Software

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Geschrieben von bishop 26/02/2009 @ 23:40

Tags : software, high-tech

Software (Band)

Software ist ein deutsches Musiker-Duo, das ausschließlich Elektronische Musik komponierte und spielte.

Die Band wurde 1984 gegründet und bestand aus den beiden Künstlern Peter Mergener (* 1951) und Michael Weisser (* 1948). Vor Software nannte sich das Duo Mergener&Weisser.

Die LPs und CDs der Band erschienen unter dem Label IC (Innovative Communication), das damals dem Elektro-Musiker Klaus Schulze gehörte und auf dem zahlreiche weitere elektronische Musiker, aber auch die Neue Deutsche Welle-Gruppe Ideal, spielten.

Nach der Auflösung von Software gingen die Musiker getrennte Wege: Peter Mergener komponiert und spielt weiterhin elektronische Musik, während Michael Weisser zunächst die Formation G.E.N.E. gründete und heute unter anderem als "Medienkünstler" aktiv ist.

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Software

Software ist ein Sammelbegriff für die Gesamtheit ausführbarer Programme und die zugehörigen Daten, welche die Arbeitsweise von softwaregesteuerten Geräten beeinflussen.

Im allgemeinen Sprachgebrauch und in der Literatur zu Softwaretechnik wird die Definition eingeschränkt auf Computerprogramme und die mit ihnen eng verbundenen Ressourcen, wie z. B. Konfigurationsdaten neben dazugehörigen Icons und Schriftarten, die zum Betrieb notwendig sind. Daten, die zur Verarbeitung bestimmt sind (z. B. digitalisierte Musikstücke), werden hier meist nicht als Software verstanden. Diese Definition wird auch als Softwaresystem oder Softwareprodukt angesehen und umfasst zusätzlich Bestandteile wie z. B. die Softwaredokumentation in der digitalen oder gedruckten Form eines Handbuchs. In diesem Sinne wurde der Begriff erstmalig 1958 von John W. Tukey benutzt.

Die allgemeine Definition beschreibt Software als Gegenstück zur Hardware, wobei Software hier jede Art von digitalen Daten umfasst, die auf einer Hardware gespeichert sein können, von der Firmware und (möglichem) BIOS, dem Betriebssystem, den I/O-Daten bis hin zu allen (möglichen) Dateien eines softwaregesteuerten Gerätes. Dieser Definition nach gehören zur Software auch z. B. Musikdaten auf einer CD. Wobei die CD selbst der Datenträger (die Hardware) ist, auf dem die Software gespeichert wurde, die für ein softwaregesteuertes Gerät, den CD-Spieler, bestimmt ist.

Aus technischer Sicht bezeichnet Software alle nichtphysischen Funktionsbestandteile eines softwaregesteuerten Gerätes.

Physische Bestandteile umschließen alles, was sich anfassen lässt (die Geräte selbst, zuzüglich Kabel, etc. – zusammen Hardware genannt). Hardware gibt den physischen Rahmen vor, innerhalb dessen Grenzen eine Software funktioniert: Sie stellt den physischen Träger, auf dem die Software existiert und die weitere physische Umgebung, allein mit Hilfe dessen eine Software ihre Funktion erfüllen kann.

Aus physischer Sicht könnte man sagen, dass es so etwas wie Software nicht gibt, da sie keine eigene Substanz besitzt. Was es gibt, das ist der Datenträger, der eine bestimmte Beschaffenheit aufweist. Software ist ein (meist elektronisch veränderbarer) Teil dieser Beschaffenheit.

Zur Veranschaulichung der nichtphysischen Gestalt von Software und ihren Einfluss auf die Arbeitsweise solcher Geräte, lässt sich ein Computer vorstellen, auf dem ein alternatives Betriebssystem installiert wird. Dafür muss die Hardware nicht erweitert oder ausgetauscht werden, was bedeutet, dass das Gerät äußerlich unverändert wirkt. Dennoch arbeitet es dank der neuen Software anders, als zuvor.

Software lässt sich nach verschiedenen Kriterien unterscheiden.

Die Entwicklung von Software ist ein komplexer Vorgang. Dieser wird durch die Softwaretechnik, einem Teilgebiet der Informatik, systematisiert. Hier wird die Erstellung der Software schrittweise in einem Prozess von der Analyse über die Softwaremodellierung bis hin zum Testen als wiederholbarer Prozess beschrieben.

In aller Regel wird die Software nach der Entwicklung mehrfach angepasst und erweitert. Der Software-Lebenszyklus kann daher viele Jahre betragen.

In der Rechtsprechung wird zwischen Individualsoftware und Standardsoftware unterschieden: Bei dem Erwerb von Individualsoftware wird ein Werkvertrag bzw. Werklieferungsvertrag abgeschlossen, der Erwerb von Standardsoftware gilt als Sachkauf.

Software, die nicht zur letzten Gruppe zählt, wird proprietär genannt. Zwischen den oben genannten Hauptformen der Softwareverbreitung gibt es zahlreiche Zwischen- und Mischstufen.

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Freie Software

Richard Stallman

Freie Software (engl.: free software; „frei“ wie in Freiheit) ist Software, die für jeden Zweck genutzt, studiert, bearbeitet und in ursprünglicher oder veränderter Form weiterverbreitet werden darf. Das schließt auch die kommerzielle Nutzung ein. Freier Software steht die proprietäre oder „unfreie“ Software gegenüber, die diese Freiheiten nicht oder nicht in vollem Umfang bietet. Diese Unterscheidung wurde von der Free Software Foundation (FSF) geprägt. Sie vertritt den Standpunkt, dass proprietäre Software ein ethisches und soziales Problem darstelle.

Für die Freiheiten (1) und (3) ist der Zugang zum Quelltext Voraussetzung, sonst wird das Verändern eines Programms schwierig bis unmöglich. Sind eine oder mehrere dieser Bedingungen nicht erfüllt, wird die Software als proprietär oder „unfrei“ bezeichnet.

Bei freier Software (Originalausdruck auf Englisch: free software) bezieht sich „frei“ nicht auf den Kostenaspekt – wie das englische „free“ in der zweiten Bedeutung „kostenlos“ interpretiert werden könnte – sondern auf die Freiheiten für den Nutzer der Software. Zu den garantierten Freiheiten gehört auch, freie Software zu einem beliebigen Preis verkaufen zu dürfen. Ein Teil der Lizenzen freier Software beinhaltet eine Copyleft-Regelung, das heißt die Freiheiten dürfen bei der Verbreitung der Software nicht eingeschränkt werden. Richard Stallman, der Begründer des GNU-Projekts, prägte den Ausspruch: „Free as in ‘freedom’, not as in ‘free beer’“ („Frei wie ‚Freiheit‘, nicht wie ‚Freibier‘“). Wegen seiner diesbezüglichen Eindeutigkeit hat auch „Software Libre“ eine gewisse Verbreitung gefunden. Freie Software ist also von „Freeware“ zu unterscheiden, die dem Benutzer nicht die Freiheiten einräumt, die in der Definition der Free Software Foundation (FSF) für freie Software gefordert werden. Hier wird das Wort „free“ ausschließlich in seiner zweiten Bedeutung – also im Sinne von kostenlos – gebraucht.

Freie Software ist immer auch Open Source, also quell-offen, jedoch ist Open-Source-Software zwar oft, aber nicht grundsätzlich frei. Außerdem vertreten die Befürworter hinter beiden Begriffen grundsätzlich verschiedene Ideologien: Open-Source-Anhänger verfolgen eine vom Neoliberalismus abstammende Sichtweise und betonen die pragmatischen Vorteile, während Freie-Software-Befürworter die Freiheit betonen. Dennoch arbeiten Anhänger beider Lager oft bei bekannten Freie-Software-Projekten zusammen. Auch ist die GNU GPL die beliebteste Lizenz bei von Open-Source-Anhängern dominierten Projekten. Einen Kompromiss im Streit um die Bezeichnung lässt sich in Begriffen wie „Free/Libre Open Source Software“ finden, wobei Vertreter der freien Software, wie etwa Richard Stallman, die Bezeichnung Open-Source grundsätzlich ablehnen und für überflüssig oder gar irreführend halten.

Der Begriff „Open Source“ wurde von Eric S. Raymond eingeführt, weil er glaubte, dass das unangenehme Thema Freiheit potentielle Geldgeber für entsprechende Projekte abschrecken könne. In der Darstellung der Open-Source-Bewegung wird die Freiheit, die freie Software den Benutzern gibt, daher nicht erwähnt. Sie stellt stattdessen die Auffassung in den Vordergrund, dass das Open-Source-Modell qualitative und wirtschaftliche Vorteile bietet und dass es ein Entwicklungsmodell ermöglicht, das dem von Closed-Source-Software überlegen ist. Die Free Software Foundation widerspricht diesen Behauptungen in ihrem allgemeinen Gültigkeitsanspruch und wirft der Open-Source-Bewegung vor, damit von den wesentlicheren Punkte abzulenken. Sie betont, dass für sie proprietäre Software in keinem Fall eine Alternative darstelle, auch wenn sie qualitativ besser und günstiger sein sollte. Für sie ist es essentiell, dass sie studieren können, was ein Programm genau macht und dass sie seine weitere Entwicklung beeinflussen und notfalls auch übernehmen können. Der Begriff „Open-Source-Software“ scheint mit der Betonung der Überlegenheit des Entwicklungsprozesses eher die Entwicklersicht wiederzugeben, während der Begriff „Freie Software“ auch die Sicht der übrigen Anwender einbezieht.

Die Open Source Initiative (OSI) bietet zwar eine Definition von Open Source an, die weitgehend der Definition freier Software von der FSF entspricht, jedoch bedeutet der Ausdruck im Englischen nur, dass der Quelltext zugänglich ist. Das Wort free hingegen hat als erste Bedeutung, dass etwas frei im Sinne von Freiheit ist (siehe auch Begriffsproblem freier Software). Wenn man klarstellt, dass diese Bedeutung gemeint ist, kann es keine grundsätzlichen Missverständnisse mehr geben. Bruce Perens, Hauptautor der Open-Source-Definition und Mitbegründer der OSI, hat seine Meinung deswegen geändert und spricht nun wieder von freier Software.

Aus Angst vor kommerzieller Ausnutzung oder amoralischem Gebrauch der eigenen Software gab und gibt es Bestrebungen, nicht alle Freiheiten aus der Definition freier Software in seiner Lizenz zu gewähren. Die Programmierer des Amiga-Emulators WinUae z. B. ärgerten sich darüber, dass die Firma Cloanto den Emulator in einer Kollektion mit diversen Spielen und Hilfsprogrammen als Amiga Forever Pack für ungefähr 60 Dollar verkaufte. Die eMule-Entwickler sahen sich mit Firmen wie 3PO Web-Invest konfrontiert, die eine neue proprietäre Version (eMcrypt-Emule) erstellten und kommerziell vertrieben, die sich vom Original nur durch hinzugefügte Spyware unterschied. Solche Vorfälle führen zu Erwägungen eines Modells, das die Freiheiten der freien Software um die kommerzielle Weiterverbreitung vermindert (aber die sonstigen unverändert beibehält). Von der FSF wird so etwas als halbfreie Software (semi-free software) bezeichnet.

1931 gründete Thomas J. Watson Sr. von IBM ein Methods Research Department um das Wissen zum Betrieb seiner Datenverarbeitungsverfahren zu sammeln und effektiv mit seinen Kunden zu teilen , was IBM mit den Nutzergruppen SHARE (Society to Help Avoid Redundant Effort) und GUIDE für seine Mainframe-Programmierung fortführte. Bis 1970 wurde Software von IBM kostenlos und inklusive Quellcode zur Verfügung gestellt. Zwischen 1960 und 1970 etablierte sich unter anderem an akademischen US-Einrichtungen (Stanford, Berkeley, Carnegie Mellon und MIT) eine „Hacker-Kultur“, für die es selbstverständlich war, eigene Software-Verbesserungen mit anderen Programmierern zu teilen. Programmierer tauschten die Software frei untereinander aus und gaben häufig den entsprechenden Quelltext weiter. Insbesondere in großen Benutzergruppen wie der DEC User Group (DECUS) war dies üblich. Es war auch gängige Praxis, den Quelltext der mit Computersystemen ausgelieferten Software mitzuliefern. Dadurch kamen viele Vorschläge für Verbesserungen und Fehlerkorrekturen zu den Computerherstellern zurück. Software wurde als Zugabe zu Computern gesehen, um diese nutzbar zu machen.

Am 23. Juni 1969 kündigte IBM neue Regeln für die Nutzung und Wartung seiner Software, getrennt von den Hardware-Nutzungsbedingungen an. Für Software wurde urheberrechtlicher Schutz in Verbindung mit Lizenzverträgen eingeführt. Die bislange freie Dienstleistung zur Wartung und Weiterentwicklung von Software wurde gesondert berechnet, was einen eigenen Wirtschaftsmarkt für diesen Dienstleistungssektor begründete. In den späten 1970er Jahren begannen auch andere Firmen, „Softwarelizenzen“ einzuführen, welche den Nutzen, die Weitergabe und die Möglichkeit der Veränderung der Programme einschränkte. Außerdem wurden viele Programme nicht mehr im Quelltext geliefert, sondern nur noch in maschinenlesbarer Form, zum Schutz der Software als Geschäftsgeheimnis, was eine Veränderung nahezu unmöglich machte. Zusätzlich wurde es mit dem Aufkommen von finanzierbaren Mikrocomputern von IBM, Apple, Atari oder Commodore üblich, Software getrennt von Computer-Hardware zu verkaufen und den Quelltext vor der Konkurrenz zu verbergen, die Software wurde somit proprietär. Immer mehr Hacker wurden von den Softwarefirmen angestellt, und die bisher wahrgenommenen Freiheiten wurden stark eingeschränkt, Software wurde zu einem künstlich verknappten Gut.

In diese Zeit fiel die Arbeit von Richard Stallman am „AI Lab“ (Abteilung für Künstliche Intelligenz) des Massachusetts Institute of Technology. Als dort ebenfalls proprietäre Software in den Laboren eingeführt wurde, bemühte Stallman sich darum, durch das Programmieren alternativer Software eine Monopolstellung proprietärer Anbieter zu verhindern. Er folgte damit seinen Prinzipien einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit, die einen freien und ungehinderten Austausch von Software vorsahen.

Im Jahre 1983 entschied sich dann die Firma AT&T, eine proprietäre Version ihres Unix auf den Markt zu bringen: UNIX System V. Da nun eine frei verfügbare Version von Unix fehlte, entschied sich Stallman, einen freien Unix-Klon zu erstellen, und kündigte im September 1983 das GNU-Projekt an, das die Schaffung des Klons zum Ziel hatte . Um Lizenzen für die Software erstellen zu können, welche die Idee der Freiheit mitbringen würden, entwarf er das Copyleft-Prinzip, und wandte darauf aufbauende Lizenzen auf die geschriebene GNU-Software an.

1985 folgte die Gründung der gemeinnützigen Stiftung Free Software Foundation (FSF), die der Förderung und Entwicklung von GNU und freier Software dienen sollte.

Da aber für verschiedene Softwareprojekte verschiedene Lizenzen bestanden, fasste Stallman 1989 die einzelnen Lizenzen zu einer einzigen Lizenz zusammen, der GNU General Public License (GNU GPL). Die GNU GPL ist die heute meist verbreitete Lizenz für freie Software.

Einen neuen Aufschwung erlebte die freie Software, als Linus Torvalds 1992 den von ihm geschriebenen Kernel Linux unter die GNU GPL stellte. Dies erlaubte es erstmals, einen Computer ausschließlich mit freier Software zu betreiben. Mit der darauffolgenden rasanten Entwicklung und Verbreitung von GNU/Linux wurde freie Software von immer mehr Menschen genutzt.

1997 veröffentlichte Eric S. Raymond das Essay „Die Kathedrale und der Basar“. Die Veröffentlichung war einer von vielen Faktoren, welche die Firma Netscape Communications Corporation dazu bewog, den Quelltext des Netscape Navigators freizugeben, aus dem später der Webbrowser Mozilla Firefox hervorging. Nach der Veröffentlichung gründeten Raymond, Bruce Perens und Tim O’Reilly die Open Source Initiative mit dem Ziel, den Begriff der „freien Software“ durch den Begriff „Open Source“ abzulösen, da dieser weniger ideologisch belastet sei. Dies führte zu einem Streit mit Richard Stallman, der den Begriff „Open Source“ ablehnt. Kurze Zeit darauf hat Bruce Perens sich auch in der "Wir sprechen von Freier Software"-Initiative der Free Software Foundation Europe als Unterstützer des Begriffs "Freie Software" listen lassen. Bis heute sorgen die beiden Bezeichnungen immer wieder für Verwirrung und Unstimmigkeiten zwischen den jeweiligen Unterstützern.

Derzeit (Juli 2007) sind über 5000 Software-Pakete im „FSF/UNESCO Free Software Directory“ eingetragen , welches 1999 ebenfalls als ein Projekt der FSF startete.

Freie Software kann, gemäß den vier Freiheiten, meist nahezu beliebig kopiert und weitergegeben werden (Stichwort: Copyleft). Freie Software darf zwar zu einem beliebig hohen Preis verkauft werden, doch ist sie fast immer auch kostenlos im Internet erhältlich und so ist ihr Verkaufswert auf Datenträgern meist nicht viel höher als die Selbstkosten. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist das GNU-Projekt, das freie Software mit deutlicher Profitspanne anbietet und in den 1980er-Jahren auch einen erheblichen Teil seiner Einnahmen aus dem Verkauf von Software bestritt. Das GNU-Projekt hatte damals jedoch aufgrund seiner zentralen Rolle bei der Entwicklung freier Software und der damals geringen Verbreitung und Leistungsfähigkeit des Internets eine besondere Rolle, die es heute nicht mehr gibt.

Heutige Geschäftsmodelle, die mit freier Software zu tun haben, konzentrieren sich deswegen auf den Dienstleistungsaspekt der Softwareentwicklung, -weiterentwicklung und -anpassung. Wartung und individuelle Anpassung der Software sowie Schulung und technische Unterstützung sind für die Kunden vorrangig. Firmen, die alleine diese Dienstleistungen als Geschäftsstrategie gewählt haben, sind zum Beispiel MySQL AB, Red Hat und Qt Software. Freie Software unterliegt keiner Rivalität und auch nicht der Ausschließbarkeit, ist somit ein reines öffentliches Gut und kann per Definition nicht einem üblichen Marktgeschehen unterliegen. Dennoch betrachten die Herausgeber proprietärer Software sie als eine ernste Bedrohung für ihr Geschäftsmodell der Lizenzierung und versuchen deshalb, potenzielle Kunden von der Benutzung freier Software abzuhalten.

Als Argumente für ihre Produkte führen Hersteller proprietärer Software unter anderem mehr Garantien, bessere Qualität – besonders im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit und bessere Dienstleistungen an. Solche Argumente, die auf Versprechungen von Open Source, nicht von Freier Software kontern, hat Richard M. Stallman wiederholt als tendentiös und thematisch verfehlt angegriffen; in seinen Augen ist die Entscheidung für oder gegen freie Software primär eine ethische und soziale Entscheidung, von der nicht durch Qualitätsdiskussionen abgelenkt werden darf.

Einige Menschen sehen in der Freie-Software-Bewegung Ansätze, die Möglichkeiten zur Überwindung des Kapitalismus zu zeigen. In Deutschland beschäftigt sich unter anderem das Projekt Oekonux mit dieser Thematik. Andere sehen in freier Software lediglich einen weiteren Wettbewerber innerhalb der marktwirtschaftlichen Ordnung. Die Freiheit, die Software in andere Sprachen zu übersetzen, kommt besonders denjenigen Sprachgruppen zugute, für die eine Übersetzung bisher kommerziell nicht interessant war.

Die Freiheit der Software wird vom 3. UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) als schützenswert anerkannt. Sie gehört zu den elementaren Forderungen der Zivilgesellschaft, mit der die „Digitale Kluft“ überwunden werden soll. Unter „digitaler Kluft“ wird die Spaltung in Regionen der Erde bezeichnet, die sich die Schaffung von IT-Infrastruktur und damit vor allem die Teilnahme am Internet leisten können, und solchen, die dies nicht können. Anders als bei proprietärer Software fließt bei der Verwendung freier Software kein Geld in fremde Länder ab, wo die Anbieter proprietärer Software ihren Firmenhauptsitz haben. Alle Mittel, die vor Ort für die IT bereitstehen, können daher unmittelbar in die IT-Wirtschaft vor Ort einfließen.

Hardware-Hersteller gehen immer mehr dazu über, die Schnittstellenspezifikationen geheim zu halten, um der Konkurrenz das Kopieren von technischen Lösungsmethoden zu verwehren. Der Grund liegt im zunehmenden Wettbewerbsdruck und in der Einfachheit des Schutzes gegenüber der Patentierung. Wenn nicht öffentlich dokumentiert ist, wie die Geräte anzusteuern sind, erleidet die Hardwareunterstützung freier Betriebssysteme mittels freier Treiber einen schweren Rückschlag, da sie allenfalls mittels Reverse Engineering herzustellen sind.

Andererseits haben die Hersteller die Benutzer größerer freier Betriebssysteme (vor allem GNU/Linux – wobei insbesondere Linux und der X.Org-Server relevant sind) als Kundengruppe erkannt. Viele von ihnen stellen jedoch proprietäre Treiber zur Verfügung. Diese Treiber stoßen unter den Anhängern freier Software auf höchst geteilte Meinungen: Einige sind glücklich darüber, dass sie die „Unterstützung“ der Hardware-Hersteller errungen haben und ihre Hardware durch ihr bevorzugtes Betriebssystem nun mehr oder weniger unterstützt wird, andere lehnen proprietäre Treiber grundsätzlich ab.

Von einer generellen Schnittstellenfreigabe würden die Benutzer freier Betriebssysteme sicherlich profitieren. Neben der ideologischen Sichtweise ist es eine Frage der Systemstabilität, denn sollte beispielsweise ein proprietärer Linux-Netzwerkkartentreiber regelmäßig zu Abstürzen des Systems führen, wären die Linux-Entwickler dagegen machtlos, und es hinge von der Gnade des Herstellers ab, ob der Fehler behoben wird.

Die regelmäßig in den Schlagzeilen auftauchenden Softwarepatente haben auf freie Software einen besonders schwerwiegenden Einfluss, denn es ist zum Teil rechtlich noch nicht einmal möglich, mit freier Software die Patentauflagen zu erfüllen. Diese bestehen nämlich in einigen Fällen auf einer Gebühr pro in Umlauf gebrachter Kopie, aber freie Software verlangt gerade, dass der Herausgeber darauf keinen Einfluss haben darf. Selbst wenn er die Lizenzgebühren zum Beispiel durch Spenden zahlen würde, müsste er eine genaue Zahl der Kopien, die im Umlauf sind, vorlegen können, womit es keine freie Software mehr wäre.

Trusted Computing kann Veränderungen an einer Computer-Plattform eindeutig erkennen und damit sowohl externe Software-Angriffe als auch Veränderungen durch den Benutzer, Konfigurationen, Fehlfunktionen, Sicherheitslücken oder von Anwendungsprogrammen eindeutig identifizieren. Die Reaktion auf eine solche Veränderung kann (aber muss nicht) durch ein entsprechendes, sicheres Betriebssystem erfolgen. Trusted Computing kann daher auch zur Absicherung von Digital Rights Management (DRM) und zum Kopierschutz verwendet werden.

Politisch gesehen muss freie Software immer vom Benutzer ersetzbar und veränderbar sein. Software, die in binärer Form zertifiziert sein muss, ist dies nicht. Technisch gesehen kann in freier Software vor dem Benutzer nichts im Binärcode verheimlicht werden, weil der Quellcode für jeden zugänglich sein muss. Somit kann die Verschlüsselung, mit der die Daten vor dem Benutzer „bewahrt“ werden, einfacher hintergangen werden.

Eine weitere Inkompatibilität tut sich mit dem Kopierschutz von DVDs auf: Die Umgehung wirksamer Kopierschutzmaßnahmen ist seit den um die Jahrtausendwende weltweit nach und nach etablierten Reformen zum Copyright (in den USA der Digital Millennium Copyright Act (DMCA)) gesetzlich nur noch mit Zustimmung des Rechteinhabers erlaubt. Dieses Verbot erstreckt sich auch auf die Herstellung oder Verbreitung von Programmen, die diese Maßnahmen umgehen können, so dass freie Abspielsoftware für kopiergeschützte DVDs nicht legal geschrieben werden kann – aus ihren natürlichen Interessen heraus würden die Rechteinhaber ihre Zustimmung dazu niemals erteilen, weil dadurch der Sinn der Maßnahmen ad absurdum geführt würde.

Falls Hardwarehersteller wie Intel oder AMD funktionseinschränkende Verfahren in Chipsätze oder Prozessoren implementieren sollten, könnte freie Software den vollen Funktionsumfang möglicherweise nur noch auf freier Hardware entfalten.

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Id Software

Taking its name from Freud's primal, instinct-driven face of the human psyche.

Alles begann in den Büros von Softdisk, in denen John Carmack Ende September 1990 sein erster Durchbruch gelang: er hatte es geschafft, eine weich-scrollende Jump ’n’ run-Engine für den PC zu schreiben. Carmack und Tom Hall arbeiteten bis spät in die Nacht an einer Demo, in dem man das erste Level von Super Mario Bros. 3 in Carmacks neuer Engine durchspielen konnte. Da Hall nicht auch noch Mario zeichnen wollte, benutzten sie kurzerhand Grafiken aus John Romeros Dangerous Dave. Romero war auch der erste, der die Demo zu Gesicht bekam. Als dieser am nächsten Morgen zur Arbeit erschien, fand er eine Diskette mit der Aufschrift „Run me“ auf seinem Computer. Romero war begeistert, so etwas war zu dieser Zeit auf PCs noch nicht realisiert worden. Noch am selben Tag sprachen John Carmack, John Romero, Lane Roathe, Tom Hall und Jay Wilbur über die Zukunft.

In ihrer Freizeit arbeiten John Carmack, Romero und Hall zusammen mit dem Softdisk-Grafiker Adrian Carmack an einem Jump ’n’ run. Am 14. Dezember 1990 veröffentlichte Apogee ids Commander Keen: Invasion of the Vorticons als Shareware. Offiziell gegründet wurde das Unternehmen id Software am 1. Februar 1991. Die id-Gründer hatten nach dem Erfolg von Commander Keen zum 31. Januar Softdisk kollektiv verlassen, und so kam es, dass sie anfangs immer noch die monatlichen Zweispiele-Disketten für Softdisk produzierten. Zu diesen frühen Titeln von id gehören unter anderem Hovertank 3D und die „Catacomb“-Spiele.

Apogee veröffentlichte Commander Keen: Goodbye Galaxy! (1991) und Wolfenstein 3D (1992). id Software brach mit Apogee und veröffentlichte am 10. Dezember 1993 das heute legendäre Doom selbst als Shareware. Doom war bahnbrechend für die Entwicklung des Egoshooter-Genres.

Anerkannte Leistungen im Bereich der 3D-Computergrafik machten den Lead Programmer von id Software, John Carmack, bekannt. Zwei Gründungsmitglieder, Tom Hall und John Romero, verließen id Software später und verfolgten eigene Karrieren als Spieleentwickler. Hall verließ das Unternehmen während der Entwicklung von Doom, da der Großteil seiner Ideen nicht im Spiel umgesetzt wurde. Romero, der entscheidenden Einfluss auf das Spieldesign von Doom und Quake hatte, wurde 1996 nach der Veröffentlichung von Quake aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit John und Adrian Carmack nahegelegt, id Software zu verlassen.

Das letzte von id Software entwickelte Spiel ist Doom 3. Der aktuelle Titel der Quake-Serie, Quake 4, wurde unter der leitenden Aufsicht von id Software von Raven Software auf der Doom-3-Engine entwickelt. Eine ähnliche Zusammenarbeit fand für Enemy Territory: Quake Wars statt, das von Splash Damage entwickelt wurde. Hierbei kam zum ersten Mal die MegaTexture-Technologie zum Einsatz.

Auf der Apple Worldwide Developer Conference 2008 präsentierte John Carmack erstmals die neue Engine mit dem Namen id Tech 5. Sie wird parallel für den Betrieb auf PC und Mac als auch auf den Konsolen Xbox 360 und Playstation 3 entwickelt.

Über das neue Projekt Rage, das von id Software zur Zeit in Eigenregie entwickelt wird, ist bisher lediglich bekannt, dass es um eine Art Action-Adventure in einem Endzeit-Setting handeln soll. Teilweise wird der Spieler mit Fahrzeugen unterwegs sein, teilweise zu Fuß wie in einem klassischen Egoshooter. Die Story ist eigenständig, stellt also keine Bezüge zu den bisherigen Spieleserien des Entwicklerstudios her. Das von id Software auf der QuakeCon 2007 erstmals offiziell präsentierte Spiel basiert auf der neuen Engine id Tech 5.

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Source : Wikipedia