Rotenburg

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Geschrieben von goldorak 24/03/2009 @ 19:12

Tags : rotenburg, niedersachsen, deutschland, rotenburg an der fulda, hessen

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Rotenburg an der Fulda

Historische Häuserzeile in Rotenburg (an der Fulda)

Rotenburg an der Fulda (amtlich Rotenburg a.d. Fulda) ist eine Stadt im Nordosten von Hessen und liegt, wie der Name sagt, am Fluss Fulda im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Die Stadt liegt südlich des Stölzinger Gebirges im engsten Bereich des Fuldatales. Der tiefste Punkt liegt mit 180 m ü. NN im Bereich der zwei Fuldabrücken („Alte Fuldabrücke“ und „Brücke der Städtepartnerschaften“), die die Altstadt mit der Neustadt verbinden. Der höchste Punkt ist der 548,7 m ü. NN hohe Alheimer, der auf der Gemarkungsgrenze zwischen der Stadt und der Gemeinde Alheim liegt.

Die angrenzenden Gemeinden sind, von Norden beginnend, Alheim, Spangenberg, Cornberg, Bebra und Ludwigsau. Auf der sogenannten „Stölzinger Höhe“, im Nordosten oberhalb des Stadtteiles Dankerode hat Rotenburg eine gemeinsame Grenze mit der Stadt Waldkappel.

Rotenburg an der Fulda besteht neben der Kernstadt aus den Stadtteilen Lispenhausen, Braach, Schwarzenhasel, Erkshausen, Seifertshausen, Dankerode, Atzelrode (mit Gut Alte Teich und Wüstefeld) und Mündershausen.

Im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld von 769 wurden die heutigen Stadtteile Braach, Lispenhausen und das wüst liegende Breitingen (heute im Bereich der Hochmahle) das erste Mal urkundlich erwähnt. Diese bestanden aus sechs Gutshöfen und 90 Morgen Land.

Die Gisonen waren Vögte der Abtei Hersfeld. Sie bauten eine erste Sicherungsburg im Fuldatal, als es ihnen gelang, die Vogtei in ihren Besitz zu bekommen. Um diese Burg entstand eine Siedlung. Die Thüringer Landgrafen, die nach den Gisonen durch Erbschaft in den Besitzt der Vogtei kamen, erbauten auf dem Berg Alter Turm die Burg "Rodenberg", die heute noch in Ruinen sichtbar ist und von deren Namen vermutlich auch der Stadtname abgeleitet wurde.

Die Siedlung am linken Fuldaufer, die heutige Altstadt, wurde 1248 das erste Mal als Stadt erwähnt und nach dem hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg 1264 gehörte die Stadt zur Landgrafschaft Hessen. Die alte Talburg soll nach 1423 abgetragen worden sein. Im Jahre 1470 stand das erste Schloss Rotenburg. Ein großer Stadtbrand zerstörte 1478 die Altstadt und auch das erst kurz zuvor errichtete Schloss. Zwischen 1627 und 1834 war Rotenburg Residenzstadt der Landgrafenfamilie von Hessen-Rotenburg (Rotenburger Quart).

1615 brannten in Braach 57 Häuser ab und im Dreißigjährigen Krieg 1637 brannte die Stadt und das Rathaus. Der Brand wurde von Soldaten aus dem Regiment Isolani herbeigeführt. Im März 1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr als Verein gegründet, sie erhielt im Jahr 1900 ein Feuerwehrhaus mit Schlauchturm in der Nähe der Fulda.

Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt Standort eines Kriegsgefangenenlagers für Offiziere (Oflag). Rotenburg gehört seit 1972 zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg und war bis dahin Kreisstadt des Altkreises Rotenburg. 2003 erlangte die Stadt Bekanntheit durch den Kriminalfall Armin Meiwes.

Im Jahr 2004 erhielt die Stadt beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf eine Silbermedaille und im Jahr 2005 eine Goldmedaille mit einem Sonderpreis für die Gestaltung des Landschaftsraumes Fuldaaue.

Im August 2007 richtete die Freiwillige Feuerwehr der Stadt anlässlich des 125-jährigen Jubiläums ihrer Gründung den 20. Hessischen Feuerwehrtag mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm aus.

In der Stadt gibt es zehn evangelische, zwei katholische und eine neuapostolische Kirchen.

Durch die Gemeindegebietsreform im Jahr 1972 wurden die oben genannten, ehemals selbständigen Gemeinden in die Gebietskörperschaft der Stadt Rotenburg a. d. Fulda integriert.

Der Magistrat besteht aus 6 ehrenamtlichen Stadträten, zzgl. dem Bürgermeister. Davon entfallen 4 Sitze auf die SPD und 2 Sitze auf die CDU.

Der Bürgermeister Manfred Fehr (SPD) wurde am 25. September 2005 mit einem Stimmenanteil von 63,8 % zum dritten mal wieder gewählt.

Bedeutung: Das Wappen stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Der Berg steht für den Rotenberg, auf dem eine Burg stand. Von dieser hat die Stadt ihren Namen. Der Lindenzweig stammt von älteren Zunftsiegeln, auf denen ein Kleeblatt und ein Stern abgebildet waren. Daraus entstand der Lindenzweig, der in das Stadtwappen übernommen wurde. Es gehört damit zu der nordhessischen Kleeblatt-Wappenfamilie wie Kassel, Felsberg. Die erste Darstellung der heute gültigen Form findet sich im Rittersaal, Ende des 18. Jh. abgerissen. Siehe Wilhelm Wessel 1623: „Folgen die Wapen aller Städte in Fürstenthümern und Graffschaften dero Fürsten zu Hessen wie sie in Rotenbergk im Fürstlichen Schloß/ im großen Saal zu finden.“ Die ersten Darstellungen auf mittelalterlichem Stadtsiegel zeigen einen Heiligen, einen Palmenzweig tragend, vor einen Stadttore. Es handelt sich wahrscheinlich um den Stadtpatron, St. Jakobus den Älteren.

Rotenburg hat außerdem weitere historische Kirchen sowie interessante Wohnbauten aufzuweisen. Auch Teile der mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 12. und dem 13. Jh. mit zwei Rundtürmen sind erhalten.

Eine besondere Bedeutung für die Stadt und die ganze Umgebung hat das auf einem Südhang über der Stadt gelegene Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ).

Mit Stand vom Januar 2006 sind in der Stadt 4.188 Beschäftigte angestellt. Davon bietet das produzierende Gewerbe 989 Stellen, im Dienstleistungsbereich sind 2.143 Beschäftigte angestellt, im Handel sind es 367 Beschäftigte, im Bereich Land/Forstwirtschaft sind es 80 Beschäftigte und alle andere Branchen stellen 609 Beschäftigte. Für den Fremdenverkehr sind 1.325 Betten ausgewiesen.

Rotenburg liegt an der Bundesstraße 83 und an der sogenannten Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, die heute Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung ist.

In der Stadt gibt es 10 Schulen, darunter die Jakob-Grimm-Schule, die als additive Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe tätig ist. Für Mitarbeiter der Betriebskrankenkassen gibt es die BKK Akademie. Dies ist eine Einrichtung des BKK-Bundesverbandes. Hier werden im Rahmen von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen hauptsächlich Sozialversicherungsrecht und angrenzende Themen vermittelt.

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Landesfinanzschule Rotenburg

Die Landesfinanzschule Hessen in Rotenburg an der Fulda – abgekürzt LFS - ist eine Bildungsstätte für Steuerbeamte in Sinne des Paragraphen 3 Absatz 2 des Steuerbeamtenausbildungsgesetzes.

Sie ist eine organisatorische Grundeinheit des Studienzentrums Rotenburg.

Hauptaufgabe ist die Ausbildung des mittleren Dienstes der hessischen Steuerverwaltung nach Maßgabe der Steuerbeamtenausbildungs- und Prüfungsordnung (StBAPO). Außerdem wird sie als Fortbildungsstätte genutzt.

Die Landesfinanzschule Hessen befindet sich in den Räumen des Rotenburger Schlosses.

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Rotenburg (Wümme)

Wappen der Stadt Rotenburg (Wümme)

Rotenburg (Wümme) (bis 15. Mai 1969: Rotenburg in Hannover) ist die Kreisstadt des Landkreises Rotenburg (Wümme) im nordöstlichen Niedersachsen an der Wümme, zwischen Bremen, Hannover und Hamburg.

Rotenburg liegt in einer Geestlandschaft am Westrand der Lüneburger Heide in der Niederung der drei Flüsse Wümme, Wiedau und Rodau. Um Rotenburg befinden sich ausgedehnte Wälder und naturbelassene Moore sowie der Große und der Kleine Bullensee.

Der heutige Ort entstand im Schutz der westlich von ihm gelegenen Burg Rotenburg, die um 1195 von Bischof Rudolf von Verden (1189–1205) als sein Amtssitz und als Bollwerk gegen die nahe gelegene Burg Ottersberg des Erzbischofs von Bremen gegründet worden war. Die Herkunft des Namens ist ungeklärt. Wissenschaftlich bevorzugt wird die Herkunft von Rodungsburg im Sumpfgelände oder der roten Burg (Hinweis auf roten Backstein als Baumaterial). Rotenburg, das zum Bistum und zum Stift Verden gehörte, diente wiederholt als Residenz der Bischöfe. Anfang des 15. Jahrhunderts erhielt der Ort eine Weichbildverfassung, d.h. besondere Freiheitsrechte im Verhältnis zum Landesherrn. Ein Bürgermeister und ein Ratsmann werden urkundlich genannt. Die Bezeichnung Weichbild wandelte sich später in Flecken. Um 1500 wurde der Ort, der sich zum Marktflecken entwickelte, mit Mauern und Toren befestigt.

Seit dem 16. Jahrhundert lässt sich eine zentralörtliche Funktion Rotenburgs für die umliegenden Kirchspiele nachweisen und damit auch der Sitz einer Amtsverwaltung für einen Verwaltungsbezirk, den Vorgänger des heutigen Landkreises. 1566 führte Bischof Eberhard von Holle (1566–1586) die Reformation nach dem lutherischen Bekenntnis ein. Philipp Sigismund von Braunschweig-Wolfenbüttel, lutherischer Fürstbischof von Verden und Osnabrück, baute die Burg Ende des 16. Jahrhunderts zu einem prächtigen Renaissance-Schloss um, in dessen Kapelle ein Orgelprospekt des bedeutenden Künstlers Ludwig Münstermann stand (heute Focke-Museum, Bremen) und das 1626 durch Truppen Tillys teilweise zerstört wurde.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg endete die Herrschaft der Verdener Bischöfe und Rotenburg kam als Teil des nun säkularisierten und jetzt Herzogtum Verden genannten Stifts unter schwedische Herrschaft. In dieser Zeit bauten die neuen Landesherrn die Burg mit den Resten des Schlosses zu einer modernen Festungsanlage als Vorwerk zum Schutze der Hauptfestung Stade aus. Der Festungsausbau erforderte die Niederlegung der westlichen Teile des Ortes, wodurch eine Ostverschiebung der Siedlungsfläche notwendig wurde. Auch die Gemeindekirche musste abgebrochen und an die Stelle der heutigen Stadtkirche verlegt werden.

Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg von 1675 bis 1676 wurde Rotenburg in einem Feldzug durch mehrere Staaten des Heiligen Römischen Reiches und Dänemark erobert und blieb bis zum Kriegsende 1679 in alliiertem Besitz. Im Zuge des Friedens von Saint-Germain im Jahre 1679 fiel Rotenburg wieder an Schweden.

Die Festung blieb bis ca. 1680 in Funktion. Danach wurde sie vernachlässigt, die Gebäude wurden abgebrochen und nur die Befestigungsanlagen teilweise modernisiert. Nach 1843 sind die letzten Wälle eingeebnet worden. An ihrer Stelle befindet sich heute das Gelände des Heimatmuseums. In der Zeit zwischen 1626 und 1835 lassen sich sieben Stadtbrände zählen, von denen einige zur gesamten Vernichtung der örtlichen Bausubstanz führten. Die schwedische Landesherrschaft dauerte bis zur Eroberung durch Dänemark 1712.

1715 gelangte Rotenburg mit dem gesamten Herzogtum Verden durch Kauf an das Herzogtum-Kurfürstentum Hannover (seit 1815 Königreich). Nach Annexion Hannovers 1866 durch Preußen lag Rotenburg innerhalb der Provinz Hannover, weshalb der Ort die Bezeichnung Rotenburg in Hannover erhielt. In dieser Zeit entstand der Bahnanschluss an der Rollbahn Bremen–Hamburg, die 1874 eröffnet wurde. 1880 erfolgte die Gründung der bis heute bestehenden "Rotenburger Werke der Inneren Mission" als Stätten für geistig Behinderte. 1905 verlegte das von Elise Averdieck gegründete evangelisch-lutherische Diakonissenmutterhaus Bethesda seinen Sitz von Hamburg nach Rotenburg, welches mit dem Bau eines Krankenhauses (heutiges Diakoniekrankenhaus) und der Übernahme der Pflege für die Bewohner der Rotenburger Werke verbunden war. 1929 erhielt der Flecken Rotenburg die Stadtrechte.

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die nun zum Bundesland Niedersachsen gehörende und zu über 90 Prozent evangelische Stadt durch die Ansiedlung vieler Heimatvertriebener vor allem aus Schlesien und Ostpreußen stark an, darunter auch eine große Zahl Katholiken, welche 1961 in der Corpus-Christi-Kirche ein neues Kirchengebäude bezogen. Weitere Neubürger zogen in Verbindung mit der örtlichen Garnison oder dem Diakoniekrankenhaus zu. Rotenburg verlor den ursprünglichen Charakter einer Ackerbürgerstadt. Zahlreiche Neubaugebiete und Schulbauten waren die Folge. Am 16. Mai 1969 wechselten Stadt und Landkreis ihren Namen von Rotenburg in Hannover in Rotenburg (Wümme). 1977 blieb die Stadt im Rahmen der Kreisgebietsreform Sitz der Kreisverwaltung eines vergrößerten Landkreises Rotenburg.

Rotenburg war während der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2006 Gastgeber der Nationalmannschaft von Trinidad und Tobago.

1974 wurden im Zuge der niedersächsischen Verwaltungsreform die Gemeinden Mulmshorn, Unterstedt, Waffensen und Borchel eingemeindet, wodurch sich das Stadtgebiet auf 98,81 km² vergrößerte.

Traditionell ist Rotenburg (Wümme) evangelisch-lutherisch geprägt. Daneben ist Rotenburg (Wümme) Sitz einer römisch-katholischen Kirchengemeinde mit Sitz in der Corpus-Christi-Kirche. In Rotenburg (Wümme) befinden sich Gemeinderäume der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, der Freien Christengemeinde, der Zeugen Jehovas, der Neuapostolischen Gemeinde, der Zionsgemeinde sowie der Adventgemeinde. Daneben befindet sich in Rotenburg eine islamische Moscheegemeinde mit Sitz in der Küçük-Ayasofya-Moschee in der Fuhrenstraße. Der Moscheeverein gehört der „Islamischen Föderation Bremen“ an und wird der IGMG zugerechnet.

Bekannte Unternehmen des Fahrzeugbaues (Borco-Höhns, Seico), der Automobilzulieferindustrie (ein Werk von DURA Automotive Systems), der Baustoffindustrie (Xella/Ytong) und der Logistik (Oetjen) haben sich in Rotenburg angesiedelt. Zudem ist Rotenburg Stammsitz des größten Garten- und Landschaftsbaubetriebes Norddeutschlands, der Firma Grewe mit ca. 380 Mitarbeitern.

Die Stadt ist ein bedeutender Dienstleistungsstandort mit Sitz einer überregional bedeutenden Einrichtung für Menschen mit Behinderung (Rotenburger Werke der Inneren Mission). Das Diakoniekrankenhaus in Rotenburg mit rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt zu den größten Krankenhäusern in Norddeutschland. Zur Entstehung der beiden Einrichtungen siehe auch im Absatz Geschichte.

Rotenburg ist Bundeswehrstandort. Nach Heeresfliegern (bis Anfang 1990) folgten Instandsetzungs-, Logistik- und Fernmeldeeinheiten.

Durch die Transformation der Bundeswehr wurde das Fernmeldebataillon 1 zum Fernmelderegiment 1 und ist nach wie vor der 1. Panzerdivision in Hannover unterstellt.

1964 erhielt die Kaserne den Namen Lent-Kaserne.

Der Flugplatz Rotenburg (Wümme) (EDXQ) wird heute zivil genutzt.

Auf dem Flugplatzgelände ist zudem der Ortsverband des Technischen Hilfswerks untergebracht, welcher dort häufig die alten Bunker der Bundeswehr nutzt.

Durch Rotenburg verlaufen die Bundesstraßen 71, 75, 215 und 440.

Rotenburg hat einen Bahnhof an der Haupteisenbahnstrecke Bahnstrecke Hamburg–Bremen und ist ferner Ausgangspunkt der Bahnstrecke Rotenburg–Verden nach Minden. Eine Anbindung an die S-Bahn Bremen ist entgegen früheren Planungen nicht vorgesehen. Daneben besteht die von den EVB im Güterverkehr betriebene Strecke über Zeven nach Bremervörde (ehemals durchgehende Verbindung Bremervörde-Walsrode). Die ebenfalls den EVB gehörende Bahnstrecke nach Brockel (früher nach Visselhövede) wurde 2008 demontiert.

Rotenburg (Wümme) verfügt über einen 64 Hektar großen Flugplatz im Stadtteil Luhne, der von der Bundeswehr übernommen wurde. Heute ist er ein Verkehrslandeplatz, gelegen im Dreieck Hamburg, Hannover und Bremen, zugelassen für Luftfahrzeuge mit einem Abfluggewicht von bis zu 5,7 Tonnen. Er verfügt über eine 806 m lange Asphaltbahn. Die ICAO-Kennung des Flugplatzes lautet EDXQ.

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Studienzentrum Rotenburg

Hochhaus der Verwaltungsfachhochschule Rotenburg

Das zum 1. Januar 2006 gegründete Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz Rotenburg a. d. Fulda ist eine nichtrechtsfähige Einrichtung des Landes Hessen. Zweck des Studienzentrums ist die Verwaltung der am Standort Rotenburg an der Fulda bestehenden Bildungseinrichtungen für die Geschäftsbereiche des Hessischen Ministers der Finanzen und des Hessischen Ministers der Justiz.

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Landkreis Rotenburg (Wümme)

Wappen des Landkreises Rotenburg (Wümme)

Der Landkreis Rotenburg (Wümme) ist ein Landkreis im Nordosten von Niedersachsen zwischen Bremen, Bremerhaven, Hannover und Hamburg. Kreisstadt ist Rotenburg (Wümme). Der Landkreis Rotenburg (Wümme) grenzt im Westen an die Landkreise Verden, Osterholz und Cuxhaven, im Norden an den Landkreis Stade, im Osten an den Landkreis Harburg und im Osten und Süden an den Landkreis Soltau-Fallingbostel. Er entstand in seinem heutigen Umfang 1977 durch Zusammenlegung der Landkreise Bremervörde und Rotenburg (Wümme). Der Altkreis Rotenburg (Wümme) hieß bis zum 15. Mai 1969 Rotenburg in Hannover, abgekürzt Rotenburg (Hann.) und hatte daher das Kfz-Kennzeichen ROH. Seit seiner Umbenennung ist es ROW für Rotenburg (Wümme).

Der Landkreis hat im Südosten Anteil an der Lüneburger Heide, im Südwesten an der Wümmeniederung. Der Norden wird von Teufelsmoor und der Osteniederung bestimmt.

Der Landkreis gehört sowohl zum Einzugsgebiet Hamburgs, in dessen „Metropolregion“ er auch liegt (was entscheidend für die Wirtschaftsförderung ist), als auch zu den Einzugsbereichen Bremens und Bremerhavens. In Niedersachsen wird die Grenzziehung zwischen den Metropolregionen Bremen/Oldenburg und Hamburg häufig als willkürlich kritisiert, da sich in Grenzregionen traditionelle Zugehörigkeitsgefühle und Ausrichtungen nicht anhand von Kreisgrenzen ziehen lassen – nicht einmal historische Kreisgrenzen sind hierbei hilfreich. So sind im vollständig zur Metropolregion Hamburg gehörenden Landkreis Rotenburg vor allem die Samtgemeinden Sottrum, Tarmstedt, Zeven, die Gemeinden Kirchwalsede und Westerwalsede der Samtgemeinde Bothel, die Samtgemeinde Geestequelle, die Gemeinde Gnarrenburg und die Stadt Visselhövede traditionell eher nach Bremen/Bremerhaven als nach Hamburg orientiert.

Historisch bildete das Kreisgebiet den Kern der Bistümer und Stifte Bremen und Verden. Nach der Reformation wurden beide Stifte zu weltlichen Herzogtümern, die zunächst dänisch, später schwedisch wurden. Zum 18. Jahrhundert hin ging das Gebiet im späteren Königreich Hannover auf. Der heutige Landkreis Rotenburg (Wümme) entstand am 1. August 1977 aus dem Zusammenschluss der Landkreise Rotenburg (Wümme) und Bremervörde, der seinerseits seit 1932 die Altkreise Bremervörde und Zeven umfasste. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Altkreis Rotenburg die Patenschaft für den Landkreis Angerburg in Ostpreußen, während der Altkreis Bremervörde die Patenschaft für den Landkreis Stuhm in Westpreußen übernahm. Nach der Kommunalreform gingen diese Patenschaften auf den heutigen Landkreis Rotenburg (Wümme) über.

Zur Pflege kultureller Einrichtungen wurde der Landschaftsverband Stade als eingetragener Verein gegründet.

Im Kreisgebiet befindet sich v. a. verarbeitende Industrie (Betonwerk, Karosseriebau), Landwirtschaft und Forstwirtschaft, als auch ein starker Dienstleistungssektor. Von Bedeutung ist ferner der ländliche Tourismus (Reiturlaub, Wasserwandern, Jagd) in der Wümmeniederung und der westlichen Lüneburger Heide. Ein sehr wichtiger Arbeitgeber ist das Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme) und die Behinderteneinrichtung "Rotenburger Werke". Weitere Krankenhäuser befinden sich in Bremervörde und Zeven (Teil der Sana Kliniken).

Im Gebiet des Kreises erhielt zuerst die Stadt Visselhövede durch die von der Hansestadt Bremen 1873 eröffnete Bahnstrecke Uelzen–Langwedel einen Bahnanschluss.

Ein Jahr danach nahm die Hauptlinie Hamburg – Bremen der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft ihren Betrieb auf. Die an dieser Strecke liegende Kreisstadt Rotenburg wurde aber erst zum Knotenpunkt, als die Preußische Staatsbahn im Jahre 1906 von Visselhövede nach Zeven eine Verbindung schuf, die 1908 bis Bremervörde verlängert worden ist.

Erst 1928 kam die Linie Rotenburg–Verden der Deutschen Reichsbahn hinzu. Von Visselhövede hatte die Preußische Staatsbahn bereits die Nebenbahn nach Walsrode eröffnet.

Die ehemalige Kreisstadt Bremervörde war zunächst 1898/99 – ebenfalls von der Preußischen Staatsbahn – einerseits mit Bremerhaven, andererseits mit Stade verbunden worden; von diesem Strang zweigte seit 1902 eine Verbindung nach Harsefeld und Buchholz ab. 1909 folgte dann die Kleinbahn Bremervörde-Osterholz GmbH.

In Zeven wurde die Staatsbahn seit 1917 von der Kleinbahn Wilstedt-Zeven-Tostedt GmbH gekreuzt, die in Tarmstedt Anschluss an die schon 1900 von der Bremisch-Hannoverschen Kleinbahn AG errichtete Schmalspurbahn nach Bremen herstellte. Anfangs lagen die beiden Bahnen getrennt voneinander, bis 1927 in Tarmstedt Ost ein unmittelbarer Übergang ermöglicht wurde. Damit war der Umfang des Eisenbahnnetzes auf 256 km angewachsen.

Nach teilweiser Reaktivierung dienen derzeit 123 km Bahnen dem Personenverkehr, davon 33 km nur dem "Moorexpress".

Durch den Landkreis führt die Bundesautobahn 1 von Bremen nach Hamburg, ferner der Radfernweg Hamburg-Bremen.

Traditionell ist das Gebiet des heutigen Landkreises Rotenburg evangelisch-lutherisch geprägt. Die Gemeinden gehören zur Landeskirche Hannover. Insbesondere nach dem Krieg haben sich durch Zuzug vieler Heimatvertriebener vor allem aus Schlesien und dem Ermland, Gastarbeiter aus Südeuropa und Aussiedler aus Ostmittel- und Osteuropa große katholische Gemeinden gebildet, die zum Bistum Hildesheim gehören. Durch die in den letzten Jahren hohe Zahl der Kirchenaustritte sind beide großen christlichen Kirchen Umstrukturierungsprozessen unterworfen, so wurden beispielsweise die katholischen Kirchengemeinden von Rotenburg und Zeven zur "Seelsorgeeinheit Rotenburg-Zeven" zusammengefasst, die Herz-Jesu-Kirche (Visselhövede) wurde mit benachbarten Gemeinden im Landkreis Soltau-Fallingbostel vereinigt. Ferner leben im Kreisgebiet Muslime, die unter anderem in der Kreisstadt Rotenburg über eine Moscheegemeinde verfügen, sowie Angehörige von Freikirchen und Zeugen Jehovas.

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Source : Wikipedia