Schwandorf

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Geschrieben von bishop 13/04/2009 @ 21:12

Tags : schwandorf, bayern, deutschland

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Schwandorf

Wappen der Stadt Schwandorf

Schwandorf ist eine Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern.

Schwandorf liegt in der Oberpfalz, an der Schnittstelle von vier Senken, in der Schwandorfer Bucht, im südlichen Teil des Oberpfälzer Wald. Von Nord nach Süd durchzieht die Naab das Stadtgebiet. Die Natur hat hier im Naabtal eine breite Ebene geschaffen. Die Ränder der Ebene sind von Eisensandstein-Höhen umgeben. Als Insel erhebt sich der Kreuzberg aus der Ebene. Einst lag dieser weit vor den Toren der Stadt, heute ist er von der Siedlung umringt und der Berg ragt als „grüne Insel“ aus dem „Häusermeer“.

Das Toponym Schwandorf ist schwer zu deuten. Das Bestimmungswort Schwan hat sicher nichts mit dem gleichnamigen Tier zu tun, wie Humanisten vermuteten, die den Ortsnamen griechisch-lateinisch mit Cycnocomeus übersetzten. Die ältesten Belege verweisen eindeutig auf das Wortfeld des Schweines. Die Ortsnamenforschung bringt Schwandorf mit dem Personennamen Sweinikko in Verbindung, in dem als Wortwurzel althochdeutsch swein = Hirt, Knecht steckt. Schwandorf ist also als Hirtendorf zu verstehen, an dessen Anfang ein Träger des Namens Sweinikko oder Sweinikka gestanden haben könnte.

Der Ortsname verweist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die agrarischen Anfänge der Siedlung. Nicht auszuschließen ist auch ein Bezug zu den Markgrafen von Schweinfurt, in deren Herrschaftsraum das Naabtal im 10. Jahrhundert lag; sie können mit dem nahen Lindenlohe in direkte Verbindung gebracht werden. Eine Deutung aus dem deutschen Wortschatz heraus erscheint jedenfalls näherliegend als aus dem Slawischen, was ebenfalls erwogen wird. Für den deutschen Bezug spricht vor allem das Grundwort -dorf, auch wenn es bei den Toponymen deutsch-slawische Mischbildungen gibt. Das Grundwort verweist auf eine Ortsgründung in der Ausbauphase des karolingisch-ottonischen Zeitalters. Schwandorf wurde also nicht erst zum Zeitpunkt der Erstnennung gegründet. Es bestand damals bereits, allerdings nicht allzu lange. Der Ort gehört keinesfalls zur Ursiedlung, es gibt ältere Orte im unmittelbaren Umfeld. Schwandorf gehört in eine frühe Ausbauphase noch vor der Jahrtausendwende.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Schwandorf 1006 in einer Urkunde des Klosters St. Emmeram in Regensburg als Suainicondorf am Fluss Naba. Vorgeschichtliche Funde, zum Beispiel ein Angelhaken aus der Bronzezeit oder Urnengräber aus der Urnenfelderzeit (1200 bis 800 v. Chr.) im Postgarten lassen eine deutlich frühere Besiedlung vermuten. Bereits 1234 war der Ort Sitz eines wittelbachischen herzoglichen Amtes. Im Jahre 1286 war Schwandorf bereits Sitz eines Dekans und somit auch in kirchlicher Sicht Mittelpunkt des Nordgaus. Am 5. Januar 1299 erhielt der Markt eine städtische Verfassung, aber erst ab 1446 lassen sich vollständige Stadtrechte nachweisen.

Während des Landshuter Erbfolgekriegs wurde die Stadt 1504 fast vollständig zerstört. Ab 1505 bis zur Bayerischen Einigung 1777 gehört die Stadt zum Herzogtum Pfalz-Neuburg.

Trotz der geografischen Randlage im Herzogtum war die Stadt wirtschaftlich weiterhin im Mittelpunkt und es entstanden in dieser Zeit die meisten heute noch erhaltenen Bauwerke.

Am 12. Dezember 1859 wurde die Bahnlinie Nürnberg–Schwandorf–Regensburg eröffnet. Seit 1863, mit der Eröffnung der Bahnstrecke nach Weiden, ist Schwandorf ein Eisenbahnknotenpunkt. Am 17. April 1945 zwischen 3.52 und 4.07 Uhr werden bei einem gegen das Bahnhofsgelände gerichteten Luftangriff der Royal Air Force, durchgeführt von 167 Lancaster und 8 Mosquito, 1250 Menschen getötet, davon 495 Schwandorfer; 514 Häuser beschädigt und 674 vollständig zertrümmert.

Nachdem die Stadt Schwandorf in Bayern 1920 kreisfrei geworden war, blieb sie es bis zum Jahre 1972. Im Zuge der Verwaltungsreform wurde Schwandorf in Bayern in den neu gegründeten Großlandkreis eingegliedert; es erhielt den Sitz des Landratsamtes und die Bezeichnung Große Kreisstadt. Am 28. Dezember 1972 änderte die Stadt ihren Namen, indem sie ihren Zusatz in Bayern strich. Fortan heißt sie Schwandorf.

Die Naab als der wichtigste Lebensquell für die Stadt dürfte auch Ursache für deren Gründung gewesen sein. Hier in der flachen Schwandorfer Bucht teilt sie sich in drei Arme und ist so niedrig, dass eine bequeme Furt durch das Wasser möglich ist. Bereits zur Römerzeit war die Naab ein wichtiger Handelsweg von Süd nach Nord sowohl auf dem Land- als auch auf dem Wasserweg. Der Kreuzungsbereich von Straße und Wasser bot sich für eine Siedlung geradezu an. Bereits 1158 ist eine Schiffslände bezeugt. Salz und Eisen gehörten zu den wichtigsten Handelsgütern.

Mit Hilfe von Salz wurden die Fische der Naab zur Handelsware. Man bewirtschaftete zudem zahlreiche natürliche und künstliche Weiher. Der Fischreichtum und dessen Verwaltung veranlassten die Einführung eines Fischmeisteramts auf dem Nordgau, dessen erste Belege sich aus dem 13. Jahrhundert vorhanden sind.

Karpfen, Brachse, Schleie, Zander, Aal, Waller, Barbe, Nase, Barsch und Hecht lassen sich noch heute angeln. Einst waren die Flusskrebse so zahlreich, dass sie mit Händen gefangen werden konnten und in Schubkarren zum Markt gebracht wurden.

Die Wasserkraft und damit der Antrieb von Mühlen gehört zu den weiteren Lebensgrundlagen, die die Stadt aus der Naab bezog.

Heute treibt die Wasserkraft im Stadtgebiet keine Getreidemühle mehr an. Lediglich Strom wird noch erzeugt. Auch die Frachtschifffahrt ist längst eingestellt. Kanu und Kajak haben ihren Platz eingenommen. Die Teichwirtschaft stellt immer noch einen Wirtschaftsfaktor dar, während die Flussfischerei in die Hände von Sport- und Angelvereinen übergegangen ist.

Im Stadtgebiet speisen folgende Bäche die Naab mit Wasser: Fensterbach, Els, Rotha, Haselbach mit Irlbach, Göggelbach, blauer Entengraben und Martelgraben.

In der Nähe von Schwandorf wurde Braunkohle im Tagebau gefördert und in einem nahe gelegenen Kraftwerk verbrannt. Das Kraftwerk mit seinen beiden je 235 Meter hohen Kaminen wurde am 18. Februar 2005 gesprengt.

Das Wappen ist geteilt: Oben der goldene pfälzische rot gekrönte Löwe auf Schwarz. Unten von Silber und Blau geweckt mit einem schwarzen Stiefel belegt.

Das Schwandorfer Wappen ist bis auf den Stiefel mit dem der nahe gelegenen Stadt Amberg identisch. Das älteste bekannte Siegel der Stadt Schwandorf stammt aus dem Jahr 1552 und wird im Bay. Hauptstaatsarchiv in München verwahrt. Das älteste Wappen der Stadt Amberg stammt aus der Zeit um das Jahr 1350 und wird mit den Rauten der Grafen von Bogen und dem Welfenlöwen, der später zum pfälzischen Löwen wurde, bezeichnet.

Am 5. Januar 1299 hat Herzog Rudolf I. (Pfalz), der Stammler genannt, (geboren 1274, Regent 1294, gestorben 1319) [aus dem Hause Wittelbach und Bruder des späteren König und Kaiser Ludwig IV. der Bayer Schwandorf dieselben Rechte und Pflichten verliehen, wie er sie vorher (1294) seiner geliebten Stadt Amberg verliehen hat. Seit dieser Zeit sind offenbar das Stadtrecht, das Siegel und die Fahne beider Städte gleich. Wie nun zur Unterscheidung der Stiefel in das Schwandorfer Wappen kam, ist ungeklärt. Hierüber berichten lediglich verschiedene Sagen.

Schwandorf ist das wichtigste Einzelhandelszentrum im gleichnamigen Landkreis. In der Stadt werden rund 11.700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gezählt. Zahlreiche Handwerksbetriebe bilden einen stabilen Faktor in der Schwandorfer Wirtschaft. Auch der Dienstleistungssektor ist in Schwandorf stark ausgeprägt.

Die meiller direct GmbH ist Schwandorfs größter Arbeitgeber mit ca. 1.200 Mitarbeitern. Das Tochterunternehmen der Österreichischen Post zählt zu den größten Direct-Marketing-Unternehmen Europas. Im Bereich des produzierenden Gewerbes stellt das verarbeitende Gewerbe einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Hier sind die wichtigsten Arbeitgeber insbesondere in der Druckindustrie und in der Automobilzulieferung zu finden.

Schwandorf ist Sitz der Schmack Biogas AG, die Biogasanlagen projektiert, errichtet und betreibt. Am 14. Juli 2008 hat der Betrieb die größte europäische Biogasanlage in Schwandorf in Betrieb genommen.

In der Waldflur Kuntau des Stadtteils Dachelhofen befand sich seit 1945 ein Massengrab für 63 KZ-Häftlinge eines Eisenbahn-Evakuierungstransports aus dem KZ Flossenbürg, die durch die unmenschlichen Bedingungen des Transports und ein Massaker der SS-Wachmannschaften ums Leben kamen. Die dort aufgestellten Gedenksteine sind nicht mehr vorhanden.

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Altendorf (Landkreis Schwandorf)

Wappen der Gemeinde Altendorf

Altendorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg.

Altendorf liegt in der Region Oberpfalz-Mitte südöstlich der Stadt Nabburg.

Eine erste Erwähnung Altendorfs erfolgte im Jahr 1118. Der Name könnte sich sowohl von dem Adjektiv alt, als auch von dem Personennamen Alto herleiten. Altendorf in der Oberpfalz war vor 1800 Amtssitz und gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Nabburg des Kurfürstentums Bayern. Caspar Bernclau Freiherr von Schönreuth besaß hier ein Landsassengut mit niederer Gerichtsbarkeit. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1066, 1987 dann 992 und im Jahr 2000 978 Einwohner gezählt.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 395 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 131 T€.

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr 47 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 23 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 345. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1200 ha. Davon waren 865 ha Ackerfläche.

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Kloster Schwandorf

Das Kloster Schwandorf ist ein ehemaliges Kloster der Kapuziner in Schwandorf in Bayern in der Diözese Regensburg.

Das Kloster wurde 1685 gegründet und 1802 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst. Sämtliches Klostergut wurde versteigert. 1809 zerstörte ein Brand fast die gesamte Klosteranlage. Später entstand dort das Gasthaus "Zum Kloster".

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Landkreis Schwandorf

Wappen des Landkreises Schwandorf

Der Landkreis Schwandorf liegt im Regierungsbezirk der Oberpfalz in Ostbayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Neustadt an der Waldnaab, im Nordosten die tschechische Region Pilsen, im Osten der Landkreis Cham, im Süden der Landkreis Regensburg, im Südwesten der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und im Westen der Landkreis Amberg-Sulzbach.

Das Kreisgebiet umfasst im Nordosten den Oberpfälzer Wald und das Oberpfälzer Hügelland im Südwesten. Im Südosten ragen die Ausläufer des Bayerischen Waldes ins Kreisgebiet. Von Nord nach Süd fließt die Naab, ein linker Donauzufluss auf einer Länge von etwa 40 km durch das Kreisgebiet. Sie nimmt östlich von Schwarzenfeld die von Ost nach West fließende Schwarzach auf. Im äußersten Südosten streift der Fluss Regen auf wenige Kilometer das Kreisgebiet.

1803 wurden im heutigen Kreisgebiet die Landgerichte Burglengenfeld, Nabburg und Neunburg vorm Wald errichtet. Sie gehörten zum Regenkreis, der 1838 in Oberpfalz und Regensburg (später nur noch Oberpfalz) umbenannt wurde. 1840 wurde in Oberviechtach ein weiteres Landgericht gebildet. 1862 entstand aus den Landgerichten Burglengenfeld und Schwandorf das Bezirksamt Burglengenfeld, wobei das Landgericht Schwandorf aus 19 Gemeinden des Landgerichts Burglengenfeld neu geschaffen wurde. Ferner wurden das Bezirksamt Nabburg aus dem gleichnamigen Landgericht und das Bezirksamt Neunburg vorm Wald aus den Landgerichten Neunburg vorm Wald und Oberviechtach gebildet. 1900 wurde für den Bereich Oberviechtach ein eigenes Bezirksamt errichtet. 1920 wurde Schwandorf eine kreisunmittelbare Stadt und schied aus dem Bezirksamt Burglengenfeld aus. 1926 wurde das Bezirksamt Nabburg geringfügig verändert, indem drei Gemeinden vom Bezirksamt Vohenstrauß eingegliedert wurden, jedoch gab das Bezirksamt Nabburg auch an das Bezirksamt Amberg ab. Die vier Bezirksämter Burglengenfeld, Nabburg, Neunburg vorm Wald und Oberviechtach wurden ab 1939 in Landratsämter, die zugehörigen Bezirke in Landkreise umbenannt. 1940 wurde Schwandorf in den Landkreis Burglengenfeld eingegliedert, doch wurde dies 1948 wieder rückgängig gemacht.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde aus der bisher kreisfreien Stadt Schwandorf in Bayern sowie den Landkreisen Burglengenfeld, Nabburg, Neunburg vorm Wald und Oberviechtach ein neuer Landkreis gebildet, dessen neuer Kreissitz die Stadt Schwandorf in Bayern wurde. Diese erhielt aufgrund des Verlustes der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt. Kleinere Teile der Landkreise Neunburg vorm Wald und Oberviechtach kamen auch zum Landkreis Cham. Aus dem ehemaligen Landkreis Roding entschied sich die Stadt Nittenau ebenfalls für den neuen Landkreis Schwandorf in Bayern. Am 1. Mai 1973 erhielt der Landkreis seinen heute noch gültigen Namen Landkreis Schwandorf ohne den Zusatz in Bayern, da die Kreisstadt mittlerweile auch den Zusatz abgelegt hat.

Gespalten von Schwarz und Silber, über einem gesenkten, von Silber und Blau gespaltenen schmalen Wellenbalken, dem ein von Gold und Schwarz gespaltenes Zahnrad unterlegt ist, vorne ein linksgewendeter, rot bewehrter und rot gekrönter goldener Löwe, hinten ein roter Zinnenturm.

Durch den Landkreis Schwandorf führt die Bundesautobahn 93 von Hof über Weiden nach Regensburg. Auch die wichtige Bundesstraße 85 (wegen der guten Ausbaustrecken zwischen Amberg und Cham auch in der Region Bayerwaldautobahn genannt) verläuft durch den Landkreis und verbindet Amberg mit Cham. Die Bundesstraßen B 15, B 16 und B 22 führen ebenfalls durch den Landkreis. Auch die A 6, die Nürnberg mit Prag verbindet verläuft durch den nördlichen Landkreis.

In der Kreisstadt Schwandorf ist der - nach Regensburg - bedeutendste Eisenbahnknotenpunkt der Oberpfalz entstanden. Hier kreuzen zwei Hauptbahnen, die von der AG der Bayerischen Ostbahnen im vorigen Jahrhundert errichtet worden sind.

Der Bahnhof Schwandorf ist heute der Knotenpunkt für Regionalbahnen, die von der Regentalbahn-AG-Gruppe gefahren werden: im Naabtal von Hof über Weiden bis Regensburg durch die Vogtlandbahn und nach Osten bis Furth und Lam als "Oberpfalzlinie".

Auf Landkreis-Ebene ist der Kreis Schwandorf in der Oberpfalz unangefochten auf Platz 1 beim Steueraufkommen. Die Einnahmen sind sogar Vergleichbar mit den Landkreisen rund um München. Mit 130 große Industriebetriebe und 15.000 Arbeitsplätzen ist der Landkreis Schwandorf das Zugpferd in der Region.

Schwandorfs größter Arbeitgeber ist aktuell die meiller direct GmbH. Auch die Benteler Automobiltechnik GmbH ist ein großer Arbeitgeber im Landkreis. Der Innovationspark Wackersdorf liegt rund 50 km nördlich von Regensburg inmitten des Oberpfälzer Seenlandes. Auf dem Gelände, das in den 80er Jahren für eine atomare Wiederaufarbeitungsanlage vorgesehen war, bilden heute neben der BMW AG neun produzierende Zulieferfirmen und drei Dienstleistungsbetriebe den Kreis der Partner am Innovationspark Wackersdorf mit rund 2.700 Mitarbeitern. In Teublitz ist dazu eine Zweigstelle der Läpple AG mit ca. 800 Beschäftigten ansässig.

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Source : Wikipedia