Southside

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Geschrieben von c3po 28/04/2009 @ 04:13

Tags : southside, musikfestival, festivals, kultur

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Southside

Southside Festival 2005

Das Southside ist ein jährlich stattfindendes Musikfestival mit Schwerpunkt Alternative Rock. Erstmals 1999 auf einem ehemaligen Militärflugplatz in Neubiberg bei München wird es seit 2000 in Neuhausen ob Eck bei Tuttlingen im „take-off GewerbePark“, einem ehemaligen Militär- und Flugplatzgelände der Heeresflieger, veranstaltet.

Die Bezeichnung Southside leitet sich vom Englischen south side ab, was soviel wie südliche Seite bedeutet und auf die Lage des Festivals im Süden Deutschlands hinweist. Gleichzeitig findet im niedersächsischen Scheeßel das ältere Schwester-Festival Hurricane statt, welches größtenteils dasselbe Line-Up aufweist.

Veranstalter der Zwillingsfestivals sind die FKP Scorpio und KOKO & DTK Entertainment GmbH.

Das umzäunte Festivalgelände auf dem Hochplateau befindet sich in Verlängerung der Tuttlinger Straße, der engen Neuhausener Ortsdurchfahrt, direkt an der Bundesstraße 311 (B 311) von Ulm nach Geisingen. Trotz Straßensperrungen und Staus auf der B 311 rund um Neuhausen ob Eck zu bleibt das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck während des Southside-Festivals erreichbar.

2008 wurde zum ersten Mal im Neuhausener Ortsteil Worndorf ein Parkplatz eingerichtet, von dem ein Teil der Festivalbesucher mit einem kostenlosen 24-Stunden-Shuttleservice zum Gelände gebracht wurde. Diese Shuttlebusse verkehren bereits seit mehreren Jahren ausgehend vom Bahnhof Tuttlingen, und entlasten den Verkehr aus östlicher Richtung. Das Parken oder Halten an der B 311 neben dem Festivalgelände ist verboten, Fahrzeuge werden abgeschleppt.

Auf dem 1997 verkauften ehemaligen Militär- und Flugplatzgelände der Heeresflieger (bis 1994 EDPH, heute EDSN) unterhalten die Bands auf zwei Freiluftbühnen und einer Zeltbühne. Trotzdem gehe die Gewerbeansiedlung auf dem ehemaligen Militärgelände mit Vorrang weiter. Möglicherweise müssten sich die Veranstalter in fünf oder mehr Jahren um außerhalb gelegenes Gelände für Park- und Campingmöglichkeiten bemühen. Auf jeden Fall bliebe die Landebahn als Veranstaltungsort für das Konzert erhalten. Die asphaltierte 1,2 Kilometer lange und mit Sicherheitsstreifen 200 Meter breite Landebahn dient ansonsten der zivilen Luftfahrt mit Helicoptern, Motorseglern (GLDP) und Ultraleichtflugzeugen (UL) als Start- und Landepunkt. Für den Geschäftsführer des Gewerbepark-Zweckverbands, Herbert Bauer, ist das jährliche Southside-Festival ein wesentlicher Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit des Gewerbeparks. Das Southside-Festival ist auch langfristig am Standort des Gewerbeparks in Neuhausen gesichert, jedenfalls soweit es auf den Zweckverband Gewerbepark ankommt.

Die Mehrheit der Besucher übernachtet neben der ehemaligen Landebahn auf einem großen Zeltplatz.

Für das Southside Festival vom 19. bis zum 21. Juni 2009 sind bereits Die Ärzte als Headliner bestätigt worden. Noch mit dabei sind bis jetzt Anti-Flag, Auletta, Ben Harper and Relentless7, Blood Red Shoes, Bosse, Brand New, Clueso, Culcha Candela, Datarock, Delphic, Dendemann, Disturbed, Duffy, Eagles of Death Metal, Editors, Eskimo Joe, Faith No More, Fettes Brot, Fleet Foxes, Florence and the Machine, Frank Turner, Franz Ferdinand, Friendly Fires, Get Well Soon, Gogol Bordello, Howling Bells, Johnossi, Just Jack, Karamelo Santo, Katy Perry, Keane, Kings of Leon, Kraftwerk, Less Than Jake, Lily Allen, Lovedrug, Lykke Li, Moby, Nick Cave and The Bad Seeds, Nine Inch Nails, Nneka, No Use For A Name, Paolo Nutini, Pixies, Portugal.The Man, Ska-P, Social Distortion, The Alexandria Quartet, The Asteroids Galaxy Tour, The Dø, The Gaslight Anthem, The Horrors, The Living End, The Mars Volta, The Sounds, The Ting Tings, The Whip, The Wombats sowie Tomte.

Im Jahre 2008 fand das Southside vom 20. bis 22. Juni statt. Mit rund 50.000 verkauften Karten war das Southside Festival ausverkauft und die Southside-Macher konnten einen neuen Besucher-Rekord verzeichnen. Viele Besucher waren auf das überraschend gute Sommerwetter nicht eingestellt, was zu zahlreichen Hitzschlägen führte. Die Polizei vermeldete außer Verkehrsbehinderungen rund um das Festival-Gelände sowie 40 angezeigte Diebstähle keine größeren Zwischenfälle. Durch das seit zwei Jahren bestehende Verbot des Crowd-Surfens konnte die Zahl der schwereren Verletzungen auf fünf reduziert werden. Bei polizeilichen Großkontrollen am An- und Abreisetag vermeldet die Polizei jedoch Verstöße gegen die Straßenverkehrs-Ordnung, das Betäubungsmittel- und Waffengesetz. Einige Festivalbesucher haben ihr Zelt zum Einwegzelt erklärt und es in der Nacht von Sonntag auf Montag angezündet. Pavillons, Stühle und ganze Mülltonnen sind Opfer der Flammen geworden. Über 25 Einsätze hat die Gesamtfeuerwehr Neuhausen allein in der Nacht zum Montag gezählt. Laut Andreas Sengebusch, Festivalleiter von FKP Scorpio Konzertproduktionen aus Hamburg und Koordinator von bis zu 2000 Security-Leuten, Gastronomen und Bühnenarbeiter, sei an den Gerüchten, das Festival wolle umziehen, nichts dran. Grund war, dass jede verkaufte Gewerbefläche für den Festival-Campingplatz fehlt.

Zudem wurden die Viertelfinal-Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2008 auf einer Großleinwand übertragen.

Das Southside 2007 fand vom 22. bis 24. Juni 2007 statt. Die Kapazität wurde in diesem Jahr auf 45.000 erweitert. Vor Beginn des Festivals gab es am Donnerstag, dem 21. Juni 2007 schwere Unwetter, bei denen die Zeltbühne (Coca-Cola Soundwave Tent) durch einen Sturm schwer beschädigt wurde. Ein 28-jähriger Mitarbeiter der Johanniter-Unfallhilfe, der in einem Rettungswagen vor dem Unwetter Schutz gesucht hatte, wurde durch ein herabstürzendes Metallrohr so schwer verletzt, dass er wenige Stunden später im Tuttlinger Klinikum verstarb. Ein weiterer Rettungsdienst-Mitarbeiter wurde lebensgefährlich verletzt. Ein weiterer schwer verletzt. Aufgrund der irreversiblen Schäden mussten alle 17 Konzerte die auf der Zeltbühne stattfinden sollten abgesagt werden. Die Hamburger FKP Scorpio Konzertproduktion GmbH, die mit Juniorpartner Koko TDK Entertainment das Southside-Festival veranstalteten, hat aufgrund des tödlichen Unfalles Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Rottweil gegen den leiter einer Zollkontrolle erstattet. Ein Einsatzkommando der Singener „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ hatte an diesem Tag die Southside-Baustelle kontrolliert. Der Chefkontrolleur habe den Zeltmeister daran gehindert, vor dem drohenden Unwetter den Zeltaufbau zu sichern.

Das Southside 2006 fand vom 23. bis 25. Juni 2006 statt und war schon längere Zeit im Voraus ausverkauft. 2006 gab es wieder eine dritte Bühne, auf welcher kleinere, vornehmlich unbekanntere Bands auftraten. Am Sonntag, dem 25. Juni wurde das Festival kurz nach dem Auftritt von Fettes Brot von einem heftigen Sturm heimgesucht, konnte nach zwei Stunden Unterbrechung jedoch gegen 21 Uhr mit dem Auftritt von Seeed fortgesetzt werden.

Das Southside 2005 fand vom 10. bis 12. Juni 2005 statt und war mit ca. 45.000 Zuschauern erneut ausverkauft.

Das Southside 2004 fand vom 25. bis 27. Juni 2004 statt und war mit ca. 38.000 Besuchern vollständig ausverkauft. David Bowie sollte als Headliner auftreten, musste seinen Auftritt aber wegen eines Herzinfarkts absagen.

Im Jahr 2003 wurden beim Southside-Festival erstmals seit 2000 wieder drei Tage lang, von Freitag bis Sonntag, Musik geboten. Das Line-up war entsprechend umfangreicher und setzte mit seiner Besetzung den Maßstab für die nachfolgenden Veranstaltungen. Gespielt wurde auf zwei Bühnen, wobei die kleinere Bühne in einem großen, seitlich offenem Zelt untergebracht war. Dies vermittelte meist ein behagliches Gefühl und bot Schutz vor Sonne und Niederschlag, allerdings war die Luftzirkulation bei intensivem Up and Down nur eingeschränkt.

40.000 Musikfreunde trafen sich 2002 auf dem Flugplatz Neuhausen ob Eck, um dort beim dritten Southside-Festival mitdabeizusein.

Am Ende des zweiten Tages sorgte Marilyn Manson für einen Eklat, als er das Publikum zuerst mit obszönen Gesten bedachte und die Bühne anschließend nach einem lediglich etwa zwanzigminütigen Auftritt endgültig verließ. Daraufhin begann ein Teil der Zuschauer mit einem wütendem Pfeifkonzert und mit dem Bewerfen der Bühne mit Schlamm und anderen Gegenständen. Die Veranstalter des Festivals, unterstützt von Sandra Nasić, der Sängerin der ebenfalls aufgetretenen Guano Apes, appellierten lange an die Vernunft der Menge, die sich allerdings nicht mehr besänftigen ließ, schlussendlich die Bühne stürmte und das Equipment der Band völlig zerstörte.

Aufgrund dieses Zwischenfalls wurde den Betreibern nicht gestattet, weitere Konzerte in München abzuhalten, was schließlich zum Umzug des Southside Festivals nach Neuhausen ob Eck führte.

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Southside Johnny & the Asbury Jukes

Southside Johnny (mit wirklichem Namen John Lyon, * 4. Dezember 1948 in Neptune, New Jersey, USA) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Frontmann der Band Asbury Jukes.

Lyon wuchs in Ocean Grove, New Jersey, auf und absolvierte in Neptune die Highschool. Als Künstler trat Southside Johnny erstmals Mitte der 1970er Jahre unmittelbar nach Bruce Springsteen als Mitglied der "Jersey Shore Music Scene" in Erscheinung.

Seine ersten drei Alben, "I Don‘ Want To Go Home" (1976), "This Time It’s For Real" (1977) und "Hearts Of Stone" (1978), waren stark von Rhythm and Blues geprägt. Produziert wurden die Alben von Steven Van Zandt, dem Mitbegründer der Band und engen Freund von Bruce Springsteen. Alle Lieder waren zudem von Van Zandt und/oder Springsteen geschrieben. Das von Van Zandt geschriebene "I Don’t Want To Go Home" sollte zu Southside Johnnys Erkennungslied werden, eine Mischung aus Bläser-Phrasen und emotionalen Textzeilen. Zu den weiteren Hits zählen neben den Titelsongs der ersten drei Alben "I Played The Fool", "Talk To Me", "The Fever", "Love On The Wrong Side Of Town", "Trapped Again", einer Version von Sam Cookes "Havin' A Party" sowie das mit einem neuen Arrangement versehene "Without Love" von Aretha Franklin.

Im Jahr 1982 wählte das Magazin Rolling Stone das Album "Hearts Of Stone" unter die Top-100-Alben der 1970er und 1980er Jahre. In Westdeutschland gab die Band Konzerte u.a. mehrtägig im Onkel Pö in Hamburg und dem Kant-Kino in Berlin. Der Auftritt in der Essener Grugahalle (1979) wurde 2004 zusammen mit dem Konzertmitschnitt aus der Kölner Live Music Hall von 1992 in der DVD-Reihe "at Rockpalast" des WDR veröffentlicht.

Da die Formation ständig in Springsteens großem Schatten stand, blieb der erhoffte nationale kommerzielle Erfolg aus, und 1979 wurden sie von ihrer Plattenfirma fallengelassen. Die Jukes arbeiteten ohne Van Zandt weiter, der mittlerweile Mitglied bei Bruce Springsteens E Street Band geworden war, und veröffentlichten die Alben "The Jukes" (1979) und "Love Is A Sacrifice" (1980); Gitarrist Billy Rush übernahm in dieser Zeit die Rolle des wichtigsten Songwriters für die Band. Aber auch diesen beiden Alben war kein besonderer Erfolg beschieden, höhere Verkaufszahlen wurden mit der ersten Best-Of-Zusammenstellung "Havin' A Party With Southside Johnny" (1979) und dem ersten Live-Doppelalbum "Reach Up And Touch The Sky – Live" (1980) erreicht.

Während der achtziger Jahre veröffentlichte Southside Johnny kontinuierlich neue Aufnahmen: "Trash It Up" (1983), ein von Nile Rodgers produziertes und vom Discosound beeinflusstes Album; "In The Heat" (1984) und das sich wieder mehr an den Ursprüngen orientierende "At Least We Got Shoes" (1986), auf dem u. a. Patti Scialfa, die spätere Ehefrau von Bruce Springsteen, zusammen mit Bobby Bandiera als Songwriterin mitwirkte, der wiederum Billy Rushs Posten fortan übernehmen sollte. Scialfa ist zudem zusammen mit Lisa Lowell und Soozie Tyrell, letztere seit 2002 ebenfalls bei Springsteens E Street Band engagiert, auf mehreren Alben der Jukes im Backgroundchor zu hören.

1988 erschien Johnnys erstes Soloalbum "Slow Dance", das überwiegend Balladen und Liebeslieder enthielt, aber auch den Song "Little Calcutta", das heute noch als Southsides politischstes Lied gilt und das Leben und das Klima der Obdachlosen in New York City beschreibt.

Es folgten mehrere Wechsel sowohl der Plattenfirma als auch in der personellen Besetzung der Jukes, begleitet von anhaltenden Tourneen.

Seine Plattenkarriere wurde fortgesetzt mit dem Album "Better Days" (1991), das von van Zandt produziert wurde und Lieder von Bruce Springsteen enthielt. Neben Southside wurden die Songs von van Zandt, Springsteen und auch Jon Bon Jovi gesungen. The Jukes starteten eine weltweite Tour, um das Album zu promoten. Aber wieder einmal zeigte sich Southside Johnnys Pech mit der Plattenindustrie, als seine Plattenfirma noch während der Tournee bankrott ging.

Southside schuf den Titelsong für die Sitcom Dave’s World, eine Coverversion von Billy Joel’s "You May Be Right".

Danach nahm Southside eine Auszeit vom Musikgeschäft und ging nach Nashville. Einige Mitglieder der Asbury Jukes wurden Mitglied der Max Weinberg Seven und traten in der Fernsehshow "Late Night with Conan O’Brien" auf, während andere als Aufnahme- und Tourmusiker für Künstler wie Jon Bon Jovi, Willy DeVille, Graham Parker oder Robert Cray arbeiteten.

1997 kam Southside ins Rampenlicht zurück mit dem auf einem Independentlabel erschienenen Doppel-Album "Spittin‘ Fire", einer halb-akustischen Liveaufnahme, die in Frankreich während einer Reihe von 10 Konzerten im "Chesterfield Café" im Vorjahr aufgenommen worden war.

Nach einer weiteren Zeit ohne einen Schallplattenvertrag gründete Southside schließlich im Jahr 2001 sein eigenes Schallplattenlabel "Leroy Records" und veröffentlicht seither seine Alben in Eigenregie: Messin' With The Blues (2000), Going To Jukesville (2002), Missing Pieces (2004), Into The Harbour (2005) jeweils zur einen Hälfte mit gecoverten Klassikern und zur anderen mit eigenen Kompositionen, bei denen es sich nicht selten um Kollaborationen mit Jukes-Gitarrist Bobby Bandiera oder Jukes-Pianist und -Organist Jeff Kazee handelt.

Southside Johnny ist nach wie vor fast unablässig auf Tournee und hat bei allen Konzerten ein Stammpublikum, insbesondere in einigen Regionen der USA, aber auch in UK und im restlichen Europa. Die DVD "Live At The Opera House" (2003), aufgenommen 2002 in Newcastle/England, dokumentiert die nach drei Dekaden immer noch ungebrochene Energie eines Jukes-Konzerts. Von 2005 an lebte Southside Johnny eine Zeit in Delaware Bay, wohnt 2008 jedoch wieder in Ocean Grove. Sein jährliches Auftreten bei Springsteens "Asbury Park Ferien-Show" verursacht genau so viel Auflauf wie bei Springsteen selbst.

Seit 2003 gibt Southside Johnny im Rahmen seiner alljährlich im letzten Quartal durchgeführten Europa-Tournee jeweils ein exklusives Konzert in Deutschland (in Osnabrück bzw. Melle), zu dem Zuschauer aus ganz Deutschland anreisen.

Zum Jahreswechsel 2006/2007 wurde das insgesamt fünf CDs umfassende Box-Set Jukebox herausgebraucht: vier CDs mit bisher weitestgehend unveröffentlichtem Material und eine Bonus-Disk mit Höhepunkten des legendären Jukestock-Konzerts aus dem Jahr 2001.

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Berlinova

Zelte auf dem Berlinova 2004

Berlinova ist der Name eines Musikfestivals, das von 2003 bis 2005 jährlich in Luckau stattfand.

Im Raum Berlin war dieses Festival einzigartig, da es auf keine Musikrichtung beschränkt war und nationale sowie internationale Künstler aufweisen konnte. Dabei setzten die Veranstalter im Gegensatz zu den großen Festivals auf einen vergleichsweise kleinen Preis, buchen aber kaum kostenintensive Weltstars sondern beschränken sich auf Bands mit treuer Fangemeinde.

Kritiker bemängelten, dass sich wegen der Buchung von Bands aus verschiedensten Stilrichtungen eine zu große Stilvielfalt ergab, unter welcher die Qualität des Festivals leide. Auch der mangelnde Support der Festivalbesucher durch die Veranstalter wird kritisiert. So wurden in den letzten Jahren die Internetseiten des Festivals nur in unregelmäßigen Zeitabständen aktualisiert und die Besucher nur unzureichend über den Ablauf informiert.

Das bisher letzte Berlinova fand vom 10.-12. Juni 2005 statt, musste aber aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Festivals Hurricane und Southside und des damit verbundenen Mangels an verfügbaren Künstlern mit einem deutlichen Besucherrückgang auskommen. Im Jahr 2006 sollte das Festival am 2. September an nur einem Abend in der Berliner Waldbühne stattfinden, wurde aber aufgrund des parallel stattfindenden Feuerwerkwettkampfes Pyronale auf dem angrenzenden Maifeld und den daraus resultierenden Lärmüberschneidungen abgesagt. Das angekündigte Lineup bestand unter anderem aus den Bands Wir sind Helden, Tomte und Babyshambles. Die Zukunft des Festivals ist derzeit ungewiss.

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Laut gegen Nazis

Die Kampagne Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen – hat es sich im August 2004 zur Aufgabe gemacht, einen Zusammenschluss der Zivilgesellschaft und eine starke Öffentlichkeit gegen den wachsenden Rechtsextremismus zu erwirken.

Prominente Unterstützer sind u.a. Peter Lohmeyer, Smudo, Jo Brauner (Ex-Tagesschau-Chefsprecher), Silbermond, und Revolverheld. Unterstützt werden sie von vielen prominenten Persönlichkeiten aus Kultur, Musik und Gesellschaft. Die Kampagne versucht, Kulturschaffende, Agenturen, Unternehmen, Medien, Wirtschaft, Politik, wichtige Verbände und Vereine für ein verantwortungsvolles Handeln gegen die Etablierung rechtsextremen Gedankengutes und dessen Parteien in einem Netzwerk zu vereinen.

Die Kampagne organisiert hauptsächlich Musikveranstaltungen, um auf die Verbreitung des rechtsextremen Gedankengutes aufmerksam zu machen, und hat außerdem in Zusammenarbeit mit prominenten Unterstützern bereits eine eigene Hörbuch-Edition zum Thema rechte Ideologie veröffentlicht.

Laut gegen Nazis war außerdem Kooperationspartner des Southside Festivals sowie des Hurricane Festivals 2007.

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Hurricane Festival

Die Green Stage 2005. Es spielen die Beatsteaks

Das Hurricane Festival ist ein seit 1997 auf der Motorrad-Sandrennbahn Eichenring bei Scheeßel stattfindendes Musikfestival. Mit derzeit 70.000 Besuchern zählt es zu den größten Musikfestivals in Deutschland. Gleichzeitig mit dem „Schwesterfestival“ Southside wird es jeweils im Juni von der FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH und KoKo Konstanz GmbH veranstaltet. Wie viele andere große Festivals setzt das Hurricane auf eine Mischung aus Rock, Alternative und Pop, wobei neben etablierten Stars auch Neulinge zum Zuge kommen.

Bereits am 8. und 9. September 1973 fand unter dem Titel „Es rockt in der Heide“ das erste Festival in Scheeßel statt.

Anfang September 1977 entstand beim "First Rider Open Air" ein Schaden in Millionenhöhe, als der Veranstalter die Bands nicht bezahlen konnte bzw. sich mit der Kasse aus dem Staub gemacht hatte. Ein Teil der angekündigten Bands kam gar nicht erst nach Scheeßel. Die wütenden Musikfans und die um ihren Lohn geprellten Ordner randalierten auf dem Festivalgelände, brannten die Bühne nieder, plünderten die Container und randalierten auch teilweise in dem Ort Scheeßel. Das Festival begann bei gutem Wetter mit "Long tall Ernie and the Shakers" aus Holland und endete mit "Radar Love" von Golden Earring bevor es anfing zu brennen.

Aufgetreten sind u. a. neben den vorgenannten Bands Van der Graaf Generator und Colosseum. Angekündigt war u. a. Ray Manzarek, der Pianist der Doors. Insgesamt gab es durch diese Ereignisse einige Verletzte und einen hohen Sachschaden. Seinerzeit gab es nur eine Bühne innerhalb des Eichenrings. Darauf hin fanden die Rock-Festivals in Scheeßel ein vorläufiges Ende.

Erst 1997 wurde mit dem ersten Hurricane-Festival die Tradition des Ortes fortgesetzt. Anfangs spielten die Bands an zwei Tagen (Samstag und Sonntag), seit dem Jahr 2003 findet das Festival an drei Tagen (Freitag, Samstag und Sonntag) statt.

Die Publikumszahl hat inzwischen 70.000 zahlende Zuschauer erreicht. 2005 war das Festival mit über 60.000 verkauften Tickets ausverkauft; dies ließ aber bei einigen Besuchern Kritik laut werden, da sowohl der Zeltplatz als auch das Gelände selbst als zu überfüllt angesehen wurden. Aus diesem Grund wurde im darauffolgenden Jahr (2006) das bereits 2 Monate vor Festivalbeginn ausverkaufte Kontingent auf 50.000 Tickets reduziert. Durch eine Erweiterung von Zelt- und Bühnenfläche wurde 2007 das Kontingent wieder auf 60.000 Tickets angehoben. Die Anzahl verkaufter Karten stieg 2008 auf 70.000 an.

Angereist werden kann ab Donnerstagmittag. Bedingt durch die Lage trifft man neben Besuchern aus ganz Deutschland auch Menschen aus England, den Niederlanden und den Nordischen Ländern auf dem Hurricane. Aufgrund der steigenden Beliebtheit dieses Festivals kommt es jedoch auch immer häufiger zu Treffen mit Menschen aus aller Welt.

2006 kam es etwa 90 Minuten vor dem offiziellen Ende des Festivals zum schwersten Unwetter in der Geschichte des Hurricane Festivals. Sturmböen mit Windstärke elf und Niederschläge mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter verursachten den Abbruch des Festivals sowie Schäden an zahlreichen Zelten und Pavillons. Die Zeltplätze standen teilweise kniehoch unter Wasser, so dass mehrere tausend Festivalbesucher im Diskozelt eine Notunterkunft fanden. Viele PKW steckten fest und konnten nur mit Hilfe von Landmaschinen der ortsansässigen Landwirte aus dem aufgeweichten Parkplatz befreit werden.

Bis 2004 hatte der Kölner Musiksender VIVA die exklusiven Übertragungsrechte der Bühnenshows. Im Jahr 2004 wurden zum ersten Mal die Auftritte auf der Center Stage auch hochauflösend in HDTV aufgezeichnet und exklusiv auf dem ersten europäischen HDTV-Sender Euro1080 (jetzt HD-1) gesendet. Nach Übernahme der Mehrheit an VIVA durch Viacom, die ebenfalls im Besitz des (zuvor konkurrierenden) Musiksenders MTV sind, ist nun MTV Partner des Hurricane Festivals. 2005 wurde der Auftritt von Die Ärzte live auf MTV gezeigt; 2006 die drei Auftritte von Mando Diao, The Hives und The Strokes hintereinander; 2008 eine Zusammenfassung von Freitag und Samstag und der Auftritt von den Beatsteaks und Billy Talent. Des Weiteren sendete ARTE Dokumentationen über die Hurricane Festivals seit 2004.

Das Hurricane Festival 2009 findet vom 19. bis 21. Juni 2009 statt. Für die 13. Auflage des Festivals sind bereits Die Ärzte und Kings of Leon als Headliner bestätigt worden. Noch mit dabei sind bis jetzt Anti-Flag, Auletta, Ben Harper and Relentless7, Blood Red Shoes, Bosse, Brand New, Clueso, Culcha Candela, Dendemann, Disturbed, Duffy, Eagles Of Death Metal, Editors, Eskimo Joe, Faith No More, Fettes Brot, Fleet Foxes, Florence and the Machine, Frank Turner, Franz Ferdinand, Friendly Fires, Get Well Soon, Gogol Bordello, Howling Bells, Just Jack, Johnossi, Karamelo Santo, Katy Perry, Kraftwerk, Ladyhawke, Less Than Jake, Lykke Li, Moby, Nick Cave and The Bad Seeds, Nine Inch Nails, Nneka, No Use For A Name, Paolo Nutini, Pixies, Portugal. The Man, Social Distortion, Ska-P, The Asteroids Galaxy Tour, The Gaslight Anthem, The Living End, The Mars Volta, The Sounds, The Ting Tings, The Whip, The Wombats sowie Tomte.

Das Hurricane Festival 2008 fand vom 20. bis 22. Juni 2008 statt. Das Festival war pünktlich zu Festivalbeginn mit 70.000 Besuchern ausverkauft . Die Preise variierten je nach Datum des Kaufs zwischen 94 Euro (zzgl. Müllpfand) und 130 Euro. Tagestickets wurden nicht angeboten. Headliner der Green Stage waren Radiohead, die Foo Fighters und die Beatsteaks. Auf der Blue Stage spielten The Chemical Brothers, Maximo Park und The Kooks als Headliner.

Apoptygma Berzerk, Bat For Lashes, Beatsteaks, Biffy Clyro, Billy Talent, Black Rebel Motorcycle Club, Blackmail, British Sea Power, Calexico, Deichkind, Die Mannequin, Digitalism, Does It Offend You, Yeah?, Donots, Elbow, Enter Shikari, Flogging Molly, Foo Fighters, Jaguar Love, Jan Delay & Disko No 1, Jason Mraz, Jennifer Rostock, Kaiser Chiefs, Kettcar, Krieger, Madsen, Maxïmo Park, Millencolin, Monster Magnet, Nada Surf, NoFX, Oceansize, Operator Please, Panic at the Disco, Panteón Rococó, Patrice, Radiohead, Razorlight, Rise Against, Rodrigo y Gabriela, Shantel & Bucovina Club Orkestar, Sigur Rós, Slut, Tegan and Sara, The Beautiful Girls, The Chemical Brothers, The Cribs, The Enemy, The (International) Noise Conspiracy, The Kooks, The Pigeon Detectives, The Notwist, The Subways, The Weakerthans, The Wombats, Tocotronic, Turbostaat und Xavier Rudd.

Das Hurricane Festival 2007 fand vom 22. bis zum 24. Juni 2007 statt. Dabei wurde die Besucherkapazität auf 60.000 vergrößert und erstmalig in der Geschichte des Festivals die zweite Bühne (Blue Stage) aus dem Eichenring ausgelagert.

Aereogramme, The Arcade Fire, Beastie Boys, Bloc Party, The Blood Brothers, The Bravery, Bright Eyes, Cold War Kids, Deichkind, Do You Mind, Dropkick Murphys, Editors, Five O’Clock Heroes, Frank Black, Dendemann, Die Fantastischen Vier, The Films, Fotos, The Good, The Bad & The Queen, The Hold Steady, Howling Bells, Incubus, Interpol, Isis, Itchy Poopzkid, Jet, Johnossi, Juliette and the Licks, Karpatenhund, Kings of Leon, La Vela Puerca, Less Than Jake, Manic Street Preachers, Marilyn Manson, Me First and the Gimme Gimmes, Mute Math, Modest Mouse, Mogwai, Ohrbooten, One Fine Day, Pearl Jam, Placebo, Porcupine Tree, Queens of the Stone Age, Satellite Party, Snow Patrol, Sonic Youth, The Sounds, State Radio, Sugarplum Fairy, Super700, Tokyo Police Club, Virginia Jetzt!

Das Hurricane Festival 2006 fand vom 23. bis zum 25. Juni 2006 statt und war schon längere Zeit im Voraus ausverkauft. Insgesamt traten dort 66 Bands bzw. Künstler auf.

Das Hurricane Festival 2005 fand vom 10. bis 12. Juni 2005 statt und war schon früh ausverkauft. Insgesamt traten dort 42 Bands bzw. Künstler auf.

Das Hurricane Festival 2003 fand vom 20.-22. Juni statt.

Das Festival „Es rockt in der Heide“ 1973 fand am 8. und 9. September 1973 statt.

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Source : Wikipedia