Sportfreunde Siegen

3.371815286638 (1256)
Geschrieben von tron 17/04/2009 @ 00:11

Tags : sportfreunde siegen, fussball, sport

Neueste Nachrichten
Gegen Schlusslicht Pflicht erfüllt - Derwesten.de
Delbrück/Siegen. Die Sportfreunde Siegen haben im drittletzten NRW-Liga-Spiel der Saison mit einem 2:1-Sieg gegen das Tabellenschlusslicht Delbrücker SC nicht mehr als eine Pflichtaufgabe erfüllt. Auch wenn es für das Team von Trainer Peter Nemeth...
Sportfreunde verhinderten Abstieg - Derwesten.de
A-Junioren-Westfalenliga: Sportfreunde Oestrich/Iserlohn – Sportfreunde Siegen 3:4 (2:2). Mit zwei Siegen in Serie verhinderten sie im Endspurt der Spielzeit den Abstieg. Im Sauerland gerieten die Gäste zwei Mal ins Hintertreffen (15./33.)....
Siegener Sieg konnte Abstieg nicht verhindern - Derwesten.de
Frauen-Regionalliga West:Sportfreunde Siegen - FC Teutonia Weiden 1:0 (0:0). Knapp gewonnen und doch alles verloren - so das Fazit der Siegener „Sportfreundinnen” nach dem gestrigen letzten Saison-Spieltag in der Regionalliga. Denn trotz des Heimsieges...
Siegener Reserve sichert durch Derby-Sieg die Klasse - Derwesten.de
Dank des 1:0 (1:0)-Erfolges über den Lokalkontrahenten TuS Erndtebrück hat die Reserve der Sportfreunde Siegen auch rechnerisch den Klassenerhalt in der Fußball-Westfalenliga sicher gestellt. Die Gäste aus dem Wittgenstein wurden drei Tage nach dem...
Dortmund „Seriensieger” in Siegen - Derwesten.de
Norbert-Wagner- Gedächtnisturnier der Sportfreunde Siegen für D-Junioren – gespielt wurde auf Kunst- und Naturrasen - ging, wie schon im Vorjahr, an Eintracht Dortmund. Im Finale setzte sich die „Eintracht” auf dem Rasen des Leimbachstadions mit 2:0...
„Sonntagsschuss” brachte SF Siegen II um den Lohn - Derwesten.de
FC 96 Recklinghausen - Sportfreunde Siegen II 1:0 (0:0). Noch dünner als vor einer Woche in Schwerte war die Spielerdecke der Sportfreunde Reserve gestern Nachmittag beim Auswärtsspiel in Recklinghausen. Gerade einmal elf Spieler bestiegen am Vormittag...
Ballspielen als Schule fürs Leben - Derwesten.de
Die Stadt Siegen unterstützt die Kooperation übrigens auch. Sie stellt kostenlos die Busse für den Transport. SF-Fußballerin Janina Weber zeigt den Grundschülern wie es geht. Fußball- und Lebensschule bei Sportfreunde Siegen....
Sportfreunde sind am Tiefpunkt - Derwesten.de
Siegen. Auf der Zielgeraden der schwierigen NRW-Liga-Saison verlassen die Sportfreunde Siegen nun endgültig die Kräfte. Gebeutelt von Verletzungsausfällen waren sie hilflos einem Gegner ausgeliefert, der sich im Kampf gegen den Abstieg bis zum Letzten...
Ausgeschlafene Preußen siegen mit 2:0 - Ibbenbürener Volkszeitung
Der SC Preußen hat die ausschweifende Pokal-Auseinandersetzung mit den Sportfreunden aus Lotte besser verdaut als gedacht. Vielleicht half auch ein wenig mit, dass die Regeneration nach dem Kampf vom vergangenen Donnerstag im Westfalenpokal-Endspiel um...
Sportfreunde verschliefen alle Punkte - Derwesten.de
Schermbeck/Siegen. (jog) „Totgesagte leben länger!” Dies traf zumindest auf den in den vergangenen Tagen arg gebeutelten SV Schermbeck im Spiel gegen die Sportfreunde Siegen zu. Schermbeck wurde bekanntlich die Lizenz für die kommende NRW-Liga...

Sportfreunde Siegen

Bild:Sportfreunde siegen.gif

Die Sportfreunde Siegen sind ein Fußballverein aus Siegen. Der Verein wurde 1899 ursprünglich als Abteilung des TV Jahn Siegen 1879 gegründet und hieß damals noch Fußballclub Jahn Siegen. Im Jahr 1923 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Sportverein 07 Siegen. Seitdem trägt der Verein, bis auf eine kurze Phase nach dem Zweiten Weltkrieg, den Namen Sportfreunde Siegen von 1899 e.V.. Die Sportfreunde wurden 1955 deutscher Amateurmeister.

Der FC Jahn Siegen, der erste Vorläufer der heutigen Sportfreunde, entstand 1899 als Fußballabteilung des TV Jahn von 1879 Siegen und trat im gleichen Jahr in den 1898 gegründeten Rheinischen Spielverband ein. Die ersten Titel gewannen die Siegener 1908 (Meister der 1. Klasse des Bezirks Oberhessen, Gruppe B), 1911 (A-Klasse-Meister im Bezirk Oberhessen) und 1914 (Meister der A-Klasse Nord des rheinischen Südkreises).

Die erfolgreichste Zeit der frühen Siegener Fußballgeschichte waren die 1920er Jahre: 1920 nahm der FC Jahn als Meister von Südwestfalen und Mark zum dritten Mal an der Endrunde um die westdeutsche Meisterschaft teil und überstand mit einem 2:1 gegen Kurhessen Kassel erstmals das Viertelfinale. Anschließend wurden die 1923 durch den Austritt des FC Jahn aus dem Gesamtverein und der Fusion mit dem Sportverein 07 Siegen entstandenen Sportfreunde Siegen von 1899 bis 1926 vier Mal in Folge Südwestfalenmeister, qualifizierten sich allerdings 1933 nicht für die Gauliga. Trotz vier Meisterschaften in der Bezirksklasse Arnsberg im Gau IX (Westfalen) gelang auch der Aufstieg nie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Sportfreunde lange nicht an die Vorkriegserfolge anknüpfen. Trotz mehrerer Meisterschaften (1947: Sportkreise Siegen, Wittgenstein und Olpe, damit Aufstieg in die Drittklassigkeit, 1953, 1954, 1955, 1956, 1959 und 1961 in der Amateurliga Westfalen) sowie der deutschen Amateurmeisterschaft 1955 gelang erst 1961 der Aufstieg in die 2. Division. 1963 waren die Sportfreunde für die neu gegründete zweitklassige Regionalliga qualifiziert, stiegen aber sofort ab. 1968 stürzten die Siegener sogar in die Viertklassigkeit ab, kamen aber schon 1969 in die Amateurliga Westfalen und 1972 in die Regionalliga zurück.

Von der Gründung der 2. Bundesliga zur Saison 1974 an spielten die Siegener 12 Jahre lang durchgehend drittklassig - zunächst in der Amateurliga, ab 1978 in der neuen Amateur-Oberliga Westfalen. Nach dem Abstieg von 1986 brauchten sie drei Anläufe (1988/89, 1992/93 und 1994/95), um in die Oberliga aufzusteigen und dort den Klassenverbleib zu schaffen. 1997 gelang der Aufstieg in die Regionalliga West/Südwest, bereits im ersten Jahr die Vizemeisterschaft. In der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga scheiterten die Sportfreunde knapp an Tennis Borussia Berlin. 2005 stiegen die Siegener schließlich in die 2. Bundesliga auf. Das erste Tor für die Sportfreunde im Profifußball schoss Sven Lintjens. Trotz eines 2:2-Unentschieden beim SC Freiburg stand schon am 31. Spieltag der Saison 2005/06 der Abstieg in die Regionalliga fest.

Die Zweite Mannschaft der Sportfreunde spielt aktuell in der Westfalenliga, Trainer ist Theo Brenner.

Insgesamt nehmen heute 15 verschiedene Mannschaften am Spielbetrieb teil.

Am 1. Mai 2008 beurlaubte der Verein den Trainer Marc Fascher, da der Verein die Qualifikation zur neuen 3. Liga gefährdet sah. Als Interimstrainer wurde Co-Trainer Peter Nemeth bis zum Saisonende eingesetzt. Zum 16. Mai 2008 kündigte der Ex-Bundesliga-Profi Heinz Knüwe seinen Posten als Sportlicher Leiter fristlos, da er über die Beurlaubung Faschers nicht informiert worden sei und der Verein deshalb gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen habe. Am 28. Mai 2008 gaben die Sportfreunde bekannt, dem Verein drohe die Insolvenz. Kurz darauf beendeten die Siegener die Regionalligasaison trotz Sieges am letzten Spieltag als elfte und verpaßten damit knapp die sportliche Qualifikation für die neue 3. Liga. Am 2. Juni 2008 stellte der Verein bezüglich seines Vermögens Insolvenzantrag beim Amtsgericht Siegen wegen Zahlungsunfähigkeit bei einer Überschuldung in Höhe von rund 500.000 €. Der WFLV ließ den Verein dennoch zur NRW-Liga in der Spielzeit 2008/09 zu.

Die Frauenmannschaft wurde 1996 vom TSV Siegen übernommen und war bis Mitte der 1990er Jahre das erfolgreichste Frauenfußballteam in Deutschland.

Aktuell spielt die Mannschaft in der Frauen-Regionalliga West.

Die Renovierungsarbeiten am Leimbachstadion wurden vor der Saison 2003/04 fertig gestellt, so dass es nun über komplett erneuerte Stehplätze sowie über Flutlichtmasten verfügt. Die Ostkurve wurde jedoch erst im Juli 2005 renoviert. Auflagengemäß wurden überdachte Presseplätze auf der Haupttribüne errichtet. Das Stadion verfügt derzeit über 18.500 Plätze, davon 2.100 überdachte Sitzplätze und 16.400 Stehplätze, von denen 2000 unter der Haupttribüne überdacht sind.

Zum Seitenanfang



DFB-Hallenpokal der Frauen 2001

Der 8. DFB-Hallenpokal der Frauen wurde am 20. Januar 2001 in Bonn ausgetragen. Spielort war die Hardtberghalle. Die Sportfreunde Siegen schlugen im Finale den FFC Brauweiler Pulheim mit 2:0. Für Siegen war es der erste Turniersieg.

Am Turnier nehmen die zwölf Mannschaften der laufenden Bundesliga-Saison. Die Mannschaften werden auf zwei Gruppen zu je sechs Mannschaften verteilt. Innerhalb jeder Gruppe spielt jede Mannschaft einmal gegen jede andere. Die Gruppenzweiten spielen um den dritten Platz, die Gruppensieger spielen um den Turniersieg.

Zum Seitenanfang



Siegen

Wappen der Stadt Siegen

Siegen ist eine Große kreisangehörige Stadt und Kreisstadt des Kreises Siegen-Wittgenstein und im Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Die Universitätsstadt liegt unweit nordwestlich des Dreiländerecks Nordrhein-Westfalen–Hessen–Rheinland-Pfalz und ist Sitz der Kreisverwaltung und in der Landesplanung als Oberzentrum im südwestfälischen Verdichtungsraum eingestuft. Es ist die Geburtsstadt des berühmten Barockmalers Peter Paul Rubens, weswegen sich Siegen auch als Rubensstadt bezeichnet.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung überschritt die Einwohnerzahl Siegens 1975 erstmals die Größenordnung von 100.000.

Siegen liegt im Siegerland in einem verzweigten Talkessel der oberen Sieg, in die innerhalb des Stadtgebiets zum Beispiel die Fließgewässer Ferndorfbach und Weiß münden. Vom Talkessel zweigen zahlreiche Nebentäler ab. Die Höhen der umgebenden Berge sind, sofern sie nicht besiedelt sind, von Niederwald bedeckt. Nördlich schließt sich das Sauerland an, im Nordosten das Rothaargebirge, südlich der Westerwald und im Westen das Wildenburger Land.

Nächstgrößere Städte in der Umgebung von Siegen sind (in durchschnittlicher Verkehrsentfernung) im Norden Hagen (83 km), im Südosten Frankfurt am Main (125 km), im Südwesten Koblenz (105 km) und im Westen Köln (93 km). Die räumlichen Entfernungen (Luftlinie) zu den umliegenden Großstädten betragen in etwa 65 km (Hagen), 95 km (Frankfurt), 65 km (Koblenz) und 75 km (Köln).

Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.

Weitere Berge im Siegener Stadtgebiet sind z.B. der Gilberg in Eiserfeld, der Pfannenberg (Eiserfeld / Salchendorf) oder der Grimberg auf der Grenze zwischen Kaan-Marienborn und Niederdielfen (Wilnsdorf).

Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt rund 115 Quadratkilometer. Die maximale West-Ost-Ausdehnung liegt bei elf Kilometern, in nord-südlicher Richtung sind es zwölf Kilometer. Die Stadtgrenze ist 48 Kilometer lang. Siegen liegt auf einer mittleren Höhenlage von 290 Metern über NN. Die höchste Erhebung der Stadt ist der Gipfel des Pfannenberg mit 499 m ü. NN an der südlichen Stadtgrenze. Der niedrigste Punkt des Kreises liegt mit 215 Metern ü. NN bei Niederschelden an der südwestlichen Stadtgrenze, die hier gleichzeitig die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Der Waldanteil am Stadtgebiet beträgt rund 51 %. Damit zählt Siegen zu den grünsten Großstädten Deutschlands.

Die Stadt Siegen grenzt im Norden an die Stadt Kreuztal und an die Gemeinde Wenden (Kreis Olpe), im Osten an die Stadt Netphen, im Südosten an die Gemeinde Wilnsdorf, im Süden an die Gemeinde Neunkirchen, im Westen an die Gemeinde Mudersbach (Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz) und im Nordwesten an die Stadt Freudenberg.

Das Stadtgebiet Siegen ist in sechs Bezirke eingeteilt, die aus mehreren Orts- beziehungsweise Stadtteilen bestehen. Jeder Bezirk hat einen Bezirksausschuss, der aus jeweils 15 stimmberechtigten und nicht stimmberechtigten Mitgliedern besteht. Die Bestellung der Ausschussmitglieder erfolgt durch den Rat der Stadt, entsprechend der Stimmanteile der Kommunalwahl der Parteien im jeweiligen Bezirk. Die Bezirksausschüsse entscheiden über bestimmte Aufgaben des Bezirks. Diese Aufgaben werden in der Hauptsatzung der Stadt Siegen festgelegt.

Neben der Aufteilung des Stadtgebietes in Bezirke und Stadtteile werden noch Gebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Grenzen und Bezeichnungen jedoch nicht klar definiert sind. Als Beispiele sind unter anderem die Unter- bzw. Oberstadt, Hammerhütte, Lindenberg, Charlottental, Haardter Berg (mit der Universität) oder die Alte Dreisbach anzuführen. Diese Gebiete können durchaus auch auf der Fläche von mehreren offiziellen Stadtteilen liegen, wie im Fall des Gebietes Sieghütte, das teilweise im Stadtteil Siegen-Mitte und zu Teilen in Weidenau liegt, außerdem kommt es ebenso zu räumlichen Überschneidungen zwischen einzelnen Gebieten. Die Gebiete sind am ehesten vergleichbar mit den aus anderen Städten bekannten Vierteln, Veedeln oder Kiezen und haben keine statistische oder verwaltungstechnische Bedeutung. Neben der teils weitreichenden Bedeutung für das Selbstverständnis ihrer Bewohner finden sie sich aber zur Orientierung auf Stadtkarten, in der Benennung von Buslinien sowie auf Hinweis- und Verkehrsschildern. So sind unter anderem mehrere Ausfahrten der Stadtautobahn Hüttentalstraße (HTS) nach den entsprechenden Gebieten benannt.

Die Stadtteile Weidenau, Geisweid, Birlenbach, Langenholdinghausen, Buchen, Sohlbach, Dillnhütten, Niedersetzen, Obersetzen und Meiswinkel bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt Hüttental. Die Stadtteile Eiserfeld, Eisern, Gosenbach, Niederschelden und Oberschelden bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt Eiserfeld.

Das Klima Siegens ist durch die Höhenlage bestimmt. Im Stau der Mittelgebirge gelegen fallen in Siegen im langjährigen Mittel 1160,8 mm Niederschlag pro Jahr. Damit ist Siegen nach Wuppertal-Herbringhausen eine der niederschlagreichsten Großstädte Deutschlands. Der niederschlagreichste Monat ist mit 137,5 mm Niederschlag der Dezember, mit 80,3 mm Niederschlag ist es im April am trockensten.

Die Jahresmitteltemperatur beträgt 8,6 °C und liegt damit im mittleren Drittel der vom Deutschen Wetterdienst ausgewerteten Stationen in der Periode 1961–1990. Mit 17,1 °C ist es im Juli am wärmsten, im kältesten Monat Januar beträgt die Durchschnittstemperatur 0,5 °C.

Die Hauptwindrichtung ist Südwest bis West.

Der Name Siegen geht auf den vielleicht keltischen Flussnamen der Sieg zurück, ungewiss ist eine Verwandtschaft mit dem Namen des keltisch-germanischen Stammes der Sugambrer, welcher in vorchristlicher Zeit in Teilen Nordrhein-Westfalens lebte. Es wird vermutet, dass der Name Sieg auf das keltische Wort „siek“ zurückzuführen ist, was übersetzt etwa „versickern“ oder „sumpfig“ bedeutet; andere Quellen sprechen von „siek“ als „rinnendes Wasser“. Erste urkundliche Erwähnungen des Ortes Sigena reichen bis in das Jahr 1079 zurück. Seit der La-Tène-Zeit prägte Bergbau die Region, was die zahlreichen Gruben bezeugen, die sich im Stadtgebiet befanden, wie zum Beispiel Storch & Schöneberg, Eisenzecher Zug oder Neue Haardt.

Im Jahre 1224 wurde Siegen als eine aufs Neue erbaute Stadt erwähnt, die dem Grafen von Nassau, Heinrich dem Reichen, vom Erzbischof Engelbert I. von Köln zum halben Miteigentum übertragen wurde. Möglicherweise wurde der alte Siedlungsplatz vom Weißtal auf den Bergsporn verlegt, der heute die Altstadt trägt. Zudem ist belegt, dass das Obere Schloss zu dieser Zeit schon existierte. Am 19. Oktober 1303 erhielt die Stadt das Soester Stadtrecht. Bis zum 1. Februar 1381 blieb die Stadt im Besitz zweier Eigentümer. Erst dann ging sie gänzlich in die Hände der Nassauer über.

Die Stadt Siegen bot im 16. Jahrhundert einen wehrhaften Anblick. Sie war von gewaltigen Mauern mit sechzehn Türmen und drei Stadttoren umgeben und besaß eine mächtige Burg. Die Stadt wurde von mehreren Stadtbränden heimgesucht. Urkundlich erwähnt sind die Brände von 1592 und vom 10. bis zum 20. April 1695.

Der nassauische Graf Wilhelm der Reiche (1487-1559) richtete im Jahr 1536 in den Gebäuden des ehemaligen Franziskanerklosters ein Pädagogium ein, aus dem das heutige Gymnasium am Löhrtor der Stadt Siegen hervorgegangen ist. In den Jahren 1594 bis 1599/1600 und nochmals von 1606 bis 1609 war Siegen und das Pädagogium zeitweilig Standort der nassauischen Hohen Schule, die Graf Johann VI. der Ältere von Nassau-Dillenburg (1535-1606), ein Bruder Wilhelm des Schweigers, Graf von Nassau und Prinz von Oranien (1533-1584), 1584 in Herborn errichtet hatte und nach Siegen verlegte. Die Hohe Schule, Johannea nach ihrem Gründer, Graf Johann VI., genannt, war eine Hochburg der calvinistisch-reformiert geprägten Föderaltheologie.

Rektor der Hohen Schule während der Verlegung nach Siegen war 1599/1600 der aus Diedenshausen in der Grafschaft Sayn-Wittgenstein stammende Staatsrechtler und calvinistische Politiktheoretiker Johannes Althusius (vormals Althaus), dessen Hauptwerk "Politica Methodice Digesta" (1603), eine Staatslehre von der Politik, ihn zu einem der bedeutendsten deutschen Staatstheoretiker des 16. und 17. Jahrhunderts und zu einem der "Väter" in der Entwicklung der Föderalismustheorie der frühen Neuzeit machte. Während seiner Siegener Professorenzeit heiratete Althusius die junge Witwe Margarethe Keßler, die Tochter des Siegener Rentmeisters Friedrich Neurath (Naurath). Althusius (1563-1638) war von 1604 an Stadtsyndikus im calvinistischen Emden.

Johann der Mittlere (1561-1623), der älteste Sohn Graf Johann VI., richtete im Jahr 1616 eine ritterliche Kriegsschule im heute noch stehenden alten Zeughaus an der Burgstraße ein. Er errichtete auch an der Stelle eines alten Franziskanerklosters das Untere Schloss. Sein Sohn Johann der Jüngere trat 1612 wieder zur katholischen Kirche über und wollte mit Gewalt den Rücktritt der Bürger zum Katholizismus erzwingen. Johann Moritz von Nassau-Siegen, der holländische Befehlshaber in Brasilien, setzte ihn ab, und es kam 1650–51 unter seiner Regierung zu einer Teilung des Siegerlands nach Konfessionen.

Unter Wilhelm Hyacinth kam es ab 1699 zu Gewalttaten zwischen beiden Konfessionen. Als am 29. März 1707 der Bürger Friedrich Flender zu Tode kam, wurde Wilhelm Hyacinth abgesetzt und verjagt. Mit ihm endete 1743 die katholische Herrscherlinie in Nassau-Siegen. Da mit Friedrich Wilhelm bereits 1734 auch die reformierte Linie erloschen war, übertrug Kaiser Karl VI. dem Prinzen von Oranien und Fürsten von Nassau-Diez die Regierung. Siegen war nunmehr Hauptort des Fürstentums Siegen innerhalb von Oranien-Nassau.

Der Bergbau, die Hauptquelle des Wohlstandes, sowie der Acker-, Wiesen- und Waldbau erlebten eine positive Entwicklung. Als Fürst Wilhelm I. sich weigerte, dem von Napoleon gegründeten Rheinbund beizutreten, wurde er von diesem abgesetzt. Das Siegerland wurde Teil des Siegdepartements innerhalb des Großherzogtums Berg. Nach dem Sturz Napoleons im Jahre 1813 kam Wilhelm Friedrich als König der Niederlande wieder in den Besitz seiner deutschen Erblande, die er aber 1815 an Preußen abtrat und wofür er im Gegenzug das Großherzogtum Luxemburg erhielt. Die Stadt wurde dem Landkreis Siegen, zunächst im Regierungsbezirk Koblenz (Provinz Großherzogtum Niederrhein), ab 1817 im Regierungsbezirk Arnsberg (Provinz Westfalen) zugeordnet.

Durch den Anschluss an Preußen wurden die historischen Bindungen nach Süden aufgelöst. Das Siegerland wurde nach Westfalen hin ausgerichtet, von dem es bis dahin durch eine jahrhundertealte politische, kulturelle, sprachliche und konfessionelle Grenze getrennt gewesen war. Unter der Herrschaft Preußens entwickelte sich Siegen zu dem heutigen Zentrum von, wie es nun mit neuer Bedeutung hieß, Südwestfalen. Am 1. März 1923 schied die Stadt Siegen aus dem Kreis Siegen aus und wurde kreisfreie Stadt, blieb aber Sitz des Kreises Siegen.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Juli 1966 durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Siegen wurde neben der Eingliederung von fünf Gemeinden in die Stadt Siegen, diese wieder in den Landkreis Siegen eingegliedert. Die für Verfassung und Wirtschaft geltenden Vorschriften für kreisfreie Städte mit Ausnahme des Kommunalwahlrechts sowie die Wahrnehmung den kreisfreien Städten obliegenden Pflichtaufgaben fanden bis zur Aufhebung durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz am 1. Januar 1975 weiterhin Anwendung. Im Zuge des Sauerland/Paderborn-Gesetzes wurde Siegen mit zehn weiteren Gemeinden zu einem neuen Kreis, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, zusammengefasst.

Die Stadt Siegen gehörte anfangs zum Gebiet des Erzbistums Mainz beziehungsweise zu dessen Dekanat Arfeld. In der Stadt hatte sich ein Weißfrauenkloster befunden, das im 15. Jahrhundert aufgegeben worden war. Ferner gab es ein Franziskanerkloster, das 1533, nach der 1530 von den damaligen Landesherren, den Nassauern, eingeführten Reformation, aufgelöst wurde. Danach war die Stadt zunächst lutherisch, doch trat das Fürstentum Nassau ab 1550 zum reformierten Bekenntnis über. Anschließend war Siegen eine überwiegend protestantische Stadt, ab 1623 konnte die Gegenreformation teilweise wieder Fuß fassen, so dass etwa ein Fünftel Siegens beziehungsweise dessen Umland wieder katholisch wurde. Ab 1626 gab es wieder ein Kloster (Jesuitenkloster) in der Stadt.

Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde in Siegen, wie in ganz Preußen, zwischen 1819 und 1835 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt, die Gemeinden der Stadt behielten allerdings ihr reformiertes Gepräge. Siegen als Teil der westfälischen Provinzialkirche (heute Evangelische Kirche von Westfalen) wurde Sitz einer Superintendentur. Heute wird dieser Verwaltungsbezirk als Kirchenkreis, dem alle Kirchengemeinden der Region angehören, bezeichnet, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Der Kirchenkreis Siegen umfasst den gesamten Siegerländer und Olper Raum.

Die Katholiken der Stadt gehörten auch nach der Reformation weiterhin zum Erzbistum Mainz. Mit der Neustrukturierung der Katholischen Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Siegen dem Bistum Paderborn zugeteilt und Sitz einer Kreissynode, heute Dekanat, zu dem alle katholischen Pfarrgemeinden des Kreises gehören. 1929 wurde Paderborn zum Erzbistum erhoben.

Neben der römisch-katholischen Kirche gibt es in Siegen je eine griechisch-orthodoxe und eine rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde. Siegen ist Sitz des Ev. Gemeinschaftsverband Siegerland-Wittgenstein, welchem 90 pietistische Gemeinschaften angeschlossen sind. Ferner sind verschiedene Freikirchen in Siegen ansässig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, eine Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), eine Adventgemeinde, mehrere Freie evangelische Gemeinden (FeG) sowie die Christliche Gemeinde Achenbach, mehrere Christliche Versammlungen, Calvary Chapel und die Missionsgemeinde Siegen-Meiswinkel.

Weitere Religionsgemeinschaften in Siegen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die katholisch-apostolische Gemeinden, die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas, die Urchristliche Gemeinde und die Bahai-Religion sowie eine islamische Gemeinde mit eigener Moschee.

1897 hatte Siegen 20.000 Einwohner, bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf 40.000. Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt rund 30 % ihrer Einwohner (12.000 Personen). Die Einwohnerzahl sank bis 1945 auf 28.000 und erreichte 1952 wieder den Vorkriegsstand.

Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Siegen durch die Eingemeindung von Hüttental (38.867 Einwohner 1974) und Eiserfeld (22.354 Einwohner 1974) mit 117.224 Einwohnern einen historischen Höchststand an Einwohnern. Ende Juni 2005 lebten in Siegen laut Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 105.328 Menschen mit Hauptwohnsitz. Seit 1975 sank die Einwohnerzahl um rund zehn Prozent (12.000 Personen). Es wird erwartet, dass im Jahr 2023 die 100.000-Einwohnergrenze unterschritten wird.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (*) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Keine der gewählten Parteien verfügt im Rat der Stadt Siegen über eine eigene Mehrheit, eine Koalition wurde nicht begründet. Allerdings bilden CDU und FDP eine formelle, vertraglich fixierte Kooperationsgemeinschaft und verfügen zumindest in den Fachausschüssen über eine gemeinsame Mehrheit von einer Stimme. Im Rat hingegen herrschen wechselnde Mehrheiten. Der Gesamtschuldenstand der Stadt lag 2007 bei ca. 320,5 Millionen Euro. 100,7 Millionen Euro entfallen auf den Kernhaushalt, 118,1 Millionen Euro auf städtische Eigenbetriebe und 101,6 Millionen Euro auf Kassenkredite.

An der Spitze der Stadt sind seit dem 13. Jahrhundert mehrere Bürgermeister nachweisbar. 1304 und 1305 wird erstmals ein Rat („consules“) genannt. Bereits seit 1224 sind jedoch „Burgmänner“ genannt sowie drei jährlich wechselnde Bürgermeister. Ab 1500 wurden jährlich nur noch zwei Bürgermeister gewählt. Im 18. Jahrhundert errangen die Zünfte zunehmend Einfluss in der Stadt. Danach vertrat der „regierende“ oder „im Amt stehende“ alte Schuhmachermeister beim Rat die „gemeinsame Bürgerschaft“. Doch hielt sich die mittelalterliche Stadtverfassung bis 1809, teilweise bis 1815. Ab 1815 gab es einen Rat mit zwölf Mitgliedern, der sich selbst ergänzte. Ihm stand der Bürgermeister vor. Die Vorstädte erhielten ab 1824 eigene Vorsteher, die hierarchisch unter dem Siegener Bürgermeister standen. 1836 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Nach dem Ausscheiden der Stadt aus dem Kreis Siegen 1923 trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister. Das bereits seit 1919 als Bürgermeister amtierende Stadtoberhaupt Siegens blieb während der Zeit der Nationalsozialisten im Amt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen gewählten Rat der Stadt, dessen Mitglieder als Stadtverordnete bezeichnet werden. Der Rat wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.

Mit der Wiedereingliederung der ehemals kreisfreien Stadt Siegen in den Kreis Siegen im Jahr 1975 (ab 1. Januar 1984 Kreis Siegen-Wittgenstein) erhielten die Ratsvorsitzenden die Amtsbezeichnung Bürgermeister, die Verwaltungschefs die Amtsbezeichnung Stadtdirektor. Bei der Kommunalwahl 1999 wurde erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister in Direktwahl gewählt. Die bis dahin bestehende so genannte "Doppelspitze" aus ehrenamtlichem, vom Stadtrat gewähltem Bürgermeister und dem Stadtdirektor als Verwaltungschef fiel mit der Änderung der nordrhein-westfälischen Kommunalverfassung weg. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist gleichzeitig Vorsitzender des Stadtrates und Chef der Stadtverwaltung. Er wird seither direkt gewählt, bisher auf fünf Jahre, nach einer Änderung der Gemeindeordnung NW mit der Kommunalwahl 2009 künftig auf sechs Jahre.

In der Stadt Siegen steht die nächste Bürgermeisterwahl erst wieder 2014 an, da die Amtszeit des zuletzt 2007 gewählten Bürgermeisters nach der zum Zeitpunkt der letzten Bürgermeisterwahl gültigen Wahlregelung auch die nächste Kommunalwahlperiode 2009-2014 mit einbezieht.

Blasonierung: In Silber eine rote Zinnenmauer mit von niedrigen Spitztürmen beseitetem Tor, darüber wachsend ein Erzbischof in blauem Ornat, mit blauer Mitra und silbernem Pallium, der in der Rechten einen silbernen Stab mit zugewendeter goldener Krümme, in der Linken ein offenes Buch hält; im Tor ein blauer Schild, darin ein rot bewehrter goldener Löwe.

Das Wappen der Stadt Siegen besteht aus drei Teilen. Im oberen Bereich wird der Bischof von Köln dargestellt, die Mauer symbolisiert die Stadt selbst und im Tor ist der nassauische Löwe zu sehen. Die Farben blau und gelb sind die Farben des Hauses Nassau.

Mit dem Apollo-Theater hat am 1. September 2007 einer der bedeutendsten Theater-Neubauten des laufenden Jahrzehnts eröffnet.

Seit 1992 ist das Medien- und Kulturhaus Lÿz Spielort für Kleinkunst, Kabarett, Musik und Theater in Siegen. Auf den zwei Bühnen des Hauses finden pro Saison etwa 150 Veranstaltungen statt.

Größere Veranstaltungen finden in der Bühne der Stadt Siegen (ca. 820 Sitzplätze), in der Siegerlandhalle (1.800 m2, 2.300 Sitzplätze) sowie in der Bismarckhalle statt. Daneben gibt es regelmäßig Konzerte und Aufführungen unter freiem Himmel im Innenhof des Unteren Schlosses.

Das Museum für Gegenwartskunst Siegen widmet sich der Gegenwartskunst in Malerei, Fotografie und Video sowie Installationen. Ein wichtiger Teil des Programms ist die Arbeit der Künstler Bernd und Hilla Becher, die stellvertretend für regionale Aspekte des Hauses steht. Mit der Sammlung Lambrecht-Schadeberg präsentiert das Museum in einer Dauerausstellung außerdem Werke aller Träger des von der Stadt Siegen an Künstler von internationalem Rang verliehenen Rubenspreis für Malerei.

Seit 1996 besteht in den Räumen eines 1941 errichteten Luftschutzbunkers am zentralen Siegberg das Aktive Museum Südwestfalen, das sich als Dokumentations- und Lernort für regionale Zeitgeschichte versteht. Der Standort hat symbolische Bedeutung, denn an dieser Stelle stand bis zur Brandstiftung am 10. November 1938 die Synagoge der Stadt. Das Museum ist demnach zugleich eine Gedenkstätte an die Opfer des Nationalsozialismus in der Region Siegerland-Wittgenstein. Es beherbergt auf 200 m2 eine Dauerausstellung, in deren Mittelpunkt die Geschichte der regionalen jüdischen Minderheit steht. Anhand lokaler Beispiele werden die Verbrechen an weiteren Verfolgtengruppen thematisiert: an den sogenannten „Zigeunern“, den behinderten Menschen, den Ernsten Bibelforschern (Zeugen Jehovas), den ausländischen Zwangsarbeitern und den politisch Verfolgten.

Im Rahmen der Ausstellung wird beispielhaft der Lebensweg des Siegener Abgeordneten der KPD im Preußischen Landtag, Walter Krämer, nachgezeichnet. Ihm wurde posthum im Jahr 2000 die größte Auszeichnung des Staates Israel verliehen – der Ehrentitel Gerechter unter den Völkern.

Regelmäßige zusätzliche Ausstellungen zu besonderen Themen und öffentliche Veranstaltungen mit einem breiten und über den Nationalsozialismus hinausweisenden Themenspektrum erweitern das thematische Angebot. Träger des Aktiven Museum Südwestfalen ist ein privatrechtlicher Verein.

Das Siegerlandmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte ist aus dem 1902 gegründeten Schulmuseum des Siegener Realgymnasiums hervorgegangen und befindet sich seit 1905 im Oberen Schloss in Siegen.

Die Sammlungen des Museums umfassen Gemälde und Grafiken des Malers Peter Paul Rubens, Porträtsammlung des Fürstenhauses Nassau-Oranien, Exponate zur Geschichte des Siegerlands von der Urzeit bis zur Gegenwart, zur regionalen Bergbau- und Wirtschaftsgeschichte und Eisengewinnung inklusive eines künstlich angelegten Schaubergwerks, zur Geschichte der Siegerländer Wohnkultur im 19. Jahrhundert, sowie Mineralien. Eine Außenstelle des Museums, das Ausstellungsforum, befindet sich im Haus Oranienstrasse. Trägerin des Siegerlandmuseums ist die Stadt Siegen.

Im Stadtteil Geisweid befindet sich das von Harold Krämer betriebene Beatles-Museum. Dem Guinness-Buch der Rekorde aus dem Jahr 2000 zufolge ist das nur 27 m2 große Museum das kleinste öffentlich zugängliche Museum der Welt über die vier Musiker aus Liverpool. Die Sammlung umfasst mehr als 17.000 Tonträger, Souvenirs, Filmplakate, Autogramme und etliches mehr.

Der im Jahr 1805 angeschlagene Reinhold Forster Erbstollen im Stadtteil Eiserfeld ist auf einer Länge von ca. 470 Metern begehbar und zur Besichtigung freigegeben.

In einigen Gebäuden des ehemaligen Ausbesserungswerkes und des Bahnbetriebswerkes Siegen der Deutschen Bundesbahn befindet sich seit 1997 das Südwestfälische Eisenbahnmuseum. Neben einer Fotoausstellung zum Bahnbetrieb, einer Modellbahnanlage und dem Archiv der Eisenbahnfreunde Betzdorf die in alten Verwaltungsgebäuden untergebracht sind, befindet sich im Ringlokschuppen die Fahrzeugausstellung. umfasst mehr als zehn Lokomotiven (u. a. mit betriebsbereite DR-Baureihe 52.80 und DB-Baureihe V 100) sowie zahlreiche Güter- und Personenwagen.

Obwohl die Stadt im Zweiten Weltkrieg beim großen Bombenangriff am 16. Dezember 1944 zu rund 80 % zerstört wurde, sind in Siegen einige historische Sehenswürdigkeiten erhalten geblieben, unter anderem die zwei Schlösser der Stadt – das Obere und das Untere Schloss – sowie mehrere Kirchengebäude von historischer Bedeutung.

Die Höhenburg des Oberen Schlosses auf dem Siegberg wurde 1259 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter die Stammburg des Hauses Nassau. Seit 1905 ist in ihr das Siegerlandmuseum untergebracht.

Am Ende des 17. Jahrhunderts entstand das Untere Schloss in seiner heutigen, einem offenen Rechteck gleichenden Bauform und diente der evangelische Linie des Hauses Nassau-Siegen als Residenz. Zum Schloss gehört auch der Dicke Turm mit Glockenspiel. Im Jahr 1959 richtete die Stadt Siegen im Innenhof des Schlosses eine Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ein. Im Schloss befindet sich auch die Gruft des evangelischen Teils des Nassauischen Fürstenhauses.

Heute dient das Untere Schloss als Landesbehördenhaus, in dem das Arbeitsgericht Siegen, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, die Bezirksregierung Arnsberg, Außenstelle Siegen, das Amt für Arbeitsschutz und die Justizvollzugsanstalt Attendorn, Zweiganstalt Siegen ansässig sind. Nach Plänen der Stadt sollen in das Untere Schloss in den nächsten Jahren Teile der Universität einziehen, die Realisierung scheitert derzeit aber noch an der Finanzierung. Auf dem Schlossplatz des Unteren Schlosses finden regelmäßig kulturelle Open Air-Veranstaltungen statt. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zog die Übertragung der Spiele auf einer Großleinwand bis zu 10.000 Zuschauer an.

Am 3. Februar 2007 eröffnete ein weiteres Kulturzentrum, das so genannte KrönchenCenter, im ehemaligen Kaufhaus Tietz (später Kaufhof) am Marktplatz in der Siegener Oberstadt (50° 52′ 29,5″ N, 8° 1′ 29,2″ O50.87486111118.024777777787). Hier befinden sich die Siegener Volkshochschule, Stadtarchiv und Stadtbücherei, die BrüderBuschGedenkstätte sowie Veranstaltungsräume.

Zwei Kirchen in der Siegener Innenstadt sind hervorzuheben: Die aus dem 11. Jahrhundert stammende Martinikirche am unteren Schloss und die Nikolaikirche am Marktplatz mit ihrem außergewöhnlichen sechseckigen Grundriss – das einzige romanische Hallenhexagon nördlich der Alpen – gekrönt vom goldenen Krönchen, dem Wahrzeichen der Stadt auf dem stadtbildprägenden Turm der Kirche. Deshalb wird Siegen auch als Krönchenstadt bezeichnet. Ein weiterer historischer Kirchenbau ist die von Jesuiten in den Jahren 1702 bis 1729 erbaute katholische Marienkirche.

Ein Beispiel für die moderne Kirchenarchitektur der 1960er-Jahre ist die Christuskirche am Siegener Giersberg im Wohngebiet Dautenbach, die im Oktober 2007 ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Sie hat einen fünfeckigen Grundriss und besteht, typisch für diesen Baustil, aus unverkleidetem Beton. Der Turm ist kein geschlossener Körper, sondern besteht aus zwei hohen Stelen, die zusammen einen spitzen Winkel bilden. Diese Bauart brachte ihr bei der Bevölkerung den Beinamen „Seelenabschussrampe“ ein.

Um die Oberstadt herum befinden sich in Siegen fünf weitere Kirchengemeinden. Zudem gibt es weitere Kirchen verschiedener Konfessionen in allen Stadtteilen.

Im Südwesten der Innenstadt am Fuße des Ziegenbergs steht ein denkmalgeschützter Kugel-Gasbehälter. Er ist einer der ältesten noch erhaltenen Gasbehälter in Kugelform. Eine weitere Besonderheit ist seine genietete Hülle. Von dieser Bauart sind weltweit nur noch drei weitere Gasbehälter bekannt (in Schwerte, Offenburg und Bielefeld). Der Behälter wurde zwecks Neu- und Umbau der Stadtautobahn Hüttentalstraße und des Wohnbereichs Ziegenberg um einige Meter versetzt und bildet heute die symbolische Sonne als Teil einer maßstabsgetreuen Planetenmodell-Anlage oberhalb des Gasbehälters.

Auf dem Stadtgebiet Siegen befinden sich 36 kommunal betriebene Friedhöfe. Zehn Friedhöfe sind bereits geschlossen und stehen nur noch aufgrund bestehender Rechte für Beerdigungen zur Verfügung. Die Friedhöfe Siegens haben zusammen eine Größe von 730.000 m2 mit rund 65.000 Gräbern. Charakteristisch für regionale Friedhöfe sind Hanglage sowie eine parkartige Gestaltung, die sogar Wildtieren Rückzugsmöglichkeiten bietet. Der Lindenbergfriedhof ist größte Friedhof Siegens. Er wurde 1857 gegründet. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Krematorium. Zweitältester Friedhof ist der Hermelsbacher Friedhof. Auf ihm wurden, wie ebenfalls auf dem Haardter Friedhof, Kriegsopfer bestattet. Am Rand des Geisweider Friedhofs liegt eine Anlage zum Gedenken an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

Der Stadtsportverband Siegen umfasst 160 Sportvereine, in denen insgesamt rund 37.000 Mitglieder tätig sind. Überregionale Bedeutung erlangte die Herrenfußballmanschaft der Sportfreunde Siegen im Leimbachstadion. Diese ist 2005 aus der Regionalliga Süd in die 2. Bundesliga auf-, im darauffolgenden Jahr jedoch direkt wieder abgestiegen. Als sechsmaliger Deutscher Meister war die Frauenfußball-Mannschaft des TSV Siegen in den neunziger Jahren sehr erfolgreich. Der größte Turnverein der Stadt ist der TV Jahn Siegen von 1879, der mit insgesamt 13 Abteilungen die ganze Bandbreite eines modernen Sportvereins aufweist. Ein weiterer Vertreter aus der Stadt, der vor allem in den 1970er-Jahren überregionale Bedeutung erlangte, ist der VfL Klafeld-Geisweid.

Der Dilldappe ist ein altes Fabelwesen aus dem Siegerland, sagt man. Er lebt hauptsächlich im Siegerländer Hauberg. Anfang der 1980er-Jahre erschien erstmalig ein Kalender über das Fabelwesen, vom Autor und Cartoonisten Matthias Kringe gestaltet und verfasst in Siegerländer Platt. Dadurch erfuhr das Wort Dilldapp eine Umdeutung – es wird/wurde in vielen Ortsteilen des Siegerlandes auch als Bezeichnung für Einwohner des benachbarten hessischen Dillenburg benutzt und beschreibt einen tollpatschigen jedoch liebenswerten Menschen. Viele Dillenburger arbeiteten in der florierenden Stahlindustrie der 60er bis 80er Jahre im Siegerland.

Der 1955 gegründete Rubenspreis der Stadt Siegen wird alle fünf Jahre einem Maler/einer Malerin oder einem Grafiker/einer Grafkerin zugesprochen, die sich im europäischen Kunstschaffen durch ein wegweisendes künstlerisches Lebenswerk ausgewiesen haben. Die Auszeichnung erinnert an den Maler-Diplomaten Peter Paul Rubens, der den Gedanken europäischer Einigung in seinem Lebenswerk ausgedrückt hat, lange bevor er politische Realität werden konnte. Peter Paul Rubens – in Siegen geboren, in Köln und Antwerpen aufgewachsen, in Italien künstlerisch gebildet, in Frankreich geschätzt, in Spanien und England als Diplomat tätig gewesen – hat als Hauptmeister der europäischen Barockmalerei jene künstlerischen und europäischen Maßstäbe gesetzt, denen die Preis-Verleihung seit 1957/58 verpflichtet ist.

Siegen ist als Oberzentrum Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum von Südwestfalen. Die verarbeitende Industrie ist durch einen hohen Anteil metallverarbeitender Betriebe geprägt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6 %.

Der Stadtkern gliedert sich in zwei Bereiche: die Unterstadt im Siegtal zwischen B 54 bzw. Siegüberkragung und Hauptbahnhof und die Oberstadt auf dem Siegberg. In beiden konzentrieren sich die Einkaufsmöglichkeiten Siegens. Die Oberstadt ist das etwa tausendjährige historische Zentrum der Stadt mit zum Teil historischer Architektur. Beginnend am an der B 54 gelegenen Kölner Tor über die Alte Poststraße mit überwiegend Gastronomiebetrieben über den Marktplatz bis hinauf zu Marburger Straße und Marburger Tor wird die Oberstadt größtenteils von einer durchgehenden Fußgängerzone durchzogen. Sie ist die steilste Fußgängerzone Deutschlands. Bei der Siegüberkragung in der Unterstadt handelt es sich um eine mehrere hundert Meter lange Überbauung der Sieg durch Geschäftsbauten und einen Großparkplatz. Ihr Abriss ist laut den Ergebnissen demoskopischer Befragungen seit Jahrzehnten Mehrheitsmeinung der Einwohner, die sich jedoch im Meinungsbild des kommunalen Parlaments nie widerspiegelte, sodass die Betonüberdeckung trotz aller Bürgervoten blieb.

Eine umwälzende Veränderung in der Entwicklung des Stadtbilds und der Stadtnutzung mit weitreichenden Konsequenzen für die städtische Lebensqualität bewirkte die Schließung eines „Kaufhausriesen“ in der Oberstadt 1998 sowie der Bau zweier Großeinkaufszentren, City-Galerie (1998) und Sieg Carré (2006), in der Unterstadt. Die Etablierung einer „Neuen Mitte“ an der städtischen Peripherie hat erwartungsgemäß dem alten Zentrum seine Funktion genommen. Es erlebte eine umfassende Entwertung und Abwertung, deren nächster Ausdruck die Schließung vieler dort ansässiger alteingesessener Geschäfte und Cafés und die Entleerung des Wochenmarkts ist. Die Leerstandsquote konnte inzwischen etwas gesenkt werden, wozu nicht zuletzt der Einzug von marginalen Dienstleistern und Konsumangeboten (Nähstuben, Schuchicafé, Fantasy-Läden, Pfandleihe, Tatoostudio, Ramschläden usw.) beitrug, der Qualitätsverlust ist insgesamt geblieben. Die in der Geschichte der Stadt einzigartige umfassende, ausschließlich konsumistisch orientierte Umgestaltung der städtischen Topographie fand ohne Befragungen der Bürger statt, wie sie in den Jahrzehnten zuvor regelmäßig stattgefunden hatten und deren Ergebnisse der heutigen Stadtgestaltung widersprechen. Nachdem die Weichenstellung vollzogen war, mussten alle Versuche von Oberstadt-Anwohnern und -Einzelhandel, sich der Entwicklung entgegenzustellen, erfolglos bleiben. Als Reaktion auf die abnehmende Bedeutung der Oberstadt als Einkaufsquartier seit dem Ende der neunziger Jahre wurde zunächst 2002 die Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen (GSS) und 2004 die Immobilien- und Standortgemeinschaft Oberstadt e. V. (ISG) gegründet.

Im Süden des Kreises in der Gemeinde Burbach liegt der Siegerlandflughafen.

Die Stadt Siegen liegt am Europäischen Fernwanderweg E1, der von Mittelschweden bis Umbrien in Italien führt. Weiterhin ist Siegen an das Radverkehrsnetz NRW angeschlossen. Darüber hinaus sind Fahrradwege im Stadtgebiet eine Ausnahmeerscheinung. Vereinzelt ist Fahrradfahrern die Benutzung von Busspuren erlaubt. Die Verkehrsplanung der Stadt innerhalb und außerhalb der Stadt ist jedoch primär auf die Förderung des Autoverkehrs ausgerichtet. Aus diesen Gründen sowie wegen der weitenteils bergigen Stadtlandschaft mit vielen Steigungen spielt der Fahrradverkehr in Siegen eine untergeordnete Rolle; Fahrradfahrer stellen im Stadtbild eine Minderheit dar.

Insgesamt befinden sich auf dem Gebiet der Stadt Siegen fünf SPNV-Stationen: Siegen HBF, Siegen-Weidenau, Hüttental-Geisweid, Eiserfeld (Sieg) und Niederschelden Nord.

Am 18. März 1895 startete die Netphener Omnibusgesellschaft mit der ersten Omnibuslinie der Welt mit einem benzinbetriebenen Omnibus. Heute verbinden im Straßenpersonennahverkehr zahlreiche Regionalbus-, Schnellbus-, Lokalbuslinien und acht Nachtbuslinien die Siegener Stadtteile, Nachbargemeinden und -städte. Betreiber sind die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) mit Sitz in Siegen sowie die Busverkehr Ruhr-Sieg mit Sitz in Meschede. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Seit Oktober 2006 verkehrt zusätzlich zu den regulären Lokalbuslinien der sogenannte „Hübbelbummler“ als Stadtbus zwischen ZOB und Oberstadt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen gelb-roten Doppelstockbus in nostalgischem Stil. Eine Hübbelbummler-Fahrkarte erlaubt das Unterbrechen und spätere Wiederaufnehmen der Fahrt, Zeitkarten der VGWS sind in diesem Stadtbus nicht gültig.

Das Stadtbild wird geprägt durch die Hüttentalstraße (HTS, B 54n/B 62n), die als Stadtautobahn (in großen Teilen als Hochstraße) das Stadtgebiet durchzieht.

Zwischen den Jahren 2001 und 2006 wurde die A 4 zwischen der AS 28 Wenden und Kreuztal neu gebaut. In Höhe des Kreuztaler Ortsteils Krombach geht sie in die Hüttentalstraße (B 54n/B 62n) über. Der letzte Bauabschnitt wurde am 1. Dezember 2006 eingeweiht und für den Verkehr freigegeben. Auf dem zwölf Kilometer langen Abschnitt entstanden acht Talbrücken sowie zehn Unter- und Überführungen.

Mit drei Tageszeitungen, dem WDR-Studio und dem Lokalradio Siegen verfügt Siegen über eine vergleichsweise vielfältige Medienlandschaft. In Siegen unterhält der Westdeutsche Rundfunk (WDR) eines der technisch modernsten trimedialen Studios, in dem Hörfunk- und Fernsehredaktion aus den südwestfälischen Kreisen berichten und Radio- und Fernseh- sowie Videotext- und Internetnachrichten verbreitet werden. Dazu zählt die „Lokalzeit Südwestfalen“, das wochentags ausgestrahlte Fernsehfenster „Südwestfalen“ im Anschluss an die „Aktuelle Stunde“ im dritten Fernsehprogramm des WDR. Außerdem betreibt der WDR eine Sendeanlage für UKW-Hörfunk und TV (früher auch Mittelwelle) auf dem Giersberg.

Als Tageszeitungen erscheinen in Siegen die Siegener Zeitung, die Westfälischen Rundschau und die Westfalenpost mit lokalen bzw. regionalen Ausgaben. Bis zum Jahr 2000 gehörte die Siegener Zeitung, die als auflagenstärkste Zeitung Marktführer im Kreis Siegen-Wittgenstein ist, zu den wenigen im Bundesgebiet erscheinenden Nachmittagszeitungen. Die Siegener Zeitung hat Verlagssitz und zentrale Redaktion in Siegen, die überregional erscheinenden Zeitungen Westfälische Rundschau und Westfalenpost haben ihre Zentralredaktionen in Dortmund bzw. Hagen. Beide Zeitungen gehören zur WAZ-Mediengruppe in Essen und erscheinen in einem Anzeigenverbund der WAZ-Zeitungsverlage.

Seit Juni 1990 sendet im Kreis Siegen-Wittgenstein der an das landesweite Programm von Radio NRW angeschlossene lokale Radiosender Radio Siegen. Das kreisweite Lokalradio, eines von 45 in Nordrhein-Westfalen, ist nach dem Landesrundfunk-/Landesmediengesetz auf zwei Säulen aufgebaut: einem öffentlich-rechtlich gestalteten redaktionellen Programm und einer Betriebsgesellschaft, die für den wirtschaftlichen und technischen Betrieb des Lokalradios zuständig ist.

Das digitale Antennenfernsehen DVB-T lässt sich in Siegen seit Herbst 2007 weitgehend mit einer einfachen Zimmerantenne empfangen. Somit sind nun statt der bisher 3-5 analogen Sender 12 digitale öffentlich-rechtliche Sender in besserer Qualität empfangbar.

Siegen ist Sitz eines Kreiswehrersatzamtes, der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein und einer Industrie- und Handelskammer (IHK), deren Kammerbezirk die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe umfasst.

Mit dem Landgericht Siegen, dem Amtsgericht Siegen und einem Arbeitsgericht ist die Stadt ein regional bedeutsamer Gerichtsstandort.

Von 1594 bis 1599/1600 und von 1606 bis 1609 war die nassauische Hohe Schule, die Johannea, zweimal von Herborn nach Siegen verlegt und in Gebäuden um das Untere Schloss untergebracht. Die älteste Schule Siegens ist das Gymnasium Am Löhrtor. Es wurde 1536 als Lateinschule und Pädagogium gegründet. Größte Schule der Stadt ist mit über 1000 Schülern die Bertha-von-Suttner Gesamtschule. Siegen ist außerdem Standort der am 1. August 1972 als Gesamthochschule Siegen gegründeten Universität Siegen. Daneben gibt es in Siegen ein berufsbegleitendes Studienzentrum der Fachhochschule für Ökonomie & Management (FOM), das mit der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie geteilt wird. Ferner sind in Siegen verschiedene allgemeinbildende und berufliche Schulen (Berufskollegs) und das Siegerland-Kolleg sowie das Weiterbildungskolleg zur Erlangung der allgemeinen Hochschul- bzw. Fachhochschulreife angesiedelt.

Zum Seitenanfang



Martin Willmann

Martin Willmann (* 1. November 1979 in Siegen) ist ein deutscher Fußballspieler.

Der Siegerländer stammt aus der Jugend der "DJK Sportfreunde Eiserfeld" und erlernte das Fußballspielen in der Jugendspielgemeinschaft JSG Eiserfeld-Eiserntal. Von 2000 bis 2002 spielte er für die Sportfreunde Siegen in der Regionalliga. Zur Saison 2002/2003 wechselte er zum TSV 1860 München, bei dem er in der zweiten Mannschaft (Bayernliga) zum Einsatz kam. Von München ging er zum Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg, wo sein ehemaliger Siegener Trainer Ingo Peter mittlerweile Übungsleiter war. Für die Ostbayern absolvierte er in der Saison 2003/2004 24 Spiele in der Zweiten Liga und gehörte auch zu dem Jahn-Team, das im DFB-Pokal den Bundesligisten VfL Bochum ausschaltete und im Achtelfinale erst im Elfmeterschießen gegen den MSV Duisburg ausschied.

Nach dem direkten Wiederabstieg der Regensburger wechselte Willmann zum Regionalliga-Neuling TuS Koblenz, bei dem er in der Spielzeit 2004/05 Stammspieler war. 2005 ging er zum Ligarivalen SV Wehen, wo der 1,93 Meter große Stürmer mit der Rückennummer 23 ebenfalls zum Stammpersonal gehört: nur in vier Partien der 68 Ligaspiele seit seinem Wechsel ist er nicht auf dem Feld gewesen.(Stand: 2. Juli 2007) Damit zählte er zu den Garanten für den Aufstieg der Taunusstädter in die Zweite Liga.

Zur Rückrunde der Saison 2007/08 wechselte er zum SV Elversberg in die Regionalliga Süd. Am 5. Juni 2008 hat er seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 verlängert. Für den Fall eines Aufstieges in die 3. Liga, wurde eine entsprechende Option in den Vertrag aufgenommen. Der Aufstieg wurde jedoch verpasst, sodass der SV Elversberg in der Saison 2008/09 in der viertklassigen Regionalliga West antritt.

Zum Seitenanfang



Fußball-Oberliga Westfalen 1996/97

Logo des FLVW

Die Fußball-Oberliga Westfalen 1996/97 war die 19. Spielzeit der Oberliga Westfalen. Die Meisterschaft und den Aufstieg die Regionalliga sicherten sich die Sportfreunde Siegen mit 14 Punkten Vorsprung auf den Hasper SV. Die Abstiegsränge belegten Rot-Weiss Lüdenscheid und der SV Holzwickede. Der VfR Sölde zog seine Mannschaft nach der Saison in die Bezirksliga zurück. Aus der Verbandsliga stiegen die Amateurmannschaften des FC Schalke 04 und des VfL Bochum sowie Blau Weiß Post Recklinghausen auf. Die Oberliga Westfalen spielte in der Saison 1997/98 mit 15 Mannschaften.

Zum Seitenanfang



Leimbachstadion

Das Leimbachstadion ist ein Stadion in Siegen und ist die Heimat des Oberligisten Sportfreunde Siegen.

Es befindet sich im Bereich Winchenbach zu Füßen des Rosterbergs. Neben einem Naturrasenplatz umfasst das Stadion auch einen Kunstrasenplatz. Eigentümerin ist die Stadt Siegen.

Zwölf Jahre nach Kriegsende wurde am 22. September 1957 mit dem Leimbachstadion die größte Siegerländer Sportarena eröffnet. Das neue Stadion galt seinerzeit in Westdeutschland als mustergültig. Der Rasenplatz wurde jedoch nicht als Fußballspielfeld konzipiert, sondern von einem Gartenbauer als Nutzrasen angelegt. Der „Leimbach“ fließt auch heute noch verrohrt unter dem Stadion hindurch.

Das Eröffnungsspiel fand zwischen den Sportfreunden Siegen und dem FV Hombruch 09 statt.

Seine internationale Premiere erlebte das Stadion am 27. Mai 1959 bei einem Spiel der deutschen Amateur-Nationalmannschaft gegen England. Deutschland siegte mit dem Siegener „Kapitän“ Herbert Schäfer, Peter Kunter, Heinz Höher, Werner Olk u.a. 2:0.

Rund 25 000 Zuschauer im Stadion und mehrere Millionen Zuschauer vor dem Fernseher erlebten am 28. August 1968 mit dem „Spiel ohne Grenzen“ eine Unterhaltungsshow unter dem Spielleiter Camillo Felgen. 35 Teilnehmer traten für Siegen an, die Stadt kostete das Spektakel 8.500 DM. Jedoch flossen TV-Gelder in Höhe von 100.000 DM zurück in die Region.

Für den absoluten Siegerländer Zuschauerrekord sorgten am 3. Oktober 1982 beim Nostalgie-Spiel der 1974er Weltmeisterelf mit Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath, Sepp Maier & Co 24.728 zahlende Zuschauer, die einen 10:2-Sieg der Altinternationalen gegen eine Siegerland-Auswahl sahen.

Die Zuschauer-Bestmarke bei einem Fußball-Meisterschaftsspiel datiert vom 6. August 1972. Damals kamen nach dem Aufstieg der Sportfreunde Siegen in die Regionalliga West zum ersten Heimtreffen der Sportfreunde gegen den Bundesliga-Absteiger Borussia Dortmund 22.339 Besucher. Der BVB gewann 1:0.

1975 wurde eine überdachte Tribüne eingeweiht. In den Katakomben befinden sind die Bereiche für die Spieler und die technische Ausrüstung (Heizung, Stromversorgung)untergebracht.

Das bisher letzte Fußball-Länderspiel der Frauen am 25. September 2005 gewann die DFB-Elf gegen Russland 5:1.

Das Stadion hat nach dem letzten Ausbau eine Kapazität von 19.400 Plätzen, davon 2.108 überdachte Sitzplätze und 17.292 Stehplätze. Es ist für 18.716 Zuschauer zugelassen worden. Das Stadion ist eines der größten in der NRW-Liga, in der die Sportfreunde Siegen spielen. Seit der Saison 2003/2004 hat das Stadion eine Flutlichtanlage mit einer Lichtleistung von 850 lx. Ein Notstromaggregat sichert beim Ausfall der Netzversorgung auf dem Spielfeld 15 lx. Im Jahr 2004 wurde der Innenbereich durch einen 2,50 m hohen Zaun gemäß den Auflagen des DFB abgetrennt und eine neue Lautsprecheranlage installiert. Für die Sicherheitskräfte steht eine Einsatzzentrale mit modernster Video-Technik zur Verfügung.

Nach der Modernisierung der Westkurve und Gegengerade musste das Stadion infolge des Aufstiegs der Sportfreunde Siegen in die 2. Bundesliga im Sommer 2005 erneut renoviert werden. Im ersten Schritt wurde die Ostkurve mit neuen Stufen und Wellenbrechern sowie einem Sicherheitszaun ausgestattet. Daneben wurden die Eingänge und Kassen modernisiert. Um die DFL-Auflagen vollends zu erfüllen, ist die Überdachung der Gegengerade geplant, um dort die geforderten Medienplätze zu schaffen. Diese befinden sich zurzeit unter der Haupttribüne. Außerdem wird über den Bau einer Rasenheizung nachgedacht, um die heutigen Ansprüche an ein zeitgemäßes Stadion zu erfüllen. Durch den Abstieg in die Oberliga sind diese Pläne vorläufig auf Eis gelegt.

Das Leimbachstadion ist über die Leimbachstraße zu erreichen, welche das Stadion mit der Innenstadt und der Anschlussstelle Siegen-Eisern an der A 45 verbindet. Zudem wird das Stadion durch drei Linien (SB4, R155 und L102) der VGWS angefahren, während Heimspielen der Sportfreunde zusätzlich durch die vier Sonderlinien M1 - M4.

Frühere Pläne eines britischen Investors für den Neubau einer überdachten, für 20.000 Personen ausgelegten Multifunktionsarena mit integriertem Einkaufszentrum, Kulturbetrieb und angeschlossenem Kongresszentrum haben sich zerschlagen.

Zum Seitenanfang



Patrick Helmes

Patrick Helmes.jpg

Patrick Helmes (* 1. März 1984 in Köln) ist ein deutscher Fußballspieler.

Der Mittelstürmer verlebte seine fußballerische Jugend wechselnd in Siegen und zwischen 1997 und 2000 in den jeweiligen Jugendmannschaften des 1. FC Köln.

Im Alter von 16 Jahren wurde Helmes in Köln zunächst aufgrund mangelnder körperlicher Robustheit aussortiert, so dass er zum damaligen Regionalligisten Sportfreunde Siegen wechselte. Dort erlebte er innerhalb kürzester Zeit sowohl ein rasches körperliches Wachstum als auch eine aufsteigende Entwicklung in sportlicher Hinsicht. Nach einem Jahr in der zweiten Mannschaft der Sportfreunde in der Saison 2002/03 und der darauffolgenden Spielzeit mit sporadischen Einsätzen in der Regionalliga Süd, entwickelte er sich in der Saison 2004/05 mit insgesamt 21 Treffern zum Torschützenkönig der Liga und schaffte mit SF Siegen gleichzeitig den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Er wechselte daraufhin für 200.000 Euro zu seinem alten Jugendverein, dem 1. FC Köln. Dort war er vornehmlich für die Position des rechten Außenstürmers vorgesehen. Am siebten Spieltag der Saison 2005/06 erzielte er dabei bei seinem erst zweiten Bundesligaeinsatz für den FC bei dessen 2:1-Niederlage in Leverkusen seinen ersten Bundesligatreffer. Anfangs konnte er sich nicht durchsetzen und wurde meist nur eingewechselt oder hat gar nicht gespielt. Erst am Ende der Saison konnte er sich einen Stammplatz erkämpfen und zeigt seitdem wie vorher schon in Kurzeinsätzen seine Torgefährlichkeit. In der Saison 2005/06 stieg er mit dem 1. FC Köln in die zweite Bundesliga ab.

In den ersten fünf Spielen der Saison 2006/07 zeigte Helmes gute Leistungen (Kicker-Durchschnittsnote 1,90) und schoss 7 Tore.

Am 25. September 2006 zog er sich im Spiel gegen Rot-Weiss Essen einen Mittelfußbruch zu. Trotz der Verletzung erzielte er noch sein 7. Saison-Tor. Die Verletzung, die nach erster Einschätzung der Ärzte eine mindestens achtwöchige Pause nach sich ziehen sollte, war aber so schwerwiegend, dass Helmes mehr als vier Monate pausieren musste und erst am 9. Februar 2007 sein Comeback beim Auswärtsspiel in Braunschweig feiern konnte.

Am 31. Januar 2007 gab Helmes bekannt, bei Bayer 04 Leverkusen zwei Verträge unterschrieben zu haben - einen, der ab Juli 2007 gilt, und einen, der ab Juli 2008 gilt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Helmes beim 1. FC Köln noch einen Vertrag bis Sommer 2007, wobei Köln jedoch die Option hatte, diesen bis 2008 zu verlängern. Köln nahm diese Option wahr, so dass Helmes bis 2008 an den FC gebunden war. Ein Angebot Leverkusens, ihn gegen Zahlung einer Ablösesumme schon im Sommer 2007 zu verpflichten, lehnte die Kölner Vereinsführung mit Blick auf die Wichtigkeit von Helmes für die Kölner Wiederaufstiegspläne ab.

Für die Saison 2007/08 ernannte Kölns Trainer Christoph Daum Helmes zum Mannschaftskapitän, vor dem Spiel gegen Kickers Offenbach am 9. Spieltag wurde die Kapitänsbinde jedoch nach einer Besprechung zwischen Trainer Christoph Daum und Helmes an Matthias Scherz übergeben. In 33 absolvierten Spielen während dieser Spielzeit erzielte er 17 Treffer und gab sechs Vorlagen zum Torerfolg. Am Ende der Saison wurde der 3. Platz erreicht und so der Aufstieg mit Köln in die Fußball-Bundesliga.

Im Januar 2008 war der Wechsel von Helmes zu Bayer 04 Leverkusen zum 1. Juli 2008 endgültig perfekt. Sein erstes Pflichtspiel absolvierte Helmes im DFB-Pokal am 10. August 2008, bei dem er mit einem Tor maßgeblich zum knappen 3:2-Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen beitrug. Knapp eine Woche später gab er sein Debüt für Leverkusen in der Bundesliga. Er startete gut in die Saison 2008/09, so erzielte er an jedem der ersten sechs Spieltage - bis auf den 3. Spieltag - mindestens ein Tor, beim 4:0-Sieg über Hannover 96 erzielte Helmes sogar drei Tore.

Helmes spielte von 2005 bis 2006 in der U21-Nationalmannschaft des DFB. Im Rahmen der EM-Qualifikation schoss er die deutsche U21-Auswahl am 5. September 2006 gegen Rumänien mit einem Doppelpack (zum 2:0 bzw. 3:0) fast im Alleingang zum entscheidenden 5:1-Sieg.

Am 25. März 2007 wurde er erstmals in den A-Kader der deutschen Nationalmannschaft für das Testspiel gegen Dänemark, das am 28. März in der MSV-Arena in Duisburg stattfand, berufen und auch eingesetzt. Helmes wurde am 16. Mai 2008 in den vorläufigen Kader für die Fußball-Europameisterschaft 2008 berufen, jedoch am 28. Mai zusammen mit Jermaine Jones und Marko Marin von Joachim Löw aus dem EM-Kader gestrichen.

Am 18. November 2008 erzielte Patrick Helmes bei der 1:2-Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen England sein erstes Länderspieltor. Nach einem Absprachefehler des englischen Abwehrchefs und Kapitäns John Terry und dessen Torwart Scott Carson schoss er in der 63. Minute das 1:1 im Berliner Olympiastadion.

Helmes ist der Sohn des ehemaligen Profifußballers und jetzigen Trainers Uwe Helmes.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia