Schwimmen

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Geschrieben von daneel 01/03/2009 @ 04:05

Tags : schwimmen, wassersport, sport, peking 2008, olympische spiele, schwimmer

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Schwimmen

Schwimmen lernen im 19. Jahrhundert - Vorübung auf dem Lande

Schwimmen bezeichnet das Nicht-Untergehen eines Körpers in einer Flüssigkeit und die Fortbewegung von Lebewesen im Wasser.

Ein Körper schwimmt, das heißt er verbleibt auf der Oberfläche einer Flüssigkeit, indem er (mit seinem eingetauchten Teil) soviel von ihr verdrängt, wie er wiegt. Ein schwimmender Körper taucht also so tief ein, bis das Gewicht des von ihm verdrängten Flüssigkeitsvolumens seinem eigenen entspricht. Ist dies genau dann der Fall, wenn der Körper vollständig in die Flüssigkeit eingetaucht ist, schwebt der Körper (wie z. B. ein U-Boot). Kann er weniger Flüssigkeitsgewicht verdrängen, als er selbst wiegt, sinkt er. Physikalisch wird dies genauer in den Artikeln Auftrieb und Archimedisches Prinzip erklärt.

Körper, die als hinreichend große Hohlform ausgeführt sind, können trotz größeren spezifischen Gewichts soviel Flüssigkeit verdrängen, dass sie im schwimmenden Zustand verbleiben (solange die Flüssigkeit nicht in den Hohlraum eindringt). Aus diesem Grund können Schiffe und Pontons aus dem weit dichteren Stahl und Beton auf dem Wasser schwimmen.

Schwimmen als die Fortbewegung von Lebewesen im Wasser erfolgt durch gezielte Bewegung des ganzen Körpers oder seiner Gliedmaßen. Schlangen und Delfine können sich durch wellenförmige Körperbewegungen durchs Wasser bewegen, Fische erzeugen ihren horizontalen Vortrieb durch Wedelbewegungen mit der Schwanzflosse, Kopffüßer nutzen das Rückstoßprinzip zum Vortrieb. Der Mensch bewegt seine Gliedmaßen in einer Weise, die ihn im Wasser in die gewünschte Richtung trägt. Durch häufige Ausübung haben sich besonders effiziente Arten von Schwimmbewegungen herausgebildet, die vor allem im Schwimmsport als „Schwimmstile“ bekanntgeworden sind.

Die Fortbewegung im Wasser beinhaltet nicht unbedingt den Verbleib auf dessen Oberfläche, wie am Beispiel von Fischen ersichtlich ist, erfordert aber in jedem Fall, dass die Bedingung des Gewichtsausgleichs zumindest annähernd erfüllt ist. Ein geringfügiger Trend zum Absinken bzw. Untergehen kann dadurch ausgeglichen werden, dass die Schwimmbewegungen nicht nur horizontal sondern auch gegen das Absinken schräg nach „oben“ gerichtet werden. Im Extremfall kann ein Lebewesen mit sehr schnellen Beinbewegungen auch „auf dem Wasser wandeln“ wie das Beispiel der Jesus-Christus-Echse zeigt.

Schwimmen ist für den Menschen eine beliebte Freizeitbeschäftigung in natürlichen Gewässern wie Meeren, Seen und Flüssen sowie auch speziell dafür gebauten Schwimmbädern und Swimmingpools. Schwimmen im weiten Sinne und in der Alltagssprache umfasst auch das Baden und das Planschen, auch wenn dabei die Bodenhaftung (z. B. am Grund) beibehalten wird. Für einige Menschen gehört das Schwimmen zur beruflichen Tätigkeit wie etwa für Rettungsschwimmer, Kampfschwimmer und Taucher.

Schwimmen wird auch als Wettkampfsport betrieben.

Die Grundlagen sind die Gesetze von Newton (Aktion und Reaktion), die Hydrodynamik, die Bewegungs- und Trainingslehre.

Der Auftrieb ist abhängig von der ins Wasser eingetauchten Körpermasse. Je weniger eingetaucht ist, desto mehr muss der Auftrieb durch Muskelkraft erfolgen. Der Schwimm-Anfänger schwimmt viel leichter, wenn er auch den Kopf ins Wasser legt. Der menschliche Körper ist etwa gleich schwer wie Wasser und fühlt sich an der Wasseroberfläche fast schwerelos an (spezifische Körpergewicht eingeatmet = 0,94 bis 0,98 und ausgeatmet = 1,01 bis 1,07). Körperbau und Fettverteilung erzeugen unterschiedliche Auftriebsverteilung.

Je größer die der Bewegungsrichtung entgegenstehende Körperfläche, und je größer die Geschwindigkeit (Widerstand nimmt quadratisch zu), desto größer der Widerstand. Je „windschlüpfriger“ also der Körper, desto geringer ist der Widerstand. Der Wasserwiderstand ist auch dynamisch von der Bewegung abhängig. Vortrieb entsteht durch Ausnutzen möglichst großer Widerstände (beispielsweise geschlossene Finger beim Armzug). Bei allen der Schwimmrichtung entgegengesetzten Bewegungen muss der Widerstand hingegen verkleinert werden durch eine optimale Gleitlage und durch optimale Bewegungsabläufe (beispielsweise die Überwasserphase des Armes beim Kraulschwimmen).

Der Wasserwiderstand hilft auch zum Kräftigen der Muskulatur, beispielsweise bei der Wassergymnastik.

Der Vortrieb erfolgt durch Muskelkraft. Entscheidend ist, dass der maximale Krafteinsatz dort erfolgt, wo er am meisten Wirkung entfaltet. Die unterschiedlichen Schwimmstile werden seit Jahrhunderten (bei Tieren seit Jahrtausenden) optimiert, im Schwimmunterricht gezielt geschult und im Spitzensport mit Videoanalysen und Bewegungsstudien verbessert.

Die optimale Wasserlage vermindert den Wasserwiderstand. Der Körper liegt möglichst gestreckt und möglichst waagrecht im Wasser. Auch der Kopf liegt immer im Wasser, er wird nur zum Einatmen leicht gedreht oder gehoben. Wasserlage und Gleiten werden im Schwimmunterricht gleich nach der Wassergewöhnung als erstes gelernt, beispielsweise indem die Kinder mit den Füßen vom Beckenrand abstoßen und mit vorgehaltenen Armen, den Kopf im Wasser, mit gestrecktem Körper möglichst weit gleiten.

Die Koordination von Atmung und Bewegung entscheidet über die Sicherheit des Anfängers im Wasser. Bei Fortgeschrittenen entscheidet die Koordination über die Ausdauer. Nur wenn die Sauerstoffzufuhr und die Abatmung der verbrauchten Luft mit den biochemischen Vorgängen in der Muskulatur übereinstimmt, ist eine hohe Leistung möglich. Auch die erzielbare Geschwindigkeit ist von der Koordination abhängig.

Die Geschichte des menschlichen Schwimmens enthält zwei verschiedene Grundaspekte, nämlich einerseits die Rolle des Schwimmens (und Tauchens) in der Phylogenie (d.h. Abstammungsgeschichte) des Menschen, anderseits die Entwicklung der Schwimmtechniken in den letzten Jahrhunderten, die gut dokumentiert ist.

Besonders in den letzten Jahren haben zahlreiche Paläoanthropologen Zweifel an der Solidität der Freilandhypothesen geäußert; der Pionier dieser kritischen Reaktion unter den Paläoanthropologen ist der Südafrikaner Prof. Phillip Tobias. Tobias kam unabhängig von Bender zu der Ansicht, dass die Freilandhypothesen große Mängel aufweisen und deshalb nicht mehr als Lehrbuchmeinung angesehen werden dürfen. Diese Meinung wurde in verschiedenen Lehrbüchern aufgenommen und wird von einer großen Anzahl von Anthropologen vertreten.

Relevant für das Thema menschliches Schwimmen und Tauchen ist die Tatsache, dass als wichtigste Alternative zu der Savannentheorie die sog. Aquatile Theorie angesehen wird. Diese Theorie besagt, dass die Vorfahren der Menschen in ihrer Evolution eine semi-aquatische Phase durchgemacht haben sollen. Das bedeutet, dass Vormenschen sich verstärkt an und in Flüssen, Seen oder am Litoral aufgehalten haben und diese u. a. zur Nahrungsgewinnung nutzten.

Merkmale, die mit dieser Hypothese erklärt werden können, sind insbesondere der aufrechte Gang, das spärliche Haarkleid, die große Menge Unterhaut-Fettgewebes des Menschen im Vergleich zu anderen Landtieren und die ausgeprägte Schwimm- und Tauchfähigkeit des Menschen. Diese Merkmale sind kaum zu finden unter Savannentieren, gehören aber zu den verbreitetsten Anpassungen bei Wassersäugetieren.

Wie die Schweizerin Nicole Bender-Oser in einer medizinhistorischen Dissertation ausführlich erläutert, wurden einige der Hauptargumente der Aquatilen Theorie bereits ab 1923 durch den Berliner Pathologen Max Westenhöfer (1871–1957) aufgestellt; eine Zusammenfassung seiner Ideen sind in seinem 1942 publizierten Buch Der Eigenweg des Menschen zu lesen. Er glaubte, dass in der Hominisation eine aquatische Phase stattgefunden habe, und belegte dies anhand anatomischer Vergleiche. Allerdings muss man anmerken, dass er eine Abstammung oder nahe Verwandtschaft von Menschen zu Menschenaffen ausschloss und stattdessen den Menschen als direkten (weil ebenso wenig spezialisierten und im Feuchten lebenden) Nachkommen von Lurchen und Salamandern sah (Bender-Oser 2004). Später wurde diese Theorie (unabhängig von Westenhöfer) durch den englischen Meeresbiologen Alister Hardy aufgestellt. In den 1970er Jahren hat die walisische Journalistin Elaine Morgan angefangen, Bücher über die Theorie zu schreiben. Wissenschaftliche Studien in akademischen Kreisen wurden erst durch Renato Bender und Nicole Bender-Oser gegen Ende der 1990er Jahren durchgeführt. Bis vor kurzen galt die Aquatile Theorie als zu spekulativ, besonders weil der wissenschaftliche Status der Savannentheorie unangetastet war. In jüngerer Zeit fanden die Argumente der Theorie bei Chris Stringer (British Natural History Museum) und David Attenborough (u. a. Autor populärwissenschaftlicher Produktionen der BBC zur Hominisation) Beachtung. Auch in dem sehr einflussreichen Lehrbuch Biologie von Campbell und Reece (2006) wird diese Theorie in sehr positivem Licht dargestellt.

Aufgrund der positiven Rezeption der Aquatilen Theorie ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft immer öfter die evolutionsbiologische Bedeutung des menschlichen Schwimmens und Tauchens in der Fachliteratur erwähnt wird. Diese neuen Auffassungen unterstreichen die tiefen phylogenetischen Wurzeln menschlicher Schwimm- und Tauchaktivitäten und zwingen zu einer neuen Definition der Rolle dieser Wasseraktivitäten in unserer Abstammungsgeschichte.

Das Schwimmen ist seit prähistorischen Zeiten bekannt. Ältestes Zeugnis des Schwimmens ist ein Siegelzylinder aus Ton, der aus dem 9. bis 4. Jahrtausend v. Chr. stammt und in der Höhle der Schwimmer nahe von Wadi Sora in Ägypten gefunden wurde. Aus griechischer und römischer Zeit sind Schwimmlehrer und Hilfsmittel wie Binsengürtel, luftgefüllte Schläuche oder Korkschwimmgürtel erwähnt. Um 310 v. Chr. wird von einer römischen Militärschwimmschule berichtet. Die Römer schwammen im Tiber oder in Fischteichen (Piscinae). In der Kaiserzeit (27 v. Chr. bis 476 n. Chr.) entstanden größere Schwimmbecken (natationes) innerhalb der Thermen.

Schriftliche Zeugnisse reichen bis 2000 v. Chr. zurück. Dazu gehören Gilgamesch, die Ilias und die Odyssee, Beowulf sowie die Bibel (Ezechiel 47:5, Apostelgeschichte 27:42, Jesaja 25:11).

1538 erschien das erste bekannte Schwimmlehrbuch von Nikolaus Wynmann mit dem Titel Der Schwimmer oder ein Zwiegespräch über die Schwimmkunst.

Johann Christoph Friedrich Guts Muths (* 1759; † 1839) begründete in seinem 1798 erschienenen „Kleinen Lehrbuch der Schwimmkunst zum Selbstunterricht“ eine systematische Schwimmausbildung. Unter anderem empfiehlt er eine allmähliche Gewöhnung an das Wasser, Trockenübungen an Land sowie Übungen mit dem Schwimmgürtel im Wasser.

In der Folgezeit wurden zunächst die Trockenübungen an Land ausgebaut, ab 1810 fand der Schwimmunterricht als Massenunterricht, zunächst in Militärschwimmschulen, statt. Erst um 1925 gelang die Loslösung von der mechanistischen Sicht des Schwimmenlernens durch Kurt Wiessner. Dieser räumte der Wassergewöhnung wieder einen höheren Stellenwert ein und war ein Verfechter des gerätelosen Schwimmunterrichts. Statt mit Zählkommandos ließ er die Schüler die Bewegungsabläufe schwungvoll und von Anfang an im Wasser ausführen. Er gilt damit als Wegbereiter der modernen Schwimmausbildung.

Redewendungen rund um den Begriff Schwimmen gibt es viele: z. B. „Du schwimmst wie ein Korken!“ (Bezeichnung für einen guten Schwimmer). Die Tatsache, dass man beim Schwimmen keinen Bodenkontakt hat, zeigt sich auch in der sprachlichen Verwendung. Das Wort wird benutzt, um ein Gefühl der Unsicherheit (z. B. beim Vortrag ins Schwimmen kommen) oder einen diffusen Eindruck (verschwimmen, z. B. die Buchstaben schwammen vor den Augen) zu beschreiben. Außerdem kann man im übertragenen Sinn in etwas anderem als Wasser schwimmen, z. B. im Geld, wenn man es im Überfluss besitzt.

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Olympische Sommerspiele 1988/Schwimmen

Schwimmen

Bei den XXIV. Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul wurden im Schwimmen insgesamt 31 Wettbewerbe ausgetragen, davon je 16 für Männer und 15 für Frauen, sowie zwei im Synchronschwimmen.

Die überragenden Schwimmer dieser Spiele waren Matt Biondi (fünfmal Gold, einmal Silber, einmal Bronze) und Kristin Otto (sechsmal Gold). Bei den Männern war die Dominanz der großen Schwimmnationen geringer als in früheren Jahren. Es gab auch Medaillen für Nationen wie Ungarn, Italien oder Spanien. Bei den Staffeln behielten die traditionellen Nationen aufgrund der Leistungsbreite die Überhand. Bei den Damen war die DDR die alles dominierende Nation. Von 45 zu vergebenden Medaillen gewannen sie 22. Aber es machten auch Nationen wie Costa Rica und die Volksrepublik China durch Podestplätze auf sich aufmerksam. Seit diesen Spielen sollte China als Schwimmnation immer stärker werden.

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Olympische Sommerspiele 2004/Schwimmen

Schwimmen

Bei den XXVIII. Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen fanden die Schwimmwettkämpfe im Olympic Aquatic Centre des Athens Olympic Sports Complex statt. Seit langer Zeit fanden internationale Meisterschaften wieder unter freiem Himmel statt. Das Dach wurde nämlich nicht gebaut, da man bis zum Beginn der Wettkämpfe nicht fertig geworden wäre.

Der Australier Brett Hawke stellte im 1. Semifinale einen neuen Ozeanien-Rekord mit 22,07 auf.

Ian Thorpe (AUS) gewann bereits das zweite Gold und entschied das erste Duell gegen Michael Phelps (USA) für sich. Der vor den Wettkämpfen als neuer "Mark Spitz" stilisierte Phelps erreicht hinter Pieter van den Hoogenband (NED) nur Rang drei. Dieses Rennen wurde oftmals als das "Race of the Century" bezeichnet, da die wohl drei stärksten Schwimmer aufeinander trafen.

Die Silbermedaille von Markus Rogan war die erste Medaille für Österreich bei diesen Olympischen Spielen.

Kurz nach dem Rennen wurde Aaron Peirsol (USA) wegen eines Beinfehlers nach der dritten Wende disqualifiziert und Markus Rogan (AUT) zum Sieger erklärt. Nach einem Protest der Amerikaner wurde der Entscheid nach 20 Minuten wieder korrigiert, da die Disqualifikation nicht in der offiziellen Veranstaltungssprache formuliert war. Für Österreich war dies die 100. Medaille bei Olympischen Sommerspielen.

Im Vorlauf konnte Jens Kruppa (GER) mit 1:01,19 einen neuen deutschen Rekord aufstellen. Im Halbfinale schieden dann aber sowohl er als auch René Kolonko aus. Der Zweite des Finales, Brendan Hansen (USA), schwamm im Halbfinale neuen Olympischen Rekord mit 1:00,01.

Andrij Serdinow (UKR) stellte im 1. Semifinale einen neuen Olympischen Rekord mit 51,74 Sekunden auf. Im anschließendem 2. Semifinale wurde dieser von Michael Phelps (USA) auf 51,61 Sekunden verbessert.

Michael Phelps (USA) stellte im 1. Semifinale einen neuen Olympischen Rekord in 1:58,52 auf.

Der US-amerikanische Startschwimmer Aaron Peirsol stellte mit 53,45 Sekunden einen neuen Weltrekord über 100 m Rücken auf.

Sandra Völker (GER) schied mit einer Zeit von 25,74 (Platz 18) bereits in den Vorläufen aus.

Jodie Henry (AUS) schwamm im 1. Semifinale einen neuen Weltrekord mit 53,52.

Die deutsche Weltmeisterin Hannah Stockbauer kam mit einer Vorlaufzeit von 4:10,46 (Platz 12) nicht ins Finale.

Die deutsche Weltmeisterin Hannah Stockbauer kam mit einer Vorlaufzeit von 8:38,17 (Platz 16) nicht ins Finale.

Kirsty Coventry ist die erste Goldmedaillengewinnerin im Schwimmen aus Simbabwe.

Leisel Jones (AUS) schwamm im 1. Semifinale neuen Olympischen Rekord mit 1:06,78 Minuten. Sarah Poewe schwamm im 1. Semifinale einen neuen deutschen Rekord mit 1:07,48.

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Schwimmen (Kartenspiel)

Schwimmen oder Einunddreißig ist ein Karten-Glücksspiel für zwei bis neun Personen. Der Name Einunddreißig oder frz. Trente et un bezeichnet aber auch einen Vorläufer von Siebzehn und vier, bei dem eben bis 31 statt 21 Punkte gespielt wurde. Regionale Namen sind u.a. Knack, Schnauz, Wutz, Bull und Hosn obi; Varianten bzw. ähnliche Spiele sind in den USA und Großbritannien unter den Namen Thirty One, Blitz und Scat bekannt.

Schwimmen wird mit einem Paket französischer oder doppeldeutscher Karten zu 32 Blatt im Uhrzeigersinn gespielt. Jeder Spieler versucht, wenn er an der Reihe ist, durch den Tausch von Karten eine Kombination auf seiner Hand zu bilden. Das Ziel des Spiels ist, am Ende nicht die niedrigste Kombination zu halten.

Bei der Bewertung seines Blatts darf ein Spieler aber nur Karten derselben Farbe zählen (vgl. das Kartenspiel Einundvierzig).

Die höchstmögliche Punktezahl ist demnach Einunddreißig, eine Hand bestehend aus einem Ass und zwei Bildern bzw. einem Ass, einem Bild und einem Zehner, wobei alle drei Karten derselben Farbe angehören.

Besitzt ein Spieler eine Hand, bestehend aus drei gleichrangigen Karten (die natürlich von verschiedenen Farben sind), so zählt dies 30½ Punkte.

Der Kartengeber erhält beim offenen Spiel zwei Päckchen mit jeweils drei verdeckten Karten, er sieht sich die Karten eines Stapels an und entscheidet, ob er mit diesen Karten spielen möchte. Will er mit den Karten des ersten Stapels spielen, so muss er den zweiten Stapel offen in die Tischmitte legen. Will er die Karten des ersten Stapels nicht behalten, so legt er diese drei Karten offen in die Mitte des Tisches und muss die Karten des zweiten Stapels aufnehmen. Alle anderen Spieler erhalten jeweils drei Karten verdeckt. Die übrigen Karten werden beiseite gelegt.

Der Spieler links vom Geber beginnt das Spiel. Er kann entweder eine Karte oder alle drei Karten aus der Hand mit Karten in der Mitte tauschen – jedoch nicht zwei. Möchte er nicht tauschen, so kann er entweder schieben, d. h. keine Karte tauschen, oder aber das Spiel schließen, indem er klopft oder passt.

Wenn die ganze Runde geschoben hat, werden die drei Karten gegen neue Karten vom Stapel ausgetauscht.

Wird das Spiel wie üblich über mehrere Runden gespielt, so werden nun die Verlierer ermittelt. Als Verlierer gelten der oder die Spieler, die am Ende des Spiels die wenigsten Punkte vorweisen können.

Will man mehrere Runden spielen, so erhält jeder Spieler symbolisch drei Leben. Diese werden durch kleine Gegenstände wie Streichhölzer etc. oder Münzen, die man dann einsetzt, dargestellt. Der oder die Verlierer müssen jeweils ein Leben abgeben.

Hat ein Spieler alle drei Gegenstände oder Münzen verloren, so darf er noch weiter mitspielen, allerdings schwimmt er. Verliert er ein weiteres Mal, so geht er unter und scheidet aus. Das Schwimmen ist somit gleichbedeutend mit einem vierten Leben.

Schwimmen oder Einunddreißig wird abweichend von der oben angeführten Grundregel in vielen in Details unterschiedlichen Variationen gespielt. Die hier wiedergegebenen Regeln sind daher keinesfalls in dem Sinne verbindlich wie etwa die Regeln des Schachspiels – vor Beginn einer Partie sollte man sich daher unbedingt auf die verwendeten Regeln einigen.

Bei größerer Teilnehmerzahl kann man mit einem Paket Whist-Karten zu 52 Blatt spielen; in der Schweiz verwendet man auch Jass-Karten zu 36 Blatt und spielt gegen den Uhrzeigersinn.

In manchen Runden gilt die Regel, dass am Ende einer Runde alle Spieler mit 20 oder weniger Punkten zahlen müssen, sowie derjenige bzw. diejenigen, welche die niedrigste Punktezahl über 20 Punkte besitzen. Der Gewinner einer Runde zahlt jedoch nie, auch dann nicht, wenn er der einzige Spieler mit einer Punktezahl über 20 sein sollte. Diese Regel beschleunigt nicht nur das Spiel, sie bietet auch zusätzliche Finessen: Hält ein Spieler 21 Punkte und kann er sich durch einen möglichen Tausch nicht entscheidend verbessern, so muss er in jedem Fall zahlen. Es ist daher für ihn vorteilhaft, sein Blatt durch einen Tausch zu verschlechtern, damit zumindest noch ein weiterer Spieler ein Leben verliert – diese Taktik nennt man Reißen.

Eine Hand bestehend aus drei gleichrangigen Karten zählt i. A. 30½ Punkte. Vielfach gilt jedoch eine Hand von drei Assen, z. B.

Hält ein Spieler drei Asse, so deckt er sofort seine Karten auf, und das Spiel endet. In diesem Fall verlieren alle anderen Spieler ein Leben.

Schieben ist nicht immer erlaubt, womit die Möglichkeiten der Spieler auf Tauschen und Klopfen reduziert werden.

Beim Handeln – einer Variante dieses Kartenspiels – darf man entweder die Punktewerte von Karten gleicher Farbe oder von Karten gleichen Ranges addieren (vgl. etwa das Kartenspiel Einundvierzig).

Beim verdeckten Spiel erhält der Spieler links vom Geber fünf Karten: zuerst drei und dann zwei. Er behält davon drei Karten für sich und gibt die beiden übrigen Karten verdeckt an den Spieler zur Linken weiter. Ebenso verfährt jeder weitere Spieler, sobald er an der Reihe ist.

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Source : Wikipedia