Roberto Donadoni

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Geschrieben von robby 17/03/2009 @ 08:07

Tags : roberto donadoni, trainer, fussball, sport

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Roberto Donadoni

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Roberto Donadoni (* 9. September 1963 in Cisano Bergamasco) ist ein italienischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Zurzeit trainiert er den SSC Neapel.

Der offensive Mittelfeldspieler (rechte Seite) Donadoni begann seine Profilaufbahn 1981 in der Jugend von Atalanta Bergamo. Bereits 1982 schaffte er es in die Profimannschaft, welche zu dieser Zeit in der italienischen Serie B spielte und kam zu 18 Einsätzen. Donadoni blieb vorerst trotz mehrerer Angebote in Bergamo und schaffte ein Jahr später mit der Mannschaft den Aufstieg in die Serie A.

1986 wechselte Roberto Donadoni zum AC Mailand, wo er vorerst bis 1996 blieb. Donadoni war der erste Einkauf des AC unter Silvio Berlusconi, der den Club im gleichen Jahr übernommen hatte. Er war Ende der 1980er-Jahre eine der Stützen neben Franco Baresi und dem holländischen Dreieck Ruud Gullit, Frank Rijkaard und Marco van Basten, die den AC Mailand zum erfolgreichsten Klub Europas dieser Zeit machten. Er gewann mit Milan sechs italienische Titel (1988, 1992, 1993, 1994, 1996, 1999), dreimal den Europapokal der Landesmeister bzw. die UEFA Champions League (1989, 1990, 1994), dreimal den europäischen Supercup (1989, 1990, 1995) und zweimal den Weltpokal (1989, 1990).

Als italienischer Nationalspieler nahm Roberto Donadoni an der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 und der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 teil. Bei der WM 1990 wurde er Dritter mit Italien, war aber einer der Unglücksraben im Elfmeterschießen des Halbfinales gegen Argentinien, als er den ersten Elfmeter verschoss. Außerdem spielte er für Italien bei der Fußball-Europameisterschaft 1988 in Deutschland und bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 in England. Insgesamt erzielte er in 63 Spielen für die Italienische Fußballnationalmannschaft fünf Tore.

1996 wollte Donadoni in den USA bei den New York Metro Stars seine Karriere ausklingen lassen, kehrte jedoch im Oktober 1997 nochmal für eineinhalb Jahre zum sich zu diesem Zeitpunkt in einer sportlichen Krise befindlichen AC Mailand zurück (24 Einsätze). Seine aktive Karriere beendete Donadoni endgültig 2000 in Saudi-Arabien bei Al Ittihad, wo er den letzten Meistertitel seiner Karriere holte.

Als Trainer arbeitete Donadoni für die AC Lecco in der Serie C 2001/02, AS Livorno, Serie B in der Saison 2002/03 und Genua 1893 2003/04. Ab Januar 2005 war er Trainer des italienischen Erstligisten AS Livorno. Von diesem Amt trat er am 7. Februar 2006 zurück.

Nachdem Marcello Lippi nach dem WM-Sieg 2006 zurückgetreten war, wurde Donadoni zu dessen Nachfolger berufen. Sein erstes Spiel als Trainer der Squadra Azzurra am 16. August 2006 verlor Donadoni gegen Kroatien, ausgerechnet in Livorno, mit 0:2. Vom Weltmeisterschaftskader war bei diesem Freundschaftsspiel nur der Ersatztorwart Marco Amelia nominiert worden. Durch ein Unentschieden gegen Litauen und eine 1:3-Niederlage gegen Frankreich legte er den schon fast obligatorischen Fehlstart hin, den beinahe jeder italienischer Nationaltrainer beim Amtsantritt erfahren musste. Danach verbesserten sich die Resultate jedoch. Am 17. November 2007 konnte die Azzurri mit ihrem 2:1-Auswärtssieg in Schottland die Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und in Österreich sicherstellen. Für Donadonis Trainerkarriere bedeutet die Qualifikation zur EM-Endrunde den bisherigen Höhepunkt.

Noch vor der Euro 2008 verlängerte er seinen Vertrag mit dem italienischen Verband um zwei Jahre bis 2010. Der Kontrakt enthielt eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass Donadoni die italienische Mannschaft nicht mindestens bis ins EM-Halbfinale führt. Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der Europameisterschaft gegen den späteren Europameister Spanien wurde Donadoni entlassen. Nachfolger wurde sein Vorgänger Marcello Lippi.

Am 10. März 2009 unterschrieb Donadoni nach einem dreiviertel Jahr Pause, in dem er zwischenzeitlich auch schon als Trainer bei mehreren Klubs in Italien und England gehandelt wurde, einen Vertrag beim SSC Neapel, wo er den erfolglosen Coach Edoardo Reja mit sofortiger Wirkung ablöste.

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Carlo Mazzone

Carlo Mazzone (* 19. März 1937 in Rom) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und -trainer.

Carlo Mazzone spielte bei den Vereinen AS Rom, SPAL Ferrara und Ascoli Calcio mehrere Jahre als Abwehrspieler in der Serie A und der Serie B. Bei Ascoli war er neun Jahre Spieler, wobei seine letzte Saison 1968/69 auch seine erste als Trainer war.

Die Bianconeri von Ascoli Calcio betreute er zwölf Jahre in den Spielklassen Serie A, Serie B und Serie C. Danach war er als Trainer drei Jahre beim AC Florenz, zwei Jahre bei US Catanzaro, vier bei US Lecce, drei bei Cagliari Calcio, drei bei seiner Lieblingsmannschaft AS Rom, eine Spielzeit beim SSC Neapel, eine bei Pescara Calcio und eine bei Perugia Calcio. In seiner Trainerkarriere betreute er auch den FC Bologna und Brescia Calcio.

Am 7. Februar 2006 wurde er Nachfolger des, nach Auseinandersetzungen mit dem Präsidenten des Clubs, Franco Spinneli, entlassenen Roberto Donadoni beim AS Livorno. Unter Mazzones Führung erreichte der Provinzclub nur sechs Punkte in neun Spielen und stürzte von einem sicheren UEFA-Pokal-Platz in das Mittelfeld der Serie A ab.

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Alessandro Del Piero

Alessandro Del Piero

Alessandro Del Piero (* 9. November 1974 in Conegliano, TV) ist ein italienischer Fußballspieler und steht bei Juventus Turin unter Vertrag.

Er zählt auf seiner Position als hängende Spitze zu den besten Spielern der Welt und gilt als die Symbolfigur von Juventus Turin.

In Italien ist Del Piero unter dem Spitznamen Pinturicchio bekannt, den ihm Giovanni Agnelli verlieh, benannt nach dem italienischen Maler Pinturicchio, wohl aufgrund seiner einzigartigen Kreativität im Umgang mit dem Ball. Von den Juve-Fans wird er in Anlehnung an Ronaldo, der in Italien als Il Fenomeno (Das Phänomen) bezeichnet wurde, auch Fenomeno Vero (Das wahre Phänomen) genannt.

Alessandro Del Piero wurde in Conegliano in der italienischen Region Veneto geboren und wuchs in San Vendemiano unweit seiner Geburtsstadt auf. Sein Vater Gino, der 2001 verstarb, war bei der staatlichen Enel als Elektroinstallateur beschäftigt, seine Mutter Bruna ist Hausfrau. Er hat einen neun Jahre älteren Bruder, Stefano, der als sein Manager arbeitet.

Del Piero ist seit 2005 mit Sonia Amoruso verheiratet, die in Turin eine Modeboutique betreibt. Am 22. Oktober 2007 kam der erste Sohn der beiden, Tobias, zur Welt.

Alessandro Del Piero gilt als zurückhaltend, höflich und ernst. Für seinen Sportsgeist und seine Fairness wurde er schon mehrmals ausgezeichnet, so wurde er mit dem "Associazione Soomaaliya Special Award for Fairness" und dem "Coppa d'Argento' Premio Speciale Gentleman Award" prämiert.

Del Pieros Interessen abseits des Fußballplatzes sind vielfältig, er interessiert sich für andere Sportarten, wie Basketball oder Motorsport, und ist mit NBA-Star Steve Nash und Rennfahrer Jean Alesi befreundet. Außerdem ist er ein großer Musikfan. Er hat bereits eine eigene CD herausgebracht und ist seit einigen Jahren mit Oasis-Frontmann Noel Gallagher befreundet.

Del Piero begann seine Karriere in einem Amateurverein seiner Heimatstadt und konnte schnell auf sich aufmerksam machen. Im Jahr 1990 wechselte er zu Calcio Padova, wo man anfangs nicht von ihm überzeugt war. Del Piero debütierte er in der Saison 1991/92 für Padova bereits im Alter von 16 Jahren in der Serie B. Fortan pendelte er jeweils zwischen der Profimannschaft und der Jugendmannschaft Allievi nazionali.

Im Sommer 1993 wechselte er für umgerechnet etwa zwei Millionen Euro zum Turiner Spitzenverein Juventus Turin. Trotz seiner damals erst 19 Jahre trainierte er sofort im Profiteam mit und wurde von Trainer Giovanni Trapattoni auch oft eingesetzt (dies war insbesondere deshalb eine besondere Leistung, da zu dieser Zeit mit Fabrizio Ravanelli, Gianluca Vialli und Roberto Baggio drei Spitzenstürmer im Kader von Juventus standen). Sein Serie-A-Debüt feierte er am 12. September 1993 beim 1:1 beim Auswärtsspiel bei Foggia Calcio, als er in der 74. Minute für Ravanelli eingewechselt wurde. Schon eine Woche später schoss er beim 4:0 gegen den AC Reggiana sein erstes Tor. In der Saison 1993/94 spielte außerdem noch für die Jugendmannschaft Primavera und konnte mit dieser die italienische Meisterschaft gewinnen.

Seine konstant guten Leistungen veranlassten das Management auch dazu, den 1995 auslaufenden Vertrag von Roberto Baggio nicht mehr zu verlängern und stattdessen auf Del Piero zu setzen.

Im Sommer 1994 wurde Marcello Lippi Juve-Trainer und Luciano Moggi und Antonio Giraudo übernahmen das Management. Man dachte anfangs darüber nach, Del Piero für ein Jahr zum AC Parma zu schicken, um Spielpraxis zu sammeln, verwarf diese Gedanken aber später. In der Saison 1994/95 avancierte er schließlich zum Stammspieler und Liebling der Massen und gewann mit Juventus seine erste italienische Meisterschaft, gleichzeitig die erste für den Verein seit neun Jahren.

Als zur Saison 1995/96 die feste Nummerierung der Spieler eingeführt wurde, bekam Alessandro Del Piero die prestigeträchtige Rückennummer 10, die vor ihm schon Legenden wie Omar Sívori oder Michel Platini getragen hatten, zugesprochen und trägt diese bis heute. In dieser Spielzeit war er mit sechs Toren in elf Europapokalspielen maßgeblich am Sieg seiner Mannschaft in der Champions League beteiligt. Später schoss er sein Team auch noch mit seinem Tor im Finale gegen CA River Plate zum Weltpokalsieg. Del Piero wurde damals als bester Spieler des Weltpokal-Endspiels ausgezeichnet.

In der Spielzeit 1997/98 gewann er mit Juventus wiederum den Scudetto und spielte die wahrscheinlich beste Saison seiner Karriere. Er erzielte in der Serie A in 32 Spielen 21 Tore und zusätzlich noch 10 Tore in 10 Champions-League-Spielen, wo für Juve erst im Finale gegen Real Madrid Schluss war.

Am 8. November 1998 erlitt er im Spiel gegen Udinese Calcio einen Kreuzbandriss am rechten Knie und fiel neun Monate aus. Seit dieser schweren Verletzung hat man Del Piero immer wieder vorgehalten, an Stärke eingebüßt zu haben, was angesichts des Mediengewichts Del Pieros in der italienischen (Sport-)Presse oft zu großen Diskussionen führte. Erst in der Saison 2002/03 konnte wieder an eine vergleichbare Leistung wie vor der Verletzung anknüpfen.

Die Saison 1998/99 war die schlechteste für Juventus in Del Pieros Karriere, die Mannschaft landete vor allem auf Grund seiner und Filippo Inzaghis Verletzung nur auf dem sechsten Tabellenplatz, weshalb Marcello Lippi noch während der Saison zurücktrat und von Carlo Ancelotti beerbt wurde.

Die folgenden beiden Jahre (1999/00 und 2000/01) liefen nur durchwachsen für Del Piero und Juventus, die Meisterschaft wurde knapp verpasst und man schied jeweils früh aus dem Europapokal aus.

Erst als Marcello Lippi zur Saison 2001/02 als Trainer zu Juventus zurückkehrte, fand Del Piero und die ganze Mannschaft zum Erfolg zurück. In den Spielzeiten 2001/02 und 2002/03 steuerte er jeweils 16 Tore zum Gewinn der Meisterschaft bei. Im Jahre 2003 erreichte seine Mannschaft wiederum das Champions-League-Finale, was man erst im Elfmeterschießen gegen den AC Mailand verlor.

Im Sommer 2004 beerbte Fabio Capello Marcello Lippi als Juventus-Trainer und führte die Mannschaft zu zwei italienischen Meisterschaften (2004/05 und 2005/06). Diese wurden allerdings nach dem Urteil um den Fußball-Skandals 2005/06 wieder aberkannt. Del Piero hatte unter Capello keinen Stammplatz mehr sicher, da dieser lieber auf die beiden anderen Stürmerstars David Trezeguet und Zlatan Ibrahimović setzte. Alessandro kam oft nur als Einwechselspieler von der Bank, erzielte aber dennoch in den beiden Spielzeiten 14 bzw. zwölf Tore.

Die Saison 2006/07 bestreitet Alessandro Del Piero mit Juventus auf Grund des italienischen Fußball-Skandals 2005/2006, in den Juventus Turin verwickelt war, in der Serie B. Nach dem Zwangsabstieg war er der erste Spieler, der sich offen zu seinem Club bekannte und den Fans versprach, Juventus treu zu bleiben, egal in welcher Liga man in der nächsten Saison spiele. "Ein Kavalier verlässt seine Dame nicht." ("Un cavaliere non lascia mai la sua signora."), war diesbezüglich sein Wortlaut. Sein Trainer war Didier Deschamps, der nach Streitereien mit dem Präsidium kurz vor Saisonende zurücktrat. Del Piero war wieder unumstrittener Kapitän der Mannschaft und führte das Team zum Gewinn der Serie B und damit zum direkten Wiederaufstieg in die Serie A. Mit 20 Toren in 35 Partien wurde er obendrein noch Torschützenkönig der zweithöchsten italienischen Spielklasse.

In die Saison 2007/08 startete Alessandro Del Piero nur mittelmäßig, vor allem der neu verpflichtete Vincenzo Iaquinta machte ihm seinen Stammplatz streitig. Am 16. Oktober 2007 verlängerte Del Piero nach langwierigen Verhandlungen seinen 2008 auslaufenden Vertrag bis 30. Juni 2010. Danach zeigte er wieder bessere Leistungen und gehörte bis zum Saisonende zur Stammformation. Mit seinen insgesamt 21 Saisontoren in der Serie A verhalf Del Piero Juventus zum dritten Platz und sicherte sich, vor seinem Sturmpartner David Trezeguet, den Titel des Torschützenkönigs.

In der italienischen U-21-Nationalmannschaft debütierte Del Piero am 20. Januar 1993 unter Cesare Maldini, in der A-Nationalmannschaft bereits zwei Jahre später, am 25. März 1995, beim 4:1 gegen Estland. Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 15. November 1995 gegen Lettland.

In der Folge spielte Del Piero ab der EM 1996 bei allen Welt- und Europameisterschaften.

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 erreichte er mit Italien das Finale, das man erst in der Verlängerung durch Golden Goal gegen Frankreich verlor. In diesem Spiel vergab Del Piero zwei hochkarätige Torchancen, was man ihm noch lange ankreidete.

Seit einigen Jahren hat Del Piero jedoch einen schweren Stand in der Nationalmannschaft, da sowohl Giovanni Trapattoni, als auch Marcello Lippi Francesco Totti ihm immer wieder vorzogen. Bei der WM 2002, der EM 2004 und der WM 2006 hatte er keinen Platz in der Stammformation sicher und wurde häufig nur eingewechselt, was ihn nicht daran hinderte, als Einwechselspieler wichtige Tore zu schießen. So zum Beispiel das Ausgleichstor gegen Mexiko bei der Weltmeisterschaft 2002, das der Squadra Azzurra das Weiterkommen ermöglichte und das er sofort seinem kurz zuvor verstorbenen Vater widmete, oder das entscheidende 2:0 beim Halbfinale der WM 2006 gegen Deutschland.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland stand Alessandro Del Piero vor den gleichen Problemen wie schon 2002. Obwohl sich Francesco Totti dreieinhalb Monate vor WM-Beginn in einem Punktspiel gegen den FC Empoli das Schien- und Wadenbein gebrochen hatte, stand Del Piero wieder nur in der zweiten Reihe. Marcello Lippi vertraute in den ersten Spielen lieber auf den halb fitten Totti. Weiterhin standen mit Luca Toni (31 Tore in der Saison 2005/06) und Alberto Gilardino zwei weitere Topstürmer in den Reihen der Azzurri, an denen ein Vorbeikommen fast unmöglich erschien. Dennoch wusste Lippi aus vielen gemeinsamen Jahren bei Juventus Turin um die Stärken Del Pieros und das dieser jederzeit bereit sein würde, wenn er ihn brauchte. Zum Achtelfinale gegen Australien durfte Del Piero dann von Beginn an spielen, da Totti zuvor wechselhafte Leistungen gezeigt hatte, doch er konnte nicht überzeugen und wurde wieder auf die Bank verbannt. In Viertelfinale gegen die Ukraine kam er nicht zum Einsatz, im Halbfinale gegen Deutschland wurde er in der 104. Minute eingewechselt und schoss mit seinem 2:0 in der 120. Minute Italien endgültig ins Finale gegen Frankreich. Hier wurde er in der 86. Minute wiederum eingewechselt und verwandelte im Elfmeterschießen den vorentscheidenden Elfmeter zum 5:3 für den späteren WM-Sieg der Italiener.

Nach der WM kehrte er nach einer kurzen Pause wieder in die Nationalmannschaft zurück, beim EM-Qualifikationsspiel in Georgien wurde er jedoch vom neuen Trainer Roberto Donadoni, offiziell aus "taktischen Gründen", auf die Tribüne verbannt, wofür dieser in der Öffentlichkeit heftig kritisiert wurde. Auch die Nationalmannschaftkollegen stellten sich auf Del Pieros Seite und der bekundete, sich auch weiterhin in der Nationalmannschaft durchbeißen zu wollen. Donadoni nominierte ihn jedoch nur noch selten. Nach Del Pieros starken Leistungen in der Rückrunde der Saison 2007/08 und dem Gewinn der Torjägerwertung berief Roberto Donadoni ihn schließlich doch in den Kader für die Europameisterschaft.

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Marcello Lippi

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1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Marcello Romeo Lippi (* 12. April 1948 in Viareggio (LU), Italien) ist ein früherer italienischer Fußballspieler und jetziger -trainer.

Aktuell betreut er die Italienische Fußballnationalmannschaft, die er 2006 bei der Weltmeisterschaft in Deutschland zum Titelgewinn führte.

Seine Karriere als Spieler verlief eher unauffällig – hauptsächlich spielte Lippi als Libero bei Sampdoria Genua (1962 bis 1980), außerdem stand er auch beim Savona 1907 FBC und der AC Pistoiese unter Vertrag.

Der Trainer Lippi zählt heute zu den gefragtesten Trainern der Welt. Dabei hatte er als Trainer klein angefangen, er begann 1982 als Jugendtrainer bei Sampdoria Genua. Seine erste Station in einer Profimannschaft war bei der US Pontedera in der Serie C2 (1985–1986). Marcello Lippi trainierte danach den AC Siena (1986–1987), Pistoiese (1987–1988), Carrarese (1988–1989), den AC Cesena (1989–1991), Lucchese (1991–1992), Atalanta Bergamo (1992–1993) und den SSC Neapel (1993–1994), mit dem er den sechsten Platz in der Serie A belegte. Im Jahre 1994 wurde er von Juventus Turin als Trainer verpflichtet. Dort gewann er in seiner ersten Amtszeit von (1994 bis 1999) drei italienische Meisterschaften, eine Coppa Italia, zwei italienische Supercups, eine Champions League, einen europäischen Supercup und einen Weltpokal, außerdem führte er Juve zwei weitere Male ins Finale der Champions League, die man allerdings verlor. In der Saison 1998/99 war Juventus vom Verletzungspech verfolgt (u.a. Alessandro Del Piero und Filippo Inzaghi) und konnte die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, was Lippi noch während der Saison zum freiwilligen Rücktritt bewog.

Zur Saison 1999/2000 wurde Marcello Lippi Trainer bei Inter Mailand, wo er sich nie richtig wohlfühlte und auch nicht an die Erfolge bei Juventus anknüpfen konnte. Schon nach der ersten Saison bat er um Auflösung seines Vertrages. Massimo Moratti, der Vereinspräsident, lehnte dies jedoch ab, entließ ihn aber nach dem ersten Meisterschaftsspiel der neuen Saison.

Im Sommer 2001 kehrte Lippi wieder zu Juventus Turin zurück und konnte wieder auf Anhieb die Meisterschaft feiern und den Titel in der folgenden Saison verteidigen. Lippis Team gewann außerdem noch zwei italienische Supercups und erreichte 2002/03 wiederum das Finale der Champions League, verlor aber im Elfmeterschießen gegen den AC Mailand. Nach einer eher enttäuschenden Saison 2003/04 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert.

Am 1. Juli 2004 wurde Marcello Lippi Trainer der italienischen Fußballnationalmannschaft, die er 2006 zum Weltmeistertitel führte. Zuvor war der Weg für Lippi in der Nationalmannschaft jedoch eher durchwachsen: Zwar hatte er das Ziel der WM-Qualifikation erreicht, jedoch gelang dies nur mit knappen Siegen und trotz einer 0:1-Niederlage in Slowenien. Dann kamen allerdings die überzeugenden Siege in Freundschaftsspielen gegen Russland (2:0), die Niederlande (3:1) und Deutschland (4:1). Diese bestätigten, dass sich die jungen Spieler wie Daniele De Rossi und Alberto Gilardino, die Lippi in die Mannschaft eingebaut hatte, immer besser einfügten. Von Oktober 2004 bis zum Endspiel am 9. Juli 2006 blieb er mit Italien in 25 Länderspielen ungeschlagen bei 16 Siegen und neun Unentschieden. Nach diesem Triumph trat er am 12. Juli 2006 von seinem Amt als Nationaltrainer Italiens zurück. Lippi ist der erste Trainer, der in seiner Trainerlaufbahn Weltmeister und Champions-League-Sieger wurde.

Am 24. Juni 2008 wurde bekannt, dass Lippi wieder Trainer der Italienischen Fußballnationalmannschaft wird. Er trat die Nachfolge von Roberto Donadoni an, der nach dem Ausscheiden der Azzurri im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 beurlaubt wurde. Sein erstes Spiel, am 20. August 2008 gegen Österreich, endete 2:2.

Durch ein 1:1-Unentschieden beim Freundschaftsspiel gegen Griechenland am 20. November 2008 blieb die Nationalmannschaft unter Lippi zum 31. mal nacheinander ungeschlagen. Damit stellte Lippi den Weltrekord ein.

Lippi spielte mit Italien bei der WM 2006 ein 4-4-1-1 System. Die Mannschaft kassierte im gesamten Turnier keinen einzigen Gegentreffer aus dem Spiel heraus (nur ein Eigentor und eins per Elfmeter).

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AC Mailand

Logo des AC Maialnd

Der AC Mailand (offiziell Associazione Calcio Milan) ist ein italienischer Fußballklub aus dem im Norden Italiens gelegenen Mailand (Lombardei).

Mit 17 nationalen Meistertiteln, fünf Pokalsiegen, dem siebenmaligen Gewinn des Europapokals der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League und dem viermaligen Gewinn des Weltpokals gehört der Klub zu den erfolgreichsten und traditionsreichsten Vereinsmannschaften der Welt. Seine Heimstätte, das von den Fans meist nach dem gleichnamigen Mailänder Stadtteil San Siro genannte Giuseppe-Meazza-Stadion (siehe dazu weiter unten), teilt sich der AC Mailand mit dem Lokalrivalen Inter Mailand. Im Jahr 2008 erwirtschaftete der Verein einen Umsatz von 209,5 Millionen Euro und ist damit der Umsatzstärkste Verein Italiens, Weltweit belegt der Verein Platz acht.

Der AC Mailand, auch kurz Milan genannt, wurde am 16. Dezember 1899 als Mailänder Fußball- und Cricketklub (Milan Football and Cricket Club) von einer Gruppe ausgewanderter englischer Geschäftsleute unter der Leitung von Alfred Edwards gegründet. In diesen Jahren entwickelte sich in Italien auch gerade ein erster geordneter Spielbetrieb auf Landesebene, in dem sich der AC Mailand schnell profilierte. Bereits 17 Monate nach der Vereinsgründung, am 5. Mai 1901, setzte sich die Mannschaft aus der Lombardei mit einem 1:0 im Meisterschaftsendspiel gegen den CFC Genua durch und errang den ersten Titelgewinn. 1908, Mailand hatte zwischenzeitlich zwei weitere Meistertitel errungen, spaltete sich dann der Klub. Die italienischen und Schweizer Mitglieder verließen den Verein, um den heutigen Lokalrivalen Inter Mailand zu gründen.

In den folgenden Jahren konnte der AC Mailand mit der neuen Mannschaft nicht mehr an die Erfolge der ersten neun Jahre anknüpfen. Erst 1915 erreichte die Mannschaft wieder die Endrunde, die wegen des Kriegsbeginns aber nicht mehr zu Ende gespielt wurde und ohnehin nicht mehr zu gewinnen war. Während der Kriegsjahre wurde in einigen Regionen noch Fußball gespielt, und der AC Mailand trat im näheren Umland gegen andere Mailänder Vereine an. Ab 1929 etablierte sich der AC Mailand schließlich in der neu gegründeten italienischen 1. Liga im Mittelfeld.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkten sich die Rossoneri (Rot-Schwarzen) mit den schwedischen Spielern Gunnar Gren, Gunnar Nordahl und Nils Liedholm und fanden zu alter Spielstärke zurück. Als die Südamerikaner Juan Schiaffino und José Altafini zum Verein stießen, wurde die Überlegenheit in der italienischen Liga immer deutlicher. In den ersten 20 Jahren nach Kriegsende erreichte der AC Mailand in der Serie A bis auf eine Ausnahme jedes Mal einen der ersten drei Tabellenplätze, wobei es allein fünf Meistertitel zu bejubeln gab.

Aber auch auf internationaler Ebene konnte man Erfolge feiern. Nachdem die Italiener 1956 und 1958 im Halbfinale bzw. im Finale des Europapokals der Landesmeister jeweils am spanischen Vertreter Real Madrid scheiterten, errangen sie schließlich am 22. Mai 1963 mit einem 2:1-Endspielsieg gegen Benfica Lissabon erstmals den bedeutendsten europäischen Titel.

Den Gewinn des Weltpokals verpasste man allerdings, nachdem man gegen den Gewinner der südamerikanischen Klubmeisterschaft FC Santos (Brasilien) im entscheidenden Spiel mit 0:1 unterlag. Zuvor konnten beide Mannschaften zuhause ihren Gegner jeweils mit 4:2 bezwingen.

1965 schied der AC Mailand als Titelverteidiger bereits im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Real Madrid (Spanien) aus.

Nachdem 1964 und 1965 jeweils der Stadtrivale Inter sowohl den Europapokal der Landesmeister als auch den Weltpokal hatte gewinnen können und somit in der Anzahl der Erfolge an Milan vorbeigezogen war, folgte 1968 schließlich der zweite große internationale Triumph für die Rossoneri als sie gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV den Cup der Pokalsieger gewinnen konnten. Ein Jahr später gewann der AC Mailand zum zweiten Mal den Europapokal der Landesmeister. Dabei schlugen sie die Mannschaft von Ajax Amsterdam deutlich mit 4:1. Diesmal blieben die Mailänder auch im Duell gegen den Vertreter aus Südamerika Sieger und gewannen somit erstmals den Weltpokal. Dabei setzten sie sich gegen den Vorjahressieger Estudiantes de La Plata aus Argentinien durch, als sie nach einem deutlichen 3:0-Heimerfolg im Rückspiel knapp mit 1:2 unterlagen.

Der europäische Vereinstitel konnte aber wiederum nicht verteidigt werden, da man in der darauf folgenden Saison schon im Achtelfinale gegen den späteren Turniersieger Feyenoord Rotterdam (Niederlande) ausschied.

1973 gewann der AC Mailand zum zweiten Mal den Pokalsiegerwettbewerb. Dabei wurde im Finale die Mannschaft von Leeds United (England) bezwungen. Ein Jahr später stand man erneut im Finale, verlor jedoch überraschend mit 0:2 gegen den Pokalsieger aus der DDR, den 1. FC Magdeburg.

1980 endete die Erfolgsserie des AC Mailand abrupt, als der Klub zusammen mit Lazio Rom wegen illegaler Wettgeschäfte vom italienischen Fußballverband zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt wurde. Auch wenn den Mailändern umgehend der Wiederaufstieg gelang, erholte sich der Verein nur langsam und musste im Jahr darauf erneut den Weg in die zweite Liga antreten.

Nach dem neuerlichen Abstieg in die Serie B gelang wiederholt der sofortige Wiederaufstieg in die oberste Spielklasse. Als Mitte der achtziger Jahre der Medien-Mogul Silvio Berlusconi den Vorsitz übernommen hatte, fand der AC Mailand schließlich wieder in die Erfolgsspur zurück. Unter Berlusconi erfuhr die Mannschaft einen erheblichen Neuaufbau, dabei wurde u. a. mit Arrigo Sacchi ein Trainer verpflichtet, welcher einen offensiven Fußball bevorzugte. Zur Umsetzung dessen wurden für hohe Ablösesummen neben Roberto Donadoni die niederländischen Fußballstars Ruud Gullit, Marco van Basten und Frank Rijkaard eingekauft. Neben diesen offensiven Spielern und den beiden Abwehrstrategen Franco Baresi und Paolo Maldini entwickelte sich mit der Zeit eine schlagkräftige Mannschaft, welche ab Ende der achtziger Jahre den europäischen Vereinsfußball zu dominieren begann. Dabei gewann der AC Mailand 1989 nach dem elften Gewinn der Meisterschaft im Jahr zuvor den Europapokal der Landesmeister, den europäischen Supercup und den Fußball-Weltpokal. In der nationalen Meisterschaft hingegen musste man sich am Saisonende mit dem dritten Rang hinter dem Stadtrivalen Inter und dem SSC Neapel begnügen.

1990 gelang dem AC Mailand die erfolgreiche Titelverteidigung im Europacup der Landesmeister. Trotzdem mussten sich auch in diesem Jahr die Rot-Schwarzen mit dem SSC Neapel der Konkurrenz aus dem Süden Italiens beugen und belegten in der Endabrechnung Platz zwei. 1991 wurde mit Fabio Capello ein neuer Trainer verpflichtet, welcher im Gegensatz zu seinem Vorgänger eher defensiv spielen ließ. Außerdem kamen mit Zvonimir Boban und Dejan Savićević sowie Jean-Pierre Papin weitere Weltklassespieler zum AC Mailand. Doch wie schon im Jahr zuvor reichte es in der nationalen Meisterschaft wieder nur für den zweiten Platz. Diesmal musste man der Mannschaft von Sampdoria Genua den Vortritt lassen. Auch im Europacup scheiterten die Italiener bereits im Viertelfinale gegen den französischen Meister Olympique Marseille, dem späteren Finalisten. Nachdem der Titelverteidiger als Gastgeber im ersten Spiel nicht über ein Unentschieden hinauskam, musste das Rückspiel in Marseille unbedingt gewonnen werden. Als beim Stand von 1:0 für die Franzosen kurz vor Schluss im Stadion die Flutlichtanlage ausfiel, nahmen das die Italiener zum Anlass das Spiel abzubrechen. Daraufhin wurde der Verein für sein eigenmächtiges Handeln für ein Jahr von allen europäischen Klubwettbewerben ausgeschlossen.

In der Saison 1991/92 konnte der AC Mailand nach vier Jahren wieder den Scudetto gewinnen. Dabei blieb man die gesamte Saison über in der Serie A ungeschlagen. Auch in den folgenden beiden Jahren blieb man die Nummer eins im eigenen Land.

Ab der Saison 1992/93 durfte der AC Mailand wieder am höchsten europäischen Klubwettbewerb teilnehmen, welcher erstmals unter der Bezeichnung UEFA Champions League durchgeführt wurde. Dabei gelang auf Anhieb wieder der Einzug ins Finale, wo man auf den letzten europäischen Bezwinger aus Marseille traf. Obwohl der AC Mailand als klarer Favorit in das Spiel ging, misslang die Revanche für die Viertelfinalniederlage zwei Jahre zuvor. Olympique Marseille hingegen feierte durch einen knappen 1:0 Sieg den ersten Gewinn der europäischen Königsklasse.

Im darauf folgenden Jahr zogen die Mailänder wiederum in das Finale ein. Dabei vermochte die Mannschaft in der Vorrunde mit ihrem schon markanten Defensivfußball nur wenig überzeugen und konnte von 6 Spielen gerade einmal zwei gewinnen, bei 4 Unentschieden. Aus diesem Grund galt der AC Mailand seit langer Zeit wieder als Außenseiter, da ihm mit dem FC Barcelona eine Mannschaft gegenüberstand, welche nach Ansicht vieler Beobachter den offensivsten und torreichsten Fußball dieser Zeit praktizierten. Doch zum allgemeinen Erstaunen blieb die erwartete Wachablösung im europäischen Vereinsfußball aus. Der AC Mailand übernahm im Athener Olympiastadion vor 76.000 Zuschauer von Beginn an die Initiative und besiegte seinen spanischen Kontrahenten deutlich mit 4:0.

Auch 1995 kam der AC Mailand zum nunmehr dritten Mal in Folge ins Finale der Champions League. Die mittlerweile in die Jahre gekommenen Stars unterlagen dabei den "jungen Wilden" von Ajax Amsterdam mit 0:1. Dabei erzielte der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 18-jährige Patrick Kluivert das "goldene Tor".

Mit dieser Niederlage ging in der europäischen Königsklasse eine 7-jährige Ära zu Ende, in welcher der AC Mailand eine prägende Rolle innehatte, welche in seiner Dominanz nur mit der von Real Madrid in den späten 1950er-Jahren zu vergleichen war. Die Italiener erreichten in dieser Zeit fünfmal das Finale, wobei sie letztlich dreimal Europas Fußballkrone erringen konnten.

Danach endete vorerst die Überlegenheit des AC Mailand, da die Mannschaft im Umbruch stand. Trainer Fabio Capello verließ den Verein und wurde durch Oscar Tabárez aus Uruguay ersetzt. Ruud Gullit hatte schon 1993 sein Engagement beim Verein beendet, Marco van Basten musste wegen anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere beenden und andere Stars früherer Jahre konnten wie Franco Baresi nicht mehr an ihre alte Leistungsfähigkeit anknüpfen. Neue spektakuläre Verpflichtungen wie die von Roberto Baggio oder George Weah konnten die dabei entstehenden Lücken nicht schließen, wodurch der Verein in Europa eine Reihe überraschender Niederlagen einstecken musste. In den Jahren 1997 und 1998 war der Klub aus Norditalien weit von den Erfolgen vergangener Tage entfernt, da er in dieser Zeit selbst auf nationaler Ebene nur ein Platz in der unteren Tabellenhälfte erreichen konnte. Nach kurzen erneuten Amtsperioden von Sacchi und Capello wurde schließlich Alberto Zaccheroni als Trainer verpflichtet, der die Durststrecke beendete und den Verein 1999 zur erneuten Meisterschaft führte. Trotzdem drehte sich das Trainerkarussell weiter bis mit Carlo Ancelotti auch der internationale Erfolg zurückkehrte. Nachdem u. a. der torgefährliche ukrainische Stürmer Andriy Shevchenko geholt wurde, galt der AC Mailand wieder als eine der spielstärksten Mannschaften Europas und erreichte schließlich im Jahre 2003 wieder das Finale der Champions League. Hierbei gewann man im Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten Juventus Turin und konnte sich so den wertvollsten Titel Europas zum mittlerweile sechsten Mal sichern.

In der Saison 2004/05 stand der AC Mailand erneut im Finale der Champions League, wo der Gegner diesmal FC Liverpool hieß. Dieses Spiel sollte als eines der denkwürdigsten in die Geschichte des europäischen Meistercups eingehen. Nachdem der große Favorit aus Italien anfangs seinen Gegner nach Belieben beherrschte und zur Halbzeit bereits mit drei Toren führte, kämpften sich die aufopferungsvoll kämpfenden Engländer wieder ins Spiel zurück und erreichten die Verlängerung. Nachdem diese keine Entscheidung brachte, wurde der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt, in welchem schließlich die Mannschaft des AC Mailand das schon sicher geglaubte Spiel doch noch verlor.

Ein Jahr später konnte der AC Mailand das Halbfinale der Champions League erreichen, musste sich dort jedoch dem späteren Sieger FC Barcelona geschlagen geben.

Im Mai 2006 wurde die italienische Liga von einem Skandal erschüttert, in welchem neben Juventus Turin auch der AC Mailand verwickelt war. Als Konsequenz wurde dem Mailänder Verein für die gerade abgeschlossene Saison 2005/06 44 Punkte abgezogen. Dadurch verlor Milan den 2. Platz und damit die verbundene direkte Qualifikation für die Champions League 2006/07. Ein Berufungsgericht milderte allerdings den Richterspruch ab und reduzierte die Strafe auf 30 Punkte Abzug, wodurch der Verein in der Endabrechnung noch den dritten Tabellenplatz belegte und zumindest noch die Champions League über die Qualifikationsrunde erreichen konnte.

Trotz dieses mühevollen Umweges erreichte Milan in der Saison 2006/07 wiederum das Finale der Champions League, wo mit dem FC Liverpool der Endspielgegner von Istanbul wartete. Doch anders als im legendären Finale von 2005 behielten die Rossoneri hier das bessere Ende für sich und gewann verdient mit 2:1. Im August des gleichen Jahres konnte der AC Mailand dem Triumph in der Königsklasse noch den Gewinn des Supercups hinzufügen, als in Monaco der amtierende UEFA-Cup Sieger FC Sevilla mit 3:1 bezwungen wurde. Dieses Spiel stand jedoch im Schatten des drei Tage zuvor verstorbenen FC-Spielers Antonio Puerta. Im Andenken an den Verteidiger trugen alle Spieler unterhalb der Trikotnummer den Namen Puerta.

Am 16. Dezember 2007 gelang dem AC Mailand zum vierten Mal der Sieg im Weltpokal, wobei in Yokohama der Sieger aus der Südamerika-Gruppe, die Boca Juniors, mit 4:2 geschlagen wurden. Die Saison 2007/08 wurde in der Serie A auf einem enttäuschenden fünften Tabellenplatz abgeschlossen, wodurch man in der Saison 2008/09 im UEFA-Cup spielen wird.

Der offizielle Name des Fußballstadions von Milan und Inter lautet Giuseppe-Meazza-Stadion. Der Name wurde nach einem Umbau zu Ehren des Fußballspielers Giuseppe Meazza im März 1980 vergeben. Meazza spielte hauptsächlich bei Inter (348 Spiele), aber auch bei Milan (37 Spiele). Trotzdem wird das Stadion weiterhin mit seinem ursprünglichen Namen San Siro genannt. San Siro ist der Name des Stadtteils in welchem das Stadion steht. Der Name kommt wiederum von einer kleinen Kirche, welche nicht mehr vorhanden ist. Das Stadion hat insgesamt 82.955 Sitzplätze, welche in drei Ringe aufgeteilt sind.

Die Rossoneri konnten auf internationaler Ebene bisher 18 Titel in folgenden Wettbewerben verbuchen: Champions League bzw. Europapokal der Landesmeister (7x), Weltpokal (4x), Europäischer Supercup (5x) und Europapokal der Pokalsieger (2x). Damit ist Milan in Bezug auf die Summe der Titelgewinne in diesen Bereichen der erfolgreichste Fußballverein der Welt. Allein im bedeutendsten europäischen Klubwettbewerb stand Milan bisher 11mal im Finale und blieb dabei sieben Mal siegreich. Einzig Real Madrid hat hier mit 9 Titeln eine bessere Bilanz aufzuweisen.

Die Fan-Gruppen des AC Mailand sind traditionell in der Curva Sud des Stadions zu finden. Sie sind, wie viele Italiener, sehr sangesfreudig. Eines ihrer Lieder ist die Mailänder Hymne O mia bela Madunina mit dem Refrain „… ma Milan è un gran Milan“ (… aber Mailand ist ein großes Mailand).

Die Fossa dei Leoni (ital., Löwengrube) war eine Ultrà-Gruppierung. Sie wurde 1968 gegründet und hatte bis zu 10.000 Mitglieder. Bekannt war die Gruppierung für die leichte Aufnahme von Mitgliedern. Ganz im Gegensatz zu der Brigate Rossonere war sie aufgrund ihrer Größe unpolitisch. Zwischen der Fossa dei Leoni und der Brigate Rossonere gab es ein Abkommen, dass Politik im Stadion nichts zu suchen hat. Dieses Abkommen besteht nach der Auflösung der Fossa dei Leoni weiter. Im November 2005 lösten sich die FdL nach dem Verlust ihres Auswärtsbanners (an die Gruppe Viking Juve) auf. Die Auflösung ist jedoch nicht endgültig.

Die Commandos Tigre, gegründet 1967, sind im Unterrang der Curva Sud zu finden.

Die Brigate Rossonere wurden 1975 gegründet und sind derzeit die größte Fangruppe des AC Milan. Auch sie haben ihren Platz in der Curva Sud.

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Source : Wikipedia