Rover

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Geschrieben von goldorak 08/04/2009 @ 12:15

Tags : rover, auto, freizeit, land rover, automobile, wirtschaft

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Land Rover

Land Rover Serie I, Baujahr 1948, im Land Rover Werksmuseum in Gaydon/UK

Land Rover war ursprünglich die Bezeichnung für den 1948 eingeführten Geländewagen des Kraftfahrzeug-Herstellers Rover. Rover wurde 1966 Teil des staatlichen Zusammenschlusses der britischen Fahrzeughersteller zu British Leyland.

1978 wurde Land Rover zu einem separaten Unternehmen innerhalb der Firmengruppe Jaguar-Rover-Triumph; 1994 wurde es zunächst an den deutschen Automobilhersteller BMW verkauft. Seit dem Jahr 2000 gehörte das Unternehmen (zusammen mit Jaguar und Volvo sowie bis Anfang 2007 Aston Martin) zur Premier Automotive Group des amerikanischen Ford-Konzerns, der es im März 2008 an die indische Tata-Gruppe verkaufte.

Neben der Firma werden auch die Fahrzeuge, insbesondere das Nachfolgemodell der ursprünglichen Serie, der Defender, gelegentlich aber auch die drei weiteren Produktlinien Range Rover, Discovery und Freelander, umgangssprachlich „Landy“ genannt.

1929 kam Spencer Bernau Wilks als geschäftsführender Direktor zu Rover. Er brachte seinen jüngeren Bruder, den Ingenieur Maurice Wilks mit in das Unternehmen, der später den Geländewagen Land Rover ins Leben rief.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg benötigte die britische Regierung dringend Devisen und begann, Druck auf die Automobilindustrie auszuüben: billig zu produzierende Massen- und Serienautos sollten entwickelt und in die ganze Welt exportiert werden. Die Firma Rover hatte bisher vor allem Luxuswagen von hoher Qualität und hohem Prestige produziert − diese konnte sich nach dem Krieg jedoch kaum mehr jemand leisten.

Maurice Wilks war zu diesem Zeitpunkt technischer Direktor. Auf seinem Landsitz benutzte er einen Willys Jeep, eine Hinterlassenschaft der US-Streitkräfte. Wilks war von der Nützlichkeit des Jeeps überzeugt, jedoch war das Fahrzeug schon altersschwach und durch das feuchte Klima rostig. So hatte er die Idee, bei Rover einen Geländewagen für die Landwirtschaft zu bauen und damit das Unternehmen aus der Krise zu führen.

Der Prototyp wurde im Frühjahr 1947 in nur wenigen Wochen auf einem Jeep-Chassis aufgebaut; die Bezeichnung „Land-Rover“ (ein Rover für die Landwirtschaft) fand von Anfang an Verwendung und wurde später beibehalten. Die Bleche der Karosserie waren aus Duralumin gefertigt. Noch im gleichen Jahr gab der Rover-Vorstand grünes Licht für eine Kleinserie.

Zunächst wurde ein eigenes Chassis konstruiert. Ein Leiterrahmen und eine Spritzwand aus Stahl bilden das stabile Grundgerüst. Da für das Fahrgestell Stahl in entsprechender Länge nicht zur Verfügung stand, wurde es aus zwei Stücken zusammengeschweißt.

Für die meisten weiteren Bauteile wurde wie beim Prototyp Duralumin verwendet. Es war zwar dreifach teurer als Stahl, jedoch wesentlich verfügbarer − die Stahlreserven waren überwiegend durch die Rüstungsindustrie während des Zweiten Weltkrieges aufgebraucht. Dass Aluminium sich zwar in der Oberflächenbeschaffenheit verändert, aber nicht tiefgehend rostet, war ein glücklicher Zufall. Die daraus resultierende Langlebigkeit wurde schnell zu einem Markenzeichen von Land Rover. Mehr als die Hälfte aller „pre-production“-Land Rover (also jene, die produziert wurden, bevor das Serienmodell auf den Markt kam) existieren noch heute, auch deshalb, weil die Leiterrahmen komplett feuerverzinkt waren. Die weiteren "Series one" waren unverzinkt und lediglich mit der Karrosseriefarbe gespritzt. Motorisiert wurde das erste Modell, ein Fahrzeug mit Radstand 80", mit einem rovereigenen 1,6-Liter-Motor, der auch in einem Rover-PKW eingesetzt war.

Auf der Amsterdam Motor Show am 30. April 1948 wurde der erste Land Rover enthüllt. Bis zu diesem Zeitpunkt war sich der Rover-Vorstand keineswegs sicher, ob das Fahrzeug eine Käuferschaft finden würde, oder ob es sich um eine Fehlinvestition handelte. Doch bereits auf der Messe wurden die Erwartungen durch eingehende Bestellungen weit übertroffen. Letzten Endes führte der Land Rover die Firma aus der wirtschaftlichen Krise.

Als „Serie I“ gelten alle Fahrzeuge von Land-Rover von 1948 bis 1958.

1958 wurde der bereits überaus erfolgreiche Land Rover technisch überarbeitet und als „Serie II“ auf den Markt gebracht. Durch diese Einführung wurden alle bis dahin gebauten Land Rover rückwirkend zur Serie I. Es folgte 1971 die „Serie III“ und 1983 der schraubengefederte Landrover 90 und 110, der erst Anfang der 1990er Jahre den Namen Defender bekam. Das Konzept eines stabilen Stahl-Leiterrahmen-Chassis mit heavy box section und einer Stahl-Spritzwand als Basis für die weiteren Teile sowie einer Karosserie aus Aluminium wurde für alle Modelle bis heute beibehalten.

Wegen der großen Nachfrage begann Rover, den Land Rover ab 1952 in Lizenz auch in anderen Ländern bauen zu lassen. So fertigte die Hamburger Tempo GmbH von 1953 bis 1955 250 Land Rover in modifizierter Form für den Bundesgrenzschutz. Der belgische Hersteller Minerva fertigte zwischen 1952 und 1956 rund 18.000 Land Rover mit leicht abgewandelter Karosserie für die belgische Armee. Sehr bekannt sind die Lizenz-Nachbauten aus Spanien von Santana Motors. Zwischen 1959 und 1994 entstanden dort knapp 290.000 Land Rover. Heute produziert Santana weitgehend eigenständige, zumindest optisch aber noch stark an den Defender erinnernde Geländewagen mit Iveco-Motoren.

Obwohl die „Serie“-Land Rover sich äußerlich und technologisch voneinander unterscheiden, haben sie alle den typischen „Land Rover-Look“: viereckig, mit von den Radkästen abgesetztem Kühlergrill und runde Scheinwerfer. Unter dem Druck der japanischen Allradfahrzeuge Toyota Land Cruiser und Nissan Patrol, die den europäischen Markt eroberten, wurden bei der Entwicklung des 90 und 110 diverse Neuerungen eingeführt: Servolenkung, permanenter Allradantrieb, Scheiben- statt Trommelbremsen vorne, Schrauben- statt Blattfedern. Insbesondere für die Federung musste das Chassis komplett neu konstruiert werden. Viele technische Details flossen vom damaligen Range Rover ein. Ab dem Jahr 1990, mit der Einführung des 200tdi-Motors wurde aus dem Landrover 110 und 90 der Landrover Defender.

Ab dem Jahr 1970 produzierte Land Rover (damals zu British Leyland gehörend) das Luxusmodell Range Rover, ein mit Schraubenfedern ausgerüsteter, luxuriös ausgestatteter Geländewagen mit permanentem Allradantrieb. Der Range Rover erweiterte den Markt und das Image der Firma.

Der 1989 vorgestellte Discovery schließt die Lücke im mittleren Preissegment zwischen dem rustikalen Defender und dem luxuriösen Range Rover.

Die Einführung des Range Rovers und des Discovery machten es erforderlich, auch der Land-Rover-Serie einen Namen zu geben. Daher heißt die Weiterentwicklung des klassischen Land Rovers nun Defender.

Seit 1997 wird der seinerzeit unter BMW-Leitung entwickelte Freelander angeboten. Es handelt sich um ein Sports Utility Vehicle (SUV).

Die Bezeichnung Land-Rover tauchte bereits 1947 in den ersten Tagen der Prototyp-Entwicklung auf und wurde beibehalten. Bis 1980 wurde der Name mit Bindestrich oder in einem Wort geschrieben. Seit 1980 ist die offizielle Schreibweise in zwei Wörtern ohne Bindestrich.

Bei der Bezeichnung der Land Rover-Serienmodelle wird die Länge als arabische Zahl dahinter angegeben. Dabei handelt es sich um den Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse in Zoll (Inch). So gab es den Land Rover Serie III z.B. in zwei Längen: 88 und 109. Beim Defender, der vierten Serie, wurden die Achsabstände gerundet, vermutlich, da sich glatte Zahlen in der Werbung besser verkaufen. Es gibt den Defender in drei Längen: 90, 110 und 130. Allerdings beläuft sich der Achsabstand des 90ers auf 93 Zoll und der des 130ers auf 127 Zoll. Der 90er wird auch „Ninety“ und der 110er „One Ten“ genannt.

Zur Jahrtausendwende wurden vom Land Rover (Serie I bis Defender) bereits weit über 1,6 Millionen Exemplare verkauft.

Im Gegensatz zum Jeep hat der Land Rover seinen Ursprung in der zivilen Anwendung. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit, bis auch das Militär sich für das Auto interessieren würde. Bereits 1950 orderte die britische Armee über 100 Exemplare. Einige wurden noch im gleichen Jahr im Korea-Krieg eingesetzt. 1956 wurde der Land Rover offiziell zum Standardfahrzeug der britischen Streitkräfte. Das sehr erfolgreiche Modell "Military Land-Rover" (umgangssprachlich als "Lightweight" bezeichnet) wurde z. B. als reines Militärfahrzeug zusammen mit der britischen Armee entwickelt, zivil gab es ihn nicht zu kaufen. Schätzungsweise 50 % aller ausgelieferten Land Rover gingen an das Militär oder an Behörden.

Der Land Rover (Serie I bis Defender) hat sich aber seinen Namen vor allem bei Reisen und Expeditionen gemacht. Sein einfacher und widerstandsfähiger Aufbau sowie die simple und daher zuverlässige und leicht zu reparierende Technik führen dazu, dass man dieses Fahrzeug seit nunmehr fast sechs Jahrzehnten in der Sahara und an anderen Orten findet, an denen es lebenswichtig ist, dass Menschen sich auf ihr Fahrzeug verlassen können.

Mit der Lancierung der zweiten und dritten Generation Range Rover und Discovery und mit der Markteinführung des Freelanders im Jahre 1997 (der sich gleich bei der Einführung an die Spitze des Marktes setzte) hat Land Rover seine Position auf dem 4x4-Markt weltweit stärken können.

Im Juni 2007 berichtet die Financial Times, dass der US-Konzern Ford, die Tochtergesellschaften Jaguar und Land Rover über die Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und HSBC verkaufen will. Analysten zufolge sollen beide Sparten im Paket umgerechnet 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro wert sein.

Nachdem Ford am 20. November Arbeitnehmervertreter von Jaguar und Land Rover zu Gesprächen mit möglichen Kaufinteressenten eingeladen hatte, prüfte Ford die Kaufangebote der Interessenten in der zweiten Dezemberwoche. Der Verkauf wurde im März 2008 vollzogen. Neuer Besitzer ist die indische Automobilfirma Tata. Tata soll Zusicherungen für den Erhalt der Produktionsstandorte und der Arbeitsplätze in Großbritannien gemacht haben. Außerdem hat Tata verbindliche Aussagen zum Erhalt der beiden Marken Jaguar und Land Rover gemacht .

Weitere Informationen zu Land Rover gibt es auf der englischen Wikipedia-Seite.

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Land Rover Discovery

Land Rover Discovery  (Baujahr: 1989-1997)

Der Land Rover Discovery ist ein Automobilmodell von Land Rover.

1970 fand das Luxusmodell Range Rover, ein mit Schraubenfedern ausgerüsteter, luxuriös ausgestatteter Geländewagen mit permanentem Allradantrieb seinen Weg in die Geschäfte. Der Range Rover soll das Image der Firma verbessern und den Einstieg in die Oberklasse ermöglichen. Dieses Auto war nicht mehr für den kleinen Mann auf der Straße. Man fand ihn schnell im Fuhrpark des englischen Königshauses.

1989 stellte Land Rover den ersten Discovery vor. Er sollte die Lücke, die im mittleren Preissegment zwischen dem rustikalen Defender und dem luxuriösen Range Rover entstand, schließen. Schon 1986 entschied sich Land Rover diese Lücke zu schließen und begann mit der Entwicklung eines Autos, das sich in der Preisklasse zwischen 35.000 DM und 50.000 DM bewegen sollte. Auch japanische Geländewagenhersteller drängten massiv auf den europäischen Markt und machten ein schnelles Handeln erforderlich. In nur 3 Jahren entwickelte Mike Donovan mit seinem Team den Discovery, der mit einem Einführungspreis von 45.350 DM auf den Markt kommt. Der heutige Discovery (2006) ist für etwa 40.000 Euro zu haben.

Schnell zeigten die hohen Verkaufszahlen, wie wichtig es war die Lücke zu füllen. Bis 1997 wurden 353.843 Discovery der ersten Serie verkauft. Der Discovery war zu dieser Zeit der meist verkaufte Land Rover und lief sogar dem Defender den Rang ab. Der Discovery richtete sich aber auch an eine ganz andere Zielgruppe, da er beste Straßen- und Geländeeigenschaften in sich vereinigte.

Bei der Karosserie und beim Fahrwerk orientierte man sich an dem damaligen Range Rover mit seinem 100-Inch-Fahrwerk. Einen Teil seines Erfolges verdankt er seinem neuen Dieselmotor (Tdi). Er leistete 83 kW (113 PS) bei 4000 U/min. Der Hubraum von 2496 cm³ erinnerte noch an den zuvor verwendeten Dieselmotor. Man verwendete den alten Motorblock und entwickelte mit der österreichischen Firma AVL List einen komplett neuen Motor. Auf verschiedenen Märkten konnte man auch den 3,5-l-V8 im Discovery finden. Im Laufe der Zeit entwickelte man den Tdi weiter. Der 200 Tdi wurde vom 300 Tdi abgelöst. Die Motoren erhielten immer mehr elektronische Steuereinheiten und mehr Drehmoment. 1999 brachte Land Rover den TD5 auf den Markt, der auch im Defender verbaut wurde. Die aktuelle Diesel Motorisierung (2006) ist der 2,7-Liter-TDV6-Common-Rail-Diesel mit 140 kW (190 PS). Er ist eine gemeinsame Entwicklung von Land Rover und Jaguar und wird bei dem weltgrößten Dieselmotorenhersteller Peugeot gebaut. Zusammen mit diesem Motor bekam der Discovery auch ein neues 6-Gang-Getriebe.

Im Laufe der Jahre sind viele Erweiterungen und Veränderungen vorgenommen worden. Der Discovery wurde mit ABS, Airbags, Automatikgetriebe, Luftfedern hinten und diversen elektronischen Fahrhilfen ausgestattet. Mit diesen Erweiterungen stieg aber auch der Verkaufspreis und der Discovery, der einst auch für den kleinen Mann sein sollte, wurde für viele unerreichbar.

Wie auch seine anderen Mitglieder der Land-Rover-Familie war auch der Discovery oft in James-Bond-Filmen zu sehen. Darüber hinaus benutze das Spionage Team von Ethan Hunt alias Tom Cruise in Mission Impossible 3 Discovery III während der Verfolgungsjagd in den Straßen von Shanghai.

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Rover SD1

Rover SD1 red front.jpg

Der Rover SD1 bezeichnet eine Serie von Fahrzeugen der oberen Mittelklasse, die British Leyland und die Austin Rover Group von 1976 bis 1987 hergestellt haben.

1971 begann Rover, zu diesem Zeitpunkt bereits Teil der British Leyland-Gruppe, ein neues Auto zu entwickeln, das den Rover P6 und den Triumph 2000 ersetzen sollte. Designer von Rover und Triumph reichten Pläne für den neuen Wagen ein; die Rover-Lösung wurde schließlich realisiert. David Bache leitete das Design-Team und ließ sich von Modellen wie dem Ferrari Daytona und von einer Designstudie von Pininfarina aus den späten 1960er-Jahren für den Austin 1800, die dann auch zum Citroen CX führte, inspirieren. Charles Spencer King war für die Technik verantwortlich. Die beiden hatten bereits vorher beim Range Rover-Projekt zusammengearbeitet. Das neue Projekt hieß zuerst RT1 (für: Rover Triumph Nr. 1), änderte sich aber bald in SD1 (für: Special Division No. 1), da Rover und Triumph die neue Special Division bildeten.

Bei der Konstruktion des neuen Wagens sollten auch vereinfachte Fertigungsmethoden Berücksichtigung finden, als sie noch beim Modell P6 angewandt wurden. Dessen Konstruktion enthielt z.B. eine DeDion-Hinterachse, während der SD1 eine einfachere Antriebsachse erhielt. Diese Lösung wurde gewählt, da man der Meinung war, dass zwar die Motorfachpresse durch neuartige und kompliziertere Konstruktionen zu beeindrucken war, die Käufer sich aber auch mit einfacheren Lösungen zufrieden gaben, solange diese zu guten Ergebnisse führten. Durch die einfachere Hinterachse kam es zu einem weiteren Rückschritt, indem das neu konstruierte Auto nun hinten nur Trommelbremsen besaß.

Die Pläne von Rover, den damals ziemlich neuen 2,6-l-Vierzylindermotor einzusetzen, wurden bald wieder aufgegeben, da sich die Leitung von British Leyland für die wesentlich überarbeiteten Versionen des Triumph-Sechszylinders entschied. Im Spitzenmodell wurde jedoch die Rover-V8-Maschine (die aus dem Buick V8 weiterentwickelt worden war) eingebaut.

Das neue Auto wurde im Juni 1976 als Schrägheckversion mit Heckklappe vorgestellt und hatte einen 2,3 l - ohc-Sechszylinder und ein Jahr später auch einen 2,6 l - ohc-Sechszylinder. Es wurde von der Motorfachpresse positiv aufgenommen und 1977 zum "Auto des Jahres" gewählt. Das Modell wurde nur als Rover angeboten, während der TR7 weiterhin den Namen Triumph trug. Von der ebenfalls geplanten Kombiversion wurden nur Prototypen produziert. Es existiert allerdings ein Einzelstück dieses Typs, das der Vorstandsvorsitzende von BL, Sir Michael Edwardes, in den späten 1970er-Jahren für seine eigenen Zwecke nutzte.

Der SD1 sollte in einer neuen Halle der historischen Rover-Fabrik in Solihull zusammen mit dem TR7 gebaut werden. Dieser Plan wurde auch von der britischen Regierung sehr befürwortet, die BL 1975 vor dem Bankrott gerettet hatte. Die Modernisierung führte allerdings nicht dazu, dass sich die schlechte Qualität, an der alle BL-Fahrzeuge dieser Zeit litten, verbesserte. Auch die schnell verschleißenden Innenraummaterialien sorgten dafür, dass sich der anfängliche Enthusiasmus für das Modell bald in Enttäuschung verwandelte.

Zwischen 1976 und 1981 gab es einige geringfügige Überarbeitungen an dem Modell, wie neue Firmenembleme vorne und hinten sowie neue Außenspiegel. 1978 wurde das V8-S Spitzenmodell eingeführt, viele Jahre in der Farbe Grünmetallic mit goldfarbenen Alurädern erhältlich, bevor der Subaru Impreza mit ähnlichem Styling wesentlich erfolgreicher wurde.

1980 erhielt Rover die sehr teure Typzulassung in den USA für den SD1 und war damit nach 10 Jahren Abwesenheit wieder auf dem US-Markt vertreten - verkauft wurden 800 Exemplare.

Ein größerer Umbau im BL-Konzern in Folge des Ryder Reports sorgte 1981 dafür, dass die SD1-Produktionsstraße in das frühere Morris-Werk in Cowley verlegt wurde. Das Werk in Solihull wurde für den Bau des Land Rover hergerichtet, da diese Marke 1978 von Rover separiert worden war. Der sehr teure Anbau in Solihull, der extra für die Produktion des SD1 und des TR7 errichtet worden war, wurde geschlossen. Erst seitdem Ford das Werk übernommen hat, ist die erneute Nutzung dieser Produktionsstätten wieder im Gespräch.

Der SD1 wird fälschlicherweise häufig auch als SDi bezeichnet. „SD“ steht jedoch für „Special Division“ und „1“ als das erste Auto, das von diesem firmeneigenen Design-Team entworfen wurde.

Im Frühjahr 1982 enthüllte Rover die neuen in Cowley gebauten Modelle. Diese Autos unterschieden sich äußerlich nur durch einige kosmetische Änderungen am Blechkleid von ihren Vorgängern (die 2. Serie hat einen Chromrand an den Scheinwerfern, etwas niedrigere Rückfenster und eine glatte C-Säule), verfügten aber über eine vollkommen neue Innenausstattung.

In diesem Jahr konnten sich SD1-Kunden auch für einen 4-Zylinder-Motor entscheiden, der als 2,0-l-Maschine der O-Serie aus dem Morris Ital stammte. Dieser Motor war für Firmenwagen gedacht, die aufgrund des geringen Hubraums günstiger besteuert wurden.

Das Spitzenmodell der SD1-Modelllinie stellte die Einspritzversion des V8 dar. Zuerst wurde er nur im Vitesse-Modell angeboten (als Nachfolger des Sportmodells V8-S), dann aber auch in die Basismodellversionen für USA und Australien eingebaut, damit diese den dortigen strengeren Regelungen zum Schadstoffausstoß entsprachen. Später wurde der V8-Einspritzmotor in den luxuriöseren Vanden Plas eingesetzt, der dann Vanden Plas EFi genannt wurde. Da die Klientel für ein solches Modell üblicherweise ein Automatikgetriebe wünschte, bot Rover dieses zuerst als Extra in der Vitesse-Preisliste an, strich es aber später wieder und empfahl interessierten Kunden stattdessen den Vanden Plas EFi. Die Sonderausstattungen waren denen der Vitesse ähnlich, wie z. B. elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrischen Fensterheber, Zentralverriegelung, einen Trip-Computer, verstellbare Lenksäule und eine Stereoanlage mit vier Lautsprechern (eine Besonderheit zu dieser Zeit). Dazu kamen Ledersitze, ein elektrisches Schiebedach und ein Tempomat. Darüber hinaus erhielt die Vitesse einen großen Heckspoiler, wurde tiefergelegt, das Fahrwerk straffer ausgelegt und die Frontansicht erhielt ein imposante Schürze. Dadurch erhielt die Vitesse ein sportlich aggressives Aussehen. Dazu kamen noch größere 15"-Zoll-Aluräder (im damals populären „Wabendesign“, wie auch bei BMW oder Mercedes erhältlich). Sehr selten sind Twin-Plenum-Vitesse-Modelle. Sie verfügten statt einer über zwei Drosselklappen und wurden in sehr kleiner Zahl zur Homologierung der Twin Plenum Racer hergestellt. Heute werden sie als die bessere Alternative zur Basisversion der Vitesse angesehen. Unter den SD1-Modellen gelten die Vitesse als begehrte Sammlerstücke.

Nach der Produktionseinstellung in Großbritannien wurde der SD1 für kurze Zeit als Standard 2000 in Indien hergestellt. Er wurde in der inzwischen geschlossenen Fabrik von Standard Motor Products of India Ltd. in Chennai Mitte der 1980er-Jahre montiert. Auch eine Version des SD1, die den indischen Verhältnissen angeglichen worden war - mit dem alten 2,0-l-Motor und mit einer größeren Bodenfreiheit der Karosserie - erwies sich als Misserfolg, so dass Standard die Automobilproduktion bald einstellte.

Das Armaturenbrett des Autos verfügte über eine Belüftungsanlage, deren Luftaustritt unüblicherweise direkt auf den Beifahrer gerichtet war. Das Anzeigeinstrument befand sich auf dem Armaturenbrett direkt vor dem Fahrer. Dies vereinfachte den Umbau auf Linkssteuerung dahingehend, dass Lenksäule und Anzeigeinstrument einfach auf die linke oder die rechte Seite in das Armaturenbrett eingesetzt werden konnten.

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Land Rover Defender

Land Rover Defender 110 CSW

Der Land Rover Defender ist ein Geländewagen des Autoherstellers Land Rover.

Das Unternehmen Land Rover (damals noch Rover) baut seit 1948 das gleichnamige Fahrzeug, das nicht zuletzt durch die Fernsehserie Daktari bekannt wurde. Die ersten drei Modellreihen wurden mit Land Rover Serie I, II und III bezeichnet. Die vierte Serie (seit 1983) wurde zunächst unter der Bezeichnung One Ten (110) bzw. Ninety (90) vermarktet. Erst im Jahre 1990, dem Jahr der Einführung der Baureihe Discovery, was eine Diffenzierung der Modellreihe notwendig machte, bekam der eigentliche Land Rover die Bezeichnung Land Rover Defender.

Im Jahr 2007 kam eine neue Reihe des Defender auf den Markt. Äußerlich wurden einige Details verändert (z. B. fehlen die Lüftungsklappen unter der Windschutzscheibe) und auch der Innenraum wurde mit Cockpit und Sitzen neu gestaltet. Die wichtigste Änderung war jedoch ein neuer Motor und ein 6-Gang Getriebe. Im aktuellen Defender kommt nun ein Ford 4-Zylinder Dieselmotor zum Einsatz, der seine Standfestigkeit bereits seit vielen Jahren z. B. im Ford Transit unter Beweis gestellt hat. Dies wurde notwendig, da der Defender sonst nicht die Euro-4-Abgasnorm erfüllen würde.

Die Zahlen in den Modellnamen geben traditionell die Radstände in Zoll an. Hiervon wurde allerdings zugunsten runder Zahlen beim Defender abgewichen. So beträgt beim Defender 90 z. B. der Achsstand 93 Zoll und beim Defender 130 beträgt er 127 Zoll. Der Defender 90 wird auch als „Ninety“ und der Defender 110 als „One Ten“ bezeichnet (nur bis 1990, s. o.). Die Modellreihen 90 und 110 werden mit klassischen weißlackierten Stahlfelgen oder mit 5-Speichen-Leichtmetallfelgen ausgeliefert. Die 130er Reihe gibt es nur mit Stahlfelgen.

Ursprünglich mit verschiedenen Motorvarianten ausgestattet, gibt es den Land Rover Defender seit einigen Jahren in Deutschland nur noch als 2,5-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer. Mitte der neunziger Jahre entstand aus der 200er Reihe die Baureihe 300 Tdi, mit 83 kW (113 PS) bei 4000 1/min. In der Zeit, in der Land Rover zu BMW gehörte, wurde die derzeitige Variante Td5 als 5-Zylinder-Diesel mit Pumpe-Düse-System, 90 kW (122 PS) bei 4200 1/min eingeführt. Das Aggregat entstammte einer von Rover komplett neuentwickelten Motorenbaureihe, die ursprünglich vom Vier- (Td4) bis zum Sechszylinder (Td6) reichen sollte, dann aber bei der Übernahme durch BMW bis auf den bekannten Td5 gekippt wurde. Das maximale Drehmoment des Motors beträgt 300 Nm bei 1.950 1/min. Die leistungsstarke V8-Version ist in Deutschland nicht direkt erhältlich (ausgenommen die 50-years-jubilee-Edition, die auch in Deutschland mit V8 – wenn auch nur mit kleiner Stückzahl – verkauft wurde).

Mit der Übernahme von Land Rover durch Ford im Jahr 2000 wurde mit einer Überarbeitung des Defenders begonnen. Im Frühling 2007 kam die neue Variante bei gleichbleibendem Namen auf den Markt. Optisch halten sich die Veränderungen zurück; das Grunderscheinungsbild bleibt. Im Inneren fallen das moderne Armaturenbrett und die neuen Sitze auf. Diese wurden nötig, da die bisherige Längsanordnung der Rückbänke beim 90 und 110 nicht mehr zulassungsfähig ist. Äußerlich sticht vor allem die teilweise Erhöhung der Motorhaube ins Auge, die notwendig war um den neuen Motor unterzubringen: ein 2,4-Liter-Vierzylinder-Diesel-Aggregat, das von der Konzernmutter Ford entwickelt wurde. Mit 90 kW (122 PS) kommt der Motor auf die gleiche Leistung wie der Vorgänger, erfüllt jedoch die Euro-4-Abgasnorm. Durch den Verzicht auf die Pumpe-Düse-Technik zugunsten des Common-Rail-Verfahrens kommt der neue Motor nicht nur auf bessere Leistungswerte, sondern ist zudem deutlich leiser als der Td5. Auch ein neues Sechsganggetriebe wurde dem neuen Defender in die Wiege gelegt. Die kürzere Übersetzung des ersten Gangs soll in Kombination mit dem höheren Drehmoment Geländefahrten einfacher machen. Durch die verbesserte Beschleunigung in den einzelnen Gängen ist eine über 20 Prozent längere Übersetzung des sechsten Gangs möglich. Die Folge ist mehr Laufruhe und Komfort sowie ein geringerer Verbrauch. Für Traditionalisten birgt das neue Modell allerdings einen gewaltigen Stilbruch: Durch die komplett überarbeitete Heizungs- und Lüftungsanlage fallen die klassischen Lüftungsklappen direkt unter der Frontscheibe weg.

Der Defender hat einen sehr stabilen Leiterrahmen; dies führt trotz der Tatsache, dass viele Teile (z. B. Karosseriebleche) aus Aluminium gefertigt sind, zu einem Leergewicht von über 1800 kg. Die Fahrleistungen auf der Straße sind eher gering: Der Defender mit 300Tdi-Motor erreicht bei hohem Geräuschpegel 129 km/h, der Td5 knapp 138 km/h (Herstellerangaben, tatsächliche Werte liegen darüber). Die Td4 Version mit 2,4 l Ford-Motor begrenzt die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf ca. 130 km/h. Seine Stärken spielt der Defender abseits der Straße aus: die im Geländegang sehr kurze Übersetzung, der permanente Allradantrieb mit sperrbarem Mitteldifferential und die hohe Achsverschränkung sowie eine Wattiefe (Wasserdurchfahrten) von 50 cm lassen ihn bereits in der Serienausstattung die meisten Situationen bewältigen. Eine Besonderheit des Defenders ist die Funktion der Handbremse. Diese wirkt nicht, wie bei anderen Fahrzeugen, auf die Räder, sondern (wie auch beim Nissan Patrol GR) direkt auf die Kardanwelle zur Hinterachse. Durch Sperren des Mitteldifferentiales wirkt die Handbremse auf alle Räder. Der Dieselverbrauch beträgt 10 bis 11 l/100 km. Die aktuellen Ausstattungsvarianten beinhalten auch elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, ABS usw. Trotzdem bleibt die Ausstattung und das Gesamterscheinungsbild des Defenders spartanisch und spricht somit weiterhin eher Individualisten als die breite Masse an.

Die ursprüngliche Entwicklung (1947) der Land-Rover-Serie geschah ausschließlich für die zivile Nutzung in der Landwirtschaft. Bald bewährte der Land Rover sich aber auch auf Expeditionen. Erst später entdeckte ebenfalls das Militär das Fahrzeug für sich, und die britischen Streitkräfte machten es 1956 offiziell zu einem ihrer Standardfahrzeuge. Auch wenn der Defender die zweifelhafte Ehre hat, in vielen aktuellen Krisengebieten dieser Erde angetroffen zu werden (Militär, aber auch humanitäre Hilfsorganisationen), so erfreut er sich doch vor allem und nach wie vor großer Beliebtheit als zuverlässiges privates Nutz- und Expeditionsfahrzeug.

Der Land Rover ist für seine hohe Robustheit bekannt. Nach Angaben des Pressesprechers von Land Rover sind 75 Prozent aller jemals gebauten Land Rover noch im Einsatz. Daher seien bis heute (2007) auch Ersatzteile für die erste Baureihe erhältlich.

Das britische Ministry of Defence (MOD) nutzt den Land Rover. Bereits seit der Series II findet er laufende Anerkennung. Aber auch andere Armeen setzen den Defender bzw. seine Vorgänger ein.

Diese offene Variante ist gelegentlich in Nachrichtensendungen zu sehen, z. B. bei Berichten über den Golfkrieg (siehe Bild oben) oder bei Berichten aus Afghanistan. Der erste Einsatz des WMIK erfolgte bei den Auseinandersetzungen in Sierra Leone.

Mehr Informationen zur geschichtlichen Entwicklung der Fahrzeugserie und des Unternehmens Land Rover finden sich auf der allgemeinen Seite.

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Source : Wikipedia