Salzgitter

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Geschrieben von bishop 23/04/2009 @ 18:09

Tags : salzgitter, niedersachsen, deutschland

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Salzgitter

Wappen der Stadt Salzgitter

Salzgitter wurde 1942 gegründet, liegt im nördlichen Harzvorland, im Südosten des Landes Niedersachsen. Die kreisfreie Stadt ist Sitz der Salzgitter AG und bildet mit den Städten Braunschweig und Wolfsburg eines der neun Oberzentren des Landes. Sie ist weiterhin Bestandteil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.

Mit 103.712 Einwohnern (Stand: Nov. 2008) auf 223,96 km² ist sie eine der flächengrößten Großstädte Deutschlands. Die Einwohnerzahl der Stadt Salzgitter erreichte im Jahre 1942 die für eine Großstadt erforderlichen 100.000. Salzgitter war eine der wenigen neuen Stadtgründungen in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Stadt ist durch einen Stichkanal mit dem Mittellandkanal verbunden. Nahe gelegene Großstädte sind Braunschweig, etwa 23 km nordöstlich, und Hannover, etwa 51 km nordwestlich.

Von 1961 bis 1992 existierte die Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen, welche die Menschenrechtsverletzungen in der DDR dokumentierte. Seit 1997 hat das Bundesamt für Strahlenschutz seinen Hauptsitz in Salzgitter.

Salzgitter liegt in einer breiten lössbedeckten Mulde zwischen dem Oderwald im Osten und den Lichtenbergen (Nordwestteil des Salzgitter-Höhenzugs) im westlichen Teil des Stadtgebiets sowie dem nördlichen Mittelteil des Salzgitter-Höhenzugs im südlichen Stadtgebiet. Die Stadt wird etwa in Nord-Süd-Richtung vom Oberlauf der Fuhse durchflossen.

Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 24 km und in Ost-West-Richtung 19 km. Die höchste Erhebung des Stadtgebiets ist der 275 m hohe Hamberg nordwestlich von Salzgitter-Bad.

Aufgrund der historischen Gründung als industrielle Retortenstadt hat Salzgitter bis heute eine Sonderstellung unter allen deutschen Großstädten: es besitzt keine gewachsene Mitte. Nur Salzgitter-Lebenstedt kann wegen seiner Größe und Lage sowie dem Sitz der Verwaltung eine gewisse Leitungsfunktion für sich beanspruchen, ohne sich über die selbstbewussten anderen Ortschaften hinausheben zu können.

Das Stadtgebiet von Salzgitter besteht aus sieben Ortschaften, die insgesamt 31 Stadtteile haben. Jede Ortschaft hat als Gremium einen von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählten Ortsrat mit einem Ortsbürgermeister.

Mit der Überschrift "Am Anfang war das Erz" könnte sich die Geschichte der Stadt in einem Satz zusammenfassen lassen. Die Wurzeln Salzgitters reichen aber wesentlich weiter zurück, als es das Gründungsjahr 1942 vermuten lässt. Die in der Region lagernden riesigen Eisenerzvorkommen waren aber schon um Christi Geburt bekannt. In sogenannten Rennöfen verhütteten es die Germanen. Bereits vor 50.000 Jahren fand ein „früher Niedersachse“, ein eiszeitlicher Jäger, den Weg nach Salzgitter. Seine sterblichen Reste wurden 1952 entdeckt.

772 bis 804: Die Kriege Karls des Großen gegen die Sachsen. Sie werden gewaltsam zum Christentum bekehrt. In der Folge bilden sich im nördlichen Harzvorland das Bistum Hildesheim und das Herzogtum Braunschweig. Um 1150 erbaute Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, auf dem Lichtenberg eine Burg zum Schutz der Handelsstraße nach Braunschweig. 1154 wird die Burg Gebhardshagen als "hus to dem Haghen" erstmals urkundlich erwähnt. Kaiser Friedrich Barbarossa erobert im Jahr 1180 nach der Ächtung Heinrichs des Löwen die Burg Lichtenberg.

Zu Anfang des 14. Jahrhunderts entstand der heutige Stadtteil Salzgitter-Bad um Solquellen auf der Gemarkung des später aufgegangenen Dorfes Verpstedt. Seinen Namen erhielt die Siedlung vom benachbarten Dorf und heutigen Stadtteil Gitter (erste Nennung 1347 als "up dem solte to Gytere"). Nach 200 Jahren der Salzgewinnung in verschiedenen Salinen erhielten die Bauern auf dem Gebiet des heutigen Salzgitter-Bad um 1350 das Stadtrecht, doch verlor die Stadt diese Rechte beim Übergang vom Hochstift Hildesheim an das Herzogtum Braunschweig Anfang des 16. Jahrhunderts. Nach 1643 gehörte Salzgitter wieder zum Hochstift Hildesheim. Bei dessen Übergang an Preußen 1803 wurden die Stadtrechte wieder bestätigt, doch bereits 1815, als Salzgitter dem Königreich Hannover einverleibt wurde, erneut aberkannt.

Die Salzgitterschen Musikanten, die Klesmer, gehen von 1815 bis 1906 in die Welt. Durch das Erliegen des Spinnens und Webens im gesamten Südhannover geraten die Häuslinge und Handwerker dieses Gebietes in Not. Sie wenden sich der Musik zu und erobern mit ihr die europäischen Staaten, Nord- und Südamerika und Australien. Mit den "Salzgitterschen" Musikanten ziehen Einwohner aus 86 südhannoverschen und braunschweigischen Städten und Dörfern in die Welt.

1830 wurde in Salzgitter ein Solbad eingerichtet. Mit dem Übergang des Königreichs Hannover an Preußen (Provinz Hannover) 1866 wurde Salzgitter eine preußische Kommune, die im Jahre 1929 erneut die Stadtrechte erhielt. Zuvor waren Vorsalz (1926) und Liebenhall (1928) eingemeindet worden. Die Stadt gehörte zum Landkreis Goslar und umfasste neben der Kernstadt Salzgitter auch einige kleine, heute nicht mehr abgrenzbare Siedlungen, zum Beispiel Gittertor. 1936 erfolgte die Eingliederung von Kniestedt.

Ab 1868 sind erste Ansätze für den Industriestandort Salzgitter zu registrieren, als Emil Langen aus Solingen (1824 - 1871) am Gittertor in Salzgitter die "Aktiengesellschaft Eisenwerk Salzgitter" mit vier Hochöfen, Kokereien und Gießhallen errichtet. 1871 verunglückt er tödlich durch eine Hochofenexplosion und 1874 wurde das Unternehmen Opfer des Wiener Börsen- und Bankkrachs.

1892 bis 1893: Restaurierung der Burgruine Lichtenberg und Neubau des Turmes. 1911 wird in Salzgitter-Bad das neue Badehaus erbaut. Herzog Ernst August von Braunschweig verkauft 1920 die Saline an die "Saline Liebenhalle GmbH Hannover". Die Saline verkommt und wird in einzelnen Bauwerken 1934 zwangsversteigert. Der weit über Deutschland bekannte Bohrunternehmer und Pionier der Tiefbohrtechnik, Anton Raky, fand 1922 sein Interesse am Ort und siedelte sich an.

Wegen der großen Eisenerzvorkommen im Gebiet von Salzgitter, die schon 1310 erstmals erwähnt wurden, gründeten die Nationalsozialisten am 15. Juli 1937 die Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“ („Hermann-Göring-Werke"). Der Raum zwischen Goslar, Wolfenbüttel und Braunschweig wurde in dieser Zeit eine der größten Baustellen Europas. Viele landwirtschaftliche Betriebe wurden in das Gebiet von Hannover umgesiedelt. Die Generalbauleitung unterlag Herbert Rimpl. Mitarbeitende Architekten waren Walter Tralau und Werner Hebebrand sowie der Garten- und Landschaftsplaner Wilhelm Heintz.

1938 wurde die benachbarte Gemeinde Gitter eingegliedert. Damit sich das Werk wirtschaftlich gut entwickeln konnte, war eine einheitliche Verwaltungsstruktur im gesamten Raum erforderlich. Daher wurde gemäß Verordnung über Gebietsbereinigungen im Raume der Hermann-Göring-Werke Salzgitter 1941 mit Wirkung zum 1. April 1942 verfügt, einen einheitlichen Stadtkreis (kreisfreie Stadt) zu bilden. Zu diesem Zweck wurde die Stadt Salzgitter und die ebenfalls zum Landkreis Goslar gehörigen Gemeinden Beinum, Flachstöckheim, Groß-Mahner, Hohenrode, Ohlendorf und Ringelheim (insgesamt 7 Gemeinden) sowie die zum braunschweigischen Landkreis Wolfenbüttel gehörigen Gemeinden Barum, Beddingen, Bleckenstedt, Bruchmachtersen, Calbecht, Drütte, Engelnstedt, Engerode, Gebhardshagen, Hallendorf, Heerte, Immendorf, Lebenstedt, Lesse, Lichtenberg, Lobmachtersen, Osterlinde, Reppner, Salder, Thiede-Steterburg (heute nur noch Thiede) und Watenstedt (insgesamt 21 Gemeinden) zum Stadtkreis Watenstedt-Salzgitter vereinigt. Die neue kreisfreie Kommune wurde mit dem verbleibenden Rest des Landkreises Goslar in das Land Braunschweig eingegliedert. Im Gegenzug gab das Land Braunschweig den Landkreis Holzminden an die preußische Provinz Hannover ab. Mit dem bereits 1938 nach Salzgitter eingemeindeten Dorf Gitter hatte die junge Großstadt somit ab 1942 zunächst 29 Stadtteile.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Salzgitter durch zahlreiche amerikanische und englische Bombardierungen stark zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Land Braunschweig Bestandteil des Landes Niedersachsen und Watenstedt-Salzgitter somit ein Stadtkreis innerhalb des nunmehrigen "Verwaltungsbezirks Braunschweig" (später Regierungsbezirk Braunschweig). 1951 wurde die Stadt in "Salzgitter" umbenannt, alle Stadtteile erhielten zu ihrem Ortsnamen den Vorsatz "Salzgitter", z. B. "Salzgitter-Salder". Da der Stadtteil "Salzgitter" dann "Salzgitter-Salzgitter" geheißen hätte, erhielt er wegen des dort bestehenden Solebads den Zusatz "Bad", als ein Teil von Salzgitter aber hinter dem Ortsnamen ("Salzgitter-Bad").

1949 beschloss die interalliierte Reparationskommission in Brüssel die Demontage von 90 % der Hütte. Mit der Erhebung der Stahlarbeiter 1950 gegen diesen Beschluss begann die Einstellung der Demontage in Deutschland. Von 1959-63 wurde das Rathaus in Lebenstedt errichtet. 1960 eröffnete Blaupunkt sein Werk in Salzgitter; Volkswagen folgte 1969.

Die "Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen" in Salzgitter nimmt 1961 ihre Arbeit auf. Die Erfassungsstelle hat die Aufgabe, Hinweisen auf Gewaltanwendung an den Grenzen und im Strafvollzug der DDR nachzugehen und Beweismittel darüber zu sammeln. Die Arbeiten für den "Salzgittersee" beginnen 1960. In seinem Kiesgrund finden sich beachtliche Reste von Mammut, Wisent, Auerochs, Nashorn.

Das Thermalsolbad am Greifpark in Salzgitter-Bad wird 1972 der Öffentlichkeit übergeben. Das 1911 erbaute alte Badehaus wurde abgerissen. MAN übernimmt in diesem Jahr die Anlagen vom Traditionsunternehmen Büssing in Watenstedt. Im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform wurden zum 1. März 1974 die Gemeinden Üfingen und Sauingen (Landkreis Wolfenbüttel) eingegliedert. Seither besteht das Stadtgebiet Salzgitters aus 31 Stadtteilen.

Die Robert Bosch GmbH produzierte ab 1985 in Salzgitter. Bis 1982 wurde in Salzgitter Bergbau (Eisenerz) betrieben, im ehemaligen Bergwerk Schacht Konrad wird seit 1975 ein Endlager für radioaktive Abfälle geplant. 1975: Der Salzgittersee ist in der geplanten Größe von 75 Hektar fertiggestellt, nachdem die ersten Baggerarbeiten im Oktober 1960 begonnen haben. Im Januar 1978 wird am Salzgittersee die Eissporthalle ihrer Bestimmung übergeben. In Salzgitter-Bad wurde 1985 die sogenannte "Traditionsinsel" aus sanierten Altstadtbauten vollendet. Zwei Jahre später erfolgte die staatliche Anerkennung Bads als Ort mit Sole-Kurbetrieb.

Salzgitter wird 1989 Sitz des Bundesamtes für Strahlenschutz. Die "Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen" wird 1992 aufgelöst. Die Behörde erfasst in den drei Jahrzehnten ihres Bestehens rund 42000 Gewaltakte in der damaligen DDR. Nach vollzogener Einheit übergibt sie die Akten an die Staatsanwaltschaften, die am jeweiligen Ort zuständig sind. Salzgitter begeht 1992 seinen 50. Geburtstag. In diesem Jubiläumsjahr ist die Stadt am Ostermontag Zielort der Internationalen Niedersachsen-Rundfahrt der Radamateure. 1994 errichtete die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel eine Zweigstelle in Salzgitter-Calbecht.

1995 erhält Salzgitter mit dem Stadtmonument von Professor Jürgen Weber ein Wahrzeichen: Fast 14 Meter hoch und mehr als 730 Zentner schwer. Auf seiner Spitze erhebt sich der Probennehmer aus dem Hüttenwerk, der den Lebens- und Aufbauwillen der Menschen symbolisiert. In seiner Einmaligkeit in der Gegenwartskunst hält das Monument das Gedenken wach an den Aufbau von Industriegebiet und Stadt im Nationalsozialismus und an die Zwangsarbeit in den Reichswerken. Es erinnert ebenso an das Leiden und Sterben unzähliger Menschen auf der Flucht aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten zum Ende des Zweiten Weltkriegs, an die Demontage von Industrieanlagen durch die Alliierten nach 1945 und den Widerstand der Arbeiter dagegen, aber zugleich an den Aufbau eines Wirtschaftsraumes zum drittgrößten Industriestandort Niedersachsens.

Der Neubau des Bundesamtes für Strahlenschutz ist 1997 bezugsfertig. Das "Citytor", ein ehemaliges Kaufhausgebäude, wird 1998 eröffnet. Neben vielen Shops befindet sich auch ein Großkino mit sieben Spielstätten darin. Im Atrium des Rathauses wird das Bürger-Center eingerichtet, um den Kundenservice der Stadtverwaltung für die Bürger zu verbessern.

Im Jahr 2001 wird der Oberbürgermeister zum ersten Mal direkt gewählt und übernimmt auch die Aufgaben des bisherigen Oberstadtdirektors. Erster Oberbürgermeister der neuen Form wird Helmut Knebel. Zum 60. Geburtstag (2002) wird Salzgitter Oberzentrum in Niedersachsen. Seit 2003 hat Salzgitter eine in Deutschland einmalige Kinder-Universität. Die erste 5-Mast-Wasserskiseilbahn zwischen Harz und Heide wird 2004 eröffnet. In diesem Jahr wurde auch die neue Trampolinhalle der TG Jugenddorf offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Am 2. Juni 2005 nimmt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) die Sendung "Aktuelle Schaubude" live vor Schloss Salder auf. 2006 beginnt der Ausbau des DSL-Netzes in Salzgitter. Die Stadt wird eine von drei Modellstädten in Deutschland. Der Oberbürgermeister wird 2006 mit Frank Klingebiel erstmals für acht Jahre gewählt. Die Kinder-Universität wird 2007 offizielles UN-Weltdekade Projekt. Seit dem 1. Januar 2008 hat Salzgitter als erste Stadt in Niedersachsen eine Kinderbeauftragte. Der Kindertagesstättenbesuch wird ab ab 1. August 2008 beitragsfrei sein. Im Januar 2008 fusionieren die Wasser- und Energieversorgungsgesellschaft Salzgitter (WEVG) und der Stromlieferer E.ON Avacon.

Am 1. März 1974 Eingliederung der Gemeinden Üfingen und Sauingen (Landkreis Wolfenbüttel).

Mit dem Zusammenschluss der Stadt Salzgitter und weiterer 27 Gemeinden zur Stadt Watenstedt-Salzgitter am 1. April 1942 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 24. Januar 1951 erfolgte die Umbenennung in Salzgitter. 1974 erreichte die Bevölkerungszahl mit 120.090 ihren historischen Höchststand. Ende August 2007 lebten in Salzgitter nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 104.832 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Das Gebiet der heutigen Stadt Salzgitter gehörte ursprünglich zum Bistum Hildesheim. 1568 wurde in Salzgitter die Reformation eingeführt. Es entstanden zwei Superintendenturen. Das südliche Gebiet der heutigen Stadt (Superintendentur Salzgitter) gehörte zum Land Hannover und damit zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers (Konsistorium in Hildesheim), das nördliche Gebiet (Superintendentur Lebenstedt) zum Land Braunschweig und damit zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

Mit Bildung der Stadt Watenstedt-Salzgitter 1942 wurde das ganze heutige Stadtgebiet sowohl politisch als auch kirchlich dem Land Braunschweig zugeordnet. Somit gehören heute alle Kirchengemeinden der Stadt Salzgitter zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Die beiden Superintendenturen werden heute als Propsteien bezeichnet. Die beiden Propsteien Salzgitter-Bad und Salzgitter-Lebenstedt gehören zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig, sie umfassen jedoch auch Kirchengemeinden, die nicht zur Stadt Salzgitter gehören.

Im Zusammenhang der Reichswerkegründung zogen verstärkt Katholiken in das Gebiet der heutigen Stadt, die bald gut 30 % der Bevölkerung ausmachten. Zunächst gehörte der nördliche Teil zur Pfarrgemeinde St. Petrus (Wolfenbüttel), während der südliche Stadtteil zu den Gemeinden St. Marien (Bad) und Abdon und Sennen (Ringelheim) gehörte. Gegen den Willen der damaligen Machthaber, die laut Befehl Adolf Hitlers (Juli 1939) keine weiteren Kirchenbauten zulassen wollten, gelang es der Diözese Hildesheim noch während des Krieges, insgesamt acht Gemeinden zu errichten. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Tätigkeit des späteren Ehrenbürgers der Stadt Salzgitter, Ehrendomkapitular Johannes Wosnitza (+1995). Nach dem Krieg errichtete das Bistum Hildesheim in Salzgitter ein eigenes Dekanat, zu dem heute alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Gemeinde Gottes, eine Brüdergemeinde, eine Freie evangelische Gemeinde (FeG), eine Christengemeinde Elim und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Ferner gibt es auch mehrere Neuapostolische Kirchen in der Stadt. Durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer in den 1970er Jahren gibt es heute zahlreiche islamische Moscheen, islamische Vereinigungen und eine alevitische Gemeinde in der Stadt.

An die Spitze der Stadt Watenstedt-Salzgitter wurde zunächst ein Staatskommissar als kommissarischer Bürgermeister eingesetzt. Nach dem 2. Weltkrieg führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.

2001 wurde in Salzgitter die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Erster direkt gewählter Oberbürgermeister wurde Helmut Knebel, der sein Amt am 1. November 2001 antrat. Er war am 23. September 2001 bei der Stichwahl mit 55,5 Prozent der Stimmen in sein Amt gewählt worden.

Nach 5 Jahren SPD und Helmut Knebel wurde bei einer Stichwahl am 24. September 2006 mit 51,7 Prozent Frank Klingebiel zum neuen Oberbürgermeister von Salzgitter gewählt. Dieser hat sein Amt am 1. November 2006 angetreten. Ihm zur Seite stehen bei der repräsentativen Vertretung Salzgitters die zwei Bürgermeister Hermann Eppers (CDU) und Stefan Klein (SPD).

Neben dem Oberbürgermeister gibt es jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.

Der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm, der mit zwei weiteren MdB über die niedersächsische Landesliste der LINKEN in den Bundestag einzog betreibt in Salzgitter ein Wahlkreisbüro.

Am 10. September 2006 waren rund 85.000 Wähler in Salzgitter aufgerufen, zum 15. Mal seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland den Rat der Stadt als wichtigstes und oberstes Gemeindeorgan neu zu wählen. 46 Sitze (plus Oberbürgermeister) waren dabei zu vergeben. Die von den Wählern gewählte MBS-Fraktion (4 Sitze) hat sich im Herbst 2007 aufgelöst. Drei Mitglieder gründeten die FUW, der Vierte hat sich der CDU angeschlossen. LAS und Bündnis 90/Die Grünen haben sich zu einer Gruppe zusammen geschlossen. Nach dem Einleiten eines Parteiausschlußverfahrens verlässt 1 Mitglied per 1. August 2008 die CDU Fraktion und sitzt im Rat mit Grundmandat.

Das zweitwichtigste Organ der Stadt, nach dem Rat, ist der Verwaltungsausschuss. Vorsitzender ist der jeweilige Oberbürgermeister (seit November 2006: Frank Klingebiel). Stimmberechtigt sind neben dem Oberbürgermeister zehn Ratsmitglieder als Beigeordnete. Vier der Beigeordneten werden jeweils von der CDU und SPD sowie jeweils einer von LAS und FUW seit der Kommunalwahl im Jahr 2006 gestellt.

Das Wappen der Stadt Salzgitter zeigt in Rot aus einem erhöhten Giebel in der Mitte einer silbernen Zinnenmauer wachsend ein silberner Hochofen, beseitet von je einer aufrechten Ähre; die Mauer belegt mit einem Schild, darin oben in Grün zwei schräg gekreuzte silberne Salzhaken, unten in gekürzter goldener Spitze schräg gekreuzt ein schwarzer Schlegel und ein schwarzes Eisen. Die Stadtflagge ist weiß mit roten Rändern belegt mit dem Wappen.

Das Wappen wurde 1951 vom Innenminister des Landes Niedersachsen verliehen. Zuvor hatte die 1942 gebildete Stadt Watenstedt-Salzgitter ein anderes Wappen. Auch die frühere Stadt Salzgitter hatte seit 1854 schon verschiedene Wappen. Das heutige Wappen symbolisiert einerseits die Landwirtschaft, die für die vielen ländlich geprägten Ortsteile steht und andererseits die Industrie, die somit auf die Ursache für die Stadtgründung hinweist.

Offiziell verwendet die Stadt Salzgitter jedoch, wie die meisten Städte, seit einigen Jahren das Stadtlogo, ein grünes Feld mit einem geschlängelten, sich zum Horizont hin verjüngenden weißen Weg. Seit dem 19. September 2007 hat die Stadt auch ein Kinderlogo, welches, orientiert am Stadtlogo, von einem Kind gemalt wurde. Geplant ist zukünftig dieses Kinderlogo weiterzuentwickeln: So soll nach Beschluss des zuständigen Verwaltungsausschusses der Name "Salzgitter" dann rechts neben der grün-weißen Grafik stehen, darüber ist eine gemalte Familie mit zwei Kindern beabsichtigt. Unterhalb wird dann der Schriftzug "Kinder fördern und Familien unterstützen" zu lesen sein.

Die Wirtschaft in Salzgitter wird geprägt durch die Großindustrie. Neben der Salzgitter AG haben auch weitere große Unternehmen in Salzgitter, dem drittgrößten Industriestandort Niedersachsens, ihren Firmensitz oder betreiben Niederlassungen. Aber auch der Mittelstand nimmt eine bedeutende Stellung ein. Auch heute noch lassen sich zahlreiche Unternehmen in Salzgitter nieder und werden neue Unternehmen gegründet.

Durch das nördliche Stadtgebiet von Salzgitter führt die Bundesautobahn A 39 von Braunschweig. An ihr hat die Stadt fünf Anschlussstellen bis zum Dreieck Salzgitter (Übergang zur Autobahn A 7 Kassel-Hannover). Östlich der Stadt Salzgitter führt die Autobahn A 395 Braunschweig-Vienenburg vorbei, hier ist sie über vier Anschlussstellen zu erreichen. Ferner führen die Bundesstraßen B 6 und B 248 durch die Stadt.

Salzgitter hat den umschlagstärksten Binnenhafen in Niedersachsen. Der Binnenhafen Salzgitter-Beddingen ist über einen 18 Kilometer langen Stichkanal in Nord-Süd Ausrichtung an den Mittellandkanal angebunden. Somit gibt es eine direkte Verbindung über Wasser zum Dortmund-Ems-Kanal, zur Elbe und dem Elbe-Havel-Kanal sowie zu den großen Häfen an Nordsee und Ostsee. Direkt am Stichkanal liegt das Güterverkehrszentrum.

Einen offiziellen "Hauptbahnhof", der diese Bezeichnung trägt, hat Salzgitter nicht. Der Bahnhof Ringelheim wurde der Knotenpunkt der 1856 eröffneten Bahnstrecke Braunschweig–Kreiensen mit der 1875 von der Hannover-Altenbekener Eisenbahn-Gesellschaft in Betrieb genommenen Bahnstrecke Hildesheim–Goslar. Der größte Stadtteil Lebenstedt besitzt einen unbesetzten Bahnhof an der ehemaligen Bahnstrecke Braunschweig–Derneburg. Er wird nur noch als Endhaltepunkt von und nach Braunschweig bedient.

Heute führen drei Eisenbahnlinien durch Salzgitter: Eine RegionalBahn von Herzberg/Seesen nach Braunschweig macht Halt in Salzgitter-Ringelheim und Salzgitter-Bad. Ein RegionalExpress von Hannover nach Halle (Saale) über Aschersleben sowie RegionalBahnen von Hannover/Hildesheim nach Goslar/Bad Harzburg halten in Salzgitter-Ringelheim. Von Salzgitter-Lebenstedt nach Braunschweig fährt ebenfalls eine RegionalBahn. Diese hält auch in Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Immendorf sowie in Salzgitter-Watenstedt. Der außerhalb des Stadtgebietes von Salzgitter gelegene Bahnhof Lengede-Broistedt an der Bahnstrecke Hildesheim–Braunschweig hieß bis vor wenigen Jahren Broistedt-Salzgitter Nord.

Das Eisenbahnnetz wurde hier zwischen 1938 und 1958 wegen des Aufbaus einer bedeutenden Schwerindustrie völlig umgestaltet.

Im Süden des Stadtkreises Salzgitter berührte die 1856 von Braunschweig über Börßum in Richtung Kreiensen herangeführte Staatsbahnlinie die Stationen Salzgitter - damals die einzige die diesen Namen trug und später den Zusatz "Bad" erhielt - sowie Ringelheim (Harz). Erst im Zuge der Umgestaltung des Netzes kürzte die Deutsche Reichsbahn 1941 von Leiferde bis Salzgitter-Drütte und ca. 1956 die Deutsche Bundesbahn weiter bis Salzgitter Bad den Weg von Braunschweig her ab, so dass die heutige Bahnstrecke Braunschweig–Kreiensen entstand.

Die Strecke wurde nach 1940 von Broistedt bis Salzgitter-Engelnstedt weitergeführt. Dort findet sie Anschluss an das umfangreiche Netz der ebenfalls zwischen 1938 und 1958 ? erbauten Salzgitter-Eisenbahn, die mit zahlreichen Abzweigungen nach Süden bis Salzgitter Bad - Finkenkuhle führt. Ein wichtiger Übergabebahnhof zur Bundesbahn befindet sich in Salzgitter-Beddingen, das einerseits mit Broitzem und Groß Gleidingen im Norden, andererseits mit Salzgitter-Drütte im Süden verbunden ist.

Die ursprünglich im Raum Salzgitter verkehrende Braunschweigische Landes-Eisenbahn-Gesellschaft wurde 1938 verstaatlicht, und ihre Strecken wurden völlig verändert oder abgebaut. Sie hatte 1886 die Linie Braunschweig - Hoheweg - Lichtenberg - Derneburg und die Zweiglinie Hoheweg - Wolfenbüttel dem Verkehr übergeben. Dafür entstanden um 1956 die Bundesbahnstrecken Wolfenbüttel - Salzgitter-Drütte und SZ-Drütte - SZ-Lebenstedt - SZ-Lichtenberg, wo die ursprüngliche Trasse wieder erreicht wurde.

Derzeit ist in Planung im Großraum Braunschweig eine RegioStadtBahn verkehren zu lassen, welche jeweils eine Haltestelle in den Stadtteilen Thiede, Immendorf, Watenstedt und Hallendorf bedienen soll. In Salzgitter-Lebenstedt sind sechs Haltestellen vorgesehen. Ab 2011 soll dieses Vorhaben des Zweckverbandes Großraum Braunschweig dann halbstündig Salzgitter mit Braunschweig, Goslar, Bad Harzburg, Wolfenbüttel, Helmstedt, Gifhorn, Uelzen sowie dazwischen liegende Orte verbinden. Teilweise nutzt die Regiostadtbahn schon vorhandene Eisenbahntrassen. Investiert werden sollen in Salzgitter 38 Millionen Euro an Baukosten, wovon die Stadt 10 Prozent tragen muss. Den Rest übernehmen der Bund (60 Prozent), das Land Niedersachsen (22,5 Prozent) und der Zweckverband (7,5 Prozent). Betriebskosten sollen vom Bund getragen werden.

Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien der Braunschweiger Kraftverkehrsgesellschaft mbH und der RBB Braunschweig im Verkehrsverbund Regio Braunschweig.

Zwischen dem Stadtteil Drütte und der Salzgitter AG befindet sich der Flugplatz Salzgitter-Drütte. Ein weiterer Flugplatz befindet sich in Salzgitter-Gitter. Für alle Sportbegeisterten befindet sich direkt am Salzgitter-See ein Segelflugplatz. Der nächste Flughafen mit touristischem Angebot befindet sich in Hannover.

In Salzgitter erscheint als Regionalausgabe der Braunschweiger Zeitung die "Salzgitter-Zeitung" und als Sonntagsblatt die "Salzgitter-Woche am Sonntag" und "Extra am Sonntag". Des Weiteren erscheint jeden Mittwoch Abend das "Wochenblatt", in welchem größtenteils Werbung und Kleinanzeigen stehen. Es gibt einen Veranstaltungskalender "Salzgitter Szene" in Papierform, welcher monatlich herausgegeben wird.

In Salzgitter und der näheren Umgebung sendet das nichtkommerzielle, lokale Bürgerradio „Radio Okerwelle“ auf der Frequenz 104,6 FM. Außerdem unterhält „TV38“, ein nichtkommerzielles Community-TV, ein Studio in der Stadt (neben weiteren Studiostandorten in Braunschweig und Wolfsburg). Radio Okerwelle und TV 38 sind zwei von 15 niedersächsischen Veranstaltern von Bürgerrundfunk.

Seit 1993 befindet sich in Salzgitter ein Standort der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, die 1971 durch Zusammenschluss der Staatlichen Ingenieurschule Wolfenbüttel mit der Höheren Fachschule für Sozialarbeit des Landes Niedersachsen entstanden war. Hier gibt es die Fakultät Karl-Scharfenberg-Salzgitter mit den Studiengängen Transport- und Logistikmanagement, Logistik- und Informationsmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen mit der Studienrichtung Verkehrsmanagement, Tourismusmanagement, Sportmanagement und Mediendesign. Außerdem gibt es den Weiterbildungsstudiengang Multimedia und die weiterbildenden Fernstudiengänge Umwelt- und Qualitätsmanagement sowie Vertriebsmanagement.

Außerdem gibt es seit September 2003 die in Deutschland einzigartige Internationale Junior-Universität, welche eine außerschulische Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche zwischen fünf und achtzehn Jahren ist. Sie fördert den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs in der Region.

1997 hat sich in Salzgitter die Initiative Partnerschaft für Lehrstellen e.V. (Lehrstellenfuchs) gegründet, die sich deutschlandweit für Ausbildungsplätze einsetzt. Es werden Firmen und Ausbildungssuchende zusammengeführt. Viele Unternehmen im gesamten Bundesgebiet nutzen diesen Service. Einige Preise und Auszeichnungen hat dieses Bündnis mittlerweile bekommen.

Es gibt auch einen Weiterbildungsverbund, der sich auf Initiative der Stadt Salzgitter im Jahr 1998 gegründet hat. Diesem gehören unter anderem das Berufsfortbildungswerk (bfw), die Deutsche Angestellten Akademie, das Teutloff Bildungszentrum, die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, die Oskar Kämmer Schule und die Volkshochschule der Stadt an.

Ein Studienseminar für das Lehramt am Gymnasium wird in Salzgitter ebenso angeboten. Es ist eines von insgesamt achtzehn gymnasialen Studienseminaren in Niedersachsen.

Staatlich geprüfte Techniker werden an der Technikerschule in der Berufsbildenden Schule Fredenberg ausgebildet. Abschlüsse können als staatlich geprüfter Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker sowie staatlich geprüfter Sanitärtechniker erworben werden. Eine Ergänzungsausbildung Umweltschutztechnik wird außerdem angeboten. Die Fachhochschulreife wird mit bestandener Abschlussprüfung erworben.

Die Musikschule der Stadt Salzgitter unterhält ein umfassendes Unterrichtsangebot in den Bereichen Klassik, Popularmusik und musikalische Grundausbildung. Sie ist Mitglied im Verband deutscher Musikschulen (VdM).

Eine Weiterbildungseinrichtung mit einem ganztägigen Angebot für Erwachsene ist die Städtische Volkshochschule (VHS). Die Evangelische und Katholische Familienbildungsstätte bietet auch ein breites Weiterbildungsangebot an.

In Salzgitter gibt es drei Naturschutzgebiete (Köppelmannsberg, Heerter See, Speckenberg). Das größte Gebiet umfasst den zweigeteilten Heerter See (ca. 140 Hektar), der, wie zwei weitere Seen (Reihersee, Salzgittersee), durch menschliche Eingriffe entstanden ist. Er ist dennoch heute Naturschutzgebiet und beherbergt seltene Pflanzen- und Vogelarten. Sein salzhaltiges Wasser bietet Lebensraum für spezielle Pflanzenarten und die flachen Uferzonen sind ideal für Watvögel. Zu beobachten sind unter anderem Kraniche, Pfeif- und Samtenten, Singschwäne und viele Stranläuferarten. 3700 Hektar Natur- und Landschaftsschutzgebiete zählt Salzgitter mit dem Heerter See. Hervorgehoben ist das Innerstetal, eine naturbelassene Flussraumlandschaft mit Schwermetallvegetation, die ihren Ursprung im jahrhundertelangen Harzer Bergbau hat. Auf einer Fläche von 13.500 Quadratmetern hat Salzgitter auch einen Natur- und Bienenlehrpfad.

Das gesamte Stadtgebiet von Salzgitter ist Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Im Salzgitter Höhenzug gibt es Halbtrocken- und Trockenrasenflächen, Nährboden für Orchideen- und Enzianarten. Zudem ist Salzgitter Heimat der Wechselkröte, die in der Stadt ihre nördlichste Verbreitung hat. Ein weiterer See in Salzgitter ist der Reihersee im Salzgitter-Höhenzug, welcher aus einem Klärteich entstanden ist. Der Salzgitter-Höhenzug stellt das weitaus größte Landschaftsschutzgebiet dar. Es gibt noch acht weitere in Salzgitter.

Das dritte und gleichzeitig größte Einzelgewässer ist der Salzgittersee, ein überregional bekanntes Naherholungszentrum. Mit 75 Hektar Wasserfläche und einer Nord-Süd-Ausdehnung von 2.120 Metern kann er auch für einige Wassersportarten genutzt werden, es besteht jedoch ein Verbot für Antriebsmotoren. Er gilt mit seiner guten Wasserqualität als Revier für Schwimmer, Angler, Taucher, Segler, Surfer, Ruderer, Kanuten und Modellbootfreunde. Auf knöchelschonendem Untergrund lädt auch eine in der Region einmalige Finnlaufbahn zum Joggen ein. Vor einigen Jahren hat an der Westseite eine kommerzielle Wasserskianlage ihren Betrieb aufgenommen; in der Nähe finden sich auch Basketballplätze, Bolzplätze und eine Eissporthalle. Mitten im Salzgittersee liegt eine über eine Brücke erreichbare 25 Hektar große parkartige Insel, welche von den diversen Aktivitäten weitgehend verschont bleibt und der Ruhe und Erholung beim Spazierengehen dient. Seit seiner Freigabe für den Bade- und Wassersportbetrieb im Mai 1963 hat der See eine ständig steigende Bedeutung als Naherholungsgebiet mit der Möglichkeit einer vielseitigen Freizeitgestaltung erlangt. Ende der 1950er Jahre wurden planerische Überlegungen für die Anlage dieses künstlichen Sees, die 20 Jahre zuvor im Rahmen der Errichtung einer Großsiedlung erfolgt waren, wieder aufgenommen, Baubeginn war im Jahre 1960.

Einst erbaut wurde die Burg Lichtenberg von Heinrich dem Löwen, 1552 zerstört und in den 1950er Jahren wieder freigelegt. Auf einer steilen Bergkuppe des Salzgitter-Höhenzuges gelegen, diente sie dem großen Braunschweiger Welfen-Herzog zur Sicherung seiner Machtbasis gegen die Nachbarn in der Bischofsstadt Hildesheim und dem kaiserlichen Goslar. Durch ihre strategisch wichtige Lage konnten auch Handelsstraßen beherrscht werden. Nach dem offenen Streit mit Heinrich dem Löwen war sie 1180 ein bevorzugtes Angriffs- und Eroberungsziel von Kaiser Friedrich Barbarossa und seinen Truppen. Im 800. Todesjahr von Heinrich dem Löwen, 1995, haben auf dem Burggelände mit Unterstützung des Landes Niedersachsen, von Stiftungen, privaten Spendern und der Stadt Salzgitter umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten begonnen. Sichtbares Zeichen nach Abschluss dieser Arbeiten ist seitdem ein neues Holzgerüst mit Aussichtsplattform auf dem Bergfried, der Besuchern bei guter Fernsicht einen herrlichen Blick auf das nördliche Salzgitter und die Landschaft vom Harz mit dem Brocken bis nach Braunschweig erlaubt. Ein Ausflugslokal befindet sich ebenfalls dort.

Im 10. Jahrhundert und 1803 säkularisiert wurde Schloss Ringelheim, ehemaliges Kloster, gegründet. 1694 erbaute Barockkirche mit wertvoller Orgel; Kruzifix aus der Werkstatt des Bischofs Bernward, um 1000 entstanden. Sehenswert ist der weitläufige Schlossplatz und ein achteckiger Taubenturm im Gutshof, die Klosterkirche mit ihrer Barockorgel und der Gutshof. Im Jahr 1817 erwarb der hannoversche General-Feldzeugmeister Graf von der Decken das Gut und ehemalige Kloster Ringelheim. In einen schlossartigen Herrensitz durch An- und Ausbauten des Hauptgebäudes verwandelte sich das Besitztum zu jener Zeit.

Das alte Wahrzeichen der Stadt, Schloss Salder mit Städtischem Museum, erbaut im Stil der Weserrenaissance im Jahr 1608, war Sitz des Adelsgeschlechtes derer von Saldern im Herzogtum Braunschweig, später Witwensitz und herzogliche Domäne; heute Heimatmuseum. 400 Jahre wird das Schloss Salder im Jahr 2008 alt, in dem seit über 40 Jahren das Städtische Museum der Stadt Salzgitter untergebracht ist. In den fünfziger Jahren hat die Salzgitter AG das Schloss der Stadt Salzgitter für einen symbolischen Kaufpreis von einer Mark verkauft. Nach einer Schließung wegen Baufälligkeit wurde das Schloss 1981 nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wieder eröffnet. Seine ursprüngliche Eigenart als schlossartige Anlage mit Lustgarten und Wirtschaftshof hat sich das Schloss Salder bis in die Gegenwart bewahrt. Das Schlossgebäude selber besteht aus einem hohen Erdgeschoss sowie einem Keller- und Obergeschoss. Die nahegelegene Schlosskirche St. Maria-Magdalena hat einen kreisförmigem Grundriss.

Viele der aufgeführten Bauwerke stellen auch anerkannte Kulturdenkmale dar. Weitere sind die Doppelschleuse am Stichkanal, das ehemalige Gästehaus (heute Hotel am See), das Verwaltungsgebäude der heutigen Salzgitter AG (mit Paternosteraufzug), die Bockwindmühle am Schloss Salder, die Gebäude von Fachhochschule und vom Ratskeller.

Das Wahrzeichen der Stadt, errichtet 1995 vom Bildhauer Prof. Jürgen Weber steht im Zentrum des größten Stadtteils von Salzgitter, in Lebenstedt. Vorausgegangen waren mehr als zehn Jahre intensiver Planung und Auseinandersetzung mit diesem Projekt. Das Monument erzählt im oberen Bereich vom Leiden der Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge beim Aufbau der Industrie im Nationalsozialismus, von der Flucht aus der Heimat jenseits der Oder und Neiße, vom Kampf gegen die Demontage der Hütte und dem Lebens- und Aufbauwillen der Menschen in Salzgitter. Über dem Bild der heutigen Stahlproduktion erhebt sich als Abschluss die Figur eines Probenehmers. Im unteren, beinahe würfelförmigen Block mit lebensgroßen Darstellungen zeigt das Monument in Bronze die Zwangsarbeit in den "Reichswerken Hermann Göring", darüber erhebt sich in weißem Marmor die Industrielandschaft Salzgitters.

Im Salzgitter-Höhenzug steht oberhalb der Burgruine Lichtenberg ein Denkmal mit Informationstafel, der sogenannte Gaußstein. Der deutsche Mathematiker, Astronom, Geodät und Physiker Carl Friedrich Gauß ließ ihn aufgrund seiner Lage in den Lichtenbergen zu Vermessungszwecken errichten. Von dort konnte er auch weit entfernte Messpunkte anpeilen. Gauß vermaß im Auftrag von König Georg IV. das Königreich Hannover. Ein Dreiecksnetz legte Gauß für das gesamte Gebiet des ehemaligen Königreichs Hannover an und bestimmte die Koordinaten von mehr als zweitausend trigonometrischen Punkten.

Die Stadt ist Mitglied in dem eingetragenen Verein Braunschweigische Landschaft mit Sitz in Braunschweig. Dieser wurde 1990 zur Pflege kultureller Einrichtungen in der Region gegründet. Am 15. Juni 2002 wurde die Bürgerstiftung Salzgitter von elf Privatpersonen und elf Firmen ins Leben gerufen, die soziale und kulturelle Aktivitäten fördern soll.

Salzgitter verfügt über kein festes Theater beziehungsweise entsprechendes Gebäude. Doch finden Kulturveranstaltungen an verschiedenen Veranstaltungsorten statt. In Salzgitter-Lebenstedt befindet sich die Kulturscheune, welche für Veranstaltungen aller Art multifunktional ausgerüstet ist. Im Süden der Stadt in Salzgitter-Bad befindet sich die im 15. Jahrhundert erbaute Kniestedter Kirche. Seit 1985 wird sie als Veranstaltungshaus genutzt. Aber auch auf den Bühnen der Aulen in den Gymnasien Fredenberg und Salzgitter-Bad treten Ensembles auf. Daneben gibt es noch eine multifunktionale Eissporthalle, den Salzgittersee und den Schlosshof vom Schloss Salder.

In Salzgitter gibt es drei Kinos: Das Focus Cinema (im Stadtteil Lebenstedt) ist mit sieben Sälen das größte und modernste Kino. Ein Kino mittlerer Größe ist das Kultiplex in der Berliner Straße (ebenfalls in Lebenstedt), mit drei Kinosälen, wo Filmspaß in gemütlicher Atmosphäre geboten wird. Es verfügt über den größten Kinosaal in Salzgitter sowie die seltene 7-kanal Digitaltontechnik. Das kleine Kino CINEMA, in dem regelmäßig auch anspruchsvollere Filme gezeigt werden, befindet sich in der Angerpassage im Stadtteil Salzgitter-Bad.

Städtisches Museum im Schloss Salder: Kostenlos ist der Zutritt zum Museum, welches sich in drei Abteilungen gliedert. In dem Museum zur Stadtgeschichte kann der Besucher von den geologischen Anfängen, über die Ur- und Frühgeschichte, dem Mittelalter und der Neuzeit bis hin zur Stadtentwicklung im 20. Jahrhundert viele interessante Eindrücke sammeln. Im „Museum für Industrie, Technik, Arbeit und Mobilität“ wird die Industrie- und Technikgeschichte Salzgitters und der Region zwischen Harz und Heide seit dem 19. Jahrhundert dargestellt.

Neben den Dauerausstellungen tragen eine Vielzahl an Wechsel- und Sonderausstellungen zu einem regen Museumsleben bei. Außerhalb der Museumsgebäude sind neben dem alten Backhaus und der Osterlinder Bockwindmühle im Mühlengarten Plastiken und Objekte von anerkannten Bildhauern zu sehen. Auf 2000 Quadratmeter wurde der neue Außenbereich "Eiszeitgarten" am 2. Juni 2006 fertiggestellt. Dieser zeigt die Lebensumstände der Neandertaler, die, wie die Funde an der Krähenriede in Salzgitter belegen, zu Beginn der letzten Eiszeit im nördlichen Vorharzland auf Jagd gingen.

Der ehemalige Kuhstall vom Schloss ist zur Kunsthalle der Stadt Salzgitter ausgebaut worden. Regelmäßig werden dort Werke aus der Städtischen Kunstsammlung zum Thema Arbeitswelt und Wechselausstellungen der modernen bildenden Kunst ausgestellt. Alljährlicher Höhepunkt ist der Salon Salder mit Arbeiten aus den Ateliers niedersächsischer Künstler.

Im oder vor Schloss Salder finden auch noch folgende Veranstaltungen statt: Kindergeburtstage, Museumsfest/Mühlentag, Internationaler Museumstag, Stadtfrühstück, Kultursommer. Im Jahr 2008 wird der 400. Geburtstag vom Schloss mit einem umfangreichen Geburtstagsprogramm gefeiert.

Die Stadtbibliothek Salzgitter hat im Stadtteil Lebenstedt ihre Hauptstelle sowie Zweigstellen am Marktplatz in der Altstadt von Salzgitter-Bad und im Schulzentrum Fredenberg. Der Gesamtbestand an Medien beträgt 155.000 Exemplare (Stand 1. April 2008). Die Stadtbibliothek wurden bereits zweimal mit dem Niedersächsischen Bibliothekspreis (1. Platz und 2. Platz) ausgezeichnet.

Hauptstelle in Salzgitter-Lebenstedt: In dem 1990 bezogenen Neubau werden rund 90.000 Medien auf vier Etagen (2.350 m² Fläche) vorgehalten.

Zweigstelle in Salzgitter-Bad: Auf zwei Etagen belegt diese 1972 eröffnete Zweigstelle mit ca 40 000 Medien etwa 450 m² Fläche.

Stadt- und Schulbibliothek Fredenberg: Diese 1974 gegründete Zweigstelle mit ca 25 000 Medien wurde 2004 um 100 m² auf etwa 500 m² erweitert.

Salzgitter kann mit einem Wanderwegenetz von 150 Kilometern mitten in der Natur im Salzgitter-Höhenzug aufwarten. Beachtlich sind auch 120 Kilometer Rad­wanderwege. Ein komplettes sportliches Freizeitprogramm von Reiten über Tennis bis Segelfliegen und Golf besteht, Fitnessstudios sowie Frei- und Hallenbäder bieten für jeden sportlich Interessierten etwas.

Die Eissporthalle am Salzgittersee gilt als Topadresse für Eishockey, Eiskunstlauf und Eisstockschießen. Sie wird im Jahr 2008 mit einem umfangreichen Rahmenprogramm 30 Jahre alt. Als Revier für Segler, Surfer, Ruderer und Kanuten gilt der Salzgittersee, mit seinen 75 Hektar und einer Nord-Süd-Ausdehnung von 2120 Metern (Regatta-Strecke). Natürlich bestehen auch in seinen Wellen Bademöglichkeiten. Sonnenbäder können an den kilometerlangen Sandstränden und Grünanlagen genommen werden.

Ein See ganz anderer Art ist der Heerter See, ein Landschaftsschutzgebiet und europäisches Vogelreservat. Künstlich geschaffen, diente er der Eisenerzwäsche als Schlammabsetzteich. Ein besonderes Erlebnis ist für Naturliebhaber eine Wandertour um dieses Naturschutzgebiet. Sein salzhaltiges Wasser bietet Lebensraum für spezielle Pflanzenarten und seine flachen Uferzonen eignen sich ideal für Watvögel. Die Kreisgruppe Salzgitter des Naturschutzbundes (NABU) stellte hier in langjährigen Bestandserhebungen 288 Vogelarten fest; 112 von ihnen sind in ihrem Bestand bedroht. Zu ihnen zählen unter anderem Kranich, Fischadler, Kormoran und Flußuferläufer, die den See als Trittstein auf dem Weg in die Überwinterungs- oder Brutgebiete aufsuchen.

Das Thermalsolbad in Salzgitter-Bad gehört zu den angenehmsten Bädern zwischen Harz und Heide. Aus 243 Meter Tiefe sprudelt in Salzgitter eine 25prozentige Naturthermalsole, eine der stärksten in Mitteleuropa, die bereits 1125 urkundlich erwähnt wurde. Sie wird aus dem Rosengarten in das Thermalsolbad gefördert. Das Thermalsolbad lindert rheumatische Erkrankungen und die von Atmungsorganen, hilft bei Nachbehandlungen nach Operationen und Unfallverletzungen am Bewegungsapparat, Frauenleiden und bei Hauterkrankungen. Aufgrund einer privaten Bürgerinitiative wird derzeit (2007/2008) geplant, ein kleines Schau-Gradierwerk im Rosengarten zu bauen. Es soll an die Tradition des Kur- und Salzortes Salzgitter anknüpfen.

Programmkino oder Multiplexkino bietet Salzgitter mit dem Focus Cinema, dem Kultiplex und dem Kino im Angercenter. Von der Kleinkunstbühne, der Theatergruppe und dem Theaterverein werden Theateraufführungen angeboten.

Das umfangreiche Freizeitangebot ergänzen der Bienen- und Naturlehrpfad, der Golfplatz, die in Deutschland einmalige Internationale Junior-Universität, die einzigartige Möglichkeit einer Hüttenbesichtigung bei der Salzgitter AG oder auch die Rundflüge von drei Sportflugplätzen.

Hervorragende Anlagen und über hundert Vereine bilden die Basis für Breiten- und Leistungssport mit nationalen und internationalen Erfolgen, vor allem im Trampolinturnen. Salzgitters Vereinssportler haben bereits viele Meisterschaften gewonnen, allen voran Henrik Stehlik (Doppelweltmeister im Trampolinturnen und Olympia-Bronze in Athen 2004) sowie Gerhard Weidner (mehrfacher Welt- und Europameister im Gehen). Im Jahr 2007 wurde das 100.000. Sportabzeichen in Salzgitter erreicht.

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Bundestagswahlkreis Salzgitter – Wolfenbüttel

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Der Bundestagswahlkreis Salzgitter – Wolfenbüttel (Wahlkreis 50) ist ein Wahlkreis in Niedersachsen und umfasst die kreisfreie Stadt Salzgitter, den Landkreis Wolfenbüttel und vom Landkreis Goslar die Städte Langelsheim, Liebenburg und Seesen sowie die Samtgemeinde Lutter am Barenberge. Die Vorgängerwahlkreise mit ähnlichem Territorium waren vor 1980 die Wahlkreise Salzgitter bzw. Gandersheim – Salzgitter.

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Lichtenberg (Salzgitter)

Karte

Salzgitter-Lichtenberg ist ein Stadtteil im Westen der kreisfreien Stadt Salzgitter im Braunschweiger Land im Südosten des Landes Niedersachsen, zwischen Hildesheim und Braunschweig. Lichtenberg wurde am 1. April 1942 vom Landkreis Wolfenbüttel der Stadt Salzgitter eingemeindet.

Lichtenberg entwickelte sich aus den beiden Dörfern Ober- und Niederfreden, die sich ursprünglich bereits seit dem Mittelalter unterhalb der Burg befanden. Diese wurden im Jahre 1857 mit der Domäne Altenhagen zu einem Ort verbunden und erhielten ihren Namen nach der Burg Lichtenberg.

Im Ort existiert eine Grundschule, benannt nach Gerhard Gesemann und ein evangelischer Kindergarten. Durch die Nähe zum Ortsteil Fredenberg sind auch alle weiterführenden Schulen gut erreichbar.

Lichtenberg besitzt zahlreiche Geschäfte, darunter zwei Supermärkte, die Post und zwei Banken. Im Neubaugebiet Lichtenberg-Nord sind noch Bauplätze vorhanden. Eine Busverbindung zur Innenstadt von Salzgitter, die täglich 61-mal angefahren wird, sorgt für Mobilität der Einwohner. Das innerörtliche Straßennetz misst 16,8 Kilometer.

Der Bahnhof an der Bahnstrecke Braunschweig–Derneburg wurde zusammen mit der Bahnstrecke 1984 aufgegeben, sein Gelände wurde mit der A 39 überbaut.

Lichtenberg hat 19 Vereine. Außerdem stehen sieben Sport-und Bolzplätze den Lichtenbergern zur Verfügung.

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Bürgerstiftung Salzgitter

Die Bürgerstiftung Salzgitter ist eine selbständige und unabhängige Institution zur Förderung verschiedener gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke im Gebiet der Stadt Salzgitter. Mit einem Gründungskapital von 684.400 Euro war , sie bei ihrer Gründung die zweitgrößte Stiftung Deutschlands. Die Stiftung tastet ihr Grundkapital von 770.000 Euro nicht an, die Zinsen werden jährlich an gemeinnützige Projekte ausgeschüttet. 270.000 Euro waren dies bis zum Jahr 2007.

Seit dem 12. Dezember 2006 ist Hermann Eppers der neue Vorsitzende der Bürgerstiftung Salzgitter. Der Stiftungsrat hat ihn nach der Niederlegung der Position durch Wilhelm Schmidt für vier Jahre gewählt. Vorsitzender des Vorstandes ist seitdem Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Die Stellvertreter Bernd Gersdorff und Hans Georg Kühn stehen ihm zur Seite.

Der „Stiftungstag“ wird regelmäßig ein Mal im Jahr veranstaltet. Dann werden Spenden an gemeinnützige Projekte und Organisationen übergeben. Alle interessierten Bürger können teilnehmen. Von jedem Gast wird erwartet, dass er mindestens 100 Euro spendet. Die Speisen an diesem Tag werden gesponsert. Beim Stiftungstag im Jahr 2008 wird Wolfgang Leese, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Festredner des Benefizessens sein. Der Erlös des Benefizessens soll dem geplanten Gradierwerk zugute kommen. Bei den bisherigen Stiftungsessen der letzten Jahre kamen bisher jeweils um die 10.000 Euro zusammen.

Erstmalig findet im Jahr 2008 im Innenhof vor Schloss Salder ein Stadtfrühstück in Salzgitter statt, das von der Bürgerstiftung organisiert wird. Der zum zweiten Mal ausgetragene Benefiz-Lauf ist ein offiziell genehmigter Volkslauf vom Niedersächsischen Leichtathletik-Verband.

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Source : Wikipedia