Rheinhausen

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Geschrieben von c3po 28/02/2009 @ 10:04

Tags : rheinhausen, baden-württemberg, deutschland

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Hütten- und Bergwerke Rheinhausen

Hüttenwerk Rheinhausen im März 1976

Die Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG war eine Gesellschaft innerhalb des Kruppschen Firmenimperiums. Sie betrieb ein Hüttenwerk in Rheinhausen am Niederrhein, das heute ein Stadtbezirk von Duisburg ist.

Auf Initiative von Friedrich Alfred Krupp wurden im Jahre 1896 die Planungen für ein Hüttenwerk aufgenommen. Bereits am 18. Dezember 1897 wurden die ersten Hochöfen angeblasen. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg galt das Werk als das größte Europas. Die Produkte umfassten Schienen, Stab- und Profilstahl, Halbzeug, Schwellen und Walzdraht.

Mit der Ansiedlung der Firma Krupp Ende des 19. Jahrhunderts begann eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte im Raum der Dörfer, die sich 1923 zur Landgemeinde Rheinhausen zusammenschlossen und heute ein Stadtbezirk Duisburgs sind. Allerdings begann auch die Zeit starker Umweltverschmutzung. Ein ganzes Dorf (Bliersheim) verschwand unter dem Werksgelände, das sich verkehrsgünstig gelegen direkt am linken Rheinufer gegenüber Duisburg befand und über einen eigenen Hafen verfügte.

Ende des 19. Jahrhunderts hatten die Dörfer etwa 5.000 Einwohner, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zählte das 1934 zur Stadt erhobene Rheinhausen rund 46.000 Einwohner. Sie waren in mehreren großen Schüben, vor allem aus dem oberschlesischen Bergbaugebiet hierhin gezogen, um in den Zechen Diergardt und Mevissen, vor allem aber im Kruppschen Hüttenwerk, Arbeit zu finden. Nach dem Zweiten Weltkrieg betrug die Einwohnerzahl noch ca. 40.000. 1949 wurde der 50.000. Einwohner registriert. 1947 wird das Kruppsche Hüttenwerk aus dem Krupp-Konzern entflochten und aus der Demontageliste gestrichen; später wurde es wieder in den Krupp-Konzern integriert. Neben dem Stahlwerk entstand ein weiteres Tochterunternehmen: die Fa. Krupp Industrie- und Stahlbau, später Krupp Industrietechnik genannt.

Bis zu 16.000 Menschen fanden in den 1960er Jahren bei Krupp Arbeit, viele von ihnen kamen aus der Stadt Duisburg und dem niederrheinischen Hinterland. Daher wird die Bahnlinie 33 auf der Niederrheinstrecke, die von Kleve über Xanten, Rheinberg und Moers nach Rheinhausen führt, traditionell noch immer Hippeland-Express genannt (offizielle Bezeichnung: Der Niederrheiner), denn damals transportierte diese Linie Industriearbeiter aus dem landwirtschaftlich geprägten Kreis Kleve mit seiner traditionellen Ziegenzucht zum Hüttenwerk.

Die Firma Krupp nahm dabei lange Zeit eine wichtige Rolle für die urbane Entwicklung Rheinhausens ein: Krupp ließ eine Mustersiedlung für Stahlarbeiter bauen (Margarethensiedlung), einen kleinen Bahnhof am Werkstor I (Bahnhof Rheinhausen-Ost) sowie ein Krankenhaus, das den Namen seiner Ehefrau Bertha trug. Auch war die Firma Krupp, vor allem in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Firma, die für ihre Beschäftigten zahlreiche soziale Einrichtungen schuf. Von Krupp-eigenen Konsumgeschäften, in denen zunächst nur Werksangehörige und ihre Familien einkaufen konnten, über einen Krupp-eigenen Kindergarten, eine Krupp-eigene Bücherei, das erwähnte Berthakrankenhaus, eine eigene Badeanstalt (am Kruppsee), Großwäschereien für die Familien der Beschäftigten bis hin zu Kuranlagen an Luftkurorten. Rheinhausen war Krupp und Krupp war Rheinhausen. Beschäftigte bei der Firma Krupp blieben dort ein Leben lang und vor allem die Söhne fingen auch dort an zu arbeiten, die Töchter heirateten die Söhne anderer Kruppianer. Die gewerkschaftliche Organisationsquote der Krupp-Beschäftigten in der IG Metall lag bei fast 100 %.

Durch die Gewerbesteuereinnahmen von Krupp konnten in den 60er und beginnenden 70er Jahre durch die Stadtverwaltung viele soziale Einrichtungen, wie 6 Jugendzentren, 5 Altentagesstätten, 19 Kindergärten, Frei- und Hallenbädern eingerichtet werden, sowie eine international beachtete Sporthalle (Krefelder Straße) und eine große Veranstaltungshalle (Rheinhausenhalle). Es wurde auch der Volkspark Rheinhausen gegründet (Rheinhausens grüne Lunge) und an sehr vielen Straßen wurden Alleebäume gepflanzt, die dem Stadtteil insbesondere ab den 80er Jahre ein parkartiges Aussehen verschafften. Allerdings sorgte der Einfluss der Firma Krupp auch dafür, dass keine Konkurrenzfirmen sich ansiedeln konnten, die im örtlichen Arbeitskräftereservoir hätten wildern können. Dadurch war in dieser Stadt eine extreme Monostruktur gegeben.

Mit dem Niedergang von Kohle und Stahl begann auch für Rheinhausen der wirtschaftliche Abstieg. Die beiden Zechen wurden bereits in den 60er Jahren geschlossen. Hier wurden aber freigesetzte Arbeitskräfte meist von der Firma Krupp, die weiter expandierte, aufgenommen. In den 80er Jahren machte das Kruppsche Hüttenwerk dann bundesweit Schlagzeilen.

Die Krupp Stahl AG gibt am 3. Dezember 1982 die Schließung ihres Walzwerkes in Duisburg-Rheinhausen bekannt. Mehrere Tausend Arbeiter sollen ihren Arbeitsplatz verlieren. Krupp begründet die Entscheidung so: mit den Walzstählen aus Rheinhausen sei die Aktiengesellschaft am subventionierten Markt nicht konkurrenzfähig. Mitte der 70er Jahre hatte eine weltweite Stahlkrise eingesetzt. Es kam zu Absatzschwierigkeiten, mehrere Werke in Deutschland mussten schließen. Insgesamt waren in der Stahlbranche 200.000 Stellen bedroht. Noch mehr waren es im Bergbau.

1987 erhielt Rheinhausen durch den Widerstand gegen die Schließung des damals vorhandenen Stahlwerks große Medienpräsenz. Am 26. November 1987 wurde bekannt, dass der Konzern die Werksschließung bis Ende 1988 plante, über 6.000 Arbeitsplätze waren gefährdet. Nach einer viel beachteten Rede von Helmut Laakmann begann der Arbeitskampf. In Duisburg-Rheinhausen besetzten am 10. Dezember 1987 Krupp-Arbeiter die Rheinbrücke, protestieren gegen die Schließung ihres Werkes. Rheinhausen wurde damit zum Synonym für „Stahlkrise“. Die Rheinbrücke Rheinhausen - Hochfeld wurde von den Arbeitnehmern in „Brücke der Solidarität“ umbenannt, ein Name, der später von der Stadt Duisburg offiziell übernommen wurde. Im Winter 1987/88 folgten große Demonstrationen gegen die Schließung des verbliebenen Hüttenwerks. In diesem Rahmen wurden auch die Rheinbrücke sowie die Autobahn blockiert und die Krupp-Hauptverwaltung in der Villa Hügel in Essen besetzt. Monatelange Mahnwachen begleiteten die Auseinandersetzungen.

Trotz aller Proteste endete am 15. August 1993 mit der endgültigen Schließung der Kruppschen Hüttenwerke eine fast 100jährige Industriegeschichte. Erhalten sind noch die Villen der ehemaligen leitenden Angestellten in Bliersheim und das Casino mit dem Charme der 50er Jahre.

Auf dem Gelände des ehemaligen Kruppstahlwerkes entsteht mit 2.300 Arbeitsplätzen ein Zentrum für Logistikunternehmen unter dem Namen Logport. Containerterminals bestimmen nun das Bild des Geländes.

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Realschule Rheinhausen I (Körnerplatz)

Der Neubau der Realschule wurde im Sommer 1999 fertiggestellt und besitzt 8 Klassen- und 4 Fachräume

Die Realschule Rheinhausen in Rheinhausen besuchen fast 700 Schüler, die von rund 32 Lehrern unterrichtet werden. Die im Jahre 1958 gegründete Schule am Körnerplatz gehört zu den größten Schulen in Duisburg.

Die Form der Realschule existiert in Rheinhausen seit 1958, mit der Gründung der Realschule Rheinhausen, welche am 18. April 1958 ihren Unterricht aufnahm. Am Anfang jedoch fand der Unterricht noch nicht im jetzigen Schulgebäude statt, sondern in der damaligen Berufsschule an der Pestalozzistraße. Damit stellte die Realschule Rheinhausen die erste und einzige Realschule in der damals selbstständigen Stadt Rheinhausen dar und ihrem linksrheinischen Umfeld.

1959 wurde der Grundstein für den Neubau am Körnerplatz gelegt, für den es am 27. Mai 1960 ein Richtfest gab. Dieser Gebäudeteil wurde am 18. Juni 1961 eingeweiht.

Im April 1966 erfolgte der dritte Bauabschnitt, Turnhalle und Aula wurden hinzugefügt. Die Aula wird am 18. Juni 1966 offiziell eingeweiht und im folgenden November wird auch die Turnhalle fertiggestellt.

Im Jahr 1981 fügt man dem Klassentrakt noch sechs Klassenräumlichkeiten hinzu, jedoch nicht als ein eigenständiger Gebäudeabschnitt, sondern sie werden außen am letzten Gebäudeelement parallel verlaufend angebaut und verbunden.

1983/84 feiert die Realschule Rheinhausen ihr 25-jähriges Bestehen und veranstaltet einen großen Festakt und einen Tag der offenen Tür. Einen Beitrag zum 50. Geburtstag der Stadt Rheinhausen leisteten die Schüler, indem sie eine Festlichkeit organisierten und unter anderem einen Kalender mit Motiven mit der Stadt selber erstellten.

1986 wurde der Fachbereich Informatik im naturwissenschaftlichen Trakt eingerichtet, dort können die Schüler an zehn zu der Zeit topaktuelle Rechnern arbeiten, es fehlten lediglich die Drucker.

1987/88 unterstützten die Schüler der Realschule Rheinhausen die „Kruppianer“ bei ihren Demonstrationen gegen die Schließung des Kruppstahlwerkes Rheinhausen.

1994 organisieren Lehrer und Schüler einen Sponsorenlauf, sein Erlös kam einer Kinderkrankenstation im russischen Vetka zu Gunsten.

Das Schullandheim in Hollerath wurde 1995 teilweise Eigentum der Schule. Dessen laufende Kosten werden teilweise durch Veranstaltungen der Schule und Schüler getragen.

Im Oktober 1997 fand erstmals ein Schüleraustausch zwischen der Realschule Rheinhausen und der Ferryhill Comprehensive School aus Durham statt, die schon seit Mai 1997 die Partnerschule der Realschule Rheinhausen war. Zunächst besuchten ca. 30 Schüler der Realschule Rheinhausen die Comprehensive School in Nordengland und nahmen u. a. eine Woche am Unterricht teil. Im Gegenzug reisten dann im Sommer 1998 englische Schüler nach Rheinhausen um u. a. dort ebenfalls eine Woche lang den deutschen Unterricht kennen lernen zu können. Dieses Projekt zwischen den beiden "Partnerschulen" blieb jedoch einmalig. Im gleichen Jahr erhielt die Realschule einen Internetanschluss und ihre erste Internetadresse.

Im Jahr 1999, wurde der Neubau fertiggestellt, der nun acht neue Klassenräumlichkeiten hinzufügt. Er ist mit dem naturwissenschaftlichen Trakt verbunden, allerdings nicht wie bisher üblich mit einer kompletten Verbindung, sondern nur über einen Gang welcher „Brücke“ genannt wird.

Aufgrund wachsender Schülerzahlen entsteht 2001 eine zweite Realschule auf der Ulmen Straße. In diesem Jahr öffnet erstmals die Schülerfirma „Eat-X“.

Die Einnahmen des Sponsorenlaufes 2002 kamen den Opfern des Elbehochwassers in Ostdeutschland zugute.

Im Jahr 2003 wurde die Streitschlichter AG gegründet und das erste Ehemaligentreffen für alle bisherigen Schüler wurde organisiert. Am 25. März 2003 wurde eine Schülerkette um das Schulgebäude gebildet, für den Frieden und gegen den dritten Golfkrieg. Eine Webpräsenz der Schule wurde ebenfalls in das Internet gestellt und bietet seitdem eine Übersicht der aktuellen Ereignisse und Übungsaufgaben für die Schüler.

Im Jahre 2004 wurde die Nijmegnse Scholengemeenschaft Greenewould Partnerschule der Realschule Rheinhausen. Seit 2006 wird deshalb Niederländisch in Arbeitsgemeinschaften unterrichtet.

Am 2. Mai 2005 eröffnet der Schulshop, der die Schulkleidung und andere schuleigene Artikel einführt. Auch wir in diesem Jahr der zweimal jährliche „Methoden-Tag“ der unter dem Namen „EVA“ (= Eigenverantwortliches Arbeiten) firmiert.

2006: Am 12. September 2006 wird die Schulkleidung vereinheitlicht, weil das colorösere Angebot zu teuer wurde und wenige Abnehmer fand. Am 19. September 2006 fand ein Tagesausflug nach Königswinter mit allen Schülern und Lehrern statt.

Am 18. April 2008 feiert die Realschule Rheinhausen ihr fünfzigjähriges Bestehen mit einer Ballonflugaktion und einem Festakt in der Aula mit geladenen Gästen aus der Politik und den ehemaligen Lehrern, sowie den Schülern des allerersten Jahrganges aus dem Jahr 1958.

Im Jahr 2003 wurde das Verbot von Handys an der Realschule Rheinhausen I beschlossen. Neben Unterrichtsstörungen wollte man auch Neid und Gewaltvideos vorbeugen.

Am 29. März 2006 fand diese Sonderregel mediale Beachtung, ein Kamerateam des Fernsehsenders RTL drehte an diesem Morgen einen Beitrag mit dem Schulleiter und vielen Schülern, welcher am selben Abend noch ausgestrahlt wurde. Es folgten Zeitungsartikel in NRZ und den Wochenblättern der Stadt Duisburg und Rheinhausens.

Im Sommer 2006 trat ein weiteres Verbot in Kraft, seither dürfen auch keine Multimediaplayer und vergleichbaren Geräte mehr mitgebracht und genutzt werden.

Im Sommer 2005 wurde eine erste, von Schülern und Lehrern entworfene Kollektion einer einheitlichen Schulkleidung vorgestellt. Da diese Kollektion wenig Anklang fand, wurde im Herbst 2006 ein zweiter Anlauf genommen und nun nur noch dunkel-blaue Kleidungsstücke als Polovariante oder als T-Shirt angeboten.Für diese wurde ein Schulshop eingeführt der von Schülern geführt wurde.

Seit Juni 2005 wird der Irene-Senst-Preis für die Bestleistung im Fach Mathematik der Klasse 10 verliehen. Stifterin des Geldpreises ist die Mathematik- und Erdkundelehrerin Frau Irene Senst, die von 1969 bis Sommer 2006 an der Schule unterrichtete.

Am 24. Mai 2006 fand unter der Leitung von Prof. Dr. Ilse, der einzigen Jazzprofessorin Europas, der Workshop ´´Afrika meets europe`` statt. In Zusammenarbeit mit der Gruppe Canu, welche aus Musikern aus Deutschland und Guinea besteht, musizierten Lehrer und Schüler.

2000 / 2001 wurde die erste Schülerband der Realschule Rheinhausen gegründet namens „Power Clan“ die im Rahmen einer Projektwoche ein komplettes Bühnenprogramm einübte.

2001/ 2002 bildet sich eine neue Schulband names „The Shapes“. Sie trat im "HundertMeister" in Duisburg auf, wo ein Schülerband-Contest stattfand, dessen Vorbereitungen von der Presse dokumentiert wurde und der Auftritt selber gefilmt wurde.

2003/2004 gründete sich die Schülerband MPC (= Master P´s Childrens (P. ist der Band-Ag leitende Lehrer)). Welche erstmals auf dem Schulkulturtag in Duisburg unter professionellen Bedingungen spielte im Theater am Marientor. An diesem Tag besucht die ganze Schule das Konzert. Eine CD mit den gespielten Liedern wird aufgenommen.

Die Streitschlichter AG ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft von Schülern der Jahrgangsstufe 8, die sich mit der Streitvermeidung und Streitschlichtung befasst.

Im neuangebrochenen Schuljahr 2007/2008 entstand erstmals die Bläserklasse der Realschule Rheinhausen. Die Kinder der Klasse 5 durften zwei Wochen lang sich sämtliche Blasinstrumente anschauen und testen, bis jedes der 28 Kinder der Klasse sich eines aussuchte und nun darauf spielt. Die Proben finden Nachmittags unter der Betreuung des Musiklehrers und Hilfslehrern statt.

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Rheinhausen (Duisburg)

Deutschlandkarte, Position von Rheinhausen hervorgehoben

Rheinhausen, bis 1975 kreisangehörige Stadt des Kreises Moers ist heute ein Bezirk der Stadt Duisburg mit 77.933 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2007) und einer Fläche von 38,68 km². Er liegt auf der linken Rheinseite. Nachbarstädte sind Moers und Krefeld. Zum Stadtbezirk gehören die Stadtteile Rumeln-Kaldenhausen, Schwarzenberg, Hochemmerich mit dem bäuerlich strukturierten Ortsteil Asterlagen, Bergheim mit dem Ortsteil Trompet-Oestrum, Friemersheim, sowie der Stadtteil Rheinhausen-Mitte mit 8614 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2007). Das Gebiet liegt innerhalb des Regierungsbezirkes Düsseldorf und des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Zuständiges Amtsgericht: Duisburg; zuständiger Landschaftsverband und zuständige Landesversicherungsanstalt: Rheinland.

Telefonvorwahl: 02065 (bzw. 02151 Rumeln-Kaldenhausen), Postleitzahlen: 47226 (Hochemmerich), 47228 (Asterlagen, Bergheim), 47229 (Friemersheim), 47239 (Rumeln-Kaldenhausen). Autokennzeichen: DU (bis 1975 MO).

Am 1. Juli 1934 erhält die Landgemeinde Rheinhausen Stadtrechte. Bereits 1923 waren die Vorgängergemeinden Hochemmerich, Friemersheim, Rumeln und Kaldenhausen zur größten Landgemeinde Preußens vereinigt worden. Mit der Verleihung der Stadtrechte durch den preußischen Innenminister schieden die Ortsteile Rumeln und Kaldenhausen aus und bildeten eine eigene Gemeinde. Das am linken Niederrhein gelegene Rheinhausen war zugehörig zum Kreis Moers, was sich durch die kommunale Gebietsreform in NRW änderte. Seit dem 1. Januar 1975 ist Rheinhausen ein Duisburger Stadtteil, wobei Rumeln-Kaldenhausen nun wieder Bestandteil des Stadtbezirkes ist. Letzter Rheinhauser Bürgermeister war Johann Asch, nach dem in Rheinhausen ein Platz benannt ist.

Siedlungsspuren lassen sich in Rheinhausen bis in die Römerzeit nachweisen. So wurden bei Kanalisationsarbeiten in der Zechensiedlung Diergardt am Ende des Grünen Weges Überreste einer römischen Wachstation gefunden, die zum Schutze des Limes dort gebaut worden war. Eine Bronzetafel und Straßenmarkierungen erinnern daran. Die alte Römerstraße am linken Niederrhein (z.T. als B 57) verläuft am Rande Rheinhausens. An der Stadtgrenze zu Moers befinden sich Reste eines Außenlagers der Römer, genannt Asciburgium. Auch soll der aus Irland stammende Bischof Ludger unter anderem auch in der Gegend von Rheinhausen als Missionar tätig gewesen sein.

Die Ortsteile Hochemmerich und Friemersheim wurden schon um 900 urkundlich erwähnt, und zwar als „Kirchdorf Hochemmerich“ und „Herrlichkeit Friemersheim“. Schon Karl der Große soll hier einen Reichstag abgehalten haben und zu Beginn des 9. Jahrhunderts schenkte er Friemersheim dem Kloster (Essen-) Werden. Während das Kirchspiel Hochemmerich schon lange zur Grafschaft Moers gehörte, wechselte die Herrlichkeit Friemersheim im 14. Jahrhundert den Besitzer. Die Bewohner der Grafschaft Moers wurden bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts protestantisch (lutherisch, später calvinistisch, auch reformiert genannt). 1702 fiel die Grafschaft Moers an das Königreich Preußen im Rahmen einer Erbfolge. 1707 wurde die Grafschaft Moers ein Fürstentum.

Zwischen 1794 und 1814 war die Region unter Napoleon französisches Territorium, u.a. wurde der Code Civil hier eingeführt. Ab 1814 gehörte die Region als Ergebnis des Wiener Kongresses wiederum zu Preußen (als Teil der Rheinprovinz). Bis heute gelten in den linksrheinischen Stadtteilen Rheinhausen und Homberg Relikte aus dem napoleonischen Code Civil, z.B. das Nur-Notar-System.

Auf Initiative von Friedrich Alfred Krupp im Jahre 1896 wurden die Planungen für das Hüttenwerk Rheinhausen aufgenommen. Bereits am 18. Dezember 1897 wurden die ersten Hochöfen angeblasen. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg galt das Werk als das größte Europas. Die Produkte umfassten Schienen, Stab- und Profilstahl, Halbzeug, Schwellen und Walzdraht.

Mit der Ansiedlung der Firma Krupp Ende des 19. Jahrhunderts begann eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte der Stadt (bzw. ihrer Vorgängergemeinden), allerdings auch starker Umweltverschmutzung. Das Dorf Bliersheim verschwand völlig unter dem Industriegelände der Firma Krupp. Ende des 19. Jahrhunderts hatten die Vorgängergemeinden ca. 5.000 Einwohner, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zählte die Stadt rund 46.000 Einwohner. Sie waren in mehreren großen Schüben, vor allem aus dem oberschlesischen Bergbaugebiet, hierhin gezogen, um in den Zechen Diergardt und Mevissen, vor allem aber im Kruppschen Hüttenwerk Arbeit zu finden.

Die Firma Krupp nahm lange Zeit eine wichtige Rolle für die urbane Entwicklung Rheinhausens ein: Krupp ließ eine Mustersiedlung für die Stahlarbeiter bauen (Margarethensiedlung), einen kleinen Bahnhof am Werkstor I (Bahnhof Rheinhausen-Ost) sowie ein Krankenhaus, das den Namen seiner Ehefrau Bertha trug, außerdem zahlreiche weitere Sozialeinrichtungen, wie Bücherei, Kindergärten, eigene Konsumanstalten.

Auf dem Gebiet der Stadt Rheinhausens existierten 2 Zechen. Von 1910 bis zum 31. Oktober 1967 wurde die erste Zeche (Diergardt) in Asterlagen betrieben, von 1914 bis zum 30. Juni 1973 die zweite Zeche (Mevissen) in Bergheim. Auf beiden Geländen befinden sich heute Gewerbegebiete.

1934 bekam Rheinhausen vom preußischen Innenminister die Stadtrechte verliehen. Als „jüngste Stadt im Dritten Reich“ wurde sie gefeiert. Die Feierlichkeiten zur Stadtwerdung waren stark von nationalsozialistischer Propaganda durchsetzt.

Wie weit die Bevölkerung Rheinhausens in den Jahren der Hitlerdiktatur hinter dem System stand, ist nicht klar erkennbar. Bekannt sind allerdings folgende Fakten: Eine Ortsgruppe der NSDAP gründete sich im Juli 1926. Der Stimmanteil der NSDAP in Rheinhausen bei der Reichstagswahl 1928 betrug 4,8 %. Bei der Reichstagswahl Juli 1932 erzielte die NSDAP jedoch 36,6% (SPD/KPD: 38,5% - DNVP: 7,1% - Zentrum: 18,1%).

Obwohl die Rheinhausener Stadtgeschichte durch den damaligen Stadtarchivar Friedrich Albert Meyer (1883-1967) detailliert in mehreren Bänden in den 50er und 60er Jahren geschildert wurde (siehe unter Literatur), fehlen alle Angaben zu Arisierungen, Verfolgungen Andersdenkender und Beschäftigung von Zwangsarbeitern. Dass letztere stattfand, ist nur allgemein, z.B. für die Firma Krupp, bekannt. Am 5. März 1945 endete die nationalsozialistische Herrschaft in Rheinhausen durch den Einmarsch amerikanischer Truppen. Nach dem Zweiten Weltkrieg betrug die Einwohnerzahl noch ca. 40.000.

In der Zeit vor dem Nationalsozialismus lebten in Rheinhausen mehrere jüdische Familien. Hauptsächlich in Friemersheim und Hochemmerich. Sie besaßen zum Teil Geschäfte, die im Rahmen und in der Folge der Reichskristallnacht enteignet worden sind. Es waren dieses das Kaufhaus Eser, die Fleischerei der Familie Nathan und das Modegeschäft Wallach. Lediglich das letztere Geschäft wurde nach dem Krieg den ehemaligen Besitzern zurück gegeben. Einige Rheinhauser Juden gingen ins Ausland wo sich von den meisten die Spuren verlieren. Die meisten aber kamen in Ghettos und den Vernichtungslagern ums Leben. Als Quelle diente das Stadtarchiv Duisburg und das Landesarchiv Düsseldorf, wo alte Akten der GESTAPO gelagert sind.

Rheinhausen wurde Teil der britischen Besatzungszone. Am 13. Februar 1946 trat die noch von den alliierten Besatzern eingesetzte Stadtverordnetenversammlung erstmals zusammen. 1947 wurde das Kruppsche Stahlwerk von den Besatzungsmächten aus der Demontageliste gestrichen und aus dem Krupp-Konzern entflochten. Es trug danach den Namen „Hüttenwerk Rheinhausen“. 1949 wurde der 50.000. Einwohner registriert, am 15. Mai 1954 erblickte der 60.000. Rheinhausener Bürger das Licht der Welt.

Mitte der 60er Jahre betrug die Einwohnerzahl ca. 72.000 und sank 1974 auf ca. 68.500 (jeweils immer ohne Rumeln-Kaldenhausen). Bis zu 16.000 Menschen fanden in den 60er Jahren bei Krupp Arbeit, viele von ihnen kamen aus dem niederrheinischen Hinterland. Daher wird die Bahnlinie 31 („Der Niederrheiner“), die aus Kleve, Xanten, über Rheinberg und Moers nach Rheinhausen führt, traditionell noch immer „Hippeland-Express“ genannt. Denn damals transportierte diese Linie Industriearbeiter aus dem landwirtschaftlich geprägten Kreis Kleve mit seiner traditionellen Ziegenzucht zum Hüttenwerk.

Durch die Gewerbesteuereinnahmen von Krupp konnten in den 60er und beginnenden 70er Jahren viele soziale Einrichtungen, wie sechs Jugendzentren, fünf Altentagesstätten, 19 Kindergärten, Frei- und Hallenbäder eingerichtet werden, sowie eine international beachtete Sporthalle (Krefelder Straße) und eine große Veranstaltungshalle (Rheinhausenhalle). Treibende Kraft für diese Entwicklung im sozialen Bereich war der damalige 1. Beigeordnete der Stadt Rheinhausen Dr. Wilhelm Weber. Auch wurden im Zentrum Rheinhausens der Volkspark gegründet (Rheinhausens grüne Lunge), an der Grenze zu Rumeln-Kaldenhausen der Toeppersee als Freizeitgelände eingerichtet und an sehr vielen Straßen wurden Alleebäume gepflanzt, die dem Stadtteil insbesondere ab den 80er Jahren ein parkartiges Aussehen verschafften.

Mit dem Niedergang von Kohle und Stahl begann auch für Rheinhausen der wirtschaftliche Abstieg. Die beiden Zechen wurden bereits in den 60er Jahren geschlossen, jedoch fanden die Beschäftigten meist Arbeit bei der Firma Krupp.

Pläne, das Rheinhausener Gebiet nach Duisburg einzugemeinden, bestanden bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Bereits in einer in den 1920er Jahren verfassten Studie von Karl Jarres, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg von 1914 bis 1933, schlug dieser die Gründung einer Ruhrmündungsstadt unter Einbeziehung von Rheinhausen und anderen linksrheinischen Gemeinden vor. Trotz der Barriere, die der Rhein bildete, bestanden bereits Jahrhunderte lang enge Beziehungen zwischen den beiden Rheinseiten. Doch der Kreistag des Kreises Moers, zu dem Rheinhausen gehörte, stimmte mit einer knappen Mehrheit gegen die Eingemeindung nach Duisburg.

Erst mit der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 erfolgte schließlich der Anschluss an die Stadt Duisburg, zusammen mit der Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen in einem neuen Stadtbezirk sowie den Städten Homberg und Walsum. Gegen diese Eingemeindung wehrte man sich in Rheinhausener Politik und Bevölkerung jahrelang, letztlich aber vergeblich. Rheinhausen gehörte zu den Initiatoren der Bürgerinitiative „Aktion Bürgerwille“, deren Volksbegehren, an dem sich rund 75 % der Rheinhausener Wahlberechtigten beteiligten, auf Landesebene erfolglos blieb, zumal Interesse an der Verhinderung der kommunalen Neugliederung fast nur die Einwohner kleinerer, von Eingemeindung bedrohter Gemeinden, hatten.

Auch nach der kommunalen Neugliederung war der Bezirkspolitik lange daran gelegen, eine relative Eigenständigkeit, insbesondere bei städtischen Einrichtungen, zu wahren. Büchereizweigstellen, Jugendzentren und Altenbegegnungsstätten mussten in den folgenden Jahrzehnten dennoch teilweise geschlossen werden, da die Kommunalfinanzen der Stadt Duisburg sich zunehmend verschlechterten und diese seit 1977 Haushaltssicherungskonzepte fahren musste.

In den 80er Jahren machte das Kruppsche Hüttenwerk bundesweit Schlagzeilen. Zunächst wurde am 3. Dezember 1982 das Walzwerk geschlossen.

1987 erhielt der Ortsteil durch den Widerstand gegen die Schließung des Stahlwerks große Medienpräsenz. In diesem Zusammenhang wurde auch die Rheinbrücke Rheinhausen–Hochfeld (Graf-Spee-Brücke)in „Brücke der Solidarität“ umbenannt, ein Name, der später von der Stadt Duisburg offiziell übernommen wurde. Im Winter 1987/88 folgten große Demonstrationen gegen die Schließung des verbliebenen Hüttenwerks. In diesem Rahmen wurden auch die Rheinbrücke sowie die Autobahn blockiert und die Krupp-Hauptverwaltung in der Villa Hügel in Essen besetzt. Monatelange Mahnwachen begleiteten die Auseinandersetzungen.

Trotz aller Proteste endete am 15. August 1993 mit der endgültigen Schließung der Kruppschen Hüttenwerke eine fast 100jährige Industriegeschichte. Auf dem ehemaligen Areal sind noch die lange Zeit unter Denkmalschutz stehenden Villen der ehemaligen leitenden Angestellten und das Casino mit dem Charme der 50er Jahre.

Auf dem Gelände des ehemaligen Kruppstahlwerkes entsteht nun ein Zentrum für Logistikunternehmen unter dem Namen „Logport“.

Rheinhausen war lange Zeit eine Stadt ohne Stadtzentrum. Die meisten und größten Geschäfte gab es in Hochemmerich. Dort gab es lange Zeit auch die einzige Verkehrsampel: eine Drehzeigerampel, die an einem quer über die Straßenkreuzung gezogenen Stahlseil baumelte.

Um der Stadt, die aus den früher eigenständigen Gemeinden zusammengesetzt war, ein Zentrum zu geben (das Rathaus am Körnerplatz stand ziemlich einsam in der geografischen Mitte der Stadt), wurden eine Stadthalle als Mehrzweckhalle (Rheinhausenhalle) und ein Hallenbad gebaut und die freien Wiesen und Felder mit einer Wohnsiedlung bebaut.

Mit dem Alpha-Haus, einem kleinen Komplex mit einem der ersten Ärztehäuser Westdeutschlands und verschiedenen Ladenlokalen, Apotheke und einer Kneipe/Restaurant, sollte Mitte der 60er Jahre ein Zeichen für ein neues Zentrum in unmittelbarer Nähe zum Rathaus entstehen. Bei dem Versuch ist es allerdings geblieben und als Zentrum von Rheinhausen wird nach wie vor der Ortsteil Hochemmerich angesehen. Nachdem sich die Pläne, hier ein großes Zentrum zu errichten, mit der Eingemeindung nach Duisburg zerschlagen hatten, wurden in dem Bereich eine Stadtbücherei, das Gebäude des Gesundheitsamtes, die Hauptpost, die Sparkasse, das Finanzamt Duisburg-West, eine katholische Familienbildungsstätte, ein Altenwohnungskomplex und ein Altenpflegeheim errichtet.

Siehe hierzu die eigenen Einträge unter Hochemmerich, Friemersheim, Bergheim und Rumeln-Kaldenhausen.

Am Rande des bäuerlich geprägten Ortsteils Asterlagen finden sich die Spuren römischer Besiedlung: Eine Bronzetafel am letzten Wohnhaus links am Grünen Weg in Richtung der ehemaligen Schlackenhalden des Hüttenwerkes Rheinhausen weist darauf hin. Und weiße Striche auf der Straße markieren den Standort eines ehemaligen Wachgebäudes zum Schutze des Limes. Gefunden wurden diese Überreste bei Straßenbauarbeiten, als die zur Zeche Diergardt gehörende Siedlung Abwässerkanäle bekam.

Während des Krieges wurden auf den Schlackenhalden nachts riesige Feuer entfacht, so berichten Zeitzeugen, um anfliegende Bomberpiloten in die Irre zu führen mit dem Ziel, ihre tödliche Fracht hier und nicht über dem Hüttenwerk abzuwerfen. Was dazu führte, dass auch die kleine Zechensiedlung manchen Treffer abbekam.

Die Bevölkerung wuchs besonders nach dem Zweiten Weltkrieg an. Die wachsende Schwerindustrie zog viele Menschen zunächst aus den alten Ostgebieten Deutschlands und später Gastarbeiter aus Südeuropa, insbesondere der Türkei, an. Vor allem der Ortsteil Rumeln-Kaldenhausen mit relativ viel Bauland sorgte dafür, dass der Stadtteil Rheinhausen eine recht gute Einwohnerbilanz (gegenüber der Stadt Duisburg als Ganzem) hat.

Im Oktober 1946 fanden die ersten freien Kommunalwahlen in Rheinhausen statt. Rheinhausen war nach dem Zweiten Weltkrieg eine SPD-Hochburg; in ihren besten Zeiten erreichte die Partei Wahlanteile über 65 %.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg wurden die Einwohner der Rheinhauser Vorgängergemeinden mit ihrem Landesherrn, dem Grafen von Moers, protestantisch, wobei nicht die lutherische, sondern die calvinistisch-protestantische Religion Vorrang hatte. Nur Kaldenhausen blieb katholisch; die Religionsgrenze zog sich in etwa in Höhe des Rumelner Rathauses in Ost-West-Richtung.

Mit den Einwanderern aus dem oberschlesischen Gebiet kamen viele Katholiken dazu. 1906 wurde der erste katholische Gottesdienst gefeiert, 1909 die erste katholische Kirche (St. Peter) eingeweiht. Heute halten sich in Rheinhausen Protestanten und Katholiken die Waage, hinzu kommen rund 10 % Muslime, wobei die Aleviten in Rheinhausen einen Schwerpunkt haben.

Vor der Eingemeindung nach Duisburg gab es in Rheinhausen ein naturwissenschaftliches Gymnasium für Jungen (ehemals naturwissenschaftliches Gymnasium, jetzt Krupp-Gymnasium) sowie ein Gymnasium für Mädchen (ehemals neusprachliches Gymnasium, jetzt Heinrich-Heine-Gesamtschule). Dabei nutzten beide Anstalten zeitweise auch ein gemeinsames Gebäude an der Schwarzenberger Straße nach dem Motto: Links ist der Eingang für Jungen und rechts der für Mädchen.

Die meisten Kinder aber besuchten die überwiegend konfessionell ausgerichteten Volksschulen. So gab es in Asterlagen noch die nur zwei Klassenzimmer umfassende Dorfschule: einen Klassenraum für die 1. bis 4. Klasse und den zweiten Klassenraum für die Klassen 5 bis 8.

Inzwischen gibt es in Rumeln-Kaldenhausen ein weiteres Gymnasium (Albert-Einstein-Gymnasium) und eine weitere Gesamtschule (Lise-Meitner-Gesamtschule) sowie zwei Realschulen, die Realschule Rheinhausen I (Körnerplatz) und die Realschule II (Ulmenstraße), welche in den nächsten Jahren zusammengelegt werden. Außerdem mehrere Grund- und Hauptschulen und eine Förderschule für Lernbehinderte (Dahlingstraße).

Das schon erwähnte Bertha-Krankenhaus in Friemersheim an der Maiblumenstraße war bis in die Nachkriegszeit die einzige derartige Einrichtung vor Ort. Es wurde 1914 eröffnet und hatte bis 1969 den Status eines Werkskrankenhauses für die Krupp-Beschäftigten, später auch ihre Familien inne. Die wachsende Bevölkerung machte dann später die Errichtung einer weiteren Krankenanstalt erforderlich. So entstand am Rande des Stadtparkes von Rheinhausen ab 1959 (Inbetriebnahme Februar 1962) das Johanniter-Krankenhaus mit einem Tumorzentrum.

Heute gehört das Bertha-Krankenhaus zum Klinikum Duisburg gGmbH und ist schwerpunktmäßig eine gemeindenahe Psychiatrie. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Altenpflegeheime errichtet.

In Rheinhausen wird es gegen den Willen vieler Anwohner auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Hohenbudberg eine Forensik geben, wo psychisch kranke Straftäter im Rahmen des Maßregelvollzugs therapiert werden sollen. Das Bürgerbegehren gegen die Forensik ist indessen mangels Interesse der Bevölkerung gescheitert.

In den Nachkriegsjahren war die Feldhandballmannschaft von Rheinhausen überregional bekannt und spielte in den oberen Ligen. In den neunziger Jahren spielte der OSC Rheinhausen in der Handballbundesliga. Der Verein, welcher aus finanziellen Gründen (Insolvenz des Hauptsponsors) aus dem Profihandball ausscheiden musste, brachte in dieser Zeit den späteren Welthandballer und Handballnationalspieler Daniel Stephan hervor. Am Kruppsee konnte man seit 1913 einen anderen Sport ausprobieren: Wasserball. Rheinhausen selbst spielte eine Zeit lang in der 1. Bundesliga doch zurzeit in der Regionalliga.

Die Kampfsportschule Lopez erreichte mit einigen Teilnehmern 1. Plätze bei Landes-, Deutschen-, internationalen Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften.

Wie überall am Niederrhein wälzte sich der Rhein in früheren Zeiten nicht durch sein heutiges Bett, sondern wechselte es häufig und bildete Seitenarme, die der Sand-, Kies- und Tongewinnung dienen. Diese im Volksmund „Baggerlöcher“ genannten Sand- und Kiesgruben waren für Jung und Alt im Sommer ein beliebtes Naherholungsgebiet. Schwimmen konnte man dort kostenfrei - aber nicht ungefährlich. Was die örtliche Gliederung der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) veranlasste, an den beliebtesten Badestränden Rettungswachen einzurichten. Regional besonders bekannt war z.B. der Toeppersee. Und auch Rheinhausens einziges offizielles Freibad nutzt eine ehemalige Kiesgrube, den sogenannten Kruppsee. Er entstand aus einem Baggerloch, den die Firma Krupp zur Gewinnung von Kies und Sand anlegte. Dort gibt es auch den Angelsport-Club Kruppsee Rheinhausen 1924 eV. Beliebt waren aber auch die Rheinwiesen. Zwar war der Rhein alles andere als sauber, und mancher Schwimmer verließ durch Teer verdreckt wieder das Wasser. Aber wo konnte man sonst als „mutiger“ Schwimmer ein Schiff anschwimmen und entern, sich ein paar hundert Meter stromaufwärts mitnehmen lassen, dann mit gewagtem „Köpper“ ins Wasser springen und stromabwärts wieder zurückschwimmen.

Der Regionalverkehr war zunächst ausschließlich schienengebunden: Eisenbahn und Straßenbahn.

Die Straßenbahn wurde abgelöst von elektrisch betriebenen Oberleitungsbussen, die Rheinhausen über Homberg mit Moers verbanden. Der Betrieb der an Stromleitungen gebundenen Busse wurde Anfang der siebziger Jahre aufgegeben. Viele Haltestellennamen wurden vom Volksmund geprägt, wie beispielsweise der Rhabarberbahnhof, eine Bushaltestelle am Rande eines riesigen Rhabarberfeldes gelegen, das dort vom Gutshof des Krankenhauses in Homberg bewirtschaftet wurde. Nach Duisburg und Krefeld verkehrten die Busse der NIAG. Heute wird der größte Teil der Linien von der DVG betrieben.

Für den gesamten ÖPNV gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

An der Stadtgrenze zu Krefeld gab es in Hohenbudberg einst den größten Verschiebebahnhof Deutschlands. Er wurde 1901 in Betrieb genommen und Ende der 90er-Jahre abgebaut. Hier ist jetzt ein Gewerbegebiet eingerichtet.

Das wirtschaftliche Leben der Stadt Rheinhausen war über Jahre geprägt durch Kohle und Stahl. Das Stahlwerk der Firma Krupp wurde am 15. August 1993 stillgelegt. Kohle wurde auf den ebenfalls inzwischen stillgelegten Zechen Diergardt und Mevissen gefördert. Dabei musste auch Rheinhausen bei einem großen Grubenbrand Anfang der 1950er Jahre einen hohen Preis mit dem Tod vieler Kumpel zahlen. Trotz zahlreicher Proteste, die damals in der gesamten Republik ihren Widerhall fanden, konnte die Schließung des vom Strukturwandel in der deutschen Stahlindustrie betroffenen Hüttenwerkes 1993 nicht verhindert werden.

Aktuell entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Hüttenwerkes ein modernes Logistikzentrum mit zahlreichen neu geschaffenen Arbeitsplätzen („Logport“). Inzwischen konnten eine Reihe kleinerer und mittelständischer Unternehmen angesiedelt werden (Logport auf dem ehemaligen Kruppgelände, Gewerbegebiet Mevissen, Businesspark Asterlagen, Gewerbegebiet Hohenbudberg).

Die Arbeitslosigkeit ist deutlich niedriger als in der Stadt Duisburg insgesamt. Ab Juni 2005 wurde der Geschäftsstellenbezirk der Arbeitsagentur Rheinhausen um die Stadtteile Homberg und Baerl erweitert. Stand am 31. Dezember 2006: 11,5 %, in Gesamt-Duisburg 14,9 %.

Vor dem Bau der ersten festen Rheinüberquerung war bereits von 1866 bis 1874 das Eisenbahn-Trajekt Rheinhausen-Hochfeld in Betrieb.

Die erste Eisenbahnbrücke von Rheinhausen nach Hochfeld wurde von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft im Rahmen der Bahnstrecke Osterath–Dortmund Süd gebaut und am 23. Dezember 1873 eingeweiht. Nach rund 50 Jahren musste sie wegen Altersschwäche durch eine neue Rheinbrücke ersetzt werden.

Diese zweite Rheinbrücke wurde direkt neben der alten zwischen 1925 und 1927 gebaut und am 13. Oktober 1927 dem Verkehr übergeben. Am 4. März 1945 wurde sie von den zurückweichenden deutschen Truppen gesprengt. Bereits im April 1945 errichteten die Alliierten eine behelfsmäßige Kriegsbrücke. Der Wiederaufbau der Eisenbahnbrücke begann bereits im Juli 1945, für den Verkehr wurde sie am 1. Oktober 1949 freigegeben und ist bis heute in Betrieb.

Erst ab dem 12. Januar 1934 wurde zwischen Rheinhausen und Duisburg-Hochfeld eine erste Straßenbrücke errichtet, die Admiral-Graf-Spee-Brücke, die am 22. Mai 1936 vom damaligen Reichsminister Joseph Goebbels zum Verkehr freigegeben wurde. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 6 3/4 Mio. Reichsmark. Ebenso wie die Eisenbahnbrücke wurde sie am 4. März 1945 von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Die linksrheinische Flutbrücke blieb erhalten.

Eine neue Straßenbrücke wurde ab Juli 1945 gebaut und am 3. Juli 1950 für den Verkehr freigegeben. An die Stelle der früheren Konstruktion trat nach einem Vorschlag der Firma Krupp Stahlbau Rheinhausen ein eleganter Stabbogen, der geradezu eine Filigranarbeit an Schönheit und Schwung darstellt. Während die frühere Brücke vierspurig war, bestand die Besatzungsbehörde auf eine Verringerung auf 3 Fahrspuren, die seit einigen Jahren durch eine Ampelanlage unterschiedlich freigegeben werden können. Die Brücke wurde 1988 von den streikenden Krupp-Arbeitern in „Brücke der Solidarität“ umbenannt, die Brückenbenennung wurde von der Stadt später offiziell vollzogen.

1966 bis 1971 wurde an der Grenze der Ortsteile Rheinhausen und Homberg, am Essenberger Bruch, eine weitere Rheinbrücke errichtet (Rheinbrücke Neuenkamp), auf der die A 40 (früher A 2/A430) verläuft.

Auffallend sind die 118,8 Meter hohen Freileitungsmasten der kombinierten 220-kV-/110-kV-Freileitung über den Rhein mit einer Spannweite von 570 Metern. Diese 1926 errichteten Freileitungsmaste (linke Rheinseite: 51° 24' 59" N, 6° 43' 53" O, rechte Rheinseite: 51° 25' 9" N, 6° 44' 16" O) sind nicht nur wegen ihrer großen Höhe, sondern auch durch die ungewöhnliche Anordnung der Leiterseile in sechs Ebenen bemerkenswert. Im Unterschied zu der im Leitungsbau allgemein üblichen Konvention, die Leiterseile für die höheren Spannungen auf den obersten Traversen zu montieren, befinden sich bei diesen Masten auf den unteren Traversen die Leiterseile für 220 kV und auf den oberen Traversen die Leiterseile für 110 kV.

Der Rheinhausener Rheinhafen wurde 1897 von der Firma Krupp direkt am Werksgelände (südlich der Eisenbahnbrücke) errichtet und diente dem Kohlen- und Eisenerztransport. Heute wird er von der Duisburger Hafengesellschaft Duisport als „Logport“ verwaltet. Ein weiterer Hafen diente der Verschiffung der in den ehemaligen Bergwerken Diergardt und Mevissen geförderten Steinkohle und war mit diesen durch eine Werksbahn verbunden. Er befand sich an der Grenze zur Stadt Homberg unweit der neuen Rheinbrücke.

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Bahnhof Rheinhausen

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Der Bahnhof Rheinhausen ist ein Bahnhof im Duisburger Stadtteil Rheinhausen am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen.

Er liegt an der Bahnstrecke Duisburg-Mönchengladbach und ist Ausgangspunkt der Niederrheinstrecke in Richtung Xanten.

Anders als der Name des Bahnhofs vermuten lässt, liegt er nicht in der Innenstadt von Rheinhausen, sondern von Friemersheim. Jedoch gliedern sich beide Stadtteile seit der Kommunalreform von 1975 im Duisburger Stadtbezirk Rheinhausen ein, und gehörten schon von 1934 an durch die Verleihung der Stadtrechte an Rheinhausen zur Stadt Rheinhausen im damaligen Kreis Moers.

An der Vorderseite beginnt eine Einkaufsmeile, die bis zum Friemersheimer Markt führt. Der Kruppsee und Umgebung als Naherholungsgebiet säumen die Strecke in Richtung Krefeld. Zur Rückseite des Bahnhofes erstrecken sich Wohngebiete, die zu Rheinhausen-Mitte gehören.

Das inzwischen verschlossene Empfangsgebäude von 1904 steht an der Südseite der Gleise. Die beiden Inselbahnsteige sind durch einen Tunnel mit separatem Zugang erreichbar, der beim Umbau 2007 zur Nordseite der Gleise verlängert wurde.

Der südliche Bahnsteig mit den Gleisen 3 und 4 liegt zwischen den durchgehenden Gleisen der Bahnstrecke von Duisburg Hbf nach Krefeld Hbf. Aus dieser fädeln östlich des Bahnhofs die Gleise 1 und 2 niveaugleich aus und führen zum nördlichen Bahnsteig, an dem die Züge von und nach Moers und Xanten abfahren.

Vor allem am Wochenende ist die Anbindung so ausgedünnt, dass es unter Umständen schneller ist, sieben Kilometer weiter bis Duisburg Hbf und von dort mit einem Bus zurück zu fahren, oder gleich zu Fuß zu gehen.

Die Benutzbarkeit des Bahnhofes durch Passagiere aus beispielsweise Homberg oder Winkelhausen ist wegen Beschneidung der links-rheinischen Tangentialbuslinien durch die Duisburger Verkehrsgesellschaft eingeschränkt worden. Eine Ringlinie zur besseren Einbeziehung der Rheinhauser Bahnhöfe wurde von Duisburger Seite abgelehnt, da sie angeblich „wenig verkehrlichen Nutzen“ haben würde. Einer Studie zufolge gilt Friemersheim als „überversorgt“.

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Source : Wikipedia