Schottland

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Geschrieben von daneel 02/03/2009 @ 06:54

Tags : schottland, grossbritannien, europa, ausland

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Fußball in Schottland

Logo der Scottish Premier League

Fußball ist in Schottland die beliebteste Sportart. Schottland gilt zusammen mit den drei anderen Teilen des Vereinigten Königreichs (England, Nordirland sowie Wales) als eines der Mutterländer des modernen „Association“-Fußballs. In Anlehnung daran werden diese Länder auch home nations genannt. Der 1873 gegründete schottische Fußballverband Scottish Football Association ist nach der englischen Football Association die zweitälteste der Welt. Wegen dieser Tradition als Mitmutterland des Fußballs ist der schottische Fußballverband, trotz der fehlenden Unabhängigkeit Schottlands vollkommen eigenständiges Mitglied sowohl der FIFA als auch der UEFA, nimmt mit eigener Nationalmannschaft an Welt- und Europameisterschaften teil und richtet einen eigenen Ligabetrieb mit der Scottish Premier League an der Spitze des Ligasystems aus.

Die beiden populärsten und auch erfolgreichsten schottischen Vereine des Herrenfußballs sind die beiden ewigen Glasgower Rivalen Celtic und die Rangers. Das weltbekannte Derby nennt sich Old Firm, ist aber auch die Bezeichnung der beiden Teams, was übersetzt soviel wie das „alte Beständige“ bedeutet.

Schottland war eines der ersten Länder, in denen Fußball gespielt wurde. Anfangs orientierte man sich stark an den Regeln, die 1863 von der englischen Football Association aufgestellt wurden. Queen's Park war einer von Schottlands ersten Fußballklubs und ist der wahrscheinlich älteste noch existierende Fußballverein außerhalb Englands. Zu Beginn nahmen die Hoops im englischen FA Cup teil und erreichten auch zweimal das Finale, das sie aber beide Male verloren.

Einige inoffizielle Spiele mit Vertretern aus England und Schottland wurden bereits vorher auf dem Spielfeld The Oval in London ausgetragen, das erste offiziell anerkannte Länderspiel richtete Schottland aber erst am 30. November 1872 aus. Einer der tragenden Persönlichkeiten bei dieser Ausrichtung war Charles William Alcock. In den folgenden Jahrzehnten wurde Fußball der beliebteste Sport in Schottland.

Der Fußballsport in Schottland wird von der Scottish Football Association (SFA) organisiert. Der Verband wurde am 21. März 1873 aufgrund eines acht Tage zuvor im Glasgower „Dewar’s Hotel“ stattfindenden Treffens der acht Gründungsvereine ins Leben gerufen. Nach der englischen Football Association ist die SFA damit der zweitälteste nationale Fußballverband der Welt.

1910 trat die Scottish Football Association dem Weltfußballverband FIFA bei. Der Beitritt zur europäischen Fußball-Union UEFA erfolgte im Jahr 1954.

Die SFA stellt die Schottische Nationalmannschaft, sowie die nationalen Auswahlteams im Juniorenbereich zusammen und organisiert den unter ihrem Dach ausgetragenen Scottish Cup.

Der Sitz der Scottish Football Association ist der Glasgower Hampden Park, in dem auch das Scottish Football Museum untergebracht ist.

Siehe Hauptartikel Schottische Fußballnationalmannschaft.

Die Scottish Premier League (SPL) besteht aus 12 Mannschaften und ist seit ihrer Gründung im Jahr 1998 die höchste Fußballklasse Schottlands (zuvor war es die erste Division der Scottish Football League).

Die Scottish Football League (SFL) folgt unter der Scottish Premier League. Sie besteht aus drei Divisionen mit jeweils 10 Mannschaften. Zwischen den einzelnen Divisionen gibt es einen Auf- und Abstieg, wobei es keinen Abstieg aus der Dritten Division gibt. Seit der Saison 2005/06 gilt allerdings die Regel, das ein Verein, der dreimal hintereinander Letzter der Dritten Division wird, von der Liga ausgeschlossen wird. Der Meister der Ersten Division der Scottish Football League qualifiziert sich für den Aufstieg in die Scottish Premier League. Wird ein Klub aus der Liga ausgeschlossen, bestimmt die Versammlung der SFL, welcher Verein als Ersatz in die Liga eintreten darf. Zuletzt war dies 2008 der Fall, als Annan Athletic den Konkurs gegangen Klub Gretna ersetzte.

Unterhalb der Scottish Football League gibt es eine Reihe regionaler Ligen, die als Non-League bezeichnet werden. Mannschaften der drei als Senior Non-League bekannten Highland Football League, East of Scotland Football League and South of Scotland Football League sind berechtigt an den Qualifikationsturnieren zum Scottish Cup teilzunehmen.

Der 1873 erstmals ausgetragene Scottish FA Cup ist einer der ältesten nationalen Pokalwettbewerbe der Welt. Der Wettbewerb steht allen der Scottish Football Association angehörigen Vereinen offen. Die 12 Vereine der Scottish Premier League und die 30 Vereine der drei Divisionen der Scottisch Football League nehmen automatisch am Scottish Cup teil. Zudem können sich 8 „non-league“ Vereine für den Pokalwettbewerb qualifizieren.

Der Pokal wird im K.-O.-System ausgetragen. Die Begegnungen werden ausgelost und der Erstgezogene erhält das Heimrecht. Bleibt die erste Begegnung ohne Sieger wird ein Rückspiel angesetzt. Endet auch das Rückspiel nach regulärer Spielzeit Unentschieden, folgt eine Verlängerung und gegebenenfalls ein Elfmeterschießen bis ein Sieger feststeht. Die Halbfinalbegegnungen finden auf neutralem Boden statt.

Das Finale des Scottish Cup wird traditionell alljährlich im Monat Mai im Glasgower Hampden Park ausgetragen. Während Umbauphasen des Hampden Park fand das Endspiel jedoch auch schon im Celtic Park und dem Ibrox Park statt.

Der Scottish League Cup existiert seit 1947. Er wird unter den Mitgliedern der Scottish Premier League und der Scottish Football League ausgetragen.

Der Scottish League Challenge Cup ist ein Wettbewerb der Vereine der Scottish Football League, also allen Mannschaften zwischen der zweiten und der vierten Liga. Er wurde 1990 eingeführt, um das 100-jährige Jubiläum der Liga zu feiern.Der Pokal gilt wegen des Ausschluss der Erstligisten als relativ einfache Möglichkeit für kleiner Vereine ihre Erfolgsliste mit einer Trophäe aufzuwerten.

Schottische Vereine spielen eine relativ untergeordnete Rolle im europäischen Fußball. Als konkurrenzfähig gelten nur die Old Firm-Teams Celtic und Rangers aus Glasgow, auch wenn deren größere Erfolge in Europa länger zurück liegen.

Trotzdem haben die schottischen Mannschaften in der Vergangenheit einige Triumphe erringen können.

Die Rangers gewannen 1972 den Europapokal der Pokalsieger, nachdem sie 1967 im selben Wettbewerb bereits im Finale unterlegen waren.

Den gleichen Wettstreit konnte Aberdeen 1983 unter Trainer Alex Ferguson gewinnen.

Dundee United unterlag 1987 Göteborg im Finale des UEFA-Cup. Die Arabs schafften es in den 1980ern zusammen mit Aberdeen der Old Firm einige Titel, die traditionell von einer zwei Glasgower Teams gewonnen wurden, „wegzuschnappen“. Daran anlehnend werden Dundee United und Aberdeen auch als New Firm bezeichnet.

Den wohl größten Erfolg im europäischen Vereinsfußball auf schottischer Seite konnte Celtic verbuchen. Die Mannschaft besiegte 1967 im Finale des Europapokals der Landesmeister sensationell Inter Mailand mit 2:1. Die ausnahmslos innerhalb eines Radius von 30 Meilen rund um Glasgow geborenen teilnehmenden Spieler der Hoops wurden unter dem Namen Lisbon Lions bekannt.1970 zog Celtic zwar wieder ins Finale der Königsklasse ein, verlor aber gegen Feyenoord Rotterdam knapp mit 1:2 nach Verlängerung. 2003 konnte die Mannschaft ins Finale des UEFA-Pokals vordringen,verlor aber in Sevilla gegen den FC Porto. 40.000 mitgereiste Anhänger aus Glasgow feierten trotzdem das damalige Team, die Bhoys from Seville.

In Schottland gibt es rund 35.000 organisierte Amateurfußballer. Koordiniert wird der schottische Amateurfußball durch die 1909 gegründete Scottish Amateur Football Association (SAFA). Die SAFA als Partner der Scottish Football Association und ihre rund 50 regionalen Verbände organisieren zurzeit 67 über das Land verteilte, meist durch ihre geographische Ausdehnung begrenzte Ligen. Viele der schottischen Amateurvereine treten parallel in mehr als einer Amateurliga an.

Neben den Amateurligawettbewerben trägt die Scottish Amateur Football Association den Scottish Amateur Cup aus, in dem hunderte schottischer Amateurvereine im K.O.-System um den landesweiten Pokal spielen.

Einige schottische Amateurmannschaften sind recht bekannt und haben eine lange Erfolgsgeschichte. In Vereinen wie dem Drumchapel Amateur F.C., bei dem die später bekannt gewordenen Trainer und Spieler Alex Ferguson, David Moyes, und Archie Gemmill ihre Karriere begannen, werden häufig Spieler für höhere Spielklassen hervorgebracht.

Frauenfußball ist in Schottland noch eine Randsportart. Dennoch verzeichnet die Scottish Womens Football Association ein stetiges Wachstum. Bekannteste Spielerin ist die Torjägerin Julie Fleeting.

Höchste Spielklasse ist die Scottish Women's Premier League (SWPL) mit zwölf Vereinen. In der Saison 2006/07 nehmen folgende Vereine am Spielbetrieb teil: FC Aberdeen, Hibernian Edinburgh, Edinburgh LFC, Hutchinson Vale, Glasgow City, Hamilton Academical, FC Kilmarnock, Newburgh JFC und die Raith Rovers. Der Meister der SWPL qualifiziert sich für den UEFA Women’s Cup.

Die schottische Liga gehört zu den durchschnittlich starken Ligen in Europa. Die meisten schottischen Nationalspielerinnen spielen in der englischen FA Women's Premier League. Aus diesem Grund konnten die schottischen Vereine um UEFA Women’s Cup bisher noch keine nennenswerten Erfolge erzielen. Erfolgreichster Teilnehmer war bisher Hibernian Edinburgh, die 2004 immerhin zwei Spiele für sich entscheiden konnten, das entscheidende Vorrundenspiel jedoch verloren.

Unter der Scottish Women's Premier League befindet sich die Scottish Women's Football League (SWFL). Die SWFL besteht aus 38 Vereinen, die in drei Divisionen aufgeteilt sind. Die First und Second Division sind eingleisig, die Third Division zweigleisig organisiert.

Der Amicus Scottish Cup ist der Pokalwettbewerb im schottischen Frauenfußball. Alle Mitglieder der Scottish Women's Premier League und der Scottish Women's Football League. Assoziierte Mitglieder aus unteren Ligen können sich für die Teilnahme bewerben.

Die schottische Nationalmannschaft konnte sich bisher für keine Weltmeisterschaft qualifizieren. Die Auswahl ist im europäischen Vergleich nur Durchschnitt. Ihre Heimspiele trägt die Mannschaft in der Regel vor etwa 1.000 Zuschauern im McDiarmid Park von Perth aus.

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Schottland

Flagge Schottlands

Schottland (englisch und Scots: Scotland, schottisch-gälisch: Alba , Lateinisch-keltisch: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten von Europa und ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien sowie mehreren Inselgruppen. Bis 1707 war es ein eigenständiges Königreich, in jenem Jahr wurde es mit dem Königreich England – mit dem es bereits seit 1603 in Personalunion regiert wurde – vereinigt. Die Hauptstadt von Schottland ist Edinburgh.

Schottland umfasst das nördliche Drittel der Insel Großbritannien. Die Fläche beträgt 78.772 km². Es grenzt im Süden zwischen dem Solway Firth im Westen und dem Fluss Tweed an der Ostküste auf 96 km an England. Es teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Central Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Großbritanniens) ist der Ben Nevis bei Fort William. Er gehört zu den sogenannten Munros.

Schottland westlich vorgelagert ist die Inselgruppe der Hebriden, die deutlich getrennt sind in die Gruppen der Inneren und Äußeren Hebriden. Nördlich von Schottland liegen die Inselgruppen der Orkney-Inseln und deutlich weiter entfernt die Shetland-Inseln.

Bevölkerungsschwerpunkt ist der Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.

Das Klima in Schottland ist gemäßigt mit tendenziell sehr unbeständigem Wetter. In den Atlantikregionen wird es durch den Golfstrom erwärmt. Die Temperaturen sind niedriger als im Rest Großbritanniens, was sich aus der nördlicheren Lage ergibt. Schottlands Hochmoore erreichten im Januar 1982 mit rund –27,2 °C bei Braemar in den Grampian Mountains die tiefsten Temperaturen, die jemals in Großbritannien gemessen wurden. Die Sommertemperaturen liegen um etwa 18 °C. Die höchste gemessene Temperatur wurde am 9. August 2003 mit 32,9 °C in Greycrook an der schottischen Grenze aufgezeichnet. Allgemein ist der Westen wärmer als der Osten Schottlands, da durch den Golfstrom das Wasser des Atlantiks wärmer als das der Nordsee ist. Die Western Highlands sind mit 3.000 mm jährlichem Niederschlag am regenreichsten. Im Winter ist nur in den Höhenlagen regelmäßig mit Schneefall zu rechnen.

Fast alle Schotten sprechen Standardenglisch. Das Meldeamt nimmt an, dass 30% der Bevölkerung daneben fließend Scots (Schottisch) sprechen. Etwas mehr als 1% der Bevölkerung geben als Muttersprache Schottisch-Gälisch an, eine keltische Sprache, mit dem Irischen verwandt. Nur auf den Äußere Hebriden gibt es noch eine Schottisch-Gälisch sprechende Mehrheit, was sich auch im offiziellen schottisch-gälischen Namen der Inseln Na h-Eileanan Siar (englisch: the Western Isles; als Wahlkreis Na h-Eileanan an Iar ) widerspiegelt. Dennoch beherrschen fast alle Schottisch-Gälischsprecher auch fließend Englisch.

Als König Jakob VI. (englisch: James VI, gälisch: Seumas VI ) von Schottland 1603 als Jakob I. den englischen Thron bestieg, wurde am schottischen Hof und im Parlament noch Lowland Scots geschrieben und gesprochen.

Sowohl Englisch als auch Scots werden vom schottischen Parlament als Amtssprachen anerkannt, beide mit demselben Respekt, aber nicht mit derselben Wertigkeit. Schottisch-Gälisch wurde offiziell 2005 durch den „Gaelic Language (Scotland) Act“ anerkannt. Scots wurde offiziell als „regionale Sprache oder Minderheitensprache“ anerkannt auf Basis der „Europäischen Charta für Regional- oder Minderheitssprachen“, welche 2001 vom Vereinigten Königreich ratifiziert wurde und von der Schottischen Exekutive im Partnerschaftsabkommen („Partnership Agreement“) 2003 unterstützt wurde. Das Projekt „Schottisches Wörterbuch“ wird von staatlicher Seite finanziell unterstützt.

Siehe auch die Artikel Geschichte Schottlands und Liste der Herrscher Schottlands.

Vor rund 12.000 Jahren begann die Zuwanderung über eine Landbrücke, die bis etwa 4000 v. Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verband und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwand. Die frühesten Einwohner waren mesolithische Jäger und Fischer beziehungsweise ab etwa 4500 v. Chr. einwandernde neolithische Bauern. Die ältesten archäologischen Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten stammen aus der Zeit um 6000 v. Chr.

Im Jahre 43 n. Chr. erobert Kaiser Claudius den südlichen Teil Britanniens. Ab circa 80 n. Chr. marschieren die Römer mehrmals in Schottland ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft errichten. Der Hadrianswall als Nordgrenze von Römisch-Britannien wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut. Um 400 n. Chr. verlässt Rom Britannien.

Im Jahre 503 landen die Skoten (Kelten aus Irland) an der Westküste Schottlands. 843 vereint Kenneth Mac Alpin die Skoten und Pikten als eine Nation. Diese keltische Monarchie dauert bis 1057, als Macbeth von Malcolm III. getötet wird. Unter Malcoms Herrschaft verstärkt sich der englische Einfluss. 1296 annektiert der englische König Eduard I. Schottland.

1297 siegt William Wallace in der Schlacht von Stirling Bridge über die englischen Truppen. 1314 schlagen die Schotten unter Robert the Bruce die Engländer, angeführt von Eduard II., in der Schlacht von Bannockburn erneut. 1320 wird die Erklärung von Arbroath aufgesetzt. Sie soll den Papst dazu bringen, die schottische Unabhängigkeit von England anzuerkennen. Papst Johannes XXII. in Avignon akzeptiert die Erklärung.

1603 wird Jakob VI. von Schottland, Sohn Maria Stuarts, als Jakob I. auch König von England. So werden die beiden Kronen vereinigt. Schottland und England bleiben vorerst separate Königreiche unter einem Monarchen.

1692 werden beim Massaker von Glencoe zahlreiche Angehörige des MacDonald-Clan auf Anordnung der englischen Regierung in einer Strafaktion ermordet. 78 Clanmitglieder werden getötet oder erfrieren auf der Flucht im tobenden Februarschneesturm. Dieses Ereignis bleibt tief im schottischen Nationalbewusstsein haften.

Mit dem Act of Union 1707 wird Schottland formal mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Schottland löst sein Parlament auf und schickt Abgeordnete ins Parlament von Westminster. 1746 wird in der Schlacht bei Culloden der von „Bonnie Prince Charlie“ (eigentlich Prinz Charles Edward Stewart, genannt „Der Junge Anwärter“ („The Young Pretender“) oder der „Hübsche Prinz Karl“) angeführte letzte schottische Aufstand blutig niedergeschlagen.

Um 1780 beginnen die Highland Clearances, die Vertreibung von Kleinbauern (Crofters), um Platz für Schafzucht zu schaffen. 1820 erreicht die Industrielle Revolution Schottland. Schiffbau, Kohlebergbau, Eisen- und Stahlhütten ersetzen die Textilwirtschaft als Schottlands Hauptindustrie. 1975 wird das erste Öl von der Nordsee an Land gepumpt. Schottland wird ein Erdöl förderndes Land.

1997 stimmt die schottische Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit für ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs. 1999 wird ein neues schottisches Parlament gewählt. Es ist für innerschottische Angelegenheiten zuständig.

Die im Süden Schottlands gelegenen Southern Uplands sind aufgrund der Nähe weit stärker von England geprägt als die anderen Regionen. So ergeben sich kulturelle Unterschiede zwischen den Gebieten.

Der Dudelsack (Englisch: Bagpipes), der Kilt und der Whisky sind die bekanntesten Elemente der schottischen Kultur. Der Dudelsack hat für Schottlands Kultur besondere Bedeutung erlangt und wird mit ihr assoziiert, obwohl es in ganz Europa Sackpfeifen gibt. Der Kilt als Männerrock war schon in der Frühzeit bekannt. Ob er in seiner schottischen Form auch hier entwickelt wurde, ist umstritten. Die Erfindung des Whiskys reklamieren die Iren für sich, jedoch liegt der tatsächliche Ursprung im Dunkeln. Die Qualität schottischen Whiskys genießt Weltruf.

Auch der Harris Tweed, der nur so bezeichnet werden darf, wenn er auf den äußeren Hebriden hergestellt wurde, ist weitläufig bekannt. Kulinarisch zählen Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis und Kidney pie zur traditionellen schottischen Küche.

Reste altschottischer, in Schottland inzwischen selten gewordener Kultur (vor 19. Jh.), insbesondere in Musik und Tanz, finden sich auf der von hochlandschottischen Auswanderern bevölkerten kanadischen Insel Cape Breton.

Eine weitere Besonderheit stellt das schottische Clansystem, vor allem in den Highlands, dar. Die damit häufig verknüpften Tartans (Karomuster) sind allerdings erst ab Ende des 18. Jahrhunderts in ihrer heutigen Form entstanden.

Alljährlich finden von Mai bis Oktober an bis zu 100 Orten in Schottland Highland Games (Hochlandspiele) und Hochlandtreffen (Highland Gatherings), letztere meist mit musikalischem Schwerpunkt, statt. Der wohl bekannteste dort ausgeübte typisch schottische Wettbewerb ist das Baumstammwerfen (Caber toss oder Tossing the Caber („caber“ von gäl. „cabar“ = „Baumstamm“)).

Es gibt keine offizielle Hymne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland von Roy Williamson (The Corries) zu hören.

Aus Schottland kommen die vor allem in den 1980ern und 1990ern erfolgreichen Bands Big Country, Simple Minds, Runrig, Wet Wet Wet und Texas. Auch die New-Wave-Band Franz Ferdinand stammt aus Schottland, ebenso wie die Hardrock-Veteranen Nazareth. Belle and Sebastian und The View sind bekannte Bands aus dem Bereich Indie-Rock/Pop. Weitere schottische Bands aus dem Bereich Rock/Postrock sind Travis, Aereogramme, Mogwai, Snow Patrol und die Newcomer The Fratellis. Mark Knopfler, Jack Bruce, Midge Ure und Paolo Nutini sind weitere bedeutende Musiker. Aktuell in den internationalen Charts mitwirkend sind Calvin Harris und Amy Macdonald.

Schottland ist das Zentrum der europäischen Whisky-Industrie. Das Zentrum der Erdölförderung aus der Nordsee ist Aberdeen. Hier hat das Ölgeschäft die Fischerei längst abgelöst. Hauptexportprodukt ist allerdings Computersoftware.

Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt – allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank of Scotland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert. Allerdings werden die schottischen Pfund Sterling nicht in jedem Geschäft außerhalb Schottlands akzeptiert. Man kann die Banknoten aber bei allen Banken gebührenfrei in „nicht-schottische“ Noten umtauschen.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Schottland einen Index von 111,7 (EU-25:100) (2003).

1999 bekam Schottland sein eigenes Parlament, zum ersten Mal seit seiner Vereinigung mit England im Jahr 1707. Seitdem sind das schottische Parlament, Erster Minister (vergleichbar mit Ministerpräsidenten und Landeshauptleuten) und Kabinett für die meisten Aspekte der Innenpolitik verantwortlich. Der Amtssitz dieser Institutionen ist Edinburgh. Als Teil des Vereinigten Königreiches hat Schottland eigentlich selbst kein eigenes Staatsoberhaupt, stattdessen gilt der jeweilige britische König oder Königin als Staatsoberhaupt für das ganze Vereinigte Königreich.

Die Legislative Gewalt liegt neben dem schottischen Parlament weiterhin auch beim Parlament des Vereinigten Königreiches in Westminster, wobei dieses Entscheidungen, die das schottische Parlament getroffen hat, auch überstimmen kann.

Schottland besitzt eine eigenständige Rechtsordnung, die im Vergleich zum englischen Recht stärkere Ähnlichkeit mit den Rechtsordnungen Kontinentaleuropas aufweist. Auch die Gerichts- und vielfach die Verwaltungsorganisation unterscheidet sich von der englischen.

Schottland wurde 1707 durch den Act of Union 1707 mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Seit langem gibt es aber politische Kräfte, die eine erneute Unabhängigkeit des Landes anstreben. Das am 7. Mai 2007 neu gewählte Parlament beabsichtigt, 2010 eine Volksabstimmung zur Unabhängigkeit des Landes vom Vereinigten Königreich abzuhalten. Tendenziell ist die Meinung bei den Schotten darüber aber eher ausgeglichen, nur eine knappe Mehrheit erklärt sich für eine Unabhängigkeit. Interessanterweise sieht das Meinungsbild in England anders aus: 59 % der Engländer hätten einer Umfrage zufolge nichts gegen eine Abspaltung Schottlands.

Eine Besonderheit insbesondere im Norden Schottlands sind die Single Track Roads, einspurige Straßen mit regelmäßigen Ausweichstellen. Auf Nebenstrecken sind sie die Regel, aber auch etliche Abschnitte von Hauptstraßen sind Single Track Roads.

Innerhalb Schottlands verbindet die Busgesellschaft Scottish City Link die größten Städte des Landes, sowie einige weitere wichtige Ziele, insbesondere Fährhäfen. Mit dem Scottish Postbus erreicht man auch abseits gelegene Orte.

Bahnlinien werden durch die Topographie erschwert, so dass es in den Highlands nur Verbindungen nach Oban, Mallaig sowie über Inverness nach Kyle of Lochalsh und Thurso gibt.

Zwischen dem schottischen Festland und den schottischen Inseln gibt es viele regelmäßige Fährverbindungen. Diese werden im Westen überwiegend von Caledonian MacBrayne betrieben, im Norden von Northlink Ferries, einige sind auch in der Hand von lokalen Betreibern. Die wichtigsten Fährhäfen im Westen sind Oban und Mallaig.

Internationale Fährverbindungen wurden zweimal wöchentlich von Superfast Ferries von Rosyth (bei Edinburgh) nach Zeebrugge in Belgien angeboten. Seit September 2008 wurde die Fährverbindung eingestellt. Einmal wöchentlich wird von der Smyril-Line von Lerwick (Shetland Inseln) nach Bergen in Norwegen sowie zu den Färöern und nach Island eine Fährverbindung angeboten.

Natur (hier Schmalblättriges Weidenröschen) in den Highlands von Schottland.

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Fußball-Weltmeisterschaft 1990/Schottland

Schottland qualifizierte sich zum fünften Mal in Folge gemeinsam mit Jugoslawien in der Europa-Gruppe 5 für die WM.

Nach dem blamablen ersten Spiel der Schotten gegen Costa Rica hätte ihnen dennoch ein Unentschieden im letzten Spiel gegen Brasilien gereicht, um das Achtelfinale zu erreichen. Bis zur 82. Min. stand Schottland erstmals in der zweiten Runde, dann machte der eingewechselte Müller alle Chancen zunichte.

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Alte Maße und Gewichte (Schottland)

In Schottland haben sich trotz der englischen Herrschaft lange Zeit lokale Einheiten erhalten, ebenso in Irland, aber nicht in Wales. Die Namen der Maße sind teilweise identisch und auch ihre Größen gleichen sich, doch gibt es gleichsam erhebliche Unterschiede.

Fuß und Zoll waren in Schottland nur leicht größer als in England, wo die Elle wenig und fall gar nicht verbreitet war. Die schottische Meile ist deutlich größer als die englischen Landmeilen und erreicht fast die Länge einer Seemeile (1,852 km). Die König-David-Elle von 37 Zoll galt (im Schneiderwesen) in ganz Schottland vom 12. bis ins 19. Jahrhundert, doch gab es lokale Variationen bis zu 41 inch.

Einzig das gill ist ähnlich groß wie sein englisches Pendant (142 ml, US: 118 ml). Die schottischen Pinten und Gallonen sind rund dreimal so groß wie die englischen (568 ml und 4,55 l). Die anderen, mutchkin und chopin, gab es im Süden der Insel nicht.

Die angegebenen Werte basieren teilweise auf der heutigen Definition des grain, teilweise sind sie gemessen. Für Edelmetalle entsprechen Pfund, Unze und Korn dem englischen Troy-System. Das »Trone«-System wurde 1617 abgeschafft, hielt sich aber noch einige Jahrzehnte.

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Source : Wikipedia