Sauerlach

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Geschrieben von tron 15/03/2009 @ 20:12

Tags : sauerlach, bayern, deutschland

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Sauerlach

Wappen der Gemeinde Sauerlach

Sauerlach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München, etwa 20 km südlich von München.

Sauerlach liegt in der Münchner Schotterebene an der südlichen Grenze des Landkreis München. Im Süden grenzt es an Otterfing (Landkreis Miesbach), weitere Nachbargemeinden sind Brunnthal, Oberhaching (beide Landkreis München) und Egling (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen).

Die Gemeinde Sauerlach ist flächenmäßig die größte im Landkreis München.

Am 5. April 1978 genehmigte die Regierung von Oberbayern für die Gemeinde Sauerlach ein Wappen, das auf den Ortsnamen und die Lage im Eichenwald Bezug nimmt.

Wappenbeschreibung "In Silber auf blauem Wellenschildfuß ein schwarzer Eberkopf mit goldenen Hauern, darüber zwischen zwei grünen Eichenblättern eine grüne Eichel". Der frühere Name von Sauerlach war "Sulagaloh" = sumpfige Lohe. Dort gab es Wasser, Wildschweine und Eichenwald, die drei Elemente des Sauerlacher Wappens.

Die Gemeinde Sauerlach wurde erstmals etwa 800 n. Chr. urkundlich erwähnt, dort noch unter dem Namen "Sulagaloh". Die Gegend, in der die römische Salzstraße von Augsburg nach Salzburg verlief, wurde um 500 n. Christus durch Bajuwaren besiedelt. Doch war die Gegend sogar schon früher bewohnt, was Hügelgräber in Staucharting und Altkirchen (Bronzezeit) sowie eine Keltenschanze beweisen.

In der Ortsmitte von Sauerlach kreuzen sich die Bundesstraße 13 und die Staatsstraße S 2070. Beide führen jeweils zu einer Autobahnanschlußstelle: die B 13 führt durch die Ortsteile Waldsiedlung und Lanzenhaar zur A 995, die S 2070 führt durch das Sauerlacher Gewerbegebiet nach Osten zur A 8. Die Kreisstraße M 11 begrenzt den Ortsteil Lanzenhaar am nördlichen Ende und führt nach Otterloh und Brunnthal.

Mit dem öffentlichen Nahverkehr erreicht man Sauerlach mit der S-Bahn S 5 Richtung Holzkirchen (vormals S 2).

Die einzige evangelische Kirche in Sauerlach ist die Zachäuskirche in Sauerlach. Sie wurde 1963 eingeweiht. Sie gehört zur Kirchengemeinde Holzkirchen und damit seit 1997 zum Dekanat Bad Tölz (davor Dekanat Rosenheim).

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Bundesstraße 13

Bundesstraße 13

Die Bundesstraße 13 (Abkürzung: B 13) ist eine längere Bundesstraße in Bayern. Sie führt von der alten bischöflichen Residenzstadt Würzburg in Unterfranken über die bayerische Metropole München bis an die Ufer des Sylvensteinsees in den Alpen, nahe der Grenze zu Österreich.

Die nördliche Teilstrecke zwischen Ansbach und Würzburg wurde in den Jahren 1766 bis 1773 zu einer befestigten Chaussee ausgebaut.

Auch der südliche Streckenabschnitt zwischen München und Holzkirchen (Oberbayern) wurde bereits 1790 als Teil der Landstraße von München nach Miesbach fertiggestellt.

Die 1932 eingeführte Reichsstraße 13 führte von München aus jedoch nicht nach Bad Tölz, sondern über Bad Aibling und Rosenheim bis Kiefersfelden am Inn. Diese Reichsstraße wurde am 6. Januar 1936 durch die neu eröffnete Reichsautobahn München–Rosenheim ersetzt. Erst in den 1970er Jahren wurde die Straße von München über Bad Tölz zum Sylvenstein-See zur Bundesstraße erhoben.

Die B 13 war früher die Verbindungsachse zwischen Würzburg und München. Durch den Bau der Bundesautobahn 3 hat die B 13 diese großräumige Verbindungsfunktion verloren.

Die Bundesstraße 13 beginnt an der Bundesstraße 19 am Rande der Innenstadt der durch prachtvolle Barockbauten bekannten unterfränkischen Bezirkshauptstadt Würzburg (Weltkulturerbe) als Randersackerer Straße. Den Main entlang führt die Straße unter dem Namen Bocksbeutel-Ferienstraße bis Ochsenfurt (17 km), wo sie den Main überquert und in südlicher Richtung von ihm weg führt. Hinter Ochsenfurt befindet sich auf einer Verkehrsinsel die Mautpyramide. Nach reizvoller Fahrt durch fränkisches Kernland und den Naturpark Frankenhöhe erreicht die Bundesstraße 13 nach 81 Kilometern Ansbach, Hauptstadt des Regierungsbezirks Mittelfranken.

In Gunzenhausen (116 km) trifft die Straße auf die landschaftlich reizvolle Altmühl und verläuft unweit des Altmühltals in die kleine alte Stadt Weißenburg in Bayern (136 km) und weiter in die barocke Domstadt Eichstätt. Nach 187 Kilometern erreicht die Bundesstraße 13 die bayerische Großstadt Ingolstadt und überquert hier die Donau.

Über hauptsächlich landwirtschaftlich genutzte Fläche führt die Straße nun in die Metropole München (267 km), wo sie in die bekannte Leopoldstraße übergeht. Im Innenstadtbereich ist die Bundesstraße 13 als Bundesstraße aufgehoben, nachdem sie den Mittleren Ring überquert hat.

Im Süden verläuft die Straße als Tegernseer Landstraße aus München heraus, jedoch erst ab der Abzweigung des Mittleren Rings in die Chiemgaustraße als eigenständige Bundesstraße. Nach einem kurzen Stück im Stadtbereich geht sie jedoch bereits in die Bundesstraße 13 neu über (beschildert als A 995). An der Ausfahrt Sauerlach zweigt die B 13 wieder ab und wird zur normalen Bundesstraße. Auf landschaftlich zunehmend attraktiverer Strecke führt sie ins Alpenvorland hinauf nach Bad Tölz (319 km).

Ab hier führt sie entlang des Oberlaufs der Isar über Lenggries hoch bis zu den Ufern des Sylvenstein-Stausees in der Nähe der österreichischen Grenze, wo sie an der gebirgigen Bundesstraße 307 endet.

Die Gesamtstreckenlänge der Bundesstraße 13 beträgt 342 Kilometer, die aufgehobene Teilstrecke im Stadtverkehr von München mitgerechnet.

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Egling

Wappen der Gemeinde Egling

Egling ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit den Ortsteilen Attenham, Aufhofen, Deining, Dettenhausen, Egling, Ergertshausen, Endlhausen, Hornstein, Neufahrn, Moosham und Thanning.

Der Ort Egling ist im Jahr 804 erstmals erwähnt worden. Das Kloster Tegernsee besaß die Grundherrschaft im Gemeindegebiet und besetzte die Pfarrei Egling. Das Ortsadelsgeschlecht der Eglinger ist um 1511/15 ausgestorben und ist vom 13. bis zum 15. Jahrhundert in Egling nachweisbar. Egling im heutigen Regierungsbezirk Oberbayern gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Wolfratshausen des Kurfürstentums Bayern und wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Bis zur Gebietsreform in Bayern 1972 gehörte die Gemeinde Egling zum Landkreis Wolfratshausen.

Die Gemeinde Egling in der heutigen Form entstand 1973 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Egling, Ergertshausen, Neufahrn, Moosham und Thanning.

1978 wurden im Zuge der Gebietsreform Deining und Endlhausen eingegliedert.

Insgesamt zählen 33 Orte zur Gemeinde. Dies sind neben den bereits erwähnten: Attenham, Aufhofen, Aumühle, Bullreuth, Dettenhausen, Dürnstein, Eulenschwang, Feldkirchen, Geilertshausen, Goldkofen, Harmating, Hornstein, Neukolbing, Oberegling, Oehnböck, Puppling, Reichertshausen, Riedhof, Sachsenhausen, Schallkofen, Schönberg, Siegertshofen, Sonnenham, Sägmühle, Weihermühle und Wörschhausen.

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter grünem Schildhaupt, darin eine goldene Krone, dreimal wellenförmig gespalten von Silber und Blau.

Egling liegt im Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes und wird von einigen Buslinien bedient. Die nächsten Bahnhöfe der S-Bahn München sind Sauerlach an der Linie S5 sowie Wolfratshausen und Hohenschäftlarn an der S7.

Die nächsten Bundesfernstraßen verlaufen parallel zu den beiden S-Bahn-Strecken: die A 95 und die B 11 parallel zur S7, die A 8 und die B 13 parallel zur S5.

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Brunnthal

Wappen der Gemeinde Brunnthal

Brunnthal ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München. Sie erstreckt sich auf der Münchner Schotterebene südlich der Landeshauptstadt München.

Brunnthal, Kirchstockach mit Neukirchstockach, Waldbrunn und der Gudrunsiedlung, Otterloh sowie Hofolding und Faistenhaar sind die in den Rodungsinseln des Deisenhofener bzw. Hofoldinger Forstes gelegenen Siedlungsschwerpunkte. Weitere Ortsteile sind Englwarting, Portenläng und Riedhausen.

Überregional bekannt ist der Ort durch das im Gemeindegebiet befindliche Autobahnkreuz München-Süd, das früher als „Brunnthal-Dreieck“ bezeichnet wurde.

Für die Gemeinde Brunnthal sind 10 amtlich benannte Gemeindeteile ausgewiesen.

Die Gemeinde Brunnthal gehörte zum Landgericht Wolfratshausen. Der heutige Gemeindeteil Hofolding war Bestandteil der kurfürstlichen Hofmark Grünwald. Brunnthal und Hofolding wurden im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 selbständige politische Gemeinden. Brunnthal ist Verwaltungssitz der im Jahre 1978 zusammengelegten Gemeinden Brunnthal und Hofolding.

Die katholische Pfarrei Brunnthal wurde aus den bisherigen Kuratien Brunnthal und Hofolding-Faistenhaar gebildet. Katholische Kirchen und Kapellen stehen in Brunnthal (Sankt Nikolaus), Hofolding (Heilig Kreuz und Marienkapelle), Faistenhaar (Sankt Peter und Paul) und Kirchstockach (Sankt Georg). Nach dem die Pfarrei Brunnthal bis September 2008 von Pfarrer Stanislaus Dorawa betreut wurde, nimmt Pater Marek Bula OMI diese Aufgabe seit 1. Oktober 2008 war. Der Ortsteil Otterloh wird von der Pfarrei Sauerlach betreut. Die Gemeinde Brunnthal hat keine eigene evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und wird durch die Kreuz-Christi-Kirchengemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn betreut.

Erster Bürgermeister der Gemeinde Brunntahl ist seit 2002 Stefan Kern (CSU). Seit Mai 2008 bekleidet er dieses Amt hauptamtlich.

Beschreibung: In Blau ein silberner Pfahl; vorne ein goldener Bischofsstab, hinten eine aufrechte goldene Hirschstange. Der Pfahl symbolisiert die Römerstraße, die den nördlichen Hofoldinger Forst durchquert (vgl. Wappen von Aying).

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Bioenergiedorf

Ein Bioenergiedorf ist ein regional orientiertes Konzept zur Nutzung regenerativer Energiequellen im ländlichen Raum. Dabei wird Biomasse zur Energiegewinnung genutzt, um den Bedarf eines Ortes an Wärme und Strom möglichst vollständig zu decken.

Die Zielsetzung eines Bioenergiedorfes ist je nach Konzept und Rahmenbedingungen unterschiedlich. In der Regel streben Bioenergiedörfer an, den eigenen Strom- und Wärmebedarf überwiegend oder ausschließlich auf Grundlage von in der Region erzeugter Biomasse zu decken. Dabei wird meist auf eine hohe Effizienz der Energieerzeugung über Kraft-Wärme-Kopplung geachtet. Ein weiteres Ziel ist häufig, dass die Bioenergieanlagen mehrheitlich im Eigentum der Biomasseerzeuger aus Land- und Forstwirtschaft oder der lokalen Energieabnehmer sind.

Aus regional erzeugter Biomasse wird Strom und Wärme gewonnen. Die Wärme wird meist über ein Nahwärmenetz im Ort verteilt und zur Gebäudeheizung und zur Erwärmung von Brauchwasser genutzt. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Zur kombinierten Strom- und Wärmegewinnung kommt in der Regel die Erzeugung von Biogas aus feuchter Biomasse wie Gülle, Gras- oder Maissilage oder Grünschnitt mit anschließender Verbrennung des Biogases in Blockheizkraftwerken zum Einsatz, außerdem die Verbrennung oder Vergasung fester Biomasse wie Holzhackschnitzel oder Stroh. Um den jahreszeitlich stark schwankenden Wärmebedarf zu decken, kommt oft neben einer Anlage zur Versorgung des kontinuierlichen Wärmebedarfs ein zusätzliches mit Biomasseheizwerk zum Einsatz, so das auch bei starkem Wärmebedarf ausreichend Energie bereitgestellt wird.

Das erste Bioenergiedorf in Deutschland ist Jühnde im Landkreis Göttingen. In einem Projekt des Interdisziplinären Zentrums für Nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen konnte das Ziel, den kompletten Energiebedarf durch regenerative Energieträger zu decken, im Januar 2006 erfolgreich umgesetzt werden. Neben der Deckung des Wärmebedarfs der Haushalte erzeugt der Ort doppelt soviel Biostrom, wie er selbst verbraucht.

Es wird geschätzt, dass die teilnehmenden Haushalte in Jühnde nach Abzug der Kosten 750 € pro Jahr an Energiekosten einsparen und das Dorf mit der Energiegewinnung aus Biomasse Einnahmen von über 680.000 Euro pro Jahr erzielt.

Die 4300-Einwohner-Gemeinde Freiamt im Schwarzwald nutzt nahezu das gesamte Spektrum der erneuerbaren Energien zur Selbstversorgung mit Strom und Wärme. Solaranlagen, Wind- und Wassermühlen sowie eine Biogasanlage produzieren im Jahr 14 Mio. kWh Strom, wovon 3  Mio. kWh nicht benötigt und ins Netz eingespeist werden (2006). Rund 150 Sonnenkollektoren werden zur Warmwasserbereitung genutzt. Geheizt wird auch mit Holzhackschnitzel- und -pelletheizungen sowie dem Biogas.

Die 3.764 Einwohner zählende Stadt Güssing gilt als Biomassezentrum Österreichs. Ein Fünftel des Holzaufwuchses im Bezirk Güssing von 100.000 Tonnen pro Jahr wird zur Wärme- und Stromerzeugung verwendet. Der 1990 vom Gemeinderat der Stadt beschlossene 100-prozentige Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung wurde in weniger als 15 Jahren umgesetzt. Die Zahl der durch die Biomassenutzung entstandenen Arbeitsplätze wird auf über 1.000 geschätzt.

Mauenheim, ein Ortsteil von Immendingen im Landkreis Tuttlingen mit rund 400 Einwohnern und 148 Gebäuden, ist als Bioenergiedorf seit 1. November 2006 am Netz. Die Biogasanlage, BHKW und Hackschnitzelheizung wird durch eine Photovoltaikanlage ergänzt. Für die Finanzierung und den Betrieb des Projekts wurde eine Bürgerbeteiligungs-Gesellschaft gegründet. Nach Berechnungen der Betreiber soll durch das Projekt etwa 1900 t CO2 pro Jahr eingespart werden.

In Mertingen in der Nähe des Bodensees (3900 Einwohner) versorgt unter anderem eine Holzhackschnitzel-Heizung (450 kWth) die öffentlichen Einrichtungen.

Die Wärmeversorgung der sächsischen Kleinstadt Ostritz mit 3.000 Einwohnern erfolgt durch ein Biomasse-Kraftwerk, aus dem die Wärme durch Fernwärmeleitungen in die Haushalte geleitet wird. Forstbetriebe, Schreinereien und Sägewerke aus der Umgebung liefern den Rohstoff Holz. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützte den Ausbau mit knapp zwölf Millionen Euro. Neben der Biomasse liefern Windkraft-, Wasserkraft und Solaranlagen Energie. Der Ausbau zur ökologischen Modellstadt hat einige Dauer-Arbeitsplätze geschaffen.

Im Breuberger Stadtteil Rai-Breitenbach (rund 900 Einwohner) im Odenwald versorgt eine Betreiber-Genossenschaft seit August 2008 über ein Nahwärmenetz Abnehmer im Dorf mit biogen erzeugter Wärme. Das Wärmekonzept umfasst ein Biomasse-Heizkraftwerk mit Holzhackschnitzelkessel in Kombination mit einem Holzvergasungs-Blockheizkraftwerk. Die Spitzenlast soll über einen Ölheizkessel mit Pflanzenöl abgedeckt werden.

Über ein 19 Kilometer langes Wärmenetz deckt ein gemeindeeigenes Hackschnitzel-Heizkraftwerk etwa 60% des Wärmebedarfs im Ort Sauerlach (Stand: Januar 2007). Neben fast allen öffentlichen Gebäuden sind etwa 300 Privatkunden an das Wärmenetz angeschlossen. Die Stromerzeugung des Heizkraftwerks nutzt ORC-Technik (Organic Rankine Cycle), die Stromerzeugung auch bei relativ niedrigen Prozesstemperaturen erlaubt.

Wolpertshausen bei Schwäbisch Hall mit 1800 Einwohnern wird zu 50 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt (2006). Das Ökologische Wohngebiet Wolpertshausen wird komplett über Nahwärme bzw. eine Biogas-Gemeinschaftsanlage versorgt (Inbetriebnahme: 1996).

Oberrosphe (ca. 800 Einwohner) Im Oktober 2008 hat die Bioenergiedorf Oberrosphe eG. eine Heizwerk mit Holzhackschnitzelofen in Betrieb genommen. Die Hälfte der Haushalte wird seit dem über das 7,0 km lange Netz mit Wärme versorgt. Zusätzlich wird Solarstrom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. .

Unterstützt durch das Projekt "Energievision Frankenwald" hat sich Effelter vorgenommen das erste Bioenergiedorf in Oberfranken zu werden. Mit seinen knapp 300 Einwohnern erfüllt es neben dem örtlichen Traditionshandwerk der Forstwirtschaft optimale Bedingungen für ein Bioenergiedorf.

Nach dem Vorbild des erstem deutschen Bioenergiedorfs Jühnde sollen im Raum Göttingen weitere Bioenergiedörfer entstehen. Seit Mitte 2007 werden für sieben Dörfer im Landkreis Göttingen Machbarkeitsstudien erarbeitet.

Die Ortsgemeinde Martinshöhe (etwa 1700 Einwohner) in der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau, in der Westpfalz gelegen, trägt sich mit dem Gedanken, Bioenergiedorf zu werden. Die im Februar vorgelegte Machbarkeitsstudie wies die Wirtschaftlichkeit des Projektes bei einem Anschluss von 70 v.H. aller Gebäude nach. Vorgesehen ist der Bau einer Biogasanlage (250 KW) zur Abdeckung der Grundlast und der Bau einer Holzhackschnitzelfeuerungsanlage mit Spitzenlastkessel. Der Gesamtwärmebedarf beträgt 5 MW.

Die Ortsgemeinde Grimburg wird das erste Bioenergiedorf in Rheinland-Pfalz. Mit Hilfe des Investors Pfalzwerke AG wird im Rahmen des 4 Millionen Euro Projekts den 180 Haushalten in Grimburg die Möglichkeit gegeben, ihre Wärmeversorgung über ein Nahwärmenetz zu decken, das durch das Blockheizkraftwerk einer Biogasanlage versorgt wird. Zum Einsatz kommen ausschließlich Nachwachsende Rohstoffe.

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Source : Wikipedia