Sinupret Ice Tigers

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Geschrieben von robby 01/03/2009 @ 11:37

Tags : sinupret ice tigers, del, eishockey, sport

Neueste Nachrichten
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Sommerinterview mit Marcus Kuhl - Teil 1 - SportWoche
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Robert Müller im Alter von 28 Jahren verstorben - Leipzig-seiten
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Szabó Tamás klub indul a Bundesligában - Sporthirado.hu
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Sinupret Ice Tigers

altes Logo der Nürnberg Ice Tigers

Die Sinupret Ice Tigers sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Nürnberg, die seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. 1995 wurde die Profimannschaft als Gesellschaft mit beschränkter Haftung vom 1980 gegründeten EHC 80 Nürnberg ausgegliedert und nahm bis zur Umbenennung nach dem Hauptsponsor im Jahr 2006 unter dem Namen Nürnberg Ice Tigers am Spielbetrieb teil. 2008 wurde die Kooperation mit dem Stammverein EHC Nürnberg aufgrund von Differenzen beendet und stattdessen eine Partnerschaft mit dem Höchstadter EC eingegangen.

Der bislang größte Erfolg des Clubs, der seine Heimspiele in der 2001 eröffneten Arena Nürnberger Versicherung austrägt, war das Erreichen der deutschen Vizemeisterschaft in den Jahren 1999 und 2007. Die Vereinsfarben der Sinupret Ice Tigers sind blau und rot.

Nach dem Ende der SG Nürnberg (Klarname Spielgemeinschaft HC Nürnberg/Club am Marienberg Nürnberg) – eines seit 1958/59 in der 2. Eishockeyspielklasse mitspielenden Vereins – wurde 1980 der EHC 80 Nürnberg gegründet und begann in der Saison 1980/81 den Spielbetrieb im Bayerischen Eissportverband. Nach einer Saison in der Eishockey-Bayernliga (1981/82) und in der Regionalliga Süd 1982/83 gelang dem EHC der Aufstieg in die Oberliga Süd 1983/84. Ab der Saison 1987/88 spielte die Mannschaft wieder in der 2. Eishockey-Bundesliga mit.

Nach der Aufnahme in die Deutsche Eishockey-Liga DEL am 13. Juni 1994, landete der EHC 80 Nürnberg am Ende der Hauptrunde auf dem zwölften Rang und qualifizierte sich damit für die Play-Offs. Dort schied man in der ersten Runde, dem Achtelfinale, gegen die Düsseldorfer EG chancenlos aus. Eine Saison später, wurde die 1. Eishockeymannschaft in Nürnberg Ice Tigers umbenannt. Man konnte erneut nur ein durchschnittliches Jahr spielen und belegte den elften Rang. In den Play-Offs schied man gegen den deutschen Rekordmeister Adler Mannheim mit 2:3 aus Nürnberger Sicht aus.

Die darauffolgende Spielzeit verlief weitaus schlechter. Nach einem katastrophalen vorletzten Platz in der Vorrunde, landete das Team auch in der anschließenden Relegationsrunde nur auf dem neunten Platz. Dies bedeutete, dass man in den Play-Downs antreten musste, um den Abstieg aus der DEL zu verhindern. In der ersten Runde traf die Mannschaft auf die Schwenninger Wild Wings, sie ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und die Ice Tigers in der Serie mit 4:1 schlugen. Folglich trat man beim EV Landshut an. Als Außenseiter schlug man die Bayern glatt mit 3:0 und verblieb somit in der höchsten deutschen Eishockeyspielklasse.

In der Spielzeit 1998/99 konnten die Verantwortlichen der Ice Tigers namhafte Spieler unter Vertrag nehmen. Folgerichtig konnte man sich nach der Vorrunde souverän als erster für die Play-Offs qualifizieren. Im Viertelfinale traf man auf die Augsburger Panther. In einer hart umkämpften Serie setzte sich das Team mit 3:2 durch und zog damit ins erstmals ins Halbfinale ein. Dort wartete mit den Frankfurt Lions ein weiterer Meisterschaftskandidat. Trotz der relativ ausgeglichenen Ausgangslage schlug man die Lions mit 3:0 und stand somit im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Im Finale hieß der Gegner Adler Mannheim. Das erste Spiel konnte man 2:1 nach Verlängerung für sich entscheiden. Trotzdem verloren die Nürnberger am Ende knapp mit 2:3 und wurden nur Vizemeister.

Dennoch war dies eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Geschichte des Nürnberger Eishockeysports. Die folgenden sechs Jahre verliefen immer nach demselben Muster, gleich wie erfolgreich die Punkterunde verlief, schieden die Ice Tigers ab der Saison 2000/2001 sechs Mal in Folge in der ersten Runde der Play-Offs aus. Zur Saison 2006/07 wurde die Mannschaft nach dem Sponsor Bionorica AG, Neumarkt in „Sinupret Ice Tigers“ umbenannt. Nach der erneuten Qualifikation für die Meisterschaftsendrunde gelang es in diesem Jahr, die Serie endlich zu durchbrechen und bis ins Finale vorzudringen. Dort unterlagen sie den favorisierten Adlern Mannheim und wurden zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte Vizemeister.

Mit der Vizemeisterschaft stiegen die Erwartungen und zur Saison 2007/08 wurde im Umfeld die erste Deutsche Meisterschaft herbeigesehnt. Zunächst sah es so aus, als ob dieses Unterfangen auch endlich gelingen sollte. Vielversprechende Namen wie z.B. Ahren Spylo oder der Verteidiger Shane Peacock wurden nach Nürnberg transferiert. Nach der Hauptrunde belegten die Ice Tiger verdient den ersten Platz und galten ab sofort als erster Meisterschaftsanwärter. Souveräne Siege gegen die Spitzenteams aus Köln und Berlin machten Mut für die anschließenden Play-Offs. Dort spielte die Mannschaft im Viertelfinale zunächst gegen die DEG Metrostars, die sich vorher nur mit viel Mühe gegen die Hannover Scorpions in den Pre-Play-Offs durchsetzten konnten.

Als Favorit ging man in die Serie und konnte im ersten Spiel der Serie schon nach dreieinhalb Minuten durch Ahren Spylo in Führung gehen, tat sich dann aber gegen die Düsseldorfer sichtlich schwer. Trotzdem gewann man das erste Spiel und hatte damit den psychologischen Vorteil gegenüber den Metro Stars. Auch im zweiten Spiel hatte man sichtlich Probleme. Trotz einer erneuten frühen Führung, verlor man das Spiel mit 1:2. Die folgenden drei Spiele konnten ebenfalls allesamt nicht gewonnen werden. Die DEG Metro Stars zogen somit überraschend ins Halbfinale ein, während der Meister der regulären Saison erstmals in der Geschichte der DEL bereits im Viertelfinale ausscheiden musste. Damit war die Saison für die Nürnberg Ice Tigers bereits nach dem Viertelfinale beendet. Erste Konsequenz war der Rücktritt des langjährigen Erfolgstrainers Benoît Laporte.

Als Hauptrundenerster, haben die Ice Tigers allerdings das Recht sich für die neu gegründete Champions Hockey League zu qualifizieren. Am 8. Januar 2008 gab Alleingesellschafter Günther Hertel bekannt, dass die Ice Tigers nicht mehr zahlungsfähigen seien, wenn nicht innerhalb der näheren Zukunft neue Sponsoren gefunden würden. Drei Monate später, am 10. März 2008, gab Günther Hertel auf einer Pressekonferenz bekannt, dass der DEL-Standort Nürnberg bestehen bleibe. Der Verein entging damit zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Jahren einer Insolvenz. Günther Hertel, der den Verein als Eishockeyliebhaber führt, wollte damit verhindern, dass er wie in den letzten Jahren auftretende Defizite aus dem Privatvermögen ausgleichen muss.

Zur Saison 2008/2009 trennten sich die Sinupret Ice Tigers von Ihrem Stammverein, dem EHC 80 Nürnberg. Seit Jahren führte die Gesellschaft und der Verein einen Streit, u.a. stellte der Stammverein überzogene Forderungen an die Ice Tigers. Mit dem Höchstadter EC fand man einen neuen Kooperationspartner.

Im September 2008 nahmen die Sinupret Ice Tiger als Vorrundenerster des Vorjahres an der Qualifikation zur neu gegründeten Champions Hockey League teil. Dabei traf man auf den SC Bern aus der Schweiz, sowie auf den HC Kosice aus der Slowakei. Das erste Spiel gegen den Vorrundenersten der Schweizer Nationalliga A fand am 13. September 2008 in der heimischen Arena Nürnberger Versicherung statt. Mit Christian Laflamme konnte das Nürnberger Management ausschließlich für dieses Turnier einen ehemaligen Spieler reaktivieren. Die Ice Tigers verloren die Partie nach einem harten Kampf mit 1:4 vor über 5.000 Zuschauern. Nachdem der SC Bern auch das zweite Spiel gegen HC Kosice gewonnen hatte, konnten sich die Nürnberger, für das vor allem finanziell lukrative Turnier, nicht mehr qualifizieren. Die Begegnung gegen den slowakischen Vertreter HC Kosice gewannen die Ice Tigers mit 5:3.

Im November 2008 wurde bekannt, dass die GmbH zahlungsunfähig ist. Daraufhin wurde am 25. November 2008 unter dem Aktenzeichen 8000 IN 1963/08 vom Amtsgericht Nürnberg ein vorläufiger Insolvenzverwalter für die GmbH eingesetzt, der bis zum 30. Dezember 2008 das Insolvenzgutachten erstellen soll.

Zur Saison 1994/95 wurde die Eishockey-Bundesliga durch die Deutsche Eishockey Liga ersetzt, in der die Nürnberg Ice Tigers als Gründungsmitglied zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der höchsten deutschen Spielklasse starteten.

Die größten Erfolge waren die beiden Vizemeisterschaften in den Jahren 1999 und 2007, wo die Ice Tigers im Finale jeweils an den Adler Mannheim scheiterten. In der Saison 2007/08 belegte die Mannschaft den ersten Platz nach der Vorrunde und ging somit als Favorit in die Play-offs. Anschließend schied das Team in der ersten Runde gegen die DEG Metro Stars aus, die sich erst über die Pre-Play-offs für das Viertelfinale qualifiziert hatten.

Den Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse stehen zwölf Ausländerlizenzen zur Verfügung. Jeder Spieler ohne deutsche Staatsangehörigkeit besetzt eine dieser Lizenzen, von denen pro Pflichtspiel zehn eingesetzt werden dürfen. Bei den Sinupret Ice Tigers fallen neun Spieler unter diese Regelung.

Des Weiteren haben die Ice Tigers fünf Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet.

Seitdem die Sinupret Ice Tigers in der Deutschen Eishockey Liga vertreten sind, hatten sie einige Spieler in ihren Reihen, die herausragende persönliche Statistiken aufweisen konnten. Neben Martin Jiranek, der in vier Kategorien den jeweiligen Klubrekord hält, waren auch Jason Miller und der aktuell im Kader stehende Petr Fical die überragenden Spieler.

Einige Spieler der Sinupret Ice Tigers wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

2003/04 wurden die Ice Tigers zwei Jahre vom damaligen Bundestrainer Greg Poss trainiert, der jedoch ankündigte, sich nach dem Spieljahr 2004/05 ganz auf sein Bundestrainer-Amt zu konzentrieren. Von der Saison 2005/06 bis zum Ende der Spielzeit 2007/08 war Benoît Laporte Trainer in Nürnberg, nachdem er zuvor bei den Augsburger Panthern beschäftigt war. Obwohl am ersten Spieltag der Sinupret Ice Tigers in der DEL-Saison 2006/07 Gesellschafter Günther Hertel in einer Ansprache vor dem Spiel bekanntgegeben hatte, dass der Vertrag mit Benoît Laporte vorzeitig um weitere zwei Jahre bis 2009 verlängert wurde, wurde der Vertrag kurz nach dem Ende der Spielzeit 2007/08 beendet, da Laporte per sofort als "Feuerwehrmann" zum abstiegsbedrohten EHC Basel in die Schweiz wechselte. Am 29. April 2008 gaben die Ice Tigers bekannt dass das neue Trainergespann Andreas Brockmann (Landshut) und Martin Jiranek (EHC 80) heißen soll. Beide erhielten einen 2-Jahres-Vertrag bis zur Saison 2009/2010.

Seit Februar 2001 spielen die Nürnberg Ice Tigers in der Arena Nürnberger Versicherung, einer Multifunktionshalle die auch für die Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland genutzt wurde. Außerdem ist sie auch für Basketball und Hallenfußball umfunktionierbar.

Zuvor wurde im altehrwürdigen Linde-Stadion an der Äußeren Bayreuther Straße gespielt, das ursprünglich für die Olympischen Winterspiele 1936 von Garmisch-Partenkirchen errichtet wurde.

Das Stadion war nach beiden Seiten offen und hatte nur 800 Sitzplätze, welche sich in der Mitte der Haupt- und Gegentribüne befanden. Die Gegentribüne war nur eine provisorische Stahlrohrtribüne. Nach größeren Umbaumaßnahmen Ende der 1980er Jahre stieg das Fassungsvermögen auf 4.200 Plätze. Trotz des Umbaus war die Nachfrage größer als Plätze vorhanden waren.

Im Jahr 2001 bestritten die Nürnberg Ice Tigers ihr letztes Spiel im „Linde“. Für die Fans gab es noch ein Abschiedstrikot mit dem Aufdruck Servus Linde zu kaufen. Noch im selben Jahr wurde das Stadion abgerissen und an dessen Stelle das Einkaufszentrum „Mercado“ errichtet.

Pucki (* 7. Oktober 1997 im Nürnberger Linde-Stadion) ist das Maskottchen der Sinupret Ice Tigers. „Erfunden“ wurde er vom damaligen Torhüter der Ice Tigers Michel Valliere. Das Maskottchen ist regelmäßig bei den Heimspielen vor Ort und begleitet darüber hinaus das Team sowie die Offiziellen bei diversen Presse- und Öffentlichkeitsterminen.

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DEL 2008/09

Frederic Cassivi wechselte von den Washington Capitals ins Tor der Sinupret Ice Tigers

Die DEL-Saison 2008/09 ist die 15. Spielzeit seit Bestehen der Deutschen Eishockey Liga. Es treten 16 Vereine gegeneinander an, der Meister der 2. Bundesliga 2007/08, die Kassel Huskies, haben erwartungsgemäß die Lizenz erhalten.

Eröffnet wurde die Spielzeit am Donnerstag, dem 4. September 2008, mit der Neuauflage des Vorjahres-Finales; die Eisbären Berlin schlugen die Kölner Haie 2:1. Die restlichen Partien des ersten Spieltags wurden einen Tag später ausgetragen.

Auf ihrer 69. Gesellschafterversammlung beschloss die Liga im November 2007, nach der Aufstockung der Liga von 15 auf 16 Mannschaften, die Anzahl der Vorrundenspiele von derzeit 56 Spielen auf 52 zu verringern. Dazu werden die Teams in vier Gruppen auf Grundlage der Hauptrunden-Abschlusstabelle 2006/07 eingeteilt. Die Mannschaften treten weiterhin jeweils viermal gegeneinander an, außer den Mannschaften aus der Gruppe A (Plätze 1, 8, 9 und 16) gegen jeden der Gruppe D (4, 5, 12, 13) sowie den Teams der Gruppe B (2, 7, 10, 15) gegen jeden der Gruppe C (3, 6, 11, 14), welche jeweils nur zweimal aufeinander treffen. Die Aufteilung der Liga in Gruppen wird sich dabei jedoch nicht in der Tabelle widerspiegeln. Der Vorschlag, die DEL in regionale Gruppen nach Vorbild der NHL einzuteilen, wurde verworfen.

Die sechs bestplatzierten Mannschaften ziehen weiterhin automatisch in die Play-offs ein, die vier Teams auf den Plätzen sieben bis zehn kämpfen in einer Qualifikation nach der Hauptrunde um die Play-offs. Der Beschluss, zur Saison 2008/09 Play-Downs und eine Relegation mit dem Meister der 2. Bundesliga einzuführen, wird dagegen nicht umgesetzt, weil die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft der 2. Bundesliga die dazu nötigen Reformen aufgrund von "gegebenen Strukturen und Notwendigkeiten für den Spielbetrieb der 2. Liga und Oberliga" in der Kürze der Zeit nicht ermöglichen konnte.

Kurz nach Beginn der Spielzeit 2008/09 zogen die Eisbären Berlin in die kurz zuvor fertiggestellte, 17.000 Zuschauer fassende O2 World. Zuvor hatte das Team seine Spiele im traditionsreichen Wellblechpalast ausgetragen, wo die Eisbären als SC Dynamo Berlin 15-mal DDR-Meister wurden und mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften 2005, 2006 und 2008 sowie dem Deutschen Eishockey-Pokal 2008 vier gesamtdeutsche Titel erringen konnten.

Zur Saison 2008/09 wird von der IIHF zum ersten Mal die Champions Hockey League – ein Landesmeisterwettbewerb nach Vorbild der UEFA Champions League – ausgetragen werden. Die DEL wurde von der IIHF auf Platz 7 der europäischen Ligenrangliste eingestuft, daher qualifizieren sich zwei Mannschaften für die CHL: Die Eisbären Berlin treten als Meister in der Gruppenphase an (Gegner sind der finnische Meister Kärpät Oulu und der amtierende ECC-Sieger Metallurg Magnitogorsk aus Russland), der Hauptrundensieger Nürnberg Ice Tigers trat in einem Qualifikationsturnier gegen den HC Kosice (Slowakei) und den SC Bern (Schweiz) an.

Der seit 2002 ausgetragene Deutsche Eishockey-Pokal wird diese Saison in leicht veränderter Form ausgespielt. Die Vorrunde wird in acht Turnieren an Standorten der ESBG mit je zwei DEL- und zwei ESBG-Mannschaften ausgetragen. Dabei treffen jeweils die ESBG- und die DEL-Vertreter aufeinander, DEL-Clubs und ESBG-Clubs spielen nicht untereinander. Der Sieger des Turniers zieht ins Viertelfinale ein, welches wie bisher im KO-Modus gespielt wird.

Meister Eisbären Berlin vertraute zum Saisonbeginn auf seine Eingespieltheit aus der vergangenen Saison und verstärkte sich nur punktuell. Neben Nachwuchsspieler Andre Mangold verstärkte sich das Team lediglich mit DEL-Top-Verteidiger Richie Regehr, der von den Frankfurt Lions an die Spree wechselte, und Stürmer Matt McIlvane. Vorjahresfinalist Kölner Haie konnten mit Mike Johnson einen noch prominenteren Spieler verpflichten. Der Kanadier absolvierte in seiner Karriere 661 NHL-Spiele für die St. Louis Blues, die Montreal Canadiens, die Tampa Bay Lightning und die Toronto Maple Leafs und ersetzte Ivan Ciernik, der trotz laufenden Vertrags in Köln in die neue russische KHL zum HK Sibir Nowosibirsk wechselte. Mit Harlan Pratt von den Augsburger Panthern, Christoph Melischko vom ERC Ingolstadt und Christoph Ullmann von den Adler Mannheim sicherten sich die Haie zudem die Dienste dreier weiterer DEL-erfahrener Stammkräfte. Kai Hospelt und Sebastian Furchner wechselten hingegen zum Ligakonkurrenten Grizzly Adams Wolfsburg. Auch Rekordmeister Mannheim ergänzte seinen Kader nur an einigen Stellen. Mit Torhüter Fred Brathwaite und Stürmer Jason King wechselten zwei NHL-erfahrene Spieler zu den Adlern. Die Stammkräfte Martin Ančička (zu den Sinupret Ice Tigers), Jeff Shantz (EC KAC) und Eduard Lewandowski (HK Spartak Moskau) verließen hingegen den Verein.

Mit dem NHL-erfahrenen Ben Simon verpflichtete indes Überraschungs-Play-off-Teilnehmer Iserlohn Roosters den frühzeitig nach Frankfurt abgewanderten Pat Kavanagh ersetzen. Die Frankfurt Lions kompensierten die Abgänge der beiden Stammkräfte Richie Regehr und Jason Marshall mit der Verpflichtung von Mathieu Biron, jüngerer Bruder von NHL-Torhüter Martin Biron, sowie John Slaney und Lance Ward. Im Sturm konnten zudem mit dem NHL-erfahrenen Josh Langfeld und Jamie Wright von den DEG Metro Stars zwei weitere namhafte Spieler unter Vertrag genommen werden. Lokalrivale Kassel Huskies konnte währenddessen mit Nationalspieler Manuel Klinge sowie Colin Beardsmore aus Nürnberg und Sean Tallaire aus Köln drei etablierte Spieler für die erste Saison nach einer zweijährigen Ligaabstinenz verpflichten. Die durch die schlechte Vorsaison wirtschaftlich angeschlagenen DEG Metro Stars verließen Publikumsliebling Tore Vikingstad und Torjäger Klaus Kathan zwei langjährige Stammspieler, mit Adam Courchaine (Duisburg), Shane Joseph (Augsburg), Ryan Ramsay (Krefeld) und Bradley Tutschek (Ingolstadt) konnten immerhin einige DEL-erfahrene Ersatzkräfte eingekauft werden.

Zudem wechselten mit Jere Karalahti, der früher für die Los Angeles Kings sowie die Nashville Predators aktiv war und nun bei den Hamburg Freezern anheuerte, Frederic Cassivi, der in Nürnberg den nach Russland abgewanderten Nationaltorhüter Dimitrij Kotschnew ersetzte, Jon Klemm, zweimaliger Stanley-Cup-Gewinner und Neu-Straubinger, weitere Spieler, die bereits in der National Hockey League Erfahrungen gesammelt hatten, in die DEL.

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Etats der Vereine fast stabil, der durchschnittliche Etat belief sich auf 5,24 Mio. €, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Der Gesamtetat der Vereine wurde bedingt durch die Aufstockung der Liga um eine weitere Mannschaft von 78,7 auf 84,3 Miollionen Euro erhöht. Wieder stand DEL eine vergleichsweise hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere zur Verfügung. Als Hauptsponsor der Liga warben weiterhin die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs, die Schiedsrichter laufen mit einem Schriftzug des Arzneimittelkonzerns taxofit auf. Im August 2008 kündigte das Hamburger Verlagshaus Milchstraße, zudem unter anderem die Programmzeitschriften TV Spielfilm und TV Today gehören, eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Eishockey Liga an.

Am 28. August verstarb Gerd Schröder, der Besitzer der Frankfurt Lions und Aufsichtsratsvorsitzende der DEL, im Alter von 49 Jahren, nachdem er wenige Tage zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte. Nach anfänglichen Bedenken wurde die Zukunft der Lions allerdings für gesichert erklärt. Jürgen Arnold, Gesellschafter des ERC Ingolstadt, übernahm indes Schröders Posten als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Eishockey Liga.

Die TV-Rechte der DEL liegen in der Saison 2008/09 weiterhin beim Pay-TV-Sender Premiere, der bisher wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt (meist donnerstags um 19.30 Uhr und sonntags um 14.30 Uhr). Zudem sicherte sich der europäische Sportsender Eurosport die Rechte für zwei Livespieler der DEL im Free-TV. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Das 11. DEL All-Star Game fand am 31. Januar 2009 in der neu errichteten O2 World in Berlin statt. Wie schon in den beiden Jahren zuvor trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an und mit einem 9:8-Sieg ging das Team Nordamerika zum dritten Mal in Folge als Sieger vom Eis.

In der Skills Competition, die traditionsgemäß vor der Partie stattfindet, gewann Mirko Lüdemann den Titel des schnellsten Schlittschuhläufers. Richie Regehr von den Eisbären Berlin konnte den Wettbewerb um den härtesten Schlagschuss für sich entscheiden.

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Deutsche Eishockey Liga

Das Logo der DEL

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL), auch DEL - Die 1. Bundesliga genannt, ist die höchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Bei ihrer Gründung 1994 war sie die erste deutsche Profiliga, deren Spielbetrieb von einer Betriebsgesellschaft durchgeführt wurde und deren Klubs ihre Profiteams in Kapitalgesellschaften auslagerten. Die DEL Betriebsgesellschaft mbH ist heute rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch ganz selbstständig und ein Zusammenschluss der DEL-Klubs. Vorgängerliga war die zwischen 1958 und 1994 bestehende Eishockey-Bundesliga. Rekordmeister sind die Adler Mannheim, die seit 1994 bislang fünf Mal Deutscher Meister wurden (1997, 1998, 1999, 2001, 2007).

Im Dezember 1993 wurden die Pläne, eine neue Profiliga im deutschen Eishockey zu gründen, offiziell. Der Vorsitzende des DEB Ulf Jäkel, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sowie die Vorstandsmitglieder Gottfried Neumann (Augsburg) und Wolfgang Bonenkamp (Düsseldorf) hatten schon länger Pläne ausgearbeitet. Dafür waren sie sogar auf Erkundungstour in Nordamerika. Die National Hockey League (NHL) sollte das sportliche, die International Hockey League (IHL), in der damals alle Klubs schwarze Zahlen schrieben, dagegen das wirtschaftliche Vorbild sein.

Die Entwürfe sahen unter anderem vor, den Auf- und Abstieg zur zweiten Liga abzuschaffen, was viele Kritiker auf den Plan rief. Vor allem der damalige KEV-Präsident Hans-Ulrich Urban kritisierte das Vorhaben, da eine so immense Reform im traditionsbewussten Deutschland nicht funktionieren könne. Andererseits plagten viele Vereine der ersten beiden Eishockey-Ligen massive Finanzprobleme. Hinter der in den neunziger Jahren dominierenden und viermal in Folge Deutscher Meister (1990 bis 1993) gewordenen Düsseldorfer EG gab es drei bis vier Klubs, die ein finanzielles Risiko eingingen, um Anschluss an Düsseldorf zu finden. Der Rest kämpfte um die Existenz. Die zweite Bundesliga war in der Saison 1993/94 schon mit nur elf (statt, wie vor gesehen, zwölf) Vereinen an den Start gegangen, von denen sich dann zunächst der SV Bayreuth und später der SC Memmingen aus finanziellen Gründen vom laufenden Spielbetrieb zurückzog. (Nach Saisonende gingen zusätzlich noch die bisherigen Zweitligisten ECD Sauerland und EHC Essen-West in Konkurs.) Zwar wurde auch hier vollwertiger Profisport geboten (mit Ausnahme des EV Landsberg, dessen Spieler Halbprofis waren), doch in der Realität fehlte den Zweitligaklubs Publicity und damit Geld. Deshalb erhöhten praktisch alle Bundesliga-Vereine ihren Etat, um dem Abstieg zu entgehen. Innerhalb von zwei Jahren stieg der Etat der Erstligaklubs um 25 % auf zusammen 88,6 Millionen DM.

Unterhalb des DEB sollte sich die Betriebsgesellschaft „Deutsche Eishockey Liga“ bilden. In diese flossen die Kapitalgesellschaften der Klubs ein, denen durch den Beirat ein Mitspracherecht zugebilligt wurde. Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der DEL waren ein vernünftiges Entschuldungskonzept, eine Antrittsgebühr von 500.000 DM und ein abgesicherter Etat, der mindestens 4,5 Millionen DM betragen musste. Des Weiteren forderte die DEL ein ligataugliches Stadion und mindestens 15 vertraglich gebundene Profispieler. Es war den Kapitalgesellschaften vorgeschrieben, 10 % des Etats zurückzulegen und die Ligenleitung regelmäßig über die wirtschaftliche Situation zu informieren. Außerdem wurde ein zentraler Vermarkter für Trikots, Eis, Bande und Fernsehrechte beschlossen, der die wirtschaftlichen Disparitäten innerhalb der Liga schmälern sollte.

Trotz großer Kritiker aus Mannheim, Berlin, Rosenheim und Krefeld stimmten Mitte Januar 20 der 21 verbliebenen Erst- und Zweitligaklubs für die Reform des Ligawesens. Nur der Präsident aus Krefeld, Hans-Ulrich Urban, verweigerte das Pro.

Die Geschäftsführung der neu gegründeten DEL-GmbH übernahmen Franz Reindl und der ehemalige Präsident von Hedos München, Franz Hofherr, die sich auch für die Lizenzierung verantwortlich zeigten. Es bewarben sich alle Erstligisten, alle verbliebenen Zweitligisten außer dem EV Landsberg sowie der ETC Timmendorfer Strand und der ESC Wedemark aus der Oberliga Nord. Den beiden Oberligisten sowie dem EHC Nürnberg, dem EC Ratingen, dem ES Weißwasser, den Preussen Berlin, den Eisbären Berlin und auch dem amtierenden Meister EC Hedos München wurde die Lizenz vorerst verweigert. Bis auf die beiden Oberligisten konnten sich aber alle Vereine vor dem DEB-Schiedsgericht die Lizenz für die DEL erkämpfen. Dabei konnten die Eisbären und Ratingen einen erheblichen Schuldenabbau und Weißwasser einen neuen Hauptsponsor, welcher 1,2 Millionen DM investieren wollte, vorweisen. Als letzter Club bekam der deutsche Meister EC Hedos München, der unter dem Namen Maddogs München an den Start ging, kurz vor Ablauf der Lizenzierungsfrist die DEL-Lizenz. Am 20. Juni stand das 18 Mannschaften große Teilnehmerfeld schließlich.

Das erste Spiel der Saison 1994/95 fand im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion zwischen den Augsburger Panthern und den Maddogs München statt, das München mit 6:1 gewann. Das erste Bully führten die Ehrengäste Bobby Hull und Paul Ambros aus. Auch die übrigen Spiele des ersten Spieltags waren gut besucht, insgesamt kamen 45.000 Zuschauer in die Hallen.

Nach dem erfolgreichen Start geriet die DEL aber schon am zweiten Weihnachtsfeiertag in eine Krise. Der amtierende Meister aus München meldete Konkurs an, obwohl der ehemalige Münchner Franz Hofherr von der aussichtslosen, finanziellen Lage gewusst haben musste und die Maddogs dennoch lizenziert worden waren.

Am 18. Februar 1995 kam DEB-Präsident Ulf Jäkel seiner Abwahl zuvor und trat von seinem Posten zurück. Vor allem zwei Ungereimtheiten wurden ihm angekreidet: Eine Firma, an der Jäkel selbst beteiligt war, übernahm das Controlling in der DEL und ein anderes Unternehmen aus Jäkels Heimat Kaufbeuren kreierte das erste DEL-Logo.

Einige NHL-Spieler wie Brendan Shanahan (Düsseldorf), Pawel Bure (Landshut), Scott Young (Landshut und Frankfurt), Robert Reichel (Frankfurt), Doug Weight (Rosenheim), Uwe Krupp (Landshut), Glenn Anderson (Augsburg) oder Vincent Damphousse (Ratingen) überbrückten den Lockout der NHL in der DEL und sorgten für sportlich positive Meldungen.

Schließlich konnten sich die Kölner Haie mit Trainer Bob Murdoch, der nach dem Konkurs aus München kam, in den Play-offs durchsetzen und wurden erster Meister der DEL.

Die Saison 1995/96 begann mit einem Streit zwischen dem neuen DEB-Präsidenten Rainer Gossmann, der sich auch für die kleinen und Amateur-Vereine einsetzte, und dem Wortführer der DEL-Klubs Bernd Schäfer III aus Köln. Dieser wollte die Liga noch weiter vom Verband trennen. Deshalb plante er die Gründung einer Nationalen Eishockey-Liga (NEL) als Nachfolger der DEL und erhielt aus vielen DEL-Vereinszentralen Zustimmung. Erst durch das Einschalten des Weltverbandes IIHF, der die NEL zur wilden, also rechtlosen Liga erklärte, wurde das Weiterbestehen der DEL gesichert.

Durch die Bosman-Entscheidung des Europäischen Gerichtshof vom 15. Dezember 1995 konnten auch die Vereine in der DEL noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Spieler aus EU-Staaten fielen nun nicht mehr unter das zwei (ab 1995/96: drei) Spieler umfassende Ausländer-Kontingent. Vor allem die späteren Play-off-Finalisten aus Köln und Düsseldorf verstärkten ihre Kader.

Im Finale der Play-offs 1996 setzten sich die Düsseldorfer im Rhein-Derby nach vier Spielen schließlich gegen die Haie durch. Der Triumph wurde nach einem schwierigen Verlauf der Vorrunde und souveränen Auftritten in Zwischenrunde und Play-offs von 30.000 Fans auf dem Rathausplatz gefeiert.

Vor der Saison 1996/97 war die Bosman-Entscheidung ein entscheidender Faktor für die Kader-Zusammenstellung. Die Vereine konnten dadurch, dass die deutschen Spieler jetzt Konkurrenz aus der ganzen EU hatten, deren Personalkosten deutlich senken. In der Saison 1996/97 spielten 97 EU-Ausländer in der DEL. Die häufigen Spielerwechsel, auch während der Saison, führten auf der anderen Seite aber auch zu einem Zuschauerrückgang.

Die Bosman-Entscheidung war vor allem eine Chance für die kleineren Vereine. So stießen die Kassel Huskies und die Eisbären Berlin in der Saison 1996/97 in die Ligenspitze vor, während der deutsche Meister aus Düsseldorf sogar die Play-offs, die zum ersten Mal mit dem Viertelfinale (vorher: Achtelfinale) begannen, verpasste. Ein zweiter großer Verlierer der Saison war der EV Landshut, dessen Manager Max Fedra sich den Vorwurf gefallen lassen musste, zu wenig EU-Ausländer geholt zu haben. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen DEL-Klubs holte Landshut nur wenige EU-Ausländer und setzte immer noch vermehrt auf deutsche Kräfte.

Das große Überraschungsteam der Saison waren aber die Kassel Huskies, die sich bis ins Finale vorkämpften und dann gegen die Adler Mannheim scheiterten. Deren Manager Marcus Kuhl und Trainer Lance Nethery holten Spieler aus weniger starken Eishockey-Nationen (Italien, Frankreich, Österreich), die sich in der DEL beweisen wollten, und schlossen die Hauptrunde als Erster ab.

Der Streit zwischen den DEL-Klubs und dem DEB eskalierte während der Saison 1996/97. Bernd Schäfer III war inzwischen zum DEL-Chef erklärt worden, als der Verband wirtschaftliche Probleme eingestand. Daraufhin hatte der Franchise-Vertrag vor dem DEL-Schiedsgericht keinen Bestand mehr und unter Druck der IIHF einigte man sich auf die Eigenständigkeit der DEL, die mit der Taurus-Gruppe von Leo Kirch gleich noch einen neuen Fernsehvertrag schließen konnte. Der DEB blieb als Dachverband unangetastet.

In den kommenden Jahren dominierten weiterhin die Adler Mannheim die Liga, die in ruhigerem Fahrwasser als noch ein Jahr zuvor fuhr. Die Mannheimer Dominanz war erst 1999/2000 durch das Viertelfinal-Aus gegen die Kassel Huskies beendet. Erfolgstrainer Lance Nethery wechselte vor der Saison zu den Kölner Haien und führte diese sogleich ins Finale, in welchem sie gegen die München Barons von US-Milliardär Philip Anschutz aber verloren. Anschutz übernahm vor der Saison nach Werbung von Bernd Schäfer III die Lizenz der finanziell geschwächten Landshut Cannibals und zog nach München.

2001 gewannen wieder die Adler das Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den Titelverteidiger aus München.

In der Saison 2001/02 wurde das Ziel, welches seit Gründung der DEL verfolgt wurde, erstmalig erreicht, denn in beiden Spielzeiten gehörten exakt die selben Mannschaften der DEL an. Dieser Umstand, dass das Starterfeld gleich blieb, wurde aber teuer erkauft. Die Berlin Capitals hatten kurz vor Saisonbeginn aufgrund von Lizenz- und finanziellen Probleme zunächst nur neun Spieler im Kader, weshalb sie mit einer Geldstrafe über 100.000 Euro und sechs Minuspunkten belegt wurden. In Schwenningen und Essen sicherten die Fans mit Spenden den Fortbestand des DEL-Eishockeys an ihren Orten.

Die Revierlöwen Oberhausen machten 1997/98 den ersten Schritt in eine neue Ära in der DEL. 1997 zog das Team des EC Ratingen "Die Löwen" als erstes Team in eine Multifunktionsarena („MuFu“), die Arena Oberhausen. Die Kölner Haie folgten 1998/99. 1998 zogen sie in die Kölnarena (seit Juni 2008 LANXESS Arena). Nürnberg zog 2000 mit dem Bau der Arena Nürnberger Versicherung nach, in Hannover wurde die Preussag Arena (seit 2005 TUI Arena) erbaut. Diese drei Arenen bildeten auch das Zentrum der Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland. In Hamburg wollte der finnische Unternehmer Harry Harkimo eine Arena errichten, weshalb die Lizenz der München Barons von Anschutz 2002 in die Color Line Arena nach Hamburg umzog. Am 2. September 2006 wurde in Düsseldorf der ISS-Dome eröffnet, wo von da an die Heimspiele der DEG Metro Stars ausgetragen wurden. Als aktuelles Projekt ließ Anschutz in Berlin die O2 World, eine neue Heimstätte für die Eisbären, mit 17.000 Plätzen errichten. Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 wird in der Lanxess Arena Köln und in der Heimstätte der Adler, der SAP-Arena, ausgetragen.

Nach einer durchwachsenen Hauptrunde mitsamt Trainerwechsel wurde der Sechste, die Kölner Haie, 2002 nach den Play-offs noch deutscher Meister. Rich Chernomaz besiegte mit seiner Mannschaft das Überraschungsteam aus Krefeld, den Angstgegner München und den Etat-Krösus Mannheim im Finale. Auch 2002/03 holte der Tabellensechste noch den Meistertitel. Die Krefeld Pinguine waren am Ende das beste der auf 14 Teams verkleinerten Liga. Die Hamburg Freezers, ehemals München Barons, erreichten die Play-offs erst drei Minuten vor Ende des letzten Spieltags durch einen Ausgleichs-Treffer von Ted Drury gegen die Frankfurt Lions und schoben sich am zweiten Überraschungsteam der Saison, den Iserlohn Roosters, vorbei, die gegen Krefeld zeitgleich 8:1 gewannen. Frankfurt unterlag in den Play-downs gegen das abgeschlagene Schlusslicht Schwenningen noch mit 2:4 nach Spielen. Durch die Insolvenz der Wild Wings verblieben sie aber in der DEL.

Eine Saison danach feierten die Frankfurt Lions schon die Meisterschaft. Berlin war nach der Hauptrunde souverän Erster, unterlag aber den Lions (Vorrundenfünfter) im Finale. Das junge Nürnberger Team belegte nach der Hauptrunde Platz zwei und schied dann schon im Viertelfinale aus.

Genau zehn Jahre nach dem ersten Lockout wurden die NHL-Spieler erneut von ihrer Liga ausgesperrt, diese traten daraufhin in den Streik, den einige Spieler auch in der DEL überbrückten. Die Iserlohn Roosters machten mit der Verpflichtung von Mike York den Anfang. Erik Cole (Eisbären Berlin) wurde zum MVP (wertvollsten Spieler) der DEL-Play-offs gewählt. Auch die Nationalspieler Marco Sturm, Jochen Hecht und Olaf Kölzig spielten in der DEL. Vor allem der ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim profitierten vom Lockout, indem sie jeweils vier NHL-Spieler lizenzierten.

Die Eisbären Berlin wurden nach dem klaren Finalsieg gegen Mannheim zum ersten Mal gesamtdeutscher Meister. Der sportliche Absteiger Kassel konnte durch den Lizenzentzug Wolfsburgs in der Liga bleiben. 2005/06 verteidigten die Berliner ihren Meistertitel, erneut durch einen Sweep im Finale, in dem sie dieses Mal den DEG Metro Stars gegenüber standen. Kassel unterlag wieder in den Play-downs und musste den Abstieg antreten.

Für Diskussionen sorgte in dieser Spielzeit die Verpflichtung des Profi-Schiedsrichters Rick Looker aus den USA. In der Saison 2006/07 wurden ihm mit Frank Awizus und Daniel Piechaczek weitere Profi-Schiedsrichter zur Seite gestellt. Awizus hat seine Karriere mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen beendet, am 1. Januar 2009 erhielt Georg Jablukov einen Vertrag als Profi-Schiedsrichter in der DEL.

Für Planungssicherheit innerhalb der DEL sollte 2006 der neue Kooperationsvertrag mit DEB und ESBG sorgen. Die Pläne, die die Abschaffung des sportlichen Auf- und Abstiegs zwischen erster und zweiter Liga vorsahen, wurden vor allem von den Zweitliga-Klubs kritisiert. Auch einige DEL-Mannschaften, wie die DEG Metro Stars oder die Kölner Haie, kritisierten das Vorhaben, das schließlich doch - vor allem auf Druck der beiden Anschutz-Klubs Hamburg und Berlin - beschlossen wurde. Nach nur zwei weiteren Spielzeiten wurde der Auf- und Abstieg zur Saison 2008/09 theoretisch wieder eingeführt. Praktisch jedoch wird es aufgrund von Unstimmigkeiten über die Durchführung der Relegationsrunde vorerst keinen Auf- und Abstieg geben.

In ihren ersten beiden Jahren spielten 18 Mannschaften in der DEL. Nach einer Vorrunde, in der jeder einmal in eigener Halle und einmal auswärts auf alle anderen Klubs traf, wurde die Liga 1994/95 in drei regionale Gruppen (West/Nord, Mitte, Süd) mit jeweils sechs Mannschaften unterteilt, die noch einmal eine Einfachrunde untereinander austrugen. Nach diesen 44 Spielen waren die ersten 16 Mannschaften der Tabelle für die Play-offs qualifiziert. Durch den vorzeitigen Rückzug der MadDogs München, die in der Saison 1996/97 vom SC Riessersee ersetzt wurden, waren die Eisbären Berlin das einzige Team, deren Saison nach der Hauptrunde beendet war.

In jener zweiten Spielzeit wurde zwar wiederum zuerst eine Einfachrunde, in der jedes Team zweimal gegen jedes andere spielte, ausgetragen. Doch nach diesen 34 Spielen wurde die Liga nicht mehr nach regionalen Kriterien unterteilt, sondern es spielten die Teams, die auf den geraden Plätzen standen untereinander eine Einfachrunde aus und die auf den ungeraden Plätzen ebenso. Danach begannen die Play-offs erneut mit dem Achtelfinale.

Zur Saison 1996/97 wurde die Liga um zwei Teams auf 16 Mannschaften verkleinert. Der SC Riessersee, EC Hannover und die Füchse Sachsen schieden aus der Liga aus und mit den Wedemark Scorpions wurde nur ein Nachrücker bestimmt. So wurde die Vorrunde, die erneut als Einfachrunde ausgetragen wurde, auf 30 Spiele verkürzt. Es folgte die Meisterrunde für die besten sechs Teams, in der die Play-off-Reihenfolge ausgespielt wurde, und die restlichen Mannschaften kämpften in der Qualifikationsrunde um die beiden anderen Endrunden-Plätze. Die Teams, die in der Qualifikationsrunde auf den Plätzen drei bis zehn standen, spielten in den Play-downs. Nach einem Viertel- und einem Halbfinale mussten die Verlierer in einer Relegationsrunde gegen die beiden besten Teams der zweithöchsten Spielklasse antreten. Die Play-offs begannen in dieser Spielzeit mit dem Viertelfinale.

Die Relegationsrunde wurde im Jahr danach direkt wieder abgeschafft. Stattdessen spielten die Top 8 der Qualifikationsrunde in Vor-Play-offs die übrigen beiden Endrunden-Teilnehmer aus. Kaufbeuren wurde schon während der Vorrunde die Lizenz entzogen, weshalb nur die Starbulls Rosenheim zwar in der Qualifikationsrunde, nicht aber in den Vor-Play-offs vertreten waren.

Nach wiederum nur zwei Spielzeiten erfolgte 1998/99 die Verkleinerung der DEL auf 14 Mannschaften, da neben Kaufbeuren auch die Düsseldorfer EG freiwillig abstieg und damit dem Lizenzentzug zuvorkam. In dieser Saison wurde erstmals eine Doppelrunde ausgetragen, so dass jedes Team jeweils zwei Heim- und Auswärtsspiele gegen alle anderen DEL-Klubs hatte. Diesmal schlossen sich direkt Play-offs, die mit dem Viertelfinale begannen, an.

Zur Saison 1999/2000 ergänzten die Moskitos Essen das Starterfeld der DEL, doch am Modus änderte das nichts, da weiterhin eine Doppelrunde mit anschließenden Play-offs ausgetragen wurden. Eine Änderung erfuhren nur die Teams, die die Play-offs verpassten. Sie spielten eine Abstiegsrunde, deren Schlusslicht (Essen) eigentlich absteigen sollte, aber doch in der Liga blieb. Stattdessen mussten sich die Starbulls Rosenheim wegen finanzieller Schwierigkeiten zurückziehen. Ihre Lizenz wurde an die Iserlohn Roosters verkauft. Außerdem rückte die Düsseldorfer EG wieder in die DEL auf.

Deshalb bildete sich 2000/01 erneut eine 16er-Liga, die mit einer Doppelrunde (60 Spiele) in die Saison startete. Danach schloss sich direkt das Viertelfinale der Play-offs an. Mit dem selben Starterfeld wurde die Saison 2001/02 ausgetragen. Der Modus wurde nur durch die Einführung von Play-downs zur Ermittlung eines Absteigers verändert. Als erste Mannschaft traf es die Berlin Capitals, die durch Aufsteiger ERC Ingolstadt ersetzt wurden.

2002/03 kehrte die DEL zu einer Liga mit 14 Mannschaften zurück, da den Moskitos Essen und den Revierlöwen Oberhausen die Lizenz entzogen wurde. Weiterhin folgten auf die Doppelrunde direkt die Play-offs mit dem Viertelfinale, was auch 2003/04 nicht verändert wurde. Auch die Play-downs wurden in beiden Spielzeiten ausgetragen. 2003 stiegen die Wölfe Freiburg aus der zweiten Liga auf und nahmen den Platz der Schwenninger Wild Wings (Lizenzentzug) ein. Doch direkt in ihrer ersten DEL-Spielzeit waren die Wölfe in den Play-downs unterlegen und mussten deshalb den Grizzly Adams Wolfsburg Platz machen. Diese hielten sich auch nur ein Jahr in Deutschlands höchster Spielklasse, bis ihnen die Lizenz entzogen wurde und die Füchse Duisburg aufstiegen. Der vorerst letzte sportliche Absteiger waren dann die Kassel Huskies, die 2006 die Play-downs verloren und von den Straubing Tigers ersetzt wurden. Der Play-off-Modus blieb unverändert.

In der Saison 2006/07 wurden die Pre-Play-Offs eingeführt. Nur die ersten sechs Teams der Hauptrunde sind demnach direkt für die Play-Offs qualifiziert. Die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn ermitteln in einer Qualifikationsrunde die beiden übrigen Play-off-Teilnehmer. Die Play-downs wurden abgeschafft.

Durch den Aufstieg der Grizzly Adams Wolfsburg 2007 sowie der Kassel Huskies 2008 wurde die Liga auf 16 Mannschaften aufgestockt. Die Anzahl der Spiele in der Hauptrunde wird 2008/09 auf 52 Spiele je Mannschaft reduziert, dazu werden die Clubs nach ihrer Platzierung im Vorjahr in vier Gruppen eingeteilt; innerhalb der Gruppen spielen die Mannschaften nur je einmal gegeneinander, sonst zweimal. Die geplante Einführung von Relegationsspielen mit der 2. Bundesliga wurde verschoben, da man sich mit der ESBG nicht auf einen gemeinsamen Modus einigen konnte.

Damit sind die Adler Mannheim mit fünf Titeln DEL-Rekordmeister. Die Eisbären Berlin feierten dreimal die Meisterschaft und die Kölner Haie zweimal.

Von 1994 - 1997/98 gab es für einen Sieg 2 Punkte und für eine Niederlage nach Verlängerung 1 Punkt.

Die Ratinger Löwen zogen 1997 nach Oberhausen um und wurden in Revierlöwen Oberhausen umbenannt. Juristisch gesehen sind die Ratinger Löwen und die Revierlöwen Oberhausen also als ein Klub zu verstehen. Die Lizenz der Landshut Cannibals ging 1999 an die neu gegründeten München Barons, die 2002 nach Hamburg umzogen und sich dort in Hamburg Freezers umbenannten. Alle drei DEL-Teams spielten also mit derselben Lizenz und gelten als dieselbe GmbH. Ebenso ging 2000 die Lizenz der Starbulls Rosenheim an die Iserlohn Roosters.

Die Maddogs München zogen ihre Mannschaft in der Saison 1994/1995 nach dem 27. Spieltag zurück. Alle ausstehenden Partien wurden mit 0:0 Toren und einem Punkt für den jeweiligen Gegner gewertet.

In der folgenden Tabelle sind alle DEL-Tabellenführer seit 1994 aufgeführt. In der Saison 2002/03 standen die Eisbären Berlin an 44 von insgesamt 52 Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz und stellten damit den bis heute gültigen DEL-Rekord auf. In der Spalte "Durchschnitt in %" befindet sich der prozentuale Anteil der Tabellenführung in Bezug auf die insgesamte Verweildauer in der DEL des jeweiligen Teams.

Die aktuellen DEL-Klubs sind wiederum grün unterlegt.

Alle Statistiken sind auf dem Stand nach der Hauptrunde 2006/07.

Als die vollständige Trennung von Verband und Liga 1997 initiiert wurde, bestand die Internationale Eishockey-Föderation auf einen Kooperationsvertrag, der die Liga unter dem Dach des DEB hielt. Dadurch ist die Liga auch vom DOSB anerkannt. Der aktuell laufende Kooperationsvertrag, der seit dem 1. Mai 2006 besteht, verbindet nicht nur die DEL mit dem DEB, sondern auch mit der ESBG. Gemeinschaftliche Nachwuchsförderung, das Pass- und Schiedsrichterwesen, sowie die internationale Vertretung werden durch den Vertrag geregelt. Nach langen Diskussionen wurde der Kooperations-Vertrag vor der Saison 2006/07 beschlossen. Vor allem die Abschaffung des sportlichen Abstiegs aus der DEL war strittig.

Um den deutschen Nachwuchs zu fördern, wurde sogenannte Kontingentstellen für ausländische Spieler geschaffen. Nach aktuellem Reglement darf eine Mannschaft nur 12 ausländische Spieler während der Saison unter Vertrag nehmen, von denen ab 2008/09 nur 10 in einem Spiel eingesetzt werden dürfen. Unter anderem fordert Nationaltrainer Uwe Krupp eine weitere Reduktion der Kontigentspieleranzahl, um den deutschen Spielern zu mehr Eiszeiten zu verhelfen. Einige DEL-Teams sind dagegen, da sie eine Schwächung des Niveaus befürchten.

Die DEL hatte schon bei ihrer Gründung 1994 mit der Krombacher Brauerei einen Ligensponsor gefunden, der auch im damaligen DEL-Logo erschien. Nach zwei Jahren beendete die Brauerei ihr Engagement. 2003 übernahm die GelbeSeiten Marketing Gesellschaft mbH mit den Gelben Seiten das Liga-Sponsoring. Seitdem sind in jeder Halle der DEL einige Werbeflächen wie die Kickleiste (unterster Teil der Bande), eine Untereisfläche im Mitteldrittel und die Helme der Unparteiischen für die Gelben Seiten reserviert. Daneben existiert ein Doppellogo DEL/Gelbe Seiten, das auf jeder Vereins-Website zu sehen ist. Im März 2006 verlängerte der Telefonbuchverlag seinen Sponsoring-Vertrag bis 2009.

Des Weiteren sind die Unternehmen Dodge (Automobilpartner), NH Hoteles (Hotelpartner) und taxofit (Sponsor auf Schiedsrichter-Trikots) Sponsoring-Partner der DEL. Die WestLB unterstützt durch die „WestLB Fairplay-Trophy“ die DEL. Nach der Saison erhält das Team, an das die wenigsten Strafzeiten vergeben wurden, eine Prämie von 10.000 Euro für die Nachwuchsförderung.

Der Internetauftritt der DEL wird ebenfalls durch die Gelben Seiten und zusätzlich von ea-sports gesponsert.

Die TV-Rechte der DEL liegen bis mindestens 2012 bei Pay-TV-Sender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt. In den Play-offs wird in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden einige Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt. Seit Januar 2009 hat jedoch auch Eurosport mit der Übertragung von DEL-Spielen begonnen.

Seit Einführung der DEL 1994, als sich viele Mannschaften Tiernamen gaben, benannte sich Frankfurt nach einem Schokoriegel des Sponsors Nestlé (Lions). Am 1. März 2002 wurde auch bei der Düsseldorfer EG ein Namenssponsor vorgestellt, nachdem der Club zuvor ständigen Belastungen durch hohe Altschulden ausgesetzt war. Die Mannschaft spielt seitdem unter dem Namen DEG Metro Stars. Die Nürnberg Ice Tigers treten seit der Spielzeit 2006/07 als Sinupret Ice Tigers auf und sind damit der erste DEL-Klub der im Namen ganz auf den Ortsnamen verzichtet.

Neben dem normalen Ligen-Spielbetrieb veranstaltet die DEL noch ein All-Star-Game und zusammen mit der ESBG und dem DEB den Deutschen Eishockey Pokal.

Das DEL All-Star Game feierte 1998 in Frankfurt Premiere. Seitdem findet jährlich eine solche Veranstaltung, bei der eine Auswahl der besten europäischen DEL-Spieler gegen die besten Nordamerikaner antritt, statt. Von 1998 bis 2006 spielte noch die Deutsche Eishockeynationalmannschaft gegen die besten Ausländer der Liga. Neben dem Freundschaftsspiel finden am Veranstaltungsort noch einige andere Aktionen wie die so genannten „Skills Competition“ (Wettbewerbe zur Ermittlung der schnellsten Skater, pucksichersten Spieler usw.) und eine Autogrammstunde statt. Das bislang letzte All-Star-Game gewannen die Nordamerikaner am 2. Februar 2008 in Dresden mit 16:14 Toren gegen das Team Europa.

In Kooperation mit DEL und ESBG wird seit 2002 wieder ein Pokal-Wettbewerb ausgetragen. Amtierender Pokalsieger (Deutscher Eishockey-Pokal 2008/2009) sind die Grizzly Adams EHC Wolfsburg. Seitdem wurde schon mehrfach über die Abschaffung dieses Wettbewerbs nachgedacht, da er, dadurch, dass viele Spiele unter der Woche stattfinden und der Wettbewerb keinen sportlichen Mehrwert habe, bei einigen DEL-Vereinen als unattraktiv gilt. Trotz des Antrages der Hamburg Freezers im November 2007, den Pokalwettbewerb in der Saison 2008/09 auszusetzen, wird dieser in der kommenden Saison mit einem etwas geänderten Modus durchgeführt.

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DEG Metro Stars

DEG Metro Stars

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG) Metro Stars ist die heutige Bezeichnung eines traditionsreichen Eishockeyclubs aus Düsseldorf, der in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) spielt. Die heutigen „Metro Stars“ gehen historisch auf die Gründung der „Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft“ 1935 zurück, ihr Name steht für den Handelskonzern Metro, der sich 2001 die Namensrechte sicherte und dies bis ins Jahr 2012 verlängert hat. Die Profiabteilung ist seit 1997 in einer eigenständigen Spielbetriebsgesellschaft, der „DEG Eishockey GmbH“ organisiert. Der ursprüngliche Verein ist einer der Gesellschafter dieser GmbH. Die Nachwuchs- und Amateurabteilung ist weiterhin im Stammverein organisiert.

1997 wurde die Inlinehockeyabteilung der Düsseldorfer EG in den Verein „DEG Rhein Rollers e.V.“ ausgelagert.

Die traditionellen Vereinsfarben der DEG sind rot-gelb.

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft wurde am 8. November 1935 auf Initiative des Düsseldorfer Stahlindustriellen und Sportmäzens Ernst Poensgen gegründet. Bereits am 26. September 1935 wurde das Richtfest des neuen Eisstadions an der Brehmstraße gefeiert. Das Düsseldorfer Stadion war (nach Berlin und München) das dritte Eisstadion in Deutschland und erst die achte Eissportstätte in Europa (neben Berlin und München waren dies London, Paris, Wien, Budapest und Zürich). Zu diesem Zeitpunkt fasste das Stadion 8.000 Zuschauer.

Am 23. November fanden die ersten beiden Eishockeyspiele im neuen Stadion statt. Der vielfache deutsche Meister und die nationale Topmannschaft jener Zeit, der Berliner SC, spielte gleich zweimal gegen ein Team aus Amsterdam und siegte jeweils mit 7:1 und 4:2. Mit von der Partie war einer der ersten Stars des deutschen Eishockeys, Gustav „Justav“ Jaenecke. Der zu seinem Karriereende insgesamt 13-fache Deutscher Meister und vielleicht beste europäische Spieler seiner Zeit beeindruckte das Düsseldorfer Publikum sofort und begeisterte es für den Eishockeysport.

Weitere Spiele sorgten für eine erste Eishockey-Euphorie. Gastmannschaften aus dem Mutterland des Eishockeys Kanada zeigten Kostproben ihres Könnens. Die DEG spielte gegen heute nicht mehr existierende Mannschaften aus dem Bergischen Land wie Remscheid oder Radevormwald, die seinerzeit dank der kälteren Winter noch auf zugefrorenen Dorfweihern trainieren konnten.

Gegen die zur Weltspitze gehörenden Kanadier wurde seitens der DEG seinerzeit ein bemerkenswertes 1:1 herausgespielt; Gerüchten zufolge liefen die Kanadier aufgrund des am Vorabend konsumierten Altbiers betrunken auf. Die DEG spielte gegen die Nationalmannschaft der USA und es fanden Endrunden der Deutschen Eishockeymeisterschaft in Düsseldorf statt. Auch der Eiskunstlauf kam nicht zu kurz, im Olympiajahr 1936 gastierte die gesamte Weltelite an der Brehmstraße.

Der erste Trainer der DEG war ein Tschechoslowake, dessen Name heute nicht mehr bekannt ist. Ihm folgte der Kanadier Robert A. „Bobby“ Bell, unter dem die erste Mannschaft und die Jugend der DEG erstmals auf professionellem Niveau trainiert wurde. Bell, einst selbst Spieler für Kanada, soll angeblich wegen der Liebe zu einer Blondine in Düsseldorf geblieben sein.

Als erste Eishockeyspieler der DEG-Vereinsgeschichte gelten: Dr. Hans Seyppel, Horst „Opa“ Orbanowski (ein gebürtiger Düsseldorfer und bereits mehrfacher Nationalspieler und Deutscher Meister mit Berlin), dessen Bruder Kurt Orbanowski, Bernd Rickmann, Jochen Hake und Werner Lucas. Als Gastspieler blieben Toni Wiedemann aus Füssen und Walter Schmiedinger aus Garmisch bei der DEG, da man ihnen zusätzlich zum Trainingsbetrieb Arbeitsplätze in ihren Berufen anbieten konnte. Als weitere Spieler wurden Freiherr Fabian von Massenbach, Günter Thelen und Manfred Trippe an den Verein gebunden.

Für ein Monatsgehalt von 375 Reichsmark für Trainer Bell wurde hart trainiert, zudem wurde die Jugendarbeit forciert. So rekrutierte Bell junge Spieler, meist gegen den Willen der Eltern, aus dem Lager der Eiskunstläuferabteilung, da diese gute Schlittschuhläufer waren. Zudem achtete er auf gute schulische Leistungen seiner Schützlinge; eine schlechte Note hatte Trainingsverbot zur Folge. In dieser Zeit erreichte die DEG daher achtbare Erfolge im Kampf um die Deutsche Meisterschaft, so wurde der noch junge Verein mehrfach Dritter. 1938 wurde die DEG punktgleich mit dem Berliner SC sogar Deutscher Vize-Meister hinter dem SC Riessersee. Hinter den damals erfolgreichen Teams, Rekordmeister Berlin mit den Topspielern Gustav Jaenecke und Rudi Ball, der als einer der besten Clubs Europas galt, und dem SC Riessersee aus Garmisch-Partenkirchen, war die DEG in Deutschland immerhin die Nummer Drei.

Weitere prägende DEG-Spieler der 1930er Jahre waren Torwart Max Rohde, der aus dem Baltikum stammende Lowka Dawidow, Dr. Helmut Becker, Günter Brückner, Roman Kessler, Kurt Dicker, Lucien Brühl, Hans Gutgesell, Hans-Walter Rahrbach, Hans Walter, Klaus Walter, Rolf Tobien, Walter Tobien, sowie die Herren Leonards und Blumberg.Der erfahrene Horst Orbanowski, der Vereinsgründer Poensgen schon bei dem Aufbau des Teams unterstützt hatte, wuchs zum Führungsspieler und zur rechten Hand von Trainer Bell heran. Aber auch die Eiskunstläufer unter dem Stadionleiter, Vizewelt- und elffachen Deutschen Meister sowie Trainer des Düsseldorfer Nachwuchses, Werner Rittberger (heute vor allem durch den nach ihm benannten Sprung Doppelter Rittberger bekannt), begeisterten das Publikum durch gute Leistungen.

Mit dem Zweiten Weltkrieg endete vorerst die Eishockey-Euphorie. Wegen der Verdunkelung durfte nur noch nachmittags gespielt werden, die Lieferung von Ausrüstungsgegenständen aus Kanada wurde immer spärlicher. Die Spieler mussten sich mit immer abenteuerlicheren Eigenkreationen aus Pappe und Stoff behelfen. Im Frühjahr 1943 gab es während eines Spiels Luftalarm. Spieler und Zuschauer brachten sich in Sicherheit, das Stadion jedoch wurde von zwei kleinen Bomben an der Nordseite getroffen. Nach der Entwarnung wurde kurzerhand der Schutt weggeräumt und die Veranstaltung verspätet fortgesetzt. 1944 wurde das Eisstadion durch weitere alliierte Bombenangriffe allerdings so schwer beschädigt, dass eine Sportveranstaltung nicht mehr durchführbar war. In der letzten Deutschen Meisterschaft vor Kriegsende, die 1944 überwiegend als Durchhalteveranstaltung für die Bevölkerung noch halbwegs durchgeführt wurde, erreichte die DEG Platz Drei. In den beiden Vorjahren mussten die Titelkämpfe jeweils abgebrochen werden. Es war eine der letzten Sportveranstaltungen überhaupt, am 4. August 1944 gab der Nationalsozialistische Reichsführerring für Leibesübungen NSRL bekannt, dass sämtliche Reichsmeisterschaften im deutschen Sport eingestellt werden.

Trainer Bobby Bell, zwischenzeitlich auch Trainer des SC Riessersee und einer Mannheimer Mannschaft sowie Reichstrainer der Deutschen Eishockeynationalmannschaft, wurde im belgischen Abbeville in den Wirren der Nachkriegstage 1945 unter nie geklärten Umständen ermordet. Einige Quellen sprechen von einer standrechtlichen Erschießung, andere davon, dass er als angeblicher Nazi-Spion verhaftet, verurteilt und hingerichtet wurde.

Nach den Verwüstungen des Krieges, die das Eisstadion und den gesamten Stadtteil Düsseltal sehr mitgenommen hatten, gab es wichtigere Probleme als den Sport. Doch schon kurze Zeit später formierte „Opa“ Orbanowski mit den überlebenden Spielern Kessler, Dicker, Hillmann, Ulrich, Dr. Becker, Trippe, Rahrbach und Torwart Rohde ein erstes DEG-Nachkriegsteam. Aber trotz zahlreicher Schutträumungsaktionen auch der Spieler ging es mit dem Wiederaufbau des Stadions an der Brehmstraße nicht recht voran. Andernorts entstanden neue Eishockeyzentren. Krefeld, wo Mäzen Willi Münstermann es durch seine guten Beziehungen zu den Alliierten geschafft hatte, das Stadion an der Hindenburgstraße (heute Westparkstraße) notdürftig wiederherzustellen, und Bad Nauheim, wo die amerikanischen Truppen ein Eisstadion unter dem Namen Colonel-Knight-Stadion eröffneten.

Die DEG trainierte in Krefeld, wo dem Verein ab Dezember 1945 Gastrecht gewährt wurde. Am 19. und 20. Januar 1946 gab es die erste Nachkriegsveranstaltung in Krefeld. Neben Eiskunstlauf und Eisschnelllauf standen zwei Eishockeybegegnungen Krefelder EV gegen die Düsseldorfer EG auf dem Programm (Ergebnisse aus DEG Sicht 0:7 und 2:1).

Das Team reiste mit dem Zug zu Spielen gegen andere wiederentstandene Teams durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland, unter anderem nach Bad Nauheim. Da es dort noch keine Mannschaft gab, spielte die DEG gegen den Münchner SC (2:1). Anschließend ging es zum alten Bekannten SC Riessersee. Der SCR gewann das Spiel mit 8:2, auch weil der Verein inzwischen über bessere Möglichkeiten verfügte, die Spieler (u.a. Alt-Star Gustav Jaenecke, der den Krieg überlebt hatte und aus Berlin gekommen war) mit Lebensmitteln zu versorgen und zu trainieren. Die DEG wurde beim Empfang und beim Abschied gefeiert, nicht zuletzt weil sich die nach Bayern evakuierten Rheinländer zu einem Heimattreffen zusammengefunden hatten.

Im Jahre 1946 wurde der Eissportverband Nordrhein-Westfalen gegründet. Horst Orbanowski wurde Vorsitzender, Willi Münstermann Eishockeyobmann und auch Werner Rittberger, der jetzt in Krefeld lebte und trainierte, beteiligte sich mit dem Amt des Kunstlaufwarts an der Vorstandsarbeit. Es wurde eine NRW-Meisterschaft durchgeführt. Hierbei errang die DEG ihren ersten Titel, den des NRW-Meisters 1946. Eine inoffizielle deutsche Meisterschaft mit den Teilnehmern Krefelder EV, SC Riessersee, EV Füssen und der Düsseldorfer EG wurde ebenso ausgespielt und von Krefeld gewonnen. Nachträglich jedoch wurde diese Veranstaltung zur Interzonenmeisterschaft erklärt, die offizielle Deutsche Meisterschaft fand etwas später zwischen dem West-, Nord- und Südmeister Krefelder EV, Berlin Eichkamp (der vorübergehend neue Name des Berliner SC) und SC Riessersee statt. Da die sich bereits als Meister sehenden Krefelder aus Protest nicht antraten, gab es nur ein Spiel, das der SC Riessersee für sich entschied und somit zum ersten Eishockeymeister der Nachkriegszeit wurde. Auch hier kam die bessere Versorgungslage und Trainingsmöglichkeiten der Garmischer im Vergleich zum zerstörten und geteilten Berlin zum Vorschein. Berlin war im Eishockey sportlich keine Konkurrenz mehr.

Der Wiederaufbau des Eisstadions an der Brehmstraße verzögerte sich weiter, woraufhin das DEG-Team auseinanderbrach. Erst im Dezember 1949 erfolgte die Eröffnung. Im Eröffnungsspiel spielte der EC Bad Nauheim gegen den Kölner EK, wohin es inzwischen Horst Orbanowski verschlagen hatte. Im Laufe des nächsten Jahres wurde wieder ein DEG-Team zusammengestellt. Der überwiegende Teil der ehemaligen Mannschaft spielte bis dahin im Verbund mit Preussen Krefeld und erreichte mit diesem Verein einmal den sechsten und zweimal den zweiten Platz in der Deutschen Meisterschaft. Auch der zwischenzeitlich in den USA lebende Orbanowski spielte wieder für die DEG, deren Team nun überwiegend aus weiteren Routiniers der Vorkriegszeit wie Hillmann, Dicker, Gorliani, Rahrbach, Dr. Frangenheim, Dr. Becker, Trippe, Bretzner, Rohde und dem Nachwuchsspieler Brindel bestand.

Die frühen 1950er Jahre waren schwere Zeiten für den Verein. Die DEG spielte anfangs in der höchsten Eishockeyliga, der 1947 gegründeten Oberliga, wurde jedoch durch ein umstrittenes Verbandsurteil in die Landesliga zurückgestuft. Das Team wurde nun von Rainer Hillmann trainiert. Als Gastspieler fungierten zu der Zeit unter anderem Frank Trottier aus Kanada und Engelbert Holderied aus Füssen, die beide später DEG-Trainer werden sollten. Fusionspläne mit Fortuna Düsseldorf scheiterten an der Gegenwehr der DEG, auch der im November 1954 gegründete Konkurrenzverein Düsseldorfer EHC setzte sich nicht durch und löste sich auf. Ein Übernahmeversuch des Nachbarvereins DSC 99 misslang ebenfalls.

Es folgte eine Zeit der Auf- und Abstiege. Kanadische Trainer wie Clare „Jimmi“ Drake, Gerald Strong und Frank Trottier begannen mit der Arbeit, die DEG aus dem Tief heraus zu holen. Ihnen folgte Vlastimil Suchoparek aus der Tschechoslowakei, aber der Erfolg blieb aus.

Zwischenzeitlich wurde auch die Eiskunstlaufabteilung fortgeführt. Das beliebte Eiskunstlaufpaar Ria Baran und Paul Falk, in den frühen 1950ern mehrfach Sportler des Jahres und zweifache Weltmeister, gewannen bei den Olympischen Winterspielen 1952 in Oslo die Goldmedaille. Das erfolgreiche Paar war an der Brehmstraße beheimatet und trainierte dort.

Im Jahr 1958 wurde als neue höchste Liga die Eishockey-Bundesliga gegründet, fünf Jahre vor der Fußball-Bundesliga. Die DEG war Gründungsmitglied, hatte jedoch gegen die damaligen Eishockey-Hochburgen aus Bayern, EV Füssen, EC Bad Tölz und SC Riessersee, wenig Chancen und stieg zusammen mit der heute vergessenen SG Wessling-Starnberg wieder ab. Die nächsten Jahre verbrachte die DEG überwiegend in der nun als Zweiten Liga fungierenden Oberliga.

Durch die Verpflichtung des Füsseners Engelbert Holderied als Trainer stabilisierte sich die sportliche Situation, die Zielsetzung hieß nun baldiger Aufstieg.

1965 gelang der DEG als Zweiter der Oberliga der Aufstieg in die Bundesliga. Mit dem Team bestehend aus Rainer Gossmann (später Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes – DEB) und Brück im Tor, Lotz, Hübbers, Farthmann und Kaltenhäuser in der Verteidigung, sowie Werdermann, Schmitz, Gregory, Wylach, Heitmüller, J. Breidenbach, Tasler, Heyer und Hüllinghoff im Sturm war die DEG eines der besten Teams der Oberliga.

Die Zuschauerzahlen stiegen wieder an und erreichten die hohen Vorkriegszahlen. So wurden 1963 in der zweitklassigen Oberliga bereits 5.500 Zuschauer pro Spiel gezählt, selbst in der Bundesliga erreichte kaum ein Team diese Zahlen. Zur Mitte des Jahrzehnts gelang jedoch ein Transfer, der damals eine Sensation darstellte.

Der DEG-Vorsitzende Hans Ramroth erfuhr, dass sich die beiden Tölzer Eishockeyspieler, Verteidiger Otto Schneitberger und Stürmer Josef „Sepp“ Reif, aus privaten Gründen vom Eishockeysport zurückziehen wollten. So überredete Ramroth die beiden zu einem bis dahin noch nie da gewesenen Vorgang, der außergewöhnlich für das deutsche Eishockeywesen jener Zeit war. Beide Spieler wechselten aus Bayern ins Rheinland zur Düsseldorfer EG. Auch der Meistertrainer des EC Bad Tölz und 101-fache Nationalspieler Hans Rampf, der noch einen Vertrag beim EHC Holzkirchen als Spielertrainer hatte, wurde für die nachfolgende Saison als DEG-Trainer verpflichtet. In der Großstadt hatten die Sportler nicht nur die Möglichkeit, auf hohem Niveau Eishockey zu spielen, sondern auch beruflich weiterzukommen, was in der bayerischen Provinz seinerzeit kaum möglich war.

Der Wechsel, der damals die Grundfesten des deutschen Eishockeys erschütterte, löste in Bayern einen Aufschrei aus. Das ganze Land und vor allem Bad Tölz war zutiefst erbost und wollte den damals so bezeichneten unmöglichen Vorgang noch abwenden. Erreicht wurde das Gegenteil. Drohungen gegen die Spieler und Hetzkampagnen der Presse sorgten für ein fluchtartiges Verlassen Schneitbergers in Richtung Düsseldorf. Beide Spieler wurden auf Tölzer Initiative für ein Jahr gesperrt, bis nach endlosen Verhandlungen zumindest eine Freigabe für Freundschaftsspiele gegeben wurde. Die DEG schaffte es jedoch, auch ohne die beiden Spieler aufzusteigen, so dass die ersten Ligaeinsätze Reifs und Schneitbergers in der Saison 1965/1966 in der Bundesliga stattfinden konnten.

Hans Rampf kam, wie abgesprochen, als Trainer hinzu. Zu den Spielern, die schon länger in Düsseldorf spielten, und den Bayern Reif und Schneitberger gesellten sich die ehemaligen Dortmunder Bundesligaspieler Jablonski und Löggow, deren damaliger Verein ERSG Iserlohn sich auflöste, sowie DDR-Nationalspieler Erich Böttcher, der sich bei einem Gastspiel seines Vereins SC Dynamo Berlin abgesetzt hatte, hinzu. Die DEG wurde wieder populär. Die Zuschauerresonanz war groß, lange Wartezeiten mussten in Kauf genommen werden, um an eine der inzwischen 10.500 Eintrittskarten für die Brehmstraße zu gelangen. Von 13 Heimspielen verlor die DEG nur zwei, der amtierende Meister Bad Tölz wurde zweimal besiegt. Atom-Otto Schneitberger wurde zum Superstar der DEG, die in der Meisterschaft Platz Drei belegte.

Es wurde deutlich, dass sich nach fast 15 Jahren bajuwarischer Dominanz Konkurrenz aus dem Rheinland entwickelte. In der Saison 1966/1967 wurde die DEG dann schließlich mit vier Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Bad Tölz Sieger der Endrunde und somit Deutscher Meister 1967. Damit kam die DEG bereits im zweiten Jahr in der Bundesliga zu Meisterehren. Zwar wurde der Titel in den kommenden Jahren nicht verteidigt, der Verein hatte sich jedoch in der höchsten deutschen Spielklasse erfolgreich etabliert.

Das achte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begann, wie das vorherige endete. Es wurden zwar keine weiteren Meistertitel errungen, das Team jedoch agierte zunächst erfolgreich. In den Jahren nach dem Titel 1967 dominierten erneut die bayerischen Teams. Dreimal Altmeister Füssen unter Trainer Markus Egen (1968, 1969, 1971) und zum ersten Mal der EV Landshut (1970) mit dem jungen Erich Kühnhackl waren die Titelträger. Die DEG erreichte zunächst die Plätze Vier und Zwei, Bad Tölz spielte im Kampf um die Meisterschaft keine Rolle mehr. Im Jahr 1970 folgte für die DEG ein herber Rückschlag. Dem wieder Richtung Heimat gewechselten Hans Rampf folgte mit Dr. Ladislav Horsky aus Bratislava ein 50-facher Nationalspieler der ČSSR und erfahrener Trainer. Horsky kam jedoch mit dem Umfeld und den Spielern nicht zurecht und fand dem Team gegenüber nicht den richtigen Ton, so dass es zum offenen Bruch zwischen ihm und Otto Schneitberger kam. Nach seiner Ablösung nach einem enttäuschenden achten Platz wurde anfangs Tölz' Trainer Mike Daski als Nachfolger favorisiert. Da dieser jedoch unerfüllbare finanzielle Forderungen stellte, entschied man sich für den langjährigen früheren Füssener Nationalspieler Xaver Unsinn, dem „Mann mit dem Pepitahut“ oder auch „Mr. Eishockei“ genannt, der bereits in unterklassigen Vereinen wie Kaufbeuren, Augsburg und Köln Trainererfahrungen gesammelt hatte.

Das Eisstadion an der Brehmstraße erhielt 1969 die lang ersehnte Überdachung, vorher war es den Fans sogar möglich, wie bei der Meisterschaftsfeier 1967, Feuerwerksraketen abzufeuern. Nach einer kurzen Durststrecke agierte die DEG wieder erfolgreicher. Dies hatte, neben der Verpflichtung von Xaver Unsinn, vor allem mit einem Wechsel zu tun, den man in der Presse als ähnlich große Sensation wie seinerzeit die Verpflichtungen von Schneitberger und Reif bezeichnete. Bei einem Gastspiel des tschechischen Spitzenclubs Sparta Prag in Düsseldorf am 15. September 1968 setzte sich der hochdekorierte Nationalspieler und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 1968, Petr Hejma, von seinem Team ab. Hejma sah in der ČSSR keine Zukunft mehr und wollte im Westen Eishockey spielen; seine Ehefrau, eine Weltklasse-Tischtennisspielerin, durfte kurz danach das Land verlassen.

In der Zeit des Kalten Krieges und des gerade erst niedergeschlagenen Prager Frühlings schlug dies erhebliche politische Wellen. Der erboste tschechoslowakische Verband beantragte beim Weltverband IIHF eine internationale Sperre. Obwohl Hejma schnell die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt, wurde er für 18 Monate gesperrt. Trotz einiger Profi-Angebote aus den USA entschloss er sich, diese Zeit abzuwarten, um dann ab 1970 für die DEG stürmen zu können. Neben Hejma konnte Unsinn auch auf die Neuzugänge Rudi Potsch (ebenfalls aus der ČSSR) und Torwart Rainer Makatsch (Vater der Schauspielerin Heike Makatsch) aus Bad Nauheim zurückgreifen. Die Saison 1970/1971 wurde mit einem zweiten Platz abgeschlossen.

Für das darauffolgende Jahr wurden weitere wertvolle Spieler verpflichtet. Walter Stadler aus Rosenheim, Walter Köberle aus Kaufbeuren (später DEG-Urgestein, jahrelanger Co-Trainer und Team-Manager) sowie Vladimír Vacátko verstärkten das Team. Mit dieser Mannschaft wurde die DEG 1972 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Eishockeymeister.

Xaver Unsinn verließ die DEG jedoch überraschenderweise und wurde Trainer beim erst kurz vorher nach Jahrzehnten wieder aufgestiegenen Berliner SC. Unsinn forderte in Personalangelegenheiten und Neuverpflichtungen ein größeres Mitspracherecht ein – in einem Aufgabengebiet, das zu jener Zeit ausschließlich dem Vorstand oblag. Da er dem Vorstand zu mächtig wurde, verlängerte die Vereinsführung seinen Vertrag zum Unverständnis von Fans und Medien nicht. Diese Trennung erwies sich im Nachhinein als Fehler. Unter Trainer Jiri Pokorny wurde 1973 noch ein zweiter Platz erreicht, der Titel ging zum letzten Mal an den Altmeister aus Füssen, der das deutsche Nachkriegseishockey dominiert hatte. In der Bundesliga begann merklich ein Umbruch. Weitere finanzstarke Großstadt-Vereine wie der Berliner SC, der 1972 aufgestiegene Kölner EC und später der Mannheimer ERC begannen, es der DEG nachzutun und die Eishockeybühne zu betreten. Traditionelle bayerische Standorte wie Füssen oder Bad Tölz hingegen hatten es immer schwerer, sich in der Liga zu behaupten.

Einem enttäuschenden vierten Platz 1974 (neuer Deutscher Meister wurde Berlin unter Trainer Xaver Unsinn) folgte unter dem neuen DEG-Trainer Chuck Holdaway aus Calgary die dritte Meisterschaft des Vereins 1975. Sepp Reif und Otto Schneitberger im Zenit ihrer Karrieren, die erfolgreichen Neuzugänge Georg Kink aus Augsburg, Strafbankkönig (also ein überharter Spieler) Horst-Peter „Wacki“ Kretschmer aus Bad Tölz sowie die Kanadier Russel Wiechnik und George „Corky“ Agar erreichten somit den dritten Titel innerhalb von acht Jahren. Düsseldorf wurde zur Zuschauerhochburg des deutschen Eishockeys. In der Regel hatte die DEG in der Saison mehr Zuschauer als die fünf traditionellen Südclubs EV Landshut, EV Füssen, EC Bad Tölz, ESV Kaufbeuren und der SC Riessersee zusammen.

Fünfzehn Jahre lang konnte die DEG, trotz einiger guter Spielzeiten, nicht mehr die Meisterschaft gewinnen. Reif beendete 37-jährig seine Karriere, Schneitberger wechselte zusammen mit dem besten Stürmer Hejma noch einmal für kurze Zeit zum Konkurrenten Krefelder EV, um dort ein Jahr später ins Traineramt zu wechseln. Die DEG-Spieler Walter Köberle und Wolfgang Boos errangen mit der Nationalmannschaft unter Nationaltrainer Xaver Unsinn die olympische Bronzemedaille 1976 in Innsbruck.

In den folgenden Jahren erreichte die DEG im Kampf um die Meisterschaft 1976 Platz Drei, 1977 Platz Vier und 1978 Platz Sechs. Deutscher Meister wurden in jenen Jahren der Berliner SC, zum ersten Mal der Kölner EC und der SC Riessersee. Nach Trainer Holdaway folgten kurzzeitig Ex-Trainer Hans Rampf, der frühere Spieler Corky Agar, Rudi Hejtmanek und nach Krefelds Konkurs sogar für eine Saison der bei den Fans sehr beliebte Otto Schneitberger, jedoch erfolglos. Petr Hejma, ebenfalls vom insolventen Krefelder EV zurückgewechselt, wurde wie die Jahre zuvor bester Stürmer des Teams. Einen kurzen Aufschwung schien es Ende der 1970er Jahre unter Trainer Gerhard Kießling zu geben, der seinen Sohn, den damals besten deutschen Verteidiger Udo Kießling aus Köln mitgebracht hatte. Die Resultate waren jedoch nur die Plätze Vier (1979) und Drei (1980).

In der Saison 1980/1981 wurden die „Play-offs“ eingeführt. Für diese Saison verstärkte sich die DEG nochmals erheblich. Neuzugänge waren der frühere Krefelder „Jahrhundertstürmer“ und wohl beste Torschütze der vergangenen Jahre Dick Decloe, der schwedische Ex-NHL-Spieler Roland Eriksson und der Deutsch-Kanadier Ralph Krueger, spätererer Nationaltrainer der Schweiz. Mit diesem Team wurde in einer Saison, die überschattet wurde durch den vom Duisburger SC und Kölner EC ausgelösten Passfälscherskandal, noch einmal das Finale erreicht, man unterlag dort aber knapp dem SC Riessersee. Nach dieser Spielzeit brach das Team auseinander. Dick Decloe und Petr Hejma beendeten ihre Karrieren, Köberle ging nach Köln. Udo Kießling, der in der Vorsaison mit 83 Scorerpunkten einen seither unerreichten Verteidiger-Rekord aufstellte, verließ mit seinem Vater und Trainer Gerhard ebenfalls den Verein.

Es folgte der größte Einbruch seit Jahrzehnten. Sinkende Zuschauerzahlen, schwache Spieler und negative Presse bestimmten die frühen 1980er Jahre. Dreimal konnte nur mit Mühe und Not der achte Tabellenplatz erreicht werden, so dass man zumindest an den Play-offs teilnehmen konnte, in denen die DEG jedoch chancenlos war. Die Trainer Jaromir Frycer und Heinz Weisenbach scheiterten, erst als 1984 der sehr populäre Ex-Spieler Otto Schneitberger erneut das Traineramt übernahm, ging es wieder aufwärts.

Unter den Trainern Schneitberger (1984–1987), Ex-DEG-Spieler Brian Lefley (1987–1988, später Nationaltrainer der Schweiz und Italiens) und Peter Johansson (1988–1990) sowie dem neuen DEG-Vorsitzenden, dem Unternehmer Josef Klüh, wurden weitreichende Spielerverpflichtungen getätigt. Im Laufe weniger Jahre wurden nationale Spielergrößen wie der Torhüter Helmut de Raaf (ein ehemaliger DEG-Juniorenspieler und von Köln zurückgeholt), die Verteidiger Uli Hiemer (vorher bei den New Jersey Devils / NHL), Mike Schmidt und Andreas Niederberger, sowie die Stürmer Dieter Hegen, Gerd Truntschka, Roy Roedger und Manfred „Mannix“ Wolf unter Vertrag genommen.

Einen großen Anteil am einsetzenden Erfolg der DEG hatten jedoch zwei weitere Neuzugänge. Für die Saison 1983/1984 wurden zwei ausländische Spieler verpflichtet, von denen sich der Verein viel versprach. Der Russe Victor Nechaew aus Los Angeles und der Kanadier Peter-John Lee vom NHL-Club Pittsburgh Penguins. Der mit großen Vorschusslorbeeren ausgestattete Nechaew konnte die an ihn gestellten Erwartungen nie erfüllen und verließ die DEG nach einem Jahr wieder, Lee hingegen wurde sofort punktbester Spieler und Fanliebling. Bemerkenswerterweise wurde seinerzeit neben Nechaew auch ein junger Kanadier namens Doug Gilmour getestet, von Trainer Weisenbach jedoch abgelehnt, der den Russen favorisierte. Aus Doug Gilmour wurde später einer der größten Stars und besten Spieler der NHL in den 1980er und 1990er Jahren.

Der zweite Neuzugang, der Kanadier Chris Valentine vom NHL-Club Washington Capitals in der Saison 1984/1985, war ein ebensolcher Glücksgriff wie Lee. Beide bildeten von nun an für fast ein ganzes Jahrzehnt eines der besten Sturmpaare der Liga und wurden bei den DEG-Fans und Medien die größten DEG-Stars überhaupt. Valentine war des ständigen Wechsels zwischen seinem NHL-Club und dessen Farmteam in Hershey überdrüssig und wollte deshalb sein Glück in Europa versuchen. Obwohl er das Angebot der DEG anfangs nur als kurzzeitiges Engagement betrachtete, blieb er den Rest seiner Karriere in Düsseldorf. Bei der DEG brach Valentine sämtliche Spielerrekorde, erreichte fast 1.000 Punkte und wurde insgesamt fünfmal Deutscher Meister. Als er im Jahre 1996 35-jährig seine Karriere beendete, hatte er 571 Einsätze, 365 Tore und 598 Assists zu Buche stehen. Die Spielernummern von Lee und Valentine wurden nach deren Karriereende von der DEG gesperrt und werden seither nicht mehr vergeben.

Die DEG wurde wieder zum Publikumsmagnet. Die Spiele waren nahezu immer ausverkauft, von der Stimmung während der Spiele wurde europaweit anerkennend gesprochen.

Von Anatoli Tarassow, damals Trainer der Sbornaja, der Nationalmannschaft der Sowjetunion, stammt bereits aus dem September 1971 das Zitat „Die besten Fans der Welt“, welches nahezu unwidersprochen zum Synonym für die DEG-Fans wurde. Ihre kreativen und oft auch spontanen Gesänge und Sprechchöre waren berühmt, die Stimmung weit über die Eishockeygrenzen hinaus bewundert.

Mit diesem starken Spielerstamm war die DEG wieder ein ernstzunehmender Meisterschafts-Kandidat. In der Saison 1988/1989 verursachte die DEG einen Ligaskandal, nachdem das Team im Laufe eines der Play-off-Endspiele beim SB Rosenheim noch während des Spiels das Eis verließ. Grund war Schiedsrichter Würth aus Peiting, der durch eine parteiische Spielleitung die DEG um die Gesundheit ihrer Spieler fürchten ließ. Dieses Spiel wurde vom DEB nachträglich mit 0:5 gegen die DEG gewertet, die Meisterschaft ging trotzdem auch sportlich nach Rosenheim, das zu diesem Zeitpunkt das beste Team der Saison stellte.

Die Revanche erfolgte im darauffolgenden Jahr. Nach zwei verlorenen Finalteilnahmen 1986 und 1989 wurde die DEG in der Saison 1989/1990 nach 15 Jahren wieder Deutscher Meister. Eine 1:10-Niederlage kurz vor Ende der Vorrunde gegen das aufgestiegene Team von Hedos München wurde dem ungeliebten Trainer Peter Johansson zum Verhängnis. Petr Hejma, Johanssons Co-Trainer und hauptberuflich inzwischen Ingenieur bei den Düsseldorfer Stadtwerken, übernahm das Traineramt und führte die DEG zur lang ersehnten Meisterschaft. Für den Verein begannen nun sehr erfolgreiche Jahre.

Petr Hejma, der nach Johanssons Entlassung die Rolle des Cheftrainers nur widerwillig ausgefüllt hatte, konnte nicht dazu überredet werden, weiterhin diese Aufgabe zu übernehmen. Nachfolger wurde eher überraschend der ehemalige Nationalspieler Hans Zach aus Bad Tölz, der Trainererfahrungen bisher nur in unterklassigen Teams wie Bayreuth und Ratingen gesammelt hatte.

Nach einem mäßigen Start stabilisierte sich die DEG und dominierte schließlich die Liga. Lediglich die Teams des Kölner EC und des SB Rosenheim konnten ansatzweise mithalten. „Alpenvulkan“ Zach und das gut besetzte Team spielten erfolgreiche Play-offs, im Finale wurde Köln in fünf Spielen besiegt.

Das Team blieb personell beisammen, die Zuschauerzahlen, schon seit den späten 1980er Jahren im Aufwind, waren hoch wie nie. Ohne Dauerkarte an eines der wenigen verbleibenden Tickets zu kommen, galt schon fast als bemerkenswert. Mit Neuzugang Benoît Doucet vom EV Landshut, dem amtierenden Torschützenkönig der Vorsaison, verstärkte sich die DEG erneut. Der Verein blieb die beste Mannschaft der Liga. In der Saison 1991/1992 war die Dominanz erheblich, von 22 Heimspielen wurden nur zwei verloren, von den neun Play-off-Spielen bis zum Titel kein einziges. Während der Kölner EC abfiel, gab es nur noch mit dem SB Rosenheim einen Gegner auf Augenhöhe. Im Finale schlug die DEG den Sportbund in nur drei Spielen und errang damit den Titel-Hattrick, was zuvor lediglich dem EV Füssen in den 1950ern und dem Kölner EC in den 1980er Jahren gelungen war. Rosenheim verließ mit der Vizemeisterschaft nach dem Rückzug ihres Hauptsponsors die Liga, was von den DEG-Fans sehr bedauert wurde. Aus einem ehemaligen Hassgegner wurde ein bis heute sehr befreundeter Verein. Im Finale des Eishockey Europa Cups, das an der Brehmstraße stattfand, unterlag die DEG allerdings dem schwedischen Meister Djurgårdens IF aus Stockholm.

Die Saison 1992/1993 verlief ähnlich. Mit Hedos München, vormals eine unbedeutende Mannschaft, erwuchs neue Konkurrenz für die DEG. An der Isar wurde mit viel Geld ein Spitzenteam geformt. Es wurden vor allem viele ehemalige Rosenheim-Spieler unter Vertrag genommen. Neben den Rosenheimern Torwart Karl Friesen und den Stürmern Dale Derkatch, Gordon Sherven, Tony Vogel, Mondi Hilger und Georg „Schorsch“ Franz wechselten auch die DEG-Topspieler Didi Hegen und Gerd Truntschka nach München. Noch reichte es jedoch nicht für Hedos zum Titel, im Finale schlug die DEG den Kölner EC und holte damit den vierten Meistertitel hintereinander.

Erste Verschleißerscheinungen machten sich allmählich bemerkbar. Der gute Spielerstamm, mittlerweile überwiegend über 30 Jahre alt, überschritt den Karriere-Zenit. Trainer Hans Zach, nunmehr dreimal hintereinander Meistertrainer, agierte immer egozentrischer. Der Vorstand begann damit, hohe Summen auszugeben, um weiterhin Erfolg zu haben. 1994 erreichte die DEG, nun zum sechsten Mal hintereinander, das Finale, diesmal aber war München zu stark, der Titel ging an die Isar.

In der Saison 1994/1995 wurde die Deutsche Eishockey-Liga DEL gegründet. Grund hierfür und für die Abschaffung der alten Bundesliga war die durch zahllose Insolvenzen zerbrochene 2. Liga (Iserlohn, Essen, Bayreuth und Memmingen gingen in Konkurs). Aus den Clubs der 1. Bundesliga und den Resten der 2. Liga wurde nun eine eigene Liga mit 18 Teams außerhalb des Deutschen Eishockey Bundes gegründet, um sich selbst besser vermarkten zu können. Erste Veränderungen wurden durch die Auslagerung der Profimannschaften in Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutlich. Nahezu alle Vereine gaben sich aus Vermarktungsgründen neue Namen, zumeist Tiernamen, lediglich die DEG behielt den bisherigen Traditionsnamen.

Der schleichende Niedergang der DEG war nun unübersehbar. Kontinuierlich gingen die Zuschauerzahlen zurück, was auch auf die neu eingeführte DEL zurückzuführen war, die bei vielen Fans wenig Begeisterung auslöste. Eine Übersättigung nach langen Jahren des Erfolgs und ein Generationswechsel in den Fanstrukturen taten ihr übriges. Die erste DEL-Saison wurde auch sportlich für den Verein zur Enttäuschung, nach Platz Fünf in der Vorrunde schied die DEG bereits im Viertelfinale gegen Krefeld aus, was es seit 1987 nicht mehr gegeben hatte. Lediglich die Kurzzeitverpflichtung des NHL-Stars Brendan Shanahan von den St. Louis Blues für drei Spiele während eines NHL-Lockouts gab der Saison eine besondere Note.

Vorstand und Vereinsführung begingen nun schwerwiegende Fehler. Zunächst wurde der immer eigensinnigere Trainer Hans Zach, der sich regelmäßig mit Manager Rolf van Hauten stritt, trotz eines erst kurz vorher und zu guten Konditionen verlängerten Vertrages entlassen. Nachfolger wurde der Wunschkandidat von Präsident Klüh, der frühere Kölner und Münchner Meistertrainer Hardy Nilsson aus Schweden. Teure Spieler wie der frühere finnische NHL-Star Mikko Mäkelä wurden unter Vertrag genommen, für das Eisstadion leistete man sich einen Videowürfel, der mehr als eine Million Mark kostete.

Anfangs wurde das Vorhaben noch mit Erfolg gekrönt. Durch die während der laufenden Saison zusätzlich verpflichteten Topspieler Patrick Lebeau und Peter Andersson wurde die DEG 1995/1996 erneut Deutscher Meister. In erheblich falscher Einschätzung der Sachlage wurde im Jahr darauf das Bosman-Urteil und die daraus resultierenden Folgen gänzlich ignoriert. Während nahezu alle anderen Teams durch die fortfallende Ausländerbeschränkung günstige, junge, aber gut ausgebildete Spieler aus aller Welt verpflichteten, verlängerte die DEG die Verträge mit nahezu allen bisherigen, überwiegend einheimischen Spielern. Diese hatten jedoch zumeist den Zenit ihrer Karrieren schon weit überschritten, erhielten aber ligaweit die höchsten Gehälter. Einzig Spitzenspieler und Fanliebling Pat Lebeau wurde nicht gehalten, was großen Unmut bei den Fans auslöste.

Die DEG konnte nun auch sportlich nicht mehr mithalten. Ein neunter Platz 1996/1997 bedeutete zum ersten Mal in der nun dreißigjährigen Bundesliga-Geschichte des Vereins die Teilnahme an den sogenannten Play-downs, einer Runde gegen den Abstieg, und das trotz Nationalspieler wie Dieter Hegen, Thomas Brandl und Benoît Doucet im Kader. Trainer Nilsson, bei den Fans nicht beliebt, wurde entlassen. Ex-Trainer Zach (immer noch auf der DEG-Gehaltsliste und als Trainer an die Kassel Huskies ausgeliehen) wurde wieder zurückgeholt. Aber auch er konnte außer einer erfolgreichen Play Down Runde ohne Niederlage gegen die Ratinger Löwen nichts mehr ausrichten.

Es kam zu einem dringend notwendigen Umbruch im Verein. Der langjährige, überaus erfolgreiche ehemalige DEG-Spieler und Publikumsliebling Chris Valentine, nach seinem Karriere-Ende Jugendtrainer, wurde zum Trainer ernannt. Ein großer Teil der Spielerverträge wurde nicht verlängert. Zehn neue Spieler aus Übersee und Italien wurden verpflichtet. Mit Spielern wie Chris Rogles, Todd Harkins, Jason Miller, Shane Peacock, David Marchinyshin, Larry Rucchin, Leo Insam und dem schon seit dem Vorjahr für die DEG spielenden Russen Wiktor Gordijuk wurde wieder erfrischendes Eishockey gespielt. Sogar etablierte Kräfte wie die in der Vorsaison stark kritisierten und immer noch mit teuren Spitzenverträgen ausgestatteten Spieler Hegen, Brandl und Doucet erlebten ihren zweiten Frühling. Obwohl die DEG mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts zu tun hatte und im Viertelfinale gegen den späteren Titelträger Mannheim ausschied, begeisterte die Mannschaft durch Team- und Kampfgeist, so dass diese Saison bei den Fans noch heute als „Valentine-Saison“ bezeichnet wird.

Nach einer sportlich guten Saison machten sich wirtschaftlich nun jedoch die Fehler der Vergangenheit bemerkbar. Mindestens 20 Millionen Mark Schulden nahmen dem Verein langsam die Handlungs- und Gestaltungsfreiheit. Zwar war ein Teil der Schulden durch Bürgen abgesichert, diese waren jedoch untereinander zerstritten. Zudem wurden Unregelmäßigkeiten bei Zahlungen an das Finanzamt und den Verkehrsverbund VRR (welcher pro verkaufter Eintrittskarte einen Anteil bekommt, im Gegenzug gilt die Eintrittskarte als Fahrkarte) bekannt, die ausstehende Steuern und Zahlungen einforderten.

Präsident Klüh und der Vorstand traten zurück. Neuer erster Vorsitzender wurde der Unternehmer Ben Zamek (Zamek-Lebensmittel), der dieses Amt schon in den frühen 1980er Jahren ausführte. Ein Kassensturz gab Anlass zur Sorge, zeitweise drohte sogar die Insolvenz. Zamek realisierte sofort, dass eine Teilnahme an der DEL in der Form nicht mehr zu finanzieren war. Die Zuschauerzahlen und die Stimmung waren kontinuierlich gesunken. Gründe dafür gab es genug. Skandalliga DEL, Querelen im Verein, geringe sportliche Perspektive, ein immer maroderes Eisstadion.

Zu dieser Zeit beabsichtigte der Deutsche Eishockey-Bund, der durch die selbstständige Ligastruktur der DEL keinerlei Einfluss mehr auf diese hatte, aus der wieder durch unzählige Konkurse dezimierten zweigleisigen 2. Liga eine große eingleisige Liga fern der DEL als neue „Bundesliga“ zu installieren. Bisherige etablierte Zweitligakräfte wie die Moskitos Essen, der Iserlohner EC, der EHC Freiburg, der EC Bad Nauheim, der EC Bad Tölz und der SC Riessersee wurden zusammen mit kleinen Vereinen wie Braunlage, Nordhorn und Grefrath Bestandteil dieser Bundesliga. Die DEG stellte einen Antrag auf Aufnahme, dem sofort entsprochen wurde. Die Lizenz für die DEL behielt der Verein.

Das Experiment Bundesliga wurde von den DEG-Fans erstaunlich gut angenommen. „Back to the Roots – Zurück zu den Wurzeln“ war vielfach zu vernehmen, befreundete Vereine wie der SC Riessersee versprachen zumindest vorübergehenden Ersatz für die ausfallenden Derbys gegen Köln. Czeslaw Panek, in den frühen 1980er Jahren kurzzeitig DEG-Spieler und dann überwiegend bei Preussen Berlin als Trainer der Jugendteams tätig, wurde als neuer Trainer für den nach Landshut wechselnden Chris Valentine verpflichtet. Bis auf Viktor Gordiuk und Leo Stefan verließen alle Spieler den Verein, so dass eine gänzlich neue DEG zur Saison 1998/1999 antrat. Diese rekrutierte sich aus vielen jungen deutschen Spielern, die teilweise dem eigenen Nachwuchs entstammten, und etablierten Zweitligakräften. Die Saison war insgesamt sportlich ansprechend, die DEG hielt in der Liga mit und befand sich durchgehend im oberen Tabellendrittel. Ein Zuschauerschnitt von 5.500 wurde erreicht, zwar weit weniger als in der DEL, für die Bundesliga aber der Spitzenwert. Platz Drei nach der Vorrunde hinter den favorisierten Teams aus Essen und Bad Nauheim und ein Ausscheiden im Halbfinale gegen Nauheim waren das Resultat dieser Saison.

Für das darauffolgende Jahr wurde das Team verstärkt. Aus Schweden wechselte Anders Gozzi zum Team, der Torjäger wurde. Die ehemaligen DEG-Spieler Sergei Sorokin, Leo Insam und Andreas Brockmann kehrten zurück. Durch Gespräche zwischen dem DEB und der DEL, kam es zur Übereinkunft, dass sich die Liga nun „Zweite Liga“ nennt und als Unterbau der DEL fungieren sollte. Die DEG-Fans erkannten, dass man nicht hierher gehörte und ein Aufstieg absolute Pflicht sei. Die DEG startete mäßig, verbesserte sich aber im Laufe der Saison. Eine Niederlagenserie wurde dem eher gutmütigen Trainer Panek zum Verhängnis, für ihn kam der Rosenheimer DEL-Trainer Gerhard Brunner. Brunner war vorher bereits Trainer der DEG-Junioren und Vizemeister mit den Kassel Huskies gewesen. In der Play-off-Serie besiegte die DEG den EC Bietigheim-Bissingen (Viertelfinale), den EC Bad Nauheim (Halbfinale) und den ERC Ingolstadt (Finale). Die DEG wurde somit „Deutscher Meister der 2. Liga 2000“ und kehrte in die DEL zurück.

Ein Blick auf die Finanzen zeigte, dass die DEL finanziert werden konnte, der Verein aber immer noch hoch verschuldet war. Es war jedoch bei Fans, Vorstand und Presse ein offenes Geheimnis, dass die DEG unbedingt wieder in die DEL zurück musste. In der zweiten Liga wäre aufgrund schwindenden Zuschaueraufkommens und geringerer Sponsoreneinnahmen ein schleichender Niedergang eingetreten, ein späterer Aufstieg immer schwerer möglich. Somit konnte die DEG nach zweijähriger Unterbrechung wieder in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen.

Die DEG verstärkte sich unbedeutend mit einigen DEL-erfahrenen Spielern, ging allerdings mit einer zu hohen Anzahl überforderter Zweitligaspieler in die Saison, wie die meisten Aufsteiger in der Geschichte der DEL. Eine Ausnahme bildete der Transfer des ehemaligen russischen Nationaltorwarts und Gold- bzw. Silbermedaillengewinners der Olympischen Spiele 1992 in Albertville und 1998 in Nagano, Andrej Trefilow vom amtierenden IHL-Champion und Turner Cup-Gewinner Chicago Wolves. Gerade Trefilow mit seiner herausragenden Leistung war es zu verdanken, dass die Mannschaft, die sich mit dem Toreschießen schwer tat, die erste DEL-Saison nach Wiederaufstieg mit Platz 11 abschloss und nicht, wie so viele andere Aufsteiger, in den Abstiegsstrudel geriet. Trefilow selbst wurde durch seine Leistung zum Spieler des Jahres 2001 gewählt. Die nächste Saison verlief ähnlich, allerdings wurde die Unzufriedenheit über die Personalpolitik und das Spielsystem von Trainer Brunner immer größer. Die Zuschauerzahlen kamen mit ca. 5.500 bis 6.000 nicht an die Zahlen aus der Zeit vor der zweijährigen DEL Abstinenz heran. Eine Niederlagenserie führte zur Entlassung von Gerhard Brunner, sein Nachfolger wurde der kurz vorher als Manager eingestellte Michael Komma, früherer Spieler und Trainer von Preussen Berlin. Der Tölzer Komma sollte sich ursprünglich nur um die Spielerakquise kümmern, übernahm aber nun Trainer- und Manageramt gleichzeitig. Zu Anfang mit Erfolg, nach Platz Neun und der Nichtteilnahme an den Play-offs, wurde in der Saison 2002/2003 erstmals seit dem Aufstieg mit Platz Drei ein gutes Ergebnis eingefahren. Dananch schied die DEG chancenlos gegen den späteren Meister Krefeld Pinguine im Viertelfinale aus. Besonders zwei Neuzugänge taten sich sportlich hervor. Die Norweger Trond Magnussen und Tore Vikingstad wurden sofort Leistungsträger und Lieblinge der Fans.

In diesem Jahr kam es zu einer der gravierendsten Veränderungen in der Vereinsgeschichte. Immer noch unter einer immens hohen Schuldenlast leidend, stand der Verein mehrmals am Rande der Insolvenz. Das Budget musste knapp kalkuliert werden, die Belastung durch die Schulden war enorm. Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro wurde am 1. März 2001 als Namens- und Hauptsponsor gewonnen. Zunächst für fünf Jahre festgeschrieben, wurden hohe Summen zur Verfügung gestellt, um den Verein wieder auf eine solide Basis zu stellen. Schulden wurden zwar nicht übernommen, aber die DEG hatte wieder Planungssicherheit und ein fähiges Controlling der Vereinsfinanzen. Seitdem firmiert die DEG unter dem Namen DEG METRO STARS.

Trotz Platz Drei nach der Vorrunde waren die Fans unzufrieden. Das Spielsystem Kommas war unattraktiv wie das von Brunner, die Zuschauerzahlen stagnierten. Die Dissonanzen und Grüppchenbildungen zwischen dem als nicht pflegeleicht geltenden Komma und der Mannschaft häuften sich. Hoch war auch die Zahl der von ihm geholten Spieler, die kurz danach mit einem teuren Auflösungsvertrag wieder weggeschickt wurden, weil er dann doch nicht mit ihnen zurecht kam, wie zum Beispiel dem Schweden Robert Burakovsky oder dem späteren Nationalspieler Michael Hackert. Ungeschickte Äußerungen Kommas in der Öffentlichkeit rundeten das schlechte Gesamtbild ab.

Die Saison 2003/2004 wurde knapp mit Platz Acht beendet, ein erneutes schnelles Ende im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin folgte. Trotz aller Dissonanzen hielt die DEG-Führung zum Unwillen der Fans und der Öffentlichkeit an Komma fest. Nach einem schlechten Start, unzulänglichen sportlichen Leistungen und einem Abrutschen des Teams auf den letzten Tabellenplatz in der Saison 2004/2005 wurde Komma nach sehr langem Zögern beurlaubt. Abstiegsangst kam bei einem Team, das höheren Ligaansprüchen genügen sollte, auf. Nach einer Reihe von Absagen und einer eher hilflosen Trainersuche, wurde Butch Goring neuer DEG-Trainer. Goring war Meistertrainer der Krefeld Pinguine, konnte dann aber im darauffolgenden Jahr nicht mehr an den Erfolg anknüpfen und wurde dort entlassen. Der erfahrene Trainer, als Spieler bei den New York Islanders eine NHL-Größe, bemühte sich, aus dem verunsicherten Kader mehr herauszuholen. Die Saison endete schließlich mit Platz Zehn.

Es musste ein Umbruch her. Nur mäßige Zuschauerzahlen und schlechte Presse prägten das Bild, Sponsor Metro wurde unzufrieden. Die Verpflichtung des neuen DEG-Managers Lance Nethery, dem früheren Meistertrainer der Adler Mannheim, und Meistermanager der Kölner Haie und der Frankfurt Lions weckte große Hoffnungen. Einen anerkannten und erfolgreichen Eishockey-Fachmann wie Nethery vermisste man bei der DEG seit vielen Jahren. Goring, der auf einen längerfristigen Vertrag bestand, wurde nicht weiterbeschäftigt. Nethery überredete stattdessen Don Jackson, wie sein Vorgänger Goring auch ein ehemals erfolgreicher NHL Spieler, dazu, Trainer bei der DEG zu werden. Jackson, der als Cheftrainer nur mit AHL-Erfahrung ausgestattet war, assistierte im Vorjahr aufgrund des Lock Outs der NHL bei den Eisbären Berlin seinem Freund Pierre Pagé als Co-Trainer. Netherys Zukunftsvisionenen und die positiven Berichte über die DEG von Berlins Manager und ehemaliger DEG-Spielerlegende Peter-John Lee überredeten Jackson. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art kam er bei Fans und Presse gut an. Viele neue Spieler mussten verpflichtet werden, da ein Teil der Mannschaft, noch aus Zeiten des früheren Managers Komma, aussortiert wurde. Lange suchte Nethery nach gutem Personal. Mit dem kleinsten Team der Liga, aber mit Team- und Kampfgeist ausgestattet, wurde lange Zeit am Limit gespielt. Sportlich gelang eine Überraschung. Mit Platz Drei nach der Vorrunde und dem Einzug in das Play-off Finale rechneten die wenigsten.

Hervorzuhebende Spieler waren Daniel Kreutzer, Nationalspieler, Fanliebling und DEG-Urgestein, Klaus Kathan, nach schlechten Jahren in Mannheim wieder zum Torjäger erblüht, und Tore Vikingstad, Nationalspieler Norwegens, der Topscorer der Liga und Spieler des Jahres 2006 wurde. Die sogenannte „KVK-Reihe“ sorgte in der Liga für Aufsehen. In spannenden Play-off Serien wurden die Hamburg Freezers und die Kölner Haie besiegt. Finalist Eisbären Berlin jedoch erwies sich als zu stark; das Finale und die Meisterschaft gingen in drei Spielen in die Bundeshauptstadt. Dies tat der Freude über eine der sportlich besten Saisons seit Jahren aber keinen Abbruch, zumal die DEG deutscher Pokalsieger 2006 wurde und somit schließlich doch einen Titel errang. In der darauffolgenden Saison 2006/2007 hoffte man an diese Erfolge anknüpfen zu können, zumal man mit dem ehemaligen NHL-Spieler Jamie Storr erneut einen Top-Mann für die Torwart-Position verpflichten konnte, und durch den Umzug in den ISS-Dome auch auf eine steigende Zuschauerresonanz hoffte. Sportlich schien das zu funktionieren, die DEG Metro Stars schlossen die Vorrunde als Zweiter ab und gelangten in der Play-off-Serie bis in das Halbfinale, das gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg verloren wurde. Der ISS-Dome wurde allerdnigs nicht so gut angenommen, wie man sich das erhofft hatte. Für die Saison 2007/2008 schienen die Prognosen für die DEG Metro Stars so gut wie selten zuvor zu sein. Zum einen wurde bekannt, dass die DEG zwischenzeitlich alle Schulden der Vergangenheit abgebaut hat und als saniert gilt. Zum anderen verlängerten Namensrecht-Inhaber Metro wie auch Manager Lance Nethery ihre Verträge vorzeitig bis 2012. Nachfolger für den zu den Eisbären Berlin abwandernden Don Jackson wurde der ehemalige tschechische Nationaltrainer Slavomír Lener. Nachfolger Christian Brittigs als Co-Trainer wurde der langjährige frühere DEG-Verteidiger Mike Schmidt. Die Traumreihe der Vorsaison Kreutzer, Vikingstad, Kathan stand weiterhin unter Vertrag, Mannschaftskapitän Kreutzer sogar bis 2010. Das von Lance Nethery in den letzten Jahren neu strukturierte Team schien mit den Neuzugängen aus Übersee, u.a. dem Ex-NHL Spieler Jamie Wright (Sturm), sowie den DEL Rückkehrern Peter Ratchuk, Andrew Hedlund und Brandon Reid höheren Ligaansprüchen zu genügen. In den Fachmedien war oftmals die Rede davon, dass die DEG Metro Stars der einzige ernstzunehmende Konkurrent von Titelverteidiger Adler Mannheim sei.

Die Saison 2007/2008 verlief jedoch überwiegend enttäuschend, Trainer Slavomír Lener wurde nach unkonstanten Leistungen der Mannschaft bereits früh in der Saison beurlaubt. Gleichzeitig verließ auch sein Wunschspieler, der tschechische Verteidiger Robert Kantor, das Team. Ein neuer Trainer wurde nicht verpflichtet, diese Aufgabe übernahm Manager Lance Nethery. Schlechte Mannschaftsleistungen sowie eine immense Verletztenmisere ließen die DEG Metro Stars zeitweise bis auf Platz 12 der Tabelle abrutschen. Auch mussten durch die schlechten sportlichen Leistungen erhebliche Zuschauereinbußen in Kauf genommen werden.

Die Vorrunde wurde mit Platz Neun abgeschlossen, der die Teilnahme an den sogenannten Pre-Play-offs ermöglichte. Durch einen 2:1-Sieg nach Spielen gegen die Hannover Scorpions, darunter im entscheidenden Spiel erst in der 2. Verlängerung nach 92 Minuten, wurde schließlich doch noch das Viertelfinale erreicht. Die Serie gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg wurde zu einem Novum. Mit 4:1 Siegen gelang es den DEG Metro Stars als erstem Team in der Play-off-Geschichte der DEL, bereits im Viertelfinale den Tabellenführer der Vorrunde auszuschalten. Auch im Halbfinale gegen die Eisbären Berlin hatte die DEG Chancen, unterlag aber letztlich in fünf Spielen. Die DEG blieb das einzige Team, das in den Play-offs alle Heimspiele gewinnen konnte.

Für die kommende Saison wurden bereits erste Weichen gestellt. Neuer Trainer ab Herbst 2008 wird der frühere Nationalspieler Harold Kreis sein, der als Trainer mit den ZSC Lions in der Saison zuvor Schweizer Meister wurde. Der Kader wird sich zudem entscheidend verändern. So haben die Topspieler Vikingstad und Kathan den Verein zum Saisonende verlassen. Auch der deutsche Abwehrspieler Robert Dietrich wird der DEG zur Saison 2008/2009 nicht mehr zur Verfügung stehen, da er zu den Nashville Predators in die NHL wechselt. Dietrich hatte bereits einen Vorvertrag abgeschlossen.

Die Kaderlisten dieser erfolgreichen Mannschaften finden sich im Unterartikel DEG Metro Stars/Statistik.

Im Verlauf von 70 Jahren Eishockeygeschichte spielten bei der DEG unzählige populäre Eishockeyspieler. Aber nur von zwei ehemaligen Spielern hat die DEG die Spielernummern gesperrt. Chris Valentine kam 1984 von den Washington Capitals zur DEG und blieb dort bis zu seinem Karriereende 1996. In dieser Zeit wurde er zum Superstar des Vereins und ist bis heute in allen Rekordlisten der DEG ganz oben aufzufinden. Die meisten Spiele für den Verein konnte er wegen einer Verletzung in seiner letzten aktiven Saison nicht mehr erreichen, dafür gelten seine nahezu 1.000 Punkte als Rekord für die Ewigkeit. Zusätzlich war er in der Saison 1997/1998 Trainer der DEG. Sein Sturmpartner über lange Jahre war sein Landsmann Peter-John Lee von den Pittsburgh Penguins, der bereits ein Jahr vorher zur DEG stieß und nahezu zehn Jahre zusammen mit Valentine die Topreihe der Liga bildete. Beide Persönlichkeiten gehörten nicht nur für eine ganze Dekade zu den besten Spielern der Liga, auch ihr sympathisches Verhalten abseits des Eises ließ sie zu Fanlieblingen werden. Banner mit ihren Rückennummern 10 (Valentine) und 12 (Lee) wurden zusammen mit den acht Meisterbannern im Eisstadion an der Brehmstraße aufgezogen. Inzwischen sind diese Banner in den neuen ISS Dome umgezogen und hängen dort über den Tribünen für die Gästefans.

Einige Spieler der Vergangenheit haben sich durch ihre langjährige Zugehörigkeit zur DEG, der Liga und der Nationalmannschaft in die Herzen und die Erinnerungen der Fans eingebrannt. Ihre sportliche Leistung, aber auch ihr Auftreten außerhalb der Eisfläche waren vorbildlich. Personen wie Chris Valentine, Peter-John Lee, Petr Hejma, Otto Schneitberger und Helmut de Raaf sind auch heute noch wohlbekannt und als Angehörige der sog. „Goldenen Zeiten“ des Vereins gern gesehene Gäste.

Einige Spieler der DEG Metro Stars wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

In der langjährigen DEG Geschichte waren viele bekannte Persönlichkeiten aus verschiedenen Nationen Trainer des Vereins. Häufig wurden ehemalige Spieler des Vereins später DEG-Trainer, wie z.B. Rainer Hillmann, Frank Trottier, Otto Schneitberger, Brian Lefley, Petr Hejma oder zuletzt Chris Valentine. Für einige Trainer war die Düsseldorfer EG die erste erfolgreiche Station mit Meistertiteln und Sprungbrett für eine große Karriere (auch im Nationalteam) wie zum Beispiel Xaver Unsinn oder Hans Zach.

Bis in die 1980er Jahre gab es bei der DEG keinen hauptamtlichen Manager, die Spielerakquise oblag dem Trainer und dem Vorstand. Eine vergleichbare Tätigkeit wurde in den 1980er und 1990er Jahre jedoch vom Sportobmann und langjährigem Jugendtrainer Rolf „Rolli“ van Hauten übernommen. Nach dem Wiederaufstieg in die DEL trennte man sich von ihm aufgrund von Meinungsverschiedenheiten. Unter Trainer Gerhard Brunner wurde Michael Komma, vorher Trainer und Manager bei Preussen Berlin für die Managertätigkeit unter Vertrag genommen. Als Brunner beurlaubt wurde, übernahm Komma nun auch das Traineramt und übte beide Funktionen etwas über drei Jahre, bis zu seiner Entlassung aus. Seit April 2005 ist der vorher für die Adler Mannheim, Kölner Haie und Frankfurt Lions erfolgreich tätige Lance Nethery Manager der DEG Metro Stars.

Die Düsseldorfer EG verfügte viele Jahre über eine ausgezeichnete Jugendarbeit, die u.a. Spieler wie Helmut de Raaf und Daniel Kreutzer hervorbrachte. Durch die stillgelegte zweite Eisfläche an der Brehmstraße ab 1995 wurde es immer schwieriger, Trainingszeiten zu organisieren, so dass eine ordentliche Jugendarbeit kaum noch möglich war. Inzwischen wurde jedoch anstelle der alten unbedachten Eisfläche eine neue überdachte Trainingshalle direkt neben dem Eisstadion errichtet. Zudem wurde das Trainingsprogramm der DEG wesentlich intensiviert und ausgebaut. Neben den Puckys und der Zamek-Laufschule für die absoluten Anfänger unterhält die DEG Jugendmannschaften im Bambini-, Kleinschüler-, Knaben- und Schülerbereich. In allen Altersgruppen nimmt die DEG am Spielbetrieb in der entsprechenden höchsten NRW Liga teil.

Im Jahr 2006 stieg das Nachwuchsteam der DEG in die höchste deutsche Nachwuchsliga, der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) auf. Direkt in der ersten Saison konnte das Team sich mit Platz Acht für die Play-offs qualifizieren, unterlag dort allerdings gegen die Jungadler Mannheim erwartungsgemäß. Trainer der DNL Mannschaft ist seit 2007 der langjährige frühere DEG-Spieler Andreas Niederberger. Aus dem Jahrgang schaffte Stürmer Dennis Fischbuch den Sprung in den Kader der 1. Mannschaft, wo er aber bisher nicht zum Einsatz kam, dafür aber Leistungsträger der 1b-Mannschaft wurde. In der DNL-Saison 2007/2008 belegte das Team den 3. Platz nach der Vorrunde. In der Play-off-Runde verlor man knapp in zwei Spielen gegen die Kölner Junghaie. Das Heimspiel in dieser Play-off-Serie sahen über 1000 Zuschauer im Eisstadion an der Brehmstraße. Aus diesem Jahrgang schaffte es Marco Nowak zum zwischenzeitlichen Stammspieler der 1. Mannschaft, bis er sich bei einem DNL-Spiel eine lange Verletzung zuzog.

In der Saison 2006/2007 ging erstmals eine 1b-Mannschaft des Vereins, die DEG METRO STARS II an den Start. Die Saison in der fünftklassigen Verbandsliga NRW war sehr erfolgreich, ungeschlagen stieg man unter der Leitung von Peter Schrills in die Regionalliga NRW auf. Die mittelfristige Planung sah vor, in die Oberliga aufzusteigen, um dort nach dem Vorbild der Eisbären Berlin Juniors einen Unterbau zur ersten Mannschaft zu bilden. In der Saison 2007/2008 wurde der frühere DEG-Spieler Thomas Werner Trainer dieses Teams. Die DEG II erreichte, wie geplant, die Endrunde, Regionalligameister wurde jedoch der Herner EV. Für die Saison 2008/2009 wird von der Zielsetzung Aufstieg in die Oberliga abgesehen. Stattdessen ist unter Leitung des neuen Trainers Christoph Kreutzer (ehemals langjähriger DEG-Verteidiger) geplant, den für die DNL zu alt gewordenen Spielern durch taktisches Training und viel Eiszeit den Sprung in das Profi-Eishockey zu ermöglichen.

Es ist weiterhin Ziel der DEG, im Jugendbereich wieder zu den Standorten Mannheim, Berlin und Köln aufzuschließen und erneut zu einem Ort zu werden, der als traditionelle Eishockeyhochburg Nationalspieler für die Zukunft hervorbringt.

Von 1935 bis zum Ende der Saison 2005/2006 war das Eisstadion an der Brehmstraße in Düsseldorf-Düsseltal die sportliche Heimat der DEG. Dort wurde große Erfolge und acht Meistertitel gefeiert. Zudem fanden hier auch Spiele der Eishockeyweltmeisterschaften 1955, 1975 und 1983 statt. In den Vorkriegsjahren fasste das Stadion 8.000 Zuschauer, wurde aber im Zweiten Weltkrieg durch Bombenabwürfe schwer beschädigt. Nach der Wiedererrichtung wurde die Kapazität auf 10.500 erhöht, durch Umbaumaßnahmen in den 1980er und frühen 1990er Jahren auf 11.117. Dadurch war die Brehmstraße über lange Zeit das größte Eisstadion Deutschlands. Eine Überdachung erfolgte 1969. Viele Jahrzehnte galt die Brehmstraße als Zuschauerhochburg und bekanntestes Eisstadion, sowie als eine der stimmungsvollsten Sportstätten Deutschlands. 9.500 verkaufte Dauerkarten waren keine Seltenheit. Eine zweite, unüberdachte Eisfläche neben dem Hauptgebäude, musste 1995 nach vierzigjähriger Nutzung wegen Marodität stillgelegt werden, was sich durch die fehlenden Trainingsmöglichkeiten negativ auf die Düsseldorfer Jugendarbeit auswirkte. Nach langen Jahren der Diskussion wurde 2004 eine neue, jetzt überdachte zweite Trainingshalle eröffnet.

Da das mittlerweile siebzigjährige Stadion nicht mehr den aktuellen Anforderungen in den Bereichen Komfort, Catering, sanitäre Anlagen und Kabinen erfüllte, ein neues VIP-Zuschauersegment nicht angesprochen werden konnte und durch die Innenstadtlage kaum Parkplätze vorhanden waren, wurde mit der Eröffnung des ISS-Dome im Stadtteil Rath ein neues Kapitel in der DEG-Geschichte aufgeschlagen. Obwohl von vielen Fans auch mit einem eher weinenden Auge gesehen und wegen diverser Anlaufschwierigkeiten noch nicht gänzlich unumstritten, gilt landläufig die Meinung, dass ein Umzug in eine moderne Multifunktionsarena dringend notwendig war, um im Profigeschäft des DEL-Eishockeys weiterhin konkurrenzfähig zu sein.

An der Brehmstraße trainieren jedoch weiterhin alle DEG-Mannschaften, auch bleibt der traditionsreiche Standort die Spielstätte der zweiten Mannschaft DEG II, die aktuell in der Regionalliga spielt, und des DNL-Nachwuchsteams.

Von den 1970er bis Mitte der 1990er Jahre gehörten die Fans der DEG zu den stimmungsvollsten Eishockey-Fangemeinschaften. Viele Saisons lang war fast jedes Spiel ausverkauft, nahezu 90% der Zuschauer hatten Dauerkarten. An den Vorverkaufsstellen bildeten sich seinerzeit bis zu 200 Meter lange Schlangen. Zahlreiche DEG-Fans fuhren sogar nach Köln um an den dortigen Vorverkaufsstellen Karten für das eigene Heimspiel gegen den Erzrivalen zu kaufen; Auswärtsspiele an der Kölner Lentstraße wurden kurzerhand zu Heimspielen umfunktioniert. Die Stimmung im heimischen Eistempel an der Brehmstraße, die von kreativen und spontanen Fangesängen geprägt war, imponierte der Konkurrenz; Gesänge und Sprechchöre wurden vielfach kopiert. Der Auszeichnung „Beste Fans der Welt“ des sowjetischen Nationaltrainers Tarassov wurde seinerzeit nicht ernsthaft widersprochen und zu einem Synonym für die Fans der DEG. Jedoch verflog diese Stimmung ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre allmählich. Generationswechsel bei den Zuschauern, ungeliebte neue Liga DEL, ausbleibender sportlicher Erfolg, aber auch eine nicht zu übersehende Übersättigung nach den vielen höchst erfolgreichen Jahren sind die Gründe.

Mit den Fans der Kölner Haie und der Krefeld Pinguine besteht eine besondere Rivalität; diese ist auf die geografische Nähe der Klubs – und im Falle Köln auf die nie so bitterernst zu nehmende Rivalität der beiden Städte generell – zurückzuführen. Während die Derbys gegen Köln sehr selten problematisch sind, ist bei den Spielen gegen Krefeld eine erhöhte Polizeipräsenz feststellbar. Mit den Anhängern der Iserlohn Roosters bestand in den 1980er Jahren zu ECD Iserlohn und ECD Sauerland Zeiten ebenfalls eine Fanfreundschaft. Diese ist allerdings in den gemeinsamen Zweitligazeiten durch eine sehr emotionell geführte Play-off-Serie und durch einen Generationswechsel der Fans auf beiden Seiten zerbrochen.

Seit langem besteht eine Freundschaft mit den Fans des SC Riessersee und seit den frühen 1990er Jahren mit denen der Starbulls Rosenheim, die mit gelegentlichen Besuchen bei Spielen aufrecht erhalten wird. Zudem gab es eine Fanfreundschaft mit Preussen Berlin, bevor dieser Verein in Konkurs ging und mittlerweile aufgelöst wurde. Gute Beziehungen gibt es zudem auch zu den Fans der Adler Mannheim und der Augsburger Panther.

Seit dem 14. November 2000 ist „Düssi“ das Maskottchen der DEG. Düssi, über dessen Namen im Internet abgestimmt wurde, ist ein „Bergischer“ Löwe (das Wappentier Düsseldorfs und des Bergischen Landes) und läuft während des Spieles durch das Stadion. In den Pausen, am Anfang und Ende des Spieles fährt er mit Schlittschuhen über das Eis.

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Source : Wikipedia