Sangerhausen

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Geschrieben von goldorak 29/04/2009 @ 18:12

Tags : sangerhausen, sachsen-anhalt, deutschland

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Eine Weltmeisterin und tolle Stimmung - Mitteldeutsche Zeitung
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117 Teilnehmer am Wochenende beim «Großen Preis des Hagebau» dabei - Mitteldeutsche Zeitung
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Kreiseigener Müllabfuhr in Sangerhausen droht Insolvenz - Europaticker
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Ab nächster Woche fallen Züge nach Eisleben und Sangerhausen aus - Halleforum
August kommt es auf den Streckenabschnitten Lutherstadt Eisleben–Sangerhausen und zusätzlich an den Wochenenden zwischen Sangerhausen und Halle (Saale) zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr. Dabei sollten Reisen beachten, dass die Ersatzbusse...
Rosenfestwochen in Sangerhausen - Super Sonntag
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Kreistag soll nächste Woche entscheiden - Mitteldeutsche Zeitung
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Sangerhausen

Wappen der Stadt Sangerhausen

Sangerhausen ist eine Stadt im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Sie liegt im Südwesten des Bundeslandes an der Grenze zu Thüringen und ist die Kreisstadt des Landkreises Mansfeld-Südharz.

Zwischen Magdeburg und Erfurt, zwischen Göttingen und Halle an der Saale, im Herzen Mitteldeutschlands liegt Sangerhausen. Sangerhausen liegt am östlichen Rand der Goldenen Aue, einem fruchtbaren Tal zwischen Harz und Kyffhäuser, das von dem Fluss Helme durchflossen wird. Durch die Stadt selbst fließt der Fluss Gonna.

Pfeiffersheim bei Sangerhausen wird nicht mehr als Ortsteil geführt, sondern ist eine Straßenbezeichnung in der Stadt Sangerhausen.

Westlich von Sangerhausen liegt die Wüstung Kieselhausen.

Sangerhausen ist vermutlich eine fränkische Gründung. In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Sangerhausen als zehntpflichtiger Ort Sangerhus im Friesenfeld genannt. 991 gehörte das Dorf zum Kloster Memleben, 1194 wurde ihm das Stadtrecht verliehen. 1263 erhielt die nunmehrige Stadt eine Stadtmauer und 1485 fiel sie an die albertinische Linie der Wettiner. Wichtiger Wirtschaftszweig war seit dem Mittelalter der Silber- und Kupfer-Bergbau. Da sich viele Bürger von Sangerhausen 1525 am Bauernkrieg beteiligten, wurde die Stadt mit 5.000 Gulden und sieben Hinrichtungen bestraft. Erst nach dem Tod Herzog Georgs des Bärtigen setzte sich 1539 die Reformation durch. Bis zum 19. Jahrhundert ging der Bergbau allmählich zurück.

1815 wurde Sangerhausen preußisch. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolgte am 10. Juli 1866 durch die Halle-Kasseler Eisenbahn. 1880 kam noch die Bahnstrecke nach Erfurt hinzu. Die Industrialisierung führte zur Ansiedlung von Fabriken, die Feilen, Fahrräder, Malz, Klaviere, Maschinen, Möbel und Zucker herstellten. Bereits während des Zweiten Weltkriegs wurden Sondierungen zur Wiederaufnahme der Bergbaus vorgenommen. 1951 begann mit dem VEB Thomas-Müntzer-Schacht wieder die Förderung von Kupfererz, die jedoch nach der Wiedervereinigung eingestellt werden musste, da die Gestehungskosten den Weltmarktpreis um mehr als das Zehnfache übertrafen. Zeuge des einstigen Bergbaus sind der Museumsschacht Wettelrode und die riesige Abraumhalde (Schachthalde genannt) im Norden der Stadt.

Während der Friedlichen Revolution 1989/90 wurde ein Runder Tisch gebildet und es kam zu Demonstrationen mit bis zu 25.000 Teilnehmern.

Am 1. Oktober 2005 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Sangerhausen aufgelöst, und die Orte Gonna, Grillenberg, Horla, Lengefeld, Morungen, Oberröblingen, Obersdorf, Rotha und Wettelrode sowie die Gemeinden Breitenbach, Großleinungen und Wolfsberg aus der Verwaltungsgemeinschaft Roßla-Südharz wurden in die Stadt Sangerhausen eingemeindet. Am 1. Dezember 2005 folgte die Gemeinde Riestedt aus der Verwaltungsgemeinschaft Allstedt-Kaltenborn und am 1. Januar 2008 wurde die Gemeinde Wippra aus der Verwaltungsgemeinschaft Wipper-Eine nach Sangerhausen eingemeindet.

Der auf fünf Jahre gewählte Stadtrat setzt sich aus 36 Mitgliedern und dem Oberbürgermeister (Fritz-Dieter Kupfernagel, Die Linke.) zusammen. Vorsitzender des Stadtrates ist Dankward Vollmer (CDU). Die aktuelle Legislaturperiode dauert vom 1. Juli 2004 bis zum 30. Juni 2009.

Die Farben der Stadt sind Blau/Silber (Weiß).

Sangerhausen unterhält Städtepartnerschaften mit dem hessischen Baunatal, der slowakischen Stadt Trnava sowie mit dem polnischen Zabrze.

In der Stadt liegen drei mittelalterliche Kirchen: die Marktkirche St. Jakobi, St. Ulrici (eine im Kern romanische Pfeilerbasilika) und die Marienkirche. Auch einige Profanbauten wie das Alte Schloss (nur noch Reste), das Neue Schloss oder das Rathaus stammen noch aus dem Mittelalter. Sehenswert ist des weiteren der mittelalterliche Stadtkern mit seinen Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance.

Seit 1907 gibt es eine Neuapostolische Kirche. Die neugotische, katholische Herz-Jesu-Kirche wurde 1894 geweiht.

In Sangerhausen befindet sich seit 1903 das Europa-Rosarium mit der größten Rosensammlung der Welt. Es gehört zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt. Im Spengler-Museum befindet sich das vollständige Skelett eines Alt-Mammuts.

Bedeutende Sportvereine der Stadt sind der VfB Sangerhausen und der ASV 1902 Sangerhausen. Auch im Radball hat Sangerhausen einiges zu bieten. 2005 wurden Mike und Steve Pfaffenberger (RSV Sangerhausen) Weltmeister im Zweier Radball.

Die Region um Sangerhausen zählt zu den wirtschaftsschwächsten in Deutschland. Mit dem Bergbau fiel nach 1990 der Haupterwerbszweig der Gegend weg. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote etwa bei 20%. Dennoch konnten einige Traditionsbetriebe wie die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke bestehen bleiben und sich am Markt behaupten.

Durch Sangerhausen führte die im Jahre 2007 im Bereich von Sangerhausen zur Landesstraße herabgestufte Bundesstraße 80 von Halle nach Nordhausen. Auf einer Ortsumgehung verläuft zusätzlich die Bundesstraße 86 von Erfurt nach Hettstedt. Weitere Straßen verbinden die Stadt mit Bad Frankenhausen im Südwesten, Oberröblingen im Süden (alte B86), Othal im Osten, Wippra im Norden sowie Lengefeld und Wettelrode im Nordwesten.

Südlich der Stadt verläuft die Bundesautobahn 38 (Leipzig/Halle–Göttingen/Kassel). Am Dreieck „Südharz“ bei Sangerhausen beginnt die Bundesautobahn 71 nach Erfurt (Fertigstellung 2010). An der A38 befinden sich die Anschlussstellen Sangerhausen-West (15) und Sangerhausen-Süd (16).

In Sangerhausen kreuzen sich die Eisenbahnlinien Halle–Kassel und Magdeburg–Erfurt mit jeweils durchgehenden Verbindungen alle zwei Stunden. Mit dem sogenannten Kupferexpress bestehen darüber hinaus stündliche Verbindungen nach Halle und Nordhausen.

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Verwaltungsgemeinschaft Sangerhausen

Die Verwaltungsgemeinschaft Sangerhausen war eine Verwaltungseinheit im gleichnamigen Landkreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland), in der zuletzt zehn Gemeinden zur Erledigung der Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen waren. Zur VG Sangerhausen, die aus der gleichnamigen Stadt und der Gemeinde Oberröblingen bestand, kamen am 1. Januar 2005 die Gemeinden Gonna, Grillenberg, Horla, Lengefeld, Morungen, Obersdorf, Rotha und Wettelrode aus der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Südharz hinzu.

Auf 128,49 km² lebten 28.785 Einwohner (31. Dezember 2004), was einer Bevölkerungsdichte von 224 Einwohnern je km² entsprach.

Mit der Eingemeindung der neun Landgemeinden in die Stadt Sangerhausen zum 1. Oktober 2005 wurde die VG Sangerhausen aufgelöst.

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Landkreis Sangerhausen

Lage des Landkreises Sangerhausen in Sachsen-Anhalt

Der Landkreis Sangerhausen war ein Landkreis im Süden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Am 1. Juli 2007 ist er im Rahmen der Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt mit dem Landkreis Mansfelder Land zum neuen Landkreis Mansfeld-Südharz fusioniert. Nachbarkreise waren im Norden die Landkreise Quedlinburg und Mansfelder Land, im Osten der Landkreis Merseburg-Querfurt, im Süden und Westen die thüringischen Landkreise Kyffhäuser und Nordhausen.

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VfB Sangerhausen

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Der VfB 1906 Sangerhausen ist ein über 400 Mitglieder zählender Sportverein aus Sangerhausen. Neben der ältesten und erfolgreichsten Abteilung Fußball gibt es die Bereiche Kegeln, Radball und allgemeiner Freizeitsport.

Der VfB Sangerhausen wurde 1906 gegründet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden auf Grund einer Kontrollratsdirektive sämtliche alten Sportvereine aufgelöst. Mit Entwicklung des Bergbaus und der Produktionsaufnahme am Thomas-Müntzer-Schacht in Sangerhausen wurde 1950 die BSG Aktivist gegründet. Noch im Jahr 1951 benannte man sich in BSG Stahl Sangerhausen um.

Unter dem Namen BSG Mansfeld-Kombinat Sangerhausen erreichte die Mannschaft im Jahr 1980 ihren größten Erfolg. Durch den Gewinn der Bezirksmeisterschaft (Bezirk Halle) spielte die BSG MK Sangerhausen ein Jahr in der zweithöchsten Spielklasse der damaligen DDR, der DDR-Liga (Staffel C). Nachdem man 1984 noch einmal Meister der Bezirksliga wurde, scheiterte die Mannschaft in der zwischenzeitlich eingeführten Aufstiegsrunde zur DDR-Liga am FC Hansa Rostock II, CM Veritas Wittenberge, BFC Dynamo II und am FC Vorwärts Frankfurt.

Nach dem Zusammenbruch der DDR kam auch das Aus für das Mansfeld-Kombinat und damit auch das Ende für die BSG MK Sangerhausen. 1990 wurde der SSV Blau-Weiß 1990 Sangerhausen ins Leben gerufen, der die bestehenden Abteilungen übernahm. 1993 spalteten sich die Fußballabteilung ab, um einen reinen Fußballverein zu gründen. Am 21.Juli 1993 wurde daraufhin der VfB 1906 Sangerhausen neu gegründet.

Nach der Meisterschaft in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt im Jahr 2007 spielte der Verein in der Saison 2007/08 in der Fußball-Oberliga Nordost (Staffel Süd), konnte sich dort aber nicht behaupten und spielt ab 2008 wieder in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt.

Spielort des VfB 1906 Sangerhausen ist das rund 5.000 Zuschauer fassende Friesenstadion, das 1950 eingeweiht wurde. Der Zuschauerrekord liegt bei ca. 5000 Zuschauern, aufgestellt am 31. August 1980 beim ersten DDR-Liga-Punktspiel der Sangerhäuser gegen Chemie Buna Schkopau. Mitte der 1990er Jahre entstand ein neuer Kleinfeldplatz mit Beleuchtung. Das Stadion bekam neue Tribünen und aus dem gefürchteten Hartplatz wurden ein moderner Kunstrasenplatz mit Flutlicht. In den Jahren 2006/07 wurden das neue Sozialgebäude und der Gästeblock fertiggestellt.

Norbert Nachtweih, ehemaliger DDR-Oberliga- und Bundesligaspieler, spielte als Jugendlicher bei Motor Sangerhausen.

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Source : Wikipedia