Rock am Ring

3.4223784416754 (1707)
Geschrieben von goldorak 30/04/2009 @ 18:11

Tags : rock am ring, musikfestival, festivals, kultur

Neueste Nachrichten
Karten für Rock am Ring - Kölner Stadt-Anzeiger
Gewinnen Sie Karten Rock am Ring, das größte deutsche Open-Air-Festival, ist schon seit Wochen ausverkauft. Sie haben die Möglichkeit, trotzdem hinzugehen und Bands wie The Killers, Placebo, Billy Talent oder Limp Bizkit live zu erleben....
Die Killers kommen in die Color Line Arena - Hamburger Morgenpost
Die Freude war groß, als The Killers im März doch noch ein Konzert für Hamburg ankündigten - sozusagen als Warm-up für ihre Headline-Shows bei Rock am Ring und Rock im Park. Dass die erste Arenentour des Quartetts aus Las Vegas bisher einem Triumphzug...
Ballonpilot: So ist Rock überm Ring - Rhein Zeitung
Nürburgring Noch bis Sonntag können Leser mitmachen, um „Rock überm Ring“ zu gewinnen: Tickets für das Drei-Tage-Festival (5. bis 7. Juni) – und neben einer Komfortunterkunft Plätze im Heißluftballon für eine Fahrt übers Gelände. Doch wie sieht man,...
Schockrocker beschwört das «Arma-Geddon» - Mitteldeutsche Zeitung
Im Juni gastiert die Band zum Start ihrer Welttournee bei den Sommerfestivals «Rock am Ring» und «Rock im Park». Dass es bei der Live-Darbietung von «The High End of Low» krachen wird, hat Manson schon angedeutet: «Es ist ein Phönix, der aus der Asche...
Rockstage-Festival mit echten Szenegrößen - Derwesten.de
Zudem konnte das Rockstage-Team mit „Exposed to noise” eine echte Szenegröße aus Dortmund verpflichten, die in diesem Jahr auch beim Rock am Ring auftreten. Den Abend eröffnen „ATP" aus Dortmund. Mit ihrer Mischung aus Hardcore, Screamo und Punk mit...
Die besten Festivals des Sommers - Kölner Stadt-Anzeiger
Wir stellen die besten Veranstaltungen vor und verlosen zwei Karten für den Klassiker „Rock am Ring“. Campino von den Toten Hosen wird beim Area 4 dabei sein. (Bild: dpa) Campino von den Toten Hosen wird beim Area 4 dabei sein....
Rock am Ring 2009: Der Countdown läuft - bonnaparte
(SB) Seit 24 Jahren, sprich 1985, begeistert Rock am Ring nun schon Fans aus ganz Deutschland. Ein Line-up der Erstklasse gewinnt immer mehr Anhänger. Auch dieses Jahr waren die 80 000 Tickets schon zwei Monate vor Beginn des Festivals ausverkauft....
- Hauptsponsor der Festival-Riesen Rock am Ring, Hurricane und ... - Pressrelations (Pressemitteilung)
Bald ist es endlich wieder soweit: Sommer, Sonne, Festivalzeit! Unter freiem Himmel geben sich auf den schönsten Open Air Events Künstler der absoluten Weltklasse die Klinke in die Hand. Für gute Musik von den angesagtesten Bands und beste Stimmung...
Live ua bei Rock Am Ring - SUBWAY.de Dein Magazin. Schalgzeilen
Gleich die erste Single „Wire To Wire“ aus ihrem neuen Album „Slipway Fires“ machte Razorlight auch hierzulande zu Shootingstars. Der Song hält sich seit Wochen in den Top 5 der Media Control Charts (aktuell auf Platz 4) und auch das dazugehörige Album...
Gaggenauer Band rockt am Ring - Badisches Tageblatt
Juni bei "Rock am Ring", einem der größten Musikfestivals in Deutschland, spielen. Zwar werden die vier Musiker von "Jack Rabbit Slimz" nicht bei den ganz Großen mitmischen, doch ist dies eine beachtliche Leistung für eine Band aus dem Murgtal,...

Rock am Ring

David Bowies Glass Spider bei Rock am Ring 1987

Rock am Ring ist ein Musikfestival auf dem Nürburgring in der Nähe des Ortes Adenau in der Eifel. Es wurde erstmals im Jahr 1985 veranstaltet. Die Veranstaltung war ursprünglich als ein einmaliges Event geplant. Aufgrund des großen Erfolges (75.000 Zuschauer) entschloss man sich jedoch, diese Veranstaltung jedes Jahr stattfinden zu lassen. Nach einem großen Einbruch bei den Zuschauerzahlen 1988 wurde eine zweijährige Pause eingelegt.

Im Jahr 1991 ging das größte deutsche Rockfestival dann mit einem überarbeiteten Konzept wieder an den Start. Ein neues Hauptaugenmerk lag auf dem Konzept, mehr Newcomer dem Publikum vorzustellen. Einige der damals unbekannten Künstler gehören heute zu den Größen im Geschäft. So traten unter anderem die Gruppe INXS oder Alanis Morissette bei Rock am Ring vor großem Publikum auf.

1993 fand erstmals das Parallelfestival Rock in Vienna in Wien statt. Im darauf folgenden Jahr folgte Rock in Riem in München, 1995 wurde daraus Rock im Park und seit 1997 gibt es Rock im Park in Nürnberg, gleichzeitig zu „Rock am Ring“ in der Eifel. Normalerweise spielen auf dem Zwillingsfestival die gleichen Bands wie bei "Rock am Ring", es kommt aber z. B. durch Terminschwierigkeiten vor, dass einzelne Bands nur auf einem der beiden Festivals zu sehen sind. Ein wichtiger Bestandteil des Festivals ist das Campen rund um das Festivalgelände. Dessen Charakter hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: In den ersten Jahren waren vor allem kleine Zelte und wenige Kleintransporter zu sehen. Inzwischen wird das Bild zunehmend von Pavillons und Wohnmobilen geprägt. In den letzten Jahren waren auch vermehrt Großgeräte wie LKWs auf den Campingplätzen anzutreffen, die sperrmüllreife Gegenstände wie z. B. Couchgarnituren mitbrachten, die nach dem Festival einfach auf den Campingplätzen liegengelassen wurden. Seit einiger Zeit wird Besuchern, die sich mit solchen Gegenständen ausgestattet haben, grundsätzlich kein Einlass mehr gewährt.

Zum Seitenanfang



Musikfestival

Festival: Wacken Open Air

Musikfestivals sind, in der Regel jährlich, wiederkehrende Musikveranstaltungen. Sie verzeichnen oftmals hohe Besucherzahlen, vorwiegend mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Festivals spezialisieren sich meist auf eine Musikrichtung. Sie sind fester Bestandteil der Jugendkultur.

Neben Festivals, die primär aus wirtschaftlichen Gründen organisiert werden, gibt es auch zahlreiche Festivals, die für einen bestimmten Zweck durchgeführt werden. Dieser kann politische oder andere gemeinnützige Gründe haben (z.B. das transkontinentale Band-Aid-Festival Live Aid in London und Philadelphia 1985). Andere Festivals wie das Lucerne Festival werden von den Kommunen stark unterstützt, weil sie als Mittel der Fremdenverkehrswerbung begriffen werden. Daneben führen aber auch Vereine, Rundfunkanstalten und weitere Träger Festivals durch, um einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in einer bestimmten Musikgattung zu geben. Teilweise wird auch eine Reihe von Konzerten an unterschiedlichen Orten einer Region zu einem Festival zusammengefasst (z.B. Rheingau Musik Festival).

Es gibt Veranstalter, die sich darauf spezialisiert haben, solche Events vorzubereiten. Finden die Konzerte dieser Festivals im Freien statt, werden sie auch als Freiluftkonzert bezeichnet.

Zahlreiche Musikfestivals werden jährlich durchgeführt oder wiederholen sich in einem größeren zeitlichen Intervall. Daneben gibt es aber insbesondere im Bereich der Rockmusik auch Festivals, die wie das Moscow Music Peace Festival nur einmal durchgeführt werden oder deren Wiederholung zumindest wie im Fall des Woodstock-Festivals nicht geplant war. Größere Festivals finden häufig über mehrere Tage und oft mit mehreren Bühnen statt. Das größte europäische Musikfestival ist das Donauinselfest in Wien, das 2005 fast 3 Millionen Menschen besucht haben. Die größten Festivals in Deutschland sind die beiden Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park zu denen 2008 über 85.000 Besucher (Rekord) kamen.

Zum Seitenanfang



Rock im Park

Rock im Park 2003 im Frankenstadion

Rock im Park ist ein jährlich im Mai oder Juni im Volkspark Dutzendteich in Nürnberg stattfindendes Musikfestival und eine Parallelveranstaltung zu Rock am Ring.

Seit 1993 findet als Parallelveranstaltung zu Rock am Ring im Norden ein Rockfestival im Süden statt. Der erste Standort war 1993 unter dem Namen Rock in Vienna in Wien, 1994 dann als Rock in Riem am alten Flughafen in München Riem. 1995 zog es als Rock im Park um ins Münchener Olympiastadion und den Olympia-Park, wo es bis 1996 stattfand.

Seit 1997 findet Rock im Park in Nürnberg statt. Bis zum Umbau für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 befand sich die Centerstage im Franken-Stadion. 2004 zog man um auf das benachbarte Zeppelinfeld, einem Teil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes der NSDAP. Wegen der unmittelbaren Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft musste man 2006 ein weiteres Mal ausweichen und verlagerte die Hauptbühne in den Luitpoldhain.

Mit dem Festival 2006 nahm Rock im Park auch aufgrund logistischer Komplikationen mit einem Fußballspiel als Parallelveranstaltung vermeintlich Abschied vom Nürnberger Standort. Am 19. Oktober 2006 wurde bekanntgegeben, dass das Festival zukünftig nicht mehr in Nürnberg stattfinden soll. Es wurde nach einer neuen Spielstätte in Bayern und Baden-Württemberg gesucht. Am 29. November 2006 wurde jedoch veröffentlicht, dass das Festival auch weiterhin, vorerst jedoch nur mit Vertrag für 2007, in Nürnberg stattfinden wird. Nach dem überragenden Erfolg in diesem Jahr wurde beschlossen, auch weiterhin Nürnberg als Veranstaltungsort zu nutzen.

2007 und 2008 lag die Centerstage wieder auf dem Zeppelinfeld.

Im Jahr 2005 hatte das Festival 45.000 Besucher, im Jahr 2006 49.000. 2007 war das Festival erstmals im Voraus ausverkauft, 60.000 Besucher wurden gezählt. Zeitgleich fand 2007 am Samstag des Festivals im Franken-Stadion das Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2008 zwischen Deutschland und San Marino statt. Auch 2008 war Rock im Park bereits im Vorfeld restlos ausverkauft und 70.000 Rockfans besuchten das Festival.

Zum Seitenanfang



Linkin Park

Logo Linkin Parks (2007)

Linkin Park ist eine im Jahr 1996 in Los Angeles (Kalifornien/USA) gegründete Band, die zumeist dem Crossover oder Nu Metal zugeordnet wird. Hohe Chartplatzierungen unter anderem in den USA und Deutschland, massives Airplay, verschiedene gewonnene Musikpreise und anhaltende Unterstützung durch Massenmedien und Fans sind die Gründe dafür, dass Linkin Park heute als eine der bekanntesten und bestverkauften Rockbands gelten.

Mike Shinoda und Brad Delson kannten sich schon aus der Highschool. Ein 1991 gemeinsam besuchtes Konzert der Thrash-Metal-Band Anthrax zusammen mit der Hip-Hop-Gruppe Public Enemy sollte das Schlüsselerlebnis für die Gründung einer Band sein.

Shinoda und Delson holten sich infolgedessen Rob Bourdon als Schlagzeuger hinzu, später stieß Joseph Hahn – der mit Shinoda Kunst studierte – zur Band. David Farrell, ein Mitbewohner von Delson, komplettierte die Band vorläufig. Sänger der Band war zuerst Mark Wakefield, der allerdings nach dem Einspielen einer Demo die Band wieder verließ. Die Bandmitglieder suchten nach einem wandlungsfähigen Nachfolger, den sie über Delsons Kontakt zu Jeff Blue in Chester Bennington fanden. Sie baten ihn, ihr Demo einzusingen und Bennington schloss sich drei Tage lang in einem kleinen Studio ein, um dies zu tun. Er spielte der Band das Demo über Telefon vor und wurde so Mitglied der Band. Bennington kündigte seine Arbeit und zog mit seiner Frau von Arizona nach Kalifornien, um sich voll auf die Band konzentrieren zu können.

Linkin Park hießen bei ihrer Gründung 1996 noch Xero. Erst nach dem Hinzukommen von Bennington im Jahre 1998 benannte man sich in Hybrid Theory um, was später der Titel des ersten Albums werden sollte. Aufgrund möglicher rechtlicher Probleme (es existierte schon eine andere Band unter diesem Namen) wurde eine zweite Umbenennung vorgenommen und man einigte sich auf Linkin Park.

Dieser Name geht auf den Lincoln Park in Santa Monica zurück, welcher heute aber eine andere Bezeichnung trägt. Aufgrund der Tatsache, dass es unzählige Lincoln Parks in den USA gibt, wurde die anfangs überregional unbekannte Band laut eigener Aussage häufig für eine neue Nachwuchsgruppe aus der Gegend gehalten und kam auf diese Weise schnell zu Aufmerksamkeit.

Die Abwandlung der Schreibweise in Linkin Park war rein pragmatischer Art, denn die Band wollte sich eine .com-Domain sichern. Erleichtert wurde diese Entscheidung dadurch, dass man Lincoln Park in Kalifornien tatsächlich wie Linkin Park ausspricht.

Die noch Hybrid Theory benannte Band nahm 1999 ihre erste EP mit dem Titel Hybrid Theory EP auf, welche heute als Sammlerstück gilt, da sie aus rechtlichen Gründen nie veröffentlicht wurde. Nach der Umbenennung in Linkin Park bekam die Band einen Plattenvertrag von Warner Brothers/WEA angeboten, welchen sie annahmen.

Die aus dem Album Hybrid Theory stammende erste Singleauskopplung One Step Closer der bis dahin unbekannten Band wird zu einem riesigen Erfolg: Schon vier Wochen vor ihrer offiziellen Veröffentlichung läuft der Song bei allen US-Major-Radiosendern auf Heavy Rotation. One Step Closer wurde außerdem zum Soundtrack des Filmes "Das Experiment" erschienen bei WEA.

Das Album schaffte es im Zuge dessen direkt in die Top 20 der Billboard-Charts und wurde schon nach drei Wochen vergoldet. Auf der folgenden Tour als Vorband für die Deftones konnten Linkin Park auch vor großem Publikum überzeugen und erhielten wohlwollende Kritiken.

Im Spätsommer 2001 ging die zweite Single Crawling bis auf Platz 14 der deutschen Charts und verhalf so der Band zu ihrer ersten europäischen Headliner-Tour.

Wegen ihres Erfolges sollten Linkin Park gleich die großen Festivals spielen. Bevor es jedoch dazu kam, erkrankte Chester Bennington und die Konzerte mussten kurzfristig ausfallen. Als Grund für die ungeplante Pause stellte sich eine Fehlfunktion des Zwerchfells heraus, wodurch Magensäure in die Speiseröhre des Sängers gelangte und bei diesem während des Singens zu Übelkeit führte. So fielen auch die angesetzten Termine bei Rock am Ring und Rock im Park aus. Nach einer geglückten Operation konnte der Sänger wieder auftreten.

Im Jahre 2003 erschien mit Meteora das zweite Studioalbum, das zu einem der erfolgreichsten Alben 2003 avancierte.

Linkin Park legten im Folgenden eine kurze Pause ein, in welcher sich einzelne Bandmitglieder auf verschiedene Nebenprojekte konzentrierten: So veröffentlichte beispielsweise Mike Shinoda mit Fort Minor ein Hip-Hop-Album.

2003 ging Linkin Park mit Metallica auf Tour, eine Live-DVD/-CD mit dem Namen Live in Texas erschien.

Im Rahmen der Reihe MTV Mash Up entstand ein gemeinsames Projekt mit Rapper Jay-Z. Auf dem erschienenen Album Collision Course wurden jeweils verschiedene Lieder der beiden Künstler miteinander verwoben. Das Video zum mit einem Grammy ausgezeichneten Lied Numb/Encore wurde beim New Yorker Konzert gedreht.

Im Dezember 2005 bestätigte Bandmitglied Mike Shinoda, Co-Produzent von Linkin Parks drittem Studioalbum zu sein. Als Hauptproduzent fungiert Rick Rubin.

Im August 2006 traten Linkin Park als Vorband von Metallica auf dem „Summer Sonic“-Festival in Japan auf. Sie stellten dabei den bislang unveröffentlichten Song Qwerty und Reading My Eyes (vom Xero-Mixtape) vor. Diese Lieder sind bis heute nur über den rein für Fanclubmitglieder erhältlichen Sampler Linkin Park Underground V6.0 erhältlich.

Das Album Minutes to Midnight erschien in Deutschland am 11. Mai 2007, mit What I've Done wurde vorab zum 4. Mai eine Single weltweit veröffentlicht. Das Album zeigt die Band, wie zuvor mehrmals angekündigt, stilistisch stark verändert. Die Nu-Metal- und Crossoverelemente sind nur noch sporadisch zu vernehmen und die Musik geht insgesamt mehr in Richtung Alternative Rock. Der sonst charakteristische Wechselgesang zwischen Bennington und Shinodas Raps ist ebenso gewichen und wird nur noch auf einem einzigen Lied (Bleed It Out) derart eingesetzt. Die Texte der neuen Lieder setzen sich auch mit aktuellen politischen Geschehnissen auseinander, so wird in Hands Held High der Irakkrieg kritisiert, in The Little Things Give You Away das Verhalten der US-amerikanischen Regierung beim Hurricane Katrina angeprangert, No More Sorrow richtet sich gegen George W. Bush.

Im Sommer 2007 spielten Linkin Park unter anderem als Headliner auf den Festivals Rock am Ring, Rock im Park und dem Live-Earth-Konzert in Chiba/Japan.

Aus einer Kollaboration mit Busta Rhymes entstand das Stück We Made It, das auf dem Album Back on My B.S. des Rappers zu hören ist.

Als nächstes Projekt planen Linkin Park ein Konzeptalbum aufzunehmen.

Linkin Park setzten auf ihren ersten Alben hauptsächlich verschiedene Elemente aus Metal und Rap ein und brachten diese in Kontrast zu Pop-ähnlichen Melodielinien. Die Band versuchte diese unterschiedlichen Teile zu einer stimmigen Melange zu vermischen und wollte dabei keine einzelnen Aspekte in den Vordergrund stellen. Vielmehr war es laut Interviews Linkin Parks erklärtes Ziel, Hip-Hopper an Metal heranzuführen und umgekehrt.

Auf dem 2002er Album Reanimation finden sich dann auch fast ausschließlich Remixes von Kompositionen des vorigen Albums Hybrid Theory, was für den Rock-Bereich sehr unüblich ist. Es lassen sich weiterhin Einflüsse aus der elektronischen Musik ausmachen, verschiedene Kollaborationen mit Musikern aus anderen Bereichen erweitern das abgedeckte Spektrum noch. Im Rahmen von Intros und zur atmosphärischen Ausgestaltung ertönen klassische Einflüsse.

Dies erscheint weniger überraschend, wenn man die persönlichen musikalischen Vorlieben und Vorbilder der Band beachtet. Grundverschiedene Gruppen wie die Deftones, Nine Inch Nails, The Roots, Aphex Twin werden angeführt und Brad Delson zählt Depeche Mode zu seinen Vorlieben, was die Melodielastigkeit Linkin Parks zu erklären vermag.

Textlich drehen sich die Lieder zumeist um negative Gefühle, Beziehungskonflikte, innere Probleme und um den Kampf ihrer Bewältigung. Hierbei versuchen Instrumente und Gesang die jeweiligen Textpassagen stimmungsmäßig passend umzusetzen: Ruhige Abschnitte wechseln sich mit harten Stellen ab, die Sänger variieren zwischen melodischem Gesang, systematischem Rap bis hin zu wildem Geschrei. Einen gewissen Textanteil machen jedoch auch Rap-typische Liedtexte aus, welche den Lebensstil des Hip-Hop an sich thematisieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Nu-Metal-Bands wurde auf den ersten Veröffentlichungen der Band auf den Gebrauch von Schimpfwörtern vollständig verzichtet. Dies änderte sich mit dem Erscheinen von Minutes to Midnight, welches als erstes Linkin-Park-Album einen „Parental-Advisory“-Aufkleber bekam.

Die Band legt viel Wert auf die Gestaltung ihrer Musikvideos und der Grafiken für Cover, Webauftritt, etc. und bringt sich dementsprechend produktiv im Entstehungsprozess ein. Eine Folge dessen ist die kreative Beteiligung der Fans am Gesamtbild der Band, z. B. durch umfangreiche Fan-Art.

Anleihen aus dem asiatischen Raum finden sich bei Videoclips in der Anlehnung an Videospiele, Animes und im musikalischen Bereich in der Verwendung von typischen Sounds und Samples, so zum Beispiel bei Breaking The Habit vom Album Meteora.

Linkin Park vollzogen, beginnend mit der Veröffentlichung ihres Albums Hybrid Theory, einen steilen Aufstieg, der von Fans und Kritikern oft kritisch begleitet wurde.

Galt das Debütalbum noch als „gelungener Drahtseilakt zwischen Kunst und Kommerz“, der die Band auch für den Mainstream interessant machte, so ließen wegen des „offensichtlichen Pop-Appeals und der damit einhergehenden Hysterie pubertierender weiblicher Fans“ () bei umjubelten Auftritten bei Top of the Pops und ähnlichen Formaten Vorwürfe, die Band sei nur ein weiteres kommerzielles Produkt für den Massenmarkt, nicht lange auf sich warten.

Eine starke Präsenz in Jugendmagazinen wie der Bravo führte dazu, dass der Musikgruppe schnell ein „Stigma der Boygroup des NuMetal“ () anhaftete.

Mit Meteora brachten Linkin Park ein Album auf den Markt, das sich musikalisch kaum vom Vorgänger abhob und als „Nummer-sicher-Kopie … wie ein berechnetes Produkt“ () anmutete und damit erneut „kommerziell wie nichts Gutes“ () als auch „zu keiner Sekunde … künstlerisch wertvoll“ () war. laut.de kategorisierte das Album als „Fastfood-Nu-Metal“, das Kritikern, die der Band Ausverkauf vorwarfen, in die Hände spielen würde.

Mit Minutes To Midnight soll die „Anbiederung an den Pop-Mainstream dramatisch“ () ausgefallen sein. Die Songs seien „schön radio- und kinderzimmertauglich“ () und die „bis ins kleinste Detail glattgebürsteten Tracks“ als reiner „Wegwerfartikel“ zu verstehen.

Chester Bennington wurde am 20. März 1976 in Phoenix (Arizona) geboren. Sein vollständiger Name lautet Chester Charles Bennington, von seinen Bandkollegen wird er auch als „Chazy Chaz“ bezeichnet.

Bennington stieß 1999 zu Linkin Park, als sie noch Hybrid Theory hießen, nachdem er zuvor bei Grey Daze gesungen hatte. Er gab daraufhin seinen Job als Kellner auf, um sich vollkommen auf die Band konzentrieren zu können.

Der Sänger der Band hat eine schwierige Kindheit und Jugend hinter sich, so wurde das Scheidungskind im Alter von elf Jahren sexuell missbraucht und soll als Außenseiter kaum positiven Kontakt zu Gleichaltrigen gehabt haben. Bennington flüchtete sich in Drogen und war schon bald Kokain- und Crystal-Meth-abhängig.

Im Alter von 20 Jahren heiratete Bennington seine Jugendliebe, zwei Jahre später wurde ihr gemeinsames Kind geboren. Im Frühjahr 2005 trennte sich das Ehepaar. Noch im selben Jahr heiratete der Musiker erneut, 2006 kam der gemeinsame Sohn zur Welt.

Chester Bennington ist heute das Aushängeschild von Linkin Park und hat viele insbesondere jugendliche Fans. Seine Popularität geht soweit, dass er schon als Starschnitt in der BRAVO vertreten war und für Paparazzi bedeutsam ist.

Im Jahre 2006 spielte Bennington im Film Crank eine kurze Nebenrolle. Dort verkörpert er die Figur eines Drogensüchtigen in einer Apotheke. Auch in der Fortsetzung Crank 2: High Voltage aus dem Jahr 2009 hat er einen kurzen Auftritt.

Seit einiger Zeit arbeitet er wie Mike Shinoda an einem Soloprojekt, dieses trägt den Namen Dead by Sunrise und stellt, als Gegensatz zu Fort Minor welches die Rap/Hip-Hop-Variante darstellt, die Rock- und Metalkomponente von Linkin Park dar.

2008 verletzte sich Chester Bennington bei zwei Live-Auftritten, einmal brach er sich während einer Show den rechten Arm und am Ende des Jahres verletzte er sich so schwer am Rücken, dass die komplette Asien-Tour abgesagt werden musste. In einem Interview mehrere Monate nach seiner Rückenverletzung sagte Chester Bennington, dass er wohl nie mehr so aktiv auf der Bühne sein könne wie früher.

Mike Shinoda wurde am 11. Februar 1977 in Agoura (Kalifornien) geboren. Sein vollständiger Name ist Michael Kenji Shinoda, seine Spitznamen „Spike Minoda“, „Shinnizle“ und „The Glue“. Shinodas Mutter ist Amerikanerin russischer Abstammung, sein Vater ist Japaner.

Nach dem Besuch der heimischen Highschool und des College absolvierte Shinoda ein „Illustration and Graphic Design“-Studium am Art Center College of Design in Pasadena, um anschließend als Grafiker tätig zu sein. Deshalb übernahm er auch die Gestaltung der Cover sowohl für die Hybrid Theory EP als auch für das erste Album Hybrid Theory. Shinoda hat mit The Shinoda Imprint sein eigenes kleines Plattenlabel.

Shinoda gründete ursprünglich zusammen mit Brad Delson, den er schon seit der siebten Klasse kannte, die Band Xero. Hauptsächlich ist Shinoda für die gerappten Strophen zuständig, gelegentlich spielt er die zweite Gitarre und steuert Keyboard-Linien wie zum Beispiel im Song Numb bei. Auf Minutes to Midnight singt Shinoda erstmals einen kompletten Song alleine.

Am 22. November 2005 erschien das erste Album von Shinodas Soloprojekt Fort Minor. Das Album mit dem Titel The Rising Tied wurde über das bandeigene Sublabel von Warner Music Machine Shop veröffentlicht.

Seit Mai 2003 ist Shinoda verheiratet.

Brad Delson wurde am 1. Dezember 1977 in Agoura (Kalifornien) geboren. Sein vollständiger Name lautet Bradford Phillip Delson, er wird oft „Big Bad Brad“ oder kurz „BBB“ gerufen. Unter diesem Pseudonym schreibt er auch Autogramme.

Als Markenzeichen in der Band gelten seine voluminösen Kopfhörer, die er bei jedem Konzert trägt.

Delson ist – wie auch Rob Bourdon – gläubiger Jude und wuchs in einem behüteten Haus auf. Delson ist seit September 2003 verheiratet.

Rob Bourdon wurde am 20. Januar 1979 in Calabasas (Kalifornien) unter seinem vollen Namen Robert Gregory Bourdon geboren, sein Spitzname lautet „Bourdie“.

Zum Schlagzeug kam Rob Bourdon aufgrund seiner Begeisterung nach einem Aerosmith-Konzert, das er aus nächster Nähe betrachten durfte. Nebenbei beschäftigt sich Rob Bourdon privat auch mit dem Klavier. Den ersten Kontakt zu einem seiner heutigen Bandmitglieder hatte er mit Brad Delson, mit welchem er schon in der Band Relative Degree zusammen spielte.

Vor der erfolgreichen Zeit mit Linkin Park jobbte Bourdon als Kellner.

David Michael Farrell wurde am 8. Februar 1977 in Plymouth (Massachusetts) geboren, im Alter von fünf Jahren zog er nach Mission Viejo in Kalifornien, wo er später auf die anderen Bandmitglieder traf. Sehr häufig wird Farrells Spitzname „Phoenix“ benutzt.

Farrell spielt bei Linkin Park den Bass, beschäftigt sich in seiner Freizeit aber auch mit Violine, Cello und Gitarre. Seine ersten musikalischen Schritte unternahm er auf der Gitarre, welche ihm von seiner Mutter näher gebracht wurde. Rob Bourdon lernte David Farrell im Rahmen seiner ersten Band Tasty Snax kennen.

Auf dem ersten vollen Album Hybrid Theory ist Farrell nicht zu hören und auch auf dem Cover nicht zu sehen, da er zu dieser Zeit sein Studium beendete. Nach einer Tour mit Tasty Snax und der Veröffentlichung des ersten Albums wurde er allerdings wieder Teil der Band und komplettierte sie somit.

David Farrell ist seit dem 28. Dezember 2002 verheiratet. Er konvertierte vom Katholizismus zum Protestantismus.

Joseph Hahn wurde am 15. März 1977 in Glendale (Kalifornien) geboren, seine Eltern stammen aus Korea. Meist wird er nur „Joe“ genannt, in seiner Funktion als Produzent tritt er als „Mr. Hahn“, auf dem Album „Reanimation“ auch als „Chairman Hahn“ in Erscheinung.

Hahn ist in der Band als DJ tätig und sowohl für Samples als auch Scratches zuständig.

Wie Mike Shinoda war auch Hahn schon Teil der Band, als sie sich noch Xero nannten. Er führte Regie bei fast allen Videoclips der Band (u. a. von Hybrid Theory: In the End, Papercut, von Meteora: Faint, Breaking the Habit, From the Inside) und steuerte Spezialeffekte für Akte X und die Dune-Serie bei.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia