Singen

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Geschrieben von robby 19/03/2009 @ 09:14

Tags : singen, baden-württemberg, deutschland

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FC Singen 04

Der FC Singen 04 ist ein Fußballverein aus dem baden-württembergischen Singen.

Der Verein wurde am 5. August 1904 gegründet, und konnte als Meister der Bezirksliga Ost 1923 und als Meister der Schwarzwaldliga 1930 schon vor dem Zweiten Weltkrieg erste Erfolge vorweisen.

In der Nachkriegszeit wurde der FC Singen 1948 Südbadischer Pokalsieger und konnte 1950 in die Oberliga Süd, der damals höchsten deutschen Spielklasse aufsteigen, die man aber bereits nach einer Spielzeit wieder verlassen musste. 1951 bis 1958 spielte der Verein in der 2. Oberliga Liga Süd, die man in der Folge Richtung Schwarzwald-Bodensee-Liga, der damals höchsten Amateurspielklasse verlassen musste. Am 14. Juni 1959 gelang in Offenburg mit dem 3:2-Sieg gegen SV Arminia Hannover im Finale der Deutschen Amateurmeisterschaft der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Nachdem man 1971 und 1972 die Meisterschaft in der Schwarzwald-Bodensee-Liga erringen konnte, erreichte man 1978 als Meister die Qualifikation zur neugeschaffenen Verbandsliga, bevor zu Beginn der 1980er Jahre der Gang in die unteren Amateurligen angetreten wurde.

1994 stieg der Klub in die Verbandsliga auf. Ein Jahr später wurde der ehemalige niederländische Fußballstar Johan Neeskens als Trainer verpflichtet, um den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg zu schaffen. Jedoch trennte man sich vom Trainer, als nur der neunte Tabellenrang erreicht wurde. 1997 gelang der Aufstieg und im gleichen Jahr wurde der Verein Südbadischer Pokalsieger. 1999 wurde der Pokal erneut gewonnen. 2000 stieg der FC Singen als Tabellenletzter aus der vierten Liga ab und auch in der folgenden Saison misslang der Klassenerhalt. Seither spielt der Verein in der Landesliga. In der Spielzeit 2007/2008 schaffte es der FC Singen 04 in die Relegation der Verbandsliga Südbaden, verlor jedoch das entscheidende Spiel bei Sportfreunde Elzch/Yach knapp mit 1:0.

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Friedrich-Wöhler-Gymnasium (Singen)

Das Friedrich-Wöhler-Gymnasium (kurz: FWG) in Singen (Hohentwiel) ist ein allgemeinbildendes Gymnasium, das nach dem deutschen Chemiker Friedrich Wöhler, dem Entdecker des Aluminiums, benannt ist. Es befindet sich im Münchried-Schul- und Sportgelände an der Radolfzeller Aach. Es werden etwa 1.200 Schüler von etwa 80 Lehrkräften unterrichtet.

Sechs Jahre nach dem Beschluss des Singener Gemeinderates im April 1966, ein zweites Gymnasium in Singen zu errichten, begann 1972 mit 849 Schülern in 27 Klassen der Unterricht. Bereits 1974 und 1979 musste das Gebäude erweitert werden.

Stellvertretender Schulleiter ist seit 2002 Wolfram Spitzhüttl.

Am Friedrich-Wöhler-Gymnasium findet ein Schüleraustausch mit Fontenay-le-Comte (Frankreich; für Schüler der Klassenstufe 8), Fucecchio (Italien; Klassenstufe 11), Bear Creek High (USA; Klassenstufe 10), Empoli (Italien; Klassenstufe 11) und Ballarat (Australien; Klassenstufe 11) statt.

Die Schule verfügt über drei Computerarbeitsräume, Beamer in allen Fachräumen und Schulnetzwerkanschlüsse in allen Zimmern. Im Schulgebäude wurde Aufgrund des zunehmenden Nachmittagsunterrichts ein Internet-Café mit sieben Computerplätzen eingerichtet. Auf dem Dach des Gymnasiums ist eine Solaranlage installiert. Für die Förderung dieser Solaranlage erhielt die Solarcomplex GmbH den Aesculap-Umweltpreis 2003.

Zusammen mit dem Hegau-Gymnasium in Singen und dem neu gegründeten Engener Gymnasium deckt das Friedrich-Wöhler-Gymnasium den gesamten Hegau von Jestetten bis Aach ab.

Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften (AGs) umfasst unter anderem Theater, Fotografie und Video, Technik, Latein, Pfiffikus-Orchester, Concerto Wöhler, Big-Band, Unterstufenchor, Mittel- und Oberstufenchor, Bühnenbild, Schulhaus-Gestaltung, Streitschlichter, Sanitäter, Kunst und die Schülerzeitung „Tintenfass“.

Das Friedrich-Wöhler-Gymnasium trägt die Bezeichnung Partnerschule für Europa.

Im Jahr 2002 war ein Schüler des Gymnasiums unter den Preisträgern des Jahressuperpreises des Wettbewerbes Chemie im Alltag.

Ein Schüler nahm 2003 an EUSO (European Union Science Olympiad) teil und konnte eine Medaille erringen. Im selben Jahr durfte ein Schüler an dem Gruppenwettbewerb Fremdsprachen 2003 beim 12. Sprachenfest teilnehmen. Die Teilnehmer am Sprachenfest waren unter den Landesbesten des Landes Baden-Württemberg ausgesucht worden.

Ein Schüler des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums befand sich 2003 und einer 2006 unter den Preisträgern des Karl von Frisch Preises des Verbandes deutscher Biologen, Landesverband Baden-Württemberg. 2004 gehörte ein Schüler zu den Preisträgern des 13. Landeswettbewerbs Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg.

Bei der Verleihung der Auszeichnung JuniorBotschafter des Jahres am 12. Juni 2006 durch die UNICEF waren etwa 140 Schülerinnen und Schüler unter den Preisträgern für das Theaterstück African Jigsaw. Mit diesem Theaterstück warben sie für das UNICEF-Projekt Schulen für Afrika und konnten hierfür 5.000 Euro sammeln. Für das Musical erhielt das FWG den Anerkennungspreis des Singener Kulturvereins.

Ein Schüler nahm 2007 mit einer Kausalitätstheorie erfolgreich bei Jugend forscht teil und durfte als Landessieger Baden-Württemberg beim Bundeswettbewerb 2007 in Hamburg teilnehmen.

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Singen (Hohentwiel)

Wappen der Stadt Singen (Hohentwiel)

Singen (Hohentwiel) ist eine Stadt im Süden Baden-Württembergs, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Konstanz und 20 Kilometer nordöstlich von Schaffhausen (Schweiz). Singen ist nach der Kreisstadt Konstanz die zweitgrößte Stadt des Landkreises Konstanz und bildet das Mittelzentrum für die umliegenden Hegau-Gemeinden. Seit dem 1. April 1956 ist Singen Große Kreisstadt.

Singen liegt am Westrand des Hegaus, nordwestlich vom Bodensee am Fuß des Hohentwiels, eines Phonolithenkegels (Vulkankegel), der zu den Hegaubergen gehört. Zwischen der Stadt und dem Hohentwiel fließt die Radolfzeller Aach, welche in der Gemeinde Aach (Hegau), nördlich von Singen entspringt (das Wasser stammt von der 20 Kilometer östlich von Donaueschingen bei Fridingen versickernden Donau) und nach Verlassen des Stadtgebiets westlich von Radolfzell in den Bodensee mündet.

Im Jahr 2008 war gemäß der Wetterbilanz des Wetterdienstes Meteomedia der Singen um 250 Meter überragende Hausberg Hohentwiel mit 2057 Sonnenstunden Viertplatzierter im Ranking zum sonnenreichsten Ort in Deutschland. Im Vorjahr erreichte Singen mit 2142 auf dem Hohentwiel gemessenen Sonnenstunden den zweiten Platz in Deutschland. Neben der Wetterstation von Meteomedia auf dem Hohentwiel befindet sich in rund zwei Kilometer Entfernung die von Meteomedia genutzte Hegauer Wetterstation (Wetterstation Singen; 47° 45′ 0″ N, 8° 49′ 12″ O47.758.827; 445 m ü. NN) von einem anderen Netz.

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Singen (Hohentwiel): Hilzingen, Mühlhausen-Ehingen, Volkertshausen, Steißlingen, Radolfzell am Bodensee, Moos, Öhningen und Rielasingen-Worblingen (alle Landkreis Konstanz).

Die Stadt gliedert sich in die Kernstadt und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er-Jahre hinzugekommenen ehemals selbstständigen Gemeinden Beuren an der Aach, Bohlingen, Friedingen, Hausen an der Aach, Schlatt unter Krähen und Überlingen am Ried.

Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben. Ferner gibt es auch Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind.

Singen (Hohentwiel) bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Hochrhein-Bodensee, zu dessen Mittelbereich die Städte und Gemeinden Aach (Hegau), Büsingen am Hochrhein, Engen, Gailingen am Hochrhein, Gottmadingen, Hilzingen, Mühlhausen-Ehingen, Rielasingen-Worblingen, Steißlingen, Tengen und Volkertshausen des Landkreises Konstanz gehören. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit den Kantonen Schaffhausen und Thurgau in der Schweiz.

Singen wurde 787 als Sisinga erstmals urkundlich erwähnt. Besitzungen hatte unter anderem das Kloster St. Gallen. Ab dem 11. Jahrhundert waren Edelfreie erwähnt. 1466 gelangte der Ort an die Familie von Fulach, 1518 an die von Klingenberg, 1530 an die Herren von Bodman, von welchen es schließlich an Österreich verkauft wurde. 1571 waren wieder die Herren von Bodman die Ortsherren, dann ab 1607 die Herren von Reischach und schließlich 1632 wieder Österreich. Diese gaben Singen 1655 an Hans Gaudenz von Rost, der die Herrschaft Singen-Mühlhausen bildete. Diese gelangte durch Heirat an die Grafen von Enzenberg, die im 18. Jahrhundert in Singen ein Schloss errichteten. 1775 kam die Herrschaft schließlich über die Grafschaft Nellenburg an Österreich. 1805 kam Singen an Württemberg und 1810 an das Großherzogtum Baden. Zunächst war Singen eine Gemeinde im Bezirksamt Radolfzell. Bei dessen Auflösung 1872 kam Singen zum Bezirksamt Konstanz.

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Singen zu einer Industriegemeinde, die sich vor allem nach der Ansiedlung von Maggi (1887) stark vergrößerte. Daher wurde durch Erlass des Innenministeriums des Großherzogtum Baden vom 11. September 1899 der Gemeinde Singen die Stadtrechte verliehen.

Zu Beginn der NS-Diktatur wurde im März 1933 die Herausgabe der SPD-Zeitung „Volkswille“, die im Verlagshaus Thurgauer/Ekkehardstraße hergestellt wurde, verboten. Das Gewerkschaftshaus in der Schwarzwaldstraße wurde mit dem Verbot der Gewerkschaften beschlagnahmt und die Arbeitersport-Vereine aufgelöst, die sich auf dem Schnaidholz-Sportplatz betätigt hatten. Diese und andere Vorgänge der Verfolgung und des Widerstandes werden seit 1989 in einem „Geschichtspfad“ nacherlebbar gemacht.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehrere tausend Frauen, Kinder und Männer nach Singen verschleppt und in der örtlichen Industrie, den Firmen Maggi, Aluminium Walzwerke, der Georg Fischer AG und anderen Firmen zur Zwangsarbeit genötigt. Gegen Ende des Kriegs war jeder sechste Bewohner ein Bürger der Sowjetunion. Sie lebten in 17 verschiedenen Lagern, eines davon auf einem Gelände in der Fittingstraße, auf dem heute die St. Theresienkapelle steht, unter der noch heute ein Strafbunker existiert. Ein „Ausländerehrenmal“ auf dem Waldfriedhof erinnert an fast 50 Opfer der Zwangsarbeit. Zu den humanitären Helfern für zahlreiche verfolgte Hitler-Gegner und Juden über die Schweizer Grenze gehörten der römisch-katholische Pfarrer August Ruf und sein Vikar Weiler. Nach der Entdeckung wurde Ruf verhaftet und starb 1944 an den Folgen der Haft, während Weiler das KZ Dachau überlebte. An Ruf erinnern ein Straßenname und eine Gedenktafel.

Bei der Verwaltungsreform 1939 kam Singen zum Landkreis Konstanz und nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Stadt zum Land (Süd-)Baden, bzw. ab 1952 zum Regierungsbezirk Südbaden. In jener Zeit überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 20.000. Daher wurde Singen bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 zur Großen Kreisstadt erklärt. Bei der Gemeinde- und Kreisreform Anfang der 1970er-Jahre erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

Auf dem Hausberg Hohentwiel, der wichtigsten touristischen Attraktion Singens, liegt die größte deutsche Festungsruine. Ihre Festungsanlagen wurden erst 1801, nachdem sie ihre militärische Funktion schon weitgehend verloren hatten, in den Napoleonischen Kriegen von französischen Truppen geschleift. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre 919 als Duellum, einer Burg im Besitz des Reiches. Im 12. Jahrhundert war sie im Besitz der Herren von Singen und teilte zunächst die Geschicke des Dorfes. 1538 wurde sie an den Herzog von Württemberg verkauft, der sie zu einer Festung ausbauen ließ. Die Festung konnte zahlreichen Belagerungen standhalten. Im 18. Jahrhundert diente sie als Staatsgefängnis und blieb auch nachdem sie von den Franzosen im Jahre 1801 geschleift worden war als württembergische Staatsdomäne. 1850 wurde der Hohentwiel Teilgemeinde der etwa 24 Kilometer nördlich gelegenen Stadt Tuttlingen, der sie 1933 formell eingegliedert wurde. Am 1. Januar 1969 wurde der Hohentwiel in die Stadt Singen umgemeindet.

Beuren an der Aach wurde 1204 als Bure erstmals erwähnt. Das Kloster Reichenau hatte Besitzungen im Ort. Die Ortsherren waren zunächst die Herren von Krähen, dann bis 1539 die Herren von Friedingen und im 15. Jahrhundert vorübergehend die Familie von Fulach. Über Valentin Zäggy von Stockach gelangte Beuren 1554 an Christoph Lutz Reichlin von Meldegg, in dessen Familienbesitz der Ort bis 1628 war. Dann waren weitere verschiedene Herrscherfamilien die Ortsherren, so etwa die Familie Vogt von Alten-Summerau und Praßberg und die Familie Johann Baptist von Liebenfels zu Worblingen. Schließlich gehörte Beuren zur Herrschaft Langenstein. Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei der Grafschaft Nellenburg. 1805 kam Beuren an Württemberg und 1810 an Baden. Dann war es eine Gemeinde im Bezirksamt Stockach, aus dem der Landkreis Stockach hervorging. Erst durch die Eingliederung nach Singen kam Beuren zum Landkreis Konstanz.

Bohlingen wurde 733 als Wobolginga erstmals erwähnt. Besitzungen hatte unter anderem das Kloster St. Gallen. Später gehörte es dem Bischof von Konstanz, der es durch Ministerialien verwalten ließ. Später bestand eine eigene Herrschaft Bohlingen, die ab 1416 als österreichisches Lehen in den Händen der Herren von Homburg war. 1456 gelangte die Herrschaft an das Kloster Salem, 1469 an die Grafen von Sulz und 1497 an den Konstanzer Bischof. Die Hochgerichtsbarkeit lag ab dem 15. Jahrhundert bei der Landgrafschaft Nellenburg. Bohlingen war ab 1686 Sitz eines Amtes. 1803 kam Bohlingen an Baden und war zunächst Sitz eines Amtes, das 1810 aufgelöst wurde. Dann gehörte der Ort zum Amt Radolfzell. Bei dessen Auflösung 1872 kam Bohlingen zum Bezirksamt Konstanz. Südwestlich von Bohlingen finden sich noch Reste der mittelalterlichen Burg Kastenbühl.

Friedingen wurde 1090 als Fridinga erstmals erwähnt. Besitzungen hatte das Kloster St. Gallen, dann das Kloster Reichenau. Schließlich gab es eine eigene Ortsherrschaft, doch war der Ort mehrfach verpfändet, darunter an die Herren von Bodman. Diese verkauften Friedingen 1538 an die Stadt Radolfzell. Die Oberhoheit oblag der Landgrafschaft Nellenburg. 1806 kam Friedingen an Württemberg, 1810 an Baden und gehörte zunächst zum Bezirksamt Radolfzell. Nach dessen Auflösung 1872 kam der Ort zum Bezirksamt Konstanz.

Hausen an der Aach wurde 787 als Usa erstmals erwähnt. Auch hier hatte das Kloster St. Gallen, später das Kloster Reichenau Besitz. Ebenso wie seine Nachbarn gehörte auch Hausen verschiedenen Herrschaften, bevor der Ort 1544 von den Herren von Friedingen an die Stadt Radolfzell verkauft wurde. Von 1703 bis 1759 gehörte Hausen den Freiherren von Alten-Summerau und Praßberg. Die Hochgerichtsbarkeit oblag bis 1805 der Landgrafschaft Nellenburg, bis zum Übergang an Württemberg. 1810 kam Hausen an Baden und wurde dem Amt Stockach unterstellt. Ab 1813 gehörte der Ort zum Bezirksamt Radolfzell und nach dessen Auflösung 1872 kam Hausen zum Bezirksamt Konstanz.

Schlatt unter Krähen wurde 787 als Slat erstmals erwähnt. Auch dieser Ort gehörte dem Kloster St. Gallen, dann dem Kloster Reichenau und kam über verschiedene Herrschaften 1592 an Hans Ludwig von Bodman, 1606 an Jakob Hannibal von Raitnau und schließlich durch Heirat an die Grafen von Rechberg. 1619 kam Schlatt an Rudolf Ebinger von der Burg und über dessen Nachkommen 1785 an den Überlinger Bürgermeister von Lenzenfeld, 1790 an Johann Adam von Bodman. Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei der Landgrafschaft Nellenburg. 1808 kam Schlatt an Württemberg, 1809 an Baden und gehörte zum Amt Blumenfeld, ab 1803 zum Amt Engen. 1824 wurde Schlatt erneut dem Amt Engen, 1843 erneut dem Amt Blumenfeld und 1857 nochmals dem Amt Engen zugeordnet, wo es bis zu dessen Auflösung 1936 verblieb. Dann kam der Ort zum Bezirksamt Konstanz.

Überlingen am Ried wurde 1256 erstmals erwähnt. Im 14. Jahrhundert hieß es Überlingen im Ryete. Die klösterlichen Besitzungen der Insel Reichenau wurden vom Amannamt der Stadt Radolfzell verwaltet. Von dort wurde es um 1300 dem habsburgischen Amt Aach zugeordnet und kam 1538 an die Stadt Radolfzell, welche die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Die hohe Gerichtsbarkeit oblag der Landgrafschaft Nellenburg. 1805 kam Überlingen an Württemberg, 1810 an Baden und gehörte dann zum Bezirksamt Radolfzell. Bei dessen Auflösung 1872 kam der Ort an das Bezirksamt Konstanz.

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Singen (Hohentwiel) gehörte anfangs zum Bistum Konstanz. Bereits 1275 wurde eine Pfarrei erwähnt. 1350 taucht das Patrozinium St. Peter (später St. Peter und Paul) auf, das beim Kloster Reichenau lag. Zu ihm gehörten mehrere Filialen. Auch nach der Reformation blieb Singen überwiegend katholisch. Die heutige Hauptkirche der Stadt St. Peter und Paul wurde 1778/81 unter Einbeziehung älterer Bauteile erbaut. Die Kirchengemeinde Singen kam 1821/27 zum neu gegründeten Erzbistum Freiburg. Durch starken Zuwachs der Bevölkerung wurden im 20. Jahrhundert von der Pfarrei St. Peter und Paul weitere Pfarreien abgetrennt und neue katholische Kirchen erbaut. So entstand 1908 bis 1911 die Herz-Jesu-Kirche (Pfarrei ab 1918), 1927/28 die St. Josefskirche (Pfarrei ab 1945), 1954 die Kirche Maria Königin (Liebfrauen-Pfarrei ab 1974) und 1962 die Kirche St. Elisabeth (Pfarrei ab 1973). Alle genannten Pfarreien bilden heute die Seelsorgeeinheit Singen innerhalb des Dekanats Westlicher Hegau. Die Friedhofskapelle zur Schmerzhaften Muttergottes wurde 1898 erbaut.

Auch in den Singener Stadtteilen gibt es jeweils katholische Gemeinden, die schon eine lange Tradition haben. In Bohlingen wurde bereits 1155 ein Pfarrei erwähnt. Die heutige Pfarrkirche St. Pankratius wurde im 15. Jahrhundert erbaut und 1978/80 erweitert. Auf dem Friedhof gibt es eine Kapelle St. Martin aus dem 16. Jahrhundert. In Überlingen ist seit 1360 eine Filiale der Pfarrei Bohlingen erwähnt. Eine eigene Pfarrei gibt es dort seit 1798. Die heutige Kirche zum Hl. Kreuz wurde 1862 im neogotischen Stil erbaut. Beide Pfarreien gehören zusammen mit drei Nachbargemeinden zur Seelsorgeeinheit Aachtal.

In Beuren wird 1204 eine Kirche und 1275 eine Pfarrei genannt. Die heutige Kirche St. Bartholomäus wurde 1760 erbaut. In Friedingen wurde 1194 eine Kirche und 1275 eine Pfarrei St. Leodegar erwähnt. Die ehemalige Chorturmkirche hat einen spätgotischen Turmunterbau und ein Schiff aus dem Jahr 1720 bis 1730. Hausen an der Aach war seit dem 14. Jahrhundert eine Filiale von Singen. 1794 wurde eine Kuratie und 1820 eine eigene Pfarrei errichtet. Die Pfarrkirche St. Agatha und Katharina wurde 1826/27 erbaut. Die drei Kirchengemeinden gehören heute mit zwei weiteren Nachbargemeinden zur Seelsorgeeinheit Volkertshausen-Steißlingen. Die Katholiken in Schlatt gehören zur Pfarrei St. Peter und Paul Mühlhausen (Seelsorgeeinheit Mühlhausen-Ehingen-Aach). Eine Kapelle Hl. Johannes der Täufer und Rochus wurde 1746 erbaut.

Wenngleich die Orte im heutigen Singener Stadtgebiet bis ins 19. Jahrhundert überwiegend katholisch blieben, so gab es auf dem Hohentwiel seit der Reformation evangelische Gottesdienste. Nach der Zerstörung der Kirche auf dem Hohentwiel wurden die Gottesdienste im Domänenhof abgehalten. In Singen wurde dann 1863 eine eigene evangelische Kirche erbaut. Die Kirchengemeinde Singen wurde 1894 errichtet. 1913 wurde dann die heutige Lutherkirche erbaut. Von der Lutherpfarrei wurde 1967 die Markuspfarrei abgetrennt, nachdem bereits 1959 die Markuskirche errichtet worden war. Weitere evangelische Gemeinden sind die Paulusgemeinde und die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde. Alle vier Kirchengemeinden im Singener Stadtgebiet gehören zum Dekanat Konstanz der Evangelischen Landeskirche in Baden. Zu den Gemeinden gehören auch die Protestanten der Stadtteile Beuren an der Aach, Friedingen und Hausen an der Aach. Die Protestanten der Stadtteile Bohlingen, Schlatt unter Krähen und Überlingen am Ried werden von den Nachbargemeinden Böhringen bzw. Aach-Volkertshausen betreut.

Die erste evangelische Kirche wurde 1918 an die alt-katholische Gemeinde abgegeben. Als St. Thomas-Kirche ist sie Pfarrkirche für die Singener Alt-Katholiken.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Singen auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde, die Gemeinde Gottes KdöR, die Josua-Pfingstgemeinde und eine Adventisten-Gemeinde. Ferner sind die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Christlich-Wissenschaftliche Vereinigung in Singen vertreten. Die Singener Muslim-Gemeinde hat im März 2007 eine eigene Moschee und ein Gemeindezentrum eröffnet.

Der Gemeinderat in Singen hat derzeit 37 Sitze und wurde das letzte Mal am 13. Juni 2004 gewählt.

An der Spitze der Gemeinde Singen standen zunächst die Vögte, ab 1832 die Bürgermeister, die aber zunächst noch ehrenamtlich tätig waren. Ab 1904 waren die Bürgermeister hauptberuflich tätig. Daneben gab es einen Gemeinderat mit zwölf Gemeinderäten und ein weiteres Gremium, bestehend aus 36 Gemeindeverordneten. Ab 1920 gab es zwölf Gemeinderäte und 72 Gemeindeverordnete. Nach 1933 waren es nur noch zwölf Ratsherren und der Bürgermeister. 1950 bekam der Bürgermeister einen Beigeordneten an seine Seite und der Bürgermeister die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter war zunächst der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister. Doch wurde dieses Amt abgeschafft. Seither gibt es nur noch einen ehrenamtlichen Stellvertreter.

Das Wappen von Singen (Hohentwiel) zeigt in Silber einen aufgerichteten, rot bewehrten und rot gezungten schwarzen Bären, der in den Vordertatzen einen von Gold und Blau im Spitzenschnitt gespaltenen Schild hält. Die Stadtflagge ist gelb-blau.

Das Wappen wurde kurz nach der Stadterhebung 1899 angenommen. Es handelt sich um den St. Galler Bären, der auf die Besitzungen des Klosters St. Gallen in Singen hinweisen soll. Der zweifarbige Wappenschild weist auf die Herren von Singen hin, die im 11. und 12. Jahrhundert nachgewiesen sind.

Die Partnerschaft mit Celje geht zurück auf die Zusammenarbeit der IG Metall Singen mit den Gewerkschaften in Celje, sowie der Freundschaft des Männerchores Konkordia mit dem Kammerchor Celje.

Kobeljaky verbindet mit Singen, dass viele Zwangsarbeiter in Singen aus der Region Poltawa stammen. Dies wurde erst in den 1990ern durch die Nachforschungen von Wilhelm Waibel bekannt.

Die Stadthalle Singen ist ein modernes Veranstaltungszentrum am Rande der Innenstadt, in der Parklandschaft der ehemaligen Landesgartenschau unter dem Hohentwiel. Die Eröffnung des Neubaus war am 15. September 2007.

Die Stadthalle bietet Räume für Veranstaltungen aller Art mit einer Platzkapazität für bis zu 1600 Besucher. Eine vergleichbare Bühne mit Orchestergraben ist erst im schweizerischen Zug zu finden. Bis Mai 2008 soll das Hotel Express by Holiday Inn mit 92 Zimmern direkt neben der Stadthalle fertiggestellt sein.

Gebaut und betrieben wird das neue Veranstaltungszentrum von der städtischen Kultur & Tourismus Singen GmbH (KTS). Mit einem eigenen Theater- und Konzertprogramm erfüllt sie den Kulturauftrag der Stadt. Hinzu kommen eine ganze Reihe von Fremdveranstaltern, so dass von September 2007 bis Sommer 2008 insgesamt rund 140 Publikumsveranstaltungen im neuen Haus stattfinden werden. Dazu zählen auch acht Messen, Auftakt war mit der Messe Umwelt 2007 Singen am 13. und 14. Oktober 2007.

Die neue Stadthalle Singen löst das bisherige Gastspieltheater Kunsthalle und die Aula des Hegau-Gymnasiums als Konzertsaal ab. Zugleich vervollständigt sie die „Kulturmeile“ Singens mit Scheffelhalle, archäologischem Hegau-Museum, städtischem Kunstmuseum, Kulturzentrum Gems, Musikinsel und privatem Kneipentheater Die Färbe.

Theater wird in Singen auch in der renommierten Färbe geboten.Die Färbe ist ein privates Theater in einer Kneipe. Aufführungen auf hohem Niveau finden dort seit 1978 statt. Dem Theater angeschlossen ist eine Ballettschule.

Das Kulturzentrum GEMS bietet Kino, Musik, Theater und Galerien. Es wurde 1978 im benachbarten Arlen eröffnet und zog Ende der 1980er Jahre in das ehemalige Gasthaus Kreuz in Singen um. Das Kulturzentrum GEMS beherbergt auch das Kommunale Kino Weitwinkel und den Jazz-Club Singen.

Das Archäologische Hegau-Museum zeigt Fundstücke und Informationen über die Lebenswelt der Menschen, die den Hegau seit dem Ende der letzten Eiszeit bis ins frühe Mittelalter besiedelten.

Das Städtische Kunstmuseum zeigt Klassische Moderne und aktuelle Kunstströmungen am Bodensee.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Stadt ist der Hohentwiel mit seiner Burgruine, der Festung Hohentwiel. Die heutige Anlage geht auf eine Burg aus dem Jahr 914 zurück, die im 10. Jahrhundert Sitz der schwäbischen Herzöge wurde. Im 12. und 13. Jahrhundert war sie Sitz eines Rittergeschlechts und um 1300 gelangte sie in den Besitz der Thurgauer Familie von Klingenberg. 1521 wurde sie württembergisch. Die württembergischen Herzöge bauten 1553/54 ein Schloss unter Einbeziehung der mittelalterlichen Burg. Im 16. Jahrhundert wurde der Hohentwiel zu einer Landesfestung ausgebaut und im 18. Jahrhundert diente die Anlage als Staatsgefängnis. 1800/01 wurde die Burg von den Franzosen geschleift. Zur Anlage gehört auch eine protestantische Kirche, die während des Dreißigjährigen Krieges als schlichter Saalbau errichtet wurde. Der Turm dient heute aus Aussichtsturm.

In der Stadt gibt es ein 1809/10 nach Plänen von Hans Konrad II. Vogler erbautes Schloss. Es wird heute vom Hegau-Museum genutzt.

Die Scheffelhalle wurde 1925 als „provisorischer Bau“ für ein großes Sängerfest gebaut und steht als „ausgeprägter Vertreter der expressionistischen Architektur“ unter Denkmalschutz. Durch großen Instandhaltungsstau ist ihre Erhaltung gefährdet.

Dem Schloss benachbart ist das Rathaus, das 1960 nach den Plänen von Hannes Ott erbaut wurde. In hellem Travertin mit blanken Aluminiumfenstern erbaut, die Zeuge der Bedeutung des Metalls am Ort sein sollten, ist es ein gelungener Vertreter einer klassizistisch geneigten modernen Architektur.

Die katholische Hauptkirche in Singen ist St. Peter und Paul, errichtet im Jahr 1778/81. Sie wurde unter Einbeziehung älterer Bauteile erbaut. Weitere Kirchen sind die 1908 bis 1911 erbaute Herz-Jesu-Kirche, eine neoromanische Pfeilerbasilika von Raymond Jeblinger, die 1927/28 erbaute St. Josefskirche, die 1954 erbaute Kirche Maria Königin und die 1962 erbaute Kirche St. Elisabeth. Die evangelische Lutherkirche wurde 1913 erbaut. Die alte evangelische Kirche aus dem Jahr 1863 ist heute die Altkatholische Kirche. Weiter gibt es die Markuskirche aus dem Jahr 1959, die Pauluskirche und die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche.

In den Singener Stadtteilen gibt ebenfalls katholische Kirchen bzw. Kapellen (siehe Abschnitt Religionen).

Bis 2008 soll der Hegau-Tower, ein 18-geschossiges modernistisches Hochhaus, aus dem Büro des deutsch-US-amerikanischen Architekten Helmut Jahn, Chicago, fertiggestellt sein.

Zu den wichtigsten regelmäßigen Veranstaltungen Singens zählt das Hohentwielfestival. Dies umfasst neben Konzerten aus Jazz, Pop, Rock und Klassik auch das Burgfest. Beim Burgfest wird auf über zehn Bühnen innerhalb und unterhalb der Ruine ein reichhaltiges Programm geboten.

Die Singener „Fasnet“ (Fastnacht) gilt als fünfte Jahreszeit. In der Kernstadt gibt es zwölf Narrenvereine, die das Brauchtum mit Umzügen, Bällen und Narrenspiegeln pflegen.

Die Maifeier am 1. Mai in und um der Scheffelhalle mit reichhaltigem kulturellem Angebot und kulinarischen Spezialitäten der ausländischen Vereine.

Im zweijährigem Rhythmus (in ungeraden Jahren) findet im Frühjahr die Leistungsschau der IG Singen-Süd im Gewerbegebiet statt.

Im Juni ist das Stadtfest mit Musikdarbietungen, Flohmarkt, Vereinsdarbietungen und Kunsthandwerkermarkt das Ziel für vergnügungsfreudige Singener.

Am Wochenende um den 11. November Martinimarkt mit verkaufsoffenem Sonntag.

Beide Arbeiten sind im Stadtgarten in der Nähe der Scheffelhalle zu sehen.

Im Jahr 2003 wurde in Singen der Verein der Jenischen e. V. gegründet, die erste Vereinigung von Jenischen in Deutschland. 2004 fand in der Singener Scheffelhalle das erste Kulturfest der Jenischen statt. 2005 folgte ein Bootsch-Turnier, womit der Verein der Jenischen diese traditionelle und spezifische Sportart der Jenischen weltweit erstmals im Rahmen einer öffentlichen Sportveranstaltung der Bevölkerung präsentierte.

Sport ist in Singen ein wichtiger Bestandteil der Freizeitgestaltung. Das spiegelt sich in der Vielzahl der vorhandenen Sportstätten wider. Darunter sind ein Hallenbad, ein Freibad (Aachbad), die Radrennbahn, eine Indoor-Kartbahn, mehrere Fußballplätze und -stadien, Tennisplätze, Tennishallen und Schießsportanlagen. Für nahezu jede Sportart findet sich ein Verein mit entsprechenden Einrichtungen, von Hundesport über Judo, Boxen bis Baseball ist in Singen fast alles möglich, was das Herz begehrt. Seit dem 19. Oktober 2005 steht den Schulen in Singen und Leichtathleten offiziell ein Stadion mit blauer Kunststoffbahn zur Verfügung. Dies ist erst das zweite überhaupt in Deutschland- nach dem Berliner Olympiastadion.

In den 1990ern fanden in Singen Rennen der DTM statt. Der Stadtkurs (der so genannte Alemannenring) befand sich im Industriegebiet im Süden der Stadt.

In Singen gibt es mehrere Chöre und eine Jugendmusikschule. Diese unterhält zahlreiche Ensembles u.a. das Symphonische Jugendblasorchester der Jugendmusikschule. Ferner gibt es mehrere Blasorchester in der Kernstadt und den sechs Ortsteilen. Im Rahmen des städtischen Kulturprogrammes finden regelmäßig Symphonie- und Kammerkonzerte statt. Die Veranstaltungsreihe Studiokonzerte präsentiert experimentelle Musik abseits der ausgetretenen Pfade. Beim jährlichen Hohentwielfest finden regelmäßig Konzerte mit internationalen Stars der Rock- und Pop-Szene sowie Klassik-Konzerte auf der Festungsruine Hohentwiel statt. In Singen gibt es zwei Fanfarenzüge, den Fanfarenzug der Poppelezunft 1860 und den Fanfarenzug Blau-Weiß.

In Singen gibt es mehrere Fußballvereine, unter anderem den FC Singen 04, ein Verein aus der Landesliga. Der höchstklassige Handballverein ist die DJK Singen in der Südbadenliga. Weitere Vereine bieten unter anderem Leichtathletik und Boxen an.

Singen und seine Wirtschaft sind geprägt durch die ortsansässigen Großunternehmen sowie durch einen breiten Mittelstand. Der gut sortierte Einzelhandel und große Filialunternehmen haben Singen zur Einkaufsmetropole für den Hegau und die benachbarten Schweizer Städte und Gemeinden gemacht.

In Singen besteht ein Anschluss an die Bundesautobahn A 81. Am nahen Autobahnkreuz Hegau gelangt man nach Westen über Schaffhausen am Rheinfall vorbei durch die Schweiz in Richtung Süden, nach Osten in Richtung Bodensee und nach Süden auf den Bodanrück.

Die Scheffelbrücke ist eine rund 20 Meter lange Steinbrücke über die Radolfzeller Aach. Die Brücke wurde während der Inflationszeit 1923 gebaut und kostete laut Inschrift 1.520.940.901.926.024 (eineinhalb Billiarden) Mark. Sie gilt damit als „die teuerste Brücke der Welt“.

Der Bahnhof Singen ist ein wichtiger regionaler Eisenbahnknoten und Umsteigebahnhof im südlichen Baden-Württemberg, an dem heute drei, ursprünglich aber fünf Eisenbahnstrecken aufeinandertreffen.

Singen ist Ausgangspunkt der Gäubahn nach Stuttgart. Auf dieser Strecke ist Singen unter anderem Halt der ICE-Züge zwischen Stuttgart und Zürich. Außerdem halten in Singen die Züge der Schwarzwaldbahn, die Singen mit Offenburg und Konstanz verbindet. Die Hochrheinbahn stellt Verbindungen nach Basel her.

Neben dem prestigeträchtigen ICE halten in Singen auch einzelne InterCity-Züge, die die Stadt umsteigefrei mit dem Ruhrgebiet, Hamburg und anderen Zielen in Norddeutschland verbinden.

Im Regionalverkehr halten InterRegioExpress und RegionalExpress-Züge, die umsteigefreie Verbindungen nach Karlsruhe, Stuttgart, Basel und über Friedrichshafen nach Ulm anbieten. Eine Regionalbahn-Linie verbindet Singen mit Schaffhausen, der Regionalzug Seehas verbindet Singen unter anderem mit Engen sowie Radolfzell, Konstanz und einigen Bodenseegemeinden.

Früher führte von Singen aus die Randenbahn nach Beuren-Büßlingen, ebenso gab es eine Strecke über Rielasingen nach Etzwilen (CH). Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee an.

Der Güterverkehr wird über ein Containerterminal im Industriegebiet abgewickelt, welches Verbindungen bis Italien anbietet.

Große ansässige Industriebetriebe sind die Maggi AG, Georg Fischer AG, Alcan Singen, Alcan Packaging und Nycomed (vormals Altana Pharma AG). Weitere große Arbeitgeber sind die Stadtverwaltung und das Hegau-Bodensee-Klinikum. Singen ist Sitz der Volksbank Hegau.

In Singen (Hohentwiel) erscheint die Tageszeitung Südkurier aus Konstanz mit einer Singener Lokalausgabe. Ferner gibt es das Singener Wochenblatt.

Seit April 2003 betreibt der regionale Fernsehsender EURO 3 ein Studio in der Stadt. Regionale Radiosender sind Radio 7 (Studio Tuttlingen, 102,5 MHz) und Radio Seefunk (105,3 MHz). Im März 2006 hat die unabhängige Internet-Tageszeitung Bodensee Rundschau ihren Betrieb aufgenommen.

In Singen befindet sich eine Außenstelle des Landratsamts Konstanz, ein Finanzamt und seit 1929 ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Konstanz gehört. Singen ist Sitz eines der größten Hauptzollämter Deutschlands mit knapp über 1000 Beschäftigten. Die Stadt ist auch Sitz des Regionalbüros Bodensee-Hohenzollern des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Westlicher Hegau (in Engen), Östlicher Hegau (in Mühlingen), Konstanz, Linzgau (in Meersburg), Meßkirch, Sigmaringen und Zollern (in Hechingen) gehören.

Das schulische Angebot umfasst vier Grundschulen (Bruderhofschule, Hardtschule, Grundschule Beuren an der Aach, Grundschule Friedingen, sechs Grund- und Hauptschulen (Schillerschule, Hebel-Schule, Waldeckschule, Beethovenschule mit Werkrealschule, Grund- und Hauptschule Bohlingen, Grund- und Hauptschule Überlingen), die beiden Realschulen (Ekkehard-Realschule und Zeppelin-Realschule), die zwei Gymnasien (Hegau-Gymnasium und Friedrich Wöhler Gymnasium) sowie die Förderschulen (Pestalozzischule und Wessenbergschule). Daneben gibt es die beruflichen Schulen Hohentwiel-Gewerbeschule ( Technische Schule und Technisches Gymnasium) und Robert Gerwig-Schule (Kaufmännische Schule und Wirtschaftsgymnasium), die Haldenwang-Schule für Körper- und Geistigbehinderte mit Schulkindergarten für Geistigbehinderte sowie einen Schulkindergarten für Sprachbehinderte. Die Abendrealschule, die Krankenpflegeschule am Hegau-Bodensee-Klinikum, eine private Schule für Erziehungshilfe Schloß Bohlingen die Volkshochschule und die städtische Jugendmusikschule runden das schulische Angebot Singens ab.

Die Volkssternwarte Singen e. V. liegt im süd-westlichen Teil der Stadt Singen am Hohentwiel. Auf dem Flachdach der Zeppelin-Realschule befindet sich die Drei-Meter-Kuppel mit den Instrumenten. Die Sternwarte wird seit 1984 von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft der Volkssternwarte Singen e. V. betrieben. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Jeden Freitag, bei jeder Wetterlage, ist die Sternwarte für die interessierte Bevölkerung geöffnet. Bei astronomischen Ereignissen werden Sonder-Führungen angeboten.

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Und ewig singen die Wälder

Das Filmplakat zum Film von Helmuth Ellgaard

Und ewig singen die Wälder ist ein deutsch-österreichischer Spielfilm des Regisseurs Paul May nach einem Roman des norwegischen Schriftstellers Trygve Gulbranssen. Er lief am 15. September 1959 in den Kinos der Bundesrepublik an und konnte dort 7 Millionen Besucher verzeichnen.

Nach dem großen Erfolg von Und ewig singen die Wälder fand der Film eine Fortsetzung in der wenig später von Gustav Ucicky gedrehten Romanverfilmung Das Erbe von Björndal.

Der starrköpfige Großbauer Dag und seine Söhne liegen seit vielen Jahren im Zwist mit der benachbarten Adelsfamilie von Gall. Als sich Dags temperamentvoller Sohn Tore bei einem Dorffest an Galls Tochter Elisabeth heranmacht, wird er von ihrem eifersüchtigen Freund im Zweikampf getötet. Der alte Dag schwört bittere Rache und bringt die Galls schließlich um ihr ganzes Hab und Gut. Elisabeth, die den Landsitz nicht den verhassten Nachbarn überlassen will, steckt den Besitz in Brand und kommt dabei ums Leben. Der alte Dag kommt erst zu Bewusstsein, als er erfährt, dass ihm die Frau seines sanftmütigen Sohnes Dag Junior einen Enkel geboren hat.

Der Film war mit vielen namhaften Schauspielern der damaligen Zeit besetzt, darunter Gert Fröbe, Hansjörg Felmy und Joachim Hansen. Die Außenaufnahmen wurden in den Seitentälern des Gudbrandsdalen in Süd-Ostnorwegen gedreht. Der fiktive Hof stand in der kleinen Gemeinde Bjølstad Gård im Heidal.

Das Lexikon des internationalen Films sieht eine „Melodramatische Romanverfilmung in bildwirksamer Gestaltung, die gepflegte Unterhaltung bietet“ und attestiert Gert Fröbe eine hervorragende Leistung „als zunächst tyrannischer, dann ob seines blinden Hochmuts vom Schicksal geschlagener Altbauer“.

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Source : Wikipedia