleistung, sowie 1892 MW thermische Leistung. Bis zum 7. September 2005 war das Kraftwerk im Nachbetrieb, seither läuft es im Restbetrieb. Insgesamt 157 Brennelemente wurden im Kraftwerk verwendet, auch Brennelemente mit bis zu 4 % Uran (seit dem 15. Dezember 1988). Seit 1984 wurde die benachbarte Saline über eine Dampfauskopplung mit Prozessdampf versorgt. Dies war die erste Bereitstellung von Fernwärme durch ein Kernkraftwerk.

Am Freitag dem 14. November 2003 um 8.32 Uhr wurde das Kernkraftwerk Stade offiziell stillgelegt, anschließend ging es in den sogenannten Restbetrieb über. Offiziell gab der Betreiber E.ON wirtschaftliche Gründe für die Abschaltung an.

Der Rückbau des Kraftwerks gliedert sich in 5 Phasen, die bis 2015 abgeschlossen sein sollen.

Am 27. April 2005 wurden die letzten Brennelemente aus dem Kernkraftwerk abtransportiert. Das niedersächsische Umweltministerium hat jedoch ein Lager mit einer Kapazität von 4.000 Kubikmetern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf dem Kraftwerksgelände bis maximal 2046 genehmigt, wo offenbar nun auch radioaktive Stoffe aus dem Kernkraftwerk Würgassen verarbeitet oder gelagert werden.

Mit der Stilllegung des Kernkraftwerks Stade wurde ebenfalls der Betrieb der benachbarten Saline eingestellt, die in den 20 Jahren zuvor heißen Dampf aus dem Kraftwerk bezogen hatte.

Inzwischen wird geplant, statt des Kernkraftwerkes ein Steinkohlekraftwerk mit etwa der gleichen Leistung zu errichten, für das das Land Niedersachsen aber noch den Hafen Stade-Bützfleth um einen Kohleanleger erweitern müsste, an dem die jährlich 1,7 Mio. t Steinkohle abgefertigt werden können.

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Regierungsbezirk Stade

Regierungsbezirk Stade (braun) in Niedersachsen 1978 mit fünf angehörigen Landkreisen.

Der Regierungsbezirk Stade war bis 1978 einer von acht niedersächsischen Regierungsbezirken. Er lag im Elbe-Weser-Dreieck auf dem Gebiet des alten Herzogtums Bremen und Verden. Die anderen Bezirke waren Aurich, Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Osnabrück, sowie die Verwaltungsbezirke Braunschweig und Oldenburg.

Die Geschichte des Regierungsbezirks Stade geht bis auf das Jahr 1885 zurück, als das ehemalige Königreich Hannover (seit 1866 preußische Provinz Hannover) auf Grundlage der vorherigen Landdrosteien in Regierungsbezirke eingeteilt wurde. Damals entstand der Regierungsbezirk Stade aus der gebietsgleichen Landdrostei Stade. Diese war 1823 in der Landdrostei-Ordnung im neuen Königreich Hannover aus der vorigen Provinzialregierung Stade gegründet worden, nachdem Hannover das Gebiet 1715 von Dänemark gekauft hatte.

Nach der Eingliederung Hannovers in das Königreich Preußen wurden, nach dem Vorbild der bereits in anderen preußischen Provinzen 1815/16 errichteten Regierungsbezirke, solche auch in der neuen Provinz geschaffen. In den neu gegründeten Regierungsbezirken wurden aus den ehemaligen Ämtern etwas größere Verwaltungseinheiten, die Landkreise, gegründet. Die Einwohnerzahl der Landdrostei Stade lag zu dieser Zeit etwa 300.000.

Der Regierungsbezirk Stade umfasste bei seiner Gründung die 14 Landkreise Achim, Blumenthal, Bremervörde, Geestemünde, Hadeln (Sitz in Otterndorf), Jork, Kehdingen (Sitz in Freiburg/Elbe), Lehe, Neuhaus, Osterholz (Sitz in Osterholz-Scharmbeck), Rotenburg (Wümme), Stade, Verden (Aller) und Zeven. 1924 wurde durch Vereinigung der seit 1913 kreisfreien Städte Lehe und Geestemünde die kreisfreie Stadt Wesermünde gegründet, die bis 1947 zum Regierungsbezirk Stade gehörte. Bei der Kreisreform von 1932 wurde die Anzahl der Landkreise auf sieben verkleinert. Es wurde Blumenthal dem Kreis Osterholz zugeschlagen, Achim kam zu Verden, Zeven zu Bremervörde, Neuhaus und Hadeln wurden zum Landkreis Land Hadeln, Altes Land und Kehdingen gingen an Stade und die Kreise Geestemünde und Lehe wurden zum Landkreis Wesermünde zusammengeschlossen.

1937 wurde im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes das Amt Ritzebüttel als kreisfreie Stadt Cuxhaven in die preußische Provinz Hannover und damit in den Regierungsbezirk Stade einbezogen. 1939 wurde die zu Bremen gehörende Stadt Bremerhaven in Wesermünde eingemeindet, Teile der Landkreise Osterholz und Verden gingen an Bremen und verließen damit den Regierungsbezirk. 1947 wurde Wesermünde wiederum in Bremerhaven umbenannt und (wieder) in das Land Bremen eingegliedert.

Bei der Kreisreform, die in Niedersachsen im wesentlichen zwischen 1973 und 1977 durchgeführt wurde, wurden die Kreise zu größeren Verwaltungseinheiten zusammengeschlossen und die kreisfreie Stadt Cuxhaven in den neuen Landkreis Cuxhaven integriert. Der Regierungsbezirk bestand dann nur noch aus den fünf Landkreisen Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade und Verden. Die Einwohnerzahl des Bezirks war zu dieser Zeit knapp 700.000. 1978 wurde das Gebiet des Regierungsbezirks Stade schließlich dem Regierungsbezirk Lüneburg zugeordnet.

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Source : Wikipedia