Remptendorf

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Geschrieben von goldorak 24/04/2009 @ 18:10

Tags : remptendorf, thüringen, deutschland

Neueste Nachrichten
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Klare Sache für Schleizer Zweite - Ostthüringer Zeitung
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Felix Stephan gewinnt mehrere Medaillen - Ostthüringer Zeitung
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Gold und Silber für die Wurst - Ostthüringer Zeitung
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Joker Kevin Killmann trifft erneut - Ostthüringer Zeitung
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VfB 09 will den achten Platz - Ostthüringer Zeitung
Im Spiel Remptendorf gegen Ranis II empfängt der Tabellenzehnte den Tabellenelften und beide Teams wollen sicherlich noch einmal guten Fußball zeigen. Zwackau empfängt Linda, da bei den Gastgebern noch ein ganz ganz kleiner Hoffnungsschimmer besteht,...

Remptendorf

Die Gemeinde Remptendorf führt kein Wappen

Remptendorf ist eine Gemeinde im Saale-Orla-Kreis in Thüringen. Sie hat etwa 4300 Einwohner in 14 Ortsteilen.

Zur Gemeinde gehören neben Remptendorf die Gemeindeteile Altengesees, Burglemnitz, Eliasbrunn, Gahma, Gleima, Karolinenfield, Liebengrün, Liebschütz, Lückenmühle, Rauschengesees, Rödern, Ruppersdorf, Thierbach, Thimmendorf, Weisbach und Zschachenmühle.

Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Ziegenrück, Eßbach, Crispendorf, Schleiz (Stadt), Burgk, Saalburg-Ebersdorf (Stadt), Bad Lobenstein (Stadt), Wurzbach (Stadt), Leutenberg (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt), Drognitz (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) und Altenbeuthen (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt).

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1325.

Durch die Gemeindegebietsreform in Thüringen vom 1. Juli 1999 wurde aus den Gemeinden: Altengesees, Burglemnitz, Eliasbrunn, Gahma, Gleima, Karolinenfield, Liebengrün, Liebschütz, Rauschengesees, Rödern, Zschachenmühle, Remptendorf mit Lückenmühle, Ruppersdorf, Thierbach, Thimmendorf und Weisbach die neue größere Gesamtgemeinde Remptendorf gebildet.

Das vorliegende Wappen wurde 1988 neu gestaltet und wie folgt begründet: Auf altes Tier "Hirschkuh" geht wohl der Ortsname "Thierbach" zurück. Dieser Gedanke wurde bei der Neugestaltung des Wappens im Jahr 1988 verwendet. Das Wappen zeigt eine Hirschkuh am Bach; im Hintergrund sind die Berge Wetzstein, Kulm und Henneberg dargestellt.

In der Nähe des Ortsteiles Weisbach befindet sich auf einem nach Norden gerichteten Bergsporn der Schlosskuppe die im 11.Jh. erbaute Wysburg.

Ein Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an vier Opfer des Todesmarsches aus dem KZ Buchenwald nach dem KZ Flossenbürg, der im April 1945 durch den Ort getrieben wurde. Auf dem Friedhof des Ortsteiles Lückenmühle erinnern Grabdenkmale an fünf weitere von SS-Männern Ermordete.

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Innerdeutscher Stromverbund

Im Rahmen der Deutschen Teilung war auch der Stromverbund zwischen DDR und der Bundesrepublik Deutschland betroffen. Der innerdeutscher Stromverbund zwischen beiden deutschen Staaten unterlag einer wechselhaften Geschichte.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Bahnstromnetz in Ostdeutschland demontiert. Vom Umspannwerk in Steinbach am Wald führte bis 1989 eine funktionslose Leitung zur innerdeutschen Grenze, welche für eine potentielle Elektrifizierung der Transitstrecke Berlin-München erhalten wurde. Da zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung die Masten dieser Leitung schon sehr marode waren, mussten diese durch Neukonstruktionen auf gleicher Trasse ersetzt werden.

Im April 1946 begann die sowjetische Besatzungsmacht im Umspannwerk Remptendorf mit Demontagearbeiten. Außerdem wurde die Leitung nach Ludersheim demontiert.

1952 veranlasste die DDR die Unterbrechung der Stromlieferungen nach West-Berlin und an das Überlandwerk Rhön ohne Vorankündigung. Zur Versorgung des Kreises Heiligenstadt wurde eine 50-kV-Holzmastleitung errichtet, die am 1. Januar 1953 in Betrieb ging. Anschließend wurden die 15-kV-Leitungen zum Umspannwerk Göttingen gekappt.

1954 erfolgte die Trennung der Hochspannungsnetze in Ost- und Westdeutschland. Die 110-kV-Leitung Hagenau-Boitzenburg-Bleckede wurde vor der Elbeüberspannung unterbrochen und die 110-kV-Leitung Harbke-Helmstedt sowie die 220-kV-Leitung Magdeburg-Helmstedt vor der Grenze unterbrochen.

Die Leitung von Remptendorf nach Redwitz wurde von der Landesversorgung abgetrennt.

Trotzdem existierten zwischen Thüringen und einigen Energieversorgungsunternehmen in der einstigen Bundesrepublik weiterhin einige Verbindungsleitungen. So blieben die 10-kV-Leitungen Döringsdorf - Spinnhütte - Wanfried, Großburschla - Altenburschla und Wanfried-Falken-Mühla in Folge eines Vertrags von Karl-Scharfenberg von 1913 weiter in Betrieb.

Im Harz existierte weiterhin eine Mittelspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Klettenberg und dem Kraftwerk Ellrich.

Eine weitere innerdeutsche Mittelspannungsleitung führte von Benneckenstein in Sachsen-Anhalt nach Hohegeiß in Niedersachsen.

Daneben existierten auch einige innerdeutsche Niederspannungsleitungen, und zwar von Thüringen nach Roteshütte in Hessen, von Liebau nach Bayern und von Potsdam zu einer West-Berliner Pumpstation.

Doch kam es auch zu Neubauten von Leitungen über die innerdeutsche Grenze: so errichtete das Energiekombinat Erfurt in den 1970er Jahren zwei 30-kV-Leitungen vom Umspannwerk Katharienberg zum Kraftwerk Ellrich in Hessen. Vom Umspannwerk Wolkramhausen wurde zum Umspannwerk Ellrich eine 110-kV-Doppelleitung gebaut. Zusätzlich wurde ein 6-MVA-Frequenzumrichter installiert.

Die innerdeutschen Stromleitungen hatten bei der DDR-Führung eine hohe Priorität, denn der Stromexport brachte Devisen.

Daneben existierten auch Leitungen, die die innerdeutsche Grenze als reine Transitleitung querten. Eine dieser Leitungen war die Bahnstromleitung Steinbach am Wald-Zapfendorf, die ein Stück über DDR-Gebiet lief, ein anderes Beispiel die 110-kV-Leitung Remptendorf - Neuhaus/Schierschnitz. Erstere Leitung wurde in den 1960er Jahren durch eine rein auf bundesdeutschem Gebiet verlaufende Leitung ersetzt, letztere durch die 110-kV-Leitung Taubenbach-Sonneberg ersetzt.

Im März 1988 schlossen die PreussenElektra AG und die DDR-Außenhandelsgesellschaft Intrac einen Vertrag über den Bau einer 380-kV-Leitung nach West-Berlin, die im Umspannwerk Wolmirstedt über eine HGÜ-Kurzkupplung mit dem ostdeutschen Stromnetz verknüpft werden sollte. Im Oktober 1989 ging die Leitung bis Wolmirstedt in Betrieb. Der Bau der HGÜ-Kurzkupplung wurde abgebrochen, einige Komponenten wurden später bei der GKK in Etzenricht verwendet.

Die gesamte 380-kV-Leitungsverbindung nach West-Berlin ging am 7. Dezember 1994 in Betrieb, womit 5 Jahre nach der Wende auch West-Berlin an das Stromnetz wieder angeschlossen wurde.

Am 8. September 1995 wurde die neue 380-kV-Verbindungsleitung zwischen Mecklar und Vieselbach in Betrieb genommen.

Obwohl ursprünglich die Anschaltung des Stromnetzes der einstigen DDR an das westdeutsche Verbundnetz erst für den Zeitpunkt geplant war, zu dem die vierte 380-kV-Leitung von Krümmel über Lübeck/Siems nach Görries in Betrieb gehen würde (diese Leitung existiert bis heute nicht, was auch zur Folge hat, dass das Baltic-Cable nicht mit Volllast betrieben werden kann), erfolgte der Synchronschluss der Stromnetze Ost- und Westdeutschlands am 8. September 1995. Am 18. Oktober 1995 wurden auch die Stromnetze Tschechiens, Polens und Ungarns mit dem westdeutschen Stromnetz synchronisiert, womit auch die GKK Etzenricht entbehrlich wurde (die GK Dürnrohr und die GK Wien-Südost blieben noch 1 Jahr länger in Betrieb, da über Österreich wegen des Fehlens von 380-kV-Leitungen der Energieaustausch mit Tschechien erschwert war und erst einige Kraftwerke in Polen mit Regelautomatiken nachgerüstet werden mussten).

Die Bahnstromnetze Ost- und Westdeutschlands wurden am 14. März 1995 mit der Inbetriebnahme der Leitung Lehrte - Heeren vereinigt. Eine weitere Bahnstromleitung ging am 29. Februar 1996 zwischen Eisenach und Bebra in Betrieb. Seit dem 23. Juni 2001 existiert eine dritte Bahnstromverbindung zwischen Saalfeld und Weimar.

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Ziegenrück

Wappen der Stadt Ziegenrück

Ziegenrück ist eine Kleinstadt im Saale-Orla-Kreis in Thüringen und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Ziegenrück liegt im Thüringer Schiefergebirge am östlichen Ausläufer der Hohenwartetalsperre.

Angrenzende Gemeinden sind Eßbach, Keila, Moxa, Paska, Remptendorf und Schöndorf.

Etwa 1000 wurde Ziegenrück gegründet. Die erste Siedlung soll sich zum größten Teil oberhalb der alten Schäferei befunden haben und durch eine Überschwemmung vernichtet worden sein. Der Ortsname Ziegenrück ist auf die sorbische Bezeichnung „Czegenruck“ zurückzuführen, sie bedeutet soviel wie „Flussbogen“ oder „Flussschlinge“. Aus dem Jahre 1258 stammt die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Seit 1328 besitzt der Ort das Stadtrecht.

Ziegenrück gehörte bis zum Jahre 1815 zum Neustädter Kreis des Kurfürstentums und des Königreich Sachsen und wurde dann eine Kreisstadt im Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen (Landkreis Ziegenrück). 1894 erreichte die Oberlandbahn aus Triptis Ziegenrück, ein Jahr später folgte die Fortsetzung nach Lobenstein.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten zahlreiche Kriegsgefangene sowie Arbeitskräfte aus der Sowjetunion Zwangsarbeit verrichten. 16 Opfer der Zwangsarbeit sind auf dem Ehrenfriedhof in der Parkanlage am Saaleufer begraben. Hier wurde 1985 auch eine Stele aufgerichtet zur Erinnerung an den Todesmarsch, bei dem im April 1945 fünf KZ-Häftlinge auf der Straße von Paska nach Ziegenrück ihr Leben verloren.

Sehenswert in Ziegenrück ist das Wasserkraftmuseum.

Durch Ziegenrück verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.

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Saalburg-Ebersdorf

Wappen der Stadt Saalburg-Ebersdorf

Saalburg-Ebersdorf ist eine Stadt im Saale-Orla-Kreis in Thüringen, die am Bleilochstausee, dem größten Stausee Deutschlands, liegt.

Die Stadt entstand am 1. Januar 2003 durch gesetzlichen Zusammenschluss der Stadt Saalburg und der Gemeinde Ebersdorf/Thüringen.

Die Stadtfläche beträgt 7.189,01 ha; die Einwohnerzahl liegt bei 3.967 (31. Dezember 2006). Die Kraftfahrzeug-Kennzeichen lauteten bis 1994 LBS für Kreis Lobenstein und SCZ für Kreis Schleiz, seit der Kreisreform SOK (Saale-Orla-Kreis).

Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Schleiz, Tanna, Bad Lobenstein, Remptendorf und Burgk.

Zur Gemeinde gehören die Gemeindeteile Ebersdorf, Friesau, Kloster, Kulm, Pöritzsch, Raila, Röppisch, Saalburg, Schönbrunn, Wernsdorf und Zoppoten.

Die Stadt Saalburg war seit 1222 selbstständig und hatte einen engen historischen Bezug zum ehemaligen Fürstentum Reuß. 1930 eröffnete die Schleizer Kleinbahn AG eine elektrifizierte Bahnlinie nach Schleiz. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Betrieb jedoch nach 1995 eingestellt.

Saalburg war zwischen 1647 und 1666 Residenzstadt der Grafschaft Reuß-Saalburg. Ebersdorf war von 1678 bis 1848 Residenz des Fürstentums Reuß-Ebersdorf. Die pietistisch gesinnten Fürsten der Linie Reuß ließen im 18. Jahrhundert eine Ansiedelung der Herrnhuter Brüdergemeine in Ebersdorf bauen.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 20-30 Arbeitskräfte aus den besetzten Ländern im Sägewerk Kurt Horn im Ortsteil Friesau sowie bei Bauern in den Ortsteilen Friesau, Röppisch, Schönbrunn und Zoppoten Zwangsarbeit verrichten. Auf dem Friedhof in Ebersdorf ruhen 12 KZ-Häftlinge eines Todesmarsches vom KZ Buchenwald nach dem KZ Flossenbürg, die von SS-Männern ermordet wurden. Auch auf den Dorfplätzen von Ebersdorf und Zoppoten 1985 errichtete Gedenksteine erinnern an dieses Geschehen. Am Strandpromenadenweg von Saalburg erinnern Gedenksteine an den Mord von 64 KZ-Häftlingen.

Am 6. Mai 1993 entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss der vorher selbstständigen Gemeinden Ebersdorf, Friesau, Röppisch, Schönbrunn und Zoppoten die Einheitsgemeinde Ebersdorf/Thüringen mit ca. 2900 Einwohnern. Der Verwaltungssitz war in Ebersdorf.

In die Stadt Saalburg mit den zugehörigen Ortsteilen Kloster, Kulm, Pöritzsch und Wernsdorf wurde am 8. März 1994 der Ort Raila eingegliedert.

Bis ein neues Stadtwappen vom Stadtrat beschlossen wird, behalten die beiden Wappen der ehemals selbstständigen Orte Ebersdorf und Saalburg ihre Gültigkeit.

Das Wappen von Saalburg geht auf das älteste bekannte Siegel von 1387 zurück. In seiner heutigen Darstellung wurde das Wappen 1942 erstmals offiziell verwendet. Bei dem Löwen handelt es sich um den plauenschen. Der Bergfried gehörte zur 1913 eingestürzten Burg. Die Darstellung im unteren Feld weist auf die Lage der Stadt an der Saale hin und entstand nach dem Stau ca. 1935/36; im verherigen Siegelbild befand sich ein Mann in einem Kahn.

Durch Saalburg verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.

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Gustav Schreck

Gustav Ernst Schreck (* 8. September 1849 in Zeulenroda; † 22. Januar 1918 in Leipzig) war ein deutscher Musikerzieher, Komponist und Thomaskantor der Thomasschule in Leipzig von 1893 bis 1918.

Schreck wurde 1849 als Sohn eines Strumpfwirkers geboren – ein damals üblicher Beruf in dieser dem Vogtland benachbarten Region. Auch die Kinder haben am Wirkstuhl gesessen und zum Unterhalt der Familie beigetragen. Die eintönige Tätigkeit wurde im Elternhaus Schreck durch Singen bei der Arbeit aufgelockert. Die musikalischen Fähigkeiten des Kindes Gustav wurden durch Klavierunterricht früh gefördert. Von 1863 bis 1867 besuchte er das Lehrerseminar in Greiz und wurde unter Musikdirektor Urban Präfekt des Schülersingechores. Nach Abschluss der Ausbildung war er vorübergehend als Dorfschullehrer in Gommla und Remptendorf tätig, doch schon im Jahre 1868 zog er nach Leipzig, um am Konservatorium in Leipzig Musik zu studieren, unter anderem bei dem Thomaskantor Ernst Friedrich Richter. 1870 folgte der 21-jährige seinem Bruder nach Wyborg in Finnland und unterrichtete dort als Musiklehrer vier Jahre am deutschen Gymnasium. Verheiratet mit der Dichterin Emmy Krohn kehrt er als freischaffender Komponist und Musiker 1874 nach Leipzig zurück.

Er komponierte Kammermusik und einzelne Chorsätze. In dieser Zeit entstehen auch zwei Oratorien: König Fjalar und Christus, der Auferstandene, zu denen seine Frau die Texte verfasst. Die Uraufführungen im Gewandhaus wurden mit rauschendem Beifall bedacht. Im Jahre 1887 erhält er als Lehrer für Theorie und Komposition einen Ruf an das von Felix Mendelssohn Bartholdy gegründete Konservatorium, wo er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1917 wirkte.

Im Mai 1892 stirbt Thomaskantor Wilhelm Rust und die Stelle wird ein Jahr lang von dem Musiklehrer der Externen, Bernhard Friedrich Richter, einem Sohn des ehemaligen Amtsinhabers, betreut, bis die Wahl auf Gustav Schreck fällt, der am 17. April 1893 eingeführt wird. Er ist sich der Verantwortung bewusst, die diese „erste Kantorenstelle der Welt“ bedeutet. Mit großer Gewissenhaftigkeit erfüllt er die gestellten Aufgaben; seine pädagogischen Fähigkeiten, sein großes theoretisches Wissen und die Kenntnis der Leipziger Musikszene sind dabei ideale Voraussetzungen.

Die Arbeitsbedingungen für die Thomaner sind nach dem Umzug in den Neubau von Schule (1877) und Alumnat (1881) vorbildlich. Zur gleichen Zeit ist sein Altersgenosse Prof. Dr. Franz Emil Jungmann Rektor der Schule, ein gebildeter und der Musik aufgeschlossener Neuhumanist, der sich für ein breites Betätigungfeld seiner Schüler einsetzt.

Die kirchenmusikalischen Aufgaben in der Thomas- und Nikolaikirche werden unter Schreck verstärkt mit Werken von Johann Sebastian Bach und anderen ehemaligen Thomaskantoren ausgefüllt. Gustav Schreck beginnt eine Reihe mit Chorheften und anlässlich der 700-Jahrfeier der Thomasschule, 1912, wird ein Konzert ausschließlich mit Werken der Thomaskantoren von Georg Rhaw bis Schreck gestaltet. Der Aufgabenbereich des Chores wird erweitert, er beteiligt sich mit chorsinfonischen Werken an den Gewandhauskonzerten und die Neujahrskonzerte mit den Thomanern werden zum alljährlichen Höhepunkt der Gewandhaus-Saison.

Die künstlerische Qualität der Aufführungen unter Schrecks Leitung steigt – sein Wirken wird u. a. durch den Professorentitel (1898) und die Ehrendoktorwürde (1909) der Leipziger Universität anerkannt. Gustav Schreck widmet die Motette Der Herr ist mein Hirte Rektor Jugmann zum 25jährigen Dienstjubiläum (1906). Die Festkantaten zur 500-Jahrfeier der Universität (1909) und zur 700-Jahrfeier der „Schola Thomana“ sind ehrenvolle Kompositionsaufträge, die seine Wertschätzung dokumentieren. Die Texte zu den Kantaten stammen wieder von seiner Frau, die sich auch durch das Malen von Portraits ehemaliger Thomaskantoren in die Arbeit des Mannes integriert, die noch heute im Probensaal des Thomasalumnates zu sehen sind.

Als Thomaskantor begnügte sich Schreck nicht mehr mit dem Ersatz der historischen Instrumente, er veranlasste die Anschaffung oder den Nachbau von Oboe d'amore, Clarintrompeten und anderen Instrumenten des Bach-Orchester. Er wagte es, die Kantaten ungekürzt zu musizieren und griff dabei die Praxis seines Amtsvorgängers und Bachforschers Rust auf, die Solopartien auch im Sopran und Alt mit Thomanern zu besetzen.

Gustav Schreck ist im Jahre 1900 Gründungsmitglied der "Neuen Bachgesellschaft". Die Bachfeste dieser Gesellschaft finden mit regelmäßiger Beteiligung der Thomaner bis in die Gegenwart hinein.

Im Jahr 1887 wurde Schreck Lehrer für Komposition und Musiktheorie am Leipziger Konservatorium, ehe er 1893 die Nachfolge von Wilhelm Rust antrat und zum Thomaskantor berufen wurde. Dieses Amt führte er bis zu seinem Tode. Seit 1901 war Schreck Schriftführer der ein Jahr zuvor gegründeten Neuen Bachgesellschaft. 1909 schrieb er zur 500-Jahrfeier der Universität die Festkantate. In Erscheinung trat er auch als Bearbeiter von Volksliedern für das so genannte Kaiserliederbuch, zunächst für das 1906 veröffentlichte Volksliederbuch für Männerchor.

Der Thomanerchor trat unter seiner Leitung nicht mehr nur in der Leipziger Thomas- und Nikolaikirche auf, sondern zunehmend auch in Konzerten im Leipziger Gewandhaus.In seinen Werken herrscht die kontrapunktische Technik und sangbare Stimmführung vor. Von Einflüssen Wagners und später Regers hat Schreck sich weitgehend freigehalten.

Am 22. Januar 1918 starb Schreck im Alter von 69 Jahren in Leipzig. Er wurde auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt (IV. Abteilung).

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Source : Wikipedia