Schmallenberg

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Geschrieben von bishop 10/04/2009 @ 20:14

Tags : schmallenberg, nordrhein-westfalen, deutschland

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Schmallenberg

Wappen der Stadt Schmallenberg

Schmallenberg ist eine Stadt im Hochsauerlandkreis. Mit 303 km² ist sie die flächengrößte kreisangehörige Stadt Nordrhein-Westfalens und eine der flächengrößten Städte Deutschlands.

Die Handelsstadt an der Lenne war im Mittelalter Mitglied der Hanse. Nachweislich gab es in der Kernstadt seit dem 15. Jahrhundert Textilgewerbe. Vierhundert Jahre später wurde die Stadt mit dem Produktionsschwerpunkt Strumpfwaren zum Zentrum der Sauerländer Textilindustrie. Dies brachte Schmallenberg den Beinamen "Strumpfstadt" ein. Heute dominieren neben der Textilindustrie auch mittelständische Unternehmen vor allem in Industrie und Handwerk. Eine wichtige Bedeutung hat auf Grund der wald- und bergreichen Lage auch die Holz- und Tourismuswirtschaft.

Die Struktur der heutigen Stadt geht auf die kommunale Neugliederung von 1975 zurück. Damals wurden die Stadt Fredeburg und die Stadt Schmallenberg sowie eine Reihe von weiteren Gemeinden zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen. Bis zur kommunalen Neugliederung gehörte Schmallenberg zum Kreis Meschede.

Die Stadt Schmallenberg liegt südlich der Kreisstadt Meschede an der Südgrenze des Hochsauerlandkreises. Die typische Mittelgebirgslandschaft Schmallenbergs wird im Süden durch den Hauptkamm des Rothaargebirges, im Südwesten durch die Saalhauser Berge und im Nordosten durch den Höhenzug der Hunau geprägt.

Der Hauptkamm des Rothaargebirges bildet, ausgehend vom Kahlen Asten, die südliche Stadtgrenze. Der 840,7 m hohe Gipfel liegt etwa 200 m östlich der Stadtgrenze auf dem Gebiet von Winterberg. Am Kahlen Asten entspringt, ebenfalls auf Winterberger Gebiet, die Lenne, der größte Fluss des Stadtgebiets. Auch die mit 831 m ü. NN höchste Stelle im Stadtgebiet liegt am Kahlen Asten. Der Hauptkamm des Rothaargebirges bildet einen Abschnitt der Rhein-Weser-Wasserscheide: Nördlich des Hauptkamms fließen die Gewässer über Lenne und Ruhr in den Rhein, südlich davon über Eder und Fulda in die Weser. Am Hauptkamm des Rothaargebirges befinden sich mit dem Hömberg (695,4 m), Ennest (690,5 m), Albrechtsberg (770 m), Saukopf (715,4 m), Großen Kopf (740,3 m) einige der höchsten Berge des Stadtgebietes. Südlich von Schmallenberg erhebt sich zwischen Lenne und Latrop die Schmallenberger Höhe (668,2 m).

Die Lenne fließt nördlich vom Hauptkamm des Rothaargebirges rund 29,8 km durch das Stadtgebiet in überwiegend westliche Richtungen. Dabei nimmt sie rechts- und linksseitig zahlreiche kürzere Wasserläufe auf. Wichtigste Nebenflüsse der Lenne im Stadtgebiet sind Schwarzes Siepen (5,1 km), Nesselbach (7,4 km), Sorpe (10,3 km), Gleiderbach (7,1 km), Grafschaft (6,4 km), Latrop (11,0 km) und Uentrop (5,8 km). Die Lenne verlässt südwestlich von Hundesossen auf einer Höhe von 324 m ü. NN das Schmallenberger Stadtgebiet.

Im Westen liegen nördlich der Lenne die östlichen Ausläufer der Saalhauser Berge. Über die dazu gehörenden Erhebungen Hülsberg (660,9 m), Auergang (684,1 m), Ösenberg (678,7 m) und Hohen Hagen (642,2 m) verläuft die Ruhr-Lenne-Wasserscheide, die im Stadtgebiet von der Hunau (818 m) bis hierher verläuft. Die nördlich dieser Wasserscheide im Stadtgebiet entspringenden Flüsse Wenne (31,1 km), Henne (Fluss) (22,5 km), Valme (19,7 km) und Elpe (18,7 km) fließen in nördlicher Richtung ab und sind direkte Nebenflüsse der Ruhr. Die bei Bad Fredeburg entspringende Leiße (13,9 km), ein Nebenfluss der Wenne, passiert auf 318 m ü. NN die Stadtgrenze. Das ist der tiefste Punkt im Stadtgebiet.

Das südliche Stadtgebiet des staatlich anerkannten Luftkurortes gehört zum Naturpark Rothaargebirge, an den sich im Südwesten der Naturpark Ebbegebirge anschließt. Im Nordwesten, schon außerhalb des Stadtgebietes, liegt der Naturpark Homert.

Die Gesteine im Umfeld von Schmallenberg entstanden vor allem während des Unter- und Mitteldevons. Gesteine des jüngeren Unterkarbons sind vor allem im Südwesten bei Attendorn und Elspe in der Attendorn-Elsper Mulde verbreitet. Die Ablagerungen südlich des Lennetals gehörten noch dem Unterdevon an. Die Talzüge des Grafschafter Baches und der Lenne, etwa bis Fleckenberg aufwärts verlaufend, sind aus Gesteinen des Mitteldevons aufgebaut.

Im Zeitalter des Devon bedeckte ein ausgedehntes Meer das Rhenoherzynikum (auch rhenoherzynische Zone genannt) und damit auch das Gebiet des späteren Rheinischen Schiefergebirges, dessen nordöstlichen Teil das Sauerland einnimmt. Gewaltige Kräfte pressten im oberen Karbon während der Variszischen Orogenese die ursprünglich horizontal abgelagerten Gesteinsschichten zu Falten. Die gefalteten Schichten wurden während und nach der Faltung durch Bruchstörungen überprägt. Das aufgefaltete Gebirge wurde geologisch rasch durch die Verwitterung wieder eingeebnet und war lange Zeit ein nur leicht welliges, hügeliges Flachland.

Seit etwa einer Million Jahre steigt das Gebiet des heutigen Schiefergebirges wieder auf, so dass sich Flüsse und Bäche einschneiden konnten, um das heutige Mittelgebirge auszubilden. Erosion und Verwitterung durch Wasser und Frost schufen die heutigen Oberflächenformen. Die Flüsse bildeten Täler im weicheren Gestein. Sichtbare Kuppen und steile Hänge blieben stehen, so etwa der von Kuppen gekrönte Rücken, der im Westen mit dem Wilzenberg beginnt und sich östlich bis in den Raum Altastenberg fortsetzt.

Obwohl die Bezeichnung Schiefergebirge zur Annahme verleitet, dass im Rheinischen Schiefergebirge besonders viel und fast überall Schiefer vorkommt, trifft dies nur eingeschränkt zu. Geschieferte sandige Tonsteine, Sandsteine, Grauwacken, Quarzite, Kalkstein und Schiefer sind die am häufigsten vorkommenden Gesteine. Der als Baumaterial beliebte Dachschiefer ist nur in begrenzten Bereichen aufgeschlossen. Im Gebiet um Schmallenberg ist Schiefer neben Sandstein jedoch das vorherrschende Gestein. Der Geologe Johannes Wolburg, der in den 1930er Jahren das obere Lennetal untersuchte, unterteilte die mächtigen Schieferzüge in Schmallenberger und Fredeburger Schiefer, in Robbeke- und Wilzenberger Schichten und eine fünfte nördliche Schicht, die sich jenseits der Linie Berghausen – Heiminghausen – Fredeburg – Rehsiepen erstreckt. Im Schmallenberger Schiefer fand er bei seinen Untersuchungen unter anderem einen Armfüßer (Brachiopode) und benannte das Tier nach seinem Fundort Leptostrophia schmallenbergensis.

Teile des Sauerlandes zeugen von mehreren Phasen vulkanischer Tätigkeiten zur Zeit des Devon. So ist beispielsweise der Rinsleyfelsen bei Saalhausen oder der Burgfelsen von Bilstein ein unterdevonisches Ergussgestein. Unterschiedlich dicke Lagen vulkanischer Tuffe breiten sich beidseitig des Lennetals bis nach Lenne aus und ziehen sich südöstlich bei Werntrop auf der Südseite der Lenne bis Milchenbach und vom Großen Heidkopf bei Jagdhaus bis nach Schanze hin. Die ältesten dieser Keratophyr-Tuff-Lagen sind bis zu 25 Meter mächtig, während die jüngeren, meist grünlich oder beige gefärbten dichten Gesteine, die von Winkhausen, Niedersorpe, Oberkirchen und Lengenbeck bekannt sind, oft nur wenige Zentimeter, in Ausnahmefällen bis zu 2 Meter mächtig sind.

Die Gesteine des Devons sind in enge Spezialfalten und große Faltenzüge gelegt, die durch Überschiebungen und Querstörungen gegliedert werden. Die im Gebiet vorkommenden vorherrschenden Tonsteine wurden durch die Gebirgsbildung im Karbon in Schiefer umgewandelt, härtere Gesteine wie Sandstein oder Quarzit erhielten eine mehr oder weniger gut ausgebildete Klüftung.

Das Sauerland im Gebiet der oberen Lenne weist von Nordwesten nach Südosten drei tektonische Großelemente auf: den Latrop-Züschener Sattel, die Attendorn-Elsper Doppelmulde und das Nordostende des Siegerländer Hauptsattels. Im Stadtgebiet Schmallenberg sind einzelne Spezialsättel und -mulden ausgebildet, deren Faltenachsen nach Osten und Nordosten fächerförmig ausstrahlen.

Das Stadtgebiet von Schmallenberg erstreckt sich über etwa 22 km in Nord-Süd-Richtung, vom Forst Brabecke im Norden bis zum Hauptkamm des Rothaargebirges beim Großen Kopf südlich von Latrop. In West-Ost-Richtung erstreckt es sich über etwa 25 km von der Stadtgrenze bei Hebbecke in den Saalhauser Bergen bis zum Kahlen Asten.

Das 303 km² große Stadtgebiet verteilt sich auf 58,95 % Waldfläche, 30,90 % Landwirtschaftsfläche, 5,76 % Verkehrsfläche, 3,22 % Gebäude- und Freifläche, 0,53 % Wasserfläche, 0,44 % Erholungsfläche, 0,10 % Betriebsfläche und 0,07 % übrige Nutzfläche.

Schmallenberg liegt im Süden des Hochsauerlandkreises. Nachbargemeinden im Hochsauerlandkreis sind im Nordwesten Eslohe, im Norden Meschede sowie Bestwig und im Osten Winterberg. Im Süden grenzt Schmallenberg an die Stadt Bad Berleburg, die im Kreis Siegen-Wittgenstein liegt, und im Südwesten an Lennestadt im Kreis Olpe.

Die Stadt Schmallenberg wurde 1975 mit den Gemeinden des gleichnamigen Amtes und des Amtes Fredeburg vereint.

Nach dem Sauerland/Paderborn-Gesetz vom 5. November 1974 kam es zum Zusammenschluss der Gemeinden Berghausen, Freiheit Bödefeld, Bödefeld-Land (außer Altenfeld und Valme), Dorlar, Fleckenberg, Stadt Fredeburg, Grafschaft, Lenne (außer Milchenbach; zuvor Kreis Olpe), Oberkirchen, Rarbach und Wormbach zur neuen Stadt Schmallenberg und Eingliederungen in diese. Gleichzeitig wurden die Ämter Fredeburg und Schmallenberg aufgelöst.

In Schmallenberg herrscht typisches Mittelgebirgsklima. Das Klima wird durch den im Rothaargebirge vorherrschenden Übergangsbereich zwischen dem ozeanischen und dem kontinentalen Klima geprägt. Die Sommer waren in einigen Jahren trocken-warm mit Spitzenwerten von über 35 °C, manchmal aber auch feucht-kühl. Im Winter sind, in einer der schneereichsten Regionen Nordrhein-Westfalens, Tiefstwerte von unter −20 °C gemessen worden.

Die Durchschnittstemperatur lag in den Jahren 1971–2000 im Jahresmittel bei 7,7 °C. Die Jahresniederschlagsmenge lag im gleichen Zeitraum bei durchschnittlich 1181 mm pro Jahr. Die Monatsdaten können dem Klimadiagramm entnommen werden. Im Stadtgebiet gibt es einen staatlich anerkanntes Kneippheilbad, einen staatlich anerkannten Heilklimatischen Kurort und zwei staatlich anerkannte Luftkurorte. Eine überregionale Wetterstation steht in Westernbödefeld.

In diesem Abschnitt wird im Wesentlichen die Geschichte der Kernstadt Schmallenberg dargestellt. Die Schmallenberger Ortsteilartikel enthalten mehrheitlich eigene Geschichtsabschnitte.

Das Schmallenberger Sauerland war schon vor mehr als 2000 Jahren besiedelt, wovon vorgeschichtliche Waffenfunde und die Überreste zweier Ringwälle auf dem Wilzenberg zeugen. Wegen ihrer Anbindung an Leipzig und Köln war die über 1000 Jahre alte rund 500 km lange Heidenstraße, die durch viele Schmallenberger Orte verlief, im Mittelalter die wichtigste Straße für das südliche Sauerland.

Im Jahr 1072 errichteten Benediktinermönche das Kloster Grafschaft am Fuße des Wilzenbergs. Auf einem nahe gelegenen Bergrücken wurde um 1200 eine kleine („smale“) Burg zum Schutz der Abtei und gegen die benachbarte Grafschaft Arnsberg errichtet. Aus dem Namen der Burg hat sich der moderne Name der Stadt entwickelt. Diese Burg war offensichtlich in irgendeiner Form an eine offene Siedlung angelehnt, deren Kirche vermutlich um 1220 erbaut wurde. Die Burg gehörte dem Erzbischof von Köln, offenbar zusammen mit dem Kloster Grafschaft. Auf ihr saß zunächst der Burgmann Johann genannt Kolve. Der Name des sich an die Burg anlehnenden kleinen Burgfleckens, eines Vogthofes und eines Grafschafter Zehnthofes, findet sich im Jahre 1228 in der Benennung des Zeugen Alexander de Smalenburg.

1244 beschloss der Erzbischof von Köln, sich mit dem Kloster Grafschaft zusammenzutun, um die Siedlung zu befestigen. Beide teilten sich die Kosten für die Befestigungsanlage. Die Lage auf dem Bergrücken, welcher auf drei Seiten von dem Fluss Lenne umflossen wird, ließ Schmallenberg als uneinnehmbar gelten. Nach dem offenen Norden hin war die Stadt durch eine Landwehr geschützt. Drei Tore im Norden, Süden und Osten gewährten Einlass in die Stadt. Die Burg verblieb außerhalb der Befestigung und verlor damit ihre Funktion. Im selben Jahre – es wird heute angenommen, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt bereits verfallen war - verlieh der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden in seiner Funktion als Herzog von Westfalen Schmallenberg die Stadtrechte.

Die Urkunde des Erzbischofs und die Ratsurkunde wurden laut den Urkunden im Jahr 1243 ausgestellt. Ein Tagesdatum, den 3. März 1243, enthält nur die städtische Urkunde. Zu jener Zeit wurde in der Erzdiözese Köln die Zählung der Jahre mit Ostern umgesetzt. Nach kölnischer Rechnung hätte demnach das Jahr 1243 den Zeitraum vom 12. April 1243 (Ostersonntag) bis zum 2. April 1244 (Karsamstag), umfasst. Die Stadturkunde wäre, die Anwendung der kölnischen Jahreszählung vorausgesetzt, dem 3. März 1244 zuzuweisen.

Die Stadt erhielt neben der Befestigung ein Marktrecht, eine eigene Gerichtsbarkeit sowie ein Münzrecht. Die Münzprägung in Schmallenberg begann vermutlich um 1244 unter dem Erzbischof Konrad von Hochstaden und endete unter dem Erzbischof Siegfried von Westerburg. Insgesamt gibt es 13 verschiedene Münztypen (bekannt als Schmallenberg Pfennig) aus der Schmallenberger Münzstätte.

Ein Jahr vor der erstmaligen urkundlichen Erwähnung der Pfarrei Schmallenberg übernahm im Jahr 1261 ein Grafschafter Mönch die Seelsorge in Schmallenberg. Die Grafschafter Abtei bemühte sich seit dieser Zeit darum die Pfarrstelle in Schmallenberg zu besetzen. Wegen der Einflussnahme des Klosters Grafschaft auf die geistlichen und weltlichen Geschicke der Stadt kam es im Laufe der nächsten Jahrhunderte immer wieder zu Konflikten zwischen den beiden Kontrahenten. Dabei ging es nicht nur um die Besetzung der Pfarrstelle sondern auch um die Nutzungsrechte an den angrenzenden Wäldern, um Weide-, Jagd- und Fischereirechte und ähnliche Anrechte.

Im Jahr 1427 verlieh der Erzbischof Dietrich II. von Moers der Stadt eine besondere Rechtsstellung, nach der die Bürger nicht mehr durch den Gografen vor dessen Gericht außerhalb der Stadt gezogen werden durften.

Schmallenberg war im Mittelalter Stadt der Händler und der Handwerker. Bereits 1273 und 1292 gab es Gewerbe in der Stadt. Nachweisbar für diese Zeit waren mehrere Schmieden. 1416 besaßen die städtischen Wullenweber bereits eine Walkmühle. 1575 gab es drei Jahrmärkte in Schmallenberg.

Im Spätmittelalter machten zahllose Fehden das Land unsicher. Infolgedessen wurden die schutzlosen Dörfer in der Umgebung Schmallenbergs nach und nach von ihren Einwohnern verlassen und wurden wüst. Die Flüchtlinge begaben sich in den Schutz der Mauern Schmallenbergs, wo sie nach Jahr und Tag Bürger wurden. Weil die neuen Bürger ihren Grundbesitz beibehielten, vergrößerte sich das Stadtgebiet in dieser Zeit wesentlich. Anfang des 16. Jahrhunderts war die Einwanderung aus den umliegenden Dörfern nach Schmallenberg abgeschlossen. In der Umgebung Schmallenbergs traten in dieser Zeit die ersten Fälle von Pest auf. 1526 starben fast alle Einwohner von Gleidorf an der Pest.

Im Jahre 1608 vernichtete ein größerer Brand 24 Häuser und damit einen großen Bruchteil allen Wohnraums in der Stadt. Nach einem Hochwasser wurde 1682 die Kapelle auf dem Werth an der Stelle der ehemaligen „Schmalen Burg“ gebaut. Drei Jahre später wurden die ersten Juden in Schmallenberg im Schatzungs- und Steuerregister des Herzogtums Westfalens registriert. In den Jahren 1732 und 1746 gab es zwei vernichtende Stadtbrände, denen die ältere Bausubstanz völlig zum Opfer viel. 1787 wurde das „Wassertor“ am Ostteil der Stadt abgebrochen. Am 27. August 1798 genehmigte Kurfürst Maximilian von Köln die Errichtung der ersten Apotheke in Schmallenberg.

Die Verwaltung der Stadt lag in den Händen des von den Bürgern gewählten Rates, der sich aus vier Ratsherren (Senatores), zwei Reckleuten (Rechenleute bzw. Cammerarii oder auch Kämmerer) und zwei Gemeindevorstehern zusammensetzte. An der Verwaltungsspitze standen der Bürgermeister und sein Stellvertreter (Proconsul). Der Bürgermeister besaß richterliche und polizeiliche Gewalt, vertrat die Interessen Schmallenbergs auf dem westfälischen Landtag in Arnsberg und war Lehnsherr über die Schmallenberger Vasallen. Jährlich auf dem St. Kunibert-Tag (12. November) wurde das Stadtoberhaupt vom Rat und zwei Zunftmeistern gewählt.

In den Jahren 1789, 1792 und 1793 kam es bei den Bürgermeisterwahlen zu Streitigkeiten, Unruhen und sogar zu blutigen Kämpfen mit tödlichem Ausgang.

1307 zählte man in Schmallenberg 120 Hausstätten. Nach den Angaben des Historikers Albert K. Hömberg war Schmallenberg 1515 in vier Stadtteile eingeteilt, die Aldenbruch, Nygestadt, Luttyke Vyrdel und Gersten Vyrdeln genannt wurden. Trotz Aufstieg und Niedergang, Krieg und Frieden, Bränden und Wiederaufbau, veränderte sich das äußere Bild der Stadt, deren Einwohnerzahl bis ins 19. Jahrhundert stets unter 1.000 blieb, in den ersten 600 Jahren ihres Bestehens nicht wesentlich. Erstmals wuchs die Stadt ein wenig über die alte Bebauung hinaus, nachdem man im Jahr 1812 die Mauern und Tore der Stadt niedergerissen hatte.

Schmallenberg war im Mittelalter eine Handelsstadt und Mitglied der Hanse. Zu ihrer Absicherung beteiligte sich die Stadt im 14. Jahrhundert an zahlreichen Landfriedensbündnissen und schloss Abkommen mit den umliegenden Städten Hallenberg, Medebach und Winterberg zum gegenseitigen Schutz ab. Noch im Dreißigjährigen Krieg halfen sie sich untereinander mit der Entsendung von städtischen Schützen bei drohender Gefahr.

1444 zur Zeit der Soester Fehde nahmen Truppen des Kölner Erzbischofs die Fredeburg ein. Dadurch hatte die Umgebung nur noch einen Landesherrn, wodurch Schmallenberg und Fredeburg von nun an im Landesinnern lagen und dadurch ihre Funktion als Grenzbefestigungen verloren. Für die Sicherheit der Stadt hatte das fatale Auswirkungen, da wegen der Entwicklungen in der Waffentechnik die Bedrohung durch Kriege anstieg. Der Kölner Erzbischof jedoch – wie auch andere Landesherren – hielt nur strategisch bedeutende Orte auf dem jeweils modernsten Befestigungsstand. Die Stadt selbst konnte wegen geringer eigener Stadteinnahmen nicht einmal mehr die renovierungsbedürftigen Stadttore und Mauern hinreichend reparieren lassen.

Die Bedrohung Schmallenbergs 1632 im Dreißigjährigen Krieg durch Hessen wurde abgewendet, weil Kaspar von Dorlar genannt Decker, schwedischer Kriegskommissar, dort Güter hatte. Im Jahr 1673 kam es zu einem Streit zwischen dem Abt des Klosters Grafschaft Godfried Richardi und den Bürgern der Stadt Schmallenberg, um die Besetzung der Pfarrstelle und der Pastoratsgüter außerhalb der Stadt. Der Konflikt wurde beendet, indem der Landdrost Freiherr Johann Adolf von Fürstenberg einen Fähnrich mit 35 Soldaten nach Schmallenberg schickte. Die Jahre des Siebenjährigen Krieges mit seinen häufigen Einquartierungen von Soldaten und drückende Steuern verschlimmerten noch einmal die Situation in Schmallenberg.

Ab dem Jahr 1794 beeinflussten die Koalitionskriege das Leben in Schmallenberg. 1794 musste die Stadt erstmals 6 Rekruten stellen. Im Mai des nächsten Jahres kamen 300 österreichische Soldaten in die Stadt. In den folgenden Jahren mussten die Schmallenberger immer wieder Nahrung und Kleidung an die durchziehenden Truppen liefern. Vom 14. September bis zum 31. Oktober 1797 quartierte sich französische Infanterie mit einem General in Schmallenberg und im Amt Fredeburg ein. Die blauen Reiter, Napoleons Elite, lagerten vom 8. Mai bis zum 27. August 1798 in Schmallenberg. Zwei Tage darauf quartierten sich am 29. August 900 Mann der französischen Infanterie für einen Tag in der Stadt ein. Ein Jahr später starben in Schmallenberg 30 Personen an der Schwindsucht.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lagerten ab dem 26. April 1804 erneut französische Dragoner für einige Monate in Schmallenberg. Am 22. September 1807 wurde die Stadt Schmallenberg per Gesetz zur Neueinteilung des Herzogtums Westfalen vom Amt Medebach abgetrennt und dem Amt Fredeburg zugeordnet.

Während der Befreiungskriege verweilten mehrfach Truppen in der Stadt und im Umland. Am 1. November 1813 durchzogen zaristische Truppen das Stadtgebiet, davon quartierten einige in den umliegenden Orten. Der zaristische General Kerna kam nachfolgend am 14. November 1813 mit Infanterie und Kavallerie nach Schmallenberg. Nach einer Bewirtung durch die Schmallenberger zog er anschließend mit seinen Begleitern weiter. In den nächsten Wochen folgten weitere Truppendurchzüge. Am 21. Februar 1814 versammelten sich über 1.500 zaristische Rekruten in der Stadt. Sie verblieben dort zwei Tage bis zum Eintreffen weiterer Truppen. Das gesamte 3.000 Mann starke Regiment zog am 23. Februar 1814 weiter in Richtung Saalhausen. Im Jahr 1815 kam es erneut zum Durchzug von sächsischen Truppen. Gegen Ende der Befreiungskriege verweilten in der Zeit vom 3. Juni bis zum 7. Juni 1815 nochmals 1.464 Soldaten in Schmallenberg und im Amt Fredeburg. Nach den napoleonischen Kriegswirren wurde das Herzogtum Westfalen und mit ihm Schmallenberg 1816 preußisch.

Am 31. Oktober 1822 vernichtete der letzte verheerende Stadtbrand einen Großteil der 115 Häuser. Nur 16 Wohnhäuser und die Pfarrkirche blieben erhalten. Nach diesem Brand begann im Zusammenhang mit dem planmäßigen Wiederaufbau Schmallenbergs, unter Mitwirkung von Ludwig von Vincke, eine bedeutende Erweiterung der Stadt. Der Wiederaufbau erfolgte im preußischen Klassizismus. Der Ortskern wird seitdem von zwei parallel verlaufenden Hauptstraßen gebildet, die regelmäßig durch Querstraßen miteinander verbunden sind. Die beiden Hauptstraßen wurden zum Schutz gegen mögliche Feuer breiter angelegt. Im Herbst 1825 überzeugte sich Vincke selbst vom Stand der Arbeiten. Später schrieb er der am Ort eingesetzten Baukommission, er habe sich außerordentlich darüber gefreut, dass der Wiederaufbau der Stadt nach den vereinbarten zweckmäßigen Plänen durchgeführt worden sei. Die baulich durchdachte Planung des 19. Jahrhunderts unter Anpassung an die örtlichen Verhältnisse und das von Fachwerkhäusern und Schieferdächern geprägte Ortsbild haben dem Innenstadtbereich den Titel „Historischer Stadtkern“ eingebracht.

Im Jahr 1834 erweiterte man die bereits 1826 eingerichtete Briefsammelstelle zu einer Postexpeditionsstelle. Mit der Einführung der erste Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen im Jahre 1841 entstand das Amt Schmallenberg. 1842 kam es zum Bau einer Straße, der heutigen B 236, nach Gleidorf und 1844 weiter nach Fleckenberg. Im selben Jahr legte man im Norden der Stadt auf dem Gelände der früheren Landwehr, dem sogenannten sumpfigen „Schlingen“, Gärten und Wiesen an. 1849 wurde ein Weg nach Grafschaft und 1856 einer nach Wormbach gebaut. In der Zeit nach 1850 entstand die Schmallenberger Textilindustrie.

Im Frühjahr 1857 kam es zum Ausbruch von Scharlach und im August von Ruhr. Nach den Aufzeichnungen des Stadtchronisten starben an den beiden Krankheiten viele Kinder. Im selben Jahr errichtete die jüdische Gemeinde in der damaligen Nordstraße ihre Synagoge. 1888 erhielt Schmallenberg einen Bahnhof mit Gleisanschluss nach Altenhundem. Die Eisenbahngleise wurde 1911 von Schmallenberg weiter nach Wenholthausen verlegt. Am 16. Juli 1881 erhielt der spätere Postverwalter den ersten Fernsprechapparat in Schmallenberg. Im Jahr 1889 errichtete man eine Volksschule. Das neue Amtshaus (denkmalgeschützter Teil des heutigen Rathauses), welches im Ersten Weltkrieg nochmal erweitert wurde, war 1897 bezugsfertig.

Nach den Plänen des Aachener Dombaumeisters Joseph Buchkremer wurde 1905/06 im neuromanischen Stil die Pfarrkirche erweitert. Ein Schmallenberger Arzt erwarb im Jahr 1908 für 3300 Goldmark das erste Auto in Schmallenberg, einen Apolda Piccolo. Im Jahr 1910 wurde ein Haus in der Weststraße von der Stadt gekauft und zum ersten Krankenhaus ausgebaut.

Während der Novemberpogrome 1938 (auch „Reichskristallnacht“ oder „Reichspogromnacht“ genannt) wurden die Schmallenberger Synagoge niedergebrannt und einige Schmallenberger jüdischen Glaubens ermordet. Heute steht an dieser Stelle in der Synagogenstraße eine Gedenktafel, die auf eine Initiative des nach Auschwitz deportierten und nach Schmallenberg zurückgekehrten Deutschen jüdischen Glaubens, Hans Frankenthal, zurück geht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Schmallenberg am 7. April 1945 während des Ruhrkessels, nach den Ortschaften Gleidorf und Grafschaft, von der amerikanischen 7. Panzerdivision mit Luftunterstützung angegriffen. Bei dem schweren Kampf um Schmallenberg starben 72 deutsche Soldaten und 11 Zivilisten. 350 Soldaten wurden gefangen genommen. 37 Häuser brannten ab und 151 wurden beschädigt. Der Angriff auf Schmallenberg wurde, vermutlich von einem amerikanischen Soldaten, auf 32-Millimeter-Film festgehalten.

Im Sommer 1945 setzte der Flüchtlingsstrom der Heimatvertriebenen aus dem Osten nach Schmallenberg ein, der angesichts der Wohnungsnot und des Lebensmittelmangels eine große Belastung für die heimische Bevölkerung war. Bereits während des Krieges wurden 324 Familien und Einzelpersonen aus zerbombten Städten nach Schmallenberg evakuiert. Weitere 300 mussten wegen des Zustroms zusätzlich untergebracht werden.

Der Zustand der städtischen Straßen war in der Nachkriegszeit sehr schlecht. Nur die Hauptstraßen waren ausgebaut. Gepflastert waren lediglich die Bundesstraße 236 im Bereich der Ortsdurchfahrt und die West,- Schützen,- Nord,- Kirch,- und Fleckenberger Straße sowie die Straße Unterm Werth. Allein die Bahnhofstraße hat eine Teerdecke. Die anderen Straßen im Stadtgebiet hatten lediglich wassergebundene Decken. Im Jahr 1949 begann man mit dem Ausbau, der Erweiterung und der Instandsetzung von Straßen.

1952 begannen die Planungen für den Bau einer Stadthalle. In einem Wettbewerb errang der Dortmunder Architekt und Erbauer der Westfalenhalle Horst Retzki der ersten Preis. Er wurde deshalb mit der Planung beauftragt. Die Stadthalle errichtete man anschließend vom Frühherbst 1953 bis zum 11. September 1954. Auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe trafen sich 1956 in der Schmallenberger Stadthalle eine Reihe von Autoren, Kritikern und Literaturwissenschaftlern. Zur Überraschung der Veranstalter entwickelte sich das Literatengespräch zum schärfsten Konflikt über die Rolle der regionalen Literatur in Westfalen in den Nachkriegsjahren. Über den Konflikt, der unter dem Begriff Schmallenberger Dichterstreit bekannt wurde, berichtete die überregionale Presse. Im Jahr 1974 erhalten Schmallenberg und Grafschaft den Status von staatlich anerkannten Luftkurorten.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung folgte im Jahr 1975 die Zusammenlegung von Stadt und Amt Schmallenberg mit dem Amt Fredeburg zur jetzigen Stadt Schmallenberg. Die Deutsche Bundesbahn stellte im Juli 1991 aus Gründen der Wirtschaftlichkeit den Betrieb der eingleisigen Nebenbahnstrecke Wenholthausen–Schmallenberg auf Dauer ein.

Im Jahre 2001 begann der Bau des neuen Kirchturmes. Diese Maßnahme war in der Schmallenberger Bevölkerung sehr umstritten, weil ein moderner Kirchturm errichtet werden sollte. Der Kirchturmstreit in Schmallenberg wurde durch eine Bürgerinitiative auch vor Gericht ausgetragen. Er wurde durch gegenseitige Beleidigungen in öffentlichen Briefen sowohl seitens der Bürgerinitiative als auch seitens der Gemeindeverwaltung begleitet. Der Streit gipfelte im Rücktritt des Kirchenvorstands und der Einsetzung eines außenstehenden Gemeindeverwalters durch das Erzbistum Paderborn. Der Bau des neuen Turmes verzögerte sich deshalb. Erst im September 2004 wurde der neue Kirchturm nach Fertigstellung eingesegnet.

Wie das gesamte kurkölnische Sauerland, dessen Landesherr bis 1803 der Erzbischof von Köln war, ist Schmallenberg katholisch geprägt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es nur wenig evangelische Christen und Juden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Vertriebene und Ostflüchtlinge evangelischen Glaubens in das Schmallenberger Sauerland. In Gleidorf wurde die erste evangelische Gemeinde im Schmallenberger Stadtgebiet bereits kurz nach 1900 gegründet. In Schmallenberg gibt es 20 katholische Kirchen und vier evangelische Kirchen. Eine Synagoge gibt es seit den Novemberpogromen von 1938 nicht mehr.

Heute ist der Großteil der Bevölkerung, etwa 79 %, katholisch, 11 % der Einwohner sind evangelisch und 10 % haben einen anderen Glauben oder sind religionslos.

Die älteste Einwohnerzahl Schmallenbergs stammt auch dem Jahr 1301. Damals lebten in 120 Haushaltungen 545 Bürger. Bis zum Jahr 1900 stieg die Einwohnerzahl auf 1690 Einwohner in der Kernstadt an. Davon waren 789 Männer und 901 Frauen. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es durch die Bevölkerungsbewegung einen Einwohnerzuwachs. 1946 wurden erstmals 356 Ostvertriebene und 324 Evakuierte registriert.

Von den 25.992 Einwohnern Schmallenbergs am 31. Dezember 2005 lebten 6.341 Einwohner in der Kernstadt. Im zweitgrößten Ortsteil, Bad Fredeburg, wohnten 4.062 Einwohner und in Bödefeld, Fleckenberg, Gleidorf und Grafschaft jeweils über 1.000 Einwohner. In den meisten Ortsteilen (rund zwei Drittel der 83 Ortsteile) sind weniger als 150 Einwohner ansässig.

Auf Stadtebene gab es bis Anfang der 90er Jahre nur zwei Parteien, die CDU und SPD. Wegen allgemeiner Unzufriedenheit mit der politischen Landschaft in Schmallenberg und nach Auseinandersetzungen innerhalb der Schmallenberger CDU wurde am 24. September 1993 die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) gegründet. Vor der Kommunalwahl 2004 verließen wegen Meinungsverschiedenheiten einige SPD-Mitglieder ihre Partei und gründeten anschließend die Bürgergemeinschaft für Schmallenberg (BfS).

Aktuell sind im Stadtrat vier Parteien und Wählergruppen vertreten. Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2004 errangen die Parteien und Gruppierungen folgende Stimmanteile und Anzahl von Sitzen im Stadtrat.

Von 1952 bis 1994 stellte in der alten und neuen Stadt Schmallenberg die Union den Bürgermeister. 1994 wurde der Sozialdemokrat Franz Josef Pape zum Bürgermeister gewählt. Fünf Jahre später schwang das Pendel zur Union zurück, die seither mit Bernhard Halbe den Bürgermeister stellt.

In Silber eine rote Burg mit zwei Zinnentürmen und einem Tor, dessen Giebel in einer Lilie endet. In der Toröffnung findet sich ein aufrechter schwarzer Schlüssel.

Der Schlüssel weist auf das Patronat des Erzbistums Köln hin. Bei der Burg dürfte es sich um die Smalenburg handeln.

Das heutige Stadtwappen war erstmals im Jahr 1335 auf dem zweiten Stadtsiegel der Stadt Schmallenberg zu sehen. Ob Schmallenberg bereits bei der Stadtgründung ein Wappen besaß, ist unbekannt. In der sogenannten Arnsberger Sammlung aus dem Jahre 1700 befindet sich eine farbige Zeichnung mit dem Stadtwappen von Schmallenberg. Die bindende Festsetzung des heutigen Stadtwappens (in unveränderter Form von 1335) erfolgte durch einen Beschluss der Stadtverordneten im Jahre 1909.

Schmallenberg unterhält Städtepartnerschaften mit dem französischen Wimereux (seit 1972) und mit dem englischen Burgess Hill (seit 1988).

Die Stadt Schmallenberg hat kein festes Theater. Im Stadtgebiet gibt es vier Theatervereine, eine Theatergruppe und eine Musicalgruppe für Kinder.

Unter den neun Museen ist das 2.200 m² große Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen hervorzuheben. In dem Museum befindet sich die Abteilungen Schiefer, Tier- und Pflanzenwelt, Textilverarbeitung, Volkskunde, Druckwerkstatt und Kunst. Seit 1984 ist dort eine Dauerausstellung unter dem Titel „Hexen-Gerichtsbarkeit im kurkölnischen Sauerland“ untergebracht. Es werden das Ausmaß der Hexenprozesse im Sauerland dokumentiert und verschiedene Folterwerkzeuge gezeigt.

In der Besteckfabrik Hesse in Fleckenberg ist ein Technisches Museum untergebracht. Die Besteckfabrik wurde 1990 mit ihrer fast vollständig erhaltenen Inneneinrichtung unter Denkmalschutz gestellt. Im Gerichtsmuseum, das sich im Amtsgericht in Bad Fredeburg befindet, erhält der Besucher Einblicke in die Geschichte der Rechtsprechung. Das Klostermuseum im Kloster Grafschaft zeigt neben wechselnden Sonderausstellungen sakrale Objekte aus verschiedenen Jahrhunderten zur Kunst und Geschichte des Klosters.

Weitere Museen sind das Erlebnismuseum in Bödefeld, die SGV Heimatstube in Nordenau, ein Museumshof (Schultenhof) in Winkhausen, ein kleines Waldarbeitermuseum in Latrop und das Kunsthaus Alte Mühle in der Kernstadt.

In Schmallenberg gibt es 47 Musik- und Gesangvereine. Davon sechs Tambourcorps, fünf Musikvereine, drei Jugendblasorchester, zwei Jagdhornbläsercorps, einen Spielmannszug, eine Kur- und Knappenkapelle, ein Blasorchester, eine Mandolinen-Gitarren-Akkordeongruppe, eine Stadtkapelle, fünfzehn Männer- und sechs Frauenchöre, einen Kammer- sowie einen Kinder- und Jugendchorchor. Des Weiteren gibt es im Schmallenberger Raum eine eigene Blues- und Rockmusikszene..

Ein mehrtägiges Straßenfest mit Musik und anderen Veranstaltungen, das alle zwei Jahre Ende August in Schmallenberg stattfindet, ist die Schmallenberger Woche. In 21 Ortschaften finden jährlich Schützenfeste statt. Sitzungskarneval wird ebenfalls in mehreren Ortsteilen gefeiert. Einen Karnevalsumzug gibt es nur in Niederberndorf. Bödefeld delikat ist ein kulinarisches Straßenfest, das jährlich seit dem Jahr 1992 in Bödefeld stattfindet. Seit 1985 veranstaltet die Werbegemeinschaft Schmallenberg rund um die St. Alexander Kirche den größten Schmallenberger Weihnachtsmarkt. Nikolaus- und Weihnachtsmärkte gibt es auch in anderen Ortsteilen.

Der Raum Schmallenberg gehört zu den 29 landesbedeutsamen Kulturlandschaftsbereichen in Nordrhein-Westfalen. In der Stadt gibt es 175 Baudenkmäler, 7 Bodendenkmäler und 3 bewegliche Denkmäler. Die Liste der Denkmale der Stadt Schmallenberg listet alle Baudenkmale mit einer kurzen Beschreibung.

Im historischen Stadtkern von Schmallenberg werden regelmäßig Stadtführungen angeboten. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehört das Kloster Grafschaft. Das Kloster war von 1072 bis zur Säkularisation 1804 eine Benediktinerabtei. Vom 19. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht monastisch genutzt, beherbergt die Anlage seit 1948 Borromäerinnen.

Der benachbarte Wilzenberg war eine heidnische Kultstätte unbestimmter Datierung. Neben den als Bodendenkmal eingestuften Resten einer Wallburg (Ringwälle) befinden sich hier eine Wallfahrtskapelle aus dem Jahr 1633, der 17 m hohe eiserne Wilzenbergturm aus dem Jahre 1891 und ein hohes Gipfelkreuz.

Die Ruine der Burg Rappelstein liegt auf einem Felsen, dem so genannten Rappelstein, im Ortszentrum von Nordenau. Die Burg Rappelstein, deren ursprünglicher Name Burg Norderna war, wurde von den Edelherren von Grafschaft an der alten Heidenstraße Köln – Kassel um 1200 erbaut.

In Berghausen und Wormbach befinden sich Romanische Kirchen. Die St. Cyriakus Kirche im Berghausen wurde um 1220 errichtet. Die Kirche St. Peter und Paul in Wormbach stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die in der europäischen Kirchenmalerei seltenen Darstellung der 12 Tierkreiszeichen im Mittelschiff der Kirche und die Orgel aus dem 15. Jahrhundert sind besonders sehenswert.

Der Waldskulpturenweg Wittgenstein−Sauerland ist ein 22 km langer Wander- und Skulpturenweg zwischen Schmallenberg und Bad Berleburg. Der Weg wurde im Jahr 2000 eröffnet und wird von der Kunststiftung NRW unterstützt.

Darüber hinaus haben viele Dörfer im Stadtgebiet an dem Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen, von denen zahlreiche Dörfer auch Auszeichnungen erlangten. Neun Dörfer erhielten in den vergangenen Jahren die höchste Auszeichnung „Bundesgold“. Dies ist ein bundesweit einmaliger Rekord. Diese neun Bundesgolddörfer sind: Fleckenberg, Grafschaft, Holthausen, Kirchrarbach, Latrop, Niedersorpe, Oberhenneborn, Oberkirchen und Westfeld.

In Westfeld befindet sich das Nordiczentrum NRW und das Skilanglaufzentrum Hochsauerland. Der Landesleistungsstützpunktes Biathlon NRW befindet sich an der Biathlon-Anlage in Jagdhaus. In Gleidorf finden auf einer speziellen Autocross-Strecke einmal im Jahr Autocross-Veranstaltungen statt.

Im Jahr 2004 wurden auf der Strecke der Lauf zur Deutschen Autocross-Meisterschaft (DMSB) und der Meisterschaftslauf des Deutschen Rallyecross-Verbandes (DRCV) ausgetragen. Der FIS Rollerski Weltcup fand in der Zeit vom 15. bis 17. August 2008 in Schmallenberg statt. Bad Fredeburg war am 4. September 2008 offizieller 6. Radsport-Etappenort der 10. Deutschland Tour.

Auf Schmallenberger Stadtgebiet befinden sich ein Hochseilklettergarten, elf Skilifte, neun Turnhallen, zwei Golf-, neunzehn Sport- und zwanzig Tennisplätze sowie diverse Reitmöglichkeiten. Ferner gibt es 130 km gespurte Loipe (Rothaarsteigloipe), ca. 2.500 km gekennzeichnete Wanderwege (u. a. Rothaarsteig) sowie den Waldskulpturenweg (Sauerland-Wittgenstein).

In Schmallenberg sind 53 Sportvereine gemeldet, die unter anderem Angeln, Badminton, Bogensport, Fallschirmspringen, Flugsport, Fußball, Golf, Handball, Kampfsportarten, Kanu fahren, Motorsport bzw. Motocross, Radsport, Reiten, Schießen, Schwimmen, Tennis, Turnen und Wandern anbieten.

Im Stadtgebiet werden diverse Sauerländer Spezialitäten wie Pumpernickelpfannekuchen, Bärlauchsuppe, Sauerländer Frühlingstopf oder die Potthucke, ein mit Mettwurst gefüllter Kartoffelauflauf, angeboten. Allgemein gelten deftige Speisen wie Bockwurst und Pumpernickel als typisch sauerländisch. Darüber hinaus werden typischen Gerichte des alten Bauernlandes wie „Himmel und Erde“ oder „Pillekuchen“ serviert. Bei Wanderungen wird der „Holzhauerkaffee“ teilweise noch in rußgeschwärzten Kesseln empfohlen. Die überregional bekannte Schmallenberger Küche bietet auch feinere Spezialitäten wie Bachforelle, Rehrücken mit Pumpernickelsauce, Schmallenberger Poulardenbrust oder Hirschkalbsteak an.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts war im Raum Schmallenberg Niederdeutsch als Umgangssprache weit verbreitet. Das Schmallenberger oder Schmallmereger Platt bzw. Groskoper Platt ist eine Variante des Sauerländer Platt mit spezifischer Aussprache und ausgeprägtem eigenen Wortschatz. Typisch für dieses Platt ist die starke Rolle des "a" und seines Umlautes "ä" (z.B. "läpen" für laufen statt läupen). Charakteristisch sind ebenfalls, anstatt der "iu"-Laute, die fast unaussprechbaren "öü"-Laute (beispielsweise "Höüs" für Haus). Unter dem Einfluss des Hochdeutschen hat die Bedeutung dieses Dialekts bis heute rapide abgenommen. Als alltägliche Umgangssprache hat das Platt heute keine Bedeutung mehr.

Traditionell ist Schmallenberg seit dem 19. Jahrhundert Zentrum der Sauerländer Textilindustrie (größtes Unternehmen: Falke-Gruppe). Da die Entwicklung der Textilindustrie jedoch rückläufig ist, dominieren mittelständische Unternehmen. Diese sind vor allem in Industrie und Handwerk angesiedelt. Zu den bedeutenden Schmallenberger Unternehmen gehören die Firmen Audiotec Fischer GmbH (Car-Hifi: Brax / Helix) und Burgbad AG (Badmöbelhersteller mit Sitz in Bad Fredeburg) sowie die Firma Feldhaus (Bauunternehmen). Auf Grund der waldreichen Lage kommt der Holzwirtschaft eine wichtige Bedeutung zu. In Bad Fredeburg existiert etwa ein Holzgewerbepark, der kleinen und mittleren Unternehmen Gewerbefläche bietet. Einen großen Anteil am Dienstleistungssektor haben aufgrund der landschaftlich reizvollen Lage und der Wintersportmöglichkeiten Gastronomie und Fremdenverkehr.

Im Jahr 2002 gab es 7924 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Davon waren 2218 im verarbeitenden Gewerbe, 1840 in privaten Dienstleistungsberufen und 1188 im Baugewerbe angesiedelt.

Im Stadtgebiet Schmallenberg werden rund 6.300 Betten in 400 Ferienwohnungen, 200 Pensionen, 65 Gasthöfen, 30 Hotels (davon 16 mit eigenem Schwimmbad) und einer Jugendherberge bereitgehalten.

Vier staatlich anerkannte Kurorte gibt es im Stadtgebiet: Bad Fredeburg, das einzige Kneippheilbad im Hochsauerlandkreis, ist ein staatlich anerkannter Kneippkurort. Grafschaft ist ein anerkannter Heilklimatischer Kurort. Die Schmallenberger Kernstadt und Nordenau sind staatlich anerkannte Luftkurorte.

Das Stadtgebiet wird insgesamt von 34 km Bundesstraßen, 62 km Landesstraßen, 73 km Kreisstraßen und 248 km Gemeindestraßen erschlossen.

Die beiden Bundesstraßen in Schmallenberg sind die B 236 und die B 511. Die B 236 führt von Lennestadt über Lenne, Schmallenberg, Gleidorf und Oberkirchen nach Winterberg. Sie verläuft zu einem großen Teil durch das Lennetal. Der historische Stadtkern Schmallenbergs, durch den die B 236 zuvor führte, ist seit dem Jahr 1997 untertunnelt (Tunnellänge 235 m). Die B 511 verbindet die Orte Gleidorf an der B 236 und Bremke an der B 55. Sie verläuft durch Bad Fredeburg und Dorlar.

Die nächsten Autobahnanschlussstellen befinden sich in Olpe an der A 4/A 45 und in Meschede an der A 46.

Von 1888 bis 1994 war Schmallenberg an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der regelmäßige Personenverkehr zwischen Altenhundem und Wenholthausen, mit Halt in Lenne, Fleckenberg, Schmallenberg, Gleidorf, Fredeburg und Heiminghausen, wurde am 28. Mai 1964 eingestellt. Der Streckenabschnitt Altenhundem–Schmallenberg wurde 1967 abgebaut. Die Verbindung von Schmallenberg nach Wennemen an der Oberen Ruhrtalbahn blieb noch bis zum 30. Dezember 1994 als Güterverkehrsstrecke bestehen. Auf dem Bahndamm zwischen Schmallenberg und Eslohe-Bremke befindet sich seit 2006 ein Radweg, der so genannte Sauerlandring.

Buslinien führen von Schmallenberg unter anderem nach Altenhundem, Eslohe, Meschede und Winterberg. Dabei wird ein Großteil der Linien von der Busverkehr Ruhr-Sieg GmbH (BRS) betrieben. In Schmallenberg gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL).

Der Busverkehr ist am Wochenende und in kleineren Orten teilweise stark eingeschränkt. Deshalb betreibt seit dem 2. November 2004 ein Verein mehrere Bürgerbus-Linien im Stadtgebiet. Der Bürgerbus wird in Gebieten eingesetzt, in denen keine Buslinie verkehrt oder nur ein eingeschränkter Busverkehr vorhanden ist. Bedient werden unter anderem die Ortschaften Wormbach, Felbecke, Dorlar, Berghausen, Bad Fredeburg und Kirchilpe.

Der als Sonderlandeplatz klassifizierte Flugplatz Schmallenberg-Rennefeld aus dem Jahr 1954 befindet sich zwischen Schmallenberg und Werpe. Der nächste Verkehrsflughafen ist der Siegerlandflughafen.

Die wichtigsten Tageszeitungen Schmallenbergs sind die Westfalenpost und die Westfälische Rundschau. Die Zeitungen, die beide zur WAZ-Gruppe gehören, unterhalten jeweils ein Redaktionsbüro und eine gemeinsame Geschäftsstelle in Meschede. Die Westfalenpost besitzt außerdem eine weitere Redaktion direkt in Schmallenberg. Darüber hinaus erscheint mittwochs und sonntags der kostenlose „Sauerlandkurier“, dessen Lokalredaktion und -geschäftsstelle sich ebenfalls in der Kernstadt befindet.

Der gesamte Hochsauerlandkreis ist Sendegebiet von Radio Sauerland, eines lokalen Radiosenders, der im Schmallenberger Sauerland sowie in der Gemeinde Eslohe (Sauerland) über die Antennenfrequenz 89,1 MHz empfangen werden kann. Das für Schmallenberg zuständige Fernseh- und Hörfunkstudio des Westdeutschen Rundfunks ist das WDR-Studio Siegen. Ein Regionalbüro des Senders befindet sich in Arnsberg.

Das Amtsgericht Schmallenberg und die Polizeiwache Schmallenberg befinden sich in Bad Fredeburg. Die Stadtverwaltung (Rathaus), die Stadthalle (Fassungsvermögen 1.500 Sitzplätze oder 2.500 Stehplätze), die Agentur für Arbeit, die Post und die für den Fremdenverkehr zuständige Kur- und Freizeit GmbH Schmallenberg befinden sich in Schmallenberg.

Mit dem Sauerlandbad in Bad Fredeburg, dem Wellenfreibad in Schmallenberg sowie dem Hallenbad in Bödefeld gibt es in Schmallenberg drei öffentliche Schwimmbäder.

Neben einem Krankenhaus und zwei Fachkliniken in Bad Fredeburg gibt es in Holthausen noch eine Jugendklinik. Das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, eine Lungenfachklinik, befindet sich in Grafschaft.

Das Martinswerk Dorlar ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Diakonischen Werk. Es entstand ab 1932 aus einem evangelischen Jugendheim in Dorlar. Dieses Jugendheim, der „Martinshof“, wurde von seinem Gründer Pastor Friedel Birker nach Ende des Zweiten Weltkrieges weiter auf- und ausgebaut.

1951 wurde die Kirche „St. Petri“ eingeweiht. Im selben Jahr entstand der „Heidhof“. Es folgten die Errichtung des Kinder- und Erholungsheimes „La Fontanella“ in San Nazzaro/Tessin (1953), des „Martin-Luther-Hauses“ (1954), der Wohnheime „Maria-Martha-Haus“ (1954) und „St. Michaelshaardt“ (1964) sowie des Personalwohnhauses „Haus Hedwig“ (1968). 1969 begann die Planung des 1972 fertiggestellten Kinderdorfes. 1985 eröffnete die „Martinsschule“, 1989 „Haus Twismecke“. 1998 wurden die Häuser in Berghausen und Gleidorf erworben.

Auslandsmaßnahmen wurden 1997 auf Island begonnen und anschließend in Schottland, auf Korsika (2000) und in Rumänien (2001) fortgesetzt.

Das Sozialwerk St. Georg ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen, das in Nordrhein-Westfalen Hilfen für Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung bereitstellt. In Schmallenberg befindet sich der Hauptsitz des Sozialwerk St. Georg Westfalen-Süd gGmbH und die Hauptverwaltung des Sozialwerks St. Georg Bauen und Wohnen GmbH sowie das Internat Bad Fredeburg. Darüber hinaus betreibt das Sozialwerk eine Kontakt- und Beratungsstelle für ambulantes Wohnen sowie die Tagesstätte für Begegnung und Arbeit (Tabea).

Die Stadt Schmallenberg hat zehn Grundschulen (in Berghausen, Bödefeld, Dorlar, Felbecke, Fleckenberg, Bad Fredeburg, Gleidorf, Kirchrarbach, Oberkirchen, Schmallenberg-Kernstadt), eine Hauptschule (Stammschule in Schmallenberg und Teilstandort Bad Fredeburg), eine Realschule (in Bad Fredeburg), ein Gymnasium (in Schmallenberg-Kernstadt) und zwei Förderschulen (in Schmallenberg-Kernstadt und Dorlar). In den 50er Jahren wurde in der Kernstadt eine Berufsschule gebaut und die Bauernhochschule des Deutschen Bauernverbandes in der Akademie Bad Fredeburg eingerichtet. Beide Schulen verlegte man in den 60er Jahren an andere Standorte.

Schmallenberg ist seit 1959 Sitz des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME). Dieses wird wegen der dort in der Vergangenheit durchgeführten Versuche an Ratten von den Einheimischen auch scherzhaft „Rattenburg“ genannt. Das Institut ist in dem Bereich Angewandte Ökologie tätig. Die Kompetenzen des IME liegen bei der Umweltchemie, Umweltsimulation, Umwelt- und Lebensmittelanalytik, Cryobanking, Ökologie und Ökotoxikologie, Mathematische Modellierung sowie Risikobewertung und -kommunikation. Durch Projektbearbeitung im Auftrag von Behörden und entsprechende Beratungstätigkeit übt das Institut einen maßgeblichen Einfluss auf umweltpolitische Entscheidungen aus.

Zur Würdigung von Verdiensten, die sich Personen um das Wohl und das Ansehen der Stadt Schmallenberg erworben haben, stiftet der Rat den Ehrenring und die Verdienstmedaille der Stadt Schmallenberg. Den ersten Ehrenring für die Stadt hat der Künstler Friedrich Becker geschaffen.

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Menkhausen (Schmallenberg)

Menkhausen (Schmallenberg) (Schmallenberg)

Menkhausen ist ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg in Nordrhein-Westfalen.

Das Dorf liegt rund 8 km nordwestlich von Schmallenberg am Fuße des 425 m hohen Drasenbergs in einer Höhe von rund 330 m über NN. Durch den Ort fließt die Wenne. In Menkhausen wohnen 111 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2007).

Angrenzende Orte sind Niederberndorf, Landenbeckerbruch, Niederlandenbeck, Dorlar und Grimminghausen.

1202 überträgt Graf Gottfried II. von Arnsberg an das Kloster Wedinghausen den Hof zu Herdringen und anderen Gütern. Zeuge dieser Übertragung war ein Alexander von Menkhausen und sein Bruder Albertus.

Der Dorls Hof zu Menkhausen ist im 14. und 15. Jahrhundert Sitz der Freigrafen des Landes Fredeburg. 1536 wurde die steuerpflichtige Menkhausener Bevölkerung im Schatzungsregister namentlich erfasst.

Bis zur kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen gehörte Menkhausen zur Gemeinde Berghausen. Seit dem 1. Januar 1975 ist Menkhausen ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg.

In Menkhausen steht eine katholische Kapelle aus dem Jahr 1667. Sie ist der heiligen Agatha geweiht. Am 1. Oktober 1921 wurde Menkhausen kirchlich der Pfarrei Dorlar angegliedert.

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Silberg (Schmallenberg)

Silberg (Schmallenberg) (Schmallenberg)

Silberg ist ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg in Nordrhein-Westfalen.

Der Ortsteil liegt rund 7 km nordwestlich von Schmallenberg. Angrenzende Orte sind Keppel, Herschede, Arpe und Oberlandenbeck.

Der Koten „Joannes Hardebus“ in Niederberndorf wurde laut dem hessischen Kataster-Register von 1807 an eine Familie Schörmann in Niederberndorf veräußert. Dafür erwarb der Hardebusch den größten Teil der Gerwe´schen Grundstücke am Silberg um sich dort etwa um 1902 anzusiedeln.

Bis zur kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen gehörte Silberg zur Gemeinde Berghausen. Seit dem 1. Januar 1975 ist das Gehöft ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg.

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Source : Wikipedia